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19:37 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 25.05.2018 19:37 Uhr

Weinstein wird wegen Vergewaltigung angeklagt

New York: Rund sieben Monate nach Bekanntwerden der ersten Missbrauchsvorwürfe gegen ihn ist der frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft New York wirft dem 66-Jährigen Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, sexuellen Missbrauch und kriminelle sexuelle Handlungen vor. Weinstein hatte sich zuvor selbst gestellt. Nach Zahlung einer Kaution in Höhe von einer Million Dollar kam er wieder frei. Allerdings musste Weinstein seinen Pass abgeben und wird elektronisch überwacht. Mehr als 100 Frauen werfen Weinstein vor, sie sexuell belästigt oder vergewaltigt zu haben. Unter ihnen sind auch zahlreiche Hollywood-Stars. Weinstein bestreitet die Vorwürfe. Sollte es zu einer Verurteilung kommen, drohen ihm bis zu 25 Jahre Haft.

Quelle: B2/KL/Dig 25.05.2018 20:00

Trump hält Treffen mit Kim am 12. Juni doch noch für möglich

Washington: US-Präsident Trump hält ein Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim am 12. Juni doch noch für möglich. Pjöngjang sei sehr an dem Treffen interessiert, die USA würden es gerne machen, sagte Trump. Wörtlich fügte er hinzu: "Jeder spielt Spiele." Erst gestern hatte Trump das geplante Gipfeltreffen in Singapur abgesagt und eine Fortsetzung seiner Politik des maximalen Drucks und der Sanktionen angekündigt. Nordkorea hatte daraufhin erklärt, weiterhin gesprächsbereit zu sein. Der stellvertretende Außenminister sagte, Nordkorea wolle das Beste für Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel tun.

Quelle: B2/KL/Dig 25.05.2018 18:00

Ermittlergruppe soll Asylskandal im Flüchtlingsbundesamt aufklären

Bremen: Eine Ermittlergruppe soll die Missstände beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Bremen aufklären. Das ist das Ergebnis eines Krisentreffens, an dem auch Behördenchefin Cordt und hochrangige Vertreter des Bundesinnenministeriums teilgenommen haben. Zu der Ermittlergruppe werden Mitarbeiter der Zentralen Antikorruptionsstelle und des Landeskriminalamts Bremen gehören - unterstützt durch die Bundespolizei. Cordt wollte sich zu den Vorwürfen gegen die Bremer Außenstelle und auch gegen sie selbst nicht äußern. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die frühere Leiterin der Außenstelle und weitere Verdächtige. Offenbar haben Asylbewerber bis zu 1.000 Euro an einen Rechtsanwalt bezahlt und dann wenige Monate später Flüchtlingsschutz bekommen.

Quelle: B2/KL/Dig 25.05.2018 16:00

Asylbewerber greifen Sicherheitspersonal in Unterkunft in Fürstenfeldbruck an

Fürstenfeldbruck: Asylbewerber haben in einer Unterkunft in Fürstenfeldbruck in Oberbayern randaliert und Sicherheitspersonal angegriffen. Laut Polizei war der Streit bei der Essensausgabe entstanden. Einer der Bewohner rastete demnach völlig aus und schlug mit Fäusten und Mülltonnendeckeln auf drei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes ein und bedrohte sie mit einer Eisenstange. Im weiteren Verlauf wurden insgesamt sieben Mitarbeiter verletzt - einer von ihnen bekam von hinten einen Schlag auf den Kopf und stürzte eine Treppe hinab. Erst die Polizei konnte die Lage beruhigen, sie nahm insgesamt drei Asylbewerber vorläufig fest. Schon am Sonntagabend hatte es einen ähnlichen Vorfall in einer Asylbewerberunterkunft in München-Freimann gegeben. Dabei wurden zwei Security-Mitarbeiter leicht verletzt.

Quelle: B2/KL/Dig 25.05.2018 17:00

Weißer Ring begrüßt neues Polizeiaufgabengesetz in Bayern

München: Der Opferhilfeverein Weißer Ring begrüßt das heute in Kraft getretene Polizeiaufgabengesetz. Der Vorsitzende des Verbandes Bayern-Nord, Wittmann sagte, das Gesetz werde Leben retten und Menschen helfen, nicht zu Opfern zu werden. Diese Auffassung teile er mit Ministerpräsident Söder. Wittmann verwies außerdem auf einen Ausbildungsgrundsatz angehender Polizeibeamter. Demnach müsse die Verhütung von Straftaten die "vornehmste Aufgabe der Polizei" sein. Bislang hatten sich vor allem Kritiker des Gesetzes zu Wort gemeldet: So haben unter anderem SPD und Grüne verfassungsrechtliche Bedenken und kündigten Klagen an.

Quelle: B5 25.05.2018 19:45

EU-Datenschutzgrundverordung löst unterschiedliche Reaktionen aus

Brüssel: Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung hat unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. EU-Justizkommissarin Jourová sagte, die Regelung setze einen weltweiten Datenschutz-Standard. Darauf könne man stolz sein. Verbraucherschützer sprachen von einem Meilenstein für den Datenschutz. Kritik kam von der Wirtschaft. Der Präsident des Bundesverbandes mittelständischer Wirtschaft, Ohoven, bezeichnete die empfindlichen Geldbußen, die bei Verstößen drohen, als völlig unverhältnismäßig. Unterdessen sind bereits erste Verbraucher-Beschwerden über Facebook und Google bei den Aufsichtsbehörden eingegangen. Mehrere US-Nachrichtenseiten waren vorübergehend nicht mehr für Internetnutzer in Europa erreichbar - sie baten um Geduld bei der Anpassung an das neue Gesetz.

Quelle: B2/KL/Dig 25.05.2018 16:00

Pflegeheime lehnen laut Studie hilfsbedürftige Menschen ab

Köln: Mehr als jedes fünfte Pflegeheim hat in den vergangenen drei Monaten hilfsbedürftige Menschen abgelehnt. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung hervor. Als Hauptgrund nannten die befragten Einrichtungen Personalmangel. Um den Bedarf zu decken, werden der Studie zufolge 25.000 zusätzliche Kräfte benötigt. Gesundheitminister Spahn hatte versprochen, 13.000 neue Stellen zu schaffen.

Quelle: B2/KL/Dig 25.05.2018 19:00

Landgericht Aschaffenburg verurteilt Mann wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft

Aschaffenburg: Im Prozess um eine besonders brutale Vergewaltigung vor 30 Jahren ist der Angeklagte wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Richter am Landgericht Aschaffenburg sind überzeugt, dass der Mann damals eine junge Frau vergewaltigt, mit einem Schraubenzieher fast erstochen und das totgelaubte Opfer dann in einem Waldstück in Aschaffenburg verscharrt hat. Die Frau überlebte die Tat nur knapp.

Quelle: B2/KL/Dig 25.05.2018 13:00

Freispruch im Prozess um tödlichen Brand in Münchner Mietshaus

München: Im Mordprozess um einen tödlichen Brand in einem großen Münchner Mietshaus hat das Landgericht den Angeklagten freigesprochen. Der Vorsitzende Richter sprach von Zweifeln an der Ursache für das Feuer und den Verantwortlichen. Der 44-Jährige hatte die Tat vom ersten Prozesstag an bestritten, es gab weder Beweise noch Zeugen. Eine brennende Matratze im Treppenhaus des Gebäudes nahe dem Hauptbahnhof hatte vor eineinhalb Jahren das verheerende Feuer ausgelöst. Dabei starben ein Familienvater und seine beiden Töchter. Elf Menschen wurden verletzt.

Quelle: B2/KL/Dig 25.05.2018 14:00

Das Wetter in Bayern: In der Nacht allmählich aufklarend, 15 bis 8 Grad

Das Wetter in Bayern: In der Nacht zunächst letzte Schauer und Gewitter, dann aufklarend, Tiefstwerte 15 bis 8 Grad. In den nächsten Tagen oft sonnig, ab Sonntag spätnachmittags und abends lokale Gewitter möglich. Nachts 16 bis 10, tagsüber 24 bis 30 Grad.

Quelle: B5 25.05.2018 19:45


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