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Corona-Ticker Schwaben: Zwei weitere Todesfälle | BR24

© dpa-Bildfunk/Karl-Josef Hildenbrand

Der Bezirk Schwaben weist derzeit die höchste Sieben-Tage-Inzidenz Bayerns auf.

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Corona-Ticker Schwaben: Zwei weitere Todesfälle

Das Landesamt für Gesundheit meldet zwei Todesfälle in Schwaben. Einem Jugendlichen drohen nach einem Quarantäne-Verstoß unangenehme Folgen. In der Nacht zum Sonntag löste die Polizei mehrere Partys auf. Die Corona-Entwicklung in Schwaben im Ticker.

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Die wichtigsten Corona-News des Tages aus Schwaben

Corona-Neuinfektionen in Schwaben pro Tag

Entwicklung der Corona-Kurve in Schwaben

16.47 Uhr: Zwei Corona-Tote in Schwaben – Inzidenzwert bei 191,48

Die 7-Tage-Inzidenz in Schwaben liegt nach Angaben des Landesamts für Gesundheit (LGL) bei 191,48. Das Landesamt meldet zwei neue Todesfälle, einen im Landkreis Dillingen, sowie einen im Landkreis Günzburg.

Die höchste 7-Tage-Inzidenz in Schwaben weist Kaufbeuren mit 310,82 auf. Für die Stadt Augsburg liegt der Wert bei 263, im Landkreis Augsburg bei 208,70. Auch der Landkreis Neu-Ulm liegt mit 230,59 deutlich über dem Durchschnitt im Regierungsbezirk Schwaben.

16.36 Uhr: Polizei löst wegen Corona-Maßnahmen mehrere Partys in Schwaben auf

Die Polizei in Schwaben hat in der Nacht zum Sonntag mehrere Feiern und Versammlungen wegen Verstößen gegen Infektionsschutzregelungen aufgelöst.

Unter anderem gab es laut einer Mitteilung der Polizei eine Party in einem Hotel in Kaufbeuren. Mehrere Personen flüchteten beim Eintreffen der Polizei. Beamte stellten letztlich die Personalien von 14 Feiernden fest und ermitteln jetzt auch wegen Rauschgiftdelikten. In Kissing im Landkreis Aichach-Friedberg löste die Polizei am späten Abend eine Party mit zwölf 17- bis 18-Jährigen auf. Gegen 1.40 Uhr beklagten sich in Neu-Ulm Bewohner eines Mehrfamilienhauses über eine Ruhestörung aus einer Nachbarwohnung. Die Polizei beendete daraufhin eine kleine Feier mit fünf Personen aus mehreren Haushalten. In Bonstetten im Landkreis Augsburg kontrollierte die Polizei nach einer Anzeige mehrere Jugendliche, die sich ohne Masken und ohne Abstand im Ortskern getroffen hatten.

In allen Fällen folgten Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz.

15.55 Uhr: Alkohol und Beleidigungen statt Quarantäne – Polizei meldet 16-Jährigen bei Führerscheinstelle

Türkheim (Lkr. Unterallgäu) – Mehrere Anzeigen sowie Meldungen beim Jugendamt und bei der Führerscheinstelle sind die Folgen eines Verstoßes eines 16 Jahre alten Jugendlichen gegen seine Corona-Quarantäne.

Beamte nahmen den 16-Jährigen und einen 15 Jahre alten Begleiter in Gewahrsam und brachten die Jugendlichen nach Hause, nachdem beide laut Mitteilung der Polizei alkoholisiert einen 43 Jahre alten Mann beleidigt und bedroht hatten. Auch Polizeibeamte sollen die beiden massiv beleidigt haben.

Masken trugen die Jugendlichen in der Nacht zum Sonntag nach Angaben der Polizei nicht. Dass sich der ältere der beiden zu Hause in Quarantäne befinden hätte müssen, erfuhren die Beamten erst bei der Übergabe an die Eltern. Unklar ist noch, ob der Kontakt mit dem unter Quarantäne stehenden Jugendlichen Auswirkungen auf die Polizisten hat.

Beide Jugendliche waren laut einer Mitteilung der Polizei vom Sonntag (22.11.20) bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten, weshalb auch Jugendamt und Führerscheinstelle über die Vorfälle informiert werden.

Sonntag, 22.11.2020

16.50 Uhr: Querdenker"-Demo in Kempten ohne größere Verstöße

1.200 Teilnehmende, aber keine größeren Verstöße: So lautet die Bilanz der sogenannten „Querdenker“-Demo in Kempten am Samstag. Wie die Polizei mitteilte, nahmen an der Versammlung im Illerstadion 1.200 Menschen teil. Mit einem Großaufgebot beobachtete die Polizei die Veranstaltung. Ein Teil der Demonstrierenden habe sich demnach auch nach Aufforderung nicht an die gelten Maskenpflicht gehalten. Aufgelöst wurde die Versammlung nicht. Zur gleichen Zeit demonstrierten rund 200 Gegendemonstrant*innen. Sie hielten die Infektionsschutzvorgaben ein.

© Rundschau

Rund 1.200 Teilnehmer haben sich laut Polizei in Kempten zu einer Kundgebung versammelt, um gegen die Corona-Beschränkungen zu protestieren. Rund 200 Gegendemonstranten standen ihnen gegenüber. Zusammenstöße wurden nicht gemeldet.

14.30 Uhr: Querdenker-Demo in Kempten größtenteils ohne Masken

Bei der Querdenker-Demo in Kempten haben sich am Samstagnachmittag rund 600 Teilnehmende im Illerstadion versammelt. Auch nach dem expliziten Hinweis der Veranstalter auf die geltende Masken- und Abstandspflicht war ein Großteil der Demonstrierenden weiterhin ohne Maske auf dem Gelände unterwegs. Derzeit wägt die Polizei ab, ob diese Versammlung aufgelöst wird. Zeitgleich versammelten sich 175 Gegendemonstrierende, die sich an die Infektionsschutzregeln hielten.

10.30 Uhr: Corona-Fälle in Wertinger Pflegeheim

Im Wertinger Pflegeheim St. Klara ist eine 90-jährige Frau an oder mit Corona gestorben. Wie das Landratsamt mitteilte, war die Frau schon länger an einem Infekt erkrankt. Außerdem wurde das Virus bei drei weiteren Bewohnerinnen und Bewohnern sowie drei Mitarbeitenden festgestellt. Die Bewohnenden wurden entsprechend in einen isolierten Bereich verlegt, das Gesundheitsamt ermittelt aktuell die Kontaktpersonen des Personals. Mit regelmäßigen Schnelltests will die Behörde künftig Infektionen früher erkennen.

Samstag, 21. November 2020

Freitag, 20. November 2020

16.15 Uhr: Drei weitere Corona-Fälle in Aichacher Seniorenheim

Nach dem Corona-Ausbruch im Heilig-Geist-Spital in Aichach liegen jetzt alle Ergebnisse der zweiten Reihentestung vor. Laut Landratsamt war ein weiterer Abstrich eines Bewohners positiv. Insgesamt wurde das Coronavirus damit bei 36 von 71 Senioren nachgewiesen. Auch unter den Mitarbeitern gibt es zwei weitere Fälle. 24 von 58 Beschäftigten haben sich demnach mit dem Virus angesteckt. Am kommenden Montag ist eine dritte Reihentestung geplant.

Die Befunde einer solchen Aktion im Haus an der Paar in Aichach stehen noch aus. Sie war nach Bekanntwerden von Infektionen bei drei Bewohnern angeordnet worden. Im Friedberger heim Pro Seniore ist ein Bewohner positiv getestet. Ein Bewohner gilt als enge Kontaktperson. Ob es weitere enge Kontaktpersonen unter den Mitarbeitern gibt, wird noch ermittelt. Laut Landratsamt ist auch in diesem Heim eine Reihentestung geplant.

14.15 Uhr: Mehr als 800 weitere Corona-Infektionen in Schwaben bestätigt

In Schwaben sind 811 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Das geht aus dem täglichen Update des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hervor. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 ist um zehn gestiegen und liegt im Bezirk jetzt insgesamt bei 358.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schwaben beträgt derzeit 201,43. Damit weist Schwaben weiter den höchsten Inzidenzwert aller Regierungsbezirke auf. Seit Beginn der Tests haben in Schwaben insgesamt 24.486 Menschen ein positives Ergebnis erhalten.

11.00 Uhr: Augsburg erwägt vorgezogene Corona-Verschärfungen

Die Stadt Augsburg zieht erneut schärfere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus in Betracht. Oberbürgermeisterin Eva Weber zeigte sich besorgt angesichts der weiter hohen Infektionszahlen in der Stadt. Zwar ist die Sieben-Tage-Inzidenz von Donnerstag auf Freitag von 296 auf 291 leicht gesunken. Weber zufolge reicht das aber nicht aus. Man müsse die Entwicklung genau beobachten und vielleicht sogar vorgezogen verschärfte Maßnahmen umsetzen.

Die Stadt Augsburg bestätigte 136 neue Covid-19-Fälle. In den vergangenen sieben Tagen wurden 868 Neuinfektionen im Stadtgebiet gemeldet. Insgesamt zählt das das Augsburger Gesundheitsamt 5.583 Infektionen mit dem Coronavirus. 3.705 Personen gelten als genesen, 1.831 sind aktuell infiziert, 47 Personen sind verstorben.

Donnerstag, 19. November 2020

19.10 Uhr: Städtische Altenhilfe-Einrichtungen in Augsburg melden weitere Todesfälle

In den Einrichtungen der städtischen Altenhilfe Augsburg gibt es vier weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19. Nach Angaben der Stadt ist bereits am Montag ein Bewohner des Sparkassen-Altenheims verstorben. Der Mann lebte gemeinsam mit seiner ebenfalls infizierten Ehefrau in einem Apartment des Pflegeheims.

Außerdem sind im Seniorenzentraum Lechrain zwei Bewohnerinnen und ein Bewohner verstorben. Aktuell sind dort 65 Seniorinnen und Senioren infiziert. Zudem wurde das Virus bei Mitarbeitern nachgewiesen – eine genaue Zahl nannte die Stadt Augsburg nicht. Das Seniorenzentrum geht von zwei voneinander unabhängigen Infektionsgeschehen aus. In der Einrichtung gelten schon seit Wochen strengste Hygienevorschriften, heißt es von der Stadt.

Im Hospital-Stift haben Antigen-Schnelltests 15 positive Ergebnisse gebracht. Die Zahl der infizierten Seniorinnen und Senioren steigt damit auf 27. Dazu kommen zwei weitere positive Tests bei den Mitarbeitern. Angesichts dieser Entwicklungen warnt die Stadt Augsburg, dass die Ansteckungsgefahr mit Covid-19 in Senioren-Einrichtungen noch nicht überwunden sei.

15.15 Uhr: 29 Corona-Fälle in 1.600-Einwohner-Dorf Huisheim

In der kleinen Gemeinde Huisheim im Nördlinger Ries gibt es derzeit 29 Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Vor zwei Wochen waren es noch sechs. Das sagte ein Sprecher des Landratsamtes Donau-Ries dem BR. Huisheim hat insgesamt rund 1.600 Einwohner.

Laut dem Landratsamt ist nicht bekannt, warum die Zahl der Infizierten so stark gestiegen ist. Gerüchte über eine Geburtstagsparty in der Gemeinde konnte das Amt nicht bestätigen. Bei den Mitarbeitern des Gesundheitsamts, die die Kontaktpersonen der Infizierten nachverfolgen, gebe es keinen Hinweis, dass die Ansteckungen auf ein Ereignis zurückgingen. Auch die zuständige Polizei Donauwörth hat nach eigenen Angaben keine Einsätze zu Partys oder anderen zurzeit nicht erlaubten Treffen in Huisheim gehabt.

15.00 Uhr: Fast 900 weitere Corona-Fälle in Schwaben

Das Landesamt für Gesundheit meldet für den Regierungsbezirk Schwaben 895 Neu-Infektionen. Vier weitere Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind laut LGL gestorben. Die Zahl der Toten im Regierungsbezirk steigt damit auf 348.

Die 7-Tage-Inzidenz in Schwaben liegt derzeit bei 204,32 und ist damit so hoch wie in keinem anderen Regierungsbezirk in Bayern. Am höchsten ist die Inzidenz mit 306,32 in der Stadt Kaufbeuren. Den niedrigsten Wert weist mit 142,42 der Landkreis Unterallgäu auf.

12.45 Uhr: Inzidenzwert in der Stadt Augsburg steigt leicht, bleibt aber unter 300

Die Stadt Augsburg bestätigt 200 neue Covid-19-Fälle. In den vergangenen sieben Tagen wurden insgesamt 881 Neuinfektionen im Stadtgebiet gemeldet. Damit steigt die Sieben-Tage-Inzidenz leicht auf 295,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Insgesamt hat das Gesundheitsamt in Augsburg bislang 5.447 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. 3.468 Personen gelten als genesen, 1.933 sind aktuell infiziert, 46 Personen sind verstorben.

Mittwoch, 18. November 2020

16 Uhr: Bürgerbeirat Corona tritt in Augsburg zusammen

In Augsburg kommt am Abend der neue Bürgerbeirat Corona zum ersten Mal zusammen. In der Kongresshalle, mit Hygienekonzept und ausreichend Sicherheitsabstand, soll das neue 22-köpfige Gremium tagen, das derzeit als bundesweit einzigartig gilt. Der Bürgerbeirat Corona der Stadt Augsburg setzt sich zusammen aus zehn Bürgerinnen und Bürgern, dazu kommen Oberbürgermeisterin Eva Weber, fünf Mitglieder des Stadtrates sowie sechs Expertinnen und Experten aus der Stadtverwaltung. Über den Beirat will Oberbürgermeisterin Eva Weber die Bürgerbeteiligung stärken, denn der Kontakt sei in Corona-Zeiten schwierig geworden. Die Idee vom Beitrat habe bereits bundesweit großes Interesse erregt, so Weber.

14.30 Uhr: Keine Oldtimer-Rallye im Landkreis Augsburg

Der Landkreis Augsburg hat die bei Zuschauern und Autofans beliebte Oldtimer-Rallye abgesagt. Die Rundfahrt war wegen Corona bereits mehrfach verschoben worden und hätte im April kommenden Jahres stattfinden sollen. Wegen der fehlenden Planungssicherheit sei man gezwungen, die Veranstaltung abzusagen, so Landrat Martin Sailer in einer heute verschickten Pressemitteilung. Untermeitingen und Welden wären Start- und Zielort gewesen. Für die Rallye hatten sich bereits rund 200 Oldtimerfahrer angemeldet. Sie bekommen jetzt ihr Startgeld zurück.

11.10 Uhr: Lindauer Eishockey-Mannschaft geht in die Zwangspause

Nach dem ESV Kaufbeuren trifft das Coronavirus auch die Lindauer Eishockey-Mannschaft: Nach Angaben der EV Lindau Islanders haben 14 Akteure und ein Mitarbeiter bei einer Reihentestung in der vergangenen Woche positive Befunde erhalten.

Bis Ende November ruht deshalb nun der Spielbetrieb des Eishockey-Oberligisten. Die Betroffenen sind in Quarantäne. Anstehende Spiele beispielsweise gegen die Starbulls Rosenheim, den EV Füssen und die Eisbären Regensburg wurden abgesagt. Im Umfeld der Infizierten sollen nun weitere Tests gemacht werden.

8.45 Uhr: Quarantäne für ESV Kaufbeuren nach Corona-Fällen

Ein Drittel der Mannschaft des ESV Kaufbeuren ist positiv auf Corona getestet worden. Das teilte der Eishockeyverein mit. Die komplette Mannschaft bleibe weiter vorsorglich in häuslicher Quarantäne.

Das Team hatte sich nach Angaben des Vereins bereits am Sonntag in Quarantäne begeben, weil bei einem Spieler bei einem Schnelltest das Coronavirus nachgewiesen wurde. Am Montag war dann die komplette Mannschaft getestet worden. Ob die Spiele am Wochenende gegen Freiburg und Crimmitschau stattfinden können, ist derzeit noch unklar.

8.30 Uhr: Augsburger Uniklinikum bekommt weitere Unterstützung von der Bundeswehr

Im Universitätsklinikum Augsburg werden heute 18 weitere Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten erwartet. Die meisten von ihnen werden nach Angaben der Klinik das Pflegepersonal unterstützen. Einige werden aber auch in der medizinischen Informationstechnik mitarbeiten. Auch das sei für das UKA ein enorm wichtiger Bereich, da die Medizin im Laufe der letzten Jahre zunehmend digitalisiert worden sei, so der Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzende des Hauses, Professor Michael Beyer.

Die 18 Soldatinnen und Soldaten sind nicht die ersten, die im Uniklinikum eingesetzt werden: Bereits seit Montag sind sechs Soldaten vor Ort. Beyer zufolge sind die Personalressourcen in der Klinik nahezu aufgebraucht. Daher sei jede Unterstützung mehr als willkommen. Am UKA werden nach letzten Angaben insgesamt 150 Covid-19-Patienten und Verdachtsfälle behandelt. 34 der Patienten befinden sich auf der Intensivstation.

Dienstag, 17. November 2020

20.00 Uhr: Drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 im Landkreis Dillingen

Drei weitere Bürger aus dem Landkreis Dillingen sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Das teilte das Landratsamt mit. Ein Todesopfer gibt es in der Elisabethenstiftung zu beklagen: Dort verstarb am Dienstagvormittag ein fast 70-jähriger Mann, der an einer demenziellen Vorerkrankung litt. Er hatte den Angaben zufolge schon seit Ende Oktober deutliche Corona-Symptome gezeigt und wurde im Isolierbereich betreut.

Am Dienstagnachmittag verstarb ein 70-Jähriger im Dillinger Krankenhaus. Bei ihm waren multiple Vorerkrankungen bekannt. Wegen einer Coronainfektion wurde er zuletzt auf der Intensivstation behandelt. Bei dem dritten Todesfall handelt es sich um eine über 70-jährige Frau. Sie verstarb bereits am vergangenen Samstag im Mindelheimer Krankenhaus. Die Seniorin hatte sich während eines Reha-Aufenthalts in der Region mit dem Coronavirus angesteckt.

18.00 Uhr: Lokale Schutzmaßnahmen für Augsburg möglich

Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) betonte, dass persönliche Kontakte - trotz inzwischen vergleichsweise stabiler Ansteckungswerte - auf ein absolutes Minimum reduziert werden müssten. Die Sieben-Tage-Inzidenz liege sich seit einer Woche bei etwa 300. „Sollten die Zahlen weiterhin auf diesem hohen Niveau bleiben, müssen wir überlegen, ob weitere lokale Schutzmaßnahmen umgesetzt werden müssen“, teilte die Oberbürgermeisterin am Dienstag mit. Um über verschiedene Ideen und Ansätze im Umgang mit der Corona-Pandemie zu diskutieren, hat die Stadt Augsburg den Bürgerbeirat Corona ins Leben gerufen, der am Mittwochabend zum ersten Mal tagt.

12.30 Uhr: Inzidenzwert in der Stadt Augsburg bleibt über 300

Die Stadt Augsburg bestätigt 60 neu gemeldete Covid-19-Fälle binnen 24 Stunden. Damit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner weiter über 300. Aktuell gibt die Stadt den genauen Wert mit 302,3 an. Die hinzugekommenen Infektionen haben auch Konsequenzen für mehrere Schulen und Kitas: Die Stadt ordnete für Klassen und Gruppen von über zehn weitere Einrichtungen Quarantäne-Maßnahmen an.

Montag, 16. November 2020

16 Uhr: Nordische Ski-WM wohl mit Publikum

Die Nordische Ski-WM in Oberstdorf soll nach derzeitigem Stand trotz der Corona-Krise mit Publikum stattfinden. In der Skisprung-Arena sollen 2.500 Zuschauer pro Wettbewerb zugelassen werden, im Langlauf-Stadion ist eine reduzierte Kapazität von 2.000 Fans geplant, wie die Geschäftsführer Florian Stern und Moritz Beckers-Schwarz in einer Video-Pressekonferenz am Montag sagten. Das Event im Allgäu soll am 23. Februar 2021 beginnen und bis zum 7. März dauern. Am Montag informierten die Verantwortlichen 100 Tage vor WM-Beginn über den aktuellen Stand.

13 Uhr: Studie zu Corona und Kindern

Wie immun sind Augsburger Kinder und Jugendlichen gegen das Corona-Virus? Wie entwickelt sich das Infektionsgeschehen in den Betreuungseinrichtungen der Stadt, die im bundesweiten Vergleich mit den höchsten Inzidenzwert verzeichnete? Antworten auf diese Fragen will das Universitätsklinikum Augsburg mit einer groß angelegten Studie finden, die heute startet. Dafür sollen 480 Kinder und Jugendliche verschiedener Altersgruppen über ein halbes Jahr lang drei Mal auf Antikörper getestet werden. Damit möchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Erkenntnisse darüber gewinnen, welche Auswirkungen es hatte, dass in Augsburg trotz vergleichsweise hoher Infektionszahlen die Betreuungseinrichtungen geöffnet blieben – und wie effektiv die verschiedenen Hygienemodelle der Einrichtungen waren.

10.15 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenzwert in der Stadt Augsburg liegt wieder über 300

In der Stadt Augsburg sind übers Wochenende 89 weitere Corona-Fälle bestätigt worden. Laut Gesundheitsamt steigt die Sieben-Tage-Inzidenz damit auf 311,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Gegen Ende der vergangenen Woche war der Inzidenzwert erstmals im November wieder unter 300 gesunken. Insgesamt wurden in den vergangenen sieben Tagen 929 Neuinfektionen im Stadtgebiet gemeldet. Aktuell sind 1.910 Personen infiziert.

09.45 Uhr: "Eukitea" startet digitale Theater-Projekte für Schulen

Das Theater "Eukitea" aus dem schwäbischen Diedorf startet nach erfolgreichen Pilotprojekten jetzt eine Reihe digitaler Theaterprojekte für Schulen. Das Ziel von "Eukitea Online" sei es, den Schulkindern pädagogisch wertvolle und seelisch entlastende Projekte zu ermöglichen – trotz Corona.

Sieben der insgesamt 17 laufenden Produktionen von "Eukitea" wurden nun professionell gefilmt. Sie sind Bestandteil für vielfältige Theater-Projekte an Schulen, wie etwa Aufführungen oder Workshops, die – abhängig von der aktuellen Infektionslage – in einem Mix aus digitalem Projekt und persönlich vor Ort stattfinden können.

Erste Pilotprojekte liefen bereits an der Mittelschule im schwäbischen Bobingen und sogar an einer Schule im australischen Brisbane. Laut "Eukitea" war die Resonanz sehr positiv: Gerade jetzt seien solche Projekte eine große Bereicherung des sehr grauen Schulalltags.

06.30 Uhr: Bundeswehrsoldaten unterstützen Pflegepersonal der Augsburger Uniklinik

Das Universitätsklinikum Augsburg bekommt Unterstützung von der Bundeswehr: Vier Notfallsanitäter und zwei Medizinische Fachangestellte arbeiten ab heute in der Klinik mit. Wegen des zunehmenden Corona-Infektionsgeschehens in und um Augsburg hatte der Klinikvorstand einen Antrag auf Hilfeleistung durch die Bundeswehr gestellt, der kurzfristig genehmigt wurde.

Aktuell werden mehr als 100 Corona-Patienten an der Uniklinik Augsburg behandelt; täglich kommen weitere Fälle hinzu. Zudem gibt es Personalprobleme im Krankenhaus: Unter anderem wegen Covid-19-Erkrankungen sind nicht alle Klinik-Mitarbeiter arbeitsfähig. Die Bundeswehrsoldaten sollen nun dabei mithelfen, die Patientenversorgung sicherzustellen. In welchen Bereichen sie genau eingesetzt werden, ist noch nicht bekannt.

Am Landratsamt Günzburg unterstützen bereits Bundeswehrsoldaten die Mitarbeiter bei der Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten im sogenannten Contact-Tracing-Team.

Den Corona-Ticker Schwaben der Vorwoche finden Sie hier.