MonaCorona Popup-Bühne gegen die Stille

Das Band-Kollektiv Monacorona will seinen Stilmix trotz Corona-Einschränkungen vors Publikum bringen – mit einer mobilen Holzbühne.

Von: Flora Roenneberg

Stand: 10.03.2021 | Archiv

Aus der Crowdfunding-Kampagen von "MonaCorona" | Bild: MonaCorona

Es ist still geworden in München. Diese Stille können viele Musiker nicht länger ertragen. Um Livemusik am Leben zu erhalten, haben sich 17 Münchner Bands zusammengetan. Sie bilden ein Künstlerkollektiv, für "Monaco" in Zeiten von Corona – so kam der Name MonaCorona zustande. Ins Leben gerufen haben die Initiative die Sängerin Nathalie Aguilar und der Musiker Tobias Eichhorn. Ihr Ziel ist es, auch in Zeiten der Pandemie Aufrittsmöglichkeiten für Musikerinnen und Musiker zu schaffen. Dafür wurde eigens eine flexible Pop-up-Bühne aus Holz konstruiert, die sich an jeden Ort anpassen kann und diesen Sommer an mehreren Orten auftauchen soll.

"Ich mache nicht so gern allein Musik", sagt Aguilar. "Ich liebe es, mit anderen Menschen aus anderen Genres zu experimentieren – darum das Projekt." Aguilar singt spanisch und deutsch. Im Projekt beteiligen sich nun Künstler der verschiedensten Genres: R&B, Synthpop, Disco, Rock, spanische und lateinamerikanische Musik, Hiphop und Jazz. Um dieses Zusammenspiel zu ermöglichen, hat das Projekt ein Crowdfunding initiiert. Und das hatte Erfolg: Dank 189 Unterstützern kamen knapp 14.000 Euro zusammen, das nun für die Bühnenkonstruktion und Audio-Equipment eingesetzt wird. Mit weiteren Fördermitteln des Künstlerkollektivs sollen Gagen für die Musiker bezahlt werden.

Neue Verbindungen trotz Pandemie

Auch die Band Donnerbalkan wird ab Mai dank MonaCorona wieder auftreten können. An welchem Ort die Steckbühne dann aufgebaut wird, ist noch unklar. Katharina Guglhör von Donnerbalkan erzählt:

"Das mit der Kampagne hat nur geklappt, weil so viele Münchner Bands aus den verschiedensten Ecken Teil davon geworden sind – und ihre jeweilige Community dazu gebracht haben, für die Konzertreihe zu spenden. Es war total schön zu sehen, dass unsere Fans daran interessiert sind, dass wir wieder auf die Bühne gehen,  dass wir spielen können, dass die Münchner Bandkultur einfach weiterleben kann. Wir wissen ja nicht, wie lange diese Krise noch geht."  Die unsichere Lage ist für die Münchner Bandszene eine echte Belastung, MonaCorona hat es hier trotz der Pandemie schon jetzt geschafft, neue Verbindungen entstehen zu lassen. "Das klingt so nach einem Klischee", sagt Aguilar "aber geteiltes Leid ist halbes Leid."