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Hochbeet befüllen Diese Schichten kommen in ein Hochbeet

Welche Schichten brauchen Sie und wie muss man das Hochbeet befüllen, um ein tolles Ergebnis zu bekommen?

Stand: 19.05.2022

Frau hat Radieschen geerntet und steht stolz vor ihrem Hochbeet. | Bild: mauritius-images

Hochbeet Schichten

Hoch wird das Beet durch die verschiedenen Schichten aus reichhaltigem Material, die übereinander gestapelt werden. Wer das Hochbeet für den Gemüseanbau nutzen will, sollte mit fünf Schichten planen. "Für ein Hochbeet, das vorwiegend für Kräuter und/oder Zierpflanzen genutzt wird, vereinfacht sich das Schema", sagt BAYERN 1 Pflanzenexpertin Karin Greiner. In diesem Fall sind nur noch drei unterschiedliche Schichten notwendig.

Abdeckung fürs Hochbeet

Aus einem Hochbeet wird auch ganz einfach ein Frühbeet - mit einer Abdeckung, die man zum Beispiel aus alten Fenstern bauen kann. Wie so eine Abdeckung aussehen kann, das sehen Sie im Video der Woidboyz - und wie man ein Hochbeet idealerweise schichtet.

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Frühbeet aus alten Fenstern selber bauen – Geht das in einem Tag? | BAYERN 1 Woidboyz | Bild: BAYERN 1 Woidboyz (via YouTube)

Frühbeet aus alten Fenstern selber bauen – Geht das in einem Tag? | BAYERN 1 Woidboyz

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Vorteile Hochbeet

Ein Hochbeet sieht nicht nur hübsch aus, es bietet auch Pflanzen in einem kleinen Garten perfekte Bedingungen. Durch die verschiedenen Schichten werden Kräuter, Blumen oder Gemüse optimal mit Nährstoffen versorgt. Ob Sie sich für ein Zier- oder ein Nutzbeet entscheiden, bleibt dabei ganz Ihrem Geschmack überlassen.

Zu den Vorteilen eines Hochbeets gehört auch, dass die Arbeit an diesem deutlich rückenfreundlicher ist als bei "normalen" Beeten in Bodenhöhe. "Man muss nicht in die Knie gehen und kann ganz bequem im Stehen arbeiten", sagt BAYERN 1 Pflanzenexpertin Karin Greiner. Ein weiterer Vorteil: Sie kommen von allen Seiten an das Hochbeet ran und können mögliche Probleme oder Schädlingsbefall schneller erkennen.

Durch die Verrottung des geschichteten Materials entsteht Wärme, gleichzeitig liefern die verschiedenen Schichten den Pflanzen besonders viele Nährstoffe. "Dadurch kann ich von einem Hochbeet etwa dreimal so ernten wie von einem normalen Beet", sagt Pflanzenexpertin Greiner. Die hohe Nährstoffdichte sorgt aber auch dafür, dass Sie die Pflanzen deutlich dichter setzen können als in einem normalen Beet.

Hochbeet befüllen

Diese Schichten müssen in ein Hochbeet von unten nach oben:

Wühlmausgitter: Das Gitter schützt Erde und Pflanzen vor Nagern und anderen Eindringlingen.

Grober Gehölzschnitt: Zum Beispiel Äste und Strauchabfälle, etwa 25 bis 30 cm hoch. Sie sorgen für eine gute Durchlüftung und verhindern Staunässe.

Feiner Gehölzschnitt: Häckselgut, zum Beispiel Zweige, klein geschnittener Heckenschnitt und geschredderte Staudenreste, etwa 15 bis 20 cm hoch. Die Schicht bildet eine Art Barriere und verhindert das Durchrutschen der oberen Schichten.

Verrotteter Stallmist oder grober Kompost: Die Schicht sollte etwa 20 bis 30 cm hoch sein und sorgt für viel Verrottungswärme und Nährstoffe.

Verrotteter Kompost: Für diese Schicht reicht eine Höhe von etwa 10 cm, sie liefert viele Nährstoffe.

Erde/Pflanzensubstrat: Diese Schicht können Sie bis oben auffüllen. Sie ist die oberste Schicht und dient der Bepflanzung.

Hochbeet im Winter

Spätestens, wenn im ausgehenden Winter die letzten Kohlpflanzen das Hochbeet räumen, fällt es ins Auge: Der Füllgrad des Beetes ist abgesackt, durch den Verrottungsprozess in den unteren Schichten ist die Oberfläche um 10 bis 20 Zentimeter abgesunken. Wenn Sie Ihr Hochbeet nicht schon im Herbst abgeerntet und wieder mit Erde aufgefüllt haben, ist das beginnende Frühjahr ein guter Zeitpunkt dafür.

Hochbeet wieder auffüllen

Zum Wiederauffüllen Ihres Hochbeets schieben Sie zuerst die obere, feinkrümelige Erdschicht zur Seite. Dann schaufeln Sie Kompost oder auch abgelagerte Pferdeäpfel (einfach bei einem Reitstall in der Nähe anfragen) hinein, verteilen ihn und schieben die Pfanzerde obendrauf wieder glatt darüber. Wenn Sie keinen eigenen Kompost haben, können Sie ihn auch im Gartencenter kaufen; oder noch einfacher: Sie kaufen ein Kompost-Erde-Gemisch und füllen es direkt obenauf ins Hochbeet.

Tipp: Wenn Sie das ganze Jahr über durchgängig mulchen, also die Erde mit pflanzlichem Material (Grasschnitt, Laub, Gemüsereste etc) abgedeckt halten, bildet sich neuer Humus und sie verringern den Absacker-Effekt.

Mehr Garten-Tipps von Karin Greiner

Viele gute Ideen für Balkon & Garten, dazu Tipps für Zimmerpflanzen und den Haus- und Ziergarten rund ums Jahr gibt unsere Garten-Expertin Karin Greiner jeden Samstag um 13.15 Uhr im Samstagmittag bei BAYERN 1. Unsere Gartel-Infos finden Sie übrigens auch bei BAYERN 1 bei Pinterest.


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