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Die Technische Hochschule Ingolstadt baut aus: In Neuburg entsteht eine Außenstelle.

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    Hochschul-Standort Neuburg an der Donau: Im Herbst geht's los

    Kleinstadt und trotzdem Hochschulstandort: Nicht vielen Städten gelingt das. In Neuburg an der Donau geht es mit großen Schritten in diese Richtung. Schon im Herbst kommen die ersten Studierenden in eine neu gegründete Fakultät.

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    Von
    • Daniela Olivares

    Die Technische Hochschule Ingolstadt (THI) baut aus. In Neuburg an der Donau entsteht derzeit ein neuer Campus. Und es geht voran: Der Projektantrag für das sukzessive Bauvorhaben ist genehmigt. Der Auftrag an die staatliche Bauverwaltung wurde weitergegeben. Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) betonte: "Wir lassen in Neuburg einen Campus mit Zukunft entstehen und sorgen so für die Wiederbelebung des Areals der Lassigny-Kaserne. Nach dem Motto 'In der Region – für die Region' bringen wir Hochschul- und Strukturpolitik zusammen."

    Campus Neuburg auf Gelände der ehemaligen Lassigny-Kaserne

    Auf dem Gelände der ehemaligen Lassigny-Kaserne ist ein moderner und nachhaltiger Campus mit Lehr- und Forschungsräumen geplant. Dazu kommen eine Mensa, ein Studentenhaus für eine Studierendenvertretung und studentische Vereine, eine Kindertagesstätte sowie Coworking-Spaces für Start-Ups. Außerdem entstehen rund 250 Wohnheimplätze über das Studentenwerk Erlangen-Nürnberg sowie Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten.

    1.200 Studierende in Neuburg bis 2030

    Wenn alles fertig ist, sollen nach jetzigem Planungsstand dort bis 2030 rund 1.200 Menschen studieren können. Auf dem Campus Neuburg wird die THI die neue Fakultät "Nachhaltige Infrastruktur" mit den Schwerpunkten Bau, Umwelt und Energie gründen. Geplant sind sechs Bachelor- und Masterstudiengänge mit dem Fokus auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

    Erste Studiengänge Im Wintersemester 2021/22

    Erstes studentisches Leben wird bereits im Herbst in Neuburg Einzug halten. Im Wintersemester 2021/22 starten die Bachelorstudiengänge "Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement" und "Wirtschaftsingenieurwesen – Bau".

    Losgehen soll es mit rund 80 Studierenden und sieben Professuren. In den nächsten Jahren sollen dann nach und nach mehr dazu kommen. "Das ist ein unglaublich wichtiges Projekt für die Stadt Neuburg", teilte ein Sprecher der Stadt mit. Dank des sukzessiven Ausbaus des Campus könne man in der Stadt die nötigen Vorbereitungen treffen.

    Modulbau für Hörsäle, Büros, Labor und Bibliothek in Arbeit

    Die ersten Studierenden in Neuburg können die bereits sanierten Gebäude für die Lehre nutzen. Aktuell laufen die Bauarbeiten am sogenannten Modulbau. In dem Gebäude werden verschiedenen Hörsäle, Büros, ein Labor und eine Bibliothek untergebraucht. Es soll zum Wintersemester im nächsten Jahr fertig werden.

    Asylbewerber und Obdachlosenunterkunft ziehen um

    Bislang sind auf dem ehemaligen Kasernengelände unter anderem Asylbewerber und Obdachlose in Unterkünften untergebracht. Sie werden zukünftig in neuen Gebäuden in einem Neuburger Gewerbegebiet wohnen. Bereits zum Jahresende werden die Asylbewerber in den Neubau umziehen. Die neue Unterkunft für die Obdachlosen soll in etwa einem Jahr fertig werden, wie ein Sprecher der Stadt mitteilte.

    Aufbau des Studienstandorts Neuburg kostet 120 Millionen Euro

    Die Kosten für den Bau des Standortes sind mit 120 Millionen veranschlagt. Der Aufbau des Studienstandorts Neuburg ist in der Hightech Agenda Bayern und dem Beschleunigungsprogramm Hightech Agenda Plus verankert. Er ist Teil des umfassenden Sanierungs- und Beschleunigungsprogramms, für das insgesamt 600 Millionen Euro für zukunftsweisende Vorhaben im gesamten Freistaat hinterlegt sind.

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