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Warum Speisen so heißen Magenbrot

Magenbrot gehört zu den Volksfesten wie Bier und gebrannte Mandeln. Es enthält viele Gewürze, die die Verdauung unterstützen - daher wohl auch der Name "Magenbrot".

Stand: 02.10.2014

Auf einer Arbeitsfläche liegt mehlbedeckter Magenbrotteig. | Bild: mauritius-images

"Das Essen soll man mit Dingen enden, welche den Magen schließen und die aufsteigenden Dämpf‘ zum Kopf verhindern, als überzogener Anis, Fenchel, Kümmich, Koriander" - so steht es im "Schmeller", dem Bayerischen Wörterbuch von 1827, geschrieben.

Magenbrot erwähnt Johannes Andreas Schmeller zwar nicht, aber die Gewürze, die zur Verdauung dienen, sind genau diejenigen, die dem Magenbrot seinen charkteristischen Geschmack geben. Außerdem gehören noch Zimt, Gewürznelke und Muskatblüte dazu. 

Dieser  magenfreundlichen Gewürzmischung hat das Lebkuchengebäck wohl seinen Namen zu verdanken. Als Magenbrot bezeichnet man ja die rautenförmigen, meist mit Zucker glasierten Lebkuchenstücke, die es auf jedem Jahrmarkt in spitzen Papiertüten zu kaufen gibt. Sie gelten als süddeutsche, vor allem aber auch als Schweizer Spezialität, die auf Herbst- und Jahrmärkten angeboten wird.

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Lebkuchenlikör! Wenn sie Lebkuchen mögen, werden Sie diesen selbstgemachten Likör lieben!Gepostet von BAYERN 1 am Montag, 26. November 2018

Lebkuchen und Honigkuchen haben eine lange Tradition, ihre Geschichte geht zurück bis ins Mittelalter und sogar in die Antike. Aber auch wenn das Magenbrot im weitesten Sinn zu dieser Spezies gehört, so ist es doch eine ganz spezielle Erfindung, und die ersten Rezepte dazu tauchen erst in den 1940er-Jahren in Kochbüchern auf. Was das Magenbrot unterscheidet, ist im Wesentlichen die Zuckerglasur, die reichlich auf das noch warme Gebäck aufgetragen wird und es ganz durchdringt.

Ansonsten ist nicht viel Kostbares drin im Magenbrot: weder Nüsse noch Honig, noch Butter. Schließlich ist es ja ein einfaches Jahrmarktsgebäck. Nach einem Wiesnbesuch und Biergenuss aber durchaus zu empfehlen.

Rezept für Magenbrot

Zutaten

Teig

  • 1,5 kg Mehl
  • 0,5 kg Zucker
  • 2 EL Zimt
  • 2 Päckchen gemahlene Nelken oder Lebkuchengewürz
  • 2 Päckchen Backpulver
  • 2 EL Kakao
  • 1 L Milch
  • 2 EL schwarzer Kaffee

Glasur

  • 0,5 kg Puderzucker
  • 1 EL Kakao
  • Wasser

Zubereitung des Magenbrots

  • Alle Zutaten verrühren, der Teig soll recht fest sein, so dass die späteren Rollen sich problemlos von der Fläche auf das Blech heben lassen.
  • Den Teig in 8 Teile aufteilen, jeden Teil auf einer bemehlten Fläche in ca. 2 cm dicke Rollen formen.
  • Diese mit 4 cm Abstand auf ein bemehltes oder mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 200 °C ( Umluft: 180 °C) 15 bis 20 Minuten backen.
  • Abkühlen lassen und schräg in 2 cm dicke Scheiben schneiden.

Glasur

  • Die Glasur verrühren, die Magenbrotstücke einzeln mit der Glasur bestreichen, trocknen lassen.

Lagerung

Magenbrot lässt sich in geschlossenen Blechbüchsen an einem kühlen Ort bis zu zwei Wochen aufbewahren.


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