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Corona-Ticker Unterfranken: Fünf Tote im Landkreis Bad Kissingen | BR24

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Test auf Coronavirus (Symbolbild)

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Corona-Ticker Unterfranken: Fünf Tote im Landkreis Bad Kissingen

Das Landratsamt Bad Kissingen meldet im Zusammenhang mit dem Coronavirus fünf weitere Todesfälle im Landkreis Bad Kissingen. Es handelt sich um vier Frauen und einen Mann. Bislang starben in dem Landkreis sechs Menschen an den Folgen des Erregers.

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09.05 Uhr: Seelsorgerische Betreuung an der Würzburger Uni-Klinik

Das Ökumenische Seelsorgeteam des Uniklinikums Würzburg unterstützt auch unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie Patienten, Angehörige und Klinikpersonal. Die Maßnahmen zum Infektionsschutz im Rahmen der Corona-Pandemie haben die Arbeit des Ökumenischen Seelsorgeteams allerdings erschwert. "Trotz des allgemeinen Besuchsverbots können wir auch weiterhin zu den Patienten gehen", betont Pater Maximilian Bauer, der zusammen mit Pfarrer Jürgen Floß die Seelsorge am Klinikum leitet. Dafür wurde das Team von der Stabsstelle Krankenhaushygiene umfassend in den Hygieneregeln geschult. Für den Umgang mit Covid-19-Patienten erlernten die Seelsorger außerdem das sichere An- und Ablegen von Schutzkleidung. "Dass unsere Krankenbesuche auch in Corona-Zeiten so vergleichsweise reibungslos funktionieren, liegt nicht zuletzt auch an dem über viele Jahre aufgebauten Vertrauensverhältnis zum ärztlichen und pflegerischen Personal", betont Pastoralreferent Christian Hohm, Mitglied des Ökumenischen Seelsorgeteams, das aus 14 Frauen und Männern besteht. Bei den Gesprächen mit den Patienten offenbart sich dem Seelsorgeteam ein ganzes Bündel an Nöten. "Viele fragen sich sorgenvoll, wie die Entwicklung der Corona-Pandemie weitergeht und ob wir auch in Deutschland so schreckliche Zustände wie in Italien bekommen werden", schildert Gemeindereferent Peter Kees. Viele litten außerdem unter der Isolation und der damit verbundenen Vereinsamung. Durch eine persönliche Präsenz der Teammitglieder sind nicht nur Besuche im Krankenzimmer weiterhin möglich, sondern auch Segen und Gebet, Krankensalbung, Kommunion und Abendmahl, die Begleitung von Sterbenden oder der Abschied von Verstorbenen. Ruhen muss allerdings derzeit der Dienst der Ehrenamtlichen im Besuchsdienst. Wie viele Einrichtungen nutzt auch das Seelsorgeteam seit Beginn der Corona-Krise verstärkt Homeoffice-Möglichkeiten. Einen deutlichen Einschnitt gibt es bei der Gestaltung der Gottesdienste im Raum der Stille des Zentrums für Operative Medizin und in der Katholischen Klinikkapelle. Die werden zwar weiterhin gefeiert, nur leider ohne direkte Beteiligung der Gemeinde. Allerdings werden die Predigtgottesdienste und Messfeiern, wie auch schon vor Corona, über die kostenfreien Kanäle des Klinikfernsehens in die Krankenzimmer übertragen. Besonders im Blick hat das Seelsorgeteam die Unterstützung und Begleitung von Angehörigen, die aktuell nicht zu ihren kranken Verwandten dürfen. "Hier läuft die Kommunikation vielfach per Telefon und Mail", berichtet Jürgen Floß. Die Seelsorger überbringen dann zum Beispiel Grüße der Angehörigen. Manche Familien schreiben auch Briefe mit der Bitte, sie den Patienten vorzulesen. Auch bei Pflegekräften und dem ärztlichen Personal besteht nach den Beobachtungen des Seelsorgeteams ein erhöhter Bedarf an Gesprächen, gerade bei den Bereichen, die in die Versorgung von Corona-Patienten eingebunden sind. "Neben dem Gefühl einer drohenden Arbeitsüberlastung und der Sorge um ausreichenden Nachschub an Schutzausrüstung quält viele Beschäftigte die Angst, das Virus nach Hause in die Familien zu tragen", berichtet Pater Maximilian.

10.04.2020, 09.00 Uhr: Planung für Hilfskrankenhäuser wird konkreter

In Unterfranken sind nach aktuellen Angaben der Regierung von Unterfranken drei Standorte für Hilfskrankenhäuser in der Coronakrise konkret geplant. Für den Bereich Aschaffenburg ist es das Tagungszentrum des Bistums Würzburg in Hösbach, für den Bereich Würzburg die Jugendbildungsstätte des Bezirks Unterfranken im Stadtteil Heuchelhof und für den Bereich Schweinfurt das ehemalige Krankenhausgebäude des Rhön-Klinikum Campus in Bad Neustadt / Saale. Damit ist für jeden Bereich der drei integrierten Leitstellen für den Rettungsdienst in Unterfranken jeweils ein Hilfskrankenhaus ins Auge gefasst. Damit könnte bei unterschiedlichen regionalen Notwendigkeiten jeweils ortsnah reagiert werden, so Johannes Hardenacke, Pressesprecher der Regierung von Unterfranken. Für die Hilfskrankenhäuser sollen bewusst bereits vorhandene Gebäude Verwendung finden. Das spart Zeit und stellt sicher, dass eine gewisse Infrastruktur bereits vorhanden ist. Die Eigentümer der Liegenschaften sind mit der Nutzung als Hilfskrankenhaus einverstanden, so Hardenacke. Sie hatten gleich zu Beginn der Coronakrise von sich aus angeboten, bei Bedarf Gebäude zur Verfügung zu stellen. Bei der Planung von Hilfskrankenhäusern handelt es sich um eine rein vorbeugende Maßnahme, betont Hardenacke. Sie dient der Vorbereitung für den Fall, dass es zu einer Überlastung der regulären Krankenhäuser käme, die anders nicht zu beheben wäre. Die Verlegung von Patienten in reguläre Krankenhäuser in anderen Teilen Bayerns hätte normalerweise den Vorrang. Im Moment und auf absehbare Zeit spricht nichts für eine Überlastung der regulären Krankenhäuser. Es besteht deshalb kein unmittelbarer Zeitdruck, heißt es in der Pressemitteilung. Die Kapazität der Hilfskrankenhäuser liegt bei jeweils bis zu 90 Betten. Für die Nutzung als Krankenhaus wären bauliche Anpassungen unterschiedlichen Umfangs in den vorhandenen Gebäuden nötig. Dies betrifft beispielsweise die Verstärkung vorhandener elektrischer Leitungsnetze für einen erhöhten Bedarf. Die entsprechenden Planungen sind weit vorangeschritten. Eine Realisierung wäre im Bedarfsfall stufenweise möglich. Die Hilfskrankenhäuser könnten dann je nach Bedarf relativ zügig in Betrieb genommen werden, teilt die Regierung von Unterfranken mit. Angaben zu Kosten sind frühestens nach völligem Abschluss der Planungen möglich. Bei einer Vergabe von Aufträgen kämen die Erleichterungen zum Tragen, die der Freistaat Bayern für Vergaben im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie festgelegt hat. Die Entscheidung, wo und wann welche Einrichtung in Betrieb genommen werden muss, würde letztendlich der jeweilige Ärztliche Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Bereich jeder Integrierten Leitstelle treffen, und zwar in Abstimmung mit dem Innen- und dem Gesundheitsministerium. Im Augenblick stellen sich solche Fragen noch nicht.

20.00 Uhr: Bereits 2.301 Corona-Fälle und 81 Tote in Unterfranken

Die Gesundheitsbehörden in Unterfranken haben bislang (Stand: Donnerstag, 09.04.20) 2301 Corona-Fälle gemeldet. 81 Menschen sind bereits an den Folgen des Coronavirus gestorben. In Stadt und Landkreis Würzburg sind es 723 Corona-Fälle. 37 Menschen starben. In Stadt und Landkreis Schweinfurt sind es 392 Corona-Fälle. 17 Menschen starben. In Stadt und Landkreis Aschaffenburg sind es 420 Corona-Fälle. 18 Menschen starben. Im Landkreis Bad Kissingen sind 161 Corona-Fälle. Sechs Menschen starben. Im Landkreis Haßberge sind es 100 Corona-Fälle. Im Landkreis Kitzingen sind es 75 Corona-Fälle. Im Landkreis Main-Spessart sind es 114 Corona-Fälle. Zwei Menschen starben. Im Landkreis Miltenberg sind es 211 Corona-Fälle. Ein Mensch starb. Im Landkreis Rhön-Grabfeld sind es 105 Corona-Fälle.

18.30 Uhr: Fünf weitere Todesfälle im Landkreis Bad Kissingen

Das Landratsamt Bad Kissingen meldet (Stand: heute, 17.30 Uhr) im Zusammenhang mit dem Coronavirus fünf weitere Todesfälle im Landkreis Bad Kissingen. Es handelt sich um vier Frauen und einen Mann. Damit sind in dem Landkreis bereits sechs Menschen an den Folgen des Erregers gestorben. Laut Landratsamt waren drei der Verstorbenen Bewohner des Seniorenheims Kramerswiesen in Oerlenbach. Die beiden anderen lebten im Landkreis, jedoch nicht in einer Einrichtung. Die Verstorbenen waren zwischen 71 und 93 Jahre alt und hatten allesamt Vorerkrankungen. Im Landkreis Bad Kissingen gibt es nun bestätigte 161 Coronafälle. Bisher konnten 56 Personen wieder gesund aus der Quarantäne entlassen werden.

17.42 Uhr: Erster Todesfall im Landkreis Miltenberg

Im Landkreis Miltenberg gibt es einen ersten Todesfall aufgrund des Coronavirus. Wie das Landratsamt mitteilt, handelt es sich um einen "älteren Mitbürger" mit vielfältigen Vorerkrankungen. Er befand sich bereits seit über zwei Wochen im Krankenhaus. Die Zahl der bislang Coronavirus-Infektionen hat sich von Mittwoch auf Gründonnerstag im Landkreis nicht verändert. Sie liegt weiterhin bei 211. Zehn Personen werden aktuell stationär behandelt. 71 Personen konnten die Quarantäne bereits verlassen.

17.00 Uhr: Bereits 392 Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Schweinfurt

Das Gesundheitsamt Schweinfurt meldet (Stand: heute, 14.30 Uhr) 392 Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Schweinfurt. Im Raum Schweinfurt sind bereits 17 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. 47 Erkrankte müssen zur Zeit stationär in Krankenhäusern behandelt werden. 97 Menschen gelten als wieder gesund.

16.30 Uhr: Sonnenschutz-Hersteller fertigt Schutzmasken für Landkreis Main-Spessart

Der Sonnenschutzhersteller "Warema" aus Marktheidenfeld produziert für den Landkreis Main-Spessart künftig täglich 400 Mund-Nasen-Masken. Nachdem es immer schwieriger wird, Gesichtsmasken zu bekommen, hat die Bayerische Staatsregierung jedem Landkreis Vliesstoff für die Herstellung von Masken zukommen lassen. Der Landkreis Main-Spessart wurde bislang mit zwei Rollen Vlies bedacht. Das Material reicht für rund 8.000 Masken. Landrat Thomas Schiebel hat nun "Warema" mit der Produktion beauftragt – auch aufgrund der hohen Stückzahl. Das Sonnenschutzunternehmen ist in der Lage, pro Tag 400 Masken zu produzieren – und zwar unentgeltlich, kündigt Vorstandsvorsitzende Angelique Renkhoff-Mücke an. Dafür stellt hat die Firma zwei Nähplätze mitsamt Mitarbeitern zur Verfügung. Die nicht zertifizierten Masken werden zunächst an die Bewohner in den Pflege- und Altenheimen ausgegeben. Die Verteilung erfolgt über das Landratsamt.

© Warema, Marktheidenfeld

Bei "Warema" genähter Mundschutz

16.00 Uhr: Weiterer Todesfall in Stadt und Landkreis Würzburg

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg meldet (Stand: heute, 14.30 Uhr) einen weiteren Todesfall. Eine schwer vorerkrankte Frau Jahrgang 1940 aus dem Landkreis Würzburg war zur Kurzzeitpflege in München untergebracht und ist in einem dortigen Klinikum verstorben. Somit hat es in Stadt und Landkreis Würzburg in Folge des Coronavirus bereits 37 Todesfälle gegeben. Laut Gesundheitsamt liegt die Zahl der Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Würzburg nun bei 723. Als gesund entlassen wurden insgesamt 246 Patienten.

15.30 Uhr: Feuerwehrschule stellt Uniklinik Würzburg Atemmasken zur Verfügung

Im Zuge der Corona-Pandemie stellt nun die Staatliche Feuerwehrschule Würzburg dem Uniklinikum Würzburg 30 Überdruck-Atemschutzmasken der höchsten Sicherheitsstufe zur Verfügung. Mit dieser Ausrüstung können auch bei Corona-Infizierten unaufschiebbare Eingriffe im Nasen-, Mund- und Rachenbereich sicher durchgeführt werden – ohne die OP-Teams zu gefährden. Operationsteams, die bei mit dem Coronavirus Infizierten unaufschiebbare Eingriffe im Nasen-, Mund- und Rachenbereich durchführen, setzen sich laut Uniklinik einem besonderen Gesundheitsrisiko aus.

Ein wirksamer Schutz gegen das Coronavirus Virenattacke können umgebungsluftunabhängige Überdruck-Atemmasken mit Atemregler sein. "Leider verfügen wir bislang nicht über eigene solche Geräte. Und auf dem Markt sind sie gegenwärtig nur äußerst schwer und nicht in ausreichender Menge erhältlich", bedauert Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor der Uniklinik. Die Staatliche Feuerwehrschule Würzburg ist im Gegensatz dazu sehr gut mit diesem Maskentyp ausgestattet. Die Schule stellte dem Uniklinikum umgehend 30 Maskensätze zur Verfügung – inklusive eines Wiederaufbereitungskreislaufs.

© Simone Wagner / Uniklinikum Würzburg

Am Uniklinikum Würzburg wird in ausgewählten Fällen mit Atemschutzmasken der Würzburger Feuerwehrschule operiert.

15.00 Uhr: Weiterer Todesfall im Raum Aschaffenburg

Das Gesundheitsamt Aschaffenburg meldet (Stand: heute, 14 Uhr) einen weiteren Todesfall aus dem Raum Aschaffenburg. Damit sind in Stadt und Landkreis Aschaffenburg inzwischen 18 Personen an den Folgen des Coronavirus gestorben. In Stadt und Landkreis Aschaffenburg gibt es mittlerweile 420 Corona-Fälle. 124 Menschen wurden bereits als gesund aus der Quarantäne entlassen.

14.45 Uhr: Aktuell 100 Corona-Fälle im Landkreis Haßberge

Das Gesundheitsamt Haßberge berichtet (Stand: heute, 14.30) von inzwischen 100-Corona-Fällen im Landkreis. Damit sind in den vergangenen 24 Stunden zwei neue Corona-Fälle hinzugekommen. In häuslicher Quarantäne befinden sich derzeit 169 Menschen. Als gesund entlassen wurden mittlerweile 27 Menschen.

13.28 Uhr: TV Großwallstadt beteiligt sich an Aktion "Helden Ticket"

Der TV Großwallstadt verkauft ab sofort sogenannte "Helden Tickets" an seine Fans. Mit dem Erwerb eines solchen Tickets erhält der Käufer eine Eintrittskarte für ein Spiel seiner Wahl; zeitgleich kommt ein Ticket einem Alltagshelden während der Coronakrise zu Gute, also zum Beispiel Pfegerinnen und Pflegern. Die Aktion hat ursprünglich der FSV Mainz 05 zusammen mit einer Sportmarketingagentur ins Leben gerufen. An welche Einrichtungen die Tickets gehen, will der TV Großwallstadt auf seiner Website bekannt machen. Die Fans können dazu auch Vorschläge einreichen. Wie der Verein mitteilt, soll die Aktion zunächst bis zum 30. Juni laufen.

Wie in der Handball-Bundesliga, ist auch in der 3. Liga der Spielbetrieb vorerst ausgesetzt. Dort steht der TV Großwallstadt in der Staffel Mitte aktuell auf dem ersten Tabellenplatz.

13.00 Uhr: Corona-Schwerpunktpraxis in Kitzingen

Der Landkreis Kitzingen richtet eine Corona-Schwerpunktpraxis ein, um die Haus- und Fachärzte zu entlasten. Untersucht werden sollen dort Patienten mit fieberhaften Atemwegsinfekten und Corona-Verdachtsfälle. Auch Personen, bei denen das Virus bereits nachgewiesen wurde, die aber einen milden Krankheitsverlauf haben, sollen laut Angaben des Landratsamtes untersucht und behandelt werden. Niedergelassene Ärzte, die sich freiwillig gemeldet haben, betreiben die Praxis.

Das Vorgehen für Patienten sei aber unverändert: "Bei einem Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung sollen sie sich weiterhin telefonisch erst an ihren Hausarzt wenden.", heißt es vom Landratsamt. Der Hausarzt entscheide dann, ob er den Patienten selbst behandelt oder an die Schwerpunktpraxis verweist. Die Koordination der Termine übernimmt das Landratsamt. Die vorläufige Praxis ist auf dem Parkplatz der Sickergrundhalle in Kitzingen eingerichtet und soll nach Ostern am 14. April in Betrieb gehen.

12.44 Uhr: Messtechnikhersteller WIKA stellt Schutzmasken bereit

Der Messtechnikhersteller WIKA aus Klingenberg hat über 500 Schutzanzüge, über 100 Schutzmasken der Kategorie FFP1 und 4.000 chirurgische Masken an den Landkreis Miltenberg übergeben. Wie das Landratsamt mitteilt, hat WIKA schon zuvor einige tausend Masken bereitgestellt. Weitere Masken der Kategorie FFP2 sollen noch kommen.

"Das ist Material, das wir dringend brauchen", bedankt sich Landrat Jens Marco Scherf. WIKA hatte Anfang des Jahres, als die Corona-Epidemie in China ausgebrochen war, überzählige Schutzmasken aus Klingenberg an die chinesische Tochterfirma geschickt, um dort zu helfen. Als das Unternehmen gemerkt habe, dass zurzeit in Deutschland Masken und Schutzkleidung knapp sind, habe WIKA in China um Hilfe gebeten. Die dortigen Kollegen hätten Kontakte zu einem Schutzmaskenhersteller in der gleichen Wirtschaftszone nutzen können, um Nachschub herbeizuschaffen.

Eine weitere Lieferung soll noch kommen. Am Dienstag seien aus China 10.000 FFP2-Masken auf den Weg nach Klingenberg gebracht worden. Die will WIKA ebenfalls dem Landkreis zur Verfügung stellen.

© Landratsamt Miltenberg

WIKA-Geschäftsführer Alexander Wiegand (links) übergibt Schutzkleidung und Schutzmasken an Landrat Jens Marco Scherf.

12.00 Uhr: Malteser in Bad Kissingen starten Telefonbesuchsdienst

Die Malteser in Bad Kissingen haben einen so genannten Telefonbesuchsdienst ins Leben gerufen. "Anrufen kann uns jeder, der in der aktuellen Situation Redebedarf hat," betonen die drei hauptamtlichen Koordinatorinnen der Malteser in Bad Kissingen, Petra Reith, Bettina Hehn und Brigitte Schlee-Söder. Normalerweise sind sie hauptsächlich für die Hospizarbeit bzw. den Integrationsdienst zuständig. Beides findet derzeit" leider auch ohne die persönlichen Begegnungen statt", so die drei Malteserinnen. Aus der Erfahrung der letzten Wochen wissen sie, dass gerade im Moment "erhöhter Redebedarf" besteht - bei älteren Menschen, die die Wohnung nicht verlassen sollen, bei jungen Menschen, die mit Situation in der Familie gerade nicht zurechtkommen oder bei kranken Menschen, die einfach mal über ihre Situation sprechen möchten. "Wir sind offen für jeden Anruf", betonten die Koordinatorinnen.

Wer also dieses Angebot in Anspruch nehmen möchte, kann sich an folgende Telefonnummer wenden: Malteser Bad Kissingen: 0971/ 723 724 9. Außerhalb der Bürozeiten ist immer ein Anrufbeantworter eingeschaltet, der auch regelmäßig von unserem Hintergrunddienst abgehört wird. Brigitte Schlee-Söder, Bettina Hehn und Petra Reith werden die Anrufer an Ehrenamtliche weitervermitteln, die dann die regelmäßigen "Telefonbesuche" übernehmen.

© Malteser Bad Kissingen

Petra Reith, Bettina Hehn und Brigitte Schlee-Söder vermitteln Telefonbesuche

11.30 Uhr: Mund-Nase-Masken: Landratsamt Schweinfurt beauftragt verschiedene Produzenten

Das Antonia-Werr-Zentrum In Wipfeld (Lkr. Schweinfurt), das Berufliche Schulzentrum Alfons Goppel sowie noch einige kleine private Gruppen haben im Auftrag des Landratsamts Schweinfurt begonnen Mund-Nasen-Masken zu nähen. Alle übernehmen diese Aufgabe ehrenamtlich. Das Material stammt von der Bayerischen Staatsregierung. Wie Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger angekündigt hatte, erhielten und erhalten alle Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern derzeit Vliesrollen für die Herstellung der Masken, weil der Nachkauf aus den bisher üblichen Quellen äußerst schwierig ist. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums sollen Firmen oder etwa Einrichtungen auf diese Weise so bis zu sechs Millionen Masken selbst produzieren.

Der Landkreis Schweinfurt fragte dafür beim kreiseigenen BSZ sowie dem Antonia-Werr-Zentrum in Wipfeld an. Beide Einrichtungen sagten spontan zu. Sie verfügen beide über die entsprechende Ausrüstung und können innerhalb kurzer Zeit die Masken in hohen Stückzahlen fertigen. Im BSZ erklärten sich Lehrer und Mitarbeiter bereit zu unterstützen, im Antonia-Werr-Zentrum wird das Nähen der Masken in die reguläre Berufsausbildung der Damenschneiderinnen integriert.

Neben diesen beiden Einrichtungen nähen inzwischen auch noch drei Privatgruppen Masken in kleinerer Stückzahl. Rund 1.000 Masken sind so bereits zustande gekommen. Landrat Florian Töpper bedankt sich bei beiden Einrichtungen und den privaten Gruppen für die spontane Unterstützungsbereitschaft und die unkomplizierte Zusammenarbeit.

© Antonia-Werr-Zentrum

Masken-Produktion im Antonia-Werr-Zentrum in Wipfeld (Lkr. Schweinfurt)

10.40 Uhr: Geschäftslage des unterfränkischen Handwerks verschlechtert sich

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie treffen auch das unterfränkische Handwerk massiv. Das zeigt die Konjunkturanalyse der Handwerkskammer für Unterfranken für das 1. Quartal 2020. Die Geschäftslage des Handwerks in Unterfranken hat sich im Vergleich zum Vorquartal um 9,1 Prozentpunkte verschlechtert.

Laut Handwerkskammer sind im 1. Quartal insgesamt aber noch 81 Prozent der unterfränkischen Handwerksbetriebe mit der eigenen Geschäftslage zufrieden. Die durchschnittliche Kapazitätsauslastung und die Auftragsreichweite seien nach wie vor stark. Doch während manche Branchen noch eine gute Geschäftslage verzeichnen können, leiden andere stark unter den Folgen der Coronakrise. "Branchen wie das Baugewerbe erleben derzeit fast einen Normalzustand, Friseur-Salons dagegen sind alle geschlossen", so Ludwig Paul, der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer.

Die Angaben der Unternehmen hätten sich im Laufe des Befragungszeitraums zwischen 9. März und 6. April deutlich verschlechtert. Zu Beginn seien die Einschätzungen noch verhalten positiv gewesen. Mit den zunehmenden Einschränkungen hätten die Unternehmen ihre Lage immer negativer bewertet. "Es hängt jetzt alles davon ab, wann wir langsam die Wirtschaft und das gesellschaftliche Leben wieder hochfahren können", so Ludwig Paul. Dass sich die Geschäftslage im 2. Quartal 2020 weiter verschlechtern wird, davon gehen über ein Viertel der unterfränkischen Handwerksbetriebe aus.

09.00 Uhr: Wirtschaftsminister Sibler dankt Reinigungskräften der Uniklinik

Bei einem Besuch in Würzburg hat Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler diese Woche die Arbeit der rund 7.000 Mitarbeiter des Universitätsklinikums gewürdigt. Sein Dank galt dabei ausdrücklich auch den Reinigungskräften. Im Kampf gegen das Corona-Virus komme ihnen eine entscheidende Rolle zu, so der Minister. Die Reinigungskräfte sorgten täglich dafür, dass die höchsten Hygiene- und Sauberkeitsstandards der Universitätskliniken strikt eingehalten werden. Um die Keimfreiheit zu sichern, sei eine enge Abstimmung und ein ständiger Austausch mit dem Pflegepersonal wichtiger denn je. Darüber hinaus müssten die Reinigungskräfte – auch zu ihrem eigenen Schutz – entsprechende Schutzkleidung tragen, was ihre ohnehin anstrengende Arbeit noch erschwere. . "Jeder von uns", sagte Bernd Sibler, "bekommt die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Klinikums stehen jedoch in vorderster Reihe. Ohne Sie alle würde das Universitätsklinikum Würzburg nicht laufen."

09.04.2020, 06.05 Uhr: Mangel an Schutzkleidung stellt Hausarztpraxen vor Herausforderungen

Auch in unterfränkischen Hausarztpraxen macht sich der momentane Mangel an Schutzkleidung bemerkbar. Christian Pfeiffer ist unterfränkischer Vorstandsbeauftragter der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) und selbst Hausarzt im Landkreis Würzburg. Er bemerkt auch im Austausch mit Kollegen, dass viele Hausarztpraxen in Unterfranken wenig oder gar keine Schutzkleidung mehr haben. Dabei geht es zum einen um Masken, zum anderen aber auch um Desinfektionsmittel oder Handschuhe. Gerade diese Materialien seien aber für Hausärzte sehr wichtig, da sie ihren Patienten bei Untersuchungen näherkommen müssen. Hausarzt Pfeiffer kritisiert, dass niedergelassene Ärzte von der Politik momentan sehr im Regen stehen gelassen würden. "Schließlich sind wir das Bollwerk der Patienten, damit die Krankenhäuser nicht geflutet werden“. Um also auch eine gewisse medizinische Grundversorgung gewährleisten zu können, müssten Hausärzte entsprechend mit Schutzmaterialien beliefert werden. Grundsätzlich ist die Lage bezüglich Schutzkleidung von Region zu Region unterschiedlich – hängt auch vom Verbrauch ab und beispielsweise davon, wie viele COVID-Patienten behandelt werden.

Christian Pfeiffer ist gerade in der Region Würzburg vernetzt, betont aber: "Der Mangel an Schutzmaterialien ist eigentlich überall da". Auch für seine eigene Praxis kümmere er sich, wie viele seiner Kollegen auch, eigenständig um Nachschub an Schutzmaterialien. Das sei allerdings grundsätzlich schwierig und oft auch kostenintensiv. Angeboten Problematisch sei auch, dass die Lagerhaltung in Hausarztpraxen nicht auf einen Katastrophenfall ausgerichtet sei, sondern eher für kommende Wochen im Voraus. Mit der Corona-Lage in Unterfranken und damit zusammenhängend auch dem Mangel an Schutzkleidung beschäftigt sich jeweils der Krisenstab der verschiedenen Landkreise. Auch Bund und Freistaat haben aufgrund des Mangels angekündigt, sich intensiv um Nachschub an Schutzausrüstung zu kümmern.

20.00 Uhr: Bislang 2.212 Corona-Fälle und 74 Tote in Unterfranken

Am Mittwoch (08.04.20) meldeten unterfränkische Gesundheitsbehörden bislang 2.212 Corona-Fälle und 74 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. In Stadt und Landkreis Würzburg sind es 697 Corona-Fälle. 36 Menschen sind bereits gestorben. In Stadt und Landkreis Schweinfurt sind es 368 Corona-Fälle. 17 Menschen sind bereits gestorben. In Stadt und Landkreis Aschaffenburg sind es 404 Corona-Fälle. 17 Menschen sind bereits gestorben. Landkreis Bad Kissingen sind es 145 Corona-Fälle. Ein Mensch ist bereits gestorben. Im Landkreis Haßberge sind es 98 Corona-Fälle. Im Landkreis Kitzingen sind es 72 Corona-Fälle. Im Landkreis Main-Spessart sind es 117 Corona-Fälle. 3 Menschen sind bereits gestorben. Im Landkreis Miltenberg sind es 211 Corona-Fälle. Im Landkreis Rhön-Grabfeld sind es 100 Corona-Fälle.

17.45 Uhr: "Corona Hilfe Würzburg" unterstützt Lebensmittelversorgung für Bedürftige

Die Kooperation "Corona Hilfe Würzburg" unterstützt bereits seit etwa zwei Wochen soziale Einrichtungen. Aufgrund der sich verschärfenden Corona-Situation stehen auch in Würzburg soziale Einrichtungen vor besonderen Herausforderungen. Einzelne wie etwa die Würzburger Tafel mussten den Betrieb sogar zeitweise einstellen, weil die Sicherheitsmaßnahmen nicht einzuhalten waren. Durch den Zukauf von Lebensmitteln sollen solche Einrichtungen und die Menschen, die von deren Schließung betroffen wären, weiter unterstützt werden. Hier können sie sich dann mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln versorgen. Wie ein Stadtsprecher mitteilt, arbeitet die "Corona Hilfe" mit der Arbeiterwohlfahrt und dem Malteser Hilfsdienst, sowie der Posthalle, Fairteiler, Markus Grein Catering und der Würzburger Tafel zusammen.

17.00 Uhr: Drei Todesfälle in Stadt und Landkreis Schweinfurt

Das Gesundheitsamt Schweinfurt muss (Stand: heute, 15.45 Uhr) drei weitere Todesfälle vermelden. Drei Personen im Alter von 85, 87 und 92 Jahren starben an den Folgen des Coronavirus. Zwei von ihnen waren Bewohner des Kreisalten- und Pflegeheims Werneck. Damit liegt die Zahl der Todesfälle im Raum Schweinfurt nun bei 17. Das Gesundheitsamt meldet darüber hinaus 368 nachweislich Infizierte. 39 Personen müssen stationär behandelt werden. Aktuell befinden sich 826 Personen in Quarantäne.

16.30 Uhr: Zwei weitere Tote im Raum Würzburg

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg meldet (Stand: heute, 14.30 Uhr) zwei weitere Todesfälle. Zwei Männer – Jahrgang 1932 beziehungsweise 1937 – sind an den Folgen des Coronavirus gestorben. Beide haben nicht in Seniorenheimen gewohnt. Damit ist die Zahl der Todesfälle im Raum Würzburg auf 36 gestiegen. Wie das Gesundheitsamt weiter mitteilt, gibt es in Stadt und Landkreis Würzburg aktuell 437 nachweislich mit dem Coronavirus Infizierte. 2.733 Personen befinden sich in Quarantäne.

16.00 Uhr: 35-Jähriger verstößt gegen Ausgangsbeschränkungen und muss ins Gefängnis

Die Aschaffenburger Polizei hat erneut einen Mann in Gewahrsam genommen, der sich nicht an die Ausgangsbeschränkungen gehalten hat. Der 35-Jährige habe bereits zum vierten Mal gegen die Vorschriften zur Bekämpfung der Corona-Krise verstoßen, teilten die Beamten mit. Nun bleibe er bis zum derzeitigen Ende der Ausgangsbeschränkungen am 19. April in einem Gefängnis.

15.26 Uhr: Fünf Personen im Landkreis Miltenberg in stationärer Behandlung

Die Zahl der bisher im Landkreis Miltenberg bekannt gewordenen Coronavirus-Infektionen ist von Dienstag auf Mittwoch von 194 auf 211 angestiegen. Wie das Landratsamt mitteilt, befinden sich aktuell fünf Personen im Krankenhaus, davon eine Person intensivpflichtig. 56 Personen konnten bereits gesund die Quarantäne verlassen.

15.20 Uhr: Zwei weitere Tote im Landkreis Aschaffenburg

Im Landkreis Aschaffenburg sind zwei weitere Menschen in Folge des Coronavirus gestorben. Es handelt sich um zwei Frauen, 82 und 93 Jahre alt. Insgesamt sind damit in Stadt und Landkreis Aschaffenburg bislang 17 Menschen verstorben. Wie das Landratsamt mitteilt, befinden sich aktuell 32 Menschen im Krankenhaus, davon 14 Menschen auf der Intensivstation. Seit Ausbruch des Virus sind 404 Infektionen im Raum Aschaffenburg bekannt. 113 Menschen sind inzwischen wieder gesund.

12.15 Uhr: Große Resonanz nach Aufruf für Seniorenpost im Landkreis Main-Spessart

Die Resonanz auf den Aufruf des Klinikums Main-Spessart, den Bewohnern der Kreisseniorenzentren Briefe zu schreiben, weil sie keinen Besuch erhalten können, ist enorm. Inzwischen sind viele Briefe und Päckchen eingetroffen. In den Einrichtungen in Marktheidenfeld, Gemünden und Karlstadt kamen unzählige Briefe, Karten, Zeichnungen und gebastelte Dekorationen an. Die Briefeschreiber kommen nicht nur aus dem Landkreis - sogar eine Karte aus Seattle (USA) fand den Weg nach Marktheidenfeld. "Der Rücklauf ist riesig – das hätten wir nicht erwartet. Umso mehr freuen wir uns, wie viele Menschen an unsere Senioren und Mitarbeiter denken“, sagte Doris James, Leiterin Kreisseniorenzentrum Marktheidenfeld. Die Post schmückt die Gemeinschaftsbereiche und Zimmer der Bewohner. Betreuungsassistenten lesen die Briefe den Bewohnern bei Bedarf vor. Ein weiterer Grund zur Freude war die "Weihnachtspost“ des Weihnachtspostamts aus Himmelstadt: Jeder Bewohner in Gemünden und Marktheidenfeld hat einen persönlichen Brief erhalten. Die Leiterin des Weihnachtspostamts, Rosemarie Schotte, hat die Aktion in die Wege geleitet.

© Kreisseniorenzentrum Marktheidenfeld

Große Resonanz nach Aufruf für Seniorenpost im Lkr. Main-Spessart

12.03 Uhr: Herzenssache Mainaschaff

Wie in zahlreichen Orten in Unterfranken laufen auch in Mainaschaff im Landkreis Aschaffenburg viele Aktionen, um mit der Krise klar zu kommen. Motto: "Herzenssache Mainaschaff – gemeinsam packen wir das". Die Kita Wunderland zum Beispiel hat einen eigenen Youtube-Kanal ins Leben gerufen. Jugendpflegerin Lisa Roth bietet zum Beispiel Eltern Bastel-Bausätze für Zuhause an. Die örtliche Bibliothek bietet einen kostenlosen Monat für die Online-Bücherei an. Der Leiter des Mainaschaffer Bauhofs und die Kita Wunderland haben außerdem im Ort mehrere Plakate aufgestellt.

Wo gibt es Hilfsangebote in der Coronakrise? Eine Übersicht finden Sie hier.

© Gemeinde Mainaschaff

"Herzenssache Mainaschaff": Mehrere dieser Plakate stehen aktuell in der Gemeinde.

11.35 Uhr: 43 Bewohner im Ankerzentrum Geldersheim mit Corona infiziert

Im unterfränkischen Ankerzentrum in Geldersheim (Lkr. Schweinfurt) sind aktuell 43 Bewohner und 11 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Das hat Johannes Hardenacke, Pressesprecher der Regierung auf BR-Anfrage bestätigt. Die infizierten Bewohner würden innerhalb des Ankerzentrums isoliert, so Hardenacke. Die betroffenen Mitarbeiter müssen zuhause bleiben. Keiner der Bewohner sei im Krankenhaus oder würde unter einem schweren Verlauf von Covid-19 leiden. Es ist auch noch kein Bewohner des Ankerzentrums gestorben. Die Einrichtung ist im Augenblick mit rund 600 Bewohnern etwa zur Hälfte belegt. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Schweinfurt wurde die gesamte Einrichtung Ende März bis auf weiteres unter Quarantäne gestellt. Für das Ankerzentrum gilt ein Aufnahme- und Verlegungsstopp. Die Bewohner dürfen die Einrichtung nicht verlassen.

10.10 Uhr: Aktuellen Corona-Situation im Landkreis Rhön-Grabfeld

Die Anzahl der bestätigten, mit dem Corona-Virus infizierten Personen im Rhön-Grabfeld liegt laut Gesundheitsamt aktuell bei 76 (davon 5 in stationärer Behandlung). Genesen und aus der Quarantäne entlassen wurden 24 Personen.

09.15 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus dem Landkreis Main-Spessart

Im Landkreis Main-Spessart gibt es aktuell 111 positiv auf Covid-19 getestete Personen, davon befinden sich 13 Personen in stationärer Behandlung im Klinikum Main-Spessart, zwei davon auf der Intensivstation. 288 Personen sind derzeit in häuslicher Quarantäne.

08.04.2020, 05.15 Uhr: Klinik für Chinesische Medizin wird erste private Corona-Klinik in Unterfranken

Als erstes Privatkrankenhaus in Unterfranken bekommt die Klinik am Steigerwald in Gerolzhofen (Lkr. Schweinfurt) ab Donnerstag die ersten potentiellen COVID-19 Patienten zugewiesen. Die eigenen Patienten der auf chinesische Medizin spezialisierten Klinik wurden bereits entlassen. Das entspricht der Anweisung der Staatsregierung auch in den privaten Krankenhäusern für freie Bettenkapazität zu sorgen, so die Klinik in einer Pressemitteilung. Im Hintergrund hat sich die Belegschaft der Klinik auf die Aufnahme und Behandlung von Corona-Patienten gründlich vorbereitet. Bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Pandemie hat die Klinik in Gesprächen die Unterstützung nach allen Kräften angeboten. Durch den Aufnahmestopp in den Altenheimen der Umgebung, gebe es vermehrt Probleme die fast oder ganz entlassungsfähigen Patienten nach einem Aufenthalt im Akutkrankenhaus in einer Nachsorgeeinrichtung unterzubringen. Nach Prüfung der Führungsgruppe Katastrophenschutz für den Bereich Main-Rhön, hat deren ärztlicher Leiter Dr. Michael Mildner vom St. Josephs Krankenhaus in Schweinfurt, sowohl die medizinische, als auch räumliche Situation in der Klinik am Steigerwald als geeignet und sinnvoll befunden, diese Patienten aufzunehmen. Die Klinik am Steigerwald wird damit zu einer sogenannten Abstromklinik. Dies bedeutet, dass vor allem Patienten untergebracht werden, die einen milden Verlauf der Erkrankung haben werden und daher nicht mehr einen Platz in einem anderen Akutkrankenhaus mit Intensivstation benötigen. Außerdem werden Patienten aus Pflegeeinrichtungen und Altenheimen aufgenommen, die zwar negativ getestet wurden, aber vorläufig aufgrund des Infektionsschutzgesetzes nicht mehr in ihre Einrichtung zurückkehren dürfen. Am Donnerstag werden die ersten Patienten aufgenommen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist unklar, ob diese Patienten positiv oder negativ auf Covid-19 getestet sind. Die Ärzte des Privatkrankenhauses werden vor Ort Tests durchführen. Bis zum Testergebnis, werden alle Patienten als potentiell Sars Cov 2 positiv behandelt. Die Unterbringung erfolgt in Einzelzimmern. Bei vorliegendem Testergebnis wird es aufgrund der räumlichen Besonderheiten, architektonisch getrennt einen Trakt für Nicht-Infizierte und einen Trakt für Infizierte oder wahrscheinlich Infizierte geben. Ein Team aus Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern wird sich ausschließlich um die positiv getesteten Patienten kümmern, ein weiteres, um die negativ getesteten. Über die gestellten Mengen an Schutzkleidung hinaus, näht die Klinik über Mitarbeiter, deren Angehörige und private Kontakte selbst Schutzkleidung und Atemmasken. Wie lange die COVID-19 bezogenen Patienten in der Klinik am Steigerwald behandelt werden ist derzeit völlig unklar. Die eigentlichen Patienten der Klinik befinden sich in der Warteschleife.

20.00 Uhr: Bereits 1.523 Infizierte und 66 Tote in Unterfranken

Die Gesundheitsbehörden in Unterfranken melden am Dienstag (07.04.20) in Bezug auf das Coronavirus 1.523 Infizierte und 66 Tote. In Stadt und Landkreis Würzburg sind es 458 Infizierte. 34 Menschen sind bereits gestorben. In Stadt und Landkreis Schweinfurt sind es 358 Infizierte. 14 Menschen sind bereits gestorben. In Stadt und Landkreis Aschaffenburg sind aktuell 273 Personen erkrankt. 15 Menschen sind bereits gestorben. Im Landkreis Bad Kissingen sind es 93 Infizierte. Ein Mensch ist bereits gestorben. Im Landkreis Haßberge sind es 92 Infizierte. Im Landkreis Kitzingen sind es 68 Infizierte. Im Landkreis Main-Spessart sind es 110 Infizierte. Zwei Menschen sind bereits gestorben. Im Landkreis Miltenberg sind es 140 Infizierte. Im Landkreis Rhön-Grabfeld sind es 71 Infizierte.

19.00 Uhr: 93 Infizierte im Landkreis Bad Kissingen

Das Landratsamt Bad Kissingen meldet (Stand heute, 18 Uhr) sieben weitere nachweislich Infizierte im Landkreis Bad Kissingen. Bei den neuen Fällen handelt es sich um vier männliche und drei weibliche Personen. Somit liegen aktuell 93 bestätigte Coronafälle im Landkreis vor. Aus der Quarantäne gesund entlassen werden konnten bisher 46 Personen.

16.30 Uhr: Drei weitere Tote in Stadt und Landkreis Schweinfurt

Das Gesundheitsamt Schweinfurt muss (Stand: heute, 15.30 Uhr) drei weitere Todesfälle vermelden. Ein 82-jähriger Landkreisbürger verstarb in einem Krankenhaus, zwei weitere, mit Covid-19 infizierte Personen in einem Alter von 90 beziehungsweise 94 Jahren sind im Domicil-Seniorenpflegeheim in der Stadt Schweinfurt verstorben. Damit sind im Raum Schweinfurt bislang 14 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Die Zahl der Infizierten stieg unterdessen auf 358 an. 40 Personen müssen zur Zeit stationär in Krankenhäusern behandelt werden. In Quarantäne, weil Kontaktperson ersten Grades, befinden sich aktuell insgesamt 786 Personen. Die Anzahl der als gesund geltenden Personen ist auf 81 gestiegen.

16.00 Uhr: 458 Infizierte in Stadt und Landkreis Würzburg

Das Gesundheitsamt Würzburg meldet aktuell (Stand: heute, 14.30 Uhr) 458 Personen im Stadtgebiet und Landkreis Würzburg, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. In den vergangenen 24 Stunden sind 14 Infizierte dazugekommen. Aktuell befinden sich 1.650 Personen in häuslicher Quarantäne oder Isolation. Als gesund entlassen wurden bereits 188 Patienten.

15.40 Uhr: Nun 15 Verstorbene im Landkreis Aschaffenburg

Im Landkreis Aschaffenburg gibt es einen weiteren Todesfall in Folge des Coronavirus. Insgesamt sind damit in Stadt und Landkreis bislang 15 Menschen gestorben. 32 Personen befinden sich aktuell im Krankenhaus, davon 13 auf der Intensivstation. Wie das Landratsamt mittelt, sind im Raum Aschaffenburg bislang 383 Corona-Infektionen bekannt. 95 Menschen sind wieder gesund.

Im Landkreis Miltenberg befinden sich aktuell fünf Menschen mit einer Corona-Erkrankung in stationärer Behandlung, davon eine Person intensivpflichtig. Wie das dortige Landratsamt mitteilt, sind bislang insgesamt 194 Infektionen bekannt. 54 Personen sind wieder gesund.

15.35 Uhr: Goldbacher Firma stellt Kliniken Massagestühle zur Verfügung

Wegen der Coronakrise hat die Firma Brainlight aus Goldbach an über 40 Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen kostenlos Massagesessel geliefert. Wie das Unternehmen mitteilt, will es damit Pflegekräfte und Ärzte unterstützen. Auch die Kosten für die Lieferung übernimmt Brainlight. Über Videochats weisen Mitarbeiter der Firma das Krankenhaus- und Pflegepersonal in die richtige Handhabung der Sessel ein. In Bayern hat das Unternehmen nach eigenen Angaben schon die Kliniken des Landkreises Neustadt an der Aisch und ein Seniorenheim in Obergünzburg beliefert. Interessierte Kliniken und Pflegeeinrichtungen können sich bei der Firma melden.

14:50 Uhr: Diakonie Main-Rhön fordert Unterstützung für Pflegeheime

In einer Videobotschaft der Diakonie Main-Rhön macht Pfarrer Jochen Keßler-Rosa auf Probleme in Pflegeheimen in Zeiten der Coronakrise aufmerksam. Der Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werkes Schweinfurt fordert unter anderem medizinische Unterstützung in Pflegeeinrichtungen: "So geht das nicht weiter. Pflegebedürftige und Pflegekräfte brauchen jetzt Taten und deshalb fordere ich ab sofort eine umfassende medizinische Versorgung in den Pflegeheimen", so Keßler-Rosa in der Videobotschaft.

Ärzte seien in Einrichtungen selten zu sehen und Schutzartikel kämen erst ausreichend an, wenn der erste Coronafall vorliege. "Medizinisch lässt man uns im Moment am ausgestreckten Arm verhungern", sagt der Pfarrer. Mit dem Video richtet sich Keßler-Rosa an die Öffentlichkeit. Außerdem will der Pfarrer den Heimbewohnern und dem Personal zeigen, dass er sich für die Problematik einsetze.

14.00 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt in Würzburger Pflegeheim

Nach einer Serie von Todesfällen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus hat die Staatsanwaltschaft Vorermittlungen aufgenommen. Untersucht werde, ob gegen Hygienevorschriften verstoßen wurde, sagte Staatsanwalt Thorsten Seebach am Dienstag auf Anfrage. Als möglicher Anfangsverdacht komme fahrlässige Tötung oder fahrlässige Körperverletzung in Betracht. Es gebe aber bislang keine Anhaltspunkte für strafrechtlich relevantes Verhalten, sagte Seebach. Die Behörde ermittele von Amts wegen. Es lägen keine Anzeigen von Angehörigen der Verstorbenen vor. In der Senioreneinrichtung in Trägerschaft der Bürgerspitalstiftung sind bislang 22 mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Bewohner gestorben. Sie waren nach Angaben des Heims alle über 80 Jahre alt und hatten Vorerkrankungen. Insgesamt leben rund 160 alte Menschen in dem Heim. Wegen des hohen Anteils an positiv auf das Virus getesteten Bewohnern war auch eine Evakuierung der Einrichtung erwogen worden. In einem weiteren Würzburger Seniorenheim in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt (AWO) starben bisher zwölf Bewohner nach einer Infektion mit dem neuartigen Virus. Bei diesen Todesfällen werde noch abgewogen, ob Vorermittlungen angezeigt seien, sagte Seebach.

11.00 Uhr: Corona-Update aus dem Landkreis Main-Spessart

Im Landkreis Main-Spessart gibt es aktuell 110 positiv auf Covid-19 getestete Personen, davon befinden sich 13 Personen in stationärer Behandlung im Klinikum Main-Spessart, zwei davon auf der Intensivstation. 240 Personen sind derzeit in häuslicher Quarantäne.

10:10 Uhr: Bahnhofsmission in Aschaffenburg wieder geöffnet

Die Aschaffenburger Bahnhofsmission hat seit dieser Woche unter besonderen Schutzvorkehrungen wieder geöffnet. Nach der kurzfristigen Schließung wegen der Corona-Pandemie gibt es dort jetzt wieder Beratungen, Nothilfe, heißen Tee und belegte Brote für Bedürftige.

Auch in Würzburg hat die Bahnhofsmission einen Notbetrieb eingerichtet. Sie versorgt Bedürftige vormittags und nachmittags stundenweise über eine Durchreiche. Der Nachtdienst ist wie bisher besetzt – vor allem für Frauen in akuter Not.

In Schweinfurt bleibt die Bahnhofsmission noch bis 19. April geschlossen, ein Ansprechpartner ist aber tagsüber zumindest telefonisch erreichbar.

09.40 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld

Die Anzahl der bestätigten, mit dem Corona-Virus infizierten Personen im Landkreis Rhön-Grabfeld liegt bei 71. Vier davon befinden sich in stationärer Behandlung. Aus der Quarantäne entlassen wurden bereits 22 Personen.

07.04.2020, 04.30 Uhr: Malteser in Bayern fordern Bonus auch für Rettungsdienst

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat den Pflegekräften in Bayern einen steuerfreien Bonus versprochen. Jetzt fordern die Malteser in Bayern, dass alle Mitarbeiter in systemrelevanten Berufen einen solchen Bonus erhalten sollten, also auch der Rettungsdienst. Christoph Friedrich, Landesgeschäftsführer der Malteser in Bayern: "Auch die Rettungsdienstmitarbeiter sind täglich der Gefahr einer Infizierung durch direkten Kontakt ausgesetzt."

Den Beschluss, Pflegekräften eine Einmalzahlung auszuzahlen, begrüße der Landesgeschäftsführer: "Die Pflegekräfte erhalten jetzt die Aufmerksamkeit, die sie schon lange für ihren wahnsinnig wichtigen und intensiven Job verdient haben." Den aktuellen Beschluss halte Friedrich aber für zu kurz gefasst. Im Malteser Rettungsdienst arbeiten bayernweit 900 Mitarbeiter, davon über 200 in Unterfranken. In Unterfranken gibt es Malteser Rettungswachen in Aschaffenburg, Mellrichstadt, Schweinfurt und Würzburg, an die jeweils noch Stellplätze oder Wachen angegliedert sind.

20.00 Uhr: 1.695 Infizierte und 62 Tote in Unterfranken

Die Gesundheitsbehörden in Unterfranken meldeten am Montagabend 1.695 Infizierte und 62 Tote in Bezug auf das Coronavirus. In Stadt und Landkreis Würzburg sind nachweislich 444 Personen mit dem Erreger infiziert, 34 sind daran gestorben. In Stadt und Landkreis Schweinfurt sind es aktuell 347 Infizierte und elf Tote. In Stadt und Landkreis Aschaffenburg sind es 367 Infizierte und 14 Tote. Im Landkreis Main-Spessart sind es 107 Infizierte und zwei Tote. Im Landkreis Bad Kissingen sind es 100 Infizierte und ein Toter. Im Landkreis Haßberge sind es 69 Infizierte, im Landkreis Kitzingen 61 Infizierte, im Landkreis Miltenberg 130 Infizierte und im Landkreis Rhön-Grabfeld 70 Infizierte.

17.30 Uhr: Aktuell 130 Infiziere im Landkreis Miltenberg

Die Zahl der bisher im Landkreis Miltenberg bekannt gewordenen Coronavirus-Infektionen ist von Sonntag auf Montag von 178 auf 182 angestiegen. Sechs Personen werden stationär behandelt, davon eine Person weiterhin intensivpflichtig, 52 Personen wurden bereits als gesund aus der Überwachung entlassen. Damit sind derzeit 130 Personen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

17.15 Uhr: Aktuell 100 Infizierte im Landkreis Bad Kissingen

Das Landratsamt Bad Kissingen meldet aktuell (Stand: heute, 17 Uhr) 100 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Personen im Landkreis. Gegenüber dem Sonntag ist ein Neuinfizierter hinzugekommen. 264 Kontaktpersonen befinden sich derzeit in Quarantäne.

17.10 Uhr: "Klappern" an den Kartagen fällt aus

Wegen der Corona-Pandemie fallen zu Ostern nicht nur die Gottesdienste aus. Auch eine alte katholische Tradition kann nicht wie gewohnt stattfinden: das Klappern oder Ratschen an den Kartagen. Wenn die Glocken schweigen, dann ziehen für gewöhnlich die Kinder (meist Ministranten) durch die Straßen und erinnern mit Lärm und Gesängen an die Gebetszeiten. Diesmal ist daran nicht zu denken.

Das Bistum Würzburg empfiehlt allerdings, das Klappern nicht ganz ausfallen zu lassen und schlägt vor, diesen Dienst von zu Hause aus zu verrichten. Die Kinder könnten sich dazu an die Haustür oder ein offenes Fenster stellen. In etlichen Pfarrgemeinden gibt es auch bereits entsprechende Pläne. So soll unter anderem in Obereschenbach, Untereschenbach und Untererthal bei Hammelburg, in Wildflecken, Oberbach und Riedenberg im Oberen Sinngrund oder in Heustreu bei Bad Neustadt "dezentral" von daheim aus geklappert werden. Dabei sind jeweils nicht nur die Kinder, sondern auch deren Angehörige und andere Gleichgesinnte zum Mitmachen eingeladen.

Auf eines muss im Zusammenhang mit dem Klappern diesmal allerdings tatsächlich verzichtet werden: auf das sonst übliche Einsammeln von Süßigkeiten, Eiern oder Geld an den Haustüren. Wer im Krisenjahr 2020 klappert, der tut dies wohl für Gotteslohn.

16.15 Uhr: Acht weitere Todesfälle im Raum Würzburg zu beklagen

Das Gesundheitsamt Würzburg meldet acht weitere Tote in Stadt und Landkreis Würzburg. Die Verstorbenen waren zwischen 77 und 92 Jahre alt. hatten Vorerkrankungen. Damit sind im Raum Würzburg 34 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Bei 22 von ihnen handelt es sich um Bewohner des St. Nikolausheimes, bei zwölf um Bewohner des Hans-Sponsel-Hauses.

16.00 Uhr: Aktuell 444 Infizierte in Stadt und Landkreis Würzburg

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg meldet aktuell (Stand: heute: 14.30 Uhr) 444 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Menschen. Innerhalb von 24 Stunden waren 15 Neuinfizierte dazugekommen. Als gesund entlassen wurden heute 14 Personen. Insgesamt waren es bereits 188 Patienten. Aktuell befinden sich somit 1.602 Personen in häuslicher Quarantäne oder Isolation.

15.45 Uhr: Zwei Bewohner des Kreisalten- und Pflegeheims Werneck am Wochenende gestorben

Unter den insgesamt vier Todesfällen, die das Gesundheitsamt Schweinfurt am Wochenende mitteilen musste, waren zwei Bewohner des Kreisalten- und Pflegeheims Werneck. Dies teilte der Landkreis Schweinfurt als Träger der Einrichtung mit. Bei den Verstorbenen handelt es sich um eine 90-Jährige sowie um einen 82-Jährigen. Sie waren zuvor positiv auf Covid-19 getestet worden. Beide Bewohner litten unter Vorerkrankungen. Im Raum Schweinfurt sind bereits elf Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben.

15.30 Uhr: Aktuell 347 Infizierte im Raum Schweinfurt

Das Gesundheitsamt Schweinfurt meldet aktuell (Stand: heute 14 Uhr) 347 positiv auf das Coronavirus Getestete in Stadt und Landkreis Schweinfurt. 36 von ihnen werden stationär in Krankenhäusern behandelt. Weitere 718 Menschen sind derzeit in Quarantäne. 55 Personen gelten inzwischen als geheilt.

15.15 Uhr: 61 Corona-Fälle im Landkreis Kitzingen

Das Landratsamt Kitzingen meldet für den Landkreis Kitzingen aktuell (Stand: heute, 15 Uhr) 61 bestätigte Corona-Fälle. 237 Personen sind als Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

15.00 Uhr: Ein weiterer Todesfall im Raum Aschaffenburg

Das Gesundheitsamt Aschaffenburg meldet (Stand: heute, 14.30 Uhr) einen weiteren Todesfall in Stadt und Landkreis Aschaffenburg. Bei dem heute Verstorbenen handelt es sich um den dritten Bewohner eines Pflegeheims im Landkreis. Er war 92 Jahre alt und hatte erhebliche Vorerkrankungen. Damit sind im Raum Aschaffenburg bereits 14 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Derzeit sind es 367 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Menschen in Stadt und Landkreis Aschaffenburg. 32 Personen werden in Krankenhäusern behandelt, 13 davon auf der Intensivstation.

14.00 Uhr: 69 Infizierte im Landkreis Haßberge

Das Gesundheitsamt Haßberge bestätigt drei weitere auf das Corona-Virus positiv getestete Personen (Stand: heute, 14 Uhr). Demnach sind aktuell im Landkreis 69 Patienten an Corona erkrankt. In häuslicher Quarantäne befinden sich derzeit 167 Bürgerinnen und Bürger.

13.30 Uhr: Volkacher Wertstoffhof jetzt immer mittwochs geöffnet

Die Stadt Volkach öffnet ihren Wertstoffhof bis auf weiteres jeden Mittwoch. Zwischen 14 und 17 Uhr können dort Bürger Bauschutt, Bauschutt, Gartenabfälle und Papier beziehungsweise Kartonagen entsorgen. Zum Schutz von Besuchern und Mitarbeitern wird der Betrieb auf der Anlage streng reguliert. Es werden maximal zwei Personen zum Anliefern auf den Wertstoffhof gelassen. Dadurch kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

13.00 Uhr: 70 Infizierte im Landkreis Rhön-Grabfeld

Im Landkreis Rhön Grabfeld gibt es derzeit (Stand: heute. 13 Uhr) 70 mit dem Corona-Virus infizierten Personen. Laut dem Landratsamt in Bad Neustadt konnten 20 Menschen als gesund aus der Quarantäne entlassen werden.

11.35 Uhr: "Schmökerkiste" bietet Bücherlieferdienst in Würzburg an

Die "Schmökerkiste" der Würzburger Wärmestube bietet ab heute einen kostenlosen Bücherlieferdienst an. Anstatt sich selbst durch das Angebot der Secondhand-Bücher zu wühlen, können Interessierte ihre Buchwünsche telefonisch abgeben und werden anschließend von freiwilligen Helfern beliefert. Sowohl der Service als auch die Bücher selbst sind für die Empfänger dabei komplett kostenlos, wie Bernhard Christof vom Förderverein Wärmestube erklärt. Er hatte das Projekt in den zurückliegenden Tagen in die Wege geleitet und organisiert.

Besonders erfreut zeigte sich Christof über die großzügige Unterstützung des Vier-Türme-Verlags der Benediktinerabtei Münsterschwarzach. Der Verlag, der unter anderem zahlreiche Titel des weltbekannten Münsterschwarzacher Mönchs Anselm Grün im Programm führt, beteiligt sich an dem Projekt mit einer Bücherspende. "Das passt wirklich sehr gut zu unserer Aktion", erklärt Christof. Wer beim Lieferdienst der "Schmökerkiste" bestelle, erhalte eines der Werke mit wertvollen Gedanken als zusätzliches Geschenk. Wer den Lieferdienst nutzen möchte, kann seine Bestellung von Montag bis Donnerstag zwischen 10.00 und 15.00 Uhr beim Team der "Schmökerkiste" aufgeben. Es ist telefonisch zu erreichen unter 0160/2073742.

Jeder Empfänger kann bis zu drei Bücher aus einem oder mehreren Genres seiner Wahl bestellen. Die Bücher werden zum Ende jeder Woche ausgeliefert. Zur Sicherheit aller Beteiligten werden die Buchpakete bei den Empfängern vor der Tür abgelegt, sodass kein persönlicher Kontakt hergestellt wird. Beim Projekt "Schmökerkiste" verkaufen Menschen in besonderen Lebenslagen oder mit Handicaps Secondhand-Literatur. Die "Kiste" selbst ist ein alter Bauwagen, der in normalen Zeiten an zentralen Standorten in der Würzburger Innenstadt steht und zur Begegnung einlädt. Mit der Präsenz an öffentlichen Plätzen soll auch das Thema Obdachlosigkeit vom Rande der Gesellschaft in die Würzburger Mitte gebracht werden. Die „Schmökerkiste“ ist ein Projekt des Fördervereins Wärmestube, einer Mitgliedsorganisation der Caritas.

11.15 Uhr: Berufsbildungswerk der Caritas-Don Bosco gGmbH näht Schutzkittel für Seniorenheime

Das Berufsbildungswerk der Caritas-Don Bosco gGmbH in Würzburg fertigt Schutzkittel für die Pflegekräfte von Würzburger Seniorenheimen. Über den Stammtisch der Hauswirtschaftsmeisterinnen erfuhr eine Ausbilderin der Caritas-Don Bosco gGmbH vor ein paar Tagen, dass in den Senioreneinrichtungen der Stiftung Bürgerspital die Einweg-Schutzkleidung knapp wird und man nun dringend auf der Suche nach waschbaren Alternativen ist. Das Schnittmuster für den genähten Schutzkittel entwarfen kurzerhand die Hygienebeauftragte der Stiftung Bürgerspital zusammen mit einer ehemaligen Fachlehrerin der Klara-Oppenheimer Schule. Nun laufen im Bildungszentrum am Schottenanger die Nähmaschinen auf Hochtouren, um die zügige Umsetzung der Schutzkleidung zu gewährleisten. Die Würzburger Einrichtung stellte ein übergreifendes Team zusammen, das seitdem näht. Die rund 400 Auszubildenden des Berufsbildungswerkes befinden sich aktuell wegen der Corona-Pandemie in einer sogenannten Heimlernphase, in der sie von den Mitarbeitenden des BBWs unter anderem über digitale Lernplattformen und den Versand von Arbeitsmaterialien, zu Hause weiterbegleitet und unterstützt werden. Die Stiftung Bürgerspital erhielt eine Containerspende mit ausrangierten Bettbezügen der Firma Ullmer, die sich für diesen Zweck hervorragend eignen. Die gespendeten Bettbezüge sind aus kochfestem Mischgewebe und können so desinfizierend wieder aufbereitet werden. "Für uns ist es selbstverständlich, im Einsatz gegen Corona zu unterstützen. Wir hoffen, dass wir mit unserer Aktion einen kleinen Beitrag zum besseren Schutz der Pflegekräfte leisten können", so Andreas Halbig, geschäftsführender Direktor der gemeinnützigen Caritas-Don Bosco GmbH. Um weitere Bedarfe an Schutzanzügen zu decken, wird die Produktion der Schutzkleidung weiter hochgefahren. Das Angebot richtet sich auch an die Pflege-Einrichtungen der Würzburger Caritas.

© Caritas-Don Bosco gGmbH

Nähaktion "Schutzkittel für Seniorenheime" in Würzburg

10.40 Uhr: Schuldnerberatung des Diakonischen Werks Untermain weiter verfügbar

Die Schuldnerberatung des Diakonischen Werks Untermain ist weiterhin erreichbar. Trotz der Einschränkungen durch das Coronavirus steht die Insolvenzberatung nach wie vor für Ratsuchenden aus dem Landkreis Aschaffenburg zur Verfügung. Wie die Diakonie mitteilt, beraten die Angestellten nun telefonisch und per Mail. Hilfesuchende können ihre Unterlagen online, per Fax oder postalisch mit der Diakonie austauschen. Außerdem konnte das Diakonische Werk einen ehrenamtlichen Mitarbeiter aus der Bankenbranche gewinnen, der insbesondere Selbständige berät. Die Schuldnerberatung ist kostenlos. Die Berater sind unter folgenden Nummern erreichbar: 06021/920641-21 / 06021/920641-24 / 06021/920641-23.

09.45 Uhr: Landkreis Bad Kissingen sucht "Medihelfer"

Zur Bewältigung der Corona-Krise sucht auch der Landkreis Bad Kissingen nach weiteren fachlich geeigneten Kräften und hat dafür den Aufruf "Medihelfer" gestartet. Er richtet sich an Medizinstudenten und andere Personen mit medizinischen oder pflegerischen Vorkenntnissen, die im Bedarfsfall in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden könnten. Die Mail-Adresse für Interessenten lautet medihelfer@kg.de.

Wer sich meldet, sollte seine Kontaktdaten, sein Geburtsdatum und eine Telefonnummer angeben. Ebenso sollte man Angaben zu den eigenen Vorkenntnissen sowie möglichen Einsatzbereichen und Einsatzzeiten machen. Eine Verpflichtung geht man damit nicht ein. Zunächst handelt es sich nur um eine Interessensbekundung. Der Landkreis möchte einen Pool engagierter Menschen bilden, die als Helfer in Frage kommen. Ein eventueller Einsatz wird in jedem Fall vorher mit der betreffenden Person abgestimmt.

06.04.2020, 08.45 Uhr: Absoluter Stillstand in Tourismusregion Mainschleife

Ostern steht vor der Tür, das Wetter ist prächtig: Sonne, 20 Grad, Bäume und Büsche blühen, die Weinberge liegen in zartem Grün. An der Volkacher Mainschleife würde jetzt, nach der Winterpause, die neue Tourismussaison beginnen. Doch es herrscht Stillstand und gähnende Leere. "Normalerweise wären bei diesem Wetter schon an diesem Wochenende Kurzurlauber und Tagesgäste da, die Stadt, die Restaurants – alles wäre voll. Stattdessen ist es einfach nur ruhig", sagt die Gästeführerin Martha Gehring. Ihre vorwiegend ältere Klientel aus den USA, Australien, Kanada und Asien habe bereits gebuchte Flusskreuzfahrten für 2020 fast komplett storniert. Besonders hart trifft es Hoteliers und Gastronome. Philip Aczel hat sich in Volkach seinen Traum erfüllt und am Marktplatz ein Hotel gekauft. Seit fünf Monaten wird umgebaut und saniert. Zum 1. April wollte Aczel sein Hotel Tuchhaus eröffnen. Bis in den Sommer hinein hatte er bereits Buchungen. Doch jetzt kommen jeden Tag nur Absagen. Aczel bleibt dennoch zuversichtlich. "Irgendwann nach Corona wollen die Leute wieder Urlaub machen, besonders daheim in Deutschland. Dann sind wir da", sagt Aczel. Alleine in Volkach hängen laut einer Studie von 2018 über 500 Arbeitsplätze vom Tourismus ab. Ein Großteil dieser Beschäftigten ist derzeit arbeitslos. Die Gastwirte halten sich nun mit Essen zum Mitnehmen über Wasser. Doch ihre Kundschaft sind nur die Einheimischen vor Ort. Uns fehlt der Umsatz in der Gastronomie, erklärt der Volkacher Winzer Rainer Müller. Wie bei vielen seiner Kollegen läuft auch in seinem Weingut momentan alles über den Onlineverkauf. Viele Winzer verschicken Frankenwein – ab einer bestimmten Menge – versandkostenfrei. Die Gästeführerin Martha Gehring verbreitet derweil schon mal Zuversicht. Am Wochenende hat sie aus ihrem Wintergarten gesendet – facebook live. Ihr Motto: "Wenn Sie nicht zu mir kommen können, komme ich zu Ihnen!" Im Live-Stream macht sie jetzt schon Lust auf Urlaub an der Volkacher Mainschleife – für die Zeit nach Corona.

17.15 Uhr: Corona-Zahlen in Unterfranken steigen weiter - 20. Verstorbener im Würzburger St. Nikolausheim

Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit(LGL) am Sonntag mitteilte, ist die Zahl der Corona-Fälle auch in Unterfranken weiter gestiegen. So waren am Sonntag 05.04. (Stand: 10 Uhr) 1.824 Menschen in Unterfranken mit dem Corona-Virus infiziert. Das ist gegenüber dem Vortag ein Plus von 156. Zudem gab es sechs weitere Todesfälle, 49 sind es nun insgesamt. Die Zahlen des LGL beinhalten auch die bereits genesenen Personen.

Das Landratsamt Würzburg meldete einen weiteren Todesfall: In der Nacht verstarb ein weiterer Bewohner des St. Nikolausheims in Würzburg, ein 97 Jahre alter Mann mit schweren Vorerkrankungen. Es war bereits der 20. Corona-Todesfall in diesem Heim.

14.45 Uhr: Polizei weist darauf hin, dass Spritztouren derzeit nicht erlaubt sind

Sport, Spazieren gehen und Bewegung an frischer Luft sind nach wie vor gestattet. Nicht dazu gehören Ausfahrten ohne triftigen Grund mit dem Motorrad oder dem Pkw. Darauf weist die unterfränkische Polizei ausdrücklich hin. So wurden bei Verkehrskontrollen rund 15 Motorradfahrer und mehrere Pkw-Fahrer angehalten, die das schöne Wetter einfach nur für eine Spritztour nutzen wollten. Sie erwartet nun eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

14.15 Uhr: Zahl der Verstöße gegen Ausgangsbeschränkung hat sich gegenüber Freitag verdreifacht

So "brav", wie anfangs angenommen, waren die Unterfranken am Samstag in Sachen "Ausgangsbeschränkung" wohl doch nicht. Wie das Polizeipräsidium Unterfranken am Sonntagnachmittag bekannt gab, hagelte es alleine am Samstag bei den zahlreichen Kontrollen der Polizei rund 270 Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Ausgangsbeschränkungen: 100 Fälle im Bereich Main-Rhön, 90 am Bayerischen Untermain und 80 im Bereich Mainfranken. Die Zahl der Verstöße verdreifachte sich damit im Vergleich zum Freitag. Da die Ausgangsbeschränkung auch am Sonntag noch streng, aber "mit Augenmaß", wie die Polizei betont, kontrolliert wird, dürfte die Zahl der Anzeigen am Wochenende noch einmal deutlich ansteigen.

Den Vogel schossen dabei zwei 35 und 34 Jahre alte Männer ab, die sich ohne triftigen Grund in den Aschaffauen bei Aschaffenburg aufhielten. Beide zeigten sich überaus aggressiv und uneinsichtig. Sie erwartet nun eine Anzeige. Bei den Männern handelt es sich bereits um den fünften bzw. dritten Verstoß seit Beginn der Ausgangsbeschränkung.

© BR

Polizei erwischt zahlreiche Corona-Sünder

13.15 Uhr: Neueste Corona-Zahlen aus dem Landkreis Haßberge

Das Gesundheitsamt Haßberge meldet am Sonntag fünf weitere positiv getestete Personen. Damit erhöht sich die Zahl der Corona-Fälle auf 87 (Stand 11.30 Uhr). Aktuell erkrankt sind 66 Bürgerinnen und Bürger, 21 gelten als geheilt. In häuslicher Quarantäne müssen noch 160 Personen (Minus vier) ausharren.

Auch das Landratsamt Haßberge bietet ein Bürgertelefon unter der Nummer 09521- 27-600 an. Besetzt ist es Montag - Freitag von 8 -18 Uhr, sowie Samstag und Sonntag von 8 - 14 Uhr. Am Karfreitag und Ostersonntag wird das Bürgertelefon allerdings nicht erreichbar sein.

Wer grippeähnliche Symptome hat und meint, sich mit dem Corona-Virus infiziert zu haben, soll sich an den Hausarzt wenden. Sofern dieser den Patienten als begründeten Verdachtsfall einstuft, meldet der Arzt die Daten an das Landratsamt weiter. Die Betroffenen erhalten dann einen Termin für einen Abstrich.

11.00 Uhr: Unterfränkische Hochschulen starten am 20. April

Gute Nachrichten für Unterfrankens Studierende. Das Sommersemester ist trotz der Corona-Pandemie gesichert. Wie das Bayerische Kultusministerium am Sonntag per Pressemeldung bekannt gab, soll das Semester am 20. April an allen Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Kunsthochschulen und Universitäten im Freistaat starten. Also auch in Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg. Die Hochschulen setzten dabei laut Wissenschaftsminister Bernd Sibler auf Online-Lehre. Das Angebot wachse täglich. Für die Prüfungen im Sommer sollen "praktikable Formate" gefunden werden. Bei prüfungsrechtlichen Regelterminen und Fristen, sowie beim Einhalten der Regelstudienzeit sollen den Studierenden keine Nachteile entstehen, ebenso beim BAföG, Kindergeld oder bei der Krankenversicherung.

09.30 Uhr: Neue Zahlen aus dem Landkreis Main-Spessart

Wie das Landratsamt aus Karlstadt meldet, gibt es aktuell (Stand 05.04., 09.00 Uhr) exakt 100 (plus 12) positiv auf Covid-19 getestete Personen im Landkreis Main-Spessart. Davon müsse elf Personen stationär im Klinikum behandelt werden, drei von ihnen befinden sich auf der Intensivstation. 289 Personen sind momentan in häuslicher Quarantäne.

Das Corona-Bürgertelefon des Landratsamts ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr, sowie am Wochenende jeweils von 9 bis 12 Uhr unter der Nummer 09353 - 793 14 90 zu erreichen.

05.04.20 - 00.45 Uhr: Unterfranken halten sich wohl an Ausgangsbeschränkung - Derzeit nur ein Vorfall gemeldet

Der einzige derzeit von der Polizei gemeldete Verstoß gegen die Ausgangsbeschränkung ereignete sich in Gerolzhofen (Lkr. Schweinfurt). Dort wurden morgens um dreiviertel Eins zwei 41 und 46 Jahre alte Männer in einer Bar angetroffen. Beide hatten reichlich dem Alkohol zugesprochen. So richtig teuer dürfte es für die Männer werden, weil der Jüngere extra aus Oberbayern angereist war, angeblich um seinen Cousin zu besuchen. Das ist momentan nicht erlaubt, gegen beide Zecher wird Anzeige erstellt.

16.40 Uhr: 48 Infizierte in 24 Stunden im Raum Würzburg, drei weitere Todesfälle in Seniorenheimen

Im Raum Würzburg haben sich in den vergangenen 24 Stunden weitere 48 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Infizierten ist damit auf 457 angestiegen. Nach Angaben des Würzburger Gesundheitsamts wurden heute (04.04.20) 28 Personen als gesund entlassen. Insgesamt sind es bereits 152 Patienten, die wieder gesund sind.

Im Seniorenheim St. Nikolaus in Würzburg ist eine weitere Bewohnerin nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die 93-Jährige hatte laut Gesundheitsamt schwere Vorerkrankungen. Mit ihr sind in dem Seniorenheim insgesamt 19 Menschen gestorben.

Im Hans-Sponsel-Haus der Arbeiterwohlfahrt in Würzburg sind heute eine weiter 92-Jährige und eine 79-Jährige gestorben. Beide Bewohnerinnen der Pflegeeinrichtung hatten ebenfalls Vorerkrankungen. Dort gab es bislang insgesamt sechs Todesfälle. Insgesamt sind in Stadt und Landkreis Würzburg 25 Menschen gestorben. 1.343 Menschen sind derzeit in häuslicher Quarantäne.

15.50 Uhr: Video aus Corona-Teststation in Schweinfurt sorgt für Ärger

Die Coronavirus-Teststrecke des Gesundheitsamts Schweinfurt am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium soll am Nachmittag des 1. Aprils nicht verschlossen und für jeden zugänglich gewesen sein soll. Das berichtete die "Bild"-Zeitung.

In einem Video ist zu sehen, dass die Tür offen und niemand in den Räumlichkeiten ist. Außerdem wird ein eingeschalteter Laptop gezeigt, auf dem angeblich Patientendaten zu sehen gewesen sein sollen. Nach Angaben der "Bild"-Zeitung soll ein Mann aus dem Raum Schweinfurt zur Teststation gekommen sein, weil er sich testen lassen wollte. Dabei soll er auf die Situation aufmerksam geworden sein. Alles wurde per Video festgehalten.

Inzwischen hat die Stadt Schweinfurt auf das Video und die Berichterstattung reagiert und Anzeige wegen Hausfriedensbruchs gestellt. Die Polizei in Schweinfurt ermittelt außerdem wegen eines Verstoßes gegen die Infektionsschutzmaßnahmen des Freistaats Bayern. Das geht aus einer Stellungnahme der Stadt Schweinfurt hervor. Die Stadt kritisiert darin die Art und Weise des Berichts und kündigt an, den Vorfall aufzuklären.

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14.55 Uhr: Anstieg der Infizierten im Raum Aschaffenburg

Im Landkreis Aschaffenburg ist die Zahl der Infizierten seit gestern (03.04.20) angestiegen: von 317 auf 337. 13 Menschen sind bereits an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Nach Angaben des Aschaffenburger Gesundheitsamts werden aktuell 31 Menschen stationär im Krankenhaus behandelt. 13 liegen auf einer Intensivstation, 18 auf einer Infektionsstation (Stand: 04.04.20; 14.00 Uhr).

Im Landkreis Rhön-Grabfeld sind aktuell 62 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (Stand: 04.04.20, 12.00 Uhr). Das teilte das Landratsamt mit. Seit gestern sind zehn neue Fälle dazugekommen.

14.30 Uhr: Wertstoffhof in Schweinfurt ab Montag wieder geöffnet

Ab Montag (06.04.20) hat der Wertstoffhof in Schweinfurt wieder zu den regulären Zeiten geöffnet. Das teilte die Stadt Schweinfurt auf ihrer Facebook-Seite mit. Allerdings gibt es mehrere Einschränkungen: Anliefern dürfen nur Menschen, die in Schweinfurt wohnen und ihren Personalausweis dabei haben. Außerdem dürfen nur drei Fahrzeuge gleichzeitig auf das Gelände fahren. Dadurch kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Beim Entladen gilt der Mindestabstand. Außerdem sollte man, wenn möglich, alleine kommen und nur dann kommen, wenn es wirklich notwendig ist.

13.40 Uhr: Gegen den Corona-Blues: Neue Bücher für Würzburger Gefangene

Durch die Corona-Krise ist auch das ohnehin schon eingeschränkte Sozialleben in den bayerischen Gefängnissen noch mehr zum Erliegen gekommen. Weniger Besuche von Familien und Freunden, auch die Ehrenamtlichen kommen zur Zeit nicht mehr. Deshalb hat der Beirat der Justizvollzugsanstalt (JVA) Würzburg nun Bücher für mehr als 500 Euro für die Insassen angeschafft, wie die ökumenische Würzburger Christophorus-Gesellschaft mitteilte.

JVA-Chef Robert Hutter dankte dem Beirat und sagte: "Fremdsprachige Bücher fehlen immer, und besonders die europäischen Ostsprachen werden vermisst." Viele der Insassen haben osteuropäische Wurzeln. Vieles in der JVA Würzburg sei derzeit "heruntergefahren und muss anders organisiert werden". In normalen Zeiten würden beispielsweise Fachberater der Straffälligenhilfe der Christophorus-Gesellschaft die bald zur Entlassung anstehenden Gefangenen auf ihr Leben in Freiheit vorbereiten. Das und vieles andere finde aber nicht statt. Die Bücherei der JVA allerdings hat weiterhin geöffnet und biete den Gefangenen so eine Abwechslung.

13.50 Uhr: Klinikum Aschaffenburg-Alzenau bedankt sich auf Facebook

Das Klinikum Aschaffenburg-Alzenau bedankt sich auf seiner Facebook-Seite für das Einhalten des Besuchsverbots, für die Hilfsbereitschaft und Spenden der Menschen. Neben Pizza und Schoko-Osterhasen hat das Krankenhaus zum Beispiel auch Schutzmasken bekommen.

13.15 Uhr: Unterfränkische Polizei kontrolliert verstärkt Ausgangsbeschränkung

Die unterfränkische Polizei kontrolliert aktuell verstärkt, ob sich Menschen an die Ausgangsbeschränkung halten oder nicht. Die Folge: etwa 120 Anzeigen, allein am Freitag (03.04.20). Das teilte das Polizeipräsidium Unterfranken mit. Von den 120 Anzeigen entfallen etwa 50 auf den Raum Mainfranken, rund 30 auf die Region Main-Rhön und knapp 40 auf den Bayerischen Untermain. "Das polizeiliche Einschreiten erfolgt stets mit Augenmaß, allerdings mussten in zahlreichen Fällen gegen Personen Verfahren eingeleitet werden", heißt es von der Polizei.

Die meisten Probleme hat die Polizei aktuell mit Menschen, die sich im Freien treffen und/oder Alkohol trinken. "Es sind nicht nur Jugendliche, sondern auch ältere Menschen. Viele wissen, dass sie gegen die Ausgangsbeschränkung verstoßen und treffen sich trotzdem mit Freunden im Schrebergarten. Viele suchen sich auch Schlupflöcher: Sie gehen zum Beispiel zu zweit von daheim los und treffen sich irgendwo mit anderen Leuten", erklärte Pressesprecher Philipp Hümmer auf Anfrage.

Auch am frühlingshaften ersten April-Wochenende führt die Polizei in ganz Unterfranken Kontrollen durch. Die Menschen sollten sich an die Beschränkungen halten, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Das Verlassen der eigenen Wohnung sei nur mit triftigem Grund erlaubt, zum Beispiel um zu arbeiten, einzukaufen oder einen Arzt zu besuchen. Spazieren gehen ist nur mit Familienmitgliedern erlaubt, die im selben Haushalt leben. "Wenn sich Leute beim Spazieren gehen kurz mit anderen Leuten unterhalten, ist das auch in Ordnung. Sie müssen aber weitergehen und den Sicherheitsabstand einhalten", so Hümmer. Die Bestimmungen im Einzelnen findet man hier. Polizeisprecher Hümmer rechnet an diesem Wochenende mit einem Anstieg der Verstöße.

© BR/Markus Klingele

Ist es an diesem Wochenende überall so leer wie auf dem Marktplatz in Volkach (Lkr. Kitzingen)? Das kontrolliert die Polizei verstärkt.

11.10 Uhr: Bunte Steine an Schweinfurter Spielplatz als Zeichen

An einem Schweinfurter Spielplatz haben Mamas Steine ausgelegt, die sie zusammen mit ihren Kindern bemalt haben. Das Motto: "Weng Freude in der schweren Zeit". Auf einem Zettel fordern sie andere Eltern auf, ebenfalls Steine zu sammeln und zu bemalen. Die Steinschlange soll ein Zeichen sein: "Hier war immer viel Leben am Spielplatz. Ein Platz, wo gespielt, getobt und gelacht wurde. Mit der Steinschlange wollen wir Freude verbreiten." Sie ist an einem Spielplatz in der Nähe der Ludwig-Thoma-Straße zu finden. Weitere Infos gibt es in der Facebook-Gruppe "Schweinfurter fragen Schweinfurter".

© Stefanie Wieland / Facebook

An einem Schweinfurter Spielplatz haben Mamas Steine ausgelegt, die sie zusammen mit ihren Kindern bemalt haben.

04.04.20 – 10.30 Uhr: Neue Zahlen aus den Landkreisen Main-Spessart und Haßberge

Im Landkreis Main-Spessart sind aktuell 88 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (Stand: 04.04.20, 8.00 Uhr). 15 von ihnen sind von ihnen zur Behandlung im Krankenhaus. Eine Person liegt auf einer Intensivstation. 280 Menschen sind in häuslicher Quarantäne. Das teilte das Landratsamt Main-Spessart in Karlstadt heute mit. Das Landratsamt Haßberge meldet heute 72 Infizierte und 164 Personen, die in Quarantäne sind. In Unterfranken sind damit aktuell 1.479 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

20.00 Uhr: 1.471 Infizierte und 45 Tote in Unterfranken

Die Gesundheitsbehörden in Unterfranken melden aktuell 1471 nachweislich mit dem Coronavirus Infizierte. An dem Erreger sind bereits 45 Menschen gestorben. In Stadt und Landkreis Würzburg gibt es 440 Infizierte. 22 Menschen sind bereits gestorben. In Stadt und Landkreis Schweinfurt sind es 258 Infizierte. Sieben Menschen sind bereits gestorben. In Stadt und Landkreis Aschaffenburg sind es 276 Infizierte. 13 Menschen sind bereits gestorben. Im Landkreis Bad Kissingen sind es 99 Infizierte. Ein Mensch ist bereits gestorben. Landkreis Main-Spessart sind es 82 Infizierte. Zwei Menschen sind bereits gestorben. Im Landkreis Haßberge sind es 70 Infizierte. Im Landkreis Kitzingen sind es 37 Infizierte. Im Landkreis Miltenberg sind es 157 Infizierte. Im Landkreis Rhön-Grabfeld sind es 52 Infizierte.

18.20 Uhr: Siebter Todesfall im Raum Schweinfurt

Das Gesundheitsamt Schweinfurt meldet im Zusammenhang mit dem Coronavirus einen weiteren Todesfall in Stadt und Landkreis Schweinfurt. Eine 97-jährige Bewohnerin des Domicil-Seniorenpflegeheims in der Stadt Schweinfurt starb an den Folgen des Erregers. Sie hatte Vorerkrankungen. Bislang sind im Raum Schweinfurt sieben Menschen am Coronavirus gestorben.

18.15 Uhr: 258 Infizierte in Stadt und Landkreis Schweinfurt

Das Gesundheitsamt Schweinfurt meldet 258 nachweislich Infizierte. 28 Personen werden zur Zeit stationär behandelt. In Quarantäne befinden sich aktuell insgesamt 538 Personen. Die Anzahl der als gesund geltenden Personen ist auf 47 gestiegen.

18.00 Uhr: Aktuell 37 Infizierte im Landkreis Kitzingen

Das Landratsamt Kitzingen meldet (Stand: heute, 14.30 Uhr) 37 mit dem Coronavirus Infizierte. Zwölf nachgewiesene Patienten konnten bereits als gesund entlassen werden. 103 Personen sind als Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

17.45 Uhr: 99 Infizierte im Landkreis Bad Kissingen

Das Landratsamt Bad Kissingen meldet (Stand: heute, 17 Uhr) sieben neue bestätigte Coronafälle. Bei den neuen Fällen handelt es sich um eine männliche Person und sechs weibliche Personen. Somit liegen aktuell 99 bestätigte Coronafälle im Landkreis vor. 25 Personen konnten bereits gesund aus der Quarantäne entlassen werden. 278 Kontaktpersonen befinden sich noch in Quarantäne.

17.15 Uhr: 18. Todesfall im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus

Im schwer von dem Coronavirus betroffenen Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus ist ein weiterer Bewohner gestorben. Laut Gesundheitsamt Würzburg handelt es sich um eine Die 89-jährige Frau, die schwer vorerkrankt war. Damit erhöht sich die Anzahl der Verstorbenen im Seniorenheim St. Nikolaus auf 18 Personen. In der Region Würzburg sind bereits 22 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben.

17.00 Uhr: 440 Infizierte in Stadt und Landkreis Würzburg

Das Gesundheitsamt meldet (Stand: heute, 14.30 Uhr) 16 neu infizierte Corona-Patienten in Stadt und Landkreis Würzburg. Somit sind aktuell 440 Personen im Stadtgebiet und Landkreis Würzburg Corona-positiv. 124 Menschen konnten als gesund entlassen werden. Aktuell befinden sich 1.439 Personen in häuslicher Quarantäne, 957 konnten bereits aus der Quarantäne entlassen werden.

16.45 Uhr: 52 Corona-Infizierte im Landkreis Rhön-Grabfeld

Im Landkreis Rhön-Grabfeld sind derzeit (Stand: heute, 14 Uhr) 52 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Wie das Landratsamt in Bad Neustadt mitteilt, sind 13 Personen genesen beziehungsweise aus ihrer Quarantäne entlassen worden.

16.30 Uhr: Drei weitere Todesfälle im Raum Aschaffenburg

Im Raum Aschaffenburg sind drei weitere Personen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Wie das Gesundheitsamt Aschaffenburg mitteilt, handelt es sich bei den Verstorbenen um eine 89-jährige Frau aus dem Landkreis Aschaffenburg, einen 82-jährigen Mann aus dem Landkreis Aschaffenburg und 73-jährige Frau aus der Stadt Aschaffenburg. Alle drei Senioren hatten mehrere Vorerkrankungen. Damit liegt die Zahl der im Raum Aschaffenburg am Coronavirus gestorbenen Personen inzwischen bei 13.

16.25 Uhr: 232 Infizierte im Raum Aschaffenburg

In Stadt und Landkreis Aschaffenburg sind derzeit (Stand: heute, 16 Uhr) 232 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. 32 Menschen werden stationär behandelt, 14 von ihnen auf der Intensivstation. In Quarantäne befinden sich 513 Menschen. Bei 72 Menschen konnte kein Erreger mehr nachgewiesen werden. 631 Menschen wurden bereits aus der Quarantäne entlassen.

16.22 Uhr: Auch das unterfränkische Handwerk leidet massiv unter der Krise

Die Corona-Pandemie wirkt sich auch massiv auf das unterfränkische Handwerk aus. Wie die Handwerkskammer für Unterfranken auf Anfrage des BR mitteilt, leiden die Betriebe unter Nachfragerückgängen, unterbrochenen Lieferketten oder – wie im Fall von Friseur- und Kosmetikstudios – den angeordneten Geschäftsschließungen.

Viele nehmen bereits die von der bayerischen Staatsregierung und der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Soforthilfen in Anspruch. Die Handwerkskammer unterstützt die Unternehmer unter anderem beim Ausfüllen der entsprechenden Anträge und bietet telefonische Beratung an. Die wichtigsten Informationen in Sachen Corona sind auf der Internetseite der Handwerkskammer zusammengefasst.

Um die zügige Bearbeitung der Anträge zu unterstützen, leistet die Handwerkskammer der Regierung für Unterfranken zudem Amtshilfe, indem ihre Sachbearbeiter Daten von eingegangenen Anträgen erfassen. So soll gewährleistet werden, dass die Hilfen schnellstmöglich bei Unternehmen ankommen. Für weitere Finanzierungshilfen wie Darlehen oder Bürgschaften ist die Hausbank der erste Ansprechpartner. Sie berät und beantragt nach Bonitätsprüfung finanzielle Hilfen bei LfA, KfW und der Bürgschaftsbank Bayern.

Laut Handwerkskammer für Unterfranken sind die meisten ihrer Mitgliedsbetriebe auch in der aktuellen Krise weiterhin im Einsatz. In vielen Bereichen ist ihre Arbeit sogar systemrelevant. Vor allem jetzt sei es auch wichtig, so die Pressestelle, dass die Verbraucher die Angebote und Dienstleistungen des Handwerks weiterhin nutzen und so dazu beitragen, dass die Unternehmen durch die Krise kommen.

14.00 Uhr: 70 Infizierte im Landkreis Haßberge

Das Gesundheitsamt Haßberge bestätigt (Stand: Freitag, 3. April, 14.00 Uhr) zwei weitere positiv auf das Corona-Virus getestet Personen. Aktuell sind im Landkreis 70 Menschen an Corona erkrankt. In häuslicher Quarantäne befinden sich derzeit 149 Menschen.

13.15 Uhr: 82 Corona-Fälle im Landkreis Main-Spessart

Im Landkreis Main-Spessart gibt es aktuell (Stand: heute, 10.00 Uhr) 82 positiv auf Covid-19 getestete Personen, davon befinden sich dem Landratsamt in Karlstadt zufolge vier Personen in stationärer Behandlung im Klinikum Main-Spessart, eine davon auf der Intensivstation. Aktuell sind 283 Personen unter häusliche Quarantäne gestellt.

12.35 Uhr: 850 Medizinstudenten als Freiwillige an Uniklinik Würzburg

Rund 850 Medizin- und Zahnmedizinstudenten haben sich als Hilfskraft während der Coronakrise an der Uniklinik Würzburg gemeldet. Das entspricht etwa 30 Prozent der insgesamt 2.300 Medizinstudenten in Würzburg. Aktuell sind schon 200 Studenten im Einsatz, wie die Uniklinik Würzburg auf BR-Anfrage mitteilt. Die Studiendekanin Sarah König hatte die Medizin- und Zahnmedizinstudenten der Uni Würzburg Mitte März in einer Mail um Unterstützung gebeten. Eingesetzt werden die studentischen Hilfskräfte momentan unter anderem auf den Intensivstationen, in der COVID-Untersuchungsstelle, in der Notaufnahme und als Pflegehelfer.

Die Uniklinik greife auf Medizinstudenten zurück, weil sie durch das Studium teilweise schon praktische Erfahrungen gesammelt oder sich mindestens Fachkenntnisse angeeignet haben. Unter den Medizinstudenten seien auch ausgebildete Rettungssanitäter oder Pflegekräfte. Aber genau dieser unterschiedliche Ausbildungsstand stellt die Uniklinik auch vor Schwierigkeiten. Denn so können die Studenten nicht beliebig eingesetzt werden können. Außerdem könne die Uniklinik nicht mehr so umfassend mit der Hilfe von Studenten rechnen, sobald das Semester wieder losgehe.

Die Uniklinik weist darauf hin, dass die Integration zusätzlicher Menschen im Klinikalltag auch Risiken mit sich bringt: Jede zusätzliche Person könnte das Virus in die Klinik bringen. Deshalb wurden klare Kriterien definiert, die dieses Risiko minimieren sollen. So tragen die Studenten zum Beispiel einen Mund-Nasen-Schutz, sind darüber aufgeklärt, unter welchen Bedingungen sie nicht arbeiten dürfen, und kennen allgemeine Hygieneregeln zur Prävention von Tröpfcheninfektionen. Außerdem organisiere die Klinik sich momentan um und will damit medizinisches Personal freisetzen.

12.25 Uhr: Stadtbücherei Bad Kissingen bietet Lernhilfen fürs "Homeschooling"

Die Stadtbücherei Bad Kissingen bietet ihren jungen Nutzern während der Schulschließungen jetzt eine kostenlose Lernhilfe an. Zusammen mit dem Wissens- und Bildungsanbieter Brockhaus stellt sie im Internet Schulstoff für die Jahrgangsstufen 5 bis 10 bereit. Die interaktiven Lernmodule sind werbefrei. Das Schülertraining ist für die für die Fächer Deutsch, Englisch, Französisch, Latein und Mathematik abrufbar. Es soll dabei helfen, Wissenslücken zu schließen und gelernte Unterrichtsinhalte zu vertiefen.

Um das Online-Angebot zu nutzen, braucht man einen gültigen Bibliotheksausweis, mit dem man sich über den WebOPAC der Stadtbücherei Bad Kissingen anmelden kann. Eine Neuanmeldung für neue Leser ist derzeit leider nicht möglich. Schüler, die sich anmelden möchten, können sich aber bei der Stadtbücherei melden. Deren Team arbeite gerade daran, eine Lösung für das Problem zu finden, heißt es auf Nachfrage des BR.

10.00 Uhr: Einkaufsservice des BRK im Raum Würzburg in Zeiten der Corona-Pandemie

© BR Fernsehen

In Zeiten der Corona-Pandemie bietet das Rote Kreuz im Raum Würzburg einen Einkaufsservice für Senioren und die Risikogruppe an. Der Service richtet sich auch an Menschen, die in Quarantäne sind.

07.40 Uhr: Warum das Gesundheitsamt nicht die Fallzahlen einzelner Gemeinden veröffentlicht

Das Landratsamt Würzburg erklärt in einer Pressemitteilung, warum es nur Zahlen für den gesamten Landkreis veröffentlicht und nicht für einzelne Gemeinden. Das Wissen, ob in einer Gemeinde zehn oder hundert Corona-Infizierte leben, bietet keine erhöhte Sicherheit für den Einzelnen, sagt Johann Löw, Leiter des Würzburger Gesundheitsamtes. Man müsse mittlerweile von einer hohen Dunkelziffer ausgehen, es gebe tatsächlich mittlerweile in fast jeder Landkreisgemeinde positiv getestete Personen. Der einzig wirksame Schutz vor einer Ansteckung sei die Einhaltung der Kontaktsperre und der Hygieneregeln. Zudem könnte in kleineren Gemeinden die Kenntnis über die Anzahl der Infizierten zu einer Stigmatisierung der Betroffenen führen – wie leider teilweise schon geschehen, so das Gesundheitsamt. Selbstverständlich würden Bürgermeister informiert, wenn sich eine Häufung von Fallzahlen in ihrer Gemeinde ergibt, so Löw. Medienvertretern gegenüber bestätige das Gesundheitsamt nur auf konkrete Anfragen hin, ob das Gesundheitsamt von einer Häufung weiß. Auch Landrat Eberhard Nuß bittet um Verständnis: „Unsere Mitarbeiter im Gesundheitsamt leisten seit fünf Wochen unermüdlich und über die persönlichen Belastungsgrenzen hinaus alles, was zur Bewältigung der Pandemie erforderlich ist. Wir alle sind zu solidarischem Handeln, Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen und Hygieneregeln aufgefordert. Es kann in diesen Zeiten nicht um Schuldzuweisungen gehen, sondern um Rücksichtnahme und Verantwortung für die Schwächsten.“

05.05 Uhr: Tafel Gemünden versorgt Bedürftige trotz Coronakrise weiter

Die vom Roten Kreuz getragene Tafel Gemünden sammelt und gibt zu den bekannten Öffnungszeiten Lebensmittel an Bedürftige aus. Da aus personellen Gründen kein Lieferdienst eingerichtet werden kann, weist die BRK Tafel Gemünden ausdrücklich darauf hin, dass auch Verwandte, Freunde, Nachbarn oder sonstige Helfer für bedürftige Senioren und Menschen mit Behinderung Lebensmittel abholen können. Einzige Voraussetzung: sie müssen den Berechtigungsschein der Bedürftigen vorlegen. Bei der Ausgabe werden die notwendigen Schutzmaßnahmen eingehalten. Da der Kreis der Helfenden zum großen Teil aus älteren, besonders gefährdeten Personen zusammensetzt und derzeit deshalb nicht hilft, kann es mit der Notbesetzung zu zeitlichen Verzögerungen kommen. Freiwillige arbeiten jetzt zum Teil jede Woche, andere haben sich spontan entschieden, mitzuarbeiten. Die BRK Tafel Gemünden bittet um Verständnis, dass die Lebensmittel-Ausgabe nicht kostenfrei sein kann wegen der laufenden Kosten wie Miete, Nebenkosten, Fahrzeuge auch während der Coronakrise. Nur Dank Lebensmittelspenden von Betrieben und sonstigen Spendern ist es in der momentan schwierigen Lage überhaupt möglich, den Tafelbetrieb aufrecht zu halten. Helfer zum Sortieren und zur Ausgabe der Lebensmittel bei der BRK Tafel Gemünden sind herzlich willkommen jeden Samstag um 10.00 Uhr im Tafelgebäude in der Bahnhofstraße 7. Wer mit Lebensmittel- oder Geldspenden unterstützen möchte, wendet sich bitte an den Tafelleiter Armin Stichel Telefon: 0174-3488574.

03.04.2020, 05.00 Uhr: FH Professoren und Studenten entwickeln einfaches, weltweit einsetzbares Beatmungsgerät

Professoren und Studenten der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt realisieren im Augenblick die Idee eines günstigen, weltweit einsetzbaren und mit lokalen Mitteln herstellbaren "Beatmungsgerätes". Der brasilianische Student Gustavo Pinto hatte die Idee dazu. Entwickelt wird laut FH für Situationen, in denen geschlossene Beatmungssysteme nicht (mehr) zum Einsatz bei der Versorgung von COVID-19-Patienten oder anderen beatmungspflichtigen Situationen zur Verfügung stehen. Mehrere Professoren und Studenten testen unterschiedliche Konzepte für Vorrichtungen, um die Bedienung von Beatmungsbeuteln personalsparend "automatisieren" zu können. Beatmungsbeutel werden laut FH in der der Regel durch eine Person mit der Hand zusammengedrückt. Dafür braucht es ununterbrochenen Personaleinsatz, es ist ermüdend und birgt beim Bediener die Gefahr eines nachlassenden Drucks bzw. wechselnder Frequenzen. Unter anderem mit der "Leo Academy" des Schweinfurter Leopoldina Krankenhaus werden nun mehrere Vorrichtungen entwickelt, mit denen die Bedienung der Beatmungsbeutel automatisiert werden kann. Ziel ist es, "das Produktdesign der Varianten und Versionen sowie die Stücklisten zu veröffentlichen und nach Kanälen zu suchen, um Krankenhäusern weltweit die Chance zu geben, Unterstützung zu bekommen und beim Erfordernis der Beutelbeatmung Hilfe leisten zu können," heißt es von der FH Würzburg-Schweinfurt.

20.00 Uhr: 1.448 Infizierte und 40 Tote in Unterfranken

Am Donnerstagabend (02.04.20) meldeten die Gesundheitsbehörden in Unterfranken 1.448 mit dem Coronavirus infizierte Personen. Bislang sind in dem Regierungsbezirk 40 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Stadt und Landkreis Würzburg sind es 467 Infizierte. 21 Menschen sind bereits gestorben. In Stadt und Landkreis Schweinfurt sind es 230 Infizierte. Sechs Menschen sind bereits gestorben. In Stadt und Landkreis Aschaffenburg sind es 276 Infizierte. Zehn Menschen sind bereits gestorben. Im Landkreis Main-Spessart sind es 74 Infizierte. Zwei Menschen sind bereits gestorben. Im Landkreis Bad Kissingen sind es 96 Infizierte. Ein Mensch ist bereits gestorben. Im Landkreis Haßberge sind es 68 Infizierte. Im Landkreis Kitzingen sind es 40 Infizierte. Im Landkreis Miltenberg sind es 150 Infizierte. Im Landkreis Rhön-Grabfeld sind es 47 Infizierte.

18.15 Uhr: Würzburg: Weiterer Todesfall im Seniorenheim St. Nikolaus

Das Gesundheitsamt Würzburg meldet einen weiteren Todesfall im Seniorenheim St. Nikolaus. Es handelt sich um einen 92-Jährigen. Der Mann war schwer vorerkrankt. Damit erhöht sich die Anzahl der Verstorbenen im Seniorenheim St. Nikolaus auf 17. In Stadt und Landkreis Würzburg sind bereits 21 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben.

18.00 Uhr: 32 Neuinfektionen in Stadt und Landkreis Würzburg

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg bestätigt (Stand: heute, 14.30 Uhr) in den letzten 24 Stunden 32 weitere auf das Corona-Virus positiv getestete Personen. Aktuell sind 467 Personen im Stadtgebiet und Landkreis Würzburg Corona-positiv. Aktuell sind 1.567 Patienten unter häusliche Quarantäne gestellt. Als gesund entlassen wurden insgesamt 82 Patienten. In Stadt und Landkreis Würzburg sind bereits 21 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben.

17.30 Uhr: Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus: Zehn Bewohner wieder gesund

Das Gesundheitsamt Würzburg meldet, dass zehn Bewohner, die mit dem Coronavirus infiziert waren, wieder gesund sind. Aktuell wurde bei 51 Bewohnerinnen und Bewohner der Erreger nachgewiesen. Hiervon werden acht in Krankenhäusern versorgt. Seit Feststellung des ersten Covid-19 Falls am 8. März sind 17 Bewohnerinnen und Bewohner an den Folgen des Coronavirus gestorben.

17.00 Uhr: Zwei Todesfälle in Seniorenheim Kramerswiesen in Oerlenbach

Seit dem 27. März sind im Seniorenheim Kramerswiesen in Oerlenbach zwei Bewohnerinnen gestorben. Bei einer davon konnte das Coronavirus nachgewiesen werden, bei der anderen steht das Testergebnis noch aus. Eine Frau, die am 30. März gestorben war, wurde auf das Coronavirus getestet. Die Frau, die bereits am 27. März gestorben war, war nicht unmittelbar auf den Erreger getestet worden. Laut Landratsamt Bad Kissingen hatte aufgrund des hohen Alters und diverser Vorerkrankungen nichts auf einen Zusammenhang mit einer Corona-Infektion hingedeutet. Im Seniorenheim wurden die bewohner getestet. Von den 38 Bewohnern sind 20 positiv getestet. Elf von 38 Mitarbeitern haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Von fünf Mitarbeitern stehen die Testergebnisse noch aus.

16.45 Uhr: 96 Infizierte im Landkreis Bad Kissingen

Im Landkreis Bad Kissingen sind derzeit (Stand: heute, 16 Uhr) 96 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Laut Landratsamt in Bad Kissingen sind innerhalb der vergangenen 24 Stunden 16 neue bestätigte neue Coronafälle dazugekommen. Bei den neuen Fällen handelt es sich um neun männliche und sieben weibliche Personen. 273 Menschen befinden in Quarantäne, 21 wurden aus der Quarantäne entlassen. Im Landkreis Bad Kissingen ist bereits eine Frau an den Folgen des Coronavirus gestorben.

16.30 Uhr: 47 Infizierte im Landkreis Rhön-Grabfeld

Im Landkreis Rhön-Grabfeld gibt es derzeit (Stand: heute, 16 Uhr) 47 mit dem Coronavirus infizierte Personen. Wie das Landratsamt in Bad Neustadt mitteilt, befinden sich fünf Menschen in stationärer Behandlung. Zehn Personen sind inzwischen genesen und konnten aus Quarantäne entlassen werden.

16.00 Uhr: 68 Infizierte im Landkreis Haßberge

Im Landkreis Haßberge sind aktuell (Stand: heute, 15.30 Uhr) 68 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Dem Landratsamt in Haßfurt zufolge befinden sich derzeit 163 Personen in häuslicher Quarantäne. Als gesund entlassen wurden mittlerweile zehn Bürgerinnen und Bürger.

15.20 Uhr: 276 Infizierte in Stadt und Landkreis Aschaffenburg

Das Gesundheitsamt Aschaffenburg meldet (Stand: heute, 15 Uhr) 276 Infizierte in Stadt und Landkreis Aschaffenburg, wobei 64 davon inzwischen wieder gesund sind. 27 Personen sind im Krankenhaus, acht davon auf der Intensivstation. 528 Personen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Im Raum Aschaffenburg sind bereits zehn Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben.

15.15 Uhr: Corona-Teststrecke in Würzburg nur mit Termin

Zwei Tage, nachdem in Würzburg die gemeinsame Corona-Teststrecke von Stadt und Landkreis in Betrieb gegangen ist, wendet sich das Landratsamt am Donnerstag (02.04.2020) mit einem Hinweis an die Öffentlichkeit: Getestet werden dort nur Personen, denen durch ihren Hausarzt oder die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) ein Testtermin zugeteilt wurde.

In den vergangenen Tagen seien Personen mit einer Krankschreibung zur Testrecke am Vogel Convention Center gekommen und meinten, nun auf Covid-19 getestet zu werden. Sie mussten unverrichteter Dinge wieder weggeschickt werden. Weiter laufen am Bürgertelefon von Stadt und Landkreis die Telefone heiß, weil Personen versuchen, dort einen Termin für einen Test zu bekommen. Der Ablauf zur Testvergabe sei in einigen Medien verkürzt dargestellt worden, heißt es aus dem Landratsamt.

Daher der Hinweis vom Landratsamt: Die Teststrecke ist ausschließlich für Personen gedacht, die vom Gesundheitsamt, der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern oder Kassenärzten zur Testung evaluiert wurden und denen einen Termin zur Testung mitgeteilt wurde.

15.00 Uhr: Würzburger Mozartfest denkt über eine reduzierte Variante nach

"Dass das Mozartfest in diesem Jahr, wie geplant stattfindet, davon ist wohl nicht mehr auszugehen", erklärt Claudia Haevernick, die Sprecherin des Mozartfestes auf Anfrage des BR. So denke man zum Beispiel über eine reduzierte Variante des Klassik-Musikfestivals nach, das eigentlich vom 29. Mai bis zum 28. Juni stattfindet. Wenn es ausfallen muss, wäre das das erste Mal seit 1951. Trotzdem bereite das Team, das seit einem Jahr an der Umsetzung arbeitet, derzeit alles so vor, dass das Festival komplett oder auch teilweise stattfinden könnte: Künstler, Technik und Hotels werden gebucht - Branchen, für die eine Absage existentiell werden könne.

14.15 Uhr: Zweiter Todesfall im Landkreis Main-Spessart

Das Landratsamt Main-Spessart meldet am Donnerstag (20.04.20) im Zusammenhang mit dem Coronavirus den zweiten Toten. Dabei handelt es sich um eine Person, die älter als 80 Jahre ist und Vorerkrankungen hatte. Laut Landratsamt gibt es aktuell (Stand: heute,13.30 Uhr) 74 positiv auf Covid-19 getestete Personen, davon befinden sich fünf Personen in stationärer Behandlung. 238 Personen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

14.00 Uhr: Coronavirus im Kreisalten- und Pflegeheim Werneck

Im Kreisalten- und Pflegeheim Werneck das Coronavirus nachgewiesen worden. Wie das Landratsamt Schweinfurt mitteilt, sind Bewohner und Mitarbeiter eines Wohnbereichs getestet worden. Bei 21 von insgesamt 26 Bewohnern und vier von 24 Mitarbeitern war der Test auf Covid-19 positiv. Die Bewohner werden weiterhin in der Einrichtung versorgt. Keiner der Bewohner ist derzeit im Krankenhaus. "Zwei Bewohnern geht es nicht so gut, doch die meisten sind überwiegend symptomfrei oder haben nur geringe Beschwerden", berichtet Matthias Gehrig, der kommissarische Leiter des Gesundheitsamts Schweinfurt. Wie und durch wen das Virus in die Einrichtung gekommen sei, könne man nicht mehr nachvollziehen, so Gehrig. Der Träger des Kreisalten- und Pflegeheims Werneck ist der Landkreis Schweinfurt.

13.50 Uhr: "Support your local" Würzburg

Um den Einzelhandel in Würzburg in Zeiten von Corona zu unterstützen, hat die Wirtschaftsförderung der Stadt die Informationsplattform #supportyourlocal gestartet. Hier werden die verschiedenen Einzelhändler zusammen aufgelistet. Denn alle Geschäfte, soweit sie nicht der Grundversorgung dienen, bleiben bis auf Weiteres geschlossen – und bangen um die Existenz. Der Würzburger Handel hat darauf reagiert und möchte weiterhin auf den aktuell rechtlich möglichen Wegen für seine Kunden erreichbar sein. Der Konsument kann sich über diverse, meist digitale Kommunikationskanäle des Handels, über die Angebote informieren und sogar nach Hause liefern lassen. Natürlich unter Berücksichtigung aller notwendigen hygienischen Sicherheitsvorkehrungen.

© Stadt Würzburg

"Support your local" Würzburg

13.30 Uhr: Würzburger Wertstoffhöfe öffnen eingeschränkt wieder

Ab dem 6. April öffnen die Wertstoffhöfe der Stadt Würzburg eingeschränkt und unter Auflagen wieder ihre Tore. Anlieferungen aus dem Stadtgebiet sind in dringenden Fällen nach vorheriger Anmeldung möglich. Der Wertstoffhof in der Gattinger Straße hat am Montag und Mittwoch von 9 Uhr bis 14 Uhr geöffnet. Der Wertstoffhof in der Edith-Stein-Straße hat von Donnerstag bis Samstag zwischen 9 Uhr und 14 Uhr geöffnet. Personen, die etwas zu entsorgen haben, müssen sich unter der Servicenummer 0931/37-4445 einen Termin geben lassen.

12.40 Uhr: Kleines Kunstwerk für Ärzte und Pfleger in Schweinfurter Krankenhaus

Unbekannte Künstler haben vor dem Krankenhaus St. Josef in Schweinfurt ein kleines Kunstwerk platziert, um ihrer Wertschätzung für die Arbeit von Ärzten und Pflegern Ausdruck zu verleihen. Entdeckt wurde die Installation in der Nacht von Samstag auf Sonntag vor der Pforte. Dazu schreibt der Arzt Dr Gunter Pestel: "Solche Demonstrationen der Wertschätzung sind ermutigend für alle Beschäftigten im Krankenhaus, insbesondere für die im Feuer stehenden Intensivschwestern, in diesen Tagen empfunden werden. Ich habe niemanden bei uns gesprochen, der sich nicht wie Bolle über diese Aktion gefreut hätte."

© Gunther Pestel

Kunstwerk für Ärzte und Pfleger in Schweinfurter Krankenhaus

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12.05 Uhr: Abgesagte Kommunionfeiern - Weihbischof schreibt an die Kinder

Wegen der unsicheren Lage in der Coronakrise sind alle Erstkommunionfeiern im Bistum Würzburg abgesagt und verschoben worden. Zunächst waren mit der Schulschließung die Feiern am 19. April abgesagt. Inzwischen wurden auch die folgenden Termine verworfen. Jetzt hat sich der Würzburger Weihbischof Ulrich Boom mit einem offenen Brief an die betroffenen Kommunionkinder gewandt. "Jesus lädt Dich ein, mit ihm das Brot zu teilen und Mahl zu halten. An seiner Einladung ändert sich nichts. Und sobald es möglich ist, wirst Du mit Deiner Familie und der Gemeinde die Erstkommunion feiern", schreibt er. Mit einer Geschichte von den beiden Jünger auf dem Weg nach Emmaus spendet er den Kindern Trost und schreibt weiter: „Es wird anders sein als geplant! Im Rückblick wird es einen besonderen Platz in Deinem Leben einnehmen. Von der Erstkommunion wirst Du immer im Zusammenhang mit der Coronakrise erzählen können - wie ein Fest der Auferstehung nach einer Zeit der Unsicherheit, des Wartens und des Fragens." Die verantwortlichen Mitarbeiter für die Erstkommunionvorbereitung in den jeweiligen Pastoralteams stehen in Kontakt mit den Familien und suchen Lösungen und Wege für eine entsprechende Feier, sobald dies möglich ist.

10.23 Uhr: Keine Corona-Testergebnisse am Bürgertelefon

Das Informationsbedürfnis der Bevölkerung im Zusammenhang mit Corona ist groß. Rathäuser und Landratsämter haben dafür Bürgertelefone eingerichtet. Eine Abfrage von Testergebnissen ist über diese Hotlines aber nicht möglich. Darauf haben Landratsamt und Gesundheitsamt in Bad Kissingen jetzt noch einmal hingewiesen. Täglich gehen dort über 300 Anrufe ein. Den Mitarbeitern liegen allerdings keine Informationen über Corona-Testergebnisse vor.

Positive Ergebnisse, so heißt es, würden den Betroffenen unverzüglich mitgeteilt. Bei negativen Ergebnissen könne es aufgrund der großen Menge zu zeitlichen Verzögerungen kommen. In allen Fällen gelte jedoch: Die jeweilige Stelle kommt ohne Nachfrage auf die Betroffenen zu und teilt das Ergebnis mit. Auch Anfragen über die die Telefonnummer 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes seien zwecklos und blockierten nur die Kapazitäten.

05.45 Uhr: Welle von Ordnungswidrigkeiten - und ein Strafbefehl

Die Staatsanwaltschaft am Landgericht Würzburg hat eine "Sonderzuständgkeit" für Delikte eingerichtet, die im Zusammenhang mit der Corona-Krise stehen. Alle Fälle landen künftig bei einem Sachbearbeiter. Nach Auskunft von Pressesprecher Boris Raufeisen wurden auch bereits erste Verfahren wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz zur Prüfung vorgelegt. Dabei handelt es sich nach Worten Raufeisens überwiegend um unerlaubte Ansammlungen von mehr als zwei Personen - Fälle, die die Staatsanwaltschaft mangels Strafbarkeit an die Polizei zurückgegeben hat. Dort werden sie als Ordnungswidrigkeiten verfolgt. "In einem Verfahren wurden jedoch auch schon Strafbefehle mit deutlicher Geldstrafe beantragt", sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft; aus prozessualen Gründen könne derzeit dazu allerdings keine weitergehende Auskunft erteilt werden. Der 18 Ordnungswidrigkeiten umfassende Bußgeldkatalog "Corona-Pandemie" des bayerischen Innenministers verschafft der unterfränkischen Polizei derzeit viel Arbeit. Allein an den vier Tagen von Samstag bis Dienstag kamen 940 Anzeigen zusammen. "Das polizeiliche Einschreiten erfolgt stets mit Augenmaß", betont Polizeisprecher Philipp Hümmer und richtet erneut einen dringenden Appell an alle Bürger, zuhause zu bleiben. Das Verlassen der eigenen Wohnung sei nur beim Vorliegen triftiger Gründe erlaubt - zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit, zum Arztbesuch oder Einkaufen. Die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen sei absolut notwendig, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

05.40 Uhr: Altes Krankenhaus in Bad Neustadt vorerst kein Corona-Hilfskrankenhaus

Das ehemalige Kreiskrankenhaus von Bad Neustadt dürfte vorerst nicht als Corona-Hilfskrankenhaus reaktiviert werden. Wie Rhön-Grabfeld-Landrat Thomas Habermann am Abend (Mittwoch, 1.4.) dem Bayerischen Rundfunk sagte, behalte man das Haus zwar für den Notfall im Hinterkopf. Es gebe in der Region aber weit bessere Möglichkeiten, die zuerst ausgeschöpft werden könnten.

An erster Stelle nennt der Landrat hier die Rhön-Klinikum AG mit Sitz in Bad Neustadt. Aber auch in Reha-Kliniken stünden Betten zur Verfügung. Bei einer Kreistagssitzung am Mittwochnachmittag wurde laut Habermann auch nicht explizit über das alte Krankenhaus gesprochen. Die Klinik, die mittlerweile zur Rhön-Klinikum AG gehört, war Anfang 2019 auf deren Campus im Stadtteil Herschfeld umgezogen. Das bisherige Gebäude in der Goethestraße steht seither leer. Außer einigen Einbauschränken, sagt der Landrat, befinde sich darin kein Inventar mehr. Medizinisch und hygienisch sei das Haus in keinem Zustand, der eine schnelle Wiederinbetriebnahme erlauben würde.

Das Rhön-Klinikum dagegen, so Habermann, verfüge über eine Vielzahl an voll ausgestatteten Räumen. Dort gebe es derzeit 60 Intensivbetten mit Beatmungsgeräten. Eine Erweiterung auf 200 Intensivbetten wäre möglich. Auf der alten Herzinsuffizienzstation des Rhön-Klinikums stünden zudem noch einmal über 100 Betten zur Verfügung. Räumlichkeiten wären also nicht das Problem, eher schon die Personalkapazitäten.

Haupttagesordnungspunkt der Kreistagssitzung am Mittwoch war die Verabschiedung des neuen Kreishaushalts mit einem Volumen von rund 90 Millionen Euro. Die Entscheidung dafür fiel einstimmig. Aus Infektionsschutzgründen fand die Sitzung in kleinerem Kreis und unter Einhaltung der nötigen Sicherheitsabstände in der Stadthalle von Bad Neustadt statt.

05.35 Uhr: Corona-Teststrecke in Marktheidenfeld schafft täglich 50 Tests

Die Corona-Teststrecke des Landkreises Main-Spessart in Marktheidenfeld auf dem Laurenzi-Festplatz- funktioniert. Davon überzeugte sich heute am dritten Tag Landrat Thomas Schiebel bei einem Pressetermin vor Ort. Personen werden dort auf das Corona-Virus getestet, aber nur diejenigen, die zuvor das Staatliche Gesundheitsamt Main-Spessart telefonisch oder schriftlich eingeladen hatte. Auch Patienten der niedergelassenen Ärzte im Landkreis könnten dort nicht getestet werden. Mehrere Stunden am Tag fahren in dem großen weißen Zelt Fahrzeuge vor, deren Insassen Mitarbeiter des Gesundheitsamts testen. „Die Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsamt, der Führungsgruppe Katastrophenschutz und den beteiligten Hilfsorganisationen laufe hervorragend, lobte Landrat Schiebel die Planung und Organisation der Teststrecke und die sehr gute Unterstützung durch Technisches Hilfswerk und Rotes Kreuz. Geladene Personen müssen sich durch einen Berechtigungsschein ausweisen. Erst dann dürfen sie im Zelt vorfahren und dort zum ersten Mal auf dem Gelände die Autofenster herunterlassen. Dort steht ein Mitarbeiter mit Schutzanzug und –maske, der mit Hilfe eines Teströhrchens die Probe entnimmt. Die Arbeit im Schutzanzug und mit Maske stellt sich als sehr belastend für den einzelnen Mitarbeiter dar und macht Pausen während der Tätigkeit notwendig. Die Proben werden am frühen Nachmittag ins Labor nach Erlangen gefahren, wo täglich um 15 Uhr Annahmeschluss ist. Bis zu 50 Personen werden täglich in Marktheidenfeld getestet.

05.30 Uhr: Bosch Rexroth schränkt am Standort Augsfeld Produktion ab Freitag für zehn Tage ein

Das Bosch Rexroth Werk im Haßfurter Stadtteil Augsfeld wird die Zeit rund um Ostern für eine Betriebseinschränkung nutzen. Wie die Bosch Rexroth Pressestelle am Hauptsitz in Lohr auf BR-Nachfrage mitteilt, schränkt Bosch Rexroth schränkt seine Produktion am Standort Augsfeld vom 3. bis 13. April vorübergehend ein. Davon betroffen sind große Teile der Produktion sowie die Administration. Darauf haben sich Unternehmen und Arbeitnehmervertretung geeinigt. Die Beschäftigten wurden zeitnah informiert, nehmen dafür Urlaub, gleichen ihre Zeitkonten aus und nutzen ihre zusätzlichen freien Tage innerhalb der tariflichen Regelung. Mit dieser Maßnahme passt das Unternehmen seine Produktionskapazität an die aktuell geringere Auslastung an. Auch im Maschinenbau sind die Folgen der Corona-Pandemie zunehmend zu spüren. Unternehmen weltweit – das betrifft sowohl die Kunden als auch Zulieferer – fahren ihre Produktion vorübergehend herunter oder setzen diese aus. Damit greifen auch Wertschöpfungsketten nicht mehr störungsfrei ineinander.

02.04.2020, 05.25 Uhr: Schweinfurter Diakonievorstand bittet Bevölkerung Mundschutz zu nähen

Der Vorstand der Diakonie-Schweinfurt mit eigenem Seniorenpflegeeinrichtungen, Jochen Keßler-Rosa, bittet in einer Pressemitteilung darum, dass Menschen Mundschutz nähen. „Wer nähen kann und geeignetes Material hat oder besorgen kann – bitte mitmachen! Dreilagig ist wichtig, zum Beispiel Baumwolle, waschbar bei 60 Grad. Und wer die produzierten Artikel dann nicht für sich selber braucht, spendet dann zum Beispiel an die Tafel oder andere Dienste der Wohlfahrtsverbände, zum Beispiel die Diakonie. Natürlich ist der selbst genähte Mundschutz kein hundertprozentiger Schutz vor Ansteckung, aber er verringert das Ansteckungsrisiko und schützt die Mitmenschen, wenn man selbst schon positiv ist, ohne es zu wissen, was wohl häufiger vorkommt,“ heißt es in der Mitteilung wörtlich. Über alle Kanäle würde Material bestellt, so manche angekündigte Lieferung stehe allerdings „in der Sternen“ oder im Stau, melde der Zentraleinkauf der Diakonie Schweinfurt und auch die Bedarfsabfragen der öffentlichen Hand führten bisher noch nicht zu Auslieferungen an die Pflege- und Betreuungsdienste, heißt es weiter. Stopp Die Pressestelle der Diakonie betont weiter, dass diese Aktion auch deshalb wichtig sei, da die professionelleren Hilfsmittel für die medizinischen und pflegerischen Aufgaben dringend benötigt werden. „Wenn Sie professionelle Schutzmaterialien spenden wollen (ffp2 Masken, Schutzkleidung oder Desinfektionsmittel) melden Sie dies bitte per Mail bei der gemeinsamen Sammelstelle der Stadt und des Landkreises Schweinfurt: materialspende@lrasw.de. Das Material wird dann dort eingesetzt, wo es am notwendigsten gebraucht wird und kann helfen Leben zu retten,“ heißt es weiter.

20.00 Uhr: 1327 Infizierte und 38 Tote in Unterfranken

Die unterfränkischen Gesundheitsbehörden meldeten am Mittwochabend (01.04.20) 1327 mit dem Coronavirus Infizierte Personen. 38 Menschen sind bereits an den Folgen des Erregers gestorben. In Stadt und Landkreis Würzburg waren es 440 Infizierte. 20 Menschen starben bereits. In Stadt und Landkreis Schweinfurt waren es 199 Infizierte. Sechs Menschen starben bereits. In Stadt und Landkreis Aschaffenburg: waren es 265 Infizierte. Zehn Menschen starben bereits. Im Landkreis Bad Kissingen waren es 80 Infizierte. Ein Mensch starb bereits. Im Landkreis Main-Spessart waren es 68 Infizierte. Ein Mensch starb bereits. Im Landkreis Haßberge waren es 70 Infizierte. Im Landkreis Kitzingen waren es 34 Infizierte. Im Landkreis Miltenberg waren es 124 Infizierte. Im Landkreis Rhön-Grabfeld waren es 47 Infizierte.

17.30 Uhr: Corona-Tests im Seniorenheim in Oerlenbach abgeschlossen

Nachdem am vergangenen Wochenende erste Coronafälle im Seniorenheim Kramerswiesen in Oerlenbach bestätigt wurden, sind alle Bewohner getestet worden. Von den insgesamt 38 Bewohnern sind 20 positiv getestet worden. Außerdem wurden elf Mitarbeiter positiv und 14 negativ getestet. Direkt nach Bekanntwerden der ersten Fälle wurden Sofortmaßnahmen zum Schutz der Bewohner und der Mitarbeiter ergriffen. Die Senioren wurden in ihren Zimmern isoliert. Nun werden Corona-Tests mit weiteren, derzeit nicht aktiven Mitarbeitern veranlasst, um anstehende Schichtwechsel organisatorisch vorzubereiten. In dem Seniorenheim Kramerswiesen ist bereits eine Bewohnerin an den Folgen des Coronavirus gestorben.

17.15 Uhr: 80 Infizierte im Landkreis Bad Kissingen

Im Landkreis Bad Kissingen liegen aktuell 80 bestätigte Coronafälle vor. In den vergangenen 24 Stunden sind laut Landratsamt sechs weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei den neuen Fällen handelt es sich um fünf weibliche und eine männliche Person. 254 Personen befinden sich derzeit in Quarantäne. Aus der Quarantäne entlassen wurden inzwischen 21 Personen. Im Landkreis sind bislang insgesamt 102 Coronafälle bestätigt. Ein Mensch ist an den Folgen des Erregers gestorben.

16.50 Uhr: 440 Infizierte in Stadt und Landkreis Würzburg

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg meldet (Stand: heute, 14.30 Uhr) 440 mit dem Coronavirus infizierte Personen. In den letzten 24 Stunden waren 32 weitere auf das Corona-Virus positiv getestete Personen dazugekommen. Aktuell sind 1.541 Personen unter häusliche Quarantäne gestellt. Als gesund entlassen wurden insgesamt 78 Patienten, davon 14 in den vergangenen 24 Stunden. Die Zahl der insgesamt positiv Corona auf getesteten Personen liegt nun bei 538. Im Raum Würzburg starben bereits 20 Menschen an den Folgen des Erregers

16.45 Uhr: 70 Corona-Fälle im Landkreis Haßberge

Das Landratsamt im Landkreis Haßberge meldet (Stand: heute, 15 Uhr) 70 positiv auf das Coronavirus getestete Personen. Acht von ihnen befinden sich in stationärer Behandlung. Derzeit befinden sich 162 Menschen in häuslicher Quarantäne. Zehn Personen sind inzwischen wieder vollkommen gesund.

16.30 Uhr: 265 Corona-Fälle im Raum Aschaffenburg

Das Gesundheitsamt Aschaffenburg meldet für Stadt und Landkreis Aschaffenburg (Stand, heute: 15.30 Uhr) 265 positiv auf das Coronavirus getestete Personen. In Quarantäne befinden sich derzeit 1.028 Menschen.Im Raum Aschaffenburg sind bislang zehn Personen an den Folgen des Erregers gestorben.

15.30 Uhr: Corona-Teststrecke des Landkreises Main-Spessart nimmt pro Tag 50 Proben

Der Betrieb in der Corona-Teststrecke des Landkreises Main-Spessart auf dem Laurenzi-Festplatz in Marktheidenfeld läuft. Seit zwei Tagen werden dort täglich bis zu 50 Personen in ihren Autos auf das Corona-Virus getestet. Mehrere Stunden am Tag fahren in dem großen weißen Zelt Fahrzeuge vor, deren Insassen Mitarbeiter des Gesundheitsamts testen. "Die Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsamt, der Führungsgruppe Katastrophenschutz und den beteiligten Hilfsorganisationen laufe hervorragend", lobte Landrat Thomas Schiebel die Planung und Organisation der Teststrecke und die sehr gute Unterstützung durch Technisches Hilfswerk und Rotes Kreuz. Geladene Personen müssen sich erst durch einen Berechtigungsschein ausweisen, dann dürfen sie im Zelt vorfahren und das Autofenster herunterlassen. Im Zelt steht ein Mitarbeiter mit Schutzanzug und –maske, der mit Hilfe eines Teströhrchens die Probe entnimmt. Die Proben werden am Nachmittag ins Labor nach Erlangen gefahren.

14.30 Uhr: Zahl der Hausärzte in Würzburger Pflegeheimen wird begrenzt

Bislang behandelten meist die vertrauten Hausärzte die Bewohner in Würzburger Senioren- und Pflegeheimen. Das soll sich jetzt ändern: Die Stadt Würzburg, der Landkreis und das Gesundheitsamt haben nun eine neue Strategie abgestimmt, wie eine Sprecherin der Stadt heute (1.4.) mitteilt: Um die Zahl der Kontakte von außen in die Pflegeeinrichtungen hinein insgesamt zu verringern, gelte künftig die Regel, dass nur noch ausgesuchte Ärzte die Heimbewohner versorgen. Dazu werden bestimmte Hausärzte, die bereits aktuell viele Patienten im Heim betreuen, für zuständig erklärt. Allen übrigen Ärzten werde der Zugang zu den Einrichtungen untersagt.

13.30 Uhr: Wertstoffhof Kitzingen ab Donnerstag wieder geöffnet

Der Wertstoffhof des Landkreises Kitzingen im Kitzinger Technologiepark conneKT ist ab Donnerstag (2.04.20) wieder geöffnet. Private, gewerbliche sowie kommunale Anlieferungen aus dem Kreis Kitzingen sind zu den üblichen Annahmezeiten dann wieder möglich. Das Kompostwerk und die Bauschuttdeponien des Landkreises in Iphofen und Effeldorf bleiben weiterhin für Privatanlieferungen und -abholungen geschlossen.

© Stadt Kitzingen/Harald Heinritz

Der Wertstoffhof des Landkreises Kitzingen im Kitzinger Technologiepark conneKT ist ab Donnerstag (2.04.20) wieder geöffnet.

12.20 Uhr: Mainfranken Theater in Würzburg produziert Gesichtsmasken

Auch das Würzburger Mainfranken Theater, dessen Regelbetrieb zurzeit ruht, zeigt sich in dieser Situation solidarisch und stellt ab sofort Atemschutzmasken her. "Wir verfolgen das Thema schon lange, aber es war nicht einfach, überhaupt an geeigneten Stoff zu kommen", sagt Stefan Schill, der Kostümdirektor des Mainfranken Theaters Würzburg. Aber jetzt sei seine Bestellung endlich eingetroffen, und sein Team und er haben begonnen, zu Hause Atemschutzmasken zu nähen. Einige Hundert Exemplare können mit der Stofflieferung zunächst hergestellt werden.

Eine bedarfsgerechte Verteilung erfolgt über den städtischen Katastrophenstab. Die Masken für einen einfachen Behelfs-Mund- und Nasenschutz werden nach Muster aus einem im medizinischen Bereich empfohlenen Baumwoll-Polyester-Mischgewebe angefertigt, das kochfest ist und nicht einläuft.

© Mainfranken Theater / Tanja Schimscha

Mundschutz aus der Produktion des Mainfranken Theaters

12.15 Uhr: Zwei Corona-Teststrecken in Würzburg in Betrieb gegangen

Auf dem Gelände des Vogel Convention Centers (VCC) im Würzburger Stadtteil Zellerau haben Stadt und Landkreis am Dienstag zwei Corona-Teststrecken in Betrieb genommen. Am ersten Nachmittag wurden dort bereits 39 Tests durchgeführt. Die Teststrecken sind ausschließlich für Personen gedacht, die vom Gesundheitsamt, der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern oder Kassenärzten zur Testung vorgesehen sind.

"Die Teststrecken, die von zwei Ärzten und Sanitätspersonal des Bayerischen Roten Kreuzes besetzt sind, bieten zusätzliche Testkapazitäten bei möglichst wenig Patientenkontakt und möglichst wenig Verbrauch von Schutzausrüstung", sagt Harald Rehmann, Leiter des Amts für Zivil- und Brandschutz. Die Strecke entstand kurzfristig über das Wochenende in Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis Würzburg gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung, dem Technischen Hilfswerk und dem Bayerischen Roten Kreuz.

Beide Strecken sind in einer sogenannten Drive-Thru-Lösung angelegt "Personen, die von Kassenärzten, Gesundheitsamt oder Kassenärztlicher Vereinigung Bayern evaluiert wurden und telefonisch einen Termin zur Testung mitgeteilt bekommen haben, fahren über die Einfahrt in der Max-Planck-Straße auf den Parkplatz des VCC und halten dort ihren Personalausweis bereit", erklärt Kerstin Gressel vom Landratsamt Würzburg. Die zur Testung vorgesehenen Personen verlassen ihren Wagen nicht, sie lassen die Fensterscheiben geschlossen. Im Testbereich selbst wird eine Probe mittels eines Abstriches genommen - nur dafür wird kurz die Fensterscheibe geöffnet. "Innerhalb von zwei bis drei Tagen dürfte das Ergebnis der Testung vorliegen", so Gressel.

Wer negativ getestet ist, erhält das Ergebnis von der Kassenärztlichen Vereinigung, wer mit dem Corona-Virus infiziert ist, erhält Handlungsanweisungen über das Gesundheitsamt. Das Testmaterial ist über Gesundheitsamt und Kassenärztliche Vereinigung organisiert, die Schutzausrüstungen über Landratsamt und Stadt Würzburg. Die Wahl fiel auf das Gelände des Vogel Convention Centers durch seine geeignete Lage, einer gut organisierbaren Zu- und Abfahrt der Pkw und der Kapazitäten, die es auch dem medizinischen Personal erlauben, sich in Pausen zurückzuziehen.

11.14 Uhr: 124 Coronavirus-Infektionen im Landkreis Miltenberg

Im Landkreis Miltenberg ist die Zahl der bekannten Coronavirus-Infektionen auf 124 gestiegen. Fünf Menschen befinden sich aktuell in stationärer Behandlung, davon eine Person intensivpflichtig. 25 Personen sind bereits gesund. Wie das Landratsamt mitteilt, zeigen alle anderen Infizierten bislang entweder keine oder milde Symptome.

11.05 Uhr: "Danke für Alles ihr Helden"

Am Schweinfurter Leopoldina Krankenhaus ist ein Transparent als Mutmacher für Ärzte und Krankenpfleger befestigt worden. "Danke für Alles ihr Helden", steht darauf. Offensichtlich stammt die Botschaft von Fans des FC Schweinfurt 05.

09.45 Uhr: IHK Würzburg-Schweinfurt warnt vor Abmahnungen und Bußgeldern beim Masken-Nähen

Die IHK Würzburg-Schweinfurt rät zur Vorsicht beim Nähen von Atemschutzmasken in der Coronakrise. Firmen, Selbstständige oder Privatpersonen, die einfache Masken, etwa aus Baumwolle, nähen, sollten diese nicht als Atem- oder Mundschutz anbieten. Dies könne einen Verstoß gegen die produktspezifischen Kennzeichnungspflichten nach dem Medizinproduktegesetz sowie gegen das Irreführungsverbot nach Paragraf 4 Absatz 2 des Medizinproduktegesetzes darstellen, erläutert Ralf Jahn, Hauptgeschäftsführer der IHK Würzburg-Schweinfurt. "Die Bezeichnung als Atem- oder Mundschutz ist Medizinprodukten vorbehalten, die über eine entsprechende Zertifizierung mit CE-Kennzeichnung verfügen", so Jahn weiter. Wer etwa Baumwollmasken nähe, solle diese vielmehr "Mundbedeckung" oder "Mundmaske" beziehungsweise "Gesichtsmaske" nennen. "Wichtig ist, dass das Wort ‚Schutz‘ nirgends auftaucht", erklärt der IHK-Hauptgeschäftsführer. Sofern in der Artikelbeschreibung "Covid-19" stehe, solle man darüber hinaus darauf hinweisen, dass die Maske nicht wirksam vor einer Ansteckung schütze. Bei Zuwiderhandlung könnten im schlimmsten Fall wettbewerbsrechtliche Abmahnungen sowie Straf- und Bußgeldverfahren drohen, so Jahn abschließend.

09.40 Uhr: Drei Corona-Patienten aus Italien werden in Würzburg versorgt

Auf Nachfrage des BR bestätigt die Sprecherin der Universitätsklinik Würzburg, dass ein italienischer Patient mit Covid-19-Infektion am Klinikum aufgenommen wurde, der bereits wieder von der Beatmungsmaschine genommen werden konnte. Insgesamt sollen noch zwei weitere Corona-Patienten aus Italien dort versorgt werden. Italien ist in Europa das am stärksten von der Corona-Krise betroffene Land: 105.792 Menschen sind infiziert, 12.428 sind bereits gestorben, 15.729 sind genesen. Wie die Sprecherin sagt, habe sich die Uniklinik als Krankenhaus zur Aufnahme bereit erklärt, woraufhin die Bayerische Staatsregierung die Verteilung mit den Kliniken abgestimmt habe.

"Wir können schwerstkranken Patienten mit unseren intensivmedizinischen Kapazitäten helfen, das steht im Vordergrund", erklärt die Sprecherin. Man sei gut auf die voraussichtlich ansteigenden Corona-Fallzahlen vorbereitet ist, habe derzeit also noch viele Kapazitäten frei, wie Professor Georg Ertl, Ärztlicher Direktor des UKW, am Montag gegenüber der Presse erklärte. Seine Sprecherin bestätigte heute nochmal, dass die Uniklinik die Aufnahme für ein "gutes Signal von Solidarität in Europa" und für selbstverständlich halte. "

Eine Vorbereitung des Fachpersonals erfolgt im Uniklinikum selbst durch eine enge Abstimmung mit allen beteiligten medizinischen und nichtmedizinischen Fachbereichen unter der Leitung der Corona Task Force." Zudem wurden am Uniklinikum vor der Aufnahme der italienischen Patienten bereits Patienten mit COVID-19 Infektion behandelt - die nötigen Schutzmaßnahmen und die Infrastruktur ist also gegeben.

09.35 Uhr: Landratsamt Würzburg ahndet erste Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen

Die Polizeiinspektionen Würzburg-Land und Ochsenfurt haben seit Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkung in Bayern am 24. März 2020 zahlreiche Verstöße an das Landratsamt gemeldet. Jetzt werden die ersten 25 Verstöße geahndet. Laut Pressestelle des Landratsamtes kommen aber ständig neue Anzeigen nach. Die meisten Meldungen betreffen das Nichteinhalten des vorgeschriebenen Mindestabstandes und das Verlassen der eigenen Wohnung ohne triftigen Grund. Für beide Verstöße sieht der gemeinsame Bußgeldkatalog des Bayerischen Innen- und Gesundheitsministeriums jeweils Regelsätze in Höhe von 150 Euro pro Person vor.

Landrat Eberhard Nuß appelliert erneut an die Landkreisbürger: "Halten Sie sich an die Ausgangsbeschränkungen und halten Sie auch die gebotenen Mindestabstände ein. Sie schützen damit sich und andere. Diese Maßnahmen haben in Kombination mit der Beachtung der Hygieneregeln ihre Effektivität bereits bewiesen. Sie sind das einzige wirksame Mittel, um die Corona-Pandemie so zu verlangsamen, dass unser Gesundheitssystem die Krise ohne Kollaps übersteht."

09.30 Uhr: Stadtpfarrkirche Lohr hängt Selfies in der Kirche auf

Die Stadtpfarrkirche in Lohr (Lkr. Main-Spessart) füllt sich langsam wieder. Zwar nicht mit Menschen, aber mit Fotos von Menschen. Pfarrer Sven Johannsen hat seine Gemeinde dazu aufgefordert, Selfies zu schicken. Ausgedruckt und aufgestellt zieren inzwischen 60 Köpfe den Kirchenraum und es werden täglich mehr.

© Stadtpfarrkirche Lohr/Sven Johannsen

Die Stadtpfarrkirche Lohr hängt Selfies in der Kirche auf.

09.25 Uhr: Corona-Update aus dem Landkreis Main-Spessart

Im Landkreis Main-Spessart gibt es aktuell 68 positiv auf Covid-19 getestete Personen, davon befinden sich sieben Personen in stationärer Behandlung im Klinikum Main-Spessart, eine davon auf der Intensivstation, 238 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

04.55 Uhr: Vier Corona-Tote in Schweinfurter Seniorenheim

Auch in einem Schweinfurter Seniorenheim ist es zu einer Häufung von Todesfällen nach Infektionen mit dem Coronavirus gekommen. Am Dienstagabend teilte das Gesundheitsamt mit, dass in der Pflegeeinrichtung drei an Covid-19 erkrankte Menschen gestorben seien. Alle seien über 80 Jahre alt gewesen und hätten Vorerkrankungen gehabt. Von insgesamt sechs in Schweinfurt nach einer Erkrankung mit dem Erreger verstorbenen Menschen lebten damit den Angaben zufolge vier in demselben Pflegeheim. Von den aktuell in Schweinfurt 195 positiv auf das Covid-19 getesteten Menschen würden 22 in Krankenhäusern behandelt. 515 Kontaktpersonen befänden sich in Quarantäne. 14 mit dem Virus Infizierte gelten inzwischen als geheilt.

04.50 Uhr: Fünf Patienten und ein Mitarbeiter in Reha-Einrichtung des Rhön-Klinikums positiv auf Corona-Virus getestet

In der kardiologischen Rehabilitation am Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt im Landkreis Rhön-Grabfeld sind fünf Patienten und ein Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das Gesundheitsamt hat die kardiologische Rehabilitation Haus 6 unter Quarantäne gestellt. Die mit dem Corona-Virus infizierten Patienten wurden isoliert. Der Mitarbeiter ist in häuslicher Quarantäne. Alle Mitarbeiter der kardiologischen Rehabilitation werden auf das Virus getestet. "Wir prüfen aktuell, welche Patienten, die nicht erkrankt sind, entlassen werden können und welche Patienten, deren Versorgung zuhause nicht gewährleistet ist, von uns versorgt werden können," heißt es vom Rhön-Klinikum. Die Patienten, die keinerlei Verdacht auf Covid-19 haben, können sich in der Klinik frei bewegen. "Wir versuchen zurzeit in unseren Reha-Einrichtungen keine neuen Patienten mehr aufzunehmen. Die Patienten, die sich bereits in unseren Reha-Kliniken befinden und dringend behandelt werden müssen, werden wir natürlich in enger Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden weiter behandeln," heißt es vom Rhön-Klinikum. Auf die Frage, ob es in der Klinik genügend Schutzausrüstung gibt, heißt es vom Rhön-Klinikum wörtlich: "Gegenwärtig können wir die spürbaren Lieferbeschränkungen durch unsere Lagerbestände noch ausgleichen. Dies wird schwieriger, je länger die Corona-Pandemie anhält. Wir verfügen aktuell an unseren Klinikstandorten noch über ausreichend Schutzausrüstung. Wir stehen mit Lieferanten wie auch mit den Landesregierungen in Kontakt, um Schutzausrüstung zu ordern. Wie alle Krankenhäuser sind auch wir von den Lieferschwierigkeiten betroffen. Wir rechnen in der kommenden Woche mit einer größeren Menge Mund-Nasenschutz und Schutzmasken für unsere Kliniken. Zudem bereiten wir Schutzmasken auf und können so einen möglichen Lieferengpass zusätzlich überbrücken."

04.45 Uhr: "Schweinfurter Tafel" öffnet wieder zwei Mal in der Woche

Die "Schweinfurter Tafel" öffnet heute wieder ihre Lebensmittelausgabestelle im Stadtteil Bergl. Das sagte Ernst Gehling, der Vorsitzende der Schweinfurter Tafel, auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Die Schweinfurter Tafel hatte vor rund zwei Wochen ihre Ausgabe geschlossen, weil Gehling eine mögliche Corona-Ansteckung für seine vielfach älteren ehrenamtliche Helfer verhindern wollte. Im Augenblick hätten sich genügend jüngere Helfer gemeldet, sagte Gehling. Die "Schweinfurter Tafel" öffnet – bis auf Weiteres – zwei Mal in der Woche, jeweils Mittwoch und Samstag, jeweils zwischen 14.00 und 16.00 Uhr. Es gibt laut Gehling ein gutes Angebot an Lebensmitteln.

01.04.2020, 04.40 Uhr: Karlstadter Einzelhändler gehen ins Netz

Heute gehen 20 Karlstadter Einzelhändler mit einem gemeinsamen Onlinegeschäft an den Start, um in Zeiten der Coronakrise für ihre Kunden zumindest im Netz da zu sein. Sie sind unter der gemeinsamen Internet-Adresse www.Main-LokalShop.de zu finden mit dem Ortsfilter Karlstadt. Unter dem Ortsfilter Lohr sind bereits seit einer Woche rund 30 Händler der Spessart-Stadt aktiv und freuen sich auf bereits über 70. 000 Zugriffen und vielen Hinweisen auf ihr Engagement in den Sozialen Medien. Erste rund 80 Bestellungen der Kunden und natürlich auch die Lieferung in kürzester Zeit werden für den Start als sehr positiv bewertet. Hauptsache, man sei sichtbar, und die Händler können ihr Sortiment darstellen, hat es am Dienstag in einer Telefon-Pressekonferenz geheißen. In der besonders herausfordenden Situation würde die Region zusammenrücken, so der Lohrer Bürgermeister Mario Paul. Wegen der Coronakrise und in der Folge geschlossenen Läden starteten das Lohrer Citymanagement und die Werbegemeinschaft mit Unterstützung der Stadt und „Der Dorfzeile“ das Projekt. Die Idee eines gemeinsamen Online-Shops ist aus dem Landkreis Bad Kissingen mit einer Verkaufsplattform für regionale Produkte gekommen. In Marktheidenfeld bündelt die gemeinsame online-Plattform www.marktheidenfeld-live.de einer Agentur, der Stadt, der Werbegemeinschaft und des Hotel- und Gaststättenvereins alle örtlichen Angebote und Dienstleistungen und gibt Informationen zu Öffnungszeiten und Aktionen wie „Essen to go“. Auch diese Seite wird fortlaufend ergänzt und aktualisiert.

20.00 Uhr: Coronavirus – 1.341 Infizierte und 38 Tote in Unterfranken

Am Dienstagabend haben die Gesundheitsbehörden im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Unterfranken 1341 Infizierte und 38 Tote gezählt. In Stadt und Landkreis Würzburg sind 506 Personen infiziert und 20 an den Folgen des Coronavirus gestorben. In Stadt und Landkreis Schweinfurt sind 195 Personen infiziert und sechs an den Folgen des Coronavirus gestorben. In Stadt und Landkreis Aschaffenburg sind 238 Personen infiziert und zehn an den Folgen des Coronavirus gestorben. Im Landkreis Main-Spessart sind 67 Personen infiziert und eine Person ist an den Folgen des Coronavirus gestorben. Im Landkreis Bad Kissingen sind 96 Personen infiziert und eine Person ist an den Folgen des Coronavirus gestorben. Im Landkreis Miltenberg sind 107 Personen infiziert. Im Landkreis Kitzingen sind 29 Personen infiziert. Im Landkreis Rhön-Grabfeld sind 41 Personen infiziert. Im Landkreis Haßberge sind 62 Personen infiziert.

18.50 Uhr: Drei neue Todesfälle im Raum Schweinfurt

Das Gesundheitsamt Schweinfurt meldet drei neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Alle drei Verstorbenen waren über 80 Jahre alt und hatten Vorerkrankungen. Mit den drei neuen Todesfällen stieg die Gesamtzahl in Stadt und Landkreis Schweinfurt mittlerweile auf insgesamt sechs. Vier der sechs Toten waren Bewohner einer Senioreneinrichtung. Die Gesamtzahl der positiv auf Covid-19 getesteten Personen in Stadt und Landkreis Schweinfurt stieg auf insgesamt auf 195. Derzeit werden 22 Infizierte stationär in Krankenhäusern behandelt. 515 Personen sind derzeit in häuslicher Quarantäne. 14 Personen gelten inzwischen als geheilt.

18.15 Uhr: Stadt Aschaffenburg öffnet einen von zwei Recyclinghöfen

In Aschaffenburg ist der Recyclinghof in der Fürther Straße ab Mittwoch (1. April) wieder geöffnet. Er war wegen der Verbreitung des Coronavirus seit dem 24. März für Privatleute geschlossen. Um die empfohlenen Mindestabstände wegen Verbreitung des Coronavirus gewährleisten zu können, ist die Zahl der Besucher auf dem Recyclinghof auf maximal zehn zur gleichen Zeit begrenzt. Besucher müssen daher mit zum Teil erheblichen Wartezeiten vor der Einfahrt rechnen. Der Recyclinghof in der Mörswiesenstrasse 55 bleibt weiterhin geschlossen.

17.45 Uhr: Coronavirus in Seniorenheim in Oerlenbach nachgewiesen, eine Person gestorben

Mit dem Seniorenhaus Kramerswiesen in Oerlenbach ist die erste Pflegeeinrichtung im Landkreis Bad Kissingen vom Coronavirus betroffen. Laut Landratsamt Bad Kissingen ist eine Bewohnerin – eine 85-jährige Frau – an den Folgen des Virus gestorben. Am Freitag (27.03.20) wurde bekannt, dass zwei Bewohnerinnen des Heimes positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Daraufhin sind umgehend Sofortmaßnahmen zum Schutz der Bewohner und der Beschäftigten ergriffen worden.

Die Seniorinnen und Senioren wurden in ihren Zimmern isoliert, alle Bewohner und auch Mitarbeiter wurden getestet. Nach aktuellem Stand sind 19 der insgesamt 38 Bewohner und drei Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert. Die 85-jährige Bewohnerin musste am Samstag (28.03.20) als Notfallpatientin in das St. Elisabeth Krankenhaus in Bad Kissingen eingeliefert werden. Die Frau, bei der multiple Vorerkrankungen vorlagen, ist am Montag (30.03.20) gestorben.

17.30 Uhr: 23 neue bestätigte Coronafälle im Landkreis Bad Kissingen

Das Landratsamt Bad Kissingen meldet 23 weitere bestätigte Coronafälle. Bei den neuen Fällen handelt es sich um acht männliche und 15 weibliche Personen. Damit sind bislang insgesamt 96 Coronafälle bestätigt. Aus der Quarantäne entlassen wurden 13 Personen, eine Person ist verstorben. Aktuell liegen 82 bestätigte Coronafälle im Landkreis vor.

17.15 Uhr: 41 neue Corona-Fälle im Raum Würzburg

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg bestätigt (Stand: heute, 14.30 Uhr) 41 weitere positiv auf das Coronavirus getestete Personen. Damit erhöht sich die Zahl der insgesamt positiv getesteten Personen auf 506. Als gesund entlassen wurden insgesamt 64 Patienten, davon 20 in den vergangenen 24 Stunden. Aktuell sind 422 Personen im Stadtgebiet und im Landkreis Würzburg Corona-positiv. Insgesamt wurden 2.150 Personen unter häusliche Quarantäne gestellt. 626 Personen konnten die Quarantäne wieder verlassen.

16.23 Uhr: Würzburger sollen ihre Zählerstände selbst ablesen

Wegen der Corona-Infektionsgefahr verzichtet die Mainfranken Netze GmbH (MFN) bis auf weiteres auf die persönliche Zählerablesung und bittet ihre Kundschaft, stattdessen selbst aktiv zu werden. Wie der Netzbetreiber mitteilt, werden dazu Ablesekarten per Post verschickt. Diese können ausgefüllt und dann portofrei zurückgesendet werden. Eine Meldung ist aber auch online möglich oder per E-Mail an die folgende Adresse: ablesung@mainfrankennetze.de.

Da der Zählerstand nur einmal jährlich abgelesen wird, muss aktuell aber nicht jeder Kunden Meldung machen, sondern nur diejenigen, die dazu schriftlich aufgefordert werden. Die MFN betreibt das Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmenetz in und um Würzburg und ist eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Würzburg AG.

14.45 Uhr: Vier Tote in Würzburger AWO-Seniorenheim

Mittlerweile sind insgesamt vier Bewohner des Hans-Sponsel-Hauses, eines Seniorenheims der Arbeiterwohlfahrt in Würzburg, verstorben. Laut Ulrike Hahn – AWO-Bereichsleiterin Senioren und Reha – war bei allen der Test auf das Coronavirus positiv ausgefallen. Das sagte sie dem Bayerischen Rundfunk am Dienstagnachmittag.

15.40 Uhr: Auch Haßberg-Kliniken treffen Vorbereitungen

Aktuell gibt es nach Angaben des dortigen Landratsamtes im Landkreis Haßberge 62 Corona-Infizierte, davon sind 54 noch isoliert. Sechs von ihnen befinden sich in stationärer Behandlung im Krankenhaus, ein Patient davon wird intensivmedizinisch betreut. Alle anderen Erkrankten zeigten bislang entweder keine oder nur milde Symptome in Form grippeähnlicher Beschwerden. Acht Patienten konnten bereits gesund aus der Quarantäne entlassen werden. Derzeit befinden sich noch 177 Bürgerinnen und Bürger in häuslicher Isolation.

Die Haßberg-Kliniken haben sich seit Mitte März darauf vorbereitet, COVID-19-Patienten zu behandeln, so der Landkreis. Um Kapazitäten für infektiöse Patienten zu schaffen, wurden planbare Operationen eingestellt und die Zugänge in den beiden Häusern Ebern und Haßfurt beschränkt. Fachpersonal aus dem Operationssaal Anästhesie- und Operationspflegepersonal und Anästhesisten wurden in die Geräte und Abläufe der Intensivstation eingewiesen, damit sie im Ernstfall die dort tätigen Kollegen direkt unterstützen können. Auch der Lagerbestand an persönlicher Schutzausrüstung wird ständig aufgefüllt, damit dort keine Mangelsituation auftritt.

15.30 Uhr: Würzburger AWO-Seniorenheim separiert Nicht-Infizierte

Im Würzburger Hans-Sponsel-Haus, einem Altenheim der Arbeiterwohlfahrt, werden die Bewohner, die nicht mit dem Coronavirus infiziert sind, von denen, die positiv getestet wurden, getrennt. 36 Bewohner und neun Mitarbeiter wurden positiv getestet. Am Samstag (28.03.20) wurden alle 95 Bewohner und 80 Mitarbeiter der Einrichtung auf das Corona-Virus getestet. Das Ergebnis: Alle vier Wohnbereiche sind betroffen. Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt hat Hahn nun deshalb beschlossen, einen der Wohnbereiche zu separieren und dort nur diejenigen unterzubringen, bei denen der Coronavirus-Test negativ ausfiel. Der Neubau sei deshalb nun strikt vom Altbau getrennt worden, es gebe keine Kontakte mehr zwischen den beiden Bereichen. Die Mitarbeiter wurden jetzt in zwei Teams getrennt: Das eine arbeitet ausschließlich im Wohnbereich der positiv Getesteten, das andere in den restlichen Wohnbereichen. Das sowie die Schutzmaßnahmen, wie das Tragen von Schutzkleidung und Atemmasken, seien eine große Herausforderung für das Personal, das ohnehin überlastet ist.

15.15 Uhr: Helios Klinik Miltenberg wird Hilfskrankenhaus

Im Landkreis Miltenberg wird die Helios Klinik Miltenberg als Hilfskrankenhaus eingerichtet. Sie ist eine Fachklinik für geriatrische Rehabilitation mit rund 30 Patientenzimmern und Platz für bis zu 70 Patienten. Wie das Landratsamt mitteilt, entspricht die Ausstattung der Klinik der eines vollwertigen Krankenhauses. Hier sollen in erster Linie leichtere Fälle untergebracht werden. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit der Helios Klinik in Erlenbach vorgesehen, in der akute, infektiöse COVID-19-Fälle untergebracht werden.

15.00 Uhr: Stadt Würzburg bittet Unternehmen, Schutzausrüstung zu spenden

Die Stadt Würzburg appelliert erneut an Unternehmen, wie etwa Autolackierer, ihr noch vorhandenes, nicht genutztes Schutzmaterial – Masken, Anzüge oder Handschuhe – zur Verfügung zu stellen. Denn in Krankenhäusern, bei Ärzten und in Pflegeeinrichtung ist das derzeit aufgrund der Coronakrise Mangelware, weltweit stocken die Lieferungen. Die Stadt ist als Katastrophenschutzbehörde verantwortlich für die Weitergabe der Materialien, kann aber nur so viel ausliefern, wie sie vom Freistaat zur Verfügung gestellt bekommt. Harald Rehmann, Leiter der Berufsfeuerwehr, erläutert beispielhaft, wie hoch der Bedarf an Schutzmaterial ist: "Allein für die Umsiedlung der Bewohner von St. Nikolaus innerhalb des Pflegeheims haben die 150 Helfer von Rettungsorganisationen und Feuerwehren 250 Schutzausrüstungen benötigt."

14.21 Uhr: Pilotprojekt zur Sterilisation von Schutzausrüstung startet

Lässt sich medizinische Schutzausrüstung wiederverwenden? Beim Bayerischen Roten Kreuz in Haßfurt läuft dazu ein Pilotversuch. Geplant ist eine Sterilisationsanlage für Schutzausrüstung, die weltweit einmalig sein soll. Damit könnte es möglich sein, dass täglich die Krankheitserreger an bis zu 2.000 Schutzmasken unschädlich gemacht werden.

Wie funktioniert die Sterilisationsanlage? Mehr dazu finden Sie hier.

14.00 Uhr: Weitere Todesfälle im Landkreis Aschaffenburg

Im Landkreis Aschaffenburg sind drei weitere Menschen am Coronavirus gestorben. Wie das Landratsamt mitteilt, handelt es sich bei den Verstorbenen um einen 71 Jahre alten Mann, eine 84 Jahre alte und eine 57 Jahre alte Frau. Beide Frauen hatten Vorerkrankungen der Lunge. Der Mann hatte zunächst einen leichten Symptomverlauf, der sich plötzlich verschlechterte. Er verstarb im Rettungswagen auf dem Weg ins Krankenhaus. Bei ihm lagen mehrere Vorerkrankungen vor. Insgesamt ist das Coronavirus in Stadt und Landkreis Aschaffenburg bei 238 Personen diagnostiziert worden. 50 von ihnen sind inzwischen wieder gesund.

13.30 Uhr: Erste Drive-In-Teststrecke im Landkreis Würzburg

Um 14 Uhr wird die erste Corona-Drive-In-Teststrecke im Landkreis Würzburg in Betrieb genommen. Eingerichtet wurden diese und eine weitere Teststrecke auf dem Gelände des Vogel Convention Center im Würzburger Stadtteil Zellerau. Damit sollen die bisherigen Teststellen am Uniklinikum entlastet und die Test-Kapazitäten erhöht werden. Die Teststrecke funktioniert als Drive-In: der Test wird direkt über das geöffnete Autofenster durchgeführt.

Die Drive-In-Lösung wurde hier, wie schon an vielen anderen Standorten in Unterfranken, gewählt, weil so wenig Körperkontakt, also ein geringes Infektionspotential, gewährleistet und gleichzeitig möglichst wenig Schutzkleidung nötig sei, so Harald Rehmann, Leiter der Würzburger Berufsfeuerwehr. "Das ist ein wichtiger Baustein, um die Infizierten identifizieren zu können", erklärt Rehmann. Getestet werden aber nur diejenigen, die im Voraus explizit von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) dazu aufgefordert werden. Geplant ist, dass künftig auch Hausärzte sowie das Gesundheitsamt des Landkreises Würzburg mögliche Coronainfizierte der Teststelle zuweisen dürfen.

© BR/Carolin Hasenauer

In Würzburg geht die erste Drive-In-Teststrecke in Betrieb.

12.12 Uhr: Unterfränkische Landkreise loten aus, wo Corona-Hilfskrankenhäuser möglich wären

Wegen der steigenden Zahl der Corona-Infizierten sucht die Bayerische Staatsregierung aktuell nach Standorten für mögliche Hilfskrankenhäuser in den Regionen. Auch in Unterfranken arbeiten die Krisenstäbe der Landkreise mit Hochdruck daran, weitere Kapazitäten für Covid-19-Patienten auszuloten. Während die bestehenden Krankenhäuser Operationen verschieben und Stationen umfunktionieren, um gerüstet zu sein, sind auch weitere Häuser im Gespräch, die eventuell genutzt oder reaktiviert werden könnten.

Stadt und Landkreis Würzburg, wo es besonders viele Infizierte gibt, haben sich bereits darauf eingestellt, dass bald Hilfskrankenhäuser benötigt werden könnten. Zwei mögliche Standorte sollen dafür aktuell im Gespräch sein.

Der Landkreis Bad Kissingen sieht seine Stärken unter anderem in den Ressourcen der Reha-Kliniken. Dort werden auch bereits entsprechende Vorkehrungen getroffen. Wie die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Nordbayern mitteilt, hat das Gesundheitsministerium per Allgemeinverfügung angeordnet, die Reha-Kliniken zu räumen und vorhandene Bettenkapazitäten für die Behandlung von Covid-19-Patienten zur Verfügung zu stellen. Dies setze man gerade um. In den insgesamt acht Reha-Kliniken der DRV Nordbayern würden damit 5.000 Betten zur Entlastung der Akut-Krankenhäuser bereitstehen. Im Landkreis Bad Kissingen gehören dazu die Sinntalklinik in Bad Brückenau und die Frankenklinik in Bad Kissingen.

Im Landkreis Rhön-Grabfeld würde sich eventuell das ehemalige Kreiskrankenhaus in Bad Neustadt anbieten. Die Klinik ist Anfang 2019 auf den Rhön-Klinikum Campus im Stadtteil Herschfeld umgezogen. Das alte Gebäude in der Goethestraße ließe sich nun möglicherweise als Hilfskrankenhaus herrichten. Auch hier ist aber noch keine Entscheidung gefallen. Laut Pressestelle am Landratsamt wird sich der Kreistag Rhön-Grabfeld am Mittwoch mit diesem Thema befassen.

Im Landkreis Miltenberg wird die Helios Klinik Miltenberg als Hilfskrankenhaus eingerichtet. Sie ist eine Fachklinik für geriatrische Rehabilitation mit rund 30 Patientenzimmern und Platz für bis zu 70 Patienten. Wie das Landratsamt mitteilt, entspricht die Ausstattung der Klinik der eines vollwertigen Krankenhauses. Hier sollen in erster Linie leichtere Fälle untergebracht werden. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit der Helios Klinik in Erlenbach vorgesehen, in der akute, infektiöse COVID-19-Fälle untergebracht werden.

Die Regierung von Unterfranken hat zum jetzigen Zeitpunkt noch keine abschließenden Informationen zu möglichen Standorten für Hilfskrankenhäuser und weist darauf hin, dass die Planungen diesbezüglich laufen. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hofft, bis Ende der Woche Konzepte der einzelnen Regionen auf dem Tisch zu haben.

10.32 Uhr: Im Dekanat Karlstadt sind Erstkommunionfeiern abgesagt

Im Dekanat Karlstadt sind wegen der unsicheren Lage in der Corona-Krise alle Erstkommunionfeiern abgesagt. Diesen Schritt haben die leitenden Pfarrer beschlossen. Zunächst waren mit der Schulschließung die Feiern am 19. April abgesagt. Nun werden auch die folgenden Termine abgesagt. Das betrifft die Pfarreiengemeinschaften im pastoralen Raum Karlstadt, Eußenheim, Arnstein, Zellingen und Retzstadt sowie im Raum Gemünden mit den Pfarreiengemeinschaften auch in Burgsinn, Gräfendorf und Gössenheim. Die verantwortlichen Mitarbeiter für die Erstkommunionvorbereitung in den jeweiligen Pastoralteams stehen in Kontakt mit den Familien und suchen Lösungen und Wege für eine entsprechende Feier, sobald dies möglich ist.

10.25 Uhr Corona-Update aus dem Landkreis Main-Spessart

Im Landkreis Main-Spessart gibt es aktuell 67 positiv auf Covid-19 getestete Personen, davon befinden sich fünf Personen in stationärer Behandlung im Klinikum Main-Spessart, eine davon auf der Intensivstation, 235 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

10.08 Uhr: Würzburger Posthalle verkauft Unterstützer-Tickets

Auch die Posthalle in Würzburg spürt die Auswirkungen des Coronavirus. Aktuell finden dort keine Konzerte statt. Die Kartenverkäufe für Sommer und Herbst sind rückläufig. Aus diesem Grund verkauft die Posthalle nun symbolische Tickets für Unterstützer, um über die Runden zu kommen.

Support-Tickets in der Posthalle: Mehr Infos zur Aktion finden Sie hier.

Außerdem kann man Mitglied des Fördervereins werden und die Posthalle so unterstützen:

9.55 Uhr: 107 bekannte Coronavirus-Infektionen im Landkreis Miltenberg

In Miltenberg ist nun bei 107 Menschen das Coronavirus diagnostiziert worden. Wie das Landratsamt mitteilt, befindet sich derzeit fünf Personen in stationärer Behandlung, davon eine intensivpflichtig. 19 Personen wurden bereits als gesund aus der Quarantäne entlassen.

04.55 Uhr: Würzburger AWO-Seniorenheim wartet weiter auf Testergebnisse

Nach einem Todesfall und bisher 16 bekannten Corona-Infektionen im Hans-Sponsel-Haus in der Würzburger Lindleinsmühle wartet die AWO Unterfranken weiterhin auf die Testergebnisse aller Mitarbeiter und Bewohner des betroffenen Seniorenheims. Wie Ulrike Hahn, die AWO-Bereichsleiterin Senioren und Reha, am Montagnachmittag dem BR sagte, seien am Samstag alle 95 Bewohner und 80 Mitarbeiter der Einrichtung auf das Corona-Virus getestet worden.

Eigentlich hatte Hahn die Testergebnisse für den Verlauf des Montags erwartet. Am späten Nachmittag musste sie feststellen: "Wir wissen immer noch nichts". Nun hofft Ulrike Hahn darauf, dass die vollständigen Ergebnisse am Dienstag eintreffen. Dann werde die AWO in Absprache mit dem Gesundheitsamt darüber beraten, ob das Seniorenheim möglicherweise in voneinander getrennte infizierte und nicht-infizierte Bereiche getrennt wird – ähnlich, wie dies kürzlich im vom Corona-Virus besonders betroffenen Seniorenheim St. Nikolaus der Würzburger Stiftung Bürgerspital geschehen ist. Aber schon jetzt seien im Hans-Sponsel-Haus der AWO umfangreiche Maßnahmen durchgeführt worden, so Ulrike Hahn.

So seien bisher ausschließlich im Neubau der Einrichtung Corona-Fälle bekannt, bei neun Bewohnern und sieben Mitarbeitern. Der Neubau sei deshalb nun strikt vom Altbau getrennt worden, es gebe keine Kontakte mehr zwischen den beiden Bereichen. Schon vor dem von der Staatsregierung erlassenen Besuchsverbot sei in allen 17 unterfränkischen Heimen der AWO ein striktes Besuchsverbot verhängt worden. Die im Hans-Sponsel-Haus positiv getesteten Bewohner würden nun isoliert in ihren Zimmern betreut, die positiv getesteten Mitarbeiter befänden sich in häuslicher Quarantäne. Das verbliebene Personal trage Schutzkleidung und Atemmasken. Derzeit sei noch ausreichend Schutzausrüstung vorhanden, so Hahn. Auch das Personal reiche derzeit noch aus, so dass die Einrichtung bisher ohne externe Hilfe auskomme.

Man plane außerdem, sich mit Verantwortlichen der Stiftung Bürgerspital zu beraten, um von der besonders betroffenen Einrichtung möglicherweise Erkenntnisse zu bekommen, wie man mit der Situation bestmöglich umgehe. Eine strikte Aufteilung der Einrichtung in zwei Bereiche und der damit verbundene Umzug der zum Großteil dementen Bewohner innerhalb der Einrichtung würde für diese "eine große Belastung und Umstellung" mit sich bringen, so Hahn.

Noch stehe nicht fest, ob der am Freitag verstorbene Bewohner des Hans-Sponsel-Hauses letztlich an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben ist. Um dies mit letzter Gewissheit festzustellen, müsste das Gesundheitsamt eine Obduktion anordnen, so Hahn. Der 57-Jährige sei multimorbid und schwer pflegebedürftig gewesen und war zusätzlich an einer Blasenentzündung mit nachträglichem Fieber erkrankt. Obwohl die Behandlung zunächst erfolgreich verlaufen sei und auch das Fieber gesenkt wurde, verstarb der Mann am Freitag im Neubau des Hauses. Die Corona-Infektion wurde nach dem Tod festgestellt.

04.50 Uhr: Begleitung von Sterbenden vom Hospizverein Schweinfurt jetzt per Telefon

Der "Hospizverein Schweinfurt" weist darauf hin, dass ehrenamtliche Hospizhelfer im Augenblick nicht mehr Schwerstkranke und Sterbende sowie ihre Angehörigen in Krankenhäuser begleiten dürfen. Die haupt- und ehrenamtlichen Hospizhelfer versuchen aber am Telefon und über Mail "Wegbegleiter in dieser schwierigen, ungewissen Zeit" zu sein.

Susanne Ritzmann vom Hospitzverein schreibt in einer Pressemitteilung: "Wir sind an Ihrer Seite – ambulante Hospizbegleitung jetzt telefonisch." Es seien keine persönlichen Hinwendungen mehr möglich wie am Bett zu sitzen, die Hand zu halten, einfach für den Patienten und für seine Zugehörigen da zu sein. Auch sei es nicht mehr gestattet, bis auf weiteres, Beratungsgespräche im Hospizbüro zu führen. Montag und Dienstag sind Hospizhelfer unter der Telefonnummer 09721/5331150 zwischen 10 und 13 Uhr und Donnerstag zwischen 11 und 14 Uhr erreichbar.

04.45 Uhr: Hilfe für Kunden der geschlossenen "Schweinfurter Tafel"

Der "Zonta-Club Bad Kissingen-Schweinfurt" will die Schweinfurter Tafel und die Schweinfurter Gastronomie zusammenbringen. Weil die Schweinfurter Tafel wegen der Corona-Krise vorübergehend geschlossen werden musste, fehlt vielen Bezugsberechtigten diese wichtige Anlaufstelle zur täglichen Versorgung. Viele der Besucher der Schweinfurter Tafel seien Frauen, oftmals auch alleinerziehende Mütter mit Kindern, schreibt die Präsidentin des Zonta-Clubs Doris Engelhardt. Gleichzeitig kämpfen viele Gastronomiebetriebe ums Überleben. Manche Schweinfurter Restaurants bieten deshalb Speisen "to go" an und hoffen so die nächsten Wochen zu überstehen.

Zusammen mit dem Vorsitzenden der Schweinfurter Tafel, Ernst Gehling, habe der Zonta Club Bad Kissingen-Schweinfurt nun eine Strategie entwickelt: Mit dem Naturfreundehaus, Aposto am Marktplatz und Adana Kebap Haus am Bergl habe man drei Gaststätten gewonnen, die in Zeiten der Corona-Krise Speisen "to go" anbieten. Nun haben die Mitglieder des Zontaclubs 200 Gutscheine für warme Essen zum Mitnehmen erworben. Die Gutscheine werden über die Schweinfurter Tafel am Samstag zunächst an bezugsberechtigte alleinerziehende Frauen und deren Kinder ausgegeben. Bei weiteren Spenden kann das Angebot ausgeweitet werden. Auf einer Internetseite gibt es weitere Informationen dazu.

Engelhardt ruft die Bevölkerung auf, für die Aktion zu spenden. Der Zonta Club Bad Kissingen-Schweinfurt will die Koordination der Aktion in Absprache mit der Schweinfurter Tafel übernehmen. Das Spendenkonto ist: Verein der Freunde ZONTA e.V., Sparkasse Schweinfurt-Haßberge, IBAN: DE96 7935 0101 0570 7193 10.

Mitglieder des Zonta-Clubs sind berufstätige Frauen, die nach eigener Aussage der Gesellschaft etwas zurückgeben wollen. Sie unterstützen Mädchen und Frauen, wollen Wege ebnen und Chancen geben.

31.03.2020 – 04.30 Uhr: Fünf Todesfälle im Landkreis Aschaffenburg

In Aschaffenburg sind übers Wochenende fünf weitere Menschen am Coronavirus gestorben. Alle stammen aus dem Landkreis Aschaffenburg. Wie das Landratsamt mitteilt, steigt die Zahl der Todesopfer damit auf insgesamt sieben Personen. 201 Infektionen sind aktuell in Stadt und Landkreis bekannt. 43 von ihnen sind wieder gesund und müssen nicht mehr in Quarantäne bleiben. Auch im Landkreis Miltenberg ist die Zahl der infizierten Personen gestiegen. Aktuell gibt es dort 103 bekannte Coronafälle.

Fünf Personen werden stationär behandelt, eine Person intensivpflichtig. Unterdessen gibt es sowohl in Aschaffenburg als auch in Miltenberg Testzentren. Wie die Stadtverwaltung in Aschaffenburg und das Landratsamt Miltenberg bekannt geben, haben die jeweiligen Corona-Teststationen am Montag den Betrieb aufgenommen. Die Probenentnahme erfolgt dort über ein sogenanntes „Drive-In“: Die zu testende Person fährt mit ihrem Auto vor, bleibt darin sitzen und erhält ihren Abstrich durch das geöffnete Fenster. Die Abstriche führen das Bayerische Rote Kreuz (BRK) und die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) durch. Das Testergebnis erhalten die Betroffenen in den darauffolgenden Tagen.

20.00 Uhr: Vier weitere Todesfälle und 1.213 positiv Getestete in Unterfranken am Montag

In Unterfranken sind am Montag (30.03.20) vier Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Drei Personen stammten aus dem Raum Würzburg, eine Person aus dem Raum Schweinfurt. In Unterfranken gibt es 1.213 positiv auf das Coronavirus getestete Personen: 465 in Stadt und Landkreis Würzburg, 187 in Stadt und Landkreis Schweinfurt, 201 in Stadt und Landkreis Aschaffenburg, 50 im Landkreis Haßberge, 73 im Landkreis Bad Kissingen, 67 im Landkreis Main-Spessart, 29 im Landkreis Kitzingen, 38 im Landkreis Rhön-Grabfeld und 103 im Landkreis Miltenberg.

© BR

Corona-Fälle in Unterfranken (Stand: 30.03.2020, 20 Uhr)

18.30 Uhr: 187 Menschen im Raum Schweinfurt positiv auf das Coronavirus getestet

Die Zahl der positiv auf Covid-19 getesteten Personen stieg laut Gesundheitsamt Schweinfurt (Stand 30.03.) auf insgesamt 187 an. 21 von ihnen werden stationär in den Krankenhäusern behandelt. Zudem sind derzeit 509 Menschen in Quarantäne. Neun Personen gelten inzwischen als geheilt.

18.15 Uhr: Schon drei Tote im Raum Schweinfurt

Das Gesundheitsamt Schweinfurt meldet einen weiteren Todesfall, der auf das Coronavirus zurückgeht. Eine 92-Jährige starb an den Folgen von Covid-19. Es ist insgesamt nun der dritte Todesfall in Stadt und Landkreis Schweinfurt in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

18.00 Uhr: Drei neue bestätigte Coronafälle im Landkreis Bad Kissingen

Das Gesundheitsamt in Bad Kissingen berichtet (Stand: 30.03.) von 73 Corona-Fällen im Landkreis Bad Kissingen. Drei Personen haben sich neu mit dem Erreger infiziert. Bei den neuen Fällen handelt es sich um drei weibliche Personen. 295 Personen befinden in Quarantäne. Fünf Personen wurden aus der Quarantäne entlassen.

17.45 Uhr: 50 Corona-Fälle im Landkreis Haßberge

Im Landkreis Haßberge gibt es aktuell (Stand: Montag, 30. März, 16.00 Uhr) 50 positiv auf Covid-19 getestete Personen. Laut Gesundheitsamt in Haßfurt befinden sich 169 Personen in häuslicher Quarantäne.

17.40 Uhr: 21 neu infizierte Corona-Patienten im Raum Würzburg

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg bestätigt (Stand: heute, 14.30 Uhr) 21 weitere auf das Corona-Virus positiv getestete Personen. Damit erhöht sich die Zahl der insgesamt auf Corona-positiv getesteten Personen auf 465. Als gesund entlassen wurden insgesamt 44 Patienten, davon sieben in den vergangenen 24 Stunden. Aktuell sind 404 Personen im Stadtgebiet und Landkreis Würzburg Corona-positiv. Aktuell sind 1.504 Patienten unter häusliche Quarantäne gestellt.

17.30 Uhr: Drei neue Todesfälle in Würzburg

Laut Gesundheitsamt Würzburg gibt es drei weitere Todesfälle im Seniorenheim St. Nikolaus zu beklagen. Alle drei Patienten – zwei Frauen im Alter von 105 beziehungsweise 94 Jahren sowie ein 88-jähriger Mann – waren schwer vorerkrankt. Damit sind bereits 16 Bewohner des Heims an den Folgen von Corona gestorben. Insgesamt ist die Zahl der Verstorbenen in der Region Würzburg auf 17 Personen gestiegen.

17.20 Uhr: Bad Kissinger Krankenhaus erweitert seine Isolationskapazitäten

Auch das Helios St. Elisabeth-Krankenhaus in Bad Kissingen stellt sich durch die Ausbreitung des Corona-Virus auf ein höheres Patientenaufkommen ein und trifft entsprechende Vorkehrungen. Wie die Klinik mitteilt, werden aktuell fünf Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind, auf der Isolierstation des Hauses behandelt. Mehrere Stationen wurden inzwischen zusätzlich zu Isolationsstationen umfunktioniert.

Bestätigte Corona-Infizierte und Verdachtsfälle, deren Ergebnis noch aussteht, werden dort getrennt voneinander untergebracht. Auch auf der Kinderstation gelten erhöhte Isolations- und Schutzmaßnahmen. Zum Schutz von Patienten und Klinikpersonal ist der Haupteingang abgeriegelt und mit einer Schleuse versehen. Damit werde sichergestellt, dass niemand das Krankenhaus ohne einhergehende Sichtung betritt, so Dr. Maximiliane Deckart, der Pandemiebeauftragte der Klinik.

16.30 Uhr: 103 Corona-Fälle im Landkreis Miltenberg

Im Landkreis Miltenberg ist die Zahl der infizierten Personen gestiegen. Aktuell gibt es dort 103 bekannte Coronafälle. Fünf Personen werden stationär behandelt, eine Person liegt auf der Intensivstation.

16.15 Uhr: Fünf Todesfälle im Raum Aschaffenburg am Wochenende

In Aschaffenburg sind über das Wochenende fünf weitere Menschen am Coronavirus gestorben. Alle stammen aus dem Landkreis Aschaffenburg. Wie das Landratsamt mitteilt, steigt die Zahl der Todesopfer damit auf insgesamt sieben Personen. 201 Infektionen sind aktuell in Stadt und Landkreis bekannt. 43 von ihnen sind wieder gesund und müssen nicht mehr in Quarantäne bleiben.

16.00 Uhr: Neue Corona-Teststation in Aschaffenburg

Die Stadt Aschaffenburg hat eine Corona-Teststation in Betrieb genommen. Sie wurde vom BRK, der Feuerwehr und dem städtischen Tiefbauamt eingerichtet. Betrieben wird die Station vom BRK mit Unterstützung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Die Teststation ist ausschließlich für Personen gedacht, die von der KV oder dem Gesundheitsamt eine Aufforderung zum Test bekommen haben. Wer keinen Termin bekommen hat, wird am Testzentrum nicht getestet.

15.15 Uhr: 201 Fälle in Stadt und Landkreis Aschaffenburg

Das Gesundheitsamt Aschaffenburg meldet insgesamt 201 Corona-Fälle für Stadt und Landkreis Aschaffenburg. 29 Personen werden stationär behandelt, davon liegen zwölf Personen auf der Intensivstation. In häuslicher Quarantäne befinden sich 830 Menschen.

15.00 Uhr: Neues Spendenprojekt unter dem Motto "Mir halten zamm!" im Landkreis Bad Kissingen

Unter dem Motto "Mir halten zamm!" haben der Landkreis Bad Kissingen, die Sparkasse, die VR Bank und die Saale-Zeitung ein gemeinsames Spendenprojekt ins Leben gerufen. Damit sollen sowohl die Tafeln im Landkreis, aber auch Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz unterstützt werden, die ehrenamtlich im Katastrophenschutz arbeiten.

Wegen der Corona-Krise arbeiten die drei Tafeln in Bad Kissingen, Hammelburg und Bad Brückenau sowie die Initiative "Tischleindeckdich" in Wildflecken derzeit unter erschwerten Bedingungen, denn die Supermärkte geben kaum noch Lebensmittel ab. Ware muss also zugekauft werden. Hilfsorganisationen wiederum müssen die Ausstattung ihrer größtenteils ehrenamtlichen Kräfte selbst finanzieren und beschaffen, um der Bevölkerung im Krisenfall zur Seite stehen zu können.

Auf die ersten 1.000 Spenden für das Projekt "Mir halten zamm!" werden die beiden Banken jeweils 10 Euro draufpacken. Insgesamt werden sie sich also mit bis zu 20.000 Euro beteiligen. Initiator der Aktion war Bad Kissingens Landrat Thomas Bold. Er mahnt, dass man diejenigen, denen es nicht so gut geht, jetzt nicht vergessen dürfe. Die Spendenaktion ist am Samstag angelaufen und dauert bis Ende April.

Informationen zu den Spendenkonten gibt es auf den Internetseiten der Sparkasse Bad Kissingen und der VR Bank Bad Kissingen. Als Verwendungszweck sollte unbedingt "Spendemirhaltenzamm" angegeben werden.

13.30 Uhr: Uniklinik Würzburg kann Zahl der Intensivbetten bei Bedarf verdoppeln

Das Universitätsklinikum Würzburg kann in der Corona-Krise die Zahl seiner Intensivbetten von 80 auf 160 verdoppeln. Das sagte der Ärztliche Direktor Georg Ertl am Montag in Würzburg. Derzeit würden 14 Patienten, die positiv auf das neue Coronavirus Sars-CoV-2 getestet seien, in dem Haus beatmet. Im Klinikum Mitte (Juliusspital) lägen weitere vier Menschen mit der Lungenkrankheit Covid-19, die beatmet werden müssten. Zum Vergleich: Vor einer Woche seien es in beiden Kliniken je nur zwei gewesen, die nicht selbstständig atmen konnten, sagte Ertl.

13.25 Uhr: Hausarzt-Versorgung im Landkreis Würzburg sichern

Würzburgs Landrat Eberhard Nuß liegt die ärztliche Versorgung im Landkreis besonders in Zeiten der Corona-Krise sehr am Herzen. Deshalb appelliert er gemeinsam mit Dr. Christian Pfeiffer, Hausarzt aus Giebelstadt und Bezirksvorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes für Unterfranken, an die Vernunft und Rücksicht der Landkreisbevölkerung. Derzeit ist die größte Gefahr für jede Arztpraxis, dass dort ein Patient behandelt wird, der sich später als Corona-Infizierter herausstellt. Denn dann muss die gesamte Praxis für mindestens 14 Tage geschlossen werden. "Das bedeutet ein großes Problem für die ärztliche Versorgung und damit die Menschen vor Ort", betont Christian Pfeiffer. Alle nicht notwendigen Arztbesuche oder Routinekontrollen sollten momentan verschoben werden. Wer unsicher ist, ob ein persönlicher Kontakt doch notwendig ist, soll sich auf jeden Fall zunächst telefonisch in der Praxis melden, erklärt Pfeiffer. Für Krankschreibungen von Arbeitnehmern gilt neu, dass man sich bei leichten Atemwegserkrankungen nun bis zu zwei Wochen am Telefon krankschreiben lassen kann. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung kann dem Patienten dann per Post zugeschickt werden. "Voraussetzung ist immer, dass es sich um leichte Beschwerden der oberen Atemwege handelt." Die Möglichkeit zur Zwei-Wochen-Krankschreibung ist zunächst bis zum 23. Juni befristet. Wenn ein Coronavirus-Test gemacht werden soll, sagt der Hausarzt dem Patienten, wo dieser sich testen lassen kann und wie dieses abläuft. Falls es dem Patienten schlechter geht, soll dieser sich sofort wieder bei seinem Arzt melden, um mit ihm das weitere Vorgehen zu klären.

11.35 Uhr: Würzburg bereitet sich weiter auf Ernstfall vor

Stadt und Landkreis Würzburg bereiten sich intensiv auf ein Ansteigen der Corona-Fallzahlen vor. Die Führungsgruppe Katastrophenschutz organisiert jetzt gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern und dem Gesundheitsamt des Landkreises den Aufbau zweier Teststrecken im Würzburger Stadtteil Zellerau. Wie Oberbürgermeister Christian Schuchardt am Vormittag gegenüber der Presse erklärte, sollen Bürger dort ab Mitte der Woche in einer Art "Drive-Through" auf das Corona-Virus getestet werden.

Zudem bereitet man sich derzeit auf die Einrichtung von Hilfskrankenhäusern vor. Denn obwohl durch die Verschiebung von aufschiebbaren Eingriffen am Uniklinikum Würzburg rund 500 Betten frei geworden sind, rechnet die Führungsgruppe mit weit mehr Patienten, die sich in den kommenden Wochen mit Covid-19 infizieren und auf medizinische Versorgung angewiesen sind. Professor Georg Ertl, Ärztlicher Direktor des Uniklinikums Würzburg, sei aber guter Dinge: Man sei sehr gut vorbereitet, die 80 Intensivbetten könnten bei Bedarf verdoppelt werden und von den 6.500 Mitarbeitern seien bislang nur neun positiv auf das Coronavirus getestet, was für die gut funktionierenden Hygienemaßnahmen spreche. "Unsicher" sei sich Ertl dennoch beim Materialnachschub.

Nicht viel Neues gab es von Johann Löw, dem Leiter des Gesundheitsamts: Die Zahl der positiv auf das Coronavirus Getesteten in Stadt und Landkreis Würzburg sei auf 454 gestiegen, also 10 mehr als gestern. 1.948 Personen sind in häusliche Quarantäne gestellt; 520 konnten wieder entlassen werden.

Was das zum Bürgerspital gehörende Seniorenheim St. Nikolaus betrifft: Uwe Kinstle von den Johannitern war am vergangenen Samstag Einsatzleiter der 150 Einsatzkräfte, die 49 Bewohner des Seniorenheims verlegten. Es sei eine "Mammutaufgabe" gewesen, die von morgens 6.00 bis zum nächsten Morgen um 2.00 Uhr dauerte. Von den zu verlegenden Bewohnern war knapp die Hälfte (20) positiv auf das Coronavirus getestet.

Die Einsatzkräfte arbeiteten eng mit Desinfektoren zusammen und waren die ganze Zeit in Schutzausrüstung gekleidet. In dem Heim sind nun 13 Bewohner an den Folgen der Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Nun ist erstmals eine Person im Landkreis außerhalb des Nikolausheims an Corona gestorben: Im Hans-Sponsel-Haus, einem Seniorenheim der AWO Unterfranken. Inwieweit das Vorgehen, die Isolierung der Infizierten innerhalb des Nikolausheims, nun ein Vorbild für das Hans-Sponsel-Haus sein kann, wird sich erst noch zeigen. Denn aktuell laufen noch die Corona-Tests der Bewohner und Mitarbeiter. Zunächst wurde der betroffene Neubau vom Altbau getrennt, um ein weiteres Ausbreiten zu verhindern.

© BR

Stadt und Landkreis Würzburg bereiten sich intensiv auf ein Ansteigen der Corona-Fallzahlen vor. Bei Bedarf könnte das Uniklinikum seine Intensivbetten verdoppeln. Corona-Tests sollen bald vom Auto aus möglich sein.

11.05 Uhr: Würzburger AWO-Seniorenheim erwartet vollständige Testergebnisse

Nach einem Todesfall und bisher 16 bekannten Corona-Infektionen im Hans-Sponsel-Haus in der Würzburger Lindleinsmühle erwartet die AWO Unterfranken die Testergebnisse aller Mitarbeiter und Bewohner des betroffenen Seniorenheims. Wie Ulrike Hahn, die AWO-Bereichsleiterin Senioren und Reha, am Montag (30.03.20) dem BR sagte, seien am Samstag alle 95 Bewohner und 80 Mitarbeiter der Einrichtung auf das Corona-Virus getestet worden, die Ergebnisse müssten im Verlauf des Montags kommen. Dann werde die AWO in Absprache mit dem Gesundheitsamt darüber beraten, ob das Seniorenheim möglicherweise in voneinander getrennte infizierte und nicht-infizierte Bereiche getrennt wird – ähnlich, wie dies kürzlich im vom Corona-Virus besonders betroffenen Seniorenheim St. Nikolaus der Würzburger Stiftung Bürgerspital geschehen ist.

Aber schon jetzt seien im Hans-Sponsel-Haus der AWO umfangreiche Maßnahmen durchgeführt worden, so Ulrike Hahn. So seien bisher ausschließlich im Neubau der Einrichtung Corona-Fälle bekannt, bei neun Bewohnern und sieben Mitarbeitern. Der Neubau sei deshalb nun strikt vom Altbau getrennt worden, es gebe keine Kontakte mehr zwischen den beiden Bereichen. Schon vor dem von der Staatsregierung erlassenen Besuchsverbot sei in allen 17 unterfränkischen Heimen der AWO ein striktes Besuchsverbot verhängt worden. Die im Hans-Sponsel-Haus positiv getesteten Bewohner würden nun isoliert in ihren Zimmern betreut, die positiv getesteten Mitarbeiter befänden sich in häuslicher Quarantäne. Das verbliebene Personal trage Schutzkleidung und Atemmasken. Derzeit sei noch ausreichend Schutzausrüstung vorhanden, so Hahn.

Auch das Personal reiche derzeit noch aus, so dass die Einrichtung bisher ohne externe Hilfe auskomme. Man plane außerdem, sich mit Verantwortlichen der Stiftung Bürgerspital zu beraten, um von der besonders betroffenen Einrichtung möglicherweise Erkenntnisse zu bekommen, wie man mit der Situation bestmöglich umgehe. Eine strikte Aufteilung der Einrichtung in zwei Bereiche und der damit verbundene Umzug der zum Großteil dementen Bewohner innerhalb der Einrichtung würde für diese "eine große Belastung und Umstellung" mit sich bringen, so Hahn.

11.05 Uhr: Bewohner eines AWO-Seniorenheims an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben?

Noch steht nicht fest, ob der am Freitag (27.02.20) verstorbene Bewohner des Hans-Sponsel-Hauses letztlich an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben ist. Um dies mit letzter Gewissheit festzustellen, müsste das Gesundheitsamt eine Obduktion anordnen, so Ulrike Hahn von der AWO. Der 57-Jährige sei multimorbid und schwer pflegebedürftig gewesen und war zusätzlich an einer Blasenentzündung mit nachträglichem Fieber erkrankt. Obwohl die Behandlung zunächst erfolgreich verlaufen sei und auch das Fieber gesenkt wurde, verstarb der Mann am Freitag im Neubau des Hauses. Die Corona-Infektion wurde nach dem Tod festgestellt.

10.05 Uhr: 67 Corona-Fälle im Landkreis Main-Spessart

Im Landkreis Main-Spessart gibt es aktuell 67 positiv auf Covid-19 getestete Personen, davon befinden sich fünf Personen in stationärer Behandlung im Klinikum Main-Spessart, eine davon auf der Intensivstation, 332 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

05.40 Uhr: Papiertonnen in Würzburg werden nach und nach geleert

Die Stadtreiniger in Würzburg werden, soweit es im Rahmen der Personalsituation durch die Coronakrise möglich ist, ab heute Papiertonnen leeren. Die Abfuhr wird nach und nach analog des Abfallkalenders durchgeführt. Die Leerung beginnt mit dem Steinbachtal, gefolgt von Versbach, usw. Leider ist es zur Zeit nicht möglich, konkret mitzuteilen, an welchem Tag in welchem Stadtteil die Papiertonnen geleert werden können, so die Stadt. Das richtet sich nach dem täglich zur Verfügung stehenden Personal.

Die Stadtreiniger bitten um Verständnis. Im Würzburger Stadtgebiet wurde seit dem 19. März nur noch der Restmüll von den Stadtreinigern, dem kommunalen Müllentsorgungsunternehmen, abgeholt. In der schwarzen Tonne sollten die Anwohner deshalb auch den Biomüll mit entsorgen. Die Maßnahme, dass nur noch der Restmüll abgeholt wird, sollte Personal einsparen, um im Bedarfsfall Ressourcen zu haben.

05.00 Uhr: 16 neu infizierte Corona-Patienten in Stadt und Landkreis Würzburg

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg bestätigt in den letzten 24 Stunden 16 weitere auf das Corona-Virus positiv getestete Personen. Somit sind insgesamt 444 Personen im Stadtgebiet und Landkreis Würzburg Corona-positiv getestet. Weiter sind aktuell 1.914 Personen unter häusliche Quarantäne gestellt. Insgesamt 491 Personen konnten bereits aus der Quarantäne entlassen werden, davon alleine 42 in den letzten 24 Stunden.

04.55 Uhr: Schönes Wetter – Polizei hat wegen Ausgangsbeschränkungen alle Hände voll zu tun

Am Wochenende hatte die Polizei in Unterfranken vor allem aufgrund des schönen Wetters am Samstag alle Hände voll zu tun, die Ausgangsbeschränkungen zu überwachen und Menschenansammlungen zu unterbinden. Allein am Samstag registrierte die Polizei diesbezüglich mehr als 190 Einsätze im Regierungsbezirk. Insgesamt erstattete die Polizei in 340 Fällen Anzeige wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Am Sonntag musste die Polizei in weiteren 200 Fällen eingreifen, um Abstand zwischen die Menschen zu bringen. In den meisten Fällen handelte es sich um Jugendliche oder junge Männer, die sich Freien getroffen haben, um gemeinsam Bier zu trinken oder zu rauchen.

In Gemünden (Lkr. Main-Spessart) hatte eine 50-Jährige entgegen der derzeitigen Verbote ihren Flohmarkt geöffnet. Eine Streife stellte fest, dass sie im Ortsteil Wernfeld ihre Garage und einen Schuppen geöffnet hatte und Flohmarktartikel anbot. In der Grundstückseinfahrt wies sie auch noch mit einem Hinweisschild auf den geöffneten Flohmarkt hin. Eine Gaststätte in der Aschaffenburger Steingasse fiel am Samstag damit auf, dass sie Wein an mehrere Gäste im Außenbereich verkaufte. Sowohl die Inhaberin der Gaststätte, als auch die Gäste müssen nun mit einer entsprechenden Anzeige rechnen.

Nach dem Wochenende weist die Polizei noch einmal darauf hin: Die Einhaltung der Bayerischen Verordnung über eine vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie ist absolut notwendig, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Bitte bleiben Sie zu Hause! Das Verlassen der eigenen Wohnung ist nur beim Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu gehört zum Beispiel seinem Beruf nachzugehen, ein Arztbesuch und zum Einkaufen zu gehen.

04.40 Uhr: Extra Kreißsaal und Geburtshilfe für werdende COVID 19-infizierte Mütter

Werdende mit dem Corona-infizierte Mütter oder werdende Mütter mit einem COVID 19-Verdacht in Stadt und Landkreis Schweinfurt und im Landkreis Haßberge werden nun zentral auf der Geburtshilfestation des Schweinfurter Leopoldina-Krankenhauss betreut und behandelt. Das teilen die Krankenhäuser in einer gemeinsamen Erklärung mit. Diese Entscheidung diene vor allem dazu, die kleineren Krankenhäuser in der aktuellen Sondersituation zu entlasten und Ressourcen in der Behandlung COVID-Infizierter zu schaffen.

Die beiden Geburtshilfen im Krankenhaus St. Josef und in Haßfurt stehen weiterhin für alle werdenden Mütter ohne einschlägige Symptome zur Entbindung zur Verfügung. Im Leopoldina-Krankenhaus ist ein gesonderter Kreißsaal für die Entbindung infizierter Schwangerer vorbereitet. "Wir werden nach der gemeinsamen Entscheidung die entsprechenden Kapazitäten für infizierte Schwangere im Leopoldina-Krankenhaus weiter erweitern und einen eigenen Trakt für deren Entbindungen schaffen.

Diese sinnvolle Bündelung von Ressourcen ist zum jetzigen Zeitpunkt absolut sinnvoll und zeigt, dass die Kooperation und Zusammenarbeit zwischen den Kliniken hervorragend funktioniert", wird der Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe im Leopoldina-Krankenhaus, Michael Weigel, in der Mitteilung wörtlich zitiert. Es bestünden keine Hinweise darauf, dass das Virus mit der Muttermilch übertragbar sei. Auch Mütter, die COVID 19 infiziert sind, könnten Stillen, heißt es weiter.

04.35 Uhr: Heute startet Corona-Teststrecke in Marktheidenfeld

Heute geht die Teststrecke zur Abnahme von Proben für einen Test auf das Corona-Virus in Marktheidenfeld in Betrieb. Auf dem dortigen Festplatz hat das Technische Hilfswerk die Zelte für Verwaltung und Personal aufgebaut, unterstützt vom Kreisverband des Roten Kreuzes. Das Gesundheitsamt bestellt Personen dorthin zum Testen und vergibt dafür auch Termine. Von den Personen im Auto wird eine Probe genommen.

Für einen geordneten Ablauf ist es von höchster Bedeutung, dass nur Bürger kommen, die auch einen Termin vom Gesundheitsamt haben. Landrat Thomas Schiebel (Freie Wähler) appelliert an die Hausärzte, dass sie sich ebenfalls an diese Regelung halten. Der Landkreis Main-Spessart unterstützt mit dieser Teststrecke die Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB), nachdem diese den zunehmenden Bedarf an Probenentnahmen nicht mehr allein leisten kann. Falls Hausärzte den Bedarf einer Testung bei ihren Patienten sehen, sollen weiterhin die Testmöglichkeiten der KVB in Anspruch genommen werden.

© BR/Sylvia Schubart-Arand

In Marktheidenfeld gibt es ab sofort eine Teststrecke, in der sich Personen vom Auto aus auf das Coronavirus testen lassen können.

04.30 Uhr: Bei Corona-Hilfseinsätzen: Veitshöchheim würde Bundeswehr in ganz Süddeutschland führen

Die 10. Panzerdivision der Bundeswehr in Veitshöchheim im Landkreis Würzburg steht in der Corona-Pandemie für Hilfseinsätze bereit. Das teilt die Truppe auf ihrer Facebookseite mit. "Wenn sich in Süddeutschland die Lage zuspitzen sollte, führt die 10. Panzerdivision aus Veitshöchheim die Bundeswehrkräfte in Süddeutschland," heißt es wörtlich. Ein Sprecher der 10. Panzerdivision sagte, dass sich die Führungskräfte weiter vorbereiten und im Eventualfall planen, wenn entsprechende Befehle kämen. Für welchen Fall die Bundeswehr bei Hilfseinsätzen gefragt sein könnte und für wie viele Soldaten dann die 10. Panzerdivision zuständig wäre, das konnte der Sprecher nicht sagen.

Der 10. Panzerdivision sind rund 20.000 Soldaten unterstellt. Dazu gehörten unter anderem die Deutsch-französische Brigade, Gebirgsjäger in Bad Reichenhall, Panzerbrigade 12 in Cham, die Panzergrenadierbrigade 37 in Frankenberg. Die Standorte sind in Bayern, Sachsen, Thüringen, Baden-Württemberg, Rheinland Pfalz und im Elsaß. In der 10. Panzerdivision gibt es laut dem Sprecher bereits einzelne Corona-Fälle. Hier wird für Kontaktpersonen mit Quarantäneregelungen genauso verfahren, wie im zivilen Bereich.

30.03.2020 – 4.25 Uhr: Keine Kleiderannahme mehr bei den Rotkreuz-Containern im Landkreis Main-Spessart

Der Rot-Kreuz-Kreisverband Main-Spessart stellt aufgrund der Coronakrise die Leerungen seiner über 80 Kleidercontainer im Landkreis Main-Spessart komplett ein. Deshalb ist es nicht mehr möglich, Kleider in den flächendeckend verteilten Container zu werfen, teilt der Rettungsdienst mit und bittet um Verständnis. Aktuell ist der Rotkreuzladen in Lohr auch nicht geöffnet.

22.15 Uhr: Inzwischen 13 Tote im Seniorenheim St. Nikolaus

Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus gibt es nun einen weiteren Todesfall in Folge des Coronavirus. Wie das Landratsamt am Sonntagabend mitteilt, ist ein 80 Jahre alter Bewohner am Wochenende verstorben. Der Mann war schwer vorerkrankt. Die Anzahl der Verstorbenen durch das Coronavirus im Landkreis Würzburg erhöht sich damit auf 14 Personen, 13 davon haben im Seniorenheim St. Nikolaus gewohnt.

19.25 Uhr: Weitere Corona-Infektionen in Schweinfurt und Bad Kissingen

Die Zahl der am Corona-Virus infizierten ist in Stadt und Landkreis Schweinfurt nochmal deutlich angestiegen. Laut dem Schweinfurter Landratsamt sind nun 164 Menschen infiziert. 16 Personen werden nach wie vor in Krankenhäusern behandelt. Zudem gelten 493 Menschen als Kontaktperson ersten Grades und sind derzeit in Quarantäne. Neun Personen gelten inzwischen als geheilt. Im Landkreis Bad Kissingen gibt es sieben neue Corona-Fälle. Die Zahl der Infizierten liegt nun bei 66. Zudem sind 291 Menschen momentan in Quarantäne. Vier konnten aus der Quarantäne entlassen worden.

14.50 Uhr: Todesfall in Würzburger Senioreneinrichtung der AWO

Ein auf Corona positiv getesteter Bewohner eines Würzburger Seniorenzentrums der AWO ist am vergangenen Freitag verstorben. „Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ist das Coronavirus tragischerweise nun in einer unterfränkischen AWO-Einrichtung angekommen “, berichtet Martin Ulses, Bezirksgeschäftsführer der AWO Unterfranken. Der multimorbide und schwerstpflegebedürfte Mann war seit einer Woche zusätzlich an einer Blasenentzündung mit nachträglich auftretendem Fieber erkrankt und war diesbezüglich in ärztlicher Behandlung. Obwohl die Behandlung erfolgreich verlief und das Fieber auch gesenkt wurde, verstarb der 57-jährige am Freitag im Neubau des Hans-Sponsel-Hauses, im Würzburger Stadtteil Lindleinsmühle. Ob die Virusinfektion zum Tode geführt hat, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit Sicherheit gesagt werden, zumal die Infektion erst nach dem Tod festgestellt wurde.

13.00 Uhr: Aktuelle Zahlen aus den Haßbergen

Die Zahl der bestätigten Corona-Erkrankten steigt im Landkreis Haßberge auf 47. Das Gesundheitsamt hat am Sonntag fünf neue Covid-19-Fälle im Kreis bestätigt (Stand: 12.00 Uhr). Rund 160 Personen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

11.45 Uhr: 56 Corona-Fälle im Landkreis Main-Spessart

Im Landkreis Main-Spessart gibt es aktuell 56 positiv auf Covid-19 getestete Personen (Stand: heute, 9.00 Uhr). Das teilt das Landratsamt Main Spessart mit. Von diesen befinden sich fünf Personen in stationärer Behandlung im Klinikum Main-Spessart, eine davon auf der Intensivstation. 308 Personen sind in häuslicher Quarantäne.

29.03.2020 - 09.45 Uhr: Alle Würzburger „weltwärts“-Helfer wieder daheim

Die letzten beiden von insgesamt neun „weltwärts“-Freiwilligen aus der Diözese Würzburg sind aus ihren Einsatzländern zurückgekehrt. Die zwei jungen Frauen landeten am Samstagnachmittag mit einer Regierungsmaschine aus Santa Cruz de la Sierra (Bolivien) am Frankfurter Flughafen. Die übrigen sieben jungen Frauen und Männer waren bereits in den Tagen zuvor aus Brasilien, Tansania und Südafrika zurückgekommen.

19:36 Uhr: Mehrere Corona-Fälle im Ankerzentrum Geldersheim

Sieben von rund 600 Bewohnern des Ankerzentrums in Geldersheim bei Schweinfurt haben sich mit dem Corona-Virus infiziert und werden nun in einem gesonderten Gebäude untergebracht. Auch ein externer Mitarbeiter wurde positiv getestet. Er befindet sich in häuslicher Quarantäne. Das hat die Regierung von Unterfranken mitgeteilt.

Es gilt ein Aufnahme- und Verlegungsstopp. Die Bewohner dürfen das Ankerzentrum nicht verlassen. Besucherverkehr ist ausgeschlossen. Positiv getestete Bewohner werden für mindestens 14 Tage isoliert. Sämtliche Mitarbeiter, die sich auf dem Gelände bewegen, müssen Mund-Nase-Schutz anlegen. Die Lage in der Einrichtung sei ruhig.

18:30 Uhr: Mittlerweile 13 Corona-Tote in Würzburg

In Würzburg ist ein weiterer Mann dem Corona-Virus erlegen, der bereits unter diversen Vorerkrankungen litt. Damit sind nun insgesamt 13 Todesopfer in Stadt und Landkreis Würzburg zu beklagen. Das hat das Gesundheitsamt mitgeteilt. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Würzburg stieg seit gestern laut Gesundheitsamt um weitere 26. Somit sind nun insgesamt 428 Personen im Stadtgebiet und Landkreis Würzburg positiv auf Corona getestet worden. Drei Personen konnten seit gestern als gesund entlassen werden.

17.05 Uhr: 136 Polizeieinsätze am Freitag, bereits über 50 am Samstag

Trotz der seit einer Woche geltenden Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus, fällt es vielen Menschen in Unterfranken schwer, sich daran zu halten. Am heutigen Samstag berichtet die Polizei Unterfranken von insgesamt 52 Einsätzen im Zeitraum von 6 bis 16 Uhr. Da die Abendstunden noch anstehen, geht ein Polizeisprecher auf Anfrage davon aus, dass es vermutlich ähnlich viele Einsätze wie am Freitag gibt. Da verzeichnete die Polizei 136 "coronabezogene" Einsätze in Unterfranken. Das seien deutlich mehr gewesen, als in den Tagen zuvor. "Wir bewegen uns auf relativ hohem Niveau", sagt der Sprecher.

Bei den Einsätzen am Freitag ging es zum Beispiel um einen heimlichen Friseursalon in einem Würzburger Schrebergarten, um einen geöffneten Copyshop in Schweinfurt oder um eine Personengruppe, die sich an einer Tankstelle in Werneck zum Kaffeetrinken traf.

Einen weiteren Einsatz gab es ebenfalls am Freitagabend in Lohr am Main. Dort wollte sich ein 62 Jahre alter Mann von seiner schwer am Coronavirus erkrankten Frau verabschieden. Sie liegt auf der Corona-Isolierstation des Krankenhauses. Gegen 2.00 Uhr morgens forderte das Krankenhauspersonal den Mann mehrfach auf, das Krankenhaus zu verlassen. Dieser Aufforderung sei der ebenfalls am Coronavirus erkrankte Mann nicht nachgekommen. Er habe gedroht, das Personal mit dem Virus zu infizieren. Den hinzugezogenen, erwachsenen Kindern des Ehepaars gelang es im Beisein der Lohrer Polizei den Mann zum Verlassen des Krankenhauses zu bewegen. Beim Verlassen der Station entschuldigte sich der Mann beim Krankenhauspersonal für sein Verhalten.

Was ist im Zuge der Ausgangsbeschränkungen noch erlaubt? Antworten finden Sie hier.

16.55 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus Schweinfurt

Laut Gesundheitsamt Schweinfurt liegt die aktuelle Gesamtzahl der Infizierten in Stadt und Landkreis Schweinfurt nun bei insgesamt 111. 16 Menschen befinden sich nach wie vor im Krankenhaus. Acht gelten inzwischen als geheilt. 464 Personen befinden sich nach wie vor in häuslicher Quarantäne.

16.48 Uhr: Neun neue Coronafälle im Landkreis Bad Kissingen

Im Landkreis Bad Kissingen wurden neun weitere Personen positiv auf Corona getestet. Aus der Quarantäne wurden inzwischen zwei Personen entlassen. Es liegen damit aktuell 61 bestätigte Coronafälle im Landkreis Bad Kissingen vor. 294 Kontaktpersonen befinden sich derzeit in Quarantäne.

16.09 Uhr: Tipps für den Samstagabend

Samstagabend, bestes Wetter – und trotzdem daheim bleiben. Das fällt schwer. Falls Sie sich in den eigenen vier Wänden langweilen, hier ein kleiner Tipp. Das Würzburger Studio "Lucky Panda" bietet ab sofort regelmäßig Konzerte aus den eigenen Räumen an. Den Anfang macht am Samstagabend um 18 Uhr Singer-Songwriter Dennis Schütze. Zu sehen gibt es das kostenlose Konzert im Livestream auf Youtube.

Falls Sie gerne Podcasts hören: Die Kolleginnen und Kollegen aus der BR-Kulturredaktion haben hier einige Empfehlungen zusammengestellt.

Sollten sie Lust auf ein gutes Buch verspüren: Hier helfen zahlreiche Bibliotheken aus. Die Stadtbücherei Würzburg zum Beispiel bietet ihre Mitgliedschaft für einen Monat kostenlos an. Das ermöglicht es, eBooks ganz bequem zuhause auszuleihen.

15.20 Uhr: Zweiter Corona-Todesfall in Aschaffenburg

In Aschaffenburg ist eine zweite Person am Coronavirus gestorben. Wie das Landratsamt mitteilt, ist die Zahl der Infizierten zudem von zuletzt 162 auf 183 gestiegen - davon kommen 48 aus der Stadt, 135 aus dem Landkreis Aschaffenburg. Insgesamt 16 zuvor am Coronavirus erkrankte sind inzwischen gesund und können die Quarantäne verlassen.

13.40 Uhr: Helfer isolieren Bewohner am Würzburger St. Nikolaus-Heim

Ein Würzburger Seniorenheim ist besonders vom Coronavirus betroffen. Um die Bewohner zu schützen, hat ein Krisenstab beschlossen infizierte Senioren auf gesonderten Stationen im Haus zu isolieren. Momentan läuft die Verlegung. Viele Helfer sind im Einsatz, unter anderem vom Bayerischen Roten Kreuz, den Johannitern und den Maltesern.

© BR / News 5

Im Seniorenheim St. Nikolaus in Würzburg sind in den vergangenen Tagen zwölf Bewohner am Coronavirus verstorben. Nun wurden alle infizierten Bewohner des Heims aus Sammelstationen verlegt.

13.00 Uhr: 42 Corona-Fälle im Landkreis Haßberge

Die Zahl der bestätigten Corona-Erkrankten ist im Landkreis Haßberge auf 42 gestiegen. Wie das Landratsamt mitteilt, hat das Gesundheitsamt am Samstag acht neue Covid-19-Fälle im Kreis bestätigt. 154 Personen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

12.20 Uhr: Würzburger Matratzenhersteller fertigt Atemschutzmasken

Das Coronavirus macht vielerorts auch erfinderisch. Der Würzburger Matratzenhersteller Wegerich zum Beispiel hat seit einigen Tagen seine Produktion umgestellt. Das Unternehmen fertigt nun Atemschutzmasken.

11.00 Uhr: Neue Corona-Zahlen aus dem Landkreis Main-Spessart

Im Landkreis Main-Spessart gibt es aktuell 51 Personen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden. Die Zahl der Infizierten ist also noch einmal gestiegen. Wie das Landratsamt am Samstagmorgen mitteilt, befinden sich vier Personen in stationärer Behandlung im Klinikum Main-Spessart, eine davon intensivmedizinisch. 361 Personen sind in häuslicher Quarantäne.

10.50 Uhr: Ehrenamtliche Helfer unterstützen Seniorenheim St. Nikolaus

Rund um das Seniorenheim St. Nikolaus in Würzburg sind momentan viele Helfer im Einsatz, um das Personal vor Ort bestmöglich zu unterstützen. Für diese haben die Malteser Würzburg heute Morgen Verpflegung geschmiert. Allein von den Maltesern helfen derzeit 25 Rettungskräfte rund um das Heim. Hinzu kommen Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Bayerischen Roten Kreuzes und der Johanniter.

10.01 Uhr: Würzburger Traditionsbäckerei schließt Filialen

Der Brandstetter ist eine Institution in Würzburg. Wegen des Coronavirus sieht sich die Bäckerei und Konditorei jetzt allerdings gezwungen ab Montag vorerst ihre Filialen zu schließen. Das gibt die Bäckerei auf ihrer Facebook-Seite bekannt. Dort heißt es: "Dieser Schritt tut uns im Herzen weh, aber wir versprechen euch: Euer Lieblingsbäcker ist sobald wie möglich wieder für euch da!" Die Entscheidung sei aus wirtschaftlichen Gründen gefallen. Auch ihren Lieferservice will die Bäckerei vorerst einstellen.

28.03.2020 – 9.10 Uhr: 897 bekannte Corona-Fälle in ganz Unterfranken

Anfang März sind die beiden ersten Corona-Fälle in Unterfranken aufgetreten. Seitdem hat sich das Virus in der Region stark ausgebreitet. Aktuell gibt es insgesamt 897 bekannte Corona-Fälle in Unterfranken. Das ist unser Stand vom gestrigen Abend. Diese Zahlen unterliegen natürlich immer Schwankungen. Zum Beispiel erhalten wir die Informationen der zuständigen Landratsämter in Unterfranken immer zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Das Landratsamt in Aschaffenburg hat uns zum Beispiel am Freitag um 15 Uhr den aktuellen Stand geschickt. Im Landkreis Miltenberg stammt unsere letzte Information vom Donnerstagabend. Dadurch kann es Verzerrungen geben. Hinzu kommen die lange Inkubationszeit des Virus, die Dauer bis zum Ergebnis einer Testung und die Dunkelziffer all jener Personen, die gar nicht merken, dass sie infiziert sind.

Nach unserem Stand gibt es in Stadt und Landkreis Würzburg aktuell 376 Fälle, 12 Personen sind verstorben. In Stadt und Landkreis Schweinfurt sind es 98 Fälle, zwei Personen sind verstorben. In Stadt und Landkreis Aschaffenburg sind es 162 Fälle, eine Person ist verstorben. Im Landkreis Main-Spessart sind es 39 Fälle, auch hier ist eine Person verstorben. Im Landkreis Bad Kissingen sind es 54 Fälle, im Landkreis Haßberge 36, im Landkreis Kitzingen 23, im Landkreis Miltenberg 72, im Landkreis Rhön-Grabfeld sind es 37.

17.50 Uhr: Zwölf Todesfälle in Würzburg

Laut Gesundheitsamt Würzburg sind in Würzburg nun zwölf Personen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Alle waren Bewohner Seniorenheims St. Nikolaus. Es wurde bereits damit begonnen, die infizierten Bewohner im Seniorenheim intern zu isolieren. Davor war im Gespräch, das Seniorenheim teilweise zu evakuieren.

17.45 Uhr: 376 Personen in Stadt und Landkreis Würzburg positiv getestet.

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg bestätigt (Stand: heute, 14.30 Uhr) 33 weitere auf das Corona-Virus positiv getestete Personen. Somit sind insgesamt 376 Personen im Stadtgebiet und Landkreis Würzburg Corona-positiv getestet. Aktuell sind 1.676 Personen unter häusliche Quarantäne gestellt.

17.40 Uhr: 17 neue bestätigte Coronafälle im Landkreis Bad Kissingen – Aktuelle Fallzahl 53

Im Landkreis Bad Kissingen gibt es (Stand: heute, 17 Uhr) 17 weitere bestätigte Coronafälle. Bei den neuen Fällen handelt es sich um elf männliche und sechs weibliche Personen. Laut Gesundheitsamt sind damit bislang insgesamt 54 Coronafälle bestätigt. 251 Personen befinden sich derzeit in Quarantäne. Aus der Quarantäne entlassen wurde ein Fall.

17.10 Uhr: BRK Tafel Gemünden stellt trotz Coronavirus weiterhin Dienste zur Verfügung

Die BRK Tafel Gemünden stellt trotz des aktuell kursierenden Coronavirus die wichtige kostenfreie Dienstleistung der Essensausgabe für Bedürftige im Großraum Gemünden am Main zur Verfügung. Laut BRK Kreisverband Main-Spessart funktionieren die Lieferketten für Lebensmittel. Der BRK Kreisverband Main-Spessart kann weiterhin zur gewohnten Zeit an den Samstagen die Ausgabe von Lebensmitteln im Großraum Gemünden am Main anbieten.

16.30 Uhr: Zwei Todesfälle im Raum Schweinfurt

Laut Gesundheitsamt Schweinfurt hat es im Raum Schweinfurt im Bezug auf das Coronavirus zwei Todesfälle gegeben. Bei einer Person handelt es sich um einen 78-jährigen Mann, die andere Person ist eine 82-jährige Frau. "Beide wurden in Krankenhäusern behandelt und beide Patienten hatten Vorerkrankungen", teilte Matthias Gehrig, der kommissarische Leiter des Gesundheitsamts Schweinfurt, mit.

15.05 Uhr: IG Metall Würzburg fordert Anhebung des Kurzarbeitergelds

Die IG Metall Würzburg kämpft für ihre von der Corona-Krise gebeutelten Mitglieder und hat sich nun in einem Offenen Brief an die unterfränkischen Bundestagsabgeordneten aller Parteien gewandt. Das Kurzarbeitergeld, auf das Tausende demnächst angewiesen sein werden, so der Tenor des Schreibens, reiche zum Lebensunterhalt nicht aus.

Es decke bei Alleinstehenden aktuell nur 60 Prozent des bisherigen Nettolohns ab. Bei Beschäftigten mit Kindern seien es 67 Prozent. Viele könnten damit ihre laufenden Kosten nicht mehr decken und sähen sich in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Dies betreffe besonders Beschäftigte mit geringem Einkommen.

Laut IG Metall ist es inakzeptabel, dass die Entlastung bei den Sozialversicherungsbeiträgen einseitig den Arbeitgebern zugutekommt. Sie fordert, Arbeiter und Angestellte in gleichem Umfang zu entlasten. Das Kurzarbeitergeld, so die Forderung der Gewerkschaft, sollte von derzeit 60 Prozent (bzw. 67 Prozent) auf mindestens 80 Prozent ( bzw. 85 Prozent) angehoben werden. Dafür sollte die Politik die gesetzlichen Grundlagen schaffen.

13.45 Uhr: Zahl der Infizierten im Raum Aschaffenburg stark angestiegen

In Stadt und Landkreis Aschaffenburg ist die Zahl der Coronavirus-Infizierten seit gestern (26.03.29) um 19 angestiegen, von 143 auf aktuell 162 (Stand 27.03.20, 13.00 Uhr). Davon sind 15 stationär in Behandlung, neun von ihnen auf einer Intensivstation, sechs auf einer Infektionsstation. Ein Mensch ist bislang an den Folgen der Infektion gestorben. Das geht aus den aktuellen Zahlen hervor, die das Gesundheitsamt Aschaffenburg soeben veröffentlicht hat. 146 der 162 infizierten Personen sind aktuell in Quarantäne.

Außerdem hat das Gesundheitsamt 684 Personen ermittelt, die als Kontaktperson 1 gelten – also engen Kontakt zu Infizierten hatten. 325 von ihnen sind noch in Quarantäne. Die Zahlen sind laut Gesundheitsamt seit gestern stark angestiegen. Immer mehr Menschen aus dem medizinischen Bereich, wie Pflegekräfte, haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. „Es ist eine zunehmende Herausforderung für das gesamte Gesundheitswesen, die Versorgung der Patienten aufrecht zu halten. Von daher wird dringend noch einmal auf die Notwendigkeit der Einhaltung der häuslich angeordneten Quarantäne hingewiesen, deren Nicht-Einhaltung eine Straftat darstellt“, so das Gesundheitsamt. Die Menschen sollten sich dringend an die Ausgangsbeschränkung halten.

13.35 Uhr: Zwei neue Corona-Fälle im Landkreis Haßberge

Im Landkreis Haßberge sind zwei weitere Personen positiv auf das neuartige Cornavirus SARS-CoV-2 getestet worden. Damit (Stand 27.03.20, 13.00 Uhr) liegt die Gesamtzahl bei derzeit 36 Fällen. 257 Personen befinden sich momentan in häuslicher Quarantäne.

13.30 Uhr: Corona-Tests im Auto: Teststrecke in Marktheidenfeld

In den letzten Tagen wurde in Marktheidenfeld (Lkr. Main-Spessart) mit Hochdruck an dem Aufbau einer Teststrecke zur Abnahme von Proben für eine Testung auf das Corona-Virus gearbeitet. Kommende Woche werden die ersten Personen vom Gesundheitsamt zum Test einbestellt, die dann im PKW sitzend, beprobt werden. Der Landkreis möchte mit dieser Teststrecke die Kassenärztlichen Vereinigung Bayern unterstützen, nachdem diese den zunehmenden Bedarf an Probenentnahmen nicht mehr allein leisten kann. Für einen geordneten Ablauf ist es von höchster Bedeutung, dass nur Personen, die vom Gesundheitsamt evaluiert wurden und telefonisch einen Termin zur Testung mitgeteilt bekommen haben, nach Marktheidenfeld kommen. Falls Hausärzte den Bedarf einen Test bei ihren Patienten sehen, sollen weiterhin die Testmöglichkeiten der KVB in Anspruch genommen werden.

13.25 Uhr: Aktuelle Zahlen aus dem Landkreis Haßberge

Im Landkreis Haßberge sind zwei weitere Personen positiv auf das neuartige Cornavirus SARS-CoV-2 getestet worden. Damit liegt die Gesamtzahl bei derzeit 36 Fällen. 257 Personen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Das Bürgertelefon ist nach wie vor unter der Telefonnummer 09521/27-600 erreichbar - an Wochentagen von Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr sowie am Samstag und Sonntag von 9.00 bis 14.00 Uhr. Es wird um Verständnis gebeten, dass die Mitarbeiter zu medizinischen Fragen keine Auskunft geben können.

Im Kampf gegen die Corona-Epidemie ist eine geeignete Schutzausrüstung das Aller-wichtigste, um zu vermeiden, dass Ärzte, Pfleger, Sanitäter und Rettungskräfte selbst zu Überträgern des Virus werden. Leider sind Schutzanzüge, Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel und Masken FFP 1, 2 oder 3, Gesichtsschutz in Form von Brillen oder ganzheitlicher Gesichtsschutz und immer noch Mangelware. Der Landkreis Haßberge ruft deshalb ihre Firmen und Unternehmen auf: Wer dringend benötigte Schutzanzüge, Masken, Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel hat, die zurzeit nicht benötigt werden, möge bitte ein Angebot per E-Mail an fuegk-material@landratsamt-hassberge.de senden.

12.55 Uhr: Unterfränkische Privat-Labors übernehmen Corona-Tests

Um Corona-Tests schneller, ortsnäher und in größerer Anzahl auswerten zu können, bemüht sich die Regierung von Unterfranken um weitere Laborkapazitäten und hat diesbezüglich bei Unternehmen angefragt. Mit gleich mehreren Großlabors ist hier die Gesundheitsregion Bad Kissingen federführend. Unter anderem führen das Labor Rosler in Wildflecken und LABOKLIN in Bad Kissingen bereits im amtlichen Auftrag Corona-Tests durch.

Das Labor LS in Bad Bocklet-Großenbrach wird demnächst ebenfalls einsteigen. Wie der geschäftsführende Direktor Jürgen Balles dem Bayerischen Rundfunk mitteilte, arbeite man derzeit an der Etablierung des molekularbiologischen Corona-Tests und sei in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Man sehe sich schon immer als Bestandteil des gesundheitlichen Verbraucherschutzes. "Natürlich werden wir auch in der augenblicklichen Krisensituation jeden uns möglichen Beitrag zur Bewältigung leisten", so Jürgen Balles.

Die Firma LABOKLIN ist vor allem ein Dienstleister für Tierarztpraxen und auf die Analyse von tierischem Material spezialisiert. Rein technisch unterscheide sich diese Arbeit aber nicht wesentlich von der Labordiagnostik in der Humanmedizin, und die entsprechende Ausrüstung mit den nötigen Sicherheitsstufen sei vorhanden, so Chefin Elisabeth Müller. Ein Problem könnte es höchstens mit der Beschaffung des Testmaterials selbst geben, denn, so die Unternehmerin: "Nichts bekommt man zurzeit einfach!"

Laut Johannes Hardenacke, dem Sprecher der Regierung von Unterfranken, soll die Analyse in der Region unter anderem auch die Würzburger Uni-Klinik entlasten, die mit der Vielzahl der Corona-Tests ausgelastet ist. Wenn Proben zur Untersuchung nach Berlin geschickt werden müssten, ginge nur wertvolle Zeit verloren.

11.55 Uhr: Infizierte Bewohner in Würzburger Seniorenheim werden intern isoliert

Das vom Corona-Virus stark betroffene Seniorenheim St. Nikolaus in der Würzburger Sanderau wird nicht evakuiert. Wie heute bekannt gegeben wurde, werden infizierte Bewohner des Heims intern auf Stationen isoliert, in sogenannte "Stationskohortierung" gebracht. Das haben Oberbürgermeister Christian Schuchardt und der Leiter des Gesundheitsamts Johann Löw bekannt gegeben. Etwa bei der Hälfte der Bewohner des Nikolausheims sei der Test auf eine COVID-19-Infektion positiv ausgefallen.

Die Entscheidung habe der Krisenstab mit Unterstützung von Experten des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) getroffen, heißt es. Die Entscheidung sei keine "Schwarz-Weiß-Entscheidung" gewesen, sagt Schuchardt. Da das Nikolausheim ein Hotspot der Infektionsfälle in Bayern sei, könne das weitere Vorgehen als Präzendenzfall gelten.

Seit Mittwoch (25.03.2020) stand die teilweise Evakuierung des zur Würzburger Stiftung Bürgerspital gehörenden Heims als Option im Raum. Dagegen sprach die Transportgefahr für die pflegebedürftigen und teils dementen Bewohner und die Gefahr, "dass man einen neuen Hot-Spot" aufgemacht und durch den Transport eine weitere Infektionsgefahr bestanden hätte. Löw ergänzte, dass auch in einer weiteren Einrichtung eine Patientin positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Eine Isolierung dieser Person sei bereits veranlasst worden.

11.07 Uhr: Fachkräfte mit medizinischem Hintergrund gebraucht

Aschaffenburgs Landrat Ulrich Reuter bittet alle Fachkräfte mit medizinischem Hintergrund, das Landratsamt Aschaffenburg bei der Bewältigung der Corona-Pandemie zu unterstützen. Aufgerufen sind Pflegekräfte, Pflegehilfskräfte, medizinisch-technische Assistenten und medizinische Fachangestellte, die derzeit nicht in ihrem Beruf tätig oder freigestellt sind. Wer helfen möchte, kann sich bei der Personalstelle des Landratsamtes Aschaffenburg unter der Nummer 06021/394-574 melden. Reuter bekräftigt damit nochmals den unlängst von Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml gestarteten Appell an alle Fachkräfte, die aktuell in einem anderen Beruf arbeiten, im Ruhestand sind oder sich von ihrem Arbeitgeber freistellen lassen können. Der Aufruf dient der Unterstützung der regionalen Fachkräfte, die bereits seit Wochen mit vollem Engagement im Gesundheitswesen im Einsatz sind, zum Beispiel im Klinikum und Gesundheitsamt sowie der Verstärkung des Personals im neuen Corona-Testzentrum des Landkreises Aschaffenburg.

11.05 Uhr: Corona wirkt sich massiv auf Wirtschaft am Untermain aus

Die Corona-Pandemie hat massive Auswirkungen auf die Wirtschaft am Bayerischen Untermain. Das meldet die IHK Aschaffenburg. 92 Prozent der befragten Unternehmen spüren negative Auswirkungen auf ihre Geschäfte. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der IHK Aschaffenburg unter 173 Mitgliedsunternehmen. Laut der Erhebung befürchten 23 Prozent der Befragten einen Umsatzrückgang von mehr als 50 Prozent im Jahr 2020. Weitere 29 Prozent der Umfrage-Teilnehmer erwarten einen Rückgang der Umsätze im Bereich von 25 bis 50 Prozent. Ein weiteres Drittel erwartet, dass die Umsätze bis zu 25 Prozent zurückgehen.

"Wir haben sehr deutliche Anzeichen einer Wirtschaftskrise, die uns leider noch lange beschäftigen wird. Wichtig ist es, in einigen Wochen wieder zuversichtlich unsere Wirtschaft in Schwung zu bringen. Die Verantwortlichen in den Verwaltungen setzen alles daran, schnell und unbürokratisch die finanziellen Hilfen bereitzustellen," hebt Andreas Freundt, Hauptgeschäftsführer der IHK Aschaffenburg hervor.

"Auch die IHK Aschaffenburg bietet ihren Unternehmen trotz eingeschränktem Geschäftsbetrieb weiterhin umfangreiche Informationen und Beratungen telefonisch, per E-Mail und auf ihrer Internetseite unter www.aschaffenburg.ihk.de/corona." Ob Nachfrage-Einbruch, zurückgefahrene Investitionen oder stornierte Aufträge, die Folgen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft sind massiv. Neben Liquiditätsengpässen wirkt sich die Krise auch auf die Beschäftigungspläne der Unternehmen aus. Ein Drittel der Umfrageteilnehmer sieht sich angesichts der aktuellen Situation zum Personalabbau gezwungen.

10.30 Uhr: IHK verschiebt Abschlussprüfungen für Azubis

Die IHK Würzburg-Schweinfurt verschiebt die für April und Mai geplanten schriftlichen Azubi-Abschlussprüfungen in den Sommer 2020. Davon sind in Mainfranken 2.850 Auszubildende betroffen. Bis einschließlich Mai finden auch keine IHK-Weiterbildungsprüfungen statt. Die werden zwischen Juni und August nachgeholt. Darauf haben sich die zuständigen IHK-Gremien verständigt. Die schriftlichen IHK-Ausbildungsprüfungen werden nach jetzigem Stand in der Zeit vom 16. bis zum 19. Juni 2020 nachgeholt. Die industriell-technischen Prüfungen sollen demnach am 16. und 17. Juni 2020 und die kaufmännischen am 18. und 19. Juni 2020 stattfinden.

Prüfungsteilnehmer, die im Frühjahr 2020 für die Abschlussprüfung Teil 1 angemeldet waren, können ihre Prüfung im Herbst 2020 nachholen. Genauere Informationen zu den Aus- und Weiterbildungsprüfungen stellt die IHK auf ihrer Website bereit. "Mit der Verschiebung der Prüfungen wird das Ziel verfolgt, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Die IHK-Organisation leistet zudem den länderspezifischen Regelungen Folge", erklärt Lukas Kagerbauer, Bereichsleiter Berufsausbildung bei der IHK Würzburg-Schweinfurt.

10.20 Uhr: Aktuelle Zahlen aus dem Landkreis Main-Spessart

Im Landkreis Main-Spessart gibt es aktuell 39 positiv auf Covid-19 getestete Personen, davon befindet sich eine Person in stationärer Behandlung im Klinikum Main-Spessart, 322 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

10.01 Uhr: 100. Geburtstag in Zeiten von Corona

Das Besuchsverbot im Kreisseniorenzentrum Gemünden verändert den Alltag der Bewohner. Um Abhilfe zu schaffen, erweitert die Gemündener Einrichtung nun ihre Angebote an. Zwei Mal täglich bietet sie einen Fahrdienst für Besorgungen in der Stadt an, der von den Bewohnern gut angenommen wird. Normalerweise würden Besorgungen von den Angehörigen übernommen werden. Das erledigt jetzt gerne das Personal. Desweiteren können Angehörige "Mitbringsel" kontaktlos über die Pforte abgeben. Eine ähnliche Abgabestelle hat auch die Senioreneinrichtung der Heroldstiftung in Karlstadt eingeführt.

Auch Geburtstage können im Kreisseniorenzentrum Gemünden aktuell nicht wie üblich gefeiert werden. Das betraf zum Beispiel Olivia Nickel, die nun ihren 100. Geburtstag gefeiert hat. Externe Besuche von Familie, Landrat oder Bürgermeister waren wegen des Coronavirus nicht möglich. Das Pflegepersonal versuchte dennoch, so gut wie nur möglich, Frau Nickel einen schönen Tag zu bereiten.

8.33 Uhr: Wird das Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus evakuiert?

Bereits seit einigen Tagen wird offen darüber nachgedacht, ob das Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus evakuiert werden sollte. Dort sind bislang elf Bewohner am Coronavirus gestorben. Wie die Stadt Würzburg am Freitagmorgen bekanntgegeben hat, soll um 11 Uhr eine kurzfristig anberaumte Pressekonferenz stattfinden. Dort will die Stadt bekannt geben, ob eine Evakuierung notwendig ist oder nicht. Die Entscheidung habe der Krisenstab mit Unterstützung von Experten des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) getroffen. In den vergangenen Tagen wurden alle Bewohner des Heims St. Nikolaus und des benachbarten Ehehaltenhauses auf eine mögliche Covid-19-Infektion getestet. Über die Ergebnisse der Tests sind bisher keine näheren Angaben bekannt. Nur so viel: Im Gebäudeteil Ehehaltenhaus hat die Testreihe offenbar keinen positiven Fall ergeben.

8.25 Uhr: Corona-Hilfe Main-Spessart wächst stetig

Die seit knapp zwei Wochen bestehende Corona-Hilfe Main-Spessart ist mittlerweile auf über 3.160 Mitglieder angewachsen. Die Initiatoren rund um Andreas Bachmann aus Erlenbach bei Marktheidenfeld bringen Menschen zusammen, die anderen helfen wollen. Derzeit gibt es 200 Hilfsangebote in der Datenbank, aber gerade einmal zwei Gesuche. Der selbständige Berater Bachmann wundert sich nicht, dass bisher kaum Hilfe gesucht wird. Schließlich würde sich die Welt für viele noch sehr normal anfühlen. Keiner könne allerdings sagen, wie schnell die Angebote der Corona-Hilfe Main-Spessart dringend gebraucht werden. Bachmann appelliert dringend an die Älteren, die Hilfe auch tatsächlich in Anspruch zu nehmen.

Täglich verwendet der Initiator über den Tag verteilt zwei bis drei Stunden, um das digital gestartete Hilfsnetzwerk auszubauen. Brücken zu schlagen von der digitalen zur analogen Welt, ist ihm wichtig. Weil es Menschen gibt, die nicht in der digitalen Welt unterwegs sind, sollen auch sie die Möglichkeiten auf Hilfe bekommen. Deshalb hat die Corona-Hilfe Main-Spessart seit Donnerstag eine Partnerschaft mit der Raiffeisenbank Main-Spessart geschlossen. Die Genossenschaftsbank hat werktäglich von 8 bis 18 Uhr eine Hotline eingerichtet. Dort können sich Menschen melden, wenn sie Hilfe benötigen. Das wird dann weitergegeben an die Corona-Hilfe Main-Spessart.

8.15 Uhr: 12 neue Corona-Infizierte im Landkreis Miltenberg

Die Zahl der Corona-Infizierten ist auch im Landkreis Miltenberg erneut gestiegen. Wie das Landratsamt mitteilt, waren es am Donnerstagnachmittag 72 Personen. Das sind 12 mehr als am Vortag. Eine Person wird im Landkreis Miltenberg nach wie vor intensivpflichtig behandelt. Drei Personen wurden bereits als gesund entlassen, alle anderen Infizierten zeigen bislang entweder keine oder nur eine milde Symptomatik in Form grippeähnlicher Beschwerden.

27.03.20 – 7.30 Uhr: Nach langem Warten: BRK Schweinfurt bekommt neue Schutzmasken

Der Geschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuz Kreisverband Schweinfurt, Thomas Lindörfer, kann aufatmen. Donnerstagabend hat sein Rettungsdienst in einer dringend erwarteten Lieferung 600 Atemschutzmasken, 180 Schutzanzüge, 160 Schutzbrillen und ausreichend Desinfektionsmittel erhalten. "Damit haben wir für die nächsten 14 Tage Sicherheit," sagte Lindörfer auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Wie berichtet hatten die Schweinfurter Rettungsdienste des Bayerischen Roten Kreuzes, des Arbeiter-Samariter-Bundes und des Malteser-Hilfsdienstes vor zwei Tagen einen Aufruf an die Bevölkerung, an Unternehmen und Handwerker gestartet, dass bei Ihnen Atemschutzmasken vom Tpy FFP2 und FFP3 abgegeben werden. Laut Lindörfer sind ein paar wenige Schutzmasken bei Roten Kreuz in Schweinfurt abgegeben worden.

18.30 Uhr: Würzburger Altenheim St. Nikolaus: elfter Todesfall wegen Corona

Das vom Corona-Virus besonders betroffene Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus hat einen weiteren Todesfall zu beklagen. Wie das Würzburger Landratsamt am Donnerstagabend meldet, sei ein weiterer Bewohner verstorben – der inzwischen elfte Todesfall als Folge einer Infektion mit dem Corona-Virus.

18.00 Uhr: Insgesamt 343 Personen in Stadt und Landkreis Würzburg infiziert

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg bestätigt (Stand: heute, 14:30 Uhr) 46 weitere auf das Corona-Virus positiv getestete Personen. Somit sind insgesamt 343 Personen im Stadtgebiet und Landkreis Würzburg Corona-positiv getestet. In den vergangenen 24 Stunden konnten sechs positiv auf das Corona-Virus Getestete als genesen entlassen werden. Damit hat sich die Zahl der Genesenen auf insgesamt 24 erhöht.

17.30 Uhr: 34 Corona-Fälle im Landkreis Haßberge

Im Landkreis Haßberge ist die Zahl der bestätigten Corona-Erkrankten auf 34 gestiegen. Das Gesundheitsamt hat vier neue Covid-19-Fälle im Kreis betätigt (Stand 26. März, 15.00 Uhr). 282 Personen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

17.09 Uhr: Die "Musik aus dem Fenster" geht weiter

Wegen der großen Resonanz auf den bundesweiten Musik-Flashmob am 22. März unter dem Motto "Musik aus dem Fenster" gibt es diesen Sonntag eine Neuauflage. Dazu haben die Landesmusikdirektoren des Niedersächsischen Musikverbandes aufgerufen, und ganz Deutschland macht mit. Auch der Nordbayerische Musikbund (NBMB) rührt dafür bereits wieder kräftig die Werbetrommel.

Alle, die ein Instrument spielen oder singen können, sind eingeladen, dies am Sonntag um 18 Uhr am offenen Fenster, auf dem Balkon oder der heimischen Terrasse zu tun. Für die 2. Auflage des Flashmobs wurde das hoffnungsvolle Lied "Von guten Mächten wunderbar geborgen" von Dietrich Bonhoeffer ausgewählt. Der evangelische Theologe hatte es 1944 im Gestapo-Gefängnis geschrieben und damit eines der bekanntesten religiösen Lieder unserer Zeit geschaffen. Noten und Text gibt es zum Downloaden auf der Internetseite des Niedersächsischen Musikverbands.

Im Anschluss an die "guten Mächte" soll erneut Beethovens "Ode an die Freude" erklingen. Jede Woche der Pandemie-Zeit kommt dann ein weiteres neues Stück dazu.

16.49 Uhr: Corona sorgt für Stillstand und Entlassungen in der mainfränkischen Wirtschaft

Die Corona-Krise trifft die mainfränkische Wirtschaft hart. Wie aus einer neuen Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Würzburg-Schweinfurt hervorgeht, sind die negativen Auswirkungen der Pandemie für neun von zehn mainfränkische Unternehmen (93 Prozent) bereits heute deutlich spürbar.

Im Vergleich zur letzten Befragung vor etwa drei Wochen hat dieser Wert um mehr als 40 Prozentpunkte zugenommen. "Viele Betriebe mussten schließen. Und selbst jene Unternehmen, die noch aktiv sind, spüren teils gravierende Auswirkungen auf ihr Geschäft", kommentiert der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Sascha Genders die aktuelle Umfrage.

Zwei Drittel der Betriebe berichten demnach von einer geringeren Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen, knapp die Hälfte von Auftragsstornierungen. 40 Prozent der Betriebe stehen komplett oder in Teilen still. Etwa jeder Dritte (35 Prozent) kämpft mit Liquiditätsengpässen. 33 Prozent der Unternehmen müssen Personal abbauen.

15.45 Uhr: Insgesamt 143 Corona-Infizierte in Stadt und Landkreis Aschaffenburg

In Stadt und Landkreis Aschaffenburg haben sich bislang 143 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Wie das Landratsamt mitteilt, entfallen davon 36 Patienten auf die Stadt, 107 auf den Landkreis Aschaffenburg. Insgesamt fünf Personen konnten bereits gesund entlassen werden. Seit Ausbruch des Virus mussten bislang weitere 630 Kontaktpersonen vorübergehend in häusliche Quarantäne. 266 von ihnen konnten die Quarantäne inzwischen wieder verlassen.

15.30 Uhr: Zwei neue bestätigte Coronafälle im Landkreis Bad Kissingen

Im Landkreis Bad Kissingen gibt zwei weitere bestätigte Coronafälle. Bei den Infizierten handelt es sich laut Landratsamt um eine weibliche und eine männliche Person. Damit sind bislang insgesamt 37 Coronafälle bestätigt. Eine Person konnte aus der Quarantäne entlassen werden. Es liegen damit aktuell 36 bestätigte Coronafälle im Landkreis vor. 241 Kontaktpersonen befinden sich derzeit in Quarantäne.

15.00 Uhr: Corona-Teststelle des Landkreises Kitzingen ab Freitag in Betrieb

Am Freitag (27.03.20) geht die Corona-Teststelle des Landkreises Kitzingen in der Sickergrundhalle in Kitzingen Betrieb. Dort werden nur Personen eingelassen und getestet, die vom Gesundheitsamt dazu aufgefordert worden sind. Laut Landratsamt sind die Abläufe in der Sickergrundhalle folgendermaßen geregelt: Von 10 bis 13 Uhr werden ausschließlich Personen auf das Coronavirus getestet, die vom Gesundheitsamt dorthin bestellt wurden. Am Nachmittag testet die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) weitere Personen, allerdings auch nur nach ausdrücklicher persönlicher Aufforderung durch die KVB. Andere Personen werden nicht getestet und der Zutritt auf das Gelände ist auch nicht gestattet.

13.30 Uhr: Gastronomen spenden an Würzburger Uni-Kinderklinik

Die Geschäftsführer der beiden Würzburger Sumo Sushi Bars, Quang Tao Tu und Xuan-Thang Vu, hatten aus den Medien erfahren, dass Schutzausrüstung für medizinisches Personal derzeit knapp ist. In Kürze konnten die beiden Gastronomen 2.000 Einmalhandschuhe und mehrere Dutzend Mund-Nasen-Schutzmasken organisieren, die sie gestern Professor Christian Speer, dem Direktor der Würzburger Universitäts-Kinderklinik, für das medizinische Personal seiner Klinik überreichten. Speer zeigte sich von dem privaten Engagement begeistert: "Diese großzügige Sachspende ist nicht nur für unsere Arbeit hilfreich, sondern auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Uni-Kinderklinik ein äußerst positives und motivierendes Signal."

13.00 Uhr: Ausnahmezustand auch in Behinderteneinrichtungen

Seit dem 18. März sind die Behindertenwerkstätten geschlossen. 230 Menschen mit Beeinträchtigung verbringen nun ihre ganze Zeit in den Wohngruppen. Die Betreuer, die sonst tagsüber nicht gebraucht werden, sind nun quasi rund um die Uhr beschäftigt. "Wir laufen auch am Limit - aber wir werden momentan etwas vergessen!" So kommentiert Melissa Hager die aktuelle Situation im St. Josefs Stift in Eisingen im Landkreis Würzburg, eine Einrichtung, in der Menschen mit Beeinträchtigung leben und arbeiten.

12.40 Uhr: Reha-Kliniken schließen wegen Corona vorübergehend

Die Corona-Krise wirbelt auch das Kur- und Reha-Wesen im Bäderland Bayerische Rhön völlig durcheinander. Mehrere Kliniken mussten jetzt vorübergehend ihren Betrieb einstellen und die Patienten nach Hause schicken. Die Klinik Saale der Deutschen Rentenversicherung (DRV) in Bad Kissingen wurde bereits Donnerstag letzter Woche geschlossen, nachdem ein Patient positiv auf das Virus getestet worden war.

Nun schließen weitere DRV-Kliniken in der Region ihre Pforten. Dazu gehören unter anderem die Klinik Rhön und die Marbachtalklinik in Bad Kissingen sowie die Klinik Hartwald in Bad Brückenau. Auf deren Webseiten heißt es jeweils, dass die Häuser seit Freitag geschlossen sind. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks wurden die letzten Patienten der Klinik Hartwald allerdings erst am Mittwoch nach Hause geschickt. Zum Wochenende soll der Betrieb dann bis auf weiteres komplett ruhen. Die DRV-Pressestelle in Berlin hat auf eine schriftliche Anfrage des BR dazu bisher noch nicht Stellung genommen.

Zur DRV Nordbayern gehören die Sinntalklinik in Bad Brückenau und die Frankenklinik in Bad Kissingen. Sie werden nun – soweit medizinisch vertretbar – ebenfalls geräumt. Um die Akut-Kliniken zu entlasten, sei die Behandlung von Anschlussheilpatienten aber weiter sichergestellt, so die Pressestelle der DRV Nordbayern in Bayreuth. Personelle oder wirtschaftliche Folgen aufgrund der Corona-Krise seien derzeit nicht zu befürchten.

In der Bad Kissinger Deegenbergklinik, die sich in privater Trägerschaft befindet und unter anderem auf Herzerkrankungen spezialisiert ist, läuft der Betrieb noch – wenn auch unter angepassten Bedingungen. Laut Verwaltung finden weiterhin Anschlussheilbehandlungen statt, denn nicht alle Operationen in den Krankenhäusern sind ohne weiteres aufschiebbar.

Ähnlich läuft es in der Klinik Bavaria in Bad Kissingen – mit 360 Betten eine der großen Reha-Einrichtungen in Nordbayern mit Schwerpunkt Orthopädie und Neurologie. Aktuell werden nur noch Rehabilitanden aufgenommen, die zuvor im Krankenhaus behandelt wurden. Ambulante und teilstationäre Maßnahmen finden bis einschließlich 19. April nicht mehr statt. Maßnahmen wie Kurzarbeit für die Beschäftigten oder mögliche Entlassungen stehen aktuell nicht im Raum.

11.20 Uhr: Hebammenschule in Aschaffenburg unterrichtet digital

Gute Nachrichten sind wichtig zurzeit, gerade mit Blick auf das Coronavirus. Eine schöne Info haben wir aus Aschaffenburg erhalten. Dort ist es der Hebammenschule gelungen, ihren Unterricht binnen weniger Tage komplett ins Netz zu verlagern. Die 19 Schülerinnen treffen sich täglich von 8 bis 15.30 Uhr in einem virtuellen Klassenzimmer. Sie sitzen zuhause vor ihren Laptops oder Tablets, während sich die Lehrerinnen zuschalten. "Es klappt erstaunlich störungsfrei", sagt Leiterin Julia Berger, "die Schülerinnen nehmen es gut an." Auch Referate hätten auf diesem Weg bereits stattgefunden. Von der Regierung von Unterfranken hat Berger nach eigenen Angaben die Zusage erhalten, dass auch mündliche Prüfungen vorübergehend über die digitale Plattform stattfinden dürfen.

Die Hebammenschule gehört zum Klinikum Aschaffenburg-Alzenau. Dort gibt es auch eine Pflegeschule. Deren vier Klassen sollen die Plattform nun ebenfalls nutzen.

10.12 Uhr: Wildfleckener Kirmesgesellschaft startet Einkaufsservice

Auch in Wildflecken in der Rhön gibt es jetzt eine Initiative junger Leute, die während der Corona-Krise einen Einkaufsservice für ältere Mitbürger anbieten, und zwar für Wildflecken und den Ortsteil Oberwildflecken. Das Engagement geht von der örtlichen Kirmesgesellschaft aus. Auch Menschen mit Vorerkrankungen oder solche, die sich in Quarantäne befinden, werden bei Bedarf beliefert.

Informationen zu den zahlreichen Hilfsangeboten in Unterfranken finden Sie hier. Das Team des BR-Studio Mainfranken aktualisiert die Liste regelmäßig.

9.59 Uhr: 60 Corona-Infizierte im Landkreis Miltenberg

Im Landkreis Miltenberg sind aktuell 60 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Wie das Landratsamt bereits gestern mitgeteilt hat, ist die Zahl der Erkrankungen damit noch einmal gestiegen. Derzeit muss eine der erkrankten Personen in Miltenberg intensivpflichtig behandelt werden.

26.03.20 – 9.40 Uhr: Landkreis Bad Kissingen bittet um Schutzmasken

Auch der Landkreis Bad Kissingen bittet Bevölkerung, Handwerker und Unternehmen um Schutzmasken. Es gehe darum die Versorgung insbesondere der ehrenamtlichen Einsatzkräfte mit medizinischer Schutzausrüstung zu sichern und die entsprechenden Reserven weiter zu erhöhen, heißt es in einer Mitteilung. Privatleute, Werkstätten oder Unternehmen, die insbesondere OP-Mundschutze oder einfache Staubschutzmasken ohne Ventil vorrätig haben, können sich an das Landratsamt wenden. Telefonnummer: 0971/ 801-1511.

18.53 Uhr: Corona gefährdet womöglich auch den Kissinger Sommer

Noch steht der Kissinger Sommer 2020 im Veranstaltungskalender der Stadt Bad Kissingen. Die Corona-Krise schafft jedoch Ungewissheit. Die Stadt will nach dem Ende der Ausgangsbeschränkungen darüber entscheiden, ob und wie das Klassik-Festival durchgeführt werden kann.

Der Kissinger Sommer ist für die Zeit vom 19. Juni bis zum 19. Juli geplant. Er ist üblicherweise der kulturelle Höhepunkt des Jahres für die ganze Region. Hotels, Gastronomie und Einzelhandel profitieren davon in der Hauptsaison. Eine Absage würde die ohnehin schon krisengebeutelten Branchen hart treffen. Noch ist davon aber keine Rede. Während andere Großveranstaltungen, teils schon bis in den Sommer hinein, abgesagt wurden, herrscht an der Fränkischen Saale noch Hoffnung.

Wie Thomas Lutz vom städtischen Kulturbüro dem Bayerischen Rundfunk sagte, soll zunächst einmal der 19. April abgewartet werden. Bis dahin gilt vorläufig das Veranstaltungsverbot. Dann soll über das Festival entschieden werden. Man müsse sich hier auf das Urteil der Experten verlassen, so Thomas Lutz. Klar sei aber auch, dass die Bedeutung der Kultur in Anbetracht der Corona-Pandemie in den Hintergrund trete. Gesundheit gehe vor.

Viel Zeit für eine Entscheidung dürfte der Stadt nach Ostern nicht mehr bleiben. Die verpflichteten Künstler benötigen Planungssicherheit – ebenso wie viele Gäste aus dem In- und Ausland, die für ihre Konzertbesuche bereits Tickets und Unterkünfte gebucht haben.

18.00 Uhr: 122 Corona-Fälle im Raum Aschaffenburg

In Stadt und Landkreis Aschaffenburg sind dem Gesundheitsamts Aschaffenburg zufolge derzeit (Stand: heute, 17.30 Uhr) 122 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Sechs Menschen müssen stationär behandelt werden – vier davon liegen auf der Intensivstation. 354 Menschen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

17.00 Uhr: Derzeit 73 Fälle in Stadt und Landkreis Schweinfurt

Wie das Gesundheitsamt Schweinfurt mitteilt, liegt die aktuelle Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen in Stadt und Landkreis Schweinfurt bei insgesamt 73. Zehn Personen werden derzeit in Krankenhäusern behandelt. Zudem befinden sich aus Stadt und Landkreis Schweinfurt derzeit über 600 Personen in Quarantäne.

16.45 Uhr: 26 weitere Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Würzburg

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg bestätigt (Stand: heute, 14.30 Uhr) 26 weitere positiv auf Covid-19 getestete Personen. Somit sind insgesamt 297 Personen im Stadtgebiet und Landkreis Würzburg Corona-positiv getestet. Drei Patienten konnten als gesund entlassen werden, so dass sich deren Anzahl auf insgesamt 16 erhöht. Aktuell sind 1.287 Personen unter häusliche Quarantäne gestellt, davon 77 Personen in den vergangenen 24 Stunden.

16.30 Uhr: Elf neue Corona-Fälle im Landkreis Main-Spessart

Im Landkreis Main-Spessart gibt es aktuell 32 positiv auf Covid-19 getestete Personen (Stand: heute, 15.00 Uhr). 311 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne, 123 konnten wieder aus der häuslichen Quarantäne entlassen werden.

16.00 Uhr: Drei neue Corona-Fälle im Landkreis Bad Kissingen

Im Landkreis Bad Kissingen haben sich drei weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Bei den neuen Fällen handelt es sich um eine weibliche Person und zwei männliche Personen. Damit sind bislang insgesamt 35 Coronafälle bestätigt, aus der Quarantäne entlassen wurde ein Fall. Damit liegen aktuell 34 bestätigte Coronafälle im Landkreis vor. 251 Kontaktpersonen befinden in Quarantäne.

15.45 Uhr: Nun 30 Fälle im Landkreis Haßberge

Aktuell gibt es im Landkreis Haßberge (Stand: heute, 15.00 Uhr) 30 bestätigte Fälle einer Coronaviren-Infektion. Dem Landratsamt zufolge wird eine Person wird stationär betreut, die anderen sind häuslich isoliert. Insgesamt befinden sich 271 Personen in häuslicher Quarantäne und werden regelmäßig durch das Gesundheitsamt Haßberge kontaktiert und nach ihrem Gesundheitszustand befragt.

15.15 Uhr: 79-jährige Corona-Patientin auf dem Weg der Besserung

Am Klinikum Würzburg Mitte, Standort Juliusspital, konnte eine 79-jährige Patientin nach sieben Tagen künstlicher Beatmung erfolgreich extubiert werden. Trotz des schweren Krankheitsverlaufs kann sie nun wieder selbstständig atmen und befindet sich in einem stabilen gesundheitlichen Zustand.

15.00 Uhr: Fünf neue Corona-Fälle im Landkreis Kitzingen

Im Landkreis Kitzingen sind fünf neue Corona-Fälle hinzugekommen. Laut Landratsamt gibt es im Landkreis Kitzingen nun 18 Corona-Fälle. Zwei der neuen Fälle stehen in direktem Zusammenhang mit einem bereits bekannten Corona-Fall. Andere Betroffene sind etwa Reiserückkehrer.

14.00 Uhr: Bürger und Firmen im Raum Schweinfurt spenden Schutzausrüstung

Immer mehr Bürger und Unternehmen bieten derzeit der Stadt und dem Landkreis Schweinfurt Schutzausrüstung aus privaten Beständen an. Dafür wurde nun eine Stelle zur Koordinierung der Bestände und der Verteilung eingerichtet. Stadt und Landkreis haben über ihre Führungsgruppen Katastrophenschutz einen Überblick über den Bedarf an Schutzausrüstung oder Desinfektionsmitteln und können daher zielgerichtet und bedarfsorientiert die Verteilung übernehmen.

12.00 Uhr: Evakuierung von Würzburger Seniorenheim denkbar

Im Fall des vom Coronavirus besonders betroffenen Würzburger Seniorenheims St. Nikolaus steht eine teilweise Evakuierung als Option im Raum. Das hat Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt bei einer Pressekonferenz mitgeteilt. Seit gestern Abend werden sämtliche Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung auf eine Infektion getestet. Auf Grundlage der Testergebnisse soll dann entschieden werden, ob entweder die infizierten oder die nicht-infizierten Personen aus der Einrichtung gebracht werden, so Schuchardt. Im Verlauf des Donnerstags werde voraussichtlich die Entscheidung fallen.

11.00 Uhr: Zentrale Stelle zur Vergabe von Schutzausrüstung im Landkreis Würzburg

Das Landratsamt Würzburg hat eine zentrale Stelle zur Vergabe von Schutzausrüstung eingerichtet. Sie wird koordiniert vom Katastrophenschutz, der Kreisbrandinspektion und der Johanniter-Unfall-Hilfe. Medizinisches Personal wird von dort mit FFP2/FFP3- und OP-Masken, Schutzanzügen, Handschuhe sowie Hand-und Flächendesinfektionsmitteln versorgt.

10.20 Uhr: Zehnter Todesfall in Würzburger Seniorenheim

In Würzburg ist ein weiterer Bewohner des vom Coronavirus besonders betroffenen Seniorenheims verstorben. Dies teilte Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) am Mittwoch (25.02.20) bei einer Pressekonferenz im Würzburger Landratsamt mit. Der damit zehnte Bewohner des Heims der Stiftung Bürgerspital sei am Montag verstorben, so Schuchardt. Derzeit seien in dem Heim von 149 Bewohnern 29 positiv auf das Coronavirus getestet. Zehn liegen in der Würzburger Uniklinik. Noch sei unklar, wie das Virus in das Heim gelangt ist. In der Senioreneinrichtung werden nun alle Bewohner und Mitarbeiter auf das Virus getestet.

10.10 Uhr: Große Anspannung bei Obdachlosen in Würzburg

Da im Zuge der Corona-Krise das öffentliche Leben fast vollständig zurückgefahren worden ist, seien die Obdachlosen in Würzburg dankbar über die bestehenden Angebote der Wohnungslosenhilfe, erklärt Michael Thiergärtner, Leiter der Beratungsstelle für Wohnungslose der Christophorus-Gesellschaft Würzburg. Insgesamt herrsche bei den Obdachlosen eine große Anspannung, da man sich laut Beschluss der Bayerischen Staatsregierung, nur etwa zum Spazieren gehen alleine draußen aufhalten darf. Aktuell seien die Optionen für Wohnungslose sehr begrenzt. Thiergärtner geht davon aus, dass Polizei und Ordnungsamt derzeit eher großzügig agieren.

10.00 Uhr: Schutzmasken und Desinfektionsmittel im Landkreis Aschaffenburg gesucht

Im medizinischen Bereich werden Materialien jetzt in der Coronavirus-Krise immer wieder knapp. Der Landkreis Aschaffenburg bittet deshalb erneut um Spenden. Wer zum Beispiel Schutzmasken, Hygienehandschuhe oder Desinfektionsmittel übrig hat, soll sich melden: per Mail an psa@ab112.de oder per Telefon unter der 06021/394 238. "Es werden zwar immer wieder Schutzmasken und ähnliches nachgeliefert. Wir versuchen aber parallel, von überall her Material zu bekommen", erklärte Pressesprecher Sven Simon dem Bayerischen Rundfunk.

Die Materialien sind vor allem für die haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst, für medizinisches Fachpersonal, Pflegekräfte im stationären und ambulanten Bereich, niedergelassen Ärzte und Ärzte des Klinikums Aschaffenburg gedacht. Wirkliche Engpässe gebe es hier in den Krankenhäusern noch nicht, so Simon weiter.

09.30 Uhr: Erster Todesfall im Landkreis Main-Spessart

Im Landkreis Main-Spessart gibt es aktuell 21 positiv auf Covid-19 getestete Personen und leider auch den ersten Todesfall. Dabei handelt es sich um einen Mann Mitte 50 mit Vorerkrankung. 204 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

25.03.20 – 09.30 Uhr: Livestream: Stellungnahme zu neun Corona-Toten in Würzburger Seniorenheim

20.20 Uhr: Zentrum zur Verteilung von Schutzausrüstung in Aschaffenburg eingerichtet

Das Landratsamt Aschaffenburg hat am Dienstag (24.03.20) ein Zentrum zur Verteilung von Schutzausrüstung eingerichtet. Damit soll sichergestellt werden, dass Einrichtungen des Gesundheitssystems im Landkreis Aschaffenburg mit genügend medizinischer Schutzausrüstung versorgt sind. Das Logistikzentrum dient als Annahme- und Ausgabestelle. Nach voriger Anmeldung werden durch den Katastrophenschutz des Landratsamts Aschaffenburg Schutzausrüstungen wie FFP2- und FFP3-Schutzmasken, Desinfektionsmittel und Infektionsschutzhandschuhe an Einrichtungen des Gesundheitssystems im Landkreis Aschaffenburg ausgegeben.

19.15 Uhr: Weitere Corona-Fälle in den Landkreisen Bad Kissingen und Kitzingen

Im Landkreis Bad Kissingen gibt es seit heute fünf weitere bestätigte Corona-Fälle. Das hat das Landratsamt mitgeteilt. Damit sind bislang 32 Fälle im Landkreis bestätigt. Eine Person ist bereits wieder genesen, so dass aktuell 31 Menschen infiziert sind. 219 Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne.

Auch das Landratsamt Kitzingen hat den aktuellen Stand in Sachen Corona-Virus bekannt gegeben. So sind im Landkreis Kitzingen derzeit 13 Personen infiziert – vier mehr als am vergangenen Mittwoch.

Wie Landrätin Tamara Bischof mitteilt, wird das Gesundheitsamt mittlerweile von Ärzten im Ruhestand unterstützt, um beispielsweise die Bürger in Quarantäne regelmäßig abzutelefonieren. Auch der Einsatz von Medizinstudenten ist geplant. In Abstimmung mit der Regierung von Unterfranken soll zudem ein Testzentrum als "Drive-in" eingerichtet werden.

18.29 Uhr: Schweinfurter Rettungsdienste bitten um Schutzmasken-Spenden

Die Rettungsdienste des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), des Arbeiter-Samariter-Bundes und des Malteser-Hilfsdienstes in Schweinfurt haben einen Aufruf an die Bevölkerung, an Unternehmen und Handwerker gestartet. Sie benötigen dringend Atemschutzmasken vom Typ FFP2 und FFP3 und bitten um entsprechende Spenden. Einfache OP-Masken mit einem Flies reichen nicht.

Thomas Lindörfer, der Geschäftsführer des BRK-Kreisverbands Schweinfurt, sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass die Vorräte zwar noch zwei oder drei Wochen reichen würden. Am Donnerstag erwarte er eine neue Lieferung. Er wisse aber nicht, wie viele der nötigen Schutzmasken für seinen Rettungsdienst geliefert werden.

Der gefragte Schutzmasken-Typ kommt kommt beispielsweise im Handwerk beim Holzabschleifen, bei Lackierern oder bei produzierenden Unternehmen zum Einsatz. "Sollten Privatleute, Werkstätten oder Unternehmen noch solche Masken vorrätig haben, bitten wir um Übergabe an den Rettungsdienst. Auch übrige Desinfektionsmittel für Hände und Flächen werden gerne als Spende angenommen", schreibt Lindörfer in einer Pressemitteilung.

Schutzmasken können für die drei Rettungsdienste zentral in der Servicestelle des BRK in Schweinfurt, Gorch-Fock-Str. 15, zu den Bürozeiten zwischen 8 und 16 Uhr abgegeben werden. Dort wurde im Windfang des Eingangs ein Korb vorbereitet, in den die Schutzmasken und Desinfektionsmittel abgelegt werden können. Aus Infektionsschutzgründen sollten die Geschäftsräume nicht betreten werden.

18.00 Uhr: Jetzt 54 Fälle im Landkreis Miltenberg

Die Zahl der Personen, die sich im Landkreis Miltenberg mit dem Coronavirus infiziert haben, ist seit Sonntag von 47 auf 54 gestiegen. Laut Landratsamt Miltenberg befindet sich eine Person auf der Intensivstation. Alle anderen Infizierten zeigten bislang entweder keine oder nur eine milde Symptomatik in Form grippeähnlicher Beschwerden.

17.00 Uhr: 34 neue Corona-Patienten im Raum Würzburg, 13 wieder gesund

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg berichtet (Stand: heute, 14:30 Uhr)von 34 weiteren positiv auf Covid-19 getestete Personen. Die ersten 13 Patienten konnten nach überstandener Corona-Erkrankung gesund entlassen werden. Somit sind insgesamt 271 Personen im Stadtgebiet und Landkreis Würzburg Corona-positiv getestet. 122 Personen konnten aus der häuslichen Quarantäne entlassen werden. Aktuell stehen insgesamt 1.210 Personen in Stadt und Landkreis Würzburg unter häuslicher Quarantäne.

16.45 Uhr: FHWS verlagert Lehrangebote ins Internet

Zum Start ins Sommersemester 2020 muss sich auch die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) mit völlig veränderten Bedingungen arrangieren. Wegen der COVID-19-Pandemie sei Kreativität gefragt, heißt es heute in einer Pressemitteilung. Vieles verlagere sich ins Home-Office, und das Angebot an Online-Lehrveranstaltungen steige von Tag zu Tag, so Pressesprecherin Katja Klein.

Darüber hinaus hätten Interessierte die Möglichkeit, sich über die Bibliothek Trainings-Software auszuleihen, etwa zu 3D-Konstrutionen oder Web-Design. Im Online-Angebot der Hochschule findet sich auch eine ausführliche Experteneinschätzung zur aktuellen Bedrohungslage, und der Studentische Konvent versucht mit einem Krisenstab, häufig gestellte Fragen zu beantworten.

Das Sommersemester läuft an der FHWS offiziell seit dem 15. März. Der Vorlesungszeitraum beginnt am 20. April und endet am 17. Juli. Weitere Informationen gibt es auf den FHWS-Webseiten.

16.15 Uhr: In Schweinfurt sind Trauungen weiter möglich

Trotz Corona-Krise sind standesamtliche Eheschließungen in Schweinfurt weiter möglich – wenn auch mit Einschränkungen. Das teilt heute das Rathaus mit. So darf jeweils nur das Brautpaar anwesend sein und, falls nötig, ein Dolmetscher. Trauzeugen und Gäste können nicht teilnehmen.

Im Sinne des Gesundheitsschutzes beschränken sich die Standesbeamten überdies auf die reine Amtshandlung und verzichten auf persönliche Ansprachen. Zwischen ihnen und den Brautleuten muss dabei ein Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten werden. Ein eventuell geplanter Sektempfang nach der Trauung kann nicht stattfinden.

Das Standesamt Schweinfurt weist unterdessen auf die Möglichkeit hin, Hochzeitstermine zu verschieben oder bereits reservierte Termine abzusagen.

15.50 Uhr: Erster Corona-Todesfall in Aschaffenburg

In Aschaffenburg ist eine erste Person am Coronavirus gestorben. Es handelt sich um eine 75 Jahre alte Patientin aus dem Landkreis Aschaffenburg. Laut Gesundheitsamt hatte sie mehrere Vorerkrankungen. Sie lag auf der Covid-Intensivstation im Klinikum Aschaffenburg und verstarb dort. Wie das Landratsamt weiter mitteilt, gibt es aktuell 99 Corona-Infizierte in Stadt und Landkreis Aschaffenburg. Außerdem befinden sich derzeit weitere 390 Personen in Quarantäne

15.40 Uhr: Dringender Appell des Bürgerspitals nach Schutzkleidung und personeller Hilfe

Das vom Corona-Virus besonders betroffene Seniorenheim St. Nikolaus in Würzburg wartet auf dringend benötigte Schutzausrüstung und personelle Unterstützung. Wie Chefarzt Michael Schwab von der Stiftung Bürgerspital, zu der das Heim gehört, dem BR sagte, würden die vorhandenen Schutzanzüge und Atemschutzmasken "nur noch wenige Tage reichen". Der Nachschub stocke, in den vergangenen Tagen sei keine Schutzausrüstung eingetroffen, obwohl man "alle erdenklichen Quellen angezapft" habe. Auch die Personalsituation sei weiterhin dramatisch. Immer noch seien rund 40 Pflegekräfte in häuslicher Quarantäne, bisher sei "keinerlei externe Unterstützung eingetroffen", so Martin Schwab.

15.25 Uhr: Kurzarbeit bei der Main-Post

Wegen der Corona-Krise führt auch die Main-Post mit Sitz in Würzburg für ihre Belegschaft nach und nach Kurzarbeit ein. Wie Geschäftsführer David Brandstätter dem Bayerischen Rundfunk bestätigte, wird im Bereich Druckerei und Technik bereits seit Sonntag (22.03.2020) kurzgearbeitet.

Für die Anzeigenabteilung ist es ab dem 1. April soweit. Die Beschäftigten werden hier je nach Arbeitsanfall prozentual weniger arbeiten. In der Redaktion sollen zunächst noch Zeitguthaben abgebaut werden. Hier dürfte die Kurzarbeit dann voraussichtlich ab dem 1. Mai voll greifen. Insgesamt sind laut Brandstätter über 300 Beschäftigte betroffen, mehr als 100 davon in der Redaktion. Nicht von der Kurzarbeit betroffen sind die Zusteller und Fahrer – "unsere Helden", wie der Geschäftsführer sie nennt. Für sie gibt es allerdings weniger zu transportieren, weil die Zeitung schon jetzt wesentlich dünner geworden ist als üblich.

Das Anzeigengeschäft, so David Brandstätter, sei komplett eingebrochen, die Reportertätigkeit völlig zum Erliegen gekommen. Da aktuell weder Gemeinde- und Stadtratssitzungen, noch Vereins-, Kultur oder Sportveranstaltungen stattfinden, gebe es kaum noch etwas zu schreiben. Allerdings, sagt Brandstätter, komme aus der Bevölkerung auch die Bitte "mal über etwas anderes als Corona" zu berichten. Die Sehnsucht nach positiven Geschichten sei groß.

15.00 Uhr: Firmen aus Aschaffenburg sollen Schutzausrüstung bereitstellen

Im Kampf gegen die Corona-Epidemie hat die Stadt Aschaffenburg Firmen und Unternehmen aus ihrer Region dazu aufgerufen, nicht benötigte Schutzausrüstung bereitzustellen. Auf diese Weise soll verhindert werden, das sich Ärzte, Pfleger, Sanitäter und Rettungskräfte mit dem Coronavirus infizieren. Konkret werden Schutzanzüge, Einmalhandschuhe und Masken FFP 1, 2 oder 3 sowie Gesichtsschutz in Form von Brillen oder ganzheitlicher Gesichtsschutz angefordert.

14.30 Uhr: Kirchenglocken in Würzburg läuten ökumenisch in Corona-Krise

Die Glocken in den katholischen und evangelischen Kirchen in der Stadt Würzburg sollen künftig jeden Sonntag um 9.55 bis 10 Uhr in ökumenischer Verbundenheit gemeinsam läuten, um zum Innehalten aufzurufen, teilt das Bistum mit. Außerdem wird in zahlreichen Gemeinden täglich um 21 Uhr mit jeweils einer Glocke für fünf Minuten zum gemeinsamen Gebet in der aktuellen Krisenzeit aufgerufen.

10.45 Uhr: Nur noch eine Begleitperson bei Geburten im Raum Miltenberg

Bei Geburten in den Helios Kliniken Miltenberg und Erlenbach (Lkr. Miltenberg) darf ab sofort nur noch der Vater des Kindes beziehungsweise eine andere Begleitperson mit in den Kreißsaal. Diese Person darf nicht wechseln und darf den Kreißsaal während der Geburt nicht verlassen. Außerdem darf sie keine Erkältungssymptome haben.

Von Besuchen durch Geschwisterkinder, Großeltern oder anderen Angehörigen raten die Krankenhäuser ab. Besuche in den Helios Kliniken seien aktuell ohnehin nur in Ausnahmefällen möglich, heißt es. Es gibt noch weitere Schutzmaßnahmen: Schwangere dürfen zum Beispiel nur noch alleine zu Untersuchungsterminen oder zur Geburtsanmeldung in die Kliniken kommen.

"Aufgrund der aktuell vorliegenden Daten wissen wir, dass Schwangere durch den Virus nicht gefährdeter sind als andere Patienten. Dennoch möchten wir angesichts der aktuellen Lage die Anzahl der Besucher soweit wie möglich reduzieren", so Dr. Jan Kemnitz, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe an der Helios Klinik Erlenbach.

24.03.20 – 08.40 Uhr: Blindeninstitut Würzburg hat "die Lage im Griff"

Bereits vor Bekanntwerden des ersten Corona-Infektionsfalles in Würzburg hat das Blindeninstitut Würzburg Maßnahmen ergriffen, um einer Infektion vorzubeugen. "Die Situation ist extrem herausfordernd", teilt eine Sprecherin auf Anfrage des BR mit. Denn im Blindeninstitut werden auch jetzt noch rund 330 Menschen aller Altersstufen betreut, die häufig gesundheitlich vorbelastet sind und damit zur Risikogruppe des Corona-Virus zählen. Gleichzeitig sei man gut auf die Situation vorbereitet gewesen, weil die Mitarbeitenden ohnehin stark sensibiliert seien in Bezug auf Hygienemaßnahmen.

Seit dem 16. März, also mit Beschluss der Bayerischen Staatsregierung, sind die Graf-zu-Bentheim-Schule, die heilpädagogischen Tagesstätten und das Internat für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Als Präventivmaßnahmen wurden analog dazu im Erwachsenenbereich auch die (Tages-)Förderstätten und am 18. März die Bentheim Werkstatt geschlossen. Die Klienten halten sich für den Zeitraum der Schließung in ihren Wohngruppen oder Wohnungen bzw. bei den Eltern auf. Therapien finden nur noch in medizinisch notwendigen Fällen statt und sind weitgehend den Häusern und Gruppen so zugeordnet, dass nur ein geringer Austausch erfolgt. Die Arbeit der externen Fachdienste wie Ergo- oder Physiotherapeuten wurde unterbunden.

Durch die zeitgebundene Schließung der Angebote für die Klienten im Kinder- und Jugendbereich sowie im Erwachsenenbereich stehe momentan noch ausreichend Personal zur Unterstützung der Gruppen zur Verfügung. Von Seiten der Leitung heißt es: "Wir nehmen eine breite Welle der Solidarität unter den Mitarbeitenden wahr, sich gegenseitig zu unterstützen." Es gilt seit dem 20. März bis auf weiteres ein grundsätzliches Besuchsverbot. Bisher gebe es keinen Fall einer Corona-Infektion im Blindeninstitut.

17.00 Uhr: Vier neue Fälle im Landkreis Main-Spessart

Das Gesundheitsamt Main-Spessart bestätigt seit Freitag vier weitere auf Covid-19 positiv getestete Personen (Stand: 23.03.20, 15.00 Uhr). Somit sind insgesamt 15 Personen im Landkreis Main-Spessart positiv auf das Coronavirus getestet. Aktuell sind 192 Personen unter häusliche Quarantäne gestellt. Für insgesamt 95 Personen konnte das Gesundheitsamt die Quarantäne aufheben.

16.45 Uhr: Wertstoffhöfe in Aschaffenburg geschlossen, Müllabfuhr läuft normal weiter

Wegen des Coronavirus sind in Aschaffenburg beide Wertstoffhöfe geschlossen, ab sofort auch der in der Fürther Straße. Privatleute können dort vorübergehend keinen Sperrmüll mehr abgeben. "Wir haben das ein paar Tage beobachtet und die Zahl der Besucher auf dem Wertstoffhof beschränkt. Aber viele haben jetzt Zeit und räumen ihren Keller leer. Es waren einfach zu viele Menschen und das passt auch nicht mehr zu den aktuellen Verhaltensregeln in Sachen Coronavirus", erklärte Dieter Gerlach, der Geschäftsführer der Aschaffenburger Versorgungs-GmbH auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks.

Mit der Schließung für Privatleute wollen die Verantwortlichen sowohl die Anliefernden als auch die Mitarbeiter des Wertstoffhofs vor einer Ansteckung schützen. „Es herrscht kein Notstand, was den Müll in Aschaffenburg angeht. Uns geht es mehr darum, die klassische Müllabfuhr aufrecht zu erhalten“, so Gerlach weiter. Die Restmüll-, Biomüll- und Altpapiertonnen werden weiterhin geleert und die gelben Säcke abgeholt. Wer dringend Sperrmüll abgeben muss, weil etwa ein Angehöriger gestorben ist und eine Wohnung aufgelöst wird, kann sich an die Stadtwerke wenden. Für dringende Fälle gibt es die Mailadrese infoeb@stwab.de oder die Telefonnummer 06021/391 38 23.

16.30 Uhr: Insgesamt 95 Infizierte in Stadt und Landkreis Aschaffenburg

Das Gesundheitsamt Aschaffenburg berichtet (Stand: 23.03.20, 15.00 Uhr) von insgesamt 95 Corona-Fällen in Stadt und Landkreis Aschaffenburg. Auf der Intensivstation für Covid-19-Fälle am Klinikum Aschaffenburg-Alzenau müssen derzeit fünf von sechs Patienten beatmet werden.

Auch die Zahl der Menschen in Quarantäne ist angestiegen, von 380 gestern (22.03.20) auf 404 heute (23.03.20). Sie hatten engen Kontakt zu Infizierten und sind deshalb nun zuhause in Quarantäne. Nach Angaben des Gesundheitsamts liegen mehrere Patienten mit Verdacht auf eine Infektion auf der Intensiv- und Infektionsstation, der Kinderklinik Aschaffenburg sowie im Klinikum-Standort Alzenau. Das Ergebnis steht noch aus.

16.00 Uhr: 22 weitere Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Würzburg

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg bestätigt 22 weitere auf Covid-19 positiv getestete Personen. Somit sind (Stand: 23.03.20, 14.30 Uhr) insgesamt 237 Menschen im Stadtgebiet und im Landkreis Würzburg positiv auf das Coronavirus getestet.

15.40 Uhr: Bürgertelefon als wichtige Anlaufstelle im Landkreis Aschaffenburg

Das Bürgertelefon im Landkreis Aschaffenburg hat sich als wichtige Anlaufstelle bei Fragen zum Coronavirus etabliert. Es ist seit dem 17. März im Einsatz und die Mitarbeiter haben seitdem mehr als 2.000 Anrufe von Bürgerinnen und Bürgern entgegengenommen. "Häufig gestellte Fragen der letzten Tage waren zum Beispiel: Wie lange dauert es, bis das Testergebnis da ist? Darf ich im Moment umziehen? Muss ich meinen Laden schließen?", so ein Sprecher des Landratsamts auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks.

Die Mitarbeiter haben sich gut in das Thema Coronavirus eingearbeitet. Wenn sie eine Frage nicht gleich beantworten können, recherchieren sie zunächst und rufen zeitnah zurück. Das Bürgertelefon ist unter der Telefonnummer 06021/394 100 zu erreichen. Es ist an Werktagen von 8.00 bis 17.00 und am Wochenende von 9.00 bis 15.00 Uhr besetzt. Acht Mitarbeiter des Landratsamts sind gleichzeitig im Einsatz. Sie wechseln sich in Schichten von jeweils drei Stunden ab. In ihrer Schicht beantworten sie außerdem Fragen, die per Email gestellt werden.

Das Landratsamt verweist auf seine extra eingerichtete Homepage. Dort sind die Antworten zu den häufigsten Fragen zusammengefasst, aber zum Beispiel auch Links zum Robert-Koch-Institut, zum Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Informationen zur Ausgangsbeschränkung, zu Beerdigungen oder Hilfsangebote für Senioren oder Eltern von schulpflichtigen Kindern.

15.00 Uhr: Zwei neue Fälle im Landkreis Haßberge – Arzt mit Corona-Virus infiziert

Im Landkreis Haßberge sind zwei weitere Menschen am Corona-Virus erkrankt. Das teilt das Landratsamt Haßberge mit. Insgesamt gibt es im Landkreis Haßberge nun 20 Corona-Fälle. Unter den Neuinfizierten ist auch ein Arzt der Haßberg-Kliniken, Haus Ebern. Der Mediziner ist in häuslicher Isolation.

12.00 Uhr: Keine Ermittlungen nach Todesfällen in Würzburger Pflegeheim

Nach dem Tod von neun Menschen aus einem Würzburger Pflegeheim durch eine Infektion mit dem Coronavirus gibt es laut Polizeipräsidium Unterfranken derzeit keine Hinweise auf eine Straftat. Die Staatsanwaltschaft Würzburg ermittelt in dieser Angelegenheit bislang nicht.

10.30 Uhr: Über 450 bestätigte Corona-Fälle in ganz Unterfranken

Über 450 bestätigte Corona-Fälle gibt es mittlerweile in ganz Unterfranken (Stand 23.03.20, 08.00 Uhr). Am stärksten betroffen ist der Raum Würzburg mit 215 vom Gesundheitsamt bestätigten Fällen.

04.40 Uhr: Kein Engpass an Beatmungsgeräten an Würzburger Uniklinik

An der Würzburger Uniklinik gibt es keinen Engpass an Beatmungsgeräten. Eine Sprecherin der Uniklinik dementiert damit auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks die Aussage eines Wirtschaftsexperten des Recherchenetzwerkes von NDR/WDR und Süddeutscher Zeitung gestern in der Tagesschau, wonach es an der Uniklinik Würzburg keine weiteren Beatmungsgeräte mehr gebe. Wörtlich schreibt die Sprecherin der Uniklinik: "Insgesamt können am Uniklinikum Würzburg bis zu 75 Beatmungsplätze bereitgestellt werden. Stationär sind im Uniklinikum zehn Patienten mit COVID-19-Infektionen aufgenommen, von denen drei Patienten beatmet werden." Wie berichtet, sind in Würzburg neun Menschen am Corona-Virus gestorben. Sie waren Bewohner desselben Seniorenheims im Stadtteil Sanderau.

04.35 Uhr: Fresenius Medical Care stellt Produktion für drei Tage ein

Der Dialysegerätehersteller Fresenius Medical-Care stellt an seinem Standort in Schweinfurt ab Montag seine Produktion voraussichtlich drei Tage lang ein. Das sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Der Grund dafür: Drei Mitarbeiter sind mit dem Corona-Virus infiziert. Das Unternehmen will nun zunächst die Kontaktpersonen im Unternehmen herausbekommen und dann Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter schaffen. Die Mitarbeiter, die zuhause arbeiten können, arbeiten im Augenblick im Home Office. Alle Mitarbeiter aus der eingestellten Produktion werden für die voraussichtlich drei Tage weiterbezahlt. Für die Nachfrage nach Geräten für Dialysepatienten gibt es laut dem Sprecher im Augenblick genügend Geräte auf Lager. Voraussichtlich ab Donnerstag soll die Produktion wieder anlaufen. In Schweinfurt beschäftigt Fresenius Medical Care rund 1.200 Menschen.

23.03.20 – 04.30 Uhr: Gesundheitsamt Würzburg meldet 10 neue Fälle

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg bestätigt in den letzten 24 Stunden 10 weitere auf Covid-19 positiv getestete Personen. Somit sind insgesamt 215 Personen im Stadtgebiet und Landkreis Würzburg Corona-positiv getestet. Für insgesamt 34 Personen in Stadt und Landkreis Würzburg konnte das Gesundheitsamt die Quarantäne aufheben. Neu angeordnet wurde Quarantäne für 55 Personen. Aktuell sind 939 Personen unter häusliche Quarantäne gestellt.

15.30 Uhr: Zwei weitere Fälle im Raum Aschaffenburg

Das Gesundheitsamt Aschaffenburg hat seine Zahlen heute aktualisiert: aktuell meldet die Behörde 87 Corona-Infizierte. Davon liegen fünf Personen im Krankenhaus, drei davon auf der Intensivstation. In häuslicher Quarantäne befinden sich derzeit 380 Personen.

13.00 Uhr: Zwei neue Fälle im Landkreis Haßberge

Das Gesundheitsamt Haßberge bestätigt heute zwei neue Corona-Fälle. Damit hat sich die Gesamtzahl auf 18 erhöht. Rund 240 Personen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne und werden regelmäßig durch das Gesundheitsamt Haßberge kontaktiert und nach ihrem Gesundheitszustand befragt.

22.03.20 – 07.55 Uhr: Drei neue bestätigte Coronafälle im Landkreis Bad Kissingen

Im Landkreis Bad Kissingen gibt es seit Samstag drei weitere bestätigte neue Coronafälle. Damit sind bislang insgesamt 18 Coronafälle bestätigt, aus der Quarantäne entlassen wurde ein Fall. Damit liegen aktuell 17 bestätigte Coronafälle im Landkreis vor. 134 Kontaktpersonen befinden in Quarantäne. Bei den neuen Fällen handelt es sich um zwei männliche und eine weibliche Person.

15.50 Uhr: Tagespflegeeinrichtungen werden geschlossen

Seit Tagen haben die Beschäftigten der Tagespflegeeinrichtungen auf eine Entscheidung des Bayerischen Gesundheitsministeriums gewartet. Da in zahlreichen Tagespflegeeinrichtungen die Senioren sowohl mit dem Fahrdienst in Gruppen von zu Hause abgeholt werden, als auch in den Einrichtungen selbst ohne Abstandsmöglichkeit betreut werden, haben die Einrichtungen seit Tagen die Schließung der Tagespflegen gefordert. Auch hätten die Mitarbeiter nicht die Möglichkeit zu überprüfen, welchen sozialen Kontakten die Senioren zu Hause ausgesetzt sind. Wie jetzt aus dem Schreiben des Bayerischen Gesundheitsministeriums hervorgeht, das dem BR vorliegt, beruft sich das Ministerium auf Punkt 5b der "Vorläufigen Ausgangsbeschränkung", die am Samstagnacht (0.00 Uhr) in Kraft getreten ist. Darin heißt es, dass das Verlassen der eigenen Wohnung nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt sei. Dies seien insbesondere die Inanspruchnahme medizinischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen. Ein triftiger Grund, der das Verlassen der eigenen Wohnung erlaubt, würde in diesem Fall – also der Besuch einer Tagespflegeeinrichtung - nicht vorliegen, so das Ministerium.

15.45 Uhr: Gesundheitsamt Aschaffenburg meldet 79 Corona-Infizierte

Das Gesundheitsamt Aschaffenburg meldet aktuell 79 Corona-Infizierte. Davon liegen zwei Personen im Krankenhaus, eine davon auf der Intensivstation. Von den gestern stationär genannten Fällen ist ein Patient in die häusliche Quarantäne entlassen worden. Derzeit liegen auf der Intensivstation weitere 3 Verdachtsfälle, und auf der Infektionsstation weitere 15 Verdachtsfälle, die noch abgeklärt werden. In häuslicher Quarantäne befinden sich derzeit 339 Personen.

12.40 Uhr: 11 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Rhön-Grabfeld

Die Anzahl der bestätigten Corona-Fälle im Landkreis Rhön-Grabfeld liegt bei 11 Personen. Laut Landratsamt Rhön-Grabfeld sind davon 10 Personen in häuslicher Quarantäne und eine in stationärer Behandlung. Die Anzahl der Kontaktpersonen, die sich somit ebenfalls in häuslicher Quarantäne aufhalten müssen, liegt bei 122. Derzeit wird eine sogenannte "Drive-Through"-Teststation in der Ortschaft Heustreu eingerichtet. Bis wann die Station ihren Betrieb aufnimmt, richtet sich nach der Entwicklung der Situation. Zugangsberechtigt werden nur Personen sein, die eine amtliche Aufforderung erhalten haben. Eigeninitiative sei nicht gestattet. Das Landratsamt teilt außerdem mit: "Die ärztliche Versorgung, ambulant und stationär, ist in Rhön-Grabfeld weiterhin gewährleistet und sichergestellt. Dies gilt auch für den Bereich der Geburtshilfe und der Hebammenversorgung."

21.03.20 – 11.05 Uhr: 16 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Haßberge

Die Gesamtzahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen im Landkreis Haßberge liegt bei insgesamt 16 bestätigten Fällen. Das Gesundheitsamt Haßberge ermittelt mögliche Kontaktpersonen und Infektionsquellen. Zum Wochenende konnten ca. 230 aus der häuslichen Isolation entlassen werden. Somit befinden sich derzeit noch rund 220 Personen in häuslicher Isolierung.

19.00 Uhr: Weitere vier Personen aus Würzburg am Coronavirus gestorben

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus berichtet das Bayerische Gesundheitsministerium von vier weiteren Todesfällen in Würzburg. Über das Alter der Verstorbenen ist nichts bekannt. Damit sind in Würzburg bereits neun Menschen an Covid-19 gestorben. In ganz Bayern gibt es derzeit insgesamt 20 Coronavirus-Todesfälle.

18.00 Uhr: Caritas Würzburg fordert mehr Schutzausrüstungen

Die Caritas der Diözese Würzburg hat vor einem Mangel an Schutzausrüstungen in der Altenpflege und Behinderteneinrichtungen gewarnt. Den Dienststellen des katholischen Wohlfahrtsverbands fehle es zunehmend an notwendigen Ressourcen, erklärte Caritasdirektorin Pia Theresia Franke am Freitag. Sie bat den Freistaat um Hilfe.

17.30 Uhr: 54 neue Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Würzburg

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg hat 54 weitere positiv auf das Coronavirus getestete Personen bestätigt. Somit sind insgesamt 166 Personen in der Stadt und im Landkreis Würzburg positiv auf Covid-19 getestet.

17.00 Uhr: Neun neue Corona-Fälle im Raum Schweinfurt

Das Gesundheitsamt Schweinfurt berichtet von neun neuen Coronavirus-Fällen. Damit hat sich die Zahl der Infizierten in Stadt und Landkreis Schweinfurt auf insgesamt 39 erhöht. Insgesamt 412 Personen befinden sich laut Gesundheitsamt in häuslicher Quarantäne.

16.00 Uhr: Neue Covid-19-Teststelle im Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Schweinfurt

Am Freitag hat die gemeinsame Teststelle von Stadt und Landkreis Schweinfurt in der Sporthalle des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums ihren Betrieb aufgenommen. Dort werden ab sofort von Montag bis Samstag Abstriche genommen, um in einem Labor Testungen auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus durchzuführen. Die Teststelle ist ausschließlich denjenigen vorbehalten, die vom Gesundheitsamt dorthin verwiesen wurden.

15.10 Uhr: Polizei in Unterfranken ist für vermehrte Ausgangskontrollen gewappnet

Die Polizei in Unterfranken fühlt sich "bestmöglich" auf die angepassten Ausgangsregelungen und die damit verbundenen Kontrollen vorbereitet. Wie die Polizei auf BR-Nachfrage mitteilt, werden die Kontrollen im öffentlichen Raum intensiviert. Dazu werde die Polizei Unterstützung von der Bereitschaftspolizei bekommen, es sollen außerdem zusätzliche Streifen in Unterfranken unterwegs sein. "Wir reagieren dynamisch auf alle Neuerungen und haben natürlich genügend Leute im Dienst", sagt Kathrin Thamm von der Pressestelle der Polizei. Aufgrund der Corona-Situation hat die unterfränkische Polizei aber auch ihren Arbeitsalltag angepasst. Bei Schichten werde darauf geachtet, dass möglichst die gleichen Beamten miteinander arbeiten.

14.45 Uhr: Zahl der Coronafälle im Landkreis Main-Spessart konstant, Müllabfuhr fährt weiterhin

Aktuell gibt es im Landkreis Main-Spessart unverändert elf positiv getestete Corona-Fälle und 176 Personen, die in häuslicher Quarantäne sind. Diese Zahlen gab Landrat Thomas Schiebel am Nachmittag in einer Pressekonferenz bekannt. Zudem würde sich das Klinikum Main-Spessart auf Coronapatienten vorbereiten. 100 Betten stehen im Krankenhaus Lohr bereit, weitere 80 könnten aus Marktheidenfeld dazu genommen werden. Von den sechs Beatmungsplätzen würden derzeit drei im regulären Krankenhausbetrieb benötigt werden. Über ein mögliches Notkrankenhaus berät derzeit der Katastrophenschutzstab. Momentan werden mögliche Standorte geprüft.

Auf die Müllabfuhr im Landkreis Main-Spessart hat die Coronakrise bislang noch keine Auswirkungen. Sowohl die Restmüll-, Bio- und Altpapiertonnen, als auch die gelben Säcke werden im Landkreis Main-Spessart weiter termingerecht abgeholt. Das Landratsamt bittet darum, auf große Entrümpelungsaktionen derzeit zu verzichten, da es sonst zu Engpässen und Überlastungen auf den Wertstoffhöfen kommen kann.

13.30 Uhr: Security-Mitarbeiter vor Würzburger Einkaufsmärkten

Zum Schutz von Mitarbeitern und Kunden steht seit heute vor manchen EDEKA-Märkten in Würzburg Sicherheitspersonal. Die Mitarbeiter einer Security-Firma sollen die Kundenströme in die Lebensmittelläden steuern. Betroffen von der Maßnahme sind laut Inhaber, Marco Trabold, momentan vier seiner fünf Märkte. Zwei in Würzburg sowie die Märkte in Zellingen und Gemünden. Geplant ist, dass pro hundert Quadratmeter Verkaufsfläche nicht mehr als fünf Kunden gleichzeitig im Markt einkaufen. So sollen sich maximal 100 Kunden zum Einkauf im Laden aufhalten. Durch diese Maßnahme erwartet Trabold einen Umsatzrückgang von etwa 50 Prozent. Dies nehme er aber zum Schutz der Mitarbeiter und der Kunden in Kauf. In diesem Zusammenhang appelliert Trabold nochmals an die Kunden, möglichst alleine und nicht mit der ganzen Familie zum Einkaufen zu gehen. Entsprechende Aufrufe habe er auch schon auf verschiedenen Online-Plattformen gestartet. Die Maßnahme werde erst einmal heute und am morgigen Samstag getestet.

12.20 Uhr: Verschiedene Änderungen der Stadt Würzburg

Wie die Stadt Würzburg mitteilt, möchte die Stadt eine Info-Kampagne in den sozialen Netzwerken starten, um insbesondere junge Menschen dazu zu bringen, soziale Kontakte stark einzuschränken. Den Betrieb und den Publikumsverkehr im Rathaus hat die Stadt mittlerweile auf ein Mindestmaß reduziert. Im Rathaus arbeitet derzeit nur noch die Hälfte der Beschäftigten, Termine müssen telefonisch vereinbart werden. Am Eingang des Rathauses gibt es Kontrollen, dort ist eine Bestätigung des Termins vorzuzeigen.

Auch die Abfall-Entsorgung in der Stadt Würzburg wird heruntergefahren. Ab sofort wird auf unbestimmte Zeit nur noch der Restmüll abgeholt, die Biotonnen sukzessive noch einmal, dann nicht mehr. Papier wird vorerst gar nicht mehr abgeholt. Die Würzburger sollen ihren Biomüll im Restmüll entsorgen, so Würzburgs Umwelt- und Kommunalreferent Wolfgang Kleiner. Diese Maßnahme solle Personal einsparen, um im Bedarfsfall Ressourcen zu haben. Kleiner ruft auch bei der Müllentsorgung die Bürger zu Solidarität auf, gerade in Mietshäusern mit gemeinsamer Mülltonne: "Man sollte sich überlegen, ob bestimmte Dinge ausgerechnet jetzt im Restmüll entsorgt werden müssen, oder ob man sie nicht eine Weile bei sich aufbewahren kann." Einen "Müll-Notstand" werde es aber in Würzburg nicht geben, so Kleiner. Auch die Abholung des Gelben Sacks durch ein externes Unternehmen sei gewährleistet. Sollte es hier Probleme geben, würden die Stadtreiniger einspringen.

11.00 Uhr: Schulen ziehen gemischte Bilanz über erste Woche Online-Unterricht

Die Bilanz nach einer Woche Unterricht zuhause fällt durchwachsen aus. Die Schüler sehen das meist positiv, erklärt Peter Stegmann, der Bezirksvorsitzende des Bayerischen Philologenverbands. Die vom Kultusministerium bereitgestellte Lernplattform "Mebis" sei völlig überlastet. Lehrerinnen und Lehrer an Mittel- und Realschulen in Unterfranken würden sich deshalb um tragfähige und langfristige Alternativen bemühen, so Gerhard Bleß, Vorsitzender des Unterfränkischen Lehrerinnen- und Lehrerverbands. Derzeit würde der E-Mailverkehr eine situationsgerechte Lösung darstellen, meint Helmut Celina von der Landeselternvereinigung der Gymnasien in Bayern. Sollte sich die Lage weiter verschärfen und der Schulausfall länger andauern, müssten hier jedoch andere Lösungen gefunden werden, fordert er.

05.30 Uhr: Würzburger Vereinen droht Insolvenz

Seit Anfang der Woche haben die Deutschen Ligen ihren Spielbetrieb eingestellt. Vor allem kleinere Vereine stehen am Rande des finanziellen Abgrunds. Die laufenden Kosten müssen trotz Spielunterbrechung beglichen werden. Darunter fallen zum Beispiel Personal und Spielergehälter sowie Hallen- oder Stadionmieten. Falls die Situation noch schlimmer werden würde, müssten die ersten Vereine, wie die Bundesliga-Basketballer von s.Oliver Würzburg, Insolvenz anmelden – so Geschäftsführer Steffen Liebler. Auch die Würzburger Kickers oder die Rimparer Wölfe sind an der Grenze Ihrer finanziellen Belastbarkeit. Viele Fangemeinschaften haben sich bereits solidarisch gezeigt und wollen durch den Verzicht auf Ticketrückerstattungen ihrem Verein helfen. Die Spieler der drei Mannschaften befinden sich im Moment alle zuhause - um sich und andere zu schützen. Trainieren geht nur anhand von individuellen Trainingsplänen.

05.20 Uhr: Produktion bei Bosch Rexroth geht weiter

Derzeit gibt es keine Pläne, die Produktion von Bosch Rexroth im Werk Lohr (Lkr. Main-Spessart) aufgrund des Coronavirus' anzupassen oder dort Kurzarbeit zu beantragen. Das teilt die Pressestelle des Unternehmens auf BR-Nachfrage mit. Auch beim größten Arbeitgeber in der Region mit insgesamt 5.600 Menschen ist selbstverständlich das Coronavirus ein großes Thema. "Das Wohl unserer Mitarbeiter hat oberste Priorität. Selbstverständlich haben wir darüber hinaus auch mögliche geschäftliche Auswirkungen im Blick", heißt es aus der Pressestelle. Bosch Rexroth evaluiere derzeit mit den Kunden und Arbeitnehmervertretern die aktuelle Situation und wie man darauf reagiere. "Wir informieren alle Beschäftigten weltweit laufend über unsere internen Netzwerke, Aushänge an den Standorten sowie eine interne Hotline über vorbeugende Maßnahmen, Verhaltensweisen und Empfehlungen der WHO", so die Pressevertreterin. Mitarbeiter sind angehalten, die Hygieneregeln strikt zu beachten. Zudem werde eine verstärkte Nutzung von Homeoffice, soweit möglich und sinnvoll, unterstützt.

05.15 Uhr: Elf positiv getestete Fälle in Main-Spessart

Aktuell gibt es im Landkreis Main-Spessart elf positiv getestete Corona-Fälle. Alle sind bislang mild verlaufen. Dennoch warnt Landrat Thomas Schiebel eindringlich: "Um die von Ministerpräsident Markus Söder weitergehenden Maßnahmen noch zu verhindern, bitte ich die bereits bestehenden Appelle ernst zu nehmen: halten Sie Abstand, und beachten Sie die bekannten Hygiene-Hinweise!" Alle unnötigen Zusammenkünfte und Treffen von Menschen auch in kleiner Zahl muss vermieden werden! Er verweist darauf, dass Blutspendetermine weiterhin durchgeführt werden dürfen. Dafür sollten Gemeinden weiterhin Räumlichkeiten zur Verfügung stellen.

Landrat Schiebel appelliert zudem an Energieversorger, auf die Verhängung von Strom-, Gas- oder Wassersperren aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten für die Dauer der Corona-Epidemie zu verzichten und bereits bestehende auszusetzen. "In Zeiten, in denen die Bevölkerung aufgefordert ist, überwiegend zuhause zu bleiben, und Hygiene das A und O ist, ist eine Energiesperre unverhältnismäßig", betont Landrat Thomas Schiebel. Trichinenproben werden in Karlstadt nur noch montags und freitags von 10.00 bis 11.00 Uhr angenommen. An der Trichinenprobenannahmestelle in Gemünden, werden vorerst keine Wildschweinproben mehr angenommen.

05.10 Uhr: Keine Besucher im Schweinfurter Leopoldina-Krankenhaus

Das Leopoldina-Krankenhaus in Schweinfurt lässt ab heute zur Vermeidung von Corona-Ansteckungen "normale Patientenbesuche" nicht mehr zu. "In Ausnahmefällen können nach vorheriger Rücksprache mit der jeweiligen Station vereinzelte Besuche stattfinden," heißt es in einer Pressemitteilung. Für die Kinder-Klinik, die Mutter-Kind-Station und den Kreißsaal gelten Sonderregelungen. Das Haus hat einschließlich seiner beiden Tochtergesellschaften etwa 2.100 Mitarbeiter und 700 Betten. Pro Jahr werden rund 34.000 Patienten stationär und rund 40.000 Patienten ambulant behandelt.

05.05 Uhr: Kein Bier mehr auf dem Kreuzberg wegen Coronavirus

Bei der "Franziskaner Klosterbetriebe GmbH" auf dem Kreuzberg in der Rhön wird nächste Woche kein Bier gebraut. Das sagte Geschäftsführer Christian Weghofer. In dieser Woche sei noch gebraut worden. Die "Franziskaner Klosterbetriebe" reagieren damit auf die angeordnete Corona-bedingte Schließung des Betriebs. Die 76 Mitarbeiter müssen im Augenblick Überstunden und Resturlaub abbauen. Laut Weghofer wird für die Mitarbeiter voraussichtlich ab April Kurzarbeit beantragt. Auf der Internetseite der „Franziskaner Klosterbetriebe“ steht "Aus gegebenem Anlass und zu Ihrem Schutz ist die gesamte Anlage Kloster Kreuzberg (vorerst) bis 31. März 2020 geschlossen!"

04.40 Uhr: Gesundheitsamt Schweinfurt meldet drei neue Fälle

Das Gesundheitsamt Schweinfurt bestätigt drei neue Corona-Fälle. Damit hat sich die Gesamtzahl der Infizierten auf 30 erhöht. Von diesen 30 befinden sich acht Personen im Krankenhaus, drei davon müssen intensivmedizinisch betreut werden. Diese drei Patienten sind alle über 80 Jahre alt. Zusätzlich zu den insgesamt 30 positiven Fällen befinden sich knapp 400 Personen in Stadt und Landkreis Schweinfurt in Quarantäne. Bei insgesamt 16 Personen konnte die Quarantäne inzwischen aufgehoben werden.

20.03.20 – 04.30 Uhr: Fünfter Todesfall in Würzburg

Das Gesundheitsministerium hat einen fünften Todesfall durch Covid-19 in Würzburg gemeldet. dabei handelt es sich um einen 99-jährigen Patienten aus einem Seniorenheim. Bayernweit sind es aktuell 13 Todesfälle, die auf den neuartigen Virus zurückzuführen sind.

19.00 Uhr: Stadt Würzburg rät von Menschenansammlungen ab

Als wichtigen Beitrag zur Coronavirus-Eindämmung wendet sich die Stadt Würzburg mit einem Appell an die Bevölkerung, es künftig nicht mehr zu größeren Menschenansammlungen kommen zu lassen. Laut Kommunalreferent Wolfgang Kleiner soll über Lautsprecherdurchsagen der Polizei ein schneller Bewusstseinswandel bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die den Ernst der Lage noch immer nicht verstanden haben, erreicht werden. Die Würzburger sollten besonders stark frequentierte Parkanlagen und Bereiche in der Stadt meiden und Menschenaufläufen konsequent aus dem Weg gehen.

18.00 Uhr: Zehn Corona-Fälle im Landkreis Bad Kissingen

Das Gesundheitsamt Bad Kissingen berichtet von zwei Personen, die sich neu mit dem Coronavirus infiziert haben. Damit gibt es im Landkreis Bad Kissingen aktuell insgesamt zehn Fälle. Eine Person wurde mittlerweile als gesund aus der häuslichen Quarantäne entlassen.

17.00 Uhr: Behörden am Untermain überlastet

Aktuell wenden sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der Region mit vielen Fragen rund um Corona an die Landratsämter Aschaffenburg und Miltenberg und die Stadtverwaltung Aschaffenburg sowie an die Agentur für Agentur für Arbeit, die Industrie- und Handelskammer Aschaffenburg und die Handwerkskammer für Unterfranken. Aktuell seien dadurch die Telefonleitungen dieser Stellen überlastet, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Es wird darauf hingewiesen, dass alle verfügbaren Informationen und Links regelmäßig auf den entsprechenden Internetseiten eingestellt würden.

16.00 Uhr: Gesundheitsamt zählt 112 Corona-Fälle im Raum Würzburg

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg meldet 16 neue Corona-Fälle. Derzeit sind insgesamt 112 Personen im Stadtgebiet und Landkreis Würzburg positiv auf das Coronavirus getestet. Laut Gesundheitsamt stehen nun rund 605 Personen unter häuslicher Quarantäne, weil der Verdacht einer Infizierung mit dem Coronavirus noch abgeklärt werden muss oder bereits erfolgt ist.

15.00 Uhr: Drei Corona-Patienten im Klinikum Aschaffenburg

Derzeit werden im Klinikum Aschaffenburg drei infizierte Patienten (zwischen 35 und 55 Jahren) behandelt. Einer von ihnen liegt auf der Intensivstation, muss aber weder intubiert, noch beatmet werden. Die Person sei mittelschwer erkrankt, so Geschäftsführer Sebastian Lehotzki. Außerdem sind insgesamt sieben Klinikmitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Sie wurden nach Hause in Quarantäne geschickt.

14.10 Uhr: Auswirkungen bei Schaeffler in Unterfranken

Das Wälzlagerunternehmen Schaeffler passt vor allem im Bereich der Automobilzulieferung seine Produktion an. "Wir haben im Automobil- und Industriebereich Auftragsrückgänge", sagte Gesamtbetriebsratsvorsitzender Norbert Lenhard auf BR-Anfrage. Im Augenblick müssten die Mitarbeiter ihre Zeitkonten abbauen. "Wir schließen gerade eine Vereinbarung für Kurzarbeit", so Lenhard. Dafür müssten aber die Zeitkonten abgebaut sein.

In Schweinfurt beschäftigt Schaeffler rund 6.000 Mitarbeiter. Der Industriebereich beträgt rund 80 Prozent. Tagesaktuell reagiere das Unternehmen auf die Auftragssituation und die Lieferketten. In Eltmann beschäftigt Schaeffler rund 450 Mitarbeiter, die Teile für Pendellager produzieren. Das Auslieferungslager in Kitzingen mit rund 170 Mitarbeitern ist laut Lenhard im Augenblick gut ausgelastet. Er vermutet, dass die Kunden ihre Lager für die Zeit nach der Corona-Krise füllen. Schaeffler beschäftigt weltweit an rund 170 Standorten rund 87.700 Mitarbeiter.

13.40 Uhr: Fußballclub Viktoria Aschaffenburg verkauft "Geisterspiel-Tickets"

Ob und wann die Saison in der Regionalliga Bayern fortgesetzt werden kann, ist aktuell wegen der Corona-Pandemie völlig offen. Um die Zeit ohne Einnahmen aus Heimspielen möglichst gut zu überbrücken, greift Fußball-Regionalligist Viktoria Aschaffenburg zu ungewöhnlichen Mitteln. Im Onlineshop können Fans ab sofort "Geisterspiel-Tickets" erwerben für bereits abgesagte Spiele oder solche, von denen noch unklar ist, ob sie stattfinden werden. In dem Fall würden sie laut Verein ihre Gültigkeit behalten. Wenn nicht, sei das erworbene Geisterspiel-Ticket als Spende zu verstehen.

Viktoria-Vorstand Manfred Fleckenstein schreibt auf der Homepage des Vereins: "Jedes ausgefallene Heimspiel 'kostet' uns ca. 5.000 Euro und ein Pokalspiel wie das Halbfinale gegen die Würzburger Kickers natürlich noch mehr. Wenn alle Spiele bis zum Saisonende ausfallen sollten, können so 50.000 bis 70.000 Euro zusammenkommen." Unter dem Motto "BeGeisterung am Schönbusch – Zuhause bleiben und helfen!" bietet die Viktoria für Gönner, Partner und Unternehmen außerdem eine VIP-Geisterspiel-Dauerkarte für 1.901 Euro an, samt original Viktoria Aschaffenburg Trikot in weiß oder blau. "Um unnötige Ansteckungsgefahren zu vermeiden, erfolgt der Verkauf unserer Geisterspiel-Tickets und der Geisterspiel-Dauerkarten ausschließlich online über unseren Onlineshop." heißt es auf der Homepage.

13.20 Uhr: Stadt Bad Kissingen will ansässige Unternehmen fördern

Die Stadt Bad Kissingen hat anlässlich der Situation rund um das Coronavirus angekündigt, ansässige Unternehmen zu fördern. Um die Liquidität betroffener Unternehmen zu verbessern, will die Stadt verschiedene Maßnahmen umsetzen. Zunächst sollen Stundungen erleichtert werden. Die sonst üblichen Stundungszinsen von 0,5 Prozent pro Monat können wegfallen, wenn Unternehmen nachweislich aufgrund der Corona-Pandemie finanzielle Schwierigkeiten haben. "Damit wird die Liquidität der Steuerpflichtigen unterstützt, indem der Zeitpunkt der Steuerzahlung hinausgeschoben wird.", heißt es von der Stadt.

Eine weitere Maßnahme: Vorauszahlungen sollen "unkompliziert und schnell" per Antrag herabgesetzt werden können. Die Stadt will außerdem bis zum 31.12.2020 auf sogenannte Vollstreckungsmaßnahmen, wie beispielsweise Kontopfändungen, verzichten. Auch diese Maßnahme solle nur dann gelten, wenn der Schuldner "unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist". Die verschiedenen Maßnahmen geschehen laut Information der Stadt in Anlehnung an das Maßnahmenpaket des Bundesfinanzministeriums.

11.40 Uhr: Internationales Kinderfest Würzburg abgesagt

Im vergangenen Jahr kamen zum Internationalen Kinderfest rund 35.000 Besucher in die Würzburger Innenstadt. Das Großevent war für den 3. Mai geplant und wurde nun angesichts der aktuellen Corona-Situation abgesagt, "schweren Herzens, aber aus Gründen der Vernunft", heißt es von den Veranstaltern. Die 45. Ausgabe des Kinderfestes soll dann im kommenden Jahr, am 2. Mai 2021, stattfinden. Veranstaltet wird das Kinderfest von der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe DAHW, der Stadt Würzburg und dem Bayerischen Rundfunk. Am Internationalen Kinderfest waren im vergangenen Jahr über 800 Ehrenamtliche aus 80 Vereinen und Organisationen beteiligt.

11.00 Uhr: Evangelische Kirche Aschaffenburg kündigt Online-Gottesdienste an

Der Landeskirchenrat empfiehlt allen bayerischen Kirchengemeinden, bis auf Weiteres auf alle Gottesdienste zu verzichten, ebenso auf Konfirmationen, Trauungen und Taufen, mit Ausnahme von Bestattungen. "Wir arbeiten derzeit an regionalen Onlinegottesdiensten aus den einzelnen Gemeinden.", erklärt der Aschaffenburger Dekan Rudi Rupp. Ab Samstagabend (21.03.2020) wird ein virtueller Gottesdienst aus der Christuskirche mit Pfarrer Hauke Stichauer, Pfarrer Dr. Hansjörg Schemann und unter musikalischer Begleitung von Kirchenmusikdirektor Christoph Emanuel Seitz auf der Homepage der Christuskirche abrufbar sein.

Rupp fordert seine Gemeindemitglieder auf, sich an das Pfarramt zu wenden, sollte jemand Kenntnis haben von hilfsbedürftigen Senioren. Gemeindeschwester Anke Sauer und ihr Team mit den Pfadfindern der Christuskirche stünden zur Unterstützung bereit. Außerdem wirbt er für die Gewinnung von medizinischem Personal: "Vielleicht kennen Sie Menschen, die früher als Krankenpfleger oder Krankenschwester oder ehrenamtlich im Rettungsdienst tätig waren und momentan nicht berufstätig sind. Wenn Sie den Eindruck haben, unsere Gesellschaft bräuchte zurzeit deren Kompetenz, so wenden Sie sich bitte an das Pfarramt."

09.00 Uhr: Coronatests in Klinik Kitzinger Land bislang alle negativ

Im Landkreis Kitzingen gibt es mittlerweile neun bestätigte Corona-Fälle (Stand: 18.03., 16.30 Uhr). Am Montag (16.03.) war bekannt geworden, dass sich ein Arzt der Klinik Kitzinger Land mit Corona infiziert hat. Alle Kontaktpersonen – 25 Mitarbeiter und neun Patienten – wurden inzwischen getestet. Alle sind negativ, erklärte Klinik-Vorstand Tino Penzhorn. Die Tests würden alle drei Tage wiederholt, weil die Inkubationszeit entsprechend lang sei. Penzhorn kritisiert, dass es für Kliniken, wie sein Haus, inzwischen schwer sei, Schutzmasken und Schutzkleidung zu bekommen. Die Klinik Kitzinger Land habe zwar Vorräte aufgestockt, allerdings zu horrenden Preisen. Teilweise werde das 100-Fache der sonst üblichen Preise verlangt. Penzhorn begrüßt deshalb, dass nun mit Maßnahmen der Staatsregierung zu rechnen sei und dass dann hoffentlich auch seine Klinik beliefert werde.

19.03.20 – 06.30 Uhr: AWO-Vertreterin fordert Schließung der Tagespflege

Eine Vertreterin der AWO hat am Mittwochabend im BR gefordert, dass die Tagespflegeeinrichtungen sofort geschlossen werden müssen. Ulrike Hahn, Bereichsleiterin Senioren und Rehabilitation der AWO Unterfranken, sagte in der BR-Sendung "jetzt red i": "Wir haben ja nur Hochrisikogruppen. Und diese Menschen werden zuhause abgeholt und sitzen dann in Fahrzeugen eng nebeneinander. Das heißt, genau die Menschen, die am meisten gefährdet sind, werden immer noch durch die Gegend gefahren und die Politik hat es noch nicht geschafft, die Tagespflegeeinrichtungen zu schließen." Die Nicht-Schließung der Einrichtungen von Seiten der Behörden habe zur Folge, so Ulrike Hahn, dass wenn die AWO, nach ihrer eigenen Risikoeinschätzung, eine Einrichtung schließen würde, dann müsste sie selbst für den finanziellen Verlust aufkommen.

Dazu komme, dass nicht alle Menschen, die aus den Krankenhäusern in die Pflege verlegt werden, vorher auch getestet werden. Wenn aber nun ein älterer Mensch in der Pflege an Corona erkrankt sei, dann müssten alle Mitarbeiter, die mit ihm in Kontakt waren, in Quarantäne geschickt werden. "Dann müssten die Krankenhäuser unsere Bewohner mit versorgen. Das wäre der Super-GAU für die Kliniken", so Hahn.

18.50 Uhr: Bayerisches Gesundheitsministerium bestätigt 4. Coronavirus-Todesfall in Würzburg

Das bayerische Gesundheitsministerium hat über einen weiteren bestätigten Coronavirus-Todesfall informiert. Ein Ministeriumssprecher sagte in München: "Bei diesem Todesfall handelt es sich nach Angaben des Landratsamtes Würzburg um einen über 90-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen." Damit gibt es in Bayern seit vergangenem Donnerstag insgesamt sieben Coronavirus-Todesfälle.

16.10 Uhr: Bistum bietet Tagungshäuser und Priesterseminar bei Bedarf an

In der Corona-Krise hat das Bistum Würzburg der Regierung von Unterfranken im Bedarfsfall seine Tagungshäuser mit Bettenkapazitäten und das Priesterseminar für eine entsprechende medizinische Versorgung von Patienten mit leichteren Behandlungsverläufen angeboten. Die Diözese betreibt unter anderem acht Tagungshäuser mit insgesamt nahezu 400 Zimmern.

15.45 Uhr: Schon 96 Corona-Fälle im Raum Würzburg

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg hat am Mittwoch (18.03.20) vierzehn weitere positiv auf das Corona-Virus getestete Personen bestätigt. Damit gibt es in Stadt und Landkreis Würzburg nunmehr 96 mit dem Coronavirus infizierte Personen.

15.30 Uhr: Insgesamt neun Corona-Fälle im Landkreis Bad Kissingen

Im Landkreis Bad Kissingen gibt es seit Mittwoch, 18.03.2020, zwei weitere bestätigte Coronafälle. Bei den zwei neuen Fällen handelt es sich um eine männliche und eine weibliche Person. Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle im Lkr. Bad Kissingen auf neun.

15.15 Uhr: Vorerst kein "Brückenschoppen" mehr in Würzburg

Auf der Alten Mainbrücke in Würzburg wird es vorerst keinen Weinausschank mehr geben. Darauf habe man sich bei einem Treffen mit den weinausschenkenden Wirten verständigt, erklärt Philipp Gagel, Geschäftsführer des Restaurants "Alte Mainmühle" dem BR. Bilder von der Alten Mainbrücke, auf der Menschen eng aneinander gedrängt beim Weinausschank standen, hatten zuletzt vor allem in sozialen Medien für Schlagzeilen und Kritik gesorgt. Obwohl man weiter einen Ausschank betreiben dürfe, habe man sich nun jedoch darauf verständigt, diesen zunächst einzustellen. Ausschlaggebend dafür sei aber nicht etwa der Sturm der Entrüstung gewesen, sondern die verschärften Einschränkungen für das öffentliche Leben insgesamt, meint Gagel.

12.45 Uhr: Medizinstudierende zur Mithilfe aufgerufen

Die rund 3.500 Studierenden der Human- und Zahnmedizin an der Universität Würzburg können sich nun in eine Datenbank eintragen, die eigens zur Unterstützung des Gesundheitssektors im Bezug auf das sich verbreitende Coronavirus eingerichtet wurde.

12.00 Uhr: Würzburger NBA-Spieler Maxi Kleber im Wartestand

Auch Würzburgs Basketball-Star Maxi Kleber ist aktuell von der Corona-Krise betroffen. Zwar ist er selbst momentan nicht am Virus erkrankt, aber der Spielbetrieb in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA ruht.

"Das ist verrückt. Ich konnte gar nicht glauben, dass wir nicht mehr spielen. Das hat mir ein Mitspieler während des letzten Spiels gesagt. Ich habe erst gedacht, das stimmt doch nicht. Es ist heftig wie weit es gekommen ist. Aber am wichtigsten ist jetzt dass alle gesund bleiben und man die Situation schnell in den Griff bekommt. Und dann ist Basketball jetzt wirklich zweitrangig.", Maxi Kleber, NBA-Basketballer

In den vergangen Tagen kursierten Meldungen, wonach die Spieler in der NBA wegen der Unterbrechung der Saison nicht mehr bezahlt werden. Kleber selbst hat dazu noch keine Klarheit. Es hänge seiner Meinung nach davon ab, ob die Saison doch noch irgendwann zu Ende gespielt werden kann. Sicher verliere die Liga aktuell viel Geld und das werde auch die Spieler treffen. Doch wieder betont der gebürtige Würzburger, dass all diese Fragen aktuell zweitrangig seien.

Die Gesundheit stehe aktuell bei jeder Frage an erster Stelle. Auch was eine Fortsetzung der Saison angeht. Einerseits könnte sich Kleber vorstellen, dass die Saison ohne Fans weitergespielt wird. Für seinen Verein, die Dallas Mavericks wäre das zwar gut – die Texaner stehen aktuell auf einem Play-Off-Platz, andererseits wolle er lieber mit Zuschauern spielen. Aber natürlich erst, wenn die Gesundheit aller garantiert ist.

Seine bisherige Saison sei "ganz gut" gelaufen, so Maxi Kleber: "Natürlich gibt es Sachen, die er hätte besser machen können. Aber ich habe meine Rolle und meine Spielzeit und es macht Spaß, dass das Team diese Saison mehr Spiele gewinnt, als verliert." Aktuell hält sich Kleber alleine zuhause fit. Die Trainingsstätten und Fitnessstudios seien, ähnlich wie in Deutschland, geschlossen.

09.30 Uhr: Problem mit ausländischen Erntehelfern bei Spargelbauern

Beim Spargelbaubetrieb Knaup in Röthlein im Landkreis Schweinfurt kann mit der Spargelernte begonnen werden. Wie Christian Knaup sagte, kann er im Augenblick auf sein Stammpersonal von zehn festangestellten Erntehelfern zurückgreifen. In der Boomzeit der Spargelernte wird er jedoch weitere 20 brauchen. Die kommen bislang aus Rumänien. Da ist allerdings die Einreise über Ungarn und Österreich im Augenblick nicht möglich. Aus der Familie des stellvertretenden Vorsitzenden des "Spargel-Erzeugerverband Franken", Bernard, heißt es, dürften Polen im Augenblick noch einreisen, Rumänen nicht mehr. Die Vorsitzende des "Spargel-Erzeugerverband Franken", Miriam Adel aus Schwabach, sagte auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks, dass sich die Situation täglich ändern kann. Der Bayerische Bauernverband in München möchte zu der Frage, wie die Erntehelfersituation gelöst werden kann, im Augenblick keine Stellungnahmen abgeben. Frankenweit bauen laut Adel über 250 Bauern Spargel an. Rund 130 sind im "Spargelerzeugerverband Franken" organisiert. Die Hauptspargelanbaugebiete sind in Unterfranken die Regionen um Schweinfurt und Kitzingen, in Oberfranken die Gebiete um Hirschaid und Hausen und in Mittelfranken die Regionen um Roth, Schwabach und Weißenburg. Am Montag wurde in Unterfranken der erste Spargel der Saison auf dem Spargelhof Knaup unter Folie gestochen.

07.25 Uhr: Würzburger gründen virtuellen Senioren-Stammtisch

Einsamkeit und Isolation vermeiden – menschlicher Austausch auch in Zeiten von Corona: Zwei Würzburger haben dafür jetzt einen täglichen virtuellen Senioren-Stammtisch ins Leben gerufen. Gerade in Zeiten, in denen Cafés und Stadtbibiotheken geschlossen haben, sollen so gerade für Ältere eine Möglichkeit eröffnet werden, miteinander zu reden und sich dabei auch zu sehen, sagen Peter Wisshofer und Herbert Schmidt vom Internetcafé "Von Senioren für Senioren". Auch der virtuelle Stammtisch hat feste Öffnungszeiten. Diese sind täglich von 14.00 Uhr bis 14.45 Uhr. Möglich macht das die Webkonferenzsoftware Zoom. Zoom kann sowohl über Laptops, als auch über Tablets oder das Smartphone angewendet werden – und natürlich auch über jeden normalen Computer, wenn Kamera, Mikrophon und Lautsprecher vorhanden sind. Die Nutzung ist kostenlos, Daten werden keine aufgezeichnet oder gespeichert. Vor dem ersten Besuch muss nur eine kleine App, also ein Programm aus dem Internet, heruntergeladen werden. Wenn großes Interesse herrscht, möchten die virtuellen „Wirtsleute“ ihren Stammtisch auch auf erweitern und die Öffnungszeiten ausweiten. Sie erreichen den Stammtisch unter https://zoom.us/j/707036410.

18.03.20 – 06.45 Uhr: Mainfränkische Werkstätten von Schließungen betroffen

Die bayernweiten Schließungen durch die Corona-Situation betreffen auch die Mainfränkischen Werkstätten mit ihren rund 2.300 Mitarbeitenden und 1.500 Menschen mit Behinderung. "Unsere Mitarbeiter mit Behinderung sind natürlich erstmal traurig", sagt Anja Gropp von den Mainfränkischen Werkstätten dem Bayerischen Rundfunk. Aber die Gesundheit der Menschen gehe vor: "Wir können Menschen mit Behinderung nun mal nicht ins Home Office schicken", sagt sie. Eine reguläre Betreuung sei unter den aktuellen Umständen nicht länger möglich. Viele Mitarbeitende der Werkstätten zählen aufgrund einer Vorerkrankung zu einer Risikogruppe. Ihre Gesundheit habe Priorität. Alle Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Bayern bleiben bis einschließlich 19. April 2020 geschlossen. Das geht aus einer Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege hervor, die dem Geschäftsführer der Mainfränkischen Werkstätten GmbH, Dieter Körber, vorliegt. Diese wird voraussichtlich heute in Kraft treten und gilt für alle Mitarbeitenden mit Behinderung, auch auf Außenarbeitsplätzen.

18.00 Uhr: Rhön-Klinikum stellt für möglichen Patientenandrang sechs Container auf

Am Rhön-Klinikum in Bad Neustadt wurden sechs Container aufgestellt, die im Notfall aktiviert werden können, „falls die Bereitschaftspraxis und die Notaufnahme den hohen Andrang an fußläufigen Patienten nicht mehr in den Räumlichkeiten der Klinik stemmen können“. Das teilt die Rhön-Klinikum AG mit.

17.43 Uhr: Nun sieben bestätigte Corona-Fälle in Main-Spessart

Die Zahl der auf das Corona-Virus positiv getesteten Personen im Landkreis Main-Spessart ist inzwischen von Montag auf Dienstag auf sieben gestiegen.Aufgrund der Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums wird der Betrieb sämtlicher Einrichtungen, die nicht notwendigen Verrichtungen des täglichen Lebens dienen, sondern der Freizeitgestaltung, untersagt.

15.00 Uhr: Rathäuser in MSP - Trauungen ja, aber nur noch mit Brautpaar

Das öffentliche Leben wird immer mehr eingeschränkt und auch die Rathäuser schließen zum Schutz ihrer Mitarbeiter, sind aber telefonisch zu erreichen, etwa in der Stadt Gemünden. Wer in Zeiten des Coronavirus heiraten möchte, muss nicht unbedingt darauf verzichten. So teilt beispielsweise am Nachmittag die Stadt Karlstadt mit, dass Trauungen auch weiterhin im Historischen Rathaus stattfinden dürfen. Allerdings mit der Einschränkung, dass neben dem Standesbeamten nur das Brautpaar an dieser Zeremonie teilnehmen darf. Aber Braut und Bräutigam sind bei einer Hochzeit ohnehin die Hauptpersonen, und der Standesbeamte bedarf es nur wegen des offiziellen Siegels

14.35 Uhr: Uniklinik Würzburg: Versorgung ist gesichert

Das Universitätsklinikum Würzburg schiebt nach aktuellen Informationen alle planbaren Aufnahmen, Operationen und Eingriffe ab heute, Montag den 16.3.2020 für unbestimmte Zeit auf. Nur medizinisch zwingende OPs werden durchgeführt. "Ziel ist es, alle zur Verfügung stehenden Intensiv- und Beatmungskapazitäten auf die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit schweren Atemwegserkrankungen durch COVID-19 zu konzentrieren", ist die Marschrichtung, die Staatsminister Bernd Sibler ausgegeben hat. Damit Ausweichmöglichkeiten jenseits der spezialisierten Infektionsstation bei deren Überlastung zur Verfügung stehen, hat das Universitätsklinikum für die Testung und Behandlung von COVID-19-Patienten zusätzlich Bereiche eingerichtet.

12.30 Uhr: Die aktuelle Lage in Würzburg

Man solle seine sozialen Kontakte auf ein Minimum beschränken. Nicht nur aus Solidarität, auch weil das Virus für Jüngere ebenso gefährlich werden kann: Auf der Intensivstation liege derzeit ein junger Mann, der positiv auf das Corona-Virus getestet wurde. Das hat Prof. Dr. Georg Ertl, Ärztlicher Direktor des Uniklinikums Würzburg, heute (17.03.20) bekannt gegeben. Mehr könne er aus Datenschutzgründen nicht sagen. Das Virus breite sich rasant und exponentiell aus. Ein Grund dafür ist, dass viele Infektionsträger keine Symptome bemerken und die Infektion somit nicht bekannt ist. Sein Appell deshalb: die Allgemeinverfügung der Bayerischen Staatsregierung ernst nehmen und möglichst soziale Kontakte vermeiden, um das Gesundheitssystem zu entlasten: "Wenn es sich jetzt schlagartig bei den Jüngeren ausbreitet, breitet es sich auch bei den Alten aus - das ist die logische Folge."

Dankbar ist Ertl für das vor zwei Wochen eingerichtete Bürgertelefon in Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis Würzburg. Das würde die Uniklinik enorm entlasten. Bürgerinnen und Bürger erhalten unter der 0931 8003-5100 Information und Beratung von geschultem Verwaltungspersonal. Derzeit gingen etwa 600 Anrufe pro Tag ein, so Eva Schorno, Pressesprecherin des Landratsamts. Nächste Woche sollen die bislang zehn Telefone auf vierzehn aufgestockt werden. Das Gesundheitsamt Würzburg meldet momentan (Stand 17.03.) 82 Corona-Infizierten.

Dr. Christian Pfeiffer, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Unterfranken betonte nochmal, dass Patienten mit Atemwegsinfekten nicht einfach in die Praxis ihres Hausarztes kommen, sondern vorher anrufen sollen, um gesunde Patienten und das Praxispersonal nicht zu gefährden. "Arzt-Patienten-Kontakte sollen auf ein Minimum reduziert werden", so Pfeiffer. Wer sich unsicher sei, könne auch die Patientennummer der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern anrufen unter der 116 117.

11.00 Uhr: Krisenstab der Regierung von Unterfranken ist einsatzbereit

Nachdem Ausrufen des Katastrophenfalls in Bayern hat die Regierung von Unterfranken eine "Führungsgruppe Katastrophenschutz" eingerichtet. Wie Johannes Hardenacke, Pressesprecher der Regierung von Unterfranken, auf BR-Nachfrage mitteilt, ist dieser Krisenstab nun einsatzbereit. "Der Krisenstab erhebt aktuell die Lage und gibt sie weiter ans Innenministerium.", so Hardenacke. Zurzeit laufe noch kein konkreter Einsatz. "Die Lage kann sich dynamisch und schnell ändern, dann sind wir auch sehr schnell handlungsfähig.".

Für die Regierung von Unterfranken und das Innenministerium gelten mit Ausrufen des Katastrophenfalls besondere rechtliche Befugnisse. Die Führungsstruktur wird vereinheitlicht und die Regierungen sowie das Innenministerium bündeln verschiedene Kompetenzen. Das Ministerium und die Regierungen könnten, wenn nötig, auf die Ressourcen von Polizei und Bundeswehr sowie Rettungskräften und Feuerwehren zugreifen. Es wäre laut Hardenacke nun auch denkbar, dass ein Regierungsbezirk nötige Unterstützung aus anderen Regierungsbezirken angeordnet bekommt und umgekehrt. Das kann in Form von Einsatzkräften, aber auch in Form von Ressourcen und Materialien sein. Die oberste Leitung hat der Koordinierungsstab des Innenministeriums, der die Lage für Gesamtbayern einschätzt.

10.45 Uhr: Corona-Schutzschirm für Gastgewerbe gefordert

Das neuartige Coronavirus trifft in Würzburg auch die 350 Betriebe im Gastgewerbe hart und damit rund 6.000 Arbeitnehmer. Deshalb fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) einen Corona-Schutzschirm. "Die meisten Kellner, Köche und Hotelfachangestellten müssen jetzt zuhause bleiben. Zwar bekommen sie Kurzarbeitergeld. Das liegt aber nur bei 60 Prozent des ohnehin oft geringen Einkommens. Für viele Betroffene geht das an die Existenz", sagt Ibo Ocak von der NGG-Region Unterfranken. Die Gewerkschaft ruft deshalb den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) dazu auf, per Tarifvertrag eine deutliche Aufstockung des Kurzarbeitergelds für die Branche auf den Weg zu bringen. In einigen Betrieben habe man bereits Vereinbarungen dazu getroffen. Ziel müsse sein, die Einbußen für die Beschäftigten so gering wie möglich zu halten. Im Fokus stünden dabei auch Lebensmittelbetriebe: Hier setzt sich die NGG dafür ein, zusammen mit den Arbeitgebern zu betrieblichen Lösungen zu kommen. Das neue Kurzarbeitergeld wurde in der vergangenen Woche im Rekordtempo von Bundestag und Bundesrat verabschiedet. Danach übernimmt die Bundesagentur rückwirkend ab März die Sozialversicherungsbeiträge für Betriebe, in denen mindestens zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind. Außerdem sagte die Bundesregierung betroffenen Firmen großzügige Kredite zu.

07.45 Uhr: Metzgerei richtet Corona-Lieferservice ein

Metzgermeister Stefan Hellenthal in Alzenau-Hörstein hat er einen Corona-Lieferservice für alle diejenigen, die nicht mobil, auf fremde Hilfe oder in häuslicher Quarantäne sind, eingerichtet. Die Metzgerei bietet einen Lieferservice für Alzenau und Stadtteile, sowie Karlstein anbietet. Ab einem Bestellwert von fünf Euro können die Kunden am Vormittag ihre Bestellung telefonisch durchgeben und erhalten die kostenlose Lieferung am Nachmittag. "In den Zeiten, in denen wir uns aktuell befinden wollen wir die Leute unterstützen", so Metzgermeister Hellenthal. Bevor die Kunden komplett wegbrechen müssen man auch schauen das Geschäft am Laufen zu halten. Er warte ab, ob es von den Kunden angenommen wird. "In diesen schwierigen Zeiten müssen wir alle zusammenhalten", betont der Metzger. So könne man die derzeitige Situation meistern. Er selbst wisse nicht, was noch auf ihn zukommt und hofft, dass die Mitarbeiter gesund bleiben. Insgesamt habe er festgestellt, dass die Kundschaft vorsichtiger geworden ist.

06.35 Uhr: Karfreitagsprozession in Lohr abgesagt

Erstmals seit rund sechs Jahrzehnten wird es an Karfreitag nicht die berühmte Lohrer Karfreitagsprozession geben. Das wurde heute beschlossen, nachdem es im Bistum Würzburg bis 19. April keine öffentlichen Gottesdienste mehr geben wird. Dazu hat sich Bischof Franz Jung aufgrund des grassierenden Coronavirus entschlossen. So finden in der Diözese keine öffentlichen Liturgien an den Kar- und Ostertagen statt. Darunter fällt auch die berühmte  Karfreitagsprozession in Lohr. Sie ist die älteste noch gepflegte in Deutschland, deren Wurzeln mindestens ins Jahr 1656 zurückreichen. Die Lohrer Karfreitagsprozession zieht jedes Jahr tausende Besucher an.  Letztmals ist sie in den Fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts ausgefallen – wegen Regen.

05.45 Uhr: 400 Menschen im Landkreis Haßberge in Quarantäne

Alleine im Landkreis Haßberge sind bereits über 400 Menschen häuslicher Quarantäne. Das teilt das Landratsamt heute mit. Die in Quarantäne lebenden Menschen werden laut Landratsamt täglich angerufen und bei Bedarf beraten. Insgesamt acht Menschen sind mit dem Corona-Virus infiziert. Eine der aktuell auf das Virus positiv getestete Person ist eine Schülerin des Regiomontanus-Gymnasiums Haßfurt. Sie besucht dort die Klasse Q12. Den Lehrern und Schülern dieser Klasse wird empfohlen sich für 14 Tage häuslich zu isolieren und den Kontakt zu weiteren Personen zu minimieren. Im Landkreis Rhön-Grabfeld gibt es nun zwei Corona-Fälle.

05.30 Uhr: Bestatter fordern Einstufung als "systemrelevant"

Die Bestatter in Bayern fordern, in Zeiten der Corona-Krise auch als "systemrelevant" eingestuft zu werden. "Wir müssen unbedingt in die Liste der systemkritischen Berufe aufgenommen werden", sagte der Vorsitzende des Bestatterverbandes Bayern, Ralf Michal, in Schweinfurt. "Wir sind vergessen worden." Als "systemrelevant" gelten beispielsweise Ärzte, Pfleger oder Polizeibeamte. Sie haben in Zeiten von Schul- und Kitaschließungen einen Anspruch auf die Notbetreuung ihrer Kinder. "Wir müssen die Versorgung sicherstellen, aber das geht nur, wenn alle unsere Mitarbeiter auch zur Arbeit kommen können", sagte Michal, der auch Vizepräsident des Bundesverbandes Deutscher Bestatter ist. In seinem Betrieb in Schweinfurt werde derzeit in zwei Teams gearbeitet, die sich möglichst nicht begegnen sollen, sagte Michal. So soll die Versorgung sichergestellt werden, auch wenn ein Mitarbeiter sich mit dem neuartigen Virus angesteckt hat. Es sei derzeit auch für Bestatter schwer, Desinfektionsmittel, Masken und Handschuhe zu bekommen.

04.45 Uhr: Corona-Virus bremst Würzburger Kickers aus

Bedingt durch die aktuelle Lage müssen auch die Würzburger Kickers eine Pause einlegen. Die 3. Liga unterbricht ihren Spielbetrieb zunächst bis 30. April. Darauf hat die Spielleitung der 3. Liga bekanntgegeben. Der festgelegte Zeitraum orientiert sich an den aktuell vorliegenden behördlichen Anordnungen. Betroffen sind die Spieltage 30 bis 35, sollte die Behörden nicht doch eine frühere Austragung zulassen, heißt es. Die Kickers hätten morgen zuhause gegen Magdeburg und am Samstag beim TSV 1860 München antreten sollen.

04.40 Uhr: Fünf neue Fälle im Landkreis Schweinfurt

Schweinfurt meldet 5 neue Fälle. Insgesamt gibt es in Stadt und Landkreis Schweinfurt nun insgesamt 14 Fälle. Was man über die neuen Fälle weiß: Ein Mann, der nach einem Skiaufenthalt in Österreich positiv getestet wurde. Er hatte Symptome, inzwischen geht es ihm besser. Ein Ehepaar, das im Rahmen der Untersuchung eines Falls aus einem anderen Landkreis ermittelt und positiv getestet wurde. Ähnlich ist die Sachlage bei einem weiteren Ehepaar. Für alle Fälle gilt: Der Gesundheitszustand ist in allen Fälle nicht besorgniserregend. Von den nun insgesamt 14 Fällen sind zwei im Krankenhaus. Bei diesen zwei Fällen handelt es sich jeweils um Personen, die über 80 Jahre alt sind

17.03.20 – 04.30 Uhr: Landkreis Bad Kissingen meldet vier weitere Fälle

Im Landkreis Bad Kissingen gibt es seit Montag vier weitere bestätigte Coronafälle. Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle im Lkr. Bad Kissingen auf sieben. Es handelt sich hierbei um drei männliche und eine weibliche Person. Alle stehen bei aktuell stabilem Allgemeinzustand unter häuslicher Quarantäne. Weitere Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt.

18.30 Uhr: Dritter durch Coronavirus infizierter Würzburger gestorben

In Würzburg sind bereits drei Personen an dem Coronavirus gestorben. Wie die Mainpost am Montag (16.03.20) berichtet, handelt es sich bei allen Verstorbenen um Bewohner eines Seniorenheims. Die beiden ersten Corona-Toten aus Würzburg waren über 80 Jahre alt. Beide hatten schwere Vorerkrankungen. Insgesamt sind im Freistaat fünf Personen am Coronavirus gestorben – drei davon wohnten in Würzburg.

18.00 Uhr: Würzburger Tafel bis 19. April geschlossen

Aufgrund der starken Coronavirus-Verbreitung ist die Tafel Würzburg bis zum 19 April geschlossen. Das teilte die Hilfsorganisation am Montagabend mit.

17.30 Uhr: Insgesamt fünf Corona-Fälle im Landkreis Main-Spessart

Im Landkreis Main-Spessart gibt es insgesamt fünf positiv auf das Corona-Virus getestete Fälle. Mögliche Infektionsquellen und Kontaktpersonen sind vom Gesundheitsamt weitestgehend ermittelt. Dr. Nicole Eberbach, Leiterin des Gesundheitsamtes, erklärt: „Aktuell gestaltet sich die Lage in Main-Spessart relativ entspannt. Seit vergangenen Freitag wurden keine weiteren Fälle ermittelt.“ Alle positiv getesteten Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Es handelt sich generell um milde Verläufe.

16.03.20 – 11.15 Uhr: Wahl der Fränkischen Weinkönigin doch verschoben

Die Wahl der Fränkischen Weinkönigin wird aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklung verschoben. "Gesundheit und Sicherheit haben für uns klare Priorität; da gehen wir kein Risiko ein", heißt es von der Frankenwein-Frankenland GmbH und dem Fränkischen Weinbauverband. Bis zum neuen Termin wird die amtierende 64. Fränkische Weinkönigin Carolin Meyer im Amt bleiben. Eigentlich hätte die Wahl der neuen Weinkönigin am kommenden Freitag (20.03.20) stattfinden sollen – letzte Woche hatten die Veranstalter noch entschieden, die Wahl ohne Publikum und im reduzierten Personenkreis stattfinden zu lassen. Aufgrund der Lage rund um das Coronavirus wurde Veranstaltung nun doch verschoben und soll voraussichtlich im "Frühsommer" stattfinden. Ein genaues Datum steht noch nicht fest.

18.21 Uhr: Zweiter Coronavirus-Todesfall in Würzburg

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Sonntag (15.03.20) über einen weiteren bestätigten Coronavirus-Todesfall informiert. Ein Ministeriumssprecher sagte in München: "Bei diesem Todesfall handelt es sich nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen aus Würzburg." Damit gibt es in Bayern seit vergangenem Donnerstag insgesamt vier Coronavirus-Todesfälle. Der Verstorbene war Bewohner des gleichen Pflegeheims, aus dem auch der erste Coronavirus-Todesfall in Bayern stammte. Dieser war am vergangenen Donnerstag in Würzburg bestätigt worden. Am heutigen Sonntag waren dann zwei weitere Coronavirus-Todesfälle aus dem Landkreis Oberallgäu und dem Landkreis Neu-Ulm bestätigt worden.

18.20 Uhr: Weitere Corona-Fälle in Aschaffenburg

Das Gesundheitsamt Aschaffenburg meldet weitere Corona-Fälle in der Stadt und im Landkreis Aschaffenburg. In der Stadt Aschaffenburg wurden 17 nachgewiesene Fälle registriert und 16 Fälle im Landkreis Aschaffenburg. Damit steigt die Zahl der Erkrankten in der Stadt und im Landkreis Aschaffenburg auf 33. Insgesamt sind mittlerweile 183 Menschen aus dem Raum Aschaffenburg in Quarantäne.

18.00 Uhr: Acht neue Corona-Fälle im Raum Würzburg

Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle hier auf 60. Wie das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg mitteilt, werden aktuell mögliche Infektionsquellen und Kontaktpersonen ermittelt. Aktuell sind mehr als 300 Personen im Raum Würzburg in häuslicher Quarantäne.

Aktuell gibt es im Bezirk Unterfranken 110 bestätigte Corona-Fälle.

15.30 Uhr: Landkreis Miltenberg meldet zwei weitere Corona-Fälle

Im Landkreis Miltenberg sind in den vergangenen Stunden zwei weitere Coronavirus-Infektionen bekannt geworden. Wie das Landratsamt mitteilt, zeigten alle Infizierten eine "milde Symptomatik in Form grippeähnlicher Beschwerden". Das Gesundheitsamt habe die notwendigen Ermittlungen und Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz durchgeführt, so die Pressemitteilung des Landratsamts Miltenberg.

13.30 Uhr: Zwei neue Fälle in den Haßbergen, in Unterfranken jetzt 100

Im Landkreis Haßberge wurden zwei weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Das hat das Landratsamt mitgeteilt. Demnach hatte sich die Ehefrau eines Corona-Patienten aus Riedbach infiziert. Zudem bestätigte das Landratsamt einen weiteren Corona-Fall in Haßfurt. Im Landkreis Haßberge sind damit sechs Corona-Fälle gemeldet.

In Unterfranken steigt die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen damit auf 100.

15.03.20 – 09.00 Uhr: Schlösserverwaltung schließt Würzburger Residenz

Wegen der Corona-Krise schließt die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung alle ihre Sehenswürdigkeiten. Das teilt die Abteilung des Finanzministeriums online auf ihren Webseiten mit. Damit ist ab sofort unter anderem ein Besuch der Würzburger Residenz samt Hofkirche nicht mehr möglich. Für Besucher geschlossen wurden ferner die Festung Marienberg in Würzburg, das Schloss Veitshöchheim, und -in Aschaffenburg- das Pompejanum und das Schloss Johannisberg. Eine Dauer der Schließung gibt die zuständige Schlösserverwaltung nicht an. Der Hofgarten der Würzburger Residenz und der Barockgarten in Veitshöchheim sind aktuell nicht von den Schließungen betroffen.

19.30 Uhr: Landkreis Miltenberg meldet zweiten Corona-Fall

Das Miltenberger Landratsamt hat den zweiten Fall einer Coronavirus-Infektion gemeldet. Nähere Informationen zu dem Corona-Fall gab die Behörde nicht. Lediglich wurde mitgeteilt, dass das Gesundheitsamt ermittle und die "notwendigen Maßnahmen" durchführe.

Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Unterfranken auf 98.

18.00 Uhr: SKF schickt Mitarbeiter ins Home-Office

Die Geschäftsführung der SKF GmbH in Schjweinfurt schickt diejenigen Mitarbeiter ins Home-Office, die von zuhause arbeiten können. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eine Betreuung für ihre Kinder organisieren müssen und keine Möglichkeit zur Arbeit von Zuhause haben, sollen ebenfalls die Möglichkeit erhalten, zuhause zu bleiben.

17.30 Uhr: Nun fünf Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Schweinfurt

Das Gesundheitsamt Schweinfurt bestätigt am Freitag zwei weitere Corona-Fäll: eine 40-Jährige und ein 41-Jähriger. Beide sind in Quarantäne. Damit hat sich die Zahl der Infizierten für Stadt und Landkreis Schweinfurt auf insgesamt fünf erhöht.

17.00 Uhr: Schon 51 Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Würzburg

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg berichtet am Freitag von mittlerweile 51 mit dem Coronavirus infizierten Personen. jüngst hinzugekommen sind 20 Personen. Landrat Eberhard Nuß mahnt Bürgerinnen und Bürger zur Besonnenheit: "Alle Beteiligten geben ihr Bestes, um die Lage strukturiert erfolgreich zu bewältigen. Die bisher getroffenen Maßnahmen greifen und werden laufend evaluiert." Er fuhr fort: "Appellieren möchte ich an jeden Einzelnen, sich besonnen zu verhalten und abzuwägen, welche Aktivitäten entbehrlich sind."

16.30 Uhr: Bereits 22 Conona-Infizierte im Raum Aschaffenburg

Die Gesundheitsbehörden in Stadt und Landkreis Aschaffenburg melden in ihrem Zuständigkeitsbereich 22 Personen, die sich mittlerweile mit dem Corona-Virus infiziert haben.

16.00 Uhr: Bischof Jung setzt Sonntagspflicht aus - Gläubige dürfen zuhause bleiben

Der Würzburger Bischof Franz Jung hat für die Katholiken im Bistum Würzburg bis zum 19. April die Sonntagspflicht ausgesetzt. Das heißt, die Gläubigen müssen den Gottesdienst in der Kirche nicht besuchen. Auch in Senioreneinrichtungen entfallen Gottesdienste bis auf Weiteres. Das Bistum lädt dazu ein, die Übertragungen von Gottesdiensten in Hörfunk und Fernsehen zur Mitfeier zu nutzen.

15.30 Uhr: Vier Mitarbeiter des Klinikums Aschaffenburg-Alzenau infiziert

Im Klinikum Aschaffenburg-Alzenau wurden vier Mitarbeiter positiv auf der Coronavirus getestet. Sie wurden in Quarantäne geschickt. Dem Klinikum zufolge sind die Mitarbeiter ohne Krankheitszeichen.

14.00 Uhr: CSU-Bundestagabgeordnete Anja Weisgerber in Quarantäne

Die Bundestagsabgeordnete Anja Weisgerber (CSU) aus Schwebheim (Lkr. Schweinfurt) ist derzeit in häuslicher Quarantäne.Grund dafür ist, dass sie am Mittwochvormittag im Bauausschuss neben einem FDP-Abgeordneten saß, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet wurde, wie Weisgerber auf ihrer Facebook-Seite mitteilte.

12.00 Uhr: Ein Brose-Mitarbeiter am Standort Würzburg mit Coronavirus infiziert

Ein Mitarbeiter am Brose-Standort Würzburg hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Laut Brose ist sein Gesundheitszustand stabil. Der Mann befindet sich in häuslicher Quarantäne. Als Vorkehrungsmaßnahme arbeiten seine engsten Kollegen nun von Zuhause aus.

10.40 Uhr: Kitzingen reagiert auf weitere Fälle

Den dritten Corona-Falle meldet das Landratsamt Kitzingen für den Landkreis (Stand: 13. März). Eine Person aus dem engeren Familienkreis des ersten Falls, einem Mann in Dettelbach, hat sich angesteckt und befindet sich seit einigen Tagen in häuslicher Quarantäne. Kitzingen reagiert folgendermaßen auf die aktuelle Entwicklung bezüglich des Coronavirus:

  • Das Landratsamt bleibt am Wahlabend geschlossen. Ursprünglich war die Öffentlichkeit am 15. März eingeladen, hier die Ergebnisse der Landratswahl live zu verfolgen. Die Wahlergebnisse werden trotzdem wie üblich online veröffentlich.
  • Die Klinik Kitzinger Land und die Helios Klinik Volkach werden ebenfalls ein Besuchsverbot aussprechen. Dies wurde für Pflegeheime und Senioreneinrichtungen durch das Landratsamt bereits empfohlen und nun auch von der Staatsregierung angeordnet.

14.03.20 – 08.30 Uhr: Miltenberg meldet 1. Corona-Fall

Im Landkreis Miltenberg wurde nun auch eine Person positiv auf das Coronavirus getestet. Das teilte das Landratsamt mit. Mit diesem ersten Fall im Raum Miltenberg gibt es jetzt in jedem Landkreis in Unterfranken mindestens einen Corona-Fall.

19.10 Uhr: Dritter Corona-Fall im Landkreis Schweinfurt

Im Landkreis Schweinfurt ist ein dritter Bewohner am Corona-Virus erkrankt. Laut Landratsamt Schweinfurt handelt es sich um einen 83-jährigen Mann, der im Augenblick auf der Intensivstation des Schweinfurter St. Josef-Krankenhauses behandelt wird. Der Mann war in Monaco gewesen. Damit gibt es in Unterfranken nach aktuellem Stand (13.03., 06.00 Uhr) 51 gemeldete Corona-Fälle.

18.40 Uhr: Realschule Ebern geschlossen

Das Landratsamt Haßberge hat die Realschule Ebern bis zum 20. März geschlossen. Grund dafür: Ein Schüler aus dem Nachbarlandkreis Bamberg, der die Schule besucht, ist am Corona-Virus erkrankt.

17.30 Uhr: Schüler der FOS Marktheidenfeld positiv auf Corona getestet

Laut Landratsamt Main-Spessart ist ein Schüler der FOS Marktheidenfeld positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Schüler ist in Quarantäne. Die Klasse T11 wurde aus dem Unterrichtsbetrieb genommen.

16.10 Uhr: Mit Coronavirus infizierter Rentner in Würzburg gestorben

Ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums sagte: "Es handelt sich nach Angaben des Universitätsklinikums Würzburg um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen und Pflegebedürftigkeit." Der Mann ist in der Nacht zum Donnerstag gestorben.

15.40 Uhr: Erster Corona-Fall im Landkreis Rhön-Grabfeld

Im Landkreis Rhön-Grabfeld gibt es einen ersten Corona-Infizierten. Wie das Landratsamt in Bad Neustadt mitteilt, ist ein 27-Jähriger positiv auf den Coronavirus getestet worden. Er ist in häuslicher Quarantäne. Eine Kontaktperson befindet sich ebenfalls in Quarantäne.

14.20 Uhr: Wahl der Fränkischen Weinkönigin findet fast ohne Publikum statt

Die Wahl der Fränkischen Weinkönigin (20.03.20) wird von Corona überschattet: Der Fränkische Weinbauverband beschloss nun, die Wahl stattfinden zu lassen. Allerdings wird die Zahl der Anwesenden deutlich reduziert: von 650 auf 150 Personen. Dazu gehören 100 Jury-Mitglieder und pro Kandidatin maximal zehn Begleiter. Auch die scheidende Weinkönigin Carolin Meyer darf zehn Begleitpersonen mitbringen. Die Wahl kann jeder mitverfolgen: Der Bayerische Rundfunk überträgt die Wahl als Livestream im Internet und auf Facebook.

13.50 Uhr: Dessauer-Gymnasium in Aschaffenburg geschlossen

Der Unterricht am Dessauer-Gymnasium in Aschaffenburg entfällt bis zum 20. März. Das Ordnungsamt der Stadt Aschaffenburg hat die Schule geschlossen. Auch die Nachmittagsbetreuung fällt aus. Am Dessauer-Gymnasium sind 1.338 Schüler.

12.10 Uhr: Drei BRK-Rettungsteams in Quarantäne

Drei Rettungsteams des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Würzburg sind vorsorglich in Quarantäne. Das Gesundheitsamt hat für fünf Mitarbeiter des BRK-Kreisverbandes die häusliche Quarantäne für 14 Tage angeordnet. Stefan Krüger vom BRK sagte dem BR, dass ein Patient mit einen chirurgischen Notfall vor einigen Tagen von einer Rettungswagenbesatzung in eine Klinik gebracht wurde. Im Krankenhaus habe sich dann herausgestellt, dass dieser Patient bereits mit dem Coronavirus infiziert war. In zwei weiteren Fällen bestehe der Verdacht, dass BRK-Mitarbeiter mit Corona-Infizierten in Kontakt gekommen sind.

Der BRK-Kreisverband Würzburg will am Freitag (13.03.) bei einer Pressekonferenz darlegen, wie man sich auf die aktuelle Corona-Pandemie vorbereitet hat. Krüger betont aber, dass der Rettungsdienst im Raum Würzburg derzeit ganz normal läuft.

11.20 Uhr: Kliniken rüsten sich für Patienten

Die großen Akut-Kliniken in Unterfranken bereiten sich auf steigende Patientenzahlen durch das Corona-Virus vor. Das belegt eine Umfrage des BR. Die Steigerung der Kapazitäten zur Beatmung sei ein wichtiges Thema bei der Vorbereitung, erklärt eine Sprecherin der Uni-Klinik Würzburg. Deshalb werde an der Uniklinik Würzburg derzeit ein Reserve-Kontingent an Beatmungsgeräten aufgebaut. Außerdem laufen Planungen, wie man zusätzliches Personal freisetzen könne.

Das Leopoldina Krankenhaus in Schweinfurt bestätigt dem BR auf Anfrage, dass zusätzliche Geräte zur Atemunterstützung bestellt worden sind, die auch geliefert werden. Darüberhinaus habe die "Corona Task Force" am Leopoldina zusätzliche Desinfektionsmittel und Schutzkleidung geordert.

Am Klinikum Aschaffenburg ist dagegen keine Aufrüstung von Beatmungsgeräten für Intensivplätze geplant. Auch am Klinkum Main Spessart will man mit den derzeit vorhandenen 6 Beatmungsplätzen auskommen. Es sei ausreichend Schutzausrüstung vorhanden, teilt ein Sprecher mit. Ein Krissenstab sei eingerichtet, ankommende Patienten und Besucher würden "geschleust". In Unterfranken gibt es derzeit (Stand 12.03., 9:00 Uhr) 37 bestätigte Corona-Fälle.

10.00 Uhr: Neue Regeln für Veranstalter in Würzburg

Für Veranstalter in Würzburg gelten bis zum Ende der Osterferien (19.4.) strengere Regeln, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. "Gleichzeitig soll das öffentliche Leben weitergehen", betonen Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Kommunalreferent Wolfgang Kleiner. Eine Allgemeinverfügung der Stadt soll öffentliche und private Veranstaltungen in Stadt und Landkreis Würzburg regeln. Veranstaltungen wurden dabei in drei Kategorien eingeteilt:

  • Solche mit über 1.000 Teilnehmern seien ohnehin von der Bayerischen Staatsregierung verboten worden.
  • Bei Veranstaltungen mit 500 bis 1.000 Besuchern sind die Kreisverwaltungsbehörden verantwortlich.
  • Bei kleineren Veranstaltungen mit unter 500 Teilnehmern müsse der Veranstalter selbst mittels Risikobewertung entscheiden, ob und wie die Veranstaltung stattfinden kann. Besucher sind zu Eigenverantwortung angehalten.

Unterschieden werde auch zwischen Veranstaltungen in offenen und in geschlossenen Räumen. So müssen beispielsweise pro Person mindestens vier Quadratmeter bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen zur Verfügung stehen. Bei einer Bestuhlung in geschlossenen Räumen dürfen sich nur dann bis zu 1.000 Personen darin befinden, wenn jede zweite Stuhl- oder Bankreihe unbenutzt bleibt, ansonsten gilt die Obergrenze von 500 Personen. Bei Veranstaltungen unter freiem Himmel dürfen nicht mehr als 500 Personen gleichzeitig anwesend sein. Über Hygieneschutzmaßnahmen muss bei allen Veranstaltungen aktiv informiert werden.

13.03.20 – 05.50 Uhr: Grundschulen Zell und Thüngersheim geschlossen

Wie die Regierung von Unterfranken mitteilt, fällt bis einschließlich Freitag (13.03.20) an weiteren Schulen im Landkreis Würzburg der Unterricht aus. An der Grundschule Zell findet für die Klassen 2 und 3A kein Unterricht statt. Die Georg-Anton-Urlaub-Grundschule in Thüngersheim hat ebenfalls bis einschließlich 13. März geschlossen.

19.00 Uhr: Nun 24 Corona-Infizierte in Stadt und Landkreis Würzburg

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg hat am Mittwoch (11.03.20) fünf weitere positiv auf den Corona-Virus getestete Personen bestätigt. Damit gibt es in Stadt und Landkreis Würzburg zum heutigen Stand (16.00 Uhr) 24 bestätigte Fälle. In allen Fällen ermittelt das Gesundheitsamt aktuell mögliche Infektionsquellen und Kontaktpersonen.

18.30 Uhr: Realschule Marktheidenfeld bis 22. März geschlossen

Die Realschule Marktheidenfeld bleibt bis einschließlich 22. März geschlossen. Das hat das Gesundheitsamt Main-Spessart angeordnet. "Die Schließung für diese weitere Woche geschieht aus vorsorglichem Gesundheitsschutz, da der Betroffene innerhalb der Schule viele Kontakte hatte und wir nicht zweifelsfrei sicherstellen können, dass jede Kontaktperson von uns erreicht wurde", erklärte Dr. Nicole Eberbach, die Leiterin des Gesundheitsamtes.

17.05 Uhr: Montessorischule in Sulzbach geschlossen

Die Montessorischule im Sulzbacher Ortsteil Soden (Lkr. Miltenberg) ist bis zum 22. März geschlossen. Wie das Miltenberger Landratsamt mitteilt, hatte sich ein Kind aus Aschaffenburg, welches die Schule besucht, mit dem Coronavirus infiziert. Das Kind hatte in den Faschingsferien mit seiner Familie Urlaub in Südtirol gemacht. Nach seiner Rückkehr war es positiv auf den Erreger getestet worden.

16.50 Uhr Zwei Corona-Infizierte im Landkreis Schweinfurt

Im Landkreis Schweinfurt gibt es nun zwei bestätigte Corona-Fälle. Laut Gesundheitsamt Schweinfurt handelt es sich bei beiden Infizierten handelt es sich um eine Frau und einen Schüler aus dem Landkreis Schweinfurt. Die Frau hatte sich kürzlich in Südtirol aufgehalten. Der Schüler war in den Faschingsferien mit seiner Familie in Südtirol und seit dem Auftreten von Symptomen zu Hause geblieben.

16.35 Uhr: Realschule in Schonungen und Humboldt-Gymnasium in Schweinfurt geschlossen

Die Staatliche Realschule Schonungen bleibt bis 20. März geschlossen, da einer der Schüler mit dem Coronavirus infiziert ist. Das Gesundheitsamt hatte die Schließung angeordnet. Weil eine Kontaktperson zu dem Erkrankten das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Schweinfurt besucht, entschied das Gesundheitsamt Schweinfurt, die Schule bis 16. März zu schließen.

13.30 Uhr: Zwei weitere Corona-Fälle im Landkreis Bad Kissingen

Im Landkreis Bad Kissingen gibt es zwei weitere bestätigte Corona-Fälle. Wie das Landratsamt am Mittwoch (11.03.20) mitteilte, handelt es sich um zwei männliche Personen, die nach der Rückkehr aus einem Italien-Urlaub und von ihren Hausärzten positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Laut Landratsamt haben sich die Männer seit ihrer Ankunft im Landkreis isoliert und den Kontakt zu weiteren Menschen vermieden. Im Landkreis Bad Kissingen gibt es nunmehr drei Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben.

12.05 Uhr Erster Corona-Fall im Landkreis Kizingen

Am späten Dienstagabend (10.03.20) ist der erste Corona-Fall im Landkreis Kitzingen bekannt geworden. Wie das Landratsamt mitteilt, befindet sich ein Mann aus dem Landkreis aktuell in Quarantäne. Nähre Angaben zur Person und dem Wohnort liefert die Behörde nicht. Familienangehörige und weitere Personen, die als Kontaktpersonen eingestuft werden, befinden sich ebenfalls bereits in Quarantäne.

11.35 Uhr Corona-Verdacht: Aschaffenburger Hausarzt-Praxis geschlossen

Weil sie in ihrer Praxis eine mit dem Coronavirus infizierte Patientin behandelt hat, hat eine Aschaffenburger Hausärztin ihre Praxis vorübergehend geschlossen. Laut Gesundheitsamt Aschaffenburg wurde in der betroffenen Praxis die Frau behandelt, bei der später nach der Untersuchung eines Abstrichs das Corona-Virus nachgewiesen wurde. Der bislang einzige bestätigte Corona-Fall im Raum Aschaffenburg. Die Praxis ist bis 27. März geschlossen.

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