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Ortsschild: Berchtesgaden und Landkreis Berchtesgadener Land (Archiv)

    Corona-Ticker Oberbayern: Lockerungen in Hotspot-Regionen

    In den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein hat die 7-Tage-Inzidenz fünf Tage in Folge den Grenzwert von 1.000 unterschritten. Damit gelten ab heute wieder Lockerungen. Alle Entwicklungen im Ticker für Oberbayern.

    Von
    BR24  RedaktionBR24 Redaktion

    Die wichtigsten Corona-News des Tages aus Oberbayern

    Corona-Neuinfektionen in Oberbayern pro Tag

    Entwicklung der Corona-Kurve in Oberbayern

    07.05 Uhr: Initiative sammelt Weihnachtspackerl für Klinikmitarbeiter im Landkreis Altötting

    Ab Montag können Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Altötting dem Personal am Innklinikum in Burghausen und Altötting eine kleine Freude machen und ein Weihnachtspaket schnüren. Dieses kann dann in jeder Gemeinde im Landkreis in einer dafür vorgesehenen Box abgegeben werden. "Wir haben vorab mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kliniken gesprochen und gefragt, was sie brauchen", erzählt Kreisrätin Johanna Schachtl, die das Projekt initiiert hat. "Dabei ist ziemlich schnell klar geworden, dass es vor allem an Anerkennung fehlt für das, was alle derzeit am Klinikum leisten." Seit Wochen sind Ärztinnen, Pflegekräfte sowie auch das Verwaltungspersonal stark gefordert: Aufgrund der hohen Infektionszahlen wurden zuletzt immer mehr Menschen wegen einer Corona-Erkrankung eingeliefert. Das belastet laut Sprecher des Innklinikums nicht nur das Pflegepersonal auf der Intensivstation, sondern alle Mitarbeiter im Krankenhaus. Deshalb will Initiatorin Johanna Schachtl für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter ein Päckchen sammeln. "Das macht 1.150 Packerl - und das ist ganz schön ambitioniert, ich weiß", sagt sie. Dennoch hoffe sie, dass so viele Päckchen zusammenkommen. Bislang ist geplant, dass die Boxen in den Gemeinden bis zum 17. Dezember für die Geschenkaktion bereitstehen sollen. Die Päckchen werden voraussichtlich am 21., 22., und 23. Dezember an den Innklinikum-Standorten Burghausen und Altötting kontaktlos ausgegeben. Die Organisatorin bittet darum, keine verderblichen Waren einzupacken.

    07.00 Uhr: Münchner ÖPNV-Werbung für Corona-Impfung

    Die Stadt München wirbt ab heute auch im Öffentlichen Personennahverkehr verstärkt für die Corona-Impfung. In U-Bahnen, Bussen und Trambahnen machen Spots im Fahrgast-Fernsehen jetzt immer zur Hauptverkehrszeit auf das Impfangebot in München aufmerksam. Auch in den S-Bahnen werden – Zitat - "passgenaue Informationen" versprochen. In den Zügen, die den Bahnhof Marienplatz anfahren, wird zum Beispiel auf die Impf-Außenstelle am Rathauseck hingewiesen. In Zügen, die am Bahnhof Pasing halten, wird die Impf-Außenstelle im dortigen Einkaufszentrum beworben. Münchens Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek hofft, dass sich möglichst viele Münchner, aber auch Pendler aus dem Umland bei der Gelegenheit für eine Impfung entscheiden und damit, wie sie betont – "aktiv mithelfen, diese Pandemie zu überwinden".

    03.30 Uhr: Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein unterschreiten 1.000er Marke

    Weil die Zahl der Corona-Erkrankten langsam zurückgeht, werden in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein am heutigen Montag die regionalen Hotspot-Regelungen aufgehoben. Das haben die Landratsämter am Sonntag mitgeteilt. Der Grund: die Inzidenz der beiden Landkreise im Südosten von Oberbayern lag fünf Tage lang unter dem Grenzwert 1000. Es gelten dann die bayernweiten Corona-Regeln. Die Gastronomie kann dann beispielsweise wieder unter der 2G-Regelung öffnen, allerdings gilt ab 22 bis 5 Uhr die Sperrstunde. Ebenso öffnen können Beherbergungsbetriebe, Bibliotheken oder außerschulische Bildungsangebote. Für den Einzelhandel gilt eine Kundenobergrenze von einer Person auf zehn Quadratmeter Verkaufsfläche. Für körpernahe Dienstleistungen oder Einrichtungen wie die VHS gelten ebenso die 2G-Regeln. Im Freizeit- und Kulturbereich, bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen außerhalb privater Räumlichkeiten gilt 2Gplus, das heißt geimpft oder genesen plus Schnelltest sowie eine Zuschauerobergrenze. Dies gilt auch für den Zugang zu Sportstätten oder Vereinsversammlungen. Die einzigen Bereiche, in denen noch die 3G-Regel greift, sind im ÖPNV sowie am Arbeitsplatz. Clubs und Diskos bleiben weiterhin geschlossen. Auch Weihnachtsmärkte sind immer noch untersagt.

    Montag, 6.12.

    16.27 Uhr: Krampusse und Buttnmandl laufen coronakonform

    In Fell gekleidete Krampusse und in Stroh gewandete Buttnmandl haben am Sonntag in Berchtesgaden den Nikolaus bei dessen Familienbesuchen begleitet. Das Brauchtum fand - wie bereits im vergangenen Jahr - in deutlich reduziertem Rahmen statt. Auf traditionelle Hausbesuche bei den Kindern musste der Nikolaus dieses Jahr wegen Corona-Einschränkungen verzichten. Nur vor den Häusern der Familien war ein Besuch möglich.

    Das Landratsamt Berchtesgadener Land hatte im Vorfeld Empfehlungen ausgesprochen, unter welchen Auflagen der Brauch stattfinden darf. So hatten sich die Krampusse und Buttnmandl dafür ausgesprochen, unter 2G plus zu laufen und von Besuchern häufig frequentierte Orte zu meiden. Das Brauchtum findet jedes Jahr an zwei Tagen, am 5. und 6\. Dezember, im Berchtesgadener-Talkessel statt.

    Sonntag, 05.12.

    11.40 Uhr: Münchens Abwasser wird auf Omikron-Variante untersucht

    In München wird das Abwasser künftig genau auf die Omikron-Variante des Coronavirus untersucht. Bislang sei im Abwasser der Landeshauptstadt die neue Variante noch nicht nachgewiesen worden, berichtete das bayerische Wissenschaftsministerium am Freitag.

    Ein Forschungsteam des Tropeninstituts am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) analysiert das Abwasser, um so Rückschlüsse auf die Verbreitung von Corona ziehen zu können. Ähnliche Untersuchungen gibt es auch in anderen Orten. Nach Angaben des Ministeriums wird in München derzeit nur die Delta-Variante nachgewiesen. "Daraus kann geschlossen werden, dass es bisher keine großflächige Verbreitung von Omikron in München gibt", hieß es.

    Samstag, 04.12.

    16.08 Uhr: Stadt München prüft Alkoholverbot

    Die Stadt München wird ein erneutes Alkoholverbot für einzelne Plätze oder auch die Fußgängerzone prüfen. Das kündigte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) in einer Reaktion auf die neuen Corona-Maßnahmen des Freistaats an. Diese würden ein solches Verbot möglich machen, so der OB, der auch betont: "Es wäre absolut unverständlich gewesen, einerseits den Christkindlmarkt mit seinen Glühweinständen wegen Corona abzusagen, aber gleichzeitig den Alkoholkonsum auf Plätzen mit vielen Menschen weiter zuzulassen."

    Unzufrieden zeigt sich Reiter darüber, dass es keine bundesweit einheitliche Regelung für Fußballstadien gibt: "Mir erschließt sich diese unterschiedliche Vorgehensweise nicht, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Fans aus der ganzen Bundesrepublik anreisen."

    Zu den möglicherweise flächendeckenden Tests für Kitas merkt Reiter an, "dass die derzeitigen Laborkapazitäten nach übereinstimmender Auskunft der Fachleute für eine zeitnahe Meldung der Ergebnisse nicht mehr ausreichen würden."

    16.03 Uhr: Vorzeitiges Aus für "Saurier"-Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen

    Das Rosenheimer Ausstellungszentrum Lokschuppen hat die Ausstellung "Saurier – Giganten der Meere" vorzeitig beendet. Als Grund wird "fehlende Planungssicherheit" genannt. Eigentlich war die Schau bis zum 12. Dezember geplant. Außerdem werden die Rosenheimer Saurier nicht auf Tournee gehen. Eigentlich war geplant, dass die Ausstellung im Anschluss bestehe kein Interesse mehr an Komplett-Übernahmen, teilte Peter Lutz mit, Geschäftsführer der Veranstaltungs + Kongress GmbH Rosenheim. Die internationale Vermarktung von Ausstellungen sei durch die Corona-Pandemie zum Erliegen gekommen. Es zeichne sich eine Trendänderung hin zu kleineren Ausstellungen oder zur Auskopplung bestimmter Themenkomplexe ab.

    Der Lokschuppen hatte für die "Saurier"-Ausstellung extra Modelle, Repliken, Vitrinen und Medienstationen anfertigen lassen. Die Darstellungen der Saurier sind nun größtenteils verkauft worden. Die Vitrinen werden für kommende Ausstellungen eingelagert.

    13.43 Uhr: Landkreis Eichstätt kontrolliert 3G am Arbeitsplatz – Versäumnisse bei kleineren Betrieben

    Das Landratsamt Eichstätt hat gemeinsam mit den Polizeiinspektionen Eichstätt, Beilngries und Ingolstadt die 3G-Regel am Arbeitsplatz kontrolliert. Dabei haben die Beamten festgestellt, dass diese in größeren und mittelständischen Betrieben überwiegend gut umgesetzt wird.

    Versäumnisse gab es vor allem bei kleineren Betrieben. Dort haben laut Landratsamt die Betriebe die 3G-Regel nicht oder nicht ausreichend kontrolliert und dokumentiert. Für die Betroffenen hieß das: ein Ordnungswidrigkeitsverfahren mit entsprechenden Bußgeldern. Das Landratsamt verweist darauf, dass auch in den nächsten Wochen verstärkt in den Betrieben kontrolliert werden wird.

    13.22 Uhr: "Drive-through"-Impfstation am Karlsfelder See

    Besonders bequem kann man sich ab Dienstag, 7. Dezember, am Karlsfelder See im Landkreis Dachau impfen lassen: Es wird eine fünfspurige "Drive-through"-Impfstation eröffnet, die insbesondere für die Auffrischungsimpfungen bei über 60-Jährigen gedacht, aber grundsätzlich auch für andere Interessenten offen ist.

    Die Betreffenden fahren selbst oder als Beifahrer zur Station und bleiben die ganze Zeit im Auto. Die Bekleidung sollte möglichst so gewählt werden, dass der Oberarm für die Impfung leicht freigemacht werden kann. Neben den allgemein über das bayernweite BayIMCO-System buchbaren Terminen stehen vormittags reservierte Termine für Landkreisbürger und über 60-Jährigen zur Verfügung. Diese kann man über die Homepage des Landratsamts buchen.

    12.55 Uhr: Nikolaus-Aktion für Münchner Obdachlose

    Die Obdachlosensorge des Erzbischöflichen Ordinariats verteilt schon vor dem Nikolaustag ihre Nikolauspäckchen: Am Samstagabend werden die Mitarbeitenden dazu bekannte Sammelplätze von Wohnungslosen in der Altstadt und Obachloseneinrichtungen aufsuchen. Rund 160 Päckchen wurden zusammengestellt. Darin befinden sich Süßigkeiten, Kekse, Nüsse, Tee, Wurst, Käse und natürlich auch ein Schokoladen-Nikolaus. Bischof Nikolaus habe ein großes Herz für arme Menschen gehabt, sagt Obdachlosenseelsorger Norbert Trischler. Mit der Aktion wolle man nun "ein Zeichen setzen, dass wir an diese Menschen denken".

    Freitag, 03.12.

    08.05 Uhr: Virologe Schmidt-Chanasit sieht bei Impfpflicht offene Fragen

    Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit sieht bei der diskutierten Corona-Impfpflicht noch viele offene Fragen. "Ist die Impfpflicht erfüllt, wenn man sich zweimal hat impfen lassen, wenn man sich dreimal hat impfen lassen oder ist sie erst erfüllt, wenn man sich alle sechs Monaten impfen lässt?", sagte Schmidt-Chanasit im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. Dies sei eine Frage, die unbedingt geklärt werden müsse, sonst führe das nur zu Verunsicherung, so Schmidt-Chanasit.

    Als Arzt begrüße er es, wenn sich möglichst viele Menschen impfen lassen. Ob eine Impfpflicht eingeführt wird, sei jedoch eine "gesellschaftlich, politisch-normative Entscheidung." Ob man eine höhere Impfquote mit mehr Druck oder mit mehr niedrigschwelligen Angeboten erreiche, müsse man abwarten, so Schmidt-Chanasit.

    06.58 Uhr: Gemeinschaft Sant'Egidio sucht ehrenamtliche Helfer für Weihnachten

    Die geistliche Gemeinschaft Sant' Egidio lädt auch in diesem Jahr am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag ärmere und ältere, obdachlose und mittellose Menschen in München ein, Menschen, die an Weihnachten alleine wären. Am 25. Dezember wird eingeladen in die Kirche Herz-Jesu in München-Neuhausen statt, am 26. Dezember in die Kirche Mariä Sieben Schmerzen im Münchner Stadtviertel Hasenbergl. Jeder, der kommt, soll ein Geschenk bekommen!

    Deshalb bittet Sant’Egidio um Geschenkespenden, eine Liste kann man bei Sant’Egidio bekommen, auch weitere Informationen. Es werden nur neue Sachen verschenkt, wie zum Beispiel Mützen, Schals, Tücher, Handschuhe, Decken, warme Socken, Sporttaschen, Rucksäcke, Kosmetikartikel, Pullover. Das warme Festtagsessen muss in diesem Jahr leider mit nach Hause gegeben werden, weil es nicht möglich sein wird, zusammen zu essen.

    Wer bei den Festen helfen möchte, muss geimpft oder genesen sein. Interessierte können sich melden unter der Telefonnummer 089 386 67680 oder unter der Emailadresse info@santegidio-muenchen.de. Gesucht werden auch ehrenamtliche Fahrer und Fahrerinnen, die die Geschenke denen, die nicht persönlich kommen können, nach Hause bringen können.

    Donnerstag, 02.12.

    18.57 Uhr: Landkreis Weilheim-Schongau ab Freitag im Teil-Lockdown

    Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Weilheim-Schongau hat heute laut RKI den Wert von 1.115 erreicht und damit den Hotspot-Wert von 1.000 überschritten. Damit treten ab morgen, Freitag, die Hotspot-Regeln in Kraft, was einem Lockdown in vielen Bereichen vergleichbar ist.

    Gestern lag die Inzidenz mit 918 noch deutlich unter 1.000. Vor allem in Peiting und Peißenberg war die Zahl der Corona-Fälle schon in den vergangenen Tagen auffällig hoch. Wie es jetzt zu dem sprunghaften Anstieg kam, ist derzeit unklar. Ab morgen müssen Gastronomie, Hotels sowie Sport- und Kulturstätten schließen, Freizeit-, Sport- und Kulturveranstaltungen werden verboten. An Musikschulen und in der beruflichen Aus-und Weiterbildung gibt es keine Präsenzveranstaltungen mehr. Nur Schulen und Kitas bleiben weiter offen.

    18.45 Uhr: Corona-Fälle auch beim Fußball-Zweitligisten FC Ingolstadt

    Fußball-Zweitligist FC Ingolstadt meldet vor dem Auswärtsspiel am Samstag beim FC Hansa Rostock Corona-Fälle. Im Rahmen der standardmäßigen Durchführung von Schnelltests habe es im Profi-Team "positive Corona-Befunde" gegeben, die sich bei PCR-Tests bestätigt hätten, teilte der Tabellenletzte heute mit. Die Anzahl der positiven Testergebnisse sowie die Namen der Infizierten kommunizierten die Schanzer nicht.

    "Es wurden umgehend sämtliche Vorsorge-Maßnahmen eingeleitet sowie das örtliche Gesundheitsamt und die DFL informiert", berichtete der Aufsteiger. Die positiv getesteten Personen hätten sich in häusliche Quarantäne begeben. Über mögliche Auswirkungen auf die Partie in Rostock machte der Verein keine Angaben. Er kündigte aber weitere Informationen an.

    15.26 Uhr: Labore bei Pooltests in Verzug – Kritik Münchner Eltern

    Viele Labore kommen mit den sogenannten Pooltests der Grund- und Förderschulen nicht mehr hinterher. In München hatten Eltern kritisiert, dass die Ergebnisse ihrer Kinder häufig erst deutlich nach 22 Uhr beziehungsweise gar nicht mehr kommen.

    Das bayerische Gesundheitsministerium teilt auf BR-Anfrage mit, es gebe eine "extreme Auslastung der PCR-Testkapazitäten" durch die hohen Inzidenzen in ganz Bayern. Vor allem im Raum Unterfranken könnten sich deshalb die Auswertungen von Poolproben verzögern. Dazu komme, dass die Tests von Schülerinnen und Schülern nachrangig ausgewertet werden. Die Proben von Personen mit Symptomen oder Proben aus sogenannten vulnerablen Einrichtungen wie zum Beispiel Pflegeeinrichtungen, kommen zuerst dran.

    In Bayern werden Schülerinnen und Schüler an Grund- und an bestimmten Förderschulen durch Pooltests PCR-getestet. Dabei werden die Speichelproben von der gesamten Klasse in einer Gesamtprobe untersucht – dem "Pool". Wird ein Pool positiv getestet, kann noch über Nacht ausgewertet werden, welches Kind aus der Klasse positiv ist.

    Das bayerische Gesundheitsministerium erklärt, der Grund für die Verspätung im Großraum München sei ein IT-Fehler gewesen, inzwischen aber behoben. In Bayern werden laut bayerischem Kultusministerium derzeit etwa 500.000 Schüler und Schülerinnen mittels Pooltests getestet.

    15.19 Uhr: Münchner Impfzentrum wird wieder ausgebaut – Fachkräfte gesucht

    Das Impfzentrum München Riem wird wieder ausgebaut. So soll ab spätestens Januar 2022 neben der Messehalle C 3 auch wieder die Messehalle C 4 vollständig zur Verfügung stehen. Dieser Bereich wurde schon einmal für das Impfzentrum Riem genutzt, jedoch laut Stadt München geschlossen, nachdem der Freistaat eine bayernweite Reduzierung der Impfkapazitäten beschlossen hatte.

    Durch die Neuausrichtung der Bayerischen Impfstrategie hatte die Landeshauptstadt München, nach eigener Aussage ab Oktober 2021 die Impfkapazitäten um rund 75 Prozent reduziert. Die Vorgaben des Freistaats seien insbesondere durch die Reduzierung der Impfteams von bis dahin 50 stationären- und 20 mobilen Teams auf 10 stationäre- und 30 mobile Teams umgesetzt worden, so die Stadt.

    Um ab Januar 2022 wieder die frühere Personalstärke von insgesamt 70 Teams zu erreichen, sucht die Stadt dringend Verstärkung. Medizinische Assistenzkräfte und Verwaltungskräfte werden gebeten, sich bei Aicher Group GmbH & Co KG zu bewerben.

    14.50 Uhr: Wut-Video aus der Leichenhalle – Hausverbot für LMU-Mitarbeiterin

    Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München hat eine Mitarbeiterin der Pathologie nach einem Corona-Wut-Video vom Dienst freigestellt. Die Uni distanzierte sich "aufs Schärfste von dem Inhalt des Videos".

    In dem Video, das sie in ihrer Instagram-Story postete, macht die Mitarbeiterin in der Leichenhalle ihrem Ärger über die Corona-Politik Luft. Sie kritisiert, dass ungeimpfte, medizinische Mitarbeiter jetzt selbst für einen PCR-Test zahlen müssten und gibt an, dass nur drei der 22 Toten in den Leichenschränken, auf die sie Kamera hält, an Corona gestorben seien.

    Nach Angaben der LMU sind dagegen sowohl PCR- als auch Schnelltests "für alle ungeimpften und geimpften Mitarbeitenden des LMU Klinikums nach wie vor kostenfrei".

    Die Uni bestätigte, dass das Video in den Räumen des pathologischen Instituts aufgenommen wurde. Der Mitarbeiterin sei ein Hausverbot erteilt worden, außerdem wurde sie den Angaben zufolge mit sofortiger Wirkung freigestellt. "Eine fristlose Kündigung wird darüber hinaus auf den Weg gebracht."

    10.58 Uhr: 21 Covid-Patienten sollen in dieser Woche verlegt werden

    In dieser Woche sollen nach derzeitigem Stand insgesamt 21 Covid-Intensivpatienten aus Bayern in andere Bundesländer verlegt werden. Das sagte eine Sprecherin des Innenministeriums auf Anfrage. Zwei Patienten wurden demnach am Mittwoch bereits verlegt, 17 weitere sollten heute und morgen folgen, bei zweien waren die Einzelheiten noch nicht geklärt. Zu einem Großteil erfolgen die Verlegungen auf dem Luftweg. Grund für die Verlegungen ist die Überlastung vieler bayerischer Intensivstationen. Die Planungen können sich jedoch kurzfristig ändern - ein maßgeblicher Faktor ist der Zustand der Patienten.

    Zudem lehnen in manchen Fällen die Familienangehörigen die Verlegung in ein mehrere hundert Kilometer entferntes Krankenhaus im Norden ab.

    10.43 Uhr: 700 Demonstrierende gegen Impfpflicht und Corona-Maßnahmen in Altötting

    Am gestrigen Mittwoch hat in Altötting zum ersten Mal in diesem Jahr wieder eine Demonstration gegen die Infektionsschutzmaßnahmen stattgefunden. Statt der angemeldeten 200 Personen haben etwa 700 Personen bei einem "Spaziergang" durch Altötting gegen die Corona-Regeln und eine Impfpflicht demonstriert: am Landratsamt vorbei, über den Kapellplatz, mit Ende am Tillyplatz. Ihre Plakate zeigten Parolen wie "Mütter kommt auf die Straße, die wollen unsere Kinder vergewaltigen", mit einer Spritze daneben. Ein Sprecher des Landratsamtes sagte, die vorgegebenen Hygienemaßnahmen und Abstände seien trotz der höheren Personenzahl eingehalten worden. Deshalb habe die Polizei die Demonstration nicht auflösen müssen.

    Im vergangen Herbst und Winter haben laut dem Sprecher mehrere Demonstrationen gegen die Corona-Regeln auf dem Tillyplatz stattgefunden. Auch diese seien nie aufgelöst werden, weil der Platz genügen Raum für Abstände biete. Im Nachbarlandkreis Rottal-Inn habe erst kürzlich eine ähnliche Demonstration stattgefunden, so der Sprecher des Landratsamts Altötting.

    10.38 Uhr: Corona-Hotspot Mühldorf am Inn: 7-Tages-Inzidenz wieder unter 1.000

    Zum ersten Mal seit fast zwei Wochen liegt die 7-Tages-Inzidenz im Landkreis Mühldorf am Inn wieder unter der Marke von 1.000. Laut RKI beträgt diese derzeit 950,4 (Stand 02.12.2021). Seit gestern sind demzufolge 155 neue Fälle hinzugekommen. Fünf Menschen sind mit oder an Corona verstorben. Mühldorf gehört zu den Landkreisen, in denen verschärfte Maßnahmen gelten. Erst wenn die 7-Tages-Inzidenz fünf Tage in Folge unter 1.000 liegt, kann das Landratsamt die Bestimmungen aufheben. Die Lockerungen gelten dann ab dem 6. Tag

    Mittwoch, 01.12.

    18.00 Uhr: Fürstenfeldbruck: Nur noch mit Test zum Impfen ins Impfzentrum

    Wer für die Erst- oder Zweitimpfung ins Impfzentrum Fürstenfeldbruck kommt und somit noch keinen vollständigen Impfschutz hat, muss künftig einen negativen Coronatest vorlegen. Denn ab sofort wird auch dort die 3G-Regel umgesetzt, die bereits in allen Einrichtungen des Landratsamts gilt. "Infektionen des Personals sowie der Impflinge im Impfzentrum würden einen herben Rückschlag in der Impfkampagne bedeuten und müssen unter allen Umständen vermieden werden", heißt es in einer Mitteilung der Kreisbehörde.

    Übergangsweise gibt es noch die Möglichkeit, am Impfzentrum einen Schnelltest durchführen zu lassen. Ab Montag muss man dann selbst ein Zertifikat mitbringen. Die Regelungen gelten auch für begleitende Kinder.

    17.45 Uhr: Landkreis München hat wieder drei Impfzentren

    Seit heute gibt es wieder drei stationäre Impfzentren im Landkreis München: Neben Haar stehen nun auch Anlaufstellen in Oberhaching und Unterschleißheim zur Verfügung. Impfwillige können ab sofort Termine über das Registrierungsportal Bayimco buchen. Die Impfzentren bauen ihre Kapazitäten auch weiter aus, laufend werden neue Termine online gestellt. Alternativ ist auch die Terminbuchung per Telefon unter den jeweiligen Hotlines möglich.

    17.33 Uhr: Drei Münchner Stadtratsmitglieder positiv getestet

    Nach der Vollversammlung am vergangenen Donnerstag wurden bislang drei Stadtratsmitglieder positiv getestet. Das hat die Stadt München jetzt auf BR-Anfrage mitgeteilt. Bereits gestern wurden alle Ausschuss-Sitzungen bis zum 15. Dezember abgesagt. Stattdessen sollen die anstehenden Themen in Videokonferenzen besprochen werden. Nach Angaben eines Sprechers der Stadt handelt es sich dabei nicht um formelle Sitzungen, sondern um ein "informelles Austauschformat für die Fraktionen". Die Vollversammlung am 15. Dezember soll dann "in kleinstmöglicher Besetzung" und nur für die nötigsten Beschlüsse stattfinden. Erst am 19. Januar soll der städtische Haushalt beschlossen werden.

    16.37 Uhr: Omikron-Verdacht im Landkreis Rosenheim erhärtet sich – drei Personen in Quarantäne

    Die Omikron-Variante des Coronavirus scheint in der Region Rosenheim angekommen zu sein. Der Verdacht erhärte sich, nachdem erste Untersuchungsergebnisse vorliegen, meldete am Nachmittag das Rosenheimer Landratsamt. Nun warte man noch die Genomsequenzierungen ab, erst dann gebe es Gewissheit. Ein Reiserückkehrer, der am 25. November aus Kapstadt zurückgekehrt war, sowie zwei Familienmitglieder wurden positiv getestet und weisen nach ersten Untersuchungen die gleiche Mutation auf. Die drei Betroffenen befinden sich zu Hause in 14-tägiger Quarantäne.

    16.08 Uhr: Freisinger Kfz-Zulassung nach Corona-Fällen wieder geöffnet

    Nachdem die Kfz-Zulassungsstelle am Landratsamt Freising wegen Corona kurzfristig geschlossen werden musste, ist sie ab morgen (Donnerstag) wieder zu den regulären Zeiten geöffnet. "Beschäftigte im Umfeld der Zulassungsstelle" seien positiv getestet worden, hieß es gestern. Heute folgte dann die Mitteilung des Landratsamts, dass sich bei den Tests unter den Beschäftigten "keine weiteren positiven Corona-Fälle ergeben" hätten. Die Erkrankten fallen freilich vorerst aus. Auch wurden weitere Schutzmaßnahmen ergriffen, um das Ansteckungsrisiko noch einmal zu verringern. Deshalb weist die Kreisbehörde darauf hin, "dass die Zulassungsstelle in den kommenden Tagen ihren Service noch nicht wieder im gewohnten Umfang anbieten kann." Es könne in den kommenden Tagen zu längeren Wartezeiten kommen.

    15.53 Uhr: Impfstoffmangel – Stadt und Landkreis Rosenheim sagen Sonderimpftage ab

    Stadt und Landkreis Rosenheim sagen alle Sonderimpftage ab kommender Woche bis Weihnachten wegen Impfstoffmangels ab. Das hat die Führungsgruppe Katastrophenschutz beschlossen, damit wenigstens die vereinbarten Termine im Impfzentrum in Rosenheim stattfinden können, wie die Stadt Rosenheim mitteilt. In dieser Woche finden noch Sonderimpftage in Rohrdorf, Bad Feilnbach und Ostermünchen statt. Abgesagt werden die weiteren Termine in Wasserburg, Raubling, Bad Endorf, Söchtenau, Rosenheim, Prien, Stephanskirchen und Rohrdorf.

    Im Impfzentrum selbst gebe es ein enorm gestiegenes Interesse an Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen, aber Engpässe könnten dort vermieden werden, weil schon vorausschauend mehr Impfdosen bestellt wurden, schreibt die Stadt weiter. Die Reserve neige sich nun jedoch dem Ende entgegen, und jüngst habe man von 22.000 bestellten Biontech-Impfdosen nur 1.000 erhalten, berichtet der Leiter des Impfzentrums, Hans Meyrl. Mehr und verlässliche Impfstofflieferungen vom Bund fordern auch die Vertreter der niedergelassenen Ärzte im Landkreis Rosenheim.

    15.34 Uhr: Sonderimpfaktion in Erding

    Das Erdinger Impfzentrum plant für diesen Monat mehrere große Sonderimpfaktionen. Die erste soll bereits am Samstag stattfinden: Zwischen 9 und 17 Uhr werden in der FOS/BOS rund 1.000 Impfungen verabreicht.

    Die nächsten Termine des mobilen Impfteams sind in Dorfen (Donnerstag), Hohenpolding (Freitag), TaufkirchenI/Vils (Montag) und Neufinsing (Dienstag), jeweils von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr. Eine eine Vorab-Anmeldung über BayImco "beschleunigt das Verfahren, da dann die notwendigen Daten wie Name etc. schnell vom Impfteam abgerufen werden können", heißt es in einer Mitteilung des Landratsamts.

    14.55 Uhr: Flughafen München öffnet Satellitenterminal wieder

    Mit einem Lufthansa-Flug nach Florida ist das Satellitenterminal am Flughafen München teilweise wieder in Betrieb genommen worden. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie vor 20 Monaten war es wegen des reduzierten Flugbetriebs nicht mehr für die Passagierabfertigung gebraucht worden. Auch das Terminal 1 war vorübergehend stillgelegt. Alle Starts und Landungen wurden damals über das Terminal 2 abgewickelt.

    Seit dem Sommer werden wieder beide Terminals genutzt, und nun ist auch der Satellit dazugekommen. Konkret wird der südliche Bereich der Non-Schengen-Ebene wieder für die Abfertigung von USA-Flügen genutzt. Damit stehen fünf zusätzliche Flugzeug-Abstellpositionen direkt am Gebäude, Kapazität für die bei USA-Flügen nötigen Sonderkontrollen und fünf zusätzliche Gates für das Boarding der Passagiere zur Verfügung. Auch das unterirdische Personentransportsystem, mit dem das Terminal 2 und der Satellit verbunden sind, wurde wieder in Betrieb genommen.

    Momentan werden am Flughafen München etwa 600 Starts und Landungen pro Tag abgewickelt. Vor Corona waren es fast doppelt so viele gewesen.

    13.15 Uhr: Ingolstadt baut Impfzentrum und Teststationen aus

    Das Impfzentrum Ingolstadt baut seine Kapazitäten aus: Heute haben 15 weitere Mitarbeiter*innen ihren Dienst angetreten, wie die Stadt mitteilte. Das Ziel sei die Impfkapazität in absehbarer Zeit auf rund 1.500 Impfungen pro Tag zu steigern. Dazu sollen auch die Öffnungszeiten weiter ausgedehnt werden.

    Trotzdem sucht der Betreiber, das Bayerische Rote Kreuz, weiterhin zeitnah Mitarbeiter*innen mit medizinischer Ausbildung oder entsprechenden Vorkenntnissen, wie beispielsweise MTA oder Arzthelfer*innen. Oberbürgermeister Christian Scharpf (SPD) ruft mögliche Bewerber*innen auf, sich zu melden: "Impfen ist unser Weg aus der Pandemie. Neben Hausärzten, Betriebsärzten und unseren Impfzentren befürworte ich ausdrücklich auch Apotheken, Zahnärzte und Tierärzte in die Impfkampagne einzubeziehen", so der OB.

    Ab heute können sich Impfwillige im Impfzentrum nur noch mit Termin impfen lassen. Dadurch sollen die zuletzt langen Wartezeiten wegfallen. Weiterhin kann man sich im Ingolstädter Westpark ohne Termin die Schutzimpfung geben lassen: "Wir verlegen unsere mobile Station ins Innere des Westparks, sodass die Menschen nicht mehr draußen warten müssen", erklärt Firat Avutan, Geschäftsführer des BRK Ingolstadt. Neu ist in Ingolstadt der Impf-Drive-In, der am 1. Dezember beim Audi Sportpark startet, ebenfalls ein niederschwelliges Angebot ohne Terminvereinbarung.

    Auch das Testangebot soll in Ingolstadt ausgeweitet werden – auch hier gab es in den vergangenen Tagen viel Kritik. Derzeit seien 24 private Anbieter im Stadtgebiet zugelassen – neben den Ärzten, Apotheken und den Rettungsdiensten. Insgesamt seien es 40 Stellen, an denen sich die Ingolstädter*innen testen lassen können, wie Gesundheitsreferent Isfried Fischer mitteilte. Es sollen aber noch mehr werden, aktuell hätten weitere neun potenzielle Anbieter die Zulassung beim Gesundheitsamt beantragt, weitere 19 hätten Voranfragen gestellt.

    12.30 Uhr: Ärzteverbände: Mehr Aufwand durch Diskussionen über Moderna-Booster

    Diskussionen mit Patienten über den Wechsel zum Moderna-Impfstoff für Booster-Impfungen verursachen bei Bayerns Ärzten zusätzlichen Aufwand. "Die Praxen sind zurzeit stark ausgelastet und der Wechsel von Biontech auf Moderna erzeugt bei vielen Patienten Erklärungsbedarf, was wiederum Zeit kostet, die wir eigentlich nicht haben", sagte der Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbands, Markus Beier, am Mittwoch. Dabei seien beide Impfstoffe bei über 30-Jährigen gleich gut für Auffrischimpfungen geeignet – unabhängig vom Impfstoff bei Erst- und Zweitimpfung, sagte Beier. "Ich würde mich jederzeit mit Moderna boostern lassen."

    Ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) bestätigte, dass solche Diskussionen in den Praxen bei einzelnen Patienten nötig seien. "Als größeres Problem" sei das an die KVB bisher aber nicht kommuniziert worden.

    Das Bundesgesundheitsministerium hatte vor geraumer Zeit Begrenzungen bei Bestellmengen für den Biontech-Impfstoff angekündigt. Dafür soll das Präparat von Moderna bei den Booster-Impfungen vermehrt zum Einsatz kommen. Zur Begründung wurde auch darauf verwiesen, dass andernfalls eingelagerte Moderna-Dosen zu verfallen drohten.

    11.18 Uhr: Innovationskonferenz DLD abgesagt

    Die für Mitte Januar geplante Rückkehr der Innovationskonferenz DLD in München ist angesichts der neuen Corona-Risiken abgesagt worden. Nun werde der Herbst kommenden Jahres als Termin angepeilt, teilte Gründerin und Geschäftsführerin Steffi Czerny mit. Die Auswirkungen der Omikron-Variante seien noch schwer einzuschätzen, und es sei unklar, ob in kommenden Monaten überhaupt Großveranstaltungen stattfinden könnten. Die vom Medienkonzern Burda veranstaltete DLD-Konferenz (Digital Life Design) versucht, eine Brücke zwischen Technologie, Politik und Kunst zu schlagen. Sie findet traditionell im Januar in München statt. Im vergangenen Jahr wichen die Veranstalter bereits auf eine Online-Ausgabe aus.

    10.14 Uhr: Innklinikum meldet fünf Corona-Tote seit gestern

    Eine ungewöhnlich hohe Zahl an Corona-Toten meldet das Innklinikum. Wie der Krankenhauskonzern mit Standorten in Mühldorf, Altötting, Burghausen und Haag am Vormittag mitgeteilt hat, sind gestern fünf Menschen an oder mit dem Virus verstorben. Es handelt sich ausschließlich um Männer von 70 bis 80 Jahren, der Altersdurchschnitt beträgt 76 Jahre. Weitere Details - wie etwa den Impfstatus und ob alle auf Intensivstation behandelt wurden - teilt das Innklinikum mit Verweis auf den Datenschutz traditionell nicht mit.

    Erst am Montag hatte das Krankenhaus gemeldet, dass über das Wochenende, also von Freitag bis Sonntag, acht Menschen an oder mit Corona verstorben waren. Damals hieß es, das sei eine "sehr hohe Zahl".

    09.15 Uhr: Sabine Dittmar (SPD): Impflücke in Deutschland nicht tolerabel

    Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Bundestag, Sabine Dittmar, hat sich klar für eine allgemeine Impfpflicht in Deutschland ausgesprochen. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, radioWelt am Morgen) sagte sie: "Eine Impflücke von fast 16 Millionen Menschen ist nicht tolerabel, wird uns vor der fünften, sechsten Welle nicht schützen. Deshalb bin ich sehr dafür. Ich werde auch dafür stimmen." Sie habe sich in dieser Frage "massiv getäuscht" - noch vor einem Jahr habe sie gedacht, dass dies nicht nötig sei, weil es in Deutschland eine hohe Impfbereitschaft gebe.  Auf die Frage, warum viele Entscheidungen zur Eindämmung der Pandemie so lange dauern, sagte Dittmar: "Es zählt in der Tat jede Stunde im Moment und ich bin da auch manchmal sehr unzufrieden, dass vieles so lange dauert." Die geschäftsführende und künftige Bundesregierung würden aber auch jetzt schon gut zusammenarbeiten. Ein Beispiel sei der Krisenstab im Bundeskanzleramt, der schon jetzt seine Arbeit aufnehme, noch bevor die neue Regierung installiert ist. 

    Von der morgigen Bund-Länder-Runde erwartet sich Dittmar eine Einigung der Länder auf eine flächendeckende 2G-Regelung, auch für den Einzelhandel. Außerdem müsse man auch darüber reden, ob das Infektionsschutzgesetz in manchen Punkten noch eine Klarstellung brauche. "Hochinfektionsländer fordern zum Beispiel auch, dass sie die Möglichkeit haben, Restaurants komplett zu schließen. Ich bin da offen für diese Forderung", so Dittmar. 

    Auf die Frage, ob sie sich vorstellen könne, Bundesgesundheitsministerin zu werden, wollte Dittmar nicht konkret antworten. Sie schloss es allerdings auch nicht aus: "Ich mache seit über zehn Jahren verantwortlich Gesundheitspolitik und das ist ein Thema, für das ich brenne und in dem ich mich auch sehr sicher fühle, was die Inhalte angeht."

    09.02 Uhr: Landkreis Miesbach richtet Leichensammelstelle ein

    Angesichts der angespannten Lage in den Krankenhäusern richtet der Landkreis Miesbach vorsorglich eine Leichensammelstelle ein. "Es ist eine Vorsichtsmaßnahme", sagte eine Sprecherin des Landratamtes am Mittwoch. Es gehe darum, Leichen zu kühlen, bevor sie bestattet werden könnten. Der Ort werde in diesen Tagen eingerichtet.

    Krematorien und Bestatter seien zunehmend überlastet, weil zu den üblichen Verstorbenen nun auch die an Corona verstorbenen Menschen hinzukommen würden. Derartige Vorbereitungen habe es unter dem Eindruck von Bergamo bereits in der Vergangenheit gegeben, sagte die Sprecherin. Der Katastrophenschutz treffe nun erneut erste Vorbereitungen - obwohl die Zahlen der Neuinfektionen in der vergangenen Woche im Vergleich zu den Vorwochen zurückgegangen seien. Es könne aber keine Entwarnung gegeben werden, man rechne wieder mit steigenden Zahlen. Im November sind 23 Bürger im Landkreis Miesbach, 10 Frauen und 13 Männer im Alter von 61 bis 92 Jahren, mit dem Coronavirus verstorben, teilte das Landratsamt mit. Wo die Leichensammelstelle eingerichtet wird, dazu macht die Behörde aus Pietätsgründen keine Angaben. Dies sei ein geschützter Ort, an dem Leichen gekühlt gelagert werden könnten, bis sie bestattet werden.

    Aber es gibt auch gute Nachrichten aus dem Miesbacher Landkreis: Die Zahl der Neuinfektionen ist in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche deutlich zurückgegangen. Die Impfnachfrage sei weiter hoch, stellt das Landratsamt fest. In der vergangenen Woche wurden über 4.100 Impfungen abgewickelt. Sonntags wird nun im Haushamer Impfzentrum Impfen für Senioren über 70 angeboten. Alle Miesbacher Landkreisbürger über 60 Jahren erhalten demnächst per Post Infos zur Auffrischungsimpfung.

    06.33 Uhr: Omikron-Fall im Eurocity nach Tirol

    Vor einer Woche ist nach Erkenntnissen der österreichischen Gesundheitsbehörden eine mit der Omikron-Variante des Coronavirus infizierte Person im Eurocity von München nach Tirol gefahren. Weitere Passagiere des betroffenen Eurocitys sind jetzt aufgefordert, sicherheitshalber einen PCR-Test zu machen, so eine Mitteilung der österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Es geht um den Eurocity 83, der am vergangenen Dienstag, 23.11., um 15.34 Uhr am Münchner Ostbahnhof abgefahren ist. Die infizierte Person stieg in Jenbach (Tirol) aus. Zugreisende, die beim Kauf des Tickets ihre E-Mail-Adresse hinterlegt haben, werden von den österreichischen Gesundheitsbehörden direkt kontaktiert.

    05.30 Uhr: Krippen und Lichtkunst beim Pfaffenhofener Winterkulturweg

    Trotz der Corona-Einschränkungen lädt Pfaffenhofen zum weihnachtlichen Flanieren ein: Dort bietet der Winterkulturweg unter freiem Himmel 40 Stationen mit Krippen und Kunstinstallationen. Der Winterkulturweg öffnet heute. Geprägt wird er von Kunst-Installationen und einer Freiluftausstellung des Pfaffenhofener Malers Michael P. Weingartner.

    An verschiedenen Punkten der Innenstadt setzt der Lichtkünstler Markus Jordan seine Installationen in Szene. So wirbt zum Beispiel der Pfaffenhofener Hungerturm mit projizierten Zitaten für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe. Gleich in der Nähe des Hungerturms am Stadtgraben zeigt der Illustrator Sebastian Schwamm eine neue Inszenierung der heiligen Geschichte, aufwendig in Szene gesetzt auf großen Leuchtkästen. Weihnachtlich gestaltete Fotopunkte laden ein, selbst stimmungsvolle Schnappschüsse zu schießen.

    Auf der Ilm-Insel wird ab 10. Dezember ein Lichttunnel zu einem Besuch einladen. Die Fassade der Joseph-Maria-Lutz-Schule verwandelt sich bis Heiligabend in einen illuminierten Adventskalender, bei dem jeden Abend ein neues, weiteres Fenster erstrahlt. In vielen Schaufenstern der Innenstadt-Geschäfte stehen Krippen. Zum Teil handelt es sich um traditionelle Stücke aus Familienbesitz, zum Teil werden sie von Krippenbauern zur Verfügung gestellt. Der Weg gleicht dabei einer Wanderung durch die vielen Varianten und Traditionen des Krippenbaus über die Jahrhunderte. Zu sehen sind auch die alljährlich in den Kirchen aufgebauten Krippen – wie etwa die über 200 Jahre alte, große Stationen- und Wechsel-Krippe in der Spitalkirche. Ein Glanzlicht der Krippenausstellung sind Meisterstücke von Absolventinnen und Absolventen der Berufsfachschule für Holzschnitzerei und Schreinerei Berchtesgaden sowie die lebensgroße Krippe von Josef Brummer am Oberen Hauptplatz.

    Die Fenster des Landratsamts-Foyers zeigen eine Auswahl schöner und aufwendiger Krippen, die eigentlich in der Städtischen Galerie zu sehen gewesen wären. Die Pfaffenhofener Innenstadt bietet so auch ohne den beliebten Christkindlmarkt von Anfang Dezember bis 6. Januar viel weihnachtliches Flair. Dafür sorgen auch mit beleuchteten Häusern am Hauptplatz, der große Christbaum und die vielfältigen Stationen des Winterkulturwegs. / ENDE Fotos: Die Lichtinstallation "Anamorphose" von Markus Jordan ist in der Auenstraße zu sehen. Eine Künstlerkrippe von Ralf Klement ist in der Galerie "KuK44" in der Auenstraße ausgestellt.

    03.30 Uhr: Umbau im Münchner Gasteig für Impfstation

    Die Stadt richtet im Kulturzentrum Gasteig - wie angekündigt - eine weitere feste Impfstation ein, ab heute sind die entsprechenden Räume angemietet. Jetzt werden dort zum Beispiel Imfkabinen und Check-In-Schalter aufgebaut, und die Einrichtung wird mit der erforderlichen IT ausgestattet. Ab der zweiten Dezemberhälfte sollen dann etwa 1.000 Impfungen pro Tag durchgeführt werden. Der Gasteig soll Anlaufstelle gerade für Erst- und Familienimpfungen werden. Das hatte Gesundheitsreferentin Bearix Zurek vergangenen Donnerstag im Stadtrat angekündigt. Der Betrieb im Impfzentrum Riem soll bereits ab 9. Dezember auf sieben Wochentage ausgedehnt werden. Ziel sind dort 30.000 Impfungen am Tag.

    03.30 Uhr: Schärfere Regeln für Außengastro in München ab heute in Kraft

    Ab heute gilt in der Münchner Außengastronomie die 2-G-Regel. Nur wer geimpft oder genesen ist, darf in Schanigärten und Freischankflächen Platz nehmen. Der Verzehr von Speisen und Getränken ist nur am Sitzplatz erlaubt. Für Gäste die sich nicht an ihrem Sitzplatz befinden, gilt die FFP-2 Maskenpflicht. Damit gelten in der Münchner Gastronomie drinnen wie draußen einheitliche Regeln.

    Nach den Worten von Oberbürgermeister Dieter Reiter ist die Verschärfung der Außengastronomie-Regeln eine Folge der am Wochenende beobachteten "Auswüchse". So berichtete die SZ über einen Außengastronomiebetrieb in der Münchner Innenstadt, bei dem Gästegruppen ihre Speisen und Getränke im Stehen verzehrten anstatt auf ihren Sitzplätzen. Man habe zwar beschlossen, dass Freischankflächen im Winter mit Ökostrom beheizt werden dürfen, so Oberbürgermeister Dieter Reiter in einem schriftlichen Statement, dies dürfe aber nicht dazu führen, dass dadurch Infektionsherde entstünden. Die nun schärferen Regeln müssen von den Gastronomiebetrieben selbst kontrolliert werden. Das Einhalten der Regeln überprüft die Stadt nach eigenen Angaben flächendeckend in allen Stadtbezirken.

    03.30 Uhr: Schwerpunkttag: Mühldorf überwacht verstärkt die Einhaltung der Corona-Regeln

    Erstmals während des Hotspot-Lockdowns startet das Mühldorfer Landratsamt zusammen mit der Polizei heute ganztags einen Schwerpunkttag, um die Einhaltung der Corona-Regeln zu überprüfen. Im Fokus steht dabei unter anderem der Einzelhandel. Wie die Behörde gestern am späten Nachmittag mitgeteilt hat, wird die Polizei die Einhaltung der Maskenpflicht überprüfen. Die Landratsamtsmitarbeiter konzentrieren sich auf Hygienekonzepte, die Quadratmeterbeschränkungen und die Handhabung von 3G am Arbeitsplatz. Friseure sollten sich den Angaben zufolge auf Kontrollen der für sie geltenden 2G-Regel einstellen. Bei den bisherigen Kontrollen wurden laut Landratsamt nur wenige Verstöße festgestellt. Sehr viele Betriebe seien bereits bestens aufgestellt.

    03.30 Uhr: Ingolstadt will mit Impfterminen Wartezeit verkürzen

    In Ingolstadt sollen Impftermine und zusätzliche Angebote die Wartezeiten verkürzen. Das haben das Bayerische Rote Kreuz und Stadt gestern erklärt. Bereits ab heute gilt an allen Impfstationen eine Terminregelung. Eine Ausnahme bildet ein Impf-Drive-IN. Mit diesem Maßnahmenkatalog reagieren die Verantwortlichen auf die teils sehr langen Warteschlangen vor den Impfzentren. So werden ab heute im Donau-City-Center ausschließlich Impfungen nach Terminvereinbarung durchgeführt. Anmelden muss man sich über http://impfzentren.bayern. Wie die Stadt meldet, gibt es aktuell noch Termine im Dezember. Und es kommen noch weitere hinzu. Denn das Persional im Impfzentrum wird aktuell noch ausgebaut. Ab nächster Woche, Kalenderwoche 49, sollen auch die Öffnungs-Zeiten stufenweise ausgedehnt werden. Ebenfalls am Morgen startet das BRK in Ingolstadt eine erweiterte Hotline, um den zahlreichen Anrufen gerecht zu werden. Die Telefonnummer lautet: 0841/9333-88. Erreichbar ist die Hotline von Montag bis Freitag, von 9 bis 16 Uhr.

    Ab heute wird die mobile Station Westpark in den Innenraum verlagert. Dort wurden drei Impfkabinen aufgebaut. Neu ist hier, dass vor Ort beim Check-In so genannte Tagestermine ausgegeben werden. Den Impfwilligen wird dabei eine Uhrzeit genannt wird, zu der sie sich in den Impfkabinen einfinden sollen. Ist das Kontingent an diesem Tag aufgebraucht, werden keine weiteren Impfwilligen mehr aufgenommen. Die Ausgabe der Tagestermine soll ebenfalls Schlangenbildung vermeiden. Die Impfstation im Westpark hat geöffnet von 10 bis 17 Uhr, Montag bis Samstag. Als einziges Angebot ohne Terminvereinbarung startet ab heute der Impf-Drive-IN. Auf dem großen Parkplatz des P3 in der Manchinger Straße werden die ankommenden Autos in Richtung Impfbus geleitet, in dem dann geimpft wird. Idee hier ist ein niederschwelliges Angebot. Hier können die Impfwilligen im „warmen“ Auto verweilen. Die Öffnungszeiten für den Impf-Drive-IN sind 10 bis 17 Uhr, Montag bis Freitag. Die Stadt weist darauf hin, dass für Kinderimpfungen Kapazitäten zurückgehalten werden. Sobald die Kinderimpfungen freigegeben wurden, wird die Stadt Ingolstadt über die Möglichkeiten Termine zu vereinbar, erneut informieren.

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    Im Landkreis Rosenheim gibt es zwei Verdachtsfälle der neuen Omikron-Variante des Coronavirus.

    Dienstag, 30.11.

    16.57 Uhr: Zwei Omikron-Verdachtsfälle bei Reiserückkehrern aus dem Landkreis Rosenheim

    Im Landkreis Rosenheim gibt es zwei Verdachtsfälle der neuen Omikron-Variante des Coronavirus. Das teilte das Landratsamt Rosenheim mit. Beide Fälle betreffen Reiserückkehrer aus Südafrika. Die erste Person war am Donnerstag am Münchner Flughafen gelandet. Während am Ankunftstag der Antigentest negativ ausfiel, fiel ein weiterer Selbsttest am Freitag positiv aus, ebenso ein PCR-Test am Samstag. Ein Labor untersuche nun, ob hier die Omikron-Variante vorliege, so das Landratsamt. Der Erkrankte sei vollständig geimpft und hatte leichte grippale Symptome. Auch ein PCR-Test bei zwei Familienmitgliedern, die ebenfalls vollständig geimpft sind, fiel positiv aus, teilte das Landratsamt mit. Das Gesundheitsamt ordnete für alle drei Personen 14 Tage Quarantäne an.

    Ein zweiter Landkreisbürger befindet sich nach einem positiven Test in einem Hotel am Flughafen in Quarantäne. Weiter teilt das Landratsamt mit, dass sich in dem Flugzeug zehn weitere Reiserückkehrer aus Stadt und Landkreis befanden. Ihr PCR-Test fiel negativ auf, alle befinden sich in häuslicher Quarantäne.

    16.55 Uhr: Kleeblatt-Konzept: Ebersberger Corona-Patient nach Hamburg verlegt

    Ein Intensiv-Patient aus der Kreisklinik Ebersberg wurde im Rahmen des "Kleeblatt-Konzepts" in ein Klinikum nach Hamburg verlegt. Das hat das Landratsamt jetzt mitgeteilt. Aktuell werden im Ebersberger Krankenhaus 30 Patientinnen und Patienten mit Corona behandelt. Acht von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt und beatmet.

    16.09 Uhr: Sonderimpfaktion im Roncallihaus in Tutzing

    Die mobilen Teams des BRK-Impfzentrums kommen ein weiteres Mal nach Tutzing. Am Freitag, den 3. Dezember, kommen sie wieder ins Roncallihaus (Kirchenstraße 10). Geimpft wird jeweils von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr. Es sind Erst-, Zweit- und Drittimpfungen möglich. Eine vorherige Terminvereinbarung ist nicht erforderlich, teilt das Landratsamt Starnberg mit. Geimpft werden können in dieser Zeit etwa 70 Impfwillige. Je nach Andrang kann daher möglicherweise nicht jedem Impfwilligen eine Impfung angeboten werden. Zudem kann es auch zu Wartezeiten kommen, so das Landratsamt.

    15.20 Uhr: Katastrophenschutz Miesbach: vorsorgliche Vorbereitungen für eine Leichensammelstelle

    Der Katastrophenschutz am Landratsamt Miesbach trifft erste vorsorgliche Vorbereitungen für eine Leichensammelstelle. Das teilte das Landratsamt in seinem Corona-Update mit. Krematorien und Bestatter seien zunehmend überlastet, weil zu den üblichen Verstorbenen nun auch die an Corona verstorbenen Menschen hinzukommen würden. Im November sind 23 Bürger im Landkreis Miesbach, 10 Frauen und 13 Männer im Alter von 61 bis 92 Jahren, mit dem Coronavirus verstorben, teilte das Landratsamt mit. Wo die Leichensammelstelle eingerichtet wird, dazu macht die Behörde aus Pietätsgründen keine Angaben. Dies sei ein geschützter Ort, an dem Leichen gekühlt gelagert werden könnten, bis sie bestattet werden.

    Aber es gibt auch gute Nachrichten aus dem Miesbacher Landkreis: Die Zahl der Neuinfektionen ist in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche deutlich zurückgegangen. Die Impfnachfrage sei weiter hoch, stellt das Landratsamt fest. In der vergangenen Woche wurden über 4.100 Impfungen abgewickelt. Sonntags werden nun im Haushamer Impfzentrum Impfungen für Senioren über 70 Jahre angeboten. Alle Miesbacher Landkreisbürger über 60 Jahre erhalten demnächst per Post Infos zur Auffrischungsimpfung.

    15.02 Uhr: Aufschiebbare stationäre Behandlungen in weiteren neun oberbayerischen Krankenhäusern ausgesetzt

    Mit Blick auf die weiterhin höchst kritische Lage in den oberbayerischen Krankenhäusern hat die Regierung von Oberbayern neun weitere Kliniken in Stadt und Landkreis München dazu verpflichtet, von sämtlichen unter medizinischen Aspekten aufschiebbaren stationären Behandlungen abzusehen. In München sind das die Clinic Dr. Decker, die Klinik Josephinum, die Dr. Lubos Kliniken Bogenhausen, die Maria-Theresia-Klinik, das Krankenhaus für Naturheilweisen München-Harlaching, die Paracelsus-Klinik München, die Sana Klinik München und die Schön Klinik München Harlaching sowie im Landkreis München die Wolfart Klinik in Gräfelfing.

    Diese Kliniken, die bislang Covid-19-Patienten nicht oder nur untergeordnet behandelt haben, sollen nun ebenfalls stationäre Kapazitäten für Notfallpatienten, Covid-19-Patientinnen und -Patienten, deren planbare Behandlung aus medizinischen Gründen nicht verschoben werden kann, reservieren. Die Anordnung der Regierung gilt bis einschließlich 10. Januar.

    Oberstes Ziel der Anordnung ist es weiterhin, stationäre Kapazitäten für die Versorgung aller Notfall- und Intensivpatienten sicherzustellen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Weiterhin gelte, dass medizinisch dringliche Operationen wie zeitkritische Herz- oder Tumor-Operationen nicht von der Anordnung erfasst seien. Über die medizinische Dringlichkeit würden die behandelnden Ärzte entscheiden.

    14.30 Uhr: Freising baut Impfkapazität aus

    Die Kapazität im Impfzentrum Freising wird ab Dezember aufgestockt: Künftig können bis zu 480 Spritzen pro Tag gegeben werden - doppelt so viele wie bisher. Weitere 96 kommen in der Außenstelle in Au/Hallertau dazu. Die zusätzlichen Termine wurden bereits vor mehreren Tagen freigeschaltet.

    14.17 Uhr: Ingolstadt will mit Impfterminen Wartezeit verkürzen

    In Ingolstadt sollen Impftermine und zusätzliche Angebote die Wartezeiten verkürzen. Das haben das Bayerische Rote Kreuz und die Stadt heute erklärt. Bereits ab morgen, 01.12., gilt an allen Impfstationen eine Terminregelung. Eine Ausnahme bildet ein Impf-Drive-In. Mit diesem Maßnahmenkatalog reagieren die Verantwortlichen auf die teils sehr langen Warteschlangen vor den Impfzentren.

    So werden ab morgen im Donau-City-Center ausschließlich Impfungen nach Terminvereinbarung durchgeführt. Anmelden muss man sich über das Bayerische Impfportal. Wie die Stadt meldet, gibt es aktuell noch Termine im Dezember - und es kommen noch weitere hinzu. Denn das Personal im Impfzentrum wird aktuell noch ausgebaut. Ab kommender Woche sollen auch die Öffnungszeiten stufenweise ausgedehnt werden. Ebenfalls ab morgen startet das BRK in Ingolstadt eine erweiterte Hotline, um den zahlreichen Anrufen gerecht zu werden. Die Telefonnummer lautet: 0841/9333-88. Erreichbar ist die Hotline von Montag bis Freitag zwischen 9 und 16 Uhr.

    Ab 1. Dezember wird die mobile Station Westpark in den Innenraum verlagert. Dort wurden drei Impfkabinen aufgebaut. Neu ist hier, dass vor Ort beim Check-In so genannte Tagestermine ausgegeben werden. Den Impfwilligen wird dabei eine Uhrzeit genannt wird, zu der sie sich in den Impfkabinen einfinden sollen.

    Als einziges Angebot ohne Terminvereinbarung startet am 1.12. der Impf-Drive-In. Auf dem großen Parkplatz des P3 in der Manchinger Straße werden die ankommenden Autos in Richtung Impfbus geleitet, in dem dann geimpft wird. Die Idee ist ein niederschwelliges Angebot. Hier können die Impfwilligen im "warmen" Auto verweilen. Die Öffnungszeiten für den Impf-Drive-In sind von 10 bis 17 Uhr, Montag bis Freitag.

    12.17 Uhr: Ingolstädter Altstadttheater schließt wegen Corona bis Weihnachten

    Das Altstadttheater Ingolstadt stellt den Vorstellungsbetrieb vorübergehend bis Weihnachten ein. Eine Öffnung sei angesichts der aktuellen Lange nicht weiter zu verantworten, heißt es von Seiten des Theaters. Alle geplanten Veranstaltungen im Altstadttheater und in der Matthäus-Kirche werden auf Januar verschoben. Bereits bezahlte Karten behalten ihre Gültigkeit, können erstattet oder in eine Gutschrift umgewandelt werden. Das Theater informiert das Publikum, sobald die neuen Termine feststehen. Theaterleiterin Leni Brem-Keil sagte: "Es ist sehr schmerzhaft, diese Entscheidung so fällen zu müssen und wir hatten uns so sehr darauf gefreut, für unser Publikum zu spielen, aber alles andere ist leider momentan nicht verantwortbar und nicht machbar." Das Ingolstädter Stadttheater klärt derzeit noch, wie weiter vorgegangen werden soll.

    11.49 Uhr: Münchner Stadtrat: Mehrere Corona-Verdachtsfälle

    Alle heute stattfindenden Ausschüsse des Münchner Stadtrates wurden am Morgen von der Stadt abgesagt. Grund sind mehrere Coronafälle unter den Stadtratsmitgliedern. Aus dem Münchner Rathaus heißt es, dass nach der Vollversammlung vergangene Woche die Corona-Warnapp bei vielen Stadtratsmitgliedern auf rot gesprungen sei. Unter den teilnehmenden Personen hätten sich demnach mehrere später positiv Geteste befunden. Derzeit würden die PCR-Tests aller Stadtratsmitglieder analysiert. Sobald die Ergebnisse vorliegen, wird entschieden, ob die weiteren Ausschüsse diese Woche auch ausfallen oder stattfinden, so das Münchner Rathaus. Die Sitzungen des Münchner Stadtrates sind öffentlich. Es gilt laut Stadt die 3G-Regel sowie eine FFP2 Maskenpflicht - auch am Platz.

    11.48 Uhr: Zahl der Krankmeldungen in Oberbayern am niedrigsten

    In Bayern gibt es nach einer Auswertung der Betriebskrankenkassen auffällige regionale Unterschiede bei den Krankmeldungen: In Unter- und Oberfranken melden sich Arbeitnehmer im Schnitt häufiger - beziehungsweise länger - krank als in Oberbayern, wie der Landesverband der bayerischen Betriebskrankenkassen mitteilte. Die Oberbayern waren demnach im Jahr 2020 im Schnitt 14,1 Tage krank, die Ober- und Unterfranken 19,1 Tage. Am wenigsten erkrankten die Bewohner Starnbergs mit jährlich nur 11,6 "AU-Tagen" - AU steht auf der ärztlichen Krankschreibung für "Arbeitsunfähigkeit". Am anderen Ende der Skala lag Kronach in Oberfranken mit 29,3 Tagen. Der bayerische Schnitt von 16,3 war etwas niedriger als 2019. Oberpfälzer Arbeitnehmer fehlten im Schnitt 17,6 Tage, gefolgt von Mittelfranken, Niederbayern und Schwaben mit je 16,7. Eine exakte Erklärung der Diskrepanzen gibt es nicht. Ein in Medizin und Sozialwissenschaften bekanntes Phänomen ist, dass Wohlhabende häufig gesünder sind als Menschen mit wenig Geld - in Starnberg liegt die durchschnittliche Kaufkraft weit über dem Bundesdurchschnitt. Zudem spielt mutmaßlich die Wirtschaftsstruktur und die Art der Arbeitsplätze in einer Region eine Rolle. Menschen, die körperlich hart oder bei jedem Wetter draußen arbeiten, sind häufiger arbeitsunfähig erkrankt als Büroangestellte. Dazu zählen laut BKK beispielsweise Reinigungsdienste, Erdbau oder Brief- und Paketzustellung mit jährlichen Ausfallzeiten von über 20 Tagen. Grundlage der Auswertung waren laut Landesverband die Daten von 40 Prozent der 2,5 Millionen Versicherten der bayerischen Betriebskrankenkassen, also etwa einer Million Menschen.

    10.43 Uhr: Der Nikolaus soll draußen bleiben

    Der Nikolaus in Corona-Zeiten sollte geimpft oder genesen und auf jeden Fall getestet sein. Das Gleiche gilt für den Krampus und weitere Begleiter. Der Tross des Bischofs sollte nicht mehr als drei Personen umfassen, und er soll keine Ansammlungen hervorrufen, sondern nur private Besuche vor der Haustür veranstalten. Das sind die wichtigsten Maßgaben, auf die sich die Landkreise Berchtesgadener Land, Traunstein, Mühldorf und Rosenheim samt Stadt für die Bräuche rund um den 6. Dezember geeinigt haben. Das Brauchtum soll gepflegt werden, heißt es in einer Erklärung, wegen der hohen Inzidenzwerte im Südosten Oberbayerns aber mit Zurückhaltung und gegenseitiger Rücksichtnahme. Ausdrücklich ist nicht von Regeln, sondern von Maßgaben und Empfehlungen die Rede. So bitten die Gesundheitsämter um eine "freiwillige Selbstverpflichtung der Gruppen auf 2Gplus" und um das Einhalten eines Mindestabstands von 1,5 Metern während des Besuchs. Das kann für Kinder, die nicht durchgehend brav waren, durchaus von Vorteil sein, weil der Krampus dann seine erzieherischen Maßnahmen nicht nach mehr oder weniger bewährtem Brauch umsetzen kann. Untersagt sind öffentliche Auftritte des Nikolaus und Krampusläufe oder ähnliche Traditionen, die es in vielen Ausprägungen in den einzelnen Regionen gibt.

    10.00 Uhr: Arbeitsmarkt in Oberbayern profitiert von Urlaubsfreude

    Die Zahl der Arbeitslosen in Oberbayern ist im November um 3.276 auf 78.308 zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote sank von 3,0 auf 2,9 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 3,6 Prozent gelegen. Die Entwicklung verlief damit genau wie im Durchschnitt des Freistaats. Innerhalb des Regierungsbezirks gibt es allerdings erhebliche Unterschiede. So verzeichnet die Landeshauptstadt München mit 4,1 Prozent die höchste Quote Oberbayerns. Allerdings erholte sich der Arbeitsmarkt dort schneller als in vielen Landkreisen. In den vom Tourismus geprägten Alpenlandkreisen nahm die Arbeitslosigkeit im November dagegen wieder zu, am deutlichsten in Garmisch-Partenkirchen. Dennoch lag die Quote mit Ausnahme des Berchtesgadener Lands überall unter dem bayerischen Durchschnitt von 2,9. „Wir haben sehr davon profitiert, dass die Menschen gerne Urlaub machen und natürlich am liebsten jetzt in Bayern“, sagte der Chef der bayerischen Arbeitsagenturen, Ralf Holtzwart, dem BR. Aufgrund der Pandemie rechne er aber „mit einer Umkehr in den nächsten Wochen“. Die niedrigste Arbeitslosigkeit Oberbayerns verzeichnet weiterhin der Landkreis Eichstätt mit einer Quote von 1,5 Prozent, gefolgt von Neuburg-Schrobenhausen (1,7) sowie Ebersberg und Pfaffenhofen/Ilm mit jeweils 1,8 Prozent.

    08.22 Uhr: Über 9.000 Impfungen in einer Woche: Mühldorfer Landrat erfreut über großes Interesse

    Die Nachfrage nach Corona-Impfungen im Landkreis Mühldorf bleibt verhältnismäßig hoch. Wie das Landratsamt mitteilt, haben sich in der vergangenen Woche mehr als 9.000 Menschen immunisieren lassen. Am Impfzentrum in Mühldorf, an den mobilen Stationen sowie durch die mobilen Impfteams wurden demnach insgesamt fast 6.100 Impfungen durchgeführt - davon 1.230 Erstimpfungen und gut 4.300 Booster. Zusätzlich meldet das Landratsamt über 3.000 Impfungen bei Hausärzten. "Es ist sehr erfreulich, dass sich wieder mehr Menschen für eine Schutzimpfung entscheiden", wird Landrat Max Heimerl in der Mitteilung zitiert. Neben Kontaktbeschränkungen sei die Erhöhung der Impfquote eine wichtige Maßnahme, die Infektionszahlen und damit auch das Risiko schwerer Verläufe zu reduzieren, um die Situation in den Kliniken zu entspannen. Die Quote der vollständig Geimpften im Landkreis Mühldorf am Inn beträgt somit 65,3 Prozent. Bayernweit liegt sie laut Robert Koch-Institut bei 66,7. Aufgrund der erhöhten Nachfrage kam es vor allem bei den mobilen Impfangeboten zu Wartezeiten. Deshalb werden die Kapazitäten erhöht. Gestern öffnete in Waldkraiburg das zweite Impfzentrum des Landkreises.

    07.55 Uhr: Söder will Impfungen auch in Apotheken

    Wenige Stunden vor der Bund-Länder-Runde zu Corona hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erneut ein entschlossenes und gemeinsames Handeln aller eingefordert. "Jetzt muss halt der Bund seine Hausaufgaben machen", sagte er am Dienstagmorgen dem Bayerischen Rundfunk. Dazu gehöre es etwa, den Apotheken die Möglichkeit zum Impfen zu geben und für genügend Impfstoff zu sorgen. "Und die rechtliche Basis für eine allgemeine Impfpflicht zu legen." Es brauche einheitliche Maßnahmen in Deutschland und keinen Flickenteppich.

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder forderte außerdem Geisterspiele in allen deutschen Fußballstadien: "Es macht auf absehbare Zeit keinen Sinn wieder Zuschauer zuzulassen. Es ist eine wichtige Forderung, dass wir heute bundeseinheitlich beschließen, dass wir künftig keine Zuschauer mehr machen. Wenn das auf Bundesebene nicht funktioniert, würden wir das für Bayern allein machen."

    An diesem Dienstag um 13.00 Uhr wollen die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder telefonisch über die Krise beraten. Konkrete Vorgaben über ihren Handlungsspielraum erhofft sich die Politik von den ersten grundsätzlichen Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zu den Freiheitsbeschränkungen in der Corona-Pandemie, die am Vormittag in Karlsruhe veröffentlicht werden. Zum Thema vorgezogene Weihnachtsferien sagte Söder, er sei offen für Gespräche mit allen darüber. Derzeit gebe es keinen Anlass, die Schulen in Bayern zu schließen.

    07.30 Uhr: Hotspot-Regionen in Südostoberbayern fordern Ausweitung der Corona-Hilfen

    Die Hotspot-Regionen in Südostoberbayern fordern eine Ausweitung der Corona-Hilfen. Landräte und Oberbürgermeister der Region 18 haben sich in einem gemeinsamen Schreiben an Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger gewandt. Das teilte das Landratsamt Rosenheim gestern Nachmittag mit. Die Initiative sei dabei von Mühldorfs Landrat Max Heimerl ausgegangen. Begründet werde das Schreiben damit, dass die Gastro und Hotellerie unter den Coronaauflagen seit Anfang November erhebliche Umsatzeinbußen hinnehmen müssten. Auch der Handel und weitere lokale Unternehmen spürten das zurückhaltende Konsum- und Freizeitverhalten. "Der aktuell geltende regionale Lockdown schränkt die Wirtschaft dort in bedrohlicher Weise noch weiter ein", heißt es seitens des Rosenheimer Landratsamtes. Die Landräte und Oberbürgermeister appellieren daher in ihrem Schreiben an Wirtschaftsminister Aiwanger, sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dafür einzusetzen, dass zusätzliche wirtschaftliche Hilfen für die Landkreise und Städte bewilligt werden – in Form von Soforthilfen, Überbrückungshilfen oder Zuschüssen.

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    Polizeibeamte gehen bei einem Pressetermin zu Corona-Kontrollen in München durch die Fußgängerzone.

    Montag, 29.11.

    16.08 Uhr: 5.800 Corona-Kontrollen durch die Münchner Polizei - 458 Verstöße

    Die Münchner Polizei hat in der Stadt und im Landkreis München in den vergangenen drei Wochen rund 5.800 Corona-Kontrollen durchgeführt. Wie Münchens Polizeipräsident Thomas Hampel am Nachmittag ausführte, bezogen sich die meisten Kontrollen (ca. 3.000) auf Gaststätten, Freizeiteinrichtungen und Betriebe. Zivilkräfte unterstützen zudem Fahrscheinkontrollen im öffentlichen Nahverkehr. Dort seien rund 1.000 Personen kontrolliert worden. Insgesamt registrierte die Polizei in und um München 458 Verstöße.

    12.09 Uhr: Brief an Traunsteiner Landrat: Politik muss Schüler und Auszubildende bestmöglich schützen und Schulen offen halten

    Weil er sich trotz hohem Inzidenzwert im Landkreis Traunstein dafür einsetzt, die Schulen offen zu lassen, hat sich der Kreisvorsitzende der Auszubildenden und Schüler Union Traunstein in einem Brief bei dem Traunsteiner Landrat Siegfried Walch bedankt. Nach zwei Lockdowns und den damit verbundenen Schulschließungen würden sich bereits große Missstände bei vielen Schülerinnen und Schülern zeigen, nicht nur wegen des fehlenden Lernstoffes, sondern auch wegen psychischer Folgen aufgrund der Kontaktbeschränkungen, so Ludwig Schaumberger in dem Schreiben. Schaumbergers Ansicht nach seien Schulschließungen das letzte Mittel. Ein weiterer Lockdown könnte sowohl der Bildung als auch der psychischen Gesundheit erheblich schaden. Da die Schüler in den letzten Monaten viel Solidarität und Verantwortung gezeigt hätten, sei es nun Aufgabe der Politik, die Jüngeren bestmöglich zu schützen.

    12.03 Uhr: Neuer Leitfaden für Schutzkonzepte in Kindertageseinrichtungen

    Mit einem neuen Leitfaden will das bayerische Familienministerium Kindertageseinrichtungen dabei unterstützen, ihre gesetzlich vorgeschriebenen Schutzkonzepte weiterzuentwickeln. Nach Angaben des Familienministeriums soll der Leitfaden den Verantwortlichen dabei helfen, sich "mit möglichen Gefährdungen innerhalb der Einrichtung auseinanderzusetzen". Familienministerin Carolina Trautner (CSU) erklärte in einer Mitteilung, die Umsetzung des Schutzauftrags im Kita-Alltag verlange eine dauerhafte Reflexion im Team und mit allen Beteiligten. Der Leitfaden des Ministeriums befasst sich mit der Bewertung von Risiken in Kindertageseinrichtungen, mit Fragen der Prävention, mit der Erstellung von Plänen für ein Eingreifen im Notfall, aber auch mit der Frage, wie nach einem Verdacht, der sich nicht bestätigt, wieder Vertrauen aufgebaut werden kann. Der "Leitfaden zur Sicherung des Schutzauftrags in Kindertageseinrichtungen – Schwerpunkt: kita-interne Gefährdungen" steht auf der Website des Familienministeriums zum Download zur Verfügung.

    11.49 Uhr: Kabinette von Bayern und Sachsen beraten gemeinsam über Corona-Lage

    Die Kabinette von Bayern und Sachsen wollen am morgigen Dienstag in einer virtuellen Sitzung gemeinsam über die aktuelle Corona-Lage beraten. Das teilte ein Regierungssprecher in München mit. Im Anschluss wollen die Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und Michael Kretschmer (CDU) über die Ergebnisse der Beratungen informieren - in zeitgleichen Pressekonferenzen, bei denen der jeweils andere Regierungschef virtuell zugeschaltet ist.

    In Sachsen ist die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut bundesweit mit Abstand am höchsten, und auch Bayern bewegt sich weiter in der Spitzengruppe. Aus beiden Bundesländern mussten zuletzt bereits zahlreiche Intensivpatienten in andere Bundesländer verlegt werden, um die Kliniken wenigstens ein Stück weit zu entlasten. Sowohl Söder als auch Kretschmer hatten zuletzt wiederholt ein Vorziehen der nächsten Bund-Länder-Beratungen über die Corona-Krise verlangt - bislang ist dafür erst der 9. Dezember vorgesehen.

    11.48 Uhr: Weitere Maschine aus Südafrika in München gelandet

    Am Flughafen München ist in der Nacht (ca. 23 Uhr) eine weitere Maschine aus Kapstadt angekommen. Es war zugleich die erste Landung eines Flugzeugs aus Südafrika, seit die Einstufung des Landes als Virusvariantengebiet in Kraft getreten ist. An Bord waren etwa 300 Passagiere, die alle eine Locator Card mit Informationen zum weiteren Aufenthalt ausfüllen und einen PCR-Test machen mussten, wie ein Flughafen-Sprecher auf BR-Anfrage mitteilte. Wer ein positives Ergebnis bekam, wurde zur Quarantäne in ein nahegelegenes Hotel - in einen separaten Bereich - gebracht. Passagiere mit negativem Ergebnis durften nach Hause, um sich dort in Quarantäne zu begeben. Negativ getestete Umsteiger konnten weiterreisen, über Infektionsschutzmaßnahmen wird in diesen Fällen am Zielort entschieden. Das Prozedere war somit letztlich das gleiche wie bereits am Freitag. Zum Ergebnis der PCR-Tests der vergangenen Nacht konnte der Flughafen-Sprecher noch nichts sagen. Die Antwort auf eine BR-Anfrage an das bayerische Gesundheitsministerium steht noch aus. Auch am Mittwoch wird wieder eine Maschine aus Kapstadt erwartet. Aktuell wird Südafrika - konkret Kapstadt - nur drei Mal pro Woche von München aus angeflogen. In allen Fällen handelt es sich um Lufthansa-Verbindungen.

    11.16 Uhr: "Sehr hohe Zahl": Innklinikum meldet acht Corona-Tote übers Wochenende

    Im Innklinikum sind über das Wochenende acht Menschen an oder mit Corona verstorben. Das hat der Krankenhauskonzern mit Standorten in Mühldorf, Altötting, Burghausen und Haag am Vormittag mitgeteilt. Wie ein Sprecher dem Bayerischen Rundfunk sagte, sei das eine sehr hohe Zahl.

    Die zwischen Freitag und gestern Verstorbenen waren im Schnitt 80 Jahre alt. Die jüngste Tote war eine 54-jährige Frau, die älteste eine 92-jährige. Ob alle acht auf Intensivstation behandelt wurden, teilte das Innklinikum mit Verweis auf den Datenschutz auch auf Nachfrage nicht mit.

    11.07 Uhr: Hoher Krankenstand in der Pflege in den RoMed-Kliniken - je nach Standort 20-30 Prozent

    Zusätzlich zu der hohen Belastung auf den Intensivstationen wird die Situation in den RoMed-Kliniken im Landkreis Rosenheim dadurch verschärft, dass viele Pflegerinnen und Pfleger selbst erkrankt sind. Das berichtete der Geschäftsführer Jens Deerberg-Wittram vergangene Woche im Rosenheimer Stadtrat. Der Krankenstand belaufe sich je nach Standort auf 20 bis 30 Prozent. Erträglich seien 5 bis 7 Prozent, so Deerberg-Wittram. Besonders prekär sei die Lage in der Notaufnahme, die kurz vor dem Kollaps stünde. "Wir funktionieren nicht mehr so, wie wir sollten", gab Deerberg-Wittram zu. Der Personalnotstand betreffe ebenso die Unfallchirurgie wie auch die Intensivstationen. Der Krankenstand sei auch coronabedingt. Kündigungen sehe man insgesamt nur wenige, dafür mehr Mitarbeiter, die in Teilzeit gehen würden. Auch das bereite ihm Sorge, so der Klinikgeschäftsführer, weil die Gefahr bestehe, dass sich Teilzeitmitarbeiter irgendwann beruflich umorientieren. Insgesamt hätten die RoMed-Kliniken Nachbesetzungsprobleme, was in der Vergangenheit nicht der Fall gewesen sei. Jens Deerberg-Wittram beantwortete die Frage "Hättet ihr denn mehr tun können?" im Stadtrat gleich selbst. Es habe Zuschüsse, tarifliche Prämien und Steuerbefreiungen gegeben. Aber, so der Klinikgeschäftsführer, man werde mit Geld nicht alles heilen können.

    10.40 Uhr: Geimpfte und genesene Klinikmitarbeiter müssen sich in Bayern weiter nur zweimal wöchentlich testen

    Geimpfte und genesene Mitarbeiter in medizinischen Einrichtungen müssen sich in Bayern weiter nur zweimal wöchentlich auf Corona testen. Das stellte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums auf BR-Nachfrage klar. Damit widersetzt sich Bayern einer anderslautenden Vorgabe des Bundes, obwohl auch der Freistaat dem geänderten Bundesinfektionsschutzgesetz im Bundesrat zugestimmt hat.

    Denn eigentlich sieht das neue Bundesinfektionsschutzgesetz vor, dass sich gegen Covid geimpfte bzw. von der Erkrankung genesene Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen täglich testen lassen müssen. Betroffen sind vor allem die Mitarbeiter in Krankenhäusern und Arztpraxen. An der erhöhten Testfrequenz gibt es massive Kritik: Die Gesundheitsminister der Bundesländer forderten den Bund zuletzt geschlossen auf, diese Vorgabe wieder zu ändern und es bei zwei Tests pro Woche für Geimpfte und Genesene zu belassen.

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) erklärte vergangene Woche, die tägliche Testpflicht würde das Personal in hohem Maße belasten, "in einer Situation, wo wir die Menschen, die täglich unser Gesundheitssystem am Laufen halten, eigentlich entlasten müssen". Außerdem seien Corona-Tests nicht unbegrenzt verfügbar, in Bundesländern mit hohen Infektionszahlen seien die Laborkapazitäten schon ausgeschöpft.

    10.16 Uhr: Klinikum Rosenheim: Rotlicht als Hilferuf

    Zum Schichtwechsel des Personals wird die Zimmerbeleuchtung in der Intensivstation des RoMed-Klinikums Rosenheim für kurze Zeit auf die Farbe Rot eingestellt. Die Belegschaft will damit einen Hilferuf nach außen senden. Die Pfleger und Ärzte seien an der absoluten Belastungsgrenze, sagt Dr. Max von Holleben, der Kaufmännische Leiter des Klinikums Rosenheim. Es würden dringend Pflegekräfte und Intensivärzte gebraucht, um den Betrieb am Laufen halten zu können. Das Klinikum Rosenheim trägt die Hauptlast der Betreuung von Corona-Patienten in Stadt und Landkreis. In diesem städtischen Haus der vier RoMed-Kliniken liegen derzeit 96 Corona-Patienten, davon 15 auf der Intensivstation, diese belegen 46 Prozent der zur Verfügung stehenden Intensivbetten. Vier dieser Betten sind mit heutigem Stand noch frei. Insgesamt ist in Stadt und Landkreis eine Stabilisierung zu beobachten. Auf den Intensivstationen der verschiedenen Krankenhäuser liegen heute 32 Corona-Patienten, sie stellen damit ein Drittel aller Intensivpatienten in diesem Raum.

    10.11 Uhr: Ingolstadt: Lange Schlangen beim Testen und Impfen

    In einem offenen Brief kritisierten die Kreisverbände von CSU und Freie Wähler die aktuelle Situation an Test- und Impfstationen in Ingolstadt und forderten Oberbürgermeister Christian Scharpf (SPD) i auf, die Corona Test-und Impf-Organisation "zur Chefsache zu machen" und bis Ende der Woche einen neuen Organisationsplan vorzulegen. In den vergangenen Tagen bildeten sich sowohl vor den Teststationen als auch vor dem Impfzentrum lange Schlangen. "Bei den aktuellen Temperaturen, bei Regen und Schneefall ist es nicht zumutbar, dass Menschen stundenlang auf einen Corona-Test warten müssen oder auf die Möglichkeit, sich zu impfen", so Stefan Huber, Kreisvorsitzender der CSU Ingolstadt. OB Scharpf reagierte prompt auf den Brief und bezeichnete das Schreiben von CSU und FW als grotesk. Das Herunterfahren der Impf-Kapazitäten hätte die CSU/FW-Staatsregierung zu verantworten, teilt er mit. Beide Parteien versuchten "vom desaströsen Versagen der CSU/FW-Koalition in München abzulenken". Er warf den politischen Konkurrenten vor, auf populistische Art Kapital aus der Krise zu ziehen. Bereits am Montag werde er gemeinsam mit dem Betreiber dem Bayerischen Roten Kreuz klären, wie die Organisation Impf- und Teststationen verbessert werden könne, so Scharpf. Zudem kritisierte er die Rationierung der Impfstoffe und wies auf einen Mangel hin: "Unser Impfzentrum erhält aktuell nur etwa die Hälfte der Dosen, die bestellt worden sind." Das Impfzentrum werde wieder auf Terminvereinbarungen umstellen. Das würde zwar die Schlangen reduzieren, gleichzeitig würden dann aber viele Menschen über längere Zeit auf einen Impftermin warten müssen, schreibt der OB.

    10.03 Uhr: München schaltet weiter zeitnahe Impftermine frei

    Die Stadt München schaltet weiterhin auch zeitnahe Termine für das Impfzentrum und die Außenstellen frei. Das sagte eine Sprecherin des Gesundheitsreferats auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Es lohne sich deshalb durchaus, immer wieder in das Online-Buchungssystem zu schauen. Zum einen würden Termine, die abgesagt werden, neu eingepflegt. Zum anderen würden auch die Kapazitäten noch weiter hochgefahren. So wird der Betrieb im Impfzentrum Riem demnächst auf sieben Tage ausgeweitet, und im Gasteig wird eine zusätzliche Impfstation eingerichtet.

    09.53 Uhr: Neues Impfzentrum in Waldkraiburg öffnet, Mühldorf bekommt neuen Standort

    Der Landkreis erweitert sein Corona-Impfangebot und baut es um. Zusätzlich zum Impfzentrum in Mühldorf wird ab heute täglich von 10 bis 16 Uhr auch in Waldkraiburg geimpft. Im dortigen Haus der Vereine werden Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen angeboten. Je nach Verfügbarkeit kommen laut Landratsamt die Vakzine von Biontech oder Moderna zum Einsatz. Menschen unter 30 Jahren erhalten vorrangig Biontech. Eine Terminvereinbarung ist zwingend notwendig. Übermorgen bleibt das Impfzentrum in Mühldorf geschlossen, da es umzieht. Am Donnerstag ab 9.00 Uhr nimmt es seinen Betrieb am neuen Standort im Oderpark auf. Dort steht dann mehr Platz zur Verfügung, es kann laut Landratsamt entsprechend mehr verimpft werden. Terminvereinbarungen sind in Mühldorf nicht nötig, werden aber empfohlen. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Mühldorf liegt laut Robert-Koch-Institiut heute bei 1027,6.

    9.51 Uhr: Krippenweg in Neufahrn: Weihnachtsgeschichte in der Puszta und im Flüchtlingslager

    Völlig coronaregelkonform kann man sich in Neufahrn bei Freising auf die Weihnachtszeit einstimmen: Der Heimatverein hat wieder einen Krippenweg gestaltet: 35 Krippen werden nuin präsentiert - überwiegend in Schaufenstern, an denen man im Freien vorbeiflanieren kann. Die meisten Exponate stammen aus Privatbesitz, viele sind von den Eigentümern selbst gebaut worden. Auch die Krippen in den Kirchen sind in das Projekt einbezogen. Die Geschichte von der Geburt Christi wird in ganz unterschiedlichen Szenarien erzählt. In das Voralpenland oder einen ortientalischen Bazar wird sie ebenso verlegt wie in die ungarische Puszta, auf den Neufahrner Marktplatz und in das Ghetto eines Flüchlingslagers. Zusätzliche Informationen gibt es über eine App.

    07.55 Uhr: Mühldorfer Weihnachtszauber als Ersatz für Christkindlmarkt

    Statt eines Christkindlmarktes veranstaltet die Kreisstadt Mühldorf auch heuer wieder eine Ersatzaktion, den "Weihnachtszauber". Dazu werden seit 1. Advent verschiedene Häuserfassaden am Stadtplatz in bunten Farben erstrahlen. Große Lautsprecheranlagen werden den Platz mit stimmungsvoller Musik beschallen. "Wir freuen uns sehr, dass wir trotz dieser herausfordernden Zeiten auch in diesem Jahr unseren Bürgerinnen und Bürgern etwas ganz Besonders bieten können", schreibt Bürgermeister Michael Hetzl in einer Mitteilung.

    Der Weihnachtszauber endet am 27. Dezember. Der traditionelle Christkindlmarkt am ersten Adventswochenende wurde aufgrund der Corona-Pandemie erneut abgesagt.

    Sonntag, 28.11.

    18.29 Uhr: Dritter Omikron-Verdachtsfall in Bayern bestätigt

    Ein weiterer in München gelandeter Reiserückkehrer aus Südafrika hat sich mit hoher Wahrscheinlichkeit mit der neuen, besorgniserregenden Omicron-Variante des Coronavirus angesteckt. Das hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) soeben mitgeteilt. Es handle sich um einen der beiden am Freitag aus Kapstadt in Südafrika angekommenen, positiv auf SARS-CoV-2-getesteten Passagiere. Eine Sprecherin des LGL sagte in München: "Die Reiseanamnese und die vom Max von Pettenkofer-Institut durchgeführten VOC-PCR-Untersuchungen haben einen hochgradigen Verdacht erbracht, dass es sich hier um einen Fall der neuen Omikron-Variante handelt." Vollständige Gewissheit bringe erst das Ergebnis der Gesamtgenomanalyse, die in Kürze erwartet werde. Beide positiv getesteten Passagiere des Kapstadt-Fluges vom Freitag befänden sich weiterhin in Isolation, so die LGL-Sprecherin.

    Die ersten beiden Omikron-Verdachtsfälle in Bayern hatte das Gesundheitsministerium am Freitag bestätigt. Zwei Personen, die noch vor Ausweisung Südafrikas als Virusvariantengebiet am Mittwoch (24.11.) in München aus Südafrika kommend gelandet waren, wurden positiv auf die neue Virusvariante getestet.

    Die Staatsregierung betrachtet die neue Virusvariante mit großer Sorge. Alle erforderlichen Maßnahmen würden ergriffen, um ihre Ausbreitung einzudämmen, so die LGL-Sprecherin weiter.

    17.30 Uhr: Bayerische Minister rufen Medizinstudenten zur Mithilfe auf

    Bayerns medizinischer Nachwuchs soll sich aktiv in die Hilfe im Kampf gegen die Corona-Pandemie einbringen. Einen entsprechenden Aufruf veröffentlichten am Sonntag Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Wissenschaftsminister Bernd Sibler (beide CSU) gemeinsam mit den ärztlichen Direktoren der bayerischen Universitätskliniken in Regensburg, München, Erlangen, Würzburg und Augsburg. "Bringen Sie sich ein und packen Sie mit an! Jede helfende Hand wird gebraucht", sagte Sibler an die Studierenden der Medizin gewandt.

    Eingesetzt werden könnten sie etwa zur Beratung an Impf-Hotlines oder in Impfzentren aber auch in der Pflege. "Von Labor über Unterstützung in der Pflege bis hin zur Arbeit im Impfzentrum oder in der Verwaltung: Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig", sagte Holetschek.

    Bayern ist besonders schwer von der vierten Welle der Pandemie betroffen. Viele Krankenhäuser und vor allem deren Intensivstationen arbeiten an der Kapazitätsgrenze, Patienten müssen bereits in andere Bundesländer verlegt werden.

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    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am "Sonntags-Stammtisch" im BR Fernsehen.

    14.15 Uhr: Lockdown in Corona-Hotspots wohl auch über den 15.12. hinaus

    In bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz über 1.000 sollen die drastischen Einschränkungen, die dort bereits seit dieser Woche in Kraft sind, wohl auch über den 15.12. hinaus gelten. Das hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am "Sonntags-Stammtisch" im BR Fernsehen gesagt. Es gebe in den betroffenen Gebieten bereits eine Art Lockdown auch für geimpfte Personen, erklärte der CSU-Vorsitzende. "Das ist unsere bayerische Notbremse, sowas bräuchten wir auch in Deutschland", forderte er. Nach Absprache mit den Landräten in den betroffenen Gebieten sollen die Maßnahmen wohl nach dem 15.12. weiter gelten.

    13.11 Uhr: Luftwaffe fliegt Patienten von München nach Hamburg

    Die Luftwaffe der Bundeswehr wird am Nachmittag mit einem Spezial-Airbus weitere fünf Intensivpatienten mit Covid-Erkrankungen von München aus nach Norddeutschland bringen. Die Maschine wird gegen 14.45 Uhr in Hamburg erwartet. Nach der Landung würden die schwerkranken Patienten auf Kliniken in Schleswig-Holstein verteilt, sagte eine Sprecherin des bayerischen Innenministeriums.

    Der MedEvac-Airbus, auch als "fliegende Intensivstation" beschrieben, hatte bereits am vergangenen Freitag sechs Patienten, die bisher auf überlasteten Intensivstationen bayerischer Krankenhäuser betreut worden waren, nach Nordrhein-Westfalen geflogen. Die für den Transport am Sonntag vorgesehenen Patienten stammten aus den Regierungsbezirken Oberbayern und Schwaben, sagte die Sprecherin.

    Insgesamt werden dann nach Angaben des Ministeriums von Freitag bis Sonntag 29 Patienten aus Bayern in andere Bundesländer verlegt sein. Ursprünglich waren für den Transport am Sonntag sechs Patienten vorgesehen. Einer sei jedoch nicht mehr transportfähig.

    In Teilen Bayerns wird die Situation auf den Intensivstationen wegen der großen Zahl an schwerkranken Covid-Patienten als dramatisch beschrieben. Seit Wochen werden bereits Patienten innerhalb des Freistaats in andere Häuser verlegt. Operationen müssen verschoben werden. Seit Freitag werden Patienten auch in andere Bundesländer gebracht. Bisher haben sich Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Hessen, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Saarland zur Aufnahme bayerischer Patienten bereit erklärt.

    Den Corona-Ticker Oberbayern der Vorwoche finden Sie hier.

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