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Corona: Die Ereignisse vom 30. März bis 05. April | BR24

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Das Lazarettschiff "USNS Comfort" der US-amerikanischen Marine kommt im Hafen von New York an. Es ist zur Entlastung der Krankenhäuser gedacht.

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    Corona: Die Ereignisse vom 30. März bis 05. April

    In den USA sind mehr als 200.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, Bayern verlängert die Ausgangsbeschränkungen bis zum 19. April und Frankreich meldet mehr als 4.000 Tote an einem Tag. Alle Ereignisse vom 30. März bis 04. April.

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    • BR24 Redaktion

    ALLE AKTUELLEN ENTWICKLUNGEN FINDEN SIE HIER IM CORONA-LIVETICKER.

    Sonntag, 05.04.2020

    22.43 Uhr: Johnson in Krankenhaus eingeliefert

    Der britische Premierminister Boris Johnson ist nach anhaltenden Coronavirus-Symptomen ins Krankenhaus gebracht worden. Johnson solle in der Klinik untersucht werden, teilt die britische Regierung mit. Er war vor zehn Tagen positiv auf das Virus getestet worden. Bei dem Schritt handele es sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Johnson hatte sich zuletzt in Selbstisolation befunden.

    21.00 Uhr: Anstieg der Corona-Todesfälle in Frankreich schwächt sich ab

    Frankreich hat am Sonntag den niedrigsten Anstieg bei den Corona-Todesfällen seit einer Woche registriert. 357 Krankenhauspatienten starben binnen 24 Stunden an Covid-19, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Die Gesamtzahl der Todesfälle infolge einer Corona-Infektion erhöhte sich demnach auf 8.076.

    20.30 Uhr: Mehr als 1.500 Corona-Todesfälle in Deutschland

    In Deutschland sind inzwischen mehr als 1.500 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Laut einer Statistik der Johns-Hopkins-Universität aus den USA gab es bis Sonntagabend hierzulande 1.524 Todesfälle. Die Zahl der Infizierten erhöhte sich demnach auf 98.765.

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin gab die Zahl der Infizierten am Sonntag mit 91.714 an. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 1.342 Todesfälle.

    19:40 Uhr: Kleiner Hoffnungsschimmer für New York - aber keine Entwarnung

    Ein leichter Rückgang von an Covid-19 gestorbenen Menschen hat den hart von der Pandemie getroffenen US-Staat New York etwas Mut schöpfen lassen. Insgesamt stieg die Zahl der Todesfälle am Sonntag auf 4.200, teilte Gouverneur Andrew Cuomo mit. Nach 630 Toten am Samstag sind am Sonntag 594 Menschen an dem Virus gestorben. Auch Einweisungen Schwerkranker in Intensivstationen seien rückläufig, zudem hätten die Entlassungen aus Krankenhäusern zugenommen.

    Das gebe einen Funken Hoffnung, dass sich die Ausbreitung des Virus verlangsame, so Cuomo. Es sei aber noch zu früh zu sagen, ob die Pandemie in New York bereits ihren Höhepunkt erreicht habe. "Wir können dem Gipfel sehr nahe sein, der Gipfel könnte aber auch ein Plateau sein, auf dem wir jetzt angekommen sind", erklärte der Gouverneur.

    19.20 Uhr: Nach Corona-Sperre: Dachauer Amper Klinikum nimmt wieder Normal-Betrieb auf

    Wegen einer Häufung von Covid-19-Erkrankungen hatte das Helios Amper Klinikum in Dachau zwischenzeitlich nur noch positiv auf das Coronavirus getestete Patienten aufgenommen, nun soll sich der Betrieb aber wieder normalisieren. Wie das zuständige Landratsamt mitteilt, wurden alle Patienten und Beschäftigten zwischenzeitlich getestet.

    Bei den knapp 200 Patienten wurden demnach keine neuen Infektionen festgestellt. Bei den mehr als 1.000 Beschäftigten wurden bisher sieben Menschen positiv getestet. Sie sind nun in Quarantäne. Nach baulichen Veränderungen könnten nun wieder verschiedene Bereiche des Amper Klinikums in Normal-Betrieb gehen.

    18.30 Uhr: Italien: Zahl der täglichen Todesopfer erneut gesunken

    In Italien ist am Sonntag bereits am zweiten Tag in Folge die Zahl der an den Folgen des Coronavirus gestorbenen Menschen gesunken. Der Zivilschutz zählte am Sonntag 525 Todesopfer, nach 681 am Samstag. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten in Italien auf nunmehr 15.887, die aktuell höchste Zahl weltweit.

    18.20 Uhr: Kirche in Seoul hält Drive-in-Gottesdienst ab

    Einige Kirchen in Südkorea finden wegen der Verbreitung des Coronavirus neue Wege, um ihre Gottesdienste doch abzuhalten. Zahlreiche Sonntagsmessen werden bereits online angeboten, jetzt entschied sich unter anderen die Seoul-City-Church alternativ zu Drive-In-Gottesdiensten für die Gläubigen. Die Teilnehmer sitzen und beten dabei in ihren Autos. Etwa 150 Fahrzeuge standen während des Gottesdienstes auf einem Parkplatz. Auch an anderen Orten finden solche Drive-In-Gottesdienste statt.

    18:05 Uhr: Mögliche Biden-Nominierung nur online?

    Der führende US-Demokrat im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei, Joe Biden, hat angesichts der Coronavirus-Pandemie einen "virtuellen" Nominierungsparteitag angeregt. Die Versammlung wurde bereits in den August verschoben. Biden sagte im Fernsehsender ABC, der Parteitag könne möglicherweise nur online abgehalten werden. "Wir sind vielleicht nicht in der Lage, 10, 20, 30.000 Leute an einem Ort zusammenzubringen", erklärte Biden.

    17.50 Uhr: 20. Todesfall in Würzburger Pflegeheim

    Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit in Erlangen mitteilte, ist die Zahl der Corona-Fälle auch in Unterfranken weiter gestiegen. So waren am Sonntag 1.824 Menschen in Unterfranken mit dem Corona-Virus infiziert. Das ist gegenüber dem Vortag ein Plus von 156. Zudem gab es sechs weitere Todesfälle, 49 sind es nun insgesamt. In der Nacht verstarb ein weiterer Bewohner des St. Nikolausheims in Würzburg, ein 97 Jahre alter Mann mit schweren Vorerkrankungen. Es ist bereits der 20. Corona-Todesfall in diesem Heim.

    17.15 Uhr: Derzeit 2.680 Corona-Patienten in Intensivbetten

    Das Zentralregister für Intensivbetten widerspricht Berichten, wonach es in deutschen Krankenhäusern mittlerweile fast 40.000 Intensivbetten gebe. "Wir können diese Zahl in keinster Weise bestätigen", sagt eine Sprecherin der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), die das Zentralregister betreibt, dem "Handelsblatt". Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, hatte vor kurzem die Schätzung geäußert, dass inzwischen rund 40.000 Intensivbetten zur Verfügung stehen würden – von denen etwa 15.000 bis 20.000 frei seien.

    Wie aus den vom Divi veröffentlichten Zahlen hervorgeht, gab es am Freitagnachmittag 13.346 mit allen Arten von Intensivpatienten belegte Betten, 10.074 waren frei. 2.680 der Betten dienten der Behandlung von Corona-Patienten. Von diesen mussten 83 Prozent beatmet werden.

    16.54 Uhr: Berliner Virologen bieten Corona-Test für Hunde und Katzen an

    Das Coronavirus macht womöglich auch vor Haustieren nicht Halt. Virologen an der Freien Universität Berlin bieten deshalb einen Corona-Test für Hunde und Katzen an. "Es scheint unter natürlichen Bedingungen zu einer Übertragung vom Menschen auf das Haustier zu kommen", erklärte Klaus Osterrieder, Virologe am Fachbereich Veterinärmedizin der Universität. Allerdings gebe es bislang keine Hinweise darauf, dass eine Infektion von Hund oder Katze das Geschehen beim Menschen beeinflusse.

    "Die Hinweise verdichten sich, dass das Virus vor allem Katzen befallen kann", erklärte Osterrieder. Bei Hunden scheine die Gefahr geringer zu sein. Besorgte Tierhalter können ihren Liebling an dem Uni-Institut auf das Virus untersuchen lassen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie ihr Haustier dazu bringen, einen Rachenabstrich zuzulassen.

    15.28 Uhr: Fraktionen lehnen Grundgesetzänderung für Bundestag-Notfalllösung ab

    Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) stößt mit Überlegungen für eine Grundgesetzänderung, die das Parlament in der Corona-Krise handlungsfähig halten soll, auf Ablehnung bei den Fraktionen. Laut führenden Vertretern von Grünen, FDP, Linken und der Großen Koalition seien Krisen nicht die Zeit für Verfassungsänderungen. Solche Vorschläge solle man in ruhigeren Zeiten besprechen, sagte zum Beispiel FDP-Chef Lindner.

    Schäuble will die Handlungsfähigkeit des Bundestags in der Coronakrise erhalten. Inzwischen ist das Parlament beschlussfähig, wenn mehr als ein Viertel der Abgeordneten anwesend ist. Zuvor war mehr als die Hälfte nötig. In einem Brief an die Fraktionsvorsitzenden nennt Schäuble zwei Optionen: die Einberufung von Digital-Sitzungen des Bundestags sowie die Bildung eines Notparlaments, wie es bislang nur für Kriegszeiten vorgesehen ist. Für beide Lösungen müsste das Grundgesetz geändert werden.

    Ein Notparlament kennt das Grundgesetz nur für den Verteidigungsfall. Vorgesehen ist in Artikel 53a ein "Gemeinsamer Ausschuss" aus 48 Mitgliedern von Bundestag und Bundesrat, wenn das Parlament nicht rechtzeitig zusammentreten kann. Davon sind zwei Drittel Abgeordnete des Bundestags und ein Drittel Mitglieder des Bundesrats.

    15.18 Uhr: Marokkos König begnadigt wegen Corona tausende Gefangene

    Um eine Ausbreitung des Coronavirus in Haftanstalten zu verhindern, hat Marokkos König Mohammed VI. mehr als 5.600 Strafgefangene begnadigt. Die Insassen würden wegen der "außergewöhnlichen Umstände im Zusammenhang mit der Gesundheitssituation und den notwendigen Maßnahmen" zur Eindämmung des Coronavirus schrittweise aus der Haft entlassen, so das Justizministerium in Rabat. Marokko hat bisher 960 Infektions- und 66 Todesfälle durch das Coronavirus gemeldet. Die Häftlinge würden anhand von Alters- und Gesundheitskriterien ausgewählt. Zudem sei die Länge der Haft sowie das Verhalten der Gefangenen berücksichtigt worden.

    15.10 Uhr: Münchner Pflegeheim: 36 Bewohner und 19 Mitarbeiter infiziert

    Im evangelischen Leonhard-Henninger-Haus in München sind inzwischen 36 von 128 untersuchten Bewohnern positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie die Innere Mission München mitteilt. Auch bei 19 Mitarbeitenden war der Test positiv. 42 Mitarbeitende wurden negativ getestet, 45 Testergebnisse stehen noch aus. Gerhard Prölß, Geschäftsführer der IMM-Tochtergesellschaft "Hilfe im Alter", kritisiert den Zeitverzug bei den Ergebnissen. "Dass wir als Betreiber eines Pflegeheims da offenbar in der normalen Warteschlange stehen müssen, das geht überhaupt nicht an."

    14.51 Uhr: Polizei: Mehrheit der Bürger in Bayern hält Corona-Regeln ein

    Die Menschen in Bayern haben sich am Wochenende laut Polizei weitgehend an die Ausgangsbeschränkungen gehalten. Bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen zog es zwar Spaziergänger und Freizeitsportler an die frische Luft, jedoch hielten sich die meisten Menschen an die Vorgaben - also entweder alleine oder nur mit dem Partner oder Familienangehörigen unterwegs zu sein. Die Polizei in München registrierte nach eigenen Angaben zwischen Samstag- und Sonntagmorgen bei gut 9.000 Kontrollen etwas mehr als 370 Verstöße.

    14.50 Uhr: DIHK für zweites Corona-Paket von Bund und Ländern

    Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) plädiert für ein zweites Corona-Hilfspaket von Bund und Ländern mit klaren Signalen für die Betriebe. "Der Schutzschirm der Bundesregierung enthält bereits gute Instrumente, die krisenmildernde Wirkung entfalten", erklärt DIHK-Präsident Eric Schweitzer. "Es ist aber dringend notwendig, das jetzt weiter zu entwickeln", ergänzt er. "Verständlicherweise kann aktuell niemand eindeutig sagen, wann unser Land wieder den Normalbetrieb aufnehmen kann. Aber es wäre schon wichtig zu wissen, mit welchen an die Krise angepassten Regeln einzelne Branchen zum Zeitpunkt X wieder loslegen können."

    14.45 Uhr: Menschen im Saarland sollen Masken nähen

    Saarlands Verbraucherschutzminister Reinhold Jost (SPD) hat die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, Atemschutzmasken für das Personal in Gesundheitseinrichtungen zu nähen.

    Für die Aktion "Flinke Finger für helfende Hände" stünden mehrere Tausend Meter Stoff sowie Gummilitzen und Garn bereit. Das Material könne von Montag an kostenlos an alle freiwilligen Näherinnen und Näher verteilt werden.

    14.25 Uhr: Caritasverband fordert Hilfe für Menschen in Flüchtlingslagern

    Der Deutsche Caritasverband fordert angesichts der Coronavirus-Pandemie Hilfe für die Menschen in Flüchtlingslagern. "Zehntausende bis Hunderttausende Menschen leben in diesen Lagern unter katastrophalen hygienischen Bedingungen auf engstem Raum zusammen. Das ist der ideale Nährboden für das Corona-Virus", warnte der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Peter Neher. Schon aus Eigennutz müsse sofort gehandelt werden. "Wir können es uns nicht leisten, derzeit nicht solidarisch zu sein." Das Virus kenne keine Grenzen. Anstelle der Abriegelung von Flüchtlingslagern müsse es eine koordinierte Hilfsaktion geben.

    14.13 Uhr: Mehr als 24.000 Fälle in Bayern

    Die Anzahl der bestätigten Corona-Infektionen in Bayern ist - Stand heute - auf 24.350 angestiegen. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf seiner Homepage mit. Das sind 1.301 gemeldete Fälle mehr als am Samstag. Insgesamt sind 411 Menschen laut LGL durch das Virus gestorben. 5.190 der Infizierten gelten inzwischen als genesen, schätzt das LGL mit Berufung auf die Kriterien des Robert-Koch-Institut.

    Weiterhin am stärksten vom Coronavirus betroffen ist der Landkreis Tirschenreuth. Hier sind pro 100.000 Einwohner gerechnet knapp 1.040 Menschen infiziert. Tatsächlich sind 754 Fälle bestätigt, 40 Betroffene starben. Stark betroffene Regionen in Bayern sind außerdem die Landkreise Wunsiedel, Neustadt an der Waldnaab, Rottal-Inn, Rosenheim, Miesbach, Freising und die Städte Rosenheim, Straubing und Weiden. Dort sind jeweils mehr als 320 Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner gemeldet.

    13.41 Uhr: Söder will nach der Corona-Krise Konjunktur ankurbeln

    Ministerpräsident Markus Söder will nach der Corona-Krise mit Steuersenkungen und Innovationsanreizen in der Automobilindustrie die Konjunktur ankurbeln. Der CSU-Vorsitzende sagte der "Bild am Sonntag", der Solidaritätszuschlag solle ganz abgeschafft und früher umgesetzt werden. Darüber hinaus will Söder die Automobilindustrie stärken - mit Zuschüssen für den Kauf von umweltfreundlichen Fahrzeugen

    12.26 Uhr: Söder appelliert an Bürger: Bitte auf die Regeln achten

    Mit einem eindringlichen Appell hat sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an die Menschen im Freistaat gewandt und darum gebeten, die wegen der Corona-Krise geltende Ausgangsbeschränkung einzuhalten. "Wenn man rausschaut, das Wetter ist super. Und ich habe total Verständnis, dass es einen rausdrängt", sagte er in einer Videobotschaft auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. "Bitte auf die Regeln achten." Natürlich könnten die Menschen Sport machen und rausgehen, aber nur allein, mit der Familie oder dem Partner.

    "Alles andere würde die Erfolge, die wir jetzt haben, gefährden", sagte Söder und ergänzte: "Es sterben jeden Tag viele Menschen und es liegen sehr viele Menschen auf den Intensivbetten."

    12.21 Uhr: Regierung will Gutscheine für abgesagte Reisen staatlich absichern

    Nach Kritik an den geplanten Gutscheinen für abgesagte Reisen und Kultur- oder Sportveranstaltungen hat die Bundesregierung angekündigt, für die Voucher finanziell einzustehen. "Wir nehmen die Bedenken der Verbraucher sehr ernst. Kein Kunde darf sein Geld verlieren", sagte der Tourismusbeauftragte Thomas Bareiß (CDU) am Sonntag. "Deshalb wollen wir den Wert der Gutscheine staatlich absichern." Zuvor hatten Verbraucherschützer das Vorhaben als "Zwangskredite der Verbraucher an die Unternehmen" abgelehnt und eine Rückzahlung der Reisekosten gefordert.

    12.14 Uhr: Münchner Polizei mit Kontrollen am Wochenende zufrieden

    Rund 9.100 Kontrollen haben Münchner Polizeibeamte bisher an diesem Wochenende durchgeführt, um die Einhaltung der Corona-Ausgangsbeschränkung zu überprüfen. 374 Verstöße mussten dabei geahndet werden. Sven Müller, Pressesprecher der Münchner Polizei zeigte sich heute im Pressegespräch sehr zufrieden und spricht von einer relativ geringen Zahl an Verstößen trotz des schönen Ausflugswetters. Die Mehrzahl der Bürger in München und den Landkreisen halte sich an die Corona-Schutz-Vorgaben.

    12.13 Uhr: Italien prüft Pläne für Rückkehr zur Normalität nach Corona

    Italien bereitet nach Angaben von Gesundheitsminister Roberto Speranza einen Fünf-Punkte-Plan zum kontrollierten Abbau der Corona-bedingten Beschränkungen vor. Es sei aber unverantwortlich, ein Datum für die Rückkehr zur Normalität zu versprechen, sagte er der Zeitung "La Repubblica" am Sonntag.

    Italien ist mit mehr als 15.300 Toten das am schlimmsten von der Corona-Krise betroffene Land in Europa, vor Spanien mit 11.900 Toten. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen lag in Italien am Sonntag bei mehr als 124.600. Doch die Ausbreitung dort scheint sich zu verlangsamen. Am Samstag blieb die tägliche Zahl der Covid-19-Toten erstmals binnen neun Tagen unter 700.

    11.43 Uhr: Zwei Millionen Schutzmasken aus China in Berlin angekommen

    In Berlin sind zwei Millionen Atemschutzmasken und 300.000 Schutzkittel aus China angekommen. Sie sind am Samstag am Flughafen Leipzig/Halle eingetroffen. Die Bundeswehr habe sie dort abgeholt und nach Berlin gebracht, sagte die Berliner Senatssprecherin Melanie Reinsch am Sonntagmorgen. Die Schutzmasken und -kittel sollen ab Montag in Berlin unter anderem an Kliniken, Pflegeheime und die Polizei verteilt werden.

    11.27 Uhr: Iran will Corona-Vorschriften leicht lockern

    Der Iran will nach Angaben von Präsident Hassan Ruhani die strengen Corona-Vorschriften im Land leicht lockern. Ab dem kommenden Samstag sollen einige Geschäfte in den Provinzen unter besonders strengen hygienischen Auflagen wieder geöffnet werden, wie der Präsident am Sonntag bekanntgab. Für die Hauptstadt Teheran gilt diese Regelung erst eine Woche später - vom 18. April an. Allerdings bleiben Sporthallen, Stadien, Schwimmbäder und andere Orte, an denen es zu größeren Menschenansammlungen und damit einer höheren Ansteckungsgefahr kommen könnte, weiterhin geschlossen.

    Der Iran wurde von dem Corona-Virus besonders hart getroffen. Nach jüngsten Angaben des Gesundheitsministeriums gab es bis jetzt mehr als 3.400 Tote und 55.000 Infizierte. Medienangaben zufolge hat die Corona-Krise 70 Prozent der iranischen Wirtschaft lahmgelegt.

    10.45 Uhr: Deutsche Bahn in der Corona-Krise pünktlicher

    Auch wegen der Corona-Pandemie sind die Fernzüge der Deutschen Bahn im März pünktlicher ans Ziel gelangt. 82,4 Prozent kamen rechtzeitig an. Das waren 4,1 Prozentpunkte mehr als noch im März des Vorjahres und 3,1 Punkte mehr als im Februar, wie der bundeseigene Konzern mitteilte. Allerdings waren aufgrund der Corona-Krise die Fahrgastzahl und die Taktung der Züge deutlich niedriger als sonst. Ein wichtiger Grund für Verspätungen - das Aus- und Einsteigen der Reisenden an vollen Bahnsteigen - fiel damit weg.

    9.29 Uhr: Bundesregierung rechnet mit steigenden Infektionszahlen

    In der Corona-Krise gibt es aus Sicht der Bundesregierung noch keine Entspannung. "Die Zeit mit den höchsten Infektionszahlen liegt noch vor uns", sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Unsere Aufgabe als Bundesregierung ist es, uns für unsere Bevölkerung auf den schwierigsten Teil dieser Krise vorzubereiten", sagte der Chef des Bundeskanzleramtes.

    Nach Ansicht Brauns ist der Maßstab für die Fortsetzung oder Lockerung der gegenwärtigen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, "dass sich in gleichen Zeitabständen weniger Menschen infizieren". Vor Beginn der Einschränkungen habe es eine Verdoppelung alle drei Tage gegeben. Um das Gesundheitswesen nicht zu überfordern, müsse man Verdopplungszeiten von deutlich über zehn Tagen haben, wahrscheinlich sogar eher zwölf oder 14 Tage.

    8.56 Uhr: Uni-Klinikum Erlangen darf Immunplasma herstellen

    Das Universitätsklinikum Erlagen darf jetzt therapeutisches Plasma zur Behandlung von schwer erkrankten COVID-19 Patienten herstellen. Es sei eine der ersten Einrichtungen in Deutschland, die dafür die behördliche Genehmigung erhalten habe, so das Klinikum in der Mitteilung. "Aufgrund der äußerst positiven Resonanz auf unseren Spendenaufruf an ehemalige Corona-Patienten kann die Plasma-Produktion ab sofort starten", so Prof. Dr. Holger Hackstein, Leiter der Transfusionsmedizin.

    Aktuelle wissenschaftliche Daten würden darauf hinweisen, dass durch COVID-19 Immunplasma eine deutliche Abschwächung der lebensbedrohlichen Verläufe möglich sei. Das Verfahren könnte die Therapie stark verbessern und tödliche COVID-19-Infektionen könnten verhindert werden.

    8.13 Uhr: Zweites Flüchtlingslager in Griechenland unter Quarantäne

    Griechenland hat eine zweites Flüchtlingslager nach einem Infektionsfall unter Quarantäne gestellt. Ein 53-jähriger Mann aus Afghanistan in dem Lager Malakasa rund 40 Kilometer nordöstlich von Athen sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte die Regierung mit. Er sei in ein Krankenhaus in die Hauptstadt verlegt worden. Am Donnerstag hatten die Behörden das Flüchtlingslager Ritsona in Zentralgriechenland unter Quarantäne gestellt, nachdem dort 20 Asylsuchende positiv getestet worden waren.

    7.38 Uhr: Spaniens Regierungschef fordert "rigorose Solidarität" von EU

    Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat die EU-Partner in der Corona-Krise zu "rigoroser Solidarität" aufgerufen. Um in der Pandemie nicht als Union zu scheitern, müsse die EU nach seiner Ansicht nun eine "Kriegswirtschaft" organisieren, schrieb Sánchez in einem Beitrag für "faz.net". Ebenso wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen plädiert er für einen "neuen Marshall-Plan" für den Wiederaufbau nach der Corona-Pandemie.

    7.00 Uhr: Inzwischen mehr als 91.000 Infizierte in Deutschland

    Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus, ist in Deutschland dem Robert-Koch-Institut zufolge um 5.936 auf 91.714 gestiegen und damit erneut um rund 100 weniger als am Tag zuvor. Die Zahl der Todesfälle sei um 184 auf 1342 gewachsen.

    6.12 Uhr: Corona-Einreiseverbot gilt nicht für Asylbewerber

    Der seit dem 16. März geltende Zurückweisungserlass für die meisten Ausländer gilt nicht für Asylbewerber. Durch die neuen Grenzschutzmaßnahmen habe sich "am bisherigen Asylverfahren keine Änderung ergeben", teilte das Bundesinnenministerium laut "Welt am Sonntag" mit. Seit dem 16. März kontrolliere die Bundespolizei zur Eindämmung der Infektionsgefahr an den Grenzen zu Frankreich, Österreich, Dänemark, Luxemburg und der Schweiz und weise Ausländer zurück, die nicht zu Ausnahmegruppen gehören.

    6.05 Uhr: Queen beschwört Selbstdisziplin der Briten

    Königin Elizabeth II. (93) ruft die Briten dazu auf, der Coronavirus-Pandemie mit charakteristisch britischer Selbstdisziplin und stiller Entschlossenheit zu begegnen. "Ich hoffe, dass in den kommenden Jahren alle stolz darauf sein können, wie sie mit dieser Herausforderung umgegangen sind", wird die Queen am Sonntagabend in einer Ansprache an das britische Volk und den Commonwealth sagen.

    Das geht aus Rede-Auszügen hervor, die vorab vom Buckingham-Palast veröffentlicht wurden. Die Ansprache gilt als Zeichen, dass die Regierung zunehmend über die rasch wachsende Zahl der Todesfälle durch die Lungenkrankheit Covid-19 beunruhigt ist.

    4.30 Uhr: Noch unklar, ob Wiesn heuer stattfindet

    Wenige Wochen vor Beginn des Wiesn-Aufbaus ist unklar, ob das größte Volksfest der Welt wegen der Corona-Krise überhaupt stattfinden kann. Nach Angaben von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), der das Fest eröffnen würde, muss diese Entscheidung "spätestens Ende Mai, Anfang Juni" fallen, also rechtzeitig vor Beginn der Aufbauarbeiten auf der Theresienwiese. Am 16. September ist der Anstich geplant, bis zum 4. Oktober soll das Fest dauern.

    4.30 Uhr: Geisterspiele ab Mai laut Mediziner "rein virologisch möglich"

    Virologe Alexander Kekulé hält Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga ab Mai für "rein virologisch möglich". "Man könnte theoretisch die Spiele absichern, das ist möglich", sagte Kekulé am Samstagabend im ZDF. "Machbar ist natürlich alles, aber man muss immer überlegen, wie man den Menschen erklärt, dass der Fußball so eine Spezialbehandlung bekommt." Die Bundesliga pausiert derzeit bis mindestens Ende April.

    Für Geisterspiele müssten die Profis nach Ansicht von Kekulé isoliert und regelmäßig getestet werden. Zudem setzt der Virologe auf Schutzmaßnahmen wie etwa das Tragen von Gesichtsmasken. "Man hätte dann so eine Art spezielle Blase für die Fußballspieler", sagte er. Kekulé erneuerte zudem seine Einschätzung, dass es in diesem Jahr keine Fußball-Spiele mit Zuschauern mehr geben werde.

    3.04 Uhr: Bayern will Pflegekräften Bonus von 500 Euro zahlen

    Bayern will den in der Corona-Krise besonders belasteten Pflegekräften eine Sonderzahlung von 500 Euro zukommen lassen. "Wir werden 500 Euro als Bonus an alle Pflegekräfte zahlen", kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in der "Bild am Sonntag" an. "Zudem haben wir in allen Krankenhäusern, Pflege- und Seniorenheimen freies Essen und Getränke für die Beschäftigten eingerichtet."

    Außerdem fordert Söder ein riesiges Konjunkturprogramm und flächendeckende Steuersenkungen: "Wenn die erste Phase mit Soforthilfen und Bürgschaften überstanden ist, brauchen wir darüber hinaus ein vitales Konjunkturprogramm in ähnlicher Größenordnung."

    00.46 Uhr: Söder warnt vor zu schneller Lockerung der Corona-Maßnahmen

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnt vor einer zu schnellen Lockerung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Krise. "Wenn wir jetzt zu schnell über die Rückkehr in den Alltag reden, verharmlosen wir die Situation und riskieren einen starken Rückfall. Das halte ich für nicht verantwortlich", sagte der Politiker der "Bild am Sonntag".

    "Die Abwägung ist eindeutig: Da wir ohne diese Maßnahmen laut Experten unzählige Tote mehr und Zustände wie in italienischen Kliniken riskieren würden, sind die Maßnahmen angemessen und verhältnismäßig. Wir müssen jetzt einfach durchhalten." Auch solle sich keiner täuschen, sagte Söder. "Mit dem 20. April wird nicht alles automatisch so wie vor der Krise."

    Zudem rechnet er mit einem verstärkten Einsatz von Atemschutzmasken: "Ich bin kein Gegner der Maskenpflicht, vieles spricht dafür. Wir werden sicher auch zu einem verstärkten Einsatz von Masken kommen", so Söder. Allerdings könne ein einfacher Mundschutz kein gleichwertiger Ersatz für eine Ausgangsbeschränkung oder Kontaktsperre sein. "Ein Tuch oder Schal allein reicht nicht. Wir brauchen ordentliche Masken", sagte Söder.

    00.02. Uhr: von der Leyen will "Marshallplan" für Europa

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich angesichts der Corona-Krise für massive Investitionen in den EU-Haushalt ausgesprochen. "Wir brauchen einen Marshall-Plan für Europa", schreibt sie in einem Gastbeitrag für die "Welt am Sonntag". Der EU-Haushalt sei in allen Mitgliedsstaaten als Instrument des solidarischen Ausgleichs akzeptiert und müsse der Krise entsprechend angepasst werden.

    Der Marshall-Plan war ein milliardenschweres Hilfsprogramm der USA, mit dem das vom Zweiten Weltkrieg gezeichnete Westeuropa wieder auf die Beine kam.

    00.01 Uhr: BDI rechnet mit starker globaler Rezession

    Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erwartet angesichts der Corona-Krise heftige Folgen für die deutsche und internationale Wirtschaft. "Für Deutschland muss im laufenden Jahr mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von drei bis sechs Prozent gerechnet werden", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang der "Welt am Sonntag".

    Für diese Annahme geht der BDI von einer Unterbrechung der wirtschaftlichen Aktivitäten von maximal sechs Wochen aus. Sechs Prozent entsprächen dem Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland in Folge der Finanzkrise im Jahr 2009. Lang geht davon aus, dass eine "kräftigte Rezession" weder in den USA noch in Europa in diesem Jahr zu vermeiden sei. In Euro-Zone und EU werde die Wirtschaftskraft um drei bis fünf Prozent sinken.

    Samstag, 04.04.2020

    00.00 Uhr: Deutsche Banken wollen tausende Filialen abbauen

    Durch die Corona-Krise wird sich der Filialabbau bei deutschen Banken einem Medienbericht zufolge beschleunigen. "Corona-bedingt" dürften bis zum Jahr 2025 zusätzlich 3.500 Filialen wegfallen, berichtet die "Welt am Sonntag" vorab unter Berufung auf eine Studie der Beratung Investors Marketing. Die Anzahl der Kundenanlaufstellen werde damit insgesamt um 10.700 auf rund 16.000 fallen.

    23.25 Uhr: Tausende US-Soldaten im Kampf gegen Corona

    US-Präsident Donald Trump will tausende Soldaten in die Bundesstaaten zur Unterstützung im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie schicken. "Wir werden eine gewaltige Menge an Militär zur Hilfe entsenden," sagt Trump zu Journalisten. Allein nach New York City sollen 1000 Militär-Beschäftigte gehen - einschließlich Ärzte und Krankenschwestern.

    22.52 Uhr: Airbus bringt Millionen Schutzmasken aus China

    Im Rahmen seiner speziell für die Corona-Krise eingerichteten "Airbus-Luftbrücke" hat der europäische Flugzeugbauer erneut tausende von Schutzmasken aus China nach Europa gebracht. Die am Vortag in Toulouse in Richtung Tianjin zum Testflug gestartete Maschine vom Typ A350-1000 sei am Samstagabend mit rund vier Millionen Gesichtsmasken an Bord in Hamburg gelandet, teilte der Luftfahrtkonzern mit. Ein Teil der Masken bleibe in Deutschland, der Rest werde nach Toulouse geflogen zur weiteren Verteilung an Krankenhäuser und andere Einrichtungen im Gesundheitswesen in den Airbus-Heimatländern Spanien, Frankreich und Großbritannien.

    22.30 Uhr: Über 300.000 Corona-Infektionen in den USA

    In den USA gibt es inzwischen mehr als 300.000 bekannte Infektionen mit dem Coronavirus. Das ging aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor. Knapp 8.200 Menschen starben demnach in den USA an den Folgen des Virus.

    Das Virus verbreitet sich in den USA weiterhin rasant. Bislang sind der Bundesstaat und die Stadt New York am schlimmsten von der Epidemie betroffen. Dort gibt es mittlerweile über 113.000 bekannte Infektionen und rund 3.600 Tote.

    21.45 Uhr: Mehr als 45.000 Corona-Tote in Europa

    In Europa sind bereits mehr als 45.000 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Europa ist damit der am schwersten von der Pandemie betroffene Kontinent. Weltweit starben bislang mehr als 60.000 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

    Rund 85 Prozent der Todesfälle in Europa wurden aus Italien, Spanien, Frankreich und Großbritannien gemeldet. In Italien starben 15.362 Infizierte - so viele wie in keinem anderen Land.. In Spanien wurden bislang 11.744 Todesopfer gezählt.

    In Frankreich erhöhte sich die Zahl der Corona-Toten binnen 24 Stunden auf 7.560, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten.

    In Deutschland starben bislang deutlich weniger Menschen durch die Pandemie. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt die Zahl der Corona-Toten mit 1158 an, die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore kommt auf 1.330 Todesopfer.

    20.40 Uhr: Kanzleramtsminister: Höhepunkt der Seuche in Deutschland noch nicht erreicht"

    In Deutschland ist nach Ansicht von Kanzleramtsminister Braun der Höhepunkt der Corona-Seuche noch nicht erreicht. Wie Braun der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte, ist es jetzt Aufgabe der Regierung, sich auf den schwierigsten Teil der Krise vorzubereiten.

    Die Zeit mit den höchsten Infektionszahlen liege noch vor uns, fügte der CDU-Politiker hinzu. Für Braun ist es deshalb nach wie vor zu früh, darüber nachzudenken, ob die Kontaktsperren für die Bürger gelockert werden können. Als wichtige Aufgaben nannte der Kanzleramtsminister, zusätzliche Krankenhausbetten zu schaffen und die sogenannten Infektionsketten besser nachzuverfolgen.

    20.00 Uhr: Die meisten Bayern halten die Corona-Vorschriften ein

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ist zufrieden mit der Einhaltung der Corona-Anordnungen im Freistaat. Herrmann sagte unter Berufung auf die Polizei, dass sich die allermeisten Bürger sehr gut an die Vorschriften halten. Es habe heute trotz des guten Wetters keinen großen Ausflugsverkehr ins bayerische Oberland und überhaupt nur sehr wenige Ausflügler und Touristen gegeben. Dennoch registrierte die Polizei etliche Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz. Mehr dazu hier.

    19.20 Uhr: Weniger Intensiv-Patienten in Italien

    Zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie in Italien müssen weniger Patienten auf den Intensivstationen behandelt werden als am Tag zuvor. 74 Plätze sind frei geworden, so der italienische Zivilschutz. Die Zahl der Todesfälle ist weiterhin hoch, aber geringer als noch vor einigen Tagen. Das bedeute nicht, dass die Gefahr vorbei sei - sondern nur, dass die strikten Ausgangsbeschränkungen Wirkung zeigen, sagte ein Sprecher des italienischen Gesundheitsministeriums.

    Gleichzeitig erinnerte er an einen Todesfall, der in Italien gerade für Aufsehen sorgt: Ein mit dem Coronavirus infiziertes Mitglied der Eskorte von Ministerpräsident Giuseppe Conte ist gestorben. Auch die besonders betroffene Region Lombardei lockert die Maßnahmen nicht, sondern verschärft sie sogar noch: Die wenigen Menschen, die noch nach draußen dürfen, müssen jetzt immer einen Mundschutz tragen.

    18.30 Uhr: Zahl der Todesfälle in Italien steigt auf 15.362

    Das Katastrophenschutzministerium in Italien meldet 681 neues Todesfälle innerhalb von 24 Stunden. Insgesamt seien nun 15.362 Menschen an der Lungenkrankheit gestorben. Die Zahl der Neuinfektionen stieg um 4.805 auf 124.632.

    18.15 Uhr: Dubai will Expo 2020 um ein Jahr verschieben

    Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen die ab Herbst in Dubai geplante Weltausstellung "Expo 2020" wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschieben. Eine entsprechende formelle Anfrage sei von der Regierung des Landes gestellt worden, hieß es in einer Erklärung der Veranstalter. Die Weltausstellung solle nun vom 1. Oktober 2021 bis zum 31. März 2022 in Dubai stattfinden, erwartet werden rund 25 Millionen Besucher.

    In den Vereinigten Arabischen Emiraten haben sich offiziellen Angaben zufolge bisher 1.505 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, zehn Menschen starben an Covid-19.

    18.00 Uhr: Bürgermeister von Zwiesel in Kritik

    Wegen seines Verhaltens in der Coronakrise steht der Bürgermeister von Zwiesel im Landkreis Regen, Franz Xaver Steininger, unter Beschuss. Wie der BR erfuhr, beschloss der Stadtrat in einer Sondersitzung, die Dienstfähigkeit des parteilosen Rathauschefs überprüfen zu lassen. Die Regener Landrätin Röhrl hatte dazu geraten.

    Gegenüber dem BR warf sie Steininger angesichts der Pandemie unverantwortliches Handeln vor. Röhrl verwies unter anderem darauf, dass Steininger die Musikschule Zwiesel wieder öffnen ließ, obwohl bayernweit schon alle Schulen geschlossen waren. Steininger wies die Anschuldigungen zurück und warf seinen Gegnern eine Schmutzkampagne vor. Mehr dazu hier.

    17.40 Uhr: Fünfjähriges Kind stirbt in Großbritannien nach Corona-Infektion

    In Großbritannien ist ein fünfjähriges Kind an einer Infektion durch das Coronavirus gestorben. Das teilte die staatliche Gesundheitsbehörde mit. Bisher war das jüngste Todesopfer in Großbritannien ein 13-jähriger Jugendlicher.

    Insgesamt wurden in Großbritannien innerhalb von 24 Stunden 708 neue Todesfälle registriert. Dies ist die höchste Zahl seit Ausbruch des Coronavirus im Königreich. Mehr als 4.300 Menschen starben an Covid-19. Die Zahl der Corona-Infizierten lag am Samstag den offiziellen Angaben zufolge bei knapp 42.000.

    Die britische Regierung hatte im Kampf gegen die Corona-Pandemie restriktive Maßnahmen zunächst abgelehnt, weshalb sie heftig kritisiert wurde. Seit dem 23. März gilt eine dreiwöchige Ausgangssperre.

    16.30 Uhr: Weltweit über 60.000 Tote durch Corona

    Weltweit sind US-Experten zufolge bereits mehr als 60.000 Menschen infolge der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus stieg bis Samstagmorgen (Ortszeit) auf 1,13 Millionen, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins hervorging. Die meisten der 60.115 Todesfälle entfielen danach auf sieben Länder, in dieser Reihenfolge: Italien, Spanien, USA, Frankreich, Großbritannien, Iran und China.

    16.15 Uhr: Aufnahmestopp auch in Behindertenheimen

    Nach dem Aufnahmestopp für Bayerns Pflegeheime weitet die Regierung die Maßnahme auf Behinderteneinrichtungen aus. "Menschen mit schweren Behinderungen können von schweren Krankheitsverläufen betroffen sein. Es ist wichtig, sie vor Ansteckungen zu schützen", teilten die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml und Sozialministerin Carolina Trautner (beide CSU) mit. Ausnahmen seien möglich für Häuser, die neue Bewohner für 14 Tage in Quarantäne unterbringen können.

    16.00 Uhr: Einheitliche Regeln für Alten- und Pflegeheime gefordert

    Angesichts der steigenden Zahlen von Corona-Infektionen in Alten- und Pflegeheimen spricht sich der Deutsche Städtetag für bundesweite Richtlinien für diese Einrichtungen aus. Man brauche kurzfristig einheitliche Bewertungsmaßstäbe und Handlungsstrateigen, sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung. Er hatte zuvor mit etwa 30 Oberbürgermeistern in einer Telefonschalte über das Problem beraten. In Bayern nehmen Alten- und Pflegeheime seit heute vorübergehend keine neuen Bewohner mehr auf. So will die Staatsregierung weitere Ansteckungen in Heimen verhindern. Kritik an dieser Linie kam von VdK-Präsidentin Verena Bentele.

    15.30 Uhr: Österreich meldet Verlangsamung der Neuinfektionen

    Österreich meldet einen Anstieg der bestätigten Infektionen auf 11.781 und 186 Todesfälle. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums hat sich die Zuwachsrate bei den Infektionen auf eine einstellige Prozentzahl reduziert. Vor drei Wochen hatte sie noch bei 40 Prozent gelegen.

    15.00 Uhr: 23.049 Corona-Fälle in Bayern - 370 Tote

    Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Bayern liegt - Stand heute - bei 23.049. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf seiner Homepage mit. Das sind 2.087 gemeldete Fälle mehr als gestern. Insgesamt 370 Menschen sind laut LGL durch das Virus gestorben. 4.540 der Infizierten gelten inzwischen als genesen, schätzt das LGL mit Berufung auf die Kriterien des Robert-Koch-Institut.

    14.45 Uhr: Ausgehverbot in Spanien wird verlängert

    In Spanien sind in den vergangenen 24 Stunden 809 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Das sind weniger als in den vergangenen acht Tagen, gestern und vorgestern waren es jeweils mehr als 900 gewesen. Die Zahl der Toten liegt bei aktuell 11.744. Ministerpräsident Pedro Sanchez will den Notstand und die strikte Ausgangssperre um weitere zwei Wochen bis zum 26. April verlängern.14.30 Uhr: 200.000 wegen Corona-Krise gestrandete Deutsche zurück

    Knapp drei Wochen nach Beginn der Rückholaktion der Bundesregierung sind 200.000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche wieder zu Hause. "Das war nicht immer einfach und hat stellenweise etwas geruckelt, wie man es in dieser schwierigen Zeit auch erwarten kann", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. "Doch auf diese Leistung können alle Beteiligten stolz sein."

    14.20 Uhr: CSU-Politiker fordert Änderungen bei Kredithaftung

    Die Bundesregierung soll nach Ansicht von CSU-Wirtschaftsexperte Hans Michelbach die 100-prozentige Haftung für Kredite bis drei Millionen Euro übernehmen. "Die Regierung muss mit der EU-Kommission nachverhandeln", sagt der CSU-Politiker der Nachrichtenagentur Reuters. Die Kommission hatte die vollständige staatliche Haftungsübernahme bis 800.000 Euro genehmigt. "Das reicht aber nicht", betont Michelbach. Außerdem müssten die Kredite für Unternehmer innerhalb von zehn und nicht schon fünf Jahren zurückgezahlt werden.

    13.14 Uhr: Erster Flieger aus Neuseeland mit Deutschen in Frankfurt gelandet

    Ein erster Flieger mit in Neuseeland gestrandeten Deutschen ist am frühen Samstagmorgen am Frankfurter Flughafen gelandet. Wie die Bundespolizei auf Anfrage mitteilte, kam die Maschine der Air New Zealand um kurz nach sechs Uhr von Auckland mit Zwischenstopp im kanadischen Vancouver an.

    In Neuseeland sitzen zurzeit am meisten Deutsche im Ausland fest - mehr als 12.000 hatten sich nach Angaben der deutschen Botschaft in Wellington wegen der Corona-Krise für das Rückholprogramm registriert. Weitere Evakuierungsflüge soll es in den kommenden Tagen aus Auckland und Christchurch geben.

    12.45 Uhr: Wirtschaftsverbände warnen vor Versorgungsengpässen wegen Grenzkontrollen

    Vor dem Hintergrund der Debatte um eine Ausweitung von Grenzkontrollen in Europa haben große Wirtschaftsverbände in Deutschland vor Versorgungsengpässen gewarnt. "Um auch in der Corona-Krise eine breite Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln aufrechtzuerhalten, ist es unerlässlich, die Grenzen innerhalb der EU offen zuhalten", forderte am Samstag der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied.

    Bei allem Verständnis für die Maßnahmen gegen das Coronavirus müssten "andere Wege gefunden werden, als die Binnengrenzen zu schließen und damit möglicherweise Lieferketten zu gefährden", warnte der Bauern-Präsident.

    Ähnliche Warnungen ergaben sich aus einer Befragung der Europäischen Bewegung Deutschland (EBD) und ihrer Mitgliedsverbände, aus der die "Süddeutsche Zeitung" am Samstag zitierte. In der EBD sind europaweit Interessengruppen zusammengeschlossen. "Eine unkoordinierte Schließung von Staatsgrenzen führt zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen und darf keine Dauerlösung werden", warnte dabei etwa der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf.

    11.40 Uhr: Sozialverband kritisiert Aufnahmestopp in Bayerns Pflegeheimen

    Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, kritisiert den Aufnahmestopp in Alten- und Pflegeheimen in Bayern. Dieser stelle die zu Pflegenden und deren Familien oft vor nahezu unlösbare Probleme, sagte sie dem Bayerischen Rundfunk. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hatte am Freitag einen Aufnahmestopp für Pflegeeinrichtungen im Freistaat verhängt, der seit dem heutigen Samstag gilt. Pflegeeinrichtungen in Bayern ist es damit weitgehend untersagt, neue Bewohner aufzunehmen. Eine Ausnahme gelte für Einrichtungen, in denen neue Bewohner für 14 Tage in einer Quarantäne untergebracht werden könnten. Mehr dazu hier.

    10.47 Uhr: Allgäuer Klinik setzt stationären Betrieb vorübergehend aus

    Aufgrund der Allgemeinverfügung wird jetzt die Klinik Oberstdorf bis Montag (06.04.) geräumt. Damit will man um auf den zu erwartenden Anstieg an Covid-19-Patienten infolge der Corona-Pandemie vorbereitet sein. Das teilt Klinikverbund Allgäu mit. Die stationären Patienten werden an die Kliniken Kempten und Immenstadt verlegt. Die Mitarbeiter der Klinik Oberstdorf werden ab kommender Woche ebenfalls an anderen Standorten eingesetzt und für die Versorgung in den hochspezialisierten Bereichen geschult.

    Derzeit sind noch ausreichende Behandlungskapazitäten an den Standorten Kempten und Immenstadt vorhanden. Sollten diese Kapazitäten aufgrund der Pandemie in den nächsten Tagen bzw. Wochen voll belegt werden, könne die Patientenversorgung in der Klinik Oberstdorf kurzfristig wiederaufgenommen werden. Die ambulante Notfallversorgung am Standort Oberstdorf bleibt weiterhin erhalten.

    10.26 Uhr: Mehr als 85.000 Infizierte in Deutschland

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Samstag mit 85.778 angegeben - ein Plus von 6.082 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 91.159 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 1.158 Todesfälle, die JHU 1.275 Tote. In Bayern sind laut dem RKI 21.908 am Coronavirus erkrankt, das sind 1.671 mehr als am Vortag.

    9.57 Uhr: Bayern richtet Hilfskrankenhäuser ein

    Der Freistaat bereitet sich mit der Errichtung von Hilfskrankenhäusern auf eine mögliche massive Zunahme an schweren Covid-19-Fällen vor. Besonders geeignet seien bestehende Reha-Kliniken oder andere Einrichtungen mit ausreichender Infrastruktur, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml und Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) am Samstag mitteilten. So sollen zusätzliche stationäre Kapazitäten geschaffen werden.

    Bereits Ende März hatte Huml angekündigt, dass in den 26 bayerischen Rettungsleitstellen-Bereichen Hilfskrankenhäuser entstehen sollen. Planung und Aufbau würden von den Katastrophenschutzbehörden vor Ort organisiert.

    9.38 Uhr: Kirchen in Deutschland feiern Ostern erstmals nur über Internet

    Zum ersten Mal in der deutschen Nachkriegsgeschichte können die Menschen in Deutschland an Ostern keine Gottesdienste in Kirchen feiern. Wegen der Corona-Pandemie werden deutschlandweit Gottesdienste nur ohne Gemeinde stattfinden. Die Landeskirchen und Bistümer werden aber fast alle Osterfeiern live im Internet oder im Rundfunk übertragen, wie eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) unter den 20 evangelischen Landeskirchen und 27 katholischen Bistümern in Deutschland ergab.

    Die Rückmeldungen aus 42 der 47 angefragten Landeskirchen und Bistümer sind eindeutig: Nirgends fallen Gottesdienste wegen des Coronavirus aus, stattdessen gibt es viele kreative Ansätze, wie Gemeinden die Osterbotschaft mit Gläubigen teilen können.

    9.36 Uhr: Papst Franziskus spendet 60.000 Euro an Krankenhaus

    Papst Franziskus hat 60.000 Euro für das Krankenhaus in Bergamo gespendet. Wie die Diözese der norditalienischen Stadt am Freitagabend mitteilte, ließ das Kirchenoberhaupt das Geld der "Papst-Johannes-XXIII-Klinik" über den Bischof zukommen. Vor zwei Wochen hatte der Papst mit Bischof Francesco Beschi telefoniert und sich nach der Lage im Bistum erkundigt. Wie das Bistum weiter mitteilte, wird die Papstspende für die Not-Klinik verwendet, die in den vergangenen Wochen auf dem Messegelände Bergamos aufgebaut wurde. Bergamo ist eine der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Provinzen Italiens.

    9.23 Uhr: Mehr als eine Million Corona-Infizierte weltweit

    Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus ist weltweit auf mehr 1,1 Millionen gestiegen. Das geht aus aktuellen Zahlen der Johns-Hopkins-Universität in den USA hervor. Die meisten Fälle wurden demnach in den USA gezählt, wo bis Samstagmorgen mehr als 278.000 Menschen als infiziert gemeldet wurden. An zweiter und dritter Stelle lagen den Angaben nach Italien mit 119.827 und Spanien mit 119.199 Fällen, gefolgt von Deutschland mit 91.159 bekannten Infektionen. Das Land mit den meisten Todesfällen ist den Angaben zufolge Italien, wo bisher 14.681 Menschen an Covid-19 starben.

    8.00 Uhr: Bayern will laut Söder Patienten aus Frankreich aufnehmen

    Der Freistaat wird nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zehn Corona-Patienten aus Paris aufnehmen und medizinisch versorgen. Das teilte der Politiker am Samstagmorgen auf Facebook mit. ‪"In der Not helfen Freunde", schrieb Söder. Er habe der französischen Botschafterin Unterstützung zugesagt.

    Seit vergangenen Sonntag hat Bayern bereits zehn Corona-Patienten aus Italien zur medizinischen Versorgung aufgenommen.

    Frankreich gehört neben Italien und Spanien zu den Ländern in Europa, die vom Coronavirus besonders betroffen sind. Seit dem 1. März starben dort mehr als 6500 infizierte Menschen. Auch andere Bundesländer nehmen Covid-19-Patienten zur Behandlung auf. In den vergangenen acht Tagen hat die Bundeswehr mehrfach infizierte Menschen eingeflogen.

    6.33 Uhr: Sängerin Pink mit Coronavirus infiziert

    Die US-amerikanische Sängerin Pink, hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Dies gab die zweifache Mutter am Freitagabend (Ortszeit) auf Instagram bekannt. Vor zwei Wochen hätten sie und ihr dreijähriger Sohn Jameson Anzeichen von Covid-19 gehabt. Glücklicherweise hätte ihr Arzt schnell einen Test besorgen können, der bei ihr positiv ausfiel. Die ganze Familie habe sich zwei Wochen isoliert, alle seien nun gesund, teilte Pink mit.

    Die Sängerin übte scharfe Kritik an Washington, nicht schnell und umfassend für Tests gesorgt zu haben. "Wir müssten Test kostenlos und breitflächig ermöglichen, um unsere Kinder, Familien, Freunde und Gemeinden zu schützen", fordert der Star. Sie werde eine Million Dollar für das Gesundheitswesen spenden, hieß es weiter.

    6.15 Uhr: Aus China kommen wieder mehr Güterzüge nach Deutschland

    Weil in China die Produktion allmählich wieder anläuft, rollen während der Corona-Krise wieder mehr Güterzüge aus Fernost nach Deutschland. "Im April sind bereits 25 Prozent mehr Züge geplant als noch im März", teilte die Deutsche-Bahn-Tochter DB Cargo mit. Absolute Zahlen nennt das Unternehmen offiziell nicht, doch das Niveau nähere sich allmählich den Zeiten vor der Krise an. "In den Containern sind wieder Erzeugnisse des E-Commerce-Handels, Elektronik, Produkte und Komponenten der Automobilindustrie, aber auch Schutzausrüstungen für die Pandemiebekämpfung und Medikamente", teilte das Unternehmen mit.

    5.10 Uhr: Corona-Bonus für Pflegekräfte im Gespräch

    Angesichts der Belastungen von Pflegekräften in der Corona-Krise zeigen sich Pflegekassen und Arbeitgeber offen für Bonuszahlungen von bis zu 1.500 Euro. Pflegekräfte leisteten unter Corona-Bedingungen Herausragendes, und dies sollte auch besonders honoriert werden, sagte Florian Lanz, Sprecher des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV), der auch die Pflegekassen vertritt am Samstag.

    Der Vizepräsident des Arbeitgeberverbands Pflege, Friedhelm Fiedler, sagte: "Wir sind offen für einen einmaligen Bonus in Höhe von bis zu 1.500 Euro." Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte angekündigt, in der Corona-Krise Bonuszahlungen für Arbeitnehmer bis 1.500 Euro steuerfrei zu stellen. 4.00 Uhr: 84 Prozent der Bayern halten Ausgangsbeschränkungen für angemessen

    Zwei Wochen nach Beginn der Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus in Bayern hält eine große Mehrheit der Bürger die Maßnahmen für angemessen. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" (Samstagausgabe) befürworten 84 Prozent der Menschen im Freistaat die Maßnahmen, elf Prozent lehnen sie ab. Die größten Befürworter waren Befragte im Alter von mehr als 65 Jahren. Unter ihnen fiel die Zustimmung mit 93 Prozent am höchsten aus, in der Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren mit 73 Prozent am niedrigsten.

    2.38 Uhr: US-Regierung kündigt Kostenübernahme für nichtversicherte Corona-Patienten an

    Die US-Regierung will die Behandlungskosten für Bürger ohne Krankenversicherung übernehmen, die sich mit dem Coronavirus infizieren. In dem vom Kongress verabschiedeten Nothilfepaket zur Bekämpfung der Pandemie seien dafür 100 Milliarden Dollar enthalten, teilte Gesundheitsminister Alex Azar am Freitag mit. In den USA haben mindestens 27,5 Millionen Bürger keine Krankenversicherung.

    1.55 Uhr: Schäuble fürchtet um Handlungsfähigkeit des Bundestags

    Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble befürchtet, dass die Corona-Krise die Handlungsfähigkeit des deutschen Parlaments gefährden könnte. "So etwas haben wir in unseren Lebzeiten noch nicht gehabt", so der CDU-Politiker. "Wir müssen alles daransetzen, die parlamentarische Demokratie nicht außer Kraft zu setzen."

    Deshalb seien jetzt "alle Überlegungen zur Abhilfe erwünscht, nur keine Überlegungen anzustellen wäre falsch", sagte Schäuble, der allen Fraktionsvorsitzenden einen Brief geschrieben hat, um über mögliche Auswege zu sprechen. Der Bundestagspräsident erwähnt darin laut der "Süddeutschen Zeitung" zwei Möglichkeiten: virtuelle Sitzungen des Bundestags sowie die Bildung eines kleinen Notparlaments.

    1.51 Uhr: Mehr als 1000 Corona-Tote in den USA innerhalb von 24 Stunden

    In den USA ist die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 binnen eines Tages um mehr als 1000 angestiegen. Die Opferzahl lag am Freitagabend (Ortszeit) nach Daten der Johns-Hopkins-Universität bei 7.087 - nach 5.949 am Abend zuvor. Diesen Angaben zufolge sind in den USA inzwischen mehr als 275.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Nach den Daten der Universität sind die USA das am stärksten betroffene Land weltweit.

    1.00 Uhr: Giffey will Freiwilligendienstler zum Corona-Kriseneinsatz bewegen

    Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will offenbar Zehntausende Helfer aus den Freiwilligendiensten zum Corona-Kriseneinsatz anspornen. "Freiwillige, die ihren Dienst wegen der aktuellen Situation gerade nicht ausüben können, bekommen die Möglichkeit, unbürokratisch und schnell an eine andere Einsatzstelle zu wechseln - beispielsweise dahin, wo jetzt dringend Helfer gebraucht werden: in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder bei der Lebensmittelversorgung von Bedürftigen", sagte Giffey den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Samstag. In der kommenden Woche solle dazu eine Online-Plattform für die Freiwilligendienste geschaltet werden.

    00.51 Uhr: Auswärtiges Amt rechnet mit weiteren 40.000 Deutschen im Ausland

    Das Auswärtige Amt geht davon aus, dass sich in der Corona-Krise aktuell noch mehr als 40.000 deutsche Reisende im Ausland befinden. Die Angaben beruhten auf Schätzungen, teilte das Ministerium der "Rheinischen Post" am Samstag mit. Die meisten Deutschen sind demnach noch in Südafrika, Neuseeland und Peru.

    Die deutsche Regierung sammelt derzeit wegen der Pandemie gestrandete Urlauber in aller Welt ein und bringt sie nach Hause. Insgesamt seien bislang 194.000 deutsche Touristen zurückgebracht worden, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas am Freitag nach Beratungen mit seinen 26 EU-Amtskollegen.

    Freitag, 03.04.2020

    23.52 Uhr: US-Regierung rät Bürgern zu Mund- und Nasenschutz

    Die US-Regierung empfiehlt ihren Bürgern wegen der Coronavirus-Pandemie, beim Verlassen der Wohnung Mund und Nase zu bedecken. Verpflichtend sei dies nicht, betonte US-Präsident Donald Trump am Freitag in Washington. Auch Schals würden schon helfen; medizinische Schutzmasken sollten dem Fachpersonal in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen vorbehalten bleiben. Zuvor hatte die für Seuchenbekämpfung zuständige Behörde CDC eine entsprechende Maßnahme empfohlen. Trump selbst will jedoch nach eigenen Angaben keinen Mund-Nase-Schutz tragen. Der US-Präsident hatte die Pandemie zu Beginn verharmlost und von einem "Schwindel" der Demokraten gesprochen.

    Gleichzeitig kündigte er an, dass der Export knapper medizinischer Schutzausrüstung verboten werden soll. Konkret handelt es sich dabei etwa um Atemschutzmasken des Typs N95, Operationshandschuhe und andere Produkte.

    23.00 Uhr Rückholprogramm der Regierung geht weiter

    Die deutsche Regierung sammelt in der Corona-Krise weiter gestrandete Urlauber in aller Welt ein und bringt sie nach Hause. In Neuseeland saßen zuletzt noch die meisten deutschen Reisenden fest. Jetzt konnte das zwischenzeitlich gestoppte Rückholprogramm dort wieder starten. Auch in Südafrika starteten am späten Abend zwei Flugzeuge mit rund 600 Urlaubern nach Deutschland, gab die deutsche Botschaft bekannt.

    In Südafrika hat die Rückholaktion für Tausende deutsche und andere europäische Touristen begonnen. Jeweils eine Maschine mit etwa 300 Urlaubern an Bord hob in Johannesburg und Kapstadt ab. Deutsche Urlauber werden derzeit auch aus Thailand mit Sondermaschinen ausgeflogen.

    Auch auf dem Landweg wurden Touristen nach Hause gebracht. Die deutsche Botschaft in Wien ermöglichte 121 Deutschen die Ausreise aus der Quarantäne im österreichischen Wintersportort Sölden. Wie die Botschaft am Freitag mitteilte, wurde die Gruppe nach einem Medizincheck in Privatwagen und in von der Botschaft bereitgestellten Bussen zum Grenzübergang Scharnitz/Mittenwald geleitet. Sölden steht wegen der Coronavirus-Pandemie seit dem 17. März unter Quarantäne.

    21.19 Uhr: Ab Samstag Aufnahmestopp in Bayerns Pflegeheimen

    Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat im Kampf gegen das Coronavirus einen Aufnahmestopp für Pflegeeinrichtungen im Freistaat verhängt. Die Allgemeinverfügung tritt ab Samstag in Kraft.

    Eine Ausnahme gelte für Einrichtungen, in denen neue Bewohner für 14 Tage in einer Quarantäne untergebracht werden können, erläuterte Huml. Das zuständige Gesundheitsamt müsse zustimmen. Ferner sind Rückverlegungen von Bewohnerinnen und Bewohnern in ihre Einrichtung aus dem Krankenhaus nur dann erlaubt, wenn diese für 14 Tage isoliert werden können und die notwendige Schutzausrüstung vorhanden ist. Andernfalls müssen die Betroffenen für den Zeitraum von 14 Tagen in anderen geeigneten Einrichtungen – etwa für eine Kurzzeitpflege in einer Reha-Einrichtung - untergebracht werden.

    21.15 Uhr: WHO warnt vor vorschnellem Ende der Corona-Maßnahmen

    Der Nothilfekoordinator der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Michael Ryan, hat vor einem vorschnellen Ende der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie gewarnt. Auch der Wirtschaft sei nicht gedient, wenn Ausgangsbeschränkungen erst aufgehoben und dann wegen erneut stark steigender Fallzahlen wieder eingerichtet werden müssten.

    Einige der Maßnahmen, etwa das Distanzhalten zu anderen Menschen, müssten womöglich auch nach einer Lockerung der derzeitigen Beschränkungen vorerst beibehalten werden.

    20.37 Uhr: 588 weitere Corona-Tote in Frankreichs Kliniken

    In Frankreich ist die Zahl der Todesopfer, die in Krankenhäusern an Covid-19 gestorben sind, um 588 auf 5.091 gestiegen. Dies sei die bislang höchste Zahl an einem Tag, sagt der Leiter des Gesundheitsministeriums. Zusammen mit den bislang bekannten, nur teilweise erfassten Fällen in Altersheimen, liege die Totenzahl nun bei 6.507 nach 5.387 am Vortag.

    20.30 Uhr: Bundeswehr holt weitere Patienten aus Bergamo

    Die Luftwaffe hat sechs weitere schwer an Covid-19 erkrankte Italiener zur Behandlung nach Deutschland geflogen. Ein Airbus A310 MedEvac ist nach Angaben der Luftwaffe am Abend mit den Patienten in Köln gelandet. Nach dpa-Informationen sollen die Patienten in Rheinland-Pfalz weiter behandelt werden. Deutschland hilft Italien seit einigen Tagen verstärkt, weil in den Krankenhäusern des EU-Partners teils dramatische Zustände herrschen.

    19.35 Uhr: Türkei riegelt Städte ab und erlässt Maskenpflicht

    In 31 Städten in der Türkei dürfen ab Mitternacht keine Fahrzeuge mehr rein- oder rausfahren. Das teilte Präsident Recep Tayyip Erdogan mit. An öffentlichen Orten und in Supermärkten wird das Tragen einer Schutzmaske Pflicht. Für Menschen, die jünger als 20 Jahre sind, gilt eine teilweise Ausgangssperre.

    19.10 Uhr: In Afrika drohen Versorgungsengpässe

    Vielen afrikanischen Ländern könnten wegen Grenzschließungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie Versorgungsengpässe drohen. Mehr als die Hälfte der 54 Länder auf dem Kontinent hat inzwischen die Land-, See- und Luftgrenzen dicht gemacht. Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen befürchten, dass diese Maßnahmen eine verspätete Lieferung von Hilfsgütern zur Folge haben könnte. Wenn das durch die Pandemie verursachte Chaos die humanitäre Hilfe einschränke, werde dies katastrophale Folgen haben.

    Auch der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell warnte vor der weiteren Ausbreitung des Virus in Afrika. Das Gesundheitssystem sei nicht mit dem in Europa vergleichbar. Die Pandemie könne dort sehr schnell außer Kontrolle geraten. Am Mittwoch wollen die Entwicklungsminister der EU über mögliche Hilfen beraten.

    In Afrika gibt es bislang mehr als 7.000 bestätigte Infektionen mit dem Virus.18.52 Uhr: Bürgermeister bittet New Yorker, Mundschutz zu tragen

    New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hat die Bevölkerung der Millionenmetropole zum Tragen von Mundschutz aufgefordert. "Wir raten New Yorkern, ihr Gesicht zu bedecken, wenn sie aus dem Haus gehen und in der Nähe von anderen Menschen sein werden", sagte de Blasio bei einer Pressekonferenz. "Es kann ein Schal sein, es kann etwas sein, was man selbst macht, es kann ein Tuch sein."

    Masken, die beispielsweise Krankenschwestern und Ärzte benutzen, sollten nicht verwendet werden, da diese an anderer Stelle dringender gebraucht würden.

    18.19 Uhr: Neuinfektionen in Italien erneut konstant

    Die Zahl der bekannten neuen Infektionsfälle in Italien ist den fünften Tag in Folge etwa gleich geblieben. Nach Angaben des Katastrophenschutzes stieg sie um 4.585 auf 119.827. Der Verlauf scheint damit die Hoffnung der Regierung zu bestätigen, dass bei den Neuinfektionen eine Abflachung stattfindet. Die Zahl der Toten stieg um 766 auf 14.681, etwa so viele wie am Vortag.

    18.18 Uhr: Merkel stimmt Bürger auf schwierige Osterzeit ein

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat alle Bürger erneut aufgefordert, sich auch an Ostern wegen der Corona-Krise an die vorgegebenen Kontaktbeschränkungen zu halten. Die Kanzlerin sagte in ihrem Video-Podcast, Ostern sei für Millionen von Christen der Kirchgang, der "Ostersonntag mit der ganzen Familie, vielleicht ein Spaziergang, Osterfeuer." Das sei auch für viele ein Kurzurlaub an der See, in den Bergen, oder bei Verwandten. "Normalerweise. Aber nicht in diesem Jahr", sagte sie.

    Sie könne dennoch noch keinen Stichtag für ein Ende der Maßnahmen nennen, so Merkel. Das wäre in der jetzigen Situation auch unverantwortlich. Sie versicherte aber, dass die Bundesregierung und sie persönlich alles in ihrer Macht Stehende tun, um die Maßnahmen möglichst bald zurückfahren zu können. Derzeit stiegen aber die Infizierten-Zahlen noch zu stark an. Es stimme zwar, dass jüngste Zahlen des Robert-Koch-Instituts ein wenig Hoffnung machten. "Aber es ist definitiv viel zu früh, um darin einen sicheren Trend zu erkennen."

    Die Bundeskanzlerin hat an diesem Freitag nach zweiwöchiger Corona-Quarantäne ihre Dienstgeschäfte im Kanzleramt wieder aufgenommen.

    18.13 Uhr Euro-Länder beraten am Dienstag über Corona-Bonds

    Die Euro-Gruppe wird nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kommenden Dienstag über Corona-Bonds beraten. Im ZDF sagt sie, dass dann auch über Kredite vom Rettungsschirm ESM gesprochen werden solle. Italien fordert die gemeinsamen Anleihen in Form von Corona-Bonds, Deutschland und andere nordeuropäische Länder lehnen sie bislang ab.17.25 Uhr: Guterres fordert erneut weltweiten Waffenstillstand

    UN-Generalsekretär António Guterres hat angesichts der Corona-Krise gewarnt, den Konfliktstaaten stehe "das Schlimmste noch bevor". "Der Covid-19-Sturm trifft jetzt all diese Konfliktherde", sagte er in New York. Er erneuerte seinen Aufruf zu einem weltweiten Waffenstillstand.

    Guterres zufolge haben sich bewaffnete Gruppen in Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik, Kolumbien, Libyen, Myanmar, Syrien, der Ukraine, auf den Philippinen, im Südsudan, Sudan und Jemen zu einem Waffenstillstand bereit erklärt. "Aber zwischen Worten und Taten besteht noch eine große Kluft", sagt er. In einigen Fällen hätten sich die Konflikte sogar verschärft. 17.22 Uhr: Versicherer zahlen nun doch für Restaurants

    Wegen der Corona-Pandemie geschlossene Hotels und Restaurants bekommen zumindest in Bayern nun doch Geld von der Versicherung. Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) teilte am Freitag mit, mehrere Versicherer seien nach einer Vereinbarung mit dem bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) bereit, 10 bis 15 Prozent der vereinbarten Tagessätze an die betroffenen Gastronomen auszuzahlen. Voraussetzung sei das Bestehen einer Betriebsschließungsversicherung.17.20 Uhr: Mehr als 10.000 Neuinfektionen in New York

    Die Zahl der bekannten Fälle im US-Bundesstaat New York ist an einem Tag um mehr als 10.000 gestiegen. Gouverneur Andrew Cuomo gab die neue Gesamtzahl mit 102.863 nach 92.381 am Vortag an. Die Zahl der Toten sei von 2.373 auf 2.935 gestiegen.17.16 Uhr: 34-Jähriger nach mehreren "Corona-Partys" in JVA

    Nach wiederholten Corona-Partys ist ein Mann in Oberfranken für zwei Wochen in Gewahrsam genommen worden. Bis zum derzeitigen Ende der Ausgangsbeschränkungen am 19. April müsse der 34-Jährige in einer Justizvollzugsanstalt bleiben, teilte die Polizei mit. Die Polizei war in der vergangenen Woche vier mal zur Wohnung des Mannes in Bamberg gerufen worden, weil er Bekannte zum Alkoholtrinken eingeladen hatte. Beim fünften Mal am Donnerstagabend nahmen die Beamten den Mann mit.

    16.36 Uhr: USA konfiszieren für Berlin bestimmte Schutzmasken

    Die USA haben in Thailand eine Lieferung von 200.000 Schutzmasken abgefangen, die die Berliner Polizei bestellt und bezahlt hatte. Die medizinischen Masken der Kategorie FFP-2 eines US-Herstellers seien in Bangkok konfisziert worden und hätten deshalb ihr Ziel nicht erreicht, erklärte der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD). Er kritisierte das Vorgehen der US-Behörden als einen "Akt moderner Piraterie".16.27 Uhr: Hotels als Hilfskrankenhäuser

    Ein leerstehendes Hotel im oberbayerischen Dachau soll nächste Woche als Hilfskrankenhaus in Betrieb genommen werden, ein weiteres im Landkreis Fürstenfeldbruck will man als Reserve im Auge behalten.

    Alle Informationen zum Coronavirus in Oberbayern: hier.16.19 Uhr: DFB beschließt mögliche Saisonverlängerung

    Der Deutsche Fußball-Bund hat mit umfassenden Anpassungen seiner Spielordnung auf die Auswirkungen der Corona-Krise reagiert. Die Saison 2019/20 kann bei Bedarf über den 30. Juni verlängert werden. In diesem Zuge können Spielberechtigungen, Wechselfristen und Verträge mit Spielerinnen und Spielern zeitlich angepasst werden. Im Falle eines Saisonabbruchs wären Sonderregelungen zu Auf- und Abstieg möglich.

    16.08 Uhr: Ministerium bewirbt Plattformen für regionale Produkte

    Bayern will Konsumenten in der Corona-Krise gezielt auf regionale Angebote im Internet leiten, um heimische Betriebe in dieser Ausnahmesituation zu unterstützen. Dazu bewirbt das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten einige Online-Plattformen, über die Direktvermarkter oder Produzenten mit Lieferservice gefunden werden können.

    16.02 Uhr: Oktoberfest-Absage erst zum "letztmöglichen Zeitpunkt"

    Bei der Einschätzung, ob das Oktoberfest heuer womöglich abgesagt werden muss, gibt man sich im Wirtschaftsreferat zurückhaltend: Man werde bis zum letztmöglichen Zeitpunkt die Lage beobachten, bevor eine nicht umkehrbare Entscheidung getroffen werde.

    Die Vorbereitungen werden einstweilen fortgesetzt. Erste Aufbauarbeiten würden im Juni beginnen - Oberbürgemeister Dieter Reiter (SPD) hatte in der Vergangenheit wiederholt gesagt, dass frühestens dann eine Entscheidung nötig sei.

    Alle Informationen zum Coronavirus in Oberbayern: hier.15.45 Uhr: Flüchtlingsunterkunft in Poschetsried unter Quarantäne

    Die Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Poschetsried am Stadtrand von Regen in Niederbayern wurde vorsorglich unter Quarantäne gestellt. Das hat heute das Landratsamt Regen bekannt gegeben. Grund dafür: ein Bewohner ist positiv auf Covid 19 getestet worden. Der Erkrankte sowie sein Zimmerbewohner und zwei weitere Personen aus der Unterkunft sind in eine andere Quarantäne-Einrichtung gebracht worden. Die restlichen Bewohner der Unterkunft dürfen vorerst das Gebäude nicht mehr verlassen. Das hat das Gesundheitsamt Regen angeordnet.

    Alle Informationen zum Coronavirus aus Niederbayern: hier.

    15.25 Uhr: Abiturprüfungen in Berlin sollen stattfinden

    Trotz Schulschließungen sollen die Abiturprüfungen in Berlin wie geplant stattfinden. Das bekräftigte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Für die Prüfungen, die ab 20. April starten, sind Scheeres zufolge besondere Maßnahmen des Infektionsschutzes geplant. 15.20 Uhr: Hilfspaket für Bayerns Sport

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat in der Coronavirus-Krise ein Hilfspaket für den Sport in Bayern angekündigt. Damit sollen die Vereine, Sportfachverbände, die Sportschule Oberhaching und auch der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) "in dieser schweren Zeit bestmöglich" und unbürokratisch unterstützt werden. Dies kündigte Herrmann zusammen mit dem BLSV in einer an Sportler und Ehrenamtliche gerichteten Video-Botschaft an.

    15.16 Uhr: 3.605 Coronavirus-Tote in Großbritannien

    In Großbritannien ist die Zahl der Virus-Toten binnen eines Tages um 684 auf 3.605 gestiegen. Wie der Buckingham-Palast mitteilte, will Königin Elizabeth sich am Sonntag mit einer Rede an die Bevölkerung wenden. Der am Coronavirus erkrankte britische Premierminister Boris Johnson bleibt in Isolation. Er fühle sich zwar besser, habe aber noch Fieber, so Johnson.

    14.45 Uhr: Dortmunder Fußballstadion wird zum Behandlungszentrum

    Borussia Dortmund stellt sein Stadion zur Verfügung. Ab Samstag soll es zum Corona-Behandlungszentrum werden. Im Bereicht der Nordtribüne sollen konkrete Coronavirus-Verdachtsfälle und Patienten mit entsprechenden Beschwerden versorgt werden.

    14.17 Uhr: Medizin-Staatsexamen in Bayern erst nächstes Jahr

    Das bayerische Staatsexamen in Medizin wird verschoben. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat entschieden, die sogenannten M2-Prüfungen (Zweites Staatsexamen) statt in diesem April erst im April 2021 abzuhalten. Sie folgt damit einer (nicht verbindlichen) Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Statt zweitem Staatsexamen sollen die Studenten nun ihr Praktisches Jahr (PJ) vorziehen.

    14.16 Uhr: Verbraucherschützer warnen vor überteuerter Hefe

    Verbraucherschützer warnen in Zeiten der Coronavirus-Pandemie vor überteuerten Angeboten für Trockenhefe im Netz. Auf Ebay etwa fand die Verbraucherzentrale Brandenburg Offerten wie eine Tüte Trockenhefe mit sieben Gramm für zehn Euro plus 1,55 Euro Versandkosten oder 16 Beutel für 44,00 Euro ohne Versandgebühren. Damit sei die dort angebotene Hefe "durchweg fast teurer als Silber", kritisierte die Verbraucherzentrale. User sind dazu aufgerufen, unseriöse Angebote bei den Portalen zu melden. Die Portale sind laut Verbraucherzentrale bemüht, Grundsatzverstöße so schnell wie möglich von der Plattform zu entfernen.

    14.14 Uhr: Krisenkabinett will über mehr Grenzkontrollen reden

    Das Corona-Kabinett will in seiner Sitzung am kommenden Montag über einen Vorschlag von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) diskutieren, die Grenzkontrollen in Deutschland zu erweitern sowie eine Quarantäne-Verpflichtung für alle Einreisenden über den Luftweg zu diskutieren. Das Bundesinnenministerium bestätigte einen entsprechenden Medienbericht.

    Seit dem 16. März darf an den Grenzen zu Österreich, Frankreich, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark nur noch einreisen, wer einen triftigen Grund hat, etwa Berufspendler. Auch der Warenverkehr soll ungehindert fließen. Wie der "Spiegel" unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, will das Innenministerium auch für die Grenzen nach Polen, Tschechien, Belgien und die Niederlande sowie an den Flughäfen die strengen Einreisebedingungen einführen, um "Umgehungstatbestände" zu verhindern.

    Derzeit kommen demnach noch jeden Tag 20.000 Menschen aus Drittländern nach Deutschland, die nach Ansicht des Innenministeriums das Coronavirus ins Land bringen könnten. Zusätzlich soll es deshalb eine Quarantänepflicht für alle geben, die per Flugzeug nach Deutschland einreisen.

    13.18 Uhr: Deutscher Kreuzfahrt-Passagier stirbt in Australien

    Ein deutscher Passagier eines im Westen Australiens festsitzenden Kreuzfahrtschiffs ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus in einer Klinik der Stadt Perth gestorben. Dabei handele es sich um einen Mann in den Sechzigern, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. 13.15 Uhr: Umsatzsteuer-Befreiung für Spenden von Schutzausrüstung

    Unternehmen, die in der Corona-Krise Schutzmasken und Desinfektionsmittel an Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeheime spenden, müssen darauf keine Umsatzsteuer mehr zahlen. Laut Deutscher Presse-Agentur haben Bund und Länder beschlossen, dieses vorbildliche Engagement unbürokratisch zu unterstützen. Die Sonderregelung soll ab sofort und bis Jahresende gelten. 13.13 Uhr: Reha-Klinik in NRW muss geräumt werden

    Im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen wird heute eine ganze Reha-Klinik geräumt. Mehr als 100 Patienten und Mitarbeitende wurden dort positiv auf das Corona-Virus getestet.13.12 Uhr: Bundesregierung bittet weiter um Geduld

    Regierungssprecher Steffen Seibert hat in der Diskussion um eine mögliche Lockerung der Corona-Maßnahmen noch einmal um Geduld gebeten. Auch wenn man den Menschen gerne sagen würde, dass Maßnahmen gelockert würden, sei man jetzt nicht in einer Phase dieser Pandemie, wo man das könne. "Es ist ganz wichtig, gerade auch über die Ostertage, dass wir alle zusammen diese Einschränkungen weiter durchhalten, dass wir uns an die Regeln halten", sagte Seibert.

    In der Bundesregierung werde dennoch natürlich auch über spätere Phasen und Schritte nachgedacht. Das müsse man gedanklich vorbereiten, aber jetzt zähle die Botschaft des Durchhaltens.

    13.11 Uhr: Immer mehr Infizierte in Seniorenheim in Langenzenn

    Im AWO-Seniorenheim in Langenzenn im Landkreis Fürth nehmen die Corona-Fälle weiter zu. Mittlerweile ist knapp die Hälfte der 113 Bewohner positiv auf das Virus getestet worden, sagte Geschäftsführer Robert Schneider dem Bayerischen Rundfunk. Gleichzeitig hätten sich mittlerweile mehr als 30 Heimmitarbeiter angesteckt. Weitere Tests stehen noch aus.

    Alle Infos zum Coronavirus aus Mittelfranken: hier.

    13.01 Uhr: Sommersemester soll bundesweit stattfinden

    Das Sommersemester an den Hochschulen soll in diesem Jahr trotz Corona-Krise in ganz Deutschland stattfinden und am 20. April beginnen. Darauf haben sich nach Angaben der Hamburger Bildungsverwaltung die Wissenschaftsministerien der Bundesländer verständigt.

    Man habe sich auf einen gemeinsamen Rahmen für die Ausgestaltung des Sommersemesters geeinigt. Der Lehr- und Forschungsbetrieb solle so weit möglich stattfinden, hieß es in einer Mitteilung. "Aus dem Umstand, dass Leistungen, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht erbracht werden können, soll den Studierenden kein Nachteil entstehen."

    12.14 Uhr: Gewerkschaft fordert teilweise Rücknahme des "Piazolo-Pakets"

    In einem offenen Brief hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bayern (GEW) von Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) gefordert, vom Coronavirus besonders gefährdete Lehrer auch nach Schulbeginn besonders zu schützen. Konkret geht es der Gewerkschaft um den Beschluss des so genannten "Piazolo-Pakets", wonach Lehrpersonen erst ab 65 Jahren einen Antrag auf Ruhestandsversetzung stellen können. Die GEW befürwortet die alte Marke von 64 Jahren. Außerdem fordert die Gewerkschaft die Möglichkeit von Teilzeit für Lehrer ab 57 Jahren. "Dies mindert die Präsenz in den Schulen und damit die Ansteckungsgefahr", heißt es in dem Brief.

    11.43 Uhr: Merkel kehrt aus Quarantäne zurück ins Kanzleramt

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Freitag an ihren Arbeitsplatz im Kanzleramt zurückgekehrt. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte in Berlin, die 14-tägige vorsorgliche heimische Quarantäne, die das Robert-Koch-Institut empfohlen hatte, sei beendet.

    Merkel hatte sich nach einem Kontakt mit einem infizierten Arzt in Quarantäne begeben. Der Arzt hatte sie geimpft. Merkel war dreimal auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus getestet worden. Alle Tests waren negativ.

    11.18 Uhr: Robert-Koch-Institut sieht erste Erfolge

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) wertet die Kontaktsperren als erfolgbringend und hält eine Eindämmung der Corona-Epidemie in den nächsten Tagen für möglich. In den vergangenen Tagen habe man registriert, dass ein Infizierter nur jeweils einen weiteren anstecke, erklärte RKI-Chef Lothar Wieler in Berlin. "Das scheint sich zu stabilisieren."

    Diese Reproduktionsrate von eins müsse nun unter eins gedrückt werden. Die von der Regierung beschlossenen Einschränkungen wirkten. "Darum hoffen wir, dass es in den nächsten Tagen auch gelingt."

    09.27 Uhr: EU-Kommission billigt Nachbesserungen bei KfW-Krediten

    Die EU-Kommission hat in der Corona-Krise Nachbesserungen bei KfW-Krediten für betroffene Unternehmen genehmigt. Damit könnten nun auch Landesförderinstitute günstigere Kreditkonditionen gewähren, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mit. Die Regelung ermögliche es, dass Landesförderinstitute Kreditprogramme mit den gleichen günstigen Konditionen gewähren können, wie sie bereits für die staatliche Förderbank KfW gelten.06.59 Uhr: Bundeswehr steht für Corona-Hilfe bereit

    Zur Bewältigung der Corona-Krise hält die Bundeswehr von heute an 15.000 Soldaten bereit zur Unterstützung von Ländern und Kommunen. Die Männer und Frauen seien dann unterschiedlich schnell - beispielsweise binnen 12 bis 72 Stunden - abmarschbereit, sagte ein Sprecher der Bundeswehr. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte die Bundeswehr auf einen langen Kriseneinsatz eingestellt.

    06.35 Uhr: Mehr als tausend Tote in Deutschland

    In Deutschland sind mehr als 1.000 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, wie das Robert-Koch-Institut mitteilt. Die Zahl der Toten habe sich gegenüber dem Vortag um 145 auf 1.017 erhöht. Die Zahl der Infektionen sei um 6.174 auf 79.696 Fälle gestiegen.

    05.30 Uhr: DHL im Hoch, ÖPNV im Minus

    Die Zahl der Paketzustellungen bei DHL ist hat das Vorweihnachtsniveau erreicht. Wie Post-&-Paket-Vorstand Tobias Meyer mitteilte, zeige der "sehr plötzliche Anstieg" an aufgegebenen Paketen, "dass gerade auch kleine Händler verstärkt auf DHL setzen, um ihre Waren auch bei Schließung der Ladenlokale an den Konsumenten zu bringen". Zu Ostern sei mit einem weiteren Anstieg zu rechnen.

    Der Verband deutscher Verkehrsunternehmer zieht derweil eine gegenteilige Bilanz: Wie Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff mitteilte, hätten die Ausgangsbeschränkungen die Fahrgastzahlen im Nahverkehr spürbar einbrechen lassen. "Wir haben 80 bis 90 Prozent weniger Fahrgäste", sagte Wolff. Bei den Bartickets wie Einzelfahrscheinen und Monatskarten seien die Verkäufe um 70 bis 90 Prozent eingebrochen. Die wirtschaftlichen Folgen seien "schon jetzt verheerend".

    03.50 Uhr: Binnen eines Tages: USA melden Rekordzahl an Corona-Toten

    In den USA ist die bislang weltweit höchste Zahl von Todesfällen durch das neuartige Coronavirus binnen 24 Stunden innerhalb eines Landes verzeichnet worden. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore wurden zwischen Mittwoch 20.30 Uhr (US-Ostküstenzeit) und der gleichen Uhrzeit am Donnerstagabend 1.169 weitere Todesfälle registriert.

    Der traurige Rekord war bislang von Italien mit 969 verzeichneten Corona-Toten am 27. März gehalten worden. Insgesamt zählte die Johns-Hopkins-Universität bis Donnerstagabend 5.926 Todesopfer in den USA.

    Donnerstag, 02.04.2020

    21.55 Uhr Mehr als eine Million Corona-Fälle

    Die Zahl der weltweiten Infektionen hat nach Zählung der amerikanischen Johns Hopkins Universität die Marke von einer Million überschritten. Sie habe sich innerhalb der vergangenen acht Tage verdoppelt. Mehr als 51.000 Menschen seien an der Viruskrankheit gestorben. Aufgrund unterschiedlicher Zählweisen, Testmöglichkeiten und anderer Ursachen dürfte die tatsächliche Zahl der Infektionen und Todesfälle weitaus höher liegen.

    20.55 Uhr Weltbank stellt rund 160 Milliarden Dollar bereit

    Die Weltbank stellt bis zu 160 Milliarden Dollar (rund 146 Milliarden Euro) für Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie bereit. Mit dem Geld sollen in den nächsten 15 Monaten die gesundheitlichen Folgen der Pandemie abgefedert und die Wirtschaft unterstützt werden. Das teilte die internationale Finanzinstitution mit Sitz in Washington mit. In einem ersten Schritt wurden 1,9 Milliarden Dollar für Schwellen- und Entwicklungsländer freigegeben.

    20.03 Uhr Zahl der Todesfälle in Frankreich leicht rückläufig

    Innerhalb der letzten 24 Stunden ist die Zahl der Todesfälle in Frankreich um 471 gestiegen, so Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon. Damit sei die Zahl der Corona-Toten gegenüber gestern leicht rückläufig. Insgesamt seien 5387 Tote verzeichnet, so Salomon. Davon entfielen 888 Todesopfer auf französische Altersheime und andere soziale Einrichtungen. Die Gesamtzahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Frankreich liege nun bei über 59.000.

    19.45 Uhr Virologe Drosten: Impfstoff frühestens in einem Jahr

    Ein Impfstoff gegen Covid-19 wird frühestens in einem Jahr verfügbar sein. Das erklärte heute Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité. Wörtlich sagte er: "Wenn wirklich alles gut geht, wenn es ganz schnell läuft, dann kann man je nach Impfstoffkonzept innerhalb von einem oder anderthalb Jahren erwarten, dass man eine zugelassene Vakzine hat, sprich nächstes Jahr um diese Zeit oder nächstes Jahr im Sommer."

    18.56 Uhr Deutscher Alpenverein bittet, auf Bergtouren zu verzichten

    Das Wetter soll am Wochenende schön werden, doch angesichts der Coronakrise appelliert der Deutsche Alpenverein eindringlich, keine Bergtouren zu unternehmen. Es gehe darum, alpine Notfälle zu verhindern und so Rettungswesen und Krankenhäuser zu entlasten, sagte DAV-Präsident Josef Klenner. Außerdem könnten Wanderziele so stark frequentiert sein, dass auch ein Infektionsrisiko bestehe.

    18.17 Uhr Hoffnung in Italien

    In Italien regt sich Hoffnung, dass sich der Verlauf der Pandemie abflacht. So ist die Zahl der neu registrierten Fälle seit einigen Tagen in etwa gleich geblieben. Das Katastrophenschutz-Ministerium meldet 4668 Erkrankungen und damit grob so viele wie jeweils an den drei Tagen zuvor. Insgesamt sind 115.242 Fälle bekannt. Die Zahl der Toten stieg um 760 auf 13.915.

    18.13 Uhr US-Demokraten verschieben Nominierungsparteitag

    Wegen der Corona-Pandemie verschieben die US-Demokraten ihren für Juli geplanten Parteitag zur Nominierung ihres Präsidentschaftskandidaten. Der Parteitag in Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin solle nun in der Woche vom 17. August stattfinden, teilte die Oppositionspartei am Donnerstag mit. Bei der Konferenz soll der Herausforderer von US-Präsident Donald Trump bei der Wahl im November gekürt werden.

    17.52 Uhr Mehr als 2.300 Ärzte und Krankenpfleger mit Corona infiziert

    Nach Informationen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" haben sich inzwischen mehr als 2.300 Klinikmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in Deutschland mit dem Virus infiziert, teilte der NDR am Donnerstag mit. Laut Robert Koch-Institut (RKI) liege die tatsächliche Zahl vermutlich höher.

    17.48 Uhr Bayerische Corona-Soforthilfen erneut ausgeweitet

    Die bayerische "Corona-Soforthilfe" wird nun auch auf landwirtschaftliche Betriebe ausgeweitet, die mehr als zehn Mitarbeiter beschäftigen. "Damit können wir jetzt auch größeren Gartenbaubetrieben und landwirtschaftlichen Unternehmen, die um ihre Existenz fürchten, helfen", sagte Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU). Diese Betriebe waren bisher durch alle staatlichen Auffangnetze gefallen. "Jetzt haben wir dieses Manko ausgeglichen", sagte Kaniber.

    17.39 Uhr Immer mehr Corona-Infektionen in Alten- und Pflegeheimen

    Das Coronavirus breitet sich in Bayern zunehmend in Alten- und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern aus. "Von Tag zu Tag ist die Lage angespannter", sagte AWO-Landesgeschäftsführer Andreas Czerny am Donnerstag in München. "Das verbreitet sich in einer Turbogeschwindigkeit in so einer Einrichtung." Zahlreiche Häuser berichteten am Donnerstag von infizierten Bewohnern und Mitarbeitern. Im Landkreis Rosenheim in Oberbayern wurde ein komplettes Heim geräumt, in Langenzenn in Mittelfranken wurde bei knapp der Hälfte der Heimbewohner das Virus festgestellt, drei infizierte Bewohner sind inzwischen verstorben.

    17.33 Uhr Konzerne sollen bei Schutzmasken-Beschaffung helfen

    Große deutsche Unternehmen mit Niederlassungen im Ausland sollen der Bundesregierung helfen, weltweit Schutzausrüstung gegen das Coronavirus zu kaufen. Das geht aus einem Protokoll des "Corona-Kabinetts" unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hervor, über das am Donnerstag der «Business Insider» berichtete. Demnach hat das Gesundheitsministerium Rahmenvereinbarungen mit BASF, Fiege, Lufthansa, Otto und Volkswagen geschlossen. Die Unternehmen sollen ihre Erfahrung und Kontakte auf den ausländischen Märkten einbringen, um für den Bund Kauf und Logistik zu organisieren.

    16.56 Uhr New Yorker Krematorien fahren Sonderschichten

    Wegen der zahlreichen Corona-Todesfälle werden in New Yorks Krematorien Sonderschichten gefahren. Vielerorts finden Feuerbestattungen bis in die Abendstunden statt. Bestattungsinstitute und Friedhofsdirektoren sprechen vom größten Nachfrageanstieg seit Jahrzehnten. In New York werden Zehntausende von Infizierten gezählt. Etwa 1400 sind bislang gestorben.

    16.50 Uhr Stuttgarter Flughafen wird wegen Corona geschlossen

    Der Stuttgarter Flughafen wird wegen der Corona-Krise ab Montag für gut zwei Wochen geschlossen. Die Einstellung des Flugbetriebs sei vom 6. bis zum 22. April genehmigt, teilte das baden-württembergische Verkehrsministerium mit. Die Schließung sei eine Folge der derzeitigen Corona-Pandemie, hieß es.

    16.44 Uhr "Bauch von Paris" wird wegen Corona zur Leichenhalle

    Eine Lagerhalle des berühmten Großmarkts Rungis am Stadtrand von Paris wird wegen der Corona-Krise zur Leichenhalle umfunktioniert. Die Pariser Polizeipräfektur kündigte an, dass ab Freitag die ersten Särge gelagert werden sollen. Familien könnten ab Montag Zugang erhalten. "Es werden Aufenthaltsräume eingerichtet, in denen sich die Familien um den Sarg ihres geliebten Menschen versammeln können, bevor dieser auf einen Friedhof oder in ein Krematorium kommt", hieß es. Rungis ist auch bekannt als der "Bauch von Paris" und ein gigantischer Umschlagplatz für Gemüse, Fleisch, Fisch, Käse, Meeresfrüchte oder Schnittblumen vor den Toren von Paris.

    16.30 Uhr Robert Koch-Institut ändert Einschätzung zu Mundschutz

    Das Robert Koch-Institut hat in der Corona-Krise seine Einschätzung für das Tragen von Mundschutz geändert. Wenn Menschen - auch ohne Symptome - vorsorglich eine Maske trügen, könne das das Risiko einer Übertragung von Viren auf andere mindern, hieß es von der Bundesbehörde. Wissenschaftlich belegt sei das aber nicht. Zuvor hatte das RKI den Mundschutz nur Menschen mit akuten Atemwegserkrankungen empfohlen.

    16.05 Uhr Putin erklärt wegen Corona April zu arbeitsfreiem Monat

    Der russische Präsident Wladimir Putin wegen der Corona-Krise die arbeitsfreie Woche für die Menschen in seinem Land um einen Monat verlängert. Bis 30. April bleibe der Zustand wegen der anhaltenden Gefahr erhalten, sagte der Kremlchef am Donnerstag. Der gesamte Monat werde als Urlaubsmonat vergütet, sagte er. Bei seiner zweiten Fernsehansprache zur Corona-Pandemie betonte er, dass die Lage im flächenmäßig größten Land der Erde ernst sei.

    15.56 Uhr Einreiseverbot für Erntehelfer wird gelockert

    Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) haben sich auf eine begrenzte Einreise von dringend benötigten Erntehelfern geeinigt. Im April und Mai sollen jeweils bis zu 40.000 Saisonarbeiter unter strengen Auflagen einreisen dürfen, teilte Klöckner am Donnerstag in Berlin mit. Sie sollen ausschließlich mit dem Flugzeug ein- und wieder ausreisen dürfen. Vorgesehen ist außerdem eine Gesundheitsprüfung.

    15.26 Uhr Amazon misst Fieber und überwacht Mitarbeiter mit Kameras

    Sämtliche Mitarbeiter von Amazon in Europa und den USA müssen ab kommender Woche Gesichtsmasken tragen und sich Fiebermessungen unterziehen. Der Versandhändler werde jeden Tag Hunderttausende Beschäftigte mit einem kontaktlosen Thermometer scannen und jeden, der eine Temperatur von mehr als 38 Grad habe, nach Hause schicken, teilt Amazon mit. Darüber hinaus würden Kameras in den Gebäuden genutzt, um zu überwachen, ob die Angestellten während ihrer Schichten zu eng zusammen stünden.

    14.41 Uhr 2002 Neuinfektionen in Bayern

    In Bayern sind bis heute 19.153 Coronavirus-Infektionen gemeldet, das sind 2.002 mehr als am Mittwoch. Bisher sind in Bayern 277 Menschen durch die Pandemie gestorben. Das teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit. Als genesen gelten 2.910 Fälle.

    14.34 Uhr Rekord bei Anträgen auf Arbeitslosenhilfe in den USA

    In der Coronavirus-Krise sind die Anträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA auf historische Höchstwerte geschnellt. So stellten in der vergangenen Woche 6,65 Millionen Amerikaner einen entsprechenden Erstantrag, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten lediglich mit 3,5 Millionen Anträgen gerechnet. In der Woche zuvor war bereits mit knapp 3,3 Millionen Anträgen der bisherige Höchststand von 1982 überboten worden.

    14.28 Uhr Flughafen München ab sofort in Kurzarbeit

    Die Flughafen München GmbH und ihre Abfertigungstochter führen mit sofortiger Wirkung Kurzarbeit ein. Darauf haben sich das Management und der Betriebsrat jetzt verständigt. Der Flughafen München reagiert damit auf die massiven Verkehrsrückgänge und Ertragsverluste infolge der Corona-Krise.

    12.50 Uhr Über 500.000 Corona-Infizierte in Europa

    In Europa sind mittlerweile bereits mehr als eine halbe Million Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert worden. Wie die Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben berechnete, steckten sich auf dem Kontinent 508.271 Menschen nachgewiesenermaßen an, 34.571 der Infizierten starben. Europa ist damit der am stärksten von der Pandemie betroffene Kontinent.

    Neben Italien entwickelt sich inzwischen Spanien zu einem Hauptschauplatz. Innerhalb von 24 Stunden seien 950 Menschen gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Mittag mit. Damit sind in Spanien insgesamt bereits rund 10.000 Menschen an Covid-19 gestorben. Ein Hoffnungsschimmer: auch die Zahl der geheilten Patienten kletterte auf eine Höchstmarke. Seit Mittwoch wurden fast 4.100 Menschen als gesund entlassen.

    12.45 Uhr Scholz zieht positive Zwischenbilanz der Hilfspakete der Regierung

    Es seien bisher rund neun Milliarden Euro an Hilfen beantragt worden, so Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). Von 1800 Anträgen seien bereits rund 1500 bewilligt worden. "Wir hoffen, dass allen nicht die Puste ausgeht." Die Situation sei schwierig, aber Deutschland habe eines der größten Maßnahmenpakete weltweit geschnürt. Dies macht einen Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro nötig.

    12.10 Uhr Indische Bauern verfüttern Erdbeeren an ihre Tiere

    Während in Deutschland Befürchtungen laut werden, der Mangel an Landarbeitern könnte die Spargel- und Erdbeerernte gefährden, verfüttern Landwirte in Indien hochwertige Ware wie Erdbeeren und Brokkoli inzwischen an ihre Tiere. Wegen der Bewegungsbeschränkungen kämen keine Kunden mehr, auch keine Touristen. Damit, so Farmer Anil Salunkhe, sei die Ernte wirtschaftlich ein Totalausfall. Ein anderer Farmer sagt, er habe 15 Tonnen Weintrauben in einem Wald entsorgt, weil noch nicht einmal dann viele Menschen gekommen seien, als er sie habe verschenken wollen.

    11.55 Uhr: Bayerische Strafgefangene nähen Atemschutzmasken

    Im Zuge der Corona-Krise stellen mehrere bayerische Justizvollzugsanstalten ihre Produktion auf Schutzmasken um. Das geht aus einer Pressemitteilung des Justizministeriums hervor. Laut Justizminister Georg Eisenreich sollen in den Gefängnis-Schneidereien in Aichach, Amerberg, Kaisheim und München in nächster Zeit 150.000 Schutzmasken genäht werden. In der JVA Aichach hat die Serien-Produktion schon am vergangenen Donnerstag begonnen. Da haben inhaftierte Frauen schon 10.000 Masken hergestellt.

    Der Justizvollzug näht für einen bayerischen Textilzuflieferer der Automobilindustrie. Die Firma schickt Masken-Rohlinge in die Gefängnisse, dort werden sie weiterverarbeitet. Die fertigen Masken werden danach an das Zentrallager der Staatsregierung geliefert.

    11.00 Philippinen: Schießbefehl zur Durchsetzung von Corona-Maßnahmen

    Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat die Sicherheitskräfte seines Landes angewiesen, Unruhestifter während der wegen der Corona-Krise verhängten Ausgangssperre zu erschießen. "Statt Ärger zu machen, werdet Ihr von mir ins Grab geschickt."

    Rund die Hälfte der 110 Millionen Philippinen sind derzeit von einer Ausgangssperre betroffen. Darunter sind auch viele Menschen, die in großer Armut leben und durch die strengen Beschränkungen ihren Jobs verloren haben. Kurz vor Dutertes Ansprache waren rund zwei Dutzend Menschen in einem Armenviertel der Hauptstadt Manila nach Protesten gegen die Regierung festgenommen worden. Sie hatten der Regierung vorgeworfen, den Armen keine Lebensmittel-Hilfen zukommen zu lassen.

    10.45 Uhr EU-Plan für Kurzarbeiter: 100 Milliarden Euro als Kredite

    Die geplanten europäischen Hilfen für Kurzarbeiter sollen einem Entwurf der EU-Kommission zufolge in Form von Krediten an die EU-Staaten fließen. Eine Summe von bis zu 100 Milliarden Euro soll demnach durch Garantien von 25 Milliarden Euro aus den Mitgliedsstaaten abgesichert werden. Details will Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Nachmittag in einer Pressekonferenz bekanntgeben.

    11.40 Uhr: Bayern-Vorstand Kahn sieht Chance in Corona-Krise

    Der neue Vorstand Oliver Kahn sieht die Chance, dass der FC Bayern München gestärkt aus der Corona-Krise hervorgeht. Dem Mitgliedermagazin "51" sagte Kahn, eine Krise sei immer ein Resilienz-Test. Sie zeige, "wie wir als Club und alle Beteiligten mit dieser Veränderung umgehen." Es gebe auch eine Welt nach Corona, betonte Kahn. Für den Fußball könnte das aus seiner Sicht eine Umkehr bedeuten: von seiner "chronischen Überhitzung zu mehr Maß".

    11.15 Uhr: KfW erwartet Hilfsanträge in Höhe von 50 Milliarden Euro

    Die staatliche Förderbank KfW rechnet mit Anträgen auf staatliche Hilfskredite über mindestens 50 Milliarden Euro. Da bereits Anträge über rund zehn Milliarden vorlägen, werde das Gesamtvolumen sicherlich um die 50 Milliarden Euro erreichen, sagte KfW-Vorständin Ingrid Hengster. Und weiter: "Die 100 Milliarden stehen im Raum."

    10.40 Uhr: Münchner Klinik schließt wegen hoher Zahl an Corona-Fällen

    Weil sich viele Patienten und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert haben, hat die Helios Klinik in München-Pasing jetzt ihren Alltagsbetrieb aufgegeben. 14 Patienten und zwei Mitarbeiter wurden dort bislang positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet. Ein Sprecher erklärte: "Alle Patienten, die jetzt da sind, bleiben auch da." Allerdings würden weder neue Patienten aufgenommen noch würden Patienten entlassen.

    Alle Informationen zum Coronavirus aus Oberbayern: hier.

    10.35 Uhr: Tschechien verlängert Grenzkontrollen zu Deutschland

    Wegen der Corona-Pandemie wird Tschechien seine Grenzkontrollen noch mehrere Wochen lang aufrechterhalten - zunächst bis zum 24. April. Das hat das Kabinett in Prag beschlossen. Ausnahmen sollen weiterhin für Lastwagen-Fahrer gelten und für Berufspendler, die im Gesundheitswesen arbeiten.

    10.00 Uhr: Steinmeier lobt Umgang der Deutschen mit der Krise

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich in einer Videobotschaft beeindruckt gezeigt vom Einfallsreichtum und der Solidarität vieler Menschen in der Corona-Krise. Diese wecke unsere tiefsten Ängste, sagte Steinmeier. Aber sie rufe auch das Beste in uns hervor: "Wir sind vielleicht zur Isolation verdammt - aber nicht zur Untätigkeit", betonte der Bundespräsident. Als ein Beispiel erwähnte er eine Krankenhausangestellte, die gemeinsam mit ihren Kindern daheim Schutzmasken für die Klinik nähe.

    09.45 Uhr: Zahl der Corona-Todesopfer steigt auf 872

    Neue Daten vom Robert-Koch-Institut: Danach gibt es mittlerweile knapp 74.000 bestätigte Infektionen in Deutschland. Das ist ein Zuwachs von rund 6.200. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 872. Besonders betroffen von der Epidemie sind weiterhin Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Die Zahlen der Johns-Hopkins-Universität aus den USA sind höher, mit knapp 78.000 Infizierten und 931 Toten.

    08.45 Uhr: Bayerns Kliniken sehen sich gut aufgestellt

    Die Kliniken im Freistaat fühlen sich gut vorbereitet auf die steigende Zahl von Corona-Patienten. Im BR-Interview sagte der Geschäftsführer der bayerischen Krankenhausgesellschaft, Hasenbein, landesweit stünden aktuell 4.000 Intensivbetten zur Verfügung. Damit seien die Kapazitäten noch lange nicht ausgereizt. Auch personell sehe er vorerst keine Probleme, so Hasenbein.

    08.15 Uhr: Neuseeland lässt Ausländer ausreisen

    Gute Nachrichten für 12.000 "gestrandete" Deutsche in Neuseeland: Sie dürfen endlich ausreisen. Nach einem plötzlichen Stopp erlaubt Neuseeland Ausländern nun doch wieder, nach Hause zu fliegen. Allerdings müssen die Heimatländer die Flüge selbst organisieren.

    07.10 Uhr: Kaniber rechnet mit höheren Preisen für Obst und Gemüse

    Weil Erntehelfer in Bayern fehlen, könnte Obst und Gemüse heuer knapp werden. Deshalb geht Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) davon aus, dass die Preise für manche Sorten steigen werden. Im BR-Interview sagte Kaniber, der Selbstversorgungsgrad von Gemüse liege in Bayern bei 40 Prozent. Wenn aber andere Lieferketten wegbrechen würden, etwa aus Italien, könnte es durchaus auch zu Engpässen kommen.

    06.45 Uhr: Sterbende müssen keine Qualen erleiden

    Wer an Covid-19 stirbt, der muss aus Sicht von Medizinern keine Qualen erleiden. Das haben die Präsidenten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin betont. Nach ihren Worten gibt es genügend wirksame Medikamente, um die Symptome von Covid-19 zu lindern, sowohl Schmerzen als auch Atemnot und Angst.

    Mittwoch, 01.04.2020

    22.13 Uhr: UN-Klimakonferenz in Glasgow verschoben

    Die UN-Klimakonferenz wird wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Das teilte die britische Regierung am Mittwochabend mit. Die Konferenz sollte eigentlich im November im schottischen Glasgow stattfinden.

    21.50 Uhr: Deutschland nimmt auch Corona-Patienten aus den Niederlanden auf

    Ein Krankenhaus in Goslar nimmt zwei schwer an Covid-19 erkrankte Patienten aus den Niederlanden auf. Als erster Patient sei ein 55 Jahre alter Mann eingetroffen, teilte die Asklepios-Harzklinik am Mittwochabend mit. Wann der zweite Patient, ein Mann im Alter von 62 Jahren, eintreffen wird, war zunächst nicht bekannt.

    21.45 Uhr: Lufthansa schickt tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit

    Wegen des weitgehend eingestellten Flugbetriebs meldet die Lufthansa Kurzarbeit für knapp zwei Drittel ihrer Beschäftigten an. Im gesamten Konzern weltweit habe die Lufthansa für 87.000 Mitarbeiter zwischen März und April Kurzarbeit beantragt oder werde dies noch tun, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch. Betroffen von der Kurzarbeit seien sämtliche Airlines und Tochtergesellschaften in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien.

    21.23 Uhr: Mehr als 200.000 Corona-Infizierte in den USA

    Nirgendwo auf der Welt gibt es derzeit so viele Corona-Fälle wie in den USA. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität haben sich in dem Land (Stand 21.00 Uhr) 203.608 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Ein Großteil der Infektionen wurde im Bundesstaat New York registriert. Gemessen an der absoluten Zahl der bestätigten Infektionen sind die USA inzwischen weltweit am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffen.

    20.28 Uhr: Frankreich meldet erstmals mehr als 4.000 Tote durch Corona

    Auch in Frankreich sind nun mehr als 4.000 Menschen an den Folgen des Corornavirus gestorben. Diese Marke haben bislang nur Italien, Spanien und die USA überschritten. Die Zahl sei von 3.523 auf 4.032 gestiegen, so ein Regierungsvertreter. Erfasst werden dabei bislang nur Erkrankte, die im Krankenhaus verstorben sind. Bald sollen auch die in Altersheimen Gestorbenen hinzugezählt werden. Die Zahl der bekannten Erkrankungen stieg auf 56.989 nach zuletzt 52.128.

    Besonders angespannt ist die Lage im Ballungsraum Paris: Dort sind die Kliniken weitestgehend überlastet. "Wir hatten eine äußerst schwierige Nacht, da wir tatsächlich am Ende unserer Krankenhauskapazitäten sind", sagte Aurélien Rousseau, Direktor der regionalen Gesundheitsbehörde Île de France, heute. "In der Region Paris gibt es 1200 Intensivbetten. Zurzeit haben wir 2700 Patienten auf der Intensivstation", so Rousseau.

    20.10 Uhr: WHO sieht Entwicklung der Pandemie kritisch

    Die Weltgesundheitsorganisation hat sich besorgt über die "rasche Eskalation" der Coronavirus-Pandemie gezeigt. Die Zahl der Todesopfer weltweit habe sich innerhalb einer Woche mehr als verdoppelt, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch. In den kommenden Tagen sei mit einem Anstieg der Infektionszahlen auf eine Million und der Zahl der Todesopfer auf 50.000 zu rechnen, so Ghebreyesus.

    19.37 Uhr: Italienische Corona-Patienten in Köln eingetroffen

    Vier italienische Corona-Patienten sind am Mittwoch in Kliniken des Erzbistums Köln aufgenommen worden. Eine für den Krankentransport ausgerüsteten Spezialmaschine aus Bergamo landete am Nachmittag auf dem Köln-Bonner Flughafen, wie das Erzbistum mitteilte. Von dort wurden sie in vier katholische Kliniken gebracht. Weitere 14 Patienten aus Italien und Frankreich waren bereits seit dem Wochenende auf Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen verteilt worden.

    19.23 Uhr: Knapp 400 neue Corona-Todesfälle in New York

    Im besonders heftig von der Corona-Krise getroffenen US-Bundesstaat New York halten sich die Bürger nach Ansicht von Gouverneur Andrew Cuomo nicht streng genug an die weitreichenden Kontaktbeschränkungen. Dies gelte vor allem für junge Leute. "Wer muss noch sterben, damit ihr versteht, dass ihr eine Verantwortung habt?", sagte Cuomo am Mittwoch bei seiner täglichen Pressekonferenz. Er verkündete, deshalb die Spielplätze in New York City zu schließen.

    Derweil stieg die Opferzahl an einem Tag um 391 auf mehr als 1.900. Die Zahl der bestätigten Infektionen lag bei rund 84.000 - das sind 9.000 mehr als am Dienstag. Mehr als 12.000 Patienten liegen im Krankenhaus.

    18.53 Uhr Gesundheitsministerin Huml: "Bis zu 13.000 Testungen täglich"

    Bayern hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Testkapazitäten massiv ausgebaut. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Mittwoch hingewiesen. Huml betonte: "Unser Ziel ist es, möglichst rasch Klarheit bei Verdachtsfällen zu bekommen. Dies ist sehr wichtig, um weitere Infektionen einzudämmen."

    Rund 13.000 Testungen sollen künftig im Freistaat stattfinden. Davon entfallen rund 11.000 Tests auf Privatlabore, rund 2.000 auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Voraussetzung ist, dass genügend Probenmaterial zur Verfügung steht.

    18.37 Uhr: Bund und Länder wollen Schutzvorkehrungen in Pflegeheimen verstärken

    Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus haben Bund und Länder die Notwendigkeit von Schutzvorkehrungen für Pflegeheime und Behinderteneinrichtungen unterstrichen. "Hier leben Menschen, die besonders anfällig für Infektionen sind, die müssen wir besonders schützen", sagte Kanzlerin Angela Merkel am Mittwoch nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten. Merkel betonte zudem, dass Schutzmasken mit mehr Nachdruck besorgt werden.

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wurde bereits etwas konkreter: Zum Schutz von Alten, Kranken und Behinderten vor Ansteckungen mit dem Coronavirus sollen Pflegeheime vorerst gar keine neuen Bewohner mehr aufnehmen. "Neuaufnahmen sollen in den entsprechenden Einrichtungen reduziert oder ausgeschlossen werden", sagte der CSU-Chef heute. Für Neuaufnahmen oder auch Wiederaufnahmen etwa nach einem Krankenhausaufenthalt sollten die Kapazitäten der Reha-Kliniken genutzt werden.

    18.29 Uhr: Wieder hunderte Tote durch Corona in Italien

    Italien kommt in der Coronakrise nicht zur Ruhe. Auch heute sind wieder mehr als 700 Menschen an den Folgen des Virus gestorben. Nach Angaben der dortigen Behörden hat das Land damit insgesamt mehr als 13.000 Todesfälle zu verzeichnen. Zudem heute fast 5.000 neue Erkrankungen gemeldet worden. Die Zahl der landesweiten Infektionen stieg damit auf rund 110.000.

    18.17 Uhr: Landesgartenschau in Ingolstadt auf Ende Mai verschoben

    Jetzt ist es fix: Auch die Landesgartenschau in Ingolstadt wird wegen des Coronavirus verschoben. Eigentlich sollte die Ausstellung ihre Tore am 24 April öffnen.

    Als neuer Starttag wurde der 29. Mai festgelegt. Das teilten die Veranstalter heute mit. Als Ausgleich soll die Pflanzenpracht dafür bis zum 18. Oktober zu sehen sein. Ob dies das letzte Wort in der Sache ist, ist aber noch ungewiss: "Anfang Mai 2020 soll die Situation mit den dann vorliegenden Erkenntnissen neu bewertet werden und geprüft werden, ob noch eine weitere Verschiebung erforderlich ist", hieß es in der Mitteilung.

    17.45 Uhr: Aprilscherz zu kürzeren Sommerferien löst Riesenwirbel aus

    "Bayern beschließt Kürzung der Sommerferien" - eine WhatsApp-Nachricht mit einem manipulierten Screenshot der Webseite des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" hat einen großen Wirbel ausgelöst. Auslöser war ein Vater aus dem Raum München. "Das war eine spontane Idee in der Früh", erklärte er. Er habe seine drei Kinder reinlegen wollen und einen Screenshot der Internetseite bearbeitet. Der Erfolg war mäßig, der Vater enttäuscht. Seine Tochter habe zwei Sekunden lang ungläubig geschaut. Dann habe sie gesagt: April, April.

    Für den Vater war die Sache damit gelaufen, doch sein Sohn machte ein Foto von der angeblichen News-Seite, teilte es bei WhatsApp im Klassenchat und sorgte damit dann für bayernweites Aufsehen. "Den Gag für meine Kinder bereue ich nicht, aber die Auswirkungen", so der Vater danach. Er sei erstaunt, wie unfassbar schnell sich das verbreitet habe.

    17.30 Uhr Söder: "19. April nicht automatisch Ende der Beschränkungen"

    Deutschlandweit bleiben die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise bis mindestens 19. April bestehen. Das hat Ministerpräsident Markus Söder nach einer Schaltkonferenz mit Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder mitgeteilt. An diesem Tag enden in den meisten Bundesländern die Osterferien.

    Söder betonte, der 19. April bedeute aber nicht automatisch ein Ende der Beschränkungen. Nach Ostern werde beraten, wie es weitergehen könne. Nach wie vor müsse Zeit gewonnen werden im Kampf gegen das Virus. Bis jetzt gebe es einen leichten Trend zur Verbesserung. So seien die Neuinfektionen vor zwei Wochen täglich um bis zu 25 Prozent gestiegen. Diese Woche verzeichne man acht bis zehn Prozent Neuinfektionen pro Tag. Das genüge aber nicht.

    17.15 Uhr: Wimbledon wegen Corona abgesagt

    Die Organisatoren von Wimbledon haben das Tennisturnier für dieses Jahr abgesagt. Damit fällt es zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg aus. Angesichts des Verlaufs der Corona-Pandemie sei es nicht möglich, das Grand-Slam-Turnier wie geplant vom 29. Juni bis 12. Juli auszutragen, heißt es.

    Stattdessen soll die 134. Ausgabe nun vom 28. Juni bis 11. Juli 2021 über die Bühne gehen. Zuletzt waren bereits die French Open in den September verlegt worden, die ATP und die WTA pausieren bis mindestens 7. Juni.

    16.49 Uhr: Galeria Karstadt Kaufhof meldet Schutzschirmverfahren an

    Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof sucht angesichts der Umsatzeinbrüche durch die Corona-Pandemie Rettung in einem Schutzschirmverfahren. Dem Antrag des Unternehmens auf Einleitung des Verfahrens sei vom Amtsgericht Essen bereits stattgegeben worden, wie der Konzern mitteilte. Das Schutzschirmverfahren schützt in die Krise geratene Unternehmen vor dem Zugriff der Gläubiger, ohne dass die Betriebe bereits Insolvenz anmelden müssen. Die Geschäftsführung kann das Unternehmen weiter verantwortlich lenken und selbstständig sanieren.

    "Die harten wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise für den innerstädtischen Non-Food-Handel und die langwierige Umsetzung staatlicher Hilfe über die Hausbank haben diesen Schritt notwendig gemacht", betonte das Unternehmen, das bundesweit mehr als 28 000 Mitarbeiter beschäftigt. Nach eigenen Angaben verliert Galeria Karstadt Kaufhof durch die Schließung der Warenhäuser seit dem 18. März jede Woche mehr als 80 Millionen Euro Umsatz.

    16.24 Uhr: Kontaktsperren sollen auch über Ostern eingehalten werden

    Bürgerinnen und Bürger sollen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus die Kontaktsperren auch über Ostern einhalten. Wie Bund und Länder in Berlin beschlossen, sollen die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes gemäß den geltenden Regeln auf ein absolutes Minimum reduziert werden.

    "Eine Pandemie kennt keine Feiertage." Angela Merkel, Bundeskanzlerin

    16.15 Uhr: Servicetelefon und Einkaufshilfe der Stadt München

    Wegen der Verlängerung der Ausgangsbeschränkung bis zum 19. April weist das Sozialreferat der Stadt München noch einmal auf das Servicetelefon für soziale Anliegen und den Einkaufsservice der Sozialbürgerhäuser für ältere Menschen hin. Unter der Telefonnummer 089-233-96833 bietet das Sozialreferat eine erste Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger an. Die telefonische Anlauf- und Vermittlungsstelle soll helfen, den aktuell eingeschränkten Parteiverkehr in den Sozialbürgerhäusern auszugleichen.

    Zudem hat das Sozialreferat an allen zwölf Sozialbürgerhäusern einen Einkaufsservice für ältere Menschen eingerichtet. Vor allem ältere Menschen, die als besonders gefährdete Personengruppe ihr Haus möglichst nicht verlassen und persönliche Kontakte weitgehend vermeiden sollen, können über das Servicetelefon Kontakt mit dem für sie zuständigen Sozialbürgerhaus aufnehmen, um den Einkaufsservice in Anspruch zu nehmen.

    15.50 Uhr: Erlanger Klinikum sucht genesende Corona-Patienten

    Das Universitätsklinikum Erlangen sucht COVID-19-Patienten, die die Virusinfektion bereits überstanden haben. Deren Antikörper könnten bei der Corona-Behandlung helfen, erklärte die Uniklinik in ihrem Aufruf. Mit der Hilfe der bereits wieder gesunden Corona-Infizierten kann möglicherweise schwer kranken COVID-19-Patienten das Leben gerettet werden, heißt es.

    Gesucht werden Personen, die seit mindestens zwei Wochen von einer COVID-19-Infektion genesen sind. Ihre Körper hätten spezifische Antikörper gegen das Virus gebildet. Diese wollten die Forscher aus dem Blut der ehemaligen Patienten entnehmen, aufbereiten und die schwerkranken Corona-Patienten damit behandeln. Ehemalige COVID-19-Patienten werden gebeten, sich über folgende E-Mail-Adresse zu melden: tr-covid19@uk-erlangen.de. Sie sollen dabei auch angeben, wenn sie sich derzeit noch in häuslicher Quarantäne befinden.

    15.35 Uhr: Erneut mehrere Corona-Tote in einem Seniorenheim

    In einem Seniorenheim im schwäbischen Harburg sind neun Bewohner mutmaßlich an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Zwar wurden nur zwei der neun seit Freitag verstorbenen Senioren positiv auf das Coronavirus getestet, so Landrat Stefan Rößle, das liege jedoch daran, dass nicht bei allen ein Test erfolgt sei. Wegen des engen zeitlichen Zusammenhanges sei bei allen Todesfällen von einer Covid-19-Erkrankung als Ursache auszugehen.

    15.15 Uhr: Zahl der Corona-Toten in Bayern steigt auf 241

    In Bayern sind bis heute 17.151 Coronavirus-Infektionen gemeldet worden. Das sind 1.646 mehr als gestern. Das hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitgeteilt. 2.230 Fälle davon gelten als genesen. Gleichzeitig sind laut der Statistik des LGL in Bayern 241 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

    Als am stärksten betroffen in Bayern gilt immer noch mit Abstand der Landkreis Tirschenreuth in der Oberpfalz mit einer Fallzahl von 691 pro 100.000 Einwohner. Dort hat es bisher 30 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gegeben. Die Stadt Würzburg verzeichnet bisher 20 Tote.

    15.02 Uhr: Antragsflut für nachgebesserte bayerische Soforthilfe erwartet

    Die IHK für München und Oberbayern erwartet einen neuen Ansturm auf die verbesserte Corona-Soforthilfe des Freistaats. Die IHK begrüße die Erleichterungen, die für viele Soloselbstständige und kleine Unternehmen aktuell überlebensnotwendig sind, heißt es in einer Pressemittteilung der IHK. "Die Zahl von jetzt bereits in Oberbayern gestellten über 80.000 Anträgen dürfte sich dadurch in kurzer Zeit noch mindestens verdoppeln", so Manfred Gößl, der Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern.

    14.50 Uhr: Botanischer Garten in Hof wieder offen

    Traditionell öffnet am 1. April der Botanische Garten in Hof seine Pforten. Daran ändern auch die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie nichts. Allerdings mahnt die Stadt Hof die Spaziergänger auch im Botanischen Garten keine Gruppen zu bilden und Abstand zu halten. Ähnliches gilt für die Botanischen Gärten in Bayreuth und Bamberg.

    14.45 Uhr: Adidas zahlt jetzt doch Miete

    Nach dem Shitstorm wegen der Weigerung von Adidas, Miete für geschlossene Läden zu zahlen, hat sich der Sportartikelhersteller nun entschuldigt. "Wir haben einen Fehler gemacht und damit viel Vertrauen verspielt", heißt es in einer Mitteilung. Die April-Miete sei bezahlt worden, stattdessen habe der Konzern Einsparungen an anderer Stelle vorgenommen.

    Der Vorstand verzichtet bis auf weiteres auf die Hälfte des Gehalts, die Beschäftigten der Ebene darunter auf 30 Prozent, so Adidas. Um Liquidität zu halten, wurde demnach auch das Aktienrückkaufprogramm vorläufig eingestellt. Außerdem werden 1.200 Adidas-Beschäftigte in Kurzarbeit geschickt.

    14.35 Uhr: Diakonie Bayern fordert Anhebung des Hartz-IV-Satzes

    Die Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen ärmere Menschen deutlich härter als wohlhabendere. Deshalb fordert die Diakonie Bayern eine zumindest vorübergehende Erhöhung der Hartz-IV-Bezüge. Einen Computer für den Online-Schulunterricht der Kinder beispielsweise könnten sich Hartz-IV-Bezieher nicht einfach so leisten heißt es. Viele, die bisher Lebensmittel bei der Tafel bekamen oder zur Kleiderkammer gingen, könnten das derzeit nicht.

    Auf solche Probleme hat der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel, aufmerksam gemacht. Er schloss sich einer Forderung des Bündnisses "Rechte statt Rechte" an: Hartz-IV-Bezieher sollten befristet während der Corona-Krise 100 Euro monatlich mehr erhalten. "In der Krise trifft es Menschen besonders hart, die ohnehin wenig haben", warnte Bammessel. Die Forderung nach höheren Sätzen in der Grundsicherung gebe es schon länger. Sie sei aber bisher immer mit dem Hinweis auf Hilfen wie beispielsweise Tafeln oder kostenloses Schulessen abgelehnt worden. Dieses soziale Netz müsse nun aber an anderer Stelle gestärkt werden.

    14.25 Uhr: Arbeitslosigkeit in Österreich steigt auf Rekordniveau

    In Österreich waren seit 1946 noch nie so viele Menschen arbeitslos wie aktuell. Wie der Arbeitsmarktservice (AMS) in Wien mitteilte, sind derzeit etwas mehr als 504.000 Menschen ohne Job - ein Anstieg um fast 53 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Hinzu kommen etwas mehr als 58.000 Menschen, die beim AMS derzeit eine Schulung machen. Allein zwischen dem 15. und dem 31. März stieg die Zahl der Arbeitslosen um fast 200 000.

    Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition lag Ende März bei etwa 12 Prozent. Gegenüber März 2019 entspricht das einem Anstieg um 4,7 Prozentpunkte. Nach Angaben von Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) haben etwa 40 Prozent der Menschen, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie arbeitslos geworden sind, eine Rückkehr-Vereinbarung mit ihren bisherigen Arbeitgebern für die Zeit nach der Krise geschlossen.

    14.10 Uhr: 184.000 Bundesbürger aus dem Ausland zurückgeholt

    Die Bundesregierung hat die Rückholung von 187.000 Reisenden in den vergangenen zwei Wochen organisiert. Unter den Rückkehrern seien auch 3.000 Bürger aus anderen EU-Ländern, so eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Die Menschen seien aus 45 Ländern abgeholt worden. In Neuseeland befinde sich mit etwa 12.000 noch das größte deutsche Kontingent. Auch in Südafrika und Thailand seien noch tausende Deutsche.

    13.58 Uhr: Bundesregierung testet Corona-Tracker-App

    Die Bundesregierung setzt große Hoffnungen in eine App zur Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten, die aktuell in Berlin getestet wird. Die Regierung suche "mit Hochdruck" gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut nach einer Lösung, die für Deutschland funktionieren könne, so eine Regierungssprecherin. Kanzleramtsminister Helge Braun halte den Ansatz des RKI, das mit dem Fraunhofer-Institut und zahlreichen Wissenschaftlern dazu kooperiert, für "sehr vielversprechend". Die Sprecherin betonte, die App könnte grenzüberschreitend in Europa funktionieren.

    Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte, die Nachverfolgung von Kontaktpersonen von Corona-Infizierten sei "digital einfacher als wenn jemand im Gesundheitsamt anfängt zu telefonieren". Außerdem könne ein Infizierter nicht wissen, wie jemand zu kontaktieren sei, der neben ihm im Bus gesessen habe.

    13.32 Uhr BR #Faktenfuchs: Youtube Videos verharmlosen Coronavirus

    Der emeritierte Mikrobiologe Sucharit Bhakdi hat seit 13 Tagen einen eigenen Youtube-Kanal. Die bislang vier Videos dort finden extrem viel Resonanz. In seinem ersten Video behauptet er, dass die Maßnahmen in der Corona-Krise sinnlos und selbstzerstörerisch seien. Sein neuestes Video ist ein offener Brief an Bundeskanzlerin Merkel mit fünf Fragen, die auch als PDF-Dokument kursieren. Er will nach eigenen Angaben damit feststellen, wie begründet die derzeitigen massiven Einschränkungen unserer Grundrechte seien.

    Der #Faktenfuchs hat die Fragen Bhakdis geprüft - und legt den aktuellen wissenschaftlichen Stand dar. Das Fazit: Es sind Fragen, die zum Teil auch unter Forschern diskutiert werden. Aber die Annahmen, die seinen Fragen zugrunde liegen, suggerieren, dass die Gefährlichkeit des Sars-Cov-2-Erregers überschätzt werde. Diese Annahmen sind jedoch oft nicht wissenschaftlich belegt und verweisen vor allem auf Datenlücken. Forscher betonen: Die Lückenhaftigkeit der Datenlage sei kein Grund, Entwarnung zu geben.

    13:25 Uhr: 864 Menschen starben innerhalb eines Tages in Spanien

    In Spanien sind innerhalb von 24 Stunden 864 Menschen an dem Coronavirus verstorben. Die Zahl der Infektionsfälle stieg innerhalb von 24 Stunden um 7.719 auf 102.136, wie spanische Behörden mitteilten. Die Zahl der Neuinfektionen war um etwa 1.500 niedriger als am Vortag, was Hoffnung auf eine Stabilisierung der Ausbreitungsgeschwindigkeit weckte.

    Spanien ist das dritte Land nach den USA und Italien, das mehr als 100.000 Infizierte registriert hat. 9.053 Menschen sind dort bislang an Covid-19 gestorben. Für die meisten Spanierinnen und Spanier gilt seit zweieinhalb Wochen eine Ausgangssperre.

    13.10 Uhr: Beginn der Landesgartenschau soll verschoben werden

    Die Eröffnung der Landesgartenschau in Ingolstadt soll auf Ende Mai verschoben werden. Eigentlich war der 24. April als Eröffnungsdatum vorgesehen. Die Ausgangsbeschränkungen in Bayern sowie alle anderen Beschränkungen aufgrund der Corona-Epidemie, hätten diesen Termin aber unmöglich gemacht, so der Veranstalter. Allerdings muss am Nachmittag noch der Finanzausschuss des Stadtrates zustimmen.

    Mit der Entscheidung will die LGS GmbH vor allem erst einmal Zeit gewinnen. Anfang Mai, wenn möglicherweise schon genauere Prognosen zum Verlauf der Pandemie gemacht werden können, soll die Entscheidung nochmal neu überprüft werden.

    12.42 Uhr: Frankreich verlegt Intensiv-Patienten mit TGV

    Frankreich hat die bisher größte Aktion zur Verlegung von Corona-Intensiv-Patienten begonnen. 38 Menschen wurden von Paris aus per Zug in die Bretagne gebracht. Damit werden Kliniken im Pariser Großraum entlastet. Dort sind vor allem die Beatmungsgeräte für die Lungenkranken knapp.

    Mit einem medizinisch umgerüsteten TGV-Hochgeschwindigkeitszug wurden 24 Patienten in die Städte Saint-Brieuc und Brest im Westen des Landes gebracht. Mit einem zweiten Zug wurden zwölf weitere Kranke nach Rennes verlegt.

    12.37 Uhr: Medizinisches Personal darf in München unentgeltlich Taxi fahren

    Ärzte, Schwestern und Pfleger können in München ab sofort auf dem Weg zur Arbeit und zurück kostenlos mit dem Taxi fahren. Mit dem Nulltarif solle medizinisches Personal in der Corona-Krise unterstützt werden, so ein Sprecher des Taxiverbands München. Anrufen müsse man dafür bei einer der beiden lokalen Taxizentralen. "Dann fährt man zur Klinik oder nach Hause von der Klinik umsonst", sagte der Sprecher. Die Arbeit in der Gesundheitsbranche müsse allerdings nachgewiesen werden.

    Erstmal läuft das Projekt auf Kosten der Taxiunternehmen. Für eine längerfristige Lösung werde noch auf Rückmeldung des Bundesverkehrsministeriums gewartet. Dann solle es zudem möglich gemacht werden, sich neben Lebensmitteln auch Medikamente liefern zu lassen, hieß es weiter.

    12.32 Uhr: Kalifornien entlässt 3.500 Häftlinge vorzeitig

    Der US Bundesstaat Kalifornien will wegen der Corona-Pandemie rund 3.500 Gefangene vorzeitig freilassen. Es sollen aber nur Häftlinge freikommen, die keine Gewalttäter sind. Zuerst kommen, der Strafjustizbehörde zufolge, Insassen frei, die Haftstrafen von weniger als 30 Tagen absitzen. Dann sind die Häftlinge dran, die nur noch weniger als 60 Tage absitzen müssen.

    Zuvor hatten bereits der Bundesstaat New Jersey und mehrere Städte in den USA angekündigt, Gefangene freizulassen, um die Ausbreitung des Coronavirus in den Haftanstalten einzudämmen. US-Justizminister Bill Barr forderte vergangene Woche auch die Bundesgefängnisse auf, bis zu 2000 Gefangene freizulassen.

    11.05 Uhr: Bundeswehr hilft bei Erprobung von Corona-App

    Die Bundeswehr unterstützt das Fraunhofer-Institut bei der Erprobung einer Handy-App, die Kontakte zu Covid-19-Patienten aufdecken soll. Dazu würden sich 50 Soldaten als Testpersonen nach genauen Vorgaben in einem bestimmten Areal der Berliner Julius-Leber-Kaserne bewegen, teilt die Bundeswehr mit. So soll im Freien und in Gebäuden geprüft werden, ob die App tatsächlich tauglich ist, Kontakte in einer bestimmten zeitlichen oder räumlichen Intensität festzustellen. Die Soldaten werden nach Angaben der Bundeswehr Schutzausstattung tragen, um eine Ansteckungsgefahr auszuschließen.

    10.54 Uhr Chinesische Forscher: Wirksame Antikörper für mögliches Medikament gefunden

    Chinesische Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben mehrere Antikörper identifiziert, die für ein Medikament zur Behandlung von Covid-19 infrage kommen könnten. Die aus dem Blut genesener Patienten isolierten Antikörper könnten "äußerst wirksam" die Fähigkeit des neuartigen Coronavirus zum Eindringen in Zellen blockieren, sagt Zhang Linqi von der Tsinghua-Universität in Peking. Ein daraus hergestelltes Medikament könne womöglich wirksamer gegen die Atemwegserkrankung eingesetzt werden als die derzeitigen Ansätze.

    10.45 Uhr: Scholz und Altmaier versprechen Start-ups Zwei-Milliarden-Fonds

    Die Bundesregierung will Start-ups kurzfristig mit einem Zwei-Milliarden-Fonds helfen. "Unserer Wirtschaft lebt davon, dass immer wieder Neues entsteht", sagt Finanzminister Olaf Scholz in Berlin. "Zwei Milliarden Euro wollen wir dafür vorsehen. Das ist ein starkes Signal dafür, dass es eben auch weitergeht mit Neuem." Wirtschaftsminister Peter Altmaier unterstreicht, dass dieser Fonds neben den anderen Hilfsprogrammen vor allem jenen helfen solle, "die weniger Möglichkeiten haben, von Kreditlinien zu profitieren".

    10.35 Uhr: Kommunale Arbeitgeber stocken Kurzarbeitergeld auf

    Kommunale Arbeitgeber wollen das Kurzarbeitergeld für untere und mittlere Gehaltsgruppen auf 95 Prozent und bei den übrigen auf 90 Prozent des Lohnausfalls aufstocken. Darauf verständigte sich die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände mit Verdi, wie die Dienstleistungsgewerkschaft mitteilt. Für die weitaus meisten Bereiche des öffentlichen Dienstes sei Kurzarbeit gar kein Thema. Bei den eigenwirtschaftlichen Betrieben wie Theatern, Museen oder im Nahverkehr sei Kurzarbeit aber möglich.

    10.05 Uhr: Italien verlängert Ausgangsverbote bis 13. April

    Italiens Regierung verlängert die strengen Ausgangsbeschränkungen für die 60 Millionen Bürger wegen der Corona-Krise bis zum 13. April. Sie dehnt mit dieser Entscheidung die Gesamtdauer auf fünf Wochen aus. Gesundheitsminister Speranza kündigte im Senat an, der Wiederbeginn des wirtschaftlichen und sozialen Lebens nach Ostern werde vorsichtig und schrittweise erfolgen. In den vergangenen Tagen hat Italien einen deutlich gebremsten Anstieg an Neuinfektionen registriert. Dennoch sterben täglich immer noch rund 800 Menschen im Land im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Italiens Gesundheitsminister warnte, angesichts des leicht positiven Trends bei den Neuinfektionen in vorschnellen Optimismus zu verfallen. Der Alarm sei noch nicht aufgehoben. Bis nach Ostern, so der Gesundheitsminister, sei es wichtig, dass sich alle Italiener weiterhin an die strengen Ausgangsbeschränkungen halten und ihre Wohnung nur aus wichtigen Gründen verlassen.

    09.42 Uhr: SPD-Vorsitzender Walter-Borjans für Corona-Bonds

    Der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans hat sich für Corona-Bonds - also gemeinsame europäische Anleihen - ausgesprochen. "Das gebietet nicht nur die europäische Solidarität, das gebietet auch der Eigennutz", sagte er am Mittwochmorgen im Deutschlandfunk. Europa könne sich wirtschaftlich nur so von der Corona-Krise erholen. Walter-Borjans forderte schnelle wirtschaftliche Hilfen innerhalb der Europäischen Union. Europa habe zurzeit ein Problem mit der gegenseitigen Solidarität. "Wenn wir uns nicht auf die zurückbesinnen, dann wird dieses Europa atomisiert", warnte der SPD-Politiker. Passiere nichts, würde Europa wirtschaftlich nach der Krise zurückfallen.

    09.13 Uhr: Erzbistum Münchner verschiebt Firmung und Erstkommunion

    Im Erzbistum München und Freising werden Firmung und Erstkommunion wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus bis Pfingsten verschoben. In einem Schreiben kündigte der Generalvikar die Verschiebung der Firmungen an und empfiehlt "nachdrücklich, auch alle Erstkommunionfeiern bis Pfingsten aufzuschieben".

    Es gehe darum, den Pfarreien Orientierung zu geben. Auch die betroffenen Familien bräuchten Gewissheit für ihre Planungen. Wegen der Corona-Pandemie sind derzeit alle Gottesdienste in Bayern und deutschlandweit verboten. Auch zu Ostern wird es keine geben.

    08.57 Uhr: Landwirtschaftsministerin drängt zu Kompromiss für Saisonarbeiter

    Angesichts fehlender Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft wegen der Corona-Krise hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) den Druck auf Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) erhöht. "Wir werden auf Saisonarbeitskräfte nicht verzichten können", sagte Klöckner am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Sie sei mit Seehofer im Gespräch, um den "Zielkonflikt zwischen dem Infektionsschutz der Bevölkerung auf der einen Seite und der Erntesicherung auf der anderen" zu lösen. Das Bundesinnenministerium hat vergangene Woche einen Einreisestopp erlassen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen.

    08.48 Uhr: Russische Hilfslieferung in die USA unterwegs

    Russland hilft den USA im Kampf gegen das Coronavirus. Ein Militärflugzeug mit einer Lieferung medizinischer Ausrüstung und Atemschutzmasken startet von einem Flugplatz in der Nähe von Moskau, wie das russische Staatsfernsehen berichtet. Präsident Wladimir Putin hatte US-Präsident Donald Trump die Unterstützung am Montag angeboten. Trump habe sie dankbar angenommen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow der Nachrichtenagentur Interfax. Die Regierung in Moskau hoffe, dass die USA zu gegebener Zeit auch in der Lage sein könnten, Russland notfalls medizinische Hilfe zu leisten.

    08.44 Uhr: Saudi-Arabien rät Pilgern von Vorbereitung für Hadsch ab

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus appelliert Saudi-Arabien an Muslime in aller Welt, vorerst keine Vorbereitungen für die Pilgerfahrt nach Mekka in diesem Sommer zu treffen. Zunächst müsse das Ausmaß der Folgen der Corona-Pandemie klarer werden, sagte der für die Wallfahrt Hadsch zuständige Minister Muhammad Saleh bin Taher Banten. Zu einer möglichen Absage der Wallfahrt äußerte sich der Minister nicht. Die alljährliche Große Wallfahrt beginnt dieses Jahr planmäßig Ende Juli. Sie gehört zu den fünf Grundpflichten des Islams. Jeder fromme Muslim, der gesund ist und es sich leisten kann, sollte einmal im Leben nach Mekka pilgern.

    08.42 Uhr: Australischer Verlag setzt Druck von Zeitungen aus

    Australiens größter Zeitungsverlag News Corp. setzt den Druck von 60 Lokalblättern aus. Wegen wegbrechender Anzeigeneinnahmen kämen Zeitungen in Neusüdwales, Victoria, Queensland und Südaustralien ab kommender Woche nur noch digital heraus, teilte das Unternehmen mit. Während der Coronavirus-Pandemie sei es das Wichtigste, das Geschäft und Arbeitsplätze zu sichern, sagte Vorstandschef Michael Miller. Online-Ausgaben würden derzeit verstärkt nachgefragt.

    Australische Zeitungen sind sehr stark von Anzeigen und Werbung im Zusammenhang mit Immobilienverkäufen, Instandhaltungen, Gaststätten und Veranstaltungen abhängig. Diese sind wegen der Pandemie aber praktisch zum Erliegen gekommen.

    08.31 Uhr: China kontrolliert nun auch asymptomatische Infektionsfälle

    Im Kampf gegen das Coronavirus nimmt China nun auch verstärkt infizierte Menschen ohne Symptome in den Blick. Dazu begannen die Behörden am Mittwoch mit der öffentlichen Meldung dieser Fälle. Weitere 130 neue derartige Fälle wurden demnach nun festgestellt. Damit seien insgesamt 1.367 infizierte Menschen in China unter Beobachtung, die keine erkennbaren Krankheitssymptome zeigten, aber dennoch andere Menschen anstecken können.

    07.25 Uhr: Heil fordert bessere Bezahlung in Pflege und Einzelhandel

    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil fordert eine bessere Bezahlung der Menschen, die mit ihren Berufen eine besondere Last in der Corona-Krise tragen. Dazu sei etwa ein branchenweiter Tarifvertrag für den Pflegebereich nötig, sagt der SPD-Politiker in der ARD. Gerade in dieser Zeit sehe man, dass die Leistungsträger nicht immer die im Anzug und mit Krawatte seien, sondern die im Kittel, die in der Alten- und Krankenpflege arbeiteten. Das gelte auch für den Einzelhandel, wo die Tarifbindung lausig sei. Man werde die Konsequenzen ziehen müssen, um Menschen in diesen schwierigen Berufen besser zu bezahlen.

    07.00 Uhr Panama: Frauen und Männer dürfen nicht mehr gleichzeitig vor die Tür

    In Panama dürfen wegen der Corona-Pandemie Männer und Frauen nicht mehr am selben Tag ihre Häuser verlassen. Diese neue Maßnahme zur Vermeidung von sozialen Kontakten trat am Mittwoch in Kraft, nachdem die Regierung des mittelamerikanischen Landes sie am Montag angekündigt hatte. Zur Begründung hieß es, zu viele Menschen hätten die bisher geltende Ausgangsbeschränkung missachtet. Frauen dürfen nur noch montags, mittwochs und freitags raus und Männer dienstags, donnerstags und samstags. Sonntags darf niemand mehr vor die Tür.

    06.25 Uhr RKI: In Deutschland weitere 149 Virus-Tote und 5.453 Neuinfektionen

    In Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bestätigten Infektionen auf 67.366 gestiegen. Insgesamt seien bislang 732 Menschen infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben, teilt das RKI mit auf seiner Website mit. Im Vergleich zum Vortag wurden 5.453 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der Todesopfer stieg um 149.

    06.24 Uhr: Trotz Corona vorerst keine Evakuierung von US-Flugzeugträger

    Trotz der Ansteckung mehrerer Besatzungsmitglieder an Bord des US-Flugzeugträgers "USS Theodore Roosevelt" mit dem Coronavirus ist es nach Einschätzung von US-Verteidigungsminister Mark Esper derzeit nicht notwendig, das Schiff zu evakuieren. "Ich denke nicht, dass wir an diesem Punkt sind", sagte Esper dem Sender CBS am Dienstag. Der Flugzeugträger liegt derzeit mit mehr als 4.000 Besatzungsmitgliedern vor der Pazifikinsel Guam vor Anker. Nach Berichten von US-Medien gibt es an Bord mindestens 100 bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Keiner sei schwer erkrankt, sagte Esper.

    Die Situation weise "einmalige Umstände" auf, hatte zuvor der amtierende Marineminister Thomas Modly dem Nachrichtensender CNN gesagt. Ein hochgerüstetes und nuklearbetriebenes Schiff könne nicht einfach komplett evakuiert werden. Zudem gebe es auf Guam nicht genügend Kapazitäten, um alle Besatzungsmitglieder unterzubringen.

    04.28 Uhr: Trump will Passagieren von niederländischem Kreuzfahrtschiff helfen

    US-Präsident Donald Trump will den Passagieren an Bord des niederländischen Kreuzfahrtschiffs "Zaandam" helfen. Er fordert die Behörden Floridas auf, dem Schiff das Anlegen zu ermöglichen. An den Folgen des Coronavirus sind an Bord bereits vier Passagiere gestorben. "Sie sterben auf dem Schiff", sagt Trump. "Ich werde tun, was richtig ist, nicht nur für uns, sondern auch für die Menschheit." Die Bemerkungen stehen im Gegensatz zu seiner Reaktion im Februar auf ein anderes Kreuzfahrtschiff, die "Grand Princess", die seiner Ansicht nach auf See bleiben sollte, anstatt den Hafen in Kalifornien anzulaufen.

    04.11 Uhr: Erste Coronavirus-Fälle unter indigenen Völkern in Kolumbien

    Kolumbien bestätigt die ersten beiden Coronavirus-Fälle unter den indigenen Völkern. Zwei Mitglieder des Yukpa-Stammes, die in bitterer Armut in Notunterkünften und Zelten in der nördlichen Grenzstadt Cucuta leben, seien infiziert, wie die führende indigene Organisation des Landes ONIC mitteilt. Gesundheitsexperten fürchten, dass sich das Coronavirus schnell unter den Stämmen ausbreiten könnte, die generell wenig Immunität gegen Krankheiten haben, die in der allgemeinen Bevölkerung auftreten.

    03.28 Uhr Studie: Verlust des Geschmack- und Geruchsinns als Symptome für Covid-19

    Der Verlust des Geschmack- und Geruchsinns kann britischen Wissenschaftlern zufolge ein starkes Indiz für eine Infektion mit Covid-19 sein. Nach einer Studie, die mit Hilfe eine Symptom-Tracker-App von den Forschern erstellt wurde, haben fast 60 Prozent der Patienten, die anschließend positiv auf Covid-19 getestet wurden, über den Verlust der beiden Sinne berichtet. "In Kombination mit anderen Symptomen scheinen Menschen mit Geruchs- und Geschmacksverlust dreimal häufiger erkrankt zu sein und sollten sich daher sieben Tage lang selbst isolieren, um die Ausbreitung der Krankheit zu reduzieren", sagt Tim Spector, Professor am King's College in London, der die Studie leitet.

    00.44 Uhr: US-Verkehrsministerium möchte Mindestzahl von Flügen für Beihilfen

    Das US-Verkehrsministerium erwägt, als Bedingung für den Erhalt von Beihilfen Passagierfluggesellschaften zu einer Mindestanzahl von Flügen zu verpflichten. Fluglinien, die vor dem Coronavirus-Ausbruch fünf Tage die Woche oder öfter ihren Dienst zwischen Städten angeboten haben, sollten weiterhin mindestens einen Flug pro Tag fünfmal pro Woche zwischen den Punkten anbieten müssen, so der Vorschlag. Der US-Flugverkehr bricht weiter ein. Am Montag passierten nur 154.000 Menschen die Kontrollpunkte an US-Flughäfen, verglichen mit 2,4 Millionen an einem normalen Tag.

    00.01 Uhr: Bundeswirtschaftsminister sieht Chance für Aufhol- und Nachholeffekte

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht nach dem Konjunktureinbruch durch die Corona-Krise eine Chance für Aufhol- und Nachholeffekte im zweiten Halbjahr. "Die Einschnitte werden in den Monaten März, April, Mai sehr deutlich spürbar sein", sagt Altmaier der "Rheinischen Post" laut Vorabbericht. "Im zweiten Halbjahr haben wir immer noch die Chance für Aufhol- und Nachholeffekte." Das sei aber noch mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. "Denn die Corona-Krise trifft zum Beispiel die USA, einen unserer wichtigsten Handelspartner, viel stärker als bisher angenommen", so der Minister. Es sei klar, dass die Konjunktur nach der Krise mit einem großen Programm angekurbelt werden müsse.

    Dienstag, 31.03.2020

    21.02 Uhr: Fast 500 Corona-Tote innerhalb eines Tages in Frankreich

    In Frankreich sind binnen 24 Stunden weitere 499 Menschen an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Mit diesem neuen Höchstwert stieg die Zahl der Todesopfer auf insgesamt 3.523, wie der Generaldirektor im Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, am Dienstag mitteilte. Fast 22.800 Corona-Kranke werden nach seinen Angaben derzeit in den Krankenhäusern des Landes behandelt, mehr als 5.560 von ihnen auf der Intensivstation.

    20.36 Uhr: Weltweit mehr als 40.000 Tote durch Corona

    Weltweit sind jetzt mehr als 40.000 Menschen an dem Coronavirus gestorben. Fast drei Viertel der Todesfälle wurden in Europa registriert. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität infizierten sich rund um den Globus mehr als 826.000 Menschen mit dem Erreger (Stand 20 Uhr), davon mehr als die Hälfte in Europa. Von den bestätigten 40.708 Todesfällen wurden fast 30.000 in Europa registriert. Mit 12.428 Toten ist Italien das am stärksten betroffene Land, gefolgt von Spanien mit 8269 Todesfällen. In Deutschland wurden 68.180 Infektionen und 682 Todesfälle gemeldet. Die Zahl der weltweit bestätigten Infektionen gibt nur einen Teil der tatsächlichen Fälle wieder, da zahlreiche Länder nur testen, wenn Betroffene im Krankenhaus behandelt werden müssen.

    20.20 Uhr: Drei Todesfälle in Schweinfurter Pflegeheim

    Auch in einem Schweinfurter Seniorenheim ist es zu einer Häufung von Todesfällen nach Infektionen mit dem Coronavirus gekommen. Am Abend teilte das örtliche Gesundheitsamt mit, dass in der Pflegeeinrichtung drei an Covid-19 erkrankte Menschen gestorben seien. Alle seien über 80 Jahre alt gewesen und hätten Vorerkrankungen gehabt.

    Von insgesamt sechs in Schweinfurt nach einer Erkrankung mit dem Erreger verstorbenen Menschen lebten damit den Angaben zufolge vier in demselben Pflegeheim.

    20.01 Uhr: Auch Niederlande verlängert Ausgangsbeschränkungen

    Die Niederlande haben die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie bis zum 28. April verlängert. "Wir wissen, dass das viel verlangt ist, aber es ist echt nötig", sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag. Ursprünglich sollten die vor etwa zwei Wochen verhängten Maßnahmen bis zum 6. April gelten.

    Schulen, Restaurants, Cafés, Museen und Friseure bleiben geschlossen, öffentliche Veranstaltungen verboten. Bürger dürfen sich höchstens mit drei Menschen zugleich in der Öffentlichkeit aufhalten. Sie sollen möglichst zu Hause bleiben. In den Niederlanden sind 1.039 Menschen an dem Coronavirus gestorben, 12.595 Fälle wurden registriert.

    19.41 Uhr: Wildtiere breiten sich in leeren Städten aus

    Während die Menschen wegen des Coronavirus dazu aufgerufen sind, sich nur noch zuhause aufzuhalten, zieht es die Tierwelt vermehrt in die leergefegten Städte. So sollen in den Lagunen von Venedig bereits Delfine gesichtet worden sein. In der walisischen Stadt Llandudno haben sich dagegen Ziegen breit gemacht.

    19.00 Uhr Italien: Viele Todesopfer, aber weniger Neuinfektionen

    Die Zahl der Toten in Italien ist erneut gestiegen. Das Katastrophenschutzministerium meldet 837 Tote und damit 12.428 insgesamt - die höchste Zahl weltweit - nach einer Zunahme von 812 am Montag. Dagegen blieb der Anstieg bei den neu nachgewiesenen Fällen mit 4.053 etwa gleich, hier beträgt die Gesamtzahl 105.792. In der Lombardei, der bislang am schwersten betroffenen Region, ging die Zahl der Toten und neuen Infektionen zurück.

    18.51 Uhr: Bayreuther Festspiele für 2020 abgesagt

    Die Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele 2020 sind wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Das bestätigte die Festspielleiterin, Katharina Wagner, gegenüber dem BR. Die Absage sei von den zuständigen Gremien des Stiftungsrates, der Geschäftsführung, der künstlerischen Leitung und der örtlichen Behörden getroffen worden. Am morgigen Mittwoch hätten die Proben für die Neuinszenierung des "Rings des Nibelungen" beginnen sollen.

    Noch vor zwei Wochen schlossen die Veranstalter eine Absage der Wagner-Festspiele aus. Laut Spielplan hätte es von Ende Juli bis Ende August 33 Vorstellungen mit rund 58.000 Zuschauer gegeben. Mehr dazu hier.

    18.27 Uhr: USA melden mehr Tote durch das Coronavirus als China

    In den USA ist die Zahl der Corona-Todesopfer auf mehr als 3.500 gestiegen und hat damit Chinas offizielle Zahl von 3.300 überschritten. Insgesamt sind in den USA nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mehr als 165.000 Corona-Fälle nachgewiesen - mehr als in jedem anderen Land.

    Der Gouverneur des US-Bundesstaates New York hat im Kampf gegen Corona Versäumnisse eingestanden. "Wir haben das Virus unterschätzt. Es ist stärker und gefährlicher als wir erwartet haben", sagte Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz. Die Zahl der Corona-Toten in New York kletterte auf 1.550 von 1.218 am Vortag. Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt bei rund 75.0000.

    18.22 Uhr: Deutschland nimmt weitere Corona-Patienten aus Frankreich auf

    Die französische Armee hat erneut schwer an Covid-19 erkrankte Patienten von Ostfrankreich nach Deutschland gebracht. Ein Hubschrauber des Militärs habe Patienten aus Metz in der Region Lothringen nach Essen geflogen, teilte Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly am Dienstag auf Twitter mit. Zudem sollten sechs Coronavirus-Patienten aus der süd-elsässischen Stadt Mülhausen in einem Militärflugzeug nach Hamburg transportiert werden. Parly bedankte sich auf Twitter bei den Soldaten und ihrer deutschen Amtskollegin Annegret Kramp-Karrenbauer.

    18.15 Uhr: Fast 400 Tote an einem Tag in Großbritannien durch Corona

    In Großbritannien sind binnen 24 Stunden weitere 381 Menschen an der Atemwegserkrankung gestorben. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf insgesamt 1.789, wie das britische Gesundheitsministerium am Dienstag im Onlinedienst Twitter mitteilte. Das ist bislang die mit Abstand höchste Opferzahl innerhalb eines Tages. Die Zahl der Infizierten stieg heute um mehr als 3.000 auf 25.150 Menschen an.

    18.11 Uhr: Adidas schickt 1.200 Mitarbeiter in Kurzarbeit

    Wegen der Coronakrise schickt der Herzogenauracher Sportartikelhersteller Adidas rund 1.200 Mitarbeiter in Deutschland in Kurzarbeit. Daneben soll die Arbeitszeit zudem durch den Abbau von Überstunden oder bezahlten Urlaub verringert werden.

    Um seine finanzielle Flexibilität in der Coronakrise zu behalten, stoppt Adidas nach eigenen Angaben auch das laufende Aktienrückkaufprogramm. Bis Ende des Jahres wollte der Sportartikelhersteller eigentlich bis zu einer Milliarde Euro einsetzen, um Adidas-Aktien zurückzukaufen.

    18.04 Uhr: Neuseeland blockiert Ausreise von 12.000 Deutschen

    Die Regierung Neuseelands blockiert weiter die Ausreise von Ausländern, die wegen der Corona-Krise nach Hause wollen - darunter rund 12.000 Deutsche. Die deutsche Botschaft in Wellington teilte am Dienstag auf Facebook mit, dass das neuseeländische Außenministerium die Vertretungen aller Länder informiert habe, dass der ursprünglich bis Mittwoch laufende Stopp der Rückführungsflüge verlängert worden sei. Für wie lange wurde nicht mitgeteilt.

    17.51 Uhr: Bundesagentur für Arbeit erwartet kurzfristig bis zu 200.000 Arbeitlose mehr

    Die Bundesagentur für Arbeit geht wegen der Corona-Krise von einem kurzfristigen Anstieg der Zahl der Arbeitslosen um 150 000 bis 200 000 aus. Das sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Detlef Scheele, am Dienstag in Berlin. Zuwächse seien auch bei der Grundsicherung zu erwarten, für deren Zugang ab Mittwoch Erleichterungen gelten sollen. Es sei derzeit zu erkennen, dass Arbeitslosigkeit vor allem in der Gastronomie und im Tourismus unausweichbar ist. Dort verfügten viele Betriebe nicht über ausreichende Rücklagen, um ihre Leute halten zu können, so Scheele.

    17.17 Uhr: VW verlängert Werksschließung bis 19. April

    Volkswagen verlängert die Schließung der Werke seiner Kernmarke in Deutschland wegen der Corona-Pandemie um weitere zehn Tage. Statt wie zuletzt geplant bis zum 9. April soll die Fertigung nun bis zum 19. April ausgesetzt bleiben, hieß es am Dienstag aus dem Unternehmen. VW hat zudem bereits für Zehntausende Beschäftigte Kurzarbeit beantragt.

    16.49 Uhr: Erstmals mehr als 1.000 Tote in den Niederlanden

    Auch in den Niederlanden fordert das Coronavirus immer mehr Todesopfer. Seit gestern hat sich die Zahl um 175 auf insgesamt 1.039 erhöht. Auch die Zahl der registrierten Infektionen in dem Land stieg weiter an auf nun mehr als 12.000 Menschen. Die Behörden gehen allerdings von einer weitaus höheren Dunkelziffer aus. In den Niederlanden werden nur ernsthaft Erkrankte auf das Virus getestet. Auf den Intensivstationen sei die Kapazität der verfügbaren Intensiv-Betten fast ausgeschöpft, erklärten die Gesundheitsbehörden.

    15.50 Uhr: Erster Corona-Fall in griechischem Flüchtlingslager

    Eine Frau aus einem Flüchtlingslager in Griechenland ist nach der Geburt ihres Kindes positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie das Migrationsministerium in Athen mitteilte, lebt die Frau in einem Flüchtlingslager auf der Insel Euböa nördlich von Athen. Getestet wurde sie nach der Geburt in einem Krankenhaus der Hauptstadt.

    Unklar ist derzeit, ob sie sich in der Frauenklinik oder in dem Flüchtlingslager angesteckt hat. Ein Virus-Test bei einem Mitbewohner der Frau fiel den Angaben zufolge negativ aus. Die Sorge ist groß, dass sich das Coronavirus auch in den völlig überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland ausbreiten könnte. Die Menschen, die mit der aus Afrika stammenden Frau in Kontakt gekommen sind, seien isoliert worden, heißt es von Seiten des Ministeriums.

    14.45 Uhr: Bundesliga-Stopp bis 30. April

    In der Fußball-Bundesliga wird es bis mindestens 30. April keine Spiele geben. Den Termin hatte des Präsidium der Deutschen Fußball-Liga vorgeschlagen und die Bosse der 36 Profiklubs haben jetzt zugestimmt. Seit dem 12. März ist der Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga unterbrochen. DFL-Geschäftsführer Seifert meinte, "wir wollen den Profifußball irgendwie durch diese Phase bringen und es wird dann einen Neustart geben". Mehr dazu hier.

    14.34 Uhr: Land Salzburg weitet Quarantänegemeinden aus

    In Österreich werden drei weitere Gemeinden aufgrund der Coronavirus-Krise unter Quarantäne gestellt. Betroffen sind die auch bei Touristen beliebten Orte Zell am See, Saalbach und Altenmarkt im Pongau. Das teilte Wilfried Haslauer, Landeschef des österreichischen Bundeslandes Salzburg, am Dienstag mit.

    Im Gasteinertal, Großarltal und in Flachau wäre heute die Quarantäne ausgelaufen. Aufgrund des hohen Anteils an Neuerkrankungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl sowie zur Anzahl der Tests wird die Isolation dort aber nun bis zum 13. April verlängert, in Flachau noch weiter verschärft.

    14.20 Uhr: Rückholaktion für Reisende aus Pakistan gestartet

    In Pakistan hat wegen der Corona-Pandemie eine Rückholaktion begonnen. Ein erster Flug mit mehr als 250 Passagieren startete am Dienstag vom Flughafen der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zurück nach Deutschland, hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Die pakistanischen Behörden hätten sich trotz der landesweiten Ausgangssperre "sehr kooperativ" gezeigt.

    14.18 Uhr: Fast die Hälfte der Intensivbetten frei für Corona-Patienten

    Rund 45 Prozent der bestehenden Intensivbetten in Deutschland sind nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) derzeit frei für die Behandlung von Coronavirus-Patienten. Diese freien Kapazitäten seien etwa durch die Verschiebung von planbaren Operationen geschaffen worden, sagte Spahn am Dienstag in Düsseldorf.

    14.08 Uhr: Mittlerweile 15.505 Coronavirus-Fälle und 191 Tote in Bayern

    In Bayern sind inzwischen 15.505 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Dienstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Demnach sind bislang 191 Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert waren, gestorben.

    14.03 Uhr: Landtag sagt Sommerempfang auf Schloss Schleißheim ab

    Wegen der Corona-Krise wird es in diesem Jahr nicht den traditionellen Sommerempfang des Landtags auf Schloss Schleißheim geben. "In einer Videokonferenz habe ich heute das Präsidium über diesen Schritt informiert, der mir nicht leichtgefallen ist", sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU). Selbst wenn es zum geplanten Termin am 7. Juli wieder eine völlig andere Situation geben solle, passe ein solcher Empfang nicht in die Zeit. "Wir werden dann noch die Auswirkungen der Krise spüren", betonte Aigner. Der Vorschlag Aigners sei im Präsidium auf einhellige Zustimmung gestoßen.

    14.02 Uhr: Spanien meldet fast 850 Tote binnen 24 Stunden

    Spanien meldete am Dienstag mit 849 Todesopfern binnen 24 Stunden einen neuen Höchstwert. Die Gesamtzahl der Todesfälle in Spanien stieg damit nach Regierungsangaben auf 8.189.

    13.41 Uhr: 110 Jahre alte Spanierin erlebt bereits die zweite Pandemie

    Die Spanierin Lulú Vázquez ist einer der wenigen Menschen auf dem Planeten, die mit der Corona-Krise bereits zum zweiten Mal in ihrem Leben eine verheerende Pandemie miterleben. Die 1910 geborene Seniorin aus Galicien, die am Wochenende ihren 110. Geburtstag feierte, nimmt es dennoch gelassen: "Ich war schon länger nicht mehr draußen, und es gefällt mir nicht, dass niemand zu mir nach Hause kommen kann», sagte Vázquez dem spanischen Fernsehen. "Aber gut, so ist das Leben, man muss auf sich aufpassen."

    13.24 Uhr: Frei plant Steueranreize für Anti-Corona-App

    Der Einsatz der geplanten Corona-Tracking-App sollte den Bürgern dem Unionsfraktionsvize Thorsten Frei zufolge auch mit steuerlichen Anreizen schmackhaft gemacht werden. "Eine Steuergutschrift könnte die Bereitschaft zum Einsatz erhöhen", sagte der stellvertretende CDU/CSU-Fraktionschef der Nachrichtenagentur Reuters. Er rechnet mit einer hohen Akzeptanz der Nutzung einer solchen App, die Bürger vor der Gefahr einer Corona-Infektion warnen soll. Es sei fraglich, ob ein verpflichtender Einsatz einer solchen App wirklich durchgesetzt werden könnte, fügt der CDU-Politiker hinzu.

    13.20 Uhr: Spahn rechnet mit mehr schweren Fällen

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet mit einer Zunahme schwerer Corona-Fälle in Deutschland. "Wir haben steigende Infektionszahlen jeden Tag. Wir haben eine Dynamik über die letzten Wochen. Wir haben leider auch eine zunehmende Zahl von Todesfällen zu beklagen", betont er nach einem Besuch der Uni-Klinik Düsseldorf. Die Kliniken würden sich darauf vorbereiten. So seien 45 Prozent der Intensivbetten in Deutschland frei gemacht worden. "Eins ist auch klar: Es wird in den nächsten Tagen auch eine steigende Zahl von Intensivpatienten und Beatmungspatienten geben."

    13.12 Uhr: Seehofer und Klöckner beraten über Saisonarbeiter

    Bundesinnenminister Horst Seehofer und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner wollen am Nachmittag über das Einreiseverbot für Saisonarbeiter verhandeln. Das kündigt Seehofer in "Bild" an. Zuvor hatte es in der Regierung Unmut über das vom Innenministerium erlassene Einreiseverbot gegeben. In der Landwirtschaft werden jährlich mehrere Hunderttausend Saisonarbeiter aus Osteuropa eingesetzt. Klöckner und der Bauernverband warnen vor einem erheblichen Arbeitskräftemangel bei der Ernte. Auch die EU-Kommission hatte die Einreisesperre kritisiert.

    13.07 Uhr: 20.000 BMW Mitarbeiter in Kurzarbeit

    BMW hat für März knapp 20.000 Mitarbeiter für Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit angemeldet. Die meisten von ihnen seien in den Werken Dingolfing, München, Regensburg und Leipzig beschäftigt, teilte eine Sprecherin auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Der Autobauer hatte die Produktion in seinen europäischen Fabriken wegen der Corona-Krise bereits vor zwei Wochen gestoppt. Die Bänder sollen zunächst bis zum 19. April stehen - danach soll die Fertigung nach derzeitiger Planung wieder anlaufen, wie eine BMW-Sprecherin sagte.

    Wegen der Corona-Krise ist die Nachfrage nach Autos deutlich zurückgegangen, viele Händler in Europa haben geschlossen. Auch viele Zulieferer lassen die Arbeit ruhen.

    13.02 Uhr: Schutzausrüstung aus dem 3D-Drucker

    In Vorbereitung auf zu erwartende COVID-19-Patienten wappnet sich das Universitätsklinikum Augsburg mit der Beschaffung von persönlicher Schutzausrüstung für das medizinische Personal. In Kooperation mit dem Institut für Materials Resource Management (MRM) der Universität könne man so täglich bis zu 50 spezielle Vollgesichtsschutzmasken mit einem 3D-Drucker herstellen, teilte die Klinik laut Nachrichtenagentur epd mit.

    12.39 Uhr: Tafeln sehen Versorgung Bedürftiger in Gefahr

    Wegen der Corona-Krise haben die Tafeln in Deutschland einen Hilferuf an die Bundesregierung gerichtet, weil sie die Versorgung bedürftiger Menschen mit Lebensmitteln in Gefahr sehen. Von den 949 Tafeln bundesweit seien derzeit mehr als 400 geschlossen, während die Nachfrage nach den Angeboten deutlich steige, schrieb die Organisation in einem am Dienstag veröffentlichten Brief an Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD).

    "Unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind in großer Sorge um die 1,65 Millionen Menschen, die sonst Unterstützung von den Tafeln bekommen", erklärte Tafel-Chef Jochen Brühl. Wegen Jobverlusten und Kurzarbeit steige die Hilfsbedürftigkeit derzeit an.

    12.17 Uhr: Verbraucherschützer warnen vor Corona-Betrügern

    Verbraucherschützer und Kreditinstitute warnen vor Online-Betrügern, die sich an der Angst der Menschen vor dem Coronavirus bereichern wollen. So seien auf Online-Plattformen etwa eine Packung Toilettenpapier für 20 Euro oder ein Liter Handdesinfektionsmittel für 199 Euro angeboten worden. Inzwischen gingen täglich Hinweise auf derartige Geschäftspraktiken ein, sagte der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentrale, Klaus Müller, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Vor fiktiven Online-Shops und unseriösen Gesundheitsversprechen sollten sich die Verbaucher in acht nehmen.

    11.39 Uhr: Innenminister ruft zu sozialer Kontrolle auf

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat im Interview mit RTL Bürger dazu aufgefordert, Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen direkt anzusprechen oder sie notfalls auch der Polizei zu melden. "Steht man beispielsweise in der Schlange im Supermarkt und stellt fest, dass jemand die Sicherheitsabstände nicht einhält, kann man darauf hinweisen, die Regeln einzuhalten", sagt der CSU-Politiker. Bei schwereren Verstößen sei es richtig, die Polizei zu informieren. Diese müsse "darauf hingewiesen werden, wenn es jemand nicht einsehen mag".

    11.05 Uhr: Stellvertreter des Papstes an Corona erkrankt

    Der Stellvertreter des Papstes für das Bistum Rom ist an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt. Der Kardinalvikar des Bistums, Angelo De Donatis, sei der erste Kardinal, der sich mit dem Coronavirus angesteckt habe, berichtete die vatikanische Medienplattform Vaticannews. Der 66-Jährig habe Fieber und sei im Krankenhaus, es gehe ihm aber gut, teilte das Bistum Rom am Montagabend mit. Er liegt in der römischen Klinik, in der auch Päpste behandelt werden.

    Der Papst ist Bischof von Rom. Franziskus habe mit De Donatis aber in letzter Zeit keinen Kontakt gehabt, so Vaticannews.

    10.49 Uhr: Jahrelanger Immobilienboom laut Studie zu Ende

    Der jahrelange Immobilienboom in Deutschland findet einer Studie zufolge wegen der Corona-Krise ein vorläufiges Ende. "Angesichts der Schärfe der zu erwartenden Rezession gehen wir davon aus, dass der Aufschwung am deutschen Immobilienmarkt beendet ist", heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Untersuchung der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Wie es nach der Krise weitergehe, sei sehr unsicher und hänge vom zeitlichen Verlauf der Pandemie sowie den Maßnahmen zu ihrer Eindämmung ab. Wohnimmobilien in Ballungsräumen seien jedoch weniger betroffen, weil dort die Nachfrage sehr hoch bliebe.

    10.10 Uhr: RKI-Präsident: Pandemie wird noch Monate dauern

    Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) Lothar Wieler, hat die Hoffnung auf ein schnelles Ende der Corona-Pandemie gedämpft. Sie gehe weiter und werde noch einige Wochen und Monate anhalten, sagte Wieler am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Berlin.

    Gleichzeitig rief er erneut dazu auf, die Krankheit ernst zu nehmen. Aus einer Studie gehe hervor, dass nur 41 Prozent der Deutschen die Krankheit Covid-19 für gefährlich hielten. Viele glaubten immer noch, dass es sich um einen Medienhype handele, auch wenn die Tendenz sinke.

    Grundsätzlich sei er optimistisch, so Wieler, dass die ergriffenen Maßnahmen wirken. Er gehe davon aus, dass "handfeste Zahlen" bis Ostern vorliegen, die Aussagen über einen Trend ermöglichen. Die Sterberate in Deutschland sei mit derzeit 0,8 Prozent sehr gering. Er gehe aber davon aus, dass die Quote steigen werde.

    09.54 Uhr: Zahl der Infizierten um 4.615 Fälle gestiegen

    Laut den neuesten Zahlen des Robert-Koch-Instituts ist die Zahl der Corona-Fälle seit gestern um 4.615 Infizierte gestiegen und liegt nun deutschlandweit bei 61.913. Mittlerweile sind 583 in Deutschland am Coronavirus gestorben. In Bayern liegt die Zahl der Todesfälle bei 162. Im Freistaat sind seit gestern 821 gemeldete Infektionsfälle hinzugekommen, insgesamt liegt die Zahl der Infizierten nun bei 14.810.

    09.39 Uhr ifo-Institut: Bayerische Wirtschaft schrumpft stärker als der Rest Deutschlands

    In einer am Dienstag veröffentlichten Berechnung geht das Münchner ifo-Institut davon aus, dass die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum im Freistaat höher als im deutschen Durchschnitt sind. Sollten die Schließungen von Firmen drei Monate lang anhalten, erwarten die Wirtschaftsforscher Kosten zwischen 68 und 138 Milliarden Euro. Bei zwei Monaten wären es 49 bis 94 Milliarden.

    Ifo-Präsident Clemens Fuest wirbt für starke Maßnahmen in der Corona-Krise: "Die hohen Kosten des Shutdown zeigen: Es lohnt sich, auch extrem teure zusätzliche Investitionen in Gesundheitsschutz zu tätigen, die es ermöglichen, eine schrittweise Aufhebung des Shutdown mit einer Eindämmung der Epidemie zu verbinden."

    07.53 Uhr: Erste deutsche Stadt plant Maskenpflicht

    Als erste deutsche Stadt plant das thüringische Jena wegen der Coranavirus-Pandemie eine Maskenpflicht einzuführen. "In einer Woche soll das Tragen eines Mund-und-Nasen-Schutzes in Jenaer Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und Gebäuden mit Publikumsverkehr verpflichtend werden", teilte die Stadt mit. Die Maßnahme sei vom Fachdienst Gesundheit angemahnt worden. Ziel sei es, die Sicherheit des Personals im öffentlichen Leben zu erhöhen. Neben Masken seien auch Tücher oder Schals als Schutz möglich, wenn sie Nase und Mund bedeckten. Den städischen Mitarbeitern werden die Masken von der Stadt zur Verfügung gestellt.

    An die übrige Bevölkerung erging die Bitte: "Nähen Sie sich selbst und anderen Menschen den wichtigen Mund-Nasen-Schutz, um die Verbreitung des Virus einzudämmen."

    07.41 Uhr: Söder schließt Maskenpflicht aus

    Im ARD-Morgenmagazin hat Ministerpräsident Markus Söder eine Maskenpflicht ausgeschlossen. "Das Wichtigste im Moment ist, dass wir den Mindestabstand einhalten", sagte Söder. Jedoch würden mehr hochwertige Masken für das medizinische Personal benötigt. Bevor über eine Pflicht nachgedacht werden könne, müsse deswegen zuerst die Beschaffung gesichert sein, etwa mittels einer nationale Notfallproduktion. Söder plädiert stattdessen die "Containment"-Strategie, die Eindämmung des Virus, zu verfolgen. Infektionswege sollen nachgespürt werden, auch mithilfe von freiwilligen Corona-Apps, die Bewegungsprofile der Handynutzer erstellen.

    07.21 Uhr: Wohnungslosenhilfe warnt vor Corona-Ausbreitung unter Obdachlosen

    Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) warnt vor vermehrten Corona-Infektionsfällen unter Obdachlosen und Helfern in den Hilfsorganisationen. BAG W-Sprecherin Werena Rosenke sagte gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, dass viele Kommunen derzeit nicht an solche Notfälle dächten. "Dafür braucht man einfach zusätzliche Räumlichkeiten, um die Enge in Tagesaufenthalten zu entzerren."

    Zudem gehörten viele der Obdachlosen aber auch der Obdachlosenhelfer zu den Risikogruppen. Rosenke fordert daher eine bessere Ausstattung der Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe mit Gesichtsmasken, mit Desinfektionsmitteln, mit Handseifen und mit Schutzkleidung.

    06.41 Uhr Datenschutzbeauftragter: Nur freiwillig installierte Corona-Apps möglich

    Der Datenschutzbeauftragte der Bundesregierung, Ulrich Kelber, sieht in freiwillig installierten Corona-Apps die einzige Chance für eine genauere Verfolgung von Infektionsfällen in Deutschland. "Wie wollen Sie in einem demokratischen Land die Nutzung einer App erzwingen? Der Staat müsste das doch auch überprüfen. Das geht doch gar nicht mit verhältnismäßigen Maßnahmen", sagt Kelber dem Magazin "WirtschafsWoche". Deshalb gebe es keine Alternative zu einer freiwilligen Nutzung.06.11 Uhr WHO: Epidemie in Asien "noch längst nicht vorbei"

    Die Coronavirus-Epidemie in der Region Asien/Pazifik sei "noch längst nicht vorbei", warnt WHO-Vertreter Takeshi Kasai. Die aktuellen Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus brächten den Ländern lediglich Zeit, um sich auf hohe Übertragungsraten vorzubereiten.

    04.55 Uhr: Japan erlässt Reisewarnung für 73 Länder

    Japans Außenminister Toshimitsu Motegi ruft dazu auf, Reisen in 73 Länder zu unterlassen. Dies entspricht einem Drittel aller Länder der Welt. Das Ministerium veröffentlicht sogenannte "Level 3"-Reisewarnungen unter anderem gegen die Vereinigten Staaten, Kanada, China, Südkorea, Großbritannien. Die Regierung werde wahrscheinlich die Einreise von nicht-japanischen Staatsangehörigen aus den neu hinzugekommenen Ländern verbieten, wie es bei den bisherigen Ländern auf der Liste der Reiserestriktionen bereits der Falle sei, sagte Motegi.

    03.39 Uhr Branchenexperten rechnen mit deutlichem Einbruch der Autonachfrage

    Branchenkenner rechnen wegen der Coronavirus-Pandemie mit einem scharfen Einbruch der Autonachfrage in diesem Jahr. Für den Fall, dass der Ausbruch des Erregers in zwei bis drei Monaten erfolgreich eingedämmt werden könne und sich die Wirtschaft danach nur schrittweise erhole, gehen die Experten des Beratungsunternehmens McKinsey von jeweils mehr als fünf Millionen weniger produzierten Autos in Europa und den USA aus. Das wäre in der EU ein Minus von 30 Prozent zu den ursprünglichen Schätzungen, heißt es in einer Untersuchung des Unternehmens. In den USA belaufe sich der Rückgang auf 30 bis 35 Prozent.

    Die Experten der Beratungsfirma Oliver Wyman erwarten, dass der Autoabsatz weltweit in diesem Jahr zwischen 17 und 29 Prozent niedriger liegen dürfte als in den ursprünglichen Schätzungen von 76 Millionen Fahrzeugen. China als größter Automarkt der Welt dürfte mit einem Minus von rund 15 Prozent noch halbwegs glimpflich davonkommen, während in den USA und Europa die Verkäufe zwischen 18 und 36 Prozent niedriger liegen könnten. Ähnlich sieht es im Rest der Welt aus. Man befinde sich noch ein einem frühen Stadium der Krise und Prognosen seien mit hoher Unsicherheit versehen, hieß es von den Experten.

    03.07 Uhr: Welt-Aids-Konferenz

    Die Welt-Aids-Konferenz wird aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des neuartigen Coronavirus in diesem Jahr erstmals virtuell abgehalten. Die Entscheidung sei aus Sorge um Sicherheit und Gesundheit der Teilnehmer getroffen worden, teilten die Veranstalter mit. Nach wie vor soll die Konferenz vom 6. bis 10. Juli stattfinden. Ursprünglich war das Treffen in San Francisco und Oakland geplant gewesen. Die 1985 erstmals durchgeführte Konferenz gilt als das weltweit größte wissenschaftliche Treffen zum Thema Aids. 2018 hatten bei der bislang letzten Welt-Aids-Konferenz in Amsterdam rund 15 000 Experten aus mehr als 160 Ländern Wege und Strategien im Kampf gegen die Epidemie diskutiert.

    02.45 Uhr: Pastor in Florida will Kirche nicht schließen

    Ein evangelikaler Pastor in Florida, der trotz der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus Großveranstaltungen in seiner Kirche abgehalten hat, ist nach einem Bericht des Senders CNN festgenommen worden. Der US-Sender schrieb am Montag auf seiner Homepage: "Pastor Rodney Howard-Browne sagte, er werde die Türen seiner Megakirche in Tampa, Florida, nicht schließen, bevor nicht die Endzeit beginnt. Die Polizei war nicht bereit, so lange zu warten."

    Der zuständige Sheriff im Bezirk Hillsborough, Chad Chronister, sagte demnach, Howard-Browne würden Verstöße gegen Versammlungsregeln und der Regeln für gesundheitliche Notfälle vorgeworfen. Chronister sagte nach dem Bericht, die Behörden hätten Howard-Browne mehrfach aufgefordert, seine Kirche zu schließen.

    02.19 Uhr: Corona-Krise: Kanada hilft Ureinwohnern beim Umzug in die Wildnis

    In der Corona-Krise hilft Kanadas Regierung den Ureinwohnern des Landes dabei, sich in der arktischen Wildnis zu verteilen. Dafür sollen rund 2,6 Millionen (rund 1,6 Millionen Euro) kanadische Dollar zu Verfügung gestellt werden, teilte die Regierung in Ottawa mit.

    Viele Ureinwohner in dem Gebiet Nordwest-Territorien im Norden Kanadas lebten eng zusammen in großen Familienverbünden, weil es zu wenig Häuser und Wohnungen gebe, sagte Kami Kandola, Gesundheitsbeauftragter der Region. Viele von ihnen wollen nun in Jagd- oder Fischerhütten in der Wildnis des Gebiets ziehen, wo sie besser voneinander Abstand halten können, um sich und andere so vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus zu schützen.

    "Unsere Ältesten und Weisesten haben uns immer gesagt: "Es wird ein Tag kommen, an dem wir auf das Land gehen müssen." Und jetzt ist dieser Tag», sagte Norman Yakeleya, Chef der Dene-Ureinwohner.

    01.40 Uhr: Einreisestopp für Europäer nach USA soll verlängert werden

    Der zunächst auf einen Monat begrenzte Einreisestopp der US-Regierung für Besucher aus Europa soll verlängert werden. Diese und ähnliche Beschränkungen würden in Kraft bleiben und möglicherweise sogar verschärft werden, sagte US-Präsident Donald Trump am Montag im Garten des Weißen Hauses. Dies werde dabei helfen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen, sagte Trump. "Es ist sehr wichtig, Grenzen zu haben."

    Etwa seit Mitte März können Menschen aus dem Schengenraum, Großbritannien und Irland nicht mehr in die USA reisen. Ausgenommen davon sind nur US-Amerikaner, bestimmte Diplomaten und Europäer, die eine langfristige Arbeitsgenehmigung in den USA haben, eine sogenannte "Green Card". Auch deren Angehörige sind ausgenommen. Die Regelung sollte zunächst für 30 Tage gelten.

    01.32 Uhr: Verbraucherzentralen warnen vor Betrügern in Corona-Zeit

    Der Vorstand des Verbraucherzentralen-Bundesverbands, Klaus Müller, sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Wir erhalten inzwischen täglich Hinweise von Verbrauchern im Zusammenhang mit der Coronakrise." So gäbe es Anbieter, die mit falschen Gesundheitsversprechen Kasse machen wollten. Andere hätten auf Online-Plattformen zum Beispiel eine Packung Toilettenpapier für 20 Euro oder 1 Liter Händedesinfektionsmittel für 199 Euro angeboten.

    Daneben erhielten die Verbraucherzentralen auch Hinweise auf vermutliche Fake-Shops, die Artikel wie Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel anbieten. Die Artikel seien angeblich vorrätig. Die Zahlung ist jedoch nur per Vorkasse möglich. Eine Lieferung erfolge nicht. Die Betreiber der Shops seien nicht erreichbar und die Käufer erhielten das bezahlte Geld nicht zurück.

    Montag, 30.03.2020

    23.26 Uhr: Mehr als eine Millionen Tests in den USA

    Die USA haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump bereits mehr als eine Million Menschen auf das Coronavirus getestet. "Heute haben wir einen wichtigen Meilenstein im Krieg gegen das Coronavirus erreicht", sagte Trump am Montagabend bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Gesundheitsminister Alex Azar sagte, täglich würden inzwischen fast 100.000 Tests ausgeführt.

    21.07 Uhr Seehofer: Weiter an Kontaktbeschränkungen halten

    Die Innenminister von Bund und Ländern haben sich für eine Beibehaltung der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Ausbreitung ausgesprochen. Die Maßnahmen "müssen in aller Konsequenz aufrechterhalten und durchgesetzt werden", erklärten die Ressortchefs nach Angaben des Bundesinnenministeriums nach einer Telefonkonferenz. "Wir sind erst am Anfang der Pandemie und dürfen nicht frühzeitig die notwendigen Maßnahmen zur Unterbrechung der Infektionsketten aufheben", sagte Bundesminister Horst Seehofer (CSU). Er appelliere deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, sich weiter an die Kontaktbeschränkungen zu halten. Seehofer: "Das ist zwingend erforderlich, um Leben zu retten."

    21.03 Uhr: 153.000 bestätigte Infektionen in den USA

    In den USA gibt es inzwischen mehr als 150.000 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Damit gibt es dort mehr bekannte Infektionen als in jedem anderen Land der Welt. Bis Montagnachmittag (Ortszeit) gab es 153 000 Infektionen mit Sars-CoV-2, wie aus einer Übersicht der Universität Johns Hopkins hervorging. Mehr als 2.800 Menschen starben in den USA bisher an der Lungenerkrankung. Die Verbreitung der Coronavirus-Epidemie in den USA hat sich zuletzt dramatisch beschleunigt, besonders dramatisch ist die Lage in New York.

    New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo rief Ärzte und Krankenpfleger in anderen Regionen der USA auf, seinem Bundesstaat im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie zur Hilfe zu eilen. "Bitte helfen Sie uns jetzt in New York", sagt er bei einer Pressekonferenz in Manhattan. "Wir brauchen Entlastung."

    20.55 Uhr: Italien verlängert Ausgangssperre bis zum 12. April

    Die wegen der Corona-Pandemie in Italien verhängte Ausgangssperre wird bis Ostern verlängert. Die vor drei Wochen angeordnete landesweite Ausgangssperre gelte noch mindestens bis zum 12. April, teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza in Rom mit. Mit 11.591 Opfern führt Italien die weltweite Rangfolge der Corona-Toten an.

    20.07 Uhr: Mehr als 3.000 Tote in Frankreich

    In Frankreich ist die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten auf mehr als 3.000 angestiegen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 418 weitere Todesfälle verzeichnet, wie die Behörden mitteilten. Mehr als 5.000 Menschen befänden sich auf Intensivstationen. Insgesamt seien aktuell fast 21.000 Covid-19-Patientinnen und -Patienten im Krankenhaus. Insgesamt zählt Frankreich 44.550 bestätigte Infektionen.

    19.59 Uhr: Handlungsanweisungen für Pflegeheime

    Angesichts der steigenden Zahl von Corona-Fällen in Pflegeheimen gibt es nun Handlungsanweisungen des Gesundheits- und Pflegeministeriums. "Pflegebedürftige Menschen sind einer besonders hohen Gefahr ausgesetzt, an COVID-19 mit schwerem Verlauf zu erkranken", so Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). So soll zum Beispiel jede Pflegeeinrichtung einen Pandemiebeauftragten benennen, der bei einem Infektionsgeschehen alle Maßnahmen koordiniert und Ansprechpartner für die Behörden ist.

    19.52 Uhr: Corona-Test bei Netanjahu negativ

    Ein Test auf eine Infektion mit dem Coronavirus ist bei dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu negativ ausgefallen. Das teilte er auf Twitter mit. Das Virus war zuvor bei einem seiner Berater nachgewiesen worden.

    19.19 Uhr: Auch dritter Corona-Test bei Kanzlerin Merkel negativ

    Auch das Ergebnis des dritten Coronavirus-Tests von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist negativ. Die Bundeskanzlerin werde aber "auch in den nächsten Tagen die Dienstgeschäfte aus ihrer häuslichen Quarantäne wahrnehmen", teilte ein Regierungssprecher mit. Merkel hatte sich am 22. März freiwillig in häusliche Quarantäne begeben. Grund für die Vorsichtsmaßnahme war, dass sie zwei Tage zuvor Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt hatte.

    19.00 Uhr: Lazarettschiff "USNS Comfort" im Hafen von New York

    Zur Entlastung der Krankenhäuser in der Coronavirus-Krise liegt nun ein Lazarettschiff des US-Militärs im Hafen von New York. Die "USNS Comfort", die an der Westseite Manhattans anlegte, habe 1.000 Betten und zwölf Operationssäle und könne innerhalb der kommenden 24 Stunden die ersten Patienten aufnehmen, teilten die Behörden mit. Auf dem Schiff sollen Patienten versorgt werden, die nicht mit dem Virus infiziert sind - um so in den Krankenhäusern der Stadt Betten für Coronavirus-Patienten frei zu machen. Zuletzt hatte die "USNS Comfort" nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 im Hafen von New York angelegt.

    18.57 Uhr: EU gibt Milliarden in Corona-Krise frei

    Mehrere Milliarden Euro aus der EU-Kasse sollen von morgen an die Auswirkungen der Covid-19-Krise abfedern. Der Rat der 27 Mitgliedstaaten traf nach eigenen Angaben zwei Entscheidungen, die insgesamt 37 Milliarden Euro für diese Zwecke freimachen.

    18.29 Uhr: Esprit-Tochtergesellschaften beantragen Schutzschirm

    Der Modekonzern Esprit hat für mehrere unter der Corona-Krise leidende deutsche Tochtergesellschaften ein Schutzschirmverfahren beantragt, um sich vor Forderungen der Gläubiger zu schützen. Damit wolle man aktiv eine drohende Zahlungsunfähigkeit vermeiden, wie das Unternehmen mitteilte. Dabei habe ein gerichtlich bestellter Sachverwalter die Aufsicht, während die Unternehmensführung weiter die Kontrolle behalten soll. Um die Gehälter der Mitarbeiter sicherzustellen, sollen teilweise auch staatliche Hilfsgelder zum Einsatz kommen.

    18.28 Uhr: Medizinstudenten sollen in Corona-Krise helfen

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine Verordnung unterzeichnet, die den Einsatz von Medizinstudenten als Helfer während der Corona-Pandemie erleichtern soll. Vorgesehen ist eine Verschiebung des eigentlich jetzt im April anstehenden zweiten Staatsexamens auf den April 2021. Studenten, die diesen zweiten der insgesamt drei großen Prüfungsteile des Medizinstudiums normalerweise jetzt absolvieren würden, sollen stattdessen das Praktische Jahr (PJ) vorziehen. Das zweite Staatsexamen würde dann im Anschluss an das PJ stattfinden, vor dem dritten Staatsexamen.

    18.16 Uhr: Rückgang der Neuerkrankungen in Italien

    In Italien deuten die offiziellen Zahlen auf einen deutlichen Rückgang der Corona-Neuerkrankungen hin. Das Katastrophenschutz-Ministerium meldet 101.739 Fälle, ein Anstieg von 4.050 - der niedrigste Wert seit dem 17. März. Am Sonntag waren 5.217 neue Fälle gemeldet worden. Allerdings stieg die Zahl der Toten heute um 812 auf 11.591. Dies ist weltweit die höchste Zahl. Ein Experte der Weltgesundheitsorganisation sagte, die Lage könnte sich bald stabilisieren.

    17.59 Uhr: Aufhebung des Lkw-Sonntagsfahrverbots verlängert

    Bayern hat die Aufhebung des Sonn- und Feiertagsverbots für Lastwagen verlängert. Die Regelung infolge der Corona-Krise gilt bis zum 19. April, wie das Innenministerium mitteilte. Schon Anfang März hatte das Ministerium das Sonntagsfahrverbot für Transporte von haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln für den Einzelhandel in Bayern gelockert. Diese Lockerung soll auf jeden Fall bis 30. Mai 2020 bestehen bleiben, hieß es.

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    Paletten mit Lebensmitteln stehen auf der Ladefläche von einem LKW

    17.34 Uhr: Trump spricht mit Putin über Corona-Krise

    US-Präsident Donald Trump und sein russischer Kollege Wladimir Putin haben dem russischen Präsidialamt zufolge per Telefon über die Coronavirus-Epidemie und den Öl-Preis gesprochen. Es seien russisch-amerikanische Gespräche über den Öl-Markt auf Ministerebene vereinbart worden, hieß es.

    17.40 Uhr: WHO gegen allgemeines Mundschutztragen

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus keinen Nutzen im allgemeinen Mundschutztragen. Es gebe keinerlei Anzeichen dafür, dass damit etwas gewonnen wäre, sagte der WHO-Nothilfedirektor Michael Ryan in Genf. Vielmehr gebe es zusätzliche Risiken, wenn Menschen die Masken falsch abnehmen und sich dabei womöglich infizieren. "Unser Rat: wir raten davon ab, Mundschutz zu tragen, wenn man nicht selbst krank ist", sagte Ryan. Österreich hatte heute angekündigt, Mundschutz beim Einkaufen zur Pflicht zu machen.

    17.23 Uhr: Immune Menschen sollen wieder arbeiten dürfen

    Die Bundesärztekammer spricht sich dafür aus, für solche Personen die Kontaktsperre zu lockern, die eine Corona-Ansteckung schon überwunden haben. Dafür wäre es gut, möglichst viele Bundesbürger auf Antikörper zu testen. "Alle, die immun sind, weil sie die Infektion schon hinter sich haben, könnten dann wieder zur Arbeit gehen und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen", sagte Ärztekammerpräsident Klaus Reinhardt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Diese Menschen wären die ersten, die ins Normalleben entlassen werden könnten.

    17.16 Uhr Drosten: Corona in Pflegeheimen ist "neue Entwicklung"

    Coronavirus-Fälle in Pflegeheimen markieren aus Sicht des Virologen Christian Drosten eine neue Phase in der Epidemie. "Wir sehen jetzt in diesen Tagen die Eintragungen zum Beispiel in Seniorenpflegeheime und haben hier dann den Beginn einer neuen Entwicklung", sagte Drosten im NDR-Podcast. Bisher habe Deutschland auch ein bisschen Glück gehabt: Infiziert hätten sich zunächst vor allem jüngere, sportliche Leute wie Skifahrer, die das Virus aus dem Urlaub eingeschleppt und es in ihren ungefähr gleichaltrigen Netzwerken verbreitet hätten. Diese Menschen erlebten zum größten Teil milde Krankheitsverläufe.

    Wegen mehrerer Effekte gleichzeitig werde man jetzt zwangsläufig ein Ansteigen der berichteten Fallsterblichkeit sehen, sagte Drosten. Man sehe das jetzt schon an der Statistik: Sie liege nicht mehr bei 0,2 bis 0,4, sondern im Bereich 0,8 Prozent. Das liege daran, dass andere Altersgruppen als bisher von Sars-CoV-2 betroffen seien.

    17.12 Uhr: Immer mehr Corona-Fälle bei der Bundeswehr

    Die Bundeswehr verzeichnet 187 Infektionen mit dem Coronavirus. Darüber hinaus gehe der Sanitätsdienst von 767 begründeten Verdachtsfällen aus, berichtete die Funke-Mediengruppe.

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    Soldaten helfen in der Corona-Krise

    17.05 Uhr Unesco: Staaten sollen Erkenntnisse über Virus öffentlich machen

    Die Unesco hat sich für eine freigiebigere Veröffentlichung von Wissen ausgesprochen. "Die Covid-19-Pandemie hat uns die Bedeutung von Wissenschaft für Forschung und internationale Zusammenarbeit bewusst gemacht", sagte die Generaldirektorin der UN-Wissenschaftsorganisation, Audrey Azoulay. Die Krise zeige auch, wie dringend es sei, Wissen besser zu teilen.» Die Unesco hielt ein virtuelles Treffen mit den Wissenschaftsministerinnen und -ministern von 73 Ländern ab, um über die internationale Zusammenarbeit zu Covid-19 zu sprechen.

    16.56 Uhr: Rechnungshof genehmigt Aussetzen der Schuldenbremse

    Die Hüter der bayerischen Staatsfinanzen haben Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in der Corona-Krise ihr Einverständnis für den geplanten massiven Anstieg der öffentlichen Verschuldung erteilt. Der Oberste Rechnungshof (ORH) in München sieht die Finanzierung der geplanten Krisenbewältigung als "klaren Fall für die Aussetzung der Schuldenbremse", wie ORH-Präsident Christoph Hillenbrand und seine Kollegen in einer Mitteilung zum neuen Jahresbericht der Behörde schreiben, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

    Eigentlich ist die Staatsregierung laut Gesetz verpflichtet, den Haushalt ohne neue Schulden zu finanzieren. Wegen der Corona-Krise hat der Landtag bereits eine Erhöhung der Neuverschuldung um zehn Milliarden Euro abgesegnet, eine zweite Tranche von weiteren zehn Milliarden ist geplant, aber noch nicht verabschiedet.

    16.53 Uhr: Gebiete in 18 türkischen Provinzen unter Quarantäne

    Die Türkei hat wegen der Coronavirus-Krise mehrere Wohngebiete in 18 Provinzen unter Quarantäne gestellt. Von Montagnachmittag an seien 39 Gebiete, darunter eine Kleinstadt und 28 Dörfer, abgeschottet, teilte das Innenministerium mit, ohne die Namen der betroffenen Provinzen zu nennen. In der Türkei wurden bislang zwar Einschränkungen des öffentlichen Lebens vorgenommen, aber nur eine Ausgangssperre für Menschen ab 65 Jahren und chronisch Kranke verhängt. Der Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoglu von der größten Oppositionspartei CHP hatte vor kurzem eine Ausgangssperre für die Millionenmetropole gefordert.

    Die Zahl der Infektionen ist laut Gesundheitsministerium um 1.610 auf 10.827 gestiegen. 168 Menschen seien bisher an Covid-10 gestorben.

    16.37 Uhr: Sachsen-Anhalt verschiebt Abiturprüfungen

    Sachsen-Anhalt verschiebt die Abitur-Prüfungen wegen der Corona-Krise um mindestens eine Woche. Die ersten schriftlichen Prüfungen sollen am 4. Mai starten, wie das Bildungsministerium mitteilte. Das ist eine Woche später als geplant. Den rund 5.700 betroffenen Jugendlichen wird zudem freigestellt, ob sie sich statt im Mai erst im Juni prüfen lassen. Dann wird es für alle Abiturfächer einen zweiten Durchgang geben, hieß es. Zudem wird auch der letzte Schultag um eine Woche auf den 30. April verschoben. Zuvor hatte Sachsen-Anhalt bereits entschieden, die Prüfungen zum Realschulabschluss zu verschieben.

    16.34 Uhr: Niedersachsen verhängt Aufnahmestopp für Pflegeheime

    Das Land Niedersachsen hat einen Aufnahmestopp für alle Pflegeheime verhängt. Patienten aus Krankenhäusern dürfen ebenso wenig in die Heime gebracht werden wie aus dem häuslichen Bereich, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) in Hannover. Ausnahmen seinen nur dann möglich, wenn das Heim eine strikte 14-tägige Quarantäne garantieren könne. Denkbar seien auch einzelne Aufnahmen in einer Kurzzeitpflege. Hintergrund ist die hohe Zahl an Corona-Toten in einem Wolfsburger Pflegeheim. Dort sind in den vergangenen Tagen 17 demenzkranke Senioren infolge der Covid-19-Erkrankung gestorben. 72 von 165 Bewohnern waren mit dem Coronavirus infiziert.

    16.25 Uhr: Kretschmann für Mundschutz beim Einkaufen

    Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält einen Mundschutz beim Einkaufen wegen des Coronavirus für sinnvoll, will ihn aber noch nicht zur Pflicht machen. "Dazu müssen wir erst die ausreichende Zahl an Masken haben, ohne dass der vorrangige Einsatz im medizinischen und pflegerischen Bereich beeinträchtigt wird. Dieser hat absolute Priorität", so Kretschmann in Stuttgart. Er werde das Thema am Mittwoch in der Runde der Ministerpräsidenten und der Kanzlerin aufrufen. Die österreichische Regierung hat wegen des Coronavirus eine Mundschutz-Pflicht für Einkäufe angekündigt.

    16.23 Uhr: BUND fordert mehr Platz zum Spazierengehen

    Der BUND Naturschutz fordert in der Corona-Krise mehr Platz für Münchner zum Spazierengehen. Damit sich die Menschen aus dem Weg gehen könnten, schlägt der BUND eine weitgehende Sperrung aller Straßen innerhalb des Mittleren Rings vor. "Gerade für die Menschen in der Innenstadt brauchen wir mehr Platz, damit diese sich nicht allein an der Isar und in den Parks aufhalten müssen", sagte Thorsten Kellermann, stellvertretender Vorsitzender in München. Menschenansammlungen an der Isar oder im Englischen Garten hatten immer wieder für Kritik gesorgt.

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    Leere Straßen in München

    16.20 Uhr: Deutsche aus österreichischen Quarantänegebieten zurück

    In einer ungewöhnlichen Rückholaktion hat die deutsche Botschaft in Wien mehr als 300 Deutschen die Heimreise aus österreichischen Quarantänegebieten ermöglicht. Die Menschen, meist in der Tourismusbranche am Arlberg oder im Paznauntal tätig, harrten seit dem 13. März dort aus, weil die Gemeinden unter Quarantäne gestellt worden waren. Da die Maßnahmen bis zum 13. April verlängert wurden, setzte sich die Botschaft bei der österreichischen Regierung für eine vorzeitige Ausreise ein. Nach einem Medizincheck wurden die Menschen in Privatautos und Bussen zum Grenzübergang Scharnitz/Mittenwald geleitet. Die österreichische Polizei eskortierte den Konvoi. In Deutschland müssen sich die Menschen bei den Gesundheitsämtern melden und eine 14-tägige Heimquarantäne einhalten.

    16.05 Uhr: Prinz Charles wieder gesund

    Der britische Thronfolger Prinz Charles ist nach seiner überstandenen Corona-Infektion aus der Selbstisolation entlassen worden. Das teilte ein Sprecher seiner Residenz Clarence House in London mit. Der älteste Sohn von Königin Elizabeth II. (93) hatte nur milde Symptome gezeigt. Der 71-Jährige hatte während seiner Isolation weiter gearbeitet und unter anderem Telefonkonferenzen geführt. Bei seiner Frau, Herzogin Camilla (72), wurde bislang keine Infektion festgestellt. Das Paar hatte sich nach Schottland zurückgezogen.

    15.55 Uhr: 7.000 Covid-19-Patienten in deutschen Kliniken

    In deutschen Krankenhäusern werden momentan rund 7.000 Menschen mit Covid-19 behandelt. Davon befinden sich etwa 1.500 Patienten auf Intensivstationen, von denen etwa 1.100 beatmet werden müssen. Das ergab eine Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).

    15.53 Uhr: Auch Spanien überholt China bei Zahl der Coronavirus-Fälle

    Nach den USA und Italien hat auch Spanien mehr Coronavirus-Fälle registriert als China, wo die Pandemie Ende 2019 begann. Nach Angaben der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität wurden bis zum Nachmittag mehr als 85.000 Erkrankungen bestätigt, eine Zunahme von acht Prozent seit Sonntag. Die Zahl der Toten stieg um 812 auf 7.340. Unter den Krankheitsfällen sind 12.298 Personen des medizinischen Personals - ein Anteil von 14,4 Prozent.

    15.35 Uhr: Gericht billigt Ausgangsbeschränkungen

    Das oberste Verwaltungsgericht in Bayern billigt die Ausgangsbeschränkungen und Gaststättensperrungen in dem Bundesland trotz der massiven Einschränkung von Grundfreiheiten. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnt den Antrag zweier Privatpersonen ab, die Verordnung der Landesregierung außer Vollzug zu setzen. Aufgrund der infektionsrechtlichen Bedrohungslage seien die Einschränkungen der Grundfreiheiten gerechtfertigt. Gegen den Beschluss gibt es keine Rechtsmittel.

    15.31 Uhr: Corona-Notstandsgesetz in Ungarn verabschiedet

    Ministerpräsident Viktor Orban hat seine Macht mit Hilfe der Corona-Krise deutlich ausgebaut: Das Parlament in Budapest billigte mit klarer Mehrheit einen Gesetzentwurf der Regierung, der es Orban nun ermöglicht, im Rahmen eines Notstands von unbegrenzter Dauer per Dekret zu regieren. Dem Gesetz zufolge kann die Regierung den am 11. März wegen der Pandemie verhängten Notstand ohne die Zustimmung des Parlaments unbegrenzt verlängern. Sie erhält das Recht, "die Anwendung bestimmter Gesetze per Dekret auszusetzen", feste Vorgaben nicht einzuhalten und "andere außergewöhnliche Maßnahmen einzuführen, um die Stabilität des Lebens, der Gesundheit, der persönlichen und materiellen Sicherheit der Bürger wie der Wirtschaft zu garantieren".

    Kritiker in Ungarn und im Ausland werfen Orban vor, die Pandemie als Vorwand zu nutzen, um die Machtstellung seiner nationalkonservativen Regierung noch weiter auszubauen.

    14.51 Uhr: Höhere Corona-Soforthilfen für Mittelstand

    Die Staatsregierung will angesichts der drohenden Welle von Firmenpleiten die Finanzhilfen für bedrängte Mittelständler erhöhen. "Ab morgen werden alle Sätze nochmal angehoben", sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Als Höchstzuschuss können Firmen mit zwischen 50 und 250 Mitarbeitern 50.000 Euro Soforthilfe beantragen, bisher waren es 30.000. Am unteren Ende der Skala können Ein-Mann- und Ein-Frau-Betriebe 9.000 Euro Zuschuss bekommen statt bisher 5.000. Der Beschluss soll morgen bei der Kabinettssitzung gefasst werden. Bisher wurden demnach in Bayern rund 203.000 Anträge gestellt. Mehr als 204 Millionen Euro seien auf die Konten der Antragsteller geflossen.

    14.41 Uhr: EU beschließt Aussetzung von Slot-Regeln

    Die EU hat die Aussetzung der Slot-Regeln für Fluglinien beschlossen. Die 27 Mitgliedstaaten stimmten auf dem Schriftweg für eine Änderung der entsprechenden EU-Verordnung, wie der EU-Rat mitteilte. Demnach gilt die Ausnahme rückwirkend ab dem 23. Januar und bis zum 24. Oktober. Sie soll verhindern, dass Fluggesellschaften wegen der Corona-Krise ohne Passagiere fliegen, um ihre Start- und Landerechte - sogenannte Slots - nicht zu verlieren. Airlines müssen die ihnen zugestandenen Slots an großen Verkehrsflughäfen während eines Flugplans normalerweise zu 80 Prozent tatsächlich nutzen, um in der Flugplanperiode des kommenden Jahres ihr Recht darauf zu wahren. Zahlreiche Airlines hatten zuletzt wegen des Coronavirus massiv Flüge gestrichen.

    14.29 Uhr: 20 Millionen Schutzmasken ausgeliefert

    Für den Kampf gegen das Coronavirus sind über den Bund inzwischen 20 Millionen Atemschutzmasken beschafft worden. Sie wurden an Länder und Kassenärztliche Vereinigungen für die Verteilung an Kliniken, Praxen und Pflegeheime ausgeliefert, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Berlin sagte. Die Beschaffung von Schutzausrüstung laufe weiter. Auch Unternehmen anderer Branchen wie der Textilindustrie hätten umgestellt und produzierten Masken.

    Allerdings scheinen die Masken nicht überall anzukommen: Laut Kassenärztlicher Vereinigung Bayern haben 60 Praxen bis Ende vergangener Woche den Betrieb eingestellt, weil Schutzmasken fehlten. Zwar seien Einzelchargen mit Masken aus der Bestellung des Bundes bei der KVB eingetroffen. Teils fehle aber die notwendige Zertifizierung, die nun nachträglich erreicht werden solle.

    Zur Frage, ob auch Privatleute Masken tragen sollten, machte die Regierung deutlich, dass dies eine freiwillige Entscheidung sei - mit einem normalen nicht-medizinischen Mund-Nase-Schutz könne man andere vor einer Ansteckung schützen. Dies sei vielleicht "eine sinnvolle Ergänzung", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Es dürfe aber nicht zu einem falschen Sicherheitsgefühl führen und dass man dann Hygieneregeln wie Abstandhalten und Händewaschen vernachlässige.

    14.22 Uhr: Mitarbeiterin positiv getestet: Netanjahu in Quarantäne

    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begibt sich in Quarantäne, nachdem eine Mitarbeiterin positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Der 70-Jährige werde solange in Isolation bleiben, bis sein eigenes Testergebnis vorliege, teilte Netanjahus Büro mit. Bei der infizierten Mitarbeiterin handele es sich um Netanjahus Beraterin in parlamentarischen Angelegenheiten, Rivka Palutsch. In Israel sind bisher mehr als 4.300 Coronavirus-Fälle bekannt. Mehr als 15 Menschen starben an Covid-19.

    14.20 Uhr: Brüssel fordert offene Grenzen für Saisonarbeiter

    Die EU-Kommission hat die Mitgliedstaaten dazu aufgefordert, die Freizügigkeit von Saisonarbeitskräften während der Corona-Krise nicht einzuschränken. Die Einführung von Grenzkontrollen zur Eindämmung der Pandemie sei "verständlich", so die Behörde. "Doch müssen systemrelevante Arbeitskräfte ihr Ziel trotzdem unbedingt ohne Zeitverlust erreichen können." Erntehelfer müssten in der Krise wie auch etwa medizinisches Personal, Sicherheitskräfte und Arbeitskräfte im Verkehrssektor als systemrelevant eingestuft werden, fügte eine Kommissionssprecherin hinzu. Viele EU-Länder haben seit Beginn der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Europa Grenzkontrollen und Einreisebeschränkungen eingeführt. Die Bundesregierung hatte vergangene Woche ein vorübergehendes Einreiseverbot für Erntehelfer erlassen, was die Landwirtschaft vor erhebliche Probleme stellt.

    14.01 Uhr: Olympische Spiele in Tokio beginnen am 23. Juli 2021

    Die wegen der Corona-Pandemie verschobenen Olympischen Spiele in Tokio finden nun vom 23. Juli bis 8. August 2021 statt. Der neue Termin wurde nach einer Exekutivsitzung des Organisationskomitees in Tokio und dem IOC bekannt. Eigentlich sollten die Sommerspiele vom 24. Juli bis 9. August dieses Jahres stattfinden, die Eröffnung der Paralympics war für 25. August geplant gewesen. Sie beginnen nun am 24. August 2021 und dauern bis zum 5. September. Erstmals seit dem Krieg finden Olympische Spiele damit nicht zum festgelegten Termin statt.

    13.53 Uhr: Luft wegen Corona-Sperren auch in Deutschland sauberer

    Die Luftverschmutzung in deutschen Städten hat im Zuge der Corona-Ausgangsbeschränkungen bereits deutlich abgenommen. Dies zeigt ein Vergleich von Satellitenbildern aus den vergangenen Tagen mit jenen ein Jahr zuvor, die die Europäische Allianz für öffentliche Gesundheit EPHA veröffentlichte. Das ist ein Bündnis nichtstaatlicher Organisationen für Gesundheits- und Umweltschutz. Die Bilder des Satelliten "Sentinel-5" zeigten drastische Unterschiede für Großstädte wie Düsseldorf, Essen, Köln oder Frankfurt.

    13.49 Uhr: Mehrere Seniorenheime in Bayern von Corona betroffen

    In drei Seniorenheimen im Landkreis Hof ist der Coronavirus ausgebrochen. Wie eine Sprecherin des Landkreises Hof auf BR-Nachfrage bestätigt, handelt es sich um Einrichtungen in Hof, Rehau und Bad Steben. In den Seniorenheimen seien sowohl Mitarbeiter als auch Bewohner positiv auf das Virus getestet worden. Über die Anzahl der infizierten Menschen konnte die Sprecherin keine Angaben machen.

    Auch in Würzburg sind mittlerweile zwei Seniorenheim vom neuartigen Coronavirus betroffen - bereits 13 Bewohner starben in dem Heim St. Nikolaus sowie ein Bewohner in der Würzburger Lindleinsmühle.

    Auch in anderen Bundesländern sind Altenheime betroffen - am schwersten hat es bislang ein Pflegeheim im niedersächsischen Wolfsburg getroffen. Dort stieg die Zahl der nach einer Corona-Infektion verstorbenen Bewohner am Wochenende auf 15.

    Linktipp: Oberfranken in der Coronakrise

    12.57 Uhr: Deutschland setzt Abschiebeflüge nach Afghanistan aus

    Deutschland hat wegen der Corona-Pandemie Abschiebungen nach Afghanistan bis auf Weiteres ausgesetzt. Die Entscheidung war auf Bitten der afghanischen Behörden gefallen, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums der Nachrichtenagentur dpa am Montag. "Wegen der Verwundbarkeit Afghanistans durch das Coronavirus haben wir die Verschiebung der Abschiebungsflüge beantragt", sagte ein Sprecher des afghanischen Ministeriums für Flüchtlinge und Rückführung.

    In der Hauptstadt Kabul und mehreren Provinzen wurden Ausgangssperren verhängt. Sorgen bereitet der Grenzverkehr zum besonders schwer von der Krise betroffenen Nachbarland Iran. Fast 200.000 Afghanen kehrten nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration aus dem Land zurück - nur wenige Hundert wurden auf das Coronavirus getestet. Das afghanische Gesundheitsministerium befürchtet mehr als 100.000 Tote.

    12.49 Uhr: Inzwischen 14.437 Corona-Infizierte in Bayern

    In Bayern sind inzwischen 14.437 Menschen positiv auf das neue Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München mit. Den Angaben zufolge sind bislang 133 Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert waren, gestorben.

    "Es ist immer noch eine exponentielle Entwicklung. Aber es ist ein ganz leichter Trend erkennbar. Die Kurve der Infektionen flacht etwas ab", sagte Söder. Derzeit verdopple sich die Zahl der Infizierten alle 5 Tage, vor den Maßnahmen habe sich die Zahl alle 2,8 Tage verdoppelt.

    Corona-Virus: So schaffen es die Mittelfranken

    12.45 Uhr: Bayern verlängert Ausgangsbeschränkungen

    Die seit dem 21. März wegen des Coronavirus geltenden Ausgangsbeschränkungen in Bayern werden bis zum Ende der Osterferien am 19. April verlängert. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München. Damit darf nur aus begründeten Anlässen wie Arztbesuchen, Arbeitswegen oder dringenden Einkäufen der Wohnort verlassen werden. Bisher waren die Beschränkungen bis zum kommenden Freitag (3. April) befristet.

    11.27 Uhr: Österreich erlässt Schutzmasken-Pflicht in Supermärkten

    Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie müssen die Menschen in Österreich künftig eine Schutzmaske beim Einkaufen tragen. Das teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien mit. Die Regierung will ab Mitte der Woche eine Maskenpflicht für Supermärkte verfügen. Die Geschäfte sollen Masken am Eingang anbieten. Mittelfristig soll dieser Mund- und Nasenschutz überfall dort getragen werden, wo man an Menschen vorbeigeht.

    11.14 Uhr: Wirtschaftsweisen rechnen mit einem BIP-Minus von bis zu 5,4 Prozent

    Die deutsche Volkswirtschaft wird wegen der Corona-Pandemie deutlich schrumpfen. Die sogenannten Wirtschaftsweisen rechnen in einem am Montag veröffentlichen Sondergutachten mit einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von im schlimmsten Fall 5,4 Prozent im Gesamtjahr. Bei einer kürzeren Dauer der Einschränkungen wegen der Krise und einer schnellen Erholung der Wirtschaft könnte das BIP demnach auch nur um 2,8 Prozent zurückgehen.

    10.53 Uhr: Corona-Fall im "Ankerzentrum" Bamberg

    Im Bamberger "Ankerzentrum" gibt es einen Corona-Fall. Dies bestätigte eine Sprecherin der Regierung von Oberfranken dem Bayerischen Rundfunk. Näheres ist noch nicht bekannt. Vor über einer Woche hatte die Einrichtung kritisiert, dass die Bamberger Mahnwache Asyl nicht ausreichend auf die Corona-Krise vorbereitet sei. Unter anderem gebe es nicht genügend Aufklärung, es fehle an Wasch- und Desinfektionsmöglichkeiten und das Essen werde in der Kantine mit weit über 1.000 Menschen eingenommen, schrieb die Pfarrerin Mirjam Elsel in einem offenen Brief.

    Die Regierung von Oberfranken wies die Kritik zurück. So würden etwa seit Anfang März alle Neuankömmlinge auf das Coronavirus getestet und nur bei einem negativen Ergebnis auf die Wohnungen verteilt. Bis das Testergebnis vorliegt, müssten die Asylbewerber in einem Transitbereich bleiben, schrieb Stefan Krug von der Regierung von Oberfranken.

    Aktuelle Informationen zum Coronavirus aus Oberfranken: hier

    10.37 Uhr: Lebensmittel-Preise trotz Corona-Krise stabil

    Trotz Hamsterkäufen hat die Corona-Krise im März nicht zu breiten Preissteigerungen bei besonders begehrten Produkten in Bayern geführt. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung eines am Montag veröffentlichten Verbraucherpreisindex des Landesamts für Statistik in Fürth. Teigwaren wie Nudeln wurden demnach im Vergleich zum Februar sogar um 3,6 Prozent billiger. Mehl kostete 1,3 Prozent weniger, der Preis für Toilettenpapier blieb konstant.

    Minimal teurer wurden Trockengemüse und konserviertes Gemüse, die um 0,2 Prozent zulegten sowie Suppen und Nahrungsmittelzubereitungen, deren Preise um ein Prozent anzogen. Reis und Reiszubereitungen verteuerten sich um 2,3 Prozent.

    Insgesamt blieben die Verbraucherpreise im März im Vergleich zum Februar konstant, zum März 2019 ergab sich eine Teuerungsrate von 1,2 Prozent. Gebremst wurde der Preisanstieg unter anderem durch sinkende Preise bei Heizöl und Kraftstoffen.

    10.13 Uhr: RKI definiert weitere Risikogebiete

    Das Robert-Koch-Institut hat seine Liste mit Coronavirus-Risikogebieten akualisiert. Neu ist, dass nun ganz Österreich vom RKI als Risikogebiet eingestuft wird. Vorher galt die Einstufung nur für Tirol. In Frankreich ist die Region Île-de-France, in der auch die Hauptstadt Paris liegt, hinzugekommen - neben den bereits als Risikogebiet geltenden Regionen Grand Est mit Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne.

    In den USA standen bislang die Bundestaaten Kalifornien, Washington und New York auf der RKI-Liste. Neu dazugekommen ist jetzt New Jersey.

    China, der Ursprungsort der Pandemie und lange Zeit das Land mit den meisten Corona-Opfern, findet sich nicht mehr auf der Liste.

    Aktuell zählen zu den weiteren Risikogebieten Italien (ganzes Land), Iran (ganzes Land), Ägypten (ganzes Land), Schweiz (Kantone Tessin, Waadt und Genf), Spanien (Regionen Madrid, Navarra, La Rioja und Paìs Vasco) sowie Südkorea (Daegue und die Provinz Gyeongsangbuk-do/Nord-Gyeongsang).

    09.56 Uhr: Twitter löscht Corona-kritischen Tweet von Brasiliens Präsidenten

    Wegen Verstoßes gegen Regeln im Umgang mit Covid-19 sind zwei Nachrichten des brasilianischen Präsidenten Bolsonaro von Twitter gelöscht worden. Die Botschaften hätten die Vorgaben verletzt, erklärte der Kurznachrichtendienst am Sonntag (Ortszeit) laut "Folha de São Paulo". Bolsonaro hatte darin erneut den Nutzen von Quarantänemaßnahmen in Zweifel gezogen und sich darüber hinweggesetzt. Schon vorher hatte er die Corona-Pandemie als Hysterie und eine Erfindung der Medien bezeichnet, die nur die brasilianische Wirtschaft schwächen solle.

    09.44 Uhr: Bundesdatenschutzbeauftragter: Tracking-App muss freiwillig bleiben

    Nach Einschätzung des Bundesdatenschutzbeauftragten Ulrich Kelber (SPD) müssen sogenannte Tracking-Apps zur Bekämpfung des Coronavirus freiwillig bleiben. Corona-Tracking-Apps erstellen mit Hilfe von Handy-Daten Bewegungsprofile. "Das heißt, die Menschen müssen freiwillig diese App [Corona-App] auf ihren Geräten installieren und dann ihren echten Kontakt-Personen für den Fall, dass sie positiv getestet werden, eine entsprechende Mitteilung geben. Damit wir in der Tat die Infektionsketten unterbrechen." Kelber geht davon aus, dass die Bereitschaft groß ist, eine solche Corona-App zu nutzen: "Wenn man ein paar der Schutzmaßnahmen berücksichtigt, dann wird es eine große Bereitschaft geben, zu teilen, sich selbst zu schützen und andere zu schützen."

    09.12 Uhr: Ärztegewerkschaft rechnet nicht mit Zuständen wie in Italien oder Spanien

    Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund sieht Deutschland in der Corona-Krise noch deutlich entfernt von Zuständen wie in Italien oder Spanien. "Wir haben zurzeit noch Intensivkapazitäten und auch reichlich Kapazitäten auf den Normalstationen", sagte die Vorsitzende Susanne Johna dem Sender SWR2.

    Probleme sieht Johna derzeit vor allem bei Schutzkleidung. Man habe sich darauf verlassen, dass man reichlich beliefert werde. Die einzige Lösung sei, dass die Schutzkleidung in Deutschland produziert werde.

    08.58 Uhr: Jedes vierte Industrie-Unternehmen erwartet Kurzarbeit

    Der deutschen Industrie steht in der Corona-Krise laut der neuen Konjunkturumfrage des ifo-Instituts eine drastische Welle an Kurzarbeit bevor. 25 Prozent der Firmen in Bayern erwarten in den kommenden drei Monaten Kurzarbeit, wie das Münchner Institut am Montag mitteilte. In Deutschland sind es durchschnittlich 25,6 Prozent. Überdurchschnittlich betroffen seien die Schlüsselbranchen Automobile (41 Prozent), Maschinenbau (33 Prozent) und Elektro (32 Prozent).

    Einige Branchen erwarten laut ifo-Umfrage in den kommenden drei Monaten dagegen kaum Kurzarbeit: In der Chemie-Industrie waren es nur 14 Prozent und in der Ernährungsindustrie sechs Prozent.

    08.22 Uhr: Zahl der Corona-Todesfälle steigt auf 455

    Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts um 4.751 auf 57.298 (Stand 8:00 Uhr) gestiegen. Die Zahl der Todesfälle infolge der Covid-19-Erkrankung nahm demnach um 66 auf 455 zu.

    In Bayern ist die Zahl der Infizierten gegenüber dem Vortag um 1.108 Fälle auf nun 13.989 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 127. Damit ist der Freistaat das Bundesland mit den meisten Corona-Toten.

    07.13 Uhr: Aufbau von 26 Hilfskrankenhäusern für Corona-Patienten beginnt

    Bereits am heutigen Montag soll nach Informationen des Bayerischen Rundfunks mit dem Aufbau von 26 Hilfskrankenhäusern zur Versorgung von Corona-Patienten in Bayern begonnen werden. Ein Sprecher des Bayerischen Innenministeriums bestätigte am Sonntagabend Recherchen des ARD-Politikmagazins "Report München", denen zufolge in allen 26 Rettungsdienstbereichen im Freistaat jeweils eine solche Klinik entstehen wird - mit unterschiedlich hohen Bettenzahlen.

    Nach Recherchen des BR sollen hauptsächlich bereits bestehende Einrichtungen wie derzeit leerstehende Kurkliniken genutzt werden. An Zeltkrankenhäuser ist nach Informationen von "Report München“ nicht gedacht

    06.23 Uhr: Wegen Klopapierknappheit drohen Leitungen zu verstopfen

    Angesichts der Knappheit von Toilettenpapier in manchen Teilen Deutschlands warnt die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW) laut "Handelsblatt" vor Risiken für das Abwassernetz. Demnach greifen Verbraucher auf Feuchttücher, Haushaltsrollen oder Papiertaschentücher zurück, doch diese drohen Abwasserleitungen zu verstopfen. "Werfen Sie alternative Hygieneartikel nicht in das WC, sondern entsorgen Sie diese bitte in gut verschlossenen Müllbeuteln über die graue Tonne", wird der Verband zitiert.