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ESA-Astronaut Matthias Maurer nach seiner Rückkehr von der Weltraummission Cosmic Kiss auf der Internationalen Raumstation ISS.

Bildrechte: picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt
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Astronaut Maurer: "Das sehen wir sonst nur in Nordkorea"

Der deutsche Astronaut Matthias Maurer ist von der Internationalen Raumstation ISS wieder zurück auf der Erde. Warum er dort ein bisschen wackliger ankam und wie man ein halbes Jahr auf der ISS verbringt, erzählt er im exklusiven BR-Interview.

Von
Franziska KonitzerFranziska Konitzer
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Rund ein halbes Jahr verbrachte der deutsche Astronaut Matthias Maurer an Bord der Internationalen Raumstation ISS: Anfang Mai ist er zusammen mit drei Kolleginnen und Kollegen der NASA wieder zur Erde zurückgekehrt.

Matthias Maurer als zwölfter Deutsche auf Weltraumbesuch

Maurer war offiziell der 600. Mensch im All: Am 11. November 2021 war er als Astronaut der Europäischen Weltraumorganisation ESA zur ISS gestartet. Im Rahmen seiner Mission "Cosmic Kiss" experimentierte Maurer etwa mit Wasser in der Schwerelosigkeit, neuartigen Betonmischungen für nachhaltiges Bauen auf der Erde und aus Hautzellen hergestellten Biopflastern. Außerdem absolvierte er einen komplizierten Außenbordeinsatz: Mehr als sechs Stunden lang führte Matthias Maurer zusammen mit seinem NASA-Kollegen Raja Chari unter anderem Reparaturen am Kühlsystem der Station durch und ersetzte eine Außenkamera.

Maurer auf der ISS: "Wir fliegen jeden Tag über die Ukraine"

Doch während Matthias Maurer auf der ISS seiner Arbeit nachging, hat sich die Erde unter ihm sprichwörtlich weitergedreht. "Wir sind mittels Internet sehr gut angebunden. Ich war bezüglich der tagesaktuellen Nachrichten sehr gut informiert", sagt Matthias Maurer im Interview. "Wir alle konnten es nicht fassen, dass Russland im Februar diesen Krieg gestartet hat." Einerseits sei man auf der ISS von der Erde zwar ein Stück weit distanziert. "Andererseits fliegen wir jeden Tag auch über die Ukraine", sagt Maurer. Damit konnte der deutsche Astronaut dem Krieg quasi zusehen: "Nachts war das Land komplett dunkel und nur die Hauptstadt war hell. Das sehen wir sonst nur in Nordkorea. Allein am Licht konnten wir sehen: In dem Land ist etwas passiert."

Wieder festen Boden unter den Füßen

Nun ist Matthias Maurer wieder zurück auf der Erde. Doch sein Einsatz als Astronaut ist damit nicht vorbei. Nach so einem Weltraumbesuch darf man nämlich nicht gleich nach Hause gehen. Im exklusiven Interview mit der Space Night des BR erzählt Matthias Maurer, wie es sich anfühlt, wieder festen Erdboden unter den Füßen zu haben und was er auf der Internationalen Raumstation ISS erlebt hat.

Das komplette BR-Interview mit Astronaut Matthias Maurer können Sie oben im Artikel über den Play-Button anhören.

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