Der bayerische Wirtschaftsminister und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger spricht bei einer Pressekonferenz am 13.5.2023 in Amberg.
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Bericht: Aiwanger soll als Schüler Hetzschrift verfasst haben

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Bericht: Aiwanger soll als Schüler Hetzschrift verfasst haben

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger steht laut SZ im Verdacht, als Schüler eine antisemitische Hetzschrift verfasst zu haben. Darin ist unter anderem vom "Vergnügungsviertel Auschwitz" die Rede. Er bestreitet, der Urheber zu sein.

Über dieses Thema berichtet: BR24 im Radio am .

Im Schuljahr 1987/88 tauchte im Burkhart-Gymnasium Mallersdorf-Pfaffenberg im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen eine antisemitische Hetzschrift auf. Das Papier liegt dem BR als Faksimile vor. Es handelte sich um ein Flugblatt, das auf dem Schulklo zirkuliert sein soll. Aiwanger ging damals in die 11. Klasse.

"Vergnügungsviertel Auschwitz"

In der Schrift ist vom "Vergnügungsviertel Auschwitz" die Rede. In einem fiktiven "Bundeswettbewerb" wird gefragt: "Wer ist der größte Vaterlandsverräter?" Als erster Preis wird "ein Freiflug durch den Schornstein in Auschwitz" genannt. Zweiter Preis: ein "lebenslänglicher Aufenthalt im Massengrab", vierter Preis: "einjähriger Aufenthalt in Dachau".

Anlass des Flugblatts war offenbar ein Geschichtswettbewerb, an dem das Gymnasium teilnahm.

Aiwangers Sprecher: "Schmutzkampagne"

Wie die SZ unter Berufung auf "mehrere" Gesprächspartner berichtet, hat der damals 17-jährige Aiwanger die Schrift verfasst. Er sei dafür vom Disziplinarausschuss der Schule zur Verantwortung gezogen worden.

Der Politiker selbst bestreitet laut SZ, Urheber der Schrift zu sein. Aiwanger habe "so etwas nicht produziert" und werde "gegen diese Schmutzkampagne im Falle einer Veröffentlichung juristische Schritte inklusive Schadenersatzforderungen" ergreifen, zitiert die SZ einen Sprecher des Politikers. Dem BR teilte der Sprecher mit, "vorerst" kommentiere Aiwanger "diesen Vorgang nicht".

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