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Der golable Einsatz gegen das organisierte Verbrechen sei eine der bislang größten Polizei-Operationen gewesen, teilten das FBI und Europol mit. Die verdächtigten Banden waren in mehr als 100 Ländern aktiv.

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Europol: Mehr als 800 Festnahmen nach internationaler Operation

Internationale Ermittler haben nach Angaben von Europol bei einem Einsatz gegen das organisierte Verbrechen mehr als 800 Verdächtige in über 100 Ländern festgenommen. Es sei eine der bislang größten Polizei-Operationen gewesen, teilte Europol mit.

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  • BR24 Redaktion

Bei den weltweiten Polizeieinsätzen gegen das organisierte Verbrechen sind mehr als 800 Verdächtige in über 100 Ländern festgenommen worden. Es sei eine der bislang größten Polizei-Operationen gewesen, teilte Europol in Den Haag mit. Mehr als 700 Häuser seien durchsucht worden, Tonnen an Drogen, darunter acht Tonnen Kokain, beschlagnahmt und große Mengen an Bargeld, Juwelen und Waffen sichergestellt worden.

Telefone bei Banden eingeschleust

Über 18 Monate lang hatten die Ermittler Telefongespräche und andere Kommunikation der Banden abgehört. Mehr als 27 Millionen Nachrichten seien gefiltert worden. Der Schlag war gelungen, da Undercover-Beamte präparierte Telefone in mehr als 300 Banden eingeschleust hatten, auch bei Mafia-Banden in Italien, Motor-Gangs und internationalen Drogen-Syndikaten. Die Telefone, die angeblich verschlüsselt sein sollten, waren aber nach Europol-Angaben mit einem Telekom-Netzwerk verbunden, das vom FBI eingerichtet worden war.

Ermittler in 16 Ländern beteiligt

"Dies war einer der größten und ausgeklügeltsten Einsätze überhaupt", sagte der stellvertretende Europol-Direktor Jean-Philippe Lecouffe in Den Haag. Die Operation "Trojan Shield" (Trojanisches Schild) stand unter Leitung des amerikanischen FBI, der US-Drogenbehörde FDA, der Polizei von Schweden und der Niederlande und war von Europol koordiniert worden. Ermittler in 16 Ländern seien beteiligt gewesen, darunter auch in Deutschland.

70 Festnahmen in Deutschland

Mit einer Razzia in über 150 Wohnungen, Lagerhallen und Geschäftsräumen war die Polizei am Montag bundesweit gegen Drogenkriminalität vorgegangen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt (BKA) mit weiteren beteiligten Behörden mitteilten. Mehr als 70 der mehr als 800 Festnahmen wurden in Deutschland vorgenommen. Schwerpunkt der Einsätze war demnach das Bundesland Hessen.

Nach Angaben der hessischen Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) ging es bei den Einsätzen auch um den gewerbsmäßigen Handel mit Waffen. An der Überwachung war auch die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT), eine Außenstelle der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main, beteiligt, wie Kühne-Hörmann mitteilte. Die ZIT mit Sitz in Gießen sei "eine schlagkräftige Ermittlungseinheit", die "über das notwendige Können und die Netzwerke verfügt, um auch diese Taten aufzuklären", lobte die hessische Justizministerin.

Durchsuchungen auch in Niederbayern

In Bayern gab es nur in Niederbayern Durchsuchungen, und zwar in den Landkreisen Passau und Deggendorf. Drei Personen galten als verdächtig, es kam aber zu keinen Festnahmen, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern. Sichergestellt wurden in Niederbayern 600 Gramm Marihuana sowie geringe Mengen anderer Betäubungsmittel, Bargeld und Datenträger.

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Bei der Razzia von Europol gegen die Organisierte Kriminalität sind in Deutschland mehr als 70 Menschen festgenommen worden. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, mit Betäubungsmitteln und Waffen gehandelt zu haben. Die Aktion lief in 16 Ländern.

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