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Mars-Lander InSight (künstlerische Darstellung)
© NASA, JPL Caltech

Autoren

Jan-Claudius Hanika
© NASA, JPL Caltech

Mars-Lander InSight (künstlerische Darstellung)

In den kommenden Wochen soll der ferngesteuerte Marsmaulwurf des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erstmals in der Geschichte der Raumfahrt bis zu fünf Meter tief in den Marsboden eindringen. Dort wird die Rammsonde HP3 (Heat Flow and Physical Properties Package) Temperatur und Wärmeleitfähigkeit des Untergrundmaterials messen. Diese Daten sollen zu einem besseren Verständnis von Entstehung und Entwicklung erdähnlicher Körper beitragen. Dazu soll sich die Sonde in kleinen Schritten in die Tiefe vorarbeiten. Sie nutzt dabei einen vollautomatischen, elektrisch angetriebenen Hammerschlagmechanismus und zieht ein mit Messsensorik ausgestattetes Flachkabel hinter sich in den Marsboden.

Zwei Jahre Forschung auf dem Mars

Das stationäre geophysikalische Observatorium InSight hatte am 26. November 2018 nach einer fast siebenmonatigen Reise durch den Weltraum planmäßig auf dem Mars aufgesetzt. Im Zuge der NASA-Mission sollen in den kommenden beiden Jahren Entwicklung, Struktur und physikalische Eigenschaften von Kruste, Mantel und Kern unseres Nachbarplaneten erforscht werden.

Marsmaulwurf steht stabil auf festem Grund

Nach dem Absetzen durch den Roboterarm des Insight-Landers steht HP3 nun laut DLR stabil rund eineinhalb Meter von der Muttersonde entfernt, senkrecht auf flachem Grund. Nun hoffen die Forscher, dass dem Maulwurf "kein größerer Stein auf seinem Weg in den Untergrund in die Quere kommt", betonte der leitende Wissenschaftler des HP3-Experiments, Tilman Spohn vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin.

Beben und Pole werden auf dem Mars vermessen

Vor dem Marsmaulwurf hatte InSight bereits das Marsbeben-Observatorium SEIS (Seismic Experiment for Interior Structure) auf dem Roten Planeten ausgesetzt, das unter Federführung der französischen Raumfahrtagentur CNES gebaut wurde. Neben SEIS und HP3 zählt zu der InSight-Mission auch das amerikanische Experiment RISE (Rotation and Interior Structure Experiment), das Schwankungen der Polachse des Mars aufzeichnen wird.