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Warum Speisen so heißen Eisbein

Eisbein mit Erbspüree ist ein Berliner Nationalgericht. In Bayern sagen wir Schweinshax'n, in Franken Knöchla und auch da ist das Unterbein des Schweins eine Art Nationalspeise.

Stand: 03.01.2015

Eisbein | Bild: BR / Teufl

Die Hax’n wird gebraten, gegrillt oder geschmort serviert. Eisbein wird im Unterschied dazu erst gepökelt und dann gekocht.

Woher das Eisbein seinen Namen hat, damit hat es folgende Bewandtnis: Die Bezeichnung könnte darauf zurück zu führen sein, dass man früher aus dem Schienbeinknochen des Schweins Kufen, also Schlittschuhe gemacht hat. Schließlich mussten auch unsere Vorfahren, die ja häufig auf Wanderschaft waren, bei Schnee und Eis gut vorwärts kommen. Angeblich sollen sie schon vor 4000 Jahren die Kufen aus den stabilen Röhrenknochen genutzt haben und bereits die alten Germanen sind damit über’s Eis geglitten.  Ob der Name aber wirklich daher stammt, ist eher unwahrscheinlich. Obwohl es die schönere Version ist.

Tatsächlich leitet sich Eisbein wohl aus dem althochdeutschen Wort „Isben“ ab, einem alten Wort aus der Fachsprache der Jäger und Mediziner für Hüftbein – vermutlich entlehnt aus dem lateinischen Ischia, griechisch Ischíon für Hüftbein, Hüfte. (Viele können ein Lied davon singen, wenn der Ischaisnerv gereizt ist und der Schmerz bis ins Bein ausstrahlt). Vermutlich durch eine spätere Bedeutungsverschiebung wurde aus dem mittelhochdeutschen Isben – für Hüftbein im neuhochdeutschen die Bezeichnung für Unterbein also für Haxe.

Die Kollegen beim WDR haben für Sie ein wunderbares Rezept zusammengestellt:


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