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Alfons Schuhbeck

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    Bundesamt für Justiz geht gegen Alfons Schuhbeck vor

    Gerade erst musste der Star- und Fernsehkoch Alfons Schuhbeck Insolvenz anmelden. Dazu kamen Steuerermittlungen. Jetzt werden die Probleme für den Großgastronomen noch größer: das Bundesamt für Justiz geht gegen Schuhbeck vor.

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    Von
    • David Herting

    Nachdem schon die Münchner Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Starkoch Alfons Schuhbeck eingeleitet hat, geht jetzt auch das Bundesamt für Justiz (BFJ) gegen den Gastronomen vor. Seit 2017 soll Schuhbeck keine Geschäftsberichte mehr veröffentlicht haben. Weil das laut Handelsgesetzbuch gegen eine für mehrere Arten von Unternehmen vorgeschriebene Offenlegungspflicht verstößt, hat die Behörde in Bonn laut dpa ein Ordnungsgeldverfahren eingeleitet. Schuhbecks Sprecher äußerte sich auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur dpa zu den Verfahren zunächst nicht.

    Ordnungsgeldverfahren gegen Schuhbecks Unternehmen

    Die Firmen des Kochs haben seit mehreren Jahren keine Geschäftszahlen mehr veröffentlicht. Unter anderem fehlen im Bundesanzeiger die Bilanzen der "Schuhbeck's Holding GmbH & Co. KG" und "Schuhbeck's Partyservice GmbH und Co. KG" für die Jahre 2017, 2018 und 2019. Deswegen wurden Ordnungsgeldverfahren gegen die Unternehmen eingeleitet, wie das Bundesamt mitteilte.

    Hohes Ordungsgeld droht

    Ein Ordnungsgeld beträgt normalerweise mindestens 2.500 Euro, höchstens 25.000 Euro. Bei Schuhbeck könnte inzwischen eine höhere Summe zustande gekommen sein. "Bei fortgesetzter Weigerung werden die Ordnungsgeldandrohungen sowie Ordnungsgeldfestsetzungen so lange wiederholt und hinsichtlich der Ordnungsgeldhöhe gesteigert, bis das Unternehmen seine Offenlegungspflicht erfüllt hat", sagte eine Sprecherin des Bundesamts. Die konkrete Summe wurde von der Behörde nicht genannt.

    Schuhbeck hat Insolvenz angemeldet

    Der 72 Jahre alte Münchner Starkoch hatte zuvor Insolvenz angemeldet. Nachdem die Staatshilfen während der Corona-Pandemie ausgeblieben seien, habe er keine andere Wahl gehabt. Das bayerische Wirtschaftsministerium äußerte sich bislang nicht konkret zu diesem Einzelfall, betonte aber, dass alle Berechtigten auch finanzielle Hilfe bekommen haben.

    Seit längerem Steuerermittlungen gegen Schuhbeck

    Gegen Schuhbeck laufen schon seit längerem Steuerermittlungen, wie der Gastronom bestätigt hat. Die Münchner Staatsanwaltschaft äußerte sich unter Verweis auf das Steuergeheimnis nicht zu dem Fall.

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