Wissen - Sternenhimmel


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Sterne & Sternbilder in der Winternacht Den Feind im Auge, die Hörner gespitzt

Eine lange Nacht im Januar gibt Ihnen die Möglichkeit, fast alle Sternbilder zu sehen. Die schönsten sind die Bilder des Winters - die strahlendsten Sternbilder, die der Himmel zu bieten hat. Wir führen Sie zu den Sternen und ihren Mythen.

Von: Heike Westram

Stand: 01.01.2020

Elf bis zwölf Stunden lang ist der Himmel im Januar nachtschwarz. Für Sternengucker Grund zur Freude, denn im Laufe der Nacht ziehen beinahe alle Sternbilder der Nordhalbkugel über den Himmel.

Januar-Sternkarte

Sternzeichen oder Sternbild?

Die astrologischen Sternzeichen beruhen noch auf der antiken Einteilung des Tierkreises in zwölf gleich lange Strecken und werden für Horoskope genutzt. Das Sternbild meint dagegen die tatsächlich aus den dazugehörigen Sternen am Himmel gebildete Figur - die astronomische Bezeichnung für eine bestimmte Sternengruppe.

Wenn die Abenddämmerung etwa um sechs Uhr endet und der Himmel nachtschwarz ist, stehen im Westen noch die Sternbilder des Sommers. Die Herbstbilder ziehen ihnen hinterher übers Firmament. Doch beherrscht wird die Nacht von den strahlenden Winterbildern mit ihren hellen Sternen. Kurz bevor der Morgen um sechs Uhr graut, erscheinen die Sternbilder des Frühlings bereits über dem östlichen Horizont.

Fast der ganze Tierkreis

Eine lange Winternacht gibt Ihnen die Möglichkeit, fast alle Sternbilder des Tierkreises kennenzulernen, die auch den astrologischen Sternzeichen zur Vorlage dienen: Während am frühen Abend der Wassermann versinkt, stehen Fische und Widder noch lange im Westen. Mit dem Stier rückt das erste große Winter-Sternbild heran und gegen Mitternacht stehen dann auch die Zwillinge hoch im Süden, gefolgt vom Krebs. Im Osten ist bereits das Frühlings-Sternbild Löwe zu sehen. Gegen zwei, drei Uhr nachts folgt die große Jungfrau und in den Morgenstunden auch die Waage. Wenn die Morgendämmerung anbricht, hebt sogar der hübsche Skorpion noch seinen Kopf über den Horizont, ein typisches Sommer-Sternbild. Nur Schütze und Steinbock bleiben im Januar ganz verborgen.

In den Sternbildern des Tierkreises erstrahlen meist auch ein paar besondere Lichter, die gar keine Sterne sind: Wir verraten Ihnen, welche Planeten im Januar zu sehen sind.

Zeitangaben im "Sternenhimmel"

Auf- und Untergangszeiten für Bayern

Alle Zeitangaben sind für den Standort München berechnet. Insbesondere bei Auf- und Untergangszeiten müssen Sie für andere Orte in Bayern oder Deutschland einige Minuten hinzuzählen oder abziehen.
Faustregel: Pro Längengrad ostwärts ziehen Sie vier Minuten ab, westwärts zählen Sie pro Grad vier Minuten dazu.
Die Abweichung pro Breitengrad ist dagegen abhängig von Jahreszeiten und Himmelsrichtung des beobachteten Objekts. Im extremsten Fall - etwa dem Sonnenaufgang im Winter - weichen die Zeiten im äußersten Norden Deutschlands um etwa eine halbe Stunde ab.


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