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© BR / Christine Haberlander
Bildrechte: dpa-Bildfunk / Frank Rumpenhorst

Drei Frauen und eine Siebenjährige haben einem Dreijährigen in Traunstein das Leben gerettet. Eine der Lebensretterinnen erzählt.

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Auszeichnung für Schwimmbad-Lebensretterinnen

Sie haben einem dreijährigen Buben das Leben gerettet: Dafür sind jetzt drei Frauen und ein siebenjähriges Mädchen in Traunstein ausgezeichnet worden.

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Von
  • Christine Haberlander

Traunsteins Oberbürgermeister Christian Hümmer würdigte das Eingreifen der drei Mütter und des Mädchens und überreichte Blumensträuße, drei Familienkarten für das Schwimmbad und einen Spielzeuggutschein.

Mädchen entdeckte bewusstlosen 3-Jährigen am Schwimmbadboden

Es war der Fronleichnamstag (3.6.) im Traunsteiner Schwimmbad: Die 7-jährige Mathilda hatte beim Tauchen einen kleinen Buben am Boden des Schwimmbecken regungslos liegend bemerkt und ihre Mutter verständigt. Daraufhin sprang eine Frau sofort ins Wasser, zog den Buben aus dem Becken und begann zusammen mit einer weiteren Freundin ihn wiederzubeleben.

Erfolgreiche Rettung im Schwimmbad

Das bewusstlose Kind spuckte zwei Mal Wasser. Bevor die alarmierten Rettungskräfte eintrafen, schlug es die Augen wieder auf. Nach zwei Tagen im Krankenhaus konnte der kleine Bub die Klinik gesund wieder verlassen. Der Dreijährige und seine Eltern haben die Retterinnen bereits besucht, die sich freuten, dass das Kind von dem Badeunfall keine Schäden davon getragen hat.

3-Jähriger war Mutter davongelaufen

Der Bub war seiner Mutter davongelaufen, die vor dem Kiosk anstand. Ohne Schwimmflügel sprang er einfach ins Schwimmbecken und ging sofort unter.

Lebensretterin kritisiert Hetze gegen Mutter des geretteten Buben

Die Lebensretterinnen freuten sich am Nachmittag über die unerwartete Auszeichnung. Tina Zimmermann, die den Buben aus dem Wasser holte, sagte, es sei wichtig gewesen einzugreifen, etwas zu tun und nicht wegzuschauen. Das rät sie übrigens allen, die in eine ähnliche Situation kommen. Ihre Freundin Christin Schönfeld monierte die Hetze im Netz gegen die Mutter des Buben. Dass ein Kind fortläuft und eventuell ins Wasser fällt, sei schnell passiert. Da sei es nicht gerecht, dass völlig Unbeteiligte die Mutter vorschnell und böse im Netz verurteilen und ihr schlimme Vorwürfe machen.

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