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    Demonstration gegen Krankenhausschließung in Hersbruck

    Vor dem Nürnberger Gesundheitsministerium wird am Samstag gegen die Schließung des Hersbrucker Krankenhauses demonstriert. Es gehört zum Klinikum Nürnberg - die Geschäftsleitung will die 60 Betten in das Krankenhaus Lauf verlegen.

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    Eine nötige Sanierung wäre zu teuer, politische Vorgaben nicht mehr zu schaffen und ärztlicher Nachwuchs auf dem Land Mangelware - so die offiziellen Gründe für die Schließung.

    Bürger vermuten wirtschaftliche Hintergründe

    Eine Initiative aus Hersbrucker Bürgern und Krankenhauspersonal vermutet dagegen reine Wirtschaftsinteressen hinter den Schließungsplänen. Sie wollen deshalb vor dem Gesundheitsministerium am Gewerbemuseumsplatz demonstrieren "für kleine Krankenhäuser und gute Pflege vor Ort" und gegen eine gewinnorientierte Gesundheitspolitik. Unterstützt werden sie dabei von Bürgern aus Marktheidenfeld, Karlstadt und Waldkirchen. Dort drohen ebenfalls Krankenhausschließungen.

    Landespolitik favorisiert Gesundheitszentrum

    Für die Demonstration zugesagt haben außerdem bereits Landtags-Politiker wie Hubert Aiwanger (FW) und Claudia Stamm (mut, ehemals Bündnis 90/Die Grünen). Die kommunale und Landespolitik favorisiert derzeit diese Alternativlösung: Aus dem Hersbrucker Krankenhaus soll ein "Haus der Gesundheit" werden, mit Fachärzten, Operationssaal und Bereitschaftspraxis. Dafür interessiert sich auch schon ein erfahrener Investor.