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Reporter in Gefahr

Pressefreiheit Reporter in Gefahr

Das MedienMagazin berichtet regelmäßig über Einschränkungen der Pressefreiheit. In manchen Ländern sind Zensur, Verbote und die Schere im Kopf an der Tagesordnung. In anderen werden Journalisten verfolgt, ins Gefängnis geworfen oder sogar ermordet. Aber auch in freien Gesellschaften wie den USA oder Deutschland versuchen Politiker, Unternehmen und Behörden auf subtile Art und Weise Medien bei ihrer Informationsarbeit zu behindern. All das können Sie hier nachhören.

Bing-Map mit den Kartenpunkten | Bild: BR zur interaktiven Anwendung Interaktive Karte Medienmagazin-Beiträge zur Pressefreiheit

Radio-Beiträge und Artikel im B5-Medienmagazin erklären, wo weltweit die Pressefreiheit bedroht ist. In manchen Ländern sind Zensur, Verbote und die Schere im Kopf an der Tagesordnung. In anderen werden Journalisten verfolgt, ins Gefängnis geworden oder sogar ermordet. [mehr]

Pressefreiheit: Aktuelles

Gedenken an getötete Journalisten in Afghanistan.  | Bild: picture alliance / NurPhoto zum Audio Afghanistan Gefahr für Journalisten im Wahlkampf

Insbesondere Journalisten sind während des Wahlkampfs das Ziel von Extremisten in Afghanistans. Zum Beispiel bei einem Doppelanschlag auf einen Sportclub in Kabul, bei dem die zweite Bombe erst dann gezündet wurde, nachdem Journalisten, Rettungskräfte und Sicherheitskräfte zum Anschlagsort gekommen waren. Auch ausländische Journalisten sind zunehmend gefährdet. [mehr]

Zeitungssterben in Venezuela -  Interviewszene auf der Straße.  | Bild:  picture alliance/Rayner Pena/dpa zum Audio Noch mehr Krise Zeitungssterben in Venezuela

26 Zeitungen haben allein in diesem Jahr schon aufgegeben, aus einigen Regionen sind Tageszeitungen völlig verschwunden. Einzige Informationsquellen bleiben Staatsfernsehen und Radio. Für das Zeitungssterben sind Papiermangel, die Hyperinflation und politische Repressioneb verantwortlich. Einige Zeitungen, die jetzt online erscheinen, sind Ziele staatlich organisierter Cyberattacken. [mehr]

FPÖ-Außenminister Herbert Kickl auf Medien-Konfrontationskurs. Credit: picture alliance/APA/picturedesk.com | Bild: picture alliance/APA/picturedesk.com zum Audio Kommunikation a la Kickl FPÖ-Ministerium gegen kritische Presse

Das FPÖ-regierte Innenministerium hat in einem internen Rundschreiben alle Landespolizeidirektionen aufgefordert, kritische Medien wie Standard, Kurier und Falter, nur mehr eingeschränkt mit Informationen zu beliefern. Positiv berichtende Medien sollen bevorzugt werden. Das führte zu harscher Kritik, auch von Bundeskanzler Kurz und Bundespräsident van der Bellen. Innenminister Kickl hält die Sache für aufgebauscht - das Rundschreiben wurde nicht zurückgezogen. [mehr]

Festnahmen bei der Erdoğan-kritischen "Cumhuriyet" | Bild: Bayerischer Rundfunk zum Audio Umbau der Cumhuriyet Putsch gegen die Pressefreiheit?

Die Tageszeitung Cumhuriyet ist eine der wenigen liberalen Stimmen in der Türkei, sie vertritt eine säkulare und pro-westliche Linie. Das führt zu Konflikten mit derislamisch-konservativen AKP-Regierung, viele ihrer Journalisten wurden verhaftet, angeklagt, zu langen Gefängnisstrafen verurteil. Doch bislang ließ sich die Cumhuriyet nicht auf Linie bringen. Inzwischen haben reginrungsnahe Kräfte den Stiftungsarat übernommen. Manche sprechen von einem Putsch, hinter dem die Regierung steckt. [mehr]

Eingeschränkte Pressefreiheit in Aserbaidschan.  | Bild: Reporter ohne Grenzen zum Audio Vor dem Merkelbesuch Eingeschränkte Pressefreiheit in Aserbaidschan

Innenpolitisch wird Aserbaidschan mit harter Hand vom Alijew-Clan regiert. Kritischen Journalismus gibt es im Land so gut wie gar nicht mehr, die Wahlen vom April dieses Jahres gelten als weitgehend gefälscht. Elf Reporter sitzen derzeit in Haft. Nächste Woche reist Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Georgien und Aserbaidschan. [mehr]

Redaktion der oppositionellen Website Tut.By in Minsk | Bild: picture alliance/Viktor Drachev/TASS/dpa zum Audio Weißrussland Unabhängige Journalisten stehen unter Druck

Etwa ein Dutzend Journalisten wurden Anfang August in Weißrussland festgenommen. Die Vorwürfe wirken konstruiert, offensichtlich sollen kritisch berichtende Journalisten eingeschüchtert werden. Unter den Festgenommenen waren Redakteure der oppositionellen, weißrussischen Website Tut-By, außerdem ein Mitarbeiter der Deutsche Welle. Weißrussland liegt weit hinten auf dem aktuellen Pressefreiheits-Ranking von 'Reporter ohne Grenzen', auf Platz 155 von 180. [mehr]

Mann in Zentralafrikansicher Rebublik mit einr Pistole in der Hand | Bild: picture alliance / AP Photo zum Audio Medien Russische Journalisten in Zentralafrikanischer Republik ermordet

In der Zentralafrikanischen Republik sind drei Moskauer Journalisten getötet worden. Sie hatten über die Aktivitäten einer russischen Söldnertruppe in dem Bürgerkriegsland recherchiert. Die drei Journalisten Orhan Dschemal, Alexander Rastorgujew und Kirill Radtschenko waren bekannt für ihre investigativen Recherchen. Oft ging es um Themen, die der russischen Regierung unbequem waren. Steckt die Söldnertruppe "Wagner" selbst hinter der Tat? [mehr]

13.12.2017, USA, New York: A.G. Sulzberger, Herausgeber der «New York Times». Mit seinen verbalen Angriffen auf Medienvertreter gefährdet US-Präsident Donald Trump nach Einschätzung des Herausgebers der «New York Times» die Sicherheit von Journalisten. Er habe Trump gewarnt, dass diese aufrührerische Rhetorik «zu einem Anstieg von Drohungen gegen Journalisten beiträgt und zur Gewalt führen wird», teilte Herausgeber A. G. Sulzberger am 29.07.2018 mit. (zu dpa "New York Times»-Herausgeber: Trump-Angriffe gefährden Journalisten"  | Bild: dpa-Bildfunk/Damon Winter zum Audio Kommentar Donald Trump, die New York Times und die Pressefreiheit

Der amerikanische Präsident hat sich kürzlich mit dem Verleger der "New York Times", A.G. Sulzberger, getroffen. Ein frostiger Austausch, über den die Beteiligten eigentlich Stillschweigen hatten bewahren wollen. Es kam anders: Trump twitterte mal wieder über die "Fake News" der NYT, Sulzberger wehrte sich und nennt Trumps "pressefeindliche Rhetorik" gefährlich. Weshalb die USA jetzt über Pressefreiheit diskutieren. [mehr]

Öffentliche Erinnerung an ermordete maltesische Journalistin Daphne Caruana Galizia. | Bild: dpa/ Lena Klimkeit zum Audio Einschüchterung von Journalisten und Aktivisten Malta: Wer wird die nächste sein?

Neuigkeiten im Fall der ermordeten maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia. Chef-Ermittler Valletta wurde von dem Fall abgezogen, denn seine Frau ist Ministerin im Kabinett von Joseph Muscat, das von der Ermordeten immer wieder der Korruption angeklagt wurde. Die Ermittlungen gehen nur zögerlich voran. Anti-Korruptions-Aktivisten in Malta sehen sich zunehmendem Druck und Attacken ausgesetzt. [mehr]

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