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Coronavirus-Ticker: Über 5.300 Neuinfektionen in Deutschland | BR24

© picture alliance/Christoph Soeder/dpa

Eine Frau mit Mundschutz kommt am Alexanderplatz zwei Polizeibeamten entgegen.

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    Coronavirus-Ticker: Über 5.300 Neuinfektionen in Deutschland

    In Deutschland ist die Zahl der neu bestätigten Infektionen um 5.323 gestiegen. Ein US-Gefängnis meldet 450 Corona-Infektionen bei Häftlingen und Wärtern. Der UN-Sicherheitsrat berät erstmals über Corona-Pandemie. Alle News im Live-Ticker.

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    08.35 Uhr: Pharmakonzern will 100 Millionen Dosen von Malaria-Medikament spenden

    Der französische Pharmakonzern Sanofi will 100 Millionen Dosen des Malaria-Medikaments Hydroxychloroquin zur Behandlung gegen das neuartigen Coronavirus an 50 Länder spenden. Das Unternehmen teilt zudem mit, dass es seine Produktionskapazitäten an seinen acht Fertigungsstandorten für Hydroxychloroquin weltweit um 50 Prozent erhöht habe und sie bis zum Sommer vervierfachen wolle. Hydroxychloroquin wird als ein mögliches Mittel gegen die neue Atemwegserkrankung Covid-19 angesehen und gegenwärtig bei der Behandlung von Patienten getestet.

    08.22 Uhr: Talfahrt auf chinesischem Automarkt etwas gebremst

    Die rasante Talfahrt auf dem chinesischen Automarkt infolge des Coronavirus-Ausbruchs hat sich im März etwas verlangsamt. Der Absatz fiel im Vergleich zum Vorjahr um 43,3 Prozent auf 1,43 Millionen Fahrzeuge, wie der Branchenverband CAAM mitteilt. Im Februar hatte es noch einen Einbruch von 79 Prozent gegeben. Allerdings schwächelte der weltgrößte Automarkt auch schon vor der Corona-Krise. Der März war der 21. Monat in Folge mit einem Absatzrückgang.

    06.20 Uhr: 266 weitere Tote und über 5.300 Neuinfektionen in Deutschland

    In Deutschland ist die Zahl der Todesfälle infolge einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) um 266 auf 2.373 gestiegen. Mittlerweile wurden 113.525 Infektionsfälle bestätigt, 5.323 mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der genesenen Patienten legte binnen 24 Stunden um 3.987 auf 53.913 zu.

    05.22 Uhr Medien: Boeing will zehn Prozent Personalstellen streichen

    Der US-Flugzeugbauer Boeing erwägt einem Zeitungsbericht zufolge den Abbau von etwa zehn Prozent der Stellen in dem Unternehmen. Dies könne über Abfindungen, Frühverrentungen und Kündigungen geschehen, berichtet das "Wallstreet Journal". Der Plan betreffe hauptsächlich das zivile Geschäft. Boeing war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

    03.07 Uhr: Großer Corona-Ausbruch in US-Gefängnis

    Im größten Gefängnis von Chicago sind rund 450 Häftlinge und Wärter positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie die Behörden mitteilen. Es ist einer der größten Ausbrüche der Epidemie an einem einzelnen Ort innerhalb der USA.

    01.45 Uhr: UN-Sicherheitsrat beschäftigt sich erstmals mit Corona-Pandemie

    Der UN-Sicherheitsrat hat in einer Videokonferenz erstmals über die Coronavirus-Pandemie beraten. Das Gremium streitet allerdings noch darüber, ob es im Kampf gegen die Epidemie tätig werden soll. Vor allem die USA und China leisten dagegen Widerstand, wie Diplomaten berichten. UN-Generalsekretär Antonio Guterres macht sich indes dafür stark, dass der UN-Sicherheitsrat aktiv wird. Die Pandemie bedrohe Frieden und Sicherheit und könne soziale Unruhen und Gewalt auslösen, warnt er. "Ein Signal der Einheit und Entschlossenheit des Sicherheitsrates würde viel bedeuten in diesen Zeiten der Angst."

    Freitag, 10. April 2020

    22.10 Uhr: Milliardenschwere EU-Hilfen in Corona-Krise

    Die EU-Finanzminister haben sich in der Corona-Krise auf milliardenschwere Hilfen für gefährdete Staaten, Firmen und Jobs geeinigt. Dies teilte ein Teilnehmer am späten Donnerstagabend in Brüssel mit. Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire sprach am Donnerstagabend per Twitter von einer "ausgezeichneten Vereinbarung" beim Vorgehen gegen die unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Laut Nachrichtenagentur AFP geht es um Hilfen in Höhe von einer halben Billion Euro.

    21.55 Uhr: Ungarn verlängert Beschränkungen unbegrenzt

    Ungarn verlängert wegen der Coronavirus-Pandemie die Ausgangsbeschränkungen für unbegrenzte Zeit. Die Regierung werde die Aufrechterhaltung der Maßnahmen wöchentlich überprüfen, erklärte Ministerpräsident Viktor Orban am Donnerstag auf Facebook. Demnach dürfen die Menschen ihre Wohnungen weiterhin nur verlassen, um zur Arbeit zu fahren, in Supermärkte oder Apotheken zu gehen oder um sich sportlich zu betätigen. Die landesweiten Einschränkungen sollten ursprünglich am Samstag auslaufen. In dem EU-Land mit seinen knapp zehn Millionen Einwohnern wurden bislang etwa 980 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus sowie 66 Todesfälle registriert. Ungarn geriet vor kurzem wegen eines beschlossenen Notstandsgesetzes in die Kritik. Orban hatte sich vom ungarischen Parlament umfassende Vollmachten geben lassen, um die Coronavirus-Krise zu bekämpfen. Der Rechtspopulist kann nun per Dekret regieren und den Notstand wegen der Pandemie ohne Zustimmung des Parlaments beliebig verlängern.

    21.54 Uhr: Spanien verlängert Notstand bis zum 26. April

    Das spanische Parlament hat den am 14. März wegen der Corona-Pandemie verhängten Notstand bis zum 26. April verlängert. Die Abgeordnetenkammer stimmte am Donnerstag dem Antrag der Regierung zu und verlängert damit einschneidende Ausgeh- und Kontaktverbote zum zweiten Mal um zwei Wochen.

    20.30 Uhr: Boris Johnson auf normaler Station

    Der britische Premierminister Boris Johnson muss wegen seiner Covid-19-Erkrankung nicht mehr auf der Intensivstation behandelt werden. Er sei auf eine normale Station verlegt worden, teilte eine Regierungssprecherin am Donnerstagabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Der Premier sei sehr guter Dinge. Nach offiziellen Angaben wurde er auf der Intensivstation mit Sauerstoff versorgt, jedoch nicht beatmet. Gegenwärtig übt Außenminister Dominic Raab seine Amtsgeschäfte aus.

    19.03 Uhr: Indien verschärft Maßnahmen gegen Corona

    Indien hat in der Corona-Krise mehrere Brennpunkte abgeriegelt und in Teilen des Subkontinents eine Maskenpflicht eingeführt. In der Hauptstadt Delhi wurden nach Regierungsangaben vom Donnerstag mindestens 20 Orte abgeschottet, die besonders dicht besiedelt oder normalerweise stark besucht sind. Niemand darf dort mehr hinein oder heraus. Neben Bezirken im Bundesstaat Uttar Pradesh sollen auch Städte wie Bhopal, Indore und Ujjain abgeriegelt werden. In Delhi, Mumbai, Chandigarh und anderen Teilen des Landes muss man beim Verlassen des Hauses eine Maske tragen.

    Seit Ende März leben die 1,3 Milliarden Menschen in Indien im verordneten Stillstand; die Grenzen sind dicht. Bislang wurden mehr als 5.700 Sars-CoV-2-Fälle verzeichnet, 166 Menschen kamen ums Leben.

    18.54 Uhr: Etwas weniger neue Corona-Fälle in Spanien

    Die Zahl neuer Coronavirus-Infektionen in Spanien ist leicht gesunken. Das Gesundheitsministerium vermeldete am Donnerstag 5.756 neue Fälle in den vorangegangenen 24 Stunden, während am Vortag 6.180 neue Fälle bekannt gegeben worden waren. Die Zahl der zusätzlichen Toten sank auf 683 von 757.

    Insgesamt haben sich in Spanien nach offiziellen Angaben 152.446 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert und 15.283 Personen sind mit dem Virus gestorben. Mehr als 52.000 Patientinnen und Patienten sind genesen. Die Zahlen berücksichtigen nur Personen, bei denen das Virus per Test nachgewiesen wurde. Nach Behördenangaben sind mehrere Tausend ältere Menschen in Pflegeheimen gestorben, die nicht getestet wurden.

    18.30 Uhr: Frankreich stockt Corona-Hilfspaket auf

    Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise stockt Frankreich sein Maßnahmenpaket auf rund 100 Milliarden Euro auf. Damit wird es mehr als verdoppelt. Angesichts der Notlage auch von Großunternehmen wie Air France und Renault werden diese nun noch einmal massiv aufgestockt. Nach Schätzungen von Budgetminister Gérald Darmanin und Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire dürfte die Wirtschaftsleistung des hoch verschuldeten Landes wegen der Covid-19-Pandemie im laufenden Jahr um rund sechs Prozent schrumpfen. Le Maire hatte bereits vor der schlimmsten Rezession seit Ende des Zweiten Weltkriegs gewarnt. Der Schuldenstand könnte auf 112 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen. Die EU schreibt 60 Prozent vor.

    16.10 Uhr: 100 Ärzte in Italien an Coronavirus gestorben

    Italien trauert um hundert Mediziner, die an einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben sind. Das gab die italienische Ärztekammer bekannt. Auf ihrer Webseite, die mit einem schwarzen Trauerflor versehen ist, zählt die Kammer die Todesfälle auf. Einige von ihnen wurden den Angaben zufolge aus dem Ruhestand zurückgeholt, um in den völlig überfüllten Krankenhäusern auszuhelfen. Italien ist mit fast 140.000 Infizierten und mehr als 17.600 Toten schwer betroffen. Medienberichten zufolge sind auch schon 30 Krankenschwestern und Pfleger an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

    16.08 Uhr: Virus wird ohne Impfstoff nicht verschwinden

    Das Virus wird laut Bundeskanzlerin Angela Merkel so lange ein Bedrohung sein, bis ein Impfstoff gefunden und die Bevölkerung immunisiert ist. "Das heißt nichts anderes als: leben mit dem Virus", sagt Merkel. "Das ist nicht verschwunden. Auch wenn sich einen Tag mal weniger Leute anstecken."

    15.44 Uhr: Beratung über Lockerungen am Mittwoch

    Bundeskanzlerin Angela Merkel will am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten darüber beraten, wie die Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens gelockert werden können. Man werde nur in kleinen Schritten und ganz vorsichtig vorgehen können, sagt Merkel. Eine sehr wichtige Einschätzung dazu werde eine Studie von Wissenschaftlern der Leopoldina sein, die am Montag oder Dienstag veröffentlicht werde.

    14.44 Uhr: Betrug mit Coronahilfen

    Von den Betrügereien um Coronahilfen für Selbstständige und kleine Unternehmen sind dem Innenminister von Nordrhein-Westfalen zufolge nach ersten Schätzungen zwischen 3.500 und 4.000 Antragssteller betroffen. Diese seien gezielt auf aus dem Ausland betriebene gefälschte Internetseiten gelockt worden, sagt Herbert Reul in Düsseldorf. Über die Höhe der Schäden gebe es keine Erkenntnisse. Bislang sei auch nicht bekannt, dass auch andere Bundesländer betroffen seien.

    14.39 Uhr: RKI startet drei Studien zur Immunität

    Das Robert-Koch-Institut wird nach Angaben seines Präsidenten Lothar Wieler drei Studien starten, um Aufschlüsse über die Immunität gegen das Coronavirus zu erlangen. Dazu sollen zum einen Blutspender, zum anderen Menschen in Corona-Ausbruchsgebieten untersucht werden. Daneben werde es repräsentative Stichproben in ganz Deutschland geben. "Wir möchten wissen, wie viele Menschen in Deutschland immun sind", erläutert Wieler. Derzeit ist unklar, wie viele Menschen sich bereits mit dem Virus infiziert haben, ohne dies zu merken.

    13.40 Uhr: Gottesdienste mit Besuchern bleiben verboten

    Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat den Eilantrag eines Münchner Rechtsanwalts gegen ein generelles Verbot öffentlicher Gottesdienste abgelehnt. Zuvor hatten sich ranghohe bayerische Kirchenvertreter bereits hinter das vorübergehende Verbot gestellt. Der Antragsteller hatte versucht das Recht auf freie Religionsausübung einzuklagen und zweifelte die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus an. Das Gericht folgte der Argumentation nicht. Es betonte aber, dass bei religiösen Zusammenkünften letztlich auch zu prüfen sei, "ob im Einzelfall eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden kann".

    11.47 Uhr: Bei 15 Prozent der Bürger von Gangelt Corona nachgewiesen

    In der besonders vom Coronavirus betroffenen Gemeinde Gangelt in Nordrhein-Westfalen ist in einer Studie bei 15 Prozent der untersuchten Bürger eine Infektion nachgewiesen worden. Das berichtete der Leiter der Feldstudie im Kreis Heinsberg, Hendrik Streeck, in Düsseldorf. Dies zeigt Streeck zufolge, dass sie Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie gelockert werden könnten: Die Pilotstudie zeige in einem Zwischenergebnis, dass mit einer Rücknahme von Auflagen bei Sicherung der Hygiene-Maßnahmen begonnen werden könne.

    Bei diesen ersten, aber wissenschaftlich schon repräsentativen Zwischenergebnissen handele es sich sogar um eine eher konservative Berechnung, betonte der Virologe. Demnach hätten 15 Prozent der Bürger in der Gemeinde nun auch eine Immunität gegen das Virus ausgebildet, sagte Streeck. Die Wahrscheinlichkeit, an der Krankheit zu sterben liege dort, bezogen auf die Gesamtzahl der Infizierten, bei 0,37 Prozent. Die in Deutschland derzeit von der amerikanischen Johns Hopkins University berechnete entsprechende Rate betrage 1,98 Prozent und liege damit um das Fünffache höher, sagte der Virologe.

    Der Landrat des Kreises Heinsberg Stephan Pusch (CDU) sagte, die restriktiven Schutzmaßnahmen zeigten Wirkung. Die Kurve der Infektionszahlen flache ab: "Der Kreis Heinsberg ist an einer riesengroßen Katastrophe vorbei geschlittert."

    10.21 Uhr: 650.000 Betriebe haben Kurzarbeit angezeigt

    Bundesweit haben nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) rund 650.000 Betriebe Kurzarbeit wegen des Coronavirus angekündigt. Die Zahl sei binnen einer Woche um knapp 40 Prozent gestiegen, teilt die Behörde mit.

    09.06 Uhr: Conte stellt Lockerung von Verboten in Aussicht

    Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte hält eine Lockerung von Verboten im Kampf gegen die Pandemie bald für möglich. Einige der Maßnahmen könnten bis Ende April heruntergefahren werden, wenn Wissenschaftler eine Verlangsamung der Virusausbreitung bestätigten, sagt Conte in einem BBC-Interview. "Wir müssen Bereiche aussuchen, die ihre Aktivität wieder hochfahren können." Italien müsse aber vorsichtig bleiben. Bei den am 9. März erlassenen landesweiten Ausgangsbeschränkungen seien nur schrittweise Erleichterungen denkbar.Auch die spanische Regierung zeigt sich optimistisch, den Virusausbruch bald in den Griff zu bekommen. Die jüngsten Daten seien ermutigend, ein Rückgang der Epidemie stehe kurz bevor, sagt Ministerpräsident Pedro Sanchez vor Abgeordneten in Madrid.

    06.50 Uhr: 2.107 Tote und über 108.000 Infizierte in Deutschland

    In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bislang 2.107 Menschen infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. Das sind 246 mehr als am Vortag. Mittlerweile wurden 108.202 Infektionsfälle bestätigt, 4.974 mehr als am Tag zuvor. Wie viele Menschen binnen 24 Stunden wieder genesen sind, teilt das RKI zunächst nicht mit. Zuletzt hatte es gemeldet, dass 7.561 Patienten wieder gesund seien.

    06.14 Uhr: Zweiter Tag in Folge mit fast 2.000 Corona-Toten in den USA

    In den USA sind den zweiten Tag in Folge fast 2.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Insgesamt belief sich die Zahl der Toten in dem Land auf 14.817, wie aus den Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorging. 24 Stunden zuvor hatte die Universität die Zahl der Toten noch mit 12.907 ausgewiesen. Den Angaben nach wurden bereits rund 430.000 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen.

    Weltweit sind nach Daten der Universität mittlerweile rund 1,5 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Rund 88.500 Menschen starben demnach, weitere rund 330.000 erholten sich von einer Infektion mit dem Virus.

    04.41 Uhr: Spahn skizziert schrittweise Normalisierung

    Angesichts erster Erfolge bei der Eindämmung des Coronavirus in Deutschland hält Gesundheitsminister Jens Spahn vorsichtige Schritte aus dem staatlich angeordneten Stillstand nach den Osterferien für möglich. Sollte die Entwicklung bei den Infektionszahlen anhalten, "werden wir mit den Ministerpräsidenten über eine schrittweise Rückkehr zur Normalität nach den Osterferien reden können", sagte der CDU-Politiker dem "Handelsblatt". In einem freiheitlichen Rechtsstaat könnten weitreichende Einschränkungen von Grundrechten nur so lange funktionieren, wie sie verstanden und akzeptiert würden. Deshalb sei es nicht nur wichtig, das Handeln gut zu begründen, sondern auch eine Perspektive aufzuzeigen.

    Spahn stellt Unternehmen als Bedingung für eine Rückkehr in das Arbeitsleben, "dass man die Fabrik oder das Geschäft sicher für Mitarbeiter und Kunden organisieren kann". Unternehmen oder Branchen, die nachweisen könnten, dass sie die Hygiene- oder Abstandsregeln sicherstellten, könnten leichter zurück in den Alltag. Überall, wo Menschen sich privat nahe kämen wie etwa bei Großveranstaltungen oder in Clubs werde es noch eine längere Zeit dauern, bis wieder Normalität einkehre.

    03.25 Uhr: Leichter Anstieg von Neuinfektionen in China

    China verzeichnet den zweiten Tag in Folge einen leichten Anstieg bei den Neuinfektionen. Am Mittwoch seien 63 neue Fälle registriert worden, einer mehr als am Vortag, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Bei 61 der neuen Fälle handle es sich um Reisende, die aus Übersee nach China gekommen seien. Das sei der höchste Wert seit dem 25. März. Insgesamt seien nunmehr 81.865 Corona-Fälle in Festland-China bestätigt worden.

    03.00 Uhr: Krise könnte eine halbe Milliarde Menschen in Armut stürzen

    Rund eine halbe Milliarden Menschen könnten im Zuge der Corona-Krise nach Einschätzung von Oxfam in Armut stürzen. "Die Wirtschaftskrise, die sich rasch entfaltet, ist schwerer als die globale Finanzkrise von 2008", heißt es in einem Bericht der Hilfsorganisation. Schätzungen zeigten, dass die weltweite Armut erstmals seit 1900 zunehmen könnte. Im schlimmsten Fall würde die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben und mit 1,90 Dollar am Tag oder weniger auskommen müssten, um 434 Millionen auf 922 Millionen zunehmen. Die Zahl derjenigen, die weniger als 5,50 Dollar am Tag zur Verfügung hätten, würde um 548 Millionen auf fast vier Milliarden steigen.

    Donnerstag, 09. April 2020

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