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ESA schickt Sonde zur Asteroiden-Abwehr ins All | BR24

© ESA–ScienceOffice.org

Die Raumsonde HERA soll erkunden, ob sich die Bahn eines Asteroiden durch einen Aufprall ablenken lässt.

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    ESA schickt Sonde zur Asteroiden-Abwehr ins All

    Wenn ein großer Asteroid auf der Erde einschlagen würde, hätte das verheerende Folgen. Die Raumfahrtbehörde ESA will deshalb gemeinsam mit der NASA erforschen, ob und wie sich so ein Brocken im Ernstfall ablenken lässt.

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    Die erste Mission zur Asteroiden-Abwehr der europäischen Raumfahrtbehörde ESA trägt den Namen einer griechischen Göttin: HERA soll zusammen mit der NASA-Sonde DART (Double Asteroid Redirection Test) untersuchen, welche Auswirkungen der Aufprall auf einen Asteroiden hat. Dieses Experiment soll dazu dienen, eine Technik zu entwickeln, solche Gesteinsbrocken umzulenken, falls einmal eine Kollision mit der Erde droht.

    Mission zu Doppelasteroiden

    Ziel der Mission ist der Doppelasteroid Didymos (griechisch "Zwilling"). Der größere der beiden Brocken hat 780 Meter Durchmesser, der kleinere 160 Meter und trägt den Namen Dimorphos. Auf diesem will die NASA die Raumsonde DART einschlagen lassen und auf diese Weise seine Bahn verändern. HERA wird dann die Aufgabe haben, den Effekt des Aufpralls auf Dimorphos mit Hilfe von Kameras und wissenschaftlichen Instrumenten genau zu untersuchen. Dafür wird HERA auch einige würfelförmige Minisatelliten an Bord haben. Sie sollen unter anderem den Einschlagkrater und die Zusammensetzung des Asteroiden untersuchen.

    HERA soll 2024 starten

    Die NASA-Sonde DART soll bereits im Juli 2021 starten. Der Einschlag auf Dimorphos ist für September 2022 vorgesehen. Der Start der HERA-Sonde ist für Oktober 2024 geplant. Gebaut wird sie unter der Leitung des Luft- und Raumfahrtunternehmens OHB System AG aus Bremen. Am HERA-Projekt sind 17 ESA-Länder beteiligt. Die Kosten betragen rund 129 Millionen Euro, knapp die Hälfte davon übernimmt Deutschland. Die Steuerung der HERA-Sonde soll vom ESA-Kontrollzentrum ESOC in Darmstadt aus geschehen.

    Großer Asteroid kann großen Schaden anrichten

    Akute Gefahr für den Einschlag eines größeren Asteroiden herrscht derzeit nicht. Doch immer wieder verglühen Gesteinsbrocken in der Erdatmosphäre. Diese können großen Schaden verursachen: Im Februar 2013 richtete die Explosion eines 20-Meter-Brockens über der russischen Millionenstadt Tscheljabinsk Verwüstungen an. Die Druckwelle verletzte rund 1.500 Menschen, die meisten durch zerborstene Scheiben.

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