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Stiftung Warentest: Diese Kinder-Sonnencremes sind die besten | BR24

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Ob Biergarten oder See, Dermatologen raten, immer Sonnenschutz aufzutragen. Die Stiftung Warentest hat getestet, welche Sonnencreme tatsächlich wirkungsvoll gegen die gefährlichen UV-Strahlen schützt. Teuer ist hier nicht immer gut.

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Stiftung Warentest: Diese Kinder-Sonnencremes sind die besten

Sonnenbaden hat seine Schattenseiten - besonders für Kinder. Ihre Haut reagiert besonders empfindlich auf UV-Strahlen. Warentest hat Sonnencremes für Kinder getestet. Fast alle schützen die Haut, am besten schneiden aber vier güns­tige Produkte ab.

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Endlich herrschen sommerliche Temperaturen: Gerade Kinder freuen sich, wieder im Freien spielen und planschen zu können. Allerdings reagiert ihre zarte Haut besonders empfindlich auf UV-Strahlen. Plötzliche, starke UV-Belastungen und Sonnenbrände in Kindheit und Jugend erhöhen das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken um das Zwei- bis Dreifache, warnt das Bundesamt für Strahlenschutz. Nach Ansicht von Medizinern sollten Kinder unter einem Jahr gar nicht in die Sonne gehen, ältere Kinder müssen entsprechend geschützt werden.

Das teuerste Produkt schützt mangelhaft

Stiftung Warentest hat in der Juli-Ausgabe 17 Cremes, Lotionen sowie Sprays für Kinder mit Sonnen­schutzfaktor 30, 50 und 50+ getestet. 16 davon schützen die Haut zuverlässig vor UV-Strahlen. Ausgerechnet das teuerste Produkt bekam die Note "mangelhaft". Mit 44 Euro pro 100 Milliliter ist das Pumpspray "Eco Cosmetics Baby & Kids Neutral Sonnencreme für sensible Haut" das teuerste - und das am schlechtesten getestete. Obwohl es den Lichtschutzfaktor 50+ deklariert hat, schützt es nur mangelhaft vor den längerwelligen UVA-Strahlen.

Was wurde getestet?

Wichtigstes Kriterium für die Tester: Stimmt der Lichtschutzfaktor, der auf der Sonnencreme angegeben ist? Gerade die zarte Kinderhaut braucht einen hohen Lichtschutzfaktor, um geschützt zu sein. Da ist es fatal, wenn Produkte falsch deklariert sind. Außerdem hat Stiftung Warentest geprüft, wie sich die Sonnenschutzmittel anwenden lassen: Bekommt man sie leicht aus der Flasche und lassen sie sich gut verteilen? Ziehen sie schnell ein oder machen sie ein klebriges Gefühl? Ein weiterer Punkt in der Beurteilung war, ob die Haut mit Feuchtig­keit anreichert wird. Auch die Beschriftung und Verpackung wurden bewertet.

Testsieger bei Stiftung Warentest

In puncto Deklaration und Feuchtigskeitsanreicherung schnitten alle vier Testsieger "sehr gut" ab. Und auch was Anwendung, Beschriftung und Verpackung angeht, waren alle vier "sehr gut" bis "gut". Insgesamt haben alle in der Gesamtbewertung das Testurteil "sehr gut" erhalten:

  • Lidl Cien Sun Kids Sonnencreme (Lichtschutzfaktor 50+, 2,25 Euro pro 100 Milliliter): Testergebnis: 1,4
  • Müller Lavozon Kids Med Sonnenmilch (50+, 2,48 Euro/100 ml): Testergebnis: 1,4
  • Aldi Ombra Sonnenspray Easy Protect Kids (30, 1,99 Euro/100 ml): Testergebnis: 1,5
  • ︎Rossmann Sunozon Kids Sonnenspray (50, 2,40 Euro/100 ml): Testergebnis: 1,5

Sonnencreme: viel hilft viel

Die richtige Sonnencreme ist das eine, das richtige Auftragen das andere: Das Motto lautet: dick eincremen und nicht sparen - das ist beim Sonnenschutz ganz wichtig. Vergessen Sie nicht den Haaransatz, die Oberlider, die Ohren, die Fußoberseiten, die Ellenbeugen und den Nacken! Womit Sie cremen, bleibt den eigenen Vorlieben überlassen. Generell eignet sich Sonnencreme besonders gut fürs Gesicht, während Sonnenmilch sich leichter großflächig auftragen lässt. Fettfreies Sonnengel sollten alle verwenden, die fetthaltige Zusätze der Sonnenschutzprodukte nicht vertragen und unter der sogenannten Mallorca-Akne leiden.

Sonnencreme richtig dosieren - mit der Neuner-Regel

Der Körper wird in neun etwa gleich große Regionen aufgeteilt: Kopf und Hals, Brust, Rücken, rechter Arm, linker Arm, rechter Oberschenkel, linker Oberschenkel, rechter Unterschenkel, linker Unterschenkel. Auf jede Region kommen zwei Finger voll Sonnencreme (einfach jeweils einen Strang Creme längs auf Zeige- und Ringfinger auftragen)!

Die wichtigsten Sonnenregeln für Kinder

  • Zwischen 11.00 und 15.00 Uhr direkte Sonneneinstrahlung möglichst vollständig meiden
  • Leichte, weite Kleidung und Hut mit breiter Krempe tragen. Nur Arme und Beine sollten der Sonne ausgesetzt werden.
  • Dunkle Kleidungsstücke bieten mehr Schutz als helle: Durch ein schwarzes T-Shirt dringt nur wenig UV-Strahlung. Ein weißes T-Shirt lässt bis zu 40 Prozent der Strahlung durch. Doppelt so viel, wenn es nass ist!
  • Auch im Schatten Sonnenschutz auftragen. UV-Licht kommt nicht nur von oben, sondern reflektiert in alle Richtungen.
  • Kinder unter einem Jahr sollten nicht mit Sonnencreme eingecremt werden. Ihre Haut kann mit den vielen Inhaltsstoffen nicht umgehen.
  • Ansonsten gilt: nicht mit Sonnencreme geizen. Der angegebene Lichtschutzfaktor gilt nämlich nur, wenn reichlich gecremt wird. Viel hilft in diesem Fall tatsächlich viel. Nase, Lippen, Ohren und Fußoberflächen nicht vergessen!
  • Die Schutzwirkung von Sonnencreme nimmt offenbar ab, wenn sie in die Haut eingerieben wird. Besser ist es, die Creme als dünnen Film aufzutragen.
  • Beim Baden und abtrocknen geht der Schutz durch die Creme verloren, zum Teil betrifft das auch als wasserfest deklarierte Mittel - also besser erneut eincremen.
  • Wird auch Mückenschutzmittel verwendet, sollte man die Sonnencreme 15 bis 30 Minuten vorher auftragen, damit die volle Wirkung erhalten bleibt.
  • Augen mit einer Sonnenbrille schützen. Lassen Sie sich vom Optiker beraten und achten Sie auf Prüfsiegel.
  • Achtung: Wind, Wasser und Wolken kühlen zwar - aber davon lassen sich UV-Strahlen nicht abhalten.

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