BR24 - Der Funkstreifzug

Investigative Recherchen und Analysen

Der Funkstreifzug Investigative Recherchen und Analysen

Stand: 14.09.2021

Der Funkstreifzug ist die investigative Recherchesendung von BR24. Unsere Reporter decken Missstände in Politik und Gesellschaft auf, kritisieren Fehlentwicklungen und analysieren die Hintergründe.

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Der Funkstreifzug

Jeden Mittwoch um 12.17 Uhr und jeden Sonntag um 9.15 Uhr, im Radio auf BR24.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (rechts) spricht Ende August bei seinem Besuch im Anker-Zentrum Bamberg mit den afghanischen Ortskräften Ahmad Jawid (2.v.r.) und Sayed Habib (3.v.r. mit Familie).  | Bild: dpa-Bildfunk/Nicolas Armer zum Audio Der Funkstreifzug Hauptsache in Sicherheit? Wie ehemalige afghanische Ortskräfte aufgenommen werden

Rund 1300 ehemalige Ortskräfte und Angehörige wurden im August aus Kabul gerettet. Einige von ihnen sind in Bayern angekommen. Nicht alles läuft glatt, beklagen Wohlfahrtsverbände und Hilfsorganisationen. Ina Krauß hat recherchiert. [mehr]

ARCHIV - 15.03.2019, Schleswig-Holstein, Aukrug-Homfeld: ILLUSTRATION - Ein Mann steht vor einem Bildschirm mit einer Seite eines Anbieters für Sport-Wetten (bet-at-home). | Bild: dpa-Bildfunk/Carsten Rehder zum Audio Der Funkstreifzug Online Glücksspiel: wie der Staat bei der Kontrolle versagt

Glückspiel ist ein heikles Thema in Deutschland. Viele leiden unter Spielsucht. Jahrelang gab es keine einheitlichen Regeln und Gesetze. Bis sich die Bundesländer doch auf einen neuen Glückspielstaatsvertrag einigen konnten, der am 1. Juli in Kraft trat. Und der besagt: Online-Glückspiel wird erlaubt, der Markt wird geöffnet, dafür gibt es aber auch klare und strenge Regeln zum Schutz vor Spielsucht. Gut zwei Monate nach Einführung kommt jetzt große Kritik an der Umsetzung. [mehr]

Archivbild - Bluttest im Labor  | Bild: picture alliance/dpa | Marijan Murat zum Audio Der Funkstreifzug Wie Unternehmen nach Corona auch Krebstests zum Geschäftsmodell machen

Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Dementsprechend setzen viele Ärzte und auch Patienten große Hoffnungen auf Früherkennungsmaßnahmen. Einige Firmen haben in letzter Zeit ihre Werbung für Labor-Tests verstärkt, mit denen Krebs erkannt werden soll. Sie profitieren dabei auch davon, dass seit Ausbruch der Corona-Pandemie Labor-Tests für viele Deutsche etwas ganz Alltägliches geworden sind. Allerdings versprechen solche Krebs-Tests nach Einschätzung von Fachleuten oft mehr als sie halten können. Und dadurch richten sie möglichweise Schaden an. [mehr]

Themen zum Nachhören

23.02.2021, Griechenland, Samos: Migranten sitzen vor einem behelfsmäßigen Zelt, während die Sonne außerhalb des überfüllten Flüchtlingslagers am Hafen von Vathy auf der ostägäischen Insel Samos untergeht.  | Bild: dpa-Bildfunk/Thanassis Stavrakis zum Audio Unmenschliche Lebensumstände Geflüchtete in Europas Asyl-Dschungel

Während sich die EU nicht auf eine Lösung in der Migrationspolitik einigen kann, halten zahlreiche anerkannte Geflüchtete die Lebensbedingungen in Griechenland nicht mehr aus. Und ziehen weiter. Das hat auch für Deutschland Folgen. [mehr]

Brennstäbe und hochradioaktive Abfälle im Zwischenlager in Gorleben | Bild: picture alliance/dpa zum Audio Bürgerbeteiligung mit Hindernissen Die schwierige Suche nach einem Atommüll-Endlager

Ein Atommüll-Endlager für Deutschland zu bauen, ist eine Generationen-Aufgabe. Die Standort-Suche hat vor vier Jahren offiziell noch einmal von vorn begonnen, auf einer "weißen Landkarte". Das Ziel: Ein Verfahren nach streng wissenschaftlichen Kriterien, mit maximaler Bürgerbeteiligung - sodass das Ergebnis am Ende allgemein akzeptiert wird. Anders als beim inzwischen gekippten Endlagerstandort Gorleben. Aber diese Bürgerbeteiligung stößt auf so einige Hindernisse. [mehr]

Teddy sitzt allein auf dem Boden, Symbolfoto Kindheitstrauma | Bild: picture alliance / CHROMORANGE | Christian Ohde zum Audio Ritueller sexueller Missbrauch? Würzburger Heimkinder erheben schwere Vorwürfe

Im April haben wir über ehemalige Heimkinder aus Oberbayern berichtet. Betroffene erhoben Vorwürfe des schweren sexuellen Missbrauchs und der Vergewaltigung durch Geistliche. Immer mehr Betroffene haben sich daraufhin gemeldet: Diesmal geht es um zwei Kinderheime in Würzburg und Umgebung. Die Vorwürfe reichen von sexuellem Missbrauch durch Nonnen bis hin zum rituellen sexuellen Missbrauch durch Geistliche. Eine neue Dimension im Missbrauchsskandal zeichnet sich ab. [mehr]

Mädchen mit Smartphone | Bild: picture alliance / Zoonar | lev dolgachov zum Audio Wie Recherchen wirken Der Funkstreifzug zieht Bilanz

Das Coronavirus macht nicht nur körperlich krank, sondern auch seelisch: Vor allem Kinder leiden vermehrt unter Depressionen, hat Funkstreifzug-Autorin Astrid Uhr herausgefunden. Ärzte berichten von einer steigenden Zahl von Suiziden unter Kindern und Jugendlichen. Weitere Themen: Das Horrorheim am Schliersee, strategische Klagen gegen Journalisten und Aktivisten und der Streit ums Essen im Krankenhaus. [mehr]

Eine EC Karte wird bereitgehalten um den Einkauf in einem Onlineshop abzuschließen. | Bild: BR/Leon Baatz zum Audio Teuer bezahlt Wie Revolving Kreditkarten Verbraucher in die Schulden treiben

Unbeschwert einkaufen und später bezahlen. Das ist das Prinzip einer Kreditkarte. Sogenannte Revolving Kreditkarten bieten sogar noch mehr: Sie können Kunden eine Art Verbraucher-Sofortkredit einräumen. Karstadt, Ikea oder auch der Online-Riese Amazon bieten solche Karten an. Wer seine Finanzen nicht im Blick hat, kann auf hohen Kosten sitzen bleiben. [mehr]

Schreckschuss-Pistole | Bild: dpa / picture-alliance zum Audio Deutschlands Bürger rüsten auf Waffenbesitz steigt

Immer mehr Menschen wollen einen Kleinen Waffenschein beantragen, und auch die Anzahl scharfer Schusswaffen hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Dazu kommt: Die Zahl von Rechtsextremisten, die legal Waffen besitzen, ist deutlich gestiegen. Regelmäßige Überprüfungen scheitern oft am Personalmangel in Behörden. // Hinweis in eigener Sache: In der Sendung ist uns eine Ungenauigkeit unterlaufen. Wer eine Gas-, Schreckschuss- oder Signalwaffe mit sich führen will, braucht einen kleinen Waffenschein. Dank eines aufmerksamen Hörers konnten wir das präzisieren und haben den Podcast aktualisiert. [mehr]

Ein Bundeswehrsoldat der deutsch-französischen Brigade in Illkirch, wo Franco A. stationiert war. | Bild: Patrick Seeger/dpa zum Audio Rechtsextreme Umsturzversuche Warb der Elitesoldat Franco A. in Bayern für den Aufstand?

Am 20. Mai beginnt vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt der Prozess gegen den mutmaßlich rechtsextremen Elitesoldaten Franco A.. Er soll sich als syrischer Flüchtling ausgegeben haben, um unter falscher Identität Anschläge zu verüben, insbesondere gegen die Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung Anetta Kahane. Bei den Ermittlungen stieß die Polizei auf ein umfassendes Netzwerk rechtsextremer Soldaten, Polizisten, Reichsbürgern, Selbstversorgern etc. BR-Recherchen zeigen nun, dass Franco A. zusätzlich insbesondere in rechte Kreise in Bayern verstrickt war, die seit Jahrzehnten im Hintergrund wirken und die von Neonazi-Aktivisten bis hin zu hochrangigen Militärs reichen. Und dass Franco A. in München offensiv für einen Aufstand warb - nur wenige Wochen bevor er offenbar zur Tat schreiten wollte. [mehr]

Roland Gumpert tankt sein Elektroauto, das mit einer Methanol-Brennstoffzelle ausgerüstet ist. | Bild: BR zum Audio Tanken statt Laden Wie ein Ingolstädter Ingenieur für ein anderes E-Auto kämpft

Ein ehemaliger Audi-Ingenieur hat ein neues Antriebskonzept für Elektroautos entwickelt. Das Besondere: Seine Prototypen mit Methanolbrennstoffzelle kommen ohne Ladekabel aus. Sie können unkompliziert und schnell aufgetankt werden. Auch die Reichweite der Autos ist mit 800 Kilometern viel höher als bei herkömmlichen E-Autos. Doch bislang kämpft der Ingenieur vergeblich um Unterstützung aus Politik und Industrie. [mehr]

Ankerzentrum Bamberg | Bild: dpa-Bildfunk / Daniel Karmann zum Audio Corona Sind die Menschen in Flüchtlingsheimen gut geschützt?

Während der ersten Corona-Welle hatten die Behörden große Schwierigkeiten, Corona-Ausbrüche in Flüchtlingsunterkünften zu verhindern. Haben sie daraus gelernt? Wie gut sind die Menschen in Flüchtlingsheimen geschützt? [mehr]

Teddy sitzt allein auf dem Boden, Symbolfoto Kindheitstrauma | Bild: picture alliance / CHROMORANGE | Christian Ohde zum Audio Sexuelle Missbrauchsopfer Prostitutionsvorwürfe gegen ehemalige Heime

Ehemalige Heimkinder aus Oberbayern berichten von demütigenden Sex-Ritualen, aber auch darüber, dass sie in den 60er und 70er Jahren an Externe - überwiegend Geistliche - zu sexuellen Diensten weiter gereicht worden seien. Im Fokus stehen derzeit zwei Heime in Oberammergau und Feldafing. Beide Heime unterstanden der Kontrolle des Münchner Stadtjugendamtes. Im Raum steht der Verdacht eines pädophilen Täternetzwerkes. Die Staatsanwaltschaft München II hat Vorermittlungen eingeleitet. Der Orden der Niederbronner Schwestern, die Stadt München und der Paritätische Wohlfahrtsverband haben nun Aufarbeitungskommissionen angekündigt. [mehr]