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Mückenplage überall - außer im Bayerischen Wald | BR24

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Sirrende und stechende Mücken machen momentan alle verrückt. Aber im Bayerischen Wald bleiben die Menschen verschont, weil es dort wenige stehende Gewässer gibt. In höheren Lagen ist es zu kühl für die Plagegeister.

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Mückenplage überall - außer im Bayerischen Wald

Sirrende und stechende Mücken machen momentan alle verrückt. Aber im Bayerischen Wald bleiben die Menschen verschont, weil es dort wenige stehende Gewässer gibt. In höheren Lagen ist es zu kühl für die Plagegeister.

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Mücken mögen's heiß. Deshalb werden sie fast jeden Sommer zur Plage. Sie brauchen nur Wärme und ein bisschen Wasser für ihre Brut.

Mückenalarm in Niederbayern, aber nicht im Bayerischen Wald

An der Donau nahe Deggendorf und den umliegenden Seen werden Badende von den kleinen Tierchen gequält. Dort haben fast alle ein Mückenschutzmittel dabei.

"Es werden viele Mückenschutzmittel gekauft, aber eher von Reisenden, die ins Ausland wollen, oder an die Badeseen an der Donau." Matthias Sauerteig, Apotheker aus Zwiesel

Im Bayerischen Wald sammeln sich Mücken nur in Tümpeln

Im Bayerischen Wald hört man das nervtötende und schlafraubende Sirren der Mücken allenfalls im eigenen Garten. Vor allem, wer einen Tümpel, Teich oder auch nur eine offene Regentonne hat. Dort schlüpfen die Mückenlarven und fallen vor allem abends über die Gartenbesucher her. Die Folge sind juckende Insektenstiche.

Im Bayerischen Wald herrscht weitgehend mückenfreie Zone

Anders ist es am Großen Arbersee, der auf 935 Metern über dem Meeresspiegel liegt. Dort ist es den Mücken zu kalt. Urlauber sitzen dort zurzeit gemütlich am Ufer und kühlen ihre Beine im frischen Seewasser. Es sind nur Libellen zu sehen, aber so gut wie keine Stechmücken. Auch im umliegenden Wald lässt es sich gut aushalten.

"Das Frühjahr war bei uns trocken. Wir hatten einen sehr warmen April. Deshalb sind Pfützen und kleine Tümpel im Wald, wo sich Mücken sonst gut halten können, ausgetrocknet." Jörg Müller, Tierökologe und stellvertretender Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald

Im Gebirge gibt es generell weniger Mücken

Der Bayerische Wald ist ein Mittelgebirge, das bis knapp 1.500 Meter aufragt. In höheren Lagen ist es auch im Sommer relativ kühl, was Mücken nicht behagt. Außerdem gibt es an den Hängen kaum Wasserstellen, in denen Mücken ihre Eier ablegen könnten.

"Wir haben steile Lagen. Das Wasser fließt schnell ab. Im Bayerischen Wald gibt es kaum stehende Gewässer - anders als in den flacheren Lagen an der Donau." Jörg Müller, Tierökologe und stellvertretender Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald

Der lange Winter hatte den Stechmücken zugesetzt

Vom Großen Arber aus sieht man jetzt keine Schneefelder mehr. Aber der Winter war dieses Jahr lang und schneereich, was der Mückenbrut zugesetzt hat. Außerdem pfeift im Bayerischen Wald oft ein kalter Ostwind, den wärmeliebende Insekten wie Stechmücken nicht vertragen.