13:33 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 26.09.2018 13:33 Uhr

Bundesbeauftragter Hirte warnt vor Stigmatisierung des Ostens

Berlin: Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Hirte, hat fremdenfeindliche Übergriffe in den neuen Ländern verurteilt, zugleich aber vor einer Stigmatisierung des Ostens gewarnt. Man müsse aufpassen, nicht ganze Regionen in Misskredit zu bringen, sagte Hirte bei der Vorstellung des Jahresberichts zum Stand zur Deutschen Einheit. Die Probleme seien unbestreitbar, sie würden aber in den Medien zum Teil verzerrt dargestellt. Die übergroße Mehrheit der Ostdeutschen habe mit - so wörtlich - rechtsradikalen Spinnern - nichts zu tun, betonte Hirte. Derweil haben sich die Lebensverhältnisse im Osten denen im Westen weiter angenähert. Unterschiede gibt es laut Bericht allerdings weiter beim Lohnniveau und der Wirtschaftskraft. Hirte sieht den Grund dafür vor allem in strukturellen Problemen. Den ostdeutschen Ländern fehle es an wirtschaftsstarken Großunternehmen und Metropolregionen.

Quelle: B5 26.09.2018 13:45

Pflichtversicherte sollen künftig schneller Termine beim Arzt bekommen

Berlin: Die Regierung will Wartezeiten für Arzttermine von gesetzlich Versicherten verkürzen. Eine entsprechende Vorlage hat das Kabinett am Vormittag auf den Weg gebracht. So soll die Zahl der Sprechstunden erhöht werden. Ärzte müssen künftig 25 Stunden in der Woche für ihre Patienten da sein - das sind fünf mehr als bisher. Im Gegenzug bekommen die Mediziner aber auch mehr Geld, etwa wenn sie kurzfristig neue Patienten annehmen. Gesundheitsminister Spahn sagte, dann lohne es sich für Ärzte auch, Kassenpatienten zeitnah einen Termin zu geben. Der Chef der Verbraucherzentralen, Müller, ist dagegen skeptisch. Er ist der Ansicht, dass zusätzliche offene Sprechstunden in ihrer Wirkung fraglich und keinesfalls ausreichend sind.

Quelle: B2/KL/Dig 26.09.2018 14:00

Bischöfe gedenken der Missbrauchsopfer in der Katholischen Kirche

Fulda: Am Tag nach der Vorstellung der Missbrauchsstudie in der Katholischen Kirche haben die Bischöfe der Opfer gedacht. Der Kölner Kardinal Woelki sagte in seiner Predigt vor den Bischöfen, er schäme sich für das, was durch die Kirche geschehen sei. Er wolle nicht durch Wegsehen, Vertuschen und Bagatellisieren zum Mittäter werden, so Woelki. Er beendete seine Ansprache mit einem fünfminütigen Schweigegebet. Eichstätts Bischof Hanke forderte im BR einheitliche Standards bei der Prävention von Missbrauch. Die Maßnahmen sollten seiner Meinung nach dann von außen evaluiert werden. Der Trierer Bischof Ackermann hält einen Kulturwandel innerhalb der Kirche für nötig. Dazu gehöre, klerikale Macht einzudämmen, so Ackermann im Deutschlandfunk.

Quelle: B2/KL/Dig 26.09.2018 13:00

Daimler-Chef Zetsche soll in den Aufsichtsrat wechseln

Stuttgart: Daimler leitet den Umbau seiner Konzernspitze ein. Vorstandschef Dieter Zetsche wird seinen Posten im kommenden Jahr räumen und soll an die Spitze des Aufsichtsrats wechseln. Auf ihn folgt Ola Källennius, der für das Forschungs- und Entwicklungsressort verantwortlich ist. Der Stuttgarter Autobauer will Zetsche in zwei Jahren als Nachfolger des derzeitigen Aufsichtsratsvorsitzenden Manfred Bischoff vorschlagen, dessen Mandat ausläuft. Bischoff sagte, Zetsche sei prädestiniert, auch den Aufsichtsrat erfolgreich zu leiten. Betriebsratschef Michael Brecht ist ähnlicher Ansicht. Seinen Worten zufolge stellt Daimler den Vorstand mit der heutigen Entscheidung zudem jünger auf und gebe damit neue Impulse.

Quelle: B2/KL/Dig 26.09.2018 12:00

Deutsche-Iran Importe brechen laut DIHK ein

Berlin: Die harte Gangart der USA in der Iran-Politik belastet auch die deutsche Wirtschaft. Der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Treier, sprach in den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" von einem deutlichen Schaden. Die deutschen Exporte seien um 18 Prozent zurückgegangen. Mehr als 100 deutsche Unternehmen hatten Repräsentanzen im Iran eröffnet, viele seien bereits wieder geschlossen. Insgesamt haben die Iran-Ausfuhren aber nur einen geringen Anteil an den gesamtdeutschen Exporten. US-Präsident Trump hatte erst gestern neue Sanktionen gegen Iran angekündigt.

Quelle: B2/KL/Dig 26.09.2018 12:00

Verdi und GEW fordern einheitliches Bundesweiterbildungsgesetz

Berlin: Die Gewerkschaften Verdi und GEW fordern ein einheitliches Bundesweiterbildungsgesetz. Es soll einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung und Förderung garantieren. Dadurch sollen Zugang, Teilnahme und Finanzierung der Weiterbildung auf einem hohen Niveau gesichert werden. Verdi-Vorstand Kittel sagte, die bisherigen Regelungen seien selektiv und verstärkten die soziale Ungleichheit.

Quelle: B2/KL/Dig 26.09.2018 13:00

Stiftung Warentest gibt Online-Lieferdiensten für Lebensmittel schlechte Noten

Berlin: Die Stiftung Warentest sieht Online-Lieferdienste für Lebensmittel kritisch. Alle zehn untersuchten Dienste schnitten nur mit "befriedigend" bis "ausreichend" ab. Häufig seien die Kühlwaren zu warm angeliefert worden; außerdem falle extrem viel Verpackungsmüll an, teilte die Stiftung Warentest mit. Die Tester verwiesen zudem auf die höheren Preise der Lieferdienste. Das Zusammenstellen der Waren, das Verpacken und die Zustellung kosteten demnach um die fünf Euro. Am besten bewerteten die Tester den Dienst "MyTime.de".

Quelle: B5 26.09.2018 12:45

Bei Schulbusunfall in Oberfranken werden zwölf Kinder leicht verletzt

Trockau: Bei einem Schulbusunfall in Oberfranken sind zwölf Kinder leicht verletzt worden. Drei von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Auch der 64-jährige Busfahrer erlitt leichte Verletzungen. Der Bus war am Morgen zwischen Trockau und Pegnitz von der Straße abgekommen. Die Polizei vermutet, dass der Fahrer einem Tier ausgewichen sein könnte. Am Fahrzeug entstand vermutlich Totalschaden.

Quelle: B2/KL/Dig 26.09.2018 12:00

Meteorologen verzeichnen Kälte-Rekorde in Bayern

München: Nach dem Hitzesommer verzeichnen die Meteorologen erneut Extremwerte - diesmal im Minusbereich. Vergangene Nacht sind in vielen Orten in Bayern die kältesten Septembernächte seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen worden. Besonders kalt war es im Bayerischen Wald: In Zwiesel zeigte das Thermometer -2,8 Grad, in Klingenbrunn sogar -4 Grad. Auch in Bamberg, Tirschenreuth und Waldmünchen war es in einem September nie kälter als vergangene Nacht.

Quelle: B2/KL/Dig 26.09.2018 12:00

Das Wetter in Bayern: Sonnig oder leicht bewölkt bei maximal 20 Grad

Das Wetter in Bayern: Am Nachmittag sonnig oder leicht bewölkt bei 14 bis 20 Grad. In der Nacht Tiefstwerte um 5 Grad. Morgen nach lokalem Frühnebel Sonnenschein. Maximal 18 bis 24 Grad. Die weiteren Aussichten: Freitag meist freundlich, Höchstwerte bis 21 Grad. Am Samstag etwas kühler und in Alpennähe vereinzelt Regen.

Quelle: B2/KL/Dig 26.09.2018 12:00