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Eichhörnchen Wann wir Eichhörnchen helfen sollten

Augen auf beim Spaziergang: Kleine Eichhörnchen könnten Ihre Hilfe brauchen. Warum Sie im Frühjahr verlassene Eichhörnchenbabys unbedingt aufheben sollten und wie Sie helfen können.

Stand: 11.03.2019

Ein Eichhörnchen sitzt auf einem Baum | Bild: mauritius-images

Die lange Trockenheit des Sommers 2018 war auch für die Tierwelt anstrengend und kräfteraubend. Besonders litten die Eichhörnchen: In den Eichhörnchen-Auffangstationen in Bayern wurden so viele der kleinen Nagetiere abgegeben wie lange nicht.

"Kleinsäuger sind auf die Baumsamen angewiesen. Durch die Trockenheit sind Haselnüsse, Bucheckern und Walnüsse entweder vertrocknet vom Baum gefallen oder komplett verkümmert. Kleine Säuger wie die Eichhörnchen finden nicht mehr genügend Nahrung."

Katja Bogner, Eichhörnchen Auffangstation in Schwarzenbruck (Landkreis Nürnberg)

Eichhörnchen brauchten Nahrung

Besonders in den Städten war das Nahrungsangebot für Eichhörnchen begrenzt. Und das gefährdete das Überleben der kleinen Nager, denn im Spätsommer und Herbst legen die Tiere ihre Nahrungsvorräte für den Winter an.

Eichhörnchen sind Winterruher, das heißt, sie erwachen während des Winters immer wieder und stehen auf, um etwas zu fressen. Dann greifen sie auf ihre angelegten Vorräte zurück. Nach einem trockenen Sommer können sie aber ihre Verstecke nicht mit Nahrung füllen. Es gibt einfach zu wenig Nüsse und Bucheckern. Können die Hörnchen im Winter aber nicht auf Vorräte zurückgreifen, sind sie gezwungen, bei kalten Temperaturen nach Fressbarem zu suchen. Das kann sie so entkräften, dass sie sterben.

Eichhörnchen füttern

Deswegen sollten wir die Eichhörnchen nach einem langen, heißen Sommer unterstützen. Und das können wir tun:

Besonders in den Städten sollten wir Eichhörnchen in diesem Jahr mit Nüssen füttern.

  • Schüsseln mit ungeschälten Haselnüssen und Walnüssen aufstellen. Und zwar an Stellen, die Katzen nicht so gut erreichen können
  • Sonnenblumenkerne sind auch eine gute Nahrungsquelle für die Rotröckchen. Ebenso Apfel- und Karottenstücke
  • Bitte keine Mandeln füttern - die sind wegen der Blausäure nichts für Eichhörnchen. Auch nie Kuhmilch anbieten, die vertragen Eichhörnchen gar nicht
  • Bei der Obst- und Nussernte einfach einen Teil für die Eichhörnchen auf den Bäumen lassen
  • Wasserschälchen für Eichhörnchen im Garten aufstellen

Auch sonst können wir in unseren Gärten einiges für die niedlichen Nager tun:

  • Für den Winter ein Eichhörnchen-Futterhäuschen an einem Baum anbringen
  • Regentonnen mit einem Deckel sichern - immer wieder ertrinken Eichhörnchen elend, weil sie am Rand der Regentonne abrutschen und daher nicht mehr aus dem Wasser kommen
  • Beim Fällen eines Baumes immer zuerst prüfen, ob sich nicht der Kobel (Bau) eines Eichhörnchens darin befindet, denn Eichhörnchen stehen unter Schutz

Was tun, wenn man ein Eichhörnchenbaby entdeckt?

  • Entgegen dem allgemeinen Glauben, Eichhörnchenbabys würden nach dem Kontakt mit Menschen von der Mutter verstoßen werden, darf man die Jungtiere auf die Hand nehmen. Da Eichhörnchen jedoch Fluchttiere sind, empfiehlt es sich, dieses mit Handschuhen zu tun.
  • Eichhörnchenbabys suchen sogar nach Hilfe, wenn sie in Not sind. So kann es passieren, dass Ihnen bei einem Spaziergang durch den Wald ein Findelkind hinterher läuft oder sogar Ihr Hosenbein hochklettert.
  • Eichhörnchen haben weder Tollwut noch andere übertragbare Krankheiten, die dem Menschen schaden könnten.
  • Häufig haben die Jungen durch Baumfällarbeiten ihren Kobel oder gar ihre Mutter verloren.
  • Verletzte Tiere und Eichhörnchen-Junge nicht liegen lassen, sondern die nächste Auffangstation verständigen und das Tier gegebenenfalls dorthin bringen. In Bayern gibt es einige Auffangstationen für Eichhörnchen und auch der Eichhörnchen Schutz und der Eichhörnchen Notruf vermitteln Hilfe. Die Auffangstation von Katja Bogner in Schwarzenbruck erreichen Sie über die Wildtierhilfe Bamberg

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