Das Foto zeigt Menschen durch eine Europaflagge hindurch.
Bildrechte: Tobias Schwarz / AFP

Was beschäftigt die Europäer? Mit dem Projekt "Europäische Perspektiven" können BR24-Nutzer Berichterstattung aus Europa auf Deutsch lesen.

    >

    Was beschäftigt unsere Nachbarn? BR24 blickt nach Europa

    Was beschäftigt unsere Nachbarn? BR24 blickt nach Europa

    Das Projekt "Europäische Perspektiven" stellt Berichterstattung aus Europa auf Deutsch zur Verfügung – ein Blick über Bayerns Grenzen hinaus. Wir erklären, wie das funktioniert - und wie BR24 das etwa bei der Energiekrise oder der Hitzewelle nutzt.

    Wie sparen wir Energie? Welche Heizung ist am besten? Und reicht das Gas über den Winter? Das fragen wir uns nicht nur hier in Deutschland. Unsere europäischen Nachbarn haben ähnliche Sorgen. In Schweden leiden etwa die Glasmacher unter den hohen Energiepreisen. Auch in Frankreich sind vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen betroffen. Sie fordern eine Preisobergrenze auf europäischer Ebene. Und obwohl die Ausgangslage der Länder unterschiedlich sein mag, der europäische Energiemarkt hängt zusammen.

    Bei BR24 bilden wir Informationen unserer europäischen Nachbarländer - zum Beispiel während der Energiekrise oder der Hitzewelle im Sommer - aus erster Hand ab und stellen den BR24-Usern die Berichterstattung anderer öffentlich-rechtlicher Medien in Europa zur Verfügung.

    "Europäische Perspektiven" - was ist das?

    Die Europäische Rundfunkunion (EBU), ein Zusammenschluss öffentlich-rechtlicher Medien, möchte Diskussionen auf europäischer Ebene abbilden und für alle Nutzer besser zugänglich machen. Deshalb ist das Projekt "Europäische Perspektiven" entstanden.

    Ziel des Projekts ist es, Inhalte öffentlich-rechtlicher Medien in Europa zu bündeln und den Nutzern Zugang zu vertrauenswürdigen Nachrichten aus anderen europäischen Ländern zu ermöglichen. Das Besondere daran: Sprachbarrieren werden abgebaut - dank verifizierter Übersetzungen von Artikeln, Videos und Audios.

    BR24 ist für die ARD Teil des Projekts und hat so die Möglichkeit, die Berichterstattung anderer öffentlich-rechtlicher Medien in Europa in BR24-Artikeln einzubetten. Die Artikel erscheinen dann in einer Box. Sobald man auf sie klickt, öffnet sich ein Popup-Fenster mit der deutschen Übersetzung.

    Artikelsammlungen zu Themen wie "Hitze in Europa"

    Konkret funktioniert das so: BR24 baut täglich eine Auswahl an Reportagen und Hintergrundberichten in der deutschen Übersetzung in Online-Artikel ein.

    Diese Artikel können auch einen gemeinsamen thematischen Fokus haben, müssen es aber nicht: Berichtet BR24 in verschiedenen Artikeln zum Thema "Hitze in Bayern", stellen wir eine Sammlung an Artikeln mit Perspektiven aus den europäischen Partner-Redaktionen konkret zu diesem Thema zusammen. Darin greifen wir Aspekte auf, die die Diskussion in Deutschland bereichern könnten, wie zum Beispiel die Trockenheit in allen französischen Departments, eine erhöhte Sterblichkeit durch die Hitze in Portugal und veränderte Reisebedingungen in Spanien.

    In vielen Artikeln werden Sie überdies auch eine themenunspezifische Artikelsammlung finden. Diese wird täglich aktualisiert und soll einen Überblick über verschiedene Themen, die unsere Nachbarn gerade beschäftigen, liefern. Hier ein Beispiel:

    Die BR24-Nutzer haben so die Möglichkeit, Ereignisse in ihrer Region mithilfe von vertrauenswürdigen Informationen unserer europäischen Partner-Redaktionen in einen größeren Zusammenhang einzuordnen. Wie gehen andere Länder mit der Hitze um? Was kann man von ihnen lernen?

    In unserem Repertoire ist seit kurzem auch eine Sammlung mit Faktenchecks, zum Beispiel aus Frankreich, Spanien oder Belgien, die wir regelmäßig aktualisieren und die Sie in den Artikeln des BR24 #Faktenfuchs finden können.

    Inspiration für eigene Schwerpunkte

    BR24 nutzt die Berichterstattung aus Europa aber auch dazu, eigene Schwerpunkte zu setzen. Als Spanien Anfang August ein Maßnahmenpaket zum Energiesparen verabschiedete, nutzten wir die Informationen des spanischen öffentlich-rechtlichen Senders RTVE und den Kontakt zu den Redakteuren dort und stellten die Maßnahmen in einem kompakten Artikel auf unserer Webseite zusammen. Wieso dieser Blick über den Tellerrand relevant ist, zeigte sich kurze Zeit später, als auch das bayerische Kabinett Energiesparmaßnahmen beschloss.

    Die Zusammenarbeit mit den europäischen Partnern erfolgt über die eigens entwickelte Plattform "Newspilot". Dort laufen alle Artikel der teilnehmenden Redaktionen ein und werden mithilfe von Künstlicher Intelligenz automatisch in verschiedene Sprachen übersetzt. Die Redakteure verifizieren die Übersetzungen und geben die ausgewählten Artikel dann frei.