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Warum Speisen so heißen Stracciatella-Eis

Stracciatella ist ein Eis, das es in jeder Eisdiele gibt und das unsere beiden Lieblings-Geschmacksrichtungen vereint: Vanille und Schokolade. Denn obwohl inzwischen vom Schweinebraten über das -Knoblauch bis hin zum Basilikumeis die ausgefallensten Sorten angeboten werden, bleiben Vanille und Schokolade die Spitzenreiter. Stracciatella ist eine besonders raffinierte Variante und, wie der Name schon sagt , eine italienische Erfindung.

Stand: 09.05.2015

Stracciatella-Eisbecher | Bild: picture-alliance/dpa

Viele Deutsche tun sich schwer mit der Aussprache weshalb es in der Eisdiele Sarcletti zu Beginn auch noch als „Schokosplit“ verkauft wurde. Doch Stracciatella ist mehr als kleine Splitter aus Fettglasur in der Eiscreme. Für echtes Stracciatella wird feine, lauwarme Schokoladenkouverture in eine Sahne-Eismasse eingerührt. Stracciatella, das bedeutet zwar so viel wie gehackt, aber der italienische Konditor Enrico Panatoni aus Bergamo, der die Eissorte erfunden hat, dachte dabei auch an eine gleichnamige Suppe. Stracciatella steht nämlich auch für eine römisch-toskanische Suppe in die rohes Ei hineingerührt wird, wodurch unterschiedlich große Eierflocken in der Brühe entstehen, so wie die Schokostückchen im Eis.

In der Pasticceria Marianna in der Altstadt von Bergamo wird das Eis noch nach dem Originalrezept und mit den gleichen Maschinen wie zu Beginn der 1960ger Jahre hergestellt. So, wie es Enrico damals erfunden hat. Wer vorbei kommt, sollte es unbedingt probieren.

Rezept: 

Das Original herzustellen ist sehr aufwändig, das überlassen wir lieber den italienische Gelaterie. Eine einfache und zudem noch relativ kalorienarme Version ist es, einen 500g-Becher Stracciatellajoghurt und einen Becher Sahne (200g) in die Eismaschine zu geben. Gefrieren, genießen, fertig.


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