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Die Corona-Mutante Delta hat im Gegensatz zu anderen Corona-Varianten ähnliche Symptome wie eine Erkältung.

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    Corona, Grippe oder Erkältung: Was sind die Symptome?

    Niesen und Schnupfen waren bisher eindeutige Nicht-Corona-Symptome. Das ist nun vorbei. Die Corona-Mutante Delta hat andere Symptome als die vorherigen Varianten. Welche Unterscheidungen gibt es jetzt noch zwischen Covid-19, Grippe und Erkältung?

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    Von
    • Marlene Riederer
    • Tanja Fieber

    Die Symptome einer Infektion mit der Corona-Mutante Delta sind anders als bei bisherigen Corona-Varianten oder dem Wildtyp. In England, wo derzeit Variante Delta das Infektionsgeschehen bestimmt, hat Tim Spector vom King's College London Daten der Corona-App ausgewertet. Die Auswertung ergab neue Symptome: Kopfschmerzen, Schnupfen, eine trockene Kehle und eventuell Fieber. Eine Verminderung des Geschmacks- oder Geruchssinns, ein untrügliches Zeichen einer Covid-19-Erkrankung, wurde nicht gemeldet. Aufgrund der neuen Symptome könnte sich eine Infektion mit der Delta-Mutante vor allem bei jüngeren Menschen wie eine Erkältung anfühlen.

    Corona-Varianten - weitere Symptome von Covid-19

    Erkältung und Grippe von einer Infektion mit dem Coronavirus zu unterscheiden, war auch schon schwierig, bevor die Mutante Delta auftauchte. Denn: Die Symptome einer Covid-19-Erkrankung unterscheiden sich von Mensch zu Mensch. Häufig ähneln sie hierzulande einer harmlosen Erkältung. Die Symptome verschlimmern sich anfangs nur langsam. Zu den möglichen Symptomen gehören: Fieber, Husten, Atemnot, starke Müdigkeit - mitunter auch Kopfschmerzen und Durchfall.

    Nur wenige erkranken an einer viralen Lungenentzündung, dem schweren Verlauf von Covid-19. Vor allem zu Beginn der Pandemie blieben viele Betroffene weitgehend symptomlos und wussten gar nichts von ihrer Erkrankung. Im Verlaufe der Pandemie wurden untrügliche Symptome wie Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns identifiziert. Mit den Mutanten Alpha und Delta ist das Risiko nun höher, schwerer zu erkranken und im Krankenhaus behandelt werden zu müssen.

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    Das waren bisher die häufigsten Symptome einer Infektion mit dem Corona-Virus. Die Variante Delta ist einer Erkältung ähnlicher.

    Welche Symptome bei welcher Erkrankung?

    • Viele Corona-Erkrankte bekommen Fieber – wie bei einer Grippe. Doch die Symptome einer Grippe kommen ganz plötzlich. Schlagartig geht es einem sehr schlecht.
    • Müdigkeit, Abgeschlagenheit sowie Kopf- und Gliederschmerzen können sowohl bei Covid-19 als auch bei Grippe vorkommen, häufiger jedoch bei einer Grippe.
    • Husten: Ist der Husten trocken und äußert sich wie eine Art Reizhusten ohne Schleimbildung? Das spricht für Corona.
    • Kurzatmigkeit in Kombination mit trockenem Husten können bei Corona vorkommen.
    • Niesen spricht für eine harmlose Erkältung, denn dieses Symptom kommt in der Regel weder bei einer Grippe noch bei Covid-19 vor.

    Was tun, wenn der Verdacht auf Corona besteht?

    Wenn man einen begründeten Verdacht hat, am Coronavirus erkrankt zu sein, sollte man auf keinen Fall einfach so zu seinem Hausarzt oder in die Klinik gehen. Wichtig ist, vorher beim Arzt anzurufen und einen Termin auszumachen, um eine mögliche Verbreitung des Virus zu verhindern. Dort wird dann ein Test gemacht. Auch Selbsttests, die inzwischen freiverkäuflich sind, können einen Hinweis geben. Sie haben aber einen Haken: Sie sind nur eine Momentaufnahme, denn im Gegensatz zum verlässlicheren PCR-Test im Labor benötigen die Schnelltests eine größere Menge an Viren, um ein positives Ergebnis anzuzeigen, sagt das Robert-Koch-Institut. Schon 24 Stunden später kann ein vormals negativ Getesteter Corona-positiv sein.

    Gibt es eine Impfung oder Medikamente gegen Corona?

    Einige Impfstoffe sind bereits zugelassen. An Weiteren wird geforscht, wie auch an Medikamenten, die eine bestehende Corona-Infektion und die körperlichen Schäden von Covid-19 abschwächen sollen.

    Wann sollte man sich gegen Grippe impfen lassen?

    Grippewelle, also eine erhöhte Influenza-Aktivität, beginnen meist im Januar und dauern drei bis vier Monate. Das Robert Koch-Institut (RKI) rät grundsätzlich, sich am besten im Oktober oder November gegen die saisonale Grippe impfen zu lassen. Das ist der ideale Zeitpunkt, um auf dem Höhepunkt einer Grippewelle geschützt zu sein. Denn die Wirksamkeit des Impfschutzes ist begrenzt.

    Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen?

    Grippe-Viren sind listig und wandlungsfähig: Sie verändern sich ständig. Jedes Jahr muss daher ein neuer saisonaler Impfstoff entwickelt werden, der gegen die aktuellen Influenzaviren, die gerade im Umlauf sind, wirksam ist. Ältere Menschen und chronisch Kranke gehören zu den Risikogruppen, die sich jedes Jahr impfen lassen sollten. Eine Grippe-Impfung bietet in der Regel keinen hundertprozentigen Schutz - gerade bei älteren Menschen, die weniger Antikörper bilden als Jüngere. Wenn man trotz Impfung erkranken sollte, schwächt sie eine Grippe aber deutlich ab.

    Grippe - Risikogruppen sind besonders gefährdet

    Für Risikogruppen bedeutet eine Grippe-Erkrankung eine echte Gefahr, denn das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf ist erhöht. Die Grippe kann lebensgefährliche Komplikationen nach sich ziehen - die bedeutendsten sind eine Lungen- oder eine Herzmuskelentzündung. Beide können tödlich enden. Beide Erkrankungen müssen schnell mit Medikamenten behandelt werden, sonst kann es vor allem bei immungeschwächten Personen zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen.

    Symptome einer Grippe

    Eine Grippe beginnt oft schlagartig, viele fühlen sich innerhalb einer Stunde schwer krank. Meist tritt hohes Fieber mit mehr als 39 Grad auf. Äußerst starke Glieder-, Muskel- oder Knochenschmerzen sowie eventuell Schnupfen sind als Begleitsymptome möglich. Die Frage, ob man noch zur Arbeit geht oder nicht, stellt sich nicht, weil man zu geschwächt ist. Nach einer Grippe sollte man sich eine Zeit lang schonen, um Komplikationen wie eine Lungenentzündung zu vermeiden. Der Körper brauch Zeit, um sich von der Infektion zu erholen.

    Erkältungen - lästig, aber meist harmlos

    Eine Erkältung, beziehungsweise ein grippaler Infekt, verläuft deutlich weniger dramatisch und ist eine einfache Infektion der oberen Atemwege. Ausgelöst werden Infektionen durch etwa 200 verschiedene Viren, die durch Schmier- oder Tröpfcheninfektion übertragen werden. Die Viren vermehren sich in den Schleimhäuten der oberen Atemwege. Nasskaltes "Schmuddelwetter" begünstigt die Verbreitung der Erkältungskrankheiten.

    Erkältung - Schnupfen, Husten, Heiserkeit

    Bei einem grippalen Infekt herrscht der Schnupfen vor und man fühlt sich schlapp. Typische weitere Symptome: leichteres Fieber, leichte Gliederschmerzen, Halsschmerzen oder Husten. Viele schleppen sich auch dann noch zur Arbeit - wenig sinnvoll, da so die Heilung nur verzögert wird und die Kollegen angesteckt werden. Lieber sollte man sich zu Hause auskurieren und viel trinken. Auch Inhalationen und Nasenduschen sowie schleimlösende Präparate lindern die Symptome.

    Corona, Grippe oder Erkältung: Nur ein Test kann Aufschluss geben

    Ein milder Verlauf von Covid-19 und eine Infektion mit der Corona-Mutante Delta erschweren die Unterscheidung zwischen Covid-19 und einer Erkältung oder Grippe. Um sicher zu gehen und andere nicht anzustecken, sollte man bei Erkältungssymptomen einen Corona-Test machen.

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