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Gartenarbeit im Herbst Von Rasenpflege bis Weißanstrich - die Checkliste für Gartenarbeiten im Herbst

Wie mache ich meinen Rasen winterfit? Welche Pflanzen sollen geschnitten werden? Warum freuen sich Obstbäume über einen Weißanstrich? Hier Ihre Checkliste für die wichtigsten Garten-Jobs im Herbst.

Stand: 07.10.2020

Mann und Frau arbeiten im Garten, Herbst | Bild: mauritius-images

Rasenpflege im Herbst

Der große Stolz vieler Hobbygärtner ist der Rasen. Damit auch nächstes Jahr die Gäste der Grillparty über das satte Grün staunen, sollten Sie im Herbst regelmäßig welkes Laub aufsammeln, damit die Gräser genug Licht bekommen und nicht unter der Laubschicht absterben. Bei entsprechender (warmer) Witterung sollten Sie den Rasen regelmäßig weitermähen - aber nicht zu kurz; ein halber bis ein Zentimeter länger als regulär sollten es sein.
Wenn nicht zu viel Laub auf dem Rasen liegt, können Sie das beim Mähen gleich mit verhäckseln - und als Mulchschicht auf Beete und unter Bäume und Sträucher ausbringen. So geben Sie dem Boden Nährstoffe zurück und schützen die Oberfläche.

Weg mit dem Laub vom Rasen und ab unter die Büsche und Bäume damit!

Ein Gang mit dem Vertikutierer über den Rasen holt abgestorbenes Gras, aber auch Moos und andere unerwünschte Kostgänger heraus und verschafft den Gräsern wieder Licht und Platz. Danach ist es sinnvoll, einen speziellen Herbstdünger auszubringen. Er enthält viel Kalium und gibt dem Rasen Kraft, um gut durch den Winter zu kommen. Anschließend hat der Rasen Ruhezeit. Wenn möglich, betreten Sie ihn nur wenig, vor allem nicht bei großer Nässe oder Frost.

Blumen und Stauden überwintern

"Jeden Tag, den die Pflanzen länger an der frischen Luft verbringen können, ist ein Gewinn"

Karin Greiner, Pflanzenexpertin

Viele Blumen und Pflanzen überstehen einen Winter draußen im Garten. Sie müssen nur etwas abgedeckt werden, damit sie weder vertrocknen noch erfrieren. Kaiserkronen, Strauchpfingstrosen, Fackellilien, frisch gepflanzte Bäume und auch Petersilie brauchen über die kalte Jahreszeit eine Zudecke. Verwenden Sie dafür einfach Sackleinen, Bambusmatten oder Vlies. Lavendel und Rosmarin müssen Sie im Gegensatz dazu eher vor Nässe schützen.

"Sie machen Lavendel und Rosmarin winterfest, in dem Sie trockenes Laub anhäufen und Reisig drumherum stecken wie ein Zelt. So kann das Wasser gut ablaufen. Sie können auch einen Reisigkorb oder eine alte Obstkiste darüber stülpen."

Karin Greiner, Pflanzenexpertin

Stauden nicht im Herbst schneiden - sie sind Quartier und Nahrungsquelle für einheimische Tiere im Winter.

Stauden und mediterrane Pflanzen, die nicht zuverlässig winterhart sind, beispielsweise Kamelien oder der Schneeball, brauchen Schutz, sonst vertrocknen Sie. Dazu bedecken Sie am besten den Boden ringsum mit einer dicken Mulchschicht. Kranke Stauden, die etwa von Pilzen befallen sind, sollten Sie zurückschneiden - gesunde dagegen stehen lassen. Nicht nur, weil sie im Winter sehr dekorativ aussehen - viele Vögel und Insekten sind auf sie als Nahrungsquelle oder Winterquartier angewiesen.

War der erste Nachtfrost schon im Garten, ziehen alle nicht-winterfesten Knollen, z.B. Dahlien, Gladiolen oder Begonien in den Keller oder einen anderen kühlen dunklen Raum um. Für das Winterquartier gilt: Je kühler es ist, desto dunkler darf es sein. Ideal wäre eine Temperatur zwischen 5 und 10 Grad mit etwas Tageslicht. So können die Pflanzen pausieren und sparen ihre Kräfte für den Frühling.

Kübelpflanzen winterfest machen

Dick eingepackt überstehen winterharte Kübelpflanzen auch die kalte Jaheszeit ohne Schaden.

Kontrollieren Sie Ihre Kübelpflanzen vor dem Einwintern unbedingt sorgfältig auf Schildläuse, Wollläuse oder weiße Fliegen an den Blättern und Maden an den Wurzeln. Sie sollten sich keine Winterschädlinge ins Haus tragen. Schildläuse zum Beispiel befallen vor allem Palmen und hartlaubige, immergrüne Kübelpflanzen wie Oleander, Olive und Zitrusarten. Auch Wollläuse befallen gerne Zitrusarten, Wolfsmilchgewächse und Ficus-Arten, aber auch verschiedene Palmen und Kakteen.

Lassen Sie Ihre Kübelpflanzen deshalb bis zum Einwintern so lange wie möglich draußen, denn dort sind sie vor Schädlingsbefall am besten geschützt. Sofern Ihre Pflanzen es vertragen, sollten Sie sie vor dem Überwintern kräftig zurückschneiden. Je geringer die Blattmasse ist, desto schlechter ist die Nahrungsgrundlage für die Schädlinge. Außerdem wirken Pflanzenschutzmaßnahmen besser, wenn die Pflanzen kompakt sind.

Basteltipp: Lichtermeer Gießkanne

Süße Idee zum Recyceln der alten Zink-Gießkanne:

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Bastelprojekt: Lichtersprudel aus der Gießkanne. Endlich bekommt die alte Gießkanne eine neue Bestimmung - nämlich als stimmungsvolle Garten-Deko 💡👇👇Gepostet von BAYERN 1 am Samstag, 27. April 2019

Winterharte Kübelpflanzen können den ganzen Winter über draußen an der frischen Luft bleiben. Damit auch sie keine zu kalten Füße bekommen, legen Sie einfach dicke Bastmatten um die Kübel und fixieren diese mit einem Strick. Oder Sie stellen den Kübel in eine Holzkiste und füllen den Hohlraum mit Laub. Eine isolierende Styroporplatte als Untersetzer hält die Kälte von unten ab. Die isolierten Kübelpflanzen stellen Sie dicht an die Hauswand, so sind sie vor Niederschlag geschützt. Wichtig ist hier, dass Sie die Pflanzen an frostfreien Tagen weiter mäßig gießen.

Baumpflege für den Winter

Ein Weißanstrich schützt Bäume vor Frostrissen im Winter.

An sonnigen Wintertagen kann es leicht zu Frostrissen an der Baumrinde kommen, wenn die Sonnenstrahlen eine Seite des Baumstamms erwärmen, die im Schatten gelegene Baumrinde aber kalt bleibt. In der Folge können Pilze und Schädlinge eindringen und den Baum schädigen, im schlimmste Fall kann er sogar absterben. Abhilfe schafft ein Anstrich im Herbst mit Kalk oder speziellem Baumweiß aus dem Fachmarkt, der vom Boden bis zum Ansatz der ersten Äste reicht: Die weiße Farbe reflektiert die Sonnenstrahlung und schützt damit den Baum vor Frostrissen.

Wenn das letzte Obst abgeerntet ist, ist es Zeit, die Fruchtmumien aus den Bäumen zu entfernen - also verfaulte oder verschimmelte Früchte. Sie können Pilzsporen und andere Schädlinge beherbergen, die sich darin ins kommende Gartenjahr hinüber retten. Bitte die befallenen Früchte in den Hausmüll geben und nicht auf dem Kompost entsorgen - die Sporen verbreiten sich sonst von dort munter weiter im Garten.

Blumenzwiebeln setzen

Wenn sich das grüne Dickicht im Garten gelichtet hat, gibt es Platz für neue Knollen und Zwiebeln, die dann im Frühjahr Farbe in den Garten bringen. Sie sollten Blumenzwiebeln vor dem ersten Frost in die Erde bringen - zusammen mit einem Namensschildchen an der Oberfläche. So wissen Sie später, was treibt und was nicht. Grundsätzlich überdauern viele Zwiebelblumen Frostperioden. Um ganz sicherzugehen, hilft aber eine Abdeckung aus einem Reisig-Laubgemisch.

Übrigens: Frühlingsblüher-Pracht können Sie sich auch in einem Blumentopf anlegen. Das nennt sich dann Blumenzwiebel-Lasagne und funktioniert ganz einfach. Hier zeigen wir Ihnen, was Sie wie schichten müssen: Im Herbst anlegen - Frühjahrsblüten im Topf

Wasser abstellen und Werkzeug pflegen

Leider kommen die ersten Frostnächte oft überraschend. Deshalb sollten Sie rechtzeitig die Wassertonnen(n) ausleeren und umdrehen, die Wasseranschlüsse abstellen, Schläuche aufrollen und verstauen und Gießkannen leer machen und kopfüber aufhängen. Lassen Sie die abgesperrten Wasserhähne offen, damit eventuell verbliebenes Wasser bei Frost nicht Rohre oder Armaturen sprengt. 

Und auch das Werkzeug braucht nach der Gartensaison ein wenig Pflege. Vor allem die Schnittflächen von Sägen und Scheren kommen mit Harzen und Pflanzensäften in Berühung, die sie rosten und stumpf werden lassen. Gut reinigen und anschließend mit einem öligen Lappen abwischen - das gilt auch für alle anderen Gerätschaften. Sie werden am besten im trockenen Keller gelagert.

Wissen Sie, warum wir Eichhörnchen jetzt füttern sollten?


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