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Auflösung! Das Bergrätsel im Januar

Die Raunächte waren noch nicht vorbei, und so mancher sehnte sich in dieser dunklen Jahreszeit nach mehr Licht. Mit unserem Januar-Bergrätsel brachten wir gleich etwas Licht ins neue Jahr ...

Von: Andrea Zinnecker

Stand: 17.01.2020

Illustration: Berge, Schriftzug - Bergrätsel | Bild: BR

Der Schleiertanz der Salome ist weltberühmt, aber auch der andere Tanz, hoch oben im Norden: Schleier in Gelb, Weiß und Grün, in Blau und Violett- wie von Götterhand über den Himmel geführt. Aurora borealis - das Polarlicht.

Es ist ein magisches Naturschauspiel und je näher am Nordpol, desto spektakulärer, vor allem im Winterhalbjahr, wenn ein magnetischer Sonnenwind Atome leuchten lässt. Tanzender Lichtzauber, grün mit Sauerstoff, blau mit Stickstoff, in extremer Höhe auch rot, aber nur in klaren dunklen Nächten, wenn es richtig kalt ist, bis minus 40 Grad.

Besonders gut zu sehen ist es vom Nuolja aus: 1170 Meter hoch, an der Europastraße 10 gelegen, mit einer Sky Station auf dem Gipfel und hoch über einer Stadt, die „Meereswald“ heißt, obwohl sie in einer gebirgigen Steppenlandschaft liegt. Es ist der trockenste Ort des Landes mit der weltweit größten Chance, Polarlichter zu sehen, und zwar alle zwei bis drei Tage. Auch über dem Torneträsk-See tanzen sie. Hier aber weht ein anderer Wind weht – sozusagen ein blaues Wunder, berühmt-berüchtigt und manchmal 70 Kilometer lang, wenn sich die Wolkendecke öffnet. Es ist allerdings keine Aurora borealis!

Auflösung:

Gesucht war das „Blaue Loch von Abisko“ in Schweden. Dabei handelt es sich um ein spezielles, polarlicht-ähnliches Phänomen über dem 70 Kilometer langen Torneträsksee, wenn die dicke Wolkendecke aufreißt und den klaren blauen Himmel freigibt.

Das nächste Bergrätsel gibt es am 1. Februar.


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