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Seniorenheim in Langenzenn: Immer mehr Corona-Infizierte | BR24

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Im Seniorenpflegeheim Langzenn (Lkr. Fürth) steigt die Zahl von Corona-Infizierten. Mehr als die Hälfte der Bewohner und Mitarbeiter sind betroffen. Um das Stammpersonal zu entlasten, werden inzwischen Leiharbeiter eingesetzt.

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Seniorenheim in Langenzenn: Immer mehr Corona-Infizierte

Im AWO-Seniorenheim in Langenzenn im Landkreis Fürth nehmen die Corona-Fälle weiter zu. Stand Freitagnachmittag (3.4.) wurde knapp die Hälfte der 113 Bewohner positiv auf das Virus getestet worden. Und es ist keine Entspannung in Sicht.

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Die Bewohner sind betagt und haben oft mehrfach chronische Erkrankungen, gehören damit zur Corona-Risikogruppe: Gestern wurde bekannt, dass sich im AWO-Seniorenheim in Langenzenn im Landkreis Fürth überdurchschnittlich viele Personen mit dem Virus infiziert haben. Heute ist die Zahl weiter gestiegen.

Mehr als 50 infizierte Senioren

Bis Freitagnachmittag (3.4.) wurde knapp die Hälfte der 113 Bewohner positiv auf das Virus getestet, sagte Geschäftsführer Robert Schneider dem Bayerischen Rundfunk. Gleichzeitig hätten sich mittlerweile mehr als 30 Heimmitarbeiter angesteckt. Weitere Tests stehen noch aus.

Infiziertes Personal arbeitet weiter

Am Freitag erhielt Schneider die Erlaubnis, infiziertes Personal, das keine Symptome aufweist, für die Pflege ebenfalls infizierter Patienten einzusetzen. Zusätzlich arbeiten derzeit zehn Leiharbeiter und -arbeiterinnen in dem Seniorenheim, um den Personalengpass zu überbrücken.

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"Spiel auf Zeit"

Robert Schneider sprach von einem "Spiel auf Zeit". Er gehe davon aus, dass sich früher oder später alle Heimbewohner und auch weitere Mitarbeiter anstecken. Jedoch hoffe er, dass dieser Prozess möglichst viel Zeit in Anspruch nehme. Denn bereits in einer Woche sollen die ersten Mitarbeiter, die sich derzeit in Quarantäne befinden, wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können, so Schneiders Hoffnung.

Drei Bewohner an Covid-19 gestorben

Im Zuge der Corona-Ausbreitung in dem Seniorenheim der AWO sind bereits drei Menschen gestorben, die unter schweren Vorerkrankungen gelitten hatten, so Schneider. Seinen ersten Corona-Fall hatte das Heim erst vergangene Woche gemeldet.