Wissen


30

Mückenplage Wenn Stechmücken den Schlaf rauben

Stechmücken sind wahre Plagegeister, besonders nachts. Findet man sie nicht, bleibt einem meist nichts anderes übrig als ihr Surren und Stechen zu ertragen.

Stand: 04.06.2019

Wer kennt es nicht, dieses bedrohlich-nervige Gesumme im heimischen Schlafzimmer, wenn man gerade das Licht ausgemacht hat. Hat die Mücke zugestochen, und das tun übrigens immer die Weibchen, bildet sich eine juckende Quaddel auf der Haut. Die entsteht, nachdem der Blutsauger einen Cocktail aus Eiweißmolekülen und Peptiden einspritzt, um die Blutgerinnung zu verhindern. Von ganz wenigen Allergiefällen und der Übertragung von Infektionskrankheiten in wärmeren Ländern abgesehen, geht von Mücken keine Gefahr aus. 

Mücken: Satt nach zweieinhalb Minuten

Kleiner Stich - großes Kratzen!

Im Schnitt braucht die Mücke eine knappe Minute, um sich mit ihrem Beißwerkzeug in die Haut zu sägen. Nach weiteren zweieinhalb Minuten ist sie satt. Kampflos lässt sich der menschliche Körper das aber nicht gefallen, er schüttet als Abwehrreaktion das Gewebshormon Histamin aus. Dieses wirkt gefäßerweiternd und lässt darüber hinaus Flüssigkeit ins Gewebe austreten. Das erzeugt die lokale Schwellung. Wie es zum Juckreiz kommt, weiß man aber noch nicht ganz genau.

Was hilft wirklich gegen Mücken?

Pictogramme, Sonne Weltkarte, Spraydose | Bild: Creativ Collection zum Artikel Insekten Mückenschutz nicht vergessen!

Sie können jede laue Nacht verderben: blutrünstige Stechmücken auf der Suche nach Nahrung. Der beste Schutz für drinnen ist genügend Distanz - dank Moskitonetzen. Was aber macht man am Lagerfeuer oder am Pool? [mehr]

Kurz und knapp könnte man sagen: Chemie und Mückennetze - alles andere kann man getrost vergessen. Allerdings ist es in unseren Breiten nicht ratsam sich jeden Abend mit einem Mückenmittel (Repellent) einzuschmieren. Die Mittel, die wirken, enthalten entweder DEET oder Icaridin, beides Stoffe, die Hautreizungen oder sogar Störungen des Nervensystems verursachen können. Deshalb sollte man solche Mittel nur ab und zu benützen, Kinder unter drei Jahren sollte man überhaupt nicht mit chemischen Antimückenmitteln einschmieren.

Tipp

Ein feinmaschiges Mückennetz vor dem Fenster ist die gesündeste und effektivste Methode, Mücken abzuwehren.

Duftkerzen? Ultraschall?

Biozidverdampfer verdampfen Insektizide, die Mücken töten. Das wirkt zwar gut, ist aber gesundheitlich ebenfalls problematisch. Ultraschallgeräte helfen nicht gegen Stechmücken, dafür sterben in ihnen viele nützliche Insekten. Gartenfackeln oder Kerzen mit ätherischen Ölen riechen gut, sind aber laut Stiftung Warentest absolut wirkungslos gegenüber Stechmücken.

Süßes Blut? Ammenmärchen!

Ob man zum bevorzugten Mückenopfer wird, hat übrigens nichts mit der Blutgruppe zu tun. Vielmehr sind Duftstoffe auf der Haut entscheidend - manche Menschen riechen besonders attraktiv, andere hingegen stinken den Mücken schlichtweg.


30