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Indische Mondmission: Zustand der Landesonde unklar | BR24

© Bayerischer Rundfunk

In der Nacht auf Samstag sollte eine indische Raumsonde sanft auf dem Mond aufsetzen. Doch kurz vor Landung riss die Funkverbindung ab. Warum sind Mondlandungen auch 50 Jahre nach Apollo 11 immer noch schwierig? Antworten von Stefan Geier.

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Indische Mondmission: Zustand der Landesonde unklar

Die indische Landesonde Vikram hat die Oberfläche des Monds erreicht. Doch beim Landeanflug riss der Funkkontakt zur Erde ab. Nun ist ungewiss, ob Vikram heil auf dem Mond angekommen ist.

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Mit der Mission Chandrayaan-2 wollte Indien das vierte Land werden, dem eine kontrollierte Landung auf dem Erdtrabanten gelingt. Das ist bisher nur den USA, der Sowjetunion und China geglückt. Eine israelische Sonde stürzte hingegen im Frühjahr beim Versuch, auf dem Mond zu landen, nach einem technischen Fehler ab.

Die Sonde Chandrayaan-2 war am 22. Juli vom einem Raumfahrtzentrum in Sriharikota gestartet. Am 2. September löste sich der Mondlander Vikram vom Orbiter und startete eine Reihe von Bremsmanövern, um die Landung vorzubereiten. Der Anflug verlief laut der indischen Raumfahrtbehörde Isro bis zwei Kilometer vor der Mondoberfläche normal, dann sei der Kontakt abgerissen. An Bord des Landegeräts befindet sich der Mond-Rover Pragyan, der die Mondoberfläche untersuchen sollte. Der Orbiter sendete Bilder zur Bodenstation, auf denen Vikram auf der Mondoberfläche lokalisiert werden konnte. Der Zustand des Landers ließ sich aber nicht beurteilen.

© Indian Space Research Organisation ISRO

Landefähre der Mission Chandrayaan-2 (Modell)

Erste Landung am Südpol des Mondes

Chandrayaan-2 ist nicht die erste indische Mission zum Mond. Chandrayaan-1 hatte bereits im Jahr 2008 den Mond umrundet und dabei Wasservorkommen entdeckt, war aber nicht auf dem Mond gelandet. Diese Wasservorkommen näher zu untersuchen war eine der Aufgaben für die Nachfolgemission der indischen Raumfahrtagentur Isro. Bei Chandrayaan-2 flog deshalb nicht nur ein Orbiter zum Mond, sondern auch eine Landefähre. Ihr Ziel auf der Mondoberfläche war eine Ebene einige hundert Kilometer nördlich des Südpols, zwischen den Kratern Simpelius und Manzinus. Das war eine Premiere: Alle vorherigen Mondsonden landeten in der Nähe des Äquators.

© Indian Space Research Organisation ISRO

Modell des Chandrayaan-2-Rovers bei einer Testfahrt