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Alle aktuellen Börsen- und Aktien News zur Thema Dax, Ölpreisen und der Börse in den USA, Deutschland und Bayern im Börsen-News-Ticker von BR24.

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    Börse: Alle Entwicklungen im November 2021

    Nachdem der DAX am vergangenen Freitag um mehr als vier Prozent einknickte, kommt es nun - wie erwartet - zu einer Gegenbewegung. Der DAX steigt um 0,9 Prozent auf 15.408 Punkte. Alle aktuellen Börsen-News von Montag bis Freitag im Ticker von BR24.

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    Den aktuellen Börsen-Ticker des Monats Dezember 2021 finden Sie hier.

    19.30 Uhr – Dow Jones landet unter 35.000 Punkten

    Die neu entdeckte Coronavirus-Variante hat die Anleger das Fürchten gelehrt und die Börsen weltweit auf Talfahrt geschickt. Zum Auftakt der Weihnachtseinkaufssaison am "Black Friday" brachen die Aktienkurse an der Wall Street ein. Für die US-Anleger endete der verkürzte Handelstag nach Thanksgiving alles andere als erfreulich: Der Dow-Jones-Index fiel um 2,5 Prozent auf 34.899 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sackte 2,2 Prozent auf 15.491 Punkte ab. Vor allem der Reise- und der Unterhaltungssektor musste Federn lassen, während sich die Investoren Papiere von Impfstoffherstellern in die Depots packten. Die Angst vor einem Ende der Konjunkturerholung ließ die Rohstoffpreise purzeln und brockte Öl einen Preisverfall von mehr als zehn Prozent ein.

    17.45 Uhr – DAX schließt tief im Minus

    Eine neue und möglicherweise gefährlichere Coronavirus-Mutation im südlichen Afrika hat die Anleger vor dem Wochenende in die Flucht getrieben. Der DAX verlor 4,2 Prozent auf 15.257 Punkte. Damit hat der deutsche Leitindex in dieser Woche 5,6 Prozent eingebüßt, nachdem er in der Vorwoche noch ein neues Rekordhoch erreicht hatte. Der MDAX büßte heute 3,3 Prozent ein, der TecDAX 1,3 Prozent. Besonders die Touristik- und Luftfahrtwerte waren unter Druck.

    16.45 Uhr BioNTech untersucht neue Corona-Variante

    Die Aktien von BioNTech gehören mit zu den wenigen Gewinnern heute. Sie verteuern sich um 18,7 Prozent. Der Impfstoff-Hersteller prüft, ob sein Corona-Vakzin auch gegen die neue, in Südafrika aufgetauchte Virus-Variante wirkt. Spätestens in zwei Wochen erwarte man weiterführende Daten aus den Labortests, teilte das Unternehmen mit. Diese Daten würden Aufschluss darüber geben, ob eine Anpassung des Impfstoffs erforderlich sei. Die neue Variante unterscheide sich deutlich von den bisher beobachteten Corona-Viren, heißt es. Die Anleger scheinen offensichtlich guter Dinge zu sein, dass dies klappt.

    15.15 Uhr - Tarifgespräche bei Airbus unterbrochen

    Im Streit um eine neue Struktur beim europäischen Flugzeugbauer Airbus und der Tochter Premium Aerotec hat die IG Metall die Tarifverhandlungen unterbrochen. Die Geschäftsführung verweigere sich erneut einer guten Gesamtlösung, sagte IG Metall-Verhandlungsführer Daniel Friedrich. Nun solle über das weitere Vorgehen beraten werden. Die Gewerkschaft fordert den Verzicht auf die Abspaltung von Unternehmensteilen sowie langfristige Zusagen für Beschäftigung und Standorte. Airbus will Teile der Zuliefer-Tochter Premium Aerotec verkaufen. Die Aktien des europäischen Flugzeugherstellers stehen heute auf der Liste der Verlierer ganz oben im DAX mit einem Minus von 11,7 Prozent. Das hat allerdings vor allem auch mit der neuen Corona-Variante und den Reisebeschränkungen zu tun.

    13.25 Uhr - Ölpreise unter Druck

    Nicht nur die Kurse an den Börsen, sondern auch die Ölpreise geben kräftig nach. Auch hier nennen Marktbeobachter die Unsicherheit wegen der neuen Variante des Coronavirus als Grund. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet mittlerweile wieder deutlich weniger als 80 Dollar und zwar 77,4 Dollar, das ist ein Minus von 4,8 Dollar. Schon während der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 waren die Erdölpreise abgestürzt. Denn um die Welle in den Griff zu bekommen, wurden viele Bereiche des Wirtschaftslebens heruntergefahren. Die Investoren sorgen sich nun offenbar, dass dies womöglich erneut passiert, und dadurch auch die Nachfrage nach Öl sinken wird.

    10.42 Uhr – Mit Corona-Sorgen schwinden Zinshoffnungen

    Angesichts der Sorgen wegen einer neu aufgetauchten Corona-Variante nehmen die Spekulationen an den Finanzmärkten auf eine rasche Zinserhöhung in Großbritannien ab. An den Terminmärkten wurde die Wahrscheinlichkeit für eine Anhebung auf der Notenbanksitzung Mitte Dezember auf nur noch 55 Prozent taxiert. Noch am Donnerstag war die Wahrscheinlichkeit mit 75 Prozent veranschlagt worden.

    09.12 Uhr – Neue Corona-Sorgen lassen DAX abstürzen

    Mit neuen Coronasorgen durch eine Variante aus dem südlichen Afrika fällt der DAX um gut 3 Prozent auf 15.420 Punkte.

    Aus Sorgen um Lockdowns und Reisebeschränkungen geht es im DAX für den Flugzeugbauer Airbus um 11 Prozent nach unten. Aktien der Lufthansa im MDAX verbilligen sich um 10 Prozent.

    Hingegen sind andererseits die sogenannten Stay-at-Home Aktien wieder stark gefragt. Das sind Unternehmen deren Dienste bei eventuellen Lockdowns und möglichen stärkeren Beschränkungen genutzt werden dürften. Im DAX finden sich da der Online Modehändler Zalando sowie die Essenslieferanten Delivery Hero oder Hello Fresh. Deren Aktien steigen durchschnittlich um 5 Prozent.

    08.37 Uhr - Preisauftrieb in Deutschland bleibt stark

    Im Oktober stiegen die Preise von eingeführten Gütern zum Vorjahresmonat um 21,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist die höchste Rate seit Anfang 1980 während der zweiten Ölkrise. Experten hatten im Schnitt mit 19,6 Prozent gerechnet. Zum Vormonat stiegen die Preise um 3,8 Prozent. Besonders deutlich zeigt sich der Preisauftrieb bei importierter Energie, die 141 Prozent teurer war als vor einem Jahr. Erdgas war fast dreimal so teuer. Der Preis für Erdöl verdoppelte sich etwa. Neben Energie waren auch viele Vorprodukte wie Erze, Metalle und Kunststoffe wesentlich teurer. Hintergrund sind Spannungen im weltweiten Warenhandel, die sich überwiegend auf die Pandemie zurückführen lassen.

    08.22 Uhr – Neue Corona-Sorgen wirbeln Kurse durcheinander

    Aus Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen einer Ausbreitung der in Südafrika entdeckten neuen Coronavirus-Variante nehmen Anleger Kurs auf den „sicheren Hafen“ Gold. Das Edelmetall verteuert sich um ein knappes Prozent auf 1803 Dollar je Feinunze.

    Mit Sorgen um die Wirtschaft fällt der Ölpreis. Der Preis für die Nordseesorte Brent büßt rund 2,5 Prozent ein auf etwas weniger als 79 Dollar.

    Am Währungsmarkt sind der japanische Yen und der Schweizer Franken gesucht. Der Euro bleibt schwach. Der Euro notiert bei 1,1233 Dollar.

    Der DAX dürfte mit deutlichen Verlusten starten.

    06.56 Uhr – ex-DAX-Konzern K+S kann aufatmen

    Der hessische Düngerkonzern K+S kann mit Blick auf die Zweifel der Finanzaufsicht Bafin an der Bilanz für 2019 sowie dem ersten Halbjahr 2020 aufatmen. Die endgültigen Feststellungen der von den Aufsehern beauftragten Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) lösen keine Wertanpassungen aus, heißt es. Hintergrund ist der Verdacht der Finanzaufsicht Bafin, dass eine im Herbst 2020 wegen des Düngerpreisverfalls erfolgte Milliardenabschreibung der Hessen womöglich zu niedrig ausgefallen war. Die Aufseher hatten daher im Februar die DPR beauftragt, die entsprechenden Bilanzen unter die Lupe zu nehmen. Aus den endgültigen Feststellungen folge kein Anpassungsbedarf für die Wertansätze beim Bereich Kali- und Magnesiumprodukte, gab der MDAX-Konzern K+S gestern Abend bekannt.

    06.27 Uhr – Kurse in Asien deutlich unter Druck

    Die Börse in Tokio zeigt sich schwächer. Der Aktienindex Nikkei büßt fast drei Prozent ein. Die Aktien fallen und steuern auf den größten Wochenrückgang seit fast zwei Monaten zu, da eine neue Virusvariante die Sorgen um das künftige Wachstum verstärken. Die Ausbreitung einer neuen Variante des Coronavirus im südlichen Afrika löst Besorgnis aus. Die britische Regierung schränkt den Flugverkehr aus mehreren Ländern der Region ein. Für Ankommende gilt eine strenge Pflicht zur Hotelquarantäne. Ähnliche Beschränkungen hat auch Israel ausgesprochen, unter anderem für Südafrika, Mosambik und Namibia.

    06.03 Uhr – DAX-Konzern Infineon findet neuen Chef

    Der Chiphersteller Infineon hat einen Nachfolger für seinen scheidenden Vorstandschef Reinhard Ploss gefunden. Der bisherige Chef des Tagesgeschäfts, Jochen Hanebeck, werde zum 1. April 2022 neuer Vorstandsvorsitzender, teilte Infineon gestern Abend in Neubiberg bei München mit. Dies habe der Aufsichtsrat beschlossen. Hanebeck wurde 1968 geboren und gehört dem Infineon-Vorstand seit 2016 an. Sein neuer Vertrag als Vorstandschef läuft den Angaben zufolge bis Ende März 2027.

    Freitag, 26. November 2021

    17.45 Uhr – DAX beendet Verlustserie und schließt im Plus

    Fünf Tage hintereinander ist es abwärtsgegangen, heute nun konnte der DAX ein Plus verbuchen: Der DAX ist 0,3 Prozent höher aus dem Handel gegangen bei 15.918 Punkten. Zu seinem in der vergangenen Woche erreichten neuen Rekordstand von 16.290 Punkten ist der deutsche Leitindex damit gerade mal etwas über 2 Prozent entfernt. Besser ist es heute bei MDAX und TecDAX gelaufen, die 0,5 Prozent bzw. 1,1 Prozent zulegen konnten.

    16.26 Uhr - Audi vom BGH zu Schadenersatz verurteilt

    Der Bundesgerichtshof hat erstmals Audi wegen des Diesel-Skandals zu Schadenersatz verurteilt. Die Richter bestätigten heute vier Fälle des Oberlandesgerichts (OLG) München, das den Audi-Käufern das geforderte Geld weitgehend zugesprochen hatte. Der Motor EA189 wurde bei Volkswagen entwickelt, aber auch in verschiedenen Modellen der VW-Tochter Audi eingesetzt. In zwei früheren Fällen hatte der BGH konkrete Anhaltspunkte dafür vermisst, dass bei Audi jemand von der illegalen Abgastechnik wusste. Das OLG München war dagegen zu der Überzeugung gelangt, dass es undenkbar sei, dass nicht mindestens ein Audi-Verantwortlicher davon Kenntnis hatte. Nach Auskunft des Ingolstädter Autobauers gibt es derzeit noch eine niedrige vierstellige Zahl offener Verfahren. Nicht alle Fälle seien aber mit den nun entschiedenen vergleichbar.

    13.25 Uhr - Ruhiger Handel an Europas Börsen

    Die Anleger in Europa bleiben heute vorsichtig. Der Euro Stoxx 50 kommt leicht um 0,3 Prozent voran. Heute wird in den USA Thanksgiving gefeiert, da bleiben die Börsen geschlossen, morgen findet nur ein verkürzter Handel statt. Insofern fehlen die Vorgaben von der Wall Street. Währenddessen steigt die Nervosität, wie Marktteilnehmer berichten. Die pandemische Lage sowie das aktuell inflationäre Umfeld verunsicherten die Verbraucher und dämpften die Konsumlaune, fasst man zum Beispiel bei Union Investment die Lage zusammen. An den deutschen Börsen tritt der DAX nach den jüngsten Punktverlusten nahezu auf der Stelle bei 15.903.

    10.42 Uhr – Daimler optimistisch für China

    Daimlers wichtigster Pkw-Absatzmarkt China wird auch im kommenden Jahr nach Einschätzung des Autobauers ein Wachstumsmotor sein. Der weltweit größte Markt sei superschnell aus der Corona-Krise herausgekommen, sagte Daimlers China-Vorstand Hubertus Troska. Mit einem Absatzanteil von 35 Prozent ist China nach wie vor der größte Einzelmarkt der Marke mit dem Stern. Im kommenden Jahr will Mercedes fünf E-Automodelle der Marke EQ in China anbieten, wovon vier vor Ort hergestellt werden. Aktien von Daimler steigen um ein viertel Prozent.

    09.12 Uhr – DAX mit kleinem Plus

    Die Verbraucherstimmung hat sich wegen der Inflation und Corona eingetrübt. Die deutsche Wirtschaft ist im Sommer weniger gewachsen als gedacht. Der DAX kann sich dennoch etwas von den jüngsten Verlusten erholen. Der DAX steigt um ein viertel Prozent auf 15.939 Punkte.

    Am Währungsmarkt bleibt der Euro eher schwach. Der Euro notiert bei 1,1213 Dollar.

    08.32 Uhr – Deutsche Wirtschaft wächst etwas weniger als gedacht

    Die deutsche Wirtschaft hat im Sommer ihr Wachstumstempo etwas gedrosselt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg zwischen Juli und September um 1,7 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilte und damit eine frühere Schätzung von 1,8 Prozent leicht revidierte. Einzig die Verbraucher sorgten im Sommer für konjunkturellen Schwung. Die privaten Haushalte gaben 6,2 Prozent mehr aus als im Vorquartal. Der Staatskonsum sank um 2,2 Prozent. Die Exporte fielen um 1,0 Prozent und damit etwas stärker als die Importe mit 0,6 Prozent, so dass der Außenhandel die Konjunktur insgesamt bremste.

    08.07 Uhr – Verbraucherstimmung sinkt deutlich

    Die vierte Corona-Welle und die steigenden Preise verhageln Deutschlands Verbraucherinnen und Verbrauchern wenige Wochen vor Weihnachten die Stimmung. Das von der GfK ermittelte Konsumklima sinkt im Dezember deutlich um 2,6 auf minus 1,6 Punkte, wie das Marktforschungsunternehmen mitteilte. Die Sparneigung steigt wieder, die Anschaffungsneigung geht zurück.

    06.58 Uhr – EU-Institutionen zur Bitcoin-Technologie Blockchain

    Die EU-Institutionen haben sich auf besondere Regeln für die Technologie hinter Kryptowährungen - wie zum Beispiel Blockchain - geeinigt. Das gab das Europäische Parlament gestern Abend bekannt. So sollen Datenbanktechnologien wie die Blockchain kurzfristig von strengen EU-Regeln für finanzielle Dienstleistungen ausgenommen werden. Dies soll es dem herkömmlichen Finanzsektor erlauben, die neuartige Technologie auszuprobieren.

    Der Bitcoin bleibt währenddessen unter Druck. Die digitale Kryptowährung steht mit etwa 57.000 Dollar rund 12.000 Dollar unter dem zuletzt erreichten Rekordhoch. Das drohende Verbot für die meisten Kryptowährungen in Indien drückt die Stimmung, sagen Händler. Außerdem werde die Basis für eine staatliche Kryptowährung Indiens gelegt, heißt es.

    06.02 Uhr – Anleger suchen nach einer Richtung

    Amerikanische Wirtschaftsdaten sendeten gestern keine einheitlichen Signale. Nach den Protokollen der letzten Sitzung der amerikanischen Notenbank rechnen viele mit mindestens einer US-Zinsanhebung im nächsten Jahr. Der Dow Jones schloss gestern kaum verändert. Die Technologiebörse Nasdaq und der S&P 500 legten etwas zu. Am Währungsmarkt stärkt die Aussicht auf US-Zinsanhebungen weiter den Dollar und belastet den Euro. Der Euro ist erstmals seit fast eineinhalb Jahren kurzfristig unter die Marke von 1,12 Dollar gefallen. Derzeit kann sich der Euro bei 1,1213 Dollar halten. Auch in Asien zeigen sich die Aktienmärkte heute uneinheitlich.

    Donnerstag, 25. November 2021

    22.05 Uhr - Dow Jones schließt kaum verändert

    Es war ein Handelstag ohne großen Schwung. Der Dow Jones blieb am Schluss kaum verändert stehen bei 35.804 Punkten. Der Nasdaq schaffte noch ein Plus von 0,4 Prozent. Trübe Ausblicke von Einzelhändlern in den USA haben die Stimmung an den Aktienmärkten in New York belastet. Die Modefirma Gap leidet unter Liefer-Engpässen und hat die Gewinn- und Umsatzziele gesenkt. Außerdem hat die US-Notenbank auf ihrer jüngsten geldpolitischen Sitzung über einen schnelleren Weg zu einer Zinserhöhung diskutiert. Wie aus dem jetzt veröffentlichten Protokoll hervorgeht, brachten mehrere Teilnehmer das Argument vor, dass die Fed auf ein höheres Tempo bei der Verringerung ihrer Anleihenkäufe vorbereitet sein müsse.

    21.28 Uhr - Eurokurs fällt unter 1,12 US-Dollar

    Der Kurs des Euro ist erstmals seit Mitte 2020 unter 1,12 US-Dollar gefallen. Am Nachmittag sank die Gemeinschaftswährung bis auf 1,1186 Dollar. Belastet wird der Euro derzeit vor allem durch die deutlich angespannte Corona-Lage in vielen Euroländern. Dazu passend trübte sich die Unternehmensstimmung in Deutschland zum fünften Mal in Folge ein. Ökonomen deuteten den abermaligen Rückgang des Ifo-Geschäftsklimas als Zeichen wirtschaftlicher Stagnation, schlimmstenfalls sogar Schrumpfung.

    20.52 Uhr - Kritik im VW-Betriebsrat an neuer Vorsitzender Cavallo

    Im Betriebsrat von Volkswagen deutet sich ein möglicher Konflikt über den Kurs der neuen Vorsitzenden Daniela Cavallo an. Wenige Monate vor den nächsten Wahlen für die Belegschaftsvertretung im Frühjahr 2022 will eine Gruppe gegen die tonangebende Fraktion der IG Metall antreten. Die Gründer der Liste «Wir für Euch» wandten sich jetzt auch an die VW-Hauptaktionäre der Familien Porsche/Piëch sowie an Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil. In einem Brief äußerten sie scharfe Kritik an der Haltung der Betriebsratsführung. Außerdem gab es - eher ungewöhnlich - lobende Worte für den Konzernchef Herbert Diess. Der Betriebsrat Norbert Lem, einer der Briefautoren, sagte der Nachrichtenagentur dpa, der Rückhalt für Diess sei bei vielen Mitarbeitern durchaus hoch.

    18.32 Uhr – Bundesbankchef: Kein Wachstum im laufenden Quartal

    Die Bundesbank blickt skeptischer auf die Konjunktur. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird nach Ansicht von Bundesbankchef Jens Weidmann in diesem Jahr deutlich geringer ausfallen als noch Mitte des Jahres gedacht. Damals waren die deutschen Währungshüter von einem Plus von 3,7 Prozent ausgegangen. Weidmann hat zwar jetzt keine konkrete Zahl genannt. Doch die Bundesregierung hat beispielsweise vor Kurzem ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum nach unten revidiert - und zwar von 3,5 auf 2,6 Prozent. Der Bundesbankchef erwartet, dass die Wirtschaft im laufenden Quartal möglicherweise nur auf der Stelle treten wird.

    17.45 Uhr – Fünftägige Verlustserie: DAX schließt erneut im Minus

    Den fünften Handelstag in Folge hat der DAX im Minus geschlossen. So eine Verlustserie hatte der deutsche Leitindex seit vier Monaten nicht mehr. Der DAX ist 0,4 Prozent niedriger gelandet bei 15.878 Punkten. MDAX und TecDAX büßten jeweils 0,7 Prozent ein. Die sich zuspitzende Corona-Situation und der auch deswegen unerwartet schwach ausgefallene ifo-Geschäftsklimaindex drückten auf die Stimmung der Anleger.

    16.45 Uhr - Immobilienaktien nach Vorstellung des Koalitionsvertrags gefragt

    Die Aktien des Immobilienkonzerns Vonovia sind nun deutlich im Plus, mit 5,5 Prozent. Zwar hat sich die Ampel-Koalition für eine Verlängerung der Mietpreisbremse bis zum Jahr 2029 ausgesprochen, aber es gibt eben für Wohnungskonzerne keine schärferen Maßnahmen. Mit dem Bau von 400.000 neuen Wohnungen will die Koalition auf dem angespannten Wohnungsmarkt Entlastung schaffen. Einige Investoren hatten wohl Schlimmeres für die Konzerne befürchtet, es war hier sogar von möglichen Enteignungen die Rede. Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass die Aktien von Vonovia zuletzt wegen der geplanten Kapitalerhöhung mächtig unter Druck standen. Erleichterung sieht man aber auch bei den Aktien von LEG Immobilien im MDAX, die um 1,7 Prozent vorankommen.

    13.15 Uhr - Weiterhin keine Entscheidung über VW-Chef Diess

    Die Zukunft von VW-Chef Herbert Diess bei dem Autohersteller ist offenbar nach wie vor ungewiss, auch nach mehrstündigen Beratungen im Präsidium des Aufsichtsrats weiter offen. Die Mitglieder des paritätisch besetzten Führungszirkels seien gestern Abend ohne Beschluss dazu auseinandergegangen, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen Insider. Das Thema sei so heiß, es stehe Spitz auf Knopf. Den Anlegern gefällt der anhaltende Machtkampf nicht. Die Streitereien lähmen das Unternehmen, so die Befürchtung. Die Aktien von VW stehen heute mit ganz oben auf der Liste der Verlierer, mit einem Minus von 2,3 Prozent.

    10.22 Uhr – Ifo-Index geht erneut zurück

    Die Stimmung von Top-Managern in Deutschland hat sich im November den fünften Monat in Folge eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank auf 96,5 Punkte von 97,7 Zählern im Oktober, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilte. Volkswirten zufolge braut sich Stück für Stück ein Unwetter über Deutschland zusammen. Die Pandemie drückt die Geschäftsaussichten im Handel, heißt es. Zum anderen leide das verarbeitende Gewerbe, weil der Nachschub aus China wegen der dort praktizierten Zero-Corona-Strategie weiter stocken werde.

    09.17 Uhr – Aktien von SDAX-Firma Drägerwerk brechen ein

    Aktien des Medizintechnik-Herstellers Drägerwerk verbilligen sich um elf Prozent. Nach der Sonderkonjunktur durch die Corona-Pandemie wird im kommenden Jahr ein deutlicher Umsatzrückgang erwartet.

    Der DAX kann sich nach seinen gestrigen Verlusten stabilisieren. Der Index notiert mit einem kleinen Plus bei 15.968 Punkten.

    08.52 Uhr – Trotz Biden-Aktion steigt Ölpreis wieder

    US-Präsident Joe Biden hat strategische Öl-Reserven freigegeben. Durch das größere Angebot soll der Ölpreis gedrückt werden. Allerdings halten Experten die Maßnahme nicht für umfangreich genug. Unsicher ist, wie der Ölverbund Opec+ mit Saudi-Arabien und Rußland auf den Schritt der Verbrauchsländer reagiert. Der Preis für die Nordseesorte Brent steigt auf über 82 Dollar je Barrel.

    07.58 Uhr – Blackrock beteiligt sich an Ladenetzbetreiber Ionity

    Zusammen mit den bisherigen Ionity-Beteiligten - den Automobilherstellern Audi, BMW, Daimler, Ford, Hyundai und Porsche - will der weltweit größte Vermögensverwalter Blackrock 700 Millionen Euro investieren. Bisher ist die vor vier Jahren gegründete Gemeinschaftsfirma Ionity auf Standorte an wichtigen Autobahnen und Schnellstraßen in Europa beschränkt. Künftig will der markenübergreifende Anbieter auch an viel befahrenen Verbindungsstraßen zu Großstädten seine Säulen aufbauen. Die Zahl der Schnell-Ladestationen soll von 400 in zwei Dutzend europäischen Ländern auf mehr als 1000 mit rund 7000 Ladepunkten bis 2025 steigen.

    07.03 Uhr – US-Regulierung für Digitalwährungen wie Bitcoin

    US-Banken müssen sich auf eine strengere Regulierung bei der Handhabung von Digitalwährungen einstellen. Die Bankenaufsicht OCC teilte mit, dass sich die Geldhäuser für bestimmte Aktivitäten mit Kryptowährungen eine Genehmigung einholen müssten. Die Finanzinstitute müssten künftig beweisen, dass ihr Risikomanagement dafür ausgelegt sei, Kunden beispielsweise die Aufbewahrung ihrer Digitalwährungsbestände anbieten zu können. Der Bitcoin gibt etwas nach und notiert bei rund 56.000 Dollar. Damit steht der Bitcoin etwa 13.000 Dollar unter seinem Rekordhoch.

    06.17 Uhr – US-Firmenzahlen zeigen gemischtes Bild

    Die US-Modekette Gap rechnet wegen weltweiter Probleme in der Lieferkette mit starken Umsatzeinbußen. Das Unternehmen warnte, dass ihm wegen der anhaltenden Schwierigkeiten ein schwächeres Weihnachtsgeschäft bevorstehe und im laufenden Jahr insgesamt bis zu 650 Millionen Dollar an Erlösen entgehen könnten.

    Hingegen verdienen die Computer-Konzerne Dell und HP dank einer starken PC-Nachfrage glänzend. Beide Unternehmen verkündeten kräftige Gewinnsprünge im jüngsten Quartal. Dell und HP profitieren in der Corona-Pandemie weiter vom Trend zum Homeoffice und einem erhöhten IT-Bedarf.

    05.57 Uhr – Märkte in Asien unruhig

    Anleger in Asien halten sich zurück wegen der Aussicht auf eine raschere Straffung der US-Geldpolitik. Genährt werden die Befürchtungen durch die Nominierung des US-Notenbank-Chefs Jerome Powell für eine zweite Amtsperiode. In Japan verliert der Nikkei eineinhalb Prozent. Die Börse in Shanghai liegt ein viertel Prozent im Minus.

    Mittwoch, 24. November 2021

    22.15 Uhr - Dow und Nasdaq schließen uneinheitlich

    Viel Unsicherheit an den US-Börsen. Die Anleger fürchten, dass der alte und neue Fed-Chef Powell schon bald auf die geldpolitische Bremse treten könnte. Höhere Zinsen würden dabei vor allem bei fremdfinanzierten Unternehmen die Gewinne schmälern und solche Firmen finden sich vor allem an der Nasdaq – dort stand am Ende ein deutliches Minus an den Tafeln. Der Dow Jones konnte dagegen immerhin rund ein halbes Prozent zulegen.

    21.15 Uhr - US-Anleger wenden sich von Zoom ab

    Der Videokonferenzdienst Zoom war in der Corona-Krise zeitweise einer der ganz großen Börsengewinner. Inzwischen aber laufen die Geschäfte nicht mehr so gut. So stiegen die Erlöse im abgelaufenen Quartal nur noch um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,1 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Im vorherigen Vierteljahr hatte es noch ein Plus von 54 Prozent gegeben und davor waren es 191 Prozent gewesen. Und so wenden sich viele Anleger jetzt enttäuscht ab. Die Aktien sacken aktuell 15 Prozent ab. In den vergangenen drei Monaten ist der Kurs insgesamt um über 40 Prozent gesunken.

    18.15 Uhr - DAX schließt erstmals seit langem unter 16.000 Punkten

    An den deutschen Aktienmärkten lief es heute gar nicht gut. Der DAX schloss über ein Prozent im Minus und mit 15.937 Punkten erstmals seit drei Wochen wieder unter der 16.000er-Marke. M-DAX und TecDAX gaben sogar jeweils rund 2 Prozent nach. Auf die Stimmung drückte zum einen die Furcht vor einer Abkühlung der Konjunktur angesichts der Corona-Entwicklung. Zum anderen zeichnet sich – nachdem Jerome Powell weiterhin die US-Notenbank führen soll – in den USA eine baldige Zinswende ab. Das hat heute immerhin den Bankenaktien gegen den allgemeinen Abwärtstrend einen Schub gegeben. Im DAX schlossen Deutsche-Bank-Titel 3 Prozent höher. Im M-DAX verteuerten sich Commerzbanktitel um 1,5 Prozent. Schlusslichter im DAX waren dagegen Delivery Hero, E.ON und Infineon mit Abschlägen zwischen 4 und 5 Prozent.

    15.35 Uhr - Deutsche Post darf Briefporto erhöhen

    Die Verbraucher hierzulande müssen sich auf höhere Portopreise für Briefe und Postkarten einstellen. Die Bundesnetzagentur räumte der Deutschen Post wie erwartet einen Spielraum ein, von 4,6 Prozent für die Erhöhung ihrer Preise vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2024. Die Post hatte bereits im Oktober angekündigt, die Preise unter anderem für den Standardbrief ab nächstem Jahr um fünf Cent anheben zu wollen, auf 85 Cent. Die Postkarte soll dann 70 statt wie bislang 60 Cent kosten. Dies kann der Bonner Konzern nun umsetzen. Die Anleger hatten auch nichts anderes erwartet. Die Nachricht kann die Stimmung nicht heben, Kurse stehen heute auf der Verliererseite mit einem Minus von zwei Prozent.

    13.15 Uhr - Kuka vor dem Abschied von der Börse

    Fünf Jahre nach der Übernahme des Augsburger Roboterherstellers Kuka will der chinesische Investor Midea das Unternehmen von der Börse nehmen. Es sei ein sogenannter Squeeze-Out-Prozess eingeleitet worden, teilte Kuka mit. Da Midea bereits mehr als 95 Prozent der Kuka-Aktien hält, kann der chinesische Konzern die Anteilsscheine der restlichen Anleger gegen eine Abfindungszahlung übernehmen. Die Anleger setzen darauf, dass Midea ihnen ein entsprechend attraktives Angebot unterbreitet. Die Aktien von Kuka schnellen um 15,7 Prozent nach oben, auf 78,2 Euro je Anteil.

    12.07 Uhr - Vergleich für Telekom-Kläger rückt näher

    Nach fast 20 Jahren kommt die Deutsche Telekom im Streit mit Tausenden Kleinaktionären einer Lösung näher. Das Oberlandesgericht Frankfurt stimmte einem Vergleichsvorschlag des Bonner Konzerns zu. Bis Mitte 2022 sollen die rund 16.000 Kläger nun ein Angebot von der Telekom erhalten. Kurz nach dem dritten Börsengang im Jahr 2000 gingen erste Klagen von Aktionären gegen die Telekom ein. Sie beschwerten sich, der Konzern habe im Börsenprospekt falsche Angaben im Zusammenhang mit der Beteiligung am US-Unternehmen Sprint gemacht. Auf die Telekom könnten bei einem Vergleich Ausgaben in dreistelliger Millionenhöhe zukommen. Die Anleger sehen es recht gelassen. Gewinnmitnahmen drücken den Kurs der Aktien leicht um 0,4 Prozent nach unten.

    09.32 Uhr - Ölpreis fällt

    Seit Tagen spekulieren Marktteilnehmer über eine abgestimmte Freigabe nationaler Ölreserven. Hintergrund sind die hohen Rohölpreise, die im Oktober auf mehrjährige Höchststände gestiegen waren. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg stehen die USA kurz vor der Verkündung einer Notfreigabe. Andere große Verbrauchsländer wie China, Japan, Indien und Südkorea sollen sich anschließen. Wie der mächtige Ölverbund Opec+ mit Saudi-Arabien und Rußland auf eine Freigabe reagieren wird, ist unklar. Der Preis für die Nordseesorte Brent fällt auf rund 79 Dollar.

    09.11 Uhr – DAX verliert und kämpft um Marke von 16.000 Punkten

    Die Nominierung von US-Notenbank-Chef Jerome Powell für eine zweite Amtszeit befeuert Spekulationen auf steigende Zinsen in den USA. Dazu kommen wieder mehr Corona-Sorgen.

    Der DAX verliert 0,9 Prozent auf 15.960 Punkte.

    07.52 Uhr – Übernahmenangebot für Wiesbadener Aareal Bank

    Die Finanzinvestoren Centerbridge und Advent wollen den Immobilienfinanzierer Aareal Bank übernehmen. Sie stellen 29 Euro je Aareal-Aktie in bar in Aussicht. Die Aareal Bank würde damit an der Börse mit rund 1,74 Milliarden Euro bewertet. Die Offerte enthält einen Aufschlag von rund 35 Prozent auf den Durchschnittskurs der Aareal-Aktie der vergangenen drei Monate vor Bekanntwerden der Übernahmegespräche. Die Kaufofferte sieht eine Mindestannahmeschwelle von 70 Prozent vor. Der Vorstand und der Aufsichtsrat des Immobilienfinanzierers unterstützen das Übernahmeangebot.

    07.21 Uhr – DAX-Energiekonzern E.ON zur Strategie

    Der Energiekonzern E.ON will parallel zu einem 27 Milliarden Euro schweren Investitionsprogramm hohe Einnahmen aus Verkäufen von Geschäften und durch Kostensenkungen erzielen. Der Konzern werde sein Portfolio weiter optimieren und rechne hierbei in den nächsten fünf Jahren mit Erlösen von etwa zwei bis vier Milliarden Euro, teilte E.ON anlässlich seines Kapitalmarkttages mit. Im Mittelpunkt stünden dabei sowohl direkte Veräußerungen von Geschäften als auch selektive Partnerschaften. Durch Optimierungsmaßnahmen sollen jährlich rund 500 Millionen Euro eingespart werden. Rund zwei Milliarden Euro will das Unternehmen in die Digitalisierung von Netzplanung, -überwachung und -steuerung stecken. Die bisherige Dividendenpolitik von bis zu fünf Prozent Dividendenwachstum pro Jahr werde bis 2026 verlängert.

    06.27 Uhr – Videokonferenzdienst Zoom kann überzeugen

    Der Videokonferenzdienst Zoom floriert nach dem Anfangs-Boom in der Corona-Pandemie nicht mehr so stark. Auch wenn das Wachstum jetzt nachlässt, verdient Zoom aber weiter gut. Der Gewinn legte um mehr als 70 Prozent auf 340,4 Millionen Dollar zu. Um sich für die Zeit nach der Pandemie zu rüsten, hatte Zoom zuletzt einige neue Angebote etwa für Sprachtelefonie und Großkonferenzen von Firmen gestartet. Für das Gesamtjahr stellte Zoom einen Umsatzanstieg von etwa 54 Prozent auf rund 4,1 Milliarden Dollar in Aussicht - etwas mehr als von Analysten erwartet. Die Aktie reagierte nachbörslich zunächst mit deutlichen Kursaufschlägen.

    06.03 Uhr – Anleger in Asien vorsichtig optimistisch

    Die asiatischen Aktienmärkte tendieren zunächst überwiegend stärker und folgen damit der kurzen Rekordjagd der Wall Street nach der Bekanntgabe der Nominierung von US-Notenbank-Chef Jerome Powell für eine zweite Amtszeit. Doch schürt die Wahl bei den Anlegern auch die Sorge, dass die USA ihre Stimulierungsmaßnahmen bald zurückfahren werden. Die Börse in Tokio ist wegen eines Feiertags geschlossen. Die Börsen in Shanghai und Shenzen legen etwas zu.

    Dienstag, 23. November 2021

    22.15 Uhr - Dow Jones schwankt und schließt dann unverändert

    An der Wall Street gab es nur ein Thema an diesem Handelstag: die erneute Nominierung von Jerome Powell als Chef der US-Notenbank. Und so ganz waren sich die Anleger offenbar nicht im Klaren, ob sie diese Meldung gut finden sollten oder nicht. Powell steht für eine solide Geldpolitik – das hat er gleich nach der neuerlichen Nominierung noch einmal klargemacht – er will die Inflation bekämpfen. Das heißt wohl, dass der Leitzins schon bald steigen soll. Dabei aber wird den Aktienmärkten tendenziell Geld entzogen und Firmen, die sich stark über Kredite finanzieren, haben es schwerer, wenn sie eben höhere Zinsen zahlen müssen. Angesichts dieses Für und Wider schwankten Dow Jones und Nasdaq Index hin und her. Am Ende schloss der Dow unverändert. Der Nasdaq gab etwas nach.

    20.15 Uhr - Powell äußert sich nach neuer Nominierung

    US-Präsident Biden hat Jerome Powell für eine zweite Amtszeit an der Spitze der Notenbank Fed nominiert. Und Powell hat sich unmittelbar nach dieser Nominierung gleich zu Wort gemeldet und auf die Problematik rasant steigender Preise hingewiesen. Wörtlich sagte er: "Wir werden unsere Instrumente nutzen, um sowohl die Wirtschaft und einen starken Arbeitsmarkt zu unterstützen als auch zu verhindern, dass sich eine höhere Inflation festsetzt." Unmittelbar nach der Stellungnahme ist an den Aktienmärkten ein kleiner Ruck durch die Kurse gegangen. Der Dow Jones legt jetzt fast ein Prozent zu und der Nasdaq-Index hat seine Verluste bis auf einen kleinen Rest von 0,2 Prozent abgebaut. An den Märkten wird damit gerechnet, dass unter der Führung Powells im Juni 2022 die Zinswende eingeleitet wird. Dann könnte der geldpolitische Schlüsselzinssatz um einen Viertel Prozentpunkt angehoben werden. Derzeit wird er in einer Spanne von null bis 0,25 Prozent gehalten.

    19.15 Uhr - Fed-Chef-Bestätigung schiebt Dow Jones an

    Dass US-Notenbankchef Powell noch für eine weitere Amtszeit bleiben soll, hat an der Wall Street erst einmal für Begeisterung gesorgt. Powell gilt an den US-Börsen als Garant für eine solide Geldpolitik. Man erhofft sich einen klaren Kurs, der den hohen Inflationsraten Rechnung trägt. Das ist durchaus nicht selbstverständlich, denn sollte Powell bald die Zinsen anheben dann würde das ja auf die Kurse drücken. Und deshalb freut man an den Märkten auch nicht uneingeschränkt. Der Dow Jones kann zwar 0,6 Prozent zulegen. Der Nasdaq-Index steht dagegen unter Druck mit einemhalben Prozent Minus. An der Nasdaq sind viele Technologiewerte notiert und bei diesen Unternehmen gibt es tendenziell eine höhere Verschuldungsquote. Höhere Zinsen würden diese Unternehmen also mehr treffen.

    18.15 Uhr - DAX schließt mit leichten Verlusten

    An den deutschen Aktienmärkten ging es heute einheitlich abwärts. Für den DAX war es der dritte Rückgang in Folge, nach den Rekorden zuvor. Aber immerhin fielen die Verluste heute überschaubar aus. 0,3 Prozent waren es weniger auf 16 116. Etwas deutlicher ging es beim M-DAX nach unten. Der Nebenwerteindex verlor 0,7 Prozent. Und der TecDAX gab sogar über ein Prozent ab. Die Sorgen über die Anti-Corona-Maßnahmen drückten auf die Kurse. Im DAX waren dabei Zalando, SAP und Delivery Hero die Schlusslichter, mit 2,5 und 4 Prozent weniger. In M-DAX und TecDAX hatte es Teamviewer erwischt. Der Softwareanbieter will derzeit das Geld zusammenhalten. Dividende und Aktienrückkäufe soll es vorerst nicht geben. Die Reaktion an den Märkten: 8 Prozent Minus.

    15.19 Uhr - US-Notenbankchef Powell soll bleiben

    Nun ist es offiziell. Der Chef der US-Notenbank Jerome Powell bleibt voraussichtlich weitere vier Jahre an der Spitze der Zentralbank. US-Präsident Joe Biden nominierte ihn für eine zweite Amtszeit. Powells Mandat läuft im Februar aus. Die einflussreichste Notenbank der Welt hat unter seiner Führung den schrittweisen Ausstieg aus der in der Corona-Krise eingeführten sehr lockeren Geldpolitik eingeleitet.

    15.03 Uhr - Russische Anleger in Sorge

    An der Börse in Moskau stehen die Kurse unter Druck aufgrund des wieder aufgeflammten Streits mit dem Westen in der Ukraine-Politik, wie Marktbeobachter berichten. Der Leitindex fällt um 2,5 Prozent. Auch die russische Währung, der Rubel, verliert gegenüber Dollar und Euro an Wert. So steigt der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung auf 84 Rubel. Die US-Regierung hatte zuvor ihre Besorgnis über militärische Aktivitäten Russlands an der Grenze zur Ukraine geäußert und eine Deeskalation gefordert. Zudem werfen Deutschland und Frankreich der Regierung in Moskau vor, vertrauliche Dokumente aus den Verhandlungen zur Lösung der Ukraine-Krise veröffentlicht zu haben.

    13.05 Uhr - DAX stabilisiert sich

    Der DAX steht heute Mittag nahezu unverändert bei 16.173. Für mehr als leichte Kursgewinne reicht es nicht, angesichts der Unsicherheiten, die derzeit von der vierten Corona-Welle ausgehen. Der neue Lockdown in Österreich und die Verschärfung der Pandemie-Restriktionen in den Niederlanden und Deutschland haben die Hoffnung gedämpft, dass die Impfungen einen klaren Weg aus der Pandemie und zu einer Normalisierung des Lebens führten, heißt es beim Brokerhaus CMC Markets. Bei JPMorgan bleibt man optimistisch. Die Einschränkungen dürften zwar wieder zunehmen, aber nicht das Niveau vom Winter 2020 erreichen - sowohl was Länge als auch Strenge angehe, heißt es in einer aktuellen Studie der Investmentbank. Groß beunruhigt scheinen die Anleger zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht zu sein.

    11.06 Uhr – Modehersteller Gerry Weber leidet unter Corona-Pandemie

    In den ersten neun Monaten dieses Jahres lagen die Umsätze, nicht zuletzt wegen des Lockdowns im Frühjahr, mit 191,5 Millionen Euro um 16 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Deutlich aufwärts ging es bei Gerry Weber mit dem Online-Handel. Hier stiegen die Umsätze in den ersten neun Monaten um 30 Prozent auf 30,5 Millionen Euro. Aktien von Gerry Weber verbilligen sich um 1,5 Prozent.

    09.56 Uhr – Vestas nach Hackerangriff unter Druck

    Der dänische Windkraftanlagenbauer Vestas fährt nach einem Hackerangriff seine IT-Systeme langsam wieder hoch. Vestas hatte am Wochenende mitgeteilt, am Freitag einen Hackerangriff bemerkt zu haben. Seither sei auch mit externen Spezialisten an der Wiederherstellung der IT-Sicherheit gearbeitet worden, heißt es heute. Vorläufigen Erkenntnissen zufolge seien Teile der internen IT-Infrastruktur betroffen gewesen, aber keine Dritten wie Kunden oder die Lieferketten. Außerdem hätten die Produktions- und Service-Teams weiterarbeiten können. Aktien von Vestas verlieren 1,5 Prozent. Papiere des deutschen Konkurrenten Nordex büßen etwas mehr als ein Prozent ein.

    09.12 Uhr – DAX nahe Rekordniveau

    Der DAX ist mit kleinen Gewinnen in die neue Woche gestartet und verbessert sich um knapp ein viertel Prozent auf 16.197 Punkte. Der schwache Euro hilft den Exporteuren. Der Euro fällt auf 1,1267 Dollar. Corona-Sorgen bremsen den Euro.

    07.42 Uhr – Details zur Vonovia Kapitalerhöhung

    Deutschlands größter Wohnungsvermieter Vonovia aus dem DAX ist bei der Übernahme des Rivalen Deutsche Wohnen auf der Zielgerade angekommen. Der Bochumer Konzern will im Rahmen einer Kapitalerhöhung rund acht Milliarden Euro einsammeln und damit wie angekündigt Teile der Kaufsumme finanzieren. Die neuen Papiere sollen den Aktionären durch ein Bezugsrecht von 20:7 und zu einem Bezugspreis von 40 Euro angeboten werden. Die Zeichnungsfrist für die neuen Aktien soll voraussichtlich diesen Mittwoch beginnen und am 7. Dezember enden. Beiden Unternehmen zusammen gehören mehr als 500.000 Wohnungen im Wert von mehr als 80 Milliarden Euro, der größte Teil davon in Deutschland. Im Rahmen der Übernahme sollen Wohnungen veräußert werden. In Berlin verkaufen die Immobilienriesen etwa knapp 15.000 Wohnungen für rund 2,5 Milliarden Euro an die öffentliche Hand.

    06.52 Uhr – KKR will Telecom Italia übernehmen

    Der US-Finanzinvestor KKR erwägt die Übernahme des Telekommunikationskonzerns Telecom Italia (TIM) für rund 10,8 Milliarden Euro. Die Geschäfte des italienischen Konzerns laufen seit langem nicht wie gewünscht. Einer Übernahme müsste auch der italienische Staat zustimmen, der über eine „goldene Aktie“ ein Veto-Recht hat. Die Telecom Italia ließ offen, wie sie zu dem Vorstoß steht. Nach einer Sitzung des Verwaltungsrates hieß es nur, KKR wolle sein Vorhaben als freundlich verstanden wissen und die Unterstützung des TIM-Managements gewinnen.

    06.02 Uhr – Anleger in Asien zurückhaltend

    Die asiatischen Aktien starten uneinheitlich in die Woche. Erneute Corona-Beschränkungen in Europa und Gerüchte über ein beschleunigtes Zurückfahren der Anleihekäufe durch die US-Notenbank Fed verunsichern Anleger, heißt es von Händlern.

    Montag, 22. November 2021

    22.15 Uhr - US-Börsen bis zum Schluss gespalten

    Der Dow Jones verlor ein knappes Prozent, der Nasdaq-Index konnte dagegen leicht zulegen. Die Aktien des Chip-Herstellers Nvidia profitierten hier von guten Quartalszahlen; der Kurs zog rund 4 Prozent an. Den Dow bremste dagegen vor allem Boeing. Hier gab es eine Hiobsbotschaft: ein Kongressausschuss will wegen der anhaltenden Probleme beim Langstreckenjet 787 «Dreamliner» mögliches Aufsichtsversagen untersuchen lassen. Man habe den Generalinspektor des Verkehrsministeriums zu einer entsprechenden Überprüfung aufgefordert, hieß es. Die Boing-Aktie knickte 6 Prozent ein; der mit Abstand größte Verlust im Dow Jones.

    21.15 Uhr - Pandemie-Geschehen belastet Euro

    Die Corona-Maßnahmen in Deutschland und anderen europäischen Ländern haben an den Devisenmärkten den Euro unter Druck gebracht. Vor dem Hintergrund der sich wieder zuspitzenden Corona-Lage würden insbesondere im Dienstleistungssektor die Konjunkturrisiken wieder zunehmen, kommentierte ein Analyst das Geschehen. Die Erwartungen für das Wirtschaftswachstum in der Eurozone dürften seiner Ansicht nach weiter nach unten revidiert werden. Und dazu kommt noch ein Zweites: EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat bekräftigt, trotz erhöhter Inflation am Kurs der Notenbank mit ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten. Eine erste Zinsanhebung in der Corona-Pandemie dürfte damit noch eine ganze Zeit lang auf sich warten lassen. Diese Aussicht lastet schon seit einiger Zeit auf dem Eurokurs. Und so fällt der Kurs unter einen Dollar 13.

    20.15 Uhr - Furcht vor neuen Lockdowns erreicht Wall Street

    Der Dow-Jones-Index büßt im Moment 0,6 Prozent ein. Technologiewerte profitieren dagegen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schafft ein Plus von einem halben Prozent und erreichte zeitweise ein neues Rekordhoch. Fluggesellschaften und andere Reisewerte stehen auf der Verkaufsliste: Delta, United und American Airlines verloren zeitweise bis zu 5 Prozent, bei den Aktien der Kreuzfahrtanbieter Carniveal und Norwegian Cruise Line sieht es ganz ähnlich aus. Aufwärts geht´s dagegen bei Amazon, denn der Online-Händler gilt als Pandemiegewinner. Auch Apple kommt gut voran aktuell um knapp 2 Prozent. Man geht davon aus, dass der iPhone-Hersteller beim "Black Friday" kommende Woche auf gute Geschäfte hoffen darf.

    18.15 Uhr - DAX beendet Gewinnserie

    Es war der zweite Tag in Folge mit Verlusten für den DAX. Die Gewinnserie scheint damit vorerst beendet. Nicht wirklich verwunderlich, denn die Anleger machen sich nun doch Sorgen, wie sehr die Corona-Einschränkungen auch wieder die Wirtschaft treffen werden. Allerdings blieben die Verluste beim DAX im Rahmen. 0,4 Prozent waren es am Ende weniger auf 16.160 Punkte. Als Stützen erwiesen sich die Aktien der «Stay-at-Home-Gewinner» - wie das ein Händler heute nannte - also z.B. Delivery Hero, Zalando und Hellofresh mit Kursaufschlägen bis zu 4 Prozent. Auf der Verliererseite dagegen die sogenannten zyklischen Werte, also Aktien von Unternehmen die meist dann gut laufen, wenn für die Wirtschaft die Lage insgesamt ok ist. Ist sie aber eben gerade nicht und so gaben MTU, Volkswagen oder Airbus alle rund drei Prozent nach. Noch schlechter lief es bei den Banken, hier dämpft EZB-Chefin Lagarde derzeit die Hoffnungen auf höhere Zinsen, die den Geldhäusern helfen würden.

    15.35 Uhr - Lagarde: EZB hält an Politik fest

    Europas Währungshüter lassen sich vom kräftigen Anstieg der Teuerungsraten nicht zu einem rascheren Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes drängen. Im Gegenteil: EZB-Präsidentin Christine Lagarde bekräftigte heute, dass die Europäische Zentralbank die Wirtschaft auch dann weiterhin unterstützen werde, wenn die akute Pandemie-Notlage beendet sei. Das beinhalte auch eine – so wörtlich - angemessene Kalibrierung der Anleihen-Käufe der Zentralbank. Man werde die entsprechenden Pläne dazu im Dezember bekannt geben, sagte Lagarde. Der EZB-Rat kommt am 16. Dezember zu seiner nächsten turnusgemäßen geldpolitischen Sitzung zusammen. Zuletzt hatte es zunehmend Kritik an der Politik der EZB gegeben, etwa von den Chefs der Deutschen und der Commerzbank, aber auch vom scheidenden Bundesbank-Präsidenten Jens Weidmann.

    12.00 Uhr - Corona-Lage bewegt die Aktienkurse

    In zahlreichen europäischen Ländern verschärft sich derzeit wieder die Corona-Situation. Einige Staaten – wie zum Beispiel das Nachbarland Österreich – reagieren darauf mit neuen Lockdowns. Da sich auch hierzulande die Situation täglich verschlechtert, weckt das bei Anlegern Nervosität. Das zeigt sich heute deutlich am Aktienmarkt. Dort stehen Papiere unter Druck, die in den vergangenen Monaten von Corona-Lockerungen profitiert hatten, also zum Beispiel die Aktien der Lufthansa, des Flughafenbetreibers Fraport oder von Airbus. Auf der anderen Seite können die sogenannten Stay-at-Home-Titel deutlich zulegen. Also Aktien von Firmen, die den Konsumenten Produkte nach Hause liefern. Im DAX verteuern sich zum Beispiel HelloFresh, Delivery Hero und Zalando um 3 bis 5 Prozent.

    11.20 Uhr - Stay-at-Home-Aktien mit kräftigen Kursgewinnen

    Zum Wochenende hin sind die Werte gesucht, die sich den Ruf erworben haben „Stay-at-Home-Aktien“ zu sein. Also von Unternehmen, deren Geschäft dann floriert, wenn die Menschen wegen Corona zuhause bleiben müssen: Hellofresh gewinnen 6,5 Prozent, Delivery Hero legen 4 Prozent zu. Die beiden haben im vergangenen Jahr besonders von den Lockdowns profitiert, weil sich die Menschen Lebensmittel und Essen liefern ließen. Zalando ermöglicht die „Modenschau daheim“ per Paketpost. Die Modeaktie verteuert sich um 3,3 Prozent. Dahinter steckt vermutlich die Sorge, dass es ähnlich wie in Österreich auch hierzulande zu Ausgangsbeschränkungen für alle kommen könne. Der DAX ist mit minus 72 auf 16 150 Punkte in die Verlustzone gerutscht. Die Aktie der Deutschen Bank verliert fünf Prozent. Bankchef Christian Sewing hat die EZB erneut deutlich für ihre Niedrigzinspolitik kritisiert.

    10.30 Uhr - Christine Lagarde gerät in die Kritik

    Christine Lagarde bekommt Gegenwind aus der Finanzwelt. Auf dem Bankenkongress in Frankfurt räumte sie erneut ein, dass die Inflation wohl höher ausfallen und länger andauern werde als gedacht. Gleichzeitig erklärte sie, es gebe keinen Grund für die EZB, die Geldpolitik zu straffen. Man müsse geduldig bleiben. Genau das kritisiert erneut Deutsche Bank-Chef Christian Sewing unter direktem Bezug auf Lagarde. Sie unterschätze die Lage. Die EZB müsse schneller reagieren. Unterstützung bekommt er vom Chef der Commerzbank Manfred Knof. Dass die Kritik seitens der Banken lauter wird, verwundert nicht. Die Niedrigzinspolitik höhlt das klassische Bankgeschäft seit Jahren aus. Gleichzeitig werden die Kunden kontinuierlich „enteignet“, weil sie keine Sparzinsen mehr bekommen.

    09.20 Uhr - DAX startet auf Rekordniveau

    Die Börsen bleiben auf Rekordjagd. Der DAX klettert um 31 auf 16 252 Punkte. MDAX und TecDAX liegen ebenfalls leicht im Plus. Der kräftige Anstieg der Erzeugerpreise schockt die Börsianer offenbar nicht. Im Oktober stiegen sie um 18,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Es ist der höchste Anstieg seit 1951. Die Haltung der EZB ist eigentlich klar. Christine Lagarde räumte bereits ein, dass die Inflation möglicherweise ein größeres und länger anhaltenderes Problem ist als bislang angenommen. Ein Grund für eine schnellere Straffung der ultralockeren Geldpolitik, so die EZB-Präsidentin, sei das allerdings nicht. Im DAX zeichnet sich kein einheitlicher Trend ab: Hellofresh und Linde legen bis zu 1,5 Prozent zu, MTU Aero Engines und Airbus verbilligen sich um bis zu 1,5 Prozent. Der Euro kostet 1, 13 40 Dollar.

    07.15 - Uhr Nikkei-Index schließt ein halbes Prozent höher

    In Tokio beendet der Nikkei-Index eine Woche mit etlichen Bestmarken mit einem weiteren kleinen Gewinn. Er schloss ein halbes Prozent höher bei 29.746 Punkten.

    Großes Thema ist der chinesische Internethändler Alibaba. Der steigerte im vergangenen Quartal seinen Umsatz um 29 Prozent, aber für den erfolgsverwöhnten Konzern ist es das schwächste Wachstum seit sechs Quartalen.

    An den Börsen wird das mit einem Kurssturz von gut zehn Prozent bestraft. Für den japanischen Internetfinanzierer Softbank ist Alibaba die größte Beteiligung. Die Softbank-Aktie verliert rund zwei Prozent.

    06.20 Uhr - Alibaba unter massivem Verkaufsdruck

    Auch für den letzten Handelstag der Woche gibt es für die deutschen Anleger Rekordvorgaben. In New York tendierte nur der Dow Jones einen Tick leichter, NASDAQ und Standard and Poor’s erzielten dagegen neue Bestmarken. Der NASDAQ kletterte auf 16 483.

    Grund: Der Halbleiterspezialist Nvidia profitiert von einer hohen Nachfrage nach Chips für Rechenzentren und Computerspielen. Umsatz und Gewinnprognosen fallen dementsprechend hoch aus. Es ist die Rally bei den Hightechwerten, die sich auch in Asien fortsetzt. Der Nikkei-Index in Tokio legt ein halbes Prozent auf 29 760 Punkte zu.

    Die chinesischen Börsen tanzen aus der Reihe. Hongkong verliert 1,8 Prozent. Der chinesische Onlinehändler Alibaba hat mit seinen neuesten Zahlen enttäuscht. Die Aktie verliert 10 Prozent.

    Der Euro kostet 1, 13 50 Dollar.

    22.15 Uhr - Neue Schlussrekorde an der Wall Street

    An der Wall Street gab es zwar keinen einheitlichen Trend, trotzdem auch positive Signale. Der S&P 500 und der Nasdaq-Index schlossen beide so hoch wie nie zuvor. Geholfen hatten dabei gute Ergebnisse und Prognosen aus dem Technologiesektor. So konnte der Speicherchiphersteller Nvidia mit seinen Quartalszahlen und dem Ausblick überzeugen. Der Kurs schnellte zeitweise rund 10 Prozent nach oben. Weniger gut sah es beim Dow Jones aus, mit einem kleinen Minus von 0,2 Prozent zu Handelsschluss. Als Brems-Klotz erwies sich hier die Aktie von Cisco: Der US-Netzwerkausrüster sieht seine Geschäfte durch die Lieferketten-Probleme und dadurch bedingte höhere Kosten belastet.

    20.15 Uhr - Apple will 2025 autonomes Fahrzeug verkaufen

    Apple treibt angeblich seine Pläne zur Entwicklung eines E-Autos mit großem Ehrgeiz voran. Das Vorhaben konzentriere sich nun verstärkt auf ein komplett selbstfahrendes Fahrzeug, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Demnach will der Konzern bereits im Jahr 2025 mit einem solchen Auto auf den Markt kommen. Von Apple selbst gibt es dazu bislang keine Stellungnahme. An den Börsen wird die Nachricht trotzdem sehr positiv aufgenommen. Der Kurs der Apple-Aktie legt aktuell 3 Prozent zu.

    18.15 Uhr - DAX-Erfolgsserie reißt ab

    Nach sechs Tagen in Folge mit meist kleinen Gewinnen hat der Dax heute erstmals wieder nachgegeben. Immerhin gab es im Tagesverlauf noch einmal einen neuen Höchststand mit 16.290 Punkten. Aber der hat eben nicht gehalten. Am Ende stand das Börsenbarometer knapp 30 Punkte im Minus bei 16.222. Als Stütze wirkte heute noch einmal der schwache Euro. Der hilft den hiesigen Exportunternehmen, deren Waren im Ausland eben dadurch günstiger werden. An der Spitze im DAX standen Siemens Healthineers. Für die Siemens-Tochter gab es mehrere gute Analystennoten, das schob den Kurs am Ende um 4 Prozent an. Schlusslicht war dagegen Continental mit 3 Prozent Minus. Der Autozulieferer hatte gestern nach Börsenschluss bekannt gegeben, dass der langjährigen Finanzvorstand Wolfgang Schäfer wegen der Diesel-Abgaskrise gehen muss.

    16.12 Uhr – Pfizer-Corona-Deal mit US-Regierung

    Die US-Regierung zahlt dem Arzneimittelhersteller Pfizer mehr als fünf Milliarden Dollar für rund zehn Millionen Dosen seines neuen Corona-Medikaments. Voraussetzung für das Geschäft ist eine Zulassung der Tablette durch die amerikanischen Behörden. Die Tabletten hatten einer Studie von Pfizer zufolge die Zahl der Krankenhauseinweisungen und Todesfälle unter besonders gefährdeten Corona-Patienten um 89 Prozent gesenkt. Aktien von Pfizer notieren nach frühen Gewinnen kaum verändert.

    15.47 Uhr – CureVac optimistisch bei Corona-Impfstoffentwicklung

    Beim börsennotierten Impfstoffhersteller CureVac aus Tübingen ist der Staat beteiligt. Nach dem Scheitern seines ersten Impfstoffkandidaten feilt CureVac weiter an einem Covid-19-Vakzin der zweiten Generation. Nach der Impfung von Affen mit CureVac oder BioNTech konnten demnach vergleichbar neutralisierende Antikörperspiegel gemessen werden, wie aus einer Studie hervorgeht, die im Fachmagazine Nature veröffentlicht wurde. Mit dem Start der klinischen Entwicklung rechnet CureVac in den nächsten Monaten und hofft, noch 2022 eine Marktzulassung beantragen zu können. Aktien von CureVac steigen um 4 Prozent.

    14.32 Uhr – Münchner DAX-Konzern MTU Aero Engines zuversichtlich

    Der Münchner Triebswerksbauer MTU Aero Engines rechnet mit einer deutlichen Erholung der Branche und will bis 2024 die Corona-Krise hinter sich lassen. Schon im kommenden Jahr dürfte es in allen Geschäftsbereichen wieder aufwärts gehen, sagte der Finanzchef. Unter anderem zähle MTU viele Fluggesellschaften zu seinen Kunden, die Märkte mit hohem Inlandsflugverkehr bedienten, welche sich schneller von den Auswirkungen der Krise erholten als der Langstreckenverkehr. Für 2022 sieht MTU einen Umsatz zwischen 5,2 und 5,4 Milliarden Euro voraus. Das ist rund eine Milliarde Euro mehr als für das laufende Jahr erwartet wird.

    13.52 Uhr – Allianz-Chef besorgt um Finanzsystem

    Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte macht sich angesichts der Entwicklungen in der Corona-Krise Sorgen um die Banken- und Anlagebranche. „Das Finanzsystem wird nicht sicherer, es wird wieder gefährlicher“, warnte Bäte auf einer Branchenkonferenz der Ratingagentur S&P Global. Bei den Bewertungen in der Technologiebranche und der Autoindustrie lasse sich mit Recht von „irrationaler Übertreibung“ sprechen. Zugleich hätten die Aufseher die Zügel in der Bankenregulierung während der Pandemie gelockert. „Alle Warnlampen im Risikomanagement leuchten rot“, sagte Bäte. Banken seien schlechter mit Kapital ausgestattet und in Krisen viel verwundbarer als die Versicherungsbranche.

    12.42 Uhr – Türkische Notenbank senkt Zinsen erneut

    Trotz einer sehr hohen Inflation hat die türkische Zentralbank ihren Leitzins erneut gesenkt. Der Zinssatz werde von 16 auf 15 Prozent zurückgenommen, gab die Notenbank bekannt. Zugleich wurde für Dezember eine weitere Lockerung der Geldpolitik nicht ausgeschlossen. Der Schritt hatte sich abgezeichnet, nachdem Präsident Recep Tayyip Erdogan tags zuvor angekündigt hatte, „bis zum Ende“ gegen die seiner Ansicht nach zu hohen Zinsen zu kämpfen. Erdogan ist ein erklärter Zinsgegner und hat die letzten drei Notenbank-Gouverneure aufgrund von Differenzen hinsichtlich der Geldpolitik vor die Tür gesetzt. Am Währungsmarkt rutschte die Lira nach der Entscheidung um drei Prozent zum Dollar ab.

    09.20 Uhr Deutliche Kursverluste bei Continental

    Der DAX stellt den nächsten Rekord auf. Es ist aber nur ein Tippelschritt von 28 Punkten oder 0,3 Prozent auf 16.280. MDAX und TecDAX legen bis zu 0,3 Prozent zu. Die Börsianer reagieren scharf auf den Rauswurf des Conti-Finanzvorstands. Wolfang Schäfer ist wegen des Dieselskandals mit sofortiger Wirkung aus seinem Amt entlassen worden, teilte der Aufsichtsrat des Autozulieferers mit. Die Aktie verliert über 3,5 Prozent. chäfer verwaltet nicht nur die Finanzen, er ist auch für die Einhaltung der rechtlichen Regeln zuständig. Offenbar hat er bei der Aufklärung der Vorfälle – Conti arbeitete mit VW bei der Motorensteuerung zusammen – nicht konsequent gehandelt. Aufsichtsratschef Wolfang Reizle griff offenbar durch. In diesen Fällen, so der frühere Lindechef, verfolge man eine „Null-Toleranz-Philosophie.“ Im MDAX gewinnen ThyssenKrupp rund 5 Prozent. Der Stahlkonzern steuert nach langer Zeit einen Gewinn in Milliardenhöhe an.

    07.25 Uhr ThyssenKrupp überrascht mit Milliardengewinn

    Gewinnmitnahmen an vielen asiatischen Börsen. Die Verluste halten sich aber in überschaubaren Grenzen. In Tokio schloss der Nikkei-Index 0,3 Prozent tiefer bei 29 599.

    Aus dem MDAX kommt eine sehr gute Nachricht. ThyssenKrupp hat extrem schwierige Jahre hinter sich. Lange Zeit war fraglich, ob der traditionsreiche Stahlkonzern die Krise überleben würde. Gründe waren verlustreiche Standorte in Brasilien oder auch der knallharte Preiskampf in Europa. Die wichtige Stahlsparte läuft wieder deutlich besser. Im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der operative Gewinn auf bis zu 1,8 Milliarden verdoppelt. Der Jahresüberschuss soll bei mindestens einer Milliarde Euro liegen. So gut waren die Zahlen das letzte Mal vor 14 Jahren. Die Aktie kostete zuletzt gut 10 Euro.

    6.20 Uhr Verschnaufpause nach Rekorden

    Nach den vielen Rekorden gönnen sich die Anleger weltweit eine Verschnaufpause. Die Indizes geben aber kaum nach. Sprich: es herrscht keinerlei Verkaufsdruck.

    Dow Jones, NASDAQ und Standard and Poors verlieren bis zu 0,6 Prozent. Eines ist bemerkenswert: In den USA ist die Konsumnachfrage hoch, obwohl die Inflation mittlerweile an der 6-Prozent-Marke kratzt. Aus Sicht vieler Analysten müsste die US-Notenbank eigentlich mit einer strafferen Geldpolitik entgegensteuern. Das tut sie ja bereits, indem sie die monatlichen Anleihekäufe reduziert. Asiens Börsen tendieren uneinheitlich –ebenfalls mit einer etwas leichteren Tendenz. In Tokio verliert der Nikkei-Index 0,8 Prozent auf 29.467 Punkte.

    22.15 Uhr - US-Indizes schließen im Minus

    Kein allzu guter Tag für die US-Anleger. Der Dow Jones hat mit einem Minus von rund einem halben Prozent geschlossen. S&P 500 und Nasdaq-Index gaben leicht nach. Die Anleger plagte wieder einmal die Sorge, dass die US-Notenbank vielleicht doch früher auf die geldpolitische Bremse treten könnte, weil die Konjunktur gut läuft und außerdem die Preise zu schnell steigen. Zu den Verlierern zählte der Einzelhandelskonzern Target – der legte zwar gute Quartalszahlen vor und blickte optimistisch auf das bereits einsetzende Weihnachtsgeschäft. Doch ganz ähnlich wie der Rivale Walmart kämpft auch Target mit Lieferproblemen und muss hohe Kosten in Kauf nehmen, um die Regale rechtzeitig voll zu bekommen. Und so schloss die Target-Aktie 5 Prozent im Minus.

    19.45 Uhr - Conti entlässt Finanz-Vorstand

    Der Autozulieferer Continental zieht Konsequenzen aus dem Diesel-Skandal und tauscht überraschend seinen langjährigen Finanzchef aus. Wolfgang Schäfer werde mit sofortiger Wirkung abgelöst, teilte der Dax-Konzern am Abend nach einer Sondersitzung des Aufsichtsrats mit. Die personelle Veränderung stünde im Zusammenhang mit den bereits bekannten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover zur Verwendung illegaler Abschalteinrichtungen in Dieselmotoren und Defiziten bei der Aufklärung bei Continental. Die Meldung kam nach Börsenschluss in Frankfurt. Im nachbörslichen Handel knickte der Kurs 7 Prozent ein.

    19.15 Uhr - Gute US-Weihnachtsgeschäfte haben zwei Börseneffekte

    Manchmal wird an den Aktienmärkten der gleiche Trend an zwei Tagen hintereinander völlig unterschiedlich bewertet. Offenbar passiert das momentan mit den überraschend starken Einzelhandelszahlen in den USA und der Aussicht auf ein florierendes Weihnachtsgeschäft. Das hatte gestern die Kurse nach oben getrieben. Heute nun nimmt man das zum Anlass, um wieder über die Zinswende nachzudenken. Wenn es in der Wirtschaft gut läuft – worauf ja der robuste Einzelhandel hindeutet – dann wird die Fed wohl eher früher als später die Zinsen anheben, so die Spekulation. Und dementsprechend geben die Kurse an der Wall Street nach – Dow Jones und Nasdaq-Index verlieren beide knapp ein halbes Prozent.

    18.15 Uhr - DAX tastet sich vorsichtig weiter nach oben

    Es war nicht viel, was der DAX heute am Ende an Gewinn verbuchen konnten, aber immerhin ging es noch einmal weiter aufwärts. 3 Punkte waren es mehr. Dabei konnte das deutsche Börsenbarometer seinen Rekordlauf weiter fortsetzen. Die neue Höchstmarke lautet jetzt: 16.284 Punkte, die 16.300er-Marke rückt also näher. Insgesamt gab es an den deutschen Märkten heute aber keinen einheitlichen Trend. Der M-DAX schloss nämlich leicht im Minus, 0,3 Prozent waren es weniger. Der TecDAX wiederum konnte 0,7 Prozent zulegen. Im Fokus ganz klar die Aktie von Siemens Healthineers, nach einem optimistischen Ausblick. Die Übernahme des US-Krebsbehandlungs-Spezialisten Varian soll dem deutschen Medizintechnik-Konzern in den nächsten drei Jahren zusätzlichen Schwung verleihen. Die Siemens-Tochter will um sechs bis acht Prozent pro Jahr wachsen. Das wurde an den Märkten mit fast 6 Prozent Plus gefeiert und dieses Kursplus half DAX und TecDAX.

    15.10 Uhr - Allianz mit Premiere auf dem chinesischen Markt

    Die Allianz darf ihre chinesische Lebensversicherungs-Tochter Allianz China Life komplett übernehmen. Die Finanzregulierungsbehörde in Shanghai habe grünes Licht für die Übernahme der restlichen 49 Prozent an Allianz China Life vom lokalen Partner Citic Trust gegeben, teilte der Konzern mit. Es ist das erste Mal, dass ein Versicherungs-Joint-Venture in China vollständig in den Besitz des ausländischen Partners übergeht.

    13.12 Uhr - ITA will unter das Dach der Lufthansa

    Die neue italienische Fluggesellschaft ITA Airways möchte in die Lufthansa-Gruppe. Der Verwaltungsratschef des Alitalia-Nachfolgers, Alfredo Altavilla, warb im Handelsblatt um eine Übernahme durch die Deutschen. Es wäre falsch, eigenständig zu bleiben, weil man im Vergleich zu den drei großen in Europa tätigen Airline-Gruppen immer zu klein wäre. Man sei eine hübsche Junggesellin, die viele Verehrer hat, sagte der Manager. Er hoffe, dass Lufthansa zu den hübschen und reichen Verehrern gehört, die sich jetzt vielleicht für ITA Airways interessieren. ITA war am 15. Oktober als Nachfolger von Alitalia gestartet, nachdem die italienische Traditions-Fluggesellschaft wegen jahrelanger roter Zahlen nicht mehr zukunftsfähig war. Die Lufthansa wiederum hatte erklärt, man sei zu Gesprächen bereit.

    12.07 Uhr - Verdi: Kurzarbeitergeld in der Luftfahrt verlängern

    In der Luftverkehrsbranche droht nach Einschätzung der Gewerkschaft Verdi eine weitere Abwanderung von Beschäftigten. Die Gewerkschaft verlangt daher, die noch bis Jahresende geltenden Regeln zu erhöhten Sätzen beim Kurzarbeitergeld bis Ende März zu verlängern. Dies sei bislang im Referenten-Entwurf des Bundesarbeitsministeriums nicht enthalten. Beschäftigte, die über den Jahreswechsel hinaus in Kurzarbeit verbleiben, würden so ein Viertel ihres Kurzarbeitergeldes verlieren. Für die Beschäftigten wäre das eine Katastrophe, kritisierte die Verdi-Vizevorsitzende Christine Behle in Berlin. In der Luftfahrt haben die Zahlen der Flüge und Passagiere zuletzt stark zugenommen. Sie liegen aber immer noch deutlich unter den Werten aus Vor-Corona-Zeiten.

    10.20 Uhr - EZB über Immobilienboom besorgt

    Die Europäische Zentralbank sorgt sich um die kräftig steigenden Häuserpreise in der Eurozone. Sie seien so stark nach oben geschossen wie das letzte Mal im Jahr 2005, steht im Finanzstabilitätsbericht der Notenbank. Es gebe in einigen Ländern vor allem bei Wohnimmobilien ein großes Preisrisiko, ohne dass gleichzeitig die Kreditvergabe gestrafft wurde. Offenbar fürchtet die Notenbank, dass vermehrt Kredite nicht mehr bedient werden können. Unter dem Strich, so die EZB weiter, habe sich das Finanzsystem im gemeinsamen Währungsraum aber stabilisiert. Sprich: Die Gefahr von Firmenpleiten oder Schieflagen von Banken sei kleiner geworden. Das hängt natürlich mit der deutlichen Erholung der Wirtschaft in den vergangenen eineinhalb Jahren zusammen.

    9.20 Uhr - DAX startet mit neuem Rekord

    Die Börsen starten kaum verändert in den Handelstag. Das ist insofern ein gutes Zeichen, weil auch auf den erreichten Rekordkursen kein Anleger aus den Märkten aussteigen will. Der DAX gewinnt 17 auf 16.264 Punkte

    Topaktie ist Siemens Healthineers mit plus 3,6 Prozent. Der fränkische Medizintechnikhersteller hob seine Umsatz- und Gewinnprognosen bis ins Jahr 2025 deutlich an. Grund: Die Übernahme des wachstumsstarken US-Krebsspezialisten Varian, der auf allen Gebieten schneller zulegen kann als die angestammten Healthineers-Sparten. Im Schlepptau klettert die Aktie des Mutterkonzerns Siemens auf neue Rekordkurse um 155 Euro. Im MDAX verteuern sich Auto1 um 2,5 Prozent. Der Onlinehändler für Gebrauchtwagen hat nach einem Rekordquartal die Umsatz- und Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr deutlich angehoben. Der Euro kostet 1, 13 Dollar.

    8.15 Uhr - Ehrgeizige Prognosen von Siemens Healthineers

    Siemens Healthineers will weiter wachsen. Dazu soll vor allem der amerikanische Krebsbehandlungsspezialist Varian beitragen. Für die Jahre 2022/23 bis 2024/25 stellt Konzernchef Montag ein jährliches Umsatzwachstum von sechs bis acht Prozent in Aussicht. Der Gewinn soll im selben Zeitraum noch viel stärker wachsen – nämlich um zwölf bis 15 Prozent. Grund für die angehobenen Prognosen ist das Wachstum der US-Neuerwerbung Varian, das größer ist als das der angestammten Sparten. Gewinner sind die Aktionäre, die sich über steigende Dividenden freuen dürfen. 50 bis 60 Prozent des Gewinns sollen jährlich ausgeschüttet werden. Mal schauen, wie später die Aktie im Handel auf die Zahlen reagiert.

    06.30 Uhr - Börsen bleiben auf Rekordkurs

    Die Börsen bleiben auf Rekordkurs – wie mittlerweile fast schon gewohnt, geht es in kleinen Schritten nach oben.

    In den USA hoffen sie auf ein lukratives Weihnachtsgeschäft. Der Einzelhandel hat mit den starken Umsatzzahlen für Oktober schon mal eine Duftmarke gesetzt. In der Folge stieg der Dow Jones um 0,2 Prozent, der NASDAQ legte 0,8 Prozent zu.

    Hilfreich waren auch die ersten Videogespräche zwischen US-Präsident Biden und Chinas Staatschef Xi. Die Anleger hoffen, dass Lösungen in den vielen komplizierten Handelsfragen möglich sind. Die Börse in Tokio legt eine Verschnaufpause ein. Der Nikkei-Index verliert 0,3 Prozent auf 29.707 Punkte.

    22.15 Uhr - US-Anleger erleben einen einigermaßen erfolgreichen Tag

    Der Dow Jones kam zwar nur mit leichten Gewinnen aus dem Handel. Der Nasdaq-Index konnte immerhin aber fast ein Prozent Plus verbuchen. Starke Einzelhandelszahlen und die Aussicht auf ein florierendes Weihnachtsgeschäft trieben die Kurse an, vor allem bei Home Depot. Der Kurs der Baumarktkette schnellte nach Quartalszahlen um rund 6 Prozent nach oben. Professionelle Reparaturdienste, die wegen der Pandemie pausieren mussten, holten in den letzten Monaten angeblich ihre Werkzeugeinkäufe nach.

    20.15 Uhr - Hohe Kosten für volle Regale

    Wie stark die tatsächlichen oder auch nur die befürchteten Lieferengpässe derzeit den weltweiten Handel beeinträchtigen, das zeigt sich am Beispiel Walmart. Der US-Handelsriese musste eigene Schiffe für den Warenversand chartern und eigenen Angaben zufolge 200.000 neue Mitarbeiter einstellen, um das Weinachsgeschäft in den Griff zu bekommen. Walmart will damit auch den Ansturm von Käufern in der Vorweihnachtszeit bewältigen; viele Menschen haben in den USA aus Angst davor nichts mehr zu bekommen, bereits im Oktober angefangen die Läden zu stürmen. Walmart musste also kräftig investieren und diese zusätzlichen Kosten drücken nun auf den Quartalsgewinn. Folge für die Aktie: 2,5 Prozent Minus.

    18.15 Uhr - DAX stellt neuen Rekord auf

    An den deutschen Märkten gab es heute mehrere Faktoren, die für gute Stimmung sorgten. Da war einmal der schwache Euro, der den hiesigen Exportunternehmen hilft, weil sich deren Waren im Ausland verbilligen. Dann kamen vom Videotreffen zwischen US-Präsident Biden und Chinas Staatschef Xi Jingping versöhnliche Töne. Man hofft nun auf eine Entspannung und auf wieder bessere Handelsbeziehung zwischen den beiden Ländern. Und dann gab es in den USA gute Konjunkturdaten – die Einzelhandelsumsätze fielen erfreulich aus. Das alles summierte sich beim DAX auf ein Plus von 0,6 Prozent auf 16.248 Zähler. Es gab im Handelsverlauf erneut einen neuen Rekord beim deutschen Börsenbarometer. Spitzenreiter war die Qiagen-Aktie mit 4 Prozent Plus. Der Kurs erreichte heute zeitweise den höchsten Stand seit 21 Jahren. Hintergrund war wohl ein Bericht über ein mögliches neues Übernahmeangebot für das Gendiagnostik- und Biotechunternehmen. Qiagen wird seit längerem als interessanter Übernahmekandidat gehandelt.

    15.15 Uhr - US-Preise ziehen rasant an

    Der starke Inflationsdruck in den USA hält an. Die Einfuhrpreise stiegen im Oktober im Jahresvergleich um 10,7 Prozent, so das Arbeitsministerium in Washington. Besonders importierte Kraftstoffe verteuerten sich deutlich. Die US-Verbraucherpreise waren im vergangenen Monat um mehr als sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Das ist die höchste Inflationsrate seit November 1990. Dazu tragen etwa Engpässe bei der Produktion und in den globalen Lieferketten bei. Die rasant steigenden Preise schlagen den Verbrauchern gehörig auf die Stimmung: Das Barometer für die Konsumlaune sank im November auf 66,8 Zähler von 71,7 Punkten im Vormonat, wie die Universität Michigan bei ihrer monatlichen Umfrage herausfand. Das ist der niedrigste Stand seit zehn Jahren.

    14.10 Uhr Delivery Hero will ausbauen

    Der Essens-Lieferdienst Delivery Hero will sein Geschäft in Deutschland ausbauen. Noch in diesem Jahr kämen Köln, Düsseldorf und Stuttgart hinzu, teilte der DAX-Konzern mit. Bisher ist Delivery Hero mit seiner Marke Foodpanda in Berlin aktiv und hatte bereits die Expansion nach Hamburg, Frankfurt am Main und München angekündigt. Es würden 1.000 Fahrer gesucht, sagte Deutschlandchef Artur Schreiber und begründete das Vorhaben mit der großen Nachfrage. Delivery Hero ist erst im Sommer auf den deutschen Markt zurückgekehrt. Nach dem Verkauf des Deutschlandgeschäfts an Just Eat Takeaway.com war das Unternehmen etwa zwei Jahre gar nicht in der Bundesrepublik aktiv.

    10.20 Uhr Verkauft der Bund seinen Anteil an der Post?

    Der Chef der Deutschen Post, Frank Appel, macht eine Bemerkung, die an den Börsen Diskussionen auslöst. „Der Bund war immer ein sehr guter Aktionär, wenn er aussteigt, ist das auch für mich fein.“ Die Bundesregierung müsse das alleine entscheiden, so Appel weiter. Aber wenn sie das mache, dann müsse sie das kapitalmarktschonend machen. Der Bund hält über die Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW, noch 20,5 Prozent an der Post. Seit dem Börsengang gab es immer wieder Platzierungen. Zuletzt im Jahr 2013 durch den Umtausch einer bereits 2009 platzierten Anleihe der KfW. Die Aktie der Deutschen Post gehört zu den Top-Werten im DAX mit Kursen um gut 56 Euro.

    09.30 Uhr DAX startet mit neuem Rekord

    Der DAX setzt seine Rekordreise fort – wie in den vergangenen Tagen mit kleinen Schritten. Er gewinnt 27 auf 16.177 Punkte. An der Spitze des DAX stehen die Aktien von RWE. Der Versorger gab gestern gute Zahlen und ehrgeizige Ziele bekannt. Der Umbau zu alternativen Energien wird mit Macht und viel Geld vorangetrieben. Die Dividende wird auf 90 Cent angehoben und diese Summe soll auch gleichzeitig die Untergrenze für künftige Ausschüttungen sein. Gemessen am aktuellen Kurs garantiert RWE eine Mindestverzinsung von 2,6 Prozent. Die Aktie verteuert sich nach einigen Kaufempfehlungen um ein Prozent auf 33, 60 Euro.

    Im MDAX steht ThyssenKrupp mit plus 2,7 Prozent ganz oben. Der Mischkonzern will sein Wasserstoffgeschäft im ersten Quartal 2022 an die Börse bringen. Die Sparte dürfte dann rund 5 Milliarden Euro wert sein.

    06.30 Uhr Warten auf Videotreffen Biden mit Xi

    Die internationalen Börsen sind in ein ruhigeres Fahrwasser geraten – allerdings haben sie keine Probleme, ihre Rekordstände zu verteidigen. Niemand will offenbar, die erwartete Jahresendrally verpassen. Die New Yorker Börsen schlossen unverändert. Die neuesten Konjunkturdaten aus der Industrie waren gut. Boeing erhielt Großaufträge aus China. Die immer noch angeschlagene Flugzeugbauer-Aktie verteuerte sich um über fünf Prozent.

    Auch in Asien bewegen sich die Indizes kaum. Großes Thema ist die Videokonferenz der beiden Staatschefs Biden und Xi. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China ist ja noch nicht beendet. Es gibt in diesem Krieg nur ein Teilabkommen. Viele, wichtige Fragen rund um die verhängten Strafzölle sind ungelöst.

    Dienstag, 16. November 2021

    22.15 - Unbefriedigender Tag für US-Anleger

    Nachdem die Kurse zum Handelsauftakt noch überwiegend Gewinne verzeichnet hatten, ging den Märkten dann bald die Luft aus. Die Anleger hielten sich lieber zurück, weil an den Anleihemärkten die Renditen wieder stiegen. Und so schloss der Nasdaq-Index im Minus und auch der Dow Jones gab ein klein wenig nach. Weiter unter Druck standen Tesla-Aktien, am Ende mit 2 Prozent Minus. Hier sorgte man sich, dass Unternehmensboss Elon Musk weiter im großen Stil Aktien abstoßen könnte, um seine Steuern zu bezahlen. Musk hatte letzte Woche bereits viel verkauft und dem Kurs damit ein dickes Minus beschert.

    21.15 Uhr - Großaufträge für Boeing und Airbus

    An den Börsen schaut man heute besonders auf die Aktien der Flugzeugbauer, denn momentan findet in Dubai die Airshow statt. Und so fällt an der Wall Street im Dow Jones Boeing positiv auf. Der Kurs legt hier um 6 Prozent zu und erreicht ein Drei-Monats-Hoch. Für Kauflaune sorgt eine Bestellung der Fluggesellschaft Emirates von zwei Frachtmaschinen. Zudem verhandelt die Gesellschaft Saudi Arabian Airlines mit dem US-Flugzeugbauer über eine Order von Großraumflugzeugen. Hierzulande kamen auch Airbus-Aktien heute gut voran, um 2 Prozent – Airbus verbuchte ebenfalls einen Großauftrag auf der Dubai Airshow.

    19.15 Uhr - Tesla-Börsenwert fällt unter Billionen-Grenze

    Unternehmens-Chef Elon Musk legt im Steuerstreit nach und fragt US-Senator Bernie Sanders, ob dieser wolle, dass er noch mehr Aktien verkaufe. Sanders hatte die Reichen aufgefordert, ihren "fairen Anteil" an Steuern zu zahlen. Musk verkaufte Anteilsscheine im Wert von fast 7 Milliarden Dollar, um Steuerschulden zu begleichen. Tesla-Aktien waren daraufhin letzte Woche bereits um rund 15 Prozent eingebrochen. Aktuell geht es noch einmal um 4 Prozent abwärts. Und damit rutscht Teslas Börsenwert wieder zurück unter die Billionen-Grenze.

    17.45 - Dax startet mit weiterem Rekord in die Woche

    Bis auf 16.150 kletterte das Börsenbarometer. Endstand war nur ein Zähler weniger. Die Anleger ließen sich von den Sorgen um steigende Corona-Infektionszahlen und neuen Einschränkungen nicht einschüchtern. Manche spekulieren wohl vielmehr darauf, dass, wenn die Pandemie wieder so wütet, die Zentralbanken den Geldhahn kaum zudrehen werden. Profitieren konnten von der aktuellen Lage außerdem einige der klassischen Corona-Gewinnler. Im DAX zogen die Aktien von Zalando, Delivery Hero und Hellofresh zwischen 4 und 2 Prozent an – alles Unternehmen die im weitesten Sinne mit dem Onlinehandel ihr Geld verdienen. Im M-Dax legten unter anderem die Aktien der Softwarefirma Teamviewer und das Papier von United Internet zu. Beim M-DAX kamen insgesamt am Ende sogar 0,6 Prozent Plus heraus.

    14.05 Uhr - Zweite Milliarden-Order für Airbus in Dubai

    Weiterer Milliardenauftrag für Airbus. Das US-Leasingunternehmen Air Lease Corp (ALC) hat bei dem europäischen Flugzeugbauer als erster Kunde eine Frachterversion des Modells A350 bestellt und einen Vorvertrag über sieben Maschinen abgeschlossen. Dies teilten beide Unternehmen am Mittag auf der Dubai Airshow mit. Die Absichtserklärung umfasst auch 104 Passagierflugzeuge und soll in den nächsten Monaten endgültig festgeklopft werden. ALC steigt damit zu einem der größten Kunden und Leasinggeber von Airbus. Die Firma mit Sitz in Los Angeles wurde 2010 gegründet und hat bisher insgesamt 496 Airbus-Flugzeuge bestellt. Erst gestern hatte die Holding-Gesellschaft Indigo Partners ebenfalls auf der Dubai Airshow bei Airbus eine Bestellung von mehr als 250 Maschinen bekannt gegeben.

    12.05 Uhr - RWE hebt Prognose an

    Der Energiekonzern RWE hat seine Jahresprognose für 2022 angehoben und sich zur künftigen Dividendenpolitik geäußert. Für das noch laufende Geschäftsjahr soll die Ausschüttung von zuvor 85 auf dann 90 Cent je Aktie angehoben werden. Das soll künftig auch die Dividenden-Untergrenze sein. Darüber hinaus will der Konzern aus Essen bis zum Jahr 2030 rund 50 Milliarden Euro in sein Kerngeschäft investieren und dadurch seinen operativen Gewinn im Jahresschnitt um 9 Prozent steigern. Diese Ankündigung kommt an den Börsen gut an. Die RWE-Aktie verteuert sich um knapp 1 Prozent.

    10.30 Uhr Deutsche Bank-Chef widerspricht EZB

    Die offizielle Lesart der Europäischen Zentralbank ist: die aktuell hohe Inflation sei nur eine temporäre Erscheinung, die vor allem auf die kräftige Erholung der Wirtschaft und auf Verzerrungen durch die Corona-Pandemie zurückzuführen sei. In der Eurozone liegt die Teuerung aktuell bei 4,1 Prozent, in Deutschland sogar bei 4,5 Prozent. Tendenz weiter steigend. Dieser Auffassung widerspricht nun sehr deutlich der Chef der Deutschen Bank, Christian Sewing. Die Ökonomen seiner Bank seien ganz anderer Meinung und auch die Kunden müssten sich bei Anlage- und sonstigen Entscheidungen auf dauerhaft hohe Preise einstellen. Sewing fordert die EZB mit klaren Worten auf, endlich entgegenzusteuern - eher früher als später. Diese Diskussion steht sicher erst am Anfang, das wissen auch die Börsianer. Der DAX gewinnt 17 auf 16 111 Punkte. Der Euro kostet 1, 14 50 Dollar.

    09.20 Uhr DAX auf Schlussniveau

    Die deutschen Börsen starten sehr verhalten in die neue Woche. Immerhin: Sie verteidigen die Rekordmarken der letzten Woche. Und an den Märkten herrscht durchaus Optimismus, dass es noch eine schöne Jahresendrally geben wird. Der DAX gewinnt drei Punkte auf 16.096 Punkte. Nur ein Wert ragt heraus. Airbus verteuern sich um 2,6 Prozent. Der europäische Flugzeugbauer hat auf der Flugschau in Dubai einen Großauftrag über 250 Maschinen ergattert. Einkäufer ist der US-Investor Indigo Partners, der die Maschinen für seine beteiligten Airlines wie Wizz Air einkauft. Insgesamt haben die Amerikaner schon über 1100 Flieger bei Airbus eingekauft. Im MDAX gewinnen Lufthansa 1,2 Prozent, nachdem die Analysten der Schweizer UBS die Aktie hochgestuft haben.

    08.30 Uhr DAX vor ruhigem Wochenstart

    Der DAX wird wenig verändert in den Handel starten. Also in etwa auf dem Freitagsschluss 16. 095. Unternehmenszahlen werden diese Woche nur wenige erwartet. DAX-Mitglied RWE hält heute seinen Kapitalmarkttag ab. Interessant dürfte sein, wie weit der Umbau weg von einem Kohle-und Atomkonzern zu einem nachhaltigen „grünen“ Versorger fortgeschritten ist. Der Funkturmbetreiber Vantage Towers äußert sich optimistischer zum Gesamtjahr. Das Unternehmen ist eine Tochter von Vodafone und verwaltet die Mobilfunksender der Telefongesellschaft. Die Lufthansa hat nach einem extrem schwierigen Jahr wichtige Schritte zu einer Lösung von der staatlichen Beteiligung gemacht. Die Analysten der UBS stufen die Aktie hoch - von "verkaufen" auf "marktneutral".

    06.30 Uhr Gute Vorgaben aus Asien

    Asiens Börsen bieten eine gute Vorgabe, wobei es keinerlei großen Kurssprünge gibt. In Tokio klettert der Nikkei-Index um 0,4 Prozent auf 29 722 Punkte. Ausschlaggebend sind erfreuliche Konjunkturzahlen aus China. So haben die Daten für den Einzelhandel und für den Industrieausstoß über den Erwartungen gelegen. Die Stimmung an den Weltbörsen ist gut. Dazu trägt auch die erfolgreiche Berichtssaison in den USA bei. 75 Prozent der Unternehmen haben die Gewinnerwartungen übertroffen. Der DAX hat ja zuletzt die Rekordmarke 16 000 Punkte überwunden. Die gilt es natürlich diese Woche zu verteidigen. Der Euro schwächt sich auf 1, 14 50 Dollar ab.

    Montag, 15. November 2021

    22.05 Uhr – Dow Jones und Nasdaq schließen deutlich im Plus

    Die unerwartet hohe Inflationsrate von über 6 Prozent in den USA hat die Aktienmärkte in New York in dieser Woche durchgeschüttelt. Es war aber doch noch ein versöhnlicher Wochenabschluss. Der Dow Jones kam 0,5 Prozent voran auf 36.100 Punkte. Der Nasdaq kletterte um 1 Prozent 15.861 Zähler.

    18.31 Uhr - Commerzbank einig mit Betriebsrat über Details für Jobabbau

    Die Commerzbank kann den Abbau tausender Stellen wie geplant fortsetzen. Die entsprechenden Verhandlungen mit dem Gesamtbetriebsrat seien erfolgreich abgeschlossen, teilte die Commerzbank mit. Der Vorstand möchte, bis Ende 2024 weltweit 10.000 der zuletzt knapp 40.000 Vollzeitstellen streichen. Erklärtes Ziel des Vorstands ist es nach eigenen Angaben, den Stellenabbau sozialverträglich vor allem über Altersregelungen wie Altersteilzeit oder Vorruhestand zu verwirklichen. Gleichzeitig will die Commerzbank aber auch etwa 2.500 Vollzeitstellen in anderen Bereichen aufbauen. Die Aktien der Commerzbank landeten knapp 2 Prozent im Minus.

    17.45 Uhr – DAX erreicht neuen Rekord und schließt minimal höher

    Der DAX ist nochmals mit kleinen Gewinnen ist ins Wochenende gegangen. Der deutsche Leitindex hat 0,1 Prozent höher geschlossen bei 16.094 Punkten. Das heißt, im Wochenvergleich hat der DAX 0,2 Prozent zugelegt. Tagsüber markierte der DAX ein neues Allzeithoch von 16.122 Punkten. Der TecDAX verbesserte sich heute um 0,4 Prozent. Der MDAX gab 0,2 Prozent nach.

    16.58 Uhr - Johnson&Johnson plant Aufteilung

    Die angekündigte Aufspaltung des US-Unternehmens Johnson&Johnson kommt bei Anlegern gut an. Die Aktien des Konsumgüter- und Pharmakonzerns gewinnen 1 Prozent. Den Angaben zufolge soll die Sparte Consumer Health abgetrennt werden. Der Konzern aus New Brunswick im Bundesstaat New Jersey folgt damit dem Beispiel anderer Pharma-Unternehmen. So hatten GlaxoSmithKline und Pfizer ihr Konsumgüter-Geschäft erst zusammengeführt, um es im nächsten Jahr abzutrennen. Die Darmstädter Merck hatte ihr Geschäft mit rezeptfreien Arzneien wie Nasensprays oder Vitamintabletten 2018 an Procter & Gamble verkauft. Die Firmen folgen offenbar der ökonomischen Theorie, dass Mischkonzerne an der Börse oft niedriger bewertet werden als ihre Einzenteile.

    16.26 Uhr Knorr Bremse zurückhaltender beim Ausblick

    Der Münchner Nutzfahrzeug- und Zug-Zulieferer Knorr Bremse hat heute seine Prognose für die Gewinnmarge (Ebit) gesenkt und rechnet nun damit, dass diese mit 13 bis 13,5 Prozent am unteren Ende der bislang verkündeten Spanne liegen wird. Knorr-Bremse-Chef Jan Mrosik sprach von einem anspruchsvollen Umfeld und nannte dabei die Probleme in der Lieferkette sowie Projektverschiebungen im Zuggeschäft. Die im MDAX gelisteten Papiere verlieren 4,2 Prozent.

    15.30 Uhr - Volkswagen lieferte im Oktober weniger Fahrzeuge aus

    Die Vorzugsaktien des Konzerns steigen um 1,2 Prozent auf rund 188 Euro je Anteilsschein. Das sind rund 50 Euro weniger als Anfang Juni und etwa 40 Euro mehr als vor einem Jahr. Im Oktober brachen die Auslieferungen weltweit um mehr als ein Drittel auf 600.900 Fahrzeuge ein, wie Volkswagen heute mitteilte. Lediglich in Nordamerika fiel der Rückgang nicht so stark aus. Volkswagen baut Halbleiter, die in der Branche als knapp gelten, vor allem in margenstarke Autos ein, um die Folgen des Verkaufsrückgangs beim Gewinn möglichst gering zu halten. Wenn nun auch Premiummarken von der grassierenden Chipknappheit in Mitleidenschaft gezogen werden, könnte sich das stärker auf den Ertrag auswirken, befürchten Experten. Die Aktien von Continental legen um 2,7 Prozent zu, die von Daimler und BMW um bis zu 0,6 Prozent.

    15.14 Uhr - Aktien von Avon Protection minus 45 Prozent

    Wegen gekürzter Umsatzziele droht Avon Protection der größte Kurssturz der Firmengeschichte. Die Aktien des Anbieters schusssicherer Westen und Gasmasken fallen an der Börse in London um rund 45 Prozent auf ein Drei-Jahres-Tief von ungefähr 1050 Pence. Weil sich die Zulassung einer Schutzausrüstung für die US-Armee verzögere, werde der bislang mit 40 Millionen Dollar veranschlagte Umsatzbeitrag der Körperpanzerungssparte im laufenden Geschäftsjahr und darüber hinaus deutlich geringer ausfallen. Vor diesem Hintergrund werde dieser Geschäftsbereich auf den Prüfstand gestellt. Außerdem verzögere sich die Veröffentlichung der Bilanz für 2020/2021.

    14.51 Uhr - Lufthansa zahlt Staatshilfen zurück

    Die Anleger scheint das nicht zu beeindrucken, zumal der Wirtschaftsstabilitätsfonds vorerst mit gut 14 Prozent größter Anteilseigner des Konzerns bleibt. Lufthansa-Aktien fallen um 0,9 Prozent auf ungefähr 6,60 Euro je Anteilsschein. Das Unternehmen hatte sich nach der staatlichen Rettungsaktion seit November letzten Jahres in mehreren Schritten am Kapitalmarkt mit neuer Liquidität versorgt. Zudem wurde im Oktober eine Kapitalerhöhung beschlossen, die 2,2 Milliarden Euro einbrachte. Mit Rückzahlung der Staatshilfen fallen für die Lufthansa auch unternehmerische Beschränkungen. Übernahmen und Dividendenzahlungen werden wieder möglich – Boni-Zahlungen an Manager ebenso. Die Staatshilfen aus Österreich, Belgien und der Schweiz sind noch nicht zurückgezahlt, wie ein Lufthansa-Sprecher sagte.

    13.29 Uhr - Stahlkonzerne investieren in neue Technologie

    Salzgitter plant nun, die Pläne zur CO2-armen Produktion konkreter anzugehen. Wie Konzernchef Gunnar Groebler heute sagte, ist ab Ende 2025 der reguläre Start wasserstoffbasierter Stahlerzeugung möglich, wenn der Aufsichtsrat im nächsten Sommer zustimmt. Läuft alles wie vorgesehen, könnten ab 2026 über eine Million Tonnen mit dem klimaschonenden Verfahren entstehen. Salzgitter und auch Konkurrent Thyssenkrupp planen, in den kommenden Jahren schrittweise bestimmte Produktionsanteile von Kokskohle auf die Nutzung „grünen“ Wasserstoffs umstellen. Die Technologie erfordert hohe Investitionen, für die sich Salzgitter nach einem auch coronabedingt schwachen Vorjahr nun wieder besser gerüstet sieht. Das Bundesumweltministerium und die Förderbank Kfw unterstützen die Pläne bei "grünem" Stahl. Wasserstoff muss aber erst selbst energieintensiv hergestellt werden. Die Papiere von ThyssenKrupp fallen um etwa 2einhalb, die von Salzgitter um gut 5 Prozent.

    13.03 - JDE-Aktien profitieren vom Kaffeepreis

    Die Preisrally bei Kaffee beschert JDE Peets den größten Kurssprung seit dem Börsengang im Mai 2020. Die Aktien des Anbieters von "Jacobs"-Kaffee, an dem die deutsche Milliardärsfamilie Reimann beteiligt ist, steigen an der Börse in Amsterdam zeitweise um 7,6 Prozent auf 28,31 Euro, jetzt liegt das Plus bei 5,6 Prozent. Gestern hatte der Terminkontrakt auf Robusta-Kaffee mit 2.300 Dollar je Tonne ein Zehn-Jahres-Hoch erreicht. Futures auf die Sorte Arabica kosten ungefähr 2,13 Dollar je Pfund. Das ist fast so viel wie zuletzt vor sieben Jahren. Als Gründe für diese Preisentwicklung werden Verzögerungen bei der Ernte in Vietnam genannt und die Inflation, wegen der sich Investoren verstärkt mit Rohstoffen eindecken.

    12.21 Uhr Insider: KNDS greift angeblich nach Teilen von Leonardo

    Das deutsch-französische Rüstungsunternehmen KNDS ist die gemeinsame Holding des "Leopard 2"-Panzerherstellers Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und der französischen Nexter. Wie eine mit den Plänen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters sagte und damit einen Bericht der Zeitung "La Repubblica" bestätigte, hat KNDS Interesse an den italienischen Leonardo-Töchtern OTO Melara und Wass angemeldet. Doch noch sei auch der italienische Reeder Fincantieri im Rennen um die beiden Firmen.

    Die Gespräche seien noch in einer frühen Phase, die italienische Regierung verfolge sie aber aufmerksam und wolle auch Einfluss darauf nehmen, sagte der Insider. Das italienische Militär sei einer der wichtigsten Abnehmer für beide Firmen. Laut dem Bericht könnten die Pläne auch bei Gesprächen zwischen dem italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron thematisiert werden. Die Zwei treffen sich heute in Paris. KNDS habe angeboten, Italien in ein Panzer-Projekt - das auch unter dem Schlagwort "Panzer der Zukunft" bekannte "Main Ground Combat System" (MGCS) einzubeziehen, wenn die Übernahme gelingt, berichtete "La Repubblica".

    10.32 Uhr – Bitcoin und NFT

    Der Bitcoin hat diese Woche bei 69.000 Dollar ein Rekordhoch erreicht. Aktuell steht er etwas darunter bei gut 64.000 Dollar. Im Zusammenhang mit Bitcoin und der Blockchain wird auch über NFTs (Non-Fungible-Tokens) gesprochen. Ein NFT ist eine Art digitaler Echtheits- und Eigentumsnachweis. Dabei wird zum Beispiel ein Videoclip auf einer Blockchain registriert. Dazu werden die Eigentümer sowie Käufe und Verkäufe eingetragen. Dadurch erhält das NFT eine einzigartige digitale Signatur. Womit im Moment auch viel spekuliert wird. Der Twitter-Mitgründer und -Chef Jack Dorsey hat den weltweit ersten Tweet für 2,9 Millionen Dollar verkauft. Ein CryptoPunk, eine digitale Sammlerfigur, hat bei einer Versteigerung des renommierten Auktionshauses Sotheby's einen Preis von 11,8 Millionen Dollar erzielt.

    09.57 Uhr – Toshiba zerschlägt sich selbst

    Nach dem amerikanischen Unternehmen General Electric zerschlägt sich auch der japanische Traditionskonzern Toshiba selbst. Das Ziel dieses für die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt beispiellosen Schritts ist mehr Transparenz und Effizienz. Ausländische Aktionäre übten Druck aus. Im Rahmen eines mittelfristigen Geschäftsplans soll der Bereich für Infrastruktur und Elektronikprodukte in separate Firmen ausgegliedert werden. Toshiba bliebe dann das Geschäft mit Halbleiterspeichern. Toshiba will die Börsennotierung der zwei auszugliedernden Unternehmen in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2023 abschließen. Dem Restkonzern bliebe dann die Beteiligung am Halbleiterunternehmen Kioxia Holdings in Höhe von rund 40 Prozent.

    09.11 Uhr – DAX mit neuem Rekordhoch

    Der DAX hat ein neues Rekordhoch bei 16117 Punkten erreicht. Kursgewinne der Deutschen Telekom stützen. Nach den Geschäftszahlen und nochmal erhöhten Prognosen steigt die T-Aktie um zweieinhalb Prozent.

    07.52 Uhr – Knorr Bremse profitiert von Nutzfahrzeuggeschäft

    Die Belebung des Nutzfahrzeugmarkts hat der bayerischen Knorr Bremse in den ersten neun Monaten zu einem Umsatzplus verholfen. Allerdings spricht der Knorr-Bremse-Chef Jan Mrosik von einem anspruchsvollen Umfeld und nennt dabei die Probleme in der Lieferkette sowie Projektverschiebungen im Zug-Geschäft. Die Aktie von Knorr Bremse ist im MDax zu finden.

    07.11 Uhr – Deutsche Telekom hebt Ausblick an

    Die Deutsche Telekom hat Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht. Mit dem Betriebsergebnis lag der Konzern über den Prognosen von Analysten, mit dem Umsatz allerdings darunter. Insgesamt ist die Telekom dank guter Geschäfte diesseits und jenseits des Atlantiks noch zuversichtlicher für das Gesamtjahr. Damit wird bereits zum dritten Mal in diesem Jahr die Prognose angehoben. Die Deutsche Telekom folgt der US-Tochter T-Mobile US, die bereits Ende Juli ihre Erwartungen erhöht hatte.

    06.22 Uhr – Toyota will Produktionsausfälle aufholen

    Der weltweit umsatzstärkste Autohersteller will im Dezember damit beginnen, die aufgrund von Lieferengpässen ausgefallene Produktion nachzuholen. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen dann weltweit etwa 800.000 Fahrzeuge produziert werden, 40.000 mehr als im Vorjahr. Der Autohersteller hält außerdem weiterhin an seinem Plan fest, in dem am 31. März endenden Geschäftsjahr weltweit 9 Millionen Fahrzeuge zu produzieren.

    06.02 Uhr – Wirecard-Aktienhandel endet Montagabend

    Mehrere deutsche Börsen ziehen schon in wenigen Tagen einen Schlussstrich unter den Handel mit Aktien der insolventen Wirecard AG. Mit Ablauf des 15. November 2021 sind die Papiere an der Deutschen Börse, der Börse Stuttgart oder der Börse München nicht mehr handelbar. Für Anleger, die das Papier des einstigen Dax-Konzerns noch im Depot haben, wird es damit immer schwieriger, die Aktie loszuwerden. Anlegerschützer raten zum Verkauf der Anteile. Unter anderem betrifft das auch steuerliche Aspekte, um Verluste mit Gewinnen zu verrechnen.

    Freitag, 12. November 2021

    22.05 Uhr – Dow Jones schließt im Minus, Nasdaq im Plus

    An den Aktienmärkten New York gab es keinen klaren Trend. Der Dow Jones gab 04 Prozent nach auf 35.921 Punkte. Der Nasdaq kam dagegen 0,5 Prozent voran auf 15.704 Punkte. Nach dem Schock über die hohe US-Inflationsrate kehrten die US-Anleger damit zumindest teilweise wieder an die Aktienmärkte zurück. Der beschleunigte Preisauftrieb in Amerika hatte tags zuvor auf die Stimmung der Investoren gedrückt. Die US-Teuerungsrate stieg im Oktober überraschend stark um 6,2 Prozent, den höchsten Stand seit 31 Jahren.

    20.08 Uhr – Telekom-Aktionäre sollen höhere Dividende erhalten

    Die Deutsche Telekom will für das laufende Geschäftsjahr vier Cent mehr Dividende je Aktie ausschütten als für 2020. Der Vorstand plane vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrates, der Hauptversammlung eine Dividende von 0,64 Euro je Aktie vorzuschlagen, teilte das Unternehmen mit. Für 2020 hatte die Telekom 0,60 Euro gezahlt. Die geplante Ausschüttungssumme für 2021 betrage 3,19 Milliarden Euro, verglichen mit 2,85 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2020. Morgen will die Deutsche Telekom Zahlen zum dritten Quartal veröffentlichen.

    18.32 Uhr - Musk verkauft Tesla-Aktien nach Twitter-Abstimmung

    Elon Musk lässt seinen Worten offenbar Taten folgen – zumindest teilweise. Der reichste Mann der Welt hatte vor wenigen Tagen die Nutzer von Twitter darüber abstimmen lassen, ob er sich von einem größeren Aktienpaket von Tesla trennen soll, um dann den Gewinn zu versteuern. Die Nutzer hatten sich mehrheitlich dafür ausgesprochen. Nun hat Musk insgesamt 4,5 Millionen Tesla-Aktien im Wert von rund fünf Milliarden Dollar verkauft, wie aus veröffentlichten Börsendokumenten hervorgeht. Inwieweit dieser Verkauf aber wirklich auf die Twitter-Abstimmung zurückzuführen ist, blieb zunächst unklar. Und um insgesamt wirklich – wie versprochen - zehn Prozent seines Tesla-Anteils abzustoßen, müsste Musk sich von deutlich mehr seiner Aktien trennen. Der Aktienkurs von Tesla ist aktuell kaum verändert bei 1.070 Dollar.

    17.45 Uhr – DAX schließt nach neuem Rekord leicht im Plus

    Der DAX ist mit einem kleinen Plus aus dem Handel gegangen: Er hat 0,1 Prozent zugelegt auf 16.083 Punkte. Tagsüber war der DAX noch etwas stärker im Plus und er hat sogar ein neues Allzeithoch markiert bei 16.114 Zählern. Der MDAX landete 0,1 Prozent im Minus. Der TecDAX verbesserte sich um 0,2 Prozent.

    16.49 Uhr - K+S wird weiter geprüft

    Der Salz- und Düngemittelhersteller K+S kann die Zweifel der Finanzaufsicht Bafin an der Höhe einer Milliardenabschreibung im vergangenen Jahr nicht ausräumen. Deshalb wird das Unternehmen weiter geprüft. K+S-Aktien verloren im MDAX zeitweise rund 9 Prozent, jetzt liegt das Minus bei rund 5,5 Prozent. Auch eine neue Strategie, die K+S angekündigt hat, und ein Ergebnissprung im dritten Quartal scheinen die Investoren an der Börse nicht zu beeindrucken. Wie K+S mitteilte, hat sich die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR), die mit der Untersuchung von der Finanzaufsicht Bafin zu Jahresbeginn beauftragt worden war, in einer vorläufigen Einschätzung kritisch geäußert. K+S war wegen milliardenschwerer Abschreibungen ins Visier der Bafin geraten. Die Finanzaufsicht hatte die Prüfung der Bilanzen des Kasseler Unternehmens angeordnet, da sie konkrete Anhaltspunkte dafür sah, dass das Unternehmen Vermögenswerte zu hoch bemessen haben könnte und der Wertminderungsbedarf bereits zu einem früheren Zeitpunkt hätte erfasst werden müssen.

    16.09 Uhr - Morphosys bleibt in den roten Zahlen

    Das Biotechnologie-Unternehmen aus Planegg bei München hat im dritten Quartal seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert, unter dem Strich steht aber ein Verlust. Die Erlöse seien auf 41,2 Millionen Euro von 22 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum gestiegen, teilte die Firma mit. Der operative Verlust belief sich demnach auf 82,4 Millionen Euro nach 62 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Das Unternehmen bestätigte seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr von 155 bis 180 Millionen Euro. Morphosys-Aktien verlieren 2,5 Prozent. Ein Anteilsschein ist damit etwa 37,50 Euro wert. Vor einem Jahr lag der Wert bei ungefähr 91 Euro.

    16.04 Uhr - Delivery Hero will in Deutschland expandieren

    Die Aktien von Delivery Hero sind mit plus 2 Prozent mit die größten Gewinner im DAX. Der Lieferdienst aus Berlin plant, auf dem umkämpften deutschen Markt nach seinem Rückzug im Jahr 2019 wieder stärker Fuß zu fassen. Eine Unternehmenssprecherin sagte, dass die Firma plant, bis Ende des Jahres in Köln, Düsseldorf und Stuttgart loszulegen. Delivery Hero hat in der Corona-Krise profitiert. Sollte es erneut zu einem Lockdown kommen, könnte das die Geschäfte des Unternehmens beeinflussen. Der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, sagte, es sei wahrscheinlich, dass 2G auf weitere Bereiche wie den Einzelhandel ausgedehnt werde. Das liefe faktisch auf einen Lockdown für das Fünftel der erwachsenen Bevölkerung hinaus, das nicht geimpft ist. Das belaste die Geschäfte vieler Dienstleister, zumal sich auch viele Geimpfte vorsichtiger verhalten würden, so Krämer.

    14.33 Uhr - Siemens plant, von höheren Preisen zu profitieren

    Die Aktien des Konzerns sind mit plus 3,4 Prozent die größten Gewinner im DAX. Ein Anteilsschein ist rund 152 Euro wert. Das sind ungefähr 35 Euro mehr als vor einem Jahr. Siemens spielt in der globalen Beschaffungskrise seine Marktmacht aus. Die Kunden des Münchner Technologiekonzerns müssen in den nächsten Monaten mit steigenden Preisen rechnen, weil Siemens die höheren Rohstoff- und Transportkosten auf sie abwälzen will, wie Vorstandschef Roland Busch heute in München ankündigte.

    14.09 Uhr - Insider: Telefonica plant 4.000 Stellen abzubauen

    Mindestens 2.000 Stellen sollten durch freiwillige Kündigungen wegfallen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Gespräche mit den Gewerkschaften würden zum Monatsende beginnen. Europas drittgrößte Telekomfirma, die auch Mutterkonzern von Telefonica Deutschland ist, sitzt auf einem hohen Schuldenberg und kämpft mit der Konkurrenz. Zuletzt waren fast 109.000 Menschen bei Telefonica beschäftigt. Die Aktien der Firma notieren nahezu unverändert.

    13.08 Uhr - Keine klaren Signale für Zinsschritt in Großbritannien

    Die britische Wirtschaft ist zuletzt langsamer gewachsen – nach Angaben des Statistikamts im dritten Quartal um 1,3 Prozent im Vergleich zum 2. Quartal. Die britischen Konjunkturdaten werden an den Finanzmärkten derzeit besonders scharf beobachtet, könnte doch die Bank of England als erste große Zentralbank seit Ausbruch der Corona-Pandemie ihren Leitzins anheben. Wie ein Analyst der NordLB sagte, helfen die heutigen Zahlen den Notenbankern aber leider nicht wirklich weiter. Der Experte sieht die Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung im Dezember bei etwa 50:50. Derzeit liegt der Leitzins dort auf dem Tief von 0,1 Prozent. Der Leitindex FTSE gewinnt in London 0,4 Prozent. Am deutschen Aktienmarkt steigt der DAX um 0,2 Prozent auf 16.091 Zähler. Der Preis für das Barrel Brent-Öl fällt auf rund 82 Dollar. Und der Euro ist 1,14 71 Dollar wert.

    12.49 Uhr - Baywa-Chef: Getreide und Dünger teurer

    Nach den vorgelegten Zahlen steigen die Aktien der Firma um 0,4 Prozent. Ein Anteilsschein ist damit gut 39 Euro wert. Das sind ungefähr 10 Euro mehr als vor einem Jahr. Das Münchner Unternehmen meldete für die ersten neun Monate Gewinnsteigerungen in allen Geschäftsfeldern Energie, Agrarhandel und Bau. Der Vorsteuergewinn des Konzerns verdoppelte sich im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2020 nahezu, von knapp 103 auf annähernd 192 Millionen Euro, was Baywa-Chef Klaus-Josef Lutz als „sensationelles Ergebnis“ wertet.

    10.57 Uhr – Volkswirte besorgt wegen Corona-Fallzahlen

    Die Rekordwelle bei den Corona-Fallzahlen könnte nach Ansicht von Finanzexperten auf die deutsche Wirtschaft durchschlagen. Ökonomen schließen sogar eine leichte Rezession nicht mehr aus. Ähnlich wie Jörg Krämer von der Commerzbank schätzt ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski die Aussichten ein. „Wenn alles schiefgeht, könnten wir in eine ganz leichte technische Rezession abrutschen - also zwei Quartale mit negativem Wachstum“, sagt Brzeski. Während der Deutschland-Chefvolkswirt von Unicredit, Andreas Rees, ein geringes Wachstum um die Jahreswende immer noch für möglich hält. „Der Nachholbedarf in der Wirtschaft ist vorhanden, was sich etwa an den hohen Sparquoten der Privathaushalte ablesen lässt“, meint Rees. „Vermutlich wird die starke Nachfrage nach langlebigen Konsumgütern anhalten. Die Risiken für die Konjunktur hätten sich aber erhöht“.

    09.25 Uhr - DAX weiter nahe Rekordniveau

    Der DAX notiert kaum verändert bei 16050 Punkten. Unterstützung erhalte die Börse von Berichten, wonach das chinesische Krisenunternehmen Evergrande eine Zahlungsunfähigkeit erneut abgewendet habe. Einem Insider zufolge leistete der hoch verschuldete Immobilienkonzern Zinszahlungen für eine Anleihe kurz vor Ablauf der Nachfrist.

    08.22 Uhr – Münchener Autovermieter Sixt mit starken Zahlen

    Die Wiederbelebung des Reiseverkehrs weltweit hat dem Autovermieter Sixt ein Rekordquartal beschert. Der Betriebsgewinn lag im dritten Quartal bei 253,2 Millionen Euro und damit so hoch wie nie zuvor. In den ersten neun Monaten verdiente Sixt zudem mehr als im gesamten Vor-Corona-Jahr 2019. Insbesondere in den europäischen Märkten und in den USA sei die Nachfrage hoch, hieß es. Dabei erholte sich die Nachfrage sowohl bei Urlaubs- als auch bei Geschäftsreisen.

    07.56 Uhr - Energiekonzern RWE mit Licht und Schatten in den Zahlen

    RWE kann sich weiter von dem schwachen Jahresstart erholen. Damals hatte unter anderem schlechtes Wetter zu Ergebniseinbußen geführt. Das Unternehmen bestätigte die Gesamtjahres-Prognose. Im Kerngeschäft, zu dem RWE die Segmente Off- und Onshore von Wind und Solar, sowie Wasser, Biomasse, Gas und den Energiehandel zählt, ging das Ergebnis allerdings etwas zurück. Laut RWE ist hier vor allem das Extremwetter in Texas zu Jahresanfang verantwortlich.

    07.42 Uhr – DAX-Konzern Merck profitiert von Corona

    Der Kampf gegen die Corona-Pandemie sorgt beim Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck anhaltend für Schwung. Der gute Lauf der Laborsparte setzte sich auch im dritten Quartal fort. Auch die Pharmasparte und das Halbleitergeschäft verbuchten Zuwächse. Zusammen mit ersten Eckdaten für das Jahresviertel hatte der Vorstand um Konzernchefin Belen Garijo daher bereits Anfang November seine Ziele für 2021 erneut angehoben.

    07.25 Uhr – Siemens überrascht positiv

    Siemens hat dank der anziehenden Konjunktur seine Umsatz- und Gewinnerwartungen übertroffen, ist für die nächsten Monate aber vorsichtiger. Die Münchener hoffen darauf, dass die Corona-Effekte und Engpässe in der Versorgung im Laufe des Geschäftsjahres 2021/22 nachlassen. Die Dividende soll auf 4,00 (3,50) Euro je Aktie erhöht werden.

    06.32 Uhr – Beyond Meat mit schwacher Geschäftsprognose

    Der für seine veganen Burger bekannte US-Fleischersatzhersteller Beyond Meat hat Anleger mit einer schwachen Geschäftsprognose geschockt. Die Aktie stürzte nachbörslich zeitweise um fast 20 Prozent ab, nachdem das Unternehmen einen überraschend verhaltenen Ausblick für das Schlussquartal abgegeben und vor möglichen Absatzschwierigkeiten gewarnt hatte. In den drei Monaten bis Ende September verbuchte Beyond Meat im Jahresvergleich ein Umsatzplus um 13 Prozent auf 106,4 Millionen Dollar - eigentlich ist das Unternehmen deutlich stärkeres Wachstum gewohnt.

    06.02 Uhr – Disney enttäuscht

    Der US-Unterhaltungsriese Walt Disney hat im jüngsten Geschäftsquartal schlechter abgeschnitten als erwartet. Eine besondere Enttäuschung für Anleger war das Streaming-Geschäft um den Videodienst Disney+. Angesichts mangelnder Film- und Serienhits kamen lediglich 2,1 Millionen Abos hinzu - deutlich weniger als erwartet. Disney räumte ein, dass das Geschäft weiter unter den Folgen der Corona-Krise leidet. Produktionsverzögerungen und weniger Premieren beschränkten die Verfügbarkeit von Filminhalten. Die Aktie reagierte nachbörslich zunächst mit deutlichen Kursabschlägen.

    Donnerstag, 11. November 2021

    22.05 Uhr - Dow Jones und Nasdaq schließen im Minus

    Die Angst vor baldigen Zinserhöhungen der US-Notenbank hat sich an den Aktienmärkten in New York wieder bemerkbar gemacht. Auslöser war die überraschend hohe Inflationsrate: Diese erreichte im Oktober 6,2 Prozent, und damit den höchsten Stand seit 31 Jahren. So ging der Dow Jones 0,7 Prozent niedriger aus dem Handel. Der Nasdaq büßte 1,7 Prozent ein.

    21.40 Uhr - E-Autokonzern Rivian feiert grandioses Börsendebüt

    Reges Anleger-Interesse hat Rivian den weltweit größten Börsengang des laufenden Jahres beschert. Die Aktien des von Amazon und Ford unterstützten Elektroautobauers stiegen bei ihrem Debüt um fast ein Drittel. Damit beläuft sich der Börsenwert von Rivian auf mehr als 100 Milliarden Dollar. Rivian ist nun nach Tesla der zweit wertvollste US-Autobauer und lässt Firmen wie Ford oder General Motors hinter sich.

    20.53 Uhr - Schwaches Börsendebüt von Veganz

    Die auf rein pflanzliche Lebensmittel spezialisierte Firma Veganz heute bei ihrem Börsendebüt nicht überzeugen können. Veganz hat die Aktien für 87 Euro an die Erstzeichner ausgegeben. Doch heute am ersten Handelstag ist der Kurs immer unter diesen 87 Euro gelegen. Sogar bis auf 81 Euro ist der Wert abgesunken. Am Schluss standen dann 83 Euro bei den Veganz-Aktien an der Tafel.

    19.07 Uhr - Bitcoin und Ethereum weiter auf Rekordkurs

    Der Bitcoin hat abermals ein Rekordhoch erklommen. Mit 69.000 Dollar hat die älteste und nach Marktwert größte Digitalwährung auf der Handelsplattform Bitstamp ihren bislang höchsten Stand erreicht. Die nach Marktvolumen zweitgrößte Internetdevise Ethereum markierte mit 4.867 Dollar ebenfalls ein Rekordhoch. Nach Ansicht von Marktbeobachtern sehen die Investoren in den Digitalwährungen ein Mittel, sich gegen die hohe Inflation zu wappnen. Auch Gold ist heute gefragt. Die Feinunze ist 1.844 Dollar wert.

    18.24 Uhr - Euro sinkt auf Eineinhalb-Jahres-Tief

    Die überraschend hohe Inflation in den USA von mehr als sechs Prozent schürt Börsianern zufolge die Spekulation auf vorzeitige und raschere Zinserhöhungen der dortigen Notenbank. Und damit würde auch der Unterschied der Marktzinsen wachsen. Denn die Europäische Zentralbank ist von einem Zinsschritt wohl noch sehr weit entfernt. Diese Spekulation drückt auf den Euro. Die europäische Gemeinschaftswährung ist aktuell nur noch 1,1510 Dollar wert – und damit so wenig wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr.

    17.45 Uhr – DAX schließt erneut über 16.000 Punkten

    Nach einem Handelstag weitgehend in der Verlustzone schloss der DAX doch noch leicht im Plus. Und auch die Marke von 16.000 Punkten hat der deutsche Leitindex erneut halten können. Der DAX ist 0,2 Prozent höher aus dem Handel gegangen bei 16.068 Punkten. Die Anleger haben sich sichtlich nicht von den teilweise überraschend hohen Inflationsraten in den USA und Deutschland ins Bockshorn jagen lassen.

    16.34 Uhr - Britische Clearinghäuser dürfen länger als geplant Handelsgeschäfte für Kunden in der EU abwickeln

    Die EU werde die Ausnahmeerlaubnis verlängern, über Juni 2022 hinaus. Das hat heute EU-Kommissarin Mairead McGuinness mitgeteilt. Die Finanzinstitute in Kontinentaleuropa bräuchten mehr Zeit, um mehr Kapazitäten für Wertpapierabwicklungen aufzubauen. Wie lange die Frist verlängert werden soll, sagte sie nicht. Verbände von europäischen Banken und Fondsgesellschaften hatten von der EU-Kommission gefordert, den Zugang zu britischen Clearinghäusern zu verlängern. Andernfalls seien Marktstörungen nicht auszuschließen. Neue Regelungen sind notwendig geworden, weil Großbritannien aus der EU ausgetreten ist. Ein Großteil des Clearings für Euro-Wertpapiere soll von der London Stock Exchange (LSE) an die Deutsche Börse in Frankfurt übertragen werden.

    16.02 Uhr - Kryptowährungen steigen weiter

    Nach Veröffentlichung der US-Konjunkturdaten sind Kryptowährungen weiter im Kurs gestiegen. Bitcoin und Ethereum legen zeitweise um jeweils mehr als ein Prozent zu und markieren mit 69.000 beziehungsweise 4867,60 Dollar neue Höchststände. Investoren versprächen sich von den Cyber-Devisen Sicherheit gegen den Wertverfall von Dollar, Euro & Co, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research.

    15.59 Uhr - FTSE gegen den Trend plus 0,6 Prozent

    An der Börse in London legen die Aktien von ITV, Marks&Spencer und Halfords ungefähr zwischen 13 und 16 Prozent zu. Der größte britische Fahrradhändler Halfords, der auch Autoteile verkauft, hat seine Jahresprognose angehoben. Halfords entwickle sich zu einem ertragsstärkeren Unternehmen, lobt eine Analystin vom Vermögensverwalter Investec. Sie bekräftige daher ihre Kaufempfehlung. Auch Marks&Spencer hat seine Gesamtjahresziele erhöht. Die Entwicklung des Lebensmittel- und des Online-Geschäfts sei ermutigend, sagte ein Marktanalyst des Brokerhauses Oanda. Das Unternehmen meistere die aktuellen Schwierigkeiten bislang sehr gut.

    Und der Fernsehsender ITV rechnet für dieses Jahr mit Rekord-Werbeeinnahmen. Die Aktien der Firma verbuchen den größten Tagesgewinn seit ungefähr 12 Jahren.

    Der britische Leitindex FTSE gewinnt 0,6 Prozent. Am deutschen Aktienmarkt dreht der DAX 0,1 Prozent ins Plus auf 16.060 Punkte. Die Wall Street in New York hat den Handel mit Verlusten begonnen. Der Dow Jones dreht nun minimal ins Plus auf 36.338. Der Nasdaq-Index fällt um 0,7 Prozent.

    15.11 Uhr - US-Konjunkturdaten schüren Zinserhöhungsängste

    Die US-Verbraucherpreise sind im Oktober im Vergleich zum Oktober 2020 um 6,2 Prozent gestiegen. Das ist mehr als erwartet worden war. Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass die US-Notenbank möglicherweise ihren geldpolitischen Kurs relativ bald ändert. Außerdem wurden in den USA in der vergangenen Woche mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt als Experten zuvor berechnet hatten. Tatsächlich wurden 267.000 Anträge eingereicht. Das wirft die Frage auf, wie schnell sich die US-Wirtschaft erholt. Die Anleger am deutschen Aktienmarkt scheinen darauf momentan kaum zu reagieren. Der DAX verliert 0,1 Prozent auf 16.019 Punkte. Am Devisenmarkt gewinnt der Dollar an Wert – oder anderseherum, der Euro gibt etwas nach – auf 1,15 42 Dollar. Und die Rendite der 10jährigen US-Anleihe steigt nach den US-Konjunkturdaten auf 1,48 Prozent.

    Ein Ökonom von der LBBW kommentiert die US-Verbraucherpreise unter anderem mit den Worten, dass sich die Fed spätestens Ende nächsten Jahres gezwungen sehen dürfte, ihre zögerliche Haltung aufzugeben und eine Leitzinswende einzuleiten. Der Chefökonom der VP Bank erklärte, dass die Inflationsrisiken weiter zunehmen. Dabei sei weniger von Belang, ob die Inflationsrate fällt – sie werde im kommenden Jahr deutlich fallen - sondern wo sie zum Liegen kommen werde. Sollte die US-Notenbank Fed die Zinsen anheben, würde wohl weniger Geld in die Finanzmärkte fließen. Das dürfte den Anlegern tendenziell nicht gefallen.

    13.57 Uhr - Valneva rechnet für April mit Impfstoff-Lieferung

    Die Europäische Union kann bis zu 60 Millionen Dosen eines möglichen Corona-Impfstoffs des österreichisch-französische Unternehmens Valneva kaufen. Die EU-Kommission hat heute einen Vertrag über 27 Millionen Dosen im kommenden Jahr formell gebilligt. Weitere 33 Millionen Dosen können auf Wunsch 2023 gekauft werden, wie die Brüsseler Behörde mitteilte. Die Aktien von Valneva steigen an der Börse in Paris um 21,5 Prozent. Ein Anteilsschein ist damit rund 21,50 Euro wert. Deutschland und den übrigen EU-Staaten stehen damit Bezugsrechte für den Impfstoff zu, sobald dieser eine Zulassung bekommt. Valneva rechnet eigenen Angaben nach damit, dass die Auslieferung im April 2022 beginnen kann. Voraussetzung sei die Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA.

    Man erwarte, dass die Behörde in Kürze mit dem schnellen Prüfverfahren beginnen werde. Der Vertrag sieht nach Angaben der EU-Kommission auch vor, dass der Impfstoff an neue Varianten des Coronavirus angepasst werden kann. Der Impfstoff von Valneva ist laut EU-Kommission ein Impfstoff mit inaktivierten Viren. Es handele sich „um eine klassische, seit 60 bis 70 Jahren eingesetzte Impfstofftechnologie mit bewährten Verfahren und sehr hoher Sicherheit“. Diese komme auch bei den meisten Grippe-Impfstoffen und vielen Impfstoffen für Kinderkrankheiten zum Einsatz. Es sei der derzeit einzige Impfstoffkandidat gegen Covid-19 auf Basis inaktivierter Viren, der derzeit in Europa in klinischen Studien getestet werde.

    13.15 Uhr - Eon macht mehr Gewinn

    Die Aktien der Energiekonzerne Siemens Energy, RWE und Eon gewinnen bis zu 2,2 Prozent. Wie Eon mitteilte, stieg das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von Juli bis September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 52 Prozent auf 765 Millionen Euro. Unter dem Strich stand mit 424 Millionen Euro mehr als drei Mal so viel wie ein Jahr zuvor. Das Unternehmen bestätigte die im August angehobene Prognose. Den größten Anteil im Kerngeschäft hat das Segment Energienetze, wobei hier das Ergebnis mit sechs Prozent leicht rückläufig war. Der Gesamteffekt der Kompensationszahlungen im Zusammenhang mit dem Atomausstieg beläuft sich in diesem Jahr auf 600 Millionen Euro. Am 23. November will Eon einen Kapitalmarkttag abhalten. Dann will der seit April amtierende Konzernchef Leonhard Birnbaum die künftige Strategie vorstellen.

    12.49 Uhr - Ölpreis bewegt sich kaum

    Die Anleger am deutschen Aktienmarkt halten sich vor wichtigen Konjunkturdaten aus den USA tendenziell zurück. Der DAX verliert 0,2 Prozent auf 16.007 Punkte. Der MDAX fällt um 0,6, der TecDAX um 1,3 Prozent. Der Preis für das Barrel Nordseeöl der Sorte Brent liegt bei ungefähr 84,70 Dollar. Die Feinunze Gold kostet rund 1.832 Dollar. Und der Euro ist 1,15 49 Dollar wert.

    12.25 Uhr - Veganz startet schwach an der Börse

    Die auf rein pflanzliche Lebensmittel spezialisierte Berliner Firma Veganz startete bei der Erstnotiz ihrer Aktien an der Börse in Frankfurt am Main zehn Cent unter ihrem Ausgabepreis von 87 Euro. Die Papiere fallen aber nun sogar auf etwa 82,50 Euro. Zum Ausgabepreis belief sich die Bewertung der Firma bei rund 106 Millionen Euro. Veganz erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 27 Millionen Euro.

    Das 2011 von Jan Bredack als veganer Supermarkt gegründete Unternehmen vertreibt seine Produkte vor allem über Ketten wie Edeka, Rewe, Aldi und Lidl sowie über Online-Plattformen. Aktuell vertreibt die Firma rund 100 Produkte, darunter Süßigkeiten, Fleisch-, Fisch- und Käseersatzprodukte sowie Fertiggerichte. Bredack hält 26 Prozent der Firmenanteile, woran sich auch im Rahmen des Börsengangs nichts ändert. In den ersten sechs Monaten 2021 setzte Veganz 17,2 Millionen Euro um und schrieb im operativen Geschäft (Ebitda) einen Verlust von 1,2 Millionen Euro. Bredack plant, mit seinen 105 Mitarbeitern möglichst bald Gewinn zu erwirtschaften. Veganz selbst fließen durch die Emission mehr als 30 Millionen Euro zu, die unter anderem in die Produktionsstätte in Werder an der Havel und die Entwicklung neuer Lebensmittel gesteckt werden sollen. Zudem überlegt Bredack, an "neuralgischen Punkten wie Bahnhöfen" kleine Läden zu eröffnen.

    12.11 Uhr - EuG bestätigt Strafe gegen Google

    Im Rechtsstreit zwischen der EU-Kommission und Google um eine marktbeherrschende Stellung des Internetkonzerns hat das Unternehmen eine Niederlage erlitten. Das Gericht der Europäischen Union (EuG) bestätigte in einem heute veröffentlichten Urteil eine Strafe für Google in Höhe von 2,4 Milliarden Euro. Die Kommission habe zu Recht wettbewerbsschädigendes Verhalten von Google moniert, hieß es zur Begründung. (Az. T-612/17) Google habe seinen eigenen Preisvergleichsdienst in den Suchergebnissen ganz oben platziert und gleichzeitig Vergleichsdienste der Konkurrenz herabgestuft, hieß es 2017, als die Kommission die Strafe verhängt hatte. Der Konzern kann gegen das Urteil des EuG Berufung beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) einlegen.

    10.17 Uhr – BMW lehnt Verbrennerverbot 2035 ab

    Der Autobauer BMW bleibt trotz seines Bekenntnisses zum globalen Klimaschutzziel bei seiner Ablehnung eines Verbotes von Pkw-Verbrennungsmotoren. BMW-Chef Oliver Zipse sagte bei einer Branchenkonferenz des "Handelsblatt", dass bis 2035 weltweit noch keine Ladeinfrastruktur für nachhaltigen Strom geschaffen sein werde. Aus diesem Grund werde BMW die Erklärung von sechs Autoherstellern zum Klimagipfel in Glasgow nicht unterschreiben, die bis 2040 die Verbrennerproduktion einstellen wollen. Von der künftigen Bundesregierung fordert Zipse, Anreize zu schaffen, damit Ladeinfrastruktur ein Geschäftsmodell sein könne - etwa durch steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten.

    08.07 Uhr – Infineon mit Rekordquartal

    Die hohe Nachfrage nach Halbleitern hat Infineon ein Rekord beschert. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres (bis Ende September) erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von drei Milliarden Euro, 21 Prozent mehr als im Vorjahresquartal und zehn Prozent mehr als von April bis Juni. Angesichts des anhaltend hohen Bedarfs an Halbleitern für eine energieeffiziente und vernetzte Welt rechnen die Münchner mit einem starken Geschäftsjahr 2022. Außerdem wurden Investitionen angekündigt. Die Fertigungskapazitäten sollen ausgebaut werden.

    08.02 Uhr – Adidas wird vorsichtiger

    Globale Lieferschwierigkeiten und ein Nachfrageeinbruch in China haben Adidas im dritten Quartal belastet. Der Umsatz stieg um 3,4 Prozent auf 5,75 Milliarden Euro. Das Ergebnis liegt knapp unter den Erwartungen von Analysten. Vorstandschef Kasper Rorsted bestätigte die zum Halbjahr angehobene Umsatz- und Gewinnprognose für 2021, schlug aber etwas vorsichtigere Töne an. Das Unternehmen erwarte weiterhin einen Umsatzanstieg von bis zu 20 Prozent auf 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro, gehe aber inzwischen davon aus, dass das Wachstum im unteren Bereich der Spanne liegen werde.

    07.12 Uhr – Allianz steuert auf Rekordgewinn zu

    Das operative Ergebnis werde in diesem Jahr bei etwa 13 Milliarden Euro liegen, am oberen Ende der breiten Spanne, die sich der Münchner Versicherungsriese vorgenommen hatte, wie die Allianz mitteilte. Im dritten Quartal übertraf der Versicherungskonzern mit 3,2 Milliarden Euro die Erwartungen der Analysten. Allerdings drohen weiterhin milliardenschwere Belastungen in den USA. Dort haben große Investoren die Allianz auf rund sechs Milliarden Dollar verklagt, nachdem sie zu Beginn der Corona-Krise schwere Verluste mit Hedgefonds von Allianz Global Investors erlitten hatten. Rückstellungen dafür hat die Allianz bisher aber nicht gebildet.

    07.08 Uhr – Siemens Energy in den roten Zahlen

    Nach Verlusten bei der spanischen Windkrafttochter beendet Siemens Energy sein erstes eigenständiges Geschäftsjahr in den roten Zahlen. Unter dem Strich machte der 2020 von Siemens abgespaltene Konzern einen Verlust von 560 Millionen Euro. Immerhin sank das Minus damit deutlich - vor einem Jahr hatte es noch 1,9 Milliarden Euro betragen. Dabei spielten auch hohe Sondereffekte eine Rolle. Die spanische Windkrafttochter Gamesa hatte schon in der vergangenen Woche ihre Zahlen vorgelegt und einen Verlust vermeldet - unter anderem wegen Problemen bei Projekten an Land und Schwierigkeiten bei den Lieferketten.

    06.19 Uhr – Anleger in Asien zurückhaltend

    Die asiatischen Aktienmärkte haben zu Wochenmitte weiter an Schwung verloren. Der Anstieg der Ölpreise und der chinesischen Fabrikpreise verstärkt die Sorge der Anleger, dass die für heute erwarteten Daten zur Inflationsrate in den USA den Druck auf die US-Notenbank Fed erhöhen könnte, die Zinssätze anzuheben. Offiziellen Daten zufolge sind die Fabrikpreise in China im Oktober im Jahresvergleich um 13,5 Prozent gestiegen, was die Prognosen übertraf und als Warnsignal vor einem Druck auf die Lieferketten bis hin zu den globalen Verbrauchern gewertet wird.

    05.49 Uhr – Krypto-Börse Coinbase enttäuscht

    Die Krypto-Börse Coinbase hat die Erwartungen im dritten Quartal deutlich verfehlt. Die größte US-Handelsplattform für Digitalwährungen und Kryptoanlagen wie Bitcoin oder Ethereum verbuchte Erlöse von 1,2 Milliarden Dollar, wie sie nach US-Börsenschluss mitteilte. Das entspricht zwar mehr als dem Vierfachen des Vorjahreswerts, allerdings einem Rückgang um rund 40 Prozent im Vergleich zum starken Vorquartal. Analysten hatten mit wesentlich mehr Umsatz gerechnet. Anleger reagierten enttäuscht und ließen die Aktie nachbörslich zeitweise um rund 15 Prozent abstürzen.

    Mittwoch, 10. November 2021

    22.05 Uhr - Dow Jones und Nasdaq landen im Minus

    Nach den jüngsten Kursrekorden an der Wall Street haben einige Anleger mal etwas Kasse gemacht. Auf die Kauflaune gedrückt hat auch der Rekord-Anstieg der US-Erzeugerpreise von 8,6 Prozent zum Vorjahresmonat. Der Dow Jones gab 0,3 Prozent nach auf 36.320 Punkte. Der technologieorientierte Nasdaq büßte 0,6 Prozent ein.

    19.38 Uhr - Bitcoin und Ethereum weiter auf Rekordkurs

    Der Bitcoin hat einen neuen Rekordstand erreicht. Die Digitalwährung ist heute zeitweise über 68.500 Dollar geklettert. Auch die zweitwichtigste Kryptowährung Ethereum hat ein neues Allzeithoch markiert. Aktuell notieren die beiden Währungen knapp über ihren gestrigen Kursen. Börsenbeobachtern zufolge setzen einige Investoren auf die digitalen Währungen, weil die Inflationsdaten in den USA, die Morgen bekanntgegeben werden, möglicherweise höher ausfallen könnten als erwartet.

    18.15 Uhr - Biontech verdient glänzend und hebt Umsatzziel an

    Biontech sorgt weiter für Furore. Weltweit ist der von der deutschen Firma entwickelte Corona-Impfstoff gefragt. Biontech erwartet jetzt sogar noch einen etwas höheren Umsatz mit dem Impfstoff als bislang. Das Unternehmen aus Mainz rechnet mit 16 bis 17 Milliarden Euro in diesem Jahr. Gleichzeitig bleibt ein hoher Gewinn. Biontech hat allein im dritten Quartal unterm Strich 3,2 Milliarden Euro verdient. Dass es möglicherweise bald ein wirksames Corona-Medikament geben wird, kann den Firmen-Chef nicht beunruhigen. Dies werde keine «riesige Auswirkung» auf die Schutzimpfungen haben, meint er. Die in New York notierten Aktien von Biontech konnten zunächst zulegen. Jetzt nehmen die Anleger aber Gewinne mit: der Kurs sinkt um 7,5 Prozent.

    17.45 Uhr - DAX landet nach neuen Rekordhoch leicht im Minus

    Am Nachmittag ist der DAX zum ersten Mal über 16.100 Punkte geklettert. Doch dann hat sich an den Aktienmärkten in New York die Stimmung etwas eingetrübt und das hat den DAX am Schluss sogar noch ganz leicht ins Minus gedrückt. Der deutsche Leitindex landete wenige Punkte niedriger bei 16.040 Punkten. Der MDAX blieb ebenfalls kaum verändert stehen. Der TecDAX gab ein halbes Prozent nach.

    16.46 Uhr - Roblox-Aktien plus 36 Prozent

    Die Online-Computerspiele-Plattform Roblox steigerte nach eigenen Angaben das Volumen der Buchungen im abgelaufenen Quartal um 28 Prozent auf rund 638 Millionen Dollar. Seine Beobachtungen deuteten darauf hin, dass sich der Kunden-Zustrom im November beschleunigt habe, schreibt ein Analyst vom Brokerhaus BTIG. Der Wachstumstrend könne noch einige Jahre anhalten. Roblox-Aktien legen um rund 36 Prozent zu auf etwa 105 Dollar je Aktie.

    15.48 Uhr - Harnstoff offenbar knapp

    Neben fehlenden Mikrochips könnte ein Mangel an Harnstoff in Südkorea Lieferketten weiter zum Stocken bringen. Der Zusatz wird in Dieselfahrzeugen und Fabriken eingesetzt, um umweltschädliche Emissionen zu verringern. Nachdem China im vergangenen Monat ein de-facto-Exportverbot erlassen hat, um die heimische Versorgung zu sichern, droht der Mangel in Südkorea die Transportbranche auszubremsen. Offiziellen Daten zufolge kamen 97 Prozent der Harnstoffimporte Südkoreas vor dem Erlass in diesem Jahr aus China. Wegen des fehlenden Harnstoffs drohten nun Lieferwagen und Tanklastzüge liegen zu bleiben, die Tankstellen mit Benzin versorgen, sagte ein Branchensprecher. Sollte die Harnstoffknappheit andauern, könnte es auch für Autohersteller im Ausland schwierig werden, Teile von Lieferanten aus Südkorea zu erhalten, weil der Transport zum Versand an die Häfen stocke, sagte Lee Hang-koo, Berater des koreanischen Instituts für Automobiltechnik.

    15.14 Uhr - General Electric will sich aufspalten

    Der US-Industrie-Konzern General Electric (GE) mit seinen 174.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 80 Milliarden Dollar plant, sich aufzuspalten. Das Unternehmen werde in drei börsennotierte Unternehmen aufgeteilt, wie GE heute mitteilte. GE Renewable Energy, GE Power und GE Digital würden zusammen als Einheit ausgegliedert, GE Healthcare als eine weitere. Die Luftfahrt-Sparte soll als dritte Einheit ausgegründet werden. Ziel sei es, Schulden zu reduzieren und die Geschäfte optimal aufzustellen.

    15.00 Uhr - US-Erzeugerpreise gestiegen

    Die US-Erzeugerpreise sind im Oktober wie schon im September um 8,6 Prozent im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat gestiegen. Das hat das US-Arbeitsministerium heute mitgeteilt. Einen kräftigeren Zuwachs hat es seit Beginn dieser Statistik im Jahr 2010 nicht gegeben.

    14.11 Uhr - EZB-Ratsmitglied erwartet fallende Preise

    Das Mitglied der Europäischen Zentralbank, Klaas Knot, erwartet, dass die Inflationsrate gegen Ende 2022 unter die Zwei-Prozent-Marke fällt. Doch man müsse auch auf Aufwärtstrends vorbereitet sein, sagte er laut Nachrichtenagentur Reuters. Die Bedingungen für Zinserhöhungen würden im nächsten Jahr sehr wahrscheinlich nicht erfüllt sein. Das APP-Programm dürfte Knot zufolge auch nach Ende des Corona-Notprogramms PEPP ein angemessenes geldpolitisches Mittel sein und sollte flexibel angelegt sein.

    14.02 Uhr - Renault-Aktien gefragt

    Nissan hat nach eigenen Angaben seine Gewinnprognose erhöht. Die Aktien des japanischen Autoherstellers verloren an der Börse in Tokio 0,2 Prozent. An den europäischen Börsen kommt die Meldung von Nissan dagegen relativ gut an. Offenbar hilft sie den Papieren des französischen Autobauers Renault nach oben. Die steigen an der Börse in Paris um 2,4 Prozent. Zeitweise legten sie um gut fünf Prozent zu und erreichten mit gut 34 Euro je Anteilsschein ein Drei-Monats-Hoch. Renault und Nissan sind ja miteinander verflochten.

    13.15 Uhr - Chef des Agrargeschäfts im Bayer-Konzern gibt seinen Posten ab

    Das Vorstandsmitglied Liam Condon habe den Aufsichtsrat gebeten, seinen eigentlich bis Ende 2023 laufenden Vertrag schon Ende dieses Jahres aufzulösen, teilte das Unternehmen heute mit. Der gebürtige Ire war für die Integration der 63 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Monsanto verantwortlich. Mit dem Zukauf hatte sich der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern jedoch zahlreiche Klagen wegen angeblich gesundheitlicher Schäden des Unkrautvernichters Roundup von Monsanto ins Haus geholt. Vorstandschef Werner Baumann betonte, Condon verlasse Bayer auf eigenen Wunsch. Sein Nachfolger soll der Agrarexperte Rodrigo Santos (48) werden, der seit Juni das operative Geschäft der Sparte verantwortet und nach der Übernahme von Monsanto im Jahr 2018 die Agrargeschäfte im wichtigen Markt Lateinamerika leitete. Condon arbeitete mehr als 30 Jahre für Bayer beziehungsweise bei dem Arzneimittelhersteller Schering, den die Leverkusener 2006 übernommen hatten. Gerüchte über eine Ablösung Condons hatten bereits die Runde gemacht. Intern liefen Wetten, wie lange Aufsichtsratschef Norbert Winkeljohann Condon noch halten wird, denn er verliere die Geduld mit seinen Agrarleuten, hatte das "manager magazin" im September berichtet.

    13.03 Uhr - Biontech erhöht erneut Umsatzprognose für Covid-19-Impfstoff

    Nach seinem Partner Pfizer hebt auch Biontech die Prognose für seinen Umsatz mit dem Covid-19-Impfstoff der beiden Unternehmen erneut an. Wie Biontech heute mitteilte, erwartet das Mainzer Biotechunternehmen für dieses Jahr nun Verkaufserlöse mit dem Vakzin in Höhe von rund 16 bis 17 Milliarden Euro statt von bislang 15,9 Milliarden. Die Prognose basiert auf derzeit unterzeichneten Lieferverträgen über bis zu 2,5 (zuvor rund 2,2) Milliarden Impfdosen in diesem Jahr. Insgesamt peilen Biontech und Pfizer bis Jahresende weiterhin bis zu drei Milliarden Dosen herzustellen. Für das kommende Jahren streben sie eine Produktionskapazität von bis zu vier Milliarden Dosen an.

    Biontech machte im dritten Quartal (ungeprüftes Finanzergebnis) nach eigenen Angaben wegen des Impfstoff-Geschäfts einen Umsatz in Höhe von insgesamt rund 6,09 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum lag der Umsatz bei 67,5 Millionen Euro. Der Nettogewinn belief sich auf 3,2 Milliarden Euro. Im dritten Quartal 2020 lag der Verlust nach Unternehmensangaben bei 210 Millionen Euro.

    Am 26. Oktober 2021 gab Biontech den geplanten Bau der ersten mRNA-Produktionsstätte in Afrika bekannt, der Mitte 2022 beginnen soll. Wie die Firma mitteilte, unterzeichnete sie hierfür eine Absichtserklärung mit der ruandischen Regierung und dem Institut Pasteur de Dakar (Senegal). Nach den Vorstellungen von Biontech könnte diese Produktionsstätte der erste Knotenpunkt in einem dezentralisierten und robusten End-to-End Produktionsnetzwerk in Afrika sein, das eine erwartete jährliche Produktionskapazität von mehreren hundert Millionen Dosen mRNA-Impfstoff bereitstellen könnte, um eine nachhaltige Impfstoffversorgung für den afrikanischen Kontinent sicherzustellen. Das Unternehmen plant laut eigener Mitteilung, einen mRNA-Impfstoff gegen Malaria zu entwickeln, wobei der Beginn einer klinischen Studie für Ende 2022 geplant ist.

    12.16 Uhr - ZEW-Index steigt überraschend

    Börsenprofis blicken im November überraschend optimistischer auf die Konjunktur in Deutschland. Der ZEW-Index ist im November im Vergleich zum Oktober um 9,4 auf 31,7 Punkte gestiegen. Das teilte das ZEW, das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, heute zu seiner monatlichen Umfrage unter 184 Analysten und Anlegern mit. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nach fünf Rückgängen in Folge mit einem weiteren Rückgang auf 20 Zähler gerechnet. Auf die überraschende Stimmungswende sagte der Chefökonom der VP Bank unter anderem, dies verwundere, denn die deutsche Wirtschaft sei zunächst auf Stagnation programmiert. Ein Ökonom der LBBW sagte, die Talsohle schlechter Nachrichten könnte damit allmählich erreicht sein. Mit Blick auf die kommenden sechs Monate sollte, seinen Worten zufolge, die Inflation fallen und für die Lieferengpässe sollte eine Entspannung eintreten. Allerdings sollte man sich derzeit hüten, die Schwankungen der Frühindikatoren in konkrete Wachstumszahlen des Bruttoinlandsproduktes umzurechnen, meint er.

    10.52 Uhr – Gazprom füllt Gasspeicher in Europa

    Gas ist derzeit in Europa knapp und heiß begehrt. Die Preise sind im Zuge der Konjunkturerholung nach dem Höhepunkt der Coronakrise in die Höhe geschossen. Immerhin füllt nun der russische Gaskonzern Gazprom nach eigenen Angaben einige Gasspeicher in Europa auf. Zu insgesamt fünf unterirdischen Speichern werde Gas für November gepumpt, teilte Gazprom in sozialen Medien mit. Die Mengen und Routen für den Transport stünden fest. Dennoch bleibt der Ölpreis erstmal hoch. Der Preis für die Nordseesorte Brent bewegt sich bei rund 84 Dollar.

    09.17 Uhr – Münchener Rück zuversichtlich

    Der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück sieht sich trotz milliardenschwerer Hurrikan- und Flutschäden auf Kurs. Der Gewinn soll im laufenden Jahr wie geplant auf 2,8 Milliarden Euro gesteigert werden. Hohe Ergebnisse aus Kapitalanlagen helfen dabei, heißt es.

    08.32 Uhr – Auto- und Industriezulieferer Schaeffler leidet unter Chipmangel

    Schaeffler hat nach dem dritten Quartal wegen der Flaute in der weltweiten Autoproduktion seine Erwartungen gesenkt. So soll das währungsbereinigte Umsatzwachstum in diesem Jahr über 7 Prozent statt über 11 Prozent liegen. Grund sind die verschlechterten Jahresaussichten beim weltweiten Bau von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen, die sich wegen des Teilemangels eingetrübt haben. Bei ihrer Ergebnisprognose bleiben die Franken aber.

    06.52 Uhr – Bitcoin mit neuem Rekordhoch

    Die weltweit bekannteste Digitalwährung Bitcoin hat ihren Höhenflug fortgesetzt. In der Nacht auf Dienstag stieg der Kurs auf der Handelsplattform Bitstamp erstmals über die Marke von 68.000 Dollar. Der Preis für einen Bitcoin kletterte bis auf 68.564 Dollar, bevor er wieder etwas nachgab. Neben der schwelenden Inflationsthematik ist es vor allem die Hoffnung auf die Zulassung weiterer Krypto-ETFs in den Vereinigten Staaten, welche Anleger nach wie vor bei der Stange hält, heißt es von Händlern.

    06.22 Uhr – Immobilienmarkt in China weiter wackelig

    Der chinesische Immobilienentwickler Kaisa braucht mehr Zeit zur Lösung seiner Liquiditätsprobleme. „Wir bitten die Investoren aufrichtig, der Kaisa Group mehr Zeit und Geduld einzuräumen“, teilte der in Shenzhen ansässige Konzern mit. Um Geld aufzubringen, wolle Kaisa die Veräußerung von Vermögenswerten in Shanghai und Shenzhen beschleunigen und die Erlöse für Rückzahlungen verwenden sowie den Verkauf bestehender Immobilien vorantreiben. Kaisa hat nach der angeschlagenen China Evergrande, die mit Verbindlichkeiten von mehr als 300 Milliarden Dollar kämpft, von allen chinesischen Bauträgern die höchsten Auslandsschulden, die im kommenden Jahr fällig werden.

    05.52 Uhr – Paypal hilft Kooperation mit Amazon

    Nach dem anfänglichen Online-Shopping-Boom in der Corona-Pandemie laufen die Geschäfte beim Bezahldienst Paypal nicht mehr ganz so rund. Trotz eines deutlichen Umsatzanstiegs flaute das Wachstumstempo gegenüber den Vorquartalen spürbar ab und lag unter den Erwartungen von Experten. Außerdem senkte Paypal seine Jahresprognose. Dennoch stieg die Aktie nachbörslich. Die Papiere reagierten auf eine Kooperation mit Amazon. Der weltgrößte Onlinehändler will US-Kunden ab 2022 Zahlungen über die Paypal-Tochter Venmo erlauben.

    Dienstag, 09. November 2021

    22.05 Uhr – Dow Jones startet mit neuem Rekord in die Woche

    Die Verabschiedung des billionenschweren Infrastrukturgesetzes in den USA hat die Kurse an der Wall Street auf neue Rekordhöhen getrieben. Der Dow-Jones-Index kletterte zum Wochenauftakt auf den Höchststand von 36.565 Punkten. Am Schluss betrug das Tagesplus 0,3 Prozent auf 16.432 Punkte. Der Nasdaq kam 0,1 Prozent voran. Nach monatelangem Gezerre hatte der US-Kongress den Weg für ein Infrastrukturpaket im Umfang von einer Billion Dollar freigemacht. Die Regierung von US-Präsident Joe Biden wird nun die größte Modernisierung der amerikanischen Straßen, Eisenbahnen und anderer Verkehrsinfrastrukturen seit einer Generation einleiten.

    20.48 Uhr - Kryptowährungen weltweit insgesamt erstmals drei Billionen Dollar wert

    Der Wert der weltweit gehandelten Kryptowährungen hat heute erstmals die Marke von drei Billionen Dollar (2,6 Billionen Euro) überschritten. Das berichtet die Seite CoinGecko. Diese Seite analysiert nach eigenen Angaben den Markt für mehr als 10.000 verschiedene digitale Währungen. Cyberwährungen sind derzeit heiß begehrt. Analysten meinen, dass es daran liegt, dass dieses digitale Geld immer hoffähiger wird. Zuletzt auch, weil in den USA ein an den Bitcoin gekoppelter börsengehandelter Indexfonds zugelassen worden ist. Manche wollen sich demnach auch vor steigender Inflation schützen. Das Ganze ist aber sehr riskant. Die Kryptowährungen machen teilweise riesige Sprünge sowohl nach oben als nach unten. Und manche Experten sprechen von einer Blase. Der Bitcoin, die bekannteste Währung, legt aktuell knapp 10 Prozent zu auf gut 66.100 Dollar. Das ist nicht weit von dem jüngst aufgestellten Rekord von 66.979 Dollar. Die Währung Ethereum, zweitwichtigste Kryptowährung weltweit, hat heute bereits ein neues Allzeithoch von 4.795 Dollar erreicht.

    19.11 Uhr - Medien: Wirtschaftsweise senken Konjunkturprognose für 2021 auf 2,7 Prozent

    Im laufenden Jahr wird die deutsche Wirtschaft nach Ansicht der Wirtschaftsweisen offenbar nur noch um 2,7 Prozent wachsen. Das berichtet das "Handelsblatt" und beruft sich dabei auf die Prognose des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung - die eigentlich erst am Mittwoch vorgestellt werden soll. In ihrem vergangenen Gutachten im März hatten die Wirtschaftsweisen noch mit einem Wachstum von 3,1 Prozent gerechnet. Grund für die Absenkung dürften die Lieferengpässe sowie die stark angestiegenen Energiepreise sein. Im nächsten Jahr soll demnach das Plus dann 4,6 Prozent betragen. Die Wirtschaftsweisen sind damit optimistischer als die Bundesregierung. Diese hatte vor zwei Wochen ihre Prognose auf ein Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent in diesem Jahr gesenkt. Für das nächste Jahr rechnet die Regierung dann mit einem Anstieg um 4,1 Prozent.

    18.21 Uhr - Musk lässt sich von Twitter-Nutzern zu Aktienverkauf verpflichten

    Elon Musk ist ja immer für eine Überraschung gut. Der am Tesla-Aktienwert gemessen reichste Mann der Welt hat nun die Nutzer von Twitter gefragt, ob er einen Teil seiner Aktien verkaufen soll. Die Begründung: Er würde gerne Steuern auf die Kursgewinne zahlen. Die muss Musk nur zahlen, wenn er die Aktien verkauft. Zuletzt war er wegen seines immensen Vermögens immer häufiger mit Forderungen konfrontiert, mehr zur Lösung der globalen Probleme beizutragen und mehr Steuern zu zahlen. Bei der Umfrage auf Twitter sprachen sich nun 58 Prozent dafür aus, dass Musk ein Zehntel seines Anteils von Tesla abstoßen soll. Das Paket wäre etwa 21 Milliarden Dollar wert, auf das er dann Steuern zahlen müsste. Musk hat zugesichert, dass er sich an die Abstimmung halten will. Wenn aber mehr Aktien auf dem Markt sind, könnte der Aktienkurs sinken. Das belastete heute den Kurs. Mittlerweile werden die Verluste aber wieder kleiner. Die Tesla-Anteile geben 3 Prozent nach.

    17.45 Uhr - DAX schließt minimal leichter

    Der Dax hat nach der jüngsten Rekordjagd eine Verschnaufpause eingelegt. Der deutsche Leitindex ging 0,1 Prozent niedriger aus dem Handel bei 16.047 Punkten. Am Freitag hatte der Dax mit 16.084 Punkten eine weitere Bestmarke erreicht trotz der wieder angespannten Corona-Lage und der Inflationssorgen, die Investoren derzeit umtreiben. Die Anleger werten grundsätzlich positiv, dass sich die US-Notenbank mit Zinsanhebungen Zeit lassen will.

    15.19 Uhr - US-Notenbanker zu Signalen für Zinserhöhung

    Dass die US-Notenbank ihren geldpolitischen Kurs bald wesentlich ändert, ist offenbar nicht absehbar. Der Fed-Vize Richard Clarida sagte laut Nachrichtenagentur Reuters, dass Orientierungspunkte für Zinserhöhungen Ende 2022 erreicht sein könnten, doch das sei derzeit noch kein Thema.

    14.56 Uhr - Toshiba erwägt Aufspaltung

    Der Industriekonzern Toshiba erwägt sich aufzuspalten. Aus dem japanischen Konzern könnten drei neue Unternehmen entstehen, wie ein Toshiba-Sprecher mitteilte. Diese würden sich jeweils auf die Bereiche Infrastruktur, Geräte und Halbleiter spezialisieren. Entschieden sei aber noch nichts. Mit einer Aufspaltung in spezialisierte Firmen könnte der Mischkonzern vielleicht seine von einem Konglomeratsabschlag belastete Bewertung an der Börse anheben.

    14.36 Uhr - EZB-Chefvolkswirt sieht Risiken für den Aufschwung

    Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, Philip Lane, sagte laut Nachrichtenagentur Reuters, dass es den Aufschwung hemmen könnte, falls Materialengpässe und erhöhte Energiekosten länger anhielten.

    14.23 Uhr - Analystenstudie zu Volkswagen

    Die Vorzugsaktien von Volkswagen verlieren 2,5 Prozent. Begründet wird das vor allem mit einer skeptischen Analystenstudie. Der Autobauer könne mit der rasanten Entwicklung des Elektroautobauers Tesla nicht mithalten, schrieb ein Experte von der Investmentbank Jefferies. Die Wolfsburger seien zu komplex aufgestellt und hätten mit Altlasten sowie dem Regierungseinfluss zu kämpfen. Tesla sei zwar keine existenzielle Bedrohung, die VW-Aktien zu besitzen sei vor diesem Hintergrund aber nicht attraktiv.

    14.13 Uhr - Weiterer Erfolg für Ex-Wirecard-Chef im Streit mit Managerhaftpflicht

    Ex-Wirecard-Chef Markus Braun hat im Streit mit seiner Managerhaftpflichtversicherung über die Übernahme von Kosten einen weiteren Etappensieg erzielt. Braun habe „auch Anspruch auf Gewährung von vorläufigem Versicherungsschutz für PR-Kosten“, urteilte das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt nach heutigen Angaben als Berufungsinstanz in einem Eilverfahren. (Az.: 7 U 96/21. Der seit Sommer 2020 in Untersuchungshaft sitzende Braun hatte den Angaben zufolge aufgrund kritischer Medienberichterstattung zur Wirecard-Insolvenz und seiner Rolle dabei eine auf Presserecht spezialisierte Kanzlei sowie eine Presseagentur beauftragt. Die dafür anfallenden Kosten wolle er von der beklagten Versicherung ersetzt haben. Blicken wir bei dieser Gelegenheit auf die Aktien von Wirecard, die ja mal im DAX waren. Momentan fallen die Papiere um 4 Prozent. Ein Anteilsschein ist rund 0,17 Euro wert.

    12.02 Uhr - Alcon kauft US-Firma zur Behandlung von grünem Star

    Der Augenheilkonzern Alcon baut sein Augenchirurgie-Geschäft mit einem Zukauf aus. Das schweizerisch-amerikanische Unternehmen übernimmt für 475 Millionen Dollar die US-Medizintechnikfirma Ivantis von Finanzinvestoren, wie Alcon heute mitteilte. Abhängig vom Erreichen bestimmter regulatorischer und kommerzieller Meilensteine können weitere Zahlungen fällig werden. Alcon plant, die Transaktion im ersten Quartal 2022 abzuschließen. An der Börse in Zürich notieren die Aktien von Alcon 0,2 Prozent im Plus.

    Die in Irvine, Kalifornien, ansässige Ivantis produziert einen Mikrostent für minimalinvasive Augenoperationen, der seit 2018 zugelassen ist. Mit dem Zukauf baut Alcon sein Geschäft zur operativen Behandlung von grünem Star (Glaukom) aus. Die den Sehnerv schädigende Erkrankung wird meist durch einen erhöhten Augendruck verursacht, der entweder medikamentös oder operativ gesenkt wird. Unbehandelt kann sie zur Erblindung führen. Der von Irvine hergestellte und ins Auge eingesetzte Microstent stellt sicher, dass Augenkammerwasser durch den sogenannten Schlemm'schen Kanal abfließen kann, was den Augendruck verringert. Die Vorrichtung habe etwa die Größe einer Wimper und sei bislang mehr als 85.000 mal implantiert worden. Einer klinischen Studie zufolge brauchten 65 Prozent der Patienten, denen der Microstent eingesetzt wurde, auch nach fünf Jahren keine Medikamente.

    11.09 Uhr – Aktien des Windkraftanlagen-Bauers Siemens Gamesa gefragt

    Nach den enttäuschenden Ergebnissen des Rivalen Vestas seien die Erwartungen bei den Siemens Gamesa Geschäftszahlen sehr niedrig gewesen, heißt es von Händlern. Die Papiere verteuern sich um rund neun Prozent.

    09.22 Uhr – DAX hält sich nahe Rekordhoch

    Der DAX ist gut in die neue Woche gestartet. Der Leitindex notiert kaum verändert bei 16.048 Punkten.

    Deutlicher Verlierer ist der Konsumgüterhersteller Henkel. Es belasten hohe Rohstoff- und Transportkosten. Die Aktien büßen rund fünf Prozent ein.

    08.54 Uhr – Rekordjagd bei Digitalwährung Ethereum hält an

    Die digitale Kryptowährung hat bei über 4.700 Dollar ein Rekordhoch erreicht. Institutionelle Großanleger und Fonds interessierten sich immer mehr für diese Produkte, während die Behörden diese neue Anlageklasse nicht zu stark regulieren wollten, heißt es von Experten. Im Windschatten von Ethereum steigt der Preis für die führende Cyber-Devise Bitcoin auf rund 66.000 Dollar.

    08.05 Uhr – Pritt und Persil-Hersteller Henkel enttäuscht

    Auf dem Konsumgüterkonzern Henkel lasten hohe Rohstoff- und Transportkosten. Die Düsseldorfer rechnen deshalb damit, beim Ergebnis 2021 am unteren Ende der ursprünglichen Prognosebandbreiten zu landen. Ein deutliches Plus verbuchte das Geschäft mit Klebstoffen. Weniger rund lief es dagegen bei Kosmetikprodukten, die ein Umsatzminus verbuchten. Vorbörslich sind die Aktien des DAX-Konzerns deutlich im Minus.

    07.32 Uhr – Ölpreis steigt

    In Erwartung einer anziehenden Nachfrage decken sich Anleger mit Erdöl ein. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um ein Prozent auf 83,50 Dollar je Barrel. Genährt werden diese Spekulationen von einer Preiserhöhung durch Saudi Aramco.

    06.04 Uhr – Anleger in Asien unentschlossen

    Die asiatischen Aktienmärkte können sich zum Wochenstart auf keine gemeinsame Richtung einigen. Die Verabschiedung eines lang erwarteten US-Infrastrukturgesetzes durch den Kongress ermutigt Anleger, obwohl ein weiteres Paket für ein soziales Sicherheitsnetz nach wie vor nicht in Sicht ist. Hingegen machen chinesische Konjunkturdaten Investoren zu schaffen. Zwar hat China im Oktober überraschend viel exportiert. Allerdings sind die Importe schwächer als gedacht ausgefallen. Ein Zeichen für eine nicht übermäßig starke Nachfrage im Inland.

    Montag, 08. November 2021

    18.30 Uhr Rekorde nach US-Jobdaten

    Der DAX ist mit einem neuen Rekord in das Wochenende gegangen. Er legte 25 auf 16.054 Punkte zu. Den letzten Schub bekam er am Nachmittag vom überraschend starken amerikanischen Arbeitsmarkt, an dem im Oktober rund 530.000 neue Jobs geschaffen wurden. Eine wichtige Zahl, denn die US-Notenbank berücksichtigt bei ihrer Geldpolitik stets die Entwicklung am Arbeitsmarkt. Insofern ist die am Mittwoch beschlossene Reduzierung der Anleihekäufe der richtige Schritt der FED gewesen. Die US-Börsen erreichen ebenfalls neue Rekorde. Einen gewaltigen Schub von über sieben Prozent bekommt die Aktie von Pfizer. Neben dem Impfstoff kann der US-Pharmariese künftig auch ein Medikament gegen Covid auf den Markt bringen. Der Euro kostet 1,1570 Dollar.

    16.02 Uhr – Pfizer-Corona-Pille setzt Biontech unter Druck

    Ein Corona-Medikament von Pfizer hat sich in einer Studie als sehr effektiv erwiesen. Die Aktien des US-Pharmakonzerns springen um 8 Prozent nach oben. Hingegen geht es für Papiere des Pfizer-Partners Biontech aus Mainz um 19 Prozent abwärts. Den vorläufigen Ergebnissen zufolge ist die Pille von Pfizer wirksamer als ein Medikament des US-Rivalen Merck & Co. Dessen Aktien fallen um 9 Prozent.

    Andererseits sind Unternehmen aus der Luft- und Tourismusbranche gefragt. Papiere der Lufthansa steigen um 5 Prozent. Aktien des Kreuzfahrt-Betreibers Carnival verbuchen in London ein Kursplus von 7 Prozent.

    13.47 Uhr – Positiver US-Arbeitsmarktbericht

    Die Arbeitsmarktlage in den USA verbessert sich weiter. Es entstanden im Oktober 531.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft, Ökonomen hatten lediglich mit 450.000 gerechnet. Das stärkt am Währungsmarkt den Dollar. Der Euro fällt auf 1,1525 Dollar. Der DAX baut seine Gewinne aus. Er steigt um ein viertel Prozent auf 16.073 Punkte. Außerdem erreichte der DAX ein neues Rekordhoch bei 16.085 Punkten.

    12.09 Uhr – Neue Intel-Fabrik in Bayern oder Sachsen-Anhalt?

    Sachsen-Anhalt ist einem Zeitungsbericht zufolge im Rennen um die milliardenschwere Chipfabrik des US-Konzerns Intel. Eine Ansiedlung im Süden der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt Magdeburg sei im Gespräch, berichtet die „Volksstimme“. Bisher werden Dresden und Bayern als Favoriten für die Megafabrik gehandelt. Intel-Chef Pat Gelsinger will eine Entscheidung noch in diesem Jahr eine Standort-Entscheidung treffen. Intel befindet sich mitten in der Neuaufstellung. Der neue Intel-Chef will, dass die Amerikaner künftig stärker in der Auftragsfertigung tätig sind und blickt dabei nach Europa. Damit dürfte der Wettbewerb mit Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) und Samsung Electronics Fahrt aufnehmen. Im Moment werden mehr als zwei Drittel aller modernen Halbleiter in Asien hergestellt.

    11.10 Uhr - BMW führt in Leipzig 35-Stunden-Woche ein

    Nach Volkswagen gleicht nun auch der bayerische Autobauer BMW die Arbeitszeit für Beschäftigte in Ostdeutschland an die im Westen an. Bis 2026 werde sie im Werk in Leipzig in drei Schritten auf 35 Stunden pro Woche reduziert, teilte BMW jetzt mit. Betriebsrats-Vorsitzender Manfred Schoch sprach von einem historischen Erfolg in der Angleichung der Arbeitsbedingungen zwischen Ost und West, mehr als 30 Jahre nach der Wende. Um die kürzere Wochenarbeitszeit auszugleichen, sollen 300 zusätzliche Mitarbeiter in Leipzig eingestellt werden. Derzeit arbeiten dort rund 5300 Menschen.

    Autoaktien sind heute gefragt. VW steigen um 1,6 Prozent, BMW um 1,3 Prozent. Der DAX notiert 0,1 Prozent im Plus bei 16.052 Punkten.

    10.40 Uhr - Rote Zahlen bei der British-Airways-Mutter IAG

    Für das Gesamtjahr rechnet die IAG mit einem operativen Verlust von etwa drei Milliarden Euro, teilte sie am Morgen mit. Im dritten Quartal beförderten die Airlines der Gruppe 15,5 Millionen Fluggäste - weniger als halb so viele wie im gleichen Zeitraum 2019. Während der Lufthansa-Konzern in den Monaten Juli bis September einen kleinen operativen Gewinn erzielte, fiel bei IAG ein operativer Verlust von 452 Millionen Euro an. Unterm Strich stand ein Minus von 574 Millionen Euro. Allerdings gibt es Hoffnung. Man setze auf die Öffnung der USA für Reisende aus Europa ab nächstem Montag. Die Tochter British Airways fliegt mehr US-Ziele an als jede andere Fluggesellschaft auf den Transatlantik-Strecken.

    10.28 Uhr - Varta kassiert Umsatzprognose

    Projektverzögerungen bei seinen Kunden wegen Materialengpässen setzen dem Batteriehersteller zu. Varta musste daher seine Jahresprognose nach unten korrigieren und erwartet dieses Jahr einen Erlös von 900 Millionen Euro und damit 40 Millionen weniger als bislang prognostiziert. Die Varta-Aktie ist im TecDAX um fast 16 Prozent eingebrochen. Der TecDAX gewinnt 0,7 Prozent. DAX und MDAX notieren nur wenig verändert.

    09.15 Uhr - DAX startet nach Konjunkturdaten mit kleinem Minus

    Die deutsche Wirtschaft kämpft mit Materialengpässen. Im September haben die deutschen Unternehmen daher überraschend den zweiten Monat in Folge weniger produziert, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Morgen mit. Und solange wichtige Vorprodukte weiter knapp seien, bleibe der Ausblick für die Industriekonjunktur eingetrübt, auch wenn die Nachfrage sich auf sehr hohem Niveau bewege.

    An den deutschen Aktienmärkten ist der DAX wenig verändert in den Handelstag gestartet und verliert jetzt 0,1 Prozent - auf 16.020 Punkte. Der Euro notiert mit bei 1,15 58 Dollar.

    08.32 Uhr - Deutsche Produktion überraschend gesunken

    Industrie, Bau und Energieversorger stellten im September zusammen 1,1 Prozent weniger her als im August, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Das hat die Experten überrascht. Die hatten eigentlich mit einem Wachstum von einem Prozent gerechnet, nachdem es im August mit minus 3,5 Prozent den stärksten Rückgang seit der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 gegeben hatte. Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten schlügen sich auf breiterer Front nieder, so hieß es aus dem Ministerium. Allein die Industrie stellte im September 1,5 Prozent weniger her. Die Auftragsbücher der Betriebe seien zumeist zwar prall gefüllt, könnten wegen akuter Engpässe bei Vorprodukten wie Mikrochips aber nicht abgearbeitet werden.

    08.04 Uhr - Gemischte Vorgaben für den Start des DAX

    An den asiatischen Börsen drücken Sorgen um den chinesischen Immobilienmarkt die Kurse. Der Hang Seng Index in Hongkong verbucht ein Minus von 1,3 Prozent, der Shanghai Composite verliert 0,9 Prozent und der Nikkei-Index in Tokio schloss 0,6 Prozent leichter mit 29.612 Punkten. In New York hatten Technologiewerte zugelegt, der Dow Jones hingegen schloss mit einem kleinen Minus. Der DAX wird in vorbörslichen Prognosen 0,1 Prozent leichter gesehen bei 16.015 Punkten. Einige wichtige Konjunkturdaten stehen heute noch auf der Agenda. Am Nachmittag gibt es Daten vom US-Arbeitsmarkt für Oktober und am Morgen die zur Produktion in Deutschland im September. Der Euro steht bei 1, 15 56 Dollar.

    07.15 Uhr - Kaisa-Aktie in Hongkong vom Handel ausgesetzt

    Das chinesische Bauunternehmen hatte gestern mitgeteilt, dass eine Tochtergesellschaft eine fällige Zahlung für ein Finanzprodukt nicht leisten konnte. Die Aktien mit einem Marktwert von etwa einer Milliarde US-Dollar waren daraufhin an der Börse in Hongkong zeitweise um mehr als 14 Prozent abgestürzt und landeten auf einem Rekordtief. Heute wurde die Aktie der Kaisa Group Holdings und drei seiner Töchter vom Handel ausgesetzt worden an der Börse in Hongkong.

    Dort verliert der Hang Seng Index zur Stunde 1,1 Prozent, der Shanghai Composite büßt ein 0,6 Prozent ein. In Tokio schloss der Nikkei-Index vor wenigen Minuten 0,6 Prozent leichter auf dem Endstand von 29.612 Yen. Der Euro steht bei 1, 15 55

    06.09 Uhr - Corona-Boom bei Peloton wohl endgültig vorbei

    Der Fitnessgeräte-Spezialist hat seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr drastisch zusammengestrichen. Peloton rechnet nun mit Erlösen zwischen 4,4 Milliarden und 4,8 Milliarden Dollar, meldete das Unternehmen nach Börsenschluss. Vor drei Monaten war die Firma noch von 5,4 Milliarden ausgegangen. Die Aktie stürzte nachbörslich zeitweise um rund 28 Prozent ab. Peloton gehörte im Corona-Jahr 2020 zu den großen Erfolgsgeschichten. Während Fitness-Studios geschlossen blieben, kauften sich viele die mehrere tausend Dollar teuren vernetzten Trainings-Bikes. Doch mit der Aufhebung der Corona-Beschränkungen läuft das Geschäft schleppender.

    Freitag, 05. November 2021

    21.15 Uhr Rekorde über Rekorde an den Börsen

    Am Tag nach der Entscheidung der US-Notenbank, ihr Anleihekaufprogramm zu drosseln, sind die Börsianer weltweit zufrieden. Die FED wird allenthalben gelobt. Dazu kommen gute Unternehmensnachrichten, die die Kurse anschieben. Der Chiphersteller Qualcomm profitiert vom Boom von 5G-Handys. Der größte Zulieferer von Handy-Chips will nun verstärkt in die Autobranche expandieren. Die Aktie verteuerte sich um gut 12 Prozent. Mitgezogen werden Konkurrenten wie AMD und Nvidia. Der NASDAQ schloss mit dem neuen Allzeithoch 4678 Punkte. Der Dow Jones, ebenfalls auf Rekordniveau, tendierte etwas leichter bei 36.112. Der DAX stand erstmals zum Handelsende über der Marke 16.000. Er gewann 70 auf 16.030 Punkte. Deutsche Post verteuerten sich nach sehr guten Zahlen um drei Prozent. Die deutsche EZB-Direktorin Isabel Schnabel erwartet keine Zinserhöhung trotz der hohen Inflation in der Eurozone. Der Euro kostete 1,15 60 Dollar.

    18.15 Uhr DAX - Erster Handelsschluss über 16.000 Punkte

    Der DAX hat zum ersten Mal in seiner Geschichte über der Marke von 16.000 Punkte geschlossen. Er legte 70 Punkte auf 16.030 zu. Im Verlauf des Handels hatte er mit 16.065 Punkten ein neues Allzeithoch erreicht. Ausschlaggebend war die US-Notenbank, die gestern Abend - wie erwartet - die Drosselung ihrer monatlichen Wertpapierkäufe beschloss. Die FED hatte über Wochen Wirtschaft und Finanzmärkte verbal darauf vorbereitet, um Turbulenzen zu vermeiden. Das ist gelungen, wie der heutige Tag zeigt. Dazu kamen sehr gute Unternehmensnachrichten zum Beispiel von der Deutschen Post. Nach einem glänzenden Bericht für das dritte Quartal hat der Logistiker seinen operativen Jahresausblick auf die Rekordmarke 7,7 Milliarden Euro angehoben. Die Aktie verteuerte sich um drei Prozent auf 57,45 Euro. Der Euro kostet 1, 15 40 Dollar.

    15.55 Uhr – Ölpreis steigt nach OPEC-Sitzung

    Die Ölförderallianz Opec+ hält entgegen den Wünschen von Verbrauchernationen an ihren vorsichtigen Produktionszielen fest. Die von Saudi-Arabien und Russland dominierte Gruppe entschied in einer Onlinesitzung, ihre schrittweise Erhöhung der täglichen Ölförderung von zusätzlichen 400.000 Barrel wie geplant auch im Dezember fortzusetzen. Während Verbraucherländer auf niedrigere Preise und ein höheres Angebot für die Erholung vom Corona-Schock der Weltwirtschaft drängen, hat die Opec+ die weiteren Risiken der Pandemie für den Energieverbrauch im Blick. Der Preis für die Nordseesorte Brent steigt auf fast 83 Dollar.

    15.22 Uhr – Außenhandelsdefizit der USA auf Rekordhoch

    Das Außenhandelsdefizit der USA legte im September auf fast 81 Milliarden Dollar zu. Das ist etwas weniger als gedacht. Dennoch ist es ein Rekordhoch. Verantwortlich waren vor allem die gefallenen Exporte. Diese gaben um drei Prozent nach. Die Importe stiegen unterdessen um 0,6 Prozent. Die Entwicklung erklärt sich auch mit der fortgeschrittenen Erholung der US-Wirtschaft von der Corona-Pandemie. Dies stützt die Importe.

    Das Handelsdefizit der USA ist chronisch. Die Importe sind anhaltend höher als die Exporte. Die USA finanzieren das Defizit durch Auslandskredite. Die Kapitalmärkte der größten Volkswirtschaft der Welt sind attraktiv, auch weil das Land mit dem Dollar über die Weltleitwährung verfügt. Die größten ausländischen Kreditgeber der USA sind China und Japan. Sie halten die größten Bestände an US-Staatsanleihen.

    14.02 Uhr – Moderna enttäuscht Anleger

    Der US-Biotechkonzern Moderna kommt mit der Produktion seines Covid-19-Impfstoffs nicht hinterher und hat die Umsatzprognose deshalb für dieses Jahr gesenkt. Längere Lieferfristen für internationale Sendungen und Exporte könnten die Auslieferungen auf Anfang 2022 verschieben. Auch wird die Produktion durch die Erweiterung der Abfüllkapazitäten vorübergehend gebremst. Vorbörslich verloren Moderna-Aktien an der Wall Street rund neun Prozent. Moderna hinkt dem größeren US-Konkurrenten Pfizer hinterher, der 2021 deutlich mehr Dosen des gemeinsamen Covid-19-Impfstoffs mit der Mainzer BionTech herstellen will.

    13.11 Uhr – Bank of England läßt Leitzins unverändert

    Für manchen ist es eine Überraschung. Einige hatten mit einer kleinen Zinsanhebung gerechnet. Nun beläßt die Bank of England den Leitzins aber erstmal unverändert niedrig bei 0,1 Prozent. Das bringt das britische Pfund etwas unter Druck. Die Rendite zehnjähriger britischer Anleihen fällt. Auch die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen rutscht ab.

    12.08 Uhr – Sorgen um Chinas Immobilienmarkt

    Die Krise beim finanziell angeschlagenen chinesischen Immobilienentwickler Kaisa spitzt sich zu. Einem Unternehmensinsider zufolge hat der Konzernbereich Kaisa Finance die fällige Zahlung für ein Finanzprodukt nicht stemmen können. Die in Hongkong notierten Aktien mit einem Marktwert von etwa einer Milliarde US-Dollar stürzten zeitweise um mehr als 14 Prozent ab und landeten auf einem Rekordtief. Das Hauptquartier von Kaisa Finance war am Donnerstagmorgen fast leer, mehrere Polizeifahrzeuge waren vor dem Gebäude stationiert. Kaisas größerer Rivale Evergrande, einst Chinas umsatzstärkster Entwickler, leidet unter Schulden in Höhe von mehr als 300 Milliarden Dollar.

    11.32 Uhr - Optimismus bei Vonovia

    Die Geschäfte für Deutschlands größten Wohnungskonzern laufen rund. Dank höherer Mieteinnahmen sowie Wohnungsverkäufen und Dienstleistungen rund um Wohnimmobilien hat der Konzern, zu dem ja nun auch die Deutsche Wohnen gehört, deutlich mehr verdient. In den ersten neun Monaten legte der operative Gewinn im Jahresvergleich um 12,9 Prozent zu auf 1,15 Milliarden Euro zu. Dazu habe die Deutsche Wohnen mit rund 25 Millionen Euro beigetragen, so teilte Vonovia mit. Dank der guten Geschäftsentwicklung hat Vonovia erneut die Prognose für das Gesamtjahr erhöht. Das operative Ergebnis soll jetzt auf bis zu 1,54 Milliarden Euro steigen. Zuvor hatte der Immobilienkonzern rund 1,51 Milliarden Euro angepeilt. Die Deutsche Wohnen sei bei der Prognose noch nicht berücksichtigt, so hieß es.

    Die Vonovia-Aktie legt gut ein Prozent zu. Der DAX steigt um 0,4 Prozent auf 16.029 Punkte. Der Euro steht bei 1,15 46 Dollar.

    10.12 Uhr - Hugo Boss erholt sich vom Corona-Tief

    Der Modehändler hat im dritten Quartal von Wiedereröffnungen im Einzelhandel sowie einer guten Verbraucherstimmung profitiert. Der Konzerngewinn stieg auf 53 Millionen Euro, nach 4 Millionen im Corona-bedingt schwachen Vorjahreszeitraum. Das teilte Hugo Boss am Morgen bei der Vorlage seiner endgültigen Zahlen mit. Der Umsatz wuchs um 42 Prozent auf 755 Millionen Euro. Bereits im Oktober hatte Hugo Boss vorläufige Zahlen veröffentlicht und dabei auch die Jahresprognose erhöht. Für die Anleger kommt der positive Quartalsbericht also nicht überraschend. Die Aktie steigt im MDAX um 0,4 Prozent. Der MDAX selbst gewinnt 0,5 Prozent.

    09.13 Uhr - DAX knackt 16.000er-Marke

    Kurz nach Handelsstart gewinnt er 0,5 Prozent auf 16.038 Punkten. Gefragt ist die Aktie der Deutschen Post. Sie ist um 1,8 Prozent gestiegen und gehört zu den Favoriten im DAX. Die Deutsche Post hat sich nach einem Umsatz- und Gewinnsprung im dritten Quartal erneut höhere Ziele gesetzt und erwartet beim operativen Ergebnis den Rekordwert von 7,7 Milliarden Euro. Das Papier von Siemens Healthineers steigt um 1,7 Prozent. Die Medizintechnik-Tochter von Siemens hat das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen um 40 Prozent auf 3,14 Milliarden Euro gesteigert. Im MDAX ist das Papier der Commerzbank um 6,3 Prozent nach oben geschossen. Die Bank ist im dritten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Euro steht bei 1, 15 52 Dollar.

    07.51 Uhr - Deutsche Post hebt Geschäftsprognose an

    Nach einem Umsatz- und Gewinnsprung im dritten Quartal hat sich die Deutsche Post erneut höhere Ziele gesetzt. Das operative Ergebnis werde in diesem Jahr auf den Rekordwert von 7,7 Milliarden Euro steigen, teilte der Bonner Konzern am Morgen mit. Zuvor hatte die Post einen Wert von mehr als sieben Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Der Logistikriese profitiert vom florierenden Welthandel und dem boomenden Paket- und Expressgeschäft. Für das vergangene Quartal hatte die Post einen operativen Gewinn von 1,7 Milliarden Euro vermeldet und einen Umsatzsprung von 23,5 Prozent auf rund 20 Milliarden Euro.

    07.37 Uhr - Commerzbank kehrt in die Gewinnzone zurück

    Das Geldhaus hat im dritten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Von Juli bis September erwirtschaftete die Commerzbank einen Gewinn von 403 Millionen Euro nach einem Verlust von 60 Millionen Euro vor Jahresfrist. Das teilte die Bank am Morgen mit. Analysten hatten mit einem sehr viel geringeren Plus gerechnet. Noch im zweiten Quartal hatte das Institut aufgrund von Aufwendungen für den Konzernumbau und Abschreibungen für ein gestopptes Outsourcing-Großprojekt rote Zahlen geschrieben. Für das Gesamtjahr rechnet die Bank trotz Umbaukosten mit einem positiven Konzernergebnis.

    07.10 Uhr - Kursgewinne an der Börse in Tokio

    Die Anleger in Japan folgten den guten Vorgaben der US-Märkte. Der Nikkei-Index schloss mit einem Plus von 0,9 Prozent auf dem Endstand von 29.794 Yen. Die Aktie von Toyota war gefragt und stieg um rund 0,7 Prozent. Der japanische Autobauer hatte seine Gewinnprognosen für das Geschäftsjahr nach oben korrigiert. Der Euro steht am Morgen bei rund 1,15 80 Dollar.

    06.49 Uhr - Optimismus bei Toyota

    Der japanische Autoriese hat trotz Produktionskürzungen wegen der Lieferengpässe bei Elektronikchips seine Ertragsprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. So dürfte sich der Nettogewinn zum Bilanzstichtag 31. März 2022 auf um gerechnet 18,9 Milliarden Euro belaufen. Das wäre ein Anstieg zum Vorjahr um 10,9 Prozent. Bislang war Toyota von umgerechnet rund 17,4 Milliarden Reingewinn ausgegangen. In der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres konnte der Konzern, zu dem auch der Kleinwagenspezialist Daihatsu und der Nutzenwagenhersteller Hino Motors gehören, den Nettogewinn um das 2,4-Fache auf umgerechnet 11,4 Milliarden Euro erhöhen. Die Toyota-Aktie verbucht kurz vor Handelsschluss in Tokio ein Plus von 0,8 Prozent.

    06.09 Uhr - Gewinnsprung bei Lenovo

    Der weltgrößte PC-Hersteller Lenovo hat im zweiten Geschäftsquartal seinen Gewinn um 65 Prozent gesteigert auf 512 Millionen Dollar. Grund sei eine Zunahme der Nachfrage im Zeitraum bis Ende September fast auf Rekord-Niveau, teilte der chinesische Konzern mit. Der Umsatz sei um 23 Prozent auf 17,9 Milliarden Dollar gestiegen und lag damit etwas höher als von Experten erwartet. Dennoch kann die Aktie an der Börse in Hongkong nicht punkten. Sie verliert 2,4 Prozent. Insgesamt ist die Stimmung aber freundlich. Der Hang Seng in Hongkong gewinnt 0,3 Prozent, der Shanghai Composite 0,6 Prozent und in Tokio geht es nach dem Feiertag gestern jetzt um 0,7 Prozent nach oben. Der Euro steht bei 1,1588 Dollar.

    Donnerstag, 04. November 2021

    21.15 Uhr Rekorde nach FED-Entscheid

    Die amerikanische Notenbank drosselt ihre Wertpapierkäufe. Noch in diesem Jahr wird es zwei Schritte um jeweils 15 Milliarden Dollar geben. Läuft alles nach Plan, dann läuft das Programm bis Sommer 2022 aus. Die Notenbank verweist aber darauf, dass sie das Abbautempo verlangsamen kann, wenn es die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfordern. Die New Yorker Börsen reagieren positiv. Alle großen Indizes stellen neue Rekorde auf. Der Dow Jones schloss zum vierten Mal in Folge mit einer neuen Bestmarke. Er gewann 99 auf 36 152 Punkte. Der DAX hatte zum Zeitpunkt der FED-Entscheidung den Handel bereits beendet. Er legte da nur 5 auf 15 960 Punkte zu. Nachbörslich verbesserte er sich auf 16 037. Auch ihm fehlen nur noch wenige Zähler zu einem neuen Allzeithoch.

    19.20 Uhr FED drosselt Wertpapierkäufe

    Die amerikanische Notenbank drosselt ihre Wertpapierkäufe. Ab Mitte November reduziert sie die monatlichen Anleihekäufe auf 75 Milliarden Dollar, die von Hypothekenpapieren auf 35 Milliarden. Im Dezember sinken sie dann auf 60 bzw. 30 Milliarden. Das bedeutet: Die Reduktionsschritte sind in etwa so groß wie zunächst erwartet, denn aktuell kauft sie noch Papiere im Wert von insgesamt 120 Milliarden. Die Finanzmärkte reagieren positiv, schließlich bleiben die Geldschleusen weiterhin weit offen. NASDAQ und Standard and Poor’s steigen kurz nach Bekanntgabe auf neue Rekordmarken. Der Dow Jones reduziert seine Verluste auf 0,2 Prozent und einen Gesamtstand von 35 980 Punkten.

    18.15 Uhr BMW überrascht mit Rekordgewinn

    Unternehmensnachrichten bewegten die Kurse. BMW hat zwar weniger umgesetzt, der Halbleitermangel machte sich deutlich bemerkbar, aber deutlich mehr verdient. Im 3. Quartal hat der Münchner Autobauer 2,6 Milliarden Euro Gewinn gemacht – ein neuer Rekordwert. Die Gründe hierfür: Die Sparte E-Autos entwickelt sich fulminant. Gelichzeitig konnte BMW bei seinen Verkäufen höhere Preise durchsetzen. Die Aktie verteuerte sich um 1,5 Prozent. Zalando rutschten dagegen um fast 10 Prozent ab. Der Modehändler wächst weiterhin kräftig, aber der außergewöhnlich hohe Gewinn von vor einem Jahr konnte nicht wiederholt werden. Der DAX schloss kaum verändert bei 15 959. Im MDAX erholten sich Lufthansa um 7 Prozent. Die Fluggesellschaft hat erstmal seit Ausbruch der Corona-Krise wieder einen Gewinn gemacht. Im Sommerquartal konnte der Umsatz sogar verdoppelt werden. Der MDAX schloss 1,1 Prozent höher.

    16.02 Uhr – Muss Volkswagen-Chef Herbert Diess gehen?

    Der Streit um den von Volkswagen-Chef Herbert Diess vorangetriebenen Umbau des Wolfsburger Autokonzerns spitzt sich anscheinend zu. Es soll sich wohl der Vermittlungsausschuss des Aufsichtsrats mit der Zukunft des Konzernchefs befassen. Das "Handelsblatt" berichtet, die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat hätten Diess vergangenen Mittwoch das Vertrauen entzogen. Der Konflikt war eskaliert, weil Diess wegen einer US-Reise zunächst nicht an einer für morgen angesetzten Belegschaftsversammlung teilnehmen wollte. Betriebsratschefin Daniela Cavallo warf ihm vor, sich lieber mit Investoren in den USA zu treffen, statt sich Fragen der Belegschaft in Wolfsburg zu stellen. Sie hielt dem ehemaligen BMW-Manager fehlende Empathie vor. Sein Verhalten sei beispiellos in der Geschichte des Wolfsburger Konzerns. Diess hat daraufhin seine Reise verschoben, aber es scheint weiter zu rumoren. Volkswagen Aktien verlieren vier Prozent. Sie stehen damit deutlich schwächer als BMW und Daimler Papiere da. Der DAX notiert mit einem kleinen Minus bei 15.930 Punkten.

    13.55 Uhr – Klima- und Umweltschutz in der Finanzbranche

    Themen wie Klima- und Umweltschutz gewinnen in der Finanzbranche immer mehr an Bedeutung. Was genau „nachhaltig“ ist, ist aber nicht einheitlich definiert. An weltweit gültigen Kriterien zum Beispiel für „grüne Geldanlagen“ mangelt es. Deshalb soll das International Sustainability Standard Board (ISSB) unter dem Dach der IFRS-Stiftung internationale Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen erarbeiten. Frankfurt wird dabei Hauptstandort für ein geplantes internationales Gremium zur Setzung von weltweiten Standards für klimabezogene Finanzberichterstattung. Das hat die Stiftung International Financial Reporting Standards (IFRS) zum Klimagipfel in Glasgow mitgeteilt. In Frankfurt wird demnach die Führung des Gremiums angesiedelt, mit weiteren Standorten im kanadischen Montreal, in San Francisco, London und Asien. Das neue Gremium soll Anfang nächsten Jahres die Arbeit aufnehmen.

    13.02 Uhr – Fusionsspekulationen um DAX-Konzern Qiagen

    Das Diagnostikunternehmen Qiagen wurde 1984 in Düsseldorf gegründet und ist seit 1997 an der Frankfurter Börse gelistet. Seit der DAX-Vergrößerung auf 40 Mitglieder diesen September ist Qiagen im Leitindex zu finden. Angeblich prüft die Firma nun einen Zusammenschluss mit dem französischen Rivalen Biomerieux, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Dem Bericht zufolge befinden sich die Beratungen noch in einem frühen Stadium und es gebe keine Gewissheit, dass es zu einem Deal komme. Qiagen könnte auch das Interesse anderer Bieter wecken. Ein Sprecher von Qiagen wollte sich zu dem Bericht nicht äußern, für den Abend werden Quartalsergebnisse erwartet. Interessant: Thierry Bernard, der seit März 2020 Vorstandschef von Qiagen ist, arbeitete vor seiner Zeit bei dem Unternehmen 15 Jahre für Biomerieux. Die Fusionsspekulationen beflügeln die Qiagen Papiere um fast 2,5 Prozent.

    12.09 Uhr – Großküchenausstatter Rational aus Landsberg am Lech besorgt

    Immer mehr Restaurants und Kantinen gehen nach den Lockdowns zurück in den Betrieb. Das spürt der bayerische Großküchenausstatter Rational. Die Auftragslage ist so gut wie nie. Allerdings machen auch hier Rohstoffknappheit und Lieferengpässe zu schaffen. Bisher sieht sich Rational gut gewappnet und bestätigt sein günstigstes Szenario von einem Umsatzplus von 15 bis 20 Prozent. Doch falls sich die Schwierigkeiten mit Rohstoffknappheit und Lieferengpässe weiter verschärfen, könnte das negative Auswirkungen auf Umsatz und Gewinn haben, warnt die Firma. Rational ist an der Börse im MDax bei den mittelgroßen Unternehmen zu finden. Die Anteilsscheine verbilligen sich um fast ein Prozent. Hingegen legt der MDax 0,5 Prozent zu.

    11.10 Uhr - Teamviewer gerade noch mit schwarzen Zahlen

    Der Softwarespezialist Teamviewer, der Programme z.B. für die Fernwartung von Computern anbietet, gehört zu den Profiteuren der Corona-Pandemie. Doch hohe Ausgaben und gesenkte Prognosen haben den Aktienkurs zuletzt einbrechen lassen - seit Jahresbeginn rund 70 Prozent. Heute haben die Göppinger ausführliche Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Und Teamviewer hat es nach einem schwachen operativen Geschäft gerade noch in die schwarzen Zahlen geschafft. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 3,7 Millionen Euro nach knapp 32 Millionen Euro vor einem Jahr, teilte das MDAX-Unternehmen mit. Die im Oktober nach unten korrigierte Prognose hat Teamviewer bestätigt. Die Aktie gewinnt im MDAX rund 12 Prozent.

    Der MDAX hat sich um 0,7 Prozent verbessert, der DAX notiert fast unverändert mit 15.950 Punkten.

    10.37 Uhr - Windkraft-Aktien nach Vestas-Zahlen unter Druck

    Lieferprobleme und höhere Kosten haben den weltgrößten Windturbinenbauer Vestas belastet. Der dänische Konzern hat daher sein Renditeziel für dieses Jahr revidiert auf rund vier Prozent von zuvor fünf bis sieben Prozent. Das Umsatzziel von 15,5 bis 16,5 Milliarden Euro behielt Vestas bei. Im dritten Quartal verbuchten die Dänen ein Umsatzplus von 16 Prozent auf rund 5,54 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis hingegen sank um 21 Prozent auf 325 Millionen Euro. Die Aktie von Vestas ist an der Börse in Kopenhagen um fast 10 Prozent eingebrochen und hat hierzulande das Papier des Rivalen Siemens Energy belastet. Das verliert 2,8 Prozent und gehört zu den größten DAX-Verlierern. Im TecDAX büßt das Papier von Nordex 4,7 Prozent ein.

    09.08 Uhr - Zahlenflut aus den Unternehmen - DAX startet leicht im Minus

    Die Quartalsberichtssaison läuft auf vollen Touren. Von einer ganzen Reihe großer deutscher Unternehmen gab es heute aktuelle Zahlen zum Geschäftsverlauf. Mit denen des DAX-Neulings Zalando sind die Anleger nicht zufrieden. Das Papier des Modehändlers büßt rund drei Prozent ein und gehört zu den großen Verlierern im DAX. Der bayerische Autobauer BMW hat im Sommerquartal Gewinn und Umsatz deutlich gesteigert. Die Aktie gewinnt nur leicht, 0,4 Prozent. Im MDAX ist das Papier der Lufthansa um 4,3 Prozent gestiegen. Die Airline ist dritten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt.

    Der DAX verliert kurz nach Handelsstart 0,1 Prozent auf 15.941 Punkte. Der MDAX gewinnt 0,4 Prozent. Der Euro steht bei 1, 15 84 Dollar.

    08.01 Uhr - Gewinneinbruch bei Zalando

    Das bereinigte Betriebsergebnis des Modehändlers ist im dritten Quartal auf 9,8 Millionen Euro abgesackt, teilte das Berliner Unternehmen mit. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn noch bei rund 118 Millionen Euro gelegen. Das war dem Online-Boom in der Corona-Krise geschuldet. Zalando sprach jetzt von einer Normalisierung. Der Umsatz kletterte um 23,4 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Die Zahl der aktiven Kunden stieg um rund 30 Prozent. Zalando war im zweiten und dritten Quartal in sechs neue Märkte eingestiegen und ist damit inzwischen in 23 Ländern aktiv. Den Ausblick für das Gesamtjahr hat der Modehändler bestätigt.

    07.48 Uhr - Gewinn- und Umsatzsprung bei BMW

    Trotz der weltweiten Halbleiterkrise hat der bayerische Autobauer im Sommerquartal Erlös und Ergebnis deutlich gesteigert. Der Umsatz kletterte verglichen mit dem Vorjahr um 4,5 Prozent auf 27,5 Milliarden Euro und damit stärker als von Analysten erwartet. Auch mit dem Betriebsgewinn haben die Münchner die Marktexperten überrascht. Das operative Ergebnis verbesserte sich um knapp 50 Prozent auf 2,88 Milliarden Euro. Zugute kamen dem Autobauer die höheren Preise für Neu- und Gebrauchtwagen, die unter anderem auf das wegen des Chipmangels knappere Fahrzeugangebot zurückzuführen sei, so BMW.

    07.38 Uhr - Lufthansa kehrt in die Gewinn-Zone zurück

    Dank der Erholung bei Passagierflügen und dem Boom in der Luftfracht hat die größte deutsche Airline erstmals in der Corona-Krise wieder einen operativen Gewinn erzielt. Das bereinigte Betriebsergebnis stieg im dritten Quartal auf 17 Millionen Euro nach 1,2 Milliarden Euro Verlust im Vorjahreszeitraum, teilte die Lufthansa am Morgen mit. Das Unternehmen übertraf damit die Erwartung von Analysten.

    07.12 Uhr - Verluste an den Asien-Börsen

    Im Vorfeld der Zins-Sitzung der US-Notenbank gehen die Anleger in Asien wohl auf Nummer sicher und nehmen ein paar Gewinne mit. In Shanghai geht es um 0,6 Prozent nach unten, in Hong Kong um ein Prozent und in Seoul um 1,3 Prozent. Die Börse in Tokio ist heute wegen eines Feiertags geschlossen. In den USA dürfte die Fed heute den schrittweisen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik verkünden. Angesichts hoher Inflation und solidem Wirtschaftswachstum erwarten Experten, dass die US-Notenbank am Abend eine Drosselung ihrer milliardenschweren Wertpapierkäufe beschließen wird. Am US-Leitzins dürfte sich zunächst nichts ändern.

    06.48 Uhr - T-Mobile US erhöht erneut Prognose

    Zum dritten Mal in diesem Jahr hat die amerikanische Tochter der Deutschen Telekom ihre Schätzungen angehoben. Sie rechnet nun im Gesamtjahr mit einem bereinigten Betriebsgewinn von zwischen 23,4 und 23,5 Milliarden Dollar. Das Unternehmen profitiert von der Übernahme des kleineren Konkurrenten Sprint und der hohen 5G-Nachfrage. Im dritten Quartal hat T-Mobile 673.000 Vertragskunden hinzugewonnen. Inzwischen kommt das Unternehmen insgesamt auf 106,9 Millionen Kunden. Der Umsatz kletterte von Juli bis September um zwei Prozent auf 19,6 Milliarden Dollar. Die Zahlen kamen gestern nach US-Börsenschluss. Die T-Mobile-Aktie legte nachbörslich zu.

    06.13 Uhr - Anleger warten auf US-Notenbank

    Angesichts hoher Inflation und solidem Wirtschaftswachstum steht in den USA der Beginn des schrittweisen Ausstiegs aus der ultralockeren Geldpolitik bevor. Experten erwarten, dass die US-Notenbank heute Abend eine Drosselung ihrer milliardenschweren Wertpapierkäufe ankündigen wird. Am Leitzins, der in der extrem niedrigen Spanne von 0,0 bis 0,25 Prozent liegt, dürfte sich hingegen zunächst nichts ändern.

    An den Börsen gilt das bereits in den Kursen eingepreist. In New York ging es gestern weiter leicht bergauf. Der Dow Jones stieg um 0,4, der Nasdaq um 0,3 Prozent. In Tokio ist heute Feiertag. Der Shanghai-Composite verliert 0,4 Prozent. Der Euro steht bei 1,1583 Dollar.

    Mittwoch, 03. November 2021

    21.15 Uhr Dow Jones und Co. mit neuen Rekorden

    Die New Yorker Börsen schlossen mit neuen Rekorden. Der Dow Jones stellte mit 36 058 Punkten die dritte Bestmarke in Folge auf. Standard and Poor‘s und NASDAQ erzielten sogar jeweils den vierten Rekord in Folge. Hilfreich ist, dass die bisherige Berichtssaison für das dritte Quartal unter dem Strich gute Zahlen bringt und auch für den einen oder anderen Kursausreißer sorgt. Der Autoverleiher Avis hat seinen Quartalsumsatz auf die Rekordmarke drei Milliarden Dollar gesteigert. Am Handelsende hat die Aktie gut 100 Prozent auf 358 Dollar zulegen können. Phasenweise war der der Kurs auf 545 Dollar geschossen. Viele Anleger erinnert das an die Kurskapriolen von Gamestopp vor wenigen Monaten. Dem DAX fehlen nur noch wenige Punkte zu einem neuen Rekord. Er schloss 148 höher bei 15 954. Der Euro kostete 1, 15 80 Dollar.

    18.20 Uhr Rekorde an fast allen Börsen

    Rekorde über Rekorde gibt es zum Novemberauftakt an den internationalen Börsen. Dem DAX fehlen keine 80 Punkte mehr zu einer neuen Bestmarke. Er schloss heute 148 Punkte höher bei 15.954 Zählern. Herausragend war die Aktie des Kochboxenherstellers Hellofresh, die gleich um 17 Prozent in die Höhe schoss. Grund: Das Unternehmen hat mit sehr guten Umsatz- und Gewinnzahlen überzeugt. Den letzten Rekord hatte der DAX-Neuling im vergangenen Jahr aufgestellt. Dank der Corona-Pandemie blieben viele Menschen zuhause, die sich ihr Essen über Hellofresh bestellten. Danach gab es eine gewisse Ernüchterung, weil man nicht wusste, wie es weitergeht, wenn sich die Krise beruhigt. Die Frage ist beantwortet: Offenbar gut. In New York stellen gleich alle drei großen Indizes neue Rekorde auf. Der Dow Jones legt 150 auf 36.065 Punkte zu. Der Euro kostet 1,1580 Dollar.

    15.57 Uhr – Aktien von Autovermietern gefragt

    Ermutigende Geschäftszahlen bescheren Avis den größten Kurssprung der Firmengeschichte. Das Unternehmen verdoppelte seinen Quartalsumsatz den Angaben zufolge auf einen Rekordwert von drei Milliarden Dollar. Der Gewinn war mit 10,74 Dollar je Aktie fast doppelt so hoch wie von Analysten erwartet. Die Aktie von Avis springt um rund 150 Prozent nach oben. Die Papiere des bayerischen Autovermieters Sixt verteuern sich um etwa 6,5 Prozent.

    15.04 Uhr – Beim italienischen Sportwagenbauer Ferrari läuft es

    Bei Ferrari klingeln dank der reißenden Nachfrage nach seinen Luxussportwagen in Asien und den USA die Kassen. Weltweit rollten im Zeitraum Juli bis September 2.750 Fahrzeuge der Nobelmarke mit dem aufbäumenden Pferd zu den Kunden, 19 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Von der Chipkrise, die großen Autobauern weltweit zu schaffen macht, ist bei Ferrari keine Rede. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern und Abschreibungen kletterte im dritten Quartal um zwölf Prozent nach oben auf 371 Millionen Euro. Zugleich schraubte Ferrari die Gewinnprognose etwas höher. Die Aktie notiert kaum verändert bei rund 210 Euro je Aktie.

    13.02 Uhr – Biontech-Partner Pfizer mit Geschäftszahlen

    Beim US-Pharmakonzern Pfizer und seinem Partner Biontech schießen die Umsätze mit dem Covid-19-Impfstoff durch die Decke. Für dieses Jahr erwartet Pfizer nun Umsätze mit dem Vakzin von 36 Milliarden Dollar, 7,5 Prozent mehr als bislang. Diese Schätzung basiert auf rund 2,3 Milliarden Impfdosen, die 2021 ausgeliefert werden sollen. Insgesamt wollen Pfizer und Biontech in diesem Jahr weiterhin drei Milliarden Impfdosen herstellen. Das Mainzer Biotechunternehmen Biontech will am 9. November seine Quartalsbilanz veröffentlichen und wird dann voraussichtlich ebenfalls seine Prognose anheben.

    10.52 Uhr - Erholung der deutschen Industrie verliert an Fahrt

    Laut einer Umfrage unter Unternehmen des Instituts IHS Markit sind Lieferengpässe auch zu Beginn des vierten Quartals das größte Problem für die deutschen Hersteller. Vor allem die geringe Verfügbarkeit vieler Rohmaterialien habe sowohl Produktion als auch Aufträge beeinträchtigt, so die IHS-Markit-Experten. Der auf Basis der Unternehmensumfrage ermittelte Einkaufsmanagerindex für den deutschen Schlüsselsektor Industrie sank im Oktober um 0,6 Punkte auf 57,8 Punkte im Vergleich zum Vormonat. Der Index für die Industrie der Euro-Zone sank um 0,3 auf 58,3 Zähler.

    09.12 Uhr - HelloFresh-Aktie hebt ab zu Handelsstart

    Der Kochbox-Versender gehört zu den Gewinnern in der Corona-Pandemie. Und er bleibt weiter optimistisch. Er hat seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben und erwartet jetzt währungsbereinigt ein Plus zwischen 57 und 62 statt wie bisher geschätzt 45 bis 55 Prozent. Damit würde HelloFresh die Erlöse im besten Fall auf mehr als sechs Milliarden Euro steigern. Im dritten Quartal kletterte der Umsatz währungsbereinigt um 45 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro. Die Aktie ist kurz Handelsstart um 13 Prozent nach oben geschnellt und mit Abstand größter Gewinner im DAX. Der verbucht nur ein kleines Plus von 0,3 Prozent auf 15.845 Punkten. Gefragt sind auch die Aktien von Fresenius mit plus 4,6 Prozent und FMC mit plus 1,8 Prozent. Der Euro steht bei 1,16 Dollar.

    08.07 Uhr - Optimismus bei Fresenius

    Der Klinik- und Medizinkonzern hat am Morgen erneut seine Wachstumsziele angehoben. Im laufenden Jahr soll der Umsatz nun im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen statt wie bisher angepeilt im niedrigen bis mittleren Bereich. Das bereinigte Konzernergebnis wird am oberen Rand der Prognosespanne im niedrigen einstelligen Bereich erwartet. Im dritten Quartal hat Fresenius den Umsatz um rund 5 Prozent gesteigert auf gut 9,3 Milliarden Euro. Das bereinigte Konzernergebnis stieg um 2 Prozent auf 435 Millionen Euro. Auch die Dialysetochter Fresenius Medical Care konnte im dritten Quartal beim Umsatz leicht zulegen, musste aber erneut deutliche Ergebniseinbußen hinnehmen. FMC kündigte am Morgen ein Umbauprogramm an, das Kosten reduzieren und weltweit rund 5000 Stellen kosten soll.

    Die Aktien von Fresenius und FMC sind vorbörslich gefragt mit Aufschlägen zwischen zwei und drei Prozent. Der DAX wird etwas leichter gesehen knapp unter 17.600 Punkten. Der Euro steht bei 1,16 08 Dollar.

    07.14 Uhr - Tokioter Börse schließt mit kleinen Kursverlusten

    Nach der Kursrallye gestern haben die Anleger in Japan heute ein paar Gewinne mitgenommen. Der Nikkei-Index schloss mit einem Minus von 0,4 Prozent auf dem Endstand von 29.521 Yen. Die Börse in Shanghai ist nach einem freundlichen Start jetzt deutlich in die Verlustzone gerutscht. Der Shanghai-Composite verliert 1,7 Prozent. Der Euro notiert mit gut 1, 16 Dollar.

    07.02 Uhr - Fresenius Medical Care will effizienter werden

    Der Dialysekonzern will sein Betriebsmodell vereinfachen und so deutlich Kosten sparen. Angepeilt werde eine Senkung der jährlichen Kostenbasis um 500 Millionen Euro bis 2025, teilte das Unternehmen am Morgen mit. Allerdings würden dafür auch Einmalinvestitionen von rund 450 bis 500 Millionen Euro fällig. Nettoeinsparungen würden erstmals für das Jahr 2023 erwartet. Künftig will sich die Dialysetochter des Gesundheitskonzern Fresenius auf nur noch zwei weltweite Segmente ausrichten. In einem werde das Produktgeschäft gebündelt, das andere umfasse das Geschäft mit Gesundheitsdienstleistungen. FMC verspricht sich davon mehr Kosteneffizienz und zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten. Im Rahmen der Neuausrichtung würden weltweit wohl rund 5.000 Arbeitsplätze wegfallen.

    06.50 Uhr - Hertz-Auftrag mit Tesla noch nicht unterschrieben

    Der Großauftrag des Autovermieters mit dem E-Autohersteller ist offenbar nicht in trockenen Tüchern. Noch sei kein Vertrag mit Hertz unterzeichnet worden, schrieb Tesla-Chef Elon Musk in der Nacht auf Twitter. Der Autovermieter hatte Ende Oktober erklärt, man habe bei Tesla 100.000 E-Autos bestellt. Die Aktie des E-Autobauers hatte daraufhin deutlich zugelegt und erstmals die Marke von 1000 Dollar überschritten. Gestern war sie in New York um 8,5 Prozent nach oben geschossen auf über 1.200 Dollar, allerdings vor der Twitter-Meldung von Elon Musk.

    06.19 Uhr - Apple priorisiert iPhone 13-Produktion

    Angesichts des weltweiten Chip-Mangels hat Apple einem Medienbericht zufolge seine Produktion von iPads zurückgefahren. Stattdessen verbaue der US-Konzern die Komponenten in seinen iPhones. In den vergangenen zwei Monaten seien halb so viele iPads hergestellt worden wie ursprünglich geplant, so berichtet die Zeitung Nikkei und beruft sich auf Insider. Apple gebe dem iPhone 13 Priorität, weil der Konzern von einer stärkeren Nachfrage nach dem Smartphone als dem iPad ausgehe. Eine Stellungnahme von Apple liegt bislang nicht vor. Die Apple-Aktie hatte gestern an der Wall Street 0,6 Prozent an Wert verloren gegen den freundlichen Gesamttrend in New York.

    Dienstag, 02. November 2021

    21.15 Uhr Rekorde in New York

    Die New Yorker Börsen erwischten einen guten Start in die neue Woche und gleichzeitig in den vorletzten Handelsmonat des Jahres. Der Oktober bescherte bereits neue Rekordhöhen – und die können Anfang November verteidigt werden. Alle drei großen US-Indizes schlossen mit neuen Allzeithochs. Der Dow Jones legte 81 Punkte auf 35 900 zu. Hilfreich war, dass am Wochenende die USA und die EU ihren Zollstreit bei Alu und Stahl weitestgehend beilegen konnten. Deutsche Stahlwerte wie ThyssenKrupp und Salzgitter profitierten davon. In New York haussierte die Motorrad-Kultmarke Harley Davidson mit plus 9 Prozent. Tesla kletterten mit plus 8 Prozent auf das nächste Rekordhoch. Der DAX ist ebenfalls auf dem Weg zu neuen Bestmarken. Er schloss 117 Punkte höher bei 15 807. Der Euro kostete 1, 16 Dollar.

    18.30 Uhr DAX auf Rekordkurs

    Die deutschen Börsen erwischten einen guten Start in den vorletzten Handelsmonat des Jahres. Der DAX schloss 118 Punkte höher bei 15 806. Zu einem neuen Rekord fehlen ihm nur rund 200 Punkte. Die Aktie von Fresenius verteuerte sich um 1,6 Prozent auf 39, 90 Euro. Fresenius ist mit 90 Häusern Deutschlands größter privater Klinikbetreiber. Da wegen Corona viele Operationen verschoben werden mussten, hat der Konzern im vergangenen Jahr Umsatz- und Gewinnverluste hinnehmen müssen. Doch jetzt gibt es wieder mehr Behandlungen in Fresenius-Kliniken. Morgen veröffentlicht die Dialyse-Tochter FMC ihre Zahlen. Die Aktie verteuerte sich sogar um 2,5 Prozent.

    16.12 Uhr – Licht und Schatten bei Corona-Impfstoffherstellern

    Die vorläufige Zulassung des Coronavirus-Impfstoffs von Novavax in Indonesien beschert der Pharmafirma einen Kurssprung. Die Aktien steigen um neun Prozent. Indonesien ist das erste Land, dass dieses Serum freigibt.

    Hingegen fallen Aktien von Moderna um fünf Prozent, nachdem der Konzern nun länger als erhofft auf eine mögliche Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Jugendliche in den USA warten muss. Der entsprechende Prüfprozess für die Altersgruppe zwölf bis siebzehn Jahre dürfte nicht vor Januar abgeschlossen werden.

    14.52 Uhr – Coca-Cola übernimmt Sportgetränkehersteller komplett

    Für den Restanteil an BodyArmor-Aktien habe Coca-Cola 5,6 Milliarden Dollar bezahlt, teilte der Konzern mit. BodyArmor produziert isotonische Getränke ohne Kohlensäure. Die Firma wird durch den Deal mit etwa 6,6 Milliarden Dollar bewertet und soll als separates Geschäft innerhalb der nordamerikanischen Betriebseinheit geführt werden. Die Transaktion stellt einen Strategiewechsel für Coca-Cola dar: Der Limonadenhersteller hatte während der Corona-Pandemie einige Marken veräußert oder eingestellt, um sich auf seine Kerngetränke zu konzentrieren. Nun will Coca-Cola das Sportgetränkeportfolio aufstocken, um mit Marktführer Gatorade des Rivalen PepsiCo zu konkurrieren.

    13.38 Uhr – Öl und andere Rohstoffe weiter auf hohem Niveau

    Eine anhaltend hohe Nachfrage verteuert amerikanische Baumwolle nochmal. Der Terminkontrakt steigt um rund 3,5 Prozent und notiert auf dem höchsten Stand seit rund zehn Jahren. Damit summiert sich das Plus der vergangenen Wochen auf mehr als 30 Prozent.

    Aus Furcht vor einem Angebotsengpass decken sich weitere Investoren mit Weizen ein. Der europäische Weizen-Future steigt um 1,5 Prozent und ist so teuer wie zuletzt vor knapp 13 Jahren. Genährt werden die Spekulationen von einer enttäuschenden Ernte und den Ausfuhrzöllen des wichtigen Exporteurs Russland.

    Der Ölpreis für die Nordseesorte Brent liegt bei gut 84 Dollar.

    12.32 Uhr – Aktien von Banken gefragt

    Spekulationen auf steigende Zinsen geben den europäischen Finanzwerten Auftrieb. Investoren rechnen mehrheitlich mit einer Zinserhöhung durch die Bank von England bereits am Donnerstag. Außerdem erwarten Experten für die Zinssitzung der US-Notenbank Fed am Mittwoch einen Beschluss, die Dosis der Krisenhilfen im Volumen von derzeit monatlich 120 Milliarden Dollar Zug um Zug zu verringern. Bei steigenden Zinsen winken Banken höhere Gewinne aus dem klassischen Kreditgeschäft. Aktien der Commerzbank oder der Deutschen Bank steigen um durchschnittlich zwei Prozent.

    10.22 Uhr - Einigung im Zollstreit hilft Stahlaktien

    Die Beilegung des jahrelangen Konflikts zwischen der EU und den USA um US-Sonderzölle am Wochenende hat die Anleger zum Einstieg bei Stahlwerten ermuntert. Die Grundsatz-Einigung sieht vor, dass die EU-Staaten künftig bestimmte Mengen an Stahl und Aluminium zollfrei in die USA exportieren dürfen. Nach Angaben aus Verhandlungskreisen handele es sich aber um nicht mehr als 4,4 Millionen Tonnen Stahl. Die EU hebt dafür die 2018 erhobenen Vergeltungs-Zölle auf US-Produkte wie Bourbon-Whiskey, Harley-Davidson-Motorräder und Jeans auf. Den Aktien von ThyssenKrupp hat das ein Plus von 3,2 Prozent beschert, Salzgitter-Aktien haben sich um drei Prozent verbessert.

    09.08 Uhr - Freundlicher Wochenauftakt bei DAX und Co

    Nach guten Vorgaben aus Tokio und New York ist der DAX soeben mit einem Plus in die neue Börsenwoche gestartet. Rund 10 Minuten nach Handelsbeginn gewinnt er 0,6 Prozent auf 15.773 Punkte. Das Papier des bayerischen Triebwerksbauers MTU ist größter DAX-Gewinner mit plus 2,8 Prozent. Die Analysten der HSBC haben die Papiere auf „Kaufen“ von zuvor „Halten“ hochgestuft. Die Einigung zwischen der EU und den USA im Streit um Stahl- und Aluminiumimporte hat die Anleger zum Einstieg bei Stahl-Werten ermuntert. Die Aktien von Thyssenkrupp legen im MDAX 3,2 Prozent zu, die von Salzgitter im SDAX sind um 3,6 Prozent gestiegen. Der MDAX gewinnt 0,7 Prozent.

    Der Euro steht bei 1, 15 68 Dollar.

    08.48 Uhr - Umsatzrückgang im deutschen Einzelhandel

    Im September haben die Einzelhändler hierlande weniger umgesetzt. Die Erlöse fielen nominal um 2,3 Prozent zum Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt am Morgen mit. Kalender- und saisonbereinigt also real betrug das Minus 2,5 Prozent. Damit wurden die Analystenerwartungen deutlich verfehlt. Ökonomen hatten mit gut einem halben Prozent Umsatzplus gerechnet. Schwach zeigte sich vor allem der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren mit einem Minus von 9,6 Prozent. Auch der Internet- und Versandhandel meldete einen Rückgang von zwei Prozent.

    07.41 Uhr - Ryanair mit erstem Quartalsgewinn seit Beginn der Corona-Krise

    Die irische Billigfluggesellschaft hat im zweiten Quartal, das bis Ende September lief, einen Gewinn von 225 Millionen Euro eingeflogen. Im ersten Quartal hatte Ryanair noch einen Verlust von 273 Millionen Euro gemacht. Insgesamt also steht für die ersten sechs Monate ein Verlust von 48 Millionen Euro zu Buche und auch wenn die Buchungen für die Herbst- und Weihnachtsferien wieder angezogen hätten, rechnet die Airline für das Gesamtjahr mit einem Minus von 100 bis 200 Millionen Euro. Grund sei vor allem, dass man Tickets mit Rabatt anbieten müsse, um die Flugzeuge zu füllen, so Ryanair.

    07.04 Uhr - Japanische Aktien legen nach Parlamentswahl zu

    Der Nikkei-Index in Tokio ist um 2,6 Prozent gestiegen und schloss auf dem Endstand von 29.647 Yen. Rückenwind kam von der Aussicht auf eine stabile Regierung in Japan. Bei der Parlamentswahl am Wochenende hat die Regierungspartei LDP von Premierminister Kishida ihre Mehrheit gehalten. Die Anleger hoffen auf weitere fiskalische Anreize.

    An der Börse in Shanghai steht ein kleines Plus von 0,2 Prozent zu Buche, der Hang Seng Index in Hongkong verliert rund ein Prozent. Der Euro steht bei 1, 15 60 Dollar.

    06.08 Uhr - Chinas Industrie erholt sich im Oktober

    Die Industrietätigkeit in der Volksrepublik ist im Oktober so schnell gewachsen wie seit vier Monaten nicht mehr. Das war vor allem einer stärkeren Nachfrage geschuldet. Allerdings belasteten Energieengpässe und steigende Kosten die Produktion. Das zeigt der Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe, der auf einer Unternehmens-Umfrage beruht und heute veröffentlicht wurde. Der Index stieg im Oktober stärker als erwartet auf 50,6 Punkte und liegt über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

    Montag, 01. November 2021

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