BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Corona: Die Ereignisse vom 9. bis 15. November | BR24

© dpa-Bildfunk/ Marius Becker
Bildrechte: dpa-Bildfunk/ Marius Becker

Corona-Warn-App zeigt erhöhtes Risiko an

9
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Corona: Die Ereignisse vom 9. bis 15. November

Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 9. bis 15. November.

9
Per Mail sharen
Von
  • BR24 Redaktion

Sonntag, 15. November

22.10 Uhr: Boris Johnson in Quarantäne - "Keine Symptome"

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich in Selbstisolation begeben. Johnson habe mit einer Person Kontakt gehabt, die positiv auf Covid-10 getestet worden sei, teilt ein Sprecher Johnsons mit. Johnson werde seine Arbeit von seinem Amtssitz in der Londoner Downing Street aus weiterführen, um die "Antwort der Regierung auf die Corona-Pandemie" zu koordinieren. Ihm gehe es gut und er sei frei von Symptomen.

Johnson war Ende März selbst positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Seine schwere Erkrankung und seine Verlegung auf die Intensivstation inmitten der Corona-Krise hatten Großbritannien in einen Schockzustand versetzt.

22.00 Uhr: Mit Teil-Lockdown steigt Rezessionsgefahr

Im Zuge des Teil-Lockdowns ist die Gefahr einer Rezession in Deutschland Wirtschaftsforschern zufolge leicht gestiegen. Der von dem gewerkschaftsnahen Institut IMK entwickelte Indikator weist für November bis Ende Januar ein Rezessionsrisiko von 17,7 Prozent aus. Im Oktober waren es nur 12,6 Prozent. Trotz des Anstiegs bleibe das Risiko aber "insgesamt relativ niedrig", so IMK-Forscher Thomas Theobald. Der Indikator, der am Montag veröffentlicht wird und Reuters vorab vorlag, bündelt die aktuell verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage.

20.35 Uhr: Freie Wähler fordern härteren Lockdown

Im Vorfeld der morgigen Ministerpräsidentenkonferenz hat der Vorsitzende der Freie-Wähler-Landtagsfraktion, Florian Streibl, einen härteren Lockdown im Kampf gegen Corona gefordert. Die Zahl der Neuinfektionen steige trotz des "Lockdown light" weiter bedrohlich an, teilte Streibl mit.

Erste Krankenhäuser stünden kurz vor dem Kollaps. Deshalb brauche Deutschland jetzt "einen richtigen Lockdown mit klaren Konsequenzen". Es sei besser, sofort eine strengere, dafür kürzere Ausgangsbeschränkung zu verhängen, als ein "monatelanges Hin und Her", das der Wirtschaft umso mehr schade.

20.10 Uhr: Söder verlangt einheitliche Corona-Schul-Regeln

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor der Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderregierungschefs an diesem Montag schärfere und einheitliche Regeln für die Schulen verlangt. "Ich werbe dafür, dass wir die Maskenpflicht überall einführen", sagte Söder auf "Bild live". Wer Schule offen halten wolle, müsse auf Masken setzen, auch in der Grundschule. Man müsse "beim Thema Schule noch mal intensiv nacharbeiten". Wenn es zu Wechselunterricht käme, vor allem für ältere Schüler, gehe es um die Frage: "Wie können wir dann das Digitalformat weiter gestalten?"

18.30 Uhr: Klingbeil für mehr Bafög in der Corona-Krise

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil spricht sich für eine Ausweitung des Bafög für Studierende und Schüler in der Corona-Krise aus. "Ich höre immer wieder, dass junge Menschen jetzt in der Krise ihr Studium abbrechen, weil ihre Nebenjobs wegfallen und ihnen das Geld fehlt", sagte er "Zeit online". Daher müsse es nicht nur eine Erhöhung der Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz geben, sondern auch eine Ausweitung auf einen größeren Kreis an Berechtigten. Diese Änderungen sollten außerdem dauerhaft gelten. "Wir wollen kein Hangeln von Nothilfe zu Nothilfe, sondern ein gutes und krisenfestes Bafög", so Klingbeil weiter.

18.25: Knapp 500 Teilnehmer bei "Querdenker"-Demo in Erlangen

Die Gruppe "Querdenken" hat im Erlanger Röthelheimpark gegen die aktuelle Corona-Politik demonstriert. Die Polizei zählte am Sonntagnachmittag knapp 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem mit Absperrband eingezäunten Gelände. Die Demonstrierenden wurden angehalten, einen Mindestabstand von anderthalb Metern einzuhalten und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Zahlreiche Polizeikräfte aus ganz Mittelfranken kontrollierten vornehmlich die Einhaltung der Hygienevorschriften. In unterschiedlichen Wortbeiträgen kritisierten die Redner die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus stark. So forderten sie beispielsweise ein Ende des "Social Distancing" und der Maskenpflicht.

18.15 Uhr: Bundeswehr wird mit 20.000 Soldaten helfen

Die Bundeswehr wird ihre Hilfe in der Corona-Pandemie von 15.000 auf 20.000 Soldaten aufstocken. Das kündigt Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in der ARD an. Man wolle in den Gesundheitsämtern, bei den Corona-Tests, in den Krankenhäusern, aber auch in Pflegeheimen und bei der Umsetzung der Impfstrategie helfen. Die Bundeswehr sei auch bereit, sich mit eigenen mobilen Impfzentren beim Impfen zu engagieren. Das gelte auch für den Aufbau der Logistik für die Kühlketten, die notwendig sind, um das erwartete Impfserum gegen Covid-19 ausreichend kalt zu halten, so die CDU-Politikerin. Derzeit gebe es Gespräche mit dem Bundesgesundheitsminister und den Bundesländern.

17.55 Uhr: Rückgang bei Corona-Toten in Großbritannien

Die Zahl der Corona-Toten in Großbritannien ist in den vergangenen 24 Stunden langsamer gewachsen als am Tag zuvor. Die Zahl der Todesfälle wuchs um 168 auf 51.934. Am Vortag hatte der Zuwachs 462 betragen. Gleichzeitig meldeten die Behörden 24.962 (26.860) neue Infektionsfälle.

17.30 Uhr: Leichter Rückgang der Infektionen in Italien

Italien meldet für die vergangenen 24 Stunden 33.979 neue Coronavirus-Infektionen, verglichen mit 37.255 am Vortag. Die Zahl der Todesfälle betrug 546 (Vortag 544), wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die am stärksten betroffene Region bleibt die Lombardei im Norden des Landes, wo am Sonntag 8.060 (8.129) neue Fälle registriert wurden.

16.10 Uhr: Zehntausende Betrugsfälle bei Corona-Soforthilfen

Bei den Corona-Nothilfen von Bund und Ländern hat es nach Einschätzung des Bundeskriminalamts (BKA) Zehntausende Betrugsfälle gegeben. "Die wirtschaftlichen Hilfen in Milliardenhöhe, die Bund und Länder seit Beginn der Pandemie beschlossen haben, stellen für Betrüger und Cyberkriminelle einen starken Anreiz dar", so BKA-Präsident Holger Münch in der "Bild"-Zeitung. Die Bandbreite der Betrugsfälle reiche von der Verwendung falscher Personalien über die mehrfache Beantragung von Soforthilfen in verschiedenen Bundesländern bis hin zur Beantragung von Geldern für Firmen, die erst unmittelbar zuvor gegründet wurden. Das Bundeskriminalamt rechne mit fünfstelligen Fallzahlen beim Betrug mit Corona-Soforthilfen, so Münch.

15.59 Uhr: Malu Dreyer gegen flächendeckende Schulschließungen

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, hat sich im Vorfeld der Gespräche der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gegen flächendeckende Schulschließungen ausgesprochen. "Ich halte es für falsch, jetzt grundsätzlich Schulschließungen zu fordern", so Dreyer gegenüber der dpa. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin begründet dies mit Ergebnissen einer Untersuchung des Landesuntersuchungsamt (LUA) zur Ansteckungsgefahr in Schulen. "Das Ergebnis: sehr gering", so Dreyer. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) spricht sich dafür aus, Schulen so lange wie möglich geöffnet zu lassen. Ein solches Vorgehen sei im Interesse der Schüler, "vor allem derjenigen mit einem erhöhten Förderbedarf", so Weil in der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

15.10 Uhr: LGL meldet 3.424 neue Infektionen in Bayern

In Bayern haben sich seit Samstag 3.424 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Damit steigt die Zahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie im Freistaat auf 157.089. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit. Demnach gelten 102.900 Fälle als genesen. Die Zahl der Todesfälle ist um 15 Fälle auf 3.130 gestiegen. In den Regierungsbezirken haben sich seit gestern mit 1.331 Fällen in Oberbayern die meisten Menschen neu infiziert. Die wenigsten Fälle meldet der Bezirk Unterfranken, dort sind es 159 Neu-Infektionen. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner erreicht Schwaben mit 204,22 den höchsten Wert. Der Durchschnitt aller Regierungsbezirke liegt bei 185,27. Anhand dieser Zahl werden die neuen Infektionsfälle registriert, die innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner aufgetreten sind. Vergangenes Wochenende wurden von Samstag auf Sonntag 2.875 Neu-Infektionen gemeldet. Dieses Wochenende gibt es also 549 Fälle mehr als letzte Woche.

15.00 Uhr: Manfred Weber: "zuhause bleiben und Kontakte einstellen"

Für den stellvertretenden CSU-Vorsitzenden Manfred Weber kommen Lockerungen der Corona-Maßnahmen nicht in Frage. Er appellierte in der BR-Fernsehsendung "Sonntags-Stammtisch" dafür, zuhause zu bleiben, um einen Lockdown wie in Österreich zu verhindern. "Das Signal für November ist: Wir sollten zuhause bleiben und Kontakte einstellen." Er verglich die Situation mit den europäischen Nachbarstaaten Österreich, Tschechien und Belgien, wo die Infektionszahlen extrem steigen. Man dürfe die derzeit "stabilere Lage in Bayern" nicht aufs Spiel setzen, sagte Weber. "Es ist wirklich ernst." Der Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament meinte: "Wer verhindern will, dass auf unseren Intensivstationen die Krankenbetten und das Pflegepersonal ausgehen, muss jetzt daheim bleiben."

14.45 Uhr: Bundesforschungsministerin fordert EU-Pandemiebehörde

Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hält im Hinblick auf künftige Pandemien die Einrichtung einer Pandemie-Behörde für Europa für notwendig. "Wir sollten nach amerikanischem Vorbild mittelfristig in Europa eine starke Institution schaffen, die sich auf das Auftreten von Pandemien, aber auch andere Gesundheitsnotfälle vorbereitet", so die Ministerin in der "Welt am Sonntag". Außerdem kündigte Karliczek an, die Entwicklung von Covid-19-Medikamenten mit einem eigenen "Wirkstoffprogramm" zu fördern. Die europäische Medikamentenforschung müsse "erheblich gestärkt werden", so Karliczek. Eine europäische Pandemiebehörde könne sich am Beispiel der US-amerikanischen Biomedical Advanced Research and Development Authority orientieren.

14.25 Uhr: Debatte um Schulen: Söder will weniger Leistungsdruck

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert in der "Süddeutschen Zeitung", die Lehrpläne an die Corona-Situation anzupassen, um den Leistungsdruck für Schüler zu verringern. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) schlägt indes in der "Bild am Sonntag" vor, mit dem Schulunterricht in Gemeindezentren, Kulturhäuser, Hotels oder Gaststätten auszuweichen, um Mindestabstände einhalten zu können. "In Klassenräumen ist es oft schwer, den ausreichenden Abstand einzuhalten", so Altmaier zur Begründung.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach mahnt zu einer Aufteilung von Schulklassen: "Gelingt es uns nicht, den Unterricht neu zu organisieren, werden wir keine andere Wahl haben, als die Weihnachtsferien künstlich zu verlängern oder eine zusätzliche Ferien-Episode etwa im Februar einzulegen", sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag.

13.45 Uhr: Lauterbach fordert kürzere Quarantäne und "Corona-Detektive"

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert den Einsatz von "Corona-Detektiven", um gezielt Superspreader-Ereignisse, so genannte Quell-Cluster zu identifizieren. "80 Prozent der Neuinfektionen kommen aus Quell-Clustern", betonte Lauterbach. "Die Infizierten müssen so schnell wie möglich in Quarantäne", sagte der Epidemiologe am Sonntag den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bei den Bestimmungen zur häuslichen Quarantäne spricht sich Lauterbach für eine Verkürzung der Dauer aus. "14 Tage sind zu lang, dafür gibt es keine medizinische Rechtfertigung. Ich halte es für sinnvoll, die Quarantäne auf zehn Tage zu reduzieren - mit der Möglichkeit, dass man sich nach fünf Tagen frei testen lassen kann", so der Gesundheitspolitiker.

12.15 Uhr: Kanzler Kurz plant Massentestungen in Österreich

Wie Bundeskanzler Sebastian Kurz am Sonntag in der ORF-"Pressestunde" sagte, plant die Regierung gegen Ende des verschärften Lockdowns am 6. Dezember Massentestungen in der Bevölkerung durchzuführen. So wolle man nach slowakischem Vorbild symptomfreie Infektionen entdecken. Derzeit würden die Millionen Antigen-Tests vorbereitet. "Wir werden einerseits diese Massentests in gewissen Gruppen, zum Beispiel bei Lehrerinnen und Lehrern, aber auch bei anderen Gruppen nutzen, um mit dem 7. (Dezember) möglichst sicher wieder aufsperren zu können", so Kurz. Das Ziel des verschärften Lockdowns und der Reihentests sei es, eine Situation zu schaffen, in der die Lage unter Kontrolle ist. "Eine 7-Tage-Inzidenz von 50 wäre ein perfekter Wert", so Kurz.

Ab Dienstag geht Österreich für drei Wochen in einen erneuten Lockdown. Geschäfte und Schulen schließen. Außerdem gelten rund um die Uhr Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der eigenen vier Wände ist nur aus triftigen Gründen erlaubt, zum Beispiel zum Arbeiten, Angehörige zu unterstützen oder sich im Freien zu erholen. Die Regierung hat die neuen Beschränkungen beschlossen, nachdem der vor zwei Wochen in Kraft getretene Teil-Lockdown mit einer nächtlichen Ausgangssperre die Infektionszahlen nicht wie erhofft gesenkt hat. Am Freitag wurden in Österreich fast 10.000 Neuansteckungen registriert, am Samstag waren es 7.000 neue Corona-Fälle.

12.00 Uhr: Großbritannien: Übergewicht mit schuld an hoher Corona-Sterblichkeit

Die frühere medizinische Regierungsberaterin Sally Davies vermutet, dass die hohe Zahl an Corona-Todesopfern in Großbritannien auch mit der weiten Verbreitung von Übergewicht zusammenhängt. "Es gibt eine direkte Korrelation zwischen starkem Übergewicht und hoher Covid-Sterblichkeit", so Davies am Sonntag im Gespräch mit dem "Times Radio". Fettleibigkeit - definiert als Body-Mass-Index (BMI) über 30 - erhöhe das Risiko, an Covid-19 zu sterben, um fast 50 Prozent.

Mit mehr als 65.000 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Sars-CoV-2-Virus gilt Großbritannien als das bislang am schwersten von der Pandemie getroffene Land in Europa.

11.49 Uhr: Fast jeder fünfte Bundespolizist war oder ist in Quarantäne

Mehr als jeder fünfte Bundespolizist war oder ist wegen der Corona-Pandemie laut einem Medienbericht in Quarantäne. 11.890 der insgesamt rund 51.000 Mitarbeiter seien betroffen, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag) unter Hinweis auf die Behörde mit Sitz in Potsdam. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie sind demnach 594 Bundespolizisten an Covid-19 erkrankt und knapp 1.900 Mitarbeiter befinden sich aktuell in Quarantäne.

11.25 Uhr: Tschechien verzeichnet über 6.000 Corona-Tote

In Tschechien sind inzwischen mehr als 6.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Sars-CoV-2-Virus gestorben. Seit Beginn der Pandemie starben bisher 6.058 Infizierte, wie das Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte. Die Zahl der Neuansteckungen ist noch immer hoch, sinkt aber allmählich: Innerhalb von 24 Stunden wurden 4.199 neue Infektionen registriert.

11.15 Uhr: Lehrerverband fordert eindeutige Vorgaben für den Umgang mit Corona

Der Deutsche Lehrerverband fordert eindeutige politische Vorgaben, wie Schulen weiter mit der Corona-Pandemie umgehen sollen. Im Interview mit NDR Info sagte Lehrerverbandspräsident Heinz-Peter Meidinger, nach den Beratungen der Länder am Montag mit Kanzlerin Merkel erwarte man klare Richtlinien. "Schulen auf Biegen und Brechen offenzuhalten, ist nicht der richtige Weg", so Meidinger. Zudem benötigten die Schulen mehr finanzielle Unterstützung. So fehlten vielerorts noch immer Raumluftfilter oder Trennwände.

10.55 Uhr: Umfrage zur Corona-Warn-App: Fast die Hälfte der Befragten nutzt sie nicht

Knapp die Hälfte der Deutschen lehnt die Corona-Warn-App ab, so das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest im Auftrag des Sachverständigenrates für Verbraucherfragen. Wie die "Welt am Sonntag" berichtet, gaben 44 Prozent der Befragten an, die App nicht heruntergeladen zu haben. Vier Prozent der Befragten haben die App wieder gelöscht. Fünf Prozent bemängeln technische Probleme mit der App. Für die Onlinebefragung wurden demnach mehr als 1.000 volljährige Bürger interviewt. Aktuell haben rund 22 Millionen Deutsche die Corona-App heruntergeladen.

10.30 Uhr: Bis zu 3.000 Tagesmütter wegen Corona von Pleite bedroht

Bis zu 3.000 selbstständige Tagesmütter sind in Folge der Corona-Krise gefährdet, ihre Arbeit zu verlieren, so Inge Losch-Engler, Vorsitzende des Bundesverbandes für Kindertagespflege, in der "Welt am Sonntag". Damit wäre jede fünfzehnte Tagesmutter in Deutschland betroffen. Insgesamt könnten dann bis zu 10.000 Betreuungsplätze für Kleinkinder wegfallen, warnt der Verband. Die Vorsitzende Losch-Engler fordert eine bundesweit einheitliche Lösung und finanzielle Unterstützung für Tagespflegeeltern. Mehrkosten in der Tagesbetreuung, etwa für Hygienemaßnahmen, würden derzeit nicht erstattet, und die Lohnfortzahlung im Quarantänefall sei nicht gesichert, was zu erheblichen Problemen führe.

9.25 Uhr: Russland meldet 22.572 weitere Corona-Infektionen

Russland verzeichnet 22.572 Corona-Neuinfektionen. Die Gesamtzahl der bestätigten Ansteckungen steigt somit auf über 1,925 Millionen, wie die Gesundheitsbehörden am Sonntag bekannt gaben. Binnen 24 Stunden sind 352 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Sars-CoV-2-Virus gestorben. Die Zahl der Opfer steigt damit auf 33.186.

08.31 Uhr: Bischof: Seelsorge in Kliniken und Heimen muss möglich bleiben

Die Kirchen wollen nach Angaben des Fuldaer Bischofs Michael Gerber trotz steigender Corona-Infektionen ihre Seelsorgeangebote in Krankenhäusern und Pflegeheimen aufrechterhalten. Wie das Bistum am Sonntag mitteilte, betont Gerber in einem Brief an die Verantwortlichen von Kliniken und Pflegeheimen: "Aufsuchende Seelsorge muss möglich bleiben." Es sei unbestritten, dass durch Besuchsverbote oder stark eingeschränkte Besuchsmöglichkeiten die psychische und physische Befindlichkeit von Menschen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern erheblich beeinträchtigt werde. "Ihre Abschirmung war und ist also genauso belastend wie die Infektionsgefahr selbst", so Gerber.

Die Seelsorgenden seien damit vertraut, Menschen in scheinbar ausweglosen Situationen zu begleiten und ihnen im Prozess des Sterbens zur Seite zu stehen. In Andachten und Gottesdiensten könnten Menschen auch mit Abstand und unter Beachtung der Hygieneregeln zusammenkommen, Gemeinschaft erleben und "Kraft im Vertrauen auf Gottes Gegenwart schöpfen".Der Bischof verweist darauf, "dass der Dienst unserer Seelsorgerinnen und Seelsorger in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ausdrücklich erlaubt ist".

08.09 Uhr: Sportmediziner rät zum Stopp internationaler Wettbewerbe wegen hoher Infektionszahlen

Angesichts der Corona-Fälle im Sport fordert der Tübinger Sportmediziner Andreas Nieß auch bei Sportlern eine Anpassung der Hygienekonzepte. Er hat dabei einen Stopp von internationalen Wettbewerben ins Spiel gebracht. "Die Hygienekonzepte haben nicht generell versagt. Wenn man das DFL-Konzept nimmt, das war prinzipiell gut durchdacht und hat jetzt ja auch im Frühjahr und Sommer gut funktioniert", sagte Nieß im Deutschlandfunk: "Allerdings natürlich vor dem Hintergrund, dass zu diesen Zeiten die Infektionsraten insgesamt sehr niedrig waren und das natürlich dem Konzept in die Karten gespielt hat." Jetzt sei die Situation aber eine andere. Es gebe steigende Infektionszahlen, die die Konzepte auch irgendwann aushebeln würden.

Der Mediziner Nieß, gehört dem Kompetenzteams des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) an. "Die internationalen Verpflichtungen, Wettkämpfe, Spiele abzusagen, wäre für mich als erster Versuch sehr naheliegend", sagte Nieß: "Der zweite Punkt wäre, ob man nicht doch wieder, wie in der Champions League, in Spielecluster zurückkehrt." Das Argument, es habe in der Vergangenheit funktioniert, zähle für Nieß nicht. Man müsse angesichts der Zahlen schauen, wo man Anpassungen vornehmen könne, um einen Weiterbetrieb zu gewährleisten: "Ansonsten fährt man dann womöglich gegen die Wand."

06.17 Uhr: RKI meldet 16.947 Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) in Deutschland 16.947 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das sind 5.514 Fälle weniger als noch am Tag zuvor mit 22.461 neu gemeldeten Fällen innerhalb von 24 Stunden. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen jedoch meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Und weniger Test gemeldet werden.

Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 16.017 gelegen. Seit Beginn der Pandemie hat das RKI insgesamt 790.503 Infektionen erfasst. (Stand: 15.11., 00.00 Uhr)

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus stieg um 107 auf insgesamt 12.485. Das sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 1,05 (Vortag: 0,99). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch gut 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

5.30 Uhr: Bildungsforscher fordert Homeschooling für ältere Schüler bis März

In der Debatte um Schulschließungen aufgrund der Corona-Infektionslage hat der Kieler Bildungsforscher und Psychologe Olaf Köller dafür geworben, zumindest ältere Schüler digital von zu Hause zu unterrichten. Programme für den Distanzunterricht sollten dabei langfristig bis Ende März angelegt werden und nicht nur bis Weihnachten, sagte Köller, der an mehreren Stellungnahmen der Nationalen Akademie der Wissenschaften, Leopoldina, zur Corona-Pandemie mitgeschrieben hat.

Außerdem fordert der Bildungsforscher, dass die jüngeren Klassen wieder verkleinert und Abstände untereinander vergrößert werden. "So lange wir keine Massenimpfungen haben und es kalt und winterlich ist, wird das Infektionsgeschehen problematisch bleiben", so Köller.

Wissenschaftler Köller nannte für seinen Vorschlag mehrere Gründe. Zum einen könnten ältere Schüler mit dem Distanzlernen über mehrere Wochen hinweg besser umgehen als jüngere. Zum anderen müssten sie nicht von den Eltern betreut werden.

Wenn die älteren Jahrgänge von zu Hause aus lernten, gebe es zudem in den Schulen mehr Räume, um die jüngeren Jahrgänge zu verteilen, argumentierte der Wissenschaftliche Direktor des Leibniz-Instituts für Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik. Jugendliche aus den Schulen zu nehmen, sei sinnvoll. Die Hoffnungen, dass Schüler weniger infektiös seien, habe sich nicht erfüllt. Vielmehr gebe es gerade bei jungen Menschen eine hohe Dunkelziffer, weil sie infiziert seien, ohne Krankheitssymptome zu zeigen.

Am Montag beraten die Regierungschefs von Bund und Ländern in einer Videoschalte über die aktuelle Lage und den weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie.

Samstag, 14. November 2020

20.45 Uhr: Polen meldet 548 Corona-Tote an einem Tag - Höchstzahl

Eine Woche nach der Verhängung eines Teil-Lockdowns hat Polen einen Höchststand an neuen Corona-Todesfällen registriert. Innerhalb von 24 Stunden seien 548 Sterbefälle gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Insgesamt seien damit inzwischen mehr als 10.000 Infizierte gestorben. Die Zahl der Neuinfektionen stieg den Angaben zufolge um 25.571 Fälle an. Damit wurden in dem Land mit seinen 38 Millionen Einwohnern inzwischen fast 700.000 Corona-Infektionen nachgewiesen.

Wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen war in Polen vor einer Woche erneut ein Teil-Lockdown in Kraft getreten. Die meisten Geschäfte in Einkaufszentren mussten schließen. Nur Supermärkte, Apotheken und Friseursalons durften offen bleiben. Auch Kinos, Theater und Galerien wurden geschlossen. Hotels dürfen nur noch Geschäftsreisende beherbergen. Nachdem bereits ältere Schüler und Studenten auf Fernunterricht umsteigen mussten, ordnete die Regierung dies in der vergangenen Woche auch für die Klassen eins bis drei an.

20.30 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in Frankreich steigt deutlich

Die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich steigt wieder stark an. Zuletzt habe es 32.095 neue Fälle gegeben, teilt das Gesundheitsministerium mit. Am Freitag waren es 23.794 gewesen, am Donnerstag allerdings 33.172. Die Zahl der in einer Klinik Verstorbenen steigt binnen eines Tages um 359 auf 44.246.

18.10 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in Italien sinkt leicht

Die Zahl der Neuinfektionen in Italien sinkt auf 37.255 nach 40.902 am Freitag. Die Zahl der an oder mit Covid-19 Verstorbenen gibt das Gesundheitsministerium mit 544 an. Am Freitag waren es 550 gewesen.

17.50 Uhr: Libanon beginnt zweiwöchigen Corona-Lockdown

Der Libanon versucht der Coronavirus-Pandemie mit einem zweiwöchigen Lockdown beizukommen. Seit Samstag gilt eine Ausgangssperre von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang. Autofahrten sind am Sonntag ganz verboten. Für den Rest der Woche darf immer nur die Hälfte der Fahrzeuge fahren. Autos mit geraden und ungeraden Zahlen auf den Nummernschildern wechseln sich tageweise ab.

Die Polizei kontrollierte die Straßen und forderte Ladenbesitzer auf, zu schließen. Öffnen durften nur Supermärkte, Apotheken, Bäckereien und andere lebenswichtige Geschäfte. Ein kurzer Lockdown könne helfen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sagte der Generaldirektor der Universitätsklinik Rafik Hariri, Firass Abiad. Die Nachteile jetzt könnten später viel Leid ersparen.

Der Libanon hat bei rund 6,8 Millionen Einwohnern insgesamt mehr als 102 000 Ansteckungen mit dem Virus festgestellt. 796 Infizierte sind gestorben.

16.52 Uhr: Ab Dienstag gilt in Österreich harter Corona-Lockdown

Die österreichische Regierung verhängt wegen der hohem Corona-Infektionszahlen einen zweiten Komplett-Lockdown. Bundeskanzler Kurz (ÖVP) teilte in einer Pressekonferenz mit, dass ab Dienstag bis zum 6. Dezember dieselben drastischen Einschränkungen in Kraft treten wie im Frühjahr. Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen in Österreich werden somit auf den ganzen Tag ausgeweitet. Alle Geschäfte, die nicht Waren für den täglichen Bedarf verkaufen, müssen schließen. Auch alle Schulen der jüngeren Jahrgangsstufen sollen dann auf Fernunterricht umstellen. Kurz begründete den Schritt damit, dass bei einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen die Intensivstationen überfordert wären. Er appellierte an die Bürger, ihre Kontakte drastisch einzuschränken.

15.31 Uhr: Söder schließt Verlängerung des Teil-Lockdowns nicht aus

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erwartet keine rasche Lockerung der Corona-Beschränkungen. "Bis Ende November auf keinen Fall eine Lockerung, das macht überhaupt keinen Sinn", sagte Söder bei einer Online-Landesversammlung der Jungen Union (JU) in Bayern. Eine Verlängerung des Teil-Lockdowns schloss er nicht aus: "Möglich, wir werden sehen. Ob mehr gemacht werden muss, das wird dann alles entschieden." Grundlage dessen werde die Pandemie-Entwicklung in den kommenden beiden Wochen sein.

15.21 Uhr: Wasserwerfer gegen "Querdenker"-Gegner in Frankfurt

In Frankfurt ist die Polizei mit Wasserwerfern gegen linke Gegendemonstranten einer "Querdenken"-Demo vorgegangen. Zudem setzten die Beamten vereinzelt Schlagstöcke ein. Die Gruppe, bei der unter anderem Antifa-Mitglieder mitgingen, hatte den Demonstrationsweg der Corona-Gegner versperrt.

14.49 Uhr: 1.000 Teilnehmer bei "Querdenker"-Demo in Regensburg

Die Initiative "Querdenken" hat Gegner der Corona-Politik zu einer Demonstration auf den Dultplatz in Regensburg versammelt. Bereits kurz nach Beginn der Demo ist laut Polizei die maximale Teilnehmeranzahl von 1.000 erreicht worden. Nicht wenige Demonstranten sind offenbar von auswärts angereist. Es gibt aber auch fünf Gegendemonstrationen.

14.46 Uhr: Corona-Fallzahlen Bayern: Knapp 4.000 neue Infektionen

Seit gestern haben sich in ganz Bayern 3.953 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Corona-Infizierten stieg somit seit Beginn der Pandemie im Freistaat auf 153.665. Das teilt das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit Sitz in Erlangen auf seiner Internetseite mit. Von der Gesamtzahl der Fälle in Bayern gelten 100.830 als genesen. Die Zahl der Todesfälle ist um 33 Fälle gestiegen und liegt nun bei 3.115. Die meisten Infizierten-Fälle in Bayern werden vom LGL im Regierungsbezirk Oberbayern mit 65.888 gezählt, dort haben sich seit Freitag 1.500 Menschen neu mit dem Virus infiziert. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner erreicht Schwaben mit 200,64 den höchsten Wert. Der Durchschnitt aller Regierungsbezirke liegt bei 182,81.

12.45 Uhr: Lockdown in Österreich wahrscheinlich

Österreich will einem neuen Plan der Regierung zufolge die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie verschärfen und von einem Teil- zu einem vollständigen Lockdown übergehen. Dieser solle von Dienstag an bis zum 6. Dezember gelten, geht aus einem Entwurf für einen Regierungserlass hervor, der Nachrichtenagenturen und verschiedenen Medien bereits am Vormittag vorlag.

Die bisher nachts geltenden Ausgangsbeschränkungen werden demnach auf den ganzen Tag ausgeweitet. Alle nicht unbedingt notwendigen Geschäfte würden geschlossen. Die noch geöffneten Schulen für jüngere Altersgruppen sollten ebenfalls schließen. Bundeskanzler Sebastian Kurz will die neuen Beschränkungen am Nachmittag erläutern.

12.20 Uhr: "Querdenken"-Demo in Frankfurt gestartet

Unter strengen Auflagen ist in Frankfurt ein Demonstrationszug des Bündnisses "Querdenken 69" gestartet. Laut den Veranstaltern nehmen rund 500 Menschen an dem Protest gegen die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern teil. Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Maskenpflicht. Für die Abschlusskundgebung um 14.30 Uhr hätten sich rund 2.000 Teilnehmer angemeldet, teilte die Versammlungsbehörde des Ordnungsamtes mit. Die Polizei rechnet bei der Veranstaltung unter dem Motto "Kein Lockdown für Bembeltown" mit massiven Verkehrsbehinderungen in der Frankfurter Innenstadt. Darüber hinaus wurden drei Gegendemonstrationen mit 70 Teilnehmenden angemeldet, unter anderem von einem Bündnis "Akzeptanz und Vielfalt" und einem Bündnis "Aufklärung statt Verschwörungsideologien".

12.05 Uhr: Griechenland verschärft Maßnahmen

Griechenland verschärft angesichts steigender Fallzahlen seine Corona-Beschränkungen. Kindergärten und Grundschulen sollten von Montag an bis Ende des Monats geschlossen blieben, erklärten die Behörden. Weiterführende Schulen und Universitäten haben bereits auf Fernunterricht umgestellt. Das Land ist bisher besser durch die Pandemie gekommen als viele andere Staaten in Europa, nachdem es schon wenige Wochen nach dem Ausbruch des Virus in Europa im Februar strenge Lockdown-Maßnahmen ergriffen hatte.

11.35 Uhr: Drohnen sagen in Südkorea "Danke"

In Südkorea gibt es selbst beim Blick in den Nachthimmel kein Entkommen vor der Coronavirus-Pandemie. Am Freitag zeichneten mehr als 300 beleuchtete Drohnen im Auftrag der Regierung Botschaften ans Volk in den Himmel über Seoul. Im Formationsflug formten die Lichtpunkte unter anderem Aufforderungen zum Maskentragen und ein Dankeschön an Ärztinnen und Krankenpfleger für ihren Kampf gegen die Pandemie. Einen Ähnliche Aktion hatte das Bau- und Verkehrsministerium bereits im Juli inszeniert.

Südkorea mit seinen gut 51 Millionen Einwohnern gilt als eines der erfolgreichsten Länder im Kampf gegen das Virus Sars-CoV-2. Insgesamt wurden dort nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität gut 28.000 Infektionen registriert. Knapp 500 Erkrankte starben. Am Freitag wurden 191 Neuinfektionen festgestellt, der stärkste Anstieg seit 70 Tagen.

11.15 Uhr: Fast 550 Corona-Todesfälle in Polen

Polen verzeichnet binnen eines Tages 548 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion - so viele wie noch nie. Damit sind dort mittlerweile 10.045 Menschen an oder mit dem Virus gestorben, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Zudem werden 25.571 Neuinfektionen gemeldet. Das sind mehr als 2.000 weniger als bei dem Höchstwert vor einer Woche. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen nimmt damit auf 691.118 zu. Die steigenden Infektionszahlen belasten zunehmend das Gesundheitssystem in Polen.

10.55 Uhr: Merkel im Video-Podcast

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Bürgerinnen und Bürger vor der am Montag geplanten Zwischenbilanz des Teil-Lockdowns erneut auf schwierige Monate wegen der Corona-Krise eingestimmt. "Der vor uns liegende Winter wird uns allen noch viel abverlangen", sagte Merkel in ihrem Video-Podcast. "Das Virus wird noch eine ganze Weile unser Leben bestimmen. Das bedeutet auch, dass wir uns nicht unbeschwert direkt begegnen können." Zwar könnten hier die Möglichkeiten neuer Kommunikationsmittel helfen, sie seien "aber natürlich kein Ersatz für persönliche Begegnungen".

Merkel will am Montag mit den Ministerpräsidenten der Länder eine Zwischenbilanz zu dem seit Anfang November geltenden Teil-Lockdown ziehen, mit dem die in die Höhe geschnellten Corona-Infektionszahlen in den Griff bekommen werden sollen. Die Bundesregierung hat bereits betont, dass sie derzeit noch keine Möglichkeiten für Lockerungen sieht.

10.49 Uhr: Tschechien stuft Deutschland als Risikogebiet ein

Deutschland wird für Tschechien zum Corona-Risikogebiet. Von Montag an werde die Bundesrepublik auf der sogenannten "Reise-Ampel" des EU-Mitgliedstaats rot markiert sein, teilte der tschechische Außenminister Tomas Petricek bei Twitter mit. Das bedeutet, dass Reiserückkehrer und Einreisende aus Deutschland einen aktuellen Testnachweis vorlegen oder einen Corona-PCR-Test machen müssen. Zudem muss vor der Ankunft online ein Einreiseformular ausgefüllt werden. Ausgenommen sind unter anderem grenzüberschreitende Berufspendler und Transitreisende.

Touristische Reisen nach Tschechien sind derzeit ohnehin nicht möglich. Aufgrund des geltenden Corona-Notstands dürfen Hotels nur Geschäftsreisende beherbergen. Die deutsche Bundesregierung hat Tschechien bereits seit dem 25. September als Risikogebiet eingestuft und eine Reisewarnung ausgesprochen.

In Tschechien flacht sich die Kurve bei den Neuinfektionen weiter ab. Das Gesundheitsministerium meldet am Freitag 7.874 nachgewiesene Ansteckungen binnen 24 Stunden. Das sind 5.358 weniger als vor einer Woche. Die Gesamtzahl der Coronavirus-Infektionen stieg damit auf 446.675. Das Land mit seinen knapp elf Millionen Einwohnern weist die höchste Pro-Kopf-Infektionsrate in Europa auf. Die Zahl der Todesfälle stieg einschließlich Nachmeldungen um 185 auf 5.755.

10.38 Uhr: Ton verschärft sich bei Demos

Niedersachsens Verfassungsschutzpräsident Bernhard Witthaut warnt vor einer fortschreitenden Radikalisierung von Gegnern der Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus. "Der Ton in den Reden hat sich verschärft, und es werden offen Umsturzfantasien gegen die deutsche Regierung propagiert", sagte Witthaut der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Bei den Demonstrationen gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hätten sich entsprechende Veränderungen feststellen lassen. Dies gebe es nicht nur im Internet, sondern auch auf der Straße. "Ich beobachte eine fortschreitende interne Radikalisierung der Bewegung", sagte Witthaut dem Blatt.

Einzelne Personen schreckten schon jetzt nicht mehr vor Anschlägen zurück, wie ein Brandanschlag auf das Robert-Koch-Institut und eine Sprengstoffexplosion in Berlin-Mitte samt entsprechendem Bekennerschreiben gezeigt hätten.

10.21 Uhr: Italien verschärft Corona-Regeln

Die italienische Regierung hat weitere Verschärfungen für einige Regionen im Kampf gegen das Coronavirus vereinbart. Die süditalienische Region Kampanien und die Toskana werden zu Roten Zonen, wie Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza Freitagnacht auf Facebook mitteilte.

Damit gelten für insgesamt sieben Regionen die strengsten Corona-Maßnahmen.

10.09 Uhr: Neuer Rekord an Neu-Infizierten in den USA

Die USA verzeichnen derzeit täglich immer neue Höchstwerte der Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Anzahl der registrierten Fälle binnen 24 Stunden erreichte am Freitag 184.514, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) vom Samstagmorgen hervorgeht. Das ist der bisher höchste Tageswert der Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie.

Insgesamt wurden nach jüngsten JHU-Angaben in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie rund 10,7 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt. Mehr als 244.300 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

10.05 Uhr: Mehr Soloselbständige brauchen Grundsicherung

Die Zahl der Selbstständigen, die aufgrund der Corona-Pandemie zwischenzeitlich Grundsicherung beziehen mussten, ist seit dem Frühjahr massiv in die Höhe geschossen. Insgesamt haben sich einem Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" zufolge in den Monaten April bis September 81.100 Selbstständige neu arbeitssuchend gemeldet und zumindest vorübergehend Grundsicherung bezogen. Das seien 73.104 mehr als im Vorjahreszeitraum, ein Plus von 1.014 Prozent. Die Zahlen gehen laut der Zeitung aus Daten der Bundesagentur für Arbeit hervor, die die Links-Fraktion abgefragt hat.

Die meisten der betroffenen Selbstständigen arbeiten den Angaben zufolge in Lebensmittel- und Gastgewerbeberufen, in sozialen und kulturellen Dienstleistungsberufen (jeweils rund ein Fünftel) sowie in Gesundheitsberufen (rund 16 Prozent). Im September 2020 habe es immer noch 57.182 nicht-arbeitslose Selbstständige im Bezug der Grundsicherung für Arbeitsuchende gegeben, die erst weniger als sechs Monate arbeitssuchend gemeldet waren.

Der bisherige Höchststand im Juni habe bei 68.036 gelegen. Im Jahr 2019 habe dieser Wert nie die Marke von 8.000 Personen überschritten.

09.46 Uhr: Städtetag fordert Stufenplan

Der Deutsche Städtetag dringt auf einen klaren Stufenplan für die Genehmigung von Versammlungen in der Corona-Pandemie. "Es gibt viele Möglichkeiten, in unserer Demokratie sein Recht auf freie Meinungsäußerung zu wahren. Es muss jetzt nicht die Großdemonstration sein", sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung (SPD) der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Das Versammlungsrecht dürfe nicht zulasten des allgemeinen Gesundheitsschutzes gehen. Das Verhältnis von Demonstrationsrecht und Gesundheitsschutz bleibe für die Städte eine Herausforderung, sagte der Leipziger Oberbürgermeister: "Ich glaube, wir brauchen einen klugen Stufenplan, bei welchem Infektionsstand Versammlungen welcher Größe möglich sind". Einige Wenige lehnten die Corona-Maßnahmen ab und verhielten sich aggressiv gegenüber städtischen Mitarbeitern. Das müsse geahndet werden. Der SPD-Politiker forderte: "Wir brauchen auch die große Solidarität der Gesellschaft: Menschen, die sagen: 'Halt, stopp, so geht das nicht!'" In der Leipziger Innenstadt hatten vor einer Woche rund 20.000 Menschen bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen bewusst gegen die Corona-Regeln verstoßen.

09.36 Uhr: Iran plant unbefristeten Lockdown

Der Iran plant landeweit strenge und unbefristete Lockdowns, um die drastisch steigenden Corona-Fallzahlen zu stoppen. "Diese Lockdowns werden am 21. November in Kraft treten und sind erforderlich, um Menschenleben zu retten", sagte Präsident Hassan Ruhani. Laut Ruhani sollen die landesweiten Lockdowns unbefristet so lange weitergeführt werden, bis die Fall- und besonders die Totenzahlen sinken. 

"Das Volk muss die bittere Tatsache akzeptieren, dass dieses Problem uns noch längerfristig begleiten wird und wir solange mit diesem ungewollte Gast leben müssen", so der Präsident im Staatsfernsehen. Wie genau die Lockdowns aussehen sollen, welche Wirtschaftsbranchen davon betroffen sind und ob es auch zu Ausgangssperren kommt, wird laut Ruhani vom Corona-Krisenstab vor dem 21. November bekanntgegeben.   

Aus wirtschaftlichen Erwägungen war Ruhani bis jetzt gegen Lockdowns. Die dramatisch steigenden Fallzahlen in den letzten Wochen ließen ihm jedoch keine andere Wahl, so der Präsident.

08.45 Uhr: Krankenwagen in Bayern werden knapp

In der Corona-Krise werden die Krankentransportwagen des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) knapp. Das liege zum einen daran, dass mehr Patienten transportiert werden müssten, sagte ein Sprecher des BRK in München. Zum anderen würden Corona-Einsätze länger dauern. So müssten Sanitäter mehr Zeit einplanen, um etwa ihre Schutzbekleidung zu wechseln und die Wagen zu desinfizieren. Patienten, die keine Notfälle seien, müssten womöglich mit etwas mehr Wartezeit rechnen. Wegen der vielen stark ausgelasteten Krankenhäuser müssten zudem häufig weiter entfernte Kliniken mit freien Betten angefahren werden. Unversorgt bleibt laut dem Sprecher deswegen aber niemand.

Wenn es Engpässe gibt, springen wie schon vor Corona Ehrenamtliche ein - zum Beispiel von der Wasser- oder Bergwacht. "Es geht nicht darum, dass jemand mit beispielsweise einem Herzinfarkt Angst haben muss, dass kein Rettungsdienst kommt", sagte der Sprecher. In diesen Fällen kämen Rettungswagen zum Einsatz.

07.49 Uhr: Winterblues plus Corona

Wegen des Zusammentreffens von Winterzeit und Corona-Krise braucht der menschliche Organismus nach Einschätzung des Schlafforschers Hans-Günter Weeß gerade intensive Erholungsphasen. "In der dunklen Jahreszeit hat uns in diesem Jahr die Corona-Pandemie zusätzlich fest im Griff und schlägt vielen auf die Stimmung", sagte der Leiter des Interdisziplinären Schlafzentrums im pfälzischen Klingenmünster. Dieser "gesellschaftliche Ausnahmezustand" bringe viele an den Rand ihrer psychischen Belastbarkeit. "Viele nehmen diese Sorgen mit ins Bett und können nicht abschalten." Gerade in Zeiten der Pandemie sei aber Schlaf von besonderer Bedeutung.

"Ungefähr 70 Prozent von uns reagieren auf die längeren Dunkelphasen mit einer Art Winterblues", sagte Weeß. "Je kürzer die Tage werden, bei umso mehr Menschen geht die Stimmung in den Keller." In Deutschland seien jährlich zwei bis drei Prozent der Bevölkerung von einer sogenannten Winterdepression betroffen.

Die Corona-Krise stelle viele vor zusätzliche Herausforderungen, meinte Weeß. "Besonders in den Gesundheitsberufen ist es wichtig, zwischen den Schichten für ausreichend Entspannung zu sorgen." Aber auch für andere Menschen gelte: "Vermeiden Sie zum Beispiel eine exzessive Nutzung der Medien vor dem Zu-Bett-Gehen. Die ständige Beschäftigung mit der Pandemie und das Warten auf neue Nachrichten erhöht die psychische Belastung und die schlafstörende Anspannung."

07.31 Uhr: Über 29.000 Neu-Infektionen in Brasilien

Brasilien verzeichnet 29.070 Neuinfektionen binnen eines Tages. Damit steigt den Angaben des Gesundheitsministeriums die Gesamtzahl der Infektionen in dem lateinamerikanischen Land auf über 5,8 Millionen. Die Zahl der Toten in Zusammenhang mit dem Coronavirus erhöht sich um 456 auf 164.737.

07.22 Uhr: "Corona-Maßnahmen sind angemessen"

Die frühere Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler hält die bislang ergriffenen Corona-Maßnahmen für angemessen. Insgesamt leiste jeder, der sich an die Beschränkungen halte, einen Dienst an der Allgemeinheit und der Gesundheit der Menschen, sagte die Vorsitzende des Dreierrates Grundrechtsschutz im Interview der Woche auf B5 aktuell. Die Diskussion über die Corona-Maßnahmen sei aber unabdingbar. Zugleich zeigte sie sich skeptisch, dass der sogenannte Teil-Lockdown, der den ganzen November über gilt, am 1. Dezember wieder vollständig zurückgenommen werde.

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt sieht Breit-Keßler durch die Corona-Maßnahmen zwar nicht gefährdet. Die evangelische Theologin wies aber darauf hin, dass einzelne Gruppen durch die Corona-Krise stark belastet würden. Mit Blick auf die schwierige Situation in der Kulturbranche sagte sie, dass Kulturschaffende in Gottesdienste eingebunden werden könnten. Zum Beispiel könnten Schauspieler im Rahmen von Gottesdiensten Texte vorlesen.

Der "Dreierrat Grundrechtsschutz" ist ein beratendes Gremium, das die Maßnahmen der Staatsregierung in der Corona-Krise überprüft und sowohl juristisch als auch ethisch bewertet.

07.01 Uhr: Eilantrag von Maskengegnern abgelehnt

Das Verwaltungsgericht hat einen Eilantrag gegen die Auflagen für eine geplante Demonstration von Corona-Maskengegnern abgelehnt. Der Antrag sei unzulässig, teilte das Gericht mit, weil formale Regeln nicht eingehalten wurden. Die für heute Vormittag in Regensburg geplante Demo der Initiative "Querdenken" wendet sich gegen die Corona-Maßnahmen. Die Behörden hatten die Zahl der Teilnehmer auf 1.000 Menschen beschränkt. Außerdem müssen die Demonstranten Masken tragen und einen Mindestabstand von eineinhalb Metern einhalten.

Die Veranstalter der Kundgebung hatten doppelt so viele Teilnehmer anmelden wollen und hatten gegen die Auflagen einen Eilantrag gestellt. Vor einer Woche war eine Querdenken-Kundgebung von mehr als 20.000 Menschen in Leipzig aus dem Ruder gelaufen.

06.49 Uhr: Weitere harte Wochen angekündigt

Angesichts des anhaltend hohen Niveaus an Neuansteckungen hat Unionsfraktionschef Brinkhaus die Menschen vor der Bund-Länder-Konferenz am Montag aufgefordert, sich auf weitere harte Wochen einzustellen. Es müssten erhebliche Anstrengungen unternommen werden, damit nicht schärfere Mittel wie Ausgangssperren, Schließungen von Geschäften und Massentests nötig seien, schrieb Brinkhaus den Mitgliedern der Unionsfraktion.

SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach sprach sich gegen eine Lockerung der aktuellen Corona-Beschränkungen aus. Den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte er, die Wirkung des Wellenbrecher-Shutdowns falle schwächer aus als berechnet. Nach seinen Worten ist neben den Schulen eine zu geringe Beschränkung privater Kontakte die wahrscheinliche Ursache.

06.25 Uhr: Ärztlicher Pandemierat konstituiert

Auf Initiative der Bundesärztekammer hat sich ein ärztlicher Pandemierat aus Vertretern wissenschaftlich-medizinischer Fachgesellschaften und des Öffentlichen Gesundheitsdienstes gebildet. Schwerpunkt der ersten Sitzung am 10.11.2020 war der fachliche Austausch zur aktuellen pandemischen Situation und den sich daraus ergebenden Handlungsnotwendigkeiten.

Konkret diskutierten die Mitglieder unter anderem die Definition besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen und die Entwicklung entsprechender Schutzkonzepte, Maßnahmen zur Entlastung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes sowie Möglichkeiten und Grenzen von Corona-Testungen symptomatischer und asymptomatischer Patienten. Weitere Schwerpunkte der Beratungen waren die Möglichkeiten der Vermeidung gesundheitlicher "Kollateraleffekte" bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie sowie die grenzüberschreitende intensivmedizinische Notfallhilfe zur Versorgung von Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung.

Darüber hinaus erörterte der Pandemierat Strategien zur Forschungsförderung.

06.14 Uhr: Mehr als 22.000 Neu-Infektionen in Deutschland

In Deutschland sind mehr als 22.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 22.461 neue Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages erfasst. Am Vortag war mit mehr als 23.000 Neuinfektionen ein neuer Höchststand verzeichnet worden.

Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des Instituts 773.556 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus in Zusammenhang stehenden Todesfälle stieg demnach bundesweit auf 12.378 - dies waren 178 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag bei rund 493.000.

06.05 Uhr: Verschiebung von OPs gefordert

Deutschlands Klinikärzte fordern die Bundesländer mit vielen Corona-Fällen zu einem Stopp verschiebbarer Eingriffe in den Krankenhäusern auf. Die Ärzteorganisation Marburger Bund und die intensivmedizinischen Fachgesellschaften kritisieren, dass Krankenhäuser aus Umsatzgründen ihre Kapazitäten nicht auf Covid-19-Patienten konzentrierten.

05.05 Uhr: Knabenchöre kämpfen um Nachwuchs

Mit einem Flashmob wollen zahlreiche Knabenchöre um Nachwuchs werben. "Unter dem Hashtag #KulturGutKnabenchor treten 46 Knabenchöre aus Deutschland, Österreich und der Schweiz virtuell auf", sagte Marcus Weigl von den Regensburger Domspatzen, die die Aktion mit den Augsburger Domsingknaben, dem Tölzer Knabenchor und dem Windsbacher Knabenchor starteten. Am Samstag, fünf Minuten vor zwölf Uhr, sollen die Chöre ihre Version von "Viva la musica" auf ihren Social-Media-Kanälen veröffentlichen.

"Für die Nachwuchssuche ist es fünf vor zwölf", betonen die Knabenchöre in einem Statement. Chorproben müssten in der Corona-Krise ausfallen oder könnten nur mit wenigen Sängern stattfinden. Ohne Konzerte und Schnupperangebote sei es schwierig, Nachwuchs für das Singen zu begeistern.

Im schlimmsten Fall müssten in Zukunft Konzerte wie Bachs Weihnachtsoratorium oder Mozarts Requiem ausfallen, warnen die Chöre.

03.30 Uhr: Homeoffice senkt Produktivität

Deutschlands Firmen sehen einer neuen Umfrage zufolge das Homeoffice weit weniger positiv als viele Arbeitnehmer. Demnach bemerkt nur eine kleine Minderheit von 5,7 Prozent der Unternehmen eine Steigerung der Produktivität beim mobilen Arbeiten. Dagegen meldeten 30,4 Prozent der Firmen unveränderte und 27 Prozent sogar gesunkene Produktivität ihrer Belegschaften. Das Münchner Ifo-Institut befragte im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen im Oktober dazu 1097 Unternehmen.

"Die Erklärung für die geringere Produktivität mag auch darin liegen, dass Unternehmen ein sozialer Ort sind", sagte Stefan Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftung. "Der persönliche Kontakt der Mitarbeiter untereinander schafft eine Dynamik und Innovationskraft, die auch Videokonferenzen nicht ersetzen können."

Die Frage, ob die Tätigkeit im Heimbüro die Produktivität steigert oder nicht, ist ein politischer Zankapfel. Im Sommer hatte die Krankenkasse DAK nach der Befragung von 7.000 Arbeitnehmern mitgeteilt, dass eine Mehrheit von 56 Prozent sich selbst im Homeoffice produktiver einschätze.

01.10 Uhr: Überlastung der Kliniken in Istanbul

Angesichts stark steigender Fallzahlen fordern Ärztevertreter in der Türkei weitreichende Einschränkungen im öffentlichen Leben und warnen vor einer Überlastung der Krankenhäuser. In der Millionenmetropole Istanbul stießen zahlreiche Einrichtungen an ihre Kapazitätsgrenze, sagte der Generalsekretär der Istanbuler Ärztekammer, Osman Kücükosmanoglu, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. So seien zwei im Mai eröffnete Pandemie-Krankenhäuser in Istanbul mit einer Kapazität von jeweils 1.000 Betten voll belegt. Die Istanbuler Gesundheitsdirektion kommentierte auf Anfrage zunächst nicht.

Die etwa 70 staatlichen Krankenhäuser in Istanbul stellten immer wieder neue Betten für Corona-Patienten zur Verfügung, stießen aber an ihre Grenzen, sagte Kücükosmanoglu. Das Gesundheitspersonal sei ausgebrannt.

Eine Ärztin an einem Istanbuler staatlichen Krankenhaus sagte der dpa, die Behandlung anderer Patienten müsse eingeschränkt werden, um Platz für Covid-19-Kranke zu schaffen. Die Chefin der Türkischen Ärztevereinigung (TTB), Sebnem Korur Fincanci, bestätigte das.

Landesweit sehe die Lage ähnlich aus. Zudem werde der Zugang zu Intensivbetten für Patienten mit anderen Beschwerden immer schwieriger und es gebe lange Warteschleifen am Notruf-Telefon.

Freitag, 13. November 2020

23:15 Uhr US-Präsident Donald Trump schließt landesweiten Lockdown aus

Unter seiner Regierung werde es keinen landesweiten Lockdown geben. Dieser werde unter keinen Umständen erfolgen, sagt er bei einer Erklärung zum Stand der Impfstoffentwicklung. Wer dann im Januar an der Regierung sei, werde sich zeigen müssen. Trump hat eine Niederlage bei der Präsidentenwahl Anfang November bislang nicht eingeräumt.

In der Zwischenzeit fordern Kalifornien, Oregon und Washington ihre Bürger auf, nicht außerhalb ihrer Bundesstaaten zu reisen. Kaliforniens Gesundheitsminister Mark Ghaly zufolge verzichten die drei Westküstenstaaten auf entsprechende Vorschriften, um keine Trotzreaktion zu provozieren. Die Gouverneure von sechs Staaten im Nordosten der USA wollen am Wochenende über abgestimmte Maßnahmen beraten, erklärt New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo.

22:50 Uhr Trump: Biontech-Impfstoff soll "sehr, sehr schnell" zugelassen werden

Der von Pfizer und Biontech entwickelte Corona-Impfstoff soll nach Worten des amtierenden Präsidenten Donald Trump in den USA "sehr, sehr schnell" zugelassen werden. Die jüngst von den Herstellern berichtete Wirksamkeit des Impfstoffs "übertrifft bei Weitem alle Erwartungen", sagte Trump am Freitag im Rosengarten des Weißen Hauses. Die US-Regierung habe sich vertraglich bereits die Lieferung von 100 Millionen Impfdosen gesichert und habe die Option, schnell Millionen weitere Dosen zu bekommen, sagte Trump.

Das deutsche Biotech-Unternehmen und der US-Pharmakonzern wollen dem Vernehmen nach noch im Lauf des Monats bei der Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für den Impfstoff beantragen. Biontech und Pfizer hatten jüngst mitgeteilt, dass ihr Impfstoff nach ersten Erkenntnissen einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor einer Coronavirus-Infektion biete. Sie wollen in diesem Jahr 50 Millionen und 2021 rund 1,3 Milliarden Impfdosen zur Verfügung stellen - weltweit. Jede Person muss mit dem Impfstoff, der auch besonders gekühlt werden muss, zwei Mal geimpft werden.

Die US-Regierung hat Verträge mit Herstellen von sechs Impfstoffen, darunter auch Pfizer. Weltweit befinden sich mehrere experimentelle Impfstoffe in klinischen Studien mit je Zehntausenden Teilnehmern, um deren Wirksamkeit nachzuweisen.

22:15 Uhr Biden fordert Sofortmaßnahmen der US-Regierung gegen Corona

Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat dringende Sofortmaßnahmen der Regierung gegen die beschleunigte Ausbreitung der Corona-Pandemie gefordert. Nach einem Treffen mit seinem Corona- Expertenrat erklärte Biden am Freitag in einer schriftlichen Mitteilung, die von den Medizinern präsentierten Fakten seien alarmierend.

Die Krise erfordere eine sofortige, entschiedene Antwort der Regierung in Washington, sagte Biden. Leider gebe es diese bisher nicht. "Ich bin der gewählte Präsident, aber Präsident werde ich erst im nächsten Jahr sein", führte Biden mit Blick auf den Amtsantritt am 20. Januar aus. "Die Krise respektierte keine Termine im Kalender, sie beschleunigt sich jetzt."

Im ganzen Land zeigten Infektionen, Einweisungen in Krankenhäuser und Todesfälle eine steigende Tendenz, erklärte Biden. "Unsere Ärzte, Pflegekräfte und anderen Mitarbeiter im Gesundheitswesen stehen unter enormen und wachsendem Druck." Bis ein wirksamer Impfstoff gegen Covid-19 allgemein zur Verfügung stehe, werde es noch viele Monate dauern. "Dringendes Handel ist heute geboten, jetzt, von der gegenwärtigen Regierung - angefangen mit einem Eingeständnis, wie ernst die gegenwärtige Lage ist."

21:45 Uhr 20 Corona-Fälle in einem fleischverarbeitenden Betrieb in Ingolstadt

In einem fleischverarbeitenden Betrieb in Ingolstadt gibt es 20 Corona-Fälle. Das hat die Stadt am Freitagabend, bestätigt. Nachdem im Rahmen eines Routinetests durch das Unternehmen in dieser Woche vier Mitarbeiter positiv getestet worden waren, hat der Betrieb in Eigeninitiative und in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt vorsorgliche Reihentests aller Mitarbeiter veranlasst. Die Befunde aus dem Labor, die heute vorgelegt wurden, ergaben bei weiteren 16 Personen ein positives Testergebnis. Insgesamt sind somit 20 Personen positiv getestet.

Betroffen sind neben Personen aus Ingolstadt, auch Bewohner der umliegenden Landkreise. Wie Ingolstadts Sprecher Michael Klarner erklärte, werden nun die jeweils zuständigen Gesundheitsämter für die Betroffenen die üblichen Quarantäne-Maßnahmen veranlassen und die Kontaktpersonen ermitteln. Aktuell laufen die Abstimmungen zwischen Gesundheitsamt, Bayerischem Gesundheitsministerium und dem betroffenen Unternehmen zum weiteren Vorgehen. Sobald weitere relevante Informationen vorliegen, wird die Stadt Ingolstadt weiter informieren.

21:15 Uhr Gericht lehnt Eilantrag gegen Auflagen für Maskengegner-Demo ab

Das Verwaltungsgericht Regensburg hat einen Eilantrag gegen die Auflagen für eine geplante Demonstration von Corona-Maskengegnern abgelehnt. Der Antrag sei unzulässig, teilte das Gericht am Freitagabend mit. Die für Samstag auf dem Dultplatz in Regensburg geplante Demo der Initiative "Querdenken" soll unter dem Motto "Demonstration für Selbstbestimmung und Maskenbefreiung" stehen. Die Antragsteller hätten es versäumt, zuerst eine Klage einzureichen, ohne die ein Eilantrag nicht zulässig sei, so die Begründung für die Entscheidung.

Das Gericht machte zudem deutlich, dass es auch einem zulässigen Eilantrag nicht zugestimmt hätte, wenn er sich gegen die "Begrenzung der Teilnehmerzahl auf höchstens 1.000, das Verbot der Abgabe von Speisen und Getränken sowie die Pflicht zur Freihaltung bestimmter Fahrwege für Rettungsfahrzeuge auf dem Versammlungsgelände gewandt" hätte. Das Gleiche gelte für die Vorgabe der Stadt, dass die Ordner zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen gesundheitlich in der Lage sein müssten und diese auch zu tragen hätten.

20:45 Uhr Schweden hält an Sonderweg ohne Lockdowns fest

Auch in der zweiten Welle hält Schweden an seinem Sonderweg ohne Lockdowns fest. "Nein, wir bleiben auf diesem Weg", sagt der Chef-Epidemiologe Anders Tegnell der Nachrichtenagentur Reuters in einem Telefoninterview. "So läuft das bei uns in Schweden." Die freiwilligen Maßnahmen würden zum riesigen Teil umgesetzt. Schweden gab am Freitag 5.990 Neuinfektionen bekannt, der höchste Wert seit dem Ausbruch der Pandemie. Die Zahl der Toten stieg um 42, die höchste Zahl seit drei Monaten.

20:00 Uhr: Fünf positive Coronatests: DFB-Duell gegen Ukraine auf der Kippe

Bundestrainer Joachim Löw tüftelte am Freitagabend vielleicht gerade an seinem Matchplan, als das vorletzte Länderspiel des Jahres plötzlich in Gefahr geriet. Vier Spieler und ein Teammanager der Ukraine wurden positiv auf Corona getestet, das teilte der ukrainische Nationaltrainer Andrej Schewtschenko mit. Das Gruppenspiel in der Nations League am Samstag in Leipzig steht damit auf der Kippe, das letzte Wort hat nun das örtliche Gesundheitsamt.

19.30 Uhr: Italien weitet Lockdown aus

Italien weitet angesichts neuer Rekordanstiege bei den Fallzahlen den Lockdown auf weitere Regionen aus. Das Gesundheitsministerium will nun auch die Toskana und Kampanien als "rote Zonen" einstufen. Für das ganze Land gibt es 40.902 neue Positiv-Tests bekannt - ein Höchststand - und damit insgesamt mehr als 1,1 Millionen. In knapp einem Monat hat sich damit die Zahl der nachgewiesenen Fälle verdreifacht.

18.50 Uhr: OVG Schleswig-Holstein: Maskenpflicht für Grundschüler ist rechtens

Das schleswig-holsteinische Oberverwaltungsgericht hat die Maskenpflicht für Grundschüler für rechtmäßig erklärt, wie die Funke Mediengruppe berichtet. Das Gericht habe den Antrag eines siebenjährigen Grundschülers abgelehnt, der die Vorschrift, dass auch Jüngere im Unterricht zum Tragen einer Maske verpflichtet sind, per einstweiliger Anordnung habe kippen wollen. "Dass auch jüngeren Kindern bei Einhaltung von Tragepausen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung grundsätzlich möglich ist und keinen durchgreifenden gesundheitlichen Bedenken unterliegt, lässt sich einer Reihe von (fach-)ärztlichen Stellungnahmen und Äußerungen entnehmen", wird aus dem Beschluss zitiert.

18.30 Uhr Freie Wähler Bayern stellen sich gegen Teststrategie der Staatsregierung

Die Corona-Teststrategie in Bayern müsse unverzüglich an die aktuelle Entwicklung angepasst werden. Zu dieser Entscheidung ist der Landesvorstand der Freien Wähler Bayern gekommen. Susann Enders, die gesundheitspolitische Sprecherin begründet: "Die bisherige Strategie der Jedermann-Tests droht zu Test-Engpässen zu führen und verursacht hohe Kosten. Ärzte und Labore sind maximal ausgelastet. Um eine weitere Belastung der Kommunen und Mediziner zu verhindern, muss die Strategie schnell und gezielt angepasst werden."

Dabei verweist der Landesvorstand auf das Robert Koch-Institut. Das empfehle stärker zu priorisieren: "insbesondere Menschen mit Symptomen, Risikopatienten oder besonders gefährdete Menschen müssen schnelle Testergebnisse bekommen, nicht erst nach vielen Tagen.“ Mit diesem Kurs stellen sich die Freien Wähler gegen die Teststrategie der Staatsregierung, der sie selbst angehören.

18.18 Uhr: Frankreich will wegen Corona-Krise Regionalwahlen verschieben

Frankreichs Regierung will wegen der Corona-Krise die bisher für März 2021 geplanten Regionalwahlen um drei Monate auf Ende Juni 2021 verschieben. Dem Parlament solle in den kommenden Wochen ein entsprechender Gesetzesvorschlag unterbreitet werden, kündigte Regierungschef Jean Castex am Freitag in Paris an.

Zuvor hatte der frühere Präsident des Verfassungsrats Jean-Louis Debré einen entsprechenden Vorschlag gemacht. Wahlen werden in Frankreich nur äußerst selten verschoben. Wegen der Corona-Krise war jedoch bereits im Frühjahr die zweite Runde der Kommunalwahlen auf Juni verschoben worden. Bei den Regionalwahlen werden unter anderem die Regionalräte neu besetzt.

18.00 Uhr: Italien meldet knapp 41.000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages

Italien hat erneut einen Höchstwert bei den täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Binnen 24 Stunden registrierten die Behörden knapp 41.000 Corona-Fälle, wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte. In dieser Zeit starben 550 Menschen mit dem Virus. Insgesamt wurden in Italien damit etwas mehr 1,1 Millionen Fälle nachgewiesen. Die Zahl der Menschen, die mit Sars-CoV-2 bislang gestorben waren, erhöhte sich auf rund 44.100.

17.25 Uhr: Neue Regel für erkältete Schüler und mögliche Maskenpausen

Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse dürfen bei einer leichten Erkältung künftig ohne Gang zum Arzt in den Unterricht zurückkehren. Demnach dürfen Betroffene mit leichten Erkältungssymptomen auch weiterführende Schulen wieder besuchen, wenn sie innerhalb von 48 Stunden kein Fieber bekommen haben. Ein ärztliches Attest oder ein negativer Corona-Test sind auch bei höheren Fallzahlen in der jeweiligen Region nicht mehr erforderlich, so das Kultusministerium. Die Regelung gelte auch für Lehrkräfte. Grundschulkinder durften in der Regel analog zu Krippen- und Kitakindern auch bislang schon mit leichtem Schnupfen und gelegentlichem Husten den Unterricht besuchen.

Das Ministerium wies zudem auf erlaubte Maskenpausen für die Schüler hin. Unter Einhalten des Mindestabstandes dürfe der Mund-Nasen-Schutz auf den Pausenflächen abgesetzt werden, stellte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) klar. Dies gelte sowohl auf dem Pausenhof als auch innerhalb des Schulgebäudes - letzteres unter der Prämisse, dass der Raum dabei zugleich intensiv gelüftet werde.

17.17 Uhr: Mützenich nach Corona-Kontakt in Quarantäne

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich befindet sich in häuslicher Quarantäne. Wie sein Sprecher mitteilte, erhielt Mützenich am Donnerstag die Information, dass er am 7. November Kontakt mit einer inzwischen Covid-19-erkrankten Person hatte. Daher habe sich der Fraktionschef bis zum 21. November in Quarantäne begeben, hieß es weiter. Mützenich habe jedoch keine Krankheitssymptome. Angaben zu Corona-Testergebnissen des Politikers oder weiteren möglicherweise betroffenen Kontaktpersonen gab es zunächst nicht.

17.09 Uhr: Regierung plant weitere Corona-Hilfen für Solo-Selbstständige

Die Bundesregierung plant weitere Hilfen für Solo-Selbstständige in der Corona-Krise. Unter anderem ist eine einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 5.000 Euro geplant. Dazu soll es eine Vereinbarung zwischen dem Bundeswirtschafts- und dem Bundesfinanzministerium geben.

• Mehr zu "Neue Corona-Hilfen: Wirken Sie schneller und treffsicherer?"

16.43 Uhr: Tschechien verlangt Corona-Test von Einreisenden aus Deutschland

Reiserückkehrer und Einreisende aus Deutschland müssen in Tschechien ab Montag einen aktuellen Testnachweis vorlegen oder einen Corona-PCR-Test machen. Zudem muss vor der Ankunft online ein Einreiseformular ausgefüllt werden. Ausgenommen sind unter anderem grenzüberschreitende Berufspendler und Transitreisende. Touristische Reisen nach Tschechien sind derzeit ohnehin nicht möglich. Aufgrund des geltenden Corona-Notstands dürfen Hotels nur Geschäftsreisende beherbergen. Die deutsche Bundesregierung hat Tschechien bereits seit dem 25. September als Risikogebiet eingestuft und eine Reisewarnung ausgesprochen.

16.23 Uhr: Einreise nach Spanien ohne PCR-Test soll bis zu 6.000 Euro kosten

Wer ab dem 23. November aus Deutschland oder einem anderen Risikogebiet in Spanien einreist und keinen negativen PCR-Test vorlegen kann, riskiert eine schmerzhafte Geldstrafe. Verstöße könnten mit bis zu 6.000 Euro geahndet werden, sagte die spanische Außenministerin Arancha González Laya. Man empfehle deshalb den Airlines, dass schon vor Abflug geprüft werde, ob die Passagieren diese Auflage erfüllen. Wer in Spanien ohne PCR-Test eintreffe, müsse diesen neben der Geldstrafe nachholen. Die Vorschrift gilt für alle Besucher, die über einen Flughafen oder Hafen einreisen.

16.11 Uhr: Russische und nordkoreanische Hacker wollten laut Microsoft Impfdaten

Russische und nordkoreanische Hacker haben nach Angaben des Softwareunternehmens Microsoft versucht, an Daten von Corona-Impfforschern zu gelangen. Die meisten der Hackerangriffe gegen Pharmafirmen und Wissenschaftler in Kanada, Frankreich, Indien, Südkorea und USA seien erfolglos gewesen. Dazu, ob bei den übrigen Attacken Daten erbeutet wurden, und wenn ja, welche, machte das US-Unternehmen keine Angaben.

Im Juli hatte das US-Justizministerium bereits staatlich gestützten chinesischen Hackern vorgeworfen, sie hätten versucht, wissenschaftliche Daten aus Impfstudien zum Coronavirus zu stehlen. Laut Microsoft steckte hinter den jüngsten Attacken die russische Hackergruppe Fancy Bear, die im Auftrag des russischen Militärs im Juli auch das britische Zentrum für Cybersicherheit attackiert haben soll. Außerdem waren demnach die nordkoreanische Gruppe Lazarus und eine weitere namens Cerium beteiligt.

16.04 Uhr: Niederlande verbieten wegen Corona Silvesterfeuerwerk

In den Niederlanden wird dieses Jahr alles Silvesterfeuerwerk verboten. Damit soll verhindert werden, dass die wegen der Corona-Krise stark beanspruchten medizinischen Notdienste sich nicht auch noch um Verletzungen durch Feuerwerkskörper kümmern müssen. Die Branche werde mit insgesamt rund 40 Millionen Euro entschädigt, teilte die zuständige Staatssekretärin mit. Die Mittel sollen Händlern zugute kommen, die sich schon mit Raketen und anderen Feuerwerkskörpern eingedeckt haben. Bestände müssten nicht vernichtet, sondern dürften im kommenden Jahr verkauft werden. Kleinere Knaller, Wunderkerzen oder Knallbonbons sind nicht von dem Verbot betroffen.

15.53 Uhr: Kühlboxen aus Würzburg für den Corona-Impfstoff

Der Würzburger Produzent von Thermoboxen und Tiefkühl-Containern va-Q-tec wird für einen großen Pharmahersteller weltweit den Corona-Impfstoff transportieren. "Einer der großen Impfstoffproduzenten hat uns global die Distribution seiner hoffentlich bald zugelassenen Impfstoffe übertragen. Der Transport wird in unseren Containern und Boxen stattfinden", sagte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens Joachim Kuhn dem Bayerischen Rundfunk. Den Namen des Impfstoff-Produzenten dürfe er nicht nennen. Seine Firma sei über diesen Vertrag hinaus derzeit mit allen Impfstoffproduzenten in Gesprächen und Projekten.

Der Impfstoff, den die Würzburger Firma transportieren soll, soll demnach im ersten Quartal 2021 zugelassen werden. Der Auftrag beinhaltet der Mitteilung zufolge mehrere tausend Hochleistungs-Container und habe ein hohes einstelliges Millionen-Euro-Volumen.

• Mehr zu "Kühlboxen aus Würzburg für den Corona-Impfstoff"

15.51 Uhr: G20 bereiten Schuldenerleichterungen für arme Länder vor

Die Finanzminister der G20-Staaten haben sich auf erste Schritte zu Schuldenerleichterungen für arme Länder in der Corona-Krise verständigt. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) erklärte, dies sei ein "starkes Signal internationaler Solidarität". Damit sei die Grundlage für "weitreichende Schuldenerleichterungen" geschaffen. Der Beschluss fiel bei einem virtuellen Treffen der Finanzminister der G20, eines Kreises von Industrie- und Schwellenländern.

15.49 Uhr: Österreich plant Verschärfung des Teil-Lockdowns

Wegen steigender Corona-Zahlen nach anderthalb Wochen Teil-Lockdown plant Österreich eine Verschärfung der Maßnahmen. Die Corona-Kommission der Regierung empfahl nach einer Beratung am Donnerstagabend das Treffen weiterer Maßnahmen, um einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu verhindern. Ob Teile des Handels oder Schulen geschlossen werden sollen, war zunächst noch offen. Details will die Regierung an diesem Samstag verkünden.

Die Zahl der gemeldeten Ansteckungen erreichte am Freitag einen Höchstwert von 9586 binnen 24 Stunden, darunter aber auch Nachmeldungen aufgrund technischer Probleme. Der Schnitt in den vergangenen sieben Tagen liegt österreichweit bei 554,2 Fällen pro 100 000 Einwohner, regional aber bei bis zu 850.

15.32 Uhr: Museumsbund fordert schnelle Öffnung der Häuser

Der Deutsche Museumsbund hat die schnellstmögliche Wiedereröffnung der Museen gefordert. Die Häuser seien keine Orte mit erhöhtem Infektionsrisiko und hätten zudem strenge Hygiene- und Abstandsregeln, erklärte der Präsident des Museumsbundes, Eckart Köhne. Museen seien wie Schulen als Bildungseinrichtung zu behandeln. Köhne warnte zugleich vor einem Museumssterben. Viele Häuser hätten nach den diesjährigen Schließungen keine finanziellen Polster mehr.

15.30 Uhr: Keine Übersterblichkeit wegen Corona

Die Zahl der Sterbefälle in Deutschland liegt laut Statistischem Bundesamt weiterhin im Rahmen der üblichen Schwankung. Zwischen 1. und 18. Oktober 2020 sind nach vorläufigen Ergebnissen mindestens 44.179 Menschen gestorben. Die Zahlen lägen "knapp über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019", wie das Amt berichtete, genau genommen um 0,7 Prozent.

In der 42. Kalenderwoche (12. bis 18. Oktober) wurden laut Sonderauswertung 17.189 Todesfälle gemeldet. Im Durchschnitt der letzten vier Jahre waren es in der betreffenden Kalenderwoche 17.251 Todesfälle. Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte für die 42. Kalenderwoche 212 Covid-19-Tote genannt.

15.25 Uhr: Regierung will Nebenwirkungen einer Corona-Impfung mit App erfassen

Die Bundesregierung plant, Nebenwirkungen eines möglichen Impfstoffs gegen Covid-19 mithilfe einer App zu erfassen. Die App werde Teil der vom Bundesgesundheitsministerium veröffentlichten Nationalen Impfstrategie sein, erklärte eine Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI). Nach Informationen des "Tagesspiegels" handelt es sich dabei um eine Anwendung, in deren Rahmen bereits geimpfte Personen in Echtzeit mögliche Symptome an die zuständigen Behörden übermitteln können. Experten erwarten Anfang kommenden Jahres die vorläufige Zulassung eines ersten Impfstoffs gegen das Coronavirus in Europa und den USA, nachdem das Mainzer Unternehmen Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer von einem hohen Wirkungsgrad des von ihnen gemeinsam entwickelten Impfstoffes berichtet hatten.

14.46 Uhr: Schweden wieder mit deutlich höchsten Corona-Zahlen in Skandinavien

Das in der Corona-Krise mit recht freizügigen Maßnahmen vorgehende Schweden verzeichnet mittlerweile wieder die mit Abstand höchsten Neuinfektionszahlen in Nordeuropa. Wie am Freitag aus den Vergleichswerten der EU-Gesundheitsbehörde ECDC hervorging, lag die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Schweden in den vergangenen 14 Tagen bei knapp 485 pro 100 000 Einwohner. Das sind auf die Bevölkerung heruntergerechnet neunmal so viele Fälle wie in Finnland (54) und auch deutlich mehr als in Island (124), Norwegen (140) und Dänemark (257).

14.10 Uhr: "Querdenken"-Bewegung plant weitere Demonstration in Sachsen

Nach der aus dem Ruder gelaufenen Demonstration in Leipzig plant die "Querdenken"-Bewegung eine weitere Kundgebung in Sachsen. Für den 12. Dezember habe "Querdenken" eine Demonstration in Dresden angemeldet, berichtete die Sächsische Zeitung. In Leipzig hatten am vergangenen Samstag rund 20.000 Menschen - darunter Hooligans und Rechtsextremisten - weitgehend ohne Maske und Mindestabstand gegen die Corona-Eindämmungsregeln der Bundesregierung demonstriert.

• Mehr zu "Söder: Verfassungsschutz soll "Querdenker" besser beobachten"

14.00 Uhr: Jugendämter haben laut Studie in Corona-Krise funktioniert

Die Corona-Krise hat auf die Fallzahlen von Kindeswohlgefährdungen und die Arbeit der Jugendämter offenbar deutlich geringere Auswirkungen, als zu Beginn der Pandemie befürchtet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Sozialpädagogische Forschung (ism). Die Jugendämter hätten unter Bedingungen der Pandemie weiterhin gut funktioniert, sagte ism-Geschäftsführer Heinz Müller. Obwohl Schulen und Kindergärten im Frühjahr über Wochen hinweg geschlossen waren, seien die Mitarbeiter einer konstanten Zahl von gemeldeten Verdachtsfällen nachgegangen. "Wir sehen sogar mehr Meldungen zu Familien, die den Jugendämtern vorher gar nicht bekannt waren", erklärte Müller. Dass in den ersten Monaten der Krise viele Fälle von Kindeswohlgefährdung unerkannt geblieben seien, glaube er nicht. Spätestens im August wären Versäumnisse der vergangenen Monate aufgefallen.

13.51 Uhr: Corona laut Spahn ist "Problembeschleuniger" in der Pflege

Die Bundesregierung hat eine positive Bilanz ihrer bisherigen Bemühungen für Verbesserungen in der Pflege gezogen und gleichzeitig mehr Reformen versprochen. Die Corona-Pandemie habe auch dem Letzten vor Augen geführt, was Pflegekräfte leisten, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ergänzte, die Pandemie habe die schwierige, oft unzureichende Lage aber noch verstärkt. Die Corona-Krise sei ein "Problembeschleuniger".

13.48 Uhr: Weiteres Todesopfer in Pflegeheim Markt Schwaben

Eine weitere Bewohnerin des Markt Schwabener Pflegeheimes "Walterhof", das massiv von Corona betroffen ist, ist gestorben. Nach Auskunft des Landratsamtes Ebersberg litt auch sie an schweren Vorerkrankungen. Damit sind es nun insgesamt fünf Todesopfer in der Einrichtung.

12.50 Uhr: Bundesregierung stuft Schweden und Kanada als Risikogebiete ein

Wegen steigender Infektionszahlen hat die Bundesregierung ganz Schweden und ganz Kanada ab Sonntag als Corona-Risikogebiete eingestuft. Zudem wurden am Freitag Regionen in Griechenland, Großbritannien, Norwegen, Lettland, Estland und ein französisches Überseegebiet auf die vom Robert Koch-Institut geführte Risikoliste gesetzt. Eine Region in Finnland wurde dagegen wieder gestrichen. Das skandinavische Land ist damit das einzige in Europa ohne Risikogebiet. Die Einstufung als Risikogebiet und die damit automatisch verbundenen Reisewarnungen des Auswärtigen Amts bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben. Das Gute für Urlauber: Sie können bereits gebuchte Reisen stornieren, wenn ihr Ziel zum Risikogebiet erklärt wird. Das Schlechte: Rückkehrer aus den Risikogebieten müssen derzeit bis zu 10 Tage in Quarantäne, können sich aber durch einen negativen Test ab dem fünften Tag nach Einreise davon vorzeitig befreien lassen.

12.40 Uhr: Gastro-Messe Internorga auch für 2021 abgesagt

Die Hamburger Gastronomie-Messe Internorga fällt auch im kommenden Jahr aus. "Rasant steigende Corona-Infektionszahlen und der zweite Lockdown entziehen dem Gastgewerbe und der Veranstaltungsbranche zum wiederholten Mal binnen weniger Monate wesentliche Geschäftsgrundlagen", teilte Messechef Bernd Aufderheide am Freitag in Hamburg mit. Die nicht voraussagbare Entwicklung mache die verlässliche Planung einer Präsenzmesse unmöglich. Stattdessen werde die Realisierbarkeit einer digitalen Internorga geprüft. Die Internorga sollte vom 12. bis 16. März in den Hamburger Messehallen stattfinden. Bereits in diesem Jahr wurde die Gastronomie-Messe wegen der Corona-Pandemie abgesagt.

• Mehr zu "Spahn geht von Corona-Winter ohne Veranstaltungen aus"

12.35 Uhr: Bis zu 350 Wirecard-Gläubiger bei Versammlung in München

Trotz der Corona-Beschränkungen soll die Gläubigerversammlung des insolventen Zahlungsabwicklers Wirecard mit bis zu 350 Teilnehmern stattfinden. Das Amtsgericht München bestätigte am Freitag, dass die Veranstaltung am kommenden Mittwoch im Münchner Löwenbräukeller abgehalten werden soll. "Das Gericht trägt in Absprache mit dem Insolvenzverwalter durch umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen der Covid-19-Pandemie Rechnung", hieß es in einer Mitteilung. In dem großen Festsaal finden normalerweise 3000 Menschen Platz, in der Pandemie sind aber nur 350 zugelassen, wie ein Sprecher von Insolvenzverwalter Michael Jaffe sagte. Für eine gute Durchlüftung sei gesorgt. In München sind für Mittwoch Temperaturen von 6 bis 12 Grad vorhergesagt.

• Mehr zu "Wirecard-Pleite: Welle von Schadenersatzklagen"

12.30 Uhr: US-Metropolen verschärfen wegen explodierender Corona-Zahlen die Vorschriften

Angesicht drastisch steigender Infektionszahlen haben mehrere Städte und Regionen in den USA die Corona-Maßnahmen erneut verschärft: Unter anderem gilt seit Freitag in der für ihr Nachtleben berühmt-berüchtigten Ostküstenmetropole New York eine Sperrstunde für Bars und Restaurants. In der drittgrößten Stadt Chicago rief Bürgermeisterin Lori Lightfoot die Menschen auf, das Haus nur noch in absolut notwendigen Fällen zu verlassen. Im gesamten Bundesstaat New York müssen alle Einrichtungen, die eine Lizenz zum Verkauf von Alkohol haben, nun um 22.00 Uhr schließen, wie Gouverneur Andrew Cuomo verkündete. Zudem sind Zusammenkünfte mit mehr als zehn Menschen verboten.

12.25 Uhr: Maskenpflicht im Freien in Tschechien unzureichend begründet

Ein Gericht hat die allgemeine Maskenpflicht in Tschechien in allen Innenräumen und im Freien für unzureichend begründet erklärt. Der Gesetzgeber erhalte bis zum 21. November Zeit, die Verordnung nachzubessern, teilte eine Sprecherin des Stadtgerichts in Prag am Freitag mit. Andernfalls werde die Regelung nichtig. Man wolle die Gefahren des Coronavirus keinesfalls verharmlosen, betonten die Richter. Im Text der Verordnung fehlten indes "konkrete, verständliche und mit Fakten untermauerte Überlegungen", welchen Nutzen die Verschärfung bringe. Die Maskenpflicht im Freien innerhalb bebauter Ortschaften und in allen Innenräumen war am 21. Oktober in Kraft getreten. Derweil verzeichneten die tschechischen Behörden neue 7.874 Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie starben 5.755 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Tschechien liegt laut der EU-Gesundheitsagentur ECDC mit statistisch gesehen 1.331,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von 14 Tagen EU-weit an der Spitze. Das Land hat knapp 10,7 Millionen Einwohner.

12.20 Uhr: Aufsicht prüft Fall eines Lehrers wegen fragwürdiger Videos zu Corona

Ein Berufschullehrer in Berlin hat wegen verharmlosender Aussagen in Videos über das Coronavirus Schüler gegen sich aufgebracht. Die Schulaufsicht untersucht inzwischen den Fall. Der Lehrer äußerte in seinen Youtube-Videos, dass er vom Maskentragen nichts halte und relativierte die Gefahr des Virus. Zuerst hatte rbb24 darüber berichtet. Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung prüfe dienstliche Konsequenzen gegen den Lehrer, teilte ein Sprecher am Freitag mit. "Wir dulden nicht, dass Hygienemaßnahmen an Schulen unterlaufen werden. Es gibt klare und verbindliche Regelungen, die alle einzuhalten haben. Und wir werden es auch nicht hinnehmen, wenn Lehrkräfte sich über diese Regelungen hinwegsetzen."

12.15 Uhr: Regierungssprecher - Schulen in Deutschland sollen offen bleiben

Die Schulen in Deutschland sollen nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert trotz vieler Schüler und Lehrer in Quarantäne offen bleiben. "Wir wollen - so es irgendmöglich ist - die Schulen offen halten und Präsenzunterricht ermöglichen", sagt Seibert vor Journalisten. Die Schulen seien Ländersache. Er könne daher nicht sagen, in welchem Maße das Thema bei der Videokonferenz am Montag eine Rolle spielen werde. Nach Medienberichten seien 300.000 Schüler und 30.000 Lehrer in Quarantäne. Das sei bei elf Millionen Schülern und 800.000 Lehrkräften eine nennenswerte Zahl, gleichwohl aber "ein geringer Prozentsatz".

12.00 Uhr: Sterbefallzahlen in der ersten Oktoberhälfte 2020 im Bereich des Durchschnitts der Vorjahre

Vom 1. bis zum 18. Oktober 2020 sind in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen mindestens 44 179 Menschen gestorben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, liegen die bislang verfügbaren Zahlen für diesen Monat damit knapp über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 (+0,7 % oder 313 Fälle).

11.45 Uhr: Intensivmediziner warnen vor Corona-Mittel Remdesivir

Europas führende Intensivmediziner warnen vor dem Einsatz des Corona-Mittels Remdesivir des US-Biotechkonzerns Gilead. Es sollte nicht routinemäßig bei Covid-19-Patienten angewendet werden, sagt der Präsident der Europäischen Intensivmedizin-Vereinigung ESICM, Jozef Kesecioglu, im Gespräch mit Reuters. Aus einer Mitte Oktober veröffentlichten Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO geht hervor, dass das Mittel keinen substanziellen Einfluss auf die Genesung von Covid-19-Patienten hat. Die Ergebnisse der WHO-Studie stehen in Kontrast zu einer US-Studie, wonach Remdesivir positive Wirkung hatte.

• Mehr zu "Enttäuschendes Fazit der WHO: Remdesivir kaum wirksam"

11.25 Uhr: Verbände beraten über Verbot von Indoor-Sport in Bayern

Nach dem Verbot des Indoor-Sports in Bayern beraten die Verbände über die Folgen der Entscheidung. Wie der Bayerische Tennis-Verband mitteilte, befindet man sich "in Abstimmung mit anderen Interessenvertretern des bayerischen und nationalen Sports über die weitere Vorgehensweise in dieser Angelegenheit." Die Staatsregierung hat beschlossen, dass wegen der Corona-Krise von Freitag an so gut wie alle Indoor-Sportstätten in Bayern geschlossen bleiben. Nur Schul- und Profisport bleiben im November in Innenräumen erlaubt. Hintergrund für die Neuregelung ist eine Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs. Dieser hatte unter Verweis auf das Gleichheitsprinzip am Donnerstag die bisherige Schließung von Fitnessstudios aufgehoben, weil auf der anderen Seite sonstige Sportstätten für Individualsport geöffnet seien. Daraufhin verschärfte die Staatsregierung die Corona-Beschränkungen und verbietet nun den Indoor-Sport.

11.16 Uhr: Grüne fordern generelle Debatte über Freizeitsport

Nach dem über Nacht verhängten generellen Verbot von Freizeitsport in der Halle in Bayern hat die Grünen-Fraktion im Landtag eine generelle Debatte über Freizeitsport zu Corona-Zeiten angemahnt. "Ich persönlich glaube, wir müssen uns schon noch mal darüber unterhalten, wie können wir denn aus gesundheitlichen Gesichtspunkten Bürgerinnen und Bürgern trotzdem ermöglichen, ihren Sport zu treiben", sagte Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen, im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

11.10 Uhr: Österreich verschärft laut TV-Sender den Lockdown

Angesichts weiter steigender Zahlen an Neuinfektionen verschärft Österreich laut dem TV-Sender OE24 die Einschränkungen. Schulen sollen demnach geschlossen werden, um die Zahl der Kontakte zu reduzieren. Auch größere Shopping Malls müssten schließen, berichtet der Sender weiter.

• Mehr zu "Sebastian Kurz kündigt Teil-Lockdown für Österreich an"

10.53 Uhr: 7-Tage-Inzidenz in Augsburg erstmals wieder unter 300

In Augsburg liegt die sogenannte 7-Tage-Inzidenz erstmals wieder unter 300. Das hat die Stadt heute in einer Mitteilung bekannt gegeben. Der aktuelle Wert: 296,3. Demnach wurde in den vergangenen Tagen bei insgesamt 883 Getesteten das Coronavirus nachgewiesen, seit dem gestrigen Donnerstag bei 74 Einwohnern. Laut Gesundheitsamt der Stadt Augsburg sind außerdem zwei weitere Menschen mit oder an dem Coronavirus gestorben. In beiden Fällen handelt es sich um Patienten, die älter als 75 Jahre waren.

So sind die Corona-Zahlen in Bayerns Landkreisen

10.12 Uhr: Sperrstunde für Bars und Restaurants in New York verhängt

Angesicht drastisch steigender Infektionszahlen mit dem Coronavirus gilt in der US-Metropole New York ab sofort eine Sperrstunde für Bars und Restaurants. Alle Einrichtungen, die eine Lizenz zum Verkauf von Alkohol haben, müssen ab Freitagabend bereits um 22.00 Uhr schließen, wie der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, verkündete. Zudem sind Zusammenkünfte mit mehr als zehn Personen verboten.

09.57 Uhr: 88 Prozent weniger Passagiere an deutschen Flughäfen

Der Flugbetrieb an deutschen Airports ist mit Beginn des Teil-Lockdowns weiter eingebrochen. Die Zahl der Passagiere lag in der ersten Novemberwoche 88 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres, wie der Branchenverband ADV mitteilte. Alle Verkehrskennzahlen seien rückläufig, betonte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. "Das betrifft die Sitzplatzangebote, die Auslastung in den wenigen noch fliegenden Flugzeugen sowie die Luftverkehrsnachfrage und Buchungszahlen insgesamt." Vor allem der Winter werde zum Belastungstest. Bund und Länder wollen kommende Woche über Finanzhilfen für die Flughäfen von rund einer Milliarde Euro beraten.

09.40 Uhr: Söder - Weihnachten ohne Corona-Beschränkungen nicht sicher

Ministerpräsident Markus Söder will für das Weihnachtsfest kein Ende der Corona-Beschränkungen versprechen. Auf die Frage, wie man Weihnachten feiern werde, sagt der CSU-Chef dem "Münchner Merkur": "Ehrlich gesagt, kann es keiner zu hundert Prozent garantieren. Ich appelliere an die Eigenverantwortung der Bürger, jetzt konsequent mitzumachen." Das Ziel des aktuellen Teil-Lockdowns müsse sein, die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zu senken. "Ich wünsche mir ein Weihnachten mit Familie und Freunden."

• Mehr zu "Keine Lockerungen bei Teil-Lockdown zu erwarten"

09.25 Uhr: Spahn verteidigt Teil-Shutdown - Lindner fordert Alternativen

Ein besonderer Schutz für Corona-Risikogruppen kann nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nicht den derzeit geltenden Teil-Shutdown ersetzen. "Das ist keine Alternative, die Risikogruppen zu schützen oder jetzt die Zahlen im November runterzubringen - beides muss passieren", sagte Spahn im ARD-"Morgenmagazin".

FDP-Chef Christian Lindner hatte zuvor ebenfalls im "Morgenmagazin" erneut den Teil-Shutdown kritisiert und alternative Maßnahmen vorgeschlagen. Man könne zum Beispiel besonders wirksame FFP2-Masken in Apotheken kostenlos an Ältere und Vorerkrankte verteilen lassen. Lindner zweifelte zudem daran, dass die Schließung gastronomischer Betriebe sinnvoll sei. "Das hat keinen Effekt auf die Pandemie, zu mindestens keinen größeren Effekt auf die Pandemie im Verhältnis zu dem Schaden, der entsteht."

09.21 Uhr: Mongolei geht mit Lockdown gegen drei Corona-Fälle vor

Bewohner der Hauptstadt der Mongolei sollen im Rahmen eines Lockdowns wegen des Coronavirus zu Hause bleiben. Bürger von Ulan-Bator dürfen im Rahmen der Regelungen, die bis Dienstag gelten sollen, ihr Zuhause nur verlassen, um notwendige Sachen zu erledigen, wie den Einkauf von Lebensmitteln und Medikamenten, wie die amtliche Nachrichtenagentur Montsame berichtete. Mitarbeiter von Krankenhäusern und anderer dringend erforderlicher Einrichtungen müssten einen Ausweis zeigen, wenn sie pendeln. Polizei und Militärangehörige würden die Einhaltung der Vorschriften bewachen.

Die Hauptstadt mit 1,4 Millionen Einwohnern hatte am 9. November zwei Fälle einer Coronavirus-Übertragung in der Gemeinde bestätigt. Gestern wurde ein weiterer Fall in einem umliegenden Gebiet bestätigt. Die Mongolei, die zwischen China und Russland liegt, hat keine Todesfälle durch das Coronavirus gemeldet.

09.20 Uhr: Teile von "Querdenken" für Söder Fall für Verfassungsschutz

Ministerpräsident Markus Söder sieht Teile der "Querdenken"-Bewegung als Fall für den Verfassungsschutz. Es handle sich um "ein wachsendes Konglomerat von Rechtsextremen, Reichsbürgern, Antisemiten und absurden Verschwörungstheoretikern", sagt der CSU-Chef dem "Münchner Merkur" mit Blick auf die Vereinigung, die immer wieder gegen die Corona-Beschränkungen demonstriert. "Auch der Verfassungsschutz muss genau unter die Lupe nehmen, was sich da entwickelt. Denn viele dieser Gruppen wollen einen anderen Staat."

• Mehr zu "Söder: Verfassungsschutz soll "Querdenker" besser beobachten"

08.50 Uhr: Fast 22.000 Neuinfektionen in Russland

Russland meldet mit 21.983 Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchstwert. Allein knapp 6000 neue Ansteckungen seien binnen 24 Stunden in der Hauptstadt Moskau nachgewiesen worden, teilen die Behörden mit. Damit stieg die Gesamtzahl der bestätigten Ansteckungen auf über 1,880 Millionen. Die Zahl der Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus erhöhte sich um 411 auf 32.443. Russland weist nach den USA, Indien, Brasilien und Frankreich weltweit die meisten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus auf.

08.05 Uhr: Weniger Neuinfektionen in Tschechien

In Tschechien flacht sich die Kurve bei den Neuinfektionen weiter ab. Das Gesundheitsministerium meldet am Freitag 7.874 nachgewiesene Ansteckungen binnen 24 Stunden. Das sind 5.358 weniger als vor einer Woche. Die Gesamtzahl der Coronavirus-Infektionen stieg damit auf 446.675. Das Land mit seinen knapp elf Millionen Einwohnern weist die höchste Pro-Kopf-Infektionsrate in Europa auf. Die Zahl der Todesfälle stieg einschließlich Nachmeldungen um 185 auf 5.755.

07.57 Uhr: Ifo - Corona-Kredite in NRW und Bayern am höchsten

Nordrhein-Westfalen nimmt einer Untersuchung des Ifo-Instituts zufolge die höchsten coronabedingten Kredite aller Bundesländer auf. Das bevölkerungsreichste Bundesland haben Kreditermächtigungen in Höhe von 33 Prozent seines Haushaltes von 2019 beschlossen, wie die Münchner Wirtschaftsforscher mitteilten. Das entspreche 25 Milliarden Euro. Es folgen Bayern mit 31 Prozent (20 Milliarden) und Niedersachsen mit 27 Prozent (rund 9 Milliarden). "Die Höhe der Kreditermächtigungen und der bereits in Anspruch genommenen Mittel erscheinen als Reaktion auf diese außergewöhnliche Situation nachvollziehbar", schreiben die Ifo-Forscher um Niklas Potrafke und Joachim Ragnitz. "Die Schuldenbremse muss angesichts der konjunkturellen Entwicklung so schnell wie verantwortbar wieder eingehalten werden." Rheinland-Pfalz nimmt demnach Kredite von 20 Prozent seines Haushaltes auf. Es folgen das Saarland (16 Prozent), Bremen und Brandenburg (je 15), Baden-Württemberg (13), Hessen (12), Berlin (11) und Sachsen (10). Danach kommen Schleswig-Holstein (8), Hamburg (6) Mecklenburg-Vorpommern (4) sowie Sachsen-Anhalt (2). "Thüringen wurde mit 0 veranschlagt, da dort der Landtag bis zur Drucklegung des Aufsatzes noch nichts beschlossen hatte", hieß es.

06.20 Uhr: Pakistan - Corona-Neuinfektionen auf höchstem Wert seit Monaten

In Pakistan sind innerhalb eines Tages mehr als 2.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die 2.304 Fälle sind der höchste Wert seit mehr als vier Monaten, wie die Regierung bekanntgab. Um die Ausbreitung des Krankheitserregers weiter einzuschränken, hatte die Regierung des südasiatischen Landes einige Viertel der Hauptstadt Islamabad erneut abgeriegelt und vereinzelt Bildungseinrichtungen geschlossen.

Bislang sind in Pakistan mehr als 352.000 Coronavirus-Infektionen und über 7.000 damit zusammenhängende Todesfälle nachgewiesen worden. Gut 4,8 Millionen der rund 220 Millionen Landesbewohner wurden getestet. Die Dunkelziffer bei den Infektionen könnte deutlich höher liegen.

05.41 Uhr: Über 163.000 Neuinfektionen in den USA

In den USA steigt die Zahl der neuen Infektionen binnen eines Tages um mindestens 163.289 auf insgesamt 10,58 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Weitere 1.173 starben an oder mit dem Virus. Damit erhöht sich die Totenzahl auf insgesamt 242.982.

05.11 Uhr: RKI meldet 23.542 neue Infektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 23.542 Neuinfektionen binnen eines Tages. Damit steigt die Gesamtzahl auf 751.095 Fälle. Den Daten zufolge starben weitere 218 Menschen an oder mit dem Virus, insgesamt 12.200.

So entwickeln sich die Corona-Zahlen in Deutschland

05.00 Uhr: Bundesregierung - Pflege soll besser entlohnt werden

Die Bundesregierung will die Arbeit in der Pflege attraktiver machen und setzt dabei auf höhere Löhne und die Entlastungen für Pflegekräfte. "Pflege soll regelhaft besser entlohnt werden. Dafür soll nach Überlegungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Zahlung einer Entlohnung nach Tarif sozialrechtlich verankert werden", heißt es in einem dem Nachrichtenportal "ThePioneer" vorliegenden Zwischenbericht zur sogenannten Konzertierten Aktion Pflege. Die Finanzierung bleibe jedoch offen. Der Bericht soll heute von Spahn (CDU), Familienministerin Franziska Giffey und Arbeitsminister Hubertus Heil (beide SPD) präsentiert werden.

00.35 Uhr: Pfizer verhandelt mit Brasilien über Impfstofflieferung Anfang 2021

Brasilien verhandelt nach Angaben von Pfizer über die Lieferung des mit Biontech entwickelten Impfstoffs im ersten Quartal 2021. Das Mittel werde zu drei verschiedenen Preisen verkauft, sagt Pfizers Brasilien-Chef Carlos Murillo. Unterschieden werde zwischen zahlungskräftigen Ländern, Ländern mit mittlerem Einkommen wie Brasilien und Ländern mit geringen finanziellen Mitteln. Bislang hat Brasilien einen Vertrag mit AstraZeneca für deren Impfstoff. Das südamerikanische Land ist weltweit mit am stärksten von der Coronavirus-Krise betroffen. Zuletzt meldete es 33.207 Neuinfektionen und 908 weitere Tote in Zusammenhang mit dem Virus.

00.25 Uhr: Israel vereinbart Lieferung von acht Millionen Impfdosen

Israel sichert sich acht Millionen Dosen des Impfstoffes von Pfizer und Biontech. Damit könne fast die Hälfte der Israelis geimpft werden, sagt Gesundheitsminister Yuli Edelstein. Mit der Auslieferung solle im Januar begonnen werden. Pfizer und BioNTech bestätigten die Vereinbarung. Zu den finanziellen Details wollten sich die Unternehmen nicht äußern. Ein entsprechender Vorvertrag solle heute unterschrieben werden, teilt Pfizer mit.

Donnerstag, 12. November 2020

22.04 Uhr: Bayern verbietet ab Freitag wegen Corona-Krise Indoor-Sport

Wegen der Corona-Krise müssen ab Freitag so gut wie alle Indoor-Sportstätten in Bayern geschlossen bleiben. Einzig Schul- und Profisport bleiben im November in Innenräumen erlaubt. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof: Dieser hatte entschieden, dass Fitnessstudios wieder öffnen dürfen.

Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) betont, dass die Staatsregierung eine Entscheidung vorzieht, die Bayern bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am kommenden Montag ohnehin vorgeschlagen hätte.

21.25 Uhr: Schätzung: Bayern fehlen bis 2021 rund 7,2 Milliarden Euro Steuern

Wegen der Corona-Krise muss der Freistaat Bayern für 2020 und 2021 mit rund 7,2 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen rechnen als noch im vergangenen Herbst erwartet. Laut Bayerns Finanzminister Albert Füracker fallen die jüngsten Schätzungen leicht besser aus, als noch im September befürchtet zur regionalisierten November-Schätzung.

20.31 Uhr: 106-Jährige übersteht Corona

Eine 106 Jahre alte Frau ist in Brandenburg von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Sie sei schon am Dienstag entlassen worden, teilten die Oberhavel-Kliniken in Oranienburg am Donnerstag mit. Die Patientin verfüge für ihr hohes Alter über einen sehr guten Allgemeinzustand so die Klinik. Sie hatte vor allem an Bauchkrämpfen und Durchfall gelitten und hatte keine Atemwegsbeschwerden.

Vor einigen Tagen bereits war eine 97-jährige Brandenburgerin, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatte, geheilt aus einer Berliner Klinik entlassen worden. Die Bernauerin war wegen des Verdachts auf Schlaganfall ins Krankenhaus gebracht worden.

19.50 Uhr: Spahn will notfalls positive Corona-Fälle im Medizinbereich arbeiten lassen

In Zeiten der Covid-19-Pandemie müssten nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn künftig notfalls auch positiv auf das Virus getestete Mitarbeiter von Kliniken oder Pflegeheimen und Ärzte arbeiten. Das erklärte der Ressortchef auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin. "Wenn (...) wegen Isolation und Quarantänemaßnahmen so viele dann gar nicht mehr da sind, im Krankenhaus, in der Arztpraxis, in der Pflegeeinrichtung, dass die Versorgung zusammenbricht, muss man schauen, was ist neben der bestmöglichen Lösung die zweitbeste", sagte Spahn laut dpa. Dann könne es nötig werden, dass Kontaktpersonen mit täglichen Tests und FFP2-Masken weiter arbeiten. Die "Rückfallrückfallposition" sei aber, "die positiv Getesteten mit ganz besonderen Schutzvorkehrungen auch arbeiten zu lassen".

19.35 Uhr: Frankreich hält an Corona-Ausgangsbeschränkungen vorerst fest

Trotz einer leichten Verbesserung der Corona-Situation hält Frankreich an seinen strengen Ausgangsbeschränkungen fest. Es wäre "unverantwortlich", die Regeln jetzt zu lockern oder aufzuheben, sagte Frankreichs Premierminister Jean Castex. Es handle sich bisher nur um einen fragilen Trend, aber man sehe positive Entwicklungen. Der Druck in den Krankenhäusern sei jedoch extrem hoch, und der Spitzenwert bei den Krankenhauseinweisungen habe sogar die Zahlen vom April übertroffen. Einer von vier Todesfällen im Land werde derzeit mit Covid-19 in Verbindung gebracht.

19.30 Uhr: SPD kritisiert schleppende Auszahlung von Corona-Hilfen

SPD-Vizefraktionschef Achim Post kritisiert, dass es bei der Auszahlung der Novemberhilfen für von Schließungen betroffene Betriebe zu langsam vorangehe. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sei "gefordert, endlich die praktische Umsetzung unter Dach und Fach zu bekommen", sagt Post der Nachrichtenagentur Reuters. "Die Umsetzung der Corona-Hilfen bewerkstelligt man schließlich nicht mit Talkshow-Auftritten." Besonders von der Krise getroffene Branchen wie Veranstalter, Schausteller und die Kulturwirtschaft bräuchten jetzt zügig erweiterte branchenspezifische Hilfen.

19.25 Uhr: Griechenland meldet Rekord bei neuen Fällen

Griechenland verzeichnet 3.316 neue Positiv-Tests, ein Rekord. Damit sind nach den Daten des Gesundheitsministeriums insgesamt 66.637 Fälle in dem Land mit etwa 10,5 Millionen Einwohnern bekannt. Zudem wurden weitere 50 Todesfälle verzeichnet, insgesamt damit 959.

19.20 Uhr: Söder: Lockerung der Corona-Maßnahmen erst ab Sieben-Tage-Wert von 50

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will die Corona-Maßnahmen erst lockern, wenn die Zahl der Infektionen deutlich zurückgegangen ist. "Unser Ziel muss sein, unter die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 zu kommen", sagte der CSU-Politiker dem "Münchner Merkur" (Freitag). Laut dem Robert Koch-Institut liegt der Wert für Bayern bei 178,9, bundesweit bei 138,9 (Stand: Donnerstag, 00.00 Uhr). Er gibt an, wie viele Neuinfektionen es binnen der vergangenen sieben Tage auf 100 000 Menschen gab. "Wenn wir jetzt nur ein bisschen die Zahlen senken und zu früh abbrechen, verfallen wir vielleicht in einen ständigen Wechsel von Lockdown und Öffnung. Das wäre für die Menschen kaum nachvollziehbar." Ob der für November geltende Teil-Lockdown im Dezember verlängert werden muss, ließ er offen. "Wir müssen es jetzt konsequent durchziehen. Dann werden wir sehen, ob vier Wochen ausreichen."

19.05 Uhr: Fed-Chef Powell sieht US-Wirtschaft vor schwierigen Monaten

Aus Sicht von US-Notenbankchef Jerome Powell ist es noch zu früh, um die Folgen eines Corona-Impfstoffs für die Wirtschaft abzuschätzen. Das Vorhandensein eines Impfstoffs wäre aber auf mittlere Sicht eine gute Nachricht, sagt Powell. Die nächsten Monate könnten herausfordernd sein, ergänzt der US-Notenbank-Gouverneur. Der US-Kongress und die Notenbank müssten wahrscheinlich mehr tun.

19.00 Uhr: Emirates-Gruppe macht ersten Verlust seit über 30 Jahren

Die Corona-Pandemie trifft den Konzern hinter der Fluggesellschaft Emirates schwer. Für das erste Halbjahr dieses Geschäftsjahres verbuchte die Emirates Group einen Nettoverlust von 3,8 Milliarden Dollar (3,2 Milliarden Euro), wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Es ist das erste Mal seit mehr als drei Jahrzehnten, dass der Konzern hinter der größten Fluggesellschaft im Nahen Osten einen Nettoverlust einfuhr. Der Umsatz der Fluggesellschaft sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 75 Prozent eingebrochen, auf 3,2 Milliarden Dollar. Zwischen April und September transportierte die Airline lediglich 1,5 Millionen Passagiere. 2019 waren es etwa 58 Millionen. "Wir haben unser aktuelles Finanzjahr im weltweiten Lockdown begonnen, als der Passagierluftverkehr praktisch zum Erliegen gekommen war", sagte Emirates' Vorstandschef Scheich Ahmed bin Said Al Maktum. "Niemand kann die Zukunft vorhersagen, aber wir erwarten eine kräftige Erholung bei der Reise-Nachfrage, sobald ein Covid-19-Impfstoff verfügbar ist, und wir bereiten uns darauf vor, dem Wiederanstieg zu begegnen." Al Maktum räumte ein, die Regierung in Dubai habe der Fluggesellschaft eine Finanzspritze in Höhe von zwei Milliarden Dollar gegeben. Das werde helfen, "das Geschäft zu halten und uns durch diese herausfordernde Zeit zu bringen". Wegen des Nachfrage-Einbruchs im Luftverkehr hat die Emirates Group Zehntausenden Mitarbeitern gekündigt und 24 Prozent der Gesamtbelegschaft entlassen.

18.55 Uhr: Personal in Krankenhäusern in Italien vor dem Limit

Das Krankenhauspersonal in Italien arbeitet wegen der verschärften Corona-Lage vielerorts unter Dauerstress und am Rande der Kapazitäten: "Wir fühlen uns schlecht, sehr schlecht", sagte Claudio Zanon, Leiter des Valduce-Krankenhauses nahe dem Comer See in der Lombardei. "Anders als während der ersten Welle ist das Gesundheitspersonal frustriert, demotiviert, gestresst und leidet unter Burnout", beschrieb er die Lage in Como in einer Videokonferenz mit der Auslandspresse in Rom. Sein Haus habe keine freien Betten mehr, auch nicht auf der Intensivstation, sagte Zanon. Das Haus müsste auf 70 der rund 600 Ärzte, Ärztinnen und Krankenschwestern verzichten, weil sie mit dem Virus infiziert seien, erläuterte er. Am Mittwoch ordnete Zanon die Schließung der Notaufnahme des Hospitals an.

18.45 Uhr: EU-Abgeordnete fordern Einblick in Verträge mit Impfstoffherstellern

Das Europaparlament hat die Offenlegung der Verträge der EU-Kommission mit Corona-Impfstoffherstellern bis Ende Dezember gefordert. Im Rahmen der Haushaltsdebatte in Brüssel für das kommende Jahr stimmten die Abgeordneten am Donnerstag einem entsprechenden Änderungsantrag zu. Die Haushaltsbehörde solle demnach Einsicht in die Verträge bekommen. In der Plenumsdebatte hatten Parlamentarier unter anderem Informationen zur Haftung, zum Preis, zu Produktionsstätten und zum Zugang zu Impfstoffen gefordert.

18.40 Uhr: Macron fordert Corona-Impfstoff auch für arme Länder

Im internationalen Wettlauf um einen Corona-Impfstoff dürfen nach den Worten von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron arme Länder nicht auf der Strecke bleiben. Für diese Staaten müssten ausreichend Impfdosen produziert werden, forderte der 42-Jährige am Donnerstag bei der Eröffnung des Pariser Friedensforums. "Wir werden gegen das Virus nicht gewinnen, wenn wir einen Teil der Menschheit im Stich lassen", warnte er. Die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern fügte hinzu: "Niemand ist sicher, bevor wir nicht alle sicher sind." Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) machte deutlich, dass er nach dem Sieg von Joe Biden gegen Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl auf Verbesserungen bei der internationalen Pandemiebekämpfung setzt.

18.35 Uhr: Polizei will bei Querdenker-Demo "konsequent handeln"

Die Polizei in Frankfurt will sich am Samstag nicht auf Diskussionen mit "Querdenkern" einlassen. "Für die Polizei sind Demonstrationen besonders in dieser Zeit der Pandemie mit sehr hohen Infektionsraten eine Herausforderung", sagte Polizeipräsident Gerhard Bereswill am Donnerstag. Es gelte das Recht auf freie Meinungsäußerung, aber auch die Vorgaben der Corona-Verordnungen. Sollten Abstandsregeln und Maskenpflicht nicht eingehalten werden, "werden wir konsequent handeln", betonte Bereswill. "Eine Diskussion mit den Einsatzkräften vor Ort über die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen ist sinnlos und nicht zielführend."

18.30 Uhr: Hochwertige Nahrungsmittel während Corona-Pandemie weniger gefragt

Während der Corona-Pandemie ist der Bedarf nach hochwertigen Nahrungsmitteln auf dem Weltmarkt gesunken. Es gebe einen erkennbaren Wechsel weg von diesen Nahrungsmitteln hin zu Hauptnahrungsmitteln, sagte der Autor des am Donnerstag veröffentlichten Berichts der UN-Ernährungsorganisation (FAO), Josef Schmidhuber. Entwicklungsländer erzielten demnach in der ersten Jahreshälfte dieses Jahres 4,6 Prozent mehr Exporteinnahmen mit ihrem Nahrungsmittelhandel als im Vorjahreszeitraum. Die Einnahmen der entwickelten Länder sanken dagegen. Ein Grund dafür: Der Import und Export von Getränken, Fisch und Fleisch ging in dieser Zeit stark zurück. Diese Produkte seien in vielen Ländern eher mit heimischen Produkten statt international gehandelten ersetzbar. Grund für den Unterschied bei den Exporteinnahmen war der Analyse zufolge etwa die schlechte Lage der Weltwirtschaft, was zu geringeren Einkommen in den Haushalten führte. Der Export-Erfolg der Entwicklungsländer wurde dagegen von Raps, Zucker und verschiedenen essbaren Produkten getragen.

18.20 Uhr: GroKo will private Versicherungen an Corona-Impfkosten beteiligen

Die große Koalition will gesetzlich festschreiben, dass sich auch die privaten Krankenversicherungen an bestimmten Kosten zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beteiligen müssen. Konkret geht es um die anteilige Übernahme von Kosten für Impfungen in den geplanten Impfzentren. Das geht aus einem Antrag von Union und SPD für den Bundestag hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Höhe der Beteiligung soll sich am Anteil der Privatversicherten an der Gesamtbevölkerung bemessen. Die Regelung soll die Impfung weniger bürokratisch und damit effizienter und schneller machen. So könnten die Patienten unabhängig von ihrer Versicherung behandelt werden, ohne Abrechnung von Einzelfällen.

18.15 Uhr: Kirchenführer im Libanon rufen zu Covid-19-Schutzmaßnahmen auf

Die katholischen Kirchen im Libanon haben Richtlinien zum kirchlichen und gottesdienstlichen Leben während des am Samstag beginnenden Lockdowns herausgegeben. Ausgesetzt werden sollen während des zweiwöchigen Lockdowns die Feiern von Taufen und Hochzeiten, heißt es in einer Mitteilung des Rates katholischer Patriarchen und Bischöfe im Libanon von Donnerstag. Dadurch sollen Versammlungen verhindert werden, die gegen Covid-19-Schutzmaßnahmen und Abstandsregeln verstoßen. Kirchliche Versammlungsräume werden geschlossen. Gottesdienste während der nächtlichen Sperrstunden (17 bis 5 Uhr) sind verboten.Die Teilnehmerzahl bei Gottesdiensten darf nach den neuen Richtlinien ein Viertel der Kapazität der jeweiligen Kirche nicht überschreiten. Ferner gilt Masken- und Abstandspflicht sowie die Pflicht zur Desinfektion von Kirchenräumen. Es sollen keine gemeinschaftlichen Gebetbücher genutzt oder weitergereicht werden.

18.10 Uhr: EU-Abgeordnete kritisieren Präsidium für Corona-Einschränkungen

Liberale und Christdemokraten im Europaparlament haben ihren Unmut über coronabedingte Einschränkungen im Parlamentsbetrieb kundgetan. "Das Europäische Parlament ist ein rechtsfreier Raum geworden", sagte der CDU-Europaparlamentarier Sven Simon am Donnerstag in Brüssel. Rechtsstaatlichkeit gelte dort nicht mehr. Er bezieht sich damit auf eine Präsidiumsentscheidung, wegen der Corona-Krise zunächst keine Präsenzsitzungen mehr abzuhalten. Parlamentspräsident David Sassoli hatte Ende Oktober festgelegt, dass das Parlament nur aus der Ferne tagen solle, wie aus dem internen Dokument hervorgeht, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Außer dem Vorsitzenden, dringend benötigtem Personal des Sekretariats und technischen Mitarbeitern soll demnach niemand vor Ort sein. Trotz der Entscheidung nahmen einige Abgeordnete direkt an der Plenardebatte am Mittwoch und Donnerstag in Brüssel teil.

18.05 Uhr: Maskenverweigerin schlägt und tritt Kontrolleure

Eine Maskenverweigerin hat in Euskirchen Mitarbeiter des Ordnungsamts auf offener Straße angegriffen und geschlagen. Die 22-Jährige war nach Angaben der Polizei am Mittwoch aufgefordert worden, der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in einer Straße der Stadt nachzukommen. Die Kontrollaktion sei allerdings eskaliert. Die Frau schlug einer Stadtmitarbeiterin zunächst gegen den Kopf und trat ihr anschließend ins Gesicht. Dabei wurde die Frau leicht verletzt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Einem Mitarbeiter vom Ordnungsamts trat sie zudem das Mobiltelefon aus der Hand. Ein Passant half schließlich, die 22-Jährige zu überwältigen. Gegen die Frau wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

18.00 Uhr: Nordische Ski-Weltcups in Lillehammer abgesagt

Die Weltcups der Nordischen Kombinierer, Langläufer und Skispringerinnen im norwegischen Lillehammer können Anfang Dezember nicht stattfinden. Angesichts der aktuellen Schwierigkeiten in der Coronavirus-Pandemie sei eine Austragung zu diesem Zeitpunkt nicht richtig, sagte der Präsident des Norwegischen Skiverbandes Erik Røste laut einer Mitteilung des Weltverbandes Fis vom Donnerstag. Man werde versuchen, neue Daten für die Wettbewerbe zu finden. Die Wettkämpfe hätten vom 4. bis zum 6. Dezember in der norwegischen Wintersporthochburg ausgetragen werden sollen. Für die Skispringerinnen fällt damit der eigentlich geplante Saisonauftakt aus. Bei den Kombinierern und Langläufern trifft es die zweite Weltcup-Station des Winters.

17.50 Uhr: Altmaier - Firmen werden zunächst nur Teil der November-Hilfen bekommen

Unternehmen werden nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die versprochenen November-Hilfen nicht komplett Ende des Monats schon auf dem Konto haben. Anträge könnten ab der letzten November-Woche gestellt werden, die erste Tranche solle es dabei als Abschlagszahlung noch im November geben. Bis zur Endabrechnung mit der gesamten Zuwendung würden danach aber noch "einige Wochen" vergehen. Mit den November-Hilfen sollen Firmen entschädigt werden, die wegen der jüngsten Corona-Einschränkungen geschlossen sind.

17. 45 Uhr: Italien meldet 37.978 neue Positiv-Tests und 636 weitere Todesfälle

In Italien meldet das Gesundheitsministerium einen Anstieg der Positiv-Tests um 37.978 (Mittwoch: 32.961) auf insgesamt 1,066 Millionen. Weitere 636 (623) Menschen starben, die positiv getestet wurden. Das ist der höchste Wert seit dem 6. April. Die Gesamtzahl der statistisch ausgewiesenen Todesfälle steigt damit auf 43.589.

17.40 Uhr: Bundesrat plant Sondersitzung wegen Infektionsschutzgesetz

Der Bundesrat will am kommenden Mittwoch in einer Sondersitzung über Änderungen am Infektionsschutzgesetz abstimmen. Dabei geht es vor allem um die gesetzliche Grundlage von weitreichenden Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. Union und SPD wollen bisherige allgemeine Formulierungen in dem Gesetz präzisieren und genauer vorgeben, welche Beschränkungen möglich sind, etwa Abstandsgebote, Kontaktbeschränkungen oder die Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Genannt werden auch die Schließung von Geschäften und Verbote für Veranstaltungen. Richter hatten angezweifelt, dass das Infektionsschutzgesetz in seiner aktuellen Form die weitreichenden Eingriffe in Grundrechte bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie rechtfertigt. Die Reform muss in der kommenden Woche erst im Bundestag beschlossen werden, bevor der Bundesrat endgültig darüber entscheiden kann. Geplant sind beide Beschlüsse am gleichen Tag, direkt danach soll der Bundespräsident das Gesetz unterzeichnen. Der Bundesrat teilte am Donnerstag mit, die Bundesregierung habe darum gebeten, das Verfahren möglichst schnell abzuschließen.

17.35 Uhr: Neuer Höchstwert: Mehr als 143.000 Corona-Neuinfektionen in den USA

Die USA haben den zweiten Tag in Folge einen Höchststand an täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Für Mittwoch wurden 143.231 Fälle verzeichnet, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität vom Donnerstag hervorgeht. Das ist der höchste Wert für Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 binnen 24 Stunden seit Beginn der Pandemie. Zugleich korrigierte die Universität die Zahl vom Dienstag - der bis dahin höchste Tageswert - von 136.325 auf 140.290 nach oben. In den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern haben sich seit Beginn der Pandemie mehr als 10,4 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, wie die Universität am Donnerstag auf ihrer Homepage weiter mitteilte. Demnach starben dort bisher rund 241 800 Menschen in Verbindung mit einer Corona-Infektion. Seit einer Woche liegt die Zahl der täglichen Neuinfektionen nach der Statistik der Johns-Hopkins-Universität bei mehr als 100 000.

17.30 Uhr: Merkel pocht auf internationale Impfstoff-Verteilung

Bundeskanzlerin Angela Merkel dringt auf eine stärkere internationale Abstimmung in der Corona-Krise auch bei der Verteilung von Impfstoffen. Merkel habe darüber in einer Schalte mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, UN-Generalsekretär Antonio Guterres, Senegals Präsident Macky Sall, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident Charles Michel sowie IWF-Chefin Kristalina Georgiewa gesprochen, teilt die Bundesregierung mit. Merkel habe die Bedeutung der von den G20 angeregten globalen Plattform "ACT Accelerator" für die Entwicklung, Herstellung und Verteilung von Impfstoffen, Medikamenten und Diagnostika betont.

17.25 Uhr: Schwesig gegen neue Corona-Maßnahmen

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich vor dem Corona-Gipfel der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am kommenden Montag gegen neue Maßnahmen ausgesprochen. "Ich bin dafür, dass wir bei dem bleiben, was wir im letzten Gipfel mit der Kanzlerin vereinbart haben", erklärte die SPD-Politikerin am Donnerstag. Am Montag werde eine erste Auswertung der November-Schutzmaßnahmen vorgenommen. "Und wir werden dann Ende November entscheiden, wie es weitergeht." Eineinhalb Wochen nach Beginn des Teil-Lockdowns in Deutschland am 2. November zeichnet sich noch keine Entspannung der Lage ab. Das Infektionsgeschehen nehme immer noch in ganz Deutschland zu, Kliniken meldeten zunehmend Engpässe, hieß es am Donnerstag beim Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin.

17.15 Uhr: Virologe Kekule gegen gesetzliche Festschreibung von Inzidenzwert

Der Virologe Alexander Kekule ist laut MDR dagegen, den Sieben-Tage-Wert von 50 Neuinfektionen bezogen auf 100.000 Einwohner gesetzlich festzuschreiben. "Die Zahl 50 war ein improvisierter Wert. Der wurde zu Beginn der Corona-Pandemie politisch ausverhandelt", sagt Kekule dem Sender zufolge in einem Podcast. "Ich glaube nicht, dass es Sinn hat, den Inzidenzwert jetzt in Stein zu meißeln und für alle künftigen Pandemien festzulegen und sogar ins Gesetz zu gießen." Es sei sinnvoller, sich das Geschehen flexibler anzusehen und dann solche Faktoren benennen.

17.05 Uhr: Rekordwerte bei Corona-Neuinfektionen in Estland und Lettland

Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Estland und Lettland haben Rekordwerte erreicht. In Estland wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörden vom Donnerstag 374 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, in Lettland waren es 533. Die bisherigen Höchstwerte lagen bei 241 und 453. Angesichts der Entwicklung kündigte Regierungschef Ratas neue Einschränkungen in dem baltischen EU-Land mit 1,2 Einwohnern an: Die Regierung wird demnach zum 16. November wieder die sogenannte 2+2-Regel einführen. Demnach dürfen nicht mehr als zwei Personen zusammen sein und sie müssen einen Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Personen einhalten. Auch wird der Bevölkerung empfohlen, in der Öffentlichkeit einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.Auch Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern verzeichnete zuletzt einen rasanten Anstieg der Infektionsrate. Die Regierung in Riga hatte deshalb zum zweiten Mal den Notstand ausgerufen. Seit Montag gilt in Lettland ein rund einmonatiger Ausnahmezustand bis zum 6. Dezember, durch den wie bereits im Frühjahr das öffentliche Leben und die wirtschaftlichen Aktivitäten eingeschränkt werden.

16.50 Uhr: Schulen: Nürnberg setzt auf Raumluftgeräte, München auf offene Fenster

Die Stadt Nürnberg will Schüler vor einer Corona-Infektion schützen und dennoch den Präsenzunterricht möglichst aufrecht erhalten. Deshalb wurden laut Stadt nun CO2-Messgeräte und Raumluftgeräte für die Schulen bestellt. Die CO2-Konzentration im Klassenzimmer steht nach Angaben des bayerischen Kultusministeriums in engem Zusammenhang mit der Aerosolkonzentration. Sinkt die CO2- Konzentration, sinke auch die Virenkonzentration in den Räumen. Die Stadt Nürnberg hat nach eigenen Angaben deshalb über 4.000 Geräte bestellt, die bis zum Jahresende an den Schulen einsatzbereit sein. Die Stadt Nürnberg hat dafür knapp 1,4 Millionen Euro investiert, ein Teil der Summe soll vom Freistaat gefördert werden.

Aus München sind keine derartigen Pläne bekannt. Die Schulen seien dagegen sichere Orte, da dort die AHAL-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske, Lüften) konsequent eingehalten würden, heißt es in einer aktuellen Presseerklärung. Laut Stadtverwaltung sind aktuell 84 von insgesamt 6.600 Schulklassen in Quarantäne. Die Stadt will sieht derzeit wie Nürnberg keine Notwendigkeit, Schulen zu schließen oder Blockunterricht einführen.

16.30 Uhr: Kritik an Schulminister Piazolo reißt nicht ab

In der bayerischen Schulfamilie brodelt es weiter. Die Kritik am virtuellen Schulgipfel der Staatsregierung vom 4. November wird einfach nicht leiser. Heute veröffentlichten sieben bayerische Elternverbände gemeinsam einen offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Darin kritisieren unter anderem der Bayerische Elternverband (BEV) und die Landes-Eltern-Vereinigung an Gymnasien (LEV) unter anderem, dass Eltern und Schulen "weiterhin sich selbst überlassen" blieben. Wie nach dem Gipfel der Presse gegenüber eine Einigkeit der Teilnehmer verkündet werden konnte, sei "ein Rätsel".

Konkret fordern die Verbände eine verbindliche Reduktion des Unterrichts auf den Kern des Lehrplans. Übertrittsempfehlungen sollten "nach einer individuellen Beurteilung" erfolgen und nicht mehr nur nach dem Notenschnitt. Zudem dürften Klassenwiederholungen in der Pandemiezeit nicht auf die Schulzeit angerechnet werden. Ein weiterer Kritikpunkt: Überfüllte Schulbusse und Defizite beim Distanzunterricht.

Bereits am Montag vergangener Woche hatten Elternverbände Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) in einem offenen Brief kritisiert. Dieser wies die Kritik zurück und bezeichnete das Schreiben solcher Briefe gerade in Krisenzeiten als "befremdlich".

16.00 Uhr: Verfassungsgericht weist Klage einer bayerischen Kinobetreiberin ab

Es ist die erste Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts seit den verschärften Corona-Maßnahmen: Der Eilantrag einer Kinobetreiberin in Bayern wurde zurückgewiesen. Bezüglich des Kinos sei der Antrag unzulässig - die Frau müsse erst "den Rechtsweg erschöpfen", also ihren Antrag vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof stellen. Nicht auszuschließen, dass sie dort bessere Chancen hat: Die Regeln zur Schließung von Fitnessstudios hat der BayVGH gerade gekippt.

Was die Gastronomie im Kino betrifft, ist die klare Ansage aus Karlsruhe: Die Untersagung des Betriebs sei im Zuge einer schnellen Folgeabwägung verhältnismäßig. Der Gesundheitsschutz gehe vor.

15.30 Uhr: Trotz verbesserter Steuerschätzung: Einnahmen im Sinkflug

Trotz der anhaltenden Corona-Krise und immer wieder drohender Einschränkungen können Bund, Länder und Kommunen im nächsten Jahr mit etwas höheren Steuereinnahmen kalkulieren als zuletzt gedacht. Die Steuerschätzer rechnen damit, dass 2021 rund 3,4 Milliarden Euro mehr in die Kassen kommen und auch die Folgejahre bis 2024 sich positiv entwickeln - allerdings nur im Verhältnis zu letzten Steuerschätzung im September.

Es bleibt dabei, dass die Corona-Krise mit den milliardenschweren Hilfspaketen riesige Löcher in die Staatskassen reißt. Erstmals seit der Finanzkrise 2009 sind die Steuereinnahmen in diesem Jahr im Sinkflug. Die Schätzer gehen davon aus, dass 2020 rund 71 Milliarden Euro weniger reinkommen als im vergangenen Jahr - ein Minus von 8,9 Prozent. Für das kommende Jahr erwarten die Schätzer Steuereinnahmen von 776,2 Milliarden Euro - vor der Pandemie hatten sie für den gleichen Zeitraum mit rund 845 Milliarden gerechnet.

15.10 Uhr: Corona-Impfstoffe offenbar auch bei normaler Kühlschranktemperatur begrenzt lagerfähig

Wie lange ist ein Corona-Impfstoff bei welchen Temperaturen haltbar? Eine Frage, die bei der Verteilungslogistik eine entscheidende Rolle spielt. Denn für einige Impfstoffe braucht es Spezialgefrierschränke, die auf Minus 70 Grad herunterkühlen - und natürlich nicht überall in ausreichender Größe vorhanden sind.

Was das von Biontech und Pfizer entwickelte Vakzin betrifft, dessen Tests am weitesten fortgeschritten sind, hatte Pfizer im September verlautbart, die Daten legten nage, dass der Impfstoff auch bei normaler Kühlschrank-Temperatur zwischen zwei und acht Grad bis zu fünf Tage stabil bleibe. Nun äußert sich auch das Tübinger Unternehmen Curevac. Sein Impfstoffkandidat sei bei einer Temperatur von plus fünf Grad mindestens drei Monate lang haltbar und bei Raumtemperatur bis zu 24 Stunden als gebrauchsfertiger Impfstoff stabil. Curevac plant, die zulassungsrelevante klinische Studie der Phase 2b/3 bis Ende 2020 einzuleiten.

14.20 Uhr: Ingolstadt: Infizierte Asylbewerber bislang mit milden Symptomen

Keiner der 64 Corona-infizierten Asylbewerber in einer Ingolstädter Gemeinschaftsunterkunft muss bislang im Krankenhaus behandelt werden. Die positiv getesteten Bewohnerinnen und Bewohner weisen derzeit keine oder nur geringe Symptome auf, teilte die Regierung von Oberbayern dem Bayerischen Rundfunk auf Anfrage mit. Ein mobiles Ärzteteam kümmere sich vor Ort in der Gemeinschaftsunterkunft um die Betroffenen. Sie würden räumlich getrennt von den anderen Bewohnern untergebracht.

In der Gemeinschaftsunterkunft mit rund 180 Bewohnerinnen und Bewohnern waren am Freitag letzter Woche zunächst sieben Personen positiv getestet worden. Daraufhin wurde die Einrichtung unter Quarantäne gestellt und die Bewohner und Mitarbeiter wurden getestet. Im Alltag leben dort laut Regierung vier bis fünf Personen in einer Wohneinheit zusammen. Der Bayerische Flüchtlingsrat bezeichnet dies als – Zitat – "aktive Gesundheitsgefährdung" und wirft der Staatsregierung vor, Ketteninfektionen von Geflüchteten billigend in Kauf zu nehmen.

13.05 Uhr: Novemberhilfen - Altmaier plant Abschlagszahlungen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) plant nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei den Novemberhilfen zunächst Abschlagszahlungen. Damit sollen erste Gelder noch bis Ende des Monats bei den vom Teil-Lockdown Betroffenen ankommen. Wie es hieß, sollen Soloselbständige eine Abschlagszahlung von bis zu 5.000 Euro erhalten, Unternehmen von bis zu 10.000 Euro. Details zu den Auszahlungen der Hilfen will das Ministerium noch heute bekanntgeben.

Die Bundesregierung hatte Zuschüsse etwa für Gastronomiebetriebe sowie Solo-Selbstständige wie Künstler zugesagt, die von behördlich angeordneten Schließungen im Kampf gegen eine Ausbreitung des Coronavirus betroffen sind. Es sollen Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes im November 2019 gewährt werden. An der Umsetzung wird aber noch gearbeitet. So muss eine IT-Plattform umprogrammiert werden, außerdem sind Vereinbarungen mit den Länden geplant. Deswegen soll es nun zunächst Abschlagszahlungen geben, damit erste Hilfen noch im November bei den Firmen ankommen.

12.43 Uhr: Zwei Corona-Fälle bei Eintracht Braunschweig - Testspiel abgesagt

Zwei Spieler von Eintracht Braunschweig sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Beide Profis seien nach den Testergebnissen von Mittwochabend in häuslicher Isolation, wie der Fußball-Zweitligist am Donnerstag mitteilte. Die Spieler seien symptomfrei und hätten aktuell verletzungsbedingt nicht am Training des Teams von Trainer Daniel Meyer teilgenommen. Zwei weitere Spieler und zwei Mitglieder des Funktionsteams hätten sich vorsorglich ebenfalls in Quarantäne begeben.

Ein für diesen Donnerstag geplantes Testspiel gegen Arminia Bielefeld wurde abgesagt, Training findet bis auf weiteres nicht statt. Das weitere Vorgehen werde in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Braunschweig festgelegt, hieß es vom Verein.

12.40 Uhr: Mehr als 40.000 Corona-Tote im Iran

Im Iran ist die Zahl der Corona-Toten auf über 40.000 gestiegen. Sie erhöhte sich um 457 auf 40.121, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Das sind die meisten Todesopfer in der gesamten Nahost-Region. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen kletterte binnen 24 Stunden um 11.517 neue Fälle auf 726.585.

12.20 Uhr: Merkel gibt keine Zusage für Gastronomie-Öffnung in Dezember

Kanzlerin Angela Merkel will keine Zusage geben, dass die Gastronomie am 1. Dezember wieder öffnen kann. Es sei entscheidend, dass die Zahl der Neuinfektionen wieder auf 50 Infektionen pro 100.000 in sieben Tage sinke, sagt Merkel in einem Bürgerdialog auf eine entsprechende Frage. "Dann haben wir eine gute Chance", fügt sie hinzu. "Wir tun alles, um im Dezember wieder ein bisschen voranzukommen. Aber wir müssen durch einen schweren Winter." Man müsse vernünftig sein, auch wenn man eine erste Abflachung der Kurve der Neuinfektionen sehe. Sie wisse, dass die Gastronomie besonders betroffen sei, sagt Merkel und verweist auf die Entschädigungen für die November-Schließung.

12.10 Uhr: 3.168 Intensivbetten belegt - freie Zahl sinkt auf 6.652

Die Zahl der belegten Intensivbetten durch Corona-Patienten ist gestiegen. Laut dem DIVI-Melderegister sind nun 3.168 Betten belegt - das sind 29 mehr als am Vortag. Die Anzahl der freien Intensivbetten, die die Krankenhäuser melden, sank auf 6.652. Der Trend hält seit Tagen an, weil die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen stark gestiegen waren. Bei Patienten zeigen sich schwere Krankheitssymptome meist erst mit mehrwöchiger Verspätung.

11.35 Uhr: Gericht bestätigt Schließung von Tattoo- und Piercingstudios

Das Oberverwaltungsgericht Bautzen hat die vorübergehende Schließung von Tattoo- und Piercingstudios in Sachsen im Kampf gegen die Corona-Pandemie bestätigt. Der Eingriff sei für die betroffenen Gewerbetreibenden zwar gravierend, teilte ein Sprecher mit. Dem stehe aber das durch die Pandemie bedrohte Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit der Bevölkerung entgegen. Außerdem sei das Betriebsverbot auf vier Wochen befristet und den Betrieben eine erheblich Entschädigung in Aussicht gestellt worden.

Gemäß der am 2. November in Kraft getretenen Corona-Schutz-Verordnung müssen Anbieter körpernaher Dienstleistungen mit Ausnahme von medizinisch notwendigen Behandlungen sowie Friseuren diesen Monat schließen. Die Ausnahme für Friseure sei gerechtfertigt, da deren Tätigkeit zur Grundversorgung im Bereich Körperhygiene gehöre, erklärte das Gericht.

11.33 Uhr: 34.500 Schüler und 2.100 Lehrer in Bayern in Corona-Quarantäne

In Bayern sind derzeit rund 34.500 Schülerinnen und Schüler sowie 2.100 Lehrkräfte in Corona-Quarantäne. Mit Stand Donnerstag hatten zudem 2.800 Kinder und Jugendliche sowie rund 400 Lehrer einen positiven Covid-19 Test, wie aus Daten des Kultusministeriums in München hervorgeht. Wegen Corona-Infektionen geschlossen sind 24 der knapp 6.200 Schulen im Freistaat. Zusätzlich werden 940 weitere Klassen vorübergehend per Distanzunterricht beschult.

Die Zahlen sind allerdings gerundete Daten, da nicht-staatliche Schulen ihre Angaben nicht melden müssen. Durch die freiwillige Basis ist die Übersicht daher nicht zwingend vollständig.

10.23 Uhr: Hälfte der Kliniken meldet beschränkte Intensiv-Betten-Verfügbarkeit

Das RKI sieht die Lage in den Krankenhäusern mit Sorge. "Fast die Hälfte der Kliniken meldet eingeschränkte Verfügbarkeit an", sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Es gebe mehr intensivmedizinische Fälle als im April. Die Kliniken stießen vor allem auch durch Infektionen beim Personal an ihre Grenzen. "Es ist möglich, dass Patienten nicht mehr überall optimal versorgt werden können."

© BR
Bildrechte: BR

Lothar Wieler, der Präsident des Robert Koch-Instituts, schätzt die aktuelle Corona-Lage ein. Er sieht die Kliniken an Kapazitätsgrenzen kommen und befürchtet eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus in einzelnen Regionen Deutschlands.

10.10 Uhr: RKI - Abflachen der Infektionskurve stimmt vorsichtig optimistisch

Das Robert-Koch-Institut (RKI) beobachtet trotz steigender Infektionszahlen ein leichtes Abflachen der Kurve. Dies stimme ihn vorsichtig optimistisch, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. "Wir wissen aber noch nicht, ob das eine stabile Entwicklung ist." Klar sei aber, dass die Zahlen der Intensivpatienten und auch der Toten zunächst weiter steigen würden. "Wir müssen damit rechnen, dass Kliniken an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen."

10.01 Uhr: Landkreis Traunstein setzt wieder auf Distanzunterricht

Wegen der hohen Corona-Inzidenzzahl und dem diffusen Infektionsgeschehen gibt es ab kommenden Montag (16.11.) im Landkreis Traunstein in etlichen Schulklassen wieder eine komplette Umstellung auf Distanzunterricht. Das hat soeben das Landratsamt Traunstein mitgeteilt. Die Anordnung gilt vorläufig bis 4. Dezember. Für Grundschulen und schulvorbereitenden Einrichtungen bleibt es bei Präsenzunterricht. Ebenso ist vorgesehen, die Eingangs- und Abschlussklassen grundsätzlich im Präsenzunterricht zu beschulen.

09.55 Uhr: Frankreich will Weihnachtsgeschäft für Einzelhändler retten

Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire will verhindern, dass den Einzelhändlern das wichtige Weihnachtsgeschäft verloren geht. Dazu müssten die gegenwärtigen Lockdown-Vorschriften zur Eindämmung der Pandemie aber beachtet werden. "Ich wünsche mir, dass wir den Dezember für die Einzelhändler retten können", sagt Le Maire dem Radiosender BFM Business. Im Laufe des Vormittags ist ein Kabinettstreffen angesetzt, auf dem es auch darum gehen soll, wie bei der Bekämpfung der Pandemie weiter verfahren wird. Entscheidungen seien im Vorfeld noch keine getroffen worden, sagt Le Maire.

09.34 Uhr: SPD-Chef - Staat wird Firmen auch bei längerem Shutdown helfen

SPD-Co-Chef Norbert Walter-Borjans rechnet mit weiteren Corona-Hilfen für die Wirtschaft, sollte der Teil-Shutdown über den November hinaus verlängert werden. "Wir haben jetzt in die Kasse gegriffen", sagt er im "Deutschlandfunk" mit Blick auf die angekündigten Entschädigungen der Bundesregierung für erzwungene Betriebsschließungen im November. Sollten die Maßnahmen verlängert werden, weil es weiterhin zu viele Neuinfektionen gebe, werde der Staat wieder einspringen. "Und dafür hat Deutschland auch die Luft."

09.10 Uhr: Ifo - Corona wird Wirtschaft wohl nachhaltig schaden

Das Ifo-Institut befürchtet langfristige Schäden für die deutsche Volkswirtschaft durch Corona. Das Problem sei die Zurückhaltung bei den Investitionen, warnt Ökonom Joachim Ragnitz von der Ifo-Niederlassung Dresden: "Die realen Ausrüstungsinvestitionen haben sich schon im Jahre 2019 äußerst schwach entwickelt. Den Konjunkturprognosen zufolge werden sie noch bis zum Jahr 2022 auf niedrigem Niveau verharren." Dies könne dazu führen, dass nicht genügend neue Arbeitsplätze entstehen, so der Experte.

08.52 Uhr: Klinikum Landshut baut Corona-Kapazitäten aus

Das Klinikum Landshut baut wegen der ansteigenden Zahl an Covid-19 Patienten die dafür bereit gestellten Betten weiter aus. Außerdem gibt es vorsichtshalber eine Reihentestung des gesamten Personals und der Patienten. Zusätzlich zu den zwei bereits bestehenden Stationen des Klinikums wird bis zum Wochenende eine weitere Covid-19-Station aufgebaut. Auch die Anzahl der Intensivbetten, die für Corona-Patienten freigehalten werden, würden aufgestockt. "Wir müssen derzeit damit rechnen, dass die Zahl der Corona-Patienten in den nächsten Tagen weiter stark ansteigen wird", so Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald. Um die zusätzlichen Covid-19-Kapazitäten aufzubauen, werden nicht dringliche und planbare Operationen und Behandlungen abgesagt. Die Behandlung aller Notfallpatienten bliebe laut Oswald weiterhin bestehen.

Als Vorsichtsmaßnahme werden am kommenden Wochenende Reihentestungen des gesamten Personals und der Patienten in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Landshut durchgeführt. Ab heute tritt außerdem ein zweiwöchiges Besucherverbot für das Klinikum Landshut in Kraft. Ausnahmen sind nur nach Rücksprache, zum Beispiel für werdende Väter und bei Patienten im Sterbeprozess, oder in sonstigen dringenden Fällen möglich.

08.44 Uhr: Britische Wirtschaft erholt sich stark von Corona-Einbruch

Die Wirtschaft Großbritanniens hat sich in den Sommermonaten stark vom Corona-Einbruch im Frühjahr erholt. Im dritten Quartal sei die Wirtschaftsleistung im Quartalsvergleich um 15,5 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt ONS in London mit. Analysten hatten für Juli bis September einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in dieser Größenordnung erwartet.

Damit konnte die zweitgrößte Volkswirtschaft in Europa einen großen Teil des Corona-Einbruchs wieder wettmachen. Im zweiten Quartal war die britische Wirtschaftsleistung wegen der harten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie um 19,8 Prozent im Quartalsvergleich geschrumpft.

08.42 Uhr: Gates-Stiftung sagt weitere 70 Millionen Dollar für Impfstoffe zu

Die Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates stellt weitere 70 Millionen Dollar für die weltweiten Bemühungen zur Entwicklung und Verteilung von Corona-Impfstoffen bereit. "Wir müssen sicherstellen, dass jeder gleichberechtigten Zugang zu Tests, Medikamenten und Impfstoffen erhält, sobald diese verfügbar sind - unabhängig davon, wo man auf der Welt lebt", sagt die Co-Chefin der Stiftung, Melinda Gates. Von dem Geld sollen 50 Millionen Dollar in die Impfstoffallianz Covax fließen, durch die auch ärmere Länder Zugang zu einem Impfstoff bekommen sollen, und 20 Millionen Dollar in die internationale Impfstoff-Initiative CEPI.

08.25 Uhr: Spahn - keine Feiern mehr in diesem Winter

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht auch über die aktuellen Maßnahmen im November hinaus von coronabedingt harten Einschränkungen aus. "Wir müssen es miteinander schaffen, durch diesen Winter insgesamt zu kommen mit niedrigeren Zahlen auf einem niedrigeren Niveau", sagte der CDU-Politiker im RBB-Inforadio mit Blick auf die Infektionszahlen.

Veranstaltungen mit mehr als zehn bis 15 Personen wie Weihnachtsfeiern oder andere Geselligkeiten sehe er in diesem Winter nicht mehr. Wenn die Infektionszahlen zurückgehen sollten, "heißt das nicht, ab Dezember oder Januar kann es wieder richtig überall losgehen mit Hochzeitsfeiern oder Weihnachtsfeiern als wäre nichts gewesen". Die Lage verlange Geduld: "Dieses Virus hat sehr lange Bremsspuren."

08.15 Uhr: Ukrainischer Präsident mit Corona-Infektion im Krankenhaus

In der Ukraine wird der mit dem Coronavirus infizierte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Krankenhaus behandelt. Selenskyj habe sich entschlossen, in eine Klinik zu gehen, um sich besser zu isolieren und niemanden zu gefährden, sagt eine Sprecherin des Präsidialamtes. Es sei nichts Ernstes, beschreibt sie den Gesundheitszustand des Präsidenten. Selenskyj hat am Montag erklärt, dass er positiv getestet worden sei. Auch der Finanzminister, der Verteidigungsminister und der Chefberater des Präsidenten sind infiziert. Die Ukraine verzeichnet heute mit 11.057 Neuinfektionen einen neuen Höchstwert, wie Gesundheitsminister Maxym Stepanow mitteilt. Die Gesamtzahl der bestätigten Ansteckungen steigt damit binnen 24 Stunden auf 500.865. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich um 198 auf 9145.

08.02 Uhr: Erster lokaler Corona-Fall in Neuseeland seit August

In Neuseeland ist erstmals seit August wieder ein lokal übertragener Corona-Fall bestätigt worden. Derzeit werde überprüft, wo sich die junge Frau in der Metropole Auckland angesteckt haben könnte, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Im Geschäftszentrum der Stadt wurden die Menschen aufgefordert, wenn möglich zunächst im Homeoffice zu arbeiten. Neuseeland sei aber weiter in einer "sehr starken" Position, um das Virus im Griff zu haben, sagte der neue Minister für Covid-19-Bekämpfung, Chris Hipkins. Der Pazifikstaat hatte das Virus im Oktober bereits zum zweiten Mal für besiegt erklärt. Die Menschen dort sind zu einer weitgehenden Normalität zurückgekehrt und brauchen keine Masken zu tragen.

Die Behörden bestätigten auch zwei weitere neue Fälle an der Grenze. Insgesamt hat das Land bislang rund 1.600 Infektionen gemeldet, 25 Menschen sind in Verbindung mit der Krankheit gestorben.

07.52 Uhr: Scholz sieht für deutsche Wirtschaft "Licht am Ende des Tunnels"

Bundesfinanzminister Olaf Scholz macht für die Konjunktur in Deutschland "Licht am Ende des Tunnels" aus. Die Lage sei nach dem überraschend guten Sommer besser als vor einigen Wochen noch befürchtet, sagt der SPD-Kanzlerkandidat in der ARD. Der Bund habe weiterhin genug Geld, um notwendige Hilfen in der Corona-Krise zu finanzieren.

07.44 Uhr: Lufthansa startet Probelauf für Corona-Schnelltests

Die Lufthansa hat auf der Fluglinie München-Hamburg mit dem angekündigten Probelauf mit Corona-Schnelltests für alle Passagiere begonnen. Vor dem Start der ersten Maschine des Tages vom Münchner Flughafen nach Hamburg um 9.10 sollten sämtliche Passagiere getestet werden. Ersatzweise konnten die Fluggäste einen höchstens 48 Stunden alten negativen PCR-Test vorlegen oder sich kostenfrei auf einen anderen Flug umbuchen lassen.

Die Antigen-Schnelltests weisen nicht den Covid-19-Erreger als solchen nach, sondern mit diesem verbundene Proteine. Die Funktionsweise ähnelt einem Schwangerschaftstest, die Ergebnisse sollen nach 30 bis 60 Minuten vorliegen. Allerdings sind die Tests ungenauer als die üblichen PCR-Tests.

Die unter hohen Verlusten leidende Fluggesellschaft hofft, wieder mehr Flugverbindungen insbesondere nach Übersee anbieten zu können. Ein großes Hemmnis für die Wiederbelebung des Luftverkehrs sind bisher die Quarantäneregeln, die in den meisten Ländern für internationale Fluggäste gelten.

07.06 Uhr: Spahn erwartet 6.000 Corona-Intensivpatienten im November

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet mit einer Verdopplung der Corona-Patienten auf Intensivstationen noch in diesem Monat. "Wenn es über einen längeren Zeitraum täglich 20.000 Neu-Infizierte gibt und davon zwei Prozent jeweils 14, 15 Tage lang auf Intensivstationen behandelt werden müssen, werden wir jetzt im November wahrscheinlich noch über 6.000 Covid-19-Patienten gleichzeitig auf unseren Intensivstationen sehen", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Höher dürfen die Zahlen nicht steigen. Falls doch, würden wir absehbar an einen Punkt kommen, an dem das Gesundheitssystem überfordert ist", warnte der Minister. Mit 6.000 Corona-Patienten auf Intensivstationen könnten Ärzte und Pflegekräfte umgehen. "Aber nur unter sehr großem Stress". Um die Kliniken zu entlasten, solle der zuständige Beirat heute Empfehlungen zu einem neuen Rettungsschirm abgeben.

06.58 Uhr: Corona-Lage beim TSG Hoffenheim bleibt unübersichtlich

Die Corona-Lage beim Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim bleibt unübersichtlich. Nachdem zuvor zwei Profis (Sebastian Rudy und Ishak Belfodil) sowie ein Mitglied des Trainerteams positiv getestet wurden, lieferte eine weitere Testreihe am Mittwochabend laut dem Klub "bis auf eine Ausnahme ausschließlich negative Ergebnisse". Nach Angaben der TSG ergab der zuvor "nicht definitiv zu bewertende Test" von Kevin Vogt nun einen positiven Befund. Der Verteidiger befindet sich wie der Rest der Mannschaft seit Mittwoch in Quarantäne. Torhüter Oliver Baumann musste als Vorsichtsmaßnahme zudem das Quartier der deutschen Nationalmannschaft in Leipzig verlassen, Ryan Sessegnon jenes der englischen U21. Am Dienstag hatten bereits der Israeli Munas Dabbur und der Däne Robert Skov bei ihren Nationalteams positive Ergebnisse erhalten.

06.39 Uhr: Rekordwert - über 140.000 Neuinfektionen in USA

Die USA verzeichnen mit 142.279 Corona-Neuinfektionen den zweiten Tag in Folge einen Rekordwert. Zudem liegt die Zahl den achten Tag in Folge über der Schwelle von 100.000, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Insgesamt sind demnach in den USA etwa 10,4 Millionen Ansteckungen nachgewiesen. Auch die Zahl der Menschen, die wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden, stieg sprunghaft an und erreichte am Mittwochabend mit mindestens 64.939 ebenfalls einen neuen Höchstwert. Die Zahl der Todesfälle nach einer Infektion erhöhte sich um 1.464 auf 241.809. Die USA sind das am stärksten von der Pandemie betroffene Land.

06.14 Uhr: Scholz plant Finanzhilfen für Kultur- und Veranstaltungsbranche

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat mehr finanzielle Hilfen für die von der Corona-Pandemie besonders betroffene Kultur- und Veranstaltungsbranche in Aussicht gestellt. "Ich kann mir beispielsweise Finanzhilfen für den Fall vorstellen, dass geplante Veranstaltungen wegen der Pandemie abgesagt werden müssen", sagte Scholz dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Es könne nicht sein, dass Organisationen ohne eigenes Verschulden auf allen Kosten sitzenblieben, so Scholz weiter. Zudem soll es nach seinen Worten einen Ausgleich für die geringere Zahl möglicher Zuschauer während der Pandemie geben. Zukünftige Kulturveranstaltungen sollen sich damit auch mit begrenzter Zuschauerzahl wirtschaftlich rechnen. Der SPD-Politiker betonte, er habe intensiv mit der Kultur- und Veranstaltungsbranche gesprochen, die sich in der Initiative "Alarmstufe Rot" zusammengeschlossen hat. "Mein Ziel ist es, eine möglichst maßgeschneiderte Lösung hinzukriegen, auch wenn es kompliziert ist", so der Minister.

05.55 Uhr: RKI - knapp 22.000 Neuinfektionen und 215 Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnet binnen 24 Stunden 21.866 Neuinfektionen in Deutschland. Damit liegt die Gesamtzahl der bestätigten Ansteckungen bei 727.553. Die Zahl der Todesfälle steigt nach Angaben des RKI um 215 auf 11.982.

02.30 Uhr: Hunderte Schulen nicht im Regelbetrieb - Rufe nach mehr Schutz

Rund 3000 Schulen in Deutschland unterrichten wegen Corona derzeit nicht mehr im vollen Präsenzunterreicht. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe und berufen sich auf Zahlen aus 14 Bundesländern. Allein in Nordrhein-Westfalen befinden sich demnach Schülerinnen und Schüler an 552 Schulen in Quarantäne und werden digital unterrichtet. In Niedersachen sind es 347 Schulen, in Baden-Württemberg 273 und in Bayern 255. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 40.000 Schulen.

Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft fordert mehr Schutz vor Corona in den Schulen. Die GEW-Vorsitzende Tepe sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, so wie im Moment unterrichtet werde, sind die Gesundheitsrisiken für Schüler und Lehrer zu hoch. Die Klassen müssten geteilt werden. Je eine Gruppe wäre dann in der Schule, eine zu Hause. Für die Schüler wäre es nach Ansicht der Gewerkschafts-Vorsitzenden besser, rechtzeitig Klassen zu teilen und so im Unterricht Abstände einzuhalten, als zu riskieren, dass immer mehr Klassen komplett in Quarantäne müssten.

Mittwoch, 11. November 2020

23.55 Uhr: Mehr als 163.000 Tote in Brasilien

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 48.331 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 5,748 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 544 auf 163.373 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

23.30 Uhr: Keine Einigung auf Gehaltssenkung beim FC Barcelona mit seinen Spielern

Beim kriselnden FC Barcelona haben sich Vorstand und Fußballprofis nicht auf eine Senkungen der Millionengehälter verständigen können. Die Parteien haben "nach mehreren Tagen intensiver Treffen die Konsultationsphase beendet, ohne eine Einigung zu erzielen", hieß es in einer Stellungnahme des spanischen Clubs am Mittwochabend. Der Club schrieb von "schwerwiegenden finanziellen Problemen" und fehlenden Einnahmen von mehr als 300 Millionen Euro. "Das erfordert eine Gehaltsanpassung von 191 Millionen Euro", hieß es. Laut spanischen Medien könne Barça schon im Januar der Konkurs drohen, wenn die Spieler um Starspieler Lionel Messi nicht auf einen Teil ihrer Gehälter verzichten.

22.15 Uhr: Qiagen führt mobilen digitalen SARS-CoV-2-Antigentest für bis zu 30 Test pro Stunde ein

Qiagen hat in den USA mit der Vermarktung eines mobilen digitalen Tests für Labore begonnen, mit dem ein Nachweis von SARS-CoV-2-Antigenen bei Menschen mit aktiven Infektionen innerhalb von zwei bis 15 Minuten möglich ist. Noch in diesem Jahr wird das Produkt mit einem Claim zur Möglichkeit der patientennahen Diagnostik (PoC-Einsatz) versehen und die Notfallzulassung ergänzt. Diese Testmöglichkeit kann pro Stunde mehr als 30 Abstriche verarbeiten, liefert digitale Testergebnisse die keine subjektiven Interpretationen erforderlich machen, und ermöglicht die parallele Durchführung von Antikörper- und Antigentests. Diese Flexibilität wird vor allem nach Einführung der ersten Impfungen besonders wertvoll.

22.05 Uhr: New York verschärft Maßnahmen

Ab Freitag müssen im US-Bundesstaat New York Restaurants, Bars und Fitnessstudios um 22 Uhr schließen. Die strikteren Corona-Auflagen sollen auch soziale Kontakte betreffen, wie Gouverneur Andrew Cuomo ankündigte. Im privaten Bereich dürfen demnach nur noch bis zu zehn Personen zusammenkommen. "Es wird jeden Tag wirklich schlimmer", sagte Cuomo mit Blick auf die neuen Höchstwerte an täglichen Neuinfektionen in den USA. Sollten die neuen Maßnahmen nicht ausreichen und die Zahlen wie "verrückt" ansteigen, dann könnte es auch wieder zu kompletten Schließungen kommen.

21.15 Uhr: Kein Alkohol mehr in schwedischen Lokalen nach 22.00 Uhr

Schwedens Regierung will wegen gestiegener Corona-Infektionszahlen den Verkauf von Alkohol in Gaststätten nach 22.00 Uhr verbieten. Bars und Kneipen müssen eine halbe Stunde später zudem schließen. Das kündigte Ministerpräsident Stefan Löfven am Mittwoch an. "Alle Indikatoren zeigen in die falsche Richtung", sagte er auf einer Pressekonferenz. Das Verbot soll am 20. November in Kraft treten und bis Ende Februar andauern. In Stockholm verboten die Behörden Besuche in Altenheimen, um Übertragungen einzudämmen.

20.25 Uhr: Spanien verlangt künftig PCR-Test von Einreisenden

Einreisende aus Corona-Risikogebieten werden in Spanien ab dem 23. November einen negativen PCR-Test vorweisen müssen. Der Test dürfe nicht älter als 72 Stunden sein, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Madrid mit. Das wird nach jetzigem Stand im Prinzip auch für Besucher gelten, die aus Deutschland anreisen. Die Einstufung eines Herkunftslandes oder einer Region als Risikogebiet werde anhand der EU-Verordnung 2020/1475 vom 13. Oktober vorgenommen.

20.20 Uhr: Traditionsunternehmen "Ludwig Beck" verkauft Immobilie gegen Corona-Probleme

Das Traditionshaus "Ludwig Beck" hat mitgeteilt, dass es zur Stärkung seiner Liquiditäts- und Ertragssituation eine Immobilie in Haar verkauft hat. Aus diesem Verkauf, so die entsprechende Mitteilung der Aktiengesellschaft (AG), sei mit dem Käufer, einer Immobiliengesellschaft aus dem Raum München, ein Kaufpreis von rund zehn Millionen Euro vereinbart worden. Von diesen fließt laut Konzern ein Sonderertrag vor Steuern in Höhe von ca. vier Millionen Euro in das Unternehmen.

20.10 Uhr: US-Behörden melden mehr als 134.000 Neuinfektionen

Die US-Seuchenzentren CDC geben 134.383 bekannte Neuinfektionen und 1859 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt knapp 10,2 Millionen Infektionen und 239.590 Tote verzeichnet.

20.05 Uhr: Impfserum gegen Covid-19 wird in Südafrika produziert

Im Kampf gegen das Coronavirus wird Südafrika ein Produktionsstandort für ein neues Impfserum. Der Pharmakonzern Johnson & Johnson habe ein entsprechendes Abkommen mit der südafrikanischen Aspen Pharmacare geschlossen, gab Präsident Cyril Ramaphosa am Mittwochabend in einer TV-Rede an die Nation bekannt. Es gebe einen weiteren Pharmakonzern, der ebenfalls an einem solchen Serum arbeite und in Südafrika produzieren wolle. Afrika allein dürfte nach Schätzungen rund 750 Millionen Dosen des Impfserums benötigen, im Gesamtwert von 12 Milliarden Dollar (rund 10 Mrd Euro).

19.55 Uhr: Türkei schränkt Rauchen in der Öffentlichkeit ein

Die Türkei verbietet das Rauchen an belebten Orten in der Öffentlichkeit. Hintergrund seien das Absetzen von Masken zum Rauchen, teilt das Innenministerium mit. Am Mittwoch verzeichnete die Türkei 2.693 Neuinfektionen. Dabei werden nur solche Fälle in die Statistik aufgenommen, bei denen Symptome vorliegen.

19.40 Uhr: Frankreich meldet fast 36.000 Neuinfektionen

Frankreich verzeichnet 35.879 Neuinfektionen. Das sind zwar mehr als die 22.180 vom Vortag aber weiter deutlich weniger als die Werte in der vergangenen Woche von teilweise über 60.000. Am Samstag war ein Rekord von 86.852 erreicht worden. Die Zahl der neuen Todesfälle stieg nun um 328.

19.35 Uhr: Pirelli senkt Gewinnmarge für 2020 wegen Corona

Der italienische Reifenhersteller hat angesichts der Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Europa seine erwartete Gewinnmarge für das Gesamtjahr gesenkt. Nun gehe man von 11,5 bis 12,0 Prozent des Ebit aus nach zuletzt zwölf bis 13 Prozent - eine bereits zwei Mal revidierte Spanne. Der operative Gewinn für das abgelaufene dritte Quartal lag dagegen mit 231,7 Millionen Euro über den Expertenerwartungen von 206 Millionen.

19.30 Uhr: Lufthansa und ver.di einigen sich auf Corona-Sparpaket

Im Ringen um Sparbeiträge der Beschäftigten in der Corona-Krise hat die Lufthansa eine Vereinbarung mit der Gewerkschaft ver.di getroffen. Danach müssen rund 35.000 Bodenbeschäftigte auf Teile ihrer Entgelte verzichten und werden dafür bis Ende März 2022 vor Entlassungen geschützt. Bei der Übereinkunft wurden auch die Bedingungen von umfangreichen Altersteilzeit- und Abfindungsprogrammen vereinbart. Laut Lufthansa wurde bereits das laufende Weihnachtsgeld einbehalten. Auch bei den Zuzahlungen zum Kurzarbeitergeld soll gestrichen werden. Insgesamt ergebe sich eine Sparpotenzial von mehr als 200 Millionen Euro, wie beide Seiten bestätigten. Über weitere Sparmaßnahmen ab dem Jahr 2022 wollen die Parteien frühzeitig sprechen.

19.25 Uhr: EU-Parlament: Hunderte Fälle in den vergangenen Wochen

Im EU-Parlament hat es in den vergangenen Wochen Hunderte Corona-Ansteckungen gegeben. "Zwischen Abgeordneten, Mitarbeitern und Personal des Parlaments - allein am vorletzten Wochenende hatten wir 171 Ansteckungen", sagte Parlamentspräsident David Sassoli. Vor diesem Hintergrund verteidigte er die weitgehenden Einschränkungen des Parlamentsbetriebs. Die europäische Volksvertretung hatte ihre Aktivität wegen der zweiten Corona-Welle seit Mitte Oktober erneut heruntergefahren. So wurden die geplanten Plenarsitzungen in Straßburg abgesagt und stattdessen in deutlich reduziertem Umfang in Brüssel abgehalten. Zur Gesamtzahl der internen Ansteckungen erklärte eine Parlamentssprecherin, keine Angaben machen zu können. Die Ende Oktober festgestellten 171 Fälle seien "das Ergebnis bedeutender Bemühungen zur Rückverfolgung von Kontakten, um interne Übertragungsketten zu vermeiden". Die Mehrheit der positiven Fälle ist demnach asymptomatisch. Zuletzt sei die Zahl der erwiesenen Ansteckungen wieder rückläufig.

19.20 Uhr: Landkreise in Bayern bereiten sich auf Corona-Schutzimpfungen vor

In Bayern bereiten sich die Landkreise bereits auf einen verfügbaren Corona-Impfstoff vor. Der Präsident des Bayerischen Landkreistages, Christian Bernreiter, sagte im BR, man arbeite seit ein paar Tagen dran, in jedem Landkreis ein Impfzentrum aufzubauen. "Wir wollen gerüstet sein, wenn der Impfstoff dann da ist."

Deutschlandweit sollen voraussichtlich in jedem Zentrum bis zu 4.000 Menschen pro Tag geimpft werden können. Das verlautete aus Kreisen der Kassenärztlichen Vereinigungen.

19.15 Uhr: Kanzlerin Merkel dämpft Erwartungen auf Corona-Trendwende

Wenige Tage vor neuen Bund-Länder-Gesprächen zu den Corona-Maßnahmen in Deutschland gibt die Bundesregierung noch keine Entwarnung. Angesichts von bundesweit fast 18.500 Neuinfektionen binnen 24 Stunden sei es zu früh, von einer Trendwende zu sprechen. Nach Aussagen von Bundesgesundheitsminister Spahn habe sich die Dynamik des Infektionsgeschehens in den vergangenen Tagen deutlich reduziert. Die seit Anfang vergangener Woche geltenden Einschränkungen wie das Verbot von Restaurantbesuchen und touristischen Übernachtungen hat aus Sicht der Regierung damit noch nicht zum erwünschten Rückgang der Infektionszahlen geführt. Über die Frage, ob weitere Maßnahmen notwendig sein könnten, wollen Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder am kommenden Montag beraten und ein Zwischenfazit des Teil-Lockdowns ziehen. Die Kanzlerin rechne damit, dass die zweite Welle das Land noch länger beschäftigt. Man müsse davon ausgehen, dass die zweite Welle härter sei als die erste, sagte Merkel am Mittwoch bei einer Veranstaltung der "Wirtschaftsweisen". Die zweite Welle falle mit den Wintermonaten in eine schlechtere Jahreszeit. «"as heißt, sie wird uns noch den ganzen Winter beschäftigen", so Kanzlerin Merkel.

18.55 Uhr: Patrizia Immobilien schränkt Prognose für 2020 ein

Der Immobilien-Investor Patrizia Immobilien hat in den ersten neun Monaten sein operatives Ergebnis um 2,6 Prozent auf 100,2 Millionen Euro gesteigert. Für das Gesamtjahr konkretisierte das Management seine Prognose. 2020 werde nunmehr ein operatives Ergebnis zwischen 110 und 130 Millionen Euro erwartet, teilte das Unternehmen mit. Ursprünglich hatte Patrizia einen operativen Gewinn von 120 bis 140 Millionen Euro anvisiert, zu Beginn der Corona-Krise die Spanne aber auf 100 bis 140 Millionen Euro ausgeweitet.

18.50 Uhr: Zahl der Corona-Todesfälle steigt in Portugal massiv

Die Zahl der Todesfälle nach einer Infektion mit dem Corona-Virus ist in Portugal stark gestiegen. Binnen eines Tages seien 82 Menschen gestorben, die mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert gewesen seien, teilten die Gesundheitsbehörden in Lissabon mit. Die bisher höchsten Werte waren erst am Montag und Dienstag mit jeweils 63 und 62 Toten verzeichnet worden. Die Gesamtzahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung kletterte in dem 10,3-Millionen-Einwohner-Land auf 3.103.

18.45 Uhr: Lehrerverband fordert Wechselbetrieb - trotz durchschnittlicher Quarantäne-Fälle

Mehr als 300.000 Schüler und bis zu 30.000 Lehrer befinden sich derzeit nach Angaben des Deutschen Lehrerverbandes in Quarantäne. Ziel bleibt es dennoch, Schulen offen zu halten. Wie das gelingen kann, dazu gehen die Meinungen auseinander. Die Forderungen nach kleineren Klassen und einem Wechsel aus Präsenz- und Fernunterricht bei starkem Infektionsgeschehen werden lauter. In Deutschland gibt es rund 40.000 Schulen mit insgesamt elf Millionen Schülern und rund 800.000 Lehrern was einen Anteil von 3,75 Prozent der Lehrerschaft und lediglich 2,72 Prozent der Schülerschaft in Quarantäne in der Bundesrepublik entspricht.

18.35 Uhr: Autozulieferer ZF schließt Werk in NRW nach Corona-Ausbruch

Der Autozulieferer stoppt wegen eines Corona-Ausbruchs vorübergehend die Produktion in einem Stoßdämpferwerk in Nordrhein-Westfalen. Die Fertigung am Standort Eitorf soll nach Unternehmensangaben von Donnerstag bis Sonntag ruhen. Denn 91 der 700 Mitarbeiter seien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Hintergrund dieser Infektionswelle sei noch nicht geklärt. Das Gesundheitsamt habe in dem Werk keine Hygienemängel festgestellt. Es handle sich um den ersten derartigen Ausbruch im Konzern. ZF Friedrichshafen beschäftigt weltweit 160.000 Mitarbeiter an 260 Standorten.

18.25 Uhr: Media-Saturn-Mutter Ceconomy mit starkem Absatz im Oktober

Die Elektronikhandelsketten Media Markt und Saturn haben nach Angaben ihres Mutterkonzerns im Oktober eine kräftige Nachfrage über alle Länder hinweg erfahren. Der Absatz im Oktober sei sehr stark gewesen, trotz strengerer Einschränkungen vieler Länder zur Bekämpfung der Pandemie, teilte die Elektronikhandels-Holding Ceconomy mit. Der positive Trend habe sich im November bislang fortgesetzt.

18.20 Uhr: Spahn erwartet 6.000 Corona-Intensivpatienten im November

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet mit einer Verdopplung der Corona-Patienten auf Intensivstationen noch in diesem Monat. "Wenn es über einen längeren Zeitraum täglich 20.000 Neu-Infizierte gibt und davon zwei Prozent jeweils 14, 15 Tage lang auf Intensivstationen behandelt werden müssen, werden wir jetzt im November wahrscheinlich noch über 6.000 Covid-19-Patienten gleichzeitig auf unseren Intensivstationen sehen", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung"."Höher dürfen die Zahlen nicht steigen. Falls doch, würden wir absehbar an einen Punkt kommen, an dem das Gesundheitssystem überfordert ist.

18.05 Uhr: Litauen bereitet Umbau von Messehallen zu Lazarett vor

Vilnius bereitet die Einrichtung eines Lazaretts auf dem größten Messegelände Litauens vor. In den drei Hallen sollen 700 Betten bereitgestellt werden, erklärt der Leiter der Stadtverwaltung, Povilas Poderskis. "Es ist besser vorbereitet zu sein, selbst wenn wir sie nicht brauchen sollten." In Litauen wurden am Dienstag 1433 Neuinfektionen erfasst bei einer Bevölkerung von 2,8 Millionen. Damit hat sich die Zahl der täglichen Fälle in einem Monat verzehnfacht.

17.55 Uhr: Über 50.000 Tote in Großbritannien und eine Million Fälle in Italien in Zusammenhang mit Corona

Großbritannien meldet 595 weitere Todesfälle und damit insgesamt 50.365. Die Zahl der Neuinfektionen stieg um 22.950. Es werde noch Wochen dauern, bis die jüngsten verschärften Maßnahmen sich in den Zahlen widerspiegelten.

Zuvor hatte Italien gemeldet, die Zahl der Corona-Fälle von einer Million überschritten zu haben. Das geht aus am Mittwoch veröffentlichten Daten des Gesundheitsministeriums hervor. Demnach werden 32.961 neue Fälle registriert und damit weniger als am Dienstag mit 35.098. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich in Italien dagegen um 623 auf 42.953.

17.50 Uhr: Gestorbener PLO-Chefunterhändler Erakat in Jericho beigesetzt

Einen Tag nach seinem Tod ist der palästinensische Nahost-Chefunterhändler Sajeb Erakat am Mittwoch in Jericho im Westjordanland beigesetzt worden. Palästinensische Sicherheitskräfte feuerten in dem Wohnort Erakats 21 Salutschüsse ab. Zuvor gab es eine Ehrenzeremonie am Sitz der Palästinenserverwaltung in Ramallah, an der auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas teilnahm. UN-Generalsekretär António Guterres forderte, die Verhandlungen über eine "gerechte und nachhaltige Zwei-Staaten-Lösung" des Nahost-Konflikts müssten wieder aufgenommen werden. Erakat war am Vortag im Alter von 65 Jahren infolge einer Corona-Infektion in einem Jerusalemer Krankenhaus gestorben.

17.40 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt in Luxemburg auf 659

In Luxemburg ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen leicht gesunken. Im Vergleich zur Vorwoche verringerte sie sich um 12,2 Prozent auf 4127 Fälle, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Die sogenannte Inzidenzrate, also die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner, sank auf 659 (2. bis 8. November). In der Woche zuvor hatte sie noch bei 750 gelegen. Das Durchschnittsalter der Neuinfizierten blieb mit 41,4 Jahren (41,2) stabil. Am 8. November gab es laut Statistik 9118 aktive Infektionen. 198 Menschen sind in Luxemburg bislang in Verbindung mit Covid-19 gestorben. 208 Menschen befinden sich in Kliniken, davon 42 auf Intensivstationen (Stand 10. November). Die neue Corona-Welle hat das zweitkleinste Land der EU mit gut 600 000 Einwohnern hart getroffen.

17.35 Uhr: Merkel und Macron sprechen beim Pariser Friedensforum

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron sprechen am Donnerstag beim diesjährigen Pariser Friedensforum. Zu der Videokonferenz werden auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die Chefin des Weltwährungsfonds, Kristalina Georgiewa, erwartet. Bei der mehrtägigen Veranstaltung, zu der rund 60 Chefs von Staaten, Regierungen oder internationalen Organisationen erwartet werden, geht es vor allem um eine internationale Antwort auf die Corona-Krise.

Nach dem von Medien gemeldeten Wahlsieg des Demokraten Joe Biden gibt es zudem hohe Erwartungen, dass die USA wieder verstärkt in internationalen Gremien zusammenarbeiten, wie aus Macrons Präsidialamt verlautete. Amtsinhaber Donald Trump hatte internationale Verträge wie das Pariser Klimaschutzabkommen gekündigt. Gastgeber Macron hatte das Friedensforum in Paris 2018 aus der Taufe gehoben - genau 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs.

17.30 Uhr: 200 Millionen für stärkere Produktion von Antigen-Tests in Deutschland

Die Bundesregierung will mit bis zu 200 Millionen Euro Unternehmen fördern, die Antigen-Tests in Deutschland herstellen. Mit dem Geld sollten Investitionen in entsprechende Produktionsanlagen unterstützt werden, teilen Wirtschafts- und Gesundheitsministerium mit. Nach einem entsprechenden Beschluss des Kabinetts wollen beide Häuser nun zeitnah eine Förderrichtlinie dazu ausarbeiten. Die Nachfrage nach Antigen-Tests, die innerhalb von 15 Minuten ein Ergebnis liefern, werde erheblich zunehmen, so Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Deutschland wolle hier unabhängiger von Lieferungen aus dem Ausland werden.

17.30 Uhr: Corona-Fälle in Italien überschreiten die Millionengrenze

Italien hat am Mittwoch die Millionenmarke bei Corona-Fällen überschritten. Seit Beginn der Pandemie infizierten sich der amtlichen Statistik zufolge 1.028.424 Personen mit Covid-19. Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen binnen der letzten 24 Stunden betrug 32.961. Innerhalb eines Tages starben den Angaben zufolge weitere 623 Menschen in Zusammenhang mit der Pandemie. Die offizielle Gesamtzahl der Toten liegt jetzt bei 42.953.

17.05 Uhr: Mehrere Corona-Fälle in Seniorenheimen in Gemünden

In zwei Pflegeheimen in Gemünden im Landkreis Main-Spessart haben sich mehrere Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. Wie das Landratsamt Main-Spessart mitteilt, sind bei einer Reihentestung im Kreisseniorenzentrum Gemünden 24 Personen positiv auf Covid-19 getestet worden. Alle Bewohner mit einem positiven Testergebnis wurden separat mit fest zugeteilten Mitarbeitern isoliert. Im Gesundheitszentrum Gemünden sind 25 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die drei betroffenen Wohnbereiche sind laut Landratsamt isoliert worden. Von den positiv getesteten Bewohnern befinden sich zwei Personen in stationärer Behandlung in einem Krankenhaus. Zwei Bewohner sind bereits im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben.

16.30 Uhr: Schweden verbietet Alkoholverkauf nach 22.00 Uhr

Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven kündigt ein Verkaufsverbot für Alkohol nach 22.00 Uhr an. Bei der Pandemie deuteten alle Indikatoren in die falsche Richtung, erklärt er. Es bestehe die Gefahr, dass wieder eine Situation wie im Frühling entstehe.

16:10 Uhr: Corona-Lage in Griechenland spitzt sich zu

Griechenland mit seinen knapp elf Millionen Einwohnern wurde von der ersten Corona-Welle nicht besonders schwer getroffen. Nun verschärft sich allerdings die Lage. Am gestrigen Dienstag meldete das Land 2.383 Neuinfektionen, seit gut zwei Wochen ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen fünfstellig. Gerade in den Großstädten Athen und Thessaloniki schießen die Neuinfektionen unkontrolliert in die Höhe. Insgesamt sind in Griechenland seit Ausbruch der Pandemie 60.570 Corona-Infektionen registriert worden.

Seit Samstag gilt im gesamten Land ein Lockdown. Alle Läden außer Supermärkte, Apotheken und anderen lebenswichtige Geschäften mussten. Außerdem gilt von 21.00 bis 5.00 Uhr eine allgemeine Ausgangssperre. Ausgenommen sind Berufstätige, die vom Arbeitgeber eine entsprechende Bestätigung mitführen. Wer tagsüber einkaufen oder zum Arzt gehen will, muss per SMS darüber informieren. Die Schulen im Land werden - bis auf Kindergärten und Grundschulen - auf Online-Betrieb umstellen. Überall gilt Maskenpflicht.

Premier Kyriakos Mitsotakis begründete die drastischen Maßnahmen mit der hohen Zahl der Neueinweisungen in Krankenhäuser. "Geht es so weiter, sind in den nächsten Tagen die ersten Krankenhäuser am Limit", sagte er bei der Verkündung des Lockdowns vergangene Woche. Nun droht offenbar in Thessaloniki eine Überlastung der Krankenhäuser, wie die ARD-Korrespondentin Anja Miller auf Twitter schreibt. Dort seien nur noch drei Intensivbetten frei.

16.02 Uhr: Schwedens Skistar Charlotte Kalla positiv auf Corona getestet

Die schwedische Skilangläuferin Charlotte Kalla ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ihr gehe es bereits besser und sie sei weiter zuversichtlich, dass sie schnell wieder gesund werde, wurde die mehrmalige Olympiasiegerin am Mittwoch in einer Mitteilung des schwedischen Skiverbandes zitiert. Sie halte Kontakt zu Mannschaftsarzt Per Andersson und halte sich an die für Corona-Fälle vorgesehenen Schritte. Bereits am Dienstag hatte der Verband mitgeteilt, dass Kalla seit Montag Krankheitssymptome wie Kopfschmerzen und leichtes Fieber zeige.

15.20 Uhr: Neue Corona-Fälle bei 1899 Hoffenheim - Profiteam in Quarantäne

Nach weiteren Corona-Fällen ist die gesamte Bundesliga-Mannschaft der TSG 1899 Hoffenheim mit sofortiger Wirkung in Quarantäne. Wie der Fußballverein am Mittwoch mitteilte, habe der turnusmäßige Test am Dienstagabend weitere positive Ergebnisse gebracht.

Schon am Dienstag mussten die Hoffenheimer zwei neue Corona-Fälle melden. Robert Skov (Dänemark) und Munas Dabbur (Israel) waren bei ihren Nationalteams positiv getestet worden und sind ebenso in Quarantäne wie Jacob Bruun Larsen und ein Mitglied des Betreuerteams, die schon vor dem vergangenen Wochenende isoliert werden mussten.

Am Mittwochmorgen erhielten Sebastian Rudy, Ishak Belfodil und ein Mitglied des Trainerteams ihre positiven Befunde, hieß es in einer Mitteilung. Ein weiterer Test habe ein nicht eindeutiges Ergebnis gezeigt und müsse wiederholt werden.

15.00 Uhr: Corona-Zahlen in Bayern steigen

Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona steigt unvermindert weiter. In Bayern sind laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zwischenzeitlich mehr als 3.000 Menschen mit oder an Corona gestorben. Die aktuelle Zahl liegt bei 3.019 (Stand: 11.11./ 14.30 Uhr). In Bayern gab es in den vergangenen 24 Stunden 58 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. In Bayern sind nun 140.509 Corona-Fälle bekannt. Seit gestern sind 3.426 neue Infektionen dazu gekommen. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Bayern aktuell bei 175,40. Bayernweit am höchsten ist der Inzidenzwert in Traunstein mit 416,20. Den niedrigsten Wert hat Kulmbach mit 62,88.

14.45 Uhr: Wichtige Corona-Kennzahl gesunken - Bedeutung unklar

Erstmals seit sechs Wochen ist eine wichtige Kennzahl zum Corona-Infektionsgeschehen in Deutschland gesunken - wenn auch nur leicht. Es geht um die Zahl der innerhalb von sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen. Berücksichtigt waren dabei nur Fälle, von denen das Robert Koch-Institut (RKI) bereits Kenntnis hatte. Wie aus RKI-Angaben vom Mittwochmorgen hervorgeht, gab es zuletzt binnen einer Woche 114.881 solcher Nachweise. Der Wert sank demnach im Vergleich zum Vortag um 787.

Ob dieser leichte Rückgang auf eine Trendwende bei der Corona-Lage hindeutet, ist unklar. Bei dem Wert könnte es sich auch um einen Ausreißer handeln. Eine RKI-Sprecherin wollte den Rückgang nicht kommentieren und verwies auf den Lagebericht, der am Mittwochabend erscheinen sollte.

14.15 Uhr: Weiterer Handball-Nationalspieler positiv getestet - Erste Absage

Nach Torhüter Johannes Bitter ist auch Marian Michalczik und damit ein weiterer Handball-Nationalspieler positiv auf Corona getestet worden. Der Rückraumspieler der Füchse Berlin befinde sich aktuell in häuslicher Isolation, teilten der Bundesligist und der Deutsche Handballbund (DHB) mit. Zuvor war auch ein zweiter Test beim 23-Jährigen positiv ausgefallen. Die Handball-Bundesliga (HBL) reagierte frühzeitig auf die positiven Tests im deutschen Nationalteam und sagte vorsorglich die ursprünglich für diesen Mittwochabend geplante Partie zwischen der SG Flensburg-Handewitt und der MT Melsungen ab. Beide Clubs hatten Spieler zur deutschen Mannschaft abgestellt. Auch die Austragung des Spiels zwischen dem THW Kiel und den Füchsen am Donnerstag erscheint nach Michalcziks Testergebnis mehr als fraglich, die Berliner beantragten bereits eine Verlegung.

13.45 Uhr: Spahn befürwortet Pläne zu früheren Winterferien in NRW

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich positiv zu Überlegungen von Ministerpräsident Armin Laschet (beide CDU) geäußert, die Weihnachtsferien wegen der Corona-Pandemie in Nordrhein-Westfalen möglicherweise früher starten zu lassen. "Das ist sicherlich ein Teil der Debatte", sagte Spahn in der Sendung "Frühstart" der Fernsehsender RTL und ntv. Für Eltern, Kinder und Lehrer sei Planbarkeit wichtig. "Das wäre mit so einer Maßnahme gegeben." Das könnte auch ein Teil der Debatte am Montag sein, wenn die Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten. Laschet hatte am Dienstag einen früheren Beginn der Winterschulferien in NRW um zwei Tage ins Spiel gebracht. Dies sei eine "denkbare Möglichkeit", sagte er im WDR Fernsehen. Konkret würde das bedeuten, dass die Winterferien schon am 21. statt am 23. Dezember beginnen würden. Damit wäre der letzte Schultag vor Weihnachten der 18. Dezember. Hintergrund der Überlegungen ist, dass die Menschen vor Weihnachten die Kontakte möglichst beschränken sollten, damit es bei den Familienfeiern nicht zu Ansteckungen kommt.

12.55 Uhr: Kitas: Testpflicht für kleine "Rotznasen" entfällt

Trotz der Corona-Krise dürfen in Bayern alle Kleinkinder mit Schnupfen und Husten ohne Fieber ab Donnerstag auch ohne negatives Testergebnis in die Kindertagesstätten gehen. "Mit diesem Schritt tragen wir zum einen dem derzeit geringen Infektionsrisiko in den Kindertageseinrichtungen Rechnung", sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU). Zum anderen gehe es um die Organisation innerhalb der Familien. "Für die Familien sind Kitas besonders wichtig, um Familie und Beruf vereinbaren zu können."

12.50 Uhr: Gutachten: Besuchsbeschränkungen in Heimen teils verfassungswidrig

Die wegen Corona verhängten Besuchs- und Ausgangsbeschränkungen in Pflegeheimen verstoßen einem Gutachten zufolge in weiten Teilen gegen das Grundgesetz. Das teilte die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) in Bonn mit.

Dem Gutachten zufolge müssten die negativen Auswirkungen der Maßnahmen auf die Gesundheit der Heiminsassen bei der Verhältnismäßigkeitsprüfung viel stärker in den Blick genommen werden. Eine niemals zu rechtfertigende Verletzung der Menschenwürde liege in jedem Fall vor, wenn Menschen aufgrund von Besuchsverboten einsam sterben müssten, hieß es. Die BAGSO rief dazu auf, die Ermessens- und Beurteilungsspielräume für Behörden, Heimträger und Heimleitungen deutlich stärker zu beschränken als das bislang der Fall ist

12.30 Uhr: Bischöfe warnen vor Missbrauch des Martinstages durch "Querdenker"

Die Deutsche Bischofskonferenz kritisiert Martinsumzüge im Umfeld der Querdenker-Bewegung. Dort werde "der Name des Heiligen missbraucht", erklärte der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Konferenz, der Rottenburger Bischof Gebhard Fürst, auf Twitter. In der Corona-Krise stehe der Gesundheitsschutz aller "über der Freiheit einzelner, die keine Rücksicht kennen".

Entsprechende Umzüge sind etwa in Passau, Ravensburg und in Landkreisen um Stuttgart geplant. In Aufrufen ist beispielsweise von einem "Lichterzug für die Freiheit unserer Kinder" die Rede.

11.50 Uhr: Köln: Hundertschaften der Polizei kontrollieren Einhaltung von Corona-Regeln

Keine "Alaaf"-Rufe, keine Kostüme und erst recht kein Kölsch oder Schnaps - coronabedingt still hat die fünfte Jahreszeit am Mittwoch in Köln begonnen. Statt bunt verkleideten Jecken zogen um 11.11 Uhr uniformierte Polizisten durch die Innenstadt. Wegen der Corona-Pandemie waren alle öffentlichen Feiern zum traditionellen Beginn der Karnevalssession am Elften im Elften verboten.

Bereits am Morgen kontrollierten mehrere Hundertschaften die Einhaltung der Coronaregeln und des im ganzen Stadtgebiet geltenden Alkoholverbots. Gleichzeitig war die Polizei im rechtsrheinischen Stadtteil Deutz bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Einsatz. Die angemeldete Versammlung durfte nur unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln stattfinden.

© BR
Bildrechte: Oliver Berg / dpa-Bildfunk

Keine "Alaaf"-Rufe, keine Kostüme und erst recht kein Kölsch oder Schnaps - coronabedingt still hat die fünfte Jahreszeit am Mittwoch in Köln begonnen. Statt bunt verkleideten Jecken zogen um 11.11 Uhr uniformierte Polizisten durch die Innenstadt.

12.20 Uhr: Kirchentag 2021 auf der Kippe

In den nächsten Tagen soll die Entscheidung fallen, ob der für Mai 2021 geplante Ökumenische Kirchentag (ÖKT) in Frankfurt abgesagt wird. "Noch ist nichts entschieden", sagte der Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Marc Frings, am Dienstagabend der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, der Kirchentag stehe wegen der Corona-Krise vor der Absage.Die Zeitung beruft sich auf Uwe Becker (CDU), Bürgermeister und Kirchendezernent der Stadt Frankfurt. Dieser habe angedeutet, dass an einer Absage wohl kein Weg vorbeiführen werde.

11.30 Uhr: Wieder satte Gewinne: Porsche verlängert Beschäftigungssicherung für Tausende Mitarbeiter

Die Jobs der Stammbelegschaft beim Sportwagenbauer Porsche am Sitz in Stuttgart und Umgebung sind für die kommenden zehn Jahre gesichert. Die im Sommer ausgelaufene Beschäftigungssicherung wurde bis Ende Juli 2030 verlängert, wie das Unternehmen bestätigte. Sie gilt für rund 22.000 Mitarbeiter im Stammwerk Zuffenhausen, im Entwicklungszentrum in Weissach sowie an mehreren kleineren Standorten. Betriebsbedingte Kündigungen sind damit ausgeschlossen.

Porsche hatte in der Corona-Krise zuletzt Boden gut gemacht und lag mit seiner Rendite nach drei Quartalen knapp im angepeilten zweistelligen Bereich. Die Erlöse der Porsche AG, zu der auch Finanzdienstleistungen gehören, lagen bis Ende September bei rund 19,4 Milliarden Euro.

11.09 Uhr: Weiterer Coronafall im DHB-Team - Liga sagt Topspiel ab

In der deutschen Handball-Nationalmannschaft ist nach Torhüter Johannes Bitter ein weiterer Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilte der Deutsche Handballbund (DHB) mit. Der Name des Spielers, der sich aktuell in häuslicher Isolation befindet, wurde nicht genannt. Das Ergebnis einer zweiten PCR-Testung wird im weiteren Tagesverlauf erwartet. Erst am Dienstagabend hatte der Verband die Infektion von Bitter veröffentlicht. Die positiven Tests beim DHB haben Auswirkungen auf den Bundesliga-Spielplan: Das für den Abend angesetzte Topspiel zwischen der SG Flensburg-Handewitt und MT Melsungen sagte die HBL "in enger Abstimmung mit den betroffenen Klubs" ab. Dies sei laut HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann eine rein präventive Maßnahme.

Die Handball-Saison in der 3. Liga sowie in der Jugend-Bundesliga wird wegen der Pandemie bis zum Jahresende ausgesetzt. Die Wiederaufnahme ist zum zweiten Wochenende im Januar geplant, "sofern dies die weitere Entwicklung" zulässt.

10.12 Uhr: Russland beziffert Wirksamkeit seines Impfstoffs "Sputnik V" auf 92 Prozent

Der russische Impfstoff "Sputnik V" zeigt eine 92-prozentige Wirksamkeit beim Schutz vor Covid-19, wie der Staatsfonds RDIF unter Berufung auf Zwischenergebnisse einer Studie mitteilt. Der Fonds unterstützt die Entwicklung und weltweite Vermarktung des Impfstoffs.

10.03 Uhr: Corona beschert Bayerns Gastgewerbe drastischen Umsatzeinbruch

Die Corona-Pandemie hat dem bayerischen Gastgewerbe in den ersten neun Monaten des Jahres einen drastischen Umsatzeinbruch beschert. Das Geschäft ging um etwa ein Drittel zurück, teilte das bayerische Landesamt für Statistik in Fürth mit. Besonders stark betroffen waren Bars und Diskotheken. Dort sank der Umsatz um mehr als die Hälfte. Aber auch Hotels und Pensionen haben mit den Einschränkungen in Folge der Corona-Pandemie zu kämpfen. Aufgrund des Lockdowns im Frühjahr sank der Umsatz bei der Beherbergung um fast 38 Prozent. Einige Betriebe des Gastgewerbes mussten Kündigungen aussprechen. So sank die Zahl der Beschäftigten in den ersten neun Monaten des Jahres um gut 15 Prozent.

09.10 Uhr: Russland meldet mit 432 Virus-Toten an einem Tag Höchstwert

In Russland sind 432 weitere Menschen mit oder an dem Coronavirus gestorben - so viele wie nie zuvor an einem Tag. Nach Behördenangaben starben damit bislang 31.593 Menschen. 19.851 Menschen wurden binnen 24 Stunden positiv auf das Virus getestet, knapp 4.500 von ihnen allein in Moskau. Insgesamt verzeichnen die Behörden mehr als 1,83 Millionen Infektionsfälle. Damit gehört Russland zu den Ländern, die weltweit die höchsten Infektionszahlen aufweisen, registriert aber vergleichsweise wenige Todesfälle.

08.35 Uhr: Spahn sieht Anzeichen für Verbesserung - aber keine Trendwende

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht Anzeichen für eine Verbesserung der Infektionslage, aber noch keine Trendwende. "Was wir sehen, ist, dass sich die Dynamik deutlich reduziert hat in den letzten Tagen. Es steigt noch, aber es steigt weniger stark. Das ist erstmal ermutigend, aber es reicht noch nicht", sagt der CDU-Politiker RTL/ntv. Nach zwei oder drei Tagen positiver Entwicklung könne man allerdings noch nicht von einem Trend sprechen. "Es sind definitiv Anzeichen für eine Veränderung, aber noch keine Trendwende." So steige derzeit die Zahl der Patienten in den Intensivstationen und die der Toten stark. Um das in den Griff zu bekommen, müssten die Infektionszahlen sinken.

08.07 Uhr: Studie - Corona-Infektionen hauptsächlich an "Superspreader"-Orten

Ein Großteil der Coronavirus-Infektionen passiert einer US-Studie zufolge aller Wahrscheinlichkeit nach an sogenannten "Superspreader"-Orten wie Restaurants, Fitnessstudios und Cafés. Das zeigen Wissenschaftler von der Universität Stanford in Kalifornien anhand eines Computermodells, unter anderem auf Basis demografischer Daten, epidemiologischer Schätzungen und anonymer Handydaten, im Fachjournal "Nature". Das Modell analysiert, wo Menschen den Tag über hingehen, wie lange sie jeweils bleiben und wieviele andere Menschen am selben Ort sind - und fand überall dort die meisten Infektionen, wo sich mehrere Menschen in geschlossenen Räumen über längere Zeit aufhalten.

Zwischen März und Mai habe das Modell, das auch den ethnischen und finanziellen Hintergrund der Menschen berücksichtigt, das Verhalten von rund 98 Millionen Menschen in 10 amerikanischen Metropolregionen - darunter New York, Los Angeles, Chicago und Washington - untersucht, hieß es von dem Forscherteam um den Computerwissenschaftler Jure Leskovec. Die Aufenthalte an rund 553.000 Orten - darunter Restaurants, Fitnessstudios, Tierhandlungen, Baumärkte und religiöse Einrichtungen - wurden untersucht.

08.02 Uhr: Rekord bei Zahl der Covid-19-Patienten in US-Kliniken

In den USA hat die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern nach Medienberichten mit mehr als 60.000 einen Höchststand erreicht. Insgesamt wurden am Dienstag landesweit 61.964 Menschen mit dem Virus in Kliniken behandelt, meldeten mehrere US-Medien unter Berufung auf Daten des Covid Tracking Project. Damit habe sich dieser Wert seit September etwa verdoppelt und übertreffe nun auch den zu Beginn der Pandemie erreichten Höchststand von Mitte April (59.940). Ein zweiter Höhepunkt im Sommer hatte diesen Rekord demnach nur knapp verfehlt.

07.55 Uhr: Italiens Regierung bereit zu höherem Etatdefizit 2021

Die italienische Regierung ist bereit, das Haushaltsdefizit 2021 zu erhöhen, um die Corona-Hilfen für Unternehmen auszuweiten. Zudem könne das Haushaltsdefizit 2020 revidiert werden, sagt Ministerpräsident Giuseppe Conte der Zeitung "La Stampa". Ein landesweiter Lockdown könne nicht die erste Wahl der Regierung sein. Die Kosten dafür seien zu hoch.

07.23 Uhr: Biontech - Keine Bevorzugung der USA bei Impfstoff-Verteilung

Das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech ist Befürchtungen entgegengetreten, dass der von ihm zusammen mit dem US-Konzern Pfizer entwickelte Corona-Impfstoff zunächst bevorzugt in den Vereinigten Staaten verteilt werden könnte. "Wir haben zusammen mit Pfizer vereinbart, dass wir den Impfstoff gleichmäßig und gerecht verteilen", sagte Biontech-Finanzvorstand Sierk Poetting den "Stuttgarter Nachrichten" und der "Stuttgarter Zeitung". Seine Firma wolle "definitiv nicht, dass es eine unfaire Überhöhung der Chargen in einzelnen Regionen gibt", betonte Poetting. Deshalb habe Biontech auch Wert darauf gelegt, dass ein Großteil des Impfstoffs in Europa hergestellt werden könne. "Über die Verteilung entscheiden wir mit Pfizer gemeinsam", betonte der Finanzvorstand.

Die EU-Kommission will heute mit Biontech und Pfizer einen Vertrag über die Lieferung von 300 Millionen Impfdosen für die EU-Staaten abschließen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet mit bis zu 100 Millionen Dosen für Deutschland.

05.55 Uhr: 18.487 Neuinfektionen und 261 weitere Todesfälle

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 18.487 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 3.155 Fälle mehr als am Dienstag, wie aus den Angaben des RKI vom Mittwochmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Mittwoch vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 17.214 gelegen. Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 705.687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 261 auf insgesamt 11.767. Am Dienstag betrug diese Steigerung 154 Fälle. Das RKI schätzt, dass rund 454.800 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,92 (Vortag: 0,98). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 92 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

05.09 Uhr: Biontech hält Impfziele der Bundesregierung für realistisch

Das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech hält das Ziel der Bundesregierung für realistisch, bis zum Sommer 70 Prozent der Bürger in Deutschland gegen Covid-19 geimpft zu haben. "Wir werden unser Bestes tun, damit das funktioniert. Wenn alle Fabriken hochlaufen, sollte es möglich sein, das Ziel zu erreichen", sagt der Finanzvorstand des Unternehmens, Sierk Poetting, den Zeitungen "Stuttgarter Nachrichten" und "Stuttgarter Zeitung". In Hinblick auf die Zulassung des Impfstoffs in der EU sagte Poetting, "dass ein Termin noch im Jahre 2020 im Rahmen des theoretisch Möglichen ist". Biontech, das mit seinem Corona-Impfstoff kurz vor der weltweiten Zulassung steht, könne "jedenfalls in diesem Jahr noch bis zu 50 Millionen Impfdosen liefern".

04.17 Uhr: US-Rekordwert von mindestens 134.000 Neuinfektionen

Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters verzeichnen die USA zum siebten Mal in Folge einen Rekordwert täglicher Ansteckungen. Mindestens 134.000 Menschen wurden binnen 24 Stunden positiv auf das Virus getestet. Weitere 1450 Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben. Das ist die höchste Zahl an Todesfällen innerhalb eines Tages seit August. 61.471 Patienten befinden sich derzeit in den USA zur Behandlung von Covid-19 im Krankenhaus.

01.16 Uhr: USA - Rund 15.000 Nerze an Virus gestorben

Mehr als 15.000 Nerze sind nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in den Vereinigten Staaten seit August an dem Coronavirus gestorben. Etwa ein Dutzend Farmen stünden unter Quarantäne, während die Fälle untersucht werden. "Das wird uns helfen, mehr über die Übertragungsdynamik zwischen Nerzen sowie anderen Tieren und Menschen zu erfahren", erklärt die US-Gesundheitsbehörde CDC. Derzeit gebe es keine Hinweise darauf, dass Tiere eine entscheidende Rolle bei der Übertragung des Virus auf den Mensch spielen würden.

00.00 Uhr: Mehr als 300.000 Schüler bundesweit in Quarantäne

Die Zahl der Schüler und Lehrer in Quarantäne steigt einem Medienbericht bundesweit erheblich an. Wie "Bild" unter Berufung auf den Deutschen Lehrerverband berichtet, sind aktuell mittlerweile mehr als 300.000 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne. Ende September waren es noch rund 50.000 gewesen. Die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer in Quarantäne gebe der Verband derzeit mit bis zu 30.000 an. Die Folge seien immer mehr Schulschließungen, sagte Meidinger dem Blatt: "Wir erleben an den Schulen jetzt einen Salami-Lockdown." Die Politik habe sich zurückgezogen, jetzt würden die Gesundheitsämter entscheiden.

Dienstag, 10. November 2020

23.50 Uhr: Weltweit mehr als 51 Millionen Menschen mit Corona infiziert

Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters haben sich weltweit inzwischen mehr als 51,22 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Über 1,269 Millionen Menschen sind demnach nach einer Infektion gestorben. Die USA bleiben mit über 10,1 Millionen bestätigten Fällen und mehr als 238.000 Toten das am stärksten von der Pandemie betroffene Land gefolgt von Indien und Brasilien. Dort stieg die Gesamtzahl der Ansteckungen auf mehr als 5,7 Millionen.

20.08 Uhr: Huml verteidigt bayerische Corona-Teststrategie

Melanie Huml hat im Rundschau Magazin im BR Fernsehen die bayerische Corona-Teststrategie verteidigt. Es sei wichtig, ein Angebot für jedermann zu haben. Aber gleichzeitig sei es nicht so gedacht, dass jemand jeden Morgen mal zum Testen gehe, so die bayerische Gesundheitsministerin, "sondern eben dann, wenn man Sorge habe, wenn man vielleicht jemanden besuchen möchte im Seniorenheim." Der Freistaat entwickle seine Teststrategie permanent weiter. Eine gute Möglichkeit könnten auch Antigen-Schnelltest sein, sagte Huml. "Wir nehmen das auch ernst, wenn wir aus den Laboren hören, dass die Kapazitäten eng werden. Und da sind wir diese Woche dabei, nochmal genauer zu evaluieren, was bei unserer Teststrategie vielleicht auch veränderbar ist. Aber eines ist wichtig: Wenn jemand Symptome verspürt, dann muss er auf jeden Fall getestet werden."

In Hinblick auf einen Corona-Impfstoff sieht Huml vor allem logistische Herausforderungen. Die Herausforderung ist, bei den Impfstoffen, die wir bisher kennen, dass sie tiefgekühlt werden müssen. Und zwar nicht nur ein bisschen, sondern bis auf minus 70, minus 80 Grad. Und das heißt, man braucht eben Ultratiefkühlung.“ Dies müsse von Anfang an eingeplant werden. Geplant seien neun Standorte, wo der Bund die Impfstoffe hin liefere. Die Landkreise und Kommunen vor Ort sollen dann sogenannte Impfzentren aufbauen.

19.58 Uhr: Zahl der Corona-Toten in Europa steigt auf mehr als 300.000

Die Zahl der Corona-Toten in Europa hat die Schwelle von 300.000 überschritten. Das ergibt eine Auswertung der Nachrichtenagentur Reuters. In Europa leben zehn Prozent der Weltbevölkerung. Weltweit wurden bislang rund 1,2 Millionen Corona-Tote gezählt.

19.02 Uhr: Italien zählt fast 600 Corona-Tote an einem Tag

In Italien ist die Zahl der Corona-Toten innerhalb eines Tages mit fast 600 auf den höchsten Wert seit über einem halben Jahr gestiegen. Binnen 24 Stunden registrierten die Gesundheitsbehörden nach Angaben vom Dienstag 580 Covid-19-Opfer. Damit starben in dem Land mit rund seinen 60 Millionen Einwohnern seit Februar insgesamt 42.330 Menschen im Zusammenhang mit der Viruskrankheit. Die Zahl der Neuinfektionen lag am Dienstag bei knapp 35.100 Fällen in 24 Stunden. Bei der Gesamtzahl der Ansteckungsfälle wird somit die Marke von einer Million in Kürze erreicht werden.

Die Regierung will die steigenden Infektionswerte mit neuen Maßnahmen eindämmen. Für die Bürger gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgens. Außerdem schränkt Rom zum Gesundheitsschutz in immer mehr der 20 Regionen derzeit die Bewegungsfreiheit der Menschen weiter ein.

17.57 Uhr: Drosten sieht in ersten Impfstoffdaten beeindruckenden Schutz

Die ersten Daten zu dem Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer gegen das Coronavirus stimmen den Virologen Christian Drosten optimistisch. Man sehe in der Zwischenbilanz im Moment einen beeindruckenden Schutz gegen die Infektion. Das sagte der Charité-Wissenschaftler in der am Dienstag veröffentlichten Folge des "Coronavirus-Update" bei NDR-Info über den am Montag von den Firmen gemeldeten Schutz von 90 Prozent vor Covid-19.

"Wenn jetzt die Studie weiterläuft, kann sich diese Zahl natürlich auch korrigieren, auch durchaus nach unten korrigieren. Damit muss man rechnen", sagte Drosten. Aber prinzipiell habe der Impfstoff eine wirklich gute Schutzwirkung. Bei dieser Art von Impfstoffen, einer neuen Technik, habe man gar nicht gewusst, was man erwarten kann. "Das ist schon jetzt sehr ermutigend", sagte Drosten.

Der Virologe betonte aber auch, dass noch nicht mehr bekannt sei als eine Presseerklärung - auf wissenschaftlicher Ebene sei man auf weitere Veröffentlichungen gespannt. "Das, was wir jetzt in den Medien hatten, das ist eine Zwischenmeldung."

17.40 Uhr: DOSB und Landessportbünde für schnelle Öffnung der Sportstätten

Der Deutsche Olympische Sportbund und die Vorsitzenden der Landessportbünde haben eine schnellstmögliche Wiedereröffnung aller bundesweiten Spiel- und Sportstätten angemahnt. Diese Forderung ist Teil eines Offenen Briefes. "Es ist wichtig, dass allen Vereinen und Verbänden nach den Beschränkungen vom November 2020 schnellstmöglich wieder die Möglichkeit eröffnet wird, Sportangebote zu unterbreiten, zumindest zu den Regelungen vor dem 28.10.2020 zurückzukehren", heißt es in dem Schreiben. Adressiert ist es an den Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller, sowie alle Länderchefs. Seit dem 2. November sind bis mindestens Monatsende wegen des Corona-Teil-Lockdowns in Deutschland alle Freiluft- und Hallensportstätten geschlossen. Der Sport sei besonders für Kinder und Jugendliche innerhalb und außerhalb der Schule elementar, hieß es in dem Schreiben.

17.35 Uhr: Extrakälte in speziellen Transportkoffern für Corona-Impfstoff

Thermokoffer und Ultra-Niedrig-Temperatur-Gefrierschränke: Der Corona-Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer stellt im Fall einer Zulassung Herausforderungen an Lagerung und Transport. Denn die Fläschchen müssten gefroren bei rund minus 70 Grad bis zum Ort des Impfens transportiert werden. Wie Pfizer am Dienstag mitteilte, ist für die Lagerung von Impfdosen bereits ein besonderer Thermo-Koffer entwickelt worden. Darin könnten sie dank Trockeneis bis zu 10 Tage bei einer Temperatur von etwa minus 75 Grad Celsius gelagert werden.

17.30 Uhr: Brüssel will Impfstoff-Vertrag und Gesundheitspaket billigen

Die EU-Kommission will am Mittwoch den Weg für den Kauf von bis zu 300 Millionen Einheiten des vielversprechenden Corona-Impfstoffs der Firmen Biontech und Pfizer frei machen. Der bereits fertig ausgehandelte Liefervertrag mit den beiden Herstellern soll formal gebilligt werden, wie Kommissionschefin Ursula von der Leyen angekündigt hat. Darüber hinaus will Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides ein Gesetzespaket zum Kampf gegen grenzüberschreitende Gesundheitsgefahren und zur Stärkung der EU-Gesundheitsbehörden ECDC und EMA vorstellen. Damit will sich die Europäische Union besser gegen künftige Pandemien und ähnliche Gefahren wappnen. Die Zusammenarbeit der 27 Staaten klappte vor allem am Anfang der Corona-Pandemie nicht gut. Empfehlungen der EU-Kommission wurden teils ignoriert. Nun soll unter anderem der Austausch von Infektionsdaten verbessert werden. Das ECDC soll mehr Kompetenzen bekommen, echte Empfehlungen auszusprechen. Auch deutsche Politiker hatten immer wieder gefordert, die EU-Gesundheitsbehörde zu einer Art europäischem Robert Koch-Institut auszubauen.

17.20 Uhr: Reisekonzern Tui verhandelt über weitere Staatshilfen

Der von der Corona-Krise gebeutelte Reisekonzern Tui verhandelt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur erneut über weitere Staatshilfen. Die Gespräche stünden aber noch am Anfang, es sei keinerlei Entscheidung getroffen, hieß es am Dienstag aus gut unterrichteten Kreisen. Das Bundeswirtschaftsministerium und Tui wollten sich dazu nicht äußern. Das dritte Geschäftsquartal von April bis Juni hatte Tui tief in die roten Zahlen gerissen.

17.15 Uhr: Sachsen verschärft nach Querdenken-Demo Regeln für Versammlungen

Nach der Querdenken-Demonstration in Leipzig verschärft Sachsen die Regeln für Versammlungen. Für Kundgebungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern müssen künftig weitergehende Maßnahmen getroffen werden, um das Infektionsrisiko zu reduzieren. Das teilte Regierungssprecher Ralph Schreiber am Dienstag mit

17.10 Uhr: Demonstration gegen Corona-Beschränkungen in Schwerin angemeldet

Für Dienstagabend ist eine Demonstration in Schwerin gegen die Corona-Beschränkungen mit 500 bis 1.000 Teilnehmern angemeldet worden. Die Demonstration solle gegen 22.00 Uhr in der Nähe des Schweriner Schlosses beginnen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rostock der dpa. Laut Landesregierung sind Demonstrationen in Mecklenburg-Vorpommern im Zuge der Corona-Pandemie mit bis zu 500 Menschen möglich, sofern die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,50 Metern zwischen den Demonstranten gesichert ist. Versammlungen müssten wie sonst auch bei der zuständigen Versammlungsbehörde angemeldet werden. Eine Ausnahmegenehmigung für mehr als 500 Demonstranten könne auf Antrag erteilt werden. Dafür sei das Einvernehmen mit der zuständigen Gesundheitsbehörde erforderlich.

Sachsen verschärft nach "Querdenken"-Demo Regeln für Versammlungen

Nach der "Querdenken"-Demonstration in Leipzig verschärft Sachsen die Regeln für Versammlungen. Für Kundgebungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern müssen künftig weitergehende Maßnahmen getroffen werden, um das Infektionsrisiko zu reduzieren. Das teilte Regierungssprecher Ralph Schreiber am Dienstag mit.

17.05 Uhr: Friedensnobelpreisträger von Norwegens Quarantänepflicht ausgenommen

Die Delegation des Welternährungsprogramms (WFP) wird für die Verleihung des Friedensnobelpreises von der Quarantänepflicht bei der Einreise in Norwegen entbunden. Man folge mit dem Schritt der Einschätzung der Gesundheitsbehörden, dass das Infektionsrisiko sehr gering sei, teilte das norwegische Gesundheitsministerium am Dienstag mit. "Die Verleihung des Friedensnobelpreises ist eine wichtige Begebenheit von großem nationalen und internationalen Interesse", erklärte Gesundheitsminister Bent Høie. Man wolle dem Preisträger deshalb ermöglichen, vor Ort bei der Vergabe dabei zu sein.

16.55 Uhr: Ringer-Weltmeister Stäbler nicht zur WM

Der dreimalige Ringer-Weltmeister Frank Stäbler wird wegen heftiger Nachwirkungen einer Corona-Infektion nicht an der für den 12. bis 20. Dezember in Belgrad geplanten WM teilnehmen können. "Bei einem Belastungstest hatte ich einen richtigen Einbruch, meine Pumpe hat gebrannt wie Sa", so Stäbler, der vor drei Wochen an COVID-19 erkrankt war. "Ich hatte leichte Symptome, wie eine leichte Erkältung. Dazu konnte ich nichts schmecken und riechen." Nach der zweiwöchigen Quarantäne hatte Deutschlands Ringer-Aushängeschild dann wieder mit leichtem Training begonnen. Bei einem Diagnostiktest in Heidelberg wurden nun aber die akuten Probleme deutlich. In den nächsten vier bis sechs Wochen muss sich Frank Stäbler auf ärztliches Anraten zurückhalten und die Folgen für Lunge und Bronchien mit Sprays behandeln.

16.50 Uhr: Ungarns Parlament billigt Corona-Notstand für 90 Tage

Das ungarische Parlament hat am Dienstag wegen der Corona-Pandemie nahezu einstimmig die Verlängerung des Gefahrennotstands für 90 Tage gebilligt. Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban hatte diesen vergangene Woche für zunächst 15 Tage verhängt, wie es die Verfassung erlaubt. Mit der Parlamentsentscheidung vom Dienstag erhält Orban nun weitere 90 Tage freie Hand, um die sich ausbreitende Pandemie auf dem Verordnungsweg zu bekämpfen. 180 Abgeordnete der Regierungs- und der Oppositionsfraktionen stimmten für die Vorlage. Lediglich ein fraktionsloser Abgeordneter lehnte sie ab.

16.40 Uhr: Bayerischer Verwaltungsgerichtshof bestätigt Maskenpflicht in Schulen

Die Maskenpflicht an bayerischen Schulen bleibt weiter bestehen - einen entsprechenden Eilantrag dagegen hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) abgelehnt. Allerdings müsse für Schüler im Freien und unter Einhaltung des Mindestabstands die Möglichkeit zu Trage-Pausen bestehen, befanden die Richter. Aus Sicht des VGH ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung für Schüler grundsätzlich zumutbar. Auch bei jüngeren Schülern lasse es sich nicht ausschließen, dass sie sich mit dem Virus infizieren oder die Infektion an andere weitergeben.

Die Tragepausen begründeten die Richter mit der Schulpflicht. Durch diese könnten Schüler das Maskentragen nicht vermeiden. Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz verlange dies. Gegen die Maskenpflicht vorgegangen waren zwei Grundschülerinnen aus Bayern, vertreten durch ihre Eltern. Gegen den Beschluss können sie keine Rechtsmittel einlegen.

16.30 Uhr: US-Gesundheitsminister glaubt an baldigen Start der Impfungen

US-Gesundheitsminister Alex Azar geht davon aus, dass die ersten Amerikaner noch dieses Jahr gegen das Coronavirus geimpft werden können. Sollten der Pharmakonzern Pfizer und sein Partner Biontech wie erwartet demnächst die Impfstoffzulassung beantragen, seien erste Impfungen im Dezember möglich, sagte er. Man werde in Altersheimen und bei Mitarbeitern in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen beginnen. Ziel sei, mit den Impfungen dieser Personen bis Ende Januar durch zu sein. Die US-Regierung werde sich von anderen Impfstoffherstellern wie Moderna Impfdosen sichern. "Wir erwarten, dass wir bis Ende März, Anfang April genügend haben für jeden Amerikaner, der sich impfen lassen möchte."

16.15 Uhr: Lockdown im Berchtesgadener Land wirkt offenbar

Der bundesweit erste Teil-Lockdown dieses Herbstes im Berchtesgadener Land zeigt nach drei Wochen offenbar Wirkung. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank laut Landratsamt auf 157,65 - die Hälfte des Höchstwertes von 324 Ende Oktober.

Das Landratsamt hatte am Dienstag vor drei Wochen nach einem sprunghaften Anstieg der Infektionen strenge Beschränkungen angeordnet. Etwa war das Verlassen der eigenen Wohnung bis 2. November nur mit triftigem Grund erlaubt; Hotels und Gaststätten blieben geschlossen. Dagegen gab es mehrere Klagen, unter anderem von Hoteliers und Gastronomen. Entsprechende Eilanträge scheiterten aber vor dem Verwaltungsgericht München. Inzwischen herrschen auch im Berchtesgadener Land die Regelungen des allgemeinen Teil-Lockdowns.

15.55 Uhr: Ärztevertreter sehen Gesundheitsämter an Belastungsgrenze

Angesichts der weiterhin hohen Corona-Zahlen sehen Ärztevertreter die Gesundheitsämter an der Belastungsgrenze. Viele Ämter könnten dieser extremen Belastung nicht mehr lange standhalten, warnte die Vorsitzende der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, im Magazin "Spiegel". "Die Karte färbt sich von Süd nach Nord rot", beschrieb sie die wachsende Zahl von Neuinfektionen in den vergangenen Wochen. Da "können Sie sich vorstellen, wie viel Arbeit vom einen auf den anderen Tag in den Gesundheitsämtern anfällt." Mit der aktuellen Personalstruktur und technischen Ausrüstung in vielen Gesundheitsämtern sei die Nachverfolgung der Kontakte von Infizierten kaum noch zu bewerkstelligen.

15.50 Uhr: Baden-Württemberg plant Bürgerbeteiligung zum Thema Corona-Folgen

In Baden-Württemberg soll "die schweigende Mehrheit" über die gesellschaftsverändernden Aspekte der Corona-Pandemie mitreden. Anfang 2021 werden per Zufall ausgewählte Bürgerinnen und Bürger für die Teilnahme an einem heute vorgestellten Programm angefragt. Sie sollen Maßnahmen, Notwendigkeiten und Auswirkungen der Corona-Pandemie diskutieren und Lösungsvorschläge machen, die in die Entscheidungen von Regierung und Parlament einfließen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagte, dieser Dialog sei ein Instrument, "um die Spaltung der Gesellschaft zu verhindern".

15.25 Uhr: Biontech-Impfstoff unterhalb üblicher Marktpreise

Das Mainzer Biotechunternehmen Biontech will seinen Impfstoff unterhalb der üblichen Marktpreise verkaufen. Der Preis werde dennoch die finanziellen Risiken widerspiegeln, die die privaten Investoren eingegangen seien, sagte Strategiechef Ryan Richardson bei einer Online-Veranstaltung der "Financial Times". "Wir haben versucht, einen ausgewogenen Ansatz zu verfolgen, der anerkennt, dass Innovation Kapital und Investitionen erfordert." Der Impfstoff solle deutlich unter den typischen Marktpreisen bewertet werden, "die die Situation widerspiegeln, in der wir uns befinden, und mit dem Ziel, einen breiten Zugang weltweit zu gewährleisten." In den Ländern werde es voraussichtlich verschiedene Preise geben.

15.15 Uhr: Bislang 2.971 Tote im Zusammenhang mit Corona in Bayern

In Bayern sind in den vergangenen 24 Stunden 38 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle liegt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) damit bei 2.961. Insgesamt sind in Bayern nun 137.083 Corona-Infektionen bekannt. Seit gestern sind 2.971 neue Infektionen dazu gekommen. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner hat sich leicht erhöht auf aktuell 175,36. Bayernweit ist der Inzidenzwert am höchsten im Landkreis Traunstein mit 377,85. Im Landkreis Bad Kissingen ist er am niedrigsten. Hier liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 63,93.

14.30 Uhr: Britisches Wörterbuch kürt "Lockdown" zum Wort des Jahres

Das britische Collins-Wörterbuch hat den Begriff "Lockdown" zum Wort des Jahres 2020 erklärt. "Wir haben 'Lockdown' zum Wort des Jahres gekürt, weil es die geteilte Erfahrung von Milliarden Menschen zusammenfasst, die ihren Alltag einschränken müssen, um das Coronavirus einzudämmen", sagte die Sprachexpertin des Collins-Wörterbuchs, Helen Newstead. "Sprache spiegelt die Welt um uns herum wider und 2020 war von der globalen Pandemie bestimmt." Mit dem Wort würden umgangssprachlich die Beschränkungen von Reisen, sozialen Kontakten und öffentlichen Orten beschrieben, hieß es in der Erklärung des Verlags.

14.25 Uhr: Frankreich: Lehrer streiken für besseren Schutz

An vielen französischen Schulen haben Lehrer für eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen gestreikt. Landesweit folgte nach Angaben des Bildungsministeriums im Schnitt jeder zehnte Pädagoge einem entsprechenden Aufruf. Lehrergewerkschaften bezifferten die Zahl der Streikenden dagegen auf "rund 45 Prozent" in der Mittelstufe und auf 20 Prozent an Grundschulen. Sie fordern einen besseren Schutz von Lehrern und Schülern vor einer möglichen Ansteckung. Gewerkschaftsvertreter sprachen von einer großen "Wut" und von Unverständnis vor allem an weiterführenden Schulen über unzureichende Corona-Maßnahmen. Nach ihren Angaben ist es in vielen Klassen oder Schulkantinen unmöglich, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.

14.20: Brasilien setzt Impfstoffstudie aus

Die brasilianische Behörde für Gesundheitsüberwachung hat wegen schwerwiegender Bedenken eine klinische Studie zu einem potenziellen Corona-Impfstoff aus China gestoppt. Mit Blick auf den Impfstoffkandidaten CoronaVac sprach die Bundesbehörde Anvisa von einem ernsthaften Vorfall, ohne Details zu nennen. Dieser habe sich am 29. Oktober ereignet. Impfungen von neuen Probanden dürften nicht mehr stattfinden. Das chinesische Pharmaunternehmen Sinovac Biotech, das den Impfstoff entwickelt hat, verteidigte diesen dagegen als "sicher".

14.05 Uhr: Karliczek sagt hohe Standards für Corona-Impfstoffe zu

Forschungsministerin Anja Karliczek hat Bedenken widersprochen, ein Impfstoff könnte vorschnell genehmigt werden. "Wir halten uns an unsere hohen Qualitätsstandards im Zulassungsverfahren", versicherte sie. "Darauf sollen die Menschen sich verlassen können." Ein Corona-Impfstoff müsse die gleichen hohen Standards erfüllen wie andere Impfstoffe auch. "Deshalb wäre auch eine Zulassung in diesem Jahr ein ganz, ganz, ganz enormer Erfolg", sagte die CDU-Politikerin.

12.09 Uhr: Weber: EU-Vertrag über Biontech-Impfstoff "in nächsten Stunden"

Der vielversprechende Impfstoff der Pharmafirmen Biontech und Pfizer soll rasch auch in der Europäischen Union zur Verfügung stehen. Die EU-Kommission stehe kurz vor dem Abschluss eines Liefervertrags, sagte der CSU-Europapolitiker Manfred Weber im Fernsehsender Phoenix: "Ich kann Entwarnung geben: Die Verträge werden in den nächsten Stunden unterschrieben und dann auch durch die Kommissionsbeschlüsse morgen rechtlich verankert werden", sagte der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei.

"Die Verträge müssen fachlich, sachlich, rechtlich ordentlich abgeschlossen werden", sagte Weber. Es habe am Schluss noch Diskussion darüber gegeben, dass Pfizer europäisches Recht, auch das Haftungsrecht Europas, zu respektieren habe. "Das musste noch geklärt werden", fügte Weber hinzu. Doch könne man "zusichern, dass wir Europäer auf diesen Impfstoff auch Zugriff haben".

Die EU-Kommission verhandelt seit Monaten mit Biontech und Pfizer. Nach Vorgesprächen hatte die Behörde schon im September erklärt, sie wolle bis zu 300 Millionen Impfstoffdosen der Hersteller beziehen. Ein Rahmenvertrag kam aber noch nicht zustande - anders als bei drei anderen Impfstoffherstellern.

12.00 Uhr: Vorbereitungen zu Impfzentren in Ostbayern starten

Die Vorbereitungen zu den geplanten Impfzentren gegen Covid-19 sind in den ostbayerischen Kommunen bereits angelaufen. Ziel sei, dass die Impfzentren startklar sind, sobald ein Impfstoff zugelassen ist.  Die Impfungen sollen dezentral in den Landkreisen und kreisfreien Städten organisiert und durchgeführt werden sollen. Nach dem Vorbild der lokalen Testzentren sollen die Landkreise und kreisfreien Städte in ihrem Gebiet mindestens ein zentrales Impfzentrum oder mehrere Impfzentren errichten und betreiben. Es sollen auch sogenannte Mobile Impfteams gebildet werden, die Impfungen vor Ort durchführen, zum Beispiel in Alten- und Pflegeheimen.

11.50 Uhr: Berliner Verwaltungsgericht bestätigt Schließung von Gaststätten

Mehrere Berliner Gastronomen sind mit Eilanträgen gegen die Schließung ihrer Lokale im November vorerst gescheitert. Das Verwaltungsgericht wies die Anträge nach Angaben der Senatsverwaltung sowie der Beschwerdeführer am Dienstag ab. Mit der entsprechenden Verordnung will der Senat die Ausbreitung des Coronavirus bremsen. Insgesamt waren dagegen rund 100 Eilanträge eingegangen, knapp 80 davon von Gastronomen. "Die Aussage, Gaststätten trügen nicht wesentlich zur Verbreitung der Pandemie bei, sei nicht haltbar", gab ein Gerichtssprecher den Beschluss der Kammer wieder."«Auch wenn das Robert Koch-Institut viele Ansteckungen auf den privaten Bereich zurückführe, ließen sich drei Viertel der Erkrankungen nicht mehr auf eine bestimmte Quelle zurückführen."

11.45 Uhr: Corona-Neuinfektionen unter Vorwochenstand

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 15.332 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Im Vergleich zum Dienstag vergangener Woche ist der Wert damit leicht gesunken: Am 3. November wurden 15.352 Neuinfektionen gemeldet. Der bisherige Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden. Mit dem leichten Minus von 20 Fällen lag ein Dienstagswert erstmals seit September wieder unter dem der Vorwoche.

10.54 Uhr: AfD-Klage gegen Maskenpflicht im Bundestag in Karlsruhe eingereicht

Abgeordnete der AfD-Fraktion haben beim Bundesverfassungsgericht ihre angekündigte Organklage wegen der Maskenpflicht im Bundestag eingereicht. Die Klage sei bereits am 4. November eingegangen, sagte ein Gerichtssprecher heute in Karlsruhe. Ein Eilantrag sei damit nicht verbunden. Der Zweite Senat wird die Klage, hinter der 19 Abgeordnete stehen, also nicht auf die Schnelle, sondern gleich umfassend prüfen.

Zuvor hatte der "Tagesspiegel" darüber berichtet. Wie AfD-Fraktionsjustiziar Stephan Brandner mitteilte, haben mehrere Mitarbeiter der Fraktion Ende vergangener Woche parallel beim Berliner Verwaltungsgericht Klage erhoben. Dem Zeitungsbericht zufolge wird dort auch ein Eilverfahren geführt.

Die von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) angeordnete Maskenpflicht gilt seit dem 6. Oktober. Seitdem muss in allen Gebäuden des Bundestags, auch im Plenarsaal, ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Abgeordnete können diesen aber abnehmen, wenn sie - im Plenarsaal und in Sitzungsräumen - Platz genommen haben oder am Rednerpult stehen. Mehrere AfD-Abgeordnete hatten sich der Anordnung demonstrativ widersetzt. Noch im Oktober schickten die Masken-Gegner Schäuble über einen Anwalt eine mit einem Ultimatum verbundene Abmahnung. Der Bundestagspräsident stützt sich auf sein Hausrecht. Die AfD begründet ihre Klagen im Wesentlichen damit, dass Schäuble zu so einer Anordnung nicht befugt sei, wie Brandner erklärte.

10.31 Uhr: Palästinensischer Chefunterhändler Erekat an Covid-19 gestorben

Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat ist an den Folgen seiner Corona-Infektion gestorben. Wie das palästinesische Präsidialamt mitteilte, starb Erekat im Alter von 65 Jahren im Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem. Erakat sei an Lungenfibrose gestorben, erklärte das Präsidialamt. Der palästinensische Chefunterhändler und Generalsekretär der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) war am 18. Oktober wegen seiner Covid-19-Erkrankung ins Hadassah-Krankenhaus eingeliefert worden. Wegen seines kritischen Gesundheitszustands hatten die Ärzte ihn in ein künstliches Koma versetzt. Bei Erakat war vor drei Jahren eine Lungentransplantation vorgenommen worden, weshalb er als Risikopatient galt.

Der PLO-Generalsekretär gehörte zum inneren Führungszirkel um den Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas. Seit Jahrzehnten war er eine Schlüsselfigur der palästinensischen Politik: Als Chefunterhändler der Palästinenser führte er die Verhandlungen mit der israelischen Seite zur Beilegung des Nahost-Konflikts.

10.25 Uhr: Spahn geht von "zügigem" EU-Vertrag mit Biontech aus

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet damit, dass die EU-Kommission "zügig" den finalen Vertrag mit der Firma Biontech über die Lieferung von Corona-Impfstoffen abschließt. Es gehe zunächst um 200 Millionen Impf-Dosen. Deutschland wolle sich insgesamt bis zu 100 Millionen Impf-Dosen sichern.

Spahn sieht eine "hohe Wahrscheinlichkeit", dass im ersten Quartal 2021 ein Corona-Impfstoff zur Verfügung stehen wird. Dies vermittele Hoffnung und sei "ein Licht am Ende des Tunnels", sagt Spahn. Er hoffe, dass die Menschen deshalb derzeit die Corona-Regeln einhalten würden, weil sie damit rechnen könnten, dass der nächste Herbst und Winter wieder anders würden.

10.05 Uhr: Regierung beziffert "theoretische" Testkapazität auf 1,9 Millionen

Die Bundesregierung rechnet mit einer derzeitigen "theoretischen" Test-Kapazität von 1.900.642 Corona-Tests in Deutschland. Das geht aus einem, der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden vertraulichen Lagebericht über die Corona-Krise hervor. Die "reale" Kapazität für die abgelaufene Woche wird mit 1.596.042 angegeben. "Dies deckt den Bedarf für Deutschland gut ab", heißt es weiter. Die erfassten Testkapazitäten hätten sich in den vergangenen Wochen deutlich erhöht.

10.00 Uhr: China - Tausende Corona-Tests nach Infektion von Flughafenmitarbeiter

Nach dem positiven Corona-Test eines Flughafenmitarbeiters in der Millionenmetropole Shanghai will China mit massenhaften Tests eine Ausbreitung verhindern. 186 Menschen seien in Quarantäne geschickt worden, mehr als 8.000 Menschen auf den Erreger Sars-Cov-2 getestet worden, teilte die Stadtverwaltung mit. Weitere Corona-Fälle habe man dabei nicht entdeckt.

Der 51-Jährige arbeitet in der Gepäckabfertigung. Wo der Mann sich ansteckte, war unklar. Die chinesische Finanzmetropole war von der Pandemie trotz ihrer hohen Bevölkerungsdichte und der internationalen Verbindungen weitgehend verschont geblieben.

09.48 Uhr: Über 500 Eilanträge gegen November-Lockdown

Allein in der ersten Woche der verschärften Corona-Maßnahmen sind mehr als 500 Eilanträge gegen die Neuregelungen bei den deutschen Verwaltungsgerichten eingegangen. In Berlin zogen über 90 Kläger vor die Verwaltungsgerichte, mehr als in jedem anderen Bundesland, wie die Funke Mediengruppe berichtet. Beschwerdeführer sind demnach hauptsächlich Unternehmen aus den vom Lockdown betroffenen Branchen wie etwa Gastronomie, Veranstaltungsbetriebe und Hotels.

Der Geschäftsführer des Deutschen Richterbunds, Sven Rebehn, rechnet damit, dass die Anzahl der Klagen gegen die Maßnahmen weiter wächst. "Es spricht viel dafür, dass die zahlreichen Streitfragen anlässlich der neuerlichen Beschränkungen für Gaststätten und Hotels, Freizeitsport und Kulturszene die Justiz auch in den nächsten Wochen stark beschäftigen", sagte Rebehn Funke. Seit dem Beginn der Pandemie im Frühjahr erreichten laut Richterbund mehr als 5.000 Klagen und Eilanträge gegen die Corona-Maßnahmen die Justiz. Die Erfolgsaussichten dieser rechtlichen Mittel seien aber gering. Nur rund zehn Prozent der Rechtsmittel seien im Schnitt erfolgreich, ermittelte der Richterbund.

09.46 Uhr: Rund 21.000 Neuinfektionen in Russland

In Russland melden die Behörden 20.977 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Allein 5.900 von ihnen entfallen auf Moskau. Insgesamt wurden mehr als 1,8 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen. Russland verzeichnet damit nach den USA, Indien und Brasilien die meisten Infektionsfälle weltweit. Im Vergleich zu diesen Ländern registriert Russland aber deutlich weniger Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Deren Zahl stieg um 368 auf 31.161.

09.31 Uhr: BDI besorgt über neue Corona-Auflagen für Flüge nach China

Der BDI äußert sich besorgt über neue Auflagen in China wegen der Corona-Krise. "Es besteht das Risiko, dass die neue Verpflichtung, mehrfach, vor allem auch bei Flügen mit Transit-Stationen, zu testen, wichtige Geschäftsreisen gänzlich unmöglich macht", teilt BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang mit. "In der Praxis sind diese Einschränkungen für viele Unternehmen ein faktischer Einreisestopp." Die neuen Bestimmungen belasteten die Geschäftstätigkeit der deutschen Industrie im wichtigen chinesischen Markt sehr.

Seit Freitag müssen Reisende aus Deutschland sowie aus weiteren von der Pandemie besonders betroffenen Ländern Behördenangaben zufolge vor einem Flugantritt nach China zunächst einen negativen Corona- sowie Antikörper-Test vorweisen.

China hatte mit strengen Maßnahmen wie Massentests, strikter Quarantäne, genauer Nachverfolgung von Kontaktpersonen und Einreisebeschränkungen das Virus weitgehend unter Kontrolle gebracht. Seit Monaten verzeichnet das bevölkerungsreichste Land der Erde, wo die ersten Infektionen mit dem Coronavirus im Dezember vergangenen Jahres bekannt wurden, nur noch wenige, lokale Ausbrüche.

09.06 Uhr: 16 Corona-Infizierte in Seniorenheim in Hemau

Im Seniorenheim St. Michael in Hemau sind 16 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Betroffen sind fünfzehn Bewohner und ein Mitarbeiter. Das teilte Hermann Pigerl, der Leiter der Einrichtung, dem BR auf Anfrage mit.

Derzeit befänden sich die infizierten Bewohner isoliert auf einem Stockwerk. Das Pflegepersonal kümmere sich dort mit spezieller Schutzausrüstung um sie. Ins Krankenhaus musste laut Pigerl bislang niemand. Keiner der positiv Getesteten zeige bisher Symptome. Wie es zu dem Corona-Ausbruch kommen konnte, ist unklar. Zunächst habe es einen Corona-Fall unter den Bewohnern gegeben. Daraufhin wurde eine Reihentestung durchgeführt.

Insgesamt wohnen im Seniorenheim St. Michael in Hemau 48 Menschen. Alle Angehörigen sollen über die aktuelle Situation in der Einrichtung informiert worden sein. Besuche sind aktuell nicht gestattet.

08.33 Uhr: SPD-Chefin für wechselnden Unterricht in kleineren Gruppen

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen hat sich die SPD-Vorsitzende Saskia Esken im ARD-"Morgenmagazin" dafür ausgesprochen, in Schulen nur noch kleinere Gruppen im Wechsel zu unterrichten. Es kämt wirklich darauf an, dass Präsenzunterricht auch weiterhin aufrechterhalten wird, sagte Esken . Für Kinder und Jugendliche sei es wichtig, ihre Lehrer und Mitschüler regelmäßig zu treffen. Deshalb müssten die Schulen offengehalten werden. "Auf der anderen Seite ist Infektionsschutz natürlich sehr wichtig. Und deswegen sind kleinere Gruppen auch sinnvoll."

Konzepte mit einem sogenannten hybriden Wechselunterricht seien sehr hilfreich. Mindestens in der Oberstufe könnten sie nach Auffassung der SPD-Chefin auch durchgängig eingesetzt werden. Man habe mittlerweile ein Infektionsgeschehen, das es nicht zulasse, nur an einzelnen Orten zu reagieren. "Deswegen würde ich mir wünschen, dass die Kultusminister sich jetzt auf den Weg machen, solche Modelle eben auch flächendeckend einzusetzen, um Bildung zu gewährleisten."

08.23 Uhr: Mindestens drei Corona-Fälle nach Trumps Wahlparty

Mindestens drei ranghohe Regierungsangehörige oder Mitarbeiter des Wahlteams sind nach der verfrühten Wahlparty Donald Trumps im Weißen Haus positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Feier, auf der sich Trump noch während der Stimmauszählung zum Sieger ausrief, ist auch zum Symbol für den lässigen Umgang des Präsidenten mit dem Virus geworden. Wie eine Sprecherin des Ministeriums für Wohnungsbau und Stadtentwicklung am Montag erklärte, wurde Minister Ben Carson positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet. Ebenfalls angesteckt wurde David Bossie aus dem Wahlkampfteam des Präsidenten, der zuletzt beauftragt war, die Anfechtungen des Wahlergebnisses zu überwachen.

Die Wahlparty war mit Blick auf die Corona-Pandemie in die Kritik geraten, nachdem bekannt wurde, dass der Stabschef des Weißen Hauses, Mark Meadows, am Tag danach positiv auf das Virus getestet wurde. Meadows hatte vor der Wahlparty Trump noch zu Terminen begleitet und war dabei wie die übrigen Angestellten des Weißen Hauses ohne Mund-Nasen-Schutz aufgetreten. Auch bei der Party in der Wahlnacht trug er keine Maske.

08.21 Uhr: Corona-Lage in Italien spitzt sich zu

Wegen der sich zuspitzenden Corona-Lage will Italien in einigen Landesteilen striktere Einschränkungen verhängen. Die Region Ligurien im Nordwesten und die Abruzzen in Mittelitalien sollen am Mittwoch zu sogenannten orangen Zonen erklärt werden, wie die dortigen Präsidenten auf Twitter schrieben. Auch die Urlaubsregion Toskana soll dem Bürgermeister von Florenz, Dario Nardella, zufolge in diese Kategorie fallen. Die Nachrichtenagentur Ansa nannte zudem die Basilikata und Umbrien als weitere Kandidaten.

Das Land mit rund 60 Millionen Einwohnern ist in drei Corona-Zonen eingeteilt, wobei in den roten Zonen die striktesten Maßnahmen gelten. Orange ist die mittlere, gelb die niedrigste Stufe. In orangen Gebieten müssen Restaurants und Bars den ganzen Tag über geschlossen bleiben. Außerdem ist es verboten, sich zwischen verschiedenen Regionen und Kommunen zu bewegen. Ausnahmen gelten für die Fahrt zur Arbeit oder Reisen aus gesundheitlichen Gründen.

Am Montag hatten die italienischen Gesundheitsbehörden knapp 25.300 neue Corona-Infektionen und 356 Tote binnen 24 Stunden gemeldet. Die Zahlen der Neuinfektionen fallen montags wegen weniger Testkapazitäten am Wochenende oft niedriger aus. Am Samstag hatten die Behörden noch etwas mehr als 39.800 Fälle gemeldet.

07.55 Uhr: Tschechien meldet über 6.000 Neuinfektionen

In Tschechien meldet das Gesundheitsministerium 6.048 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind über 3.000 weniger als eine Woche zuvor. Insgesamt wurden in dem Land mit seinen 10,7 Millionen Einwohnern 420.875 Ansteckungsfälle registriert. Mehrere Wochen lang war Tschechien eines der Länder in Europa mit der am steilsten ansteigenden Infektionsrate. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt laut Ministerium um 216 auf 5.074.

07.05 Uhr: Über 125.000 Neuinfektionen und 665 Tote in USA an einem Tag

In den USA haben die Behörden mindestens 125.390 Neuinfektionen binnen eines Tages registriert. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt haben sich demnach bislang rund 10,14 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus stieg um mindestens 665 auf 238.427. Die USA sind sowohl bei den Infektions- als auch bei den Todesfällen das am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

06.40 Uhr: RKI - 15.332 Neuinfektionen und 154 weitere Todesfälle

In Deutschland sind mehr als 15.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 15.332 neue Ansteckungsfälle erfasst. Dies war deutlich weniger als der Rekordwert von 23.399 Fällen, den das Institut am vergangenen Samstag gezählt hatte.

Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des RKI 687.200 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der mit dem Coronavirus in Zusammenhang stehenden Todesfälle in Deutschland stieg demnach auf 11.506 - dies waren 154 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag bei etwa 441.200.

05.43 Uhr: USA - Rekordniveau an Covid-19-Patienten

Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters befinden sich in den USA mehr Patienten als jemals zuvor wegen einer Infektion mit dem Virus in stationärer Behandlung. Die Zahl der Krankenhausaufenthalte ist in den vergangenen 30 Tagen um 73 Prozent auf mindestens 58.982 gestiegen - ein Rekordniveau, das das den bisherigen Höchststand von 58.370 Patienten am 22. Juli übertrifft. Die Vereinigten Staaten verzeichneten am Montag zum sechsten Mal in Folge mehr als 100.000 Neuinfektionen.

02.32 Uhr: Brasilien stoppt chinesische Impfstoffstudie wegen schwerer Nebenwirkung

Die brasilianische Gesundheitsbehörde Anvisa setzt die klinische Studien für den Coronavirus-Impfstoff des chinesischen Pharmaherstellers Sinovac aufgrund einer "schwerwiegenden Nebenwirkung" vom 29. Oktober aus. Weitere Details gibt die Behörde zunächst nicht bekannt.

Montag, 09.11.2020

23.00 Uhr: Sechs Nationalspieler bei RB Salzburg positiv auf Corona getestet

Bei Bayern Münchens Champions-League-Gegner Red Bull Salzburg sind am Montamorgen gleich sechs Auswahlspieler verschiedener Nationen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der österreichische Fußball-Serienmeister mitteilte, sei das Ergebnis der ausschließlich bei Nationalspielern vor der Länderspielpause durchgeführten Tests am Sonntagabend übermittelt worden. §Die betroffenen Spieler sind derzeit ohne Symptome und haben sich bereits in Quarantäne begeben§, hieß es in der Mitteilung. Die Namen der betroffenen Spieler wurden nicht bekanntgegeben. Bei einem weiteren Test am Abend waren indes alle Tests negativ, teilte der Verein mit.

22.45 Uhr: Hornbach hebt Jahresprognose an

Der Baumarktkonzern profitiert vom Heimwerkertrend in der Corona-Krise und hebt seine Jahresprognose an. Der Konzernumsatz der Hornbach-Gruppe habe sich in den Monaten September und Oktober jeweils um gut ein Fünftel erhöht, teilt das im SDax notierte Unternehmen mit. Der Vorstand erwarte nun, dass der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2020/21 zwischen 13 und 17 Prozent wachsen werde. Zuvor war das Unternehmen von einem Anstieg der Erlöse um lediglich acht bis 15 Prozent ausgegangen.

22.10 Uhr: Düsseldorf hebt Maskenpflicht vorerst auf

Nach einem Entscheid des Verwaltungsgerichts hat die Stadt Düsseldorf reagiert und die generelle Maskenpflicht am Montag mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Im gleichen Zug kündigte die Stadt für den Dienstag eine neue Allgemeinverfügung an. Ob diese dann wiederum eine allgemeine Maskenpflicht beinhalten wird, blieb zunächst unklar.

20.25 Uhr: Mehr als zehn Millionen Corona-Infektionen in den USA

Die Zahl der seit Ausbruch der Corona-Pandemie bestätigten Fälle in den USA ist auf über zehn Millionen gestiegen. Das ging am Montag aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervor. Die tägliche Zahl der neu bestätigten Fälle ist in den vergangenen zwei Wochen sei um mehr als 60 Prozent gestiegen und beträgt nun fast 109.000 tägliche Neuinfektionen. Etwa ein Fünftel der weltweit 50 Millionen bestätigten Corona-Fälle entfallen auf die USA. 237.000 Infizierte sind bislang in den USA gestorben. Diese Zahl steigt derzeit täglich um durchschnittlich 939.

20.05 Uhr: Merz, Röttgen und Kretschmer in Quarantäne

Nach einer Parteiveranstaltung in Sachsen haben sich die beiden CDU-Vorsitzkandidaten Friedrich Merz und Norbert Röttgen sowie der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (ebenfalls CDU) vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben. Zuvor war ein weiterer Teilnehmer der Veranstaltung positiv auf das Coronavirus getestet worden. Schnelltests fielen bei den drei Politikern negativ aus, wie Merz' Sprecher, eine Mitarbeiterin von Röttgens Abgeordnetenbüro und die sächsische Staatskanzlei am Montag mitteilten. Die Politiker hatten am Freitagabend von einem Studio aus an einer Online-Konferenz der sächsischen Union teilgenommen. Auch Sachsens Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt (CDU) war dabei gewesen. Er war am Sonntag mit einem Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ebenfalls dabei war Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU). Auch sie befindet sich in häuslicher Quarantäne.

19.55 Uhr: Fluglinie Norwegian bekommt keine weitere staatliche Unterstützung

Die norwegische Regierung will der stark angeschlagenen Billigfluggesellschaft Norwegian nicht mit weiterer finanzieller Hilfe unter die Arme greifen. Über die bisherige Unterstützung hinaus werde der Staat dem Konzern nicht wie beantragt weitere Finanzhilfen gewähren, teilte die Regierung in Oslo am Montag mit. Die Luftfahrtbranche befinde sich national wie global betrachtet in einer tiefen Krise, in der sie aller Voraussicht nach noch eine ganze Zeit bleiben werde, hieß es in einer Regierungsmitteilung. Deshalb habe man der Luftfahrt in Norwegen bislang im Jahr 2020 mit insgesamt 14 Milliarden Kronen (rund 1,3 Mrd Euro) geholfen.

19.45 Uhr: Ukrainischer Präsident Selenskyj mit Coronavirus infiziert

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der 42-jährige Staatschef teilte am Montag via Facebook mit, er sei positiv auf das Virus getestet worden, fühle sich aber "gut". Er werde sich nun in Selbstisolation begeben und weiter seine Pflichten ausüben. Auch sein Büroleiter hat sich nach eigenen Angaben infiziert. "Die meisten Menschen überstehen Covid-19. Ich werde auch durchkommen", teilte Selenskyj mit. Seine Ehefrau Olena Selenska hatte sich im Juni ebenfalls mit dem neuartigen Coronavirus infiziert und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

19.15 Uhr: Annähernd so viele Patienten in britischen Krankenhäusern wie im Frühjahr

In britischen Krankenhäusern werden wieder fast so viele Covid-19-Patienten behandelt wie im Frühjahr. "Wir sind auf dem Weg zu dem gleichen Niveau wie in der ersten Welle", sagte der britische Premier Boris Johnson am Montag in London. Am 5. November seien rund 13.000 Menschen im Krankenhaus mit Covid-19 behandelt worden. Auch die Zahl der Todesfälle sei auf hohem Niveau - sie lag zuletzt mehrfach bei rund 300 Fällen pro Tag. Bereits nach dem Frühjahr galt Großbritannien als eines der am schwersten von der Pandemie getroffenen Länder in Europa. Nach Zahlen der Statistikbehörde hat die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 mittlerweile die Schwelle von 65.000 überschritten.

19.00 Uhr: Fußball-Spieler von Olympiakos Piräus nehmen an "Corona-Party" teil

Beim griechischen Traditionsklub Olympiakos Piräus sorgt die Teilnahme von drei Spielern bei einer "Coronavirus-Party" in einem Hotel für Wirbel. "Es ist inakzeptabel, die Verbote und Vorschriften unseres Teams für diese Saison nicht zu beachten", teilte der Tabellenführer mit und stellte die Profis Ruben Semedo, Lazar Randelovic und Bruno Felipe öffentlich an den Pranger. Das Trio habe nach dem 2:0-Auswärtssieg bei OFI Kreta in der Nacht zu Montag an einer verbotenen Party teilgenommen und würde "mit der Höchststrafe" belegt. Von der Polizei erhielten die Spieler wie die anderen Gäste einen Strafzettel in Höhe von 300 Euro, der Besitzer des Hotels muss 3.000 Euro zahlen, nachdem ein Nachbar um 2.30 Uhr Ortszeit die illegale Feier gemeldet hatte.

18.50 Uhr: Ausnahmezustand in Portugal mit Ausgangssperre gegen Corona

In Portugal ist am Montag zur Eindämmung der steigenden Corona-Zahlen ein Notstand mit einer nächtlichen Ausgangssperre in weiten Teilen des Landes in Kraft getreten. An Wochentagen gilt sie von 23.00 Uhr bis 5.00 Uhr, an Wochenenden sogar von 13.00 Uhr und bis 5.00 Uhr. Die Maßnahme soll zunächst bis zum 23. November aufrecht erhalten bleiben und dann überprüft werden. Sie betrifft insgesamt 121 Gemeinden einschließlich den Städten Porto und Lissabon. Damit sind 70 Prozent der insgesamt 10,3 Millionen Einwohner betroffen. Die Einschränkungen greifen immer dann, wenn die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen 14 Tagen die Zahl von 240 übersteigt, teilte die Regierung in Lissabon mit.

18.40 Uhr: Landesweiter Lockdown in Italien könnte näher rücken

In Italien mehren sich wegen der steil steigenden Corona-Zahlen die Forderungen nach einem verschärften Lockdown. Weil die Lage in Krankenhäusern und auf Intensivstationen schwierig werde, verlangte der Verband der Mediziner von Florenz einen Lockdown der Toskana und des gesamten Landes, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Montag schrieb. Bereits am Sonntag hatte der Ärzteverband Italiens Alarm geschlagen und sich für nationale Sperren ausgesprochen. Der wissenschaftliche Berater des italienischen Gesundheitsministeriums, Walter Riccardi, sagte: "In bestimmten Metropolregionen muss der Lockdown sofort erlassen werden." Er hätte etwa das süditalienische Neapel schon vor zwei Wochen zur Roten Zone erklärt, zitierte ihn der Fernsehsender Sky TG24. Die Hauptstadt Kampaniens liegt bisher in der niedrigsten von drei Risikozonen.

18.35 Uhr: Positiver Corona-Test bei Handball-Nationalspieler

In der deutschen Handball-Nationalmannschaft gibt es nach dem Länderspiel in Tallinn gegen Estland einen positiven Coronavirus-Befund. "Dies wurde auf Basis einer noch am Sonntagabend in Tallinn durchgeführten PCR-Testung am heutigen Montagmittag offenbar", teilte der Deutsche Handballbund mit. Die deutsche Nationalmannschaft hatte am Sonntag in der EM-Qualifikation gegen Estland mit 35:23 gewonnen. Den Namen des Nationalspielers nannte der Verband nicht. "Der positiv getestete Spieler weist derzeit keinerlei Symptome auf und ist wie alle anderen Teilnehmer des Lehrgangs in mehreren Testungen negativ gewesen."

18.30 Uhr: Biden sieht USA wegen Corona "vor sehr dunklem Winter"

Die USA müssen nach Ansicht des künftigen US-Präsidenten Joe Biden noch immer mit einem "sehr dunklen Winter" wegen der Coronavirus-Pandemie rechnen. Biden drängte am Montag alle Amerikaner dazu, Masken zur Eindämmung des Virus zu tragen. "Unser Land wird bedroht", so Biden. Bevor ein Impfstoff gegen das Coronavirus gut verfügbar sei, könnten weitere 200.000 Menschen mit dem Virus sterben

18.15 Uhr: Golfstar Garcia positiv auf Corona getestet

Spaniens Golfstar Sergio Garcia ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Masters-Sieger von 2017 teilte am Montag via Twitter mit, dass er bei dem ab diesem Donnerstag beginnenden Masters im Augusta National Golf Club nicht am Start sein werde: "Nach 21 Jahren, in denen ich keine Major Championship verpasst habe, werde ich diese Woche leider @TheMasters verpassen."

17.50 Uhr: Seehofer "realistische" Entscheidungen in Bezug auf Corona-Demos

Nach der aus dem Ruder gelaufenen Demonstration in Leipzig hat Bundesinnenminister Horst Seehofer die Polizei in Schutz genommen. "Wenn von vornherein absehbar ist, dass sich eine große Anzahl von Versammlungsteilnehmern nicht an die Auflagen der Versammlungsbehörde halten wird, kann die Polizei das während der Veranstaltung nur bedingt korrigieren. Deswegen müssen sich auch die Gerichte fragen, ob die von ihnen zu treffenden Entscheidungen realistisch umgesetzt werden können", so Seehofer am Montag. Der Bundesinnenminister stellte nochmals klar, dass sich Deutschland durch die Corona-Pandemie in einer Ausnahmesituation befinde, die Regierung, Justiz, den Parlamenten und der Bevölkerung "ein Höchstmaß an Verantwortungsbewusstsein abverlangt."

17.40 Uhr: Ungarns Parlament beschließt Gefahrennotstand für 90 Tage

Das ungarische Parlament entscheidet am Dienstag wegen der Corona-Pandemie über die Verlängerung des Gefahrennotstands für 90 Tage. Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban hatte ihn vergangene Woche zunächst für zunächst 15 Tage verhängt, wie es die Verfassung erlaubt. Das Parlament soll Orban nun weitere 90 Tage freie Hand geben, um die sich ausbreitende Pandemie auf dem Verordnungsweg zu bekämpfen. Die Opposition hat bereits ihre Zustimmung für die befristete Maßnahme zugesichert. Im Frühjahr hatte sich Orban unbefristete Vollmachten für den Kampf gegen die Corona-Krise geben lassen. Im In- und Ausland hatte er damit massive Kritik auf sich gezogen.

17.35 Uhr: Kabinett diskutiert über Corona-Tests und Hilfsgelder

Die Corona-Teststrategie und die Auszahlung von Hilfsgeldern für betroffene Branchen des aktuellen Teil-Lockdowns stehen am Dienstag im Fokus der Sitzung des bayerischen Kabinetts. Ministerpräsident Markus Söder hatte bereits am Montag erklärt, dass er den neusten Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) für die Corona-Tests ablehnend gegenübersteht. Das RKI hatte wegen der vielerorts in Deutschland bestehenden Überlastung von Testlaboren eine deutliche Einschränkung von Corona-Tests empfohlen. Auch Personen mit Krankheitssymptomen sollen demnach erst getestet werden, wenn sich der Zustand auch nach einer mehrtägigen Selbstisolation nicht verbessert hat. Söder kritisierte, dass dadurch die Wirtschaft massiv gelähmt werde, weil Mitarbeiter ausfielen und zum anderen werde durch die fehlenden Tests auch die Sicherheit der Menschen gefährdet.

17.25 Uhr: Knapp 700 Bundeswehrsoldaten unterstützen Gesundheitsämter in Bayern

In der Corona-Krise unterstützen 694 Soldaten die Gesundheitsämter in Bayern. Deutschlandweit hilft die Bundeswehr nach eigenen Angaben von Montag in 297 Gesundheitsämtern mit insgesamt 4.412 Soldaten aus. Sie sollen bei der Nachverfolgung von Kontakten der Infizierten helfen. In Bayern half die Bundeswehr auch schon bei der Entnahme von Proben, in Senioren- und Pflegeheimen und bei der Produktion von Desinfektionsmittel. Zwar sind für den Katastrophenschutz und die Gesundheitsversorgung zunächst die Landkreise und die kreisfreien Städte verantwortlich. Doch bei Überforderung können sie um Amtshilfe bitten und sich dabei auch an die Bundeswehr wenden.

17.10 Uhr: Corona-Ausbruch im Ingolstädter Klinikum: 24 Menschen infiziert

Im Ingolstädter Klinikum haben sich auf einer psychiatrischen Station 24 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. Das haben Tests vom vergangenen Wochenende ergeben. Nach derzeitigem Stand sind 17 von 18 Patienten der Gerontopsychiatrie positiv getestet worden. Zudem haben sich sieben Mitarbeiter infiziert. Die Station, in der meist Patienten mit schwerwiegenden kognitiven Störungen wie zum Beispiel Demenz behandelt werden, wurde isoliert. Wie Klinikumssprecher Hartmut Kistenfeger mitteilt, wird angenommen, dass ein Patient das Virus von außen ins Klinikum getragen hat. Der Ärztliche Direktor des Klinikums, Andreas Tiete, wies in einem Schreiben darauf hin, dass die Einhaltung der Infektionsschutzmaßnahmen besonders in Stationen wie der Gerontopsychiatrie schwer sei: "Eine besondere Herausforderung auf dieser Station ist, dass sich die Patienten aufgrund ihrer Vorerkrankungen nur sehr eingeschränkt und nicht durchgängig an Hygienemaßnahmen halten können", so Tiete.

17.04 Uhr: WHO setzt große Hoffnungen in Impfstoff

Die Weltgesundheitsorganisation äußert sich angesichts der Fortschritte bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus optimistisch. Bei einer Auslieferung bis März kommenden Jahres an jene, die für das Virus am meisten anfällig seien, könnte der Verlauf der Pandemie ein fundamental andere Richtung einschlagen, sagte der WHO-Spitzenvertreter Bruce Aylward. Die Mitteilung der Pharmafirmen BioNTech und Pfizer, wonach ihr Impfstoffkandidat eine hohe Wirksamkeit zeigt, und sie noch im November in den USA einen Zulassungsantrag einreichen wollen, nannte Aylward "sehr positiv".

16.45 Uhr: Kanaren verlangen negativen Corona-Test von Urlaubern

Ab diesem Samstag (14.11.) müssen deutsche Urlauber auch im Nicht-Risikogebiet Kanarische Inseln einen negativen Corona-Test nachweisen. Der Reiseveranstalter Tui bietet dazu vorab Schnell-Analysen an. Dieser Antigen-Test lässt sich selbst von zu Hause aus machen, dazu gehört auch eine kurze Online-Beratung durch medizinisches Personal, teilte das Unternehmen mit. Die Bescheinigung sei für die anschließende Reise anerkannt, erklärte der Manager Hubert Kluske. Die Kanaren sind - anders als der gesamte Rest Spaniens - vom Robert Koch-Institut derzeit nicht als Region mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko für Sars-CoV-2 eingestuft. Für die schwer getroffene Touristikbranche gelten sie als wichtiger Herbstmarkt.

16.43 Uhr: Stadt Berching sagt Rossmarkt für Februar ab

Der weithin bekannte Berchinger Rossmarkt ist wird nächsten Februar nicht statttfinden. schon für das nächste Jahr abesagt. Die Stadt im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz hat die Traditionsveranstaltung wegen der Corona-Pandemie abgesagt. "Die Aussicht auf Lockerungen hinsichtlich der Regelungen für Veranstaltungen ist schlecht", sagte Bürgermeister Ludwig Eisenreich . Der Markt hätte am 3. Februar 2021 stattfinden sollen. Nun wird er erstmals seit 1966 abgesagt. Es gibt ihn seit 100 Jahren. Zuletzt kamen bis zu 30.000 Besucher nach Berching wegen es Rossmarkts, der jedes Jahr am Mittwoch nach Märiä Lichtmess stattfindet.

15.38 Uhr: Forschungsministerin Karliczek: Sicherheit vor Schnelligkeit bei Impfstoff

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat auf die Meldungen von Pfizer und Biontech reagiert, wonach sie einen wirksamen Impfstoff entwickelt hätten, der bald schon vor der Zulassung stehe. Sie setzte große Hoffnungen in die Meldungen, sagte Karliczek, betonte aber, dass ein sicherer Impfstoff notwendig sei. Es gelte weiterhin bei der Entwicklung eines Impfstoffs, keine risikoreichen Abkürzungen zu nehmen, eine Zulassung noch in diesem Jahr wäre ein enormer Erfolg. Außerdem lobte die Forschungsministerin die Vorschläge der Kommission zur Impfstoffverteilung. "Die Risikogruppen in der Bevölkerung sowie die Menschen in den Gesundheitsberufen haben eine besondere Priorität", sagte Karliczek. Als Bundesbildungsministerin begrüße sie es sehr, dass die Arbeitsgruppe auch Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher auf der Vorschlagsliste mit aufgeführt hat", sagte sie. "Die Lehrkräfte und Erzieher gewährleisten die Bildung unserer Kinder und nehmen damit eine Aufgabe wahr, die für unsere Gesellschaft von höchster Bedeutung ist. Sie sind in ihren Berufen auch erhöhten Infektionsrisiken ausgesetzt."

14.55 Uhr: Corona-Warn-App wird stärker genutzt

Die Corona-Warn-App wird Regierungssprecher Steffen Seibert zufolge jetzt deutlich stärker genutzt. Sie sei inzwischen nicht nur über 22-Millionen-Mal heruntergeladen worden, sondern werde auch verstärkt eingesetzt, sagt Seibert. Rund 53.500 Nutzer hätten ein positives Testergebnis über die App anonym mitgeteilt. In der Vergangenheit war bemängelt worden, dass nur relativ selten über die App ein positives Ergebnis geteilt und so andere Menschen gewarnt wurden. Gesundheitsminister Jens Spahn hat am Wochenende dazu aufgerufen, mehr nachgewiesene Infektionen über die App zu teilen. Schätzungsweise 18 bis 20 Millionen Menschen in Deutschland nutzen die App.

14.46 Uhr: So viele Corona-Tests in Deutschland wie noch nie in der letzten Woche

In der vergangenen Woche ist in Deutschland noch mehr getestet worden. Regierungssprecher Steffen Seibert spricht nach einer Sitzung des sogenannten Corona-Kabinetts von 1,6 Millionen Corona-Tests. In den vergangenen Wochen war noch von rund 1,5 Millionen die Rede.

14.42 Uhr: In den Niederlanden sinkt Infektionsrate nach Lockdown kräftig

In den Niederlanden, wo die Regierung einen zweiten Lockdown verhängt hat, sinkt die Zahl der neuen Coronavirus-Fälle kräftig. Laut offiziellen Daten des Nationalen Instituts für Gesundheit (RIVM) werden 4680 weitere Positiv-Tests gemeldet. Das sind weniger als die 5664 vom Sonntag und weniger als die Hälfte des bisherigen Rekordwerts von 11.119 registrierten Fällen am 30. Oktober. Ein Teil-Lockdown hatte dort am 14. Oktober begonnen.

14.00 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Kretschmer in Quarantäne

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich freiwillig in Corona-Quarantäne begeben. Anlass war ein positiver Corona-Test des sächsischen Regionalentwicklungsministers Thomas Schmidt (CDU), zu dem Kretschmer am vergangenen Freitag direkten Kontakt hatte, wie die Staatskanzlei in Dresden bestätigte. Ein erster Corona-Schnelltest bei Kretschmer fiel demnach am Sonntag negativ aus. Die Ergebnisse von am Montag genommenen PCR-Tests bei Kretschmer und Mitgliedern seines Kabinetts standen noch aus.

12.49 Uhr: Pharmafirmen Biontech und Pfizer melden 90-prozentige Wirksamkeit ihres Impfstoffs

Die Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer veröffentlichen vielversprechende Daten zu ihrem Corona-Impfstoff aus der klinischen Studienphase.

Demnach war das Risiko, an Covid-19 zu erkranken, für Studienteilnehmer, die den Impfstoff erhielten, um mehr als 90 Prozent geringer als ohne Impfung.

Die Mainzer Biontech und der US_Pharmariese Pfizer sind damit die weltweit ersten Unternehmen, die erfolgreiche Daten aus der für eine Zulassung entscheidenden Studie mit einem Corona-Impfstoff vorgelegt haben. "Das ist die erste Evidenz, dass Covid-19 durch einen Impfstoff beim Menschen verhindert werden kann", sagte Biontech-Chef Ugur Sahin der Nachrichtenagentur Reuters.

Viele Regierungen haben sich bereits Millionen Dosen der Impfung vorab gesichert, darunter die USA, Japan und Großbritannien. Auch die Europäische Kommission hat mit den Unternehmen Sondierungsgespräche über den Kauf von bis zu 300 Millionen Dosen abgeschlossen.

11.40 Uhr: Französische Schüler gehen auf Polizei los

Schüler eines Gymnasiums in Compiegne nördlich der französischen Hauptstadt Paris sind heute mit der Polizei zusammengestoßen. Sie wollten gegen Gesundheitsrisiken demonstrieren, die durch während der Corona-Krise geöffnete Schulen entstünden, wie Polizeigewerkschaften und lokale Medien berichteten. Bei den Protesten sei ein Polizeiauto mutwillig zerstört worden. Auch sollen Steine und andere Gegenstände auf die Polizei geschleudert worden sein. In Frankreich gab es bereits vergangene Woche Demonstrationen von Schülern. Sie wiesen darauf hin, dass sich das Virus in überfüllten Schulgebäuden ausbreiten könne.

11.12 Uhr: Studie - Corona beschäftigt die Deutschen immer stärker

Die Corona-Krise beherrscht das Leben der Deutschen noch mehr als im Frühsommer, wie aus einer Studie hervorgeht. Im Oktober sagten 86 Prozent, sich mit der Pandemie häufig oder fast immer zu beschäftigen. Das geht aus einer Studie des Münchner Ifo-Instituts und des Meinungsforschungsinstituts Forsa hervor. Im Juni waren es nur 73 Prozent.

11.08 Uhr: Insider - CDU-Präsidium sieht keinen Spielraum für Lockerungen

Das CDU-Präsidium ist sich laut Teilnehmerkreisen mehrheitlich einig, dass es zu früh sei, über Corona-Lockerungen zu sprechen. "Die Zahlen müssen weiter runter", habe Gesundheitsminister Jens Spahn gesagt. Das Ziel sei weiterhin, weniger als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen zu erreichen, habe ein anderer Teilnehmer betont. Davon sei man noch weit entfernt. Am 16. November wollen Bund und Länder erneut über Corona-Maßnahmen beraten.

11.06 Uhr: Münchner Inzidenzwert übersteigt 200

Der Corona-Inzidenzwert der bayerischen Landeshaupstadt steigt weiter und liegt jetzt erstmals über 200. Konkret meldet das Robert-Koch-Institut aktuell den Wert 204 (gestern:189,3). Das heißt, dass binnen einer Woche 204 Menschen pro 100.000 Einwohner positiv getestet wurden. Seit Ausbruch der Pandemie wurden bereits mehr als 20.600 Infizierte gemeldet. 255 Menschen sind in München an oder mit dem Corona-Virus gestorben.

11.05 Uhr: Ungarn schränkt das öffentliche Leben drastisch ein

Ungarn schränkt das öffentliche Leben für 30 Tage drastisch ein und schließt eine Verlängerung des Lockdowns nicht aus. Die Regierung werde eine nächtliche Ausgangssperre verhängen, erklärt Ministerpräsident Viktor Orban auf Facebook. Hotels dürften keine Urlauber aufnehmen, nur Geschäftsreisende. Restaurants, Museen, Theater und Fitness-Studios müssten ebenso schließen wie weiterführende Schulen, alle Versammlungen seien untersagt. Familienzusammenkünfte seien auf zehn Personen begrenzt. "Wenn die Coronavirus-Infektionen im derzeitigen Tempo zunehmen, dann werden die ungarischen Krankenhäuser die Belastung nicht bewältigen können", sagt Orban.

11.00 Uhr: Gericht kippt für Kläger Pflicht zum Tragen von Maske in Düsseldorf

Die Allgemeinverfügung der Stadt Düsseldorf zur Maskenpflicht im Stadtgebiet ist nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts rechtswidrig. Die Allgemeinverfügung sei unbestimmt - so sei es für Bürger nicht eindeutig erkennbar, wo und wann sie genau der Maskenpflicht unterlägen, entschied das Gericht in einem Eilverfahren. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Maske im Stadtgebiet sei aber nur für den Kläger ausgesetzt. "Alle anderen Personen, die sich in Düsseldorf bewegen, müssen die Allgemeinverfügung beachten." Die Stadt kann vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster gegen die Entscheidung vorgehen.

10.52 Uhr: Bayern bereitet sich aufs Impfen gegen Corona vor

Bayern bereitet sich auf die Verteilung des Impfstoffes gegen das Coronavirus vor. Der Bund werde den Corona-Impfstoff an neun Stellen in Bayern liefern, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München. Von dort werde das Material an die Impfzentren geliefert, die im Freistaat analog zu den lokalen Testzentren aufgebaut werden sollen.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass Anfang 2021 ein Impfstoff vorliegen könnte.

In Bayern würden die lokalen Kreisverwaltungsbehörden diese Impfzentren aufbauen und betreiben, betonte Huml. Zusätzlich sind mobile Teams geplant, die zum Beispiel Menschen in Altenheimen impfen.

10.25 Uhr: Söder will an bayerischer Corona-Teststrategie festhalten

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder lehnt eine Änderung der bayerischen Corona-Teststrategie ab. Würde etwa die vom Robert Koch-Institut (RKI) angedachte Teststrategie umgesetzt, fielen etwa drei Viertel der aktuell gemachten Tests einfach weg, sagte der CSU-Chef heute vor Beginn der virtuellen Sitzung des Parteivorstandes. Wenn aber jeder, der nur ein Corona-typisches Symptom habe, eine Woche zu Hause bleiben müsse, statt sich testen lassen zu können, habe dies eine "komplette Lähmung der Wirtschaft" zur Folge. Genau dies wolle man im Freistaat vermeiden, sagte er.

Söder sagte, die Staatsregierung halte an den kostenlosen und für alle Bürgerinnen und Bürger verfügbaren Testungen fest. Nicht alle Labore im Freistaat seien überlastet, so Söder. Es gebe in Bayern aus Sicht der Regierung ausreichend Laborkapazitäten, um die derzeitige Breite des Testangebots aufrecht zu erhalten.

10.04 Uhr: Bundesregierung - Corona-Impfstoff frühestens im ersten Quartal 2021

Die Bundesregierung geht von einem Einsatz eines Corona-Impfstoffes frühestens im ersten Quartal 2021 aus. Das geht aus der Nationalen Impfstoffstrategie hervor, die das Corona-Kabinett heute verabschieden soll. "Unter der Annahme, dass ein günstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis bestätigt werden kann, wird mit ersten Zulassungen frühestens Q1/2021 gerechnet", heißt es in dem 15-seitigen Strategiepapier, das vom Gesundheitsministerium präsentiert wird und der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Darin werden sieben Impfstoffe aufgelistet, deren Entwicklung in diesem oder kommenden Jahr abgeschlossen werden könnte.

Genannt werden unter anderem die Pharmafirmen Biontech, Moderna, Astra-Zeneca und Curevac. Auch bei einem beschleunigten Zulassungsverfahren werde man sorgfältig auf "den Nachweis der Wirksamkeit, pharmazeutischen Qualität und Unbedenklichkeit des Impfstoffs" achten, wird in dem Papier betont.

09.28 Uhr: Corona-November-Hilfen: Immer mehr Länder fordern Nachbesserungen

Immer mehr Länder fordern die Bundesregierung zu Nachbesserungen bei den Novemberhilfen für Firmen auf, die vom Teil-Lockdown betroffen sind. In einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) warnen Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein vor zu viel Bürokratie und Verzögerungen bei der Auszahlung der Zuschüsse. Außerdem fordern sie andere Vorgaben bei Hilfen für indirekt von Schließungen betroffene Firmen.

Das geht aus einem Brief der drei Länderwirtschaftsminister an Altmaier hervor, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Zuvor hatte es etwa aus Baden-Württemberg Kritik an den Plänen der Bundesregierung gegeben.

09.24 Uhr: Neu Delhi ermittelt Höchststand an Corona-Neuinfektionen

In der indischen Hauptstadt Neu Delhi ist zum wiederholten Mal in nur wenigen Tagen ein Rekordwert an Corona-Infektionen registriert worden. Innerhalb von 24 Stunden wurden in der Metropole 7.745 Neuinfektionen verzeichnet, 490 Menschen starben nachweislich im Zusammenhang mit einer Infektion, wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte.

Erst am Donnerstag hatte die Hauptstadt an nur einem Tag 6.842 Neuinfektionen übermittelt - ein Wert, der nun nochmals deutlich übertroffen wurde. Landesweit verzeichneten die Behörden 45.903 neue Ansteckungen. Seit Beginn der Pandemie hat Indien mit seinen etwa 1,3 Milliarden Einwohnern mehr als 8,5 Millionen Corona-Fälle registriert - weltweit wurden nur in den USA mehr Fälle verzeichnet.

08.05 Uhr: Tschechien meldet niedrigste Neuinfektionszahl seit vier Wochen

Tschechien meldet mit 3608 die niedrigste Zahl an Neuinfektionen seit vier Wochen. Das sind nach Daten des Gesundheitsministeriums fast 3000 an einem Tag registrierte Fälle weniger als vor einer Woche. Insgesamt haben sich in Tschechien, wo 10,7 Millionen Menschen leben, 414.828 Personen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um 177 auf 4858. Das Land hatte in den vergangenen Wochen eine der am steilsten ansteigenden Infektionsraten in Europa.

05.59 Uhr: 13.363 Neuinfektionen und 63 weitere Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13.363 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 2.650 Fälle weniger als am Sonntag, wie aus Angaben des RKI hervorgeht. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Montag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 12.097 gelegen. Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 671.868 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 63 auf insgesamt 11.352. Das RKI schätzt, dass rund 429.600 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 1,01 (Vortag: 1,04). Das heißt, dass zehn Infizierte im Mittel etwa zehn weitere Menschen ansteckten. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

05.51 Uhr: USA verzeichnen mindestens 103.314 Neuinfektionen

Die USA verzeichnen mindestens 103.314 Corona-Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen mit 10.01 erstmals auf über zehn Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Die Zahl der Todesfälle nach einer Infektion erhöht sich binnen 24 Stunden um mindestens 473 auf 237.762.

04.44 Uhr: China sieht deutsche Schweinshaxe als Grund für neuen Corona-Fall

China hat eine aus Deutschland importierte Schweinshaxe als Auslöser für einen neuen Corona-Fall ausgemacht. Wie staatliche Medien berichteten, habe sich in der ostchinesischen Stadt Tianjin ein Arbeiter in einem Kühlhaus infiziert. Tests hätten danach ergeben, dass Virus-Spuren an der Verpackung einer gefrorenen Schweinshaxe entdeckt worden seien, die zunächst aus Bremen nach Tianjin importiert und von dort weiter in die Stadt Dezhou gesendet worden sei.

Acht Menschen, mit denen der Arbeiter zuvor engen Kontakte hatte, wurden laut der staatlichen Zeitung "Global Times" vorsorglich unter Quarantäne gestellt. Tianjin sei zudem in den "Kriegsmodus" übergegangen, womit in der Regel gemeint ist, dass strenge Kontrollen greifen.

03.45 Uhr: Neue Quarantäneverordnung für Einreise nach Bayern in Kraft

Von diesem Montag an gelten bei der Einreise aus ausländischen Corona-Risikogebieten nach Bayern verschärfte Quarantänevorschriften. Quarantänepflicht gilt dann im Grundsatz für alle bayerischen Rückkehrer, die sich länger als 24 Stunden in Tirol oder einem anderen Risikogebiet aufgehalten haben, ebenso für alle Ausländer, die länger als 24 Stunden in Deutschland bleiben. Bisher war die Schonfrist doppelt so lang.

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hatte betont, dass Fahrten zum Einkaufen oder Arztbesuche weiter möglich sein sollen. Auf unnötige Reisen solle jedoch verzichtet werden und Kontakte ebenso "wo immer möglich" beschränkt werden.

Wie im gesamten Bundesgebiet wird allerdings die Quarantänepflicht bei der Einreise aus einem Risikogebiet im Ausland verkürzt: Sie wird von 14 auf 10 Tage reduziert. Reisende können frühestens nach fünf Tagen in Isolation die Quarantäne vorzeitig mit einem negativen Testergebnis beenden. Der Test darf frühestens fünf Tage nach der Einreise nach Deutschland vorgenommen worden sein.

02.14 Uhr: Spahn - Einschränkungen wegen Corona über geplanten Lockdown hinaus

Die Deutschen müssen sich nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auch nach dem Ende des Lockdowns auf weitere Einschränkungen einstellen. Zur Frage, wann die Bürger wieder voll über ihre wegen der Pandemie-Bekämpfung eingeschränkten Grundrechte verfügen können, sagte Spahn während des Livestreams "Die richtigen Fragen" der Zeitung Bild: "Das ist absehbar für die nächsten Monate sicher nicht der Fall." Ziel sei es, Kitas und Schulen so lange es geht im Regelbetrieb offen zu halten. "Wenn Sie mich aber fragen, kann ich Ihnen das abschließend versprechen, dann ist die ehrliche Antwort: Das kann ich nicht."

Spahn appelliert daran, in den Wintermonaten auf Feiern zu verzichten. Die Erkenntnis der letzten Wochen sei, dass es vernünftig ist "jetzt mal über viele Wochen, wenn nicht Monate, keine Veranstaltungen mit 10, 15 oder 20 Leuten zu haben, wenn überhaupt."

00.36 Uhr: Spahn -"30-40 Prozent der Bevölkerung sind Risikogruppe"

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) blickt während der Corona-Krise mit Sorge auf die Altersstruktur in Deutschland und warnt vor einer Überlastung der Intensivmedizin. Die Bundesrepublik sei nach Japan das zweitälteste Land der Welt, so Spahn im Livestream "Die richtigen Fragen" der Zeitung "Bild". "Bei uns sind 23 Millionen Deutsche über 60. Wir sind ein Wohlstandsland mit Zivilisationskrankheiten: Diabetes, Bluthochdruck, Übergewichtigkeit. Alles Risikofaktoren für dieses Virus, wie für viele Infektionskrankheiten übrigens auch." Damit gehörten per Definition 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung zu einer Risikogruppe.

"Wenn von 20.000 Neuinfizierten an einem Tag etwa zwei Prozent in die Intensivmedizin müssen, dann sind das 400 am Tag. Wenn die intensivmedizinische Behandlung und Begleitung 15 Tage im Schnitte dauert – sind das 6.000." Diese Zahl werde Deutschland noch im November erreichen, das sei bereits absehbar. Für das Gesundheitswesen sei diese Belastung nur "unter ziemlicher Anspannung" zu bewältigen. "Wenn die Intensivmedizin mal zu voll ist, überfüllt ist, überlastet ist, dann ist es zu spät!"

00.21 Uhr: Über 10.000 Neuinfektionen in Brasilien

In Brasilien steigt die Zahl der bekannten Infektionen um 10.554 auf insgesamt mehr als 5,66 Millionen. Das Gesundheitsministerium gibt zudem 128 weitere Todesfälle bekannt. Im Zusammenhang mit dem Virus sind demnach in dem lateinamerikanischen Land offiziellen Angaben zufolge 161.397 Menschen gestorben.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!