BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© dpa-Bildfunk/Marcel Kusch
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Marcel Kusch

Kurz vor Beginn der Pfingstferien, gibt es für viele Schulen in Unterfranken aufgrund der sinkenden Inzidenzwerte nochmals Lockerungen.

6
Per Mail sharen

    Kurz vor Ferienbeginn: Mehr Präsenzunterricht in Unterfranken

    In den Landkreisen Schweinfurt und Würzburg dürfen aufgrund sinkender Inzidenzwerte wieder mehr Grundschüler zurück in den Unterricht. Die Änderungen so kurz vor den Pfingstferien stoßen laut BLLV in der Lehrerschaft auf ein geteiltes Echo.

    6
    Per Mail sharen
    Von
    • Julia Kuhles

    Endlich wieder Schule live nach wochenlangem Homeschooling. Kurz vor Beginn der Pfingstferien, gibt es für viele Schulen in Unterfranken aufgrund der sinkenden Inzidenzwerte nochmals Lockerungen. Nachdem der Landkreis Schweinfurt eine stabile Inzidenz unter 165 hat, dürfen ab dem heutigen Mittwoch wieder alle Grundschülerinnen und Grundschüler zurück in den Unterricht. Gleiches gilt für die Jahrgangsstufen 5 und 6 der Förderschulen. Kann der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden, findet Wechselunterricht statt.

    Unterricht in voller Klassenstärke

    Im Landkreis Bad Kissingen gibt es seit Dienstag für die Schüler an den weiterführenden und Beruflichen Schulen sowie Förderschulen ab Jahrgangsstufe 5 nicht mehr nur Distanzunterricht, sondern auch wieder Wechsel- bzw. Präsenzunterricht mit Mindestabstand von 1,5 Metern.

    Im Landkreis Würzburg kann in den Grundschulen ab morgen darauf sogar verzichtet werden. Weil die Sieben-Tage-Inzidenz hier stabil unter 50 liegt, dürfen die Kinder ab Donnerstag sogar in voller Klassenstärke und auch ohne Mindestabstand wieder in den Unterricht. Für alle anderen Schulklassen im Landkreis Würzburg gilt weiterhin Wechsel- bzw. Präsenzunterricht mit Mindestabstand für alle Jahrgangsstufen.

    Die Test- und Maskenpflicht bleibt überall bestehen.

    Geteiltes Echo in der Lehrerschaft angesichts der Änderungen kurz vor den Ferien

    Diese Änderungen des Schulbetriebs nur zwei bzw. drei Tage vor Ferienbeginn stoßen laut Gerhard Bless, Vorsitzender des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) Unterfranken, auf ein geteiltes Echo. Einerseits würden Schulen und Lehrkräfte es befürworten, die Schülerinnen und Schüler vor den Ferien noch einmal "live zu erleben". Andererseits gebe es natürlich auch Stimmen, die die kurzfristigen Änderungen wegen nur ein oder zwei Schultagen kritisch sehen. Schließlich sei damit auch ein großer organisatorischer Aufwand verbunden, Hygieneregeln müssten nochmals angepasst werden. Mehr Planbarkeit habe es gegeben, als in Bayern noch die Inzidenzwerte am Freitag ausschlaggebend für den Unterrichtsbetrieb in der darauffolgenden Woche war. Seit dem 3. Mai gilt dies aber nicht mehr, stattdessen greift auch für Schulen und Kitas in Bayern die "Bundesnotbremse" zu den Corona-Maßnahmen.

    Appell: Jetzt Vorkehrungen für den Unterricht im Herbst treffen

    Außerdem appelliert der unterfränkische BLLV-Vorsitzende Bless möglichst schnell eine langfristig höhere Sicherheit an den Schulen zu schaffen. Spätestens nach den Sommerferien müssten alle Lehrer und auch möglichst viele Schüler geimpft sein. Außerdem sollten zügig Raumluftfilter in den Klassenzimmern installiert werden. Gerhard Bless befürchtet, dass sonst im Falle einer vierten Welle wieder nur reagiert werden kann, statt jetzt aktiv zu werden: "Jetzt ist die Zeit, um Vorkehrungen für den Herbst und Winter zu treffen!"

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!