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Lichterketten: Darauf sollten Sie beim Kauf achten! | BR24

© BR/Johanna Schlüter

Gefährliche Lichterketten: Darauf sollten Sie beim Kauf achten!

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Lichterketten: Darauf sollten Sie beim Kauf achten!

Lichterglanz im Garten, auf der Fensterbank und am Weihnachtsbaum - mit festlicher Beleuchtung stimmen sich viele auf Weihnachten ein. Bei der Festbeleuchtung sollte man aber einiges beachten, damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt.

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Alle Jahre wieder: In der Adventszeit werden fleißig Geschenke eingekauft und die Wohnung wird weihnachtlich dekoriert. Weil es so schön einfach und vermeintlich ungefährlich ist, kommen vielfach Lichterketten zum Einsatz. Aber so praktisch und ungefährlich sind sie oft gar nicht: Ob überhöhte Stromkosten, Schadstoffgehalt oder Brandgefahr - man muss einiges beachten, um den Lichterglanz ungetrübt genießen zu können.

Hoher Schadstoffgehalt in Lichterketten

Schon im November 2019 ließ der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) Lichterketten bekannter Hersteller auf Schadstoffe testen. Das Ergebnis ist erschreckend: Drei der vier getesteten Lichterketten enthielten so viele gesundheitsschädliche Schadstoffe, dass sie eigentlich nicht hätten verkauft werden dürfen. Sie enthielten zum Beispiel 27 Prozent gefährliche Weichmacher. Das ist alarmierend, denn Phthalate wie DEHP und DBP sowie Chlorparaffine sind in Elektrogeräten EU-weit verboten, so der BUND. Produkte dürfen ab einer Konzentration von über 0,1 Prozent nicht verkauft werden – so die europäische Richtlinie zur Beschränkung von gefährlichen Stoffen in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS).

© BUND

Diese Lichterketten wurden getestet.

Mit der App ToxFox auf Schadstoffsuche

Mit der ToxFox-App des BUNDs, die Sie in den App-Stores kostenlos herunterladen können, lassen sich die Schadstoffe in Spielzeug und anderen Produkten aufspüren. Sie scannen den Barcode des Produkts und erhalten Informationen über die Inhaltsstoffe. Der BUND baut mit insgesamt 19 Partnerorganisationen in dem Projekt "AskREACH" eine europäische Produktdatenbank auf. Daran beteiligt sind inzwischen 13 Länder. Das Projekt will europaweit die Bevölkerung, Handel und Industrie für "besonders besorgniserregende Stoffe" in Erzeugnissen sensibilisieren.

Der Umwelt zuliebe: Stromsparende LEDs

Eine mögliche Schadstoffbelastung ist das eine, das andere sind hohe Stromkosten. Die zahlreichen kleinen Lämpchen verbreiten zwar Licht und Freude, wenn aber die Stromrechnung kommt, wird es zappenduster: Lichterketten mit herkömmlichen Lämpchen sind wahre Stromfresser.

  • Der BUND empfiehlt, Weihnachtsbeleuchtung mit Leuchtdioden (LED) zu verwenden. Diese halten deutlich länger und verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Strom als herkömmliche Lichterketten. Und das kann richtig Geld sparen, denn der Betrieb einer Lichterkette mit Glühlämpchen kostet rund sechs Euro pro Tag, wenn man die Kette zwölf Stunden brennen lässt. Bei LEDs ist es weniger als ein Euro.
  • Verzichten Sie auf batteriebetriebene Lichterketten, denn oft landen die Batterien im Müll und belasten die Umwelt. Lieber Lichterketten mit Stromanschluss kaufen. Der TÜV Rheinland rät außerdem, nur Ketten mit Transformator zu kaufen, um vor Stromschlägen geschützt zu sein. Für draußen empfehlen sich solarbetriebene Lichterketten.
  • Verwenden Sie Zeitschaltuhren. In der Nacht haben Sie nichts von der beleuchteten Deko im Garten und in den Fenstern – außer höhere Stromkosten. Die Tiere werden es Ihnen danken, denn die Lichtverschmutzung schadet dem Rhythmus der Tiere, denen die Dauerbeleuchtung einen verlängerten Tag vorgaukelt.

Was Sie beim Kauf von Lichterketten beachten sollten

  • Kaufen Sie nur geprüfte Lichterketten mit Sicherheitsplakette. Das GS-Siegel vom TÜV sowie VDE-Prüfzeichen garantieren die Sicherheit der Kette.
  • Kaputte Birnchen an einer Lichterkette – das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch brandgefährlich werden. Schon ein einziges kaputtes Lämpchen reicht, um die Brandgefahr zu erhöhen. Defekte Lämpchen müssen sofort ausgetauscht werden, denn wenn ein Lämpchen ausfällt, verteilt sich die restliche Spannung auf die übrigen Birnchen und das kann zu starker Hitze führen. Wichtig dabei ist, dass die Ersatzbirnen in das System passen. Sie müssen die gleiche Watt- oder Voltzahl haben.
  • Am besten tauschen Sie herkömmliche Lichterketten gegen LED-Lichterketten aus. Das spart nicht nur Strom, sondern ist auch sicherer: Die Leuchtdioden produzieren kaum Wärme, sind deshalb also sicherer. Die Gefahr von Überhitzung und Bränden wird reduziert.
  • Für die Außendeko sollten nur extra dafür geeignete Ketten verwendet werden, die Feuchtigkeit vertragen. Auf der Verpackung muss eine IP-Nummer stehen. "IP 44" oder höher eignet sich für den Außenbereich. Für den Außenbereich gilt auch: Wer eine Kabeltrommel verwendet, sollte diese immer komplett abrollen, sonst wird das Kabel zu heiß.

Vorsicht Brandgefahr in der Weihnachtszeit

Trotz aller Vorfreude auf Weihnachten, sollte man auch die Vorsicht nicht außer Acht lassen. Denn im Dezember nehmen die Brandschäden im Vergleich zu den Frühjahrs- und Herbstmonaten um rund 50 Prozent zu, wie Statistiken des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigen. 2018 wurden rund 30.000 Brände in der Advents- und Weihnachtszeit registriert, das sind 10.000 mehr als im Frühjahr oder Herbst.

Gefahr von Wohnungsbränden reduzieren

Ursache für die Brände sind meistens Kerzen auf Adventskränzen oder am Weihnachtsbaum. Aber auch defekte Lichterketten können eine Ursache sein.

  • Kaufen Sie den Weihnachtsbaum erst kurz vorm Fest, damit er nicht schon zundertrocken ist, wenn die Kerzen angezündet werden. Gießen Sie ihn regelmäßig. Auch ein Eimer Wasser neben dem Baum kann nicht schaden.
  • Der Baum sollte nicht in der Nähe von leicht brennbaren Materialien (zum Beispiel Gardinen) stehen.
  • Lassen Sie die brennenden Kerzen niemals unbeaufsichtigt – schon gar nicht mit Haustieren und Kindern im Haus.
© Bayerischer Rundfunk

Advent = Weihnachtsschmuck = Lichterketten = erhöhte Brandgefahr? Worauf man bei Weihnachtsbeleuchtung achten sollte: