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Die neue BR24 Börse

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    Börse: Alle Entwicklungen im Juli 2021

    Hier finden Sie alle Entwicklungen zum Dax, Aktien und dem Börsengeschehen des Monats Juli 2021.

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    • BR24 Wirtschaft

    22.12 Uhr – Amazon und Pinterest enttäuschen

    Der Internet-Konzern Amazon ist erstmals seit Jahren hinter den Erwartungen von Anlegern zurückgeblieben. Außerdem mahnt Amazon, die wieder wachsende Mobilität der Verbraucher dämpfe die Nachfrage nach Online-Shopping. Die Aktien haben 7,5 Prozent verloren.

    Auch die Foto-Plattform Pinterest hat Investoren mit einer ähnlichen Warnung verschreckt. Die Anteilsscheine sind um fast 20 Prozent eingebrochen.

    Auch insgesamt waren Anleger am Aktienmarkt etwas vorsichtiger. Der Dow Jones hat knapp 0,5 Prozent nachgeben.

    21.30 Uhr – Nach Wirecard-Skandal ab Sonntag neuer Bafin Chef

    Der Wirecard Skandal hat den Ruf der deutschen Finanzaufsicht Bafin angekratzt und sie ganz schön durch einander gewirbelt. Unter anderem mußte der Chef seinen Posten räumen. Nun tritt diesen Sonntag Mark Branson sein Amt als oberster Finanzaufseher Deutschlands an. Der 53jährige war früher Chef der Schweizer Finanzaufsicht. Branson, der die britische und die schweizerische Staatsbürgerschaft besitzt, gilt als kenntnisreicher und harter Regulierer. Seinen Worten zufolge müssen die Regeln für Mitarbeitende möglichst einfach sein, womit «eine gewisse Strenge» einhergehe. Den «Anschein von Laschheit» könne sich eine Aufsichtsbehörde nicht leisten. Unter Mark Bransons Leitung soll die Finanzaufsicht Bafin mit ihren etwa 2700 Beschäftigten also ab Sonntag nach dem Wirecard-Skandal mehr Biss bekommen.

    19.25 Uhr – Ergebnisse Banken-Stresstest

    Die europäische Bankenbehörde EBA hat die Ergebnisse ihres jüngsten europaweiten sogenannten Stresstests der Geldhäuser veröffentlicht. Dabei wurde unter anderem davon ausgegangen das die Arbeitslosenquote steigt, Immobilienpreise einbrechen, die Auslandsnachfrage sinkt. Die Banken sind im Großen und Ganzen robust aufgestellt, um eine neue Wirtschaftskrise durchzustehen. Durchfallen konnte bei dem Test zwar keine Bank. Allerdings werden die Aufseher die Ergebnisse verwenden, um den einzelnen Häusern im Rahmen der jährlichen Bankenprüfung im Zweifel Vorgaben zu machen.

    Ausreißer nach unten waren die Deutsche Bank und die Commerzbank.

    Bestes deutsches Institut war die Volkswagen Bank. Das genossenschaftliche Spitzeninstitut DZ Bank landete genau im europäischen Durchschnitt.

    18.42 Uhr – Talfahrt für Trading-App Robinhood hält an

    Viele haben gestern gespannt auf den Börsengang der Trading App Robinhood gewartet, zumal viele Aktien an Kleinanleger gegeben wurde. Das hilft dem Kurs nicht. Gestern schon war es schließlich um mehr als 8 Prozent nach unten gegangen. Heute hält die Talfahrt an. Es geht noch mal um gut 1 Prozent nach unten für diese Aktien.

    Robinhood, macht Börsenhandel am Smartphone schnell und einfach möglich, will den Börsenhandel demokratisieren. Viele haben in Corona Zeiten, eventuell nach Jobverlust über diese Trading App an der Börse spekuliert und Geld verdient. Immer mehr beschäftigen sich in Zeiten niedriger Zinsen mit Aktien und alternativen Anlagen.

    17.47 Uhr – Amazon trübt Stimmung

    Der Internet-Shopping-Riese Amazon hat heute die Stimmung etwas getrübt. Nach Rekorderlösen in der Corona-Krise rechnet Amazon damit, dass der Shopping-Boom im Internet etwas abflauen dürfte. Aktien von Amazon verlieren 7 Prozent. Der Dax hat heute 0,5 Prozent nachgegeben auf 15.544 Punkte.

    Über die Woche hat der Dax 0,8 Prozent nachgegeben.

    Der Euro steht bei 1,1857 Dollar.

    16.07 Uhr - Daimler Trucks offiziell vor der Abspaltung

    Der Daimler-Konzern steht jetzt offiziell vor der bereits seit längerem geplanten Aufspaltung. Der Vorstand und der Aufsichtsrat des Stuttgarter Konzerns haben heute grünes Licht für die Ausgliederung der Nutzfahrzeugsparte gegeben. Nun sollen die Aktionäre die Pläne am 1. Oktober bei einer außerordentlichen Hauptversammlung absegnen. Künftig soll es dann zwei Aktiengesellschaften geben. Daimler wird umbenannt in Mercedes-Benz Group AG und soll einen Minderheitsanteil an der neuen Daimler Trucks AG halten.

    14.35 Uhr - Nachfrage nach Corona-Schnelltests nimmt ab

    Das florierende Geschäft mit Corona-Schnelltests läuft für den Medizintechnik-Konzern Siemens Healthineers allmählich aus. 920 Millionen Euro hat der Konzern bisher mit den Antigen-Tests umgesetzt, allein 600 Millionen im abgelaufenen Quartal. Doch mit der Fortdauer der Impfkampagne lasse die Nachfrage der öffentlichen Hand bereits deutlich nach, die Healthineers unter anderem mit Tests für Schulen beliefert hatte, sagte Vorstandschef Bernd Montag in Erlangen. Dafür zieht das Stammgeschäft wieder an. Kliniken und Praxen investieren in bildgebende Geräte wie Tomographen und verbrauchen mehr Reagenzien für Routine-Untersuchungen im Labor.

    12.40 Uhr - Leoni will zurück in die schwarzen Zahlen

    Der lange Zeit angeschlagene Autozulieferer Leoni will im laufenden Jahr wieder Gewinne machen. Das teilte das Unternehmen in Nürnberg mit. Der Bordnetz-Spezialist hob seine Prognose für Umsatz und Gewinn deutlich an. Leoni will den Umsatz von 4,1 Milliarden Euro im Vorjahr auf mindestens 5 Milliarden Euro steigern und einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Sondereffekten von 100 Millionen einfahren - im vergangenen Jahr stand hier ein Minus von 59 Millionen Euro zu Buche.

    11.25 Uhr - Inflationsrate im Euroland über zwei Prozent

    Die Teuerung in der Eurozone hat im Juli die Marke von 2 Prozent übersprungen. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise um 2,2 Prozent zu, teilte das Statistikamt Eurostat nach einer ersten Schätzung mit. Das ist die höchste Rate seit Oktober 2018. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 2,0 Prozent gerechnet. Im Juni hatte die Teuerungsrate bei 1,9 Prozent gelegen. Die Europäische Zentralbank strebt auf mittlere Sicht eine Inflationsrate von 2 Prozent an.

    11.18 Uhr - RWE erhöht Gewinnprognose

    Der Energiekonzern RWE rechnet nach einem starken Handelsgeschäft in den ersten sechs Monaten mit einem besseren Ergebnis im Gesamtjahr. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn werde zwischen 1,05 und 1,45 Milliarden Euro liegen, teilte das Unternehmen überraschend mit. Die neue Spanne liegt damit 300 Millionen Euro über der alten. Grund für die erhöhte Prognose ist das gute Ergebnis im Handel mit Strom, Gas, Rohstoffen und CO2-Emissionszertifikaten. Hier lag der operative Gewinn bis Ende Juni bereits bei 525 Millionen Euro und damit weit über der angepeilten Spanne von bis zu 350 Millionen Euro im Gesamtjahr. Die RWE-Aktie gehört zu den raren Gewinnern im DAX mit einem Plus von 0,8 Prozent.

    10.53 Uhr - Gewinnsprung bei T-Mobile US

    Die Deutsche-Telekom-Tochter hat im zweiten Quartal unterm Strich 978 Millionen US-Dollar verdient. Damit fiel der Überschuss fast achtmal so hoch aus wie vor einem Jahr. Da hatte die Bilanz unter den hohen Kosten wegen der Fusion mit dem US-Rivalen Sprint und der Corona-Krise gelitten. Die Erlöse stiegen um 13 Prozent auf 20 Milliarden Dollar. In den drei Monaten bis Ende Juni stieg die Zahl der neuen Telefonverträge netto auf 627.000. Das hat die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen und auch die Jahresziele wurden etwas angehoben.

    Dennoch verliert die Aktie von T-Mobile US zur Stunde rund 2 ½ Prozent. Das Papier der Deutschen Telekom verliert 0,8 Prozent. Der DAX büßt 0,8 Prozent ein auf 15.516 Punkte.

    10.17 Uhr - Deutsche Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs

    Nach der Vollbremsung zu Jahresbeginn in der Corona-Pandemie hat die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal wieder auf Erholungskurs eingeschwenkt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von April bis Ende Juni im Vergleich zum Vorquartal um 1,5 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Morgen anhand vorläufiger Daten mit. Getragen wurde die Konjunkturerholung im Frühjahr vor allem von höheren privaten und staatlichen Konsumausgaben.

    09.12 Uhr - DAX startet im Minus - FMC enttäuscht

    Die Auswirkungen der Pandemie haben dem Dialyseanbieter Fresenius Medical Care (FMC) auch im zweiten Quartal Einbußen bei Umsatz und Gewinn eingebrockt. Während der Erlös im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro zurückging, brach das operative Ergebnis um 35 Prozent auf 424 Millionen Euro ein, teilte die Tochter des Medizin- und Krankenhauskonzerns Fresenius mit. Unter dem Strich ging der Gewinn um 38 Prozent auf 219 Millionen zurück. FMC rechnet in diesem Jahr auch wegen zusätzlicher Kosten unverändert mit einem erheblichen Ergebnisknick.

    Die FMC-Aktie ist kurz nach Handelsstart an den deutschen Börsen größter DAX-Verlierer mit einem Minus von 4 ½ Prozent gefolgt vom Papier der Konzernmutter Fresenius mit minus 2,6 Prozent.

    Der DAX ist mit Verlusten in den letzten Handelstag im Juli gestartet. Er verliert jetzt ein Prozent auf 15.478 Punkte. Der Euro steht bei 1, 18 90 Dollar.

    08.16 Uhr - Siemens Healthineers erhöht Prognose

    Nach einem starken Wachstum im zurückliegenden Quartal hat der Medizintechnikkonzern seine Jahresziele erhöht. Vor allem beim Umsatz zeigt sich die Siemens-Tochter optimistischer. Sie erwartet, dass die Erlöse im aktuellen Geschäftsjahr per Ende September nun um 17 bis 19 Prozent zulegen. Bislang war das Unternehmen von plus 14 bis 17 Prozent ausgegangen. Allein mit den Corona-Schnelltests will das Unternehmen nun eine Milliarde Euro erzielen statt 750 Millionen. Im abgelaufenen dritten Quartal machte Healthineers auch dank der Antigen-Schnelltests einen Umsatz von rund 5 Milliarden Euro, 51 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahresquartal. Nach Steuern verdiente das Unternehmen mit 395 Millionen Euro 46 Prozent mehr. Die Aktie von Siemens Healthineers gewinnt vorbörslich 0,3 Prozent.

    08.02 Uhr - Rote Zahlen an der Börse in Tokio

    Trotz guter Zahlen zur Industrieproduktion nahmen die Anleger in Tokio Gewinne mit. Der japanische Leitindex Nikkei schloss mit einem Minus von 1,8 Prozent auf dem Endstand von 27.284 Yen. Im Juni hat sich die Produktion der japanischen Industrieunternehmen erholt. Sie stellten 6,2 Prozent mehr her im Vergleich zum Vormonat nach einem Rückgang um 6,5 Prozent im Mai. Die Umsätze im Einzelhandel stiegen nur leicht um 0,1 Prozent und die Stagnation der Einzelhandelsumsätze könnte darauf hindeuten, dass sich Japan langsamer von der Pandemie erholen wird als andere Industrieländer.

    07.01Uhr - Amazon enttäuscht Anleger

    Die Corona-Krise hat dem Internetriesen Amazon mehrere Quartale lang extrem gute Geschäfte beschert, auch im abgelaufenen. Da steigerte der Konzern den Nettogewinn im Jahresvergleich um 50 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar. Die Erlöse wuchsen um 27 Prozent auf gut 113 Milliarden Dollar und knackten im dritten Quartal in Folge die 100-Milliarden-Marke. Doch nun stellt sich Amazon auf geringeres Wachstum in der Zukunft ein. Nach den Rekorderlösen in der Corona-Krise rechnet der Online-Handelsriese mit einem Abflauen des Shopping-Booms im Internet. Das kam nicht gut an bei den Anlegern. Die Amazon-Aktie geriet nachbörslich in New York zeitweise mit mehr als sieben Prozent ins Minus.

    06.16 Uhr - Banken im Stresstest

    Ein Jahr später als ursprünglich geplant haben Europas Aufseher die Banken auf dem Kontinent wieder einem Gesundheitscheck unterzogen. Es geht darum, ob die Institute für eine Krise ausreichend gerüstet sind und die Kapitalpuffer bei einem Einbruch der Wirtschaft reichen. Die Ergebnisse veröffentlichen die europäische Bankenaufsicht und die Europäische Zentralbank heute Abend nach Börsenschluss in Europa. 50 Geldhäuser wurden aus 15 Ländern unter die Lupe genommen, die gemessen an den Vermögenswerten zusammen für rund 70 Prozent des Bankenmarktes in Europa stehen. Darunter sieben aus Deutschland, unter anderem die Commerzbank und die Deutsche Bank.

    Freitag, 30. Juli 2021

    22.26 Uhr – Amazon Geschäftszahlen

    Nach US-Börsenschluß hat Amazon Geschäftszahlen vorgelegt. Amazon hat im abgelaufenen Quartal die Umsatzerwartungen von Experten verfehlt und die Aktie damit auf Talfahrt geschickt.

    22.12 Uhr – Dow Jones Plus, Börsengang Robinhood floppt

    Riesen Tamm Tamm gab es an der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq für den Börsengang des US-Billig-Brokers Robinhood. Mit seiner einfach zu bedienenden App hat Robinhood einer jüngeren Generation von Anlegern den Weg zum amerikanischen Finanzmarkt geebnet. Kritiker werfen Robinhood vor Kunden wie ein Glücksspielanbieter zu möglichst viel und auch riskantem Handel zu animieren. Nun also der Börsengang von Robinhood, der allerdings mißglückte. Die Aktien haben mehr als 8 Prozent verloren.

    Hingegen hat der Dow Jones ein Rekordhoch erreicht und mit einem Plus von 0,5 Prozent geschlossen.

    Der Euro bewegt sich bei einem Dollar 18 91.

    21.32 Uhr - Schauspielerin verklagt Disney

    Der amerikanische Unterhaltungskonzern Disney ist vom Filmstar Scarlett Johansson im Zusammenhang mit dem Start des Marvel-Streifens "Black Widow" verklagt worden. Disney habe durch die zeitgleiche Veröffentlichung des Superheldenfilms in Kinos und beim Streamingdienst Disney+ ihren Vertrag verletzt. In der Klageschrift heißt es, Disney wolle die Zuschauer zu seinem Online-Dienst umleiten "wo das Unternehmen die Einnahmen für sich behalten und gleichzeitig die Zahl der Abonnenten von Disney+ erhöhen" könne. An der Börse gibt die Disney Aktie etwas nach während der Dow Jones 0,5 Prozent zulegen kann.

    20.12 Uhr – Börsengang Robinhood enttäuschend

    Über das Smartphone günstig an der Börse handeln. Der Billig-Broker Robinhood hat mit seiner einfach zu bedienenden App einer jüngeren Generation von Anlegern den Weg zum amerikanischen Finanzmarkt geebnet. Heute nun ist Robinhood selber an die Börse gegangen. Wobei die Aktien bisher rund 3 Prozent verlieren.

    18.42 Uhr – Klage gegen Gründer von Elektrofahrzeugbauer Nikola

    Trevor Milton, der Gründer und frühere Chef des Elektrofahrzeugbauers Nikola muß sich vor Gericht verantworten. In der Anklageschrift geht es um Betrug - unter anderem von Investoren, die wegen falscher Angaben zu den Produkten des börsennotierten Unternehmens eine Menge Geld verloren haben. Nikola Gründer Trevor Milton wird vorgeworfen, verkündet zu haben, Nikola habe einen "komplett funktionstüchtigen" Sattelschlepper-Prototypen gebaut - während Milton genau gewusst habe, dass dieser "nicht einsatzfähig" war. Mit seinen Äußerungen habe er gezielt Investoren zum Aktienkauf bewegen wollen, lautet der Vorwurf. An der Börse bringt das die Nikola Aktie weiter unter Druck. Sie verliert mehr als 8 Prozent.

    17.47 Uhr – Dax schließt mit Plus

    Ermutigende deutsche Arbeitsmarktdaten und Geschäftszahlen von Volkswagen haben den Dax gestützt. Aktien von Volkswagen haben sich um 1,5 Prozent verteuert. Der Dax hat 0,5 Prozent zugelegt auf 15.640 Punkte.

    Der Euro bewegt sich bei einem Dollar 1883.

    16.10 Uhr - Weitere Milliarden für Glyphosat-Risiken

    Bayer legt für den ohnehin schon teuren Glyphosat-Rechtsstreit in den USA weitere Milliarden zur Seite. Für das zweite Quartal werde eine zusätzliche Rückstellung in Höhe von 4,5 Milliarden US-Dollar vor Steuern und Abzinsung gebildet, das sind umgerechnet 3,8 Milliarden Euro, teilte Bayer mit. Damit will man mögliche langfristige Risiken abdecken. Das geschehe für den Fall, dass das oberste US-Gericht einen wegweisenden Glyphosat-Fall entweder nicht zur Verhandlung annehme oder im Sinne der Kläger urteile.

    14.05 Uhr - Inflation zieht deutlich an

    Die deutschen Verbraucherpreise sind im Juli sprunghaft gestiegen. In einer ersten Schätzung hat das Statistische Bundesamt im Jahresvergleich eine Teuerungsrate von 3,8 Prozent errechnet. Im Juni hatte die Inflation noch bei 2,3 Prozent gelegen.

    13.02 Uhr - DAX ein halbes Prozent im Plus

    Die Erholung am deutschen Arbeitsmarkt geht weiter, das zeigen die heute vorgelegten Monatszahlen für den Juli. Der Aktienmarkt reagiert mit Gewinnen. Um die Mittagszeit legt der DAX um 0,5 Prozent zu auf 15.650 Punkte. Der Euro verteuert sich etwas auf 1,1875 Dollar.

    10.22 Uhr - Aixtron profitiert von Chip-Boom

    Die starke Nachfrage bei Speicherchips beschert dem für die Halbleiterindustrie produzierenden Anlagenbauer einen wahren Auftragsboom. Aixtron konnte den Order-Eingang im ersten Halbjahr um 90 Prozent steigern auf rund 263 Millionen Euro. Im zweiten Quartal hatte der Konzern den Umsatz um 37 Prozent gesteigert auf rund 68 Millionen Euro, der Nettogewinn verdoppelte sich auf 7,7 Millionen Euro. Bei den Anlegern kommen die Zahlen gut an. Die Aixtron-Aktie ist um rund neun Prozent nach oben geschnellt und gehört zu den Gewinnern im Tec- und MDAX. Der MDAX gewinnt zur Stunde 0,3 Prozent, der TecDAX 0,1 Prozent und der DAX 0,2 Prozent auf 15.593 Punkte.

    09.15 Uhr - DAX zu Handelsstart wenig verändert

    Der deutsche Leitindex macht zum Auftakt des neuen Börsentags keine großen Sprünge. Eine Viertelstunde nach Beginn des Xetra-Handels zeigt er sich fast unverändert mit 15.568 Punkten. Trotz angehobener Renditeziele sind die Aktien von Volkswagen um 1,4 Prozent ins Minus gerutscht, die von HeidelbergCement um rund 3 Prozent. Im MDAX gewinnt die Airbus-Aktie nach guten Zahlen 3,8 Prozent. Der Euro steht bei 1,18 68 Dollar.

    08.01 Uhr - Airbus schraubt Gewinnprognose nach oben

    Der europäische Flugzeugbauer hat sich von der Corona-Krise erholt. Airbus erwartet für das laufende Jahr mit vier Milliarden Euro operativ doppelt so viel Gewinn wie bisher. Nach sechs Monaten steht vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten bereits ein Gewinn von 2,7 Milliarden Euro zu Buche, teilte Airbus am Morgen mit. Vor einem Jahr hatte der Konzern unter dem Eindruck der Corona-Pandemie und eines fast brachliegenden Luftverkehrs noch fast eine Milliarde Euro Verlust geschrieben. Der Umsatz schnellte im ersten Halbjahr um 30 Prozent nach oben auf 24,6 Milliarden Euro, im zweiten Quartal ging es sogar um 70 Prozent hinauf. Die Quartalszahlen haben die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen.

    07.20 Uhr - Starkes Wachstum bei Paypal

    Der Shopping-Boom im Internet in der Corona-Pandemie hat dem Online-Bezahldienst Paypal deutliche Zuwäche beschert. Im zweiten Quartal legten die Erlöse im Jahresvergleich um 19 Prozent zu auf 6,2 Milliarden Dollar. Das gesamte abgewickelte Zahlungsvolumen wuchs um 40 Prozent auf 311 Milliarden Dollar. Dennoch ging der Gewinn angesichts deutlich höherer Ausgaben um 23 Prozent zurück auf unter dem Strich 1,2 Milliarden Dollar. Die Aktie brach nachbörslich um rund acht Prozent ein.

    06.42 Uhr - Samsung mit Gewinnsprung

    Der südkoreanische Elektronik-Riese hat im zweiten Quartal dank der starken Chip-Nachfrage deutlich mehr verdient als ein Jahr zuvor. Der Überschuss kletterte um 73,4 Prozent auf umgerechnet mehr als 7 Milliarden Euro. Gleichzeitig erzielte der Marktführer bei Speicherchips, Smartphones und Fernsehern den höchsten Umsatz in einem zweiten Quartal. Die Samsung-Aktie verliert in Seoul leicht um 0,4 Prozent. Der südkoreanische Kospi-Index notiert zur Stunde fast unverändert. In Tokio gewinnt der Leitindex Nikkei-Index 0,7 Prozent.

    06.10 Uhr - Facebook verdoppelt Gewinn

    Der US-Konzern Facebook hat im vergangenen Quartal sehr davon profitiert, dass Werbeausgaben immer mehr ins Internet fließen und die Preise für Online-Anzeigen steigen. Der Umsatz des weltgrößten Online-Netzwerks sprang im Jahresvergleich um 56 Prozent nach oben auf gut 29 Milliarden Dollar. Der Gewinn war mit 10,4 Milliarden Dollar doppelt so hoch wie vor einem Jahr. Ein schwacher Ausblick hat die Aktie aber nachbörslich gedrückt

    Donnerstag, 29. Juli 2021

    22.29 Uhr – Facebook Geschäftszahlen

    Ein Werbeboom in der Corona-Krise hat Facebook zu einem Umsatzsprung verholfen. Die Erlöse sind im zweiten Quartal um 56 Prozent auf knapp 29 Milliarden Dollar gestiegen, wie das weltgrößte Internet-Netzwerk nach US-Börsenschluss mitgeteilt hat. Damit hat Facebook besser als erwartet abgeschnitten. Allerdings kam am Aktienmarkt nicht gut an, dass Facebook in den nächsten zwei Quartalen mit einer Abschwächung des Wachstums rechnet. Nachbörslich hat das Papier mehr als fünf Prozent verloren.

    22.12 Uhr – Dow Jones schließt nach Fed mit kleinem Minus

    Die amerikanische Notenbank hat den Leitzins wie erwartet unverändert gelassen. Finanzexperten zufolge haben die US-Notenbanker allerdings signalisiert, dass ein Zurückfahren des Anleihekaufprogramms langsam, aber sicher näher rückt.

    Den Aktienindex Dow Jones hat die Entscheidung der US Notenbank kaum bewegt. Der Dow Jones hat mit einem kleinen Verlust von einem viertel Prozent geschlossen.

    Der Euro legt etwas zu auf einen Dollar 1847.

    20.05 Uhr – US-Notenbank lässt Leitzins unverändert

    Den Leitzins belässt die Fed unverändert in der Spanne von Null bis 0,25 Prozent. Auch das Volumen der monatlichen Wertpapierkäufe bleibt mit 120 Milliarden Dollar erstmal unverändert.

    Der Dow Jones verliert ein viertel Prozent, wie schon vorher.

    Der Euro steht wie zuvor bei einem Dollar 18 07.

    19.07 Uhr – Konsortium um Volkswagen übernimmt Europcar

    Nun haben die Spekulationen ein Ende: mit einem von Volkswagen geführten Konsortium wurde eine Einigung zur Übernahme des Autovermieters Europcar erzielt. Es werden 50 Cent je Aktie gezahlt, mit einem möglichen Aufschlag von 1 Cent wenn mehr als 90 Prozent der Aktien angedient werden.

    17.50 Uhr – Dax schließt mit kleinem Plus

    Die Google Mutter Alphabet hat überraschend gute Geschäftszahlen vorgelegt. Die Aktie hat ein neues Rekordhoch erreicht. Das hat auch die allgemeine Stimmung etwas angehoben und den Dax angeschoben.

    Der Dax hat sich um 0,25 Prozent verbessert auf 15.570 Punkte.

    Die Aktien der Deutschen Bank sind nach den heutigen Geschäftszahlen zwischen Plus und Minus hin- und hergesprungen, schließlich verloren sie 1 Prozent.

    16.40 Uhr - Pfizer hebt Impfstoff-Prognose an

    Pfizer erwartet in diesem Jahr alleine mit seinem Covid-19-Vakzin einen Umsatz von 33,5 Milliarden Dollar. Diese Schätzung basiere auf den derzeit unterzeichneten Lieferverträgen über rund 2,1 Milliarden Impfdosen für das laufende Jahr, teilte der US-Pharmakonzern mit. Insgesamt wollen Pfizer und sein deutscher Partner BioNTech, aus dessen Laboren der Impfstoff stammt, in diesem Jahr drei Milliarden Dosen herstellen. Im Mai hatte Pfizer noch einen Umsatz mit dem Vakzin von 26 Milliarden Dollar prognostiziert, BioNTech wiederum hatte zu diesem Zeitpunkt zusätzliche 12,4 Milliarden Euro erwartet. Seitdem haben die Partner weitere Lieferverträge abgeschlossen.

    15.35 Uhr - Boeing kehrt in die schwarzen Zahlen zurück

    Der US-Flugzeugbauer Boeing hat erstmals seit fast zwei Jahren in einem Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Dank des steigenden Absatzes von Passagierflugzeugen des Modells 737 MAX kletterte der Umsatz in den Monaten April bis Juni um 44 Prozent nach oben auf 17 Milliarden Dollar. Operativ erwirtschaftete Boeing einen Gewinn von 755 Millionen Dollar, nach einem Verlust von 3,3 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Dank der weltweiten Corona-Impfkampagnen sind die Reisebuchungen wieder gestiegen, davon profitieren auch die Flugzeugbauer.

    13.45 Uhr Spotify mit rasantem Wachstum

    Der Streamingdienst Spotify hat im zweiten Quartal dank einer steigenden Zahl von Abonnenten die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich von 2,15 auf 2,33 Milliarden Euro. Die Zahl der bezahlenden Abonnenten stieg um 20 Prozent auf 165 Millionen, angetrieben von einer größeren Nachfrage aus Europa und Nordamerika. Vor allem Podcasts waren beliebt. Spotify hat einiges in dieses Geschäft investiert und bietet derzeit rund 2,9 Millionen Podcasts auf seiner Plattform an.

    11.18 Uhr - Ökonomen erwarten Wachstumsplus im 2. Quartal

    Dank der jüngsten gelockerten Beschränkungen im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus kommt die deutsche Wirtschaft zunehmend in Schwung. Einer Befragung von 36 Ökonomen durch die Nachrichtenagentur Reuters zufolge dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Frühjahrsquartal um zwei Prozent gewachsen sein. Die Spanne der Prognosen der Fachleute reicht dabei aber von plus 1,3 bis 2,9 Prozent.

    10.20 Uhr - Deutsche Börse-Aktie unter Druck

    Mit einem Minus von 4,4 Prozent ist sie größter DAX-Verlierer. Der Frankfurter Börsenbetreiber hatte gestern Abend Quartalszahlen vorgelegt. Er konnte den Nettogewinn um ein Fünftel steigern auf 311 Millionen Euro. Die jüngsten Zukäufe haben Schub gegeben. Im klassischen Aktien- und Derivatehandel sowie in der Wertpapierabwicklung jedoch konnte der Konzern jedoch nicht an das starke Vorjahresquartal anknüpfen. Zwar eilen die Börsen von Rekord zu Rekord, aber die Kunden handeln weniger als vor einem Jahr.

    09.15 Uhr - Deutsche Bank-Aktie größter DAX-Gewinner

    Nach starken Quartalszahlen ist das Papier um 4 ½ Prozent nach oben geschnellt und damit der Favorit im deutschen Leitindex. Der ist mit einem kleinen Plus gestartet und notiert jetzt 0,1 Prozent höher mit 15.534 Punkten. Auch der Chemiekonzern BASF hat gute Zahlen vorgelegt. Die Aktie verbucht dennoch ein kleines Minus von 0,2 Prozent. Der Euro steht bei 1, 18 10 Dollar.

    08.40 Uhr - DAX leicht im Plus gesehen

    Trotz schwacher Vorgaben aus Tokio und New York dürfte der DAX mit kleinen Gewinnen in den Handel starten. Er wird vorbörslich von Banken und Brokern jetzt bei 15.536 Punkten gesehen rund 0,1 Prozent höher als der Schlusstand gestern. Nach unerwartet starken Zahlen sind die Aktien der Deutschen Bank und BASF vorbörslich gefragt. Der Ölpreis ist um 50 US-Cent gestiegen auf rund 75 Dollar je Barrel Nordseeöl und der Euro steht bei 1, 18 10 Dollar.

    08.16 Uhr - BASF fährt Milliardengewinn ein

    Die Chemiebranche und ihr Branchenprimus BASF gelten als wichtiger Konjunkturindikator, weil ihre Produkte in allen großen Industriezweigen benötigt werden. BASF konnte dank höherer Preise und einer deutlichen Nachfrageerholung im zweiten Quartal unter dem Strich einen Nettogewinn von 1,65 Milliarden Euro verbuchen. Im Vorjahreszeitraum war wegen hoher Abschreibungen noch ein Verlust von 878 Millionen Euro angefallen. Für das gesamte Jahr erwartet der Chemie-Riese einen Umsatzanstieg auf bis zu 77 Milliarden Euro, der Betriebsgewinn soll auf bis zu 7,5 Milliarden Euro zulegen.

    08.07 Uhr - Kursverluste in Tokio

    Die japanischen Anleger sind den schwachen US-Vorgaben gefolgt. Vor Bekanntgabe der geldpolitischen Ergebnisse der Fed-Sitzung heute nahmen die Investoren ein paar Gewinne mit. Der Nikkei-Index schloss mit einem Minus von 1,4 Prozent auf dem Endstand von 27.582 Yen.

    07.12 Uhr - Deutsche Bank mit viertem Quartalsgewinn in Folge

    Das größte deutsche Geldhaus hat im zweiten Quartal mehr verdient als erwartet. Trotz Einbußen im wichtigen Investmentbanking und Zusatzkosten wurde unterm Strich ein Gewinn von 692 Millionen Euro erzielt, teilte die Deutsche Bank am Morgen mit. Vor einem Jahr hatte da noch ein Verlust von 77 Millionen Euro in der Bilanz gestanden. Mit den Zahlen hat die Bank die Erwartungen der Analysten übertroffen.

    07.01 Uhr - Warten auf Fed-Sitzung

    An den Börsen in Asien ist die Zurückhaltung der Anleger spürbar. Vor der Bekanntgabe der Ergebnisse der zweitägigen Sitzung der US-Notenbank bleiben die Investoren vorsichtig. Aber auch die harte Gangart der Regierung in Peking gegenüber chinesischen Firmen mit Börsennotierungen im Ausland drücke weiter auf die Stimmung, heißt es an den Märkten. Der Nikkei-Index in Tokio verliert zur Stunde 1,4 Prozent, der Shanghai-Composite büßt 0,6 Prozent ein und der Hang Seng Index in Hongkong verliert 0,2 Prozent. Der Euro steht bei rund 1, 18 20 Dollar.

    06.08 Uhr - US-Tech-Riesen verdienen Milliarden

    Die großen US-Technologiekonzerne gehören zu den Gewinnern in der Pandemie. Allein Apple, die Google-Mutter Alphabet und Microsoft fuhren im vergangenen Quartal zusammen Gewinne von fast 57 Milliarden Dollar ein. Ihr Geschäft lief dabei durchweg besser als Analysten erwartet hatten. Allerdings warnten Apple und Google zugleich vor Risiken für die Konjunktur durch die gefährlichere Delta-Virusvariante und der iPhone-Konzern bekommt allmählich auch die Lieferengpässe in der Elektronikbranche zu spüren. Die Aktien von Apple und Microsoft reagierten nachbörslich mit Verlusten, die von Alphabet legte deutlich zu. Der Dow Jones verlor 0,2 Prozent, der Nasdaq 1,2 Prozent.

    Mittwoch, 28. Juli 2021

    22.32 Uhr – Google-Mutterkonzern Alphabet öffnet Bücher

    Sprudelnde Werbeeinnahmen haben dem Google-Mutterkonzern Alphabet zu einem Umsatzsprung verholfen. Die Erwartungen von Experten wurden übertroffen. Auch der Gewinn hat stark zugelegt. Von April bis Juni kam Alphabet auf ein Nettoergebnis von 18,53 Milliarden Dollar. Der Google-Mutterkonzern Alphabet begründet die Entwicklung mit nochmals gestiegenen Online-Aktivitäten der Verbraucher und einer allgemeinen Stärke im Anzeigengeschäft.

    22.25 Uhr – Microsoft Geschäftszahlen

    Microsoft hat im abgelaufenen Quartal dank eines starken Cloud-Geschäfts die Umsatzerwartungen der Experten übertroffen. Der Gesamtumsatz lag bei 46,2 Milliarden Dollar, ein Plus von 21 Prozent, wie der weltgrößte Softwareanbieter nach US-Börsenschluss mitgeteilt hat.

    In einer ersten Reaktion hat die Microsoft-Aktie etwas verloren.

    22.15 Uhr – Dax und Dow Jones mit kleinen Verlusten

    Bevor die amerikanische Notenbank morgen die Ergebnisse ihrer Zinssitzung bekannt gibt, sind die Anleger zurückhaltend. Sie rätseln derzeit, wann die US Notenbank damit beginnt, die Geldpolitik in den USA zu straffen. Zum einen wird davon ausgegangen, dass die Notenbank weiter auf Zeit spielt und die Wirtschaftsdaten der nächsten Monate abwartet. Andererseits wird der derzeit ultralockere Kurs der Zentralbank angesichts kräftig anziehender Inflation und des wirtschaftlichen Aufschwungs zusehends kritisch hinterfragt. Von daher warten Anleger, was es am morgigen Mittwoch neues gibt. Dazu beschäftigt die Finanzmärkte der steigende Regulierungsdruck der chinesischen Regierung. Da fragt sich mancher was da als nächstes passiert, in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.

    An der Wall Street hat der Dow Jones ein viertel Prozent verloren.

    Der deutsche Aktienindex Dax hat 0,5 Prozent nachgegeben auf 15519 Punkte.

    Der Euro bewegt sich bei einem Dollar 18 20.

    21.17 Uhr – Bafin Rüge für Grenke aus Baden-Baden

    Die Finanzaufsicht Bafin hat im Abschlussbericht des Leasingspezialisten Grenke für das Jahr 2019 einige Fehler gefunden. Aus diesem Grund müsse der Bericht in vielen Punkten korrigiert werden, hat das Unternehmen aus Baden-Baden am Abend mitgeteilt. Auf die Bilanz 2020, deren Veröffentlichung sich wegen einer Sonderprüfung verzögert hatte, hat die Korrektur für 2019 nach Darstellung des Unternehmens keine Auswirkung. Und wie es von Grenke heißt: Nach dem Verständnis des Unternehmens sieht auch die Bafin keinen weiteren Anpassungsbedarf von Jahresabschlüssen. Dennoch: Grenke Aktien haben nach der Bafin Rüge am Abend im außerbörslichen Handel 3 Prozent nachgegeben.

    20.08 Uhr – Deutsche Börse mit Geschäftszahlen

    Die Deutsche Börse gehört zu den größten deutschen börsennotierten Unternehmen und ist im Dax vertreten. Am Abend wurden Geschäftszahlen vorgelegt. Die jüngsten Zukäufe haben im vergangenen Quartal Schub gegeben. Während im klassischen Aktien- und Derivatehandel sowie in der Wertpapierabwicklung nicht an das starke Vorjahresquartal angeknüpft werden konnte. Vor einem Jahr hatte es wegen der Corona-Krise an den Börsen weltweit heftige Ausschläge nach oben und unten gegeben. In diesem Jahr eilen die Börsen zwar von Rekord zu Rekord, aber die Kunden handeln weniger. Dennoch bleibt als Fazit: die Deutsche Börse hat etwas besser als von Experten erwartet abgeschnitten. Die Jahresprognose wurde bekräftigt.

    19.22 Uhr – Gucci hilft Luxusgüterunternehmen Kering

    Das französische Luxusgüterunternehmen Kering erholt sich von den Corona-Belastungen. Dank der wieder gestiegenen Einkaufslust von Kunden insbesondere in Asien und Nordamerika hat der Luxusgüterhersteller im ersten Halbjahr mehr Umsatz als vor der Pandemie erwirtschaftet. Starke Verkaufszahlen bei der italienischen Modemarke Gucci, aber auch bei Yves Saint Laurent haben dazu beigetragen. Gestern schon hatte der Luxuskonzern LVMH gute Zahlen vorgelegt.

    18.05 Uhr – Verschiedene Faktoren bremsen Dax

    Der Dax hat heute 0,5 Prozent verloren auf 15.519 Punkte. Damit ist der Dax weiter nicht weit vom Rekordhoch entfernt – während Anleger vorsichtig sind bevor morgen die Sitzung der amerikanischen Notenbank endet. Außerdem bevor heute Abend noch amerikanische Technologiegiganten wie Apple, Microsoft oder die Google-Mutter Alphabet Geschäftszahlen vorlegen. Dazu beschäftigt die Finanzmärkte der steigende Regulierungsdruck der chinesischen Regierung. Da fragt sich mancher was da als nächstes passiert, in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.

    In den USA gibt der Dow Jones 0,5 Prozent nach.

    Der Euro bewegt sich bei einem Dollar 18 30.

    15.47 Uhr - IWF erhöht Konjunkturprognosen

    Die Erholung der Weltwirtschaft von der Corona-Krise setzt sich dank eines starken Wachstums in den Industrieländern fort und wird 2022 weiter an Fahrt gewinnen. Das ist zumindest die Prognose des Internationalen Währungsfonds. Die globale Wirtschaft soll in diesem Jahr um 6 Prozent wachsen. Für kommendes Jahr erwartet der IWF jetzt ein globales Wachstum von 4,9 Prozent, eine Erhöhung um 0,5 Prozentpunkte gegenüber der Prognose vom April. Reiche Länder mit guten Impfkampagnen werden die Corona-Krise demnach wirtschaftlich besonders gut überwinden, während das Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer geringer ausfallen dürfte. Für Deutschland erwartet der IWF fürs laufende Jahr unverändert ein Wachstum von 3,6 Prozent, erhöhte aber die Prognose für das kommende Jahr von 3,4 auf 4,1 Prozent.

    14.40 Uhr - Allianz rechnet mit 500 Millionen Euro Hochwasserschäden

    Der Versicherer Allianz rechnet wegen der Hochwasserkatastrophe in Deutschland bei seinen Kunden mit Schäden von mehr als einer halben Milliarde Euro. Bisher seien zu dem Unwetter „Bernd“ rund 13.000 Schadenmeldungen eingegangen, so die Allianz Deutschland. Man rechne aber damit, dass sich diese Zahlen in den nächsten Tagen noch deutlich erhöhen werden, sagte Vorstandsmitglied Jochen Haug. Derzeit geht der Versicherer nach eigenen Angaben von mehr als 30.000 Sachschäden und mehr als 5.000 Fahrzeugschäden aus.

    14.03 Uhr - Online-Handel sorgt für Gewinnsprung bei UPS

    Der US-Paketdienst UPS hat im abgelaufenen Quartal dank des anhaltenden Booms beim Online-Handel sowohl den Umsatz als auch den Ertrag deutlich gesteigert und dabei sogar die Erwartungen von Analysten übertroffen. Auch der Transport medizinischer Güter wie Corona-Impfstoffen gab UPS Rückenwind. Der Umsatz des Konkurrenten der Deutschen Post schnellte um knapp 15 Prozent auf 23 Milliarden Dollar, der operative Gewinn legte um knapp 50 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar zu, wie UPS mitteilte.

    12.15 Uhr - Explosion belastet Chemie-Aktien

    Die Explosion im Chemiepark Leverkusen sorgt auch an der Börse für Nervosität. Zwar wird das Gelände von einer wenig bekannten Firma namens Currenta betrieben, doch dort sitzen gleich drei große Konzerne, allen voran der Chemie- und Pharmariese Bayer. Dessen Aktie verbilligt sich um 2,3 Prozent und führt damit die Liste der Verlierer im DAX an. Daneben sind auch die früheren Bayer-Töchter Covestro und Lanxess in Leverkusen heimisch. Die Covestro-Aktie gibt um 1 Prozent nach, das im MDAX notierte Papier von Lanxess liegt ein halbes Prozent im Minus.

    11.35 Uhr - Bitcoin-Rallye vorerst gestoppt

    Der Online-Händler Amazon hat einen Medienbericht dementiert, wonach das Unternehmen die Cyber-Devise bis Ende des Jahres als Zahlungsmittel akzeptiere. Spekulationen auf einen Einstieg Amazons in die Branche hatten die Cyber-Devise zu Wochenbeginn um mehr als 17 Prozent auf fast 40.600 Dollar steigen lassen. Aktuell ist ein Bitcoin rund 37.300 Dollar wert.

    Der DAX verliert 0,7 Prozent auf 15.505 Punkte.

    11.03 Uhr - SK Hynix rechnet mit anhaltendem Boom

    Das Geschäft des südkoreanischen Chipherstellers und Apple-Zulieferers brummt. Im zweiten Quartal sprang der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel nach oben auf umgerechnet fast 7,6 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis schoss um 38 Prozent nach oben auf umgerechnet fast zwei Milliarden Euro. Das Management von SK Hynix geht davon aus, dass die Nachfrage nach Speicherchips bis ins Jahr 2022 weiter hoch bleiben werde.

    Die Anleger nahmen heute ein paar Gewinne mit. Die Aktie verlor an der Börse in Seoul ein knappes Prozent.

    10.26 Uhr - EU-Kommission billigt Condor-Hilfen

    Die EU-Kommission hat grünes Licht für die deutschen Staatshilfen an den Ferienflieger in einer Gesamthöhe von rund 525 Millionen Euro gegeben. Mit ihnen sollen unter anderem die Folgen der Reise-Beschränkungen in der Corona-Pandemie für Condor abgefedert und dessen Restrukturierung auf den Weg gebracht werden. Die Fluglinien seien besonders hart von den Corona-Auflagen getroffen worden, sagte Wettbewerbskommissarin Vestager in Brüssel zur Begründung. Der Restrukturierungsplan ermögliche Condor zudem das langfristige Überleben.

    10.08 Uhr - Talfahrt an Chinas Börsen setzt sich fort

    Der steigende Regulierungsdruck der chinesischen Regierung belastet die Kurse an den chinesischen Märkten. Der Shanghai-Composite verliert 2,5 Prozent, der Hang Seng in Hongkong ist um 4,5 Prozent eingebrochen. Schon zu Wochenbeginn waren die Börsen ins Rutschen geraten, weil die Aufsichtsbehörden in China die Daumenschrauben im Bildungs- und Technologiebereich angezogen hatten. An den Märkten frage man sich, ob da nicht noch mehr kommen könnte, so heißt es an den Börsen.

    09.46 Uhr - Südkorea mit kräftigstem Wachstum seit 2010

    Das Bruttoinlandsprodukt des asiatischen Landes legte von April bis Juni um 5,9 Prozent zu im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, teilte die südkoreanische Notenbank mit. Das ist das größte Plus seit mehr als einem Jahrzehnt. Wegen der steigenden Corona-Neuinfektionen in Südkorea rechnen Ökonomen allerdings mit einem langsameren Wachstum im laufenden Sommerquartal. Der Kospi-Index an der Börse in Seoul schloss mit einem kleinen Plus von 0,2 Prozent.

    09.14 Uhr - China-Sorgen drücken DAX

    Eine knappe Viertelstunde nach Handelsstart verliert der DAX 0,7 Prozent auf 15.514 Punkte. Die Nervosität an Chinas Börsen lässt auch die Anleger hierzulande nicht kalt. Nach den jüngsten Entscheidungen der Regierung in Peking den privaten Bildungssektor betreffend, befürchten die Anleger eine zunehmende Regulierung der Privatwirtschaft in China. Und das hat die Kurse an den chinesischen Märkten erneut auf Talfahrt geschickt. Der Shanghai-Composite Index ist mittlerweile mit 2,4 Prozent ins Minus abgerutscht, der Hang Seng in Hongkong büßt 3,7 Prozent ein. Der Euro notiert mit 1, 17 80 Dollar.

    08.11 Uhr - Gemischte Vorgaben für den Start des DAX

    In Tokio schloss der japanische Leitindex Nikkei vor wenigen Minuten mit einem Plus von einem halben Prozent auf dem Endstand von 27.970 Yen. An den chinesischen Börsen hingegen ist die Nervosität weiter spürbar. Die Kurse sind wieder deutlich ins Minus gerutscht. Der Shanghai-Composite Index büßt jetzt 0,3 Prozent ein, der Hang Seng in Hongkong 1,9 Prozent. Nach den jüngsten Entscheidungen der Regierung in Peking im privaten Bildungssektor befürchten die Anleger nun eine zunehmende Regulierung der Privatwirtschaft in China. Der DAX wird vorbörslich jetzt rund 40 Punkte leichter bei 15.580 Punkten gesehen. Der Euro notiert knapp unter 1,18 Dollar.

    07.01 Uhr - Anleger in China weiter nervös

    Nach den kräftigen Verlusten gestern in Hongkong und Shanghai von jeweils rund 3 ½ Prozent, ist zumindest der Shanghai-Composite-Index wieder leicht gestiegen und verbucht jetzt ein kleines Plus von 0,1 Prozent. In Hongkong hingegen verliert der Hang Seng Index erneut rund ein Prozent. Für Verunsicherung sorgen die jüngsten Entscheidungen der Regierung in Peking. Die hatte eine Reform des privaten Bildungssektors angekündigt. Die Anleger befürchten eine zunehmende Regulierung der Privatwirtschaft.

    Der Nikkei-Index in Tokio gewinnt rund ein halbes Prozent. Der Euro steht bei rund 1, 18 Dollar.

    06.08 Uhr - Tesla erstmals mit Milliardengewinn im Quartal

    Der US-Elektro-Autobauer Tesla hat im zweiten Quartal einen Überschuss von 1,1 Milliarden Dollar ausgewiesen. Damit hat sich der Gewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal in etwa verzehnfacht. Der Umsatz verdoppelte sich auf zwölf Milliarden Dollar. Tesla lieferte im zurückliegenden Quartal mehr als 200.000 Autos an seine Kunden aus und erwartet im Schnitt eine jährliche Steigerung um 50 Prozent. Noch in diesem Jahr will Tesla in Brandenburg produzieren. Die Tesla-Aktie hatte im Vorfeld der Zahlen an der Nasdaq gut zwei Prozent zugelegt und dann nachbörslich noch einmal um rund 1 ½ Prozent. Der Nasdaq-Index trat gestern auf der Stelle, der Dow Jones stieg um 0,2 Prozent.

    Dienstag, 27. Juli 2021

    22.25 Uhr – Tesla Zahlen

    Der amerikanische Elektroautobauer Tesla hat ungeachtet des weltweiten Chipmangels und Engpässen bei Rohstoffen die Umsatzerwartungen der Experten übertroffen. Der Umsatz hat im zweiten Quartal bei knapp zwölf Milliarden Dollar gelegen. Während Tesla eine Abschreibung von 23 Millionen Dollar im Zusammenhang mit seiner Bitcoin-Investition bekanntgegeben hat. Die Tesla-Aktie ist im nachbörslichen Handel zunächst um gut zwei Prozent gestiegen.

    22.12 Uhr – Dow Jones Rekord. Verunsicherung durch China.

    An der Weltleitbörse Wall Street hat der Dow Jones ein neues Rekordhoch bei fast 35.200 Punkten erreicht. Den Handel beendet hat der Dow Jones mit einem kleinen Plus von einem viertel Prozent bei 35.144 Punkten. Für viel Diskussion und eine gewisse Verunsicherung haben Entscheidungen aus China gesorgt. Eine zunehmende Regulierung der Privatwirtschaft Chinas durch die Regierung hat nicht nur die Börsen des Landes belastet. Am Wochenende hat die chinesische Regierung eine Reform des privaten Bildungssektors angekündigt. Unternehmen, die Schullehrprogramme unterrichten, dürfen demnach keine Gewinne erzielen oder an die Börse gehen. Auch werden akademische Angebote für Kinder unter sechs Jahren untersagt. Aus Sicht der chinesischen Regierung ist das ein Schritt, um für mehr Gerechtigkeit im Bildungssektor zu sorgen.

    Die Entwicklung in China hat auch den deutschen Aktienindex Dax etwas gebremst, neben dem ein wenig enttäuschenden Ifo-Geschäftsklima Index. Der Dax hat ein viertel Prozent nachgegeben auf 15619 Punkte.

    Der Euro bewegt sich bei einem Dollar 18 07.

    20.37 Uhr - Luxuskonzern LVMH schlägt sich gut

    Der französische Luxusgüterkonzern LVMH hat sich im ersten Halbjahr stärker als erwartet vom Einbruch in der Corona-Krise erholt. LVMH steht unter anderem für Marken wie Champagner a la Moët Hennessy sowie Louis Vuitton Taschen und Koffer. Die Erwartungen von Experten wurden mit den Zahlen übertroffen. Damit ist es zuletzt für LVMH besser gelaufen als vor der Krise.

    19.44 Uhr - Reifenhersteller Michelin mit Zahlen

    Der französische Reifenhersteller Michelin hat nach einer deutlichen Markterholung seine Gewinnprognose für das laufende Jahr angehoben. Wobei Michelin schon mahnt, Unterbrechungen der Lieferketten würden die weltweite Reifennachfrage auch in der zweiten Jahreshälfte beeinträchtigen.

    18.08 Uhr – Dax startet Woche mit kleinem Minus

    Nach den jüngsten Gewinnen, mit denen nicht viel zu einem Rekordhoch gefehlt hat, wurde heute erstmal eine Verschnaufpause eingelegt. Dazu ist ja der viel beachtete Münchner Ifo-Geschäftsklimindex etwas schlechter als gedacht ausgefallen. Der Dax heute mit einem kleinen Minus von 0,25 Prozent bei 15.619 Punkten.

    Ansonsten ging es nach der geplatzten Übernahme der Deutsche Wohnen durch Vonovia dennoch für Deutsche Wohnen-Aktien um etwas mehr als ein Prozent nach oben. Experten zufolge könnte es einen neuen Anlauf geben, bevor sich politisch mit der Bundestagswahl vielleicht etwas im Bereich Immobilien ändert. Außerdem dürfte Vonovia am Ball bleiben, weil nicht viel gefehlt hat zur Übernahme. Allerdings dürfen Deutsche Wohnen-Anleger wohl auch kein deutlich höheres Angebot erwarten, sonst würde das bisherige in Frage gestellt und es könnte für Vonovia zu teuer werden. Aktien von Vonovia heute mit einem Minus von 2,5 Prozent.

    Der Euro bewegt sich bei 1,1809 Dollar.

    16.07 Uhr - BioNTech will Malaria-Impfstoff entwickeln

    Nach dem Erfolg seines Covid-19-Vakzins strebt BioNTech die Entwicklung eines Impfstoffs gegen Malaria an. Er soll ebenfalls auf der mRNA-Technologie basieren, der Start der klinischen Studie ist für Ende 2022 geplant. Das Mainzer Unternehmen plant zudem den Aufbau einer eigenen mRNA-Impfstoffproduktion auf dem afrikanischen Kontinent. Die Firma hatte erst kürzlich mit der südafrikanischen Biovac einen ersten Produktionspartner in Afrika gewonnen. Biovac wird allerdings nur den letzten Herstellungsschritt für den Corona-Impfstoff übernehmen, also das Abfüllen und Verpacken, die Wirkstoffsubstanz wird aus Europa kommen.

    14.10 Uhr - Neuer Anlauf zur Übernahme von Deutsche Wohnen?

    Die Übernahme des Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen durch den Marktführer Vonovia ist zunächst gescheitert. Vonovia-Chef Rolf Buch hat einen neuen Anlauf aber nicht ausgeschlossen. Um schnell reagieren zu können, bräuchte er die Zustimmung des Vorstands von Deutsche Wohnen - sonst zwingt ihn das Übernahmegesetz, zwölf Monate zu warten. Auch an den Börsen gehen viele Investoren offensichtlich von einem neuen, höheren Angebot aus. In einem insgesamt schwächeren Gesamtmarkt verteuern sich die Aktien von Deutsche Wohnen gegen den Trend um 1,4 Prozent. Auf der anderen Seite gibt der Kurs von Vonovia um 3 Prozent nach.

    12.06 Uhr - Ifo-Index belastet Aktienmarkt

    Der deutsche Aktienmarkt tendiert zum Auftakt der Woche schwächer. Der DAX gibt um 0,5 Prozent nach auf 15.593 Punkte. Eine Rolle dabei spielt der überraschende Rückgang des Ifo-Geschäftsklimas. Im Fokus stehen die Aktien der Immobilienkonzerne Deutsche Wohnen und Vonovia. Deren Zusammenschluss wurde am Freitagabend abgeblasen, nachdem es an Zustimmung der Anleger gemangelt hatte. Die Aktie der Deutsche Wohnen verteuert sich um 1,3 Prozent, Vonovia verbilligen sich um 3 Prozent. Der Euro notiert bei 1,1795 Dollar.

    11.24 Uhr - Bitcoin-Kurs wieder über 38.000 Dollar

    Spekulationen, wonach der Onlinehändler Amazon möglicherweise in Zukunft bald digitale Währungen für Transaktionen akzeptieren könnte, haben dem Bitcoin Auftrieb gegeben. Er stieg heute in der Spitze zeitweise um über 22 Prozent auf 39.748 Dollar, den höchsten Stand seit knapp sechs Wochen. Aktuell wird er mit 38.310 Dollar gehandelt, das ist es ein Plus von 18 Prozent.

    11.14 Uhr - Philips erhöht Rückstellungen

    Der niederländische Medizintechnik-Konzern muss weitere 250 Millionen Euro für angeblich gesundheitsgefährdende Beatmungsgeräte bei Schlafstörungen zurückstellen. Bis zu vier Millionen Geräte, die Atemaussetzer im Schlaf verhindern sollen, waren im Juni zurückgerufen worden, weil ein darin verwendeter Schaumstoff mit der Zeit krebserregend werden könnte. Die Abschreibungen für den Rückruf summieren sich nun bereits auf eine halbe Milliarde Euro. Dennoch sind die aktuellen Zahlen von Philips gut ausgefallen. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen stieg im zweiten Quartal um 36 Prozent auf 532 Millionen Euro. Der Umsatz legte um neun Prozent auf 4,2 Milliarden Euro zu. Die Philipps-Aktie, die auch im europäischen Stoxx-50-Index notiert, verliert rund drei Prozent. Der Stoxx-50 notiert 0,7 Prozent leichter. Der DAX büßt 0,6 Prozent ein auf 15.571 Punkte.

    10.08 Uhr - Ifo-Geschäftsklima überraschend gesunken

    Die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen hat sich im Juli unerwartet eingetrübt. Der entsprechende Geschäftsklima-Index des Münchner Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung ist um einen Punkt auf 100,8 Punkte gesunken, Experten hatten eigentlich mit einem Anstieg auf 102,5 Punkte gerechnet. Lieferengpässe bei Vorprodukten und Sorgen um wieder steigende Infektionszahlen belasteten die deutsche Wirtschaft, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Manager beurteilten ihre Lage zwar etwas besser als zuletzt. Die Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate wurden hingegen weniger optimistisch bewertet.

    An den Aktienmärkten haben sich daraufhin die Verluste ausgeweitet. Der DAX verliert 0,8 Prozent auf 15.551 Punkte.

    09.22 Uhr - Immobilien-Hochzeit gescheitert

    Der Wohnungskonzern Vonovia hat die Annahmeschwelle für den Deutsche-Wohnen-Kauf verfehlt. Nach endgültigen Zahlen sicherte sich das Bochumer Unternehmen weniger als die nötigen 50 Prozent der Deutsche-Wohnen-Anteile. Das Übernahmeangebot werde damit nicht vollzogen, erklärte das Unternehmen in einer Pflichtmitteilung. Die eingereichten Deutsche-Wohnen-Aktien würden zurück gebucht.

    09.09 Uhr - DAX mit schwachem Wochenstart

    Rund 10 Minuten nach Beginn des Xetra-Handels verliert er ein halbes Prozent auf 15.583 Punkte. Autowerte gehören zu den großen DAX-Verlierern. Der Münchner Autobauer BMW hat angekündigt, wegen fehlender Bauteile mit Computerchips ab heute die Autoproduktion im Werk in Regensburg vorübergehend einzustellen. Die BMW-Aktie verliert rund ein Prozent, Daimler und VW jeweils rund 1 ½ Prozent. Auch Immobilienaktien stehen unter Druck. Vonovia büßen 1,6 Prozent ein und Deutsche Wohnen 0,2 Prozent. Heute wird Vonovia das endgültige Ergebnis des Übernahmeversuchs bekanntgeben. Und wie es aussieht, ist auch der zweite Anlauf zur Übernahme der Deutschen Wohnen vorerst gescheitert. Der Euro steht bei 1,17 80 Dollar.

    08.24 Uhr - Immobilien-Aktien unter Druck

    Der Immobilienkonzern Vonovia will heute das endgültige Ergebnis seines Übernahmeversuchs des Konkurrenten Deutsche Wohnen bekanntgeben. Der Bochumer Konzern hatte bereits am vergangenen Freitag mitgeteilt, dass er sich voraussichtlich nicht genügend Aktien sichern konnte. Demnach kam Vonovia vorläufig auf 47,6 Prozent der Anteile, benötigt aber mindestens 50 Prozent. Damit wäre der zweite Anlauf zur Übernahme der Deutschen Wohnen vorerst gescheitert. Daraufhin sind die Aktien der Deutsche Wohnen zu Beginn des Frühhandels an der Börse München größte DAX-Verlierer mit einem Minus von 2,8 Prozent, die Papiere von Vonovia haben 1,2 Prozent eingebüßt

    08.15 Uhr - DAX zu Wochenauftakt leicht im Minus erwartet

    Vor der Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten halten sich die Anleger an den deutschen Aktienmärkten zurück. er wird von Banken und Brokern vorbörslich jetzt rund 70 Punkte schwächer gesehen bei 15.598 Punkte. Im Fokus dürfte am Vormittag die Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklima-Index stehen, der die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen widerspiegelt.

    08.08 Uhr - Rote Zahlen bei Ryanair

    Die schleppende Erholung des Reisegeschäfts in der Corona-Krise macht dem irischen Billigflieger weiter schwer zu schaffen. Im ersten Geschäftsquartal, das bei Ryanair am 30. Juni endete, fiel unterm Strich ein Verlust von 273 Millionen Euro an. Damit ist das Minus fast anderthalb Mal so hoch ausgefallen wie kurz nach Beginn der Pandemie ein Jahr zuvor. Ryanair-Chef Michael O'Leary rechnet aber mit deutlich steigenden Passagierzahlen im Sommer, sofern die Infektionszahlen keine weiteren Rückschläge im Fluggeschäft nach sich ziehen.

    08.02 Uhr - Nikkei-Index schließt im Plus

    Der japanische Leitindex schloss an der Börse in Tokio ein Prozent höher auf dem Endstand von 27.833 Yen.

    07.03 Uhr - TSMC erwägt Bau einer Chipfabrik in Deutschland

    Vor dem Hintergrund des rasant wachsenden Halbleiterbedarfs denkt der taiwanische Chiphersteller TSMC über den Bau einer Fabrik in Deutschland nach. Daneben werde aber auch die Errichtung eines Chip-Werks in Japan geprüft, erklärte Konzernchef Mark Liu heute auf der Hauptversammlung. Sollten die Überlegungen umgesetzt werden, strebe TSMC eine Teilung der Kosten mit den Kunden oder den Ländern an. Die Aktie des Chip-Herstellers verliert an der Börse in Taiwan ein halbes Prozent.

    06.42 Uhr Asiatische Börsen ohne klare Richtung

    Die Aktienmärkte in Asien zeigen sich uneinheitlich zu Wochenstart. An der japanischen Leitbörse in Tokio folgen die Anleger den starken US-Vorgaben. Der Nikkei-Index gewinnt zur Stunde 1,2 Prozent auf 27.882 Yen. An den chinesischen Börsen hingegen geht es deutlich bergab. In Shanghai steht ein Minus von 2,2 Prozent zu Buche, der Hang Seng Index in Hongkong verliert 2,9 Prozent. Hier sorgen sich die Anleger vor möglichen staatlichen Eingriffe Pekings in den privaten Bildungssektor. Der Euro steht bei 1,17 80 Dollar.

    06.08 Uhr - BMW unterbricht Produktion in Regensburg

    Wegen fehlender Bauteile mit Computerchips wird BMW ab heute die Autoproduktion im Werk in Regensburg vorübergehend einstellen. Vorgesehen ist eine einwöchige Pause, sagte eine Konzern-Sprecherin. Danach sei ohnehin eine Ferienwoche geplant gewesen, so dass die Produktion am 9. August wieder aufgenommen werde. Vom Halbleitermangel ist die ganze Autobranche betroffen, Werke verschiedener Hersteller mussten zuletzt immer wieder die Produktion unterbrechen.

    Montag, 26. Juli 2021

    22.13 Uhr - Dow Jones schließt erstmals über 35.000

    Die Stimmung an den US-Börsen blieb vor dem Wochenende freundlich. Der Dow Jones schloss erstmals über der Marke von 35.000 und zwar bei genau 35.061. Der Nasdaq Index stieg um ein Prozent auf ein neues Rekordhoch von 14.838 Punkte. Frische Impulse kamen von Quartalsbilanzen, die zum Teil besser ausfielen als erwartet. Und auch in der nächsten Woche stehen wieder zahlreiche 3-Monatsberichte auf dem Programm und zwar von den Techgrößen, Apple, Alphabet, Microsoft und Amazon. Und dann steht am Mittwoch noch das US-Notenbanktreffen an Zwar wird auch in den USA nicht mit einem raschen geldpolitischen Kurswechsel gerechnet, trotz der Erholung der Wirtschaft in den Vereinigten Staaten und der hohen Inflation dort, aber vielleicht gibt es ja Hinweise, wie es mittelfristig weitergeht.

    19.20 Uhr - Ende des Dividendenstopps bei Banken naht

    Die Banken in der Eurozone dürfen wohl bald wieder Dividenden ausschütten. Die Empfehlung für die Institute, ihre Dividenden zu begrenzen, werde nicht über den September hinaus verlängert, teilte die Europäische Zentralbank am Abend mit. Banken sollten aber bei Entscheidungen über Dividenden und Aktienrückkäufe vorsichtig sein und Kreditrisiken nicht unterschätzen. Als Grund für das Auslaufen des Dividendenstopps gab die Europäische Zentralbank die Konjunkturerholung im Euroraum sowie eine gesunkene Unsicherheit an. Diese wirke sich auch auf die Widerstandsfähigkeit der Bankbilanzen aus, hieß es. Die deutsche Finanzaufsicht Bafin begrüßte die Entscheidung.

    17.42 Uhr - DAX schließt mit Wochenplus

    Insgesamt ist die Woche an den deutschen Börsen versöhnlich zu Ende gegangen. Nach dem schwachen Auftakt zu Wochenbeginn, ist der DAX vier Tage in Folge gestiegen. Er schloss heute ein Prozent höher bei 15.669. Damit konnte er in dieser Woche doch noch knapp 130 Punkte gutmachen. Robuste Konjunkturdaten haben die Erholung heute unterstützt. Zudem bleibt das monetäre Umfeld günstig, nachdem die Europäischen Zentralbank gestern ihren Kurs mit sehr niedrigen Zinsen und milliardenschweren Anleihenkäufen bekräftigt hatte. Die Sorge der Anleger mit Blick auf die rasante Ausbreitung der Deltavariante des Coronavirus hingegen rückte etwas weiter in den Hintergrund. An den Devisenmärkten steht der Euro bei 1,17 67 Dollar.

    17.15 Uhr Vonovia scheitert mit Übernahme der Deutschen Wohnen

    Der Versuch der Vonovia, die Deutsche Wohnen zu übernehmen, ist voraussichtlich gescheitert. Das gab der größte deutsche Wohnungskonzern selbst bekannt. Bis zum Ende der Frist am 21. Juli konnte Vonovia 47, 6 Prozent der Deutsche Wohnen-Aktien einsammeln. In der Nachbuchungsfrist bis heute 18 Uhr ist es offenbar nicht möglich, die Schwelle von 50 Prozent zu erreichen. Das Übernahmeangebot von 52 Euro wurde auch vom Management der Deutschen Wohnen als angemessen angesehen. Damit ist der zweite Versuch gescheitert.

    16.15 Uhr - US-Konjunktur kühlt sich erneut ab

    Die amerikanische Konjunktur kühlt sich zu Beginn des zweiten Halbjahres erneut ab. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft fiel um vier Punkte auf 59,7. Es war der zweite Rückgang in Folge. Allerdings folgt diese Abkühlung auf einen beispiellosen Aufschwung im Mai, beruhigt der Chefvolkswirt des Markit-Instituts, Chris Williamson. Er erwartet in der zweiten Jahreshälfte immer noch ein gutes Wachstum, auch wenn die anziehende Teuerung und Engpässe bei Materialien und Arbeitskräften gewisse Risiken seien.

    15.15 Uhr - Licht am Ende des Halbleiter-Tunnels

    Die deutschen Autobauer leiden unter dem weltweiten Chipmangel. VW teilte diese Woche mit, dass deswegen Autos im mittleren sechsstelligen Bereich nicht gebaut werden konnten. Die Wolfsburger sehen aber Licht am Ende des Tunnels. In China soll es bei Halbleitern schon im dritten Quartal wieder zu einer bedarfsgerechten Versorgung kommen. Dann sollen die aufgestauten Aufträge bei nahezu allen Modellen aufgearbeitet werden, sagt China-Chef Stephan Wöllenstein. Entwarnung gibt er allerdings nicht: Neue Corona-Ausbrüche in Malaysia könnten den Chipmangel wieder verstärken.

    14.30 Uhr - American Express verzehnfacht Quartalsgewinn

    Aus den USA kommen erneut gute Nachrichten von einem großen Geldhaus. Der Kreditkartenanbieter American Express hat seinen Gewinn im zweiten Quartal fast verzehnfacht. Er schnellt auf 2,3 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie schießt auf 2, 80 Dollar und übertrifft die Analystenprognosen bei weitem.

    12.15 Uhr - EZB treibt Börsen auf neue Rekorde

    Die deutschen Börsen nähern sich wieder ihren alten Rekorden an bzw. stellen neue Bestmarken auf. Der DAX klettert um 128 auf 15 642 Punkte nach oben. Der MDAX markiert mit rund 35 200 ein neues Allzeithoch. Grund: Die EZB hat gestern unmissverständlich klargemacht, dass sie noch lange an ihrer ultralockeren Geldpolitik festhalten wird. Belgiens Notenbankchef Wunsch hat die neue zinspolitische Strategie der EZB abgelehnt. Von der Notenbank werde jetzt erwartet, dass es die nächsten fünf bis sechs Jahre keine Zinserhöhung geben werde, kritisierte er. Eine schlechte Prognose für die deutschen Banken und ihre Sparer.

    11.28 Uhr - Notenbanker kritisiert Ausblick der EZB als zu langfristig

    Der belgische Zentralbank-Gouverneur, Pierre Wunsch, sagte laut Nachrichtenagentur Reuters, er fühle er sich nicht wohl mit weiteren 5-10 Jahren an Anleihekäufen, nur weil die Inflation bei 1,5 bis 1,8 Prozent liege, und auch nicht mit der Festlegung der EZB beim Ausblick auf 5 bis 6 Jahre. Er meint dem Bericht zufolge, dass die EZB mit fiskalischer Dominanz konfrontiert werden könnte. Er habe für eine Ausstiegsklausel bei dem geldpolitischen Ausblick argumentiert.

    10.59 Uhr - Nordex lagert Bereich aus

    Nordex überträgt nach eigenen Angaben seine Rotorblattproduktion in Mexiko – zunächst für drei Jahre - auf den us-amerikanischen Rotorblatthersteller TPI Composites. Gemeinsam wolle man die Effizienz der Produktion verbessern, hieß es. TPI werde das Werk betreiben und ausschließlich Rotorblätter für Nordex fertigen. Die Vereinbarung sehe zudem die Modalitäten der Rückgabe des Werks im Jahr 2024 wie auch eine Verlängerungsoption vor. Die Firmen arbeiten seit Jahren zusammen. Nordex-Aktien verlieren gut 1 Prozent.

    10.02 Uhr - Deutsche Bahn macht Stahlindustrie keine Zusagen

    Die Flutkatastrophe hat bei der Deutschen Bahn nach einer ersten Schätzung Schäden in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro verursacht. Wie das Unternehmen mitteilte, ist es sich ziemlich sicher, dass es für einen Großteil der Flut-Schäden keine Versicherung hat. Weiter heißt es vom Unternehmen, dass es nicht mitteilen kann, wann der Güterverkehr in Nordrhein-Westfahlen für die dort betroffene Stahlindustrie wieder möglich ist.

    09.47 Uhr - Krones-Aktien auf Zwei-Jahres-Hoch

    Der Hersteller von Anlagen für die Getränkeindustrie und für Nahrungsmittelhersteller aus Neutraubling hat heute seine vorläufigen Halbjahreszahlen veröffentlicht. Denen zufolge ist der Auftragseingang im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahrszeitraum um 40 Prozent gestiegen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erreichte laut Krones in diesem Zeitraum etwa 138 Millionen Euro (Vorjahr: 118,5 Mio. Euro). Das Unternehmen rechnet für das zweite Halbjahr mit einer hohen Nachfrage und einer stabilen Auslastung der Produktionskapazitäten und erhöht die Prognose für das Gesamtjahr. Außerdem plant die Firma, höhere Preise durchzusetzen. Ziel von Krones sei es, die Preise wieder auf Vorkrisenniveau zu bringen. Zudem müsse das Unternehmen auch die deutlich gestiegenen Kosten für Material kompensieren, schreibt es in einer Pressemitteilung. Die Krones-Aktien steigen um rund 3,9 Prozent.

    09.12 Uhr - Deutscher Aktienmarkt im Plus

    Der DAX hat den Handel 0,6 Prozent höher begonnen bei 15.612 Punkten. MDAX und TecDAX steigen jeweils auch um 0,6 Prozent

    08.51 Uhr - Fulminantes Börsendebüt von Zomato

    Der indische Essenslieferdienst Zomato ist heute an die Börse gegangen. Marktbeobachter sprechen von einem fulminanten Debüt. Die Aktien stiegen an der Börse in Indien zeitweise um mehr als 80 Prozent. Damit wurde das Unternehmen mit über zwölf Milliarden Dollar bewertet. An Zomato ist auch der deutsche Konkurrent Delivery Hero beteiligt.

    08.14 Uhr - Aktien von Shop-Apotheke im Minus

    Nachdem das Unternehmen seine Wachstumsprognose gesenkt hat, fallen die Aktien von Shop-Apotheke im Frankfurter Frühhandel um gut 10 Prozent.

    07.59 Uhr - Lonza hebt Prognose an

    Beim Schweizer Pharmazulieferer Lonza ist nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr der Umsatz gestiegen. Der um Sonderposten bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) habe um 13,1 Prozent auf 847 Millionen Franken zugelegt und erreichte damit 33,3 Prozent des Umsatzes. Das Unternehmen begründet das vor allem mit der Arbeit an Mitteln zur Bekämpfung der Covid-Pandemie. So stellt Lonza unter anderem für den US-Biotechnologiekonzern Moderna den Wirkstoff für den Corona-Impfstoff her. Lonza erwartet nun bessere Geschäfte und mehr Umsatz als bislang prognostiziert. Neu peilt das Unternehmen ein Wachstum der Verkaufserlöse um einen mittleren zweistelligen Prozentbetrag an.

    06.58 Uhr - IWF sieht Potential für Steuererhöhungen in den USA

    Das Gremium des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat gestern seinen Bericht mit der Bewertung der US-Wirtschaftspolitik vorgelegt. Darin erklärt der IWF, dass die US-Notenbank Fed ihre Überlegungen zukünftig sorgfältig kommunizieren müsse, um sicherzustellen, dass der eventuelle Rückzug der geldpolitischen Anpassung und der Ankäufe von Vermögenswerten geordnet und transparent verlaufe. Nur so könne man "Missverständnisse am Markt, Volatilität in der Marktpreisbildung und/oder eine ungerechtfertigte Verschärfung der finanziellen Bedingungen" vermeiden. Weiter heißt es in dem Bericht, dass die USA ihre Ausgaben auf Programme konzentrieren sollten, die Einfluss auf die Produktivität, die Erwerbsbeteiligung, die Armutsbekämpfung und den Übergang zu einer emissionsärmeren Wirtschaft hätten. Außerdem könne das Land mehr tun, um die Steuereinnahmen zu erhöhen, so der IWF.

    06.15 Uhr - Magna und Veoneer fusionieren

    Der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna hat einen Fusionsvertrag mit dem schwedischen Unternehmen für automobile Sicherhetistechnologie Veoneer abgeschlossen. Wie Magna laut Nachrichtenagentur Reuters mitteilt, wird das Unternehmen alle ausgegebenen und ausstehenden Aktien von Veoneer für 31,25 US-Dollar pro Aktien in bar kaufen.

    06.00 Uhr - Aktienmärkte in Asien uneinheitlich

    Der Shanghai Composite, der wichtigste Aktienindex in China, verliert 0,6 Prozent. Der Hang-Seng-Index in Hongkong fällt um 1,1 Prozent. Der KOSPI in Südkorea notiert 0,1 Prozent im Plus. An der Börse in Japan wird wegen eines Feiertags auch heute nicht gehandelt. Der Euro ist 1,17 71 Dollar wert.

    Freitag, 23. Juli 2021

    22.03 Uhr - Dow Jones schließt nahezu unverändert

    An der Wall Street dagegen fehlte heute der rechte Schwung. Der Dow Jones schloss nach einem lustlosen Handel ganz leicht im Plus, mit 0,1 Prozent. Der Nasdaq Index verbesserte sich um 0,3 Prozent. Die neuesten Arbeitsmarktdaten blieben hinter den Erwartungen zurück. In den USA stellten in der vergangenen Woche 419.000 Amerikaner ihren Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe, das sind 51.000 mehr als in der Vorwoche. Dabei war eigentlich mit einem Rückgang gerechnet worden.

    21.53 Uhr - Shop-Apotheke senkt Prognosen

    Das könnte den Anlegern der Shop-Apotheke nicht gefallen. Bereits vor zwei Wochen deutete der Vorstand an, dass aufgrund von Personalmangel das Jahresziel in Gefahr ist, und nun kam die Bestätigung. Die Prognose für das Umsatzwachstum in diesem Jahr werde auf zehn bis 15 Prozent heruntergeschraubt, teilte das Unternehmen am Abend mit. Bisher hatte man bei der Online-Apotheke ein Plus von etwa 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angepeilt. Auch das Ergebnisziel wurde gesenkt. Die Geschäftsführung sprach von vorübergehenden Problemen.

    20.13 Uhr - VW-Aktionäre stimmen Vergleich zu

    Die Aktionäre von VW haben den außergerichtlichen Vergleichen mit dem ehemaligen Vorstandschef Martin Winterkorn und dem früheren Audi Chef Rupert Stadler mit großer Mehrheit zugestimmt, und zwar mit 99,9 Prozent. Volkswagen hatte sich nach langwierigen Verhandlungen mit den Anwälten von Winterkorn, Stadler und zwei weiteren Ex-Vorständen auf Details einer Entschädigung für den Dieselskandal verständigt. Winterkorn zahlt demnach 11,2 Millionen Euro, Stadler 4,1 Millionen Euro.

    18.15 Uhr - DAX schließt erneut im Plus

    Die deutschen Börsen haben heute ihre Erholung fortgesetzt. Der DAX schloss 0,6 Prozent höher bei 15.515, damit hat er fast wieder seinen Stand vom vergangenen Freitag erreicht und die hohen Verluste zu Wochenbeginn wieder aufgeholt. Unterstützung kam von der Europäischen Zentralbank (EZB). Wie erhofft, bleibt der Leitzins bei Null Prozent, die Geldschleusen bleiben unverändert weit geöffnet und das Geld kann weiter unter anderem an die Börsen fließen.

    15.15 Uhr - Sparer und Banken brauchen noch mehr Geduld

    Die EZB hat mit ihrer neuen geldpolitischen Ausrichtung die ultra-lockere Geldpolitik auf Jahre hinaus zementiert. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken erwartet, dass nun die Zinsen bis 2023, wenn nicht sogar bis 2024 extrem niedrig bleiben. Früher sei nicht mit einer Zinserhöhung zu rechnen, sagte Andreas Bley, der Chefvolkswirt des Verbandes. Für die Banken, aber auch für die Sparer gehe die Belastungsprobe weiter. Erschwerend komme hinzu, heißt es vom Bundesverband der Banken, dass gleichzeitig die Inflationsraten deutlich steigen.

    14.45 Uhr - EZB bleibt unbeirrt bei ultralockeren Zinsen

    Die EZB wird auf absehbare Zeit an ihrer ultralockeren Geldpolitik nichts ändern. Vor zwei Wochen hatte die Notenbank ihr Inflationsziel auf 2 Prozent gesetzt. Der damit verbundene Ausblick knüpft mögliche Zinsänderungen an die echte Inflation und nicht an Inflationserwartungen, betont die EZB. In einer Übergangszeit könne die Teuerung auch moderat über dem Zwei-Prozent-Ziel liegen. Die Anleihekäufe aus dem Corona-Hilfsprogramm gehen weiter. Sie könnten im laufenden Quartal sogar deutlich über den Käufen der letzten Monate liegen. Sprich: Die EZB lässt die Geldschleusen weit offen. Der Leitzins bleibt unverändert bei 0,0 Prozent, der Einlagesatz der Banken weiterhin bei minus 0,5 Prozent.

    13.15 Uhr - Daimler baut E-Mobilität aus

    Daimler will den Absatz von E-Autos kräftig steigern. „Wenn die Märkte es wollen, werden wir bis Ende des Jahrzehnts vollständig auf E-Autos umstellen“, kündigte Daimler-Chef Olaf Källenius an. Ein Absatzziel formulierte er aber nicht. Daimler ist beim Ausstieg aus der Verbrennertechnik nicht so eindeutig wie VW und Audi, die Anfang der 30er Jahre Verbrennermodelle komplett ausmustern wollen. Gemeinsam mit Partnern wollen die Schwaben bis 2030 mehr als 40 Milliarden Euro in Batteriefahrzeuge investieren. Unter anderem sollen in acht Gigafabriken Batteriezellen gefertigt werden.

    11.29 Uhr - NatWest soll privatisiert werden

    Die britische Regierung will Teile der verstaatlichten Bank NatWest privatisieren. Innerhalb der kommenden zwölf Monate sollen bis zu 15 Prozent an dem früher als Royal Bank of Scotland bekannten Institut an den Markt gebracht werden, wie das Finanzministerium mitteilte. Dafür sei die US-Investmentbank Morgan Stanley beauftragt worden. Großbritannien rettete die Bank während der Finanzkrise 2008 mit Milliardenhilfen. Bis jetzt hält der Staat 54,7 Prozent an NetWest.

    11.00 Uhr - ABB plant Börsengänge

    Der Schweizer Elektronikkonzern ABB plant nach Angaben des Konzernchefs, im kommenden Jahr zwei Teile des Unternehmens an die Börse zu bringen: Das Geschäft mit E-Mobilität und das mit Turboladern. ABB-Aktien steigen an der Börse in Zürich um 1,4 Prozent. Die Papiere des Konkurrenten Siemens gewinnen im DAX 2,8 Prozent.

    10.16 Uhr - Fusion von Vonovia und Deutsche Wohnen noch unsicher

    Die zwei Wohnungskonzerne im DAX Vonovia und Deutsche Wohnen planen eine Fusion. Doch ob das klappt, ist offenbar noch unklar. Mit Ablauf der Annahmefrist vergangene Nacht hat Vonovia noch keinen Vollzug gemeldet, weil ihm bisher nicht ausreichend Deutsche-Wohnen-Aktionäre ihre Papiere angedient haben. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von einer mit dem Vorgang vertrauten Person erfahren haben will, sind die 50 Prozent nicht erreicht. Bis zum Abend hatte Vonovia knapp 34 Prozent an Deutsche Wohnen sicher. Wie üblich dürften auch hier die meisten institutionellen Investoren ihre Papiere erst in letzter Minute einreichen. Vonovia muss auf mindestens 50 Prozent kommen, damit die Übernahme zustande kommt. Doch Indexfonds dürfen ihre Anteile erst abgeben, wenn feststeht, dass die Fusion perfekt ist. Vor fünf Jahren scheiterte ein Versuch von Vonovia, Deutsche Wohnen zu übernehmen.

    09.21 Uhr - DAX beginnt Handel mit Gewinnen

    Nach positiven Vorgaben von der Wall Street und den Börsen in Asien hat der deutsche Aktienmarkt den Handel mit Gewinnen begonnen. Der DAX steigt um 0,8 Prozent auf 15.541 Punkte. Der MDAX und TecDAX gewinnen bis zu 0,5 Prozent.

    08.35 Uhr - VW-Vorzüge vor Hauptversammlung im Plus

    Im frühen Handel der Börse München steigen die Vorzugsaktien von VW um 0,8 Prozent. Damit gehören sie zu den größten Gewinnern im DAX. Ein Anteilsschein ist rund 212 Euro wert. Das sind rund 70 Euro mehr als vor einem Jahr.

    07.59 Uhr – Roche-CEO: Onkologie-Geschäft noch nicht auf Niveau vor Corona

    Beim Schweizer Pharmakonzern Roche sank im ersten Halbjahr der Konzerngewinn nach Unternehmensangaben wegen des starken Franken um drei Prozent auf 8,2 Milliarden Franken, währungsbereinigt stieg er um zwei Prozent. Für das Gesamtjahr bekräftigte Roche seine Ziele. "Wir haben im ersten Halbjahr gute Ergebnisse erzielt, vor allem dank der Nachfrage nach unseren neuen Medikamenten und Covid-19-Tests", erklärte Roche-Chef Severin Schwan. Der vor allem für seine Krebstherapien bekannte Konzern aus Basel ist auch der weltgrößte Anbieter von Geräten, Verfahren und Verbrauchsgütern zur Bestimmung von Krankheiten.

    07.29 Uhr - DAX im Plus erwartet

    Beim DAX werden zum Handelsbeginn auf Xetra Gewinne erwartet. Die Anleger warten auf Signale der Europäische Zentralbank für die weitere Geldpolitik. Die EZB hat bereits eine Aktualisierung ihres geldpolitischen Ausblicks angekündigt. Experten rechnen damit, dass die Notenbank Änderungen zu ihren Anleiheaufkäufen mitteilt, weil sie von einem neuen Inflationsziel ausgeht.

    07.21 Uhr – ABB erhöht Prognose

    Beim Elektronikkonzern ABB ist der Gewinn nach eigenen Angaben im zweiten Quartal auf 752 Millionen Dollar gestiegen. Für das Gesamtjahr erhöht der Schweizer Konzern erneut seine Umsatzprognose.

    06.53 Uhr - Ausblick von Texas Instruments enttäuscht die Anleger

    Der Konzern hält im laufenden dritten Quartal auch einen Umsatzrückgang im Vergleich zum zweiten Quartal für möglich. An der Wall Street verloren die Aktien von Texas Instruments nachbörslich mehr als 3 Prozent. Zuvor gewannen die Papiere 3,4 Prozent. Texas Instruments ist der erste große US-Chiphersteller, der Quartalszahlen vorlegt. Das Unternehmen produziert unter anderem für die Industrie- und die Automobilbranche.

    06.31 Uhr - Keine Krisenstimmung an der Nasdaq

    An der Wall Street profitiert der Börsenbetreiber Nasdaq im zweiten Quartal von großen Handelsvolumina und einer Reihe von Börsengängen. Mit einem Umsatzwachstum von 21 Prozent auf 846 Millionen Dollar und einem Gewinnplus von 23 Prozent auf 1,90 Dollar je Aktie übertraf die Nasdaq die Erwartungen der Analysten. Im zweiten Quartal gingen 135 Unternehmen an die US-Technologiebörse. Durch die Börsengänge wurde im ersten Halbjahr 2021 mehr Kapital an der Nasdaq aufgenommen als im ganzen vergangenen Jahr 2020.

    05.55 Uhr - Kein Handel in Tokio

    Wegen eines Feiertags wird an der Börse in Tokio nicht gehandelt. An vielen Aktienmärkten in Asien steigen die Kurse. An der Wall Street schloss der Dow Jones 0,8 Prozent im Plus bei 34.798 Punkten. Der Nasdaq-Index ging ebenso 0,8 Prozent höher aus dem Handel bei 14.842.

    Donnerstag, 22. Juli 2021

    22.11 Uhr - Harley verkauft wieder besser

    Die Motorräder von Harley Davidson verkaufen sich wieder besser. Der Absatz der US-Kultmarke hat sich im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum verdoppelt auf 56.700 Einheiten, der Umsatz stieg in ähnlicher Höhe auf mehr als 1,5 Milliarden Dollar und der Nettogewinn schnellte auf rund 206 Millionen Dollar. Die Ausrichtung auf margenstarke Touren- und Cruiser Motorräder scheint sich auszuzahlen. Er sei zufrieden mit dem Tempo der Fortschritte, erklärte der Chef von Harley, der frühere Puma-Chef Jochen Zeitz. Die Anleger aber offensichtlich nicht, sie hatten sich wohl mehr erwartet, der Kurs knickte um mehr als sieben Prozent ein, während sich insgesamt die Erholung an den New Yorker Börsen fortsetzt. Dow Jones und Nasdaq stiegen jeweils um 0,9 Prozent.

    20.57 Uhr - Kein Ronaldo-Effekt bei Cola spürbar

    Coca-Cola hat durch den viral gegangenen Vorfall mit Fußball-Star Cristiano Ronaldo bei einer Pressekonferenz während der Europameisterschaft keine direkten Auswirkungen auf den Umsatz festgestellt. Der portugiesische Nationalspieler hatte die an seinem Platz bereitgestellten Cola-Flaschen zur Seite geschoben und zu einer Wasserflasche gegriffen. Es werde immer Ereignisse geben, die nicht unbedingt nach Wunsch verliefen, sagte Coca-Cola Finanzchef John Murphy bei der Vorstellung der Quartalszahlen. Man können damit umgehen. Der Getränkekonzern steigerte seinen Umsatz im zweiten Quartal um mehr als 40 Prozent auf über zehn Milliarden Dollar. Der Gewinn schnellte auf mehr als 2,6 Milliarden Dollar. Der Konzern profitiert davon, dass die Corona-Einschränkungen in Kinos, Restaurants und Stadien in vielen Ländern wieder gelockert wurden. Das gefällt auch den Anlegern, die Aktien von Coca-Cola steigen um 1,5 Prozent.

    19.15 Uhr - BayWa hebt Gewinnprognose an

    Der Mischkonzern BayWa hat seine Gewinnerwartungen nach oben geschraubt. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) werde in diesem Jahr um 10 bis 20 Prozent steigen, teilte das Unternehmen in München mit. Bisher hatte man mit einem Plus von maximal fünf Prozent gerechnet. Grund für den wachsenden Optimismus ist die Entwicklung im ersten Halbjahr, da ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern nach vorläufigen Zahlen auf rund 145 Millionen Euro geschnellt, rund 91 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Die BayWa profitiert zunehmend von ihrem Geschäft mit Ökostrom. Die Anleger waren sehr zufrieden, der Kurs stieg um 4,3 Prozent,

    17.43 Uhr - DAX erholt sich weiter

    Der DAX stieg um 1,3 Prozent auf 15.422 Punkte. Damit hat er seine Punktverluste zum Wochenauftakt allerdings noch nicht ganz aufgeholt. Zu Wochenbeginn hatte die Furcht vor der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus die Aktienmärkte weltweit erfasst und teils deutlich nach unten gezogen. Gestern setzte dann die Erholung ein, aufgrund einer freundlichen Entwicklung der US-Börsen. Für Gesprächsstoff sorgte heute Daimler. Der Auto- und Lastwagenbauer hat im ersten Halbjahr wieder einen hohen Milliardengewinn erzielt, von netto 7,9 Milliarden Euro. Daimler-Aktien kamen trotzdem nur um 1,1 Prozent voran und waren zeitweise im Minus. Denn das Management warnte auch vor anhaltenden Produktionsausfällen wegen des weltweiten Computerchip-Mangels. Zu den wenigen Verlierern im DAX gehörten SAP mit Minus 2,5 Prozent. Dabei hat der Softwarekonzern seinen Ausblick für das Gesamtjahr angehoben, aber offensichtlich war das den Investoren nicht genug.

    15.15 Uhr - Hochwasserschäden von bis zu 5 Milliarden Euro

    Die deutschen Versicherer müssen nach ersten Schätzungen bis zu 5 Milliarden Euro für die Schäden in NRW und Rheinland-Pfalz zahlen. Das ist eine erste Rechnung, die der Branchenverband GDV gemacht hat. Das Tief "Bernd" wäre damit die teuerste Naturkatastrophe in Deutschland in diesem Jahrtausend. Die neuesten Schäden in Bayern und Sachsen sind nicht einkalkuliert.

    14.15 Uhr - Geldstrafe für Porsche

    Porsche muss eine Geldbuße in Höhe von 40 Millionen Euro zahlen. Begründung: Im Konzern seien im Vorstand die Aufsichtspflichten verletzt worden. Dadurch sei es zu falschen und unvollständigen Buchungen von steuerrelevanten Beträgen gekommen. Das Verfahren richtete sich gegen sechs aktuelle und ehemalige Vorstände. Durch die Zahlung an das Land Baden-Württemberg und den Verzicht auf Rechtsmittel ist das Verfahren eingestellt worden. Auf die Porsche-Aktie hat das keinen Einfluss. Sie gewinnt 1,5 Prozent.

    12.15 Uhr - SAP zufrieden mit Cloudgeschäft

    SAP gibt sich optimistisch. Der Softwareriese ist zuversichtlich, dass seine rund 400 000 Firmenkunden schneller in die Cloud umsteigen als erwartet. Sie sollen künftig weniger Lizenzprodukte kaufen als Anwendungen im Web mieten. Die Umsätze mit Cloudprodukten nähern sich mittlerweile der 10 Milliarden-Grenze. Für das Gesamtjahr rechnet das Walldorfer Unternehmen mit einem Betriebsergebnis zwischen rund 8 und 8,3 Milliarden Euro. Das ist etwas höher als bislang angekündigt.

    10.12 Uhr - Starkes Börsendebüt von Bridgepoint

    Die Aktien des Finanzinvestors Bridgepoint werden heute den ersten Tag an der Londoner Börse gehandelt. Die Aktien notieren jetzt bei 438 Pence und damit rund 35 Prozent über ihrem Ausgabepreis von 350 Pence. Die zum Ausgabepreis berechnete Marktkapitalisierung lag mit 2,88 Milliarden Pfund (umgerechnet 3,3 Milliarden Euro), deutlich höher als bei Bekanntwerden der Börsenpläne erwartet wurde. In den vergangenen Jahren sind viele Finanzinvestoren an die Börse gegangen, um die finanzielle Basis für Investments zu verbreitern und sich von Fonds-Investoren unabhängiger zu machen.

    09.52 Uhr - Novartis hält an CureVac-Impfstoff fest

    Der Schweizer Pharmakonzern Novartis plant weiterhin, den Corona-Impfstoff der Tübinger Biotechfirma CureVac herzustellen. Damit hat er auch schon begonnen. Das sagte der Finanzchef von Novartis, Harry Kirsch, heute in einer Telefonkonferenz. Seinen Angaben zufolge sollen in diesem Jahr 50 Millionen Dosen ausgeliefert werden. Zur Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs oder der Wahrscheinlichkeit einer Zulassung könne sich Novartis nicht äußern. CureVac hofft trotz der enttäuschenden Studienergebnisse weiter auf eine Verwendung durch die Europäische Union. Das Vakzin von Curevac soll im österreichischen Werk Kundl von Novartis hergestellt werden. Der Impfstoff erzielte in der entscheidenden klinischen Studie eine Wirksamkeit von 48 Prozent. Novartis unterstützt bereits Biontech/Pfizer bei der Produktion ihres Impfstoffs. Die Aktien von CureVac steigen um gut 3 Prozent, die von Novartis gewinnen an der Börse in Zürich gut 2 Prozent.

    09.15 Uhr - DAX beginnt Handel mit kleinem Gewinn

    Der DAX steigt zum Auftakt um 0,1 Prozent auf 15.225 Punkte. Die Papiere von SAP und Daimler sind nach den vorgelegten Zahlen die größten Verlierer im Index. MDAX und TecDAX steigen um bis zu 0,9 Prozent.

    08.59 Uhr - Insider: USA und Deutschland einigen sich im Streit um Nord Stream 2

    Deutschland und die USA haben ihren Streit über die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 offenbar beigelegt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von mehreren mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfahren haben will, haben sich die beiden Staaten darauf verständigt, Sanktionen gegen Russland zu ergreifen, falls die Gaspipeline von Russland dazu verwendet werden sollte, der Ukraine oder anderen osteuropäischen Ländern zu schaden. Dem Bericht zufolge wird erwartet, dass heute ein entsprechendes Abkommen veröffentlicht wird. Weiter heißt es von einem Insider, dass sich die USA das Recht vorbehalten, weitere Sanktionen von Fall zu Fall im Einklang mit dem US-Recht anzuwenden.

    08.37 Uhr - ASML eine der wertvollsten Firmen der Eurozone

    Der Chipindustrie-Ausrüster ASML hat nach einem weiter starken Geschäft im zweiten Quartal die Prognose für dieses Jahr erneut angehoben. Wie der niederländische Konzern mitteilte, soll der Umsatz im laufenden Jahr jetzt um rund 35 Prozent steigen. Der Konzern hatte erst im April bei der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal die Prognose für das Umsatzplus auf rund 30 Prozent erhöht. ASML kündigte zudem den Rückkauf von eigenen Akten im Volumen von bis zu neun Milliarden Euro Ende 2023 an. Die ASML-Anteile gehören seit Jahren zu den Höhenfliegern am Aktienmarkt. Alleine in diesem Jahr legte der Börsenwert um fast die Hälfte auf 244 Milliarden Euro zu. Damit ist ASML nach dem französischen Luxusgüterunternehmen LVMH das zweitwertvollste Unternehmen der Eurozone. ASML profitiert mit seinen Anlagen zur Chipherstellung stark vom aktuellen, weltweiten Halbleitermangel. Chiphersteller bauen ihre Kapazitäten daher deutlich aus.

    07.21 Uhr - Daimler macht Milliardengewinn

    Der Auto- und Lastwagenkonzern Daimler erzielte im vergangenen Quartal nach eigenen Angaben ein Konzernergebnis von 3,7 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum machte er 1,9 Milliarden Euro Verlust, was das Unternehmen mit einem Absatzeinbruch in der Corona-Pandemie begründet. Wegen fehlender Computerchips senkte Daimler seine Absatzprognose für das zweite Halbjahr.

    07.02 Uhr - Untersuchungen zu Rio-Tinto-Aktivitäten in Papua Neuguinea

    Der australische Bergbaugroßkonzern Rio Tinto hat sich mit Interessensvertretern auf eine Untersuchung möglicher Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen geeinigt. Dabei geht es um eine geschlossenen Kupfermine in der Provinz Bougainville in Papua-Neuguinea. Der Betrieb wurde nach fast 20 Jahren wegen dem Ausbruch eines Bürgerkriegs im Jahr 1989 eingestellt, Rio Tinto hat seither keinen Zugang mehr zu der Mine. 2016 übertrug der Konzern seine Beteiligung von fast 54 Prozent an der der Betreibergesellschaft der Kupfermine Bougainville Copper ohne Gegenleistung an die autonome Regierung von Bougainville und die Regierung von Papua Neuguinea. Rio-Tinto-Aktien legen an der Börse in Sydney um gut 1 Prozent zu. Der australische Leitindex steigt um 0,9 Prozent.

    06.15 Uhr - Japan exportiert mehr

    Die japanischen Exporte sind laut Daten der japanischen Regierung im Juni stärker gestiegen als Ökonomen erwartet hatten. Im Vergleich zum Juni 2020 legten die Ausfuhren demnach um 48,6 zu. In die USA seien vor allem Autos geschickt worden, nach China vor allem Produktionsanlagen für Halbleiter, außerdem Rohstoffe und Plastik. Auch hat Japan im Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr importiert als angenommen. Die Einfuhren stiegen um 32,7 Prozent.

    Mittwoch, 21. Juli 2021

    21.05 Uhr - Munich Re überrascht positiv mit Quartalsergebnis

    Der Rückversicherer Munich Re hat im zweiten Quartal deutlich besser abgeschnitten als erwartet. Der Konzern ein vorläufiges Nettoergebnis von 1,1 Milliarden Euro. Der Rückversicherer begründete dies mit vergleichsweise niedrigen Schäden aus Naturkatastrophen. Beim zugehörigen Erstversicherer Ergo habe sich zudem die Pandemie nur gering ausgewirkt. Daher sieht sich die Munich Re auf gutem Weg ihr Jahresziel zu erreichen, von einem Gewinn in Höhe von 2,8 Milliarden Euro. Das kam bei den Anlegern an, die Papiere verteuerten sich um 1,7 Prozent. Dabei gab es noch keine Schätzungen zu den Schäden nach den Sturzfluten in Westdeutschland, die in die Milliarden gehen dürften. Dafür sei es deutlich zu früh, meinte ein Firmensprecher.

    19.05 Uhr - BMW leidet unter Chipmangel

    In fast allen deutschen Werken, im britischen Mini-Werk sowie bei Auftragsfertigern komme es in dieser und in der kommenden Woche zu Produktionsausfällen, erklärte eine BMW-Sprecherin. Betroffen seien die Werke Regensburg, Dingolfing, Leipzig, Oxford sowie die Produktionsstätten von Magna Steyr und VDL. Mehr als 10.000 Autos könnten deswegen derzeit nicht produziert werden. Zum Teil gelte Einschichtbetrieb, zum Teil werde nur an einzelnen Tagen gearbeitet. Im Stammwerk in München laufe die Produktion nach Plan. Wie lange die Engpässe andauern, sei derzeit unklar, sagte die Sprecherin. Verschärft wird der Halbleitermangel durch die Lage in Malaysia. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen und die Zahl der Todesopfer hat dort zuletzt Rekordwerte erreicht, deshalb wurde ein Shutdown angeordnet. Malaysia ist ein wichtiger Standort der Chipbranche. Die Autowerte waren trotz der Meldung gesucht: BMW, Daimler, VW und der Chiphersteller Infineon konnten zwischen 0,5 und einem Prozent zulegen.

    18.20 Uhr - DAX stabilisiert sich

    Der DAX konnte heute wieder etwas Boden gutmachen, er kam um 0,5 Prozent voran und stieg auf 15.216. Das zeigt, dass die Anleger vorsichtig bleiben. Dass selbst Schnäppchenjäger nicht für einen Stimmungsumschwung sorgen könnten, spreche für eine anhaltende Unsicherheit, meint man dazu bei Emden Research. Die Entwicklung der Corona-Pandemie beunruhigt zusehends die Anleger. Ganz oben auf der Gewinnerliste standen die Anteile von Heidelbergcement, die um 2,1 Prozent anzogen. Sie profitierten offensichtlich von einem positiven Analystenkommentar. In der Branche dürfte das erste Halbjahr stark ausgefallen sein, weshalb die Markterwartungen nochmals steigen dürften, schrieb eine Analystin der US-Bank JPMorgan.

    13.15 Uhr - VW verdreifacht E-Autoabsatz

    Volkswagen kommt beim Absatz seiner Elektroautos voran. Im zweiten Quartal verdreifachten sich die weltweiten Auslieferungen auf 110 000 gegenüber dem Vorjahr. In den nächsten Monaten sollen die Verkäufe kräftig gesteigert werden. Inklusive Hybridmodelle wollen die Wolfsburger in diesem Jahr rund eine Million Stromer verkaufen.

    11.18 Uhr - Easyjet plant mehr Flüge

    Easyjet hat nach eigenen Angaben in seinem dritten Geschäftsquartal (April bis Juni 2021) vor Steuern und Sondereffekten einen Verlust in Höhe von 318 Millionen britischen Pfund gemacht. Damit schneidet es besser ab als im Vorjahrszeitraum. Da habe der Verlust bei 347 Millionen britischen Pfund gelegen. Easyjet-Aktien steigen an der Börse in London um rund 2 Prozent. Wie Easyjet heute mitteilte, will die Airline im Zeitraum Juli bis September 2021 60 Prozent der Kapazitätsauslastung des Vorkrisenniveaus erreichen. Die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie haben das Geschäft mit Passagierflügen insgesamt beeinträchtigt. Profitiert haben hingegen die Geschäfte mit Luftfracht. In der Krise werden mehr Waren mit dem Flugzeug transportiert. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass die Menschen mehr online bestellen, was häufig auf dem Luftweg geliefert wird. Aktien der Lufthansa steigen um fast 3 - die von Air France KlM um fast 2 Prozent.

    9.17 Uhr - Bitcoin wieder unter 30.000 Dollar

    Erstmals seit rund einem Monat fällt Bitcoin unter die Marke von 30.000 Dollar. Die Cyber-Devise verbilligt sich um etwa drei Prozent auf rund 29.800 Dollar. Ethereum büßt ähnlicher Größenordnung ein auf 1.767 Dollar. Wie ein Marktanalyst vom Brokerhaus Axi prognostiziert, könnte nun eine längere Phase der Konsolidierung folgen, bevor es zur nächsten Rally kommt.

    9.06 Uhr - Vonovia steigert Deutsche-Wohnen-Anteile

    Laut Wohnungskonzern Vonovia hat die Gesamtzahl der für die Mindestannahmeschwelle der Vonovia-Offerte zu berücksichtigenden Deutsche-Wohnen-Aktien gestern Abend rund 31,03 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte von Deutsche Wohnen betragen. Ende Juni waren es rund 18,43 Prozent gewesen. Die erste Frist für die Annahme des Übernahmeangebots endet am 21. Juli um 24 Uhr. Vonovia muss auf mehr als 50 Prozent der Anteile kommen. Die Aktien von Vonovia und Deutsche Wohnen notieren jeweils leicht im Plus. Der DAX gewinnt 0,8 Prozent auf 15.259 Punkte.

    7.35 Uhr - DAX im Plus erwartet

    Investoren befürchten, dass sich die Wirtschaft langsamer erholt als angenommen oder die Erholung zunächst stoppt - unter anderem wegen steigender Corona-Infektionen. Das könnte die Hoffnung auf weiterhin niedrige Zinsen und Staatshilfen schüren. Nach den gestrigen Verlusten wird der DAX zum Handelsbeginn im Plus erwartet.

    7.23 Uhr - Gewinnsprung bei UBS

    Die Schweizer Großbank UBS hat nach eigenen Angaben ihren Gewinn im zweiten Quartal um 63 Prozent gesteigert - auf 2 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten laut einer Umfrage der Bank mit einem Überschuss in Höhe von 1,34 Milliarden Dollar gerechnet. Der Bank zufolge lief es in ihrem Kerngeschäft mit reichen Privatkunden recht gut. Im Heimmarkt habe sich zudem die Auflösung von Wertberichtigungen für Kreditrisiken positiv ausgewirkt.

    6.44 Uhr - Zweifel an wirtschaftlicher Erholung

    Die Anleger zweifeln offenbar daran, dass sich die Weltwirtschaft zügig erholt. Wie Analysten von ANZ schrieben, scheinen die Märkte trotz der Einführung des Impfstoffs nicht zu lernen, mit Covid-19 zu leben. Die Stimmung scheine sich, zumindest für den Moment, zu der Überzeugung hin verschoben zu haben, dass bisherige Wachstums- und Gewinnerwartungen übertrieben sein könnten, so die Analysten weiter.

    6.15 Uhr - Nikkei auf 6-Monats-Tief

    Der Nikkei in Tokio ist gleich zum Handelsbeginn um mehr als 1 Prozent abgerutscht auf 27.352– auf den tiefsten Stand seit 6 Monaten. Zu sehr beunruhigen, dürfte das niemanden, denn der Index bewegt sich immer noch auf dem höchsten Niveau seiner Geschichte.

    Dienstag, 20. Juli 2021

    18.05 Uhr - DAX schließt deutlich leichter

    An den Börsen in Europa ging es zu Wochenbeginn deutlich nach unten. Der DAX verlor 2,6 Prozent, damit nähert sich der Index der 15.000er Marke, am Ende stand er bei 15.133. Es ist die Furcht vor der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in vielen Ländern. Wenn die Mutation weiter fortschreitet, könnte das auch die weltweite Wirtschaftserholung in Gefahr bringen, mit entsprechenden negativen Folgen für die börsennotierten Unternehmen, befürchten Experten. Nervös machte Investoren unter anderem die Aussage eines französischen Ministers in einem Fernseh-Interview. Er erklärte, wegen steigender Coronavirus-Fallzahlen könnten neue Restriktionen nicht ausgeschlossen werden. Parallel dazu kippte Großbritannien die geplante Lockerung der Quarantäne-Pflicht für Frankreich-Reisende. Ganz oben auf der Liste der Verlierer standen deshalb auch die Aktien der Reise- und Freizeitbranche. So verbilligten sich im DAX die Anteile von MTU um sechs Prozent, im MDAX knickten die Papiere der Lufthansa um 2,9 und die von Airbus um 6,3 Prozent ein.

    16.15 Uhr - Kursverluste in New York

    Die New Yorker Börsen schließen sich den schwachen Vorgaben aus Europa an und verstärken sie noch einmal. In New York verliert der Dow Jones 720 Punkte oder 2 Prozent auf 33 975. Der NASDAQ verliert 1,6 Prozent. Als Begründung heißt es: Die Deltavariante des Corona-Virus verbreite sich auch in den USA schneller als gedacht. Das weckt die Sorge, dass es in einzelnen Ländern wieder zu Einschränkungen kommt. Aus diesem Grund trifft es weltweit die Fluggesellschaften: American Airlines und Co. verlieren in New York 5 Prozent und mehr. Noch stärker trifft es die Aktien großer Kreuzfahrtunternehmen.

    12.15 Uhr - Bundesbank mit überraschend guter Prognose

    Gute Nachrichten von der Deutschen Bundesbank. Sie erwartet, dass die deutsche Wirtschaft schon jetzt im Sommer wieder das Vorcorona-Niveau erreichen kann. Vor allem im Frühjahr hat es einen kräftigen Wachstumsschub gegeben, heißt es im Monatsbericht. Im ersten Quartal war die Wirtschaft noch um 1,8 Prozent geschrumpft. Als problematisch bezeichnet die Bundesbank die aktuellen Lieferengpässe, die schrittweise besser werden. Aktuelle Daten werden aber erst kommende Woche veröffentlicht. Die EU-Kommission traut der Bundesrepublik in diesem Jahr ein Plus von 3,6 Prozent zu.

    11.44 Uhr - Große Schwankungsbreite beim DAX

    Der Volatilitätsindex VDAX steigt um 21 Prozent. Damit steht er vor dem größten Anstieg in diesem Jahr. Der DAX notiert bei 15.258 Punkten, vergangene Woche am Mittwoch erreichte er 15.810 Punkte. Damit stand er so hoch wie nie zuvor.

    11.04 Uhr - Versicherer nach Naturkatastrophe unter Druck

    Mit den Schäden der Flutkatastrophe entstehen bei Versicherungen Kosten. Die Aktien der Münchner Rück gehören mit minus 3,5 Prozent zu den größten Verlierern im DAX. Auch Energieversorger und Telekommunikationsunternehmen berechnen ihren Aufwand. Die Papiere von REW, E.ON und Telekom verlieren bis zu 3,8 Prozent. Derweil planen acht europäische Versicherer und Rückversicherer gemeinsame Richtlinien für einen Beitrag zum Klimaschutz. Die Mitglieder der neu gegründeten "Net-Zero Insurance Alliance (NZIA)" haben sich dazu verpflichtet, ihre Versicherungs-Portfolien bis 2050 unter dem Strich frei von Treibhausgas-Emissionen zu machen, wie der Chef der Initiative, AXA-Chef Thomas Buberl, erklärte. Zu dem Bündnis gehören AXA und der Rückversicherer Scor aus Frankreich, aus Deutschland die Allianz und die Münchner Rück, Zurich und Swiss Re aus der Schweiz sowie die britische Aviva.

    9.57 Uhr - Morphosys-Aktien fallen wieder

    Die Biotech-Firma Morphosys aus Planegg bei München hat vor dem Wochenende eine Kapitalerhöhung beschlossen, um dem Investor Royalty Pharma den Einstieg zu ermöglichen. Nach Unternehmensangaben sollen dafür 1,3 Millionen neue Stammaktien ausgegeben werden. Morphosys-Aktien hatten an den Tagen vor dem Beschluss insgesamt gut zwölf Prozent verloren. Heute stiegen sie zeitweise gegen den Trend um 2,2 Prozent. Im Moment fallen sie um rund 1 Prozent auf rund 56 Euro.

    9.15 Uhr - Börsengang des bayerischen Autozulieferers Novem

    Von heute an ist der bayerische Autozulieferer Novem an der Börse. Erstnotierung: 16,50 Euro. Der Ausgabepreis lag bei 16,50 Euro. Momentan ist eine Novem-Aktie 16,52 Euro wert. Der DAX fällt um 1 Prozent auf 15.387 Punkte.

    8.54 Uhr - Zoom kauft Call-Center-Anbieter

    Der US-Videotelefoniedienst Zoom plant, den Call-Center-Anbieter Five9 zu übernehmen. Wie Zoom mitteilte, soll das Geschäft per Aktientausch im Wert von rund 14,7 Milliarden Dollar laufen. Es ist die größte Übernahme des 2011 gegründeten Unternehmens, das inzwischen am Aktienmarkt mehr als 100 Milliarden Dollar wert ist. Den Zukauf bezeichnete Zoom als Möglichkeit für langfristiges Wachstum im Call-Center-Markt.

    8.22 Uhr - Schwache Chipwerte drücken Nikkei

    Der Nikkei in Tokio schloss 1,2 Prozent im Minus. Marktbeobachtern zufolge lag das unter anderem an schwachen Chipwerten und an Sorgen um die Weltwirtschaft. Die OPEC-Staaten und ihre Partner erwarten offenbar, dass die Konjunktur und die Nachfrage nach Rohstoffen anziehen. Sie haben sich für die Zeit von August bis Dezember auf höhere Ölfördermengen geeinigt. Daraufhin fällt der Ölpreis. Das Barrel Nordseeöl der Sorte Brent zur Auslieferung im September kostet knapp 73 Dollar.

    07.21 Uhr - Insider: Johnson&Johnson sucht Lösungen für mögliche Schadensersatzansprüche

    In den USA gibt es zehntausende Klagen gegen Johnson&Johnson. Dabei geht es um Babypuder, der angeblich mit Asbest verseucht gewesen war. Frühere Nutzer des Babypuders werfen dem Unternehmen vor, dass das Asbest in dem Produkt bei ihnen Krebs verursacht habe. Laut Insider-Informationen der Nachrichtenagentur Reuters könnten die Verpflichtungen aus dem Rechtsstreit in eine neue Geschäftseinheit ausgegliedert werden und diese dann Gläubigerschutz beantragen. Entschieden sei aber noch nichts.

    06.53 Uhr - Sorgen um Pandemie und Weltwirtschaft belasten Börsen in Asien

    Der Hang-Seng-Index in Hongkong und der Nikkei in Tokio fallen um bis zu 1,6 Prozent. In Tokio trennen sich die Anleger vor allem von Chip-Werten. Die Aktien von Suzuki, Sharp und Hitachi verlieren jeweils mehr als 3 Prozent.

    Montag, 19. Juli 2021

    22.15 Uhr - Rekordserie für das Erste unterbrochen

    Es war kein guter Wochenschluss an den internationalen Börsen. Die Rekordserie ist für das Erste unterbrochen, nachdem die Anleger weltweit Gewinne mitgenommen haben. Der Dow Jones verlor 299 auf 34 687 Punkte. Der NASDAQ verlor 0,8 Prozent. Die schwachen Vorgaben haben dann auch noch den DAX ins Minus gedrückt. Er verlor über die Woche gesehen rund ein Prozent auf 15 540.

    20.15 Uhr - Moderna steigt in den S&P 500 auf

    Das US-Biotechnologie-Unternehmen Moderna steigt in den Standard and Poors 500 auf. Das teilte der Indexbetreiber mit. Stichtag für den Aufstieg ist der 21. Juli. Der Impferfolg seines mRNA-Vakzins hat Moderna einen enormen wirtschaftlichen Erfolg gebracht, der sich natürlich auch im Börsenkurs niederschlägt. Er hat sich in den vergangenen 12 Monaten mehr als verdreifacht. Moderna ist zu einem der 500 größten US-Börsenfirmen aufgestiegen.

    19.15 Uhr - VW hat Corona hinter sich gelassen

    VW scheint die Corona-Pandemie hinter sich gelassen zu haben. Zwischen Januar und Juni lieferte der Konzern über alle Marken 5 Millionen Fahrzeuge aus. Das ist ein Plus von 28 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Der Heimatmarkt Westeuropa überzeigt mit einem Plus von 31 Prozent, Nordamerika sogar mit einem Zuwachs von 45 Prozent. Nur in China ist das Geschäft ins Stocken geraten und läuft mit einem Plus von 16 Prozent den anderen Regionen hinterher. Hauptgrund soll vor allem der Chipmangel sein.

    18.15 Uhr - Gewinnmitnahmen nach Rekorden

    Der DAX stellte erst am Mittwoch einen neuen Rekord auf. Von da an ging es in kleinen Schritten nach unten. Die neue Bestmarke liegt bei 15 811 Punkten. Mit 15 540 ging er heute ins Wochenende. Nicht der Rede wert. Über die gesamte Woche gesehen betrug das Minus gerade mal ein Prozent. Der größte Wochenverlierer war Siemens Energy. Der Börsen- und DAX-Neuling rutschte um mehr als 12 Prozent ab. Grund: Die spanische Windkrafttochter Gamesa schockte die Märkte mit einer Verlustwarnung. Die Topaktie bei den DAX-Indizes war Jenoptik mit plus 13 Prozent. Der Technologiekonzern aus dem TecDAX erfreute die Börsen mit einem Rekordquartal. Sein heutiger Tagesgewinn war dann auch gleichzeitig der Wochengewinn.

    17.02 Uhr – Chinesische Behörden weiter hart gegen Didi

    Chinesische Behörden gehen härter gegen chinesische Firmen vor, die an ausländischen Börsen notiert sind. Besonders im Blick sind chinesische Technologiefirmen, so zum Beispiel der Fahrdienstvermittler Didi. Nur wenige Tage nach dem milliardenschweren US-Börsendebüt wurde die Didi-App für den Download gesperrt. Zur Begründung wurden schwerwiegende Verstöße bei der Sammlung und Nutzung persönlicher Daten genannt. Heute hat die chinesische Internetaufsicht mitgeteilt, mindestens sieben Behörden hätten Kontrolleure in die Didi-Büros geschickt, um dort den Umgang mit Datensicherheit zu überprüfen. Das verschreckt Anleger noch mehr und belastet Didi Aktien in den USA. Sie verlieren fast 3 Prozent.

    16.14 Uhr – Ex-Wirecard-Chef Braun weiter in U-Haft

    Der frühere Wirecard-Vorstandschef Markus Braun muss auch nach einem Jahr hinter Gittern in Untersuchungshaft bleiben. Der 2. Strafsenat des Oberlandesgerichts München hat die weitere U-Haft angeordnet. Die Ermittler werfen Braun und anderen Wirecard-Führungskräften gewerbsmäßigen Bandenbetrug vor. Sie sollen Banken und Investoren mit Hilfe manipulierter Bilanzen um drei Milliarden Euro geprellt haben. Haftprüfungen finden im Turnus von drei Monaten statt. Auf freien Fuß kommt hingegen ein Wirecard-Manager aus der Finanzabteilung.

    15.12 Uhr – Probleme für Kryptobörse Binance

    Die Europäische Zentralbank hat gerade erst weitere Weichen für einen digitalen Euro gestellt. Unter anderem als Reaktion auf private digitale Kryptowährungen wie Bitcoin oder das Facebook Projekt Diem. Währenddessen halten die Diskussionen um mehr Regulierung und härtere Regeln für die Kryptobranche an. Da ist die Kryptobörse Binance im Blick. Der Regulierungsdruck auf Binance wächst. Nun wird ab sofort der Verkauf sogenannter Aktien-Token eingestellt. Aktien-Token sind digitale Versionen von Anteilsscheinen. Ihr Wert ist an den Kurs der zugrundeliegende Aktie gekoppelt. Ab Oktober können sie auch nicht mehr gehandelt werden. Gestern schon hatte die italienische Börsenaufsicht klargestellt, dass Binance nicht autorisiert sei, Investment-Dienstleistungen in Italien anzubieten. Im April hatte die deutsche Finanzaufsicht BaFin Binance Bußgelder angedroht, weil Aktien-Token ohne erforderliche Wertpapier-Unterlagen angeboten würden. Binance hat bislang Token auf Aktien von Firmen wie Apple, Tesla oder Microsoft angeboten. Noch der Blick auf die Kryptowährung Bitcoin: Der Bitcoin notiert mit einem kleinen Minus bei rund 31.000 Dollar.

    14.21 Uhr – Weitere Amtszeit für US-Notenbankchef Powell?

    Der amerikanische Notenbankchef Jerome Powell steuert aus Sicht vieler Volkswirte auf eine zweite Amtszeit ab Februar nächsten Jahres zu. Die Entscheidung von US-Präsident Joe Biden zu dieser Personalie wird in den nächsten Monaten erwartet. Der aktuelle Chef Jerome Powell hat das Amt von seiner Vorgängerin, der jetzigen Finanzministerin Janet Yellen, übernommen. Wobei es trotz der guten Chancen für Powells Verlängerung wohl auch Stimmen gibt, denen zufolge US Präsident Biden diese Personalie vielleicht dazu nutzen könnte, Diversität in Top-Positionen zu stärken. In der US-Notenbank-Führungsebene ist da Luft nach oben. Während Jerome Powell eben ein älterer weißer Mann ist. Powell, der allerdings auch mit ruhiger Hand durch die Regierungsjahre von US-Präsident Donald Trump geführt hat, dann die Geldpolitik schlagartig von Boomzeiten auf die Pandemiekrise zuschneiden mußte und jetzt vor der Aufgabe steht, den Ausstieg aus der extrem-lockeren Geldpolitik vorzubereiten.

    12.52 Uhr – Münchner Chiphersteller Infineon unter Druck

    Gibt es bald mehr Konkurrenz aus Asien? Der taiwanesische Chiphersteller TSMC signalisiert wohl, neue Fabriken in den USA und Japan bauen sowie die Produktion in China ausweiten zu wollen. Das hat heute schon in Japan Chiphersteller unter Druck gebracht. Und eben auch die Anteilsscheine des Münchner Chipherstellers Infineon verlieren, geben rund 1,5 Prozent nach.

    Und es gibt noch eine andere Interesse Meldung, ein Gerücht, eine Spekulation aus der Halbleiterbranche: Der amerikanische Chipkonzern Intel führt einem Medienbericht zufolge Gespräche über den Kauf des Chip-Auftragsfertigers GlobalFoundries. Die Kaufsumme könnte bei rund 30 Milliarden Dollar liegen, berichtet das "Wall Street Journal". GlobalFoundries ist neben der taiwanischen TSMC und Samsung einer der drei größten Auftragsfertiger für Halbleiter weltweit. In Deutschland sitzt GlobalFoundries in Dresden.

    10.33 Uhr - Japanische Zentralbank legt Klimaprogramm auf

    Sie gab bekannt, den Banken im Land Kredite zum Null-Zins zu leihen, damit diese das Geld für klimafreundliche Projekte weiterreichen können. Der Null-Zins stellt eine Entlastung für die japanischen Institute dar, die gegenwärtig zumindest teilweise einen negativen Leitzins für kurzfristige Einlagen bei der Bank von Japan zahlen müssen. Zum anderen will die Notenbank selbst grüne Anleihen kaufen, die in Fremdwährung notiert sind. Das neue Programm soll noch dieses Jahr an den Start gehen und eine Laufzeit bis zum Geschäftsjahr 2030 haben.

    09.27 Uhr - DAX mit kleinem Plus gestartet

    Vor wichtigen Konjunkturdaten aus den USA zeigen sich die Anleger an den deutschen Aktienmärkten vorsichtig. Der DAX ist mit kleinen Gewinnen in den Handelstag gestartet und verbucht jetzt ein Plus von 0,3 Prozent auf 15.678 Punkte. Investoren fürchteten, die wirtschaftliche Erholung von der Corona-Krise könnte ins Stocken geraten und der Zenit des Wachstums möglicherweise bereits erreicht sein, sagen Analysten. Mit Spannung warten die Anleger daher auf die Daten zu den US-Einzelhandelsumsätzen am Nachmittag. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der US-Wirtschaft.

    09.03 Uhr - Puma erhöht Geschäftsprognose

    Der weltweit drittgrößte Sportartikelhersteller hat nach einem starken Geschäft im zweiten Quartal seinen Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. Puma rechnet nun für das laufende Jahr mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von mindestens 20 Prozent . Bisher waren rund 15 Prozent in Aussicht gestellt worden. Das operative Betriebsergebnis soll zwischen 400 und 500 Millionen Euro liegen nach 209 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Da hatte die Corona-Krise das Geschäft deutlich belastet. Der Adidas- und Nike-Konkurrent profitierte im zweiten Quartal von neuen Produkten und einer starken Nachfrage in Nordamerika. Die Erlöse kletterten währungsbereinigt um 96 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro. Die Puma-Aktie startete an den Börsen mit Kursverlusten.

    08.07 Uhr - Bank von Japan senkt Wachstumsausblick

    Sie rechnet damit, dass die japanische Wirtschaft im bis März 2022 laufenden Geschäftsjahr um 3,8 Prozent wachsen dürfte. Im April war die japanische Notenbank von vier Prozent ausgegangen. Für das kommende Jahr hat sie ihre Prognose erhöht von 2,4 auf 2,7 Prozent. Sie glaubt, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie dann mit dem Voranschreiten der Impfkampagne nachlassen und der Konsum anziehen dürften. An der Börse in Tokio schloss der Nikkei-Index mit einem Minus von einem Prozent auf dem Endstand von 28.003 Yen.

    07.14 Uhr - Fed von hoher Inflation überrascht

    Vor dem US-Senat hatte der Chef der US-Notenbank Powell gestern eingeräumt, dass die historisch betrachtet „einmalige“ Teuerung im Juni höher ausgefallen sei als die Fed oder irgendjemand" erwartet hätte. Und natürlich sehe man das nicht entspannt. Die Verbraucherpreise waren im Juni um 5,4 Prozent gestiegen und hatten Spekulationen über eine vorzeitige Zinswende genährt. Solange sich die Inflation als vorübergehend erweise, verbiete sich aber eine Reaktion darauf. Fed-Chef Powell sowie US-Finanzministerin Yellen gehen davon aus, dass die hohe Inflationsrate in den kommenden Monaten nachgeben werde.

    06.07 Uhr - Media-Saturn-Komplettübernahme stockt

    Der Elektronikhändler Ceconomy denkt darüber nach, seine Aktionäre erneut über die Komplettübernahme der Media-Saturn-Holding abstimmen zu lassen. Nach Klagen werde man die Transaktion möglicherweise abermals einer Hauptversammlung zur Beschlussfassung vorlegen, teilte das SDAX-Unternehmen gestern am späten Abend mit. Ceconomy beabsichtige weiterhin, die Übernahme umzusetzen. Das Unternehmen geht aber nicht mehr davon aus, dass die noch im laufenden Geschäftsjahr vollzogen werden könne. Die Komplettübernahme der Media-Saturn-Holding durch Ceconomy war zuletzt ins Stocken geraten. Mehrere Aktionäre hatten gegen die Maßnahme geklagt, mit der der Erwerb der Anteile finanziert werden sollte.

    Freitag, 16. Juli 2021

    22.15 Uhr - US-Banken verdienen glänzend

    Die großen US-Banken haben diese Woche ihre Bilanzen für das zweite Quartal veröffentlicht. Wells Fargo, Bank of America, Citigroup und JP Morgane Chase haben zusammen 33 Milliarden Dollar verdient. Gleichzeitig ist an ihren Zahlen aber auch abzulesen, dass die niedrigen Zinsen das Geldverdienen schwerer machen. Ihre Aktien tendieren gut behauptet.

    20.15 Uhr - Morgan Stanley mit sehr guten Quartalszahlen

    Als letzte US-Großbank hat Morgan Stanley ihre Zahlen präsentiert. Im 2. Quartal steigerte sie ihren Gewinn um 10 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar. Morgan Stanley verdiente glänzend mit Börsengängen, Fusionen und Übernahmen. Damit haben alle US-Banken ein sehr gutes zweites Quartal hinter sich und die Hoffnung ausgelöst, dass die vergangenen drei Monate auch bei anderen Unternehmen hervorragend liefen. Die allgemeinen US-Konjunkturdaten sprechen ebenfalls dafür. Trotzdem tendiert die Aktie von Morgan Stanley ein halbes Prozent tiefer.

    18.30 Uhr - Kurssturz bei Siemens Energy

    Nach den jüngsten Rekorden ging es mit den deutschen Aktienkursen bergab. Der DAX verlor 159 auf 15 630 Punkte. Erst gestern hatte er mit 15 810 ein neues Allzeithoch erreicht. Vor diesem Hintergrund ist gleichermaßen nicht viel passiert. Ein Wert sticht negativ hervor. Siemens Energy verloren rund 11 Prozent auf 23 Euro. Grund: die spanische Windkrafttochter Gamesa hat erhebliche Probleme, obwohl sie eigentlich beim Börsenneuling eine treibende Rolle spielen sollte. Die Probleme sind so groß, dass Siemens Energy seine Jahresziele kassieren musste. Mitgezogen wurde die Muttergesellschaft Siemens, die bei der Energietochter noch Großaktionärin ist. Ihre Aktie verbilligt sich um 2,5 Prozent.

    15.21 Uhr - Geschäftszahlen der US-Bank Morgan Stanley

    Es ist die Woche, in der amerikanische Banken Geschäftszahlen vorlegen. Die Erwartungen sind hoch. Nun hat heute die US-Bank Morgan Stanley die Bücher geöffnet. Starke Zuwächse im Investmentbanking und in der Vermögensverwaltung haben im zweiten Quartal zu deutlich mehr Erlösen und Gewinn verholfen. Unterm Strich hat das Geldhaus in den drei Monaten bis Ende Juni 3,5 Milliarden Dollar verdient. Das waren zehn Prozent mehr als vor einem Jahr. Morgan Stanley hat zuletzt der Boom bei Börsengängen, Fusionen und Übernahmen in die Karten gespielt. Da verdienen Banken gut durch Gebühren. Außerdem hat das Investmentmanagement weiter gebrummt. Während allerdings die Erlöse im Anleihehandel eingebrochen sind.

    14.29 Uhr – Daimler Truck plant "Zentrum für emissionsfreien Transport"

    Der Lastwagenbauer Daimler Truck will in seinem weltgrößten Lkw-Montagewerk in Wörth am Rhein künftig auch schwerpunktmäßig Fahrzeuge mit Elektro- und Wasserstoffantrieben bauen. In Wörth produziert Daimler Truck vor allem Lastwagen seiner Marke Mercedes-Benz für die Hauptzielmärkte Europa und Lateinamerika. Der jetzt schon konzernweit wichtigste Standort des Unternehmens mit rund 10 000 Mitarbeitern soll zu einem «Zentrum für emissionsfreien Transport» ausgebaut werden. Für die Produktion von Lkw mit alternativen Antrieben seien neue Montageprozesse und dafür notwendige Infrastrukturen nötig. Man werde daher in den kommenden Jahren nochmal «substantiell» in den Standort investieren. Im Herbst soll Daimler Truck an die Börse kommen. Die Hoffnung darauf hatte die Daimler Aktie zuletzt deutlich angeschoben. Heute geben Daimler Papiere etwas nach, halten sich aber besser als der Dax.

    12.46 Uhr – Netflix rüstet auf

    Wer heute vom Filme schauen über das Internet spricht, nennt das manchmal schon fast automatisch netflixen. Das amerikanische Unternehmen Netflix hat mit seinen Filmproduktionen und seiner Technik Standards gesetzt. Gerade in der Corona Zeit haben viele ein Abo abgeschlossen. Doch Netflix spürt auch die Konkurrenz von ähnlichen Angeboten durch Disney Plus, Apple oder Amazon Prime. Von daher muß sich Netflix neues ausdenken, weiterentwickeln. Das könnte der Bereich Videospiele sein. Das wird jetzt konkreter, unter anderem nachdem ein Branchenveterane von Facebook verpflichtet wurde. Der Trend, Videospiele auf Servern im Netz laufen zu lassen und Nutzer auf allen möglichen Geräten per Streaming übers Internet spielen zu lassen, gewinnt gerade an Fahrt. Unter anderem gibt es da auch Angebote von Microsoft, Google und dem Grafikkarten-Spezialisten Nvidia.

    11.08 Uhr - Deutsche Börsen ohne Schwung

    Nach den jüngsten Rekordständen nehmen die Anleger an den Börsen ein paar Gewinne mit. Der DAX verliert 0,7 Prozent auf 15.686 Punkte. Der M- und TecDAX büßen jeweils 0,4 Prozent ein. Größter Verlierer im DAX ist das Papier Siemens Energy mit einem Minus von 9 Prozent nach der Gewinnwarnung der spanischen Windkraft-Tochter Siemens Gamesa. Deren Aktie ist an der Börse in Madrid um fast 14 Prozent eingebrochen und zieht andere Windkraft-Aktien mit nach unten gezogen. Im TecDAX verliert die Nordex-Aktie 4,7 Prozent. Dagegen hat ein positiver Analystenkommentar die DAX-Anleger zum Einstieg bei e.on ermuntert. Die Aktien des Versorgers steigen um 2,7 Prozent und sind die größten Gewinner im DAX.

    10.03 Uhr - Siemens Gamesa kappt Renditeziel

    Die erneuten Probleme mit der spanischen Windkraft-Tochter Siemens Gamesa haben die Aktie von Siemens-Energy stark unter Druck gesetzt. Die Aktie ist um 8,7 Prozent eingebrochen und damit mit Abstand größter Verlierer im DAX. Siemens Gamesa leidet nach eigenen Angaben unter den hohen Preisen für Rohmaterial und berichtet über Schwierigkeiten beim Hochlauf der neuen Generation von Windkraftanlagen an Land. Vor allem in Brasilien habe die Corona-Pandemie für Nachschub- und Ausführungsprobleme gesorgt und das treibe die Kosten nach oben. Siemens Gamesa musste deshalb die Erwartungen für die bereits bereinigte Umsatzrendite vor Steuern und Zinsen auf null bis minus ein Prozent senken. Und das wird sich natürlich auch in der Bilanz von Siemens Energy niederschlagen, räumte der Energietechnik-Konzern ein.

    09.15 Uhr - Daimler gesucht - Siemens Energy bricht ein

    Ein überraschend hoher Gewinnsprung hat dem Papier des Stuttgarter Autobauers Schub verliehen. Kurz nach Handelsstart hatte es mehr als 1 ½ Prozent zugelegt, mittlerweile haben Gewinnmitnahmen die Daimler-Aktie aber wieder etwas gedrückt. Sie notiert jetzt 0,8 Prozent im Plus. Der DAX büßt 0,5 Prozent ein auf 15.731 Punkte. Mit Abstand größter Verlierer im Index ist das Papier von Siemens Energy mit minus 9 Prozent. Weil die spanische Windkraft-Tochter Siemens Gamesa im laufenden Geschäftsjahr operativ mit roten Zahlen rechnet, wird auch der Mutterkonzern sein Renditeziel nicht erreichen, hat Siemens Energy eingeräumt.

    08.20 Uhr - Daimler-Aktie vorbörslich gefragt

    Zu Beginn des Frühhandels an der Börse München ist sie um 1,7 Prozent gestiegen. Daimler hat heute einen Vorgeschmack auf den ausführlichen Quartalsbericht nächste Woche gegeben und Gewinnzahlen präsentiert. Im zweiten Quartal hat der Stuttgarter Autokonzern dem Chipmangel getrotzt und dank steigender Verkäufe und höherer Preise einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von fast 5,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Der DAX wird vorbörslich rund 40 Punkte leichter gesehen bei 15.750 Punkten.

    08.12 Uhr - Gemischtes Bild an den Börsen in Asien

    Die aktuellen Wachstumszahlen aus China sind robust, aber sie liegen im Rahmen der Erwartungen der Märkte. Und so haben sie keine allzu großen Kursausschläge ausgelöst. An den chinesischen Börsen werden aber Gewinne geschrieben. In Shanghai geht es um 0,9 Prozent nach oben, in Hongkong um rund ein Prozent, an der Börse in Seoul in Südkorea um 0,6 Prozent. Dagegen schloss der japanische Leitindex Nikkei in Tokio vor wenigen Minuten mit einem Minus von 1,2 Prozent auf dem Endstand von 28.279 Yen.

    07.01 Uhr - Daimler mit überraschend hohem Gewinnsprung

    Der Stuttgarter Autoriese hat im zweiten Quartal dem Chipmangel getrotzt. Dank steigender Verkäufe und höherer Preise erwirtschaftete Daimler einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von fast 5,2 Milliarden Euro. Analysten hatten den Stuttgartern im Schnitt nur einem Gewinn von 4,1 Milliarden Euro zugetraut. Daimler musste wie zahlreiche Autobauer weltweit wegen des Mangels an Chips wiederholt die Produktion in mehreren seiner Werke anhalten und Beschäftigte vorübergehend in Kurzarbeit schicken. Zahlen zu Umsatz und Überschuss bei Daimler soll es bei der Präsentation des Quartalsberichts nächsten Mittwoch geben.

    06.08 Uhr - Kräftiges Wachstum in China

    Die chinesische Wirtschaft zeigt sich auch im zweiten Quartal robust. Nach einem Rekordstart ins Jahr hat sich die Dynamik aber etwas verlangsamt auf 7,9 Prozent. So die aktuellen Zahlen aus dem Pekinger Statistikamt. Im ersten Quartal hatte es einen Rekordwert von 18,3 gegeben. Dieser ungewöhnlich große Zuwachs erklärt sich aber mit dem sehr geringen Vergleichswert des Frühjahrs 2020 wegen des Einbruchs in der Corona-Krise. China hat die Pandemie schon lange überwunden, weshalb die Wirtschaft boomt. Die Weltbank schätzt, dass die chinesische Wirtschaft im Gesamtjahr um 8,5 Prozent zulegen könnte. Die chinesische Regierung ist vorsichtiger und legte ihr offizielles Wachstumsziel im Frühjahr auf einen Wert von über 6 Prozent fest.

    Donnerstag, 15. Juli 2021

    22.30 - US-Notenbank denkt über Cyber-Dollar nach

    Nach der EZB denkt auch die US-Notenbank über eine digitale Währung nach. Dieses Mal sind die Europäer einen Schritt weiter, denn sie wollen in den kommenden zwei Jahren das Projekt einer digitalen Version des Euro starten. Die US-Notenbank will bis September in einem Arbeitspapier Vor- und Nachteile abwägen. Ein digitaler Dollar, so Powell, könnte eine sinnvolle Alternative zu den privat organisierten Kryptowährungen sein. Derzeit loten rund 90 Prozent der Notenbanken digitale Währungen aus. Am weitesten fortgeschritten ist derzeit China. In den Millionenmetropolen Shanghai und Shenzen gab es bereits Probeläufe.

    20.15 Uhr - FED-Chef Powell beruhigt die Märkte

    FED-Chef Jerome Powell hat vor dem Kongress gesprochen. Er sieht in der hohen Inflation nur eine vorübergehende Erscheinung. Sie sei kein Grund, die aktuelle lockere Geldpolitik zu ändern. Außerdem benötige der Arbeitsmarkt noch Unterstützung, bis bei ihm wieder Normalität einkehre. Auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie gingen im vergangenen Jahr in den USA 20 Millionen Jobs verloren. Die Notenbank beobachtet auch den Immobilienmarkt, der derzeit ziemlich heiß läuft. Risiken wie beim Ausbruch der Immobilienkrise von über 10 Jahren sieht Powell aber nicht. Er kündigte an, dass demnächst über ein Zurückfahren der Wertpapierkäufe diskutiert werde. Aber der Zeitpunkt für eine Beendigung sei noch lange nicht gekommen.

    16.18 Uhr – EU mit Fit for 55: Verbrenner-Aus durch die Hintertür

    Auch wenn das Stöhnen aus der Autoindustrie nochmal groß ist - der Schritt hat sich bereits angedeutet: Das Aus für den Verbrennermotor kommt. Nur so lasse sich das Ziel erreichen, bis 2030 55 Prozent Treibhausgase einzusparen. Aktien der deutschen Autobauer gehören heute im Dax zu den Gewinnern. Anteilsscheine von BMW, Daimler oder Volkswagen verteuern sich um durchschnittlich fast 1 Prozent. Wie es auch von Autoexperten heißt, mache das dem letzten Markteilnehmer klar wohin die Reise gehe. Die wenigen, die bislang den Kopf in den Sand gesteckt haben, bekommen schwarz auf weiß, was die Stunde geschlagen hat. Und andererseits erhöht das für die EU und die Mitgliedsstaaten den Druck, sich um den Aufbau einer Ladeinfrastruktur zu kümmern. Das schafft eben auch Investitionssicherheit. Nun herrscht Klarheit. Wie Experten sagen: Die neue Welt der Elektromobilität entsteht - je schneller sich die Hersteller darauf einstellen, umso mehr Punkte können sie im internationalen Wettbewerb sammeln.

    14.21 Uhr – EZB stellt Weichen für digitalen Euro

    Ob es wirklich einen digitalen Euro geben wird, das wird erst später entschieden. Immerhin will die Europäische Zentralbank jetzt in eine zweijährige Untersuchungsphase für eine Digitalwährung eintreten, in der es um Aspekte wie Technologie und Datenschutz gehen soll. In jedem Fall würde ein digitaler Euro Bargeld ergänzen, nicht ersetzen. Vielmehr: Eine digitale Version der europäischen Gemeinschaftswährung könnte es Privatleuten erlauben, Geld direkt bei der Zentralbank zu hinterlegen. Die Bemühungen der Euro-Notenbanken sind unter anderem eine Antwort auf den steilen Aufstieg von Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether. Der große Unterschied: Im Gegensatz dazu stünde ein digitaler Euro unter Aufsicht einer Zentralbank, die die Stabilität der Währung sichert. Auf den Währungsmarkt geschaut: Der Euro steht bei einem Dollar 18 10. Der Bitcoin bewegt sich bei gut 32.000 Dollar.

    13.05 Uhr – Apple mit neuem Bezahlangebot?

    In der Corona Krise ist digitales Bezahlen im Supermarkt sowie Shopping im Internet immer beliebter geworden. Apple Pay als Bezahlsystem ist schon weit verbreitet. Die europäische Branche versucht gegen US-Unternehmen wie auch Google Pay etwas zu unternehmen. Bisher hinkt das noch. Doch nun arbeitet Apple wohl an einem neuen Bezahlangebot, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Demnach will der iPhone-Hersteller mit der amerikanischen Bank Goldman Sachs Nutzern Ratenzahlungen ermöglichen. Das boomende Online-Geschäft in der Corona-Krise hat auch der sogenannten "Buy-Now-Pay-Later", also "Jetzt-kaufen-später-bezahlen"-Branche zu einem Boom verholfen. Da gibt es nun Sorgen, dass Apple in das Geschäft vorstößt. Das belastet verschiedene sogenannte Fintech-Firmen. In Australien sind Aktien des Anbieters Afterpay unter Druck oder auch ein Wettbewerber wie Zip.

    11.31 - Uhr Industrieproduktion im Mai gesunken

    Die herstellenden Betriebe in der Euro-Zone haben ihre Produktion im Mai überraschend deutlich zurückgefahren. Die Betriebe stellten ein Prozent weniger her als im Vormonat, teilte das Statistikamt Eurostat gerade mit. Ökonomen hatten lediglich mit einem Minus von lediglich 0,2 Prozent gerechnet. Die Industrie leidet unter Lieferengpässen bei wichtigen Vorprodukten, etwa bei Halbleitern.

    10.07 Uhr - Regierung blickt optimistisch auf die Konjunktur

    Trotz der Lieferengpässe in der Industrie sei die wirtschaftliche Erholung zum Ende des zweiten Quartals in vollem Gange gewesen, heißt es im aktuellen Monatsbericht des Bundeswirtschaftsministeriums. In der bisher sehr robusten Industrie könne es allerdings in einzelnen Branchen zu einer schwächeren Entwicklung kommen, die auch über die kommenden Monate anhalten dürfte. Die seit längerem bekannte Materialknappheit etwa bei Halbleitervorprodukten zeige sich nun in entsprechenden Produktionsrückgängen, vor allem in der Automobilindustrie. Der Ausblick für die Industriekonjunktur bleibe insgesamt aber positiv.

    09.45 Uhr - Hugo Boss traut sich wieder Prognose zu

    Weil sich die Geschäfte beim Modehändler weltweit wieder erholen, geht das Unternehmen davon aus, den Konzernumsatz im laufenden Geschäftsjahr um währungsbereinigt 30 bis 35 Prozent zu steigern. Im Vorjahr hatte Hugo Boss rund 1,95 Milliarden Euro erlöst. Dabei werde erwartet, dass alle Regionen zum Wachstum beitragen dürften. Darüber hinaus prognostizierte das MDAX-Unternehmen ein operatives Ergebnis von 125 Millionen bis 175 Millionen Euro nach einem Minus von 236 Millionen Euro im Vorjahr. Der Vorstand des Modekonzerns war einen präzisen Ausblick auf das Jahr wegen der Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie schuldig geblieben. Und die gestern Abend vorgelegten Schätzungen scheinen den Anlegern zu gefallen. Die Aktie von Hugo Boss gehört zu den großen Favoriten im MDAX mit einem Plus von jetzt 5,2 Prozent.

    09.18 Uhr - Inflationssorgen bremsen DAX

    Nach dem überraschend starken Anstieg der Teuerungsrate in den USA zeigen sich die Anleger verunsichert über den künftigen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank. Das dämpft die Kauflaune. Der DAX ist mit einem kleinen Minus gestartet und verliert jetzt 0,2 Prozent auf 15.755 Punkte. Der MDAX büßt ebenfalls 0,4 Prozent ein, der TecDAX 0,5 Prozent. Der Euro steht bei 1, 17 90 Dollar.

    08.15 Uhr - Schwache Vorgaben für den Start des DAX

    Wegen der überraschend hohen Inflationszahlen aus den USA fragen sich die Börsianer, wie lange die US-Notenbank noch an ihrer ultralockeren Geldpolitik festhalten wird. Der Dow Jones verbuchte gestern ein kleines Minus von 0,3 Prozent, der Nikkei-Index in Tokio schloss vor wenigen Minuten 0,4 Prozent leichter bei 28.608 Yen. Der DAX wird vorbörslich 0,3 Prozent leichter gesehen bei 15.740 Punkten. Hinweise auf das weitere geldpolitische Vorgehen der US-Notenbank erwarten sich die Börsianer von Fed-Chef Powell, der heute vor dem US-Kongress sprechen wird. Am Abend steht noch der Konjunkturausblick der US-Notenbank auf der Agenda. Und auch die Bilanzsaison geht weiter. Nach JPMorgan und Goldman Sachs gestern öffnen heute die Bank of America, Citigroup und Wells Fargo ihre Bücher.

    07.02 Uhr - Inflations-Sorgen dämpfen Kauflaune

    Der größte Anstieg der Teuerung in den USA seit 13 Jahren drückt auf die Stimmung an den Aktienmärkten. Die Inflationsrate in den USA betrug im Juni 5,4 Prozent, Experten hatten lediglich einen Anstieg um 4,9 Prozent erwartet. Das schürt Sorgen am Markt, dass die US-Notenbank früher als bisher angenommen ihre ultralockere Geldpolitik zurückfahren könnte und bescherte dem Dow Jones Index gestern an der Wall Street ein Minus von 0,3 Prozent, der Nasdaq verlor 0,4 Prozent. Gespannt warten die Anleger nun auf die Anhörung von US-Notenbank-Chef Powell heute vor dem US-Kongress. Die Anleger in Asien agieren vorsichtig. Der japanische Leitindex Nikkei verliert in Tokio jetzt 0,3 Prozent. Der Euro hat sich auf 1,17 82 Dollar abgeschwächt.

    06.08 Uhr - EZB entscheidet über digitalen Euro

    Die Europäische Zentralbank will heute eine wichtige Weiche stellen für die mögliche Einführung eines digitalen Euro. Die Währungshüter wollen entscheiden, ob sie für ein entsprechendes Projekt grünes Licht geben sollen. Derzeit prüfen Notenbanken rund um den Globus die Einführung digitaler Versionen ihrer Währungen. Treibende Kraft ist die zunehmende Digitalisierung des Zahlungsverkehrs in allen Lebensbereichen. Bei den Überlegungen spielt aber auch drohende Konkurrenz durch Cyberwährungen internationaler Technologiekonzerne eine Rolle, etwa durch eine geplante Krypto-Devise von Facebook.

    Mittwoch, 14. Juli 2021

    22.15 Uhr Kleine Verluste trotz Rekordbilanzen

    Zuerst stellten Standard and Poors und NASDAQ neue Rekorde auf, danach ging es etwas bergab und sie schlossen mit kleineren Verlusten. Nüchtern betrachtet ist aktientechnisch nicht viel passiert. Allerdings fiel im Juni die jährliche Inflationsrate mit 5,4 Prozent doch überraschend hoch aus. Wie die US-Notenbank auch erwarten Analysten und Anleger, dass das nur ein temporäres Überschießen als Folge des kräftigen Wirtschaftsaufschwungs im Zuge der Corona-Krise ist. Die Quartalszahlen der Großbanken sind glänzend. JP Morgan mit einem Quartalsgewinn von 11 Milliarden Dollar, Goldman Sachs von gut 5 Milliarden. Davon können die Chefs der deutschen Großbanken nur träumen.

    21.15 Uhr Ölpreis treibt Verbraucherpreise

    Der Ölpreis zieht weiter an. Die Nordseesorte Brent kostet am Abend 76, 50 Dollar. Experten erklären das mit einem Rückgang der amerikanischen Lagerbestände. Grundsätzlich ist es ja so, dass die wachsende Weltwirtschaft den weltweiten Hunger nach Rohöl verstärkt. Die Nachfrage ist groß, gleichzeitig haben sich vor einer guten Woche die OPEC-Staaten plus weitere Ölländer wie Russland nicht auf eine Lockerung der Förderbremse einigen können. Das teure Öl führt zu höheren Preisen für die Verbraucher. In den USA ist die Jahresinflationsrate auf über 5 Prozent gestiegen.

    18.15 Uhr Börsen reagieren entspannt auf US-Inflation

    In den USA geht die Inflationsrate durch die Decke. Innerhalb von 12 Monaten steigen die Verbraucherpreise um 5,4 Prozent. Das ist der höchste Anstieg seit 13 Jahren. Zu den Preistreibern zählten die Energiepreise, aber auch zum Beispiel die Preise für Gebrauchtwagen. Die Börsen reagieren wenig erschüttert: Schließlich geht auch die US-Notenbank davon aus, dass der Inflationsschub ein vorübergehender ist und es sich um einen Nachholeffekt aus dem Corona-Jahr handelt. FED und EZB wollen deswegen auch die geldpolitischen Zügel nicht so schnell anziehen. Die Folge: Die Aktienmärkte tendieren wenig verändert. Der NASDAQ gewinnt 0,4 Prozent. Der Dow Jones tendiert leichter. Der DAX schloss unverändert bei 15 790 Punkten – also auf Rekordhoch.

    15.19 Uhr - Überraschend hohe Inflation in den USA

    Die Preise in den USA steigen weiter und zwar überraschend rasant. Im vergangenen Monat stieg die Inflationsrate auf 5,4 Prozent, nach fünf Prozent im Mai. Eigentlich war ein kleiner Rückgang erwartet worden. Bei der Landesbank Baden-Württemberg weist man daraufhin, dass man nun in den USA den vierten Monat in Folge mit einer deutlich erhöhten Inflationsrate abgeschlossen hat. Die US-Notenbank werde durch die jüngsten Inflationszahlen unter heftigen Druck geraten, ihren ultra-expansiven Kurs zu beenden. Das hilft offenbar dem Dollar, der Euro jedenfalls ist unter Druck, an den Devisenmärkten gibt der Kurs nach auf knapp unter 1,18 Dollar.

    14.05 Uhr - VW-Chef blickt zuversichtlich nach vorne

    Kaum wurde der Vertrag von Herbert Diess verlängert, da erhöht der VW-Chef das Tempo beim Umbau des Autokonzerns. Das heutige robuste und margenstarke Geschäft mit Verbrennungsmotoren solle die Umstellung auf E-Mobilität finanzieren und beschleunigen. Diess erwartet eine Verbesserung der Margen von E-Autos durch niedrigere Batterie- und Produktionskosten sowie steigende Stückzahlen. In zwei bis drei Jahren sollten sich die Margen der beiden Technologien in etwa angeglichen haben, schätzt der Autokonzern. Was die Anleger vor allem interessieren dürfte: Diess hob das operative Renditeziel des Unternehmens für 2025 auf acht bis neun Prozent. Die Anleger lassen sich davon nicht beeindrucken. Die Aktien von VW geben 0,6 Prozent nach, allerdings ist der Kurs zuletzt schon deutlich gestiegen, auf nun knapp 217 Euro je Anteil.

    12.21 Uhr - Energieagentur warnt vor höheren Spritpreisen

    Die Internationale Energieagentur IEA warnt vor den Folgen des Streits am Ölmarkt zwischen den großen Fördernationen. Sollte der Konflikt nicht gelöst werden, drohe ein größeres Angebotsdefizit mit möglicherweise höheren Kraftstoffpreisen, erklärte die IEA in Paris. In der Folge könnte die bereits erhöhte Inflation weiter steigen und die wirtschaftliche Erholung von der Corona-Krise gefährdet werden. Eigentlich wollten die 23 Länder der sogenannten Opec+-Gruppe ab August schrittweise mehr Öl fördern, um einer steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Doch ein Disput zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten hat bis jetzt eine Einigung auf Förderquoten verhindert. Aktuell steigt der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent um 43 Cent auf knapp 75,6 Dollar.

    11.03 Uhr - Inflation schwächt sich wieder ab

    Nach dem kontinuierlichen Anstieg seit Jahresbeginn haben die Verbraucherpreise im Juni wieder etwas langsamer zugelegt. Die Inflationsrate betrug 2,3 Prozent zum Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt mit und bestätigte damit vorläufige Schätzungen. Im Mai hatte die Inflationsrate noch bei 2,5 Prozent gelegen. Preistreiber sind die Energieprodukte, die um 9,4 Prozent zulegten im Vergleich zum Vorjahr. Dabei wirkte sich neben der im Januar eingeführten CO2-Abgabe auch aus, dass die Preise für Energie ein Jahr zuvor wegen des in der Corona-Pandemie zeitweilig eingebrochenen Ölpreises deutlich niedriger lagen.

    Aktuell legt der Preis für ein Barrel Nordseeöl jetzt um 62 US-Cent zu auf 75 Dollar 78.

    10.08 Uhr - Nebenwerte unter Druck

    Im TecDAX sind die Papiere des Diagnostik- und Biotechunternehmens Qiagen mit minus 3,2 Prozent größte Verlierer. Das zweite Quartal ist schwächer gelaufen als gedacht und deshalb hat das Unternehmen gestern seine Umsatzprognosen für das Gesamtjahr gesenkt. Im MDAX sind die Aktien von Gerresheimer um fast 7 Prozent abgestürzt, obwohl der Spezialverpackungshersteller Umsatz und Gewinn im Quartal gesteigert hat, ein gutes zweites Halbjahr erwartet und seine Jahresziele bekräftigt hat. Und auch steigende Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen und wieder knapp 1,8 Millionen Fluggäste im Juni können die Anleger nicht aus der Reserve locken. Fraport–Aktien verlieren 0,3 Prozent. Der MDAX notiert 0,3 Prozent leichter, der TecDAX büßt 0,4 Prozent ein und beim DAX steht ein kleines Minus von 0,1 Prozent zu Buche auf 15.770 Punkte.

    09.15 Uhr - Inflation und US-Bilanzen im Fokus

    Nach dem Sprung auf das Allzeithoch gestern von 15.807 Punkten haben die DAX-Anleger einen Gang heruntergeschaltet. Der Index ist mit einem kleinen Minus in den neuen Handelstag gestartet und verliert jetzt 0,2 Prozent auf 15.752 Punkte. Im Vorfeld der US-Bilanzberichtssaison halten sich die Investoren etwas zurück. Wie üblich läuten die großen US-Banken mit ihren Quartalsberichten den Zahlenreigen ein. Den Anfang machen heute JP Morgan und Goldman Sachs. Daneben stehen wichtige Konjunkturdaten auf der Agenda zur Teuerungsrate in den USA. Die haben für die Anleger deshalb hohe Bedeutung, weil sie die künftige Geld- und Zinspolitik der US-Notenbank mit beeinflussen. Hierzulande bestätigte das Statistische Bundesamt heute eine frühere Schätzung wonach die Inflationsrate im Juni wieder leicht gefallen ist auf 2,3 Prozent. Zuvor hatte sie fünf Monate in Folge zugelegt.

    08.21 Uhr - DAX vorbörslich leicht im Minus

    Nach der Rekord-Rallye gestern dürfte der DAX heute etwas schwächer in den Handel starten. Banken und Broker sehen den deutschen Leitindex vorbörslich knapp 0,1 Prozent leichter bei 17.776 Punkten. Der japanische Leitindex Nikkei schloss heute an der Börse in Tokio 0,5 Prozent höher auf dem Endstand von 28.718 Yen.

    07.10 Uhr - Asienbörsen im Aufwind

    Es herrscht Kauflaune an den Aktienmärkten in Fernost. Nach den Rekordständen an den US-Börsen sowie unerwartet starken Zahlen zum Außenhandel in China greifen die Anleger zu. In Tokio gewinnt der japanische Leitindex Nikkei ein halbes Prozent, in Hongkong geht es um 1,9 Prozent hinauf, in Seoul um 0,7 Prozent und in Shanghai um 0,2 Prozent.

    06.10 Uhr - Chinas Außenhandel boomt

    Die chinesischen Ausfuhren haben im Juni dank der starken globalen Nachfrage die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Ausfuhren legten um gut 32 Prozent zu im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf einen Wert von rund 281 Milliarden US-Dollar, meldet die Zollbehörde in Peking. Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg von rund 23 Prozent gerechnet. Die Importe stiegen sogar um fast 37 Prozent auf rund 230 Milliarden Dollar. Auch das liegt über den Schätzungen von Analysten.

    Dienstag, 13. Juli 2021

    22.19 Neue Rekorde an den Börsen

    Angetrieben von den Rekorden in New York - der NASDAQ schloss bei 14.729 Punkten - startete auch der DAX mit einem neuen Allzeithoch in die Woche. Er kletterte auf 15. 791 Punkte.

    22.15 Musk verteidigt sich vor Gericht

    An den New Yorker Börsen war die Aktie von Tesla gesucht, die sich gleich um 4,4 Prozent auf 685 Dollar verteuerte. Tesla-Chef Musk muss sich vor Gericht für die Übernahme von Solar City im Jahr 2016 verantworten. Musk war damals der Eigentümer beider Unternehmen. Solar World erwies sich als wenig lukrativ. Andere Tesla-Aktionäre klagten. Elon Musk weist einen möglichen Interessenkonflikt zurück, er habe von der Übernahme keine Vorteile gehabt. Das Kursplus bei Tesla trägt dazu bei, dass der NASDAQ mit 14 729 Punkten auf einem Rekordhoch schloss. Der Dow Jones gewann 0,4 Prozent auf 34 996.

    20.30 Atos streicht jeden achten Job in Deutschland

    Der IT-Dienstleister Atos streicht in Deutschland jeden achten Arbeitsplatz. Von den insgesamt 10 000 Beschäftigten fallen rund 1300 Jobs in der Sparte Infrastrukturgeschäft weg. Allein auf diese Sparte bezogen ist es jeder vierte Arbeitsplatz. Der französische Konzern begründet das mit den rasanten Veränderungen im Markt für digitale Dienstleistungen. Atos hatte vor 10 Jahren die ehemalige Siemenssparte SIS übernommen, die schon damals von Grund auf saniert wurde – ebenfalls verbunden mit hohen Jobverlusten.

    18.15 DAX mit neuem Schlussrekord

    Der DAX erreicht ein neues Allzeithoch. Ermuntert wird er von den US-Börsen, die zuletzt eine ganze Serie von Bestmarken aufgestellt haben. Allerdings nur in Tippelschritten. Doch Rekord ist Rekord. Der DAX steigt um 102 auf 15 790 Punkte. Die Gründe sind eigentlich die alten: Die Notenbanken halten an ihrer Niedrigzinspolitik fest, auch wenn sie immer mal darauf hinweisen, dass das nicht ewig andauern wird. Für die Anleger heißt das: Woanders bekommen sie keine Zinsen für ihr Kapital. Oder sie müssen, wie bei deutschen Staatsanleihen, sogar draufzahlen. Das Ganze nennt sich Anlagenotstand, von dem die Aktienmärkte in den USA und Europa besonders profitieren.

    15.46 VW-Anleger feiern Vertragsverlängerung von Diess

    Die Vertragsverlängerung des VW-Chefs wurde nach Börsenschluss vor dem Wochenende bekannt. Die Investoren setzen wohl darauf, dass an der Führungsspitze nun Ruhe einkehrt. Diess hatte schon einmal versucht, seinen Vertrag vorzeitig zu verlängern. Nun erhält er einen neuen bis zum Herbst 2025. Kernprojekte werden nach dem Anlauf der Elektromobilität nun auch Vernetzung, Dienstleistungen und Entwicklung eigener Software sein. Die Aktionäre sind offenbar zufrieden, zumal auch die neuesten Geschäftszahlen des Konzerns überzeugt haben. Die Titel des Autoherstellers waren bereits am vergangenen Freitag stark gesucht und jetzt geht es noch einmal um 2,7 Prozent nach oben, auf 218,25 Euro je Aktie.

    14.27 Uhr - Ryanair hat in den nächsten Jahren viel vor

    Ryanair will nach dem Einbruch des Luftverkehrs durch die Corona-Pandemie in den kommenden drei Jahren nun wieder 2.000 Piloten einstellen. Gesucht werden vor allem Nachwuchskräfte, wie das Unternehmen heute mitteilte. Freie Kapitänsposten würden vor allem intern vergeben. Als Grund für die Neueinstellungen wird die Anschaffung von mehr als 200 Boeing 737 der neuesten Generation genannt. Die Erholung von der Corona-Krise will Ryanair bis 2024 abgeschlossen haben. Bis dahin will der Billigflieger jährlich mindestens 200 Millionen Passagiere transportieren. Die Anleger lassen sich davon nicht beeindrucken. Der Kurs dieser Aktien verliert 1,9 Prozent.

    13.15 Uhr - Zuversicht in den Betrieben wächst

    In der Wirtschaft hierzulande wächst der Optimismus, das zeigt eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft. Gut die Hälfte der 2.000 befragten Unternehmen rechnet demnach für das laufende Jahr mit einer höheren Produktion als im vergangenen Jahr. Nur noch 15 Prozent erwarten schwächere Geschäfte. Rund 43 Prozent der Unternehmen wollen mehr Beschäftigte einstellen als im vergangenen Jahr, ähnlich viel wollen mehr investieren. Im Vergleich zur Befragung im Frühjahr hat sich die Stimmung damit deutlich aufgehellt. An der Börse wirkt diese Nachricht nicht kursfördernd. Der DAX notiert nach wie vor knapp unter seinem Allzeithoch, das lag bei etwas über 15.800, aktuell stehen auf der Tafel 15.651, das ist ein kleines Minus von 0,2 Prozent.

    11.10 Uhr - Taiwan kauft BioNTech-Impfstoff

    Nach langen Verhandlungen hat sich das Land zehn Millionen Dosen des Covid-19-Vakzins von BioNTech gesichert. Die taiwanischen Unternehmen und Apple-Zulieferer Foxconn und TSMC einigten sich heute auf einen Kaufvertrag mit dem chinesischen BioNTech-Partner Fosun Pharma im Wert von knapp 300 Millionen Euro. Der Deal war zuvor stark politisiert worden. Die taiwanische Regierung hatte über Monate versucht, den Impfstoff von BioNTech direkt zu kaufen. Sie hatte China vorgeworfen, dass eine Vereinbarung, die schon zu Jahresbeginn unterzeichnet werden sollte, auf Druck der Volksrepublik scheiterte. China, das Taiwan als abtrünnige Provinz betrachtet, hatte das zurückgewiesen.

    Die BioNTech-Aktie steigt leicht um 0,2 Prozent. Der DAX verliert 0,2 Prozent auf 15.656 Punkte.

    09.10 Uhr - DAX startet mit kleinem Plus

    Rund 10 Minuten nach Handelsbeginn gewinnt er 0,2 Prozent auf 15.720 Punkte. Gute Vorgaben aus New York und Tokio geben den Kursen Unterstützung. Für Gesprächsstoff hat heute EZB-Chefin Christine Lagarde gesorgt. Sie kündigte an, dass die Europäische Zentralbank auf der kommenden Zinssitzung am 22. Juli ihren geldpolitischen Ausblick an ihre vergangene vorgestellte geänderte Strategie anpassen werde. Die EZB wolle weiterhin die aktuelle konjunkturelle Erholung unterstützen. Es werde aber einige interessante Variationen und Veränderungen geben, so Lagarde.

    08.36 Uhr - DAX vorbörslich wenig verändert

    Das deutsche Börsenbarometer dürfte zu Wochenstart keine großen Sprünge machen. Der DAX wird vorbörslich von Banken und Broker zur Stunde fast unverändert gesehen bei 15.685 Punkten. Am Freitag hatte er einen kräftigen Satz von 1,7 Prozent nach oben gemacht.

    08.15 Uhr - Nikkei schließt mit kräftigen Gewinnen

    Die jüngsten Rekordmarken an der Wall Street und die angekündigten Lockerungen der Bank von China für die Kreditvergabe der Banken dort, haben die jüngsten Konjunktursorgen etwas gedämpft. Der japanische Leitindex Nikkei schloss mit einem Plus von 2,3 Prozent auf dem Endstand von 28.569 Yen.

    07.05 Uhr - Freundlicher Wochenstart in Asien

    In Tokio steigt der japanische Leitindex Nikkei um 2,2 Prozent. Der Shanghai-Composite gewinnt knapp ein Prozent. Chinas Notenbank hatte am Freitag plötzlich angekündigt, dass die Geldinstitute ab dem 15. Juli weniger Kapital als Mindestreserve halten müssen. Dadurch erhalten die Banken mehr Spielraum zur Vergabe von Darlehen. Das könnte der Wirtschaft Chinas wieder mehr Schwung verleihen und sorgt für Zuversicht an den Börsen.

    06.10 Uhr- EZB will geldpolitischen Ausblick ändern

    Die Chefin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde hat angekündigt, auf der kommenden Zinssitzung am 22. Juli ihren geldpolitischen Ausblick an die geänderte Strategie der Euro-Währungshüter anzupassen. Die EZB wolle aber weiterhin die aktuelle konjunkturelle Erholung unterstützen. Es sei noch nicht an der Zeit, um über ein Zurücknehmen der geldpolitischen Hilfe zu sprechen. Es werde aber einige interessante Variationen und Veränderungen geben, so Lagarde. Nach ihrem Strategiecheck strebt die EZB mittelfristig eine Inflationsrate von zwei Prozent im Euro-Raum an statt wie bisher von unter, aber nahe zwei Prozent.

    Montag, 12. Juli 2021

    22.10 Uhr - Wall Street mit Gewinnen

    Nach dem deutschen Aktienmarkt hat sich auch die Wall Street mit Gewinnen in das Wochenende verabschiedet. Der Dow Jones stieg um 1,3 Prozent, die Nasdaq legte um knapp 1 Prozent zu. Zuvor hatte hierzulande der DAX ein Plus von 1,7 Prozent verzeichnet. An der Spitze der Gewinnerliste stand die Aktie von Volkswagen, die sich um rund 6 Prozent verteuerte. Der Euro notierte bei 1,1880 Dollar.

    18.00 Uhr - DAX schließt 1,7 Prozent im Plus

    Der deutsche Aktienmarkt ist mit deutlichen Gewinnen in das Wochenende gegangen. Der DAX stieg um 1,7 Prozent auf 15.688 Punkte. Die Aktie von Volkswagen verteuerte sich um 5,9 Prozent. Der Konzern hatte für das erste Halbjahr einen operativen Gewinn von rund 11 Milliarden Euro gemeldet. Der Euro notiert bei 1,1865 Dollar.

    16.56 Uhr – BASF Zahlen besser als gedacht

    Der Chemiekonzern BASF hat nach kräftigen Zuwächsen im zweiten Quartal seine Gewinnprognose deutlich erhöht. Zwischen April und Juni ist der Umsatz dank höherer Preise und steigender Absatzmengen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast 56 Prozent auf fast 20 Milliarden Euro gewachsen. Das ist mehr als erwartet. Auch bei anderen Kennziffern wurden die Erwartungen übertroffen. Aktien von BASF verteuern sich um mehr als 3,5 Prozent.

    15.22 Uhr – Geschäftszahlen von Volkswagen

    Der Autobauer Volkswagen hat vorläufige Eckdaten zum ersten Halbjahr veröffentlicht. Das Betriebsergebnis liegt bei 11 Milliarden Euro. Es gibt im Automobilgeschäft für einen Netto Cash Flow von rund 10 Milliarden Euro. Zum Thema Chipmangel heißt es: die Beeinträchtigungen aus dem Engpass haben sich verschoben und werden eher zu Beeinträchtigungen im zweiten Halbjahr führen. Das sind Nachrichten, die bei Anlegern gut anzukommen scheinen. Aktien von Volkswagen verteuern sich um rund 5 Prozent. Hingegen legen Papiere von BMW und Daimler nur durchschnittlich 2,5 Prozent zu.

    13.29 Uhr – Fußball-Bundesliga berät zu Gästefan-Eintrittskarten

    Die Vereine der Fußball-Bundesliga wollen am Mittwoch darüber entscheiden, ob in der neuen Saison angesichts der zunächst begrenzten Stadion-Kapazitäten auch an Gästefans Eintrittskarten verkauft werden sollen. Einige Klubs haben um ein einheitliches Vorgehen gebeten, hat die Deutsche Fußball-Liga DFL mitgeteilt. Nun sollen sich "die 36 Profiklubs ergebnisoffen damit auseinandersetzen". Die Bundesländer hatten die maximale Zuschauerzahl zu Saisonbeginn auf 50 Prozent der Kapazität reduziert, maximal aber 25.000 Zuschauer, in Bayern: 20.000. An der Börse ist der Bundesligist Borussia Dortmund notiert. BVB-Aktien können heute ein viertel Prozent zulegen, stehen allerdings mit rund 6 Euro weiter deutlich unter dem Ausgabepreis, zu dem sie an die Börse gekommen sind. Vor gut 20 Jahren waren BVB Aktien zu 11 Euro an die Börse gekommen, kosten heute also nur noch rund die Hälfte.

    Ebenfalls an der Börse ist aus Bayern die Spielvereinigung Unterhaching. Im Sommer 2019 lag der Ausgabekurs je Aktie bei 8,10 Euro. Auch wenn die Papiere heute um gut 3 Prozent steigen, liegen sie doch mit rund 6 Euro unter dem Ausgabepreis.

    12.58 Uhr – Börsengang der Elektroauto-Sparte von Volvo

    Die Elektroauto-Sparte des schwedischen Autobauers Volvo ist Polestar. Die könnte bald über einen Umweg an die Börse kommen. Es geht um einen sogenannten SPAC, eine Special Purpose Acquisition Company. Das ist im Moment ein Hype am Finanzmarkt, den manche auch kritisch sehen. Andererseits öffnen diese Spacs, diese zunächst leeren Hüllen, als Übernahme-Vehikel neue Türen. Einem Medienbericht zufolge verhandelt der SPAC Gores Guggenheim mit Volvo und dessen Eigner Geely über einen Zusammenschluss. Das würde dann Polestar eine Börsennotiz einbringen. Die Transaktion könnte ein Volumen von etwa 25 Milliarden Dollar haben und der zweitgrößte Deal eines solchen Geschäfts überhaupt werden. Und dieser mögliche Volvo-Polestar-Plan kommt bei Anlegern gut an. Die Aktien des SPACs Gores Guggenheim steigen im vorbörslichen amerikanischen Geschäft um rund 6,5 Prozent.

    11.37 Uhr - Flugzeug-Aktien gefragt

    Das Papier des Triebwerksbauers MTU ist der Favorit heute bei den DAX-Anlegern. Mit einem Plus von 3,3 Prozent ist er größter Gewinner im Index. Zuvor hatte der der Flugzeughersteller Airbus gute Zahlen zu Auslieferungen und Neuaufträgen gemeldet. Er hat im ersten Halbjahr 297 Flugzeuge ausgeliefert. Das ist gut die Hälfte mehr als im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres, aber natürlich noch deutlich weniger als im entsprechenden Zeitraum vor der Corona-Krise 2019. Zugleich gingen 165 Neubestellungen ein, teilte Airbus mit. Die Airbus-Aktie gewinnt rund vier Prozent.

    11.10 Uhr - Continental will Wachstum in China forcieren

    Der Autozulieferer und Reifenhersteller plant in China ein neues Entwicklungszentrum für Software. Bis Ende 2021 soll in der innerchinesischen Metropole Chongqing eine zunächst niedrige dreistellige Zahl an Software- und IT-Experten ihre Arbeit aufnehmen, teilte der DAX-Konzern mit. Mit diesem Schritt stelle man die Weichen für ein verstärktes Wachstum in China als weltweit größtem Automarkt und erhöhe dort die lokale Wertschöpfung, erklärte Conti-Chef Nikolai Setzer. Die Conti-Aktie gewinnt zur Stunde 0,8 Prozent.

    09.50 Uhr - DAX startet mit Gewinnen

    Nach dem kräftigen Minus gestern greifen die DAX-Anleger wieder zu. Der deutsche Leitindex gewinnt eine knappe Stunde nach Handelsbeginn 0,5 Prozent auf 15.503 Punkte. Offenbar nutzen die Anleger Kursrückgänge immer wieder schnell, um sich auf dem preisgünstigeren Niveau wieder einzudecken.

    Der Nikkei-Index in Tokio schloss zuvor mit einem Minus von 0,6 Prozent und damit deutlich über seinem Tagestief.

    09.10 Uhr - BioNtech/Pfizer will Booster-Impfung beantragen

    Die Impfstoffhersteller BioNtech und Pfizer wollen schon bald die Zulassung für die Verabreichung einer dritten Dosis ihres Corona-Impfstoffs beantragen. Die beiden Unternehmen planen nach eigenen Angaben in den kommenden Wochen entsprechende Daten bei den Aufsichtsbehörden wie der FDA oder der europäischen EMA einzureichen. Obwohl der Schutz gegen schwere Erkrankungen sechs Monate lang hoch bleibe, sei mit einer Abnahme der Wirksamkeit im Laufe der Zeit und dem Auftreten von Varianten zu rechnen, erklärten die beiden Unternehmen. Deshalb könnte eine dritte Dosis sechs bis zwölf Monate nach der ersten Impfung erforderlich sein. Das beschert der Aktie von BioNtech Gewinne. Rund 4 ½ Prozent Plus verbucht sie jetzt, kurz nach Handelsstart an den deutschen Aktienmärkten. Die Pfizer-Aktie gewinnt gut ein halbes Prozent.

    08.15 Uhr - DAX vorbörslich auf Erholungskurs

    Eine knappe Stunde vor Handelsstart wird der DAX in vorbörslichen Prognosen von Banken und Brokern bei 15481 Punkten gesehen, ein Plus von 0,4 Prozent im Vergleich zum Schlusstand gestern. Da hatte er ja ein kräftiges Minus von 1,7 Prozent verbuchen müssen. Doch bei niedrigen Kursen decken sich die Anleger offenbar immer wieder schnell mit Aktien ein. Heute richten die Investoren aber auch den Blick nach Venedig, wo die G20 Finanzminister die letzten Details und einen konkreten Fahrplan zur Umsetzung der geplanten globalen Mindeststeuer für Konzerne ausarbeiten.

    06.52 Uhr - Nikkei-Index unter Druck

    Die Furcht vor den wieder steigenden Corona-Infektionen und möglichen negativen Folgen für die konjunkturelle Erholung, dämpft die Kauflaune an der Börse in Tokio. Japan hatte gestern ja angekündigt, den Ausnahmezustand für Tokio bis zum 22. August verlängern, um die neue Welle der Coronavirus-Infektionen einzudämmen. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen liegt derzeit wieder auf dem höchsten Stand seit Mitte Mai. Der Nikkei-Index hatte bereits gestern Federn lassen müssen. Heute geht es erneut steil nach unten mit einem Minus von 1,9 Prozent.

    Zuvor hatten die Kurse auch an der New Yorker Wall Street nachgegeben. Der Dow Jones an der Wall Street verlor 0,8 Prozent, der Technologieindex Nasdaq gab 0,7 Prozent ab.

    06.10 Uhr - Finanzminister beraten über globale Steuerreform

    In Venedig kommen ab heute die Finanzminister der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer zusammen. Wichtigstes Thema bei den Beratungen wird die zuletzt vereinbarte globale Steuerreform sein, die für Unternehmen eine Mindeststeuer von 15 Prozent vorsieht, auch für große Digitalunternehmen. Das soll Schwellenländern mehr Steuereinnahmen bescheren. Es wird erwartet, dass die G20-Staaten dafür am Samstag grünes Licht geben. Betroffene Unternehmen wie Facebook, Google oder Amazon haben bislang zumeist mit Zustimmung auf die Pläne reagiert.

    Freitag, 09. Juli 2021

    22.15 Uhr - China-Aktien in New York rutschen weiter ab

    In New York sind mittlerweile viele chinesische Aktien gelistet. Dieser Drang an die US-Börsen scheint den chinesischen Behörden ein Dorn im Auge zu sein. Jüngstes Beispiel der Fahrdienstvermittler Didi. Die Regierung in Peking hat den Download für die Didi-App gesperrt. Vorwurf: Das Unternehmen sammle illegal Nutzerdaten. Seit Tagen steht der Kurs unter Druck. Erneut fiel er um 5 Prozent. Die Anleger reagieren erschreckt und verunsichert auf das Vorgehen der chinesischen Börsen, die auch den Onlinehändler Alibaba und den Suchmaschinenbetreiber Baidu ins Visier genommen haben. Beide verbilligten sich um bis zu 4 Prozent. An den Börsen kam es weltweit zu kräftigen Gewinnmitnahmen. In New York verlor der Dow Jones 287 Punkte auf 34 395. Der DAX schloss 1,7 Prozent tiefer bei 15 420 Punkte.

    18.15 Uhr - DAX mit größtem Tagesverlust seit drei Wochen

    An den Börsen wächst die Sorge vor einem Rückschlag der Weltwirtschaft. Grund: der Aufschwung nach den enormen Einbrüchen im vergangenen Jahr ist nicht beliebig steigerbar. Das gilt vor allem für China: Das Land ging als erstes in die Corona-Pandemie hinein und als erstes wieder raus und boomte. Offenbar plant die Notenbank des Landes, die Wirtschaft durch geldpolitische Maßnahmen zu stützen. Weltweit geben die Börsen nach: Der DAX schloss 1,7 Prozent tiefer bei 15 420. Das ist der größte Tagesverlust seit drei Wochen. Aber noch immer ist der DAX nur rund 400 Punkte von seinem letzten Allzeithoch entfernt.

    15.50 Uhr - US-Aktienmärkte zum Start mit großen Verlusten

    Die Rekordjagd an der Wall Street ist vorerst vorbei. Wenige Minuten nach dem Handelsstart haben der marktbreitere S&P 500 sowie der Nasdaq-Index an der Technologiebörse im Schnitt 1,5 Prozent abgegeben. Händler verweisen auf Konjunktursorgen, auch wegen der grassierenden Delta-Variante des Coronavirus. Die Weltwirtschaft könnte einen Rückschlag erleiden, auch weil diverse Engpässe bei vielen Rohstoffen, ein Mangel an Containern und steigende Fracht-Raten die Industrie stärker belasten könnten als erwartet.

    13.45 Uhr - EZB mit neuem Inflationsziel

    Die Europäische Zentralbank hat ihre geldpolitische Strategie quasi runderneuert und sich ein neues Inflationsziel gesetzt. Danach soll die Inflationsrate für den Euro-Raum mittelfristig künftig bei 2,0 Prozent liegen. Abweichungen in die eine oder in die andere Richtung seien gleichermaßen unerwünscht. Bisher hatte das Ziel auf unter, aber nahe zwei Prozent gelautet. Diese Formulierung war schon länger umstritten. Viele Ökonomen und Analysten äußerten in ersten Reaktionen gegenüber Reuters, dass es die EZB mit diesem neuen Ziel künftig noch leichter haben wird, eine weiter lockere Geldpolitik und auch die Anleihekäufe zu rechtfertigen.

    13.00 Uhr - Gewinnmitnahmen drücken Börsen

    Dieses Muster wiederholt sich seit vielen Wochen: Seit dem erreichten Rekordhoch bei 15.800 Punkten wird immer wieder Kasse gemacht, nachdem es kurz zuvor noch aufwärts gegangen war. Gestern noch dick im Plus, hat der Deutsche Aktienindex zur Mittagszeit 1,9 Prozent abgegeben, auf 15.400. Analysten verweisen auf den schwachen Eurokurs, der zum ernsten Risiko werden könnte für die Europabörsen in den kommenden Monaten. Denn gerade die Fondsmanager aus den USA reagieren sehr empfindlich auf solche Währungsverluste in ihren Depots. Der Euro notiert bei 1,1830 Dollar.

    09.16 Uhr - DAX zum Auftakt wieder unter Druck

    Nachdem der DAX gestern punkten konnte, geht es heute wieder nach unten. Der Leitindex startet 0,8 Prozent leichter und sinkt auf 15.561 Punkte. Gerade mal die Aktien von Delivery Hero sind mit größeren Gewinnen im Plus, mit 1,5 Prozent. Auch der MDAX muss etliche Zähler abgeben. Er verliert 0,3 Prozent. Gegen den Trend ziehen hier allerdings die Aktien von Knorr Bremse um mehr als neun Prozent an. Die Anleger sind offensichtlich erleichtert darüber, dass der Vorstand nun doch nicht an einer Übernahme des Autozulieferers Hella interessiert ist. Das enttäuscht wiederum die Anleger von Hella. Die Aktien verlieren 2,3 Prozent. Noch deutlich jedoch fallen die Verluste bei Teamviewer aus. Das Softwareunternehmen hat nach dem jüngsten Boom vorübergehend an Schwung verloren und ist nun mit seiner Jahresprognose vorsichtiger, die Investoren sind sehr enttäuscht. Die Titel verlieren zehn Prozent.

    08.25 Uhr - TeamViewer vorsichtiger bei der Prognose

    Der schwäbische Softwareanbieter TeamViewer gehört zu den Profiteuren der Coronakrise. Das Unternehmen bietet eine Software an, die den Zugriff auf andere Computer ermöglicht – etwa für Fernwartung. Für viele Betriebe, deren Mitarbeiter mobil arbeiten ist das von Vorteil, allerdings hat das Unternehmen nach dem jüngsten Boom vorübergehend an Schwung verloren und die Erwartungen für das Gesamtjahr gesenkt. Die abgerechneten Umsätze seien im zweiten Quartal nur noch um 15 Prozent auf 121,6 Millionen Euro gewachsen, teilte das Unternehmen in Göppingen mit. Erwartet hatte man mindestens 20 Prozent Plus, im ersten Quartal waren es noch 26 Prozent. Im Gesamtjahr sei damit wohl nur noch das untere Ende der Umsatzprognose erreichbar. Die im Lockdown gewonnenen Kunden seien zwar überwiegend bei der Stange geblieben, doch hätten im April und Mai weniger Kunden ihre Verträge verlängert als gedacht. Im Juni habe sich das geändert, vor allem Verträge mit Großkunden seien hinzugekommen.

    07.50 Uhr - Neue Klage gegen Google

    In den USA wächst der Druck auf Google. Es gibt eine weitere Kartellrechtsklage und zwar von 36 Bundesstaaten und dem Regierungsbezirk Washington DC. Konkret geht es in dieser Klage um mögliche Kartellrechtsverletzungen beim Geschäft von Google mit Apps für den sogenannten Play Store im Android-Betriebssystem für Smartphones. Die Klage wirft dem Unternehmen vor, seine Marktmacht zu missbrauchen, um den Wettbewerb zu behindern. Dies führe für Nutzer zu höheren Preisen, geringerer Auswahl und einem Mangel an Innovation. Außerdem geht es etwa um die Höhe der Gebühren, die Google von App-Entwicklern verlangt. Der Internetkonzern erklärte hingegen, Android und Google gewährten eine größere Offenheit und Auswahl als andere Plattformen. Die weitere Klage dürfte bei den Anlegern für Gesprächsstoff sorgen. Vor der Bekanntgabe schlossen die Aktien des Google-Mutterkonzerns Alphabet leicht im Plus, mit 0,2 Prozent. Der Dow Jones stieg gestern Abend um 0,3 Prozent.

    06.22 Uhr US-Notenbank erfreut Wall Street

    Die jüngsten Zinsprotokolle der US-Notenbank haben an der Wall Street zu Kursanstiegen geführt. Denn aus den Aufzeichnungen folgern Marktteilnehmer, dass es die Zentralbank nicht eilig hat, ihr Programm zum Ankauf von Anleihen zu drosseln. In den Protokollen ist von einer „umsichtigen Planung“ die Rede. Der Dow Jones konnte 0,3 Prozent zulegen, er nähert sich damit der Marke von 35.000 Zählern, gestern lag der Schlussstand bei 34.681 Punkten. Der Nasdaq schloss nahezu unverändert bei 14.665 Punkten. Die Kurse wurden zudem offenbar auch davon gestützt, dass die Kapitalmarktzinsen weiter sinken. So liegt die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen nun wieder bei 1,32 Prozent.

    Mittwoch, 08. Juli 2021

    22.00 Uhr - Milliardenauftrag für Siemens

    Die Siemens-Sparte Mobility hat sich einen Rekordauftrag gesichert. An seinem kalifornischen Standort Sacramento soll der Konzern insgesamt 73 Züge für den US-Bahnbetreiber Amtrak bauen. Außerdem gehört ein Wartungs-Auftrag zu dem Deal, der nach Firmenangaben einen Wert von 3,4 Milliarden Dollar hat. Davon konnte auch die Siemens-Aktie profitieren. An einem insgesamt freundlichen Handelstag verteuerte sie sich um 1,3 Prozent. An der Wall Street ging der Dow Jones mit einem kleinen Gewinn aus dem Handel

    20.32 Uhr - Knorr-Bremse bläst Übernahme von Hella ab

    Der Münchener Konzern Knorr-Bremse hat sich gegen eine Mehrheitsübernahme des Autozulieferers Hella entschieden. Ein entsprechendes Interesse war erst Ende Juni bekannt geworden. Nach sorgfältiger Analyse würden die Möglichkeiten des Transfers von Schlüsseltechnologien und Produkten auf das eigene Angebot als nicht ausreichend bewertet, teilte Knorr-Bremse am Abend in München mit.

    18.05 Uhr - DAX schließt 1,2 Prozent im Plus

    Der deutsche Aktienmarkt hat die Verluste des Vortages aufgeholt. Der DAX stieg um 1,2 Prozent auf 15.693 Punkte. Jeweils knapp ein halbes Prozent konnten die Aktien der Deutschen Post und des Autobauers BMW zulegen. Beide Unternehmen hatten mit Geschäftszahlen die Prognosen des Finanzmarktes übertroffen.

    16.15 Uhr - Deutsche Post hebt Prognose an

    Die Deutsche Post hat überraschend vorläufige Geschäftszahlen vorgelegt. Demnach hat sie im abgelaufenen Quartal vor Zinsen und Steuern mehr als 2 Milliarden Euro verdient. Außerdem hob der Konzern seine Prognosen an und will nun in diesem Jahr mehr als 7 Milliarden Euro verdienen. Die Post-Aktie erreichte zwischenzeitlich ein Rekordhoch knapp unterhalb der Marke von 60 Euro.

    15.10 Uhr - IWF-Chefin warnt vor Inflationsrisiken

    Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) warnt vor einem anhaltenden Preisauftrieb in den USA. Hintergrund ist die sprunghaft anziehende Konjunktur. Davon profitierten zwar viele Länder, etwa über einen wachsenden Handel, so IWF-Chefin Kristalina Georgiewa in einem Blog-Beitrag. Allerdings bestehe auch das Risiko eines deutlichen Anstiegs der Inflation. Dann sei womöglich früher als gedacht eine Straffung der US-Geldpolitik erforderlich.

    13.10 Uhr - Deutsche Autobauer warnen vor Aus für Verbrenner

    Die deutsche Autoindustrie warnt vor einem zu schnellen Ausstieg aus Verbrennungsmotoren. Ein von der EU angepeiltes Ausstiegsjahr 2035 sei zu früh, warnte die Chefin des Branchenverbandes VDA, Hildegard Müller. Das koste Arbeitsplätze in der gesamten Industrie. Die deutschen Autobauer bekennen sich weiterhin zum Ziel der EU, bis 2050 eine CO2-neutrale Wirtschaft zu erreichen, betonte sie auf der Sommerpressekonferenz des Verbandes.

    11.50 Uhr - EU-Kommission erhöht Wachstumsprognose

    Die Brüsseler Behörde blickt optimistischer auf die Konjunktur im Euro-Raum. Sie korrigierte ihre Wachstumsschätzungen für das laufende Jahr von 4,3 auf 4,8 Prozent nach oben. Auch der deutschen Wirtschaft traut die EU-Kommission inzwischen einen stärkeren Aufschwung zu mit Wachstum von 3,6 Prozent, statt den bisher geschätzten 3,4 Prozent.

    10.45 Uhr - Verbraucherschützer verklagen Daimler

    Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat vor dem Oberlandesgericht Stuttgart eine Musterfeststellungsklage gegen den Autobauer Daimler eingereicht. Er kündigte an, Schadenersatz für vom Diesel-Skandal betroffene Mercedes-Fahrer erstreiten zu wollen. Die Verbraucherschützer werfen Daimler eine bewusste Manipulation der Abgaswerte bei bestimmten Fahrzeugen vor.

    Die Daimler-Aktie ist größter DAX-Verlierer mit minus 1,4 Prozent.

    10.10 Uhr - BMW-Absatz springt über Vorkrisenniveau

    Der bayerische Autobauer hat im ersten Halbjahr konzernweit 1,34 Millionen Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce verkauft. Das entspricht einem Absatzplus von rund 39 Prozent gegenüber dem von Corona gebremsten Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig erzielte BMW damit aber auch einen absoluten Rekordwert. Denn der Absatz der Münchner ist über das Vorkrisen-Niveau geklettert und liegt gut sieben Prozent über dem Absatz des ersten Halbjahrs 2019. Treiber für die Erholung waren starke Zuwächse sowohl in China als auch in Europa und den USA. Der Absatz von E-Autos konnte sich auf fast 153 300 Stück mehr als verdoppeln.

    Die BMW-Aktie kann davon aber nicht profitieren. Sie verliert zur Stunde 0,2 Prozent und zeigt sich damit deutlich schwächer als der DAX. Der legt 0,9 Prozent zu auf 15.650 Punkte.

    09.12 Uhr - Freundlicher Handelsauftakt - DAX im Plus

    Trotz des überraschenden Rückgangs der Industrieproduktion in Deutschland ist der DAX mit einem Plus gestartet. Er gewinnt jetzt 0,7 Prozent auf 15.623 Punkte. Die Verluste gestern locken offenbar einige die Anleger zum Wiedereinstieg. Gespannt warten sie auf Signale hinsichtlich der US-Geldpolitik. Am Abend werden die Protokolle der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank veröffentlicht und von ihnen erhoffen sich die Börsianer Hinweise zur weiteren Strategie der Fed.

    08.40 Uhr - Überraschender Rückgang der deutschen Produktion

    Industrie, Bau und Energieversorger haben im Mai zusammen 0,3 Prozent weniger hergestellt als im Vormonat. Ökonomen hatten eigentlich einen Anstieg der Produktion um 0,5 Prozent erwartet, nun ist es ein Rückgang und zwar der vierte in Folge. In ersten Reaktionen zeigten sich Experten enttäuscht. Gemessen an den Auftragseingängen müsste die Produktion jetzt unter Volldampf stehen, so hieß es. Aber der Materialmangel, insbesondere die Knappheit an Halbleitern, bremse derzeit die Produktion aus. So habe in der Fahrzeugindustrie der Chipmangel dazu geführt, dass derzeit nur noch halb so viele Autos vom Band laufen wie vor der Krise. Wenn Halbleiter und Rohstoffe aber wieder verfügbar seien, könnte es zu Nachholeffekten kommen.

    08.08 Uhr - Nikkei-Index schließt ein Prozent schwächer

    Der japanische Leitindex ging vor wenigen Minuten mit einem Minus von einem Prozent aus dem Handel auf dem Endstand von 28.367 Yen. Die Anleger in Tokio folgten den schwachen US-Vorgaben. Nach enttäuschenden Konjunkturdaten hatte der Dow Jones gestern 0,6 Prozent verloren.

    07.10 Uhr - Pentagon annulliert Jedi-Großauftrag für Microsoft

    Das US-Verteidigungsministerium hat gestern Abend einen milliardenschweren Auftrag storniert. Den hatte es eigentlich bereits an den Softwarekonzern Microsoft vergeben: Joint Enterprise Defense Infrastructure Cloud, kurz Jedi, hätte ein Volumen von rund zehn Milliarden Dollar gehabt. Im Rennen um den Auftrag für die Modernisierung der IT-Infrastruktur des Ministeriums hatte sich Microsoft 2019 gegen den Konkurrenten Amazon durchgesetzt. Seitdem gab es einen Rechtstreit zwischen Amazon und der Behörde. Der Online-Händler war damals als Favorit gehandelt worden. Und Amazon behauptet, dass der damalige US-Präsident Donald Trump den Vergabeprozess beeinflusst habe. Die Microsoft-Aktie schloss nach dem Storno gestern an der Wall Street fast unverändert. Das Papier von Amazon gewann 4,7 Prozent. An der Wall Street hatte der Dow Jones 0,6 Prozent verloren.

    06.40 Uhr - Anleger in Tokio folgen schwachen US-Vorgaben

    An der japanischen Börse verliert der Nikkei-Index zur Stunde ein knappes Prozent. Zuvor hatte der Dow Jones an der Wall Street gestern 0,6 Prozent leichter geschlossen nach enttäuschenden US-Konjunkturdaten. Die Stimmung im US-Dienstleistungssektor war überraschend stark auf den tiefsten Stand seit einem knappen halben Jahr gesunken.

    06.10 Uhr - China Exportweltmeister im Maschinenbau

    Deutschland ist nicht mehr der größte Maschinenbau-Exporteur der Welt. Einer Untersuchung des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau zufolge lieferte im vergangenen Jahr erstmals China die meisten Maschinen und Anlagen. Das berichtet heute die Zeitung Welt. Der chinesische Anteil an den internationalen Verkäufen betrug demnach 15,8 Prozent, während deutsche Maschinenbau-Exporte nur 15,5 Prozent des Handelsvolumens ausmachten und damit jetzt leicht darunterliegen. Allerdings ist China schon seit längerem der größte Maschinen-Produzent weltweit und das mit großem Abstand. Die Volksrepublik produziert demnach so viel wie die USA, Deutschland, Japan und Italien zusammen. Es sei also nur eine Frage der Zeit gewesen, bis China auch Spitzenreiter beim Maschinen-Außenhandel werde, so heißt es vom VDMA.

    Mittwoch, 07. Juli 2021

    22.05 Uhr - Daimler verwaltet den Chip-Mangel

    Der Autobauer Daimler steigerte im ersten Halbjahr seinen Absatz rasant, und die Nachfrage hätte auch noch mehr hergegeben. Doch der globale Chipmangel sorgte und sorgt dafür, dass immer wieder Werke stillstehen. Dieser Zustand wird den Konzern wohl noch für den Rest des Jahres beschäftigen, hieß es nun. An den deutschen Börsen standen Auto-Aktien unter Druck. Daimler, VW, BMW und Continental verbilligten sich um rund 4 Prozent. Der DAX fiel um 1 Prozent auf 15.511 Punkte. Auch der Dow Jones gab nach. Und der Euro notierte bei 1,1825 Dollar.

    18.15 Uhr - DAX gibt 1 Prozent nach

    Es war kein guter Tag an den deutschen Börsen. Der DAX gab um 1 Prozent nach auf 15.511 Punkte. Nach Einschätzung von Händlern zeigten sich Anleger enttäuscht von neuen Konjunkturdaten, außerdem kam es bei einigen Werten zu Gewinnmitnahmen. Darunter litten insbesondere die Aktien aus dem Automobil-Sektor. Hier hatte Daimler eigentlich starke Absatz-Zahlen veröffentlicht. Die Papiere von Daimler, BMW, Volkswagen und Continental verbilligten sich um 3,8 bis 4,2 Prozent. Der Euro notiert bei 1,1815 Dollar.

    13.57 Uhr - Shop Apotheke hat Personalprobleme

    Die im MDAX gelistete Shop Apotheke gehörte als Onlineunternehmen zu den Profiteuren der Corona-Pandemie. Doch nun hat das Unternehmen offenbar Probleme, Mitarbeiter zu finden. Wegen geringerer Logistikkapazitäten hat die Shop-Apotheke ein Fragezeichen hinter die Jahresziele gemacht. Ob die Prognose angepasst werden müsse, hänge von der Entwicklung der nächsten Wochen ab, teilte das Unternehmen mit. Der Vorstand plant bisher mit einem Umsatzwachstum von rund 20 Prozent oder mehr in diesem Jahr. Nach einem mehr als 20-prozentigen Umsatzwachstum zum Jahresauftakt kletterten die Umsätze im zweiten Quartal nur noch um 7,3 Prozent nach oben auf 250 Millionen Euro. Das gebremste Wachstum werde Auswirkungen auf das Ergebnis haben, kündigte der Vorstand an. Und diese Nachricht hat die Anleger auf dem falschen Fuß erwischt, sie steigen aus, der Kurs bricht um 11,2 Prozent ein.

    12.15 Uhr - Daimler leidet unter Chipmangel

    Der Stuttgarter Autohersteller Mercedes Benz konnte im abgelaufenen Quartal zwar seinen Absatz deutlich steigern, gegenüber dem Vorjahresquartal um 27 Prozent auf mehr als 581.000 Fahrzeuge, allerdings bremste der Halbleiter-Mangel die Verkäufe, da die Produktion zeitweise heruntergefahren werden musste. Trotz weltweit robuster Nachfrage und hoher Auftragseingänge sei der Absatz vor allem im Juni erheblich durch den globalen Lieferengpass begrenzt worden, erklärte der Autohersteller. Das werde sich auch im zweiten Halbjahr auf den Absatz auswirken. Die Aktien von Daimler gehören heute im DAX mit zu den größeren Verlierern, mit einem Minus von 1,6 Prozent.

    11.41 Uhr – ZEW-Konjunkturindex geht etwas zurück

    Die befragten deutschen Finanzexperten haben ihre bereits hohen Erwartungen an den Konjunkturaufschwung in Deutschland etwas runtergeschraubt. Das Barometer für die Einschätzung der Börsianer mit Blick auf die nächsten sechs Monate ist im Juli um 16,5 auf 63,3 Zähler gesunken, wie das ZEW, das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung mitgeteilt hat. Trotz des Rückgangs sind die Erwartungen laut ZEW aber noch immer auf "sehr hohem Niveau". Ein Banken-Volkswirt geht davon aus, dass der Rückgang der Erwartungen nicht überinterpretiert werden sollte und ergänzt: Die Industrie profitiert derzeit zwar von steigender Nachfrage aus Übersee - insbesondere USA und China. Aber sie hat auch im Juni unter massiven Versorgungsengpässen gelitten, durch die geringe Verfügbarkeit an Rohstoffen und Schiffscontainern.

    11.19 Uhr – Corona: Reisebranche zu Delta-Variante

    Deutsche Reiseanbieter spüren in Sachen Corona nach eigenen Angaben bislang keine wirklichen Folgen der Delta-Variante im Buchungsverhalten von Kunden. Allerdings gilt es nach einer Umfrage der Deutschen Presseagentur schon zu differenzieren. Der Reisekonzern FTI oder der Anbieter DER Touristik geben sich entspannt. Wobei DER Touristik an den Anfragen im Servicecenter schon auch sieht, dass die Diskussion um die Delta Variante verunsichert. Der Deutsche Reiseverband DRV erklärte wie der Veranstalter Alltours es sei noch zu früh, um die Auswirkungen auf das Buchungsverhalten zu quantifizieren. Der weltgrößte Reiseanbieter Tui wollte sich nicht äußern. Und während der BDI, der Bundesverband der Deutschen Industrie, deutlich gemacht hat, strenge Einreisebestimmungen in die USA führten zu anhaltenden Belastungen für deutsche Firmen rechnet die Lufthansa immerhin damit, dass die USA Reisebeschränkungen im Sommer lockern. Aktien der Lufthansa verteuern sich um fast 1,5 Prozent.

    10.47 Uhr – Internet Unternehmen Shop Apotheke unter Druck

    Eigentlich ist die Shop Apotheke ein Corona Profiteur. Doch momentan läuft es nicht ganz glatt. Bei der Shop Apotheke gibt es Personalmangel, der Arbeitsmarkt ist angespannt, heißt es. Und es gab einen Umzug an einen neuen Standort. Das sorgt aktuell für reduzierte Logistikkapazität. Deswegen hat der Vorstand der Shop Apotheke ein Fragezeichen hinter die Jahresziele gesetzt. Ob die Prognose für dieses Jahr erreicht werde, hänge von der Entwicklung der nächsten Wochen ab. Das verschreckt Anleger. Aktien der Shop Apotheke verbilligen sich um mehr als acht Prozent.

    10.19 Uhr – Staatsfonds von Katar Großaktionär bei Credit Suisse

    Der Staatsfonds von Katar hat sich an der Kapitalerhöhung der Schweizer Großbank Credit Suisse beteiligt, wie aus Papieren der US-Wertpapier-Aufsichtsbehörde SEC hervorgeht. Einschließlich der Papiere, die im späteren Jahresverlauf gewandelt werden, belaufe sich der Anteil damit auf rund sechs Prozent. Der Staatsfonds bleibt damit der größte Aktionär der Credit Suisse. Die Credit Suisse hatte fast zwei Milliarden Franken aufgenommen, nachdem der Kollaps des US-Hedgefonds Archegos Capital einen Schaden von rund fünf Milliarden Franken hinterlassen hatte.

    09.12 Uhr – Dax startet mit kleinen Verlusten

    Die Weltleitbörse Wall Street war gestern wegen eines Feiertages geschlossen. Bevor die US-Börsen heute wieder öffnen sind Anleger vorsichtig. Deutsche Wirtschaftsdaten sind etwas enttäuschend ausgefallen. Der Dax büßt rund ein viertel Prozent ein auf etwa 15.600 Punkte.

    08.46 Uhr – Etwas enttäuschende deutsche Industrie-Daten

    Die Erholung der deutschen Industrie von der Corona-Krise hat einen Dämpfer erhalten. Im Mai lag der Wert der eingegangenen Aufträge für das Verarbeitende Gewerbe 3,7 Prozent niedriger als im April, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Auch der Umsatz fiel im Mai 0,5 Prozent geringer aus als im Monat zuvor. Für manchen Experten kommt der Rückgang überraschend. Es könnte der Fall sein, dass sich der Materialmangel auf den Auftragseingang niederschlägt. Allerdings muss einem nicht Angst und Bange werden, heißt es auch von Volkswirten. Die Auftragsbücher seien gut gefüllt. Die Industrie habe weiterhin gute Quartale vor sich, aber vermutlich ende nun langsam die Sondernachfrage. Die Eindämmung der Pandemie führt eben auch zu einer Normalisierung.

    07.52 Uhr – Asiatische Anleger schauen nervös nach China

    Die meisten asiatischen Aktienbörsen verzeichnen kleine Gewinne, der japanische Nikkei verbessert sich rund um ein viertel Prozent. Große Sprünge gibt es allerdings erstmal nicht. Zum einen wird über die weiteren Schritte der australischen Zentralbank diskutiert. Außerdem halten die Sorgen über die zukünftige Regulierung des chinesischen Technologiesektors an. Die härtere Gangart der Regierung in China macht nervös. Behörden werfen dem Fahrdienst-Vermittler Didi vor, illegal Nutzerdaten gesammelt zu haben. Deswegen wurde die Didi App für Downloads gesperrt.

    06.53 Uhr – Labordienstleister Sartorius optimistisch

    Der Labordienstleister und Pharmazulieferer Sartorius wird nach guten Geschäften in den ersten sechs Monaten zuversichtlicher für das Gesamtjahr. Der Umsatz 2021 und der bereinigte operative Gewinn sollen höher ausfallen als bisher gedacht. Außerbörslich ist die Sartorius Aktie gefragt. Wobei die Prognose wegen der Corona-Pandemie unter größerer Unsicherheit als üblich gesehen wird, heißt es.

    06.27 Uhr – Energiepreise weiter hoch

    Der Ölpreis bleibt erstmal hoch. Der Preis für die Nordseesorte Brent legt weiter etwas zu und bewegt sich Richtung 78 Dollar. Unter anderem liegt das an der OPEC, der Organisation Erdöl exportierender Länder. Die OPEC kann sich aktuell nicht auf neue Förderquoten einigen.

    Und auch der Strompreis kennt an der Börse derzeit nur eine Richtung: Es geht kräftig nach oben. Die Industrie schlägt bereits Alarm. Der Großhandelspreis wird im Moment vor allem von zwei Entwicklungen getrieben: Die Zertifikate für den Ausstoß des Klimagases C02 und die Brennstoffe sind kräftig teurer geworden. Wie stark der Anstieg der Börsenpreise auf die Privathaushalte durchschlägt, da gehen die Meinungen auseinander. Einige Experten erwarten im Herbst eine weitere Welle von Strompreiserhöhungen für Haushalte. Hingegen beruhigt Deutschlands größter Stromversorger Eon, weil die benötigten Energiemengen langfristig eingekauft würden.

    Dienstag, 06. Juli 2021

    19.15 Uhr - VW trennt sich von Bugatti-Mehrheit

    Der Volkswagen-Konzern trennt sich teilweise von seiner Luxusmarke Bugatti. Neuer Mehrheitseigner und Firmenchef bei Bugatti wird der kroatische Unternehmer Mate Rimac. Er gilt in der Branche als einer der wichtigsten E-Auto-Pioniere Europas. Es gilt als sicher, dass unter seiner Führung Bugatti bald auch voll-elektrisierte Luxusautos auf die Straße bringen soll. Minderheitsaktionär wird die VW-Tochter Porsche.

    18.15 Uhr - DAX beendet Handel mit kleinem Plus

    An den deutschen Börsen hat sich zum Wochenauftakt nicht allzu viel bewegt. Der Grund: Den Anlegern fehlten die Vorgaben von der Wall Street. Wegen des Unabhängigkeitstages am gestrigen 4. Juli wurde das Wochenende verlängert, die Börsen in New York blieben geschlossen. Der DAX schloss 0,1 Prozent im Plus bei 15.662 Punkten. Größter Gewinner war die Aktie von Heidelberg Cement mit einem Plus von 1,7 Prozent. Auf der anderen Seite gaben Fresenius Medical Care um 1,4 Prozent nach.

    16.15 Uhr - Elektroautos boomen

    Aus der Autoindustrie kommen heute recht unterschiedliche Signale. Positiv ist, dass im Juni rund ein Viertel mehr Autos neu zugelassen wurden. Allerdings waren das hauptsächlich E-Autos. Negativ ist, dass der Verband der Automobilindustrie seine Produktionsprognose erneut zurückgenommen hat. Der Grund: Der Mangel an Steuerchips hindert die Hersteller daran mehr zu produzieren. Und das dürfte auch die Anleger beunruhigen. Die Aktien von BMW und Daimler geben leicht nach. Nur VW-Aktien liegen minimal im Plus.

    15.30 Uhr - Wall Street heute geschlossen

    In den USA ist es üblich, dass ein Feiertag nachgeholt wird, wenn er auf einen Sonntag fällt. Da gestern Unabhängigkeitstag war, bleibt heute die Wall Street geschlossen, es gibt keinen Handel. Die deutschen Anleger müssen ohne die Impulse aus Übersee auskommen.

    15.15 Uhr - Hoher Kupferpreis treibt Aurubis-Aktie

    Kupfer ist ein Metall, das in der Industrie sehr häufig verwendet wird. Für elektrische Drähte, Schaltkreise, Motoren und vieles mehr. Der wirtschaftliche Aufschwung hat die Nachfrage nach Kupfer deutlich ansteigen lassen und damit auch den Preis. In Deutschland produziert vor allem Aurubis Kupfer oder verarbeitet es – die Aktie ist deshalb sehr gefragt und einer der Favoriten im MDAX.

    14.15 Uhr - Noch keine Entscheidung der OPEC

    Immer noch warten die Anleger auf eine Entscheidung der OPEC+-Gruppe. Werden die Ölländer ihre Förderung anheben und wenn ja in welchem Umfang? Für die Anleger sind das wichtige Informationen, denn wird die Förderung nicht ausreichend erhöht, drohen weiter steigende Preise und das könnte die Konjunktur belasten, die wirtschaftliche Erholung ausbremsen. Am Terminmarkt für Rohöl ist das Barrel der Sorte Brent am frühen Nachmittag mit 76,50 Dollar etwas teurer als am Freitag.

    13.15 Uhr - Auto-Neuzulassungen steigen im Juni

    Der Automarkt scheint sich weiter zu erholen: Im Juni wurde fast ein Viertel mehr neue Autos zugelassen als vor einem Jahr. Aber: Es sind hauptsächlich Elektroautos und wohl doch weniger als viele erwartet hatten. Denn der Automobilverband korrigiert seine Produktionsprognose gleichzeitig nach unten und rechnet nur noch mit einem Plus von 3 Prozent in diesem Jahr. Die Autoaktien stehen mittags leicht unter Druck.

    11.15 Uhr - Börsen zuversichtlich für die Konjunktur

    Die Anleger an den Börsen sind mit der Konjunktur im Euro-Raum so zufrieden wie seit rund dreieinhalb Jahren nicht. Das Stimmungsbarometer stieg um 1,7 Punkte auf 29,8 Zähler und damit auf den höchsten Wert seit Februar 2018, wie aus der Umfrage der Investment-Beratungsfirma Sentix unter mehr als 1.100 Anlegern hervorgeht. Doch es gibt auch einen Wermutstropfen. Offenbar ist der Zenit überschritten. Die Erwartungen, dass sich die gute Lage weiter verbessern kann, bleiben zwar noch klar positiv, doch sank hier das Barometer deutlich von 35,3 auf 29,8 Punkte. Mit Blick auf die Konjunktur sei dies insgesamt noch nicht besorgniserregend: Für die Aktienmärkte dagegen, die sehr stark auf die Erwartungen der Anleger fokussiert seien, könnte diese Entwicklung zu einer erhöhten Marktvolatilität beitragen, heißt es bei Sentix.

    10.15 Uhr - Stimmung der Einkaufsmanager schwächer als gedacht

    Die Stimmung der Einkaufsmanager in Deutschland war im vergangenen Monat doch etwas schlechter als zunächst angegeben. Das zeigt der Einkaufsmanagerindex des Marktforschungsinstituts Markit. Demnach ist der Index im Juni zwar gegenüber dem Vormonat deutlich gestiegen auf 60,1 Zähler, die Erstschätzung jedoch war bei 60,4 Punkte. Das scheint etwas auf die Stimmung an den Börsen zum Wochenauftakt drücken. Der DAX verliert nach einem schwachen Auftakt etwas deutlicher. Aktuell ist er mit 0,7 Prozent im Minus bei 15.537 Punkten.

    09.15 Uhr - Müder Wochenstart beim DAX

    Der DAX ist wie erwartet mit Punktverlusten in den Handel gestartet. Er sinkt um 0,5 Prozent auf 15.570. Es fehlt an frischen Impulsen und das dürfte auch so bleiben, zumal heute die Wall Street geschlossen bleibt. Investoren halten sich da meist zurück, wenn Vorgaben aus den USA, immerhin von den wichtigsten Börsen weltweit, fehlen. Und da der Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten in diesem Jahr auf einen Sonntag fiel, ist heute am Montag dort ebenfalls ein Feiertag. Zuvor gab es in New York an den Börsen noch Rekorde aufgrund der neuen Arbeitsmarktdaten. Mit etwas Bewegung wird gerechnet, wenn das Stimmungsbarometer der Einkaufsmanager in Deutschland und im Euro-Raum veröffentlicht wird.

    08.15 Uhr - China geht gegen Didi vor

    Die chinesische Regierung macht Ernst in ihrem Vorgehen gegen chinesische Internetkonzerne. Nach Alibaba ist nun der Fahrdienst-Vermittler Didi ins Visier geraten. Die Pekinger Cyberspace-Aufsichtsbehörde ordnete am Sonntag die Löschung der Didi-App aus chinesischen AppStores an. Bei einer Untersuchung seien schwerwiegende Verstöße bei der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten durch das Unternehmen festgestellt worden, hieß es. Das Unternehmen müsse die Probleme zunächst lösen. Man werde vollumfänglich kooperieren, teilte der Konzern mit. Die Anleger sind von der Entwicklung alles andere als begeistert. Die Aktien sind bereits am vergangenen Freitag in New York um mehr als fünf Prozent gefallen, nachdem die Aufsichtsbehörde eine Untersuchung des Unternehmens bekanntgegeben hatte.

    07.15 Uhr - Maue Vorgaben aus Asien

    Die Vorgaben aus Asien für den heutigen Handel an den deutschen Börsen fallen verhalten aus. Auf der einen Seite verlieren die Leitbarometer in Hongkong und Tokio heute früh jeweils ein halbes Prozent, auf der anderen Seite können sie damit ganz gut ihre Rekordhochs verteidigen. Für Unterstützung sorgte der jüngste US-Arbeitsmarktbericht. Dieser zeigt zwar, dass sich in den Vereinigten Staaten die wirtschaftliche Erholung fortsetzt, aber die Entwicklung ist offenbar noch nicht stark genug, dass sie eine Rücknahme der Konjunkturmaßnahmen der US-Notenbank rechtfertigt. Die Bedingungen seien gut, um die Aktien weltweit weiter nach oben zu treiben, meinte ein Marktteilnehmer beim Finanzinstitut IG in Melbourne. Der Handel werde jedoch dünner sein als üblich, da die US-Märkte wegen des verlängerten Wochenendes geschlossen bleiben. Die fehlenden Vorgaben von der Wall Street könnten heute auch die Geschäfte an den deutschen Börsen etwas lähmen.

    06.08 Uhr - Ölförderländer verhandeln heute weiter

    In Wien gehen heute die Verhandlungen über die Förderstrategie des Ölkartells Opec und seiner Partnerländer weiter. Bisher konnten sich die Förderländer der sogenannten Opec+ nicht über eine neue Strategie ab August verständigen. Angesichts des erwarteten weltweiten Wirtschaftsaufschwungs wollen einige Länder die Produktion von August bis Jahresende stufenweise anheben, da man davon ausgeht, dass die Ölnachfrage dann auch steigt. So sind die Preise seit Jahresbeginn schon wieder deutlich gestiegen.

    Allerdings ist allen voran Saudi-Arabien für ein vorsichtigeres Vorgehen, aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie. Die weitere Entwicklung der Pandemie könnte die Nachfrage wieder dämpfen Die Vereinigten Arabischen Emirate dagegen fordern eine stärkere Erhöhung für ihr Land. Und so warten die Marktteilnehmer offenbar lieber einmal ab, bis eine Entscheidung gefallen ist. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent steht bei 76 Dollar.

    Montag, 05. Juli 2021

    23.02 Uhr – Ölförderung - OPEC+ verhandeln am Montag weiter

    Die Staatengruppe Opec+ setzt ihre Video-Konferenz zur Ölförderstrategie am Montagnachmittag fort. Das hat das Sekretariat der Opec am späten Abend in Wien bekannt gegeben. Seit gestern diskutierten die 23 Ölexporteure darüber ab August mehr Rohöl zu fördern. Die Frage, welches Land wie viel Rohöl pumpen darf, blieb offenbar ungelöst. Von Beobachtern des Online-Treffens heißt es, dass die Vereinigten Arabischen Emirate darauf beharrten, eine höhere Förderquote zugeteilt zu bekommen. Der Ölpreis bewegt sich kaum. Das Barrel Nordseeöl der Sorte Brent kostet rund 76,10 Dollar.

    22.23 Uhr - Wall Street geht mit Höchstständen ins Wochenende

    Der Technologie-Index Nasdaq (14.639 Punkte) und der S&P 500 (4.352 Punkte) gewannen jeweils 0,8 Prozent und schlossen jeweils so hoch wie nie zuvor. Der Dow Jones (34.786 Punkte) gewann 0,4 Prozent. Über die gesamte Handelswoche hinweg gewannen die drei Indizes bis zu 1,9 Prozent.

    21.36 Uhr - Ökonomen wundern sich über US-Daten

    In den USA sind im Juni zwar mehr Stellen geschaffen worden als angenommen, aber die Zahlen seien nicht so stark, dass sie Inflations- und Zinserhöhungs-Ängste auslösen könnten, sagte Marktanalyst Fawad Razaqzada vom Broker ThinkMarkets. Für Verwunderung an der Börse sorgt, dass die getrennt ermittelte Arbeitslosen-Quote um einen Tick auf 5,9 Prozent stieg. Deutliche Rückgänge der Quote habe es aber im letzten Herbst gegeben – bei ähnlich starken Wachstumsraten von Arbeitsplätzen, sagte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Das werde es der Fed schwer machen, unmittelbar an eine Straffung der Geldpolitik zu denken, meint er. Auch die Einkommensentwicklung spricht wohl eher dafür, dass die Fed ihren geldpolitische Kurs nicht plötzlich ändert. Die Löhne sind in den USA im Juni dem Arbeitsmarktbericht zufolge gestiegen, aber nicht so stark wie im Mai und April.

    21.09 Uhr - Rekorde an der Wall Street     

    In New York notieren S&P 500 und Nasdaq-Index so hoch wie nie zuvor. Der S&P erreicht den siebten Tag in Folge eine Bestmarke. Begründet wird das unter anderem mit den jüngsten US-Arbeitsmarktdaten und damit verbunden auch mit der Hoffnung auf weiterhin billiges Notenbankgeld. 

    20.33 Uhr - Mister-Spex-Aktien - Minus nach erstem Handelstag

    Der Berliner Online-Brillenhändler Mister Spex hat ein durchwachsenes Börsendebüt in Frankfurt am Main hingelegt. Am Anfang standen Gewinne, am Ende ging es abwärts. Der Ausgabepreis lag bei 25 Euro, der erste Kurs bei 25,38 Euro. Zeitweise stieg der Wert der Papiere bis auf 26 Euro. Im Handelsverlauf bröckelten dann die Gewinne, am Ende notierten sie bei 24,50 Euro mit einem Minus von 3,2 Prozent. Mit dem Geld aus dem Börsengang will die Firma, die unter anderem mit Brillen und Kontaktlinsen handelt, auch international expandieren. Nach eigenen Angaben betreibt Mister Spex Online-Shops in zehn Ländern sowie mehr als 40 Geschäfte in Deutschland, Österreich und Schweden.

    20.16 Uhr – Vestager gegen Apple

    Nach Vorstellungen der für Wettbewerb und Digitales zuständigen EU-Kommissarin Margrethe Vestager soll Apple seinen App-Store öffnen und den Nutzern erlauben, Apps aus anderen Quellen auf Apple-Smartphones zu holen. Der US-Konzern lehnt das ab. Sie warnte Apple davor, Datenschutz und Sicherheitsargumente für Wettbewerbsbeschränkungen zu nutzen. Wie Vestager im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters sagte, sind Datenschutz und Sicherheit für jedermann sehr wichtig, aber sie dürften nicht dem Wettbewerb schaden. Apple-Aktien steigen um 1,7 Prozent.

    19.51 Uhr – Rohöl - Gespräche über Fördermengen dauern an

    Die Verhandlungen über die Ölförder-Strategie des Opec-Kartells und seiner zehn Partnerländer sind ins Stocken geraten. Eine für den Nachmittag geplante offizielle Online-Sitzung verzögerte sich bis zum Abend. Analysten gingen davon aus, dass es auch heute noch keine Einigung geben könnte und sich die Verhandlungen womöglich bis ins Wochenende hinziehen. Angesichts der ausstehenden Förderentscheidung großer Produzenten rühren sich die Ölpreise kaum von der Stelle. Das Barrel Nordseeöl der Sorte Brent zur Auslieferung im September kostet 76,07 US-Dollar. Das entspricht dem Preis von vor einer Woche. Vor einem Monat war Brent-Öl etwa 5 US-Dollar billiger als jetzt und vor zwei Jahren ungefähr 2 US-Dollar teurer als momentan.

    19:28 Uhr - Chinesische Aufsichtsbehörden ermitteln gegen Didi

    Seit Mittwoch sind Papiere des chinesische Fahrdienst-Vermittlers Didi an der Wall Street in New York gelistet. Dabei hatte die Firma 4,4 Milliarden Dollar eingenommen. Nun haben die chinesischen Aufsichtsbehörden ein Auge auf Didi. Die Behörde für den Cyberspace (CAC) begann mit Verweis auf die nationale Sicherheit und das Interesse der Öffentlichkeit eine Untersuchung des Unternehmens. Während der Ermittlungen darf Didi in China keine neuen Kunden akquirieren. Das Unternehmen teilte mit, es werde selbst umfassend nach möglichen Risiken im Bereich der Cyber-Sicherheit forschen und voll mit den Behörden kooperieren. Didi-Aktien verlieren gut 8 Prozent auf rund 15 Dollar. Die Aktien des US-Rivalen Uber steigen um gut 2 Prozent.

    18.45 Uhr - Tesla: Auto-Brand und Quartalszahlen

    ein Tesla-Topmodell „S-Plaid“, das gerade erst ausgeliefert worden war, geriet offenbar in Brand. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, erklärte heute der Anwalt Mark Geragos, dass sich der Fahrer des Autos, ein Unternehmenschef, nur gewaltsam aus dem brennenden Fahrzeug retten konnte, weil das elektrische Türschloss blockierte. Der Wagen sei kurz nach dem Anrollen in einem Wohngebiet in Pennsylvania zu einem Feuerball geworden. Tesla äußerte sich laut Reuters bislang nicht dazu. Das Luxus-Modell wird seit Juni ausgeliefert. Tesla-Chef Elon Musk hatte es bei der Vorstellung angepriesen. Die Entwicklung der Batterie sei wegen Sicherheitsfragen aufwendiger gewesen. Dem Anwalt Geragos zufolge wird der Fall untersucht. Er forderte Tesla auf, das Modell vom Markt zu nehmen, bis die Ursachen des Brandes klar seien. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA erklärte, sie werde den Fall untersuchen und eingreifen, wenn die Öffentlichkeit geschützt werden müsse. Tesla hat heute mitgeteilt, dass die Firma im zweiten Vierteljahr 201.250 Fahrzeuge auslieferte – so viele wie nie zuvor in einem Quartal. Damit erfüllte das Unternehmen die Erwartungen der Analysten. Tesla-Aktien verlieren 0,3 Prozent.

    18.07 Uhr – Fraport bekommt Geld vom Staat

    Der Flughafenbetreiber Fraport hat im ersten Lockdown im vergangenen Jahr die Infrastruktur auf Flughäfen aufrecht erhalten, obwohl relativ wenig Passagierflugzeuge gestartet und gelandet waren. Dafür erhält Fraport nun von Bund und dem Land Hessen 160 Millionen Euro Ausgleich für entstandene Kosten. Wie das Unternehmen heute mitteilte, stärkt der Betrag das Eigenkapital. Der Flughafenverband ADV teilte mit, auch für andere große Airports würden nun diese sogenannten Vorhaltekosten ausgezahlt - insgesamt knapp 400 Millionen Euro. Fraport-Aktien gewannen 0,6 Prozent.

    17.54 Uhr - DAX-Wochengewinn: 0,3 Prozent

    Der deutsche Leitindex ging mit einem Plus von 0,3 Prozent ins Wochenende bei 15.650 Punkten. Über die gesamte Handelswoche hinweg legte der DAX um 0,3 Prozent zu. Der MDAX stieg um 0,6 und der TecDAX um 0,5 Prozent.

    17.26 Uhr - Notlandung von Boeing-Frachtmaschine

    Ein Fracht-Flugzeug des Boeing-Modells 737-200 hatte Motorprobleme und ist nach Angaben der US-Luftfahrtaufsicht vor der Küste von Honolulu notgelandet. Das modernere Modell 737 MAX hatte von der Flugaufsicht nach zwei Abstürzen 20 Monate am Boden bleiben müssen. Boeing-Aktien verlieren 1,1 Prozent.

    16.58 Uhr - Ende von Dividendenstopp für Banken?

    Das Ende des Dividendenstopps für Europas Banken rückt näher. Es habe sich gezeigt, dass die Institute nach wie vor widerstandsfähig, gut kapitalisiert und in der Lage seien, Haushalte und Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise zu unterstützen, sagte der Chef der EZB-Bankenaufsicht, Andrea Enria. Vor diesem Hintergrund werde auch die Bankenaufsicht Ende September "Schritte in Richtung Normalisierung unternehmen, da wir - sofern es keine negativen Überraschungen gibt - planen, unsere außerordentliche Empfehlung an alle Banken aufzuheben, keine Dividenden auszuschütten und keine Aktienrückkäufe durchzuführen".

    15.45 Uhr - US-Aktienmärkte starten ohne großen Schwung

    Trotz des überraschend guten Arbeitsmarktberichts und geringer als erwartet gestiegenen Stundenlöhne in den USA ist der Dow Jones zu Handelsbeginn kaum verändert. Dem S&P500 reichen wenige Pluspunkte für ein neues Allzeithoch. Der Nasdaq kommt ein halbes Prozent voran.

    14.38 Uhr - US-Beschäftigung steigt stärker als erwartet

    Die Lage am US-Arbeitsmarkt hat sich im Juni stärker aufgehellt als erwartet. Es entstanden 850.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft, wie die Regierung in Washington mitteilte. Ökonomen hatten lediglich mit 700.000 gerechnet. Die getrennt ermittelte Arbeitslosenquote stieg allerdings überraschend ein wenig auf 5,9 Prozent.

    13.02 Uhr - US-Amerikaner kaufen viele deutsche Autos

    Nach dem Einbruch in der Corona-Krise kommen die Autoverkäufe in den USA wieder in Fahrt - davon profitieren auch die deutschen Hersteller. Volkswagen setzte im zweiten Quartal 72 Prozent mehr Neuwagen ab als im pandemiebedingt schwachen Vorjahreszeitraum, als Fabriken und Autohäuser wegen Lockdowns zeitweise geschlossen werden mussten. Die bayerischen Autobauer Audi und VW haben ihre US-Verkäufe sogar jeweils um rund 90 Prozent gesteigert.

    12.18 Uhr - Milliardär Branson will vor Jeff Bezos ins All

    Der britische Milliardär Richard Branson will am 11. Juli mit einem Raumschiff seines Unternehmens Virgin Galactic ins All fliegen - und damit seinem US-Konkurrenten Jeff Bezos um neun Tage zuvorkommen. Wie Virgin Galactic mitteilte, öffnet sich am 11. Juli das Zeitfenster für den nächsten Testflug des Raumschiffs SpaceShipTwo Unity. Es kann demnach aber nur starten, wenn das Wetter gut ist und es keine technischen Probleme gibt.

    11.00 Uhr - EZB-Chefin sieht noch keinen stabilen Aufschwung

    Eine nachhaltige Erholung in der Euro-Zone sei noch nicht erreicht, sagte Christine Lagarde in einem Zeitungsinterview. Die EZB-Chefin ist der Meinung, dass der jüngste Anstieg der Inflation im gemeinsamen Währungsraum nur vorübergehend sei. Sie versicherte, man werde eine Rückkehr zu niedrigeren Inflationsraten sehen. Die aktuellen Aussagen der EZB-Chefin hören sich nicht danach an, als ob sie die Zinsschraube schon bald fester anziehen will. Und das bedeutet für die Börsen wohl weiter viel Liquidität, die angelegt werden will.

    10.00 Uhr - Erfolgreicher Börsengang von Mister Spex

    Der Online-Optiker Mister Spex hat ein erfolgreiches Börsendebüt hingelegt. Der erste Kurs für die Aktien des Berliner Unternehmens wurde am Morgen in Frankfurt mit 25,38 Euro festgestellt, rund 1,5 Prozent über dem Ausgabepreis von 25 Euro. Aktuell notiert die Aktie noch ein bisschen höher bei 25,80 Euro. Zum Ausgabepreis kommt das Unternehmen damit auf einen Börsenwert von 829 Millionen Euro, der Börsengang selbst war 375 Millionen Euro schwer. Mister Spex gibt es seit 2007 und hatte Brillen zunächst nur über das Internet verkauft. Mittlerweile eröffnet das Unternehmen aber immer mehr Filialen und will damit unter anderem den Platzhirschen Fielmann und Apollo Optik hierzulande Konkurrenz machen.

    09.14 Uhr - DAX startet im Plus - Autowerte gefragt

    Der DAX verbucht 10 Minuten nach Handelsbeginn ein Plus von 0,3 Prozent auf 15.654 Punkte. Zu den Favoriten gehören die Papiere von BMW und Daimler mit jeweils rund einem Prozent Plus. Continental und Volkswagen legen jeweils rund ein halbes Prozent zu. In einer aktuellen Umfrage des Münchner Ifo-Instituts beurteilten die deutschen Autohersteller und Zulieferer ihre Geschäftslage deutlich positiver. Der vom Ifo berechnete entsprechende Index stieg auf den besten Wert seit rund drei Jahren. Außerdem hatten VW und BMW gestern Abend gute US-Absatzzahlen präsentiert.

    08.15 Uhr - Nikkei-Index schließt mit kleinem Plus

    Die Anleger in Tokio folgten heute dem freundlichen US-Trend nach positiven Konjunkturdaten in den USA. Der japanische Leitindex Nikkei stieg um 0,3 Prozent auf 28.783.

    7.50 Uhr - DAX vor US-Arbeitsmarkt-Zahlen im Plus erwartet

    Seit Tagen fiebern die Anleger dem aktuellen US-Arbeitsmarkt-Bericht entgegen, der heute Nachmittag erwartet wird. Er könnte Einfluss auf die künftige Geldpolitik der US-Notenbank haben. Experten rechnen für Juni in den USA mit dem Aufbau von 700.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft. Sollte dieser Wert oder die Beschäftigungsquote höher ausfallen, werde die Diskussion um eine vorzeitige Straffung der US-Geldpolitik neue Nahrung bekommen, heißt es an den Börsen. Der DAX notiert vorbörslich jetzt knapp 0,3 Prozent höher bei 15.645 Punkten.

    06.41 Uhr - IWF erwartet rasantes US-Wirtschaftswachstum

    Der Internationale Währungsfonds hat seine Prognosen deutlich nach oben korrigiert und erwartet nun ein Wirtschaftswachstum in den USA in diesem Jahr von sieben Prozent. Das wäre die stärkste Wachstumsrate seit fast 40 Jahren. Im April war er noch von plus 4,6 Prozent ausgegangen. Die Prognose für das kommende Jahr hob er von 3,5 auf 4,9 Prozent an. Grund für die Korrekturen nach oben sei vor allem die beispiellose fiskalische und geldpolitische Unterstützung von Staaten und Notenbanken in der Pandemie, erklärte der IWF in einem turnusgemäßen Bericht zur Wirtschaftslage in den USA. Die neue Prognose basiere zudem auf der Annahme, dass die von US-Präsident Biden vorgeschlagenen billionenschweren Gesetzespakete zum Ausbau der Sozialleistungen und für Investitionen in die Infrastruktur auch in ähnlicher Höhe vom Kongress beschlossen werden.

    06.15 Uhr - Ölmärkte ruhig vor Beratungen der Opec+

    Wichtige Ölexporteure verhandeln derzeit darüber, wie viel Öl ab August aus der Erde gepumpt wird. Gestern konnte sich die als Opec+ bekannte Allianz aus rund zwei Dutzend Ölexporteuren inklusive des Ölriesens Saudi-Arabien und Russland nicht darauf verständigen, wie weit ab August die Ölhähne aufgedreht werden sollen. Heute versuchen sie erneut eine Einigung zu finden. Die Kooperationspartner diskutieren nach Angaben der russischen Staatsagentur Tass darüber, ihre tägliche Fördermenge zwischen August und Dezember um 400.000 Barrel auszuweiten. Würde sich Opec+ für eine Erhöhung in dieser Größenordnung entscheiden, wäre der Markt aus Sicht von Experten trotzdem noch unterversorgt. Am Ölmarkt ist es ruhig am Morgen. Das Barrel Nordseeöl kostet wenig veränderte 75,86 Dollar.

    Freitag, 2. Juli 2021

    23.14 Uhr - Ölförderländer vertagen Gespräche über Fördermenge

    Die Opec+-Länder haben ihr Ministertreffen per Videokonferenz auf morgen verschoben. Es müssten noch weitere Gespräche über die Förderpolitik geführt werden, zitieren irakische Staatsmedien heute Iraks Ölminister Ihsan Abdul Jabbar. Analysten hatten eine leichte Erhöhung der Produktion im August erwartet. Ein Ausschuss der Staaten hatte unter anderem empfohlen, die Ölförderung für den Zeitraum August bis Dezember um 0,4 Millionen Barrel pro Tag zu erhöhen. Das Barrel Nordseeöl der Sorte Brent zur Auslieferung im September kostet rund 75,60 Dollar.

    22.48 Uhr - VW: bestes Verkaufsergebnis seit 1973

    Volkswagen setzt in den USA nach eigenen Angaben zunehmend auf SUVs. Mit 211.000 Fahrzeugen habe Volkswagen of America im ersten Halbjahr den höchsten Absatz in dem Zeitraum seit fast 50 Jahren erzielt, sagte Volkswagens US-Chef Scott Keogh zu Journalisten. Damit sei auch der Marktanteil vergrößert worden.

    22.33 Uhr - S&P 500 erreicht erneut Bestmarke

    Die Wall Street in New York hat den Handel mit Gewinnen beendet. Es gab gemischte Konjunkturdaten. Der Dow Jones ging mit einem Plus von 0,4 Prozent aus dem Handel bei 34.634 Punkten. Der S&P 500 stieg um 0,5 Prozent auf 4.320 Zähler. Er erreichte den sechsten Tag in Folge ein Rekordhoch. Der Nasdaq-Index gewann 0,1 Prozent.

    21.53 Uhr - Kurssprung nach Börsengang

    Die Aktien von Pop Culture steigen an der Wall Street um rund 90 Prozent. Es ist der zweite Tag nach dem Börsendebüt der Titel des chinesischen Veranstalters von Hip-Hop-Events. Ein Anteilsschein ist etwa 58 Dollar wert. Der Ausgabepreis lag bei 6 Dollar. Demzufolge sind die Aktien um mehr als 1.200 Prozent gestiegen. Die Emission hatte ein Volumen von 37,2 Millionen Dollar.

    21.02 Uhr - Robinhood will an die Tech-Börse Nasdaq

    Der Wertpapier-Broker Robinhood treibt seinen Börsengang voran. Das Unternehmen heute seinen Wertpapierprospekt. Es gilt als Wegbereiter einer jüngeren Generation von Anlegern am US-Finanzmarkt. Gestern verhängte die US-Finanzaufsicht Finra ein Bußgeld gegen Robinhood. Wegen angeblicher Irreführung von Kunden, zu lascher Kontrollen bei riskantem Optionshandel und technischer Pannen zahlt das Unternehmen bei dem Vergleich fast 70 Millionen Dollar (59 Mio Euro). Mit 57 Millionen Dollar entfällt das Gros auf eine Geldstrafe - laut Finra die höchste, die je von der Behörde verhängt wurde. Die Erlöse der Trading-App sind in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 309 Prozent auf 522 Millionen Dollar gestiegen, wie das US-Unternehmen heute mitteilte. Die Firma wurde 2013 in Kalifornien gegründet. Im vergangenen Jahr erzielte sie unter dem Strich sieben Millionen Dollar Gewinn. 2019 machte sie 107 Dollar Verlust.

    18.50 Uhr - Mehr Sorgen um Staatsschulden

    Dazu trägt bei, dass die EZB in der Corona-Krise weiterhin billiges Geld in Aussicht stellt und sich Staaten weiter verschulden. Das treibt die Kurse europäischer Staatsanleihen an. Dadurch lag der Handelsplattform Tradeweb zufolge das Volumen der Bonds mit negativer Rendite im Juni bei 5,5 Milliarden Euro. Dies entspreche etwa 61 Prozent aller ausgegebenen Papiere. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen liegt bei minus 0,20 Prozent, die Rendite zehnjährige italienischer Staatsanleihen bei 0,80 Prozent.

    17.51 Uhr - DAX beginnt Juli mit Gewinnen

    Der DAX büßte im Handelsverlauf einen Teil seiner anfänglichen Gewinne ein. Er schloss 0,5 Prozent im Plus bei 15.604 Punkten. Der MDAX legte um 0,6 Prozent zu. Der TecDAX verlor 0,4 Prozent. Uneinheitliche Konjunkturdaten, Nachfrage nach Öl und Stahl, Börsengänge und Arbeitsmarktdaten gehörten zu bestimmenden Themen für die Anleger.

    17.36 Uhr - Siemens-Konkurrent ABB treibt Börsengang voran

    Der Schweizer Elektrotechnikkonzern ABB bereitet den Börsengang seines Geschäfts mit Ladetechnik für E-Autos vor. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von mit der Situation vertrauten Personen erfahren haben will, könnte die Sparte im besten Fall in der ersten Jahreshälfte 2022 an die Schweizer Börse kommen. Vorher müsse das Geschäft, das Schnellladestationen für Autos und Busse herstellt, aus dem Konzern ausgegliedert werden. Der Wert dieser Sparte könnte dem Bericht zufolge bei rund drei Milliarden Dollar liegen.

    16.02 Uhr - US-Aktienindizes starten mit leichten Gewinnen

    Ermutigende US-Arbeitsmarktdaten schieben die Wall Street an. Der breit gefasste Leitindex S&P 500 stieg zur Eröffnung um 0,3 Prozent und markierte mit 4.311 Punkten den sechsten Tag in Folge ein Rekordhoch. Der Dow Jones und der technologielastige Nasdaq legten ebenfalls leicht zu, verfehlten vorerst aber neue Bestmarken.

    14.15 Uhr - H&M meldet Quartalsgewinn

    Von März bis Ende Mai verdiente H&M vor Steuern umgerechnet rund 360 Millionen Euro. Und damit etwas mehr als Analysten erwartet hatten. In China brach der Umsatz der Modekette allerdings um ein Drittel ein. Das dürfte an Boykottaufrufen liegen. Wie andere große westliche Konzerne hatte H&M sich verpflichtet, wegen Vorwürfen der Zwangsarbeit keine Baumwolle mehr aus der chinesischen Provinz Xinjiang zu kaufen.

    13.15 Uhr - DAX dreht ins Minus

    Die Pandemie-Sorgen scheinen die Anleger an den Aktienmärkten wieder einzuholen. Der DAX ist zwischenzeitlich wieder unter 15.500 Punkten. Am Vormittag hatte der deutsche Leitindex noch bis zu 1,1 Prozent zugelegt.

    12.01 Uhr - Einzelhandel steigert Umsätze deutlich

    Lockerungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie bescheren dem deutschen Einzelhandel spürbar mehr Umsatz. Im Mai stiegen die Einnahmen um 4,5 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ökonomen hatten allerdings mit einem Anstieg um 5,0 Prozent gerechnet.

    11.08 Uhr - Immobilen-Aktien unter Druck

    Gegen den freundlichen Gesamttrend an den Börsen verlieren die Aktien von Deutsche Wohnen 0,2 Prozent und die von Vonovia 0,6 Prozent. In Berlin können die Bürgerinnen und Bürger nun bei einem Volksentscheid über die Initiative "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" abstimmen. Für das Volksbegehren wurden fast 184.000 gültige Stimmen gezählt, deutlich mehr als die erforderliche Anzahl von 175.000 Stimmen, teilte die Berliner Landeswahlleiterin am Morgen mit.

    Der Senat kann nun den Tag des Volksentscheids festsetzen. Die Berlinerinnen und Berliner können dann darüber abstimmen, ob Unternehmen, die im Besitz von mehr als 3.000 Wohnungen sind, enteignet werden. Die Initiative will die mehr als 240.000 Wohnungen in eine Anstalt des öffentlichen Rechts überführen, wo sie "demokratisch, transparent und gemeinwohlorientiert" verwaltet werden sollen. Erst zu Wochenbeginn hatten die beiden Wohnungskonzerne Deutsche Wohnen und Vonovia vom Kartellamt grünes Licht für ihre Fusion bekommen.

    10.45 Uhr - Nordex schockiert Anleger mit Kapitalerhöhung

    Der Windkraftanlagenbauer Nordex hat eine fast 600 Millionen Euro schwere Kapitalerhöhung angekündigt. Mit dem Geld will das Hamburger Unternehmen sein wachsendes Projektgeschäft unterfüttern und das Verhältnis von Eigenkapital zu Schulden verbessern. Insgesamt 42,7 Millionen neue, auf den Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft sollen ausgeben werden zu einem Bezugspreis von 13 Euro 70 Euro je Aktie, teilte Nordex mit. Das ist ein Abschlag von einem Drittel zum Schlusskurs der Nordex-Aktie gestern. Und der massive Kursabschlag sei überraschend, so sagten Analysten. Die Nordex-Aktie verliert rund 11 Prozent auf 18 Euro 17 im Moment.

    10.05 Uhr - BVB winkt Geldsegen durch Sancho-Deal

    Der Wechsel von Jadon Sancho von Borussia Dortmund zu Manchester United ist offenbar perfekt. Und das interessiert nicht nur Fußball-Begeisterte sondern auch die Anleger an den Börsen. Medienberichten zufolge zahlt der englische Fußball-Rekordmeister 85 Millionen Euro für den Flügelstürmer an Borussia Dortmund, mit Bonus-Zahlungen soll die Ablöse in den nächsten Jahren auf bis zu 95 Millionen Euro ansteigen. Lediglich die Unterschriften fehlten noch, um den Wechsel offiziell zu machen und das könnte schon morgen der Fall sein. Die Borussia hatte Sancho für weniger als ein Zehntel dieser Summe nach Dortmund geholt. Die Aktie von Borussia Dortmund ist daraufhin gefragt und legt knapp zwei Prozent zu.

    09.20 Uhr - CureVac-Aktie stürzen ab

    Nach den enttäuschenden Studienergebnissen bei ihrem Covid-19-Impfstoff sind die Papiere von CureVac kurz nach Start des Xetra-Handels um rund 18 Prozent eingebrochen. Im Vergleich zu anderen Impfstoffen zeigt der von CureVac eine geringere Wirksamkeit von 48 Prozent gegen eine Covid-Erkrankung jeglichen Schweregrades und in allen Altersgruppen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat daher bei seinen Beschaffungsplanungen für das kommende Jahr den Impfstoff der Tübinger aber auch von AstraZeneca nicht eingeplant.

    09.15 Uhr - DAX startet im Plus

    Nach den Verlusten gestern greifen die DAX-Anleger heute wieder zu. Das deutsche Börsenbarometer ist mit einem Plus gestartet und gewinnt rund 15 Minuten danach 0,8 Prozent auf 15.653 Punkte.

    08.10 Uhr - Nikkei schließt mit kleinem Minus

    Trotz positiver Daten aus der japanischen Wirtschaft schloss der japanische Leitindex 0,3 Prozent leichter auf dem Endstand von 28.707 Punkten.

    07.44 Uhr - Opec+ berät über Öl-Förderquoten

    Die Anleger an den Finanzmärkten blicken heute gespannt auf die Beratungen der Ölstaaten der sogenannten Opec+. Zu ihr gehören neben den Mitgliedern des Exportkartells weitere Öl-Förderländer wie zum Beispiel Russland. Experten rechnen mit einer Anhebung der Förderquoten um 500.000 Barrel pro Tag. Sollte das Kartell allerdings mit einer größeren Erhöhung überraschen, könnte das die Ölpreise unter Druck setzen, sagen Analysten am Morgen. Derzeit ist es noch ruhig an den Ölmärkten. Das Barrel der Nordseesorte Brent kostet im Moment wenig veränderte 74,65 Dollar.

    06.45 Uhr - Anleger in Asien bleiben auf der Hut.

    Nach gemischt ausgefallen Konjunktur-Daten werden kleine Verluste geschrieben an den Asien-Börsen. In Tokio verliert der japanische Leitindex Nikkei zur Stunde 0,4 Prozent, in Shanghai ist es ein kleines Minus von 0,1 Prozent. Das Wachstum der chinesischen Industrie hat sich im Juni infolge neuer Corona-Ausbrüche und Probleme in der Lieferkette verlangsamt. In Japan zeigen sich die Manager in den Großunternehmen seit nunmehr vier Quartalen in Folge optimistischer.

    06.15 Uhr - Stimmung in Japans Wirtschaft hellt sich weiter auf

    Die Manager in der japanischen Großindustrie zeigen sich nach den schweren Einbrüchen wegen der Corona-Pandemie wieder optimistischer. Das zeigt der vierteljährlich erstellte Tankan-Bericht der japanischen Notenbank. Der hier ermittelte Stimmungs-Index für die großen Produktionsunternehmen in Japan verbesserte sich zum Juni von zuvor plus 5 auf nun plus 14 Punkte. Ein positiver Index bedeutet, dass die Optimisten in der Industrie des Landes in der Mehrheit sind. Damit hellt sich die Stimmung der Manager seit nunmehr vier Quartalen in Folge auf, allerdings nicht ganz so stark wie von vielen Ökonomen erwartet. An der Börse in Tokio verliert der Nikkei-Index 0,4 Prozent.

    Donnerstag, 1. Juli 2021

    23.05 Uhr - Insider:  Salt vor Börsengang in der Schweiz             

    Das Telekomunternehmen Salt plant angeblich für den Herbst einen Börsengang. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von mit der Situation vertrauten Personen erfahren haben will, dürfte Salt dabei Aktien für rund 700 Millionen Franken anbieten, großteils aus einer Kapitalerhöhung. Einschließlich Schulden könnte die Nummer drei am Schweizer Telekom-Markt auf eine Bewertung von rund 2,5 Milliarden Franken kommen.

    22.33 Uhr - Weiteres Börsendebüt in New York       

    Das Börsenumfeld erscheint vielen offenbar günstig für den Gang aufs Parkett. Noch herrscht die Politik des billigen Geldes. Da können Anleger tendenziell profitieren. An der Wall Street wurden heute neben den Aktien des chinesischen Fahrdienst-Vermittlers Didi auch die Papiere der Online-Kanzlei LegalZoom erstmals gehandelt. Bei LegalZoom stand bei Handelsschluss ein Plus von 35,2 Prozent. Ein Anteilsschein ist damit gut 37 Dollar wert. Die Firma hatte ihre Papiere zu je 28 Dollar zugeteilt. Die Emission hat ein Volumen von 535,4 Millionen Dollar.

    22.19 Uhr - Gewinne für Dow Jones und DAX im ersten Halbjahr

    Die Wall Street in New York hat den Handel vor wenigen Minuten uneinheitlich beendet. Der Dow Jones schloss 0,6 Prozent im Plus bei 34.503 Punkten. Über das gesamte erste Halbjahr hinweg gewann er ähnlich wie der deutsche Leitindex rund 13 Prozent.

    19.48 Uhr - Börsendebüt von Didi

    An der Wall Street ist heute ein Konkurrent des Fahrdienst-Vermittlers Uber an die Börse gegangen. Es handelt sich um das chinesische Unternehmen Didi. Zum Debüt in New York wird die Firma mit 80 Milliarden Dollar bewertet. Der Ausgabepreis der Papiere lag bei 14 Dollar. Jetzt sind sie gut 15 Dollar wert. Die Aktien steigen um etwa 9 Prozent – zeitweise lag das Plus bei ungefähr 19 Prozent.

    18.06 Uhr - DAX-Halbjahresbilanz positiv         

    Der deutsche Leitindex ist im ersten Halbjahr um 13,2 Prozent gestiegen. Im Monat Juni legte er um 0,7 Prozent zu, im zweiten Quartal um 3,5 Prozent.  

    17.45 Uhr - Deutscher Aktienmarkt schließt mit Verlusten

    Die Gewinne von gestern sind wieder dahin. Der DAX verlor 1 Prozent auf 15.531 Punkte. Der MDAX fiel um 0,7 - der TecDAX um 1,2 Prozent. Begründet wurde das zum Teil mit Konjunkturunsicherheiten.

    16.58 Uhr - Aufseher wollen Anleger vor "Greenwashing" schützen

    Die internationalen Wertpapieraufseher wollen Vermögensverwaltern schärfer auf die Finger schauen. Das Ziel: Etikettenschwindel bei "grünen" Investments verhindern. Die Internationale Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden, zu der Aufseher in den USA, Europa und Asien gehören, legte jetzt Vorschläge vor, wie Kontrolleure Anleger besser vor dem sogenannten "Greenwashing" schützen können.

    Bei der Vermarktung stuften einige Investmentmanager Produkte irreführend als nachhaltig ein, obgleich sich bei den zugrundeliegenden Anlagestrategien oder den Aktionärspraktiken nichts grundlegend geändert habe, erklärte die Organisation. Aufseher sollten daher erwägen, ihre Anforderungen klarzustellen oder neue Vorgaben zu machen zur Veröffentlichung von ESG-Eigenschaften, heißt es weiter.

    15.40 Uhr - US-Aktienmärkte starten ohne Schwung

    Die Rekordjagd der Wall Street ist vorerst beendet. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 notierten zur Eröffnung am Mittwoch kaum verändert und blieben in Schlagdistanz zu ihren jüngsten Bestmarken. Nicht einmal die besser als erwartet ausgefallenen Beschäftigtenzahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP hellen die Stimmung der Investoren auf.

    15.01 Uhr - Fehlende Tourismus-Erholung belastet viele Länder

    Die schleppenden Corona-Impfkampagnen in vielen Ländern machen eine schnelle Erholung vieler Tourismusregionen zunichte. Laut der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) und der UN-Tourismusorganisation (UNWTO) haben im vergangenen Jahr direkte und indirekte Folgen des Tourismuseinbruchs das Bruttoinlandsprodukt weltweit um schätzungsweise 2,4 Billionen Dollar (etwa zwei Billionen Euro) geschmälert.

    Auch in diesem Jahr sei im Vergleich zu 2019 ein Minus von 1,7 bis 2,4 Billionen Dollar zu befürchten - vor allem, wenn das Impftempo in Ländern mit niedrigen Einkommen nicht rasch anziehe.

    14.31 Uhr - US-Privatwirtschaft schafft mehr neue Jobs als erwartet

    Die Erholung am US-Arbeitsmarkt hat im Juni offenbar größere Fortschritte gemacht als gedacht. Unter dem Strich schuf die Privatwirtschaft 692.000 Stellen, wie aus der Umfrage des Personaldienstleisters ADP hervorgehrt. Experten hatten lediglich mit 600.000 gerechnet. Allerdings wurde der Stellenaufbau für Mai nachträglich von 978.000 auf 886.000 nach unten revidiert.

    13.11 Uhr - Inflation schwächt sich in der Eurozone etwas ab

    In der Eurozone ist die Inflationsrate im Juni leicht gesunken. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise um 1,9 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat einer ersten Schätzung mitteilte. Im Vormonat hatte die Teuerungsrate in den Ländern mit der Eurowährung noch bei 2,0 Prozent gelegen.

    12.17 Uhr - Ölpreise weiter im Aufwind

    Die Ölpreise steigen nach einem Bericht über gesunkene US-Rohölvorräte wieder. Die Furcht vor einem knapper werdenden Angebot überlagerte die Sorge über erneute Transportbeschränkungen wegen der sich ausbreitenden hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um 0,5 Prozent auf 75,24 Dollar je Barrel.

    11.15 Uhr - Erneut Ärger für Deutsche Bank in Asien

    Ab Juli darf die Deutsche Bank in Hongkong keine Börsengänge mehr organisieren, weil zwei Banker mit den dafür notwendigen Lizenzen das Geldhaus verlassen haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider. Die Lizenz werde erneuert, sobald für die Personen Nachfolger eingestellt worden seien. Die Deutsche Bank sowie die zuständige Aufsichtsbehörde in Hongkong wollten sich bislang dazu nicht äußern.

    Erst vor ein paar Tagen hatte die Finanz-Aufsichtsbehörde in Hongkong der Deutschen Bank eine Strafe über umgerechnet rund 260.000 Euro aufgebrummt, weil sie über Jahre im Handelsgeschäft falsche Daten erfasst hat. Die Aktie der Deutschen Bank gehört zu den größten Verlierern im DAX mit einem Minus von rund 2 1/2 Prozent. Der DAX büßt 1,3 Prozent ein auf 15.492 Punkte.

    10.15 Uhr - Gerichtliche Schlappe für VW in den USA

    Investoren trennen sich heute von VW-Papieren, weil dem Autobauer nach einem Urteil eines Gerichts in Ohio mögliche weitere hohe Bußgelder drohen. Die VW-Aktie ist mit 2,5 Prozent ins Minus gerutscht und damit größter Verlierer im DAX. Auch der hat seine Verluste ausgeweitet und büßt 0,6 Prozent ein auf 15.602 Punkte.

    Das Oberste Gericht von Ohio hatte gestern entschieden, dass der Bundesstaat weitere Sanktionen wegen systematischer Abgas-Manipulation gegen den Wolfsburger Autobauer verhängen kann, die über die bereits auf US-Bundesebene vereinbarten Strafen hinausgehen. Solche regionale Gerichts-Verfahren sind für Volkswagen brisant, denn dadurch könnten dem Autokonzern erneut Milliarden-schwere Strafen drohen. VW hat angekündigt, sich gegen das Urteil juristisch wehren zu wollen und bis vor den Obersten Gerichtshof zu gehen.

    09.15 Uhr - DAX kurz nach Start mit kleinem Minus

    Vor der Bekanntgabe wichtiger Konjunkturdaten vom Arbeitsmarkt hierzulande und in den USA sowie Inflationsdaten aus Europa macht der DAX keine großen Sprünge. Er ist wenig verändert in den neuen Handelstag gestartet und verbucht gut 10 Minuten danach ein kleines Minus von 0,2 Prozent auf 15.661 Punkte.

    08.12 Uhr - DAX vor Arbeitsmarkt-Daten vorbörslich leicht im Minus

    Vor den wichtigen Zahlen herrscht Zurückhaltung an den Börsen. Der DAX wird vorbörslich 0,1 Prozent leichter gesehen bei 15.674 Punkten.

    08.12 Uhr - Arbeitsmarktdaten im Blick an den Börsen

    Hierzulande stellt die Bundesagentur für Arbeit heute ihre Monatsstatistik für den Juni vor. Nach einer positiven Entwicklung bei den Corona-Infektionen und den damit verbundenen Lockerungen ist von einer deutlichen Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt auszugehen. Doch noch wichtiger für die Börsen sind die Zahlen aus den USA. Da wird die private Arbeitsagentur ADP heute ihre Beschäftigtenzahlen vorlegen. Und sie geben einen Vorgeschmack auf den offiziellen Arbeitsmarkt-Bericht am Freitag. Sie könnten die Geldpolitik der US-Notenbank beeinflussen.

    07.12 Uhr - Wechsel im SDAX

    Im Index der Kleinstwerte kommt es heute Abend zu einer außerplanmäßigen Veränderung. Osram muss den Index verlassen, weil der österreichische Großaktionär AMS seine Licht-Tochter schrittweise von der Börse nimmt. Den Platz von Osram im SDAX nimmt dann der Softwareanbieter Atoss ein.

    Vor acht Jahren erst war Osram damals noch als Siemens-Tochter an die Börse gegangen. Nach einer wahren Übernahmeschlacht hatte später dann der Sensorhersteller AMS aus der Steiermark den Lichtkonzern übernommen und hält knapp über 80 Prozent der Anteile. Er will Osram komplett in das österreichische Unternehmen integrieren, um damit zum europäischen Marktführer für optische Lösungen werden zu können. Ab heute Abend wird Osram voraussichtlich auch nicht mehr an der Frankfurter Börse gehandelt. Die Börsennotierung in München soll zum 30. September eingestellt werden.

    06.12 Uhr - Zurückhaltung an den Börsen in Asien

    Vor der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten Ende der Woche will sich kaum jemand großartig engagieren. Die Zahlen vom US-Arbeitsmarkt sind deshalb so wichtig für die Finanzmärkte, weil sie die Geldpolitik der US-Notenbank beeinflussen könnten. An der Börse in Tokio tritt der japanische Leitindex Nikkei zur Stunde auf der Stelle, in Shanghai steht ein kleines Plus von 0,2 Prozent zu Buche, der Dow Jones an der Wall Street hatte gestern fast unverändert geschlossen. Der Euro notiert am Morgen mit rund 1 Dollar 19.

    Mittwoch, 30.06.2021

    22.18 Uhr - Moderna-Aktien nach Impfstoff-Studie gefragt

    Der Impfstoff von Moderna wirkt nach Angaben dieses US-Pharmakonzerns vielversprechend gegen Varianten des Coronavirus. Eine Laborstudie ergebe, dass neutralisierende Antikörper gegen Mutanten gebildet würden - unter anderem gegen die Delta-Variante. Die Aktien von Moderna stiegen in New York um 5,2 Prozent auf rund 235 Dollar.

    22.15 Uhr - S&P- und Nasdaq-Index auf Rekordhochs

    S&P 500 und Nasdaq-Index schlossen jeweils knapp unter ihren Bestmarken, die sie heute erreicht hatten. Der Dow Jones legte um 9 Punkte zu auf 34.292 Zähler. Begründet wurde die gute Stimmung unter anderem mit Konjunkturdaten, die von den Anlegern positiv bewertet wurden.

    21.17 Uhr - Höchststände an der Wall Street

    Der S&P 500 hat mit 4.301 Punkten so hoch wie nie zuvor notiert. Jetzt dreht er minimal ins Minus. Der Technologie-Index Nasdaq erreichte zeitweise mit 14.530 Punkte eine Bestmarke.

    19.11 Uhr - Ohio darf gegen VW wegen Dieselskandal klagen

    In den USA darf der Bundesstaat Ohio gerichtlich gegen den Volkswagen-Konzern vorgehen – wegen dessen Diesel-Abgasmanipulationen. Laut Nachrichtenagentur Reuters hat das oberste Gericht des Staates entschieden, dass Ohio Ansprüche gegen VW auf Grundlage von Gesetzen in Ohio geltend machen darf. Es gibt zwar das US-Bundesgesetz Clean Air Act, das auf VW angewendet werden kann. Das verhindere nicht, dass Ohio Ansprüche aufgrund eigener Gesetze verfolge. "Das ist eine bedeutende Entscheidung, die sicherstellt, dass Volkswagen zur Verantwortung gezogen werden kann", sagte Ohios Generalstaatsanwalt Dave Yost.

    17.55 Uhr - Deutscher Aktienmarkt schließt mit Gewinnen

    Der DAX gewann heute 0,9 Prozent und schließt mit 15.691 Punkten. Die Anleger hoffen, dass sich der geldpolitische Kurs wegen der Corona-Lage nicht so schnell ändert und rechnen weiterhin mit wirtschaftlicher Erholung.

    16.12 Uhr - US-Aktienindizes erneut auf Rekordkurs

    Nasdaq und S&P500 haben gleich nach Handelsstart neue Allzeithochs erreicht. Dabei reichen kleine Zugewinne. Insbesondere die Aktien der Finanzinstitute sind gesucht.

    14.18 Uhr - Preisauftrieb schwächt sich etwas ab

    Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich im Juni etwas verlangsamt. Die Verbraucherpreise lagen um 2,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten mitteilte. Im Mai war noch eine Jahresinflationsrate von 2,5 Prozent in Europas größter Volkswirtschaft gemessen worden. Das war der höchste Stand seit fast zehn Jahren.

    13.01 Uhr - Oberpfälzer Tastaturhersteller Cherry mit verhaltenem Börsen-Debüt

    Der bayerische Tastaturhersteller Cherry ist ohne größere Kurssprünge an der Börse gestartet. Die Aktie ist heute mit 32 Euro in den Handel gegangen. Das entspricht exakt dem Preis, zu dem die Aktionäre ihre Anteile zuvor erhalten hatten.

    12.04 Uhr - Inflationsrate in Bayern im Juni bei 2,4 Prozent

    Die Verbraucherpreise in Bayern sind im Vergleich zum Juni des Vorjahres im Gesamtniveau um 2,4 Prozent gestiegen. Dabei legten die Preise bei Heizöl sehr deutlich um 35,9 Prozent und bei Kraftstoffen um 23,0 Prozent zu. Ohne die Preistreiber Heizöl und Kraftstoffe gerechnet, hätte die Inflationsrate bei 1,7 Prozent gelegen.

    11.12 Uhr - Geschäftsklima im Euro-Raum so gut wie seit 21 Jahren nicht mehr

    Die Stimmung in der Wirtschaft hat sich weiter aufgehellt. Der entsprechende Index legte im Juni um 3,4 Punkte auf 117,9 Punkte zu, so die aktuellen Daten der EU-Kommission. Ökonomen hatten nur mit einem etwas geringeren Anstieg auf 116,5 Punkte gerechnet.

    Insbesondere bei den Dienstleistern hat sich die Stimmung nachhaltig gebessert angesichts der Lockerungsmaßnahmen in der Pandemie. Aber auch in der Industrie, im Einzelhandel, am Bau und unter den Verbrauchern hat sie sich aufgehellt. In Deutschland erreichte das Barometer mit einem Anstieg um fünf Punkte einen Rekordwert. Auch in Italien, den Niederlanden und Frankreich besserte sich die Stimmung, während es in Spanien leicht bergab ging.

    10.12 Uhr - FMC wegen Corona-Pandemie weiter pessimistisch

    Der Dialysekonzern Fresenius Medical Care geht davon aus, noch bis Mitte des nächsten Jahres von Corona gebremst zu werden. Die Pandemie koste den DAX-Konzern ein Jahr Wachstum, sagte FMC-Chef Powell dem Handelsblatt. Er rechnet damit, dass bis Juni nächsten Jahres die Auswirkungen der Übersterblichkeit bei den Dialysepatienten spürbar sein werde. Die Aktie von FMC notiert leicht im Plus mit 0,3 Prozent und die des Mutterkonzerns Fresenius gewinnt 0,1 Prozent. Beide zeigen sich damit schwächer als der gesamte Markt. Der DAX gewinnt 0,7 Prozent 15.661 Punkte.

    09.40 Uhr - Mister Spex vor Börsengang

    Die Aktien des Online-Optikers Mister Spex würden voraussichtlich zu einem Preis zwischen 25 und 26 Euro ausgegeben, teilten die begleitenden Banken am Morgen mit. Der Zuteilungspreis läge damit in der oberen Hälfte der offiziellen Preisspanne. Das Emissionsvolumen würde dann zwischen 375 und 390 Millionen Euro betragen. Die Aktien von Mister Spex können noch bis morgen gezeichnet werden, die Erstnotiz ist für Freitag geplant.

    09.12 Uhr - DAX kurz nach Start im Plus

    Der DAX startete zwar kaum verändert, hat dann aber schnell deutlich in die Gewinnzone gedreht. Er gewinnt zwischenzeitlich 0,7 Prozent. Zu den größten Index-Gewinnern gehören die Aktien von Siemens Energy mit zwischenzeitlich plus 1,7 Prozent gefolgt von VW und MTU mit jeweils 1,2 Prozent Plus. Größter Verlierer ist das Papier von Fresenius Medical Care mit minus 0,8 Prozent. Der Dialysekonzern geht davon aus, noch bis Mitte des nächsten Jahres von Corona gebremst zu werden.

    08.40 Uhr - Ruhiger Handelsauftakt erwartet

    Der DAX wird vorbörslich an den deutschen Aktienmärkten ganz leicht im Plus gesehen. Rund 20 Punkte Plus sind es im Moment und insgesamt 15.575 Punkte. Einige Impulse könnten von neuen Konjunkturdaten kommen. So stehen heute das Geschäftsklima in der Euro-Zone, deutsche Verbraucherpreise und das US-Verbrauchervertrauen auf der Agenda. An der Börse in Tokio ging der Nikkei-Index 0,8 Prozent leichter aus dem Handel.

    07.12 Uhr - Pandemie-Sorgen belasten Asienbörsen

    Befürchtungen über die Ausbreitung der hochinfektiösen Delta-Virus-Variante drücken auf die Stimmung der Anleger in Asien. Australien kämpft mit kurzfristigen Abriegelungen in mehreren Städten gegen kleine, aber schnell wachsende Infektions-Cluster, Indonesien meldet Rekordzahlen bei den Ansteckungen, Malaysia wird den Lockdown verlängern und Thailand hat neue Einschränkungen angekündigt. Und so sind gute Wachstumsprognosen der Weltbank für China weitgehend verpufft. In Tokio verliert der Nikkei-Index zur Stunde 0,9 Prozent, der Shanghai-Composite büßt ein Prozent ein.

    06.12 Uhr - Weltbank hebt Wachstumsprognose für China an

    Die wirtschaftliche Erholung in China könnte in diesem Jahr noch stärker ausfallen als bisher angenommen. Die Weltbank erwartet in ihrer aktuellen Analyse 8,5 Prozent Wachstum für die Volksrepublik. Das sind 0,4 Prozentpunkte mehr als zuvor geschätzt. Sowohl das Vertrauen von Verbrauchern in China als auch Unternehmen habe sich zuletzt weiter verbessert, daher gehe man von besseren Arbeitsmarktbedingungen und einer steigenden Binnennachfrage aus. Auch Chinas Exporte dürften sich laut der Vorhersage weiterhin gut entwickeln. Jedoch warnte die Weltbank davor, dass ein neuer Ausbruch des Corona-Virus die Wirtschaftstätigkeit stören könnte.

    Dienstag, 29.06.2021

    22.24 Uhr - Facebook mehr als 1 Billion Dollar wert

    Der Wert des Facebook-Konzerns übersteigt an der Wall Street erstmals die Marke von einer Billion Dollar – umgerechnet rund 838 Milliarden Euro. Die Facebook-Aktien gewannen 4,2 Prozent. Zuvor wurde eine Gerichtsentscheidung bekannt, wonach Facebook in einem Rechtsstreit erfolgreich war, in dem es darum ging, ob Facebook eine Monopolstellung hat. Geklagt hatte unter anderem die US-Kartellbehörde FTC. Sie kann nun erneut Klage einreichen.

    18.15 Uhr - Bafin erlaubt Verwahrung durch Coinbase

    Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Bafin, hat der US-Handelsplattform für Cyberdevisen, Coinbase, die erste Erlaubnis zur Verwahrung dieser Devisen erteilt. Daraufhin steigen Coinbaise-Aktien an der Wall Street in New York um fast 7 Prozent auf rund 240 Dollar. Coinbase ist seit April an der Börse. Das Papier notierte anfangs bei etwa 285 Dollar.

    17.45 Uhr - Deutscher Aktienmarkt schließt uneinheitlich

    Der DAX schließt 0,3 Prozent im Minus bei 15.554 Punkten, nachdem er am Nachmittag vor allem wegen Konjunkturhoffnungen zeitweise kleine Gewinne verbucht hatte. Beim MDAX steht zum Handelsschluss ein Minus von 0,6 Prozent. Der TecDAX gewann hingegen 0,5 Prozent.

    16.11 Uhr - Studie: Kleine Firmen haben Corona-Krise gut überstanden

    Kleine und mittlere Unternehmen sind weltweit weitgehend gut durch die Corona-Krise gekommen – auch wenn es Rückschläge gegeben hat. Das geht aus einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OESCD) hervor. Dazu hätten vor allem umfangreiche staatliche Hilfen beigetragen, erklärt die Industriestaaten-Gruppe. Sollten aber etwa Hilfskredite zu schnell zurückgefordert werden, könnte dies eine Welle von Insolvenzen auslösen und somit den Aufschwung bremsen, schreibt die OECD.

    14.15 Uhr - Delta-Variante belastet Reiseaktien

    Die sich ausbreitende Corona-Delta-Variante setzt die Tourismuswerte unter Druck. Portugal und Spanien haben ihre Einreisebestimmungen für Reisende aus Großbritannien verschärft. Deutschland hat Portugal als Virusvariantengebiet eingestuft. Rückkehrer müssen hierzulande zwei Wochen in Quarantäne. Das könnte die gerade wieder beginnende Reiselust der Europäer deutlich abbremsen. Die Aktien von TUI, Fraport und Lufthansa geben deutlich nach.

    13.14 Uhr - Kartellamt genehmigt Fusion von Vonovia und Deutsche Wohnen

    Die Wohnungskonzerne Vonovia und Deutsche Wohnen dürfen sich zusammenschließen. Das Kartellamt hat dafür jetzt grünes Licht. Die Behörde sieht den Wettbewerb auf dem Mietwohnungsmarkt nicht beeinträchtigt. Die Anbieterstruktur für Mietwohnungen sei trotz der großen Wohnungsbaugesellschaften weiterhin sehr zersplittert. Auf lokaler oder regionaler Ebene sei in Folge des Zusammenschlusses ebenfalls keine erhebliche Beeinträchtigung des Wettbewerbs zu erwarten, teilte das Kartellamt mit. Vonovia rechnet nun nach eigenen Angaben Ende August mit dem Abschluss des Übernahmeangebots.

    12.18 Uhr - TUI sagt Portugal-Reisen ab

    Der Reisekonzern TUI hat alle Pauschalreisen nach Portugal bis Ende Juli abgesagt. Als Grund nennt TUI, dass Portugal als Virusvariantengebiet eingestuft wurde. Das bedeutet, dass Reiserückkehrer eine Quarantäne von zwei Wochen einhalten müssen. Das gilt auch für Geimpfte und Genesene. Die Kunden können nun kostenlos umbuchen, erklärte der Reiseveranstalter. Wer bereits in Portugal ist und seinen Urlaub vorzeitig beenden will, werde nach Hause gebracht.

    10.15 Uhr - Immer öfter Strafzinsen für Sparer

    Jetzt senkt auch Europas größte Direktbank ING die Freibeträge auf Giro- und Tagesgeldkonten. Künftig sollen sowohl Neukunden aber auch Bestandskunden schon für Guthaben über 50 000 Euro ein "Verwahrentgelt" von 0,5 Prozent pro Jahr zahlen. Zuletzt hatten mehrere Geldhäuser die Freibeträge für Kunden gesenkt. Jetzt auch die ING, weil die Einlagen weiter gestiegen sind, auch weil viele Wettbewerber bereits Negativzinsen eingeführt haben. So manche Bank versucht mit der Weitergabe der Strafzinsen sogar neue Kundengelder abzuhalten oder in andere Anlagen umzuleiten. Daran dürfte sich auch erstmal noch einige Zeit nichts ändern. Die Europäische Zentralbank versucht ja mit dem Leitzins von Null Prozent und den Negativ/Strafzinsen Banken dazu zu bewegen mehr Kredite zu vergeben, um die Konjunktur zu stützen.

    09.17 Uhr - Dax mit kleinem Plus bei mehr als 15.600 Punkten

    Die Konjunktur erholt sich. Darauf setzen auch Anleger an den Aktienmärkten. Das hat den Dax bisher in diesem Jahr um rund 13 Prozent steigen lassen. Heute geht es erstmal etwas ruhiger zu. Der Dax steht mit einem kleinen Plus bei mehr als 15.600 Punkten.

    09.16 Uhr - Ölpreise bleiben hoch

    Die Ölpreise sind nach dem jüngsten Höhenflug erstmal ein wenig gesunken. Der Preis für die Nordseesorte Brent geht ein bißchen zurück auf knapp 76 US-Dollar. Zuvor hatten die Ölpreise den höchsten Stand seit rund drei Jahren erreicht. Und die Ölpreise dürften Experten zufolge eher erstmal hoch bleiben. Wie es heißt richtet sich der Fokus jetzt bereits auf das Treffen der Ölallianz Opec Plus an diesem Donnerstag. Händler erwarten, dass die in Aussicht gestellte Erhöhung der täglichen Fördermenge nicht ausreichen dürfte, um mit dem Anziehen der weltweiten Nachfrage Schritt zu halten.

    08.46 Uhr - Weniger Teilnahme bei Hauptversammlungen

    Bei den Aktionärstreffen der 30 Dax-Konzerne ist die Anwesenheitsquote dieses Jahr um fast einen Prozentpunkt auf einen Wert von rund 69 Prozent gefallen, zeigt eine Studie des Daten- und Analysehauses Barkow Consulting. Dieses Jahr steht nur noch die Hauptversammlung des Autobauers Volkswagen jetzt im Juli aus.

    Vor einem Jahr war die Beteiligung bei Hauptversammlungen noch auf den Rekordwert von fast 70 Prozent gestiegen. Damals waren mit MTU, Deutsche Wohnen und Delivery Hero drei Neulinge in den Dax aufgerückt, die im Durchschnitt eine höhere Beteiligung auf ihren Aktionärstreffen haben. Dennoch: auch wenn Aktionäre digital leichter teilnehmen können und Unternehmen weniger Aufwand haben und Geld sparen können – ist es eben doch was ganz anderes und eine ganz besondere Atmosphäre sich analog, physisch zu treffen bei der Hauptversammlung.

    08.05 Uhr - Volkswagen plant schrittweisen Ausstieg aus Verbrenner-Auto-Geschäft

    Nach der Volkswagen-Tochter Audi bereitet sich auch die Kernmarke VW auf den endgültigen Abschied vom Verbrenner vor. In Europa soll zwischen 2033 und 2035 aus dem Geschäft mit Verbrenner-Fahrzeugen ausgestiegen werden, hat VW-Vertriebsvorstand Klaus Zellmer dem "Münchner Merkur" am Samstag gesagt. In den USA und China werde der Ausstieg etwas später erfolgen, in Südamerika und Afrika werde es "noch ein gutes Stück länger dauern", so Zellmer.

    Und auch wenn Volkswagen die wegen Chipmangels unterbrochene Produktion in Mexiko wieder hochfährt bleibt das noch ein Thema. Der Chipmangel sei "die größte Herausforderung, die aktuell zu lösen ist. Die Versorgung mit Chips werde in den kommenden Monaten weiter angespannt bleiben und Produktionsanpassungen seien "nicht auszuschließen". Immerhin erwartet VW-Vertriebsvorstand Klaus Zellmer für das zweite Halbjahr aber eine Verbesserung.

    07.15 Uhr - Varta mit neuem Werk

    Der Batteriehersteller Varta nimmt im schwäbischen Nördlingen ein Werk für Lithium-Ionen-Zellen für Fitnessuhren und ähnliche Produkte in Betrieb. Am Standort im Landkreis Donau-Ries hatte Varta auch bisher bereits eine Produktion, die nun erweitert wird.

    Die Entwicklung der in Nördlingen angewandten Technik wird vom Bund und dem Freistaat mit etwa 100 Millionen Euro gefördert. Das Unternehmen hatte angekündigt, dafür in dem neuen Werk etwa 600 zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Die Aktie von Varta hat seit Jahresanfang rund 18 Prozent zugelegt. Damit hat sie sich etwas besser geschlagen als der Dax. Der Dax hat sich bisher seit Jahresanfang um rund 13 Prozent gesteigert.

    06.46 Uhr: Mehr Regulierung für Kryptobörse

    Die Kryptowährungsbörse Binance ist international im Visier von Aufsichtsbehörden. Nun gerät Binance in Großbritannien stärker unter Druck. Die britische Tochter Binance Markets Ltd. dürfe ab sofort keine Aktivitäten betreiben, die der Marktregulierung unterliegen, hat die Finanzaufsicht FCA entschieden. Die FCA warnte Verbraucher außerdem, die Angebote des gesamten Binance-Konzerns zu nutzen. Eine Begründung hat die FCA nicht veröffentlicht. Dennoch legt zum Beispiel der Bitcoin zu. Er klettert auf rund 34.000 Dollar.

    06.31 Uhr: Anleger gespannt auf Wirtschaftsdaten

    Der amerikanische S&P 500 hat vergangenen Freitag ein neues Rekordhoch geschafft. Die Konjunktur erholt sich. Dennoch dürften die Notenbanken die Zinsen erstmal noch niedrig lassen, um der Wirtschaft weiter zu helfen. Umso gespannter wird diese Woche auf neue chinesische Wirtschaftsdaten gewartet. Ende der Woche wird der vielbeachtete monatliche amerikanische Arbeitsmarktbericht veröffentlicht.

    06.15 Uhr: Asiatische Anleger zu Wochenbeginn zurückhaltend

    Sydney ist als bevölkerungsreichste Stadt Australiens nach einem Ausbruch der hochansteckenden Delta-Variante in einem zweiwöchigen Lockdown. Indonesien kämpft mit einer Rekordzahl von Infektionen. In Malaysia könnte der Lockdown verlängert werden. Thailand hat neue Beschränkungen in Bangkok und weiteren Provinzen angekündigt. So notieren die Aktienindizes in Asien kaum verändert.

    Montag, 28. Juni 2021

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