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Bildrechte: Gemeinde Schönau

Im Berchtesgadener Land ist der Katastrophenfall aufgehoben. Laut Landratsamt sinken die Pegel, Entspannung sei in Sicht. Das gilt auch für andere Teile im Freistaat, es liegen aktuell keine Warnungen mehr vor.

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"Nach dem Regen kommt die Sonne": Berchtesgaden wirbt um Gäste

In der Touristinfo von Berchtesgaden sind nach dem Hochwasser etliche Stornierungen eingegangen. Dabei sind viele beliebte Angebote in der weltberühmten Urlaubsregion ohne Probleme möglich, betonen die Touristiker.

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Von
  • Dagmar Bohrer-Glas
  • Christine Haberlander

Die Gäste können kommen - so lautet die Botschaft kurz nach dem Hochwassser im Berchtesgadener Land. Im Uferbereich sehe man zwar noch, wie hoch das Wasser des Königssees stand, aber die Schifffahrt hat ihren Betrieb wieder aufgenommen, berichtet die Tourismuschefin Teresa Hallinger.

Absagen und Verunsicherung bei den Gästen

Die Touristinfo in Berchtesgaden erreichen in diesen Tagen viele Anrufe. Viele sagen ihren Urlaub ab, so am vergangenen Wochenende und auch Urlaub für die laufende Woche, sagt Tourismuschefin Hallinger. Außerdem kämen viele Anfragen, was den Urlaub im August angehe. Man spüre eine große Verunsicherung bei den Leuten nach den schlimmen Bildern aus dem Fernsehen.

Jennerbahn, Salzbergwerk, Watzmann Therme - alles offen

Urlaub im Berchtesgadener Land sei aber ohne Probleme möglich, betont die Tourismuschefin. Viele beliebte Angebote seien vom Hochwasser nicht betroffen. Die Jennerbahn fahre, das Kehlsteinhaus und das Salzbergwerk Berchtesgaden sowie die Watzmann Therme seien geöffnet. Dank der stetigen Aufräumarbeiten sei das Ortsbild von Berchtesgaden wie eh und je, meint Teresa Hallinger gegenüber dem BR.

Einschränkungen für Wanderer und Kletterer

Wer eine Wandertour im Berchtesgadener Land machten möchte, sollte sich am Besten vorher im Tourismusbüro erkundigen. Gesperrt sind zum Beispiel alle Klammen, wie die Almbachklamm und die Wimbachklamm, auch die Klettersteige sind gesperrt. Auch die oberen Wanderwege im Nationalpark Berchtesgaden sollte man nicht begehen. Die unteren Wanderwege seien dagegen völlig unproblematisch, zum Beispiel in der Gegend von Ramsau, so Teresa Hallinger.

Kesselsteig bleibt vorläufig gesperrt

Die Nationalpark-Mitarbeiter sind nun dabei, beschädigte Wege und Steige zu begutachten und instand zu setzen. Wegen umfangreicherer Schäden weiterhin gesperrt bleibt der Kesselsteig. Der Rinnkendlsteig ist voraussichtlich ab 22. Juli wieder begehbar, der Hochbahnweg wohl ab 23. Juli. Am Hochbahnweg werden vor allem Radfahrer um besondere Vorsicht gebeten. Auf dem Röth- und Schärtensteig versperren einzelne umgefallene Bäume den Weg, diese können aber verhältnismäßig leicht überstiegen werden. Wasserschäden, Rinnen und kleinere Vermurungen sorgen im Bereich Schneibsteinweg, Gotzenstrasse, Königsweg, Saugasse, Sigeretplatte, Oberlahnersteig, Sagerecksteig sowie am Landtalsteig für kleinere Behinderungen, diese Bereiche können aber begangen werden. Die Übergänge vom Kärlingerhaus über das Halsköpfl zur Wasseralm, weiter über das Landtal zur Gotzenalm und weiter über den unteren Hirschenlauf sind begehbar, auf kurzen Abschnitten ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich.

Gastgeber überwiegend von Schäden verschont

Die Tourismuschefin ist erleichtert, dass die überwiegende Zahl der Gastgeber von enormen Schäden verschont geblieben sei. Ein Hotel habe zwar evakuiert werden müssen in der Unwetternacht, aber dort herrsche wieder Normalität. Auch alle anderen großen Hotels seien verschont geblieben, berichtet Hallinger. In Schönau am Königsee allerdings habe es auch Gastgeber mit Ferienwohnungen getroffen. Auch der örtliche Tourismuschef Franz Punz berichtet von etlichen Absagen, wirbt aber gleichzeitig um Gäste.

Kampagne auf Insta und Co.

Tourismuschefin Teresa Hallein will nun via Social Media zeigen, wie schön es in Berchtesgaden schon wieder aussieht, auch wenn es punktuell einzelne Verwüstungen gibt, wie etwa an der Rodelbahn in Schönau am Königsee.

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