Die Kandidaten vor der Sendung: Hubert Aiwanger (FW), Martin Hagen (FDP), Florian von Brunn (SPD - zugeschaltet) und Martin Böhm (AfD)
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Die Kandidaten vor der Sendung: Hubert Aiwanger (FW), Martin Hagen (FDP), Florian von Brunn (SPD - zugeschaltet) und Martin Böhm (AfD)

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BR24 Wahl: Vier Kandidaten, sechs Themen, viele Argumente

Kurz vor der Landtagswahl haben im BR die Spitzenkandidaten von Freien Wählern, AfD, SPD und FDP diskutiert. Die Sendung "BR24 Wahl - Die Konfrontation" - zum Nachlesen im Ticker.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Wahlarena am .

21.47 Uhr: Ende der Diskussionsrunde

75 Minuten lang wurde heftig diskutiert über die sechs Themen der heutigen Sendung "BR24 Wahl - Die Konfrontation". Wie auch nach der gestrigen BR24 Wahlarena zwischen Markus Söder (CSU) und Ludwig Hartmann (Grüne), wird morgen der BR24-Faktenfuchs die Aussagen der Kandidaten unter die Lupe nehmen.

Und wir beenden damit diesen Ticker – danke fürs Mitlesen und Zuschauen.

  • Aktuelle Nachrichten und Hintergründe zur Landtagswahl 2023 in Bayern

21.40 Uhr: Unterschiede zwischen Stadt und Land – wie überwinden?

Der letzte Themenblock. Hubert Aiwanger kritisiert, dass Bayern "zu zentralistisch" sei. Alle großen Firmen befänden sich in der Landeshauptstadt München. Der bayerische Wirtschaftsminister fordert die Förderung des ländlichen Raumes. So wollen die Freien Wähler Start-Ups in ländlichen Gebieten fördern, sagt der Freie Wähler Spitzenkandidat, und: Es müsse aufhören, dass Berlin dabei "in die Suppe spuckt".

Florian von Brunn (SPD) kontert im Schlagabtausch und fordert flächendeckend bezahlbaren Wohnraum sowie mehr Kitaplätze. Er lobt die Bürgermeister in Bayern, die genau diese Ziele in Bayern verfolgen würden. Martin Böhm von der AfD sieht das Problem beim Thema Migration: Er kritisiert, dass Städte durch "Überfremdung" weniger lebenswert würden, so zögen die Menschen aufs Land.

21.28 Uhr: Verkehrspolitik und Verkehrswende: Wer bringt uns voran?

Hubert Aiwanger lehnt in seinem Plädoyer ein Verbrennerverbot ab. Er sei ein Anhänger von Wasserstoff, auf der Schiene etwa und im Lkw-Verkehr - "[Der Bundesverkehrsminister] Herr Wissing kommt leider mit den Förderbescheiden nicht um die Ecke". Martin Böhm von der AfD stimmt Aiwanger zu: "Uns trennt bei solchen Themen nicht viel, wir sind beide im ländlichen Raum aufgewachsen."

Auch Florian von Brunn bekennt sich zum Auto als Hauptverkehrsmittel und Wirtschaftsmotor auf dem flachen Land - vorzugsweise elektrisch. Einen konkreten Bayern-Vorschlag hat der SPD-Kandidat auch: "Wir wollen ein 29-Euro-Ticket für Bayern, bei dem auch die Kinder dabei sind." Martin Hagen reklamiert das 49-Euro-Ticket als Erfindung des eben von Aiwanger gescholtenen FDP-Verkehrsminister Wissing. Und beklagt, dass das Debakel bei der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München Finanzmittel binde, die anderswo im öffentlichen Nahverkehr Bayerns gebraucht würden.

21.14 Uhr: Bayerische Bildung: Martin Hagen und Hubert Aiwanger im Duell

Zu Beginn dieses Schlagabtauschs kritisiert FDP-Spitzenkandidat Martin Hagen den hohen Lehrermangel und zu häufigen Unterrichtsausfall. Hagen fordert eine bessere Bildungspolitik: "Wir müssen erkennen, dass das die wichtigste Ressource ist, die wir haben, und der werden wir nicht gerecht." Hagen fordert Förderung von Schulen in Brennpunkten und mehr "Chancengleichheit" unabhängig von der Herkunft der Kinder.

Freie-Wähler-Spitzenkandidat Hubert Aiwanger verteidigt den Stand der Bildung in Bayern – und damit auch seinen Parteikollegen, Bildungsminister Michael Piazolo: "Lehrer kann man nicht backen", sagt der bayerische Wirtschaftsminister. Aiwanger plädiert insbesondere auf bessere Bezahlung für Lehrerinnen und Lehrer, die mehr Anreize schaffen solle, den Beruf zu ergreifen.

21.01 Uhr: Kontroverse um den Klimaschutz

Für Bayerns Bürger laut BayernTrend eines der Topthemen - und in der Runde höchst kontrovers diskutiert. Für Martin Böhm ist die Forderung, Deutschland bis 2040 klimaneutral zu machen, "abstrus" - Bayern sei zu klein, um global eine Rolle zu spielen. Florian von Brunn dagegen pocht auf die Verantwortung der Industriestaaten und verweist auf die großen Chancen der Klimawende auch für die deutsche Wirtschaft. Es gehe für die SPD aber, anders als für die Grünen, nicht so sehr um Verzicht. "Wir haben beim Klimaumbau schon jetzt bis zu 70 Prozent Förderung, und es sollen noch mehr werden."

Auch Martin Hagen sieht sehr wohl die Notwendigkeit eines bayerischen Engagements und setzt auf Innovationen: "Die besten Klimaschützer sind Forscher und Ingenieure, nicht Leute, die sich auf die Straße kleben." Martin Böhm stellt den Importstopp für russisches Gas in Frage - womit er in der Runde unisono Widerspruch erntet. Hubert Aiwanger sieht den Kardinalfehler im Atomausstieg und reklamiert Bayerns Vorreiterrolle bei der Photovoltaik.

20.45 Uhr: Wirtschaft - Schlagabtausch zwischen AfD und FDP

In der zweiten Fragerunde geht es um die bayerische Wirtschaft und so lautet die Frage der Moderatoren: Wie kann der Wohlstand in Bayern garantiert werden?

Martin Hagen (FDP) attackiert die AfD und sagt, man dürfe nicht dem Wunsch der AfD entsprechen und die EU verlassen. Man dürfe sich nicht ins "nationale Schneckenhaus" zurückziehen, hingegen fordert er "Welthandel" mit den USA und auch Südamerika. Im Duell mit Martin Böhm (AfD), sagt der FDP-Spitzenkandidat: "Wir brauchen Kompetenz und keinen Populismus."

Martin Böhm fordert erneut die "Rückbesinnung auf die wirtschaftlichen Ziele" vor der EU, mehr Investitionen in Deutschland. Der AfD-Spitzenkandidat kritisiert, dass zu wenig in Deutschland investiert werde und so Arbeitsplätze fehlen würden. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) verteidigt die wirtschaftliche Stärke Bayerns und greift Martin Hagen direkt an: "Die FDP ist ein Problem für Bayern."

20.30 Uhr: Die erste Fragerunde - Thema Zuwanderung

"Humanität, Weltoffenheit und eine klare Kontrolle und Steuerung von Migration gehören zusammen", sagt Martin Hagen (FDP). Er fordert insbesondere die Reduzierung von "Pull-Faktoren" - und geht die bayerische Staatsregierung direkt an: "Die Bundesregierung hat 79 Millionen Euro für Bayern zur Verfügung gestellt - davon wurde nur die Hälfte abgerufen." Hubert Aiwanger antwortet hier nicht direkt, sondern verweist auf seine Forderung, Geldleistungen für Asylbewerber in Sachleistungen umzuwandeln.

Florian von Brunn (SPD) fordert eine gerechte Verteilung in Europa und sieht in der aktuellen Flüchtlingswelle über Belarus eine gezielte Maßnahme Russland, um Europa zu destabilisieren - für Martin Böhm (AfD) eine "krude These". Er kritisiert Nancy Faeser, deren Ankündigung von Kontrollen an der Grenze für ihn "Wahlkampfgetöse" ist.

20.17 Uhr: Es geht los – vier Spitzenkandidaten diskutieren

Die BR24 Wahlsendung hat begonnen – in den kommenden rund 75 Minuten diskutieren die Spitzenkandidaten der Freien Wähler, AfD, SPD und FDP über die richtige Politik für Bayern. Sechs Themen werden zur Sprache kommen.

Das Konzept der Sendung, die von BR-Chefredakteur Christian Nitsche und Ursula Heller: Sechs Themenpakete, die jeweils in Zweierkonstellationen beantwortet werden - die Paarungen werden ausgelost.

Wichtig zu wissen: Keiner der beiden kennt bisher die Fragen. Darauf weisen die Moderatoren zum Anfang der Sendung hin.

20.01 Uhr: SPD-Kandidat Florian von Brunn erkrankt

Vier Kandidaten auf "Konfrontation", aber nur drei sind heute Abend im Studio Franken in Nürnberg anwesend. Florian von Brunn (SPD) ist krank und wird aus München zugeschaltet.

19.03 Uhr: SPD, AfD und FDP kämpfen um wichtige Prozentpunkte

"Neun Prozent sind nicht genug", so SPD-Landeschef Florian von Brunn nach den Umfrageergebnissen des letzten BayernTrends. Auf keinen Fall will die Partei unter 10 Prozent landen. Mit den einstelligen 9 Prozent liegt die SPD bislang unweit des Wahldebakels von 2018 (9,7 Prozent).

Die AfD will stärkste Oppositionskraft werden. 14 Prozent erreichte sie bei der Sonntagsfrage – ein Höchstwert für die Partei in einem BayernTrend. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 kam die Partei auf 10,2 Prozent.

Die FDP fürchtet derweil weiter um ihren Verbleib im bayerischen Landtag: Martin Hagen will seine Partei dort halten. Von 2008 bis 2013 regierte die FDP sogar an der Seite der CSU mit wie heute die Freien Wähler. 2023 muss die Partei die Fünf-Prozent-Hürde passieren. Nach den letzten Umfrageergebnissen lagen die Liberalen zuletzt jedoch bei nur 4 Prozent.

18.41 Uhr: Spannung im Wettstreit um den zweiten Platz

Bei der bayerischen Landtagswahl am Sonntag konkurrieren nach Ergebnissen des letzten BayernTrends mehrere Parteien um den zweiten Platz – so auch die Freien Wähler und die AfD, in der BR24 Wahlsendung am Mittwochabend vertreten durch die Spitzenkandidaten Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und Martin Böhm (AfD). Im BayernTrend lagen die beiden Parteien zuletzt bei 16 bzw. 14 Prozent.

Gerade die Freien Wählern dürften sich freuen: Lagen bei der Landtagswahl 2018 noch klar die Grünen vorn, haben die Freien Wähler mit 16 Prozent nun laut Umfragen einen knappen Vorsprung vor den bislang 15 Prozent der Grünen.

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18.26 Uhr: Nach der Sendung ist vor dem Faktencheck

Wie bei den BR24 Wahlarenen in den vergangenen Wochen wird es auch zur Diskussionsrunde des heutigen Abends einen Faktencheck geben – der BR24-Faktenfuchs erscheint dann am Donnerstag.

18.00 Uhr: "Die Konfrontation": Das sind die Kandidaten

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Oppositionsführer Ludwig Hartmann (Grüne) haben sich ihren Schlagabtausch im BR Fernsehen schon geliefert. Heute kommen die weiteren Vertreter der im Bayerischen Landtag vertretenen Parteien zu Wort: Hubert Aiwanger (Freien Wähler), Martin Böhm (AfD), Florian von Brunn (SPD) und Martin Hagen (FDP). 75 Minuten lang werden die Spitzenkandidaten im BR Fernsehen Fragen beantworten und diskutieren - ab 20.15 Uhr live bei BR24.

Heute traten die Spitzenkandidaten von Freien Wählern, AfD, SPD und FDP gegeneinander an
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Heute traten die Spitzenkandidaten von Freien Wählern, AfD, SPD und FDP gegeneinander an

Der BR24 Kandidaten-Check:

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