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Das Riemannhaus im Steinernen Meer Wolkenhaus zwischen Sommerstein und Breithorn

Wie auf Wolken gehen, weit oben in den Bergen, dem Himmel so nahe - das kann, wer sich auf den Weg zum Riemannhaus im Salzburger Land macht. Zwar gibt es Berghütten, die deutlich höher liegen als das Riemannhaus auf 2177 Metern, doch steht es zwischen den Steilwänden von Sommerstein und Breithorn in einer sehr exponierten Lage mit einem weiten Blick ins Tal hinab und erfüllt somit die Kriterien eines Wolkenhauses. Benannt ist das Riemannhaus übrigens nicht nach dem berühmten Mathematiker Georg Friedrich Bernhard Riemann, sondern nach einem Ehrenvorsitzenden der Sektion Pinzgau.

Von: Ulrike Nikola

Stand: 18.06.2016

Das Riemann-Haus im Steinernen Meer  | Bild: BR; Ulrike Nikola

Schon beim Aufstieg von Maria Alm ziehen immer wieder Nebelschwaden vorbei, der 2308 Meter hohe Sommerstein hüllt sich in Wolken.

Wolkenfenster auf dem Weg zum Riemannhaus

Zunächst geht es auf einem Schotterweg bis zur Materialseilbahn und dann weiter auf einem schmalen Steig gut 1400 Höhenmeter bergauf bis man direkt vor dem Sommerstein, vor der senkrechten Wand steht, das Steinerne Meer vor sich hat und bis zum Watzmann blickt. Kurz vor der Ramseider Scharte durchquert man eine steile Felsschlucht, die an einigen Stellen mit Drahtseilen gesichert ist. Stufen sind in den Fels gehauen.

Gut gesicherter Steig

Sie fühlen sich an wie Himmelsstufen, weil sie so steil und direkt nach oben in die Wolken führen. So manchem kommt da ein Song von Led Zeppelin in den Sinn: „Stairway to heaven“. Auch das 2504 Meter hohe Breithorn spitzt zwischen den Wolken hervor, das ständig wechselnde Spiel von Sonne und Wolken wirft immer wieder Licht und Schatten auf die Gipfel. Die Stimmung ändert sich oft mehrmals am Tag. Dann endlich taucht das Riemannhaus in den Wolken auf. Eine Wolkenlücke gibt den Blick frei hinab ins Tal. Dann aber lockt die deftige Hausmannskost: Schweinebraten, Kaspressknödel, Wiener Schnitzel, Kaiserschmarrn und Palatschinken.

Das Riemannhaus im Nebel

Am Abend ziehen wieder Nebelschwaden auf und der Wind fegt ums Riemannhaus. Mit seinem monotonen Gesang wiegt er die müden Wanderer in den Schlaf. Am nächsten Morgen platschen dicke Regentropfen auf die Steine vorm Haus, die Sicht ist gleich null. Nicht umsonst aber singt Reinhard Mey, dass die Freiheit über den Wolken wohl grenzenlos sein muss, dass hier alle Ängste und Sorgen verborgen bleiben und vermeintlich Wichtiges plötzlich nichtig und klein erscheint. Hüttenwirt Manfred Gruber kann das nur bestätigen, wenn er hier oben über dem Wolkenmeer schwebt. Mehr Informationen gibt es unter www.riemannhaus.de

Karte: Das Riemannhaus im Steinernen Meer

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Karte: Das Riemannhaus im Steinernen Meer


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