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Corona-Ticker: Acht Millionen Masken in München angekommen | BR24

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Am Dienstagabend kamen 4.000 Kisten mit acht Millionen Masken in München an.

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Corona-Ticker: Acht Millionen Masken in München angekommen

4.000 Kisten mit acht Millionen Masken sind in München angekommen. Soldaten helfen in Bamberger Heimen aus. Lufthansa stellt den Betrieb von Germanwings ein. Alle Entwicklungen im Live-Ticker.

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19:58 Uhr: Bayern-Trainer Flick äußert sich zu Corona-Regeln

Fußball als Stück Normalität in der Krise – nicht nur Sportfans hoffen auf ein Ende der strengen Beschränkungen gegen die Corona-Pandemie. Bayern-Trainer Hansi Flick mahnt zur Disziplin.

© BR

Bayern-Trainer Hansi Flick mahnt zur Disziplin in der Corona-Krise.

19.52 Uhr: Mehr als 10.000 Tote in Frankreich durch Corona

Die Zahl der Coronavirus-Toten in Frankreich hat die Schwelle von 10.000 überschritten. Wie die Gesundheitsbehörden am Dienstagabend in Paris mitteilten, wurden mittlerweile 7.091 Todesfälle in Krankenhäusern und 3.237 weitere in Altenheimen registriert. Wegen der Corona-Pandemie gilt in Frankreich seit dem 17. März eine strenge Ausgangssperre.

19.25 Uhr: Corona in Türkei auf dem Vormarsch – in Italien langsam auf dem Rückzug

In der Türkei breitet sich das Corona-Virus weiter aus. Das türkische Gesundheitsministerium berichtete von 3.892 Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden. Die Totenzahl stieg demnach um 76 auf 725.

Italien meldet mit 604 neuen Todesfällen die geringste Zunahme seit dem 13. März. Auch die Zahl der neuen bekannten Infektionen fiel und lag dem dortigen Katastrophenschutzamt zufolge bei 3.039. Insgesamt sind damit 17.127 Tote und 135.586 Infizierte in Italien gemeldet.

19.05 Uhr: Britischer Premier Johnson weiter auf Intensivstation

Der britische Premier Boris Johnson wird im Krankenhaus weiter mit Sauerstoff versorgt, wie Außenminister Dominic Raab mitteilt. Johnsons Zustand sei stabil. Der 55-jährige Politiker sei nicht an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Er werde weiter auf der Intensivstation überwacht. Der nach einer Infektion mit dem Virus an der Lungenkrankheit Covid-19 leidende Johnson sei ein Kämpfer und werde die Seuche überstehen. Raab wolle die Öffentlichkeit informieren, wenn es neue Entwicklungen gebe. Raab übernahm wegen der schweren Erkrankung Johnsons dessen Aufgaben.

18.10 Uhr: Anpassungen beim Elterngeld wegen Corona-Krise

Das Elterngeld wird während der Corona-Krise flexibler gestaltet: Nach dem Willen der Bundesregierung können beispielsweise Eltern, die in systemrelevanten Berufen etwa als Ärzte oder Pflegekräfte arbeiten, ihre Elterngeldmonate aufschieben. Außerdem sollen Eltern den Partnerschaftsbonus nicht verlieren, wenn sie aufgrund der Corona-Krise mehr oder weniger arbeiten als geplant. Wer wegen Kurzarbeit Einkommensverluste hat, soll außerdem keine Nachteile im künftigen Elterngeld haben.

18.00 Uhr: Acht Millionen Masken in München angekommen

Ein Frachtflugzeug hat acht Millionen Schutzmasken für die Bundesregierung nach Bayern gebracht. Der Jet war am Dienstagmorgen im chinesischen Shanghai gestartet und landete nach einem Zwischenstopp in Seoul (Südkorea) in München. Bayern Ministerpräsident Markus Söder und Lufthansa-Chef Carsten Spohr nahmen die Ladung in Empfang.

17.38 Uhr: 731 neue Corona-Tote in New York

Die Zahl der neuen Todesopfer in der Corona-Krise hat im Bundesstaat New York von Montag auf Dienstag einen weiteren Höchststand erreicht. In der Zeit seien 731 infizierte Menschen gestorben, teilte Gouverneur Andrew Cuomo mit. Insgesamt lag die Zahl der Toten in dem besonders heftig getroffenen Bundesstaat damit bei etwa 5.500. In den Vortagen waren um die 600 Patienten gestorben. Insgesamt liegt die Zahl der positiv getesteten New Yorker bei über 138.000. 

17.26 Uhr: Soldaten helfen in Bamberger Heimen aus

In der Corona-Krise helfen 35 Soldaten der Bundeswehr in Alten- und Pflegeheimen im Landkreis Bamberg aus. Sie würden vorerst für sechs Wochen als Hilfskrankenpfleger eingesetzt, teilte das Landratsamt mit. Die Kapazitäten der Pfleger seien mittlerweile erschöpft. Der Einsatz des Panzerbataillons 104 aus dem oberpfälzischen Pfreimd (Landkreis Schwandorf) beginne demnach noch heute. Mehr dazu hier.

17.11 Uhr: Lufthansa stellt Flugbetrieb von Germanwings ein

Als Reaktion auf die Corona-Krise schließt die Lufthansa den Flugbetrieb ihrer Kölner Tochter Germanwings. Zudem sollen etliche Flugzeuge auch anderer Teilgesellschaften stillgelegt werden, wie das Unternehmen mitteilte. Mehr dazu hier.

17.06 Uhr: Bund sichert Elterngeld vor möglichen Corona-Abzügen

Union und SPD haben sich auf Anpassungen beim Elterngeld geeinigt, mit denen die Auswirkungen der Corona-Krise abgefedert werden sollen. Entsprechend sollen bei jetzt beantragtem Elterngeld jene Monate nicht berücksichtigt werden, in denen die Eltern wegen der Corona-Krise Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld I beziehen. Das gilt auch für die spätere Berechnung des Elterngeldes für ein weiteres Kind, teilte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) nach Beratungen mit der Union mit. Normalerweise wird das Einkommen aus den zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes für die Berechnung des Elterngeldes herangezogen.

16.38 Uhr: Virologe Drosten: Corona in Deutschland noch nicht weit verbreitet

Das neue Coronavirus hat sich in Deutschland aus Sicht des Virologen Christian Drosten noch nicht weit verbreitet. Die Bevölkerung insgesamt sei nicht stark durchseucht - trotz der hohen und steigenden Meldezahlen, sagte der Charité-Wissenschaftler am Dienstag im NDR-Podcast. Er dämpfte Hoffnungen, wonach man mittels Antikörpertests nun in großer Zahl Menschen finde, die die Infektion schon unbemerkt hinter sich haben. "Das wird sich nicht so rausstellen."

16.15 Uhr: Schwerkranke erhalten nichtzugelassenes Medikament

Besonders schwer erkrankte Corona-Patienten dürfen künftig mit dem noch nicht zugelassenen Wirkstoff Remdesivir behandelt werden, wenn alle anderen Mittel versagt haben. Das hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn genehmigt, wie ein Sprecher bestätigte. Der Wirkstoff wurde ursprünglich gegen Ebola-Infektionen entwickelt. Es gebe erste Anzeichen für eine Wirksamkeit auch gegen das Coronavirus, hatte die europäische Arzneimittelbehörde EMA zuvor festgestellt und einen Einsatz für Schwerkranke ohne Behandlungsalternative empfohlen. Dem folgte die deutsche Behörde.

15.17 Uhr: Von der Leyen kündigt Ausstiegsstrategie aus Krisenmaßnahmen an

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird am Mittwoch ihre "Ausstiegsstrategie" aus den Notfallmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie vorstellen. Die Kommission werde bei ihrer wöchentlichen Sitzung "Leitlinien" dafür verabschieden, wie die Länder "zu gegebener Zeit und unter Absprache" wieder zur Normalität zurückkehren könnten, sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde am Dienstag.

14.44 Uhr: Baden-Württemberg verhängt Ausgehsperre für Heimbewohner

Baden-Württemberg hat Ausgangsbeschränkungen für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen beschlossen. Die Einrichtungen dürfen demnach nur noch aus triftigen Gründen wie etwa zu Arztbesuchen verlassen werden. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die Maßnahme damit begründet, dass das Besuchsverbot immer wieder umgangen werde. "Wir haben in der Praxis leider Umgehungen feststellen müssen", sagte Kretschmann. Heimbewohner seien etwa von Angehörigen vor dem Heim abgeholt worden - häufig ohne geeignete Schutzmaßnahmen. "Das ist zwar menschlich nachvollziehbar, aber in der Sache natürlich brandgefährlich."

14.33 Uhr: Mehr als 26.000 Infizierte in Bayern

Die Anzahl der Corona-Infizierten in Bayern ist auf 26.547 angestiegen. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf seiner Homepage mit. Das sind 1.212 gemeldete Fälle mehr als gestern. Insgesamt sind laut LGL 495 Menschen gestorben, die mit dem Virus infiziert waren. 6.660 der Infizierten gelten inzwischen als genesen, schätzt das LGL mit Berufung auf die Kriterien des Robert-Koch-Instituts.

13.38 Uhr: Söder deutet Verlängerung von Anti-Corona-Maßnahmen an

Bayern muss sich möglicherweise auf länger andauernde Schulschließungen und Beschränkungen des öffentlichen Lebens einstellen. "Nach Ostern werden Perspektiven entwickelt und abgestimmt", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung in München. Und "natürlich wird es am Ende eine Maskenverpflichtung geben", sagte der CSU-Chef weiter. Gleichwohl sehe er Erfolge im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus: "Der positive Trend in Bayern der letzten Tage, der setzt sich glücklicherweise fort."

Mehr dazu lesen Sie hier.

12.25 Uhr: Paris verbietet tagsüber Sport im Freien

Die Stadt Paris verschärft die Ausgangsbeschränkungen und verbietet Sport an der frischen Luft zwischen 10 und 19 Uhr. Die neue Regelung gelte ab Mittwoch, teilten Bürgermeisterin Anne Hidalgo und die Polizeipräfektur mit. Sport sei nur noch zwischen 19 Uhr und 10 Uhr erlaubt, wenn der Andrang auf den Straßen am geringsten sei.

Paris hatte bereits vor drei Wochen alle Parks und Grünflächen geschlossen und Sportlerinnen und Sportler so auf die Fußgängerwege gedrängt. Außerdem sind Spaziergänge und Sport im ganzen Land auch nur noch im Radius von einem Kilometer zur Wohnung und eine Stunde am Tag erlaubt.

Jean-François Delfraissy, der Leiter des wissenschaftlichen Rates, bemängelte, dass sich am Wochenende bei schönem Wetter zahlreiche Menschen in der Hauptstadt nicht an die Ausgangsbeschränkungen gehalten hätten. Er bezeichnete das im Interview des Senders BFMTV als "eine Form des kollektiven Suizids". Seiner Auffassung nach sollten die Ausgangsbeschränkungen noch bis mindestens Anfang Mai beibehalten werden. Die Regelungen gelten in Frankreich seit gut drei Wochen. Das Haus zu verlassen, ist nur erlaubt, wenn es absolut notwendig ist.

11.47 Uhr: Japan beschließt wegen Corona größtes Konjunkturpaket aller Zeiten

Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt zu dämpfen, hat Japans Regierung ein Konjunkturpaket im Volumen von 108 Billionen Yen (916 Milliarden Euro) abgesegnet - das größte aller Zeiten. Damit soll vor allem in Not geratene Familien und kleine Firmen geholfen werden.

Das Konjunkturpaket sieht unter anderem Barmittel in Höhe von 300.000 Yen für einkommensschwache Familien vor, deren Einkommen wegen der Coronavirus-Krise um mehr als die Hälfte geschrumpft ist. Haushalte mit Kindern bekommen einmalige Zahlungen von 10.000 Yen pro Kind. Weitere bis zu zwei Millionen Yen bekommen Inhaber kleiner Firmen sowie mittelgroßer Unternehmen, deren Umsätze eingebrochen sind.

10.45 Uhr: RKI-Präsident sieht keine Entspannung der Lage

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lother Wieler, hat erklärt, dass in der Corona-Krise "nicht von einer Entspannung ausgegangen werden" könne. Zwar seien inzwischen schätzungsweise 33.300 Infizierte wieder genesen und das sei "eine erfreuliche Zahl", man müsse jedoch "in den nächsten Tagen abwarten, ob sich ein Trend abzeichnet." Zudem liege die Reproduktionszahl der Infektionen mit dem Coronavirus derzeit zwischen 1,2 und 1,5 und damit wieder etwas höher als zum Ende der vergangenen Woche. Am Freitag hatte Wieler den Faktor mit 1 beziffert, das heißt, dass ein Infizierter einen anderen Menschen mit dem Virus ansteckt. Sinkt die Zahl auf unter 1, gehen Virologen davon aus, dass eine Pandemie eingedämmt ist.

Wieler präsentierte vor der Presse auch eine neue App "Corona-Datenspende "zum Erkennen von Krankheits-Symptomen. Die App stehe ab heute zur Verfügung, sagt RKI-Präsident Lothar Wieler. Sie könne auf Fitnessarmbändern oder Smartwatches installiert werden. Sie sende dann anonymisierte Daten über Symptome wie höhere Temperatur oder auch schlechten Schlaf, die auf Atemwegserkrankungen hinwiesen. Die App könne nicht Covid-19 definitiv nachweisen, solle dem RKI aber helfen, neue Erkenntnisse zur Ausbreitung von Coronavirus-Infektionen in Deutschland zu gewinnen, so Wieler. Die Nutzung sei freiwillig, und diene nicht der Nachverfolgung von Kontaktpersonen, solle es aber möglich machen, Infektionsschwerpunkte besser zu verstehen. Das RKI kenne zu keinem Zeitpunkt persönliche Daten wie Name oder Anschrift der App-Nutzer. Man müsse lediglich einmalig die Postleitzahl eingeben. Ortungs- und Standortdaten aus den Geräten würden nicht abgefragt.

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Prof. Dr. Lothar Wieler, der Präsident des RKI, berichtet über die aktuellen Entwicklungen des Coronoavirus in Deutschland.

09.55 Uhr: Erstmals mehr als 1.000 Neuinfektionen in Russland festgestellt

In Russland gibt es erstmals mehr als 1.000 bekannte Neuinfektionen binnen eines Tages. 1.154 neue Fälle seien innerhalb der vergangenen 24 Stunden gemeldet worden, teilt das Krisenzentrum mit. Damit steige die Gesamtzahl der Infektionen auf 7.497. Elf weitere Menschen seien infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der Toten liege damit bei 58.

09.34 Uhr: Debatte um Ausfall von Oster-Gottesdiensten

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, hat Verständnis dafür gezeigt, dass es an den Osterfeiertagen keine öffentlichen Gottesdienste geben wird. Die Rettung von Menschenleben müsse stets der "leitende Gesichtspunkt" sein, sagte Bedford-Strohm der "Rheinischen Post". Dies gehe auch für die Kirchen vor. "Aus christlicher Nächstenliebe werden wir alles tun, was dazu beiträgt, das Virus einzudämmen und dennoch miteinander Ostern feiern zu können: Ob über Fernsehgottesdienste, Livestreams oder Telefonandachten, die Osterbotschaft lässt sich nicht aufhalten."

Kritik kam dagegen vom Staatsrechtler Horst Dreier: "Die Gottesdienste überall pauschal zu verbieten, halte ich für sehr problematisch." Gerade in der Corona-Krise sehnten sich viele Menschen nach seelischer Erbauung und geistlichem Zuspruch, daher habe ihn das Verbot schockiert. "Zum ersten Mal seit Menschengedenken wird es keine Ostergottesdienste geben." Er frage sich, warum Gottesdienste nicht wie Plenarsitzungen oder Pressekonferenzen organisiert werden könnten: "So voll sind unsere Gotteshäuser ja in der Regel nun auch wieder nicht."

09.02 Uhr: Altmaier warnt vor verfrühter Lockerung der Corona-Beschränkungen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat davor gewarnt, sich in der Debatte um eine Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen nach Ostern unter Druck setzen zu lassen. Im ZDF-"Morgenmagazin" sagte Altmaier, "dass wir jetzt, so kurz vor dem Schluss, nicht schwach werden dürfen". Die Bundesregierung werde "die Nerven behalten" und dann über eine Lockerung der Maßnahmen entscheiden, wenn die Datengrundlage eine Entscheidung zulasse, so Altmaier, "das ist jetzt nicht der Fall."

Für die Wirtschaft stellte der Minister indes eine stufenweise Aufhebung der Einschränkung nach Ostern in Aussicht: "Es wird Bereiche geben, wo man flexibler vorgehen kann, und andere, wo man vorsichtiger sein muss."Zudem sei beispielsweise der Produktionsstopp in der Autoindustrie gar nicht auf g esundheitspolitische Maßnahmen, sondern auf die gestörte Zulieferkette zurückzuführen und es gebe "viele Bereiche der Wirtschaft, die nach wie vor produzieren".

08.31 Uhr: Deutsche Industrie durch Corona "abrupt gestoppt"

Nach Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums wirkt sich die Corona-Krise massiv auf die deutsche Industrie aus. Diese habe sich nach einer etwa zweijährigen Schwächephase gerade belebt, im Februar habe die Produktion noch um 0,4 Prozent zugelegt, betonte das Ministerium. Damit sei es jetzt aber vorbei: "Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist diese Entwicklung nun abrupt gestoppt. Die Industrieproduktion wird ab März und im Durchschnitt des zweiten Quartals kräftig einbrechen." Auch die Bauproduktion werde wegen der verringerten Zahl an Arbeitskräften "merkliche Einbußen" verzeichnen.

Wegen der Corona-Pandemie dürfte die gesamte Wirtschaft im laufenden Quartal drastisch schrumpfen. Auch im Gesamtjahr 2020 ist eine Rezession Experten zufolge nicht mehr zu vermeiden. Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat schon betont, man müsse mit "tiefen Einschnitten" rechnen. Das Bruttoinlandsprodukt könnte in diesem Jahr noch stärker schrumpfen als während der Finanzkrise 2009, sagte Altmaier jüngst. Damals war die Wirtschaft um 5,7 Prozent eingebrochen.

08.12 Uhr: China meldet erstmals keinen Toten

Erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat China keine neuen Todesopfer mehr gemeldet. Schon seit Wochen gab es den offiziellen Angaben zufolge täglich kaum noch neue Infektionen und nur noch wenige neue Tote in der Volksrepublik. Am Dienstag führte die Statistik der Pekinger Gesundheitskommission nun zum ersten Mal seit Januar überhaupt keinen neuen Todesfall mehr auf.

Erneut gab es laut den Angaben 32 "importierte" Infektionen, die bei Menschen bei der Einreise nach China nachgewiesen wurden. Insgesamt sind den offiziellen Angaben zufolge in China bislang 3.331 Menschen durch die Lungenkrankheit Covid-19 ums Leben gekommen, 81.740 haben sich demnach nachweislich infiziert. Die tatsächlichen Zahlen dürften allerdings deutlich höher liegen, da die Art der Erhebung immer wieder geändert worden ist und viele Fälle nicht in der Statistik auftauchen.

Als Zeichen, dass sich die Lage gebessert hat, sollen mehr als zweieinhalb Monate nach der Abriegelung der chinesischen Metropole Wuhan die letzten Beschränkungen der Bewegungsfreiheit für die elf Millionen Bewohner aufgehoben werden. In der schwer betroffenen Metropole, wo die Pandemie im Dezember ihren Ausgang genommen hatte, wird ab Mitternacht Ortszeit (Dienstag 18.00 MESZ) der Verkehr normalisiert.

07.58 Uhr: Neuinfektionen steigen in Deutschland wieder stärker an

In Deutschland ist die Zahl der Neuinfektionen und der infolge einer Ansteckung verstorbenen Patienten wieder stärker angestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 99.225 bestätigte Infektionsfälle, das ist ein Anstieg binnen 24 Stunden um 3.834. Am Tag zuvor hatte das RKI noch 3.677 Neuinfektionen mitgeteilt. Die Zahl der verstorbenen Patienten stieg um 173 auf nun 1.607. Am Montag lag der Anstieg hier noch bei 92 Todesfällen binnen 24 Stunden.

In Bayern stieg die Zahl der Infizierten dem RKI zufolge um 1.189 auf 26.163, 481 Menschen sind bisher am Coronavirus gestorben. Das sind im Vergleich der Bundesländer die jeweils höchsten Zahlen.

05.57 Uhr: Italien legt Rekord-Hilfspaket gegen Corona-Folgen auf

Italien will mit einem Konjunkturprogramm im Volumen von 400 Milliarden Euro gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise vorgehen. Es handle sich um das größte Staatsprogramm in der Geschichte des Landes, sagte Regierungschef Giuseppe Conte. Die Hälfte der Hilfen soll an exportorientierte Unternehmen fließen, deren Umsätze in den vergangenen Wochen eingebrochen sind.

Es werde bald "einen neuen Frühling für Italien" geben, sagte Conte voraus. Das neue Maßnahmenpaket kommt zu staatlich abgesicherten Darlehen für Unternehmen im Volumen von 340 Milliarden hinzu, welche die Regierung bereits im März angekündigt hatte.

Italien ist auch eines der Länder, auf denen der Fokus einer Videokonferenz der Euro- und EU-Finanzminister am Dienstag (15.00 Uhr) liegt. Es gehört zu den Staaten, die sich nachdrücklich für die gemeinsame Schuldenaufnahme europäischer Länder in Form sogenannter Corona-Bonds einsetzen. Deutschland lehnt dies ab.

04.48 Uhr: China meldet erneut Rückgang der Neuinfektionen

Nach Angaben der chinesischen Gesundheitsbehörden wurden am Montag 32 neue Fälle bestätigt nach 39 am Tag zuvor. Bei allen 32 Neuinfektionen handle es sich um Reisende, die aus Übersee nach China gekommen seien. Insgesamt seien nunmehr 81.740 Fälle erfasst. 3.331 Menschen seien gestorben.

02.57 Uhr: Vorwahlen in Wisconsin finden trotz Corona-Risiko statt

Trotz der Corona-Krise soll es im US-Bundesstaat Wisconsin an diesem Dienstag nun doch die geplante Vorwahl geben. Das Oberste Gericht hob die durch Gouverneur Tony Evers angeordnete Verschiebung auf. "Tausende werden aufwachen und müssen sich entscheiden, ob sie ihr Wahlrecht ausüben oder gesund und sicher bleiben wollen", erklärte Evers dazu. Das Urteil lasse zu, dass die Wahl wie geplant laufe - gegen den Rat von Gesundheitsexperten und mit einem "extremen Risiko" für die Öffentlichkeit.

Der linke Senator Bernie Sanders, der wie Ex-US-Vizepräsident Joe Biden für die demokratische Präsidentschaftskandidatur antritt, kritisierte die Entscheidung scharf. "Lasst uns klar sein: Diese Wahl inmitten des Coronavirus-Ausbruchs abzuhalten, ist gefährlich, missachtet die Empfehlung der Gesundheitsexperten und kann sich durchaus als tödlich erweisen", warnte Sanders.

Die Entscheidung des Supreme Court kam nur wenige Stunden nachdem Evers in letzter Minute die Verschiebung der Vorwahl um zwei Monate angeordnet hatte. Vertreter der Republikaner in Wisconsin waren gerichtlich gegen die Entscheidung vorgegangen und warfen Evers ein "verfassungswidriges Manöver" vor. Wie genau der Wahltag nun ablaufen wird, ist unklar. Diverse andere Bundesstaaten hatten ihre ursprünglich für März und April angesetzten Abstimmungen wegen der Pandemie auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Dienstag, 07. April 2020

22.30 Uhr: Johnson auf Intensivstation

Dem mit dem Coronavirus infizierten britischen Premierminister Boris Johnson geht es schlechter. Ein Regierungssprecher teilte mit, er sei auf die Intensivstation verlegt worden. Johnson sei bei Bewusstsein und brauche aktuell kein Beatmungsgerät. Mehr dazu hier. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Johnson eine baldige Genesung gewünscht. Johnson habe ebenso wie das britische Volk in diesem schweren Moment seine ganze Unterstützung, erklärte Macron im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er hoffe, dass der britische Regierungschef die Krankheit schnell überstehe.

21.15 Uhr: Wuhan öffnet wieder

In der chinesischen Metropole Wuhan werden nun die letzten Beschränkungen der Bewegungsfreiheit für die elf Millionen Bewohner aufgehoben. In der schwer betroffenen Metropole hatte die Pandemie im Dezember ihren Ausgang genommen. Nun läuft auch der Verkehr wieder normal. Der Flugverkehr wird am Mittwoch wieder aufgenommen. Die Öffnung der Stadt ist für China ein wichtiges Signal, das Schlimmste überwunden zu haben. Von den mehr als 80 000 offiziell gemeldeten Infektionen in China waren 50 000 allein in Wuhan. Von den als 3.300 aufgelisteten Opfer stammen mehr als 2.500 allein aus der Metropole zu beklagen.

21.00 Uhr: Auch Dänemark lockert die Auflagen

In Dänemark bleiben große Zusammenkünfte bis August verboten. Sollten die Zahlen der Virus-Toten und -Infizierten weiter stabil bleiben, könnten dagegen Kindergärten und Schulen für die Klassen eins bis fünf ab dem 15. April wieder öffnen, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Die anderen Maßnahmen bleiben bis zum 10. Mai in Kraft.

20.15 Uhr: Erstmals mehr als 10.000 Opfer in den USA

Die Zahl der bekannten Infektionen stieg auf rund 350.000, deutlich mehr als in jedem anderen Land der Welt. Mehr als 10.300 kamen bisher ums Leben. Das geht aus Daten der amerikanischen Universität Johns Hopkins hervor. Der oberste Gesundheitsbeamte in den USA, Jerome Adams, hatte die Amerikaner bereits auf einen Anstieg der Todeszahlen eingestimmt. Es werde die härteste und traurigste Woche im Leben der meisten Amerikaner sein, sagte er dem Sender Fox News. Die USA mit ihren 330 Millionen Einwohnern sind gemessen an den absoluten Infiziertenzahlen am stärksten von der Corona-Krise betroffen.

19.25 Uhr: Tschechien weniger restriktiv

Das Betreiben von Individualsport wie Tennis oder Golf wird wieder erlaubt, wie das Minderheitskabinett aus populistischer ANO und Sozialdemokraten in Prag beschloss. Zudem dürfen erste Geschäfte öffnen, die im Kampf gegen die Pandemie geschlossen worden waren, darunter Hobby- und Baumärkte, der Eisenwarenhandel sowie Fahrradwerkstätten. Allerdings werden die Hygieneregeln für den Einzelhandel verschärft. Der Mindestabstand zwischen Kunden muss zwei Meter betragen, am Eingang müssen Desinfektionsmittel und Einweghandschuhe bereitgestellt werden.

18.49 Uhr: New Yorks Gouverneur sieht "Licht am Ende des Tunnels"

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo sieht für den besonders heftig vom Coronavirus getroffenen US-Bundesstaat Licht am Ende des Tunnels. Zwar sei die Zahl der in der Pandemie gestorbenen in New York im Vergleich zum Vortag um 599 auf 4.758 gestiegen, dies liege jedoch im Bereich der Vortage, sagte Cuomo am Montag auf seiner täglichen Pressekonferenz. Cuomo zufolge steht der US-Bundesstaat möglicherweise "am Höhepunkt oder am Beginn des Höhepunkts" der Krise. Die Maßnahmen wie Schul- und Geschäftschließungen werden bis zum 29. April verlängert. Der Bundesstaat verzeichnet 130.689 Infizierte.

18.29 Uhr: Weniger Infizierte aber höhere Totenzahl in Italien

In Italien sind nach Angaben des Zivilschutzes weitere 636 (Vortag: 525) Patienten an dem Virus gestorben. Damit steigt die Totenzahl insgesamt auf 16.523. Die Zahl der bestätigten Infektionen legt nur noch um 3.599 auf 132.547 zu. Das ist der schwächste Anstieg seit dem 17. März.

18.27 Uhr: Gewerkschaften fürchten Aus für Lufthansa-Tochter Germanwings

Gewerkschafter und Personalvertreter gehen davon aus, dass noch in dieser Woche die Schließung der Lufthansa-Tochter Germanwings verkündet werden solle, heißt es in einer Petition, die von Vertretern der Gewerkschaften Ufo und Vereinigung Cockpit unterzeichnet ist. Das Unternehmen bezeichnete die angeblichen Schließungspläne am Montag als "Spekulationen", zu denen es keine Beschlussvorlage des Vorstands gebe. Derzeit würden die Optionen für Germanwings überprüft.

18.02 Uhr: Pflegekräfte sollen 1.500 Euro Prämie bekommen

Wegen der Zusatzbelastungen in der Corona-Krise sollen Vollzeitbeschäftigte in der Altenpflege mit dem Juli-Gehalt eine Prämie von 1.500 Euro bekommen. Für Azubis ist eine Extra-Zahlung von 900 Euro geplant. Teilzeitbeschäftigte sollen eine Prämie entsprechend ihrer tatsächlich geleisteten Stunden erhalten. Darauf haben sich die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) laut einer Mitteilung geeinigt. Festgehalten werden solle die Regelung in einem eigenen Tarifvertrag.

Der BVAP vertritt nach eigenen Angaben mehrere hundert Unternehmen und Verbände, die als Pflegeanbieter auftreten, wie den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die Arbeiterwohlfahrt (Awo), die Volkssolidarität und den Paritätischen Gesamtverband. Man werde beantragen, dass der Tarifvertrag für die Mitarbeiter dort für allgemeinverbindlich für die ganze Branche erklärt wird, so dass alle Arbeitgeber in der Pflege diese Prämie zahlen müssten, sagte Sylvia Bühler vom Verdi-Bundesvorstand.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat angekündigt, allen Pflegekräften in Bayern eine steuerfreie Bonuszahlung von 500 Euro zukommen zu lassen.

17.19 Uhr: Mutter von Pep Guardiola nach Corona-Infektion verstorben

Die 82-jährige Mutter von Trainer Pep Guardiola ist an den Folgen einer Corona-Infektion verstorben. Das hat sein Verein Manchester City in einem Vereins-Statement bekannt gegeben. In dem Statement von Guardiolas Verein heißt es: "Die Manchester City-Familie ist bestürzt darüber heute mitteilen zu müssen, dass Peps Mutter Dolors Sala Carrió in Manresa, Barcelona, gestorben ist, nachdem sie sich mit dem Corona-Virus infiziert hat."

17.14 Uhr: Gottesdienst-Verbote beschäftigen deutsche Gerichte

Wenige Tage vor Ostern befassen sich immer mehr Gerichte in Deutschland mit den in der Corona-Krise verhängten Gottesdienstverboten. Das Verwaltungsgericht Leipzig bestätigte am heutigen Montag die entsprechende Regelung für Sachsen und entschied, das Verbot sei zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nicht zu beanstanden, da "notwendig und angemessen". Ähnliche Verfahren sind auch in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin und Hessen anhängig.

In Bayern hat unter anderem ein 66 Jahre alter evangelischer Rentner aus München eine sogenannte Popularklage beim Verfassungsgerichtshof eingereicht. Er argumentiert, dass die Verordnung der Staatsregierung gegen Artikel 107 und damit den Schutz der Glaubens- und Gewissensfreiheit sowie Artikel 100 der Bayerischen Verfassung verstößt. Vor allem sieht er den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt. "Mildere Formen" des Infektionsschutzes anstelle eines Verbotes wären "angezeigt gewesen". Unabhängig davon sind vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof sogenannte Normenkontrollklagen gegen die Verordnungen der Staatsregierung anhängig.

16.41 Uhr: Merkel sieht EU in ihrer größten Bewährungsprobe

Die Europäische Union steht durch die Virus-Krise nach Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel "vor der größten Bewährungsprobe seit ihrer Gründung". Von der Herausforderung für die Gesundheit ihrer Bürger seien alle gleichermaßen betroffen, sagte die Kanzlerin in Berlin. "Es wird darum gehen zu zeigen, dass wir bereit sind, unser Europa zu verteidigen, es zu stärken." Dabei gehe es um finanzielle Hilfen an die Mitgliedsländer etwa durch vorsorgliche Kreditlinien aus dem Europäischen Stabilisierungsmechanismus (ESM) und den von der Kommission vorgeschlagenen Fonds für Regelungen ähnlich dem dem Kurzarbeitergeld in Deutschland. Aber nach der Krise werde auch ein Belebungsprogramm für die Wirtschaft gebraucht: "Auch da ist Deutschland bereit, seinen Beitrag zu leisten."

Zu einem Ausstieg aus dem Shutdown sagt Merkel, natürlich denke die Bundesregierung "intensiv" darüber nach, wie die Ausgehbeschränkungen schrittweise gelockert werden könnten. Es sei aber nicht angebracht, jetzt schon einen Zeitpunkt dafür zu nennen. Der Schutz der Gesundheit werde aber auf jeden Fall im Vordergrund stehen. Der Ausstieg aus den Auflagen werde mit Sicherheit schrittweise erfolgen.

16.19 Uhr: Tschechisches TV dreht Corona-Sitcom

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Tschechien macht die Coronavirus-Pandemie zum Thema einer Sitcom. Die Dreharbeiten für die neue Serie mit dem Titel "Die Liebe in Zeiten von Corona" sollen bereits in einer Woche beginnen, wie eine Sprecherin des Senders CT mitteilte. Man habe sich entschlossen, gegen die derzeitige belastende Situation mit Humor anzukämpfen.

In sechs Episoden sollen unter dem Motto "ein Haus, drei Generationen, eine globale Pandemie" die Erlebnisse der Bewohner einer Prager Mietskaserne erzählt werden. Die Fernsehzuschauer sind aufgerufen, ihre eigenen Erfahrungen mit den seit drei Wochen geltenden, drastischen Ausgangsbeschränkungen in Tschechien einzubringen. Dafür haben die Macher eine Internetseite eingerichtet. Ein festes Drehbuch gebe es bisher nur für den ersten Teil, sagte Produzent Tomas Baldynsky. Die Dreharbeiten finden mit einer Minimalbesetzung statt, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. So sollen die Kameras ferngesteuert werden.

16.05 Uhr: Bund garantiert Kredite für kleinere Unternehmen zu 100 Prozent

Die große Koalition hat ein zusätzliches Schnellkreditprogramm für den Mittelstand beschlossen, bei dem der Bund die Garantie für die Kredite zu 100 Prozent übernimmt. Unternehmen mit elf bis 50 Beschäftigten können künftig vollständig vom Bund verbürgte Kredite in einer Höhe von bis zu 500.000 Euro erhalten, wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bei einer Pressekonferenz mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Berlin sagte. Unternehmen mit einer Mitarbeiterzahl zwischen 50 und 250 erhalten im Rahmen des neuen Programms Kredite von bis zu 800.000 Euro, so Scholz. Die Zinsen für die Kredite liegen bei drei Prozent, die Laufzeit soll zehn Jahre betragen.

Das neue Kreditprogramm ergänzt das bereits bestehende Sonderkreditprogramm der staatlichen Förderbank KfW. Bei diesem liegt die Ausfallgarantie des Staates für kleine und mittlere Unternehmen bei 90 Prozent, für große Unternehmen bei 80 Prozent. Die Hausbanken der Unternehmen geben dabei zunächst eine Bewertung samt Zukunftsprognose ab, die KfW übernimmt diese dann. Allerdings zögerten viele Hausbanken wegen des verbliebenen Risikos mit der Vergabe von Krediten.

15.47 Uhr: Japan erklärt Tokio zum Notstandsgebiet

Japan will wegen der Coronavirus-Pandemie den Notstand ausrufen. Dieser solle ab Dienstag für die Hauptstadt Tokio sowie sechs weitere Präfekturen gelten und etwa einen Monat in Kraft bleiben, sagte Ministerpräsident Shinzo Abe. Grund für diesen Schritt seien die sich rasch ausbreitenden Covid-19-Erkrankungen in großen Städten wie Tokio und überlastete Krankenhäuser. Der öffentliche Nahverkehr, Banken, Lebensmittelgeschäfte und andere wichtige Geschäfte sollten geöffnet bleiben, strenge Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen seien nicht geplant, "aber wir müssen jeden bitten, seine Kooperation zu verstärken", sagte Abe. Weitere Erklärungen kündigte er für Dienstag an.

In Japan sind bis Montag nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 3.654 Infektionen mit dem Virus festgestellt worden, 85 Menschen starben mit dem Erreger, 575 sind bereits wieder gesund. Die Zahl der sogenannten aktiven Fälle lag damit bei knapp 3.000.

15.30 Uhr: Bayern-FDP fordert von Söder "Exit-Fahrplan"

Bayerns FDP-Landeschef Daniel Föst fordert von der Staatsregierung einen Fahrplan für den Weg aus den Anti-Corona-Maßnahmen. "Wir müssen jetzt darüber diskutieren, wie und wann wir unser gesellschaftliches Leben und unsere Wirtschaft wieder aus dem Shutdown führen", sagte er in München. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dürfe sich dieser Debatte nicht länger verweigern: "Ein Exit-Fahrplan ist überfällig. Die Menschen nehmen derzeit viele Einschränkungen in Kauf", betonte Föst.

Es sei Aufgabe der Regierung, mögliche Ausstiegsszenarien zu erarbeiten, "andere Länder sind hier schon weiter", sagte Föst und verwies auf Österreich: "Das gibt den Menschen eine Perspektive und schafft Planungssicherheit für die Unternehmen. Wir Bayern müssen wissen, unter welchen Bedingungen wir Schritt für Schritt wieder zur Normalität kommen." Die bayerische Staatsregierung hält auch nach der angekündigten Lockerung in Österreich am zwischen Bund und Ländern verabredeten Zeitplan fest: Erst am Dienstag nach Ostern wollen die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das Vorgehen beraten.

15.22 Uhr: Rund 50.000 Verstöße in Bayern gegen Corona-Maßnahmen

Seit Beginn der bundesweiten Maßnahmen gegen das Coronavirus wurden in Bayern von der Polizei rund 50.000 Verstöße registriert. Zwischen dem Start am 21. März und dem 6. April habe es im Freistaat rund 411.000 Kontrollen gegeben, teilte das Innenministerium in München mit. Rund ein Drittel der Kontrollen habe sich direkt auf die Überprüfung der vorläufigen Ausgangsbeschränkungen bezogen. Bei den restlichen Überprüfungen ging es um die Einhaltung von Veranstaltungs- und Versammlungsverboten sowie Betriebsuntersagen.

15.15 Uhr: Strikte Ausgangssperre für Mitterteich aufgehoben

Die strikte Ausgangssperre für die Stadt Mitterteich im oberpfälzischen Landkreis Tirschenreuth wird ab Dienstag (7. April) aufgehoben. Das Infektionsgeschehen im Stadtgebiet zeige keine signifikanten Unterschiede mehr zur Entwicklung im restlichen Landkreis, teilte das Landratsamt mit. Der Anstieg der Fallzahlen habe sich deutlich verlangsamt. Deshalb dürfe auch das Stadtgebiet ab Dienstag wieder betreten und verlassen werden. Allerdings sei auch weiterhin das Verlassen der eigenen Wohnung nur aus triftigen Gründen erlaubt, wie im restlichen Bayern auch. Die Stadt Mitterteich gilt deutschlandweit als Hotspot der Covid-19-Erkrankungen, gemessen an der Einwohnerzahl. Nach Angaben des Landratsamtes waren am Dienstagmittag im Kreis Tirschenreuth 814 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert, 44 Menschen sind bisher an Covid-19 gestorben.

14.25 Uhr: Berlin nennt keinen Stichtag für Ende der Corona-Maßnahmen

Trotz der geplanten Lockerung der Maßnahmen gegen die Corona-Epidemie in Österreich hält die deutsche Bundesregierung an ihrer Linie fest, derzeit keine Stichtage für ein Zurückfahren der Beschränkungen zu nennen. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte, dass die meisten Menschen sich zwar an die geltenden Beschränkungen hielten, bekräftigte die jüngsten Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dass sie noch keinen solchen Stichtag nennen könne und dies in der jetzigen Situation auch unverantwortlich wäre.

Die Kanzlerin hatte in ihrem am Freitagabend veröffentlichten wöchentlichen Podcast wörtlich gesagt, sie würde "absolut unverantwortlich handeln, wenn ich Ihnen heute einfach einen konkreten Tag nennen würde, an dem die Maßnahmen aufgehoben, zumindest aber gelockert werden könnten, dieses Versprechen dann aber nicht einhalten könnte, weil die Infektionszahlen es nicht zulassen."

14.14 Uhr: BMW verlängert Produktions-Stopp bis 30. April

BMW hat den Produktionsstopp in seinen Werken in Europa und Nordamerika bis Ende April verlängert. Wegen der Corona-Pandemie sei "mit einem weiteren Rückgang der Nachfrage auf den weltweiten Automobilmärkten" zu rechnen, teilte das Unternehmen in München mit. Weil die Autohäuser geschlossen seien, werde "es noch länger dauern, bis die Märkte sich wieder erholen".

In München, Dingolfing, Regensburg und Leipzig sind derzeit rund 20.000 BMW-Mitarbeiter in Kurzarbeit. BMW hatte seine Werke in Europa, Südafrika und Mexiko schon Mitte März herunterfahren, das Werk Spartanburg in den USA folgte Ende März. In diesen Werken werde im April kein Auto und kein Motorrad gebaut, sagte ein Sprecher. Denn in Europa seien "derzeit aufgrund des Coronavirus rund 80 Prozent aller Händlerbetriebe geschlossen, in den USA sind es circa 70 Prozent".

Dagegen laufen die Bänder am größten BMW-Standort Shenyang in China seit Mitte Februar wieder. Vertriebsvorstand Pieter Nota sagte: "In China sehen wir mit einem starken Auftragseingang die ersten Anzeichen einer Erholung."

13.55 Uhr: Langsamerer Anstieg der Fallzahlen macht Spanien Hoffnung

In Spanien ist die Zahl der am Coronavirus gestorbenen Patienten den vierten Tag in Folge langsamer gestiegen. In dem Land, das nach Italien weltweit die meisten Todesopfer zu beklagen hat, nährt das die Hoffnung, der Höhepunkt der Epidemie könnte erreicht sein. "Wir beobachten, dass sich das Ausbreitung der Pandemie in fast jeder Region verlangsamt", sagte Maria Jose Sierra, Vize-Vorsitzende des Notfallkomitees. Laut Gesundheitsministerium erlagen binnen 24 Stunden 637 Menschen einer Ansteckung mit dem Virus. Das sei ein Anstieg von fünf Prozent - nur halb so stark wie eine Woche zuvor. Insgesamt starben bislang 13.055 Menschen. "Wir bereiten uns auf eine De-Eskalation vor", sagte Außenministerin Arancha Gonzalez. Unter bestimmten Voraussetzungen könnten die Ausgehbeschränkungen für die Bevölkerung schrittweise aufgehoben werden.

13.42 Uhr: Österreichs Bundesland Tirol hebt Quarantäne auf

Das österreichische Bundesland Tirol hebt die Quarantäne für das gesamte Landesgebiet mit kleinen Ausnahmen an diesem Dienstag auf, wie Landeschef Günther Platter (ÖVP) mitteilte. Die Quarantäne für alle 279 Gemeinden sollte ursprünglich noch bis einschließlich Ostermontag, 13. April, gelten. Seit dem 18. März durften die Menschen in Tirol nur in Ausnahmefällen ihre Wohnorte verlassen.

13.30 Uhr: Filmfest München abgesagt

Das Filmfest München fällt dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Es sei derzeit nicht möglich, ein Festival zu planen, das essenziell auf die Begegnung von Filmschaffenden aus aller Welt angewiesen sei, teilten die Organisatoren mit. Eigentlich sollte das 27. Filmfest vom 25. Juni bis 4. Juli stattfinden.

12.43 Uhr: Bundesregierung feilt an Exit-Plänen

Die Bundesregierung treibt die Planungen für die Lockerung der Corona-Einschränkungen voran. Als erstes sollten der Einzelhandel, Restaurants und in bestimmten Regionen die Schulen wiedereröffnet werden, heißt es in einem Konzeptpapier des Innenministeriums, das der Nachrichtenagentur "Reuters" vorliegt. Großveranstaltungen und private Feiern müssten vorerst verboten bleiben; sobald ausreichend Masken vorhanden seien, solle eine Tragepflicht in Bussen und Bahnen, Fabriken und Gebäuden eingeführt werden. Bestimmte Wirtschaftszweige könnten zunächst als "Inseln" den Betrieb wieder aufnehmen, wenn nicht zuviel Kundenkontakt besteht. Als Voraussetzung nennt das Papier, dass die Ansteckungsrate unter eins bleibt.

12.39 Uhr: BMW verlängert Produktionsstopp

BMW unterbricht seine Autoproduktion in Europa und den USA wegen der Corona-Krise fast zwei Wochen länger als bisher geplant. Die Fertigung in den Fahrzeugwerken außerhalb Chinas ruhe nun vorerst bis zum 30. April, sagte ein Konzernsprecher am Montag. Bisher hatte BMW auf ein Ende der Produktionsstopps am 19. April gehofft.

Zur Begründung für die Verlängerung verwies der Sprecher auf den Einbruch der Verkaufszahlen infolge der Schließung zahlreicher Autohändler in mehreren Ländern. "Daher wird es noch länger dauern, bis die Märkte sich wieder erholen."

11.55 Uhr: Auslands-Rückkehrer sollen 14 Tage in Quarantäne

Deutsche, EU-Bürger oder langjährig in Deutschland wohnende Personen, die nach mehrtägigem Auslandsaufenthalt in die Bundesrepublik zurückkehren, sollen künftig zwei Wochen in Quarantäne. Das empfahl das Corona-Krisenkabinett nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur den Bundesländern. Reisende dürfen nur noch aus einem triftigen Grund nach Deutschland kommen. Grundsätzlich sind demnach Einreisen aus Drittstaaten nur noch in ausgewählten Fällen zulässig, die Reisenden werden an den Grenzen kontrolliert.

Über EU-Bürger oder langjährig in Deutschland lebende Personen hinaus gebe es Ausnahmen für medizinisches Personal, Pendler, Diplomaten und weitere Personengruppen. Für Pendler sowie Geschäftsreisende und Servicetechniker, die für wenige Tage beruflich ein- oder ausreisen müssen, wird dem Beschluss zufolge keine Quarantäne angeordnet.

11.21 Uhr: Österreich plant Lockerung der Corona-Einschränkungen

Österreich will seine drastischen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus direkt nach Ostern langsam lockern. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gab am Montag die Öffnung von kleinen Geschäften sowie Bau- und Gartenmärkten unter strengen Auflagen ab dem 14. April als Ziel aus.

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Österreich will seine drastischen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus direkt nach Ostern langsam lockern.

10.14 Uhr: Ministerium schaltet Plattform für Freiwillige frei

Die Plattform, über die Bundesfreiwillige sich für einen Einsatz in Pflegestellen registrieren können, soll am Dienstag online gehen. Laut Instagram-Mitteilung von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) werde die Seite www.freiwillige-helfen-jetzt.de morgen freigeschaltet. Das Ministerium will damit Helfer aus den Freiwilligendiensten zum Corona-Kriseneinsatz bewegen, die ihren Dienst wegen der aktuellen Situation gerade nicht ausüben können. Sie könnten in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder bei der Lebensmittelversorgung von Bedürftigen arbeiten.

09.31 Uhr: Bundesregierung plant weitere Hilfen für Mittelstand

Die Bundesregierung will in der Corona-Krise zusätzliche Hilfen in großem Umfang vor allem für den Mittelstand beschließen. Das "Corona"-Kabinett wolle am Montag ein zusätzliches Kreditprogramm verabschieden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Ziel sei es demnach, eine Pleitewelle zu verhindern und Jobs zu erhalten. Konkret gehe es um Verbesserungen bei Kreditbedingungen. Firmen sollen für eine begrenzte Zeit mit einer 100-prozentigen Staatshaftung abgesichert werden.

09.10 Uhr: Jobcenter sollen Hartz-IV-Anträge ohne Vermögensprüfung bewilligen

Wegen der Corona-Krise sollen die Jobcenter Hartz IV-Anträge offenbar auch ohne Vermögensprüfung und ohne persönliches Erscheinen der Betroffenen bewilligen können. Nach einem Bericht "Bild" gilt derzeit eine interne Weisung der Bundesagentur für Arbeit, wonach auch formlose Anträge etwa per Mail angenommen und grundsätzlich rückwirkend vom jeweiligen Monatsbeginn für die Dauer von sechs Monaten gewährt werden.

08.07 Uhr: Ministerium plant Werbekampagne für Corona-App

Das Bundeswirtschaftsministerium startet mit Vorbereitungen für die Verbreitung und Bewerbung einer App zur Nachverfolgung von Corona-Infektionen. Am Dienstag wolle der Beauftragte des Wirtschaftsministeriums für die Digitale Wirtschaft und Start-ups, Thomas Jarzombek (CDU), mit den Verbänden das weitere Vorgehen besprechen, berichtete das "Handelsblatt" am Montag. "Damit die App wirksam im Kampf gegen das Virus hilft, müssen möglichst viele Menschen in Deutschland und Europa diese App nutzen", sagte Jarzombek.

07.15 Uhr: Zahl an Neuinfizierten in Deutschland weiter rückläufig

In Deutschland sind die Neuinfektionen den vierten Tage in Folge rückläufig. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Montag weitere 3.677 bestätigte Fälle. Damit stieg die Zahl auf insgesamt 95.391. Der Anstieg war geringer als der am Sonntag bekanntgegebene von 5.936 Neuinfektionen. Die Zahl der Toten stieg um 92 auf 1434.

04.35 Uhr: Neuinfektionen in China steigen wieder an

Die Gesundheitsbehörden in China verzeichnen einen leichten Anstieg der Neuinfektionen. Per Sonntag seien 39 neue Fälle in Festland-China registriert worden nach 30 am Vortag. 38 davon seien Menschen, die aus dem Ausland eingereist seien. Die Zahl der asymptomatischen Fälle, also bei denen Infizierte selbst keine Symptome zeigen, das Virus aber auf andere übertragen können, sei auf 78 von 47 am Samstag gestiegen. Insgesamt liegt die Zahl der erfassten Erkrankungen in China den Angaben zufolge nunmehr bei 81.708, 3331 Menschen starben.

00.08 Uhr: Tiger positiv auf Corona getestet

In einem New Yorker Zoo ist ein Tiger positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das vierjährige Weibchen Nadia leide an einem trockenen Husten, werde sich aber voraussichtlich erholen, teilen die Betreiber des zoologischen Gartens im Stadtteil Bronx mit. Es sei weltweit die erste bekannte Infektion bei einem Tiger und das erste Mal, dass in den USA bei einem Tier die Krankheit nachgewiesen worden sei.

Montag, 6. April 2020