Die BR24 Reportage Brasiliens Sklavengeschichte

Rio de Janeiro, Brasilien: Cais do Valongo (Valongo Werft), eine archäologische Stätte, die von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt ist. Hier war der größte Sklavenhafen in Nord- und Südamerika. (Archivfoto von 2017) | Bild: picture alliance / NurPhoto | Luiz Souza

Sonntag, 04.09.2022
14:35 bis 14:58 Uhr

BR24

Das schwere Erbe von Rio de Janeiro
Von Anne Herrberg und Joao Soares

Wiederholung um 22.35 Uhr.
Als Podcast verfügbar

Rio de Janeiro, Stadt des Samba und des Karnevals, war einer der größten Sklavenhäfen der Welt. Doch bis heute wird der Menschenhandel in der Stadt heruntergespielt und als eine Art 'humaneres' Gegenstück zur Sklaverei in den US-Südstaaten verklärt. Eine Aufarbeitung der Geschichte findet nicht statt. Es gibt nicht einmal ein offizielles Museum in der Stadt. Bis heute sind schwarze Brasilianer ständig Opfer rassistischer Polizeigewalt. Gleichzeitig fordert eine junge Generation Schwarzer die Aufarbeitung der Wurzeln des strukturellen Rassismus in der Stadt und drängt in die Politik. Ein Rundgang durch Rios Geschichte und ihr Erbe. Von Anne Herrberg und Joao Soares

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