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Falscher Polizist zeigt Polizeimarke (Symbolbild).

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    Falsche Polizisten vor Gericht – Opfer sind ältere Menschen

    Erneut stehen in München falsche Polizisten vor Gericht. Damit die Corona-Abstandsregeln eingehalten werden können, wird gegen vier Männer in zwei getrennten Prozessen verhandelt. Die Polizei erklärt, wie man mit ihrer Betrugsmasche umgehen sollte.

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    Von
    • Birgit Grundner

    Vier Männer im Alter von 23 bis 29 Jahren stehen nun in München vor Gericht. Sie sollen zu einer Bande von falschen Polizisten gehören, die von Drahtziehern in der Türkei gesteuert werden. Immer mehr solche Betrüger ergaunern von ihren Opfern viel Geld.

    Anrufe mit Warnung vor drohenden Einbrüchen

    In ganz Deutschland arbeiten sie nach der gleichen Methode: Die Opfer – in der Regel ältere Leute – bekommen Anrufe, in denen sie vor drohenden Einbrüchen und betrügerischen Bank-Mitarbeitern gewarnt werden. Zugleich werden sie aufgefordert, ihre Ersparnisse abzuheben und das Geld genauso wie alle Wertgegenstände einem verdeckten Ermittler der Polizei zu übergeben. Dann wird ein angeblicher Beamter vorbeigeschickt.

    Falsche Polizisten haben hohe Geldsummen erbeutet

    Eine 80-jährige Münchnerin zum Beispiel hinterlegte in einem solchen Betrugsfall laut Staatsanwaltschaft 200 Goldmünzen und 50.000 Euro in einer Tasche auf ihrem Grundstück. Eine 86-Jährige sollen die falschen Polizisten dazu gebracht haben, ihnen 40.000 Euro und dazu Schmuck im selben Wert zu überlassen. Erste Urteile im Prozess könnte es bereits am 18. Januar geben.

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