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Corona-Ticker Oberbayern: Aus Demo wird Gottesdienst | BR24

© pa/dpa/Sachelle Babbar

Querdenken-Demo am 12.09.2020 in München.

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Corona-Ticker Oberbayern: Aus Demo wird Gottesdienst

In München wurde eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen am Sonntag wegen der zu hohen Teilnehmerzahl kurzerhand zu einem Gottesdienst erklärt. Bis zu 1.000 Menschen durften teilnehmen, 1.700 waren gekommen. Alle Entwicklungen im Live-Ticker.

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Die wichtigsten aktuellen Corona-News aus Oberbayern

  • Landrat von Garmisch-Partenkirchen positiv getestet (01.11., 20.30 Uhr)
  • Aus Demo wird Gottesdienst (01.11., 20.00 Uhr)
  • Bayerischer Verwaltungsgerichtshof weist Beschwerden gegen Auflagen bei Querdenken-Demo zurück (01.11., 14.16 Uhr)
  • München genehmigt Corona-Demo am Sonntag unter Auflagen (30.10., 18.11 Uhr)
  • München sagt Christkindlmarkt und Faschingstreiben ab (30.10., 16.45 Uhr)
  • 1.245 Neuinfektionen seit gestern in Oberbayern (30.10., 15.30 Uhr)
  • 52 neue Fälle im Landkreis Mühldorf: Kein Zusammenhang mit Ampfinger Putenschlachthof (30.10., 14.50 Uhr)
  • Münchner Tierpark Hellabrunn schließt vorübergehend (30.10., 13.50 Uhr)
  • Coronavirus: Weitere Artikel und Hintergründe finden Sie hier

Corona-Neuinfektionen in Oberbayern pro Tag

Entwicklung der Corona-Kurve in Oberbayern

Hier die aktuellen Tickermeldungen.

20.30 Uhr: Landrat von Garmisch-Partenkirchen positiv getestet

Landrat Anton Speer hat sich mit dem Coronavirus angesteckt, das hat heute Abend der Sprecher des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen mitgeteilt. Am späten Freitagnachmittag erhielt der Landrat von Garmisch-Partenkirchen das positive Testergebnis durch das Gesundheitsamt. Er habe sich daraufhin umgehend in häusliche Isolation begeben. Gesundheitlich gehe es Speer den Umständen entsprechend gut. Wie bei allen positiv getesteten Personen musste auch er eine Liste mit Kontaktpersonen erstellen. Diese wurden durch das Gesundheitsamt bereits informiert. Im Landratsamt war schon zuvor für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen und die Beachtung von Abstandshaltung vorgeschrieben, um das Ansteckungsrisiko im Amt zu minimieren und die Arbeitsfähigkeit aufrechterhalten zu können. Während dessen steigt im Landkreis Garmisch-Partenkirchen die Zahl der Corona-Infizierten weiter an. Allein von Freitagnachmittag bis Samstagnachmittag sind 31 neue Fälle hinzugekommen. Am Samstag überschritt der Landkreis damit mit einem 7-Tage-Inzidenzwert von 111,96 die Marke von 100 und ist damit Dunkelrot auf der Corona-Karte des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Mit dem Stand von heute liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert über 100 pro 100.000 Einwohnern.

20.00 Uhr: Aus Demo wird Gottesdienst

Eine Kundgebungen gegen die Corona-Maßnahmen ist wegen der zu hohen Teilnehmerzahl am Sonntag zum Gottesdienst erklärt worden. Juristen des Innenministeriums haben dies akzeptiert. Diese und andere Versammlungen in München verliefen friedlich. In Bayern unterliegen Gottesdienste unter freiem Himmel keiner Beschränkung der Teilnehmerzahl. Deshalb hatte der Rechtsanwalt Markus Haintz die Demonstration auf der Münchner Theresienwiese zu Beginn der Versammlung kurzerhand zum Gottesdienst erklärt. Rund 1.700 Menschen hatten sich versammelt, um gegen die Corona-Beschränkungen zu demonstrieren. Juristen des Innenministeriums hätten die Umwandlung der Anti-Corona-Demo auf der Theresienwiese in einen Gottesdienst akzeptiert, sagte ein Sprecher der Polizei dem BR. Wie es ausschaue, sei es tatsächlich ein Gottesdienst, meinte er.

14.16 Uhr: "Querdenken 089"-Demo in München: Eilanträge abgelehnt, Beschwerden zurückgewiesen

Gegner der Corona-Maßnahmen demonstrieren heute wieder in München. Als Redner hat sich unter anderen Fernsehpfarrer Jürgen Fliege angekündigt.Die Stadt hat die angemeldete Kundgebung des Bündnisses "Querdenken 089" unter strikten Auflagen zugelassen. Eilanträge der Organisatoren gegen die Auflagen wurden am späten Samstagabend vom Münchner Verwaltungsgericht abgelehnt. Gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts wurden noch zwei Beschwerden eingelegt, die der Bayerische Verwaltungsgerichtshof aber zurückwies. Laut Auflagen der Stadt München dürfen maximal 1.000 Menschen anstatt der angemeldeten 5.000 von 16.30 Uhr bis längstens 21.00 Uhr an der Veranstaltung unter dem Motto "Querdenken 089" an Allerheiligen auf der Theresienwiese teilnehmen, wie das Kreisverwaltungsreferat schon am Freitag mitteilte. Die Behörde hat auch den angemeldeten Versammlungsleiter für die Theresienwiese abgelehnt. Wegen "seines bisherigen Verhaltens und verschiedener öffentlicher Redebeiträge" bestehe der Verdacht, dass er einen friedlichen Verlauf der Versammlung nicht gewährleisten werde. Am 12. September hatten zuletzt 10.000 Menschen auf der Theresienwiese gegen Maskenpflicht und Abstandsregeln demonstriert.

Sonntag, 1. November 2020

12.26 Uhr: Menschenkette soll Münchner Theater verbinden

Mit einer kontaktlosen Menschenkette wollen in München Mitglieder der Münchner Theaterensembles ein Zeichen der Solidarität für die freischaffenden Künstler und Künstlerinnen der Theaterhäuser setzen. Es gehe ihnen um den Erhalt des Kultursektors und nicht darum, die Schutzmaßnahmen gegen die Pandemie anzuzweifeln, schreiben sie in ihrem Aufruf. Die Menschenkette soll am Samstagnachmittag ab 15 Uhr in der Innenstadt eine halbe Stunde lang die drei Theater Münchner Kammerspiele, Residenztheater und Volkstheater miteinander verbinden. Unterzeichnet haben den Aufruf die Theaterleute Katharina Bach, Thomas Hauser, Anna Gesa-Raija Lappe, Vincent Sauer, Helene Schmitt, Anne Stein, Lisa Stiegler und Michael Wächter.

Samstag, 31.10.2020

18.11 Uhr: Stadt München genehmigt Corona-Demo unter Auflagen

Die Stadt München hat die für Sonntag angekündigte Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen unter strikten Auflagen zugelassen. Maximal 1.000 Menschen anstatt der angemeldeten 5.000 dürfen von 16.30 Uhr bis spätestens 21.00 Uhr an der Veranstaltung unter dem Motto "Querdenken 089" an Allerheiligen auf der Theresienwiese teilnehmen, wie das Kreisverwaltungsreferat am Freitagabend mitteilte. Die Teilnehmer müssten mindestens 1,5 Meter Abstand halten und während der gesamten Versammlung eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Ausgenommen seien Redner. Grund der Beschränkungen sei der Infektionsschutz.

Zudem lehnte die Behörde den angemeldeten Versammlungsleiter für die Theresienwiese ab. "Aufgrund seines bisherigen Verhaltens und verschiedener öffentlicher Redebeiträge besteht der Verdacht, dass er nicht die Gewähr für einen friedlichen Verlauf der Versammlung bieten wird, insbesondere weil er mehrfach die Geltung des Grundgesetzes in Abrede gestellt hat", erläuterte das Kreisverwaltungsreferat.

Demonstrationszüge durch die Innenstadt mit bis zu 1.000 Menschen zur Theresienwiese verbot die Behörde. Sie ließ jedoch Kundgebungen mit 200 Menschen zu, meist an den ursprünglich geplanten Startpunkten am Gärtnerplatz, Harras, Karlsplatz und Wittelsbacher Platz. Für 100 Menschen wurde eine Kundgebung erlaubt.

Den Auflagen lägen eine Gefahrenprognose des Polizeipräsidiums München und eine infektionsschutzrechtliche Bewertung des städtischen Referats für Gesundheit und Umwelt zugrunde, hieß es weiter.

16.45 Uhr: München sagt Christkindlmarkt und Faschingstreiben ab

Der traditionelle Christkindlmarkt auf dem Münchner Marienplatz wird wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Gleiches gilt für die Weihnachtsmärkte in den Stadtvierteln. Das hat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse jetzt entschieden. „Ich hätte uns allen gewünscht, dass wir dieses so belastende Jahr wenigstens mit dem traditionellen Christkindlmarkt hätten ausklingen lassen können", betont Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Jetzt müsse aber Kontaktbeschränkung oberste Priorität haben. Der Faschingsauftakt am 11. November mit der Narrhalla auf dem Viktualienmarkt und das Faschingstreiben am Faschingsdienstag mit dem Tanz der Marktweiber werden ebenfalls schon jetzt abgesagt.

16.40 Uhr: Trotz Teil-Lockdown: Stadtbibliothek Rosenheim bleibt geöffnet

Trotz Teil-Lockdown, in der Stadt Rosenheim schon ab heute 21 Uhr, bleibt die Stadtbibliothek weiter geöffnet. Der Aufenthalt sollte sich auf die Zeit beschränken, die zum Aussuchen und Ausleihen der Medien benötigt wird. Arbeits- und Sitzplätze stehen aktuell nicht zur Verfügung. Außerdem weist die Rosenheimer Stadtbibliothek auch auf andere Angebote hin: Es gibt beispielsweise einen Medienlieferdienst, der Bücher, CDs etc. bis vor die Haustüre liefert. Auf diese Weise können ausdrücklich auch Menschen, die sich in Quarantäne befinden, mit Medien versorgt werden. Auch Online-Vorträge, Webinare und eine Online-Lesung finden statt.

15.30 Uhr: 1.245 Neuinfektionen seit gestern in Oberbayern

Seit gestern sind in Oberbayern 1.245 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Das meldet das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL. Damit steigt die Zahl der Fälle auf 45.875.

Der 7-Tage-Inzidenzwert in Oberbayern steigt auf 130,95 (gestern 123,44). Er gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage an. Zudem meldet das LGL seit gestern im Regierungsbezirk drei neue Todesfälle im Zusammenhang mit Corona.

In Landkreis Berchtesgadener Land ist die 7-Tages-Inzidenz leicht gesunken und liegt nun bei 255,83. Dort sind 31 Neuinfektionen dazugekommen. Am zweitstärksten ist die Stadt Rosenheim betroffen mit einem Inzidenzwert von 247,05. Auch der Landkreis Rosenheim überschreitet seit heute knapp den Inzidenzwert von 200. Das LGL meldet einen Wert von 200,51. Die Stadt München liegt bei einer 7-Tage-Inzidenz von 129,76. Den niedrigsten Wert weist derzeit der Landkreis Bad Tölz auf: 78,96.

15.10 Uhr: Große Nachfrage nach psychiatrischem Krisendienst in Oberbayern

Seit Beginn der Corona-Pandemie rufen im Schnitt 170 Menschen am Tag beim Krisendienst Psychiatrie des Bezirks Oberbayern an. Das sind gut doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Die Leitstelle ist rund um die Uhr erreichbar (Telefon: 0180 6553000). Die Mitarbeiter beraten die Anrufer in seelischen Krisen, vermitteln Behandlungsangebote und schicken bei Bedarf auch mobile Einsatzteams zu Hausbesuchen. Die Einsatzzeiten der Teams wurden jetzt auch noch einmal ausgedehnt: Sie sind künftig 365 Tage im Jahr von acht bis 21 Uhr in Rufbereitschaft. Bisher standen sie an Wochenenden und Feiertagen erst ab 13 Uhr zur Verfügung.

15.05 Uhr: Übernachtungsschutz für Münchner Obdachlose

Obdachlose dürfen jetzt doch auch tagsüber weiterhin in der ehemaligen Bayernkaserne bleiben. Der im Frühjahr eingeführte Ganztagesbetrieb des Übernachtungsschutzprogrammes sollte eigentlich zum 31. Oktober eingestellt werden. Der Stadtrat hatte bei seiner Entscheidung aber bereits festgelegt, dass das Angebot wieder eingeführt wird, wenn es erneut zu einem Lockdown kommen sollte. Deshalb wird der Ganztagsbetrieb nun doch verlängert.

Damit sollen auch die Frauen und Männer dort die Möglichkeit haben, so wenig Kontakte wie möglich zu anderen Menschen einzugehen, wie die Stadt mitteilt. Das Angebot in der ehemaligen Bayernkaserne ist vor allem für obdachlose EU-Zuwanderer gedacht, die in Deutschland keine Ansprüche auf Sozialleistungen haben.

14.50 Uhr: 52 neue Fälle im Landkreis Mühldorf: Kein Zusammenhang mit Ampfinger Putenschlachthof

Der Landkreis Mühldorf am Inn meldet heute 52 neue Corona-Fälle. Beim Inzidenzwert steht der oberbayerische Landkreis aktuell nach eigenen Angaben bei 171,7 (RKI-Inzidenz bei 168,3, Stand: 30.10., 00:00 Uhr. Es gebe bei den neuen Fällen aber definitiv keinen Zusammenhang mit dem Hotspot am Putenschlachthof in Ampfing, so eine Sprecherin des Landratsamtes auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks. Die 52 Fälle seien Kontaktpersonen und Fälle ohne Zusammenhang zu den schon bestehenden Fällen. Gestern meldete der Landkreis noch lediglich 22 neue Positiv-Fälle. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf insgesamt 246 aktive Fälle, davon werden elf Personen stationär behandelt.

Es kann laut Landratsamt außerdem derzeit zu Verzögerungen bei den Testergebnissen am Testzentrum am Mühldorfer Volksfestplatz kommen. Die Prüfkapazitäten des beauftragten Labors seien derzeit voll ausgelastet, sodass die Testergebnisse teilweise nicht innerhalb von 48 Stunden vorliegen. Das betroffene Labor sei bereits dabei, die Kapazitäten zu erhöhen und den Rückstau abzuarbeiten, so das Landratsamt Mühldorf.

14.20 Uhr: Auch Landkreis Rosenheim überschreitet Inzidenzwert von 200

Auch der Landkreis Rosenheim hat jetzt den Inzidenzwert von 200 knapp überschritten. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit meldet einen Wert von 200,51.

Die Stadt Rosenheim liegt derzeit bei 247. Seit dem 21.10. ist es in Stadt und Landkreis zu einem exponentiellen Anstieg der Fallzahlen gekommen, teilt das Landratsamt mit. Vor allem im privaten Umfeld und in Schulen seien die Ansteckungen passiert. Vereinzelt seien auch sogenannte Superspreading- Ereignisse, wie private Feiern, Grund für den enormen Anstieg der Infektionen. Aus Sicht des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim sind die Schulen keine Treiber der Pandemie. Dennoch sei es dort zu einer Vielzahl von Infektionen mit Folgefällen gekommen. Aus diesem Grund musste die Staatliche Berufsschule 2 geschlossen werden. Der Unterricht wird als Distanzunterricht weitergeführt. Es werde zunehmend schwerer, heißt es aus dem Gesundheitsamt, die Quelle einer Ansteckung zu ermitteln und die Infektionsketten nachzuvollziehen. Das Personal des Gesundheitsamtes werde in nächster Zeit deutlich aufgestockt, um die Infektionsschutzmaßnahmen leisten zu können. Derzeit werden 29 Covid 19-Patient*innen in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt, eine/r davon auf einer Intensivstation.

Aufgrund der massiv steigenden Infektionszahlen wird in der Stadt Rosenheim in Abstimmung mit dem Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim bereits ab heute 21 Uhr eine Allgemeinverfügung mit weitreichenden Beschränkungen des privaten Bereichs und öffentlichen Lebens in Kraft treten.

13.50 Uhr: Münchner Tierpark Hellabrunn schließt vorübergehend

Der Münchner Tierpark Hellabrunn bleibt ab Montag bis einschließlich 30. November geschlossen. "Wegen der stark ansteigenden Corona-Neuinfektionen und den neuesten Eindämmungsmaßnahmen der verantwortlichen Behörden sind auch wir in Hellabrunn leider gezwungen, unseren Tierpark bis voraussichtlich Ende November zu schließen", erklärt Tierparkdirektor Rasem Baban.

Aktuell gültige Jahreskarten sollen um die Zeit der Schließung automatisch verlängert werden, sobald der Tierpark wieder öffnet. Über München Ticket gebuchte Eintrittskarten für den Schließungszeitraum sollen automatisch storniert werden. Kundinnen und Kunden bekommen ihr Geld zurück, teilt der Tierpark mit.

12.10 Uhr: Traunsteiner Christkindlmarkt am Stadtplatz abgesagt

Die Verantwortlichen der Stadt Traunstein haben sich die Entscheidung nicht leicht gemacht und bis zuletzt hinaus gezögert. Jetzt steht fest: Der Traunsteiner Christkindlmarkt auf dem Stadtplatz ist wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Eine Durchführung sei rechtlich unmöglich. Es sei nicht davon auszugehen, dass im Dezember derartige Veranstaltungen erlaubt würden, teilte Traunsteins Oberbürgermeister Christian Hümmer in einer Presseerklärung mit.

Die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung Traunstein haben jedoch ein Alternativprogramm organisiert, das den Bürgern auf digitalem Weg die Weihnachtsstimmung nach Hause bringen wird. Sowohl für kleine als auch große Zuschauer wird in der Adventszeit etwas geboten. Mit glänzenden Lichtern und glitzernden Bäumen soll in der Stadt trotzdem vorweihnachtliche Stimmung verbreitet werden.

11.55 Uhr: Auswirkungen des Teil-Lockdowns am Flughafen München

Der Teil-Lockdown ab kommenden Montag hat auch Auswirkungen für den Flughafen München: Die Lokale und sonstigen gastronomischen Einrichtungen dort werden auf "To-Go-Betrieb" umgestellt. Man kann also Speisen und Getränke nur noch zum Mitnehmen bekommen. Der Besucherpark samt Besucherhügel bleibt geschlossen, und bis zum Monatsende gibt es auch keine Flughafen-Rundfahrten mehr. Aber auch sonst ist es am Airport deutlich ruhiger als "vor Corona": In den Herbstferien zum Beispiel werden nur etwas mehr als 3.000 Starts und Landungen abgewickelt. So viele waren es früher innerhalb von drei Tagen.

10.55 Uhr: MVV-Abonennten erhalten Rückerstattung

Rund 326.000 MVV-Abonnenten erhalten im Dezember eine einmalige Erstattung von 13 Euro beziehungsweise 22 Euro. Das meldet die MVV-Pressestelle. Bereits im Juli hatte die Gesellschafterversammlung des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) beschlossen, die coronabedingte vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung an die Stammkunden im MVV weiterzugeben. Nun wurden – in Abstimmung mit den Abo-Centern von Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und Deutscher Bahn (DB) – die konkreten Erstattungsbeträge ermittelt: Mit der Dezemberabrechnung bekommen Abonnenten eine einmalige Erstattung von 13 Euro beziehungsweise 22 Euro. Die Gutschrift der Erstattungsbeträge erfolge automatisch, eine Antragsstellung sei nicht nötig, so der MVV.

8.22 Uhr: Partnachklamm schließt vorzeitig - heute letzter Tag offen

Der Markt Garmisch-Partenkirchen schließt angesichts der aktuellen Situation die Partnachklamm ab morgen (Samstag, 31.10.2020). Bürgermeisterin Elisabeth Koch hat die Entscheidung aufgrund der beengten Platzverhältnisse in der Klamm getroffen. Für das Wochenende ist schönes Wetter prognostiziert und deshalb soll die Klamm schon zwei Tage vor Inkrafttreten der neuen Regelungen schließen. Die Schließzeit in den kommenden vier Wochen wird für die jährlich anstehenden Revisionsarbeiten genutzt.

Freitag, 30.10.2020

15.55 Uhr: Anti-Corona-Verschärfungen in Rosenheim kommen früher

Die Stadt Rosenheim geht wegen der hohen Corona-Infektionszahlen früher in den Teil-Lockdown als der Rest Bayerns. Die Regierung von Oberbayern habe die Stadt angewiesen, die landesweit ab Montag geltenden Corona-Beschränkungen bereits ab Freitag um 21 Uhr in Kraft zu setzen, teilte die Kommune am Donnerstag mit. Hintergrund sei die seit drei Tagen über 200 liegende 7-Tage-Inzidenz in der Stadt.

15.53 Uhr: Krankenhaus Schongau: Situation für Patienten stabil

Im Krankenhaus Schongau sind zwei weitere Patienten entlassen worden, die mit Covid 19-Symptomen behandelt worden waren. Das sagte eine Sprecherin dem BR am Nachmittag. Gleichzeitig ist die Zahl der infizierten Mitarbeiter auf 50 gestiegen. Das Krankenhaus begründet dies mit der angespannten Lage bei den testenden Laboren. Ergebnisse sind seit Montag nach und nach bekannt gegeben worden. Das Gesundheitsamt Weilheim und das Landesamt für Gesundheit (LGL) hatte alle 600 Mitarbeitenden des Krankenhauses am Montag in häusliche Quarantäne geschickt.

Das Klinikpersonal, das negativ getestet wurde, kann weiter arbeiten und wird täglich mit einem sogenannten Schnelltest auf Corona-Symptome getestet. Derzeit befinden sich 64 Patienten in der Klinik, davon 15 mit einer Covid 19-Erkrankung auf der Isolierstation. Es muss niemand auf der Intensivstation behandelt werden. Das Krankenhaus nimmt bis 7. November mit Ausnahme von Notfällen keine neuen Patienten stationär auf. Die kassenärztliche Vereinigung hat darüber informiert, dass die vier Praxen, die sich in den Gebäuden des Schongauer Krankenhauses befinden, geöffnet bleiben. Das Krankenhaus Weilheim, das gemeinsam mit Schongau der landkreiseigenen Krankenhaus-GmbH gehört, läuft ohne Einschränkung mit vollem OP-Programm weiter. Dort waren am letzten Wochenende zwei Mitarbeitende positiv getestet worden und befinden sich in Quarantäne.

15.50 Uhr: Entscheidung über Münchner Christkindlmarkt soll morgen fallen

Die Entscheidung über den Münchner Christkindlmarkt wird schon bald fallen: Morgen werde der Stab für außergewöhnliche Angelegenheiten darüber beraten, erklärte ein Rathaus-Sprecher auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Der Markt sollte eigentlich am 23. November beginnen und diesmal mehr Platz bekommen, damit die coronabedingten Abstandsregeln eingehalten werden können. Ob nun der Zeitplan geändert wird oder der Markt ganz abgesagt wird, wird sich morgen zeigen.

15.20 Uhr: Münchens Oberbürgermeister richtet Appell an Münchner - weiter keine Maskenpflicht für Grundschüler

Auch nach den Herbstferien müssen Grundschülerinne und Grundschüler in München keine Masken am Platz tragen. Diese Regelung gilt dann erst einmal bis 11. November. Das hat Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) soeben mitgeteilt. Ein solches Vorgehen sei "nach wie vor aus infektiologischer Sicht vertretbar".Zugleich appelliert der OB an die Bürgerinnen und Bürger, sich und andere mit den neuen Corona-Maßnahmen zu schützen, die er als "bitter", aber notwendig bezeichnet. Auch in München sei die Zahl der positiv Getesteten in den vergangenen Wochen "sprunghaft angestiegen" - "so sehr, dass es für unser Gesundheitsamt nahezu unmöglich wird, alle Infektionsketten nachzuverfolgen und Menschen, die positiv getestet sind und deren Kontaktpersonen, schnellst möglich in Quarantäne zu schicken". Die Zahl der Corona-Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, steige ebenfalls wieder, so Reiter weiter: "Deshalb ist es so wichtig, die Zahl der Neuinfektionen deutlich zu reduzieren." Dazu könnten alle einen Beitrag leisten.

15.05 Uhr: Christkindlmärkte in Rosenheim und Erding abgesagt

Der Christkindlmarkt in Rosenheim ist abgesagt. Das haben der Wirtschaftliche Verband Rosenheim und die Stadt am Nachmittag mitgeteilt. Eine kurzfristige Entspannung der Corona-Lage sei derzeit nicht zu erwarten, so die Begründung. Eine Veranstaltung wie der Christkindlmarkt solle die Innenstadt beleben, so Tobias Tomczyk, der Vorsitzende des zuständigen Ausschusses im Wirtschaftlichen Verband. Das aber widerspreche den derzeitig notwendigen Vorgaben, Kontakte und Mobilität einzuschränken. Ähnlich äußerte sich auch der Rosenheimer Oberbürgermeister Andreas März: „Die Entwicklung der Infektionszahlen sowie die von Bund und Ländern beschlossenen verschärften Regelungen lassen keine andere Entscheidung zu", sagte er. Die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger müsse an erster Stelle stehen.

Der Wirtschaftliche Verband teilte mit, bereits an einem Konzept für einen "Winter in Rosenheim" zu arbeiten. Dieses soll auch kurzfristig umsetzbar sein, wenn sich die Situation entspanne. Ziel dieser Alternative sei es - mit entsprechenden Hygienekonzepten und unter Abwägung aller Faktoren, "den Handelsstandort Rosenheim sowie die Existenzen der Markthändler und Schausteller zu stärken", so der Vorsitzende des Wirtschaftlichen Verbandes, Reinhold Frey. Der Wirtschaftliche Verband ist Veranstalter des Christkindlmarktes, die Stadt Rosenheim erteilt als zuständige Behörde die Genehmigung.

Auch der Christkindlmarkt in Erding ist abgesagt. Das hat ein Sprecher der Stadt soeben mitgeteilt. Der Markt hätte normalerweise am 27. November beginnen und bis 20. Dezember dauern sollen Auch das Turmblasen an Heiligabend und die Lasershow an Silvester werden ausfallen.

14.45 Uhr: 1.220 Neuinfektionen seit gestern in Oberbayern

Seit gestern sind in Oberbayern 1.220 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Das meldet das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL. Damit steigt die Zahl der Fälle auf 44.630. Der 7-Tage-Inzidenzwert in Oberbayern steigt auf 123,44. Er gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage an. Zudem meldet das LGL seit gestern im Regierungsbezirk zehn neue Todesfälle im Zusammenhang mit Corona.

In Landkreis Berchtesgadener Land liegt die 7-Tages-Inzidenz bei 264,33. Dort sind 50 Neuinfektionen dazugekommen. Am zweitstärksten ist die Stadt Rosenheim betroffen mit einem Inzidenzwert von 256,49.

Auch alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte in Oberbayern liegen über den Inzidenzwerten von 50 bzw.100. Die Stadt München liegt bei einer 7-Tage-Inzidenz von 125,59. Den niedrigsten Wert weist derzeit der Landkreis Bad Tölz auf: 75,83.

💡 Warum gibt es Abweichungen in den Inzidenzzahlen?

Die 7-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Infektionen pro 100.000 Einwohner im Verlauf der vergangenen sieben Tage festgestellt wurden.

Die bayerischen Gesundheitsämter melden ihre aktuellen Zahlen täglich an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Das LGL wiederum meldet an das Robert-Koch-Institut (RKI).

Durch den Meldeprozess kommt es zu kleinen Verzögerungen und zeitweise unterschiedlichen Zahlenangaben. So ist es möglich, dass eine Institution noch eine ältere Inzidenzzahl online ausweist, während an anderer Stelle bereits neuere Zahlen bekannt gegeben werden.

Ob strengere Beschränkungen in Kraft treten, richtet sich laut bayerischem Gesundheitsministerium immer nach dem höheren Wert. (Erklärt von Heike Westram, BR Wissen)

© BR

Die Bayerische Zugspitzbahn geht wieder in den Lockdown. Nach dem Regierungsbeschluss wurde entschieden, den Betrieb bereits am Samstag einzustellen - voraussichtlich bis Anfang Dezember.

13.40 Uhr: Bayerische Zugspitzbahn stellt Betrieb ein - Skiopening verschoben

Die Bayerische Zugspitzbahn geht wieder in den Lockdown. Nach dem Regierungsbeschluss wurde entschieden, den Betrieb bereits am Samstag einzustellen - voraussichtlich bis Anfang Dezember. Somit muss auch das Skiopening auf der Zugspitze, das für Mitte November geplant war, verschoben werden.

Es bleibt keine andere Wahl - das haben die heutigen Beratungen der Verantwortlichen der Bayerischen Zugspitzbahn ergeben. Aber Gesundheit von Gäste und Mitarbeiter haben höchste Priorität, heißt es von Vorstand Matthias Stauch. Der vorzeitig selbstverordnete Lockdown sei eine bittere Pille, aber auch eine bewusste Entscheidung. Somit werden die Bergbahnen morgen in Garmisch-Partenkirchen die letzten Runden drehen. Die Stillstandzeit soll für Revisionen genutzt werden, um dann Anfang Dezember in die Wintersaison zu starten, so der derzeitige Plan.

Die Hoffnung ist, dass die Zwangspause hilft und dass der Winterbetrieb dann doch noch gut wird. So wie im Sommer: Trotz Lockdown im Frühjahr kamen über die Sommermonate über 450.000 Gäste - so viele wie in anderen Jahren ohne Corona. Das Hygienekonzept habe sich bewährt, heißt es. Alles sei ohne jegliches Infektionsgeschehen verlaufen. Daran soll auch im Winter angeknüpft werden.

7.42 Uhr: Münchner Innenstadtwirte fürchten um ihre Existenz durch den kommenden Lockdown

Der Verein der Münchner Innenstadtwirte reagiert "fassungslos und bestürzt" auf den bevorstehenden einmonatigen Lockdown in der Gastronomie. Von einem "Schock" spricht der Vorsitzende Gregor Lemke, der nun vor der Gefahr eines "großen Wirtshausterbens" warnt. Viele Kollegen hätten schon aufgeben müssen, "wenn es so weitergeht, werden 30 bis 40 Prozent der Unternehmen pleite gehen.“ Deshalb müssten die versprochenen Finanzhilfen nun "schnell und effektiv erfolgen", fordert der Wirt vom Augustiner Klosterwirt. Die Entscheidung für die "Zwangsschließung" kann Lemke nicht nachvollziehen: Selbst das Robert-Koch-Institut sehe die Infektionsgefahr in der Gastronomie bei lediglich 0,5 Prozent, betont er: "Wir Gastronomen achten intensiv und mit großem Aufwand an Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen darauf, uns, unser Personal und unsere Gäste zu schützen."

Donnerstag, 29. Oktober 2020

14.20 Uhr: Über 1000 Neuinfektionen seit gestern in Oberbayern

In Oberbayern sind seit gestern 1017 Neufektionen mit dem Coronavirus hinzugekommen, das meldet das LGL. Die 7-Tage-Inzidenz liegt für Oberbayern bei 116.

Der am stärksten betroffene Landkreis in Oberbayern ist nach wie vor das Berchtesgadener Land mit einem Inzidenzwert von 270. Es folgen die Stadt Rosenheim (255), der Landkreis Rosenheim (170), der Landkreis Mühldorf (151), der Landkreis Miesbach (143), der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen (128), der Landkreis Traunstein (124), die Stadt München (122) und der Landkreis München (115). Unterhalb der 100er Grenze liegen die Landkreise: Bad Tölz/Wolfratshausen, Altötting, Garmisch-Partenkirchen, Erding, Ebersberg, Starnberg, Landsberg, Dachau, Pfaffenhofen, Eichstätt und die Stadt Ingolstadt.

13.12 Uhr: Gastronom scheitert mit Klage gegen Lockdown

Ein Gastronom ist mit seiner Klage gegen den Lockdown im Landkreis Berchtesgadener Land gescheitert. Wie das Verwaltungsgericht in München am Mittwoch berichtete, wurde der Eilantrag des Restaurantbesitzers abgelehnt. Der Unternehmer wollte erreichen, dass er auch während des vom Landratsamt angeordneten regionalen Lockdowns Gäste bewirten darf.

Das Verwaltungsgericht war in dem nun entschiedenen Fall der Ansicht, dass die Untersagung des Gastronomiebetriebs notwendig sei. Angesichts des extremen Anstiegs des Werts der Neuinfektionen auf weit mehr als 250 innerhalb von sieben Tagen pro 100 000 Einwohner habe die Kreisbehörde «zu Recht ein Maßnahmenpaket inklusive der Schließung der Gastronomiebetriebe geschnürt, welches erkennbar darauf gerichtet ist, Kontakte auf das notwendigste Maß zu beschränken», betonte ein Gerichtssprecher.

Der Kläger kann den Fall nun noch zum Bayerischen Verwaltungsgerichtshof bringen.

8.41 Uhr: Panne in bayerischen Laboren: Positive Corona-Tests könnten reihenweise falsch sein

Positive Corona-Testergebnisse aus bayerischen Laboren könnten reihenweise falsch sein. Das meldet der Münchner Merkur. Ursache dafür soll ein nicht kompatibles Nachweismittel sein. Die falschen Testergebnisse sollen bei Nachprüfungen in einem Krankenhaus im oberbayerischen Taufkirchen/Vils aufgefallen sein. Dort hätten sich 58 von 60 positiven Tests als falsch herausgestellt. Die Geschäftsführerin de Augsburger MVZ-Labors erklärte die Fehler mit der Knappheit an Reagenzien. Wegen des Lieferausfalls eines Herstellers habe man auf ein anderes Nachweismittel zurückgreifen müssen. Das aber habe sich jetzt als nicht kompatibel herausgestellt. Solche falschen Testergebnisse seien demnach kein Einzelfall: Auch andere Labore hätten wegen fehlender Nachweismittel und auch wegen Personalmangels Schwierigkeiten die gewohnte Testqualität zu liefern, heißt es weiter.

Mittwoch, 28. Oktober 2020

17:47 Uhr Münchner Krisenstab hält an Christkindlmarkt fest und verzichtet auf Maskenpflicht bei Grundschülern

Über den Münchner Christkindlmarkt soll "gegen Ende der Woche" entschieden werden. Das hat die Stadt nach der heutigen Sitzung des Stabes für außergewöhnliche Angelegenheiten mitgeteilt. Zunächst will man die für morgen angesetzten Corona-Runde der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten und die entsprechenden Umsetzungsbeschlüsse des Freistaats abwarten. Gleiches gilt für den Umgang mit Kulturveranstaltungen, bereits vorliegende Anträge auf Zulassung von mehr als 50 Zuschauern werden deshalb abgelehnt. Münchner Grundschüler sind weiterhin von der Maskenpflicht am Platz befreit, "da die Grundschulen nach wie vor infektiologisch nicht auffällig sind". Die Regelung gilt zunächst bis zu den Herbstferien. Zum Ferienende soll dann "die infektiologische Lage erneut bewertet" werden.

17:23 Uhr Flughafen München will nach Corona wieder als Drehkreuz starten

Der Flughafen München soll nach der Corona-Krise als internationales Umsteige-Drehkreuz weiterentwickelt werden, und die Flotte der Lufthansa im Erdinger Moos soll mittelfristig wieder genau so groß wie vor Ausbruch der Pandemie sein. Das haben die Airline und die Flughafen München GmbH jetzt ausdrücklich per Vereinbarung bekräftigt. "Wir stehen ohne Wenn und Aber zu unserem Premium-Drehkreuz in München", betont Lufthansa-Chef Carsten Spohr. Zuletzt hatte der Konzern angekündigt, dass weitere Maschinen aus dem Erdinger Moos nach Frankfurt verlagert werden, um das verbliebene Langstreckenangebot dort zu bündeln. Ab 2024 werde aber die Wiederherstellung der Flottenstärke von 2019 angestrebt, heißt es nun. Lufthansa will demnach wieder "mit bis zu 30 Langstreckenflugzeugen und einem entsprechenden Europanetzwerk für eine effiziente Anbindung des Münchner Airports an das weltweite Luftverkehrsnetz sorgen" . Langfristig bleibe zudem der weitere Ausbau des Satellitenterminals das Ziel. Der Satellit ist der Erweiterungsbau des Terminals 2, ist derzeit aber mangels Auslastung stillgelegt.

17:20 Uhr: Corona-Inzidenzwert in München stabil über 100

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der bayerischen Landeshauptstadt ist unverändert hoch. Der aktuelle 7-Tage-Inzidenzwert liegt bei 114,4 - gestern lag er bei 114,5. Der Wert beschreibt der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,94 (Stand 26.10.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 94 Menschen neu anstecken.

14:27 Uhr 758 Neuinfektionen in Oberbayern binnen eines Tages

In Oberbayern gibt es seit gestern 758 Neuinfektionen mit dem Coronavirus, das meldet das LGL. Seit gestern sind in Oberbayern zwei Menschen mit oder an Covid 19 gestorben.

Bei der 7-Tage-Inzidenz liegen folgenden Landkreise und Städte über der Marke 100: Berchtesgadener Land (219) - hier gab es laut LGL technische Schwierigkeiten bei der Datenübermittlung, daher sind die Daten für den Landkreis BGL in den LGL-Berechnungen unterschätzt-, Stadt Rosenheim (217), Landkreis (Mühldorf 164), Landkreis Rosenheim (144), Stadt München (114), Landkreis Traunstein (113), Neuburg-Schrobenhausen (110), Ingolstadt (101), Landkreis Pfaffenhofen (103). Ingesamt liegt der 7-Tage-Inzidenzwert in Oberbayern bei 96.

12:50 Uhr Klage gegen Lockdown im Berchtesgadener Land eingereicht

Rund 150 Unternehmer aus dem Landkreis Berchtesgadener Land wehren sich gegen den geltenden Lockdown. Die Betreiber von Hotels, Restaurants und anderen Einrichtungen unterstützen eine Klage, die inzwischen beim Verwaltungsgericht München eingegangen ist. In dem Eilantrag wird der Lockdown als unverhältnismäßig bezeichnet. Auch seien die Maßnahmen nicht ausreichend begründet. Initiiert hat die Klage der Vorsitzende des Reichenhaller Unternehmerforums, Rupin. Wie er dem BR sagte, stehen viele Betriebe im Landkreis Berchtesgadener Land vor den Scherben ihrer Existenz. Es herrsche absolute Hoffnungslosigkeit. Der Politik wirft er Planlosigkeit und Aktionismus vor. Rupin hofft darauf, dass das Verwaltungsgericht noch in dieser Woche entscheidet.

10:25 Uhr Stadt Rosenheim liegt über der Marke von 200

Die Stadt Rosenheim hat laut Robert Koch-Institut (RKI) die Marke von 200 Corona-Infektionen überschritten. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt nach Angaben auf der RKI-Homepage bei 217,1.

Derzeit gelten in Rosenheim die bayernweiten Corona-Maßnahmen für Städte und Landkreise, in denen die Corona-Ampel auf dunkelrot gesprungen ist. "Der nächste Schritt wären dann in der Tat Lockdown-Maßnahmen wie in Rottal-Inn oder im Berchtesgadener Land", sagte ein Sprecher. "Wir haben da aber noch nichts in aktueller Planung."

10:22 Uhr Oberbayern komplett "rot" gefärbt

Im Landkreis Altötting springt die Corona-Ampel nun auch von gelb auf rot. Damit hat auch der letzte Landkreis in Oberbayern den Inzidenzwert von mindestens 50 überschritten. Altötting liegt laut RKI bei 50,2.

Gestern meldete der Landkreis sieben neue Fälle aus unterschiedlichen Gemeinden, davon war nur eine Person eine Kontaktperson zu einem anderen Fall. Außerdem gab das Landratsamt einen neuen Corona-Fall an der Fachoberschule Altötting bekannt: Eine Lehrkraft der FOS wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Derzeit befinden sich deshalb 165 Kontaktpersonen ersten Grades in Quarantäne. Sie sollen laut Landratsamt am Mittwoch im Testzentrum in Neuötting getestet.

9:26 Uhr Immer mehr Landkreise "dunkelrot"

Nun überschreiten auch die Landkreise Miesbach und Traunstein den Grenzwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Seit Mitternacht liegt der Inzidenzwert laut dem Robert-Koch-Institut im Landkreis Miesbach bei 116. Im Landkreis Traunstein liegt der Inzidenzwert laut der Statistik des RKI bei 113,4. Deshalb gelten verschärfte Beschränkungen, zum Beispiel Sperrstunde in der Gastronomie ab 21 Uhr, Vereinssitzungen und andere Veranstaltungen sowie Kinobesuche werden auf maximal 50 Personen begrenzt. Weitere Corona-Maßnahmen gelten entsprechend der bayerischen "Corona-Ampel"

7:38 Uhr Wankbahn ab sofort in Herbstrevision

Die Wankbahn in Garmisch-Partenkirchen muss ihren Sommerbetrieb ab sofort einstellen und geht in eine vorgezogene Herbstrevision. Grund ist eine technische Störung. Laut der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG fehlen die benötigten Ersatzteile, weil pandemiebedingt ein Lieferengpass besteht. Der Betrieb soll zu den Weihnachtsferien wieder aufgenommen werden.

5:00 Uhr Asklepios Stadtklinik verhängt Besuchsverbot

Wegen des Pandemie-Geschehens hat die Asklepios Stadtklinik in Bad Tölz beschlossen, dass von diesem Mittwoch an "ein generelles Besuchsverbot" gilt. Ausnahmen seien aber möglich bei der Behandlung von Kindern oder bei sterbenden Patienten, heißt es. "Wir haben uns zu diesem drastischen Schritt entschieden, um unsere Patienten und Mitarbeiter zu schützen und um zu verhindern, dass das Virus in unser Krankenhaus gelangt", sagte Geschäftsführer Felix Rauschek.

Dienstag, 27.10.2020

17:49 Uhr: Dunkelrote Corona-Ampel im Lkr. Mühldorf a. Inn

Die Zahl der Corona-Infektionen im Landkreis Mühldorf steigt rasant an. Der Landkreis hat am Montag den Inzidenzwert 100 überschritten. Das wurde mit der Statusmeldung des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Morgen veröffentlicht, demnach liegt der Wert bei 147,6. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Schlachthof in Ampfing. Laut Mitteilung des Landratsamts Mühldorf liegt die Inzidenz im Landkreis ohne das Infektionsgeschehen am Putenschlachthof Ampfing bei 91,5.

Mit den im Laufe des Tages bekannt gewordenen weiteren Neuinfektionen werde die 7-Tages-Inzidenz morgen insgesamt über 150 liegen und auch ohne das Infektionsgeschehen am Putenschlachthof Ampfing den Inzidenz-Wert von 100 überschreiten, so das Landratsamt.

Daher hat der Corona-Krisenstab des Landratsamtes beschlossen, die verschärften Regeln bei Überschreitung der neuen 100er-Grenze bei der 7-Tages-Inzidenz anzuwenden. Gemäß der am Montag veröffentlichten Allgemeinverfügung treten die verschärften Regeln am 27.10. in Kraft: „Zusätzlich zu den bereits bestehenden Auflagen bei Überschreitung der 50er-Inzidenz gelten damit ab Dienstag, 27.10.2020, folgende Einschränkungen: Gastronomie: Die Sperrstunde gilt ab 21 Uhr bis 6 Uhr! Tankstellen dürfen ebenfalls ab 21 Uhr bis 6 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen. Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen ab 21 Uhr.“

16:55 Uhr: 420 Verstöße gegen Maskenpflicht in Nord-Oberbayern geahndet

Nach der Schwerpunktkontrolle zur Einhaltung der Maskenpflicht vom vergangenen Freitag, zeigt sich das Polizeipräsidium Oberbayern Nord in seiner Bilanz mit dem Ergebnis zufrieden. Insgesamt seien 420 Verstöße gegen die Maskenpflicht geahndet worden, teilte das Präsidium am Montag mit.

Insgesamt waren am Freitag rund 270 Beamte im Zuständigkeitsbereich des Präsidiums unterwegs. Der überwiegende Teil der Bevölkerung hielt sich laut Mitteilung an die Maskenpflicht, vor allem im öffentlichen Nahverkehr. Wer sich uneinsichtig zeigte, dem drohte eine Anzeige bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde und ein Bußgeld von 250 Euro. In ganz Bayern sind bei der Schwerpunktkontrolle landesweit 1.820 Verstöße geahndet worden, so das Innenministerium.

16:25 Uhr: Berchtesgadener Land will Allgemeinverfügung bald lockern

Der Landkreis Berchtesgadener Land will die Allgemeinverfügung zu der seit vergangenen Dienstag bestehenden Ausgangsbeschränkung überprüfen und anpassen. Das heißt, dass die Allgemeinverfügung in dieser Form nicht mehr verlängert werden soll. Voraussetzung dafür sei jedoch das weitere Absinken der Inzidenzzahl, so Landrat Bernhard Kern in einem Exklusiv-Gespräch mit dem BR.

Der CSU-Politiker wörtlich: "Ab 3.11. gibt es eine veränderte Allgemeinverfügung, aber nicht mit den Restriktionen, die jetzt in der Allgemeinverfügung drin stehen."

Am kommenden Mittwoch wird es im Zuge des Corona-Koordinierungsstabes im Landratsamt zu weiteren Abstimmungen hinsichtlich der Anpassung der Allgemeinverfügung kommen. Unterstützend wird die Präsidentin der Regierung von Oberbayern, Maria Els, teilnehmen.

Bernhard Kern geht jedoch davon aus, dass die Inzidenzzahl bis zum Beginn der Herbstferien in Bayern weiter nach unten geht. Er appelliert trotzdem an die Solidarität und das Miteinander der Bürger im Landkreis, sich noch eine Woche an die strikten Bestimmungen zu halten. Der Landrat möchte erreichen, dass die Kitas und Kindergärten im Landkreis am 3.11. mit einem Sicherheitskonzept wieder öffnen können und nach den Herbstferien ab 9. November die Schulen des Landkreises.  

Aktuell liegt die Inzidenzzahl im Landkreis bei 236,95. Derzeit würden 18 Personen im Krankenhaus behandelt, drei müssten beatmet werden. 120 Personen (davon 40 Soldatinnen und Soldaten) seien dabei, die Coronafälle nachzuverfolgen, damit sich nahe Kontaktpersonen in Quarantäne begeben.

16:20 Uhr: In Oberbayern 619 Neuinfektionen – Inzidenzwert bei 100.7

Seit Sonntag sind in Oberbayern 619 Neuinfektionen mit Covid-19 registriert worden. Das hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL am Montag bekannt gegeben (Stand 8 Uhr). Damit steigt der 7-Tage-Inzidenzwert des Regierungsbezirks auf 100,7. Er gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an. Drei Menschen sind seit gestern im Zusammenhang mit Corona gestorben.

In Landkreis Berchtesgadener Land liegt die 7-Tages-Inzidenz bei 236,95, hier sind 42 Fälle dazugekommen. Auch die anderen Städte und Landkreise in Oberbayern liegen über den Grenzwerten von 50 bzw. 100: Stadt Rosenheim (182,53), Landkreis Rosenheim (130,10) Lkr. Mühldorf am Inn (141,54), Stadt München (114,47), Lkr. Fürstenfeldbruck (75,24), Lkr. Dachau (85,22), Lkr. Weilheim-Schongau (88,58), Lkr. Pfaffenhofen an der Ilm (88,90), Stadt Ingolstadt (101,90), Lkr. Neuburg-Schrobenhausen (110,99), Lkr. Landsberg am Lech (66,50), Lkr. München (105,29), Lkr. Miesbach (95,99), Lkr. Traunstein (105,46), Lkr. Ebersberg (89,80), Lkr. Starnberg (65,85), Lkr. Freising (63,89) und Lkr. Eichstätt (62,46).

15:23 Uhr: Ingolstadt weiterhin über Inzidenzwert 100

In Ingolstadt beträgt der 7-Tage-Inzidenzwert weiter mehr als 100 – damit gilt auch weiterhin die „dunkelrote“ Corona-Ampel und somit auch die schärferen Vorsichtsmaßnahmen. Das hat die Stadt Ingolstadt am Montag (26.10.20) mitgeteilt und beruft sich dabei auf die neuesten Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen. Aktuell gilt ein Inzidenzwert von 101,9.

Am Sonntag war die Marke von 100 Infektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen in Ingolstadt das erste Mal überschritten worden. Seit Montag gelten deshalb verschärfte Maßnahmen wie eine Sperrstunde ab 21.00 Uhr sowie eine maximale Teilnehmeranzahl von 50 bei jeglichen Veranstaltungen.

14:30 Uhr: Immer mehr Neuinfizierte in München

Die Zahl der Corona-Neuinfizierten in der bayerischen Landeshauptstadt steigt weiter: Der 7-Tage-Inzidenzwert liegt heute in München bei 114,5. Er beschreibt der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner.

11:59 Uhr Trotz Corona: 75.000 Besucher auf Auer Kirchweihdult

Nach dem Ende der Auer Kirchweihdult laufen jetzt die Abbauaurbeiten auf dem Mariahilfplatz. Neun Tage lang hatten dort rund 140 Händler und Schausteller ihre Standl und Fahrgeschäfte betrieben. Die einzige der drei Auer Dulten in diesem Jahr fand unter Corona-Bedingungen statt. So war zum Beispiel für große Abstände gesorgt, und die Zahl der Besucher auf dem umzäunten Veranstaltungsgelände war auf jeweils 500 begrenzt. Kontrolliert wurde diese Regelung mit einer Lichtschranke. Insgesamt wurden 75.000 Besucher gezählt. Zum Vergleich: Bei einer „normalen“ Kirchweihdult wären 90.000 bis 100.000 Besucher erwartet worden. Sollte im nächsten Jahr wieder alles nach Plan laufen, würde die Auer Dultsaison 2021 am 24. April mit der Maidult beginnen.

11:50 Uhr Oktoberfestzelt? Nein, Teststation

Auch ohne Oktoberfest wird auf der Münchner Theresienwiese doch noch ein großes Zelt aufgebaut. An die Wiesn erinnert es aber allenfalls optisch: Es dient reint als Wetterschutz für die Corona-Teststation. Gegebenenfalls ließe sich damit auch die Kapazität der Einrichtung noch weiter erhöhen, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsreferats dem Bayerischen Rundfunk. Aktuell sind in der Station bis zu 1500 Tests pro Werktag möglich. Münchnerinnen und Münchner können nach vorheriger Online-Terminvereinbarung immer montags bis freitags zwischen acht und 20 Uhr sowie samstags und sonntags zwischen acht und 17 Uhr Abstriche machen lassen - auch ohne Symptome. Das Angebot ist kostenlos.

9:56 Uhr Krankenhaus Schongau verhängt Aufnahme-Stopp

Im Krankenhaus Schongau sind 30 MitarbeiterInnen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Nachdem in einer Routine-Untersuchung am Donnerstag fünf Krankenhaus-Mitarbeiter positiv waren, hatte das Gesundheitsamt Weilheim angeordnet, alle 600 Mitarbeiter vom Ärzte-Team bis zu den Reinigungskräften über die üblichen Routine-Tests hinausgehend zu testen.

Bis Freitagabend konnten 430 Tests durchgeführt werden, davon waren 30 positiv. Die restlichen Testergebnisse sollen am Dienstag vorliegen. Derzeit berät ein Stab aus Gesundheitsamt, Landratsamt und die Leitung des kommunalen Krankenhauses. Es gibt einen Aufnahme-Stopp für neue Patienten. Notfälle werden im Krankenhaus Weilheim behandelt. Die Geburtsstation wurde geschlossen.

9:35 Uhr Erdinger Landrat setzt Maskenpflicht für Grundschüler aus

Seit gestern steht die Ampel auch in den Städten München, Ingolstadt und im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen auf dunkelrot – heißt: mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. An der Spitze steht weiterhin das Berchtesgadener Land – auch wenn der Inzidenzwert zuletzt wieder gesunken ist. Nach den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts liegt er derzeit bei 237. Stark gestiegen ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt in der Stadt Rosenheim. Das RKI meldet eine 7-Tage-Inzidenz von knapp 183. Auch der Landkreis Rosenheim liegt über der Hunderter-Marke – mit 130. Der Landkreis Fürstenfeldbruck hat unterdessen den dunkelroten Bereich wieder verlassen. Der Inzidenzwert ist auf 75 gesunken.

Unter dem Grenzwert von 50 liegt inzwischen nur noch ein Landkreis in Oberbayern: Altötting mit 45. Darüber liegt der Landkreis Erding mit einer Inzidenz von 59. Auch dort hat der Landrat nun die Maskenpflicht für Grundschüler im Unterricht ausgesetzt. In der vergangenen Woche haben das bereits die Stadt München sowie die Landkreise Ebersberg und Landsberg vorgemacht – obwohl die bayerische Staatsregierung eigentlich verlangt, dass ab einem Inzidenzwert von 50 auch Grundschüler an ihrem Platz Masken tragen sollen.

8:55 Uhr Münchner Medientage starten im Netz

Wie steht es um die Medien? Mit dem traditionellen Eröffnungsgipfel zur Lage der Branche starten am Montag offiziell die Münchner Medientage. Wegen der Corona-Pandemie findet die zu den großen deutschen Branchentreffs zählende Konferenz in diesem Jahr ganz überwiegend digital statt. Alle Vorträge und Diskussionen im Hauptprogramm werden aber aus realen Studios übertragen.

Die 34. Auflage der traditionellen Herbstkonferenz der Medienbranche verteilt sich diesmal über eine ganze Woche statt der bisher üblichen drei Tage. Zum Aufwärmen gab es schon am Wochenende einen kulturell-kreativen Mix mit Lesungen, Konzerten und Sendungen.

8:00 Uhr Betrunkener Quarantäne-Brecher verursacht Unfall

Einen junger Autofahrer aus Bischofswiesen darf sich auf zwei Anzeigen der Polizei einstellen: wegen Trunkenheit am Steuer und wegen Verletzung des Infektionsschutzgesetzes. Der 24-jährige hatte am Samstag Abend auf der B 20 einen Verkehrsunfall verursacht. Weil er mit seinem Auto stark betrunken und viel zu schnell unterwegs war, fuhr er im Kreisverkehr gegen den Bordstein, dabei riss ein Vorderrad des Wagens ab. Wie sich später herausstellte, war der junge Mann nicht nur mit 1,1 Promille Alkohol im Blut stark betrunken, sondern hätte sich eigentlich aufgrund einer Corona-Infektion in häuslicher Quarantäne befinden sollen. Dadurch wurde auch die Gesundheit von Rettungskräften und Polizeibeamten gefährdet, die zu dem Unfall gerufen wurden

7:00 Uhr Ingolstädter Jazztage beginnen - Erdinger sind abgesagt

Trotz Überschreitung des Corona-Grenzwertes von 100 sind in Ingolstadt die Jazztage losgegangen. Den Auftakt machte am Sonntag, 25.10.2020, ein Konzert für Kinder. Bis zum Beginn des Faschings am 11.11.2020 wird an der Donau in den unterschiedlichsten Formationen gejazzt. Aufgrund der Pandemie fällt die Konzertreihe allerdings kleiner aus. So mussten aktuell alle Jazz-Workshops in den Schulen abgesagt werden. Die Auftritte der internationalen Stars wie Jamie Cullum wurden schon vor einiger Zeit auf das kommende Jahr verschoben. Tobias Klein, Veranstalter der Jazztage, hält nun jedoch an der gekürzten Konzertreihe fest: „Bisher waren die Konzerte auf 70 Besucher ausgelegt, jetzt dürfen nur noch 50 kommen. Wir werden auch mit den Musikern sprechen. Immerhin sind einige Konzerte schon ausverkauft. Aber unser Ziel ist es, dass wir das Ganze immer noch durchführen können.“

Wegen der steigenden Corona-Zahlen hat die Stadt Erding die Jazztage abgesagt. Die Veranstaltungsreihe sollte von 6. bis 8. November stattfinden. Er bedauere die Absage sehr, betont Oberbürgermeister Max Gotz, aber „vor diesem Hintergrund scheint es nicht geraten, Konzerte zu veranstalten“. Wer bereits Karten gekauft hatte, bekommt das Geld über das Kulturamt im Rathaus zurück. Der Inzidenzwert im Lkr. Erding liegt aktuell bei 58,6.

Montag, 26.10.2020

Den Corona-Ticker Oberbayern der Vorwoche finden Sie hier.