Capriccio Karl Obermayr – mehr als Manni Kopfeck

Er ist der wohl berühmteste Sidekick in einer Bayerischen Fernsehserie: der Kopfeck Manni. Nun erinnert der Autor Roland Ernst mit einer Biografie an den früh verstorbenen Schauspieler, der sowohl am Theater wie im Fernsehen Erfolge feierte.

Stand: 02.11.2020

Karl Obermayr | Bild: BR

Der Erfolg war ihm nicht in die Wiege gelegt. 1931 in Freising geboren, wächst Karl Obermayr in einfachen Verhältnissen auf. Als er zwei ist, stirbt der Vater. Halt findet der junge Karl in einer Schauspielgruppe, wo er die Trauer weg spielt. Der Mutter zuliebe macht er eine Lehre zum Buchdrucker – aber nur, um sich Schauspielunterricht in München zu leisten. Im Fernsehen spielt Obermayr fast immer die kleinen Leute. 1972 endlich der Durchbruch: Von einem Münchner Off-Theater wird Karl Obermayr ans Hamburger Schauspielhaus geholt. Dann – der erste Tatort. Starallüren? Kein Bisschen. 

"Wenn er an den Drehort kam, dann war’s fast, als ob er auf Montage war: Da hatte er seine kleine Ledertasche dabei, da war sein Butterbrot drin, und seine Thermosflasche und dann hat er das gespielt, was er spielen sollte und dann hat er sich verabschiedet und ist gegangen - das war’s." Einen "Meister der Langsamkeit", nannte ihn Helmut Dietl; und Karl Obermayr war der einzige Schauspieler, der in jeder Serie von Dietl mitwirkte. Jetzt ist eine neue Biografie über den früh verstorbenen Schauspieler erschienen: 

Hier geht's zu den anderen Beiträgen des BR-Kulturmagazins Capriccio.