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Feines Sternschnuppen-Funkeln für Frühaufsteher | BR24

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Mit hoher Geschwindigkeit rasen klitzekleine Krümel in die Erdatmosphäre und rütteln deren Moleküle gründlich durcheinander. Das Ergebnis ist bezaubernd: Eine Sternschnuppe blitzt am Himmel auf.

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Feines Sternschnuppen-Funkeln für Frühaufsteher

In den kommenden Nächten flitzen die Meteore der Delta-Aquariden über den Sternenhimmel. Dazu kommen weitere Sternschnuppen anderer Ströme. Allerdings lohnt die Suche erst frühmorgens, wenn der Mond untergegangen ist.

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    Erwarten Sie kein allzu großes Spektakel am Firmament, doch wer dringend ein paar Wünsche loswerden will: In den kommenden Nächten sind erstmals in diesem Monat wieder merklich mehr Sternschnuppen unterwegs. Gleich mehrere Meteor-Ströme erreichen ihren Höhepunkt. Der größte davon: die Delta-Aquariden.

    Schon seit Mitte Juli ist dieser Meteor-Strom aktiv, doch jetzt ist das Maximum im Anmarsch: Drei Nächte lang haben die Delta-Aquariden-Sternschnuppen auffallend hohe Fallraten, beginnend mit der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, den 29. Juli. Der eigentliche Höhepunkt wird für die Nacht auf den 30. Juli erwartet. Bis zu 25 Sternschnuppen pro Stunde sind dann unterwegs.

    Mondlicht stört die Sternschnuppen bis spät in die Nacht

    Leider stört jetzt auch der zunehmende Mond jede Nacht mehr. In der Nacht auf den 29. Juli geht er etwa um ein Uhr nachts unter, dann jede Nacht eine halbe bis dreiviertel Stunde später. Die Suche nach Sternschnuppen lohnt erst, wenn der Mond verschwunden ist, denn sein helles Licht überstrahlt die zarten Lichtspuren der Meteore.

    Je später am Morgen, umso mehr Sternschnuppen sind zu sehen

    Allerdings trifft sich das günstig für die Delta-Aquariden (auch: Juli-Aquariden), denn von diesen Sternschnuppen sind in den frühen Morgenstunden generell mehr zu sehen als am Abend: Die Meteore scheinen aus dem Sternbild Wassermann zu kommen - dem Aquarius, der dem Strom auch seinen Namen verlieh. Der Wassermann klettert bei uns aber erst spät in der Nacht über den Horizont im Südosten.

    Solange der scheinbare Ausstrahlungspunkt (Radiant) der Meteore tief steht, ist nur ein kleiner Teil der in dem Moment flitzenden Sternschnuppen für uns zu sehen. Je höher der Wassermann klettert, umso mehr der Juli-Aquariden werden Sie auch entdecken können.

    Die beste Zeit zur Sternschnuppen-Suche

    Zwischen drei und vier Uhr morgens steht das Sternbild am höchsten (im Süden), dann sind die Bedingungen zur Sternschnuppen-Suche am besten. Zu der Uhrzeit stört auch kein Mondlicht mehr und die allererste Morgendämmerung setzt gerade erst ein. Etwa ab halb fünf Uhr wird es für die Sternschnuppen zu hell.

© BR, Skyobserver

Ende Juli haben die beiden Meteorströme der Delta-Aquariden und der Alpha-Capricorniden fast zeitgleich ihren Höhepunkt.

Drei Sternschnuppen-Regen zugleich

Die Juli-Aquariden sind sehr schnelle Meteore, die mit rund vierzig Kilometern pro Sekunde übers Firmament flitzen. Wenn Sie dazwischen ganz langsame Sternschnuppen sehen, dann sind es womöglich Alpha-Capricorniden, denn dieser Meteorstrom hat jetzt ebenfalls seinen Höhepunkt, am 30. Juli. Er fügt dem Funkeln noch etwa fünf Sternschnuppen pro Stunde hinzu. Dazu kommen noch ein paar vereinzelte Meteore der Piscis-Austriniden. Alle drei Meteorschauer haben ihren Höhepunkt fast zur gleichen Zeit und kommen aus benachbarten Sternbildern. Es läppert sich also in den kommenden Nächten. Viel Glück bei der Sternschnuppen-Suche!

Tipps zum Fotografieren von Sternschnuppen und weitere Informationen finden Sie hier. Und sollten Sie Sternschnuppen fotografiert haben, dann schicken Sie uns bitte Ihre Bilder!

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