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Kickbikes Sportliche Tretroller für Erwachsene

Rollerfahren macht richtig Gaudi und weckt Kindheitserinnerungen. Meist sieht man aber heute nur noch die kleinen City-Scooter. Wer etwa mit einem Kickbike unterwegs ist, einem Tretroller für Erwachsene mit großen Reifen, Fahrradlenker und -bremsen, fällt ganz schön auf.

Stand: 01.07.2016

Tretroller fahren für Erwachsene | Bild: BR/Heike Otto

Die Vorderräder sind bis zu 28 Zoll groß, die Hinterräder oft kleiner. Eine bodennahe Trittfläche und leistungsstarke Bremsen sorgen für mehr Fahrsicherheit. Das Kickbike hat keine Kette, keinen Sattel und keine Pedale. Fahrprofis erreichen eine Geschwindigkeit von rund 30 km/h, bergab sogar bis zu 80 km/h.

Ein Kickbike kann in der Freizeit und als Trainingsgerät genutzt werden. Das Standbein benötigt die meiste Kraft, weil das Knie immer leicht gebeugt ist. Es sollte beim Fahren regelmäßig gewechselt werden, damit beide Beine gleich beansprucht werden. Auch die Bauch- und Rückenmuskultur wird beim Rollern gut trainiert.

Straßenroller, Crossroller, Tourenroller ...

Anfänger sollten zunächst nicht mehr als fünf bis zehn Kilometer fahren und die Belastung dann langsam steigern. Das Kickbike bietet sich vor allem für Freizeitsportler an, die Knie- oder Rückenprobleme haben, da Wirbel und Gelenke mehr geschont werden als beim Fahrradfahren. Leute, die sich nicht mehr aufs Fahrrad trauen, werden sich womöglich auf dem Tretroller wohlfühlen. Wie beim Fahrrad gibt es auch beim Roller verschiedene Modelle – je nachdem, wie und wo man fahren will: zum Beispiel Straßenroller, Crossroller, Tourenroller, Rennroller - und sogar schon Elektroroller.

Mit Muskelkraft betriebene Roller gelten in Deutschland nicht als Fahrzeug, sondern als Spielzeug beziehungsweise Sportgerät, dürfen also offiziell nur auf Gehwegen genutzt werden. Man kann also auch über Wald- und Feldwege oder durch Fußgängerzonen rollern, darf aber Straßen und Radwege, sofern Gehwege vorhanden sind, nicht befahren. Eltern können ihre kleinen Kinder beim Fahrradfahren begleiten, und auch Hundebesitzer nutzen das Kickbike gern.

In Deutschland gelten Kickbiker noch als „Exoten“, hier ist die Mischung aus Fahrrad fahren und joggen noch längst nicht so beliebt und ausgeprägt wie etwa in Tschechien, den Niederlanden oder Finnland.

Kosten: 400 Euro sollte man mindestens ausgeben, denn ein qualitativ hochwertiger Roller braucht gute Bremsen und Räder.
Führende Hersteller von qualitativ hochwertigen Kickbikes: Kostka (www.kostka-tretroller.de), Kickbike (www.kickbike.com)
Mögliche Händler: findet man im Internet beim Deutschen Tretroller Verband e.V. (www.deutschertretrollerverband.de)

Beitrag: Heike Otto 


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