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Oberbayern: Die Hotspots bei der Kommunalwahl | BR24

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Kommunalwahl in Oberbayern: Wo es spannend wird

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    Oberbayern: Die Hotspots bei der Kommunalwahl

    Schafft Dieter Reiter die Wiederwahl zum Oberbürgermeister von München? Kann sich die CSU den ursprünglich tiefschwarzen Landkreis Miesbach zurückerobern? Ein Überblick, wo in Oberbayern die Kommunalwahl besonders spannend wird.

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    München: Schafft OB Reiter die Wiederwahl auf Anhieb?

    Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) darf sich weiterhin über eine hohe Zustimmung freuen. Wie aus einer Erhebung des Regionalinstituts für Marktforschung (RIM) hervorgeht, ist die Zufriedenheit über seine Politik bei den Münchnerinnen und Münchnern nach wie vor hoch. Fast 85 Prozent der Befragten finden Münchens Stadtoberhaupt sympathisch.

    Es bleibt trotzdem spannend in München, ob Reiter bei der Oberbürgermeisterwahl die Wiederwahl auf Anhieb schafft. Wer hat die Nase vorn bei einer Stichwahl? Die grüne OB-Kandidatin Katrin Habenschaden oder die schwarze Kristina Frank?

    Die Stadtratswahl in München wird zeigen, ob die SPD im neuen Stadtrat noch was zu sagen hat oder wie die Bayern-SPD in die Bedeutungslosigkeit versinkt. Auch wird sich zeigen, ob die CSU mit ihrem Herz für Autofahrer auf das richtige Pferd gesetzt hat.

    Ingolstadt: Schadet Bestechungsaffäre des Ex-OB der CSU?

    Die Machenschaften und Geschäfte des wegen Korruption verurteilten ehemaligen Oberbürgermeisters Alfred Lehmann (CSU) sind in Ingolstadt noch immer allgegenwärtig. Der amtierende Rathauschef Christian Lösel (CSU) geriet in letzter Zeit zunehmend unter Druck, Oppositionsparteien fordern mehr Transparenz in der Aufarbeitung. Sie wollen beispielsweise wissen, ob Lösel von den Verwaltungsvorgängen rund um seinen Vorgänger wusste und wie neutral die Stadtverwaltung in Ingolstadt arbeitet.

    Kann sich Christian Lösel von der CSU bei der Oberbürgermeisterwahl in Ingolstadt durchsetzen? Oder schadet ihm seine Verwicklung in die Bestechungsaffäre seines Amtsvorgängers Alfred Lehmann?

    Interessant ist auch die Frage, welche Rolle die Krise in der Automobilwirtschaft und der Dieselskandal im Kommunalwahlkampf der Audi-Stadt spielt.

    Miesbach: Kann die CSU den Landkreis zurückerobern?

    Spannend wird die Kommunalwahl auch im Landkreis Miesbach. Dort regiert seit sechs Jahren ein grüner Landrat, Wolfgang Rzehak. Die CSU will den Posten bei den Kommunalwahlen zurückgewinnen – nachdem der langjährige CSU-Landrat Jakob Kreidl bei der letzten Wahl über die Miesbacher Sparkassen-Affäre gestolpert war.

    Kommt es bei der Landratswahl zum Duell Grün (Wolfgang Rzehak) gegen Schwarz (Olaf von Löwis) oder hat noch ein weiterer Mitbewerber Chancen? Kann die CSU den prestigeträchtigen und eigentlich seit Ewigkeiten tiefschwarzen Landkreis zurückerobern?

    Bad Reichenhall: Wird Hans Söllner Oberbürgermeister?

    Der nicht unumstrittene Liedermacher Hans Söllner tritt für den Posten – und nur für den Posten – des Oberbürgermeisters an. In den Stadtrat möchte er allerdings nicht gewählt werden. PR-Gag oder basisdemokratischer Urschrei?

    Herbert Lackner, der amtierende Oberbürgermeister von Bad Reichenhall, kandidiert nun auf einer eigenen Liste, nachdem er wegen interner Querelen von der CSU nicht mehr als Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl aufgestellt worden war. Die CSU tritt nun mit dem 30-jährigen Christoph Lung als Kandidat um den Bad Reichhaller Oberbürgermeisterposten an.

    Garmisch-Partenkirchen: Das Duell der Frauen

    In Garmisch-Partenkirchen kämpfen drei Männer und drei Frauen um das Bürgermeisteramt. Die höchsten Chancen im eigentlich erzkonservativen und männerdominierten Werdenfelser Land werden allerdings zwei Kandidatinnen eingeräumt.

    Wer kann sich bei der Bürgermeisterwahl durchsetzen? Die amtierende Sigrid Meierhofer von der SPD oder ihre Herausforderin, die CSU-Kandidatin Elisabeth Koch?

    Waldkraiburg: Weiterhin oberbayerische Hochburg der AfD?

    Waldkraiburg gilt als Hochburg der AfD. Hier hat die Stadt im Landkreis Mühldorf schon bei der Landtagswahl eines ihrer höchsten Ergebnisse in Oberbayern eingefahren. Bei 19,2 Prozent hatte damals fast jeder fünfte Wähler in Waldkraiburg seine Stimme für die AfD abgegeben. Hintergrund für die Stärke der Partei könnte die Asylbewerber-Unterkunft sein, in der es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Polizeieinsätzen gekommen ist.

    Für die Stadtratswahl hat die AfD in Waldkraiburg einen eigenen Ortsverband gegründet. Einen eigenen Bürgermeisterkandidaten hat sie allerdings nicht aufgestellt.