Goethe-Institut 25. -28.11 UNIDAS: Spielarten von Ungleichheit

Andere Länder, andere Geschichten – und vor allem: andere Erfahrungen: Wie fühlt es sich an, als Frau in Brasilien diskriminiert zu werden? Ist es auf andere Weise demütigend als in Deutschland? Ist Ungleichheit gleich Ungleichheit?

Stand: 25.11.2020

Sibel Kekilli | Bild: George Wendt/ dpa

Weltweit kämpfen Frauen für gleiche Rechte. Aber was in Deutschland Recht oder Unrecht ist, kann in Brasilien ganz anders geregelt sein. Im Rahmen der Konferenz „UNIDAS: Frauen im Dialog“ wollen Deutsche und Brasilianerinnen sich vier Tage lang darüber austauschen und bei der Durchsetzung von mehr Gender-Gerechtigkeit gegenseitig unterstützen – und zwar über Grenzen hinweg.

Debatten in Berlin und Salvador

Zu Wort kommen deutsche und brasilianische Frauen aus ganz unterschiedlichen Bereichen: Was hat eine DDR-Bürgerrechtlerin zum Thema Ungleichheit beizusteuern? Wie erlebt die Begründerin der Trans-Bewegung in Brasilien das politisch eindimensionale Regime des Populisten Jair Bolsonaro? Welche sozialen Defizite beklagt eine 77-jährige brasilianische Sexarbeiterin? Und wie erlebt eine deutsch-kurdische Journalistin den Medien-Alltag in Deutschland? All ihre Erfahrungen und Schicksale sollen die Frauen in die Diskussion einbringen, mit dem Ziel, andere zu mobilisieren, mit guten Ideen anzustecken und für gemeinsame Projekte zu gewinnen.

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UNIDAS: Frauen im Dialog - Eröffnungsveranstaltung | Bild: Goethe-Institut (via YouTube)

UNIDAS: Frauen im Dialog - Eröffnungsveranstaltung

Die Veranstaltungen und Debatten in Berlin und Salvador (Bahia) finden zum Großteil online statt, der öffentliche Teil wird live übertragen, auch die Eröffnung am 25.11.20 um 19:00. In deren Rahmen werden auch die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Michelle Müntefering, sprechen, sowie die neue Präsidentin des Goethe-Instituts Carola Lentz, und Sibel Kekilli – die Schauspielerin ist Gründungsmitglied von UNIDAS, dem Netzwerk von Frauen aus Deutschland, Lateinamerika und der Karibik. Die mehrfach ausgezeichnete Kekilli („Gegen die Wand“, „Gier“, „Die Fremde“, „Game of Thrones“) und frühere Tatort-Kommissarin engagiert sich abseits der Schauspielerei für Frauenrechte.  UNIDAS möchte dabei besonders Positionen von Frauen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft stärken.    

Das viertägige Programm von „UNIDAS: Frauen im Dialog“ haben die Organisatorinnen rund um die vier Themenblöcke „Intersektionalität“, „Frauenrechte und Gleichstellung von Frauen“, „Gewalt gegen Frauen“ und „Krisenprävention“ gestaltet. Mit im Boot sind von deutscher Seite unter anderem die Klimaaktivistin Pauline Brünger, die queere Kabarettistin Michaela Dudley, die Rechtsanwältin Asha Hedayati, die Bürgerrechtlerin Kathrin Mahler Walther sowie die Journalistin und Autorin Meşale Tolu.

Mehr dazu im Netz unter: UNIDAS: FRAUEN IM DIALOG