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Schnecken bekämpfen So schützen Sie Ihren Garten vor Schnecken

Nach dem Regen tummeln sich die Schnecken im Rasen oder futtern sich durch die Salatbeete? Welche Mittel wirklich gegen Schnecken im Garten helfen und was Sie tun können um Schnecken vorzubeugen.

Stand: 18.05.2018

Zwei Schnecken kriechen über ein Salatblatt. | Bild: picture-alliance/dpa

Schnecken schon vor dem Frühling bekämpfen

Wenn Sie sich im Frühjahr und im Sommer den Ärger mit den Schnecken ersparen wollen, dann sollten Sie frühzeitig handeln. Denn kurz bevor der Winter endet, bereiten sich die Schneckeneier im Boden darauf vor zu schlüpfen. Die Eier finden sich oft in kleinen Erdhöhlen, unter Laub oder unter losen Steinen. Dort überwinter sie.

Nehmen Sie sich eine Harke und graben Sie damit ihre Beete um. So befördern Sie die Eier an die Oberfläche. Der späte Frost lässt die Schneckeneier erfrieren. Zudem sind Schneckeneier für viele Insekten und Vögel eine Delikatesse. Wenn dann kann Frühling kommt, ist Ihr Garten schneckenfrei.

Tigerschnegel

Eine Nacktschnecke, die gegen Nacktschnecken hilft? Der Tigerschnegel ist etwas größer als die Nacktschnecke und er hat getigerte Haut, seine Lieblingsspeisen sind Pilze, Aas, abgestorbenes Pflanzenmaterial und: Nacktschnecken und deren Gelege! Wenn Sie also so einen Kollegen in Ihrem Garten erblicken, lassen Sie ihn gewähren. Man kann die Tigerschnegel übrigens auch kaufen.

Den Boden lockern

Wenn Sie zu spät reagieren und in Ihrem Garten Probleme mit Schnecken haben dann müssen Sie zu anderen Methoden greifen. "Langfristig hilft es, den Boden zu locken. Dann bleibt er unten feucht und trocknet an der Oberfläche schneller. Das mögen die Schnecken nicht", sagt BAYERN 1 Gartenexpertin Karin Greiner. Mit einem lockeren Boden erschweren Sie den Schnecken den Weg. Gleichzeitig profitieren die Pflanzen vom lockeren und gut durchlüfteten Boden.

Für die richtige Nahrung sorgen

"Wenn der Garten zu aufgeräumt ist, gehen sie an andere Pflanzen."

Karin Greiner, BAYERN 1 Gartenexpertin

Weinbergschnecken fressen grundsätzlich alles, was saftig und zart ist: frisch gemähtes Gras, Laub und verrottende Blätter. Wenn der Garten aber sehr aufgeräumt ist und sie kein Laub oder ähnliches finden, gehen auch die geschützten Weinbergschnecken an den Salat. Damit es gar nicht erst so weit kommt, rät Karin Greiner: "Dulden Sie deshalb ein wenig Wildwuchs im Garten und lassen Sie auch mal alte Blätter unter dem Salat liegen."

Schnecken absammeln

"Grundsätzlich ist Absammeln die beste Methode gegen Schnecken", sagt Greiner. Davon Salz auf die Tiere zu streuen, rät Greiner eindeutig ab: Die Schnecken verenden langsam und qualvoll und das Salz schadet außerdem dem Boden. Die Schnecken mit kochendem Wasser zu übergießen, ist immerhin eine schnelle Methode.

Sie können die Schnecken aber natürlich auch in einen Eimer geben und woanders wieder aussetzen. Allerdings sollten Sie dann eine etwas weiter entfernte Stelle zum Aussetzen wählen - den Weg vom Nachbargrundstück zurück schaffen Schnecken nämlich erstaunlich schnell.

Schneckenkorn

Schneckenkorn auf Basis von Eisen-III-Phosphat hält Schnecken fern. Der Vorteil: Im Gegensatz zu anderen Mitteln ist es für Nützlinge nicht schädlich. Entscheidend ist beim Schneckenkorn die richtige Anwendung: Nicht ringförmig ausstreuen, sondern gleichmäßig überall verteilen.

Richtig gießen

Ob Ihr Garten von Schnecken bevölkert wird oder nicht, hängt davon ab, wann Sie gießen. "Wer den Garten abends gießt, schafft ein Eldorado für Schnecken. Besser: Morgens gießen, das ist für die Pflanzen genauso gut, die Oberfläche trocknet aber schneller", so Karin Greiner. Weil nachts die Oberfläche länger feucht bleibt, fühlen sich die Schnecken auf dem Rasen und in den Beeten besonders wohl. Eine Bierfalle ist übrigens keine gute Idee, die lockt die Tiere eher an.

Barriere gegen Schnecken

"Wenn der Rasen frisch gemäht ist, kriechen manchmal überall in der Wiese Schnecken. Ohne einen Trennstreifen zum Beet, gehen sie dann schnell an die Pflanzen", sagt BAYERB 1 Pflanzenexpertin Karin Greiner. Am besten eignet sich ein trockener Untergrund als Barriere - der entzieht dem Schneckenschleim Feuchtigkeit und macht es für die Schnecken anstrengender vom Rasen in die Beete zu gelangen. Greiner empfiehlt für die Abtrennung Kaffeesatz, Rindenmulch, Sägemehl, Gesteinsmehl, Sand oder auch Tannenzapfen.

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